Die neue Weltordnung - Haidvogls Sperberauge

haidvogls.sperberauge.ch

Die neue Weltordnung - Haidvogls Sperberauge

Die neue Weltordnung

Die Schweiz hat zwei Möglichkeiten: sich aufzugeben und der EU beizutreten. Damit wäre sie in der

westlichen Wirtschaftsallianz voll integriert. Mit der Eigenstaatlichkeit wäre dann Schluss, mit der

direkten Demokratie auch. Abstimmungen müssten von den USA und der EU genehmigt werden.

Diese Tendenz zeichnet sich heute schon ab, indem das sogenannte Völkerrecht unserer Verfassung

übergeordnet wird, d.h. das Bundesgericht beansprucht bereits das Recht, die Gültigkeit von

Abstimmungen nach diesem Prinzip zu beurteilen. Was Völkerrecht in der Praxis heisst, weiss kein

Mensch, es untersteht vor allem der Willkür der USA und EU.

Die Schweiz ist ein kleines Land, das auf den internationalen Handel angewiesen ist und sich somit

den entsprechenden Gepflogenheiten unterordnen muss. Wenn wir jedoch unsere Souveränität

wieder erlangen wollen, müssen wir uns von der EU abnabeln und gewisse Unannehmlichkeiten in

Kauf nehmen. Wirtschaftlich geht es in Europa sowieso bergab, weil man notwendige Lösungen, um

die Krise zu überwinden, wie heisse Kartoffeln vor sich hinschiebt und zuwartet, bis die Völker

Europas definitiv ins Elend abgleiten. Im Klartext heisst das, wir können uns sowieso nicht mehr an

Europa orientieren, wenn wir nicht in diesem Strudel geraten wollen. Die Schweiz hat auch wichtige

Trümpfe, an denen sowohl die EU als auch die USA interessiert sind.

In Sachen Forschung gibt es nicht nur die EU, die etwas zu bieten hat. Diese und die USA fürchten

die Potenzen Chinas und Russlands wie der Teufel das Weihwasser. Gerade in neuen Technologien

der Energiegewinnung ist Deutschland bereits ins Hintertreffen geraten und zwar sowohl technisch

wie preislich. Übrigens Afrika hat reiche Uran-Vorkommen. Man muss sich fragen, weshalb der

Westen soviel Chaos in diesem Kontinent anrichtet, um möglichst billig zu diesem Erz zu kommen,

wenn man doch angeblich gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie ist und systematisch Ängste

gegen die AKWs schürt. Es geht offensichtlich um Uranbomben und Raketensprengköpfe, die bereits

im grossen Ausmass verwendet werden, z.B. in Afghanistan, Irak und Libyen. Die neuen Weltordner

wollen ausserdem die Energieversorsung weltweit unter ihre Fuchtel bringen, denn wer diese

beherrscht, beherrscht die ganze Welt. Mit der Förderung von Sonnen- und Windenergie ist die

Verknappung vorauszusehen und damit hat man ein probates Mittel, sich den Rest der Welt gefügig

zu machen.

In den Plan der neuen Weltordnung gehört auch die „Förderung“ der Frauen. Wenn man diese ins

Berufsleben ausser Haus einspannt, haben sie keine Zeit mehr für Haushalt und Kinder. Letztere

werden so durch „Fachleute“ dressiert; Fertigprodukte ersetzen die Arbeit am Herd und Billigkleider

aus Billiglohnländern mit fragwürdigen Textilien erübrigen die Handarbeit. Der Zuverdienst der Frauen

muss für höhere Haushaltkosten ausgegeben werden, das stimuliert die Dienstleistungswirtschaft. Bei

der Hirnforschung geht es nicht in erster Linie um das Ziel, wie man die Menschheit manipulieren

kann, was wiederum die chemische Industrie freut. Um das Lohnniveau der Frauen demjenigen der

Männer anzupassen, kann man auch letzteres senken. Wenn die Nachfrage nach Arbeit steigt, sinkt

der Preis dafür, das ist „freie Marktwirtschaft“.

Es bleibt also nichts anderes übrig, als sich an die blockfreien Staaten zu halten, wie Russland, China

und Südamerika. In Afrika arbeitet der Westen nach dem Rezept „teile und herrsche“, und glaubt, er

könne diesen Kontinent rekolonisieren, um günstig an die begehrten Bodenschätze heranzukommen.

Hier hat aber China bereits seine Füsse auf schlauere Art in der Tür, indem es zwar ebenso auf die

Bodenschätze aus ist, aber gleichzeitig hilft, die nötige Infrastruktur aufzubauen, so dass sich dieser

Kontinent entwickeln kann und unabhängiger wird. Das gefällt dem Westen gar nicht. Man holt die

Schwarzen nicht mehr nach Amerika sondern betreibt die Sklaverei in ihren Heimatländern. Der

Beweis für diese hinterhältigen Absichten ist die Tatsache, dass dieser Kontinent nach so vielen

Jahren „Entwicklungshilfe“ immer unterentwickelter wird. Diese ist eine regelrechte

Wirtschaftsindustrie geworden und das Fass ohne Boden ist gewollt. Durch die rücksichtslose

Ausbeutung der Bodenschätze – vor allem bezüglich Umwelt- und Menschenschutz – sind die Kosten

für die „Entwicklungshelfer“ hundertmal gedeckt.


Die neue Weltordnung nach US-Vorstellungen wird in einem Chaos enden. Der Beispiele gibt es

genug. Wenn sie selbst nicht mehr einmarschieren können wie in Afghanistan und Irak, züchten sie

Rebellen, die sich zu Geistern entwickeln, die sie nicht mehr los werden, wie in Aegypten, Tunesien,

Libyen, Somalia, Mali, Syrien etc. Diejenigen schweizerischen Unternehmen, welche sich am Projekt

Desertec beteiligten, haben ihr gutes Geld buchstäblich in den Saharasand gesetzt, denn es ist nicht

zu erwarten, dass in dieser Gegend in den nächsten Jahren Ruhe und Ordnung einkehren werden,

schon gar nicht nach westlichem Geschmack.

Der Westen hat vielleicht die Nase in der Produktion von Kriegsgeräten vorn, aber das Geld, das er

von den Importländern zugute hat, bleibt Buchwert oder muss selbst gedruckt werden. Diese

Erfahrung kennt Deutschland ja bereits mit den Ländern Südeuropas. Da wurde auch jahrelang auf

Pump geliefert und jetzt ist der Bumerang unterwegs.

Johanna Haidvogl-Werder, Gelterkinden

09.03.2013

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine