Freiheit für Parksünder - Hanfjournal

hanfjournal.de

Freiheit für Parksünder - Hanfjournal

#163

KOSTENLOS

PREMIUM POLISH SOIL

EcoBison.eu

Freiheit für Parksünder

Coffeeshops als sichere Alternative zum Stadtpark

UNABHÄNGIG | ÜBERPARTEILICH | LEGAL

HANFJOURNAL.DE | AUSGABE #163 | AUGUST 2013

Obamas Rechte

Faustschlag gegen Journalisten und weitere

Überwachungsskandal-Enthüllungen

Echt dufte... Die sogenannte "Harnröhre" im Görlitzer Park - Foto: Uli Herrmann via Flickr | CC BY-SA 2.0

Von Michael Knodt

nicht nur im Görlitzer Park oder der

Neuköllner Hasenheide in Berlin

kann man seit einer gefühlten Ewigkeit

Gras fraglicher Qualität zu überhöhten

Preisen kaufen. Eigentlich kann fast

jede deutschsprachige Großstadt eine

Grünfläche ihr Eigen nennen, auf der

fleißig mit THC-haltigen Produkten gehandelt

wird. Repressive Maßnahmen

gegen Käufer und Verkäufer vermögen

den Straßenhandel nicht in den Griff zu

bekommen. Sie haben keinerlei Auswirkungen

auf das Konsumverhalten der

Bevölkerung oder gar einzelner und sind

trotzdem momentan die einzige Antwort,

die der Gesetzgeber als sinnvoll erachtet.

Im Görlitzer Park ist die Situation mittlerweile

so angespannt, dass besorgte

Anwohner Geleitschutz für Parkbesuchende

fordern (siehe Meldung Seite 12).

Die Hanfverkäufer sehen sich feindlichen

und oft rassistischen Anfeindungen ausgesetzt,

die nicht immer zimperlichen Polizeieinsätze

häufen sich, ohne dass sich

die Lage ändert. Einige Anwohner stört

der offene Schwarzmarkt im Park, andere

wiederum fühlen sich mittlerweile

durch die massive Polizeipräsenz in der

Nachbarschaft gestört. Jugendschutz oder

Qualitätssicherung sind ein Fremdwort

für die Verkäufer, kennen sie doch meist

selbst den Ursprung ihrer Ware nicht.

Genervte Verkäufer, die sich mit Ausnahme

von „Bloß nicht erwischt werden“ an

keine Regeln halten müssen, treffen auf

genervte Kunden, die oft mit Qualität und

Preis unzufrieden sind. Last but not least

sind die Strafverfolger ebenso schlecht

drauf, weil sie meist nicht mehr als einen

Platzverweis aussprechen können, denn

die andere Seite trägt meist wenig oder

gar kein Gras in der Tasche, Stichwort

Bunkerplatz. Zudem ist das Elend der

Konsumierenden, welches die Hanfhatz

moralisch rechtfertigen und die Beamten

motivieren könnte, auch für viele Polizisten

nicht mehr nachvollziehbar, denn

meist handelt es sich bei den Kunden um

Gelegenheitskonsumenten, die keine private

„Connection“ haben. Kurzum: Die

Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen

Situation ist fürParksünder“ und deren

Verfolger problematisch, eine Lösung

hingegen nicht in Sicht. Eigentlich unterscheidet

sicher der „Görli“ diesbezüglich

nicht groß von einigen anderen Parks oder

öffentlichen Orten in Berlin, Hamburg,

Bremen oder Frankfurt, doch in Kreuzberg

kiffen Alt und Jung ganz offen, der

Feierabendjoint ist dort schon längst kein

Privileg der Jugend mehr. Der Widerstand

gegen ein Coffeeshopmodell unter

strengsten Jugendschutzauflagen, so wie

es Max Plenert vom Deutschen Hanfverband

für den „Görli" vorgeschlagen hat,

wäre hier wohl nicht allzu groß. Das hat

die Grüne Bezirksbürgermeisterin Monika

Herrmann im Zuge der aktuellen

Diskussion wohl mitbekommen und den

Vorschlag des DHV ein paar Tage später

aufgegriffen: Das Betäubungsmittelgesetz

sehe Ausnahmen vor, wenn diese von Öffentlichem

Interesse seien, so wie die Verbesserung

der Situation im Görlitzer Park.

Ein Park sollte der Erholung der Bewohnerinnen

und Bewohner dienen, der illega-

SEEDS UNTER DIE LUPE

Bei Dinafem zu Besuch

GEFAHRENABWEHR 2.0

Wenn Patienten unter Druck gesetzt werden

6

8

lisierte Verkauf von Hanf in öffentlichen

Grünanlagen ist eine direkte, gesundheits-

und jugendgefährdende Folge der

Prohibition und gehört hinter, für Jugendliche

verschlossene, Türen. Frau Herrmann

hat sogar einen Tipp für den medial

omnipräsenten SPD-Bezirksbürgermeister

Buschkowski, der mit der Hasenheide

im Nachbarbezirk Neukölln stolz auf Berlins

größten und ältesten Umschlagplatz

für Cannabisprodukte verweisen kann.

Zwischen Hermannplatz und Flughafenstraße

gibt es trotz regelmäßiger, massiver

Polizeieinsätze und zahlreichen, politischen

Willenserklärungen, den „Sumpf

auszutrocknen“, seit fast 40 Jahren Gras

und Hasch für die Hauptstadt.

"Wenn es nur diesen einen Coffeeshop gibt,

wird er viele Leute anziehen. Deshalb wäre es

sinnvoll, wenn Neukölln mitmacht und in der

Hasenheide einen weiteren Shop einrichtet,"

äußerte die Grünen-Politikerin Ende Juli

gegenüber dem Berliner Tagesspiegel.

Zwar wird das Bundesgesundheitsministerium,

das für ein solches Modell

Grünes Licht geben müsste, aufgrund der

starren Haltung von CDU und FDP dem

Modell nicht zustimmen und der Coffeeshop

am „Görli“ wird so bis auf Weiteres

Zukunftsmusik bleiben. Doch endlich hat

eine Politikerin mal den Mut gehabt, statt

sich dem üblichen, realitätsfernen Gefasel

von Prävention und Suchtvorbeugung

hinzugeben, auch öffentlich eine Lösung

zu favorisieren, die mündige Konsumierende

vor Strafverfolgung sowie den

Nachwuchs vor falschen Freunden und

dem zu frühen Einstieg schützt.

WERBUNG

es ist der 25.07. und ich fahre

mit der S-Bahn ins Büro. Zufällig

habe ich mal eine Berliner

Zeitung unterm Arm, die ich

mir aus dem Briefkasten meines

im Urlaub befindlichen Nachbarn

kredenzte. Während der circa halbstündigen

Fahrt überfliege ich die

Schlagzeilen und bleibe bei einer

kleineren Meldung aus den Staaten

fast fassungslos hängen.

Das US Bundesgericht hat im Skandalfall

Jeffrey Sterling unter Berufung

entschieden, dass der New-

York-Times-Reporter James Risen

preisgeben muss, ob genannter

CIA-Mann ihm Material für das Enthüllungsbuch

„State of War“ (2003)

geliefert habe.

Dafür wird ein Antispionagegesetzt

aus der ersten Dekade des letzten

Jahrhunderts reaktiviert. Von 1917

um genau zu sein. Einer Zeit, in

der inmitten eines Weltkriegs militärische

Verräter standrechtlich erschossen

oder auf den elektrischen

Stuhl geschickt wurden.

Friedensnobelpreisträger und

US-Präsident Barack Obama, der gerade

erst vor wenigen Wochen einen

Steinwurf von mir entfernt mit

unserer Kanzlerin angemessen im

früheren Königspalast, dem Charlottenburger

Schloss, zu Abend

dinierte, kann damit nun einen radikalen

Schritt weiter gegen Whistleblower

und Staatsquerulanten

vorgehen, die Geheimnisse seiner

Regierung veröffentlichen und daher

in einer Stärke verfolgt werden

dürfen, wie zuvor nicht möglich.

Trotz bereits aktivierten Patriot Act,

Guantanamo, PRISM-Technik. Kennen

wir ja alles.

Extra bitter zu dieser aktuellen Verschärfung

der Journalistenrechte

durchs Bundesgericht klingt da

vor allem der Nachhall einer Mitteilung

des Justizministeriums, das

Mitte Juli versprach, Journalisten

und deren Quellen in Zukunft besser

schützen zu wollen. Schließlich

wurde im Mai bekannt, dass Washingtoner

Reporter im vergangen

Jahr bereits telefonisch bespitzelt

und gezielt ausgehorcht wurden,

als sie über das verhinderter Anschläge

zum Jahrestag des 11. Septembers

spekulierten. Nachdem

die Behörde unter Justizminister

Eric Holder deshalb unter Kritik geriet,

versprach dieser die Kriterien

für eine Beschlagnahmungen von

Kommunikationsdaten wie Pressematerial

zu verschärfen. Er wolle

dazu beitragen, das dringende

Recht der Medien auf freie Berichterstattung

zu gewährleisten. Für

Demokratie und Sicherheit.

Mit der jetzigen Entscheidung fällt

das Kartenhaus wie ein schlechter

Hefeteig in sich zusammen. Welcher

Journalist wird nun noch Quellen

finden, die illegale Machenschaften

der Regierung oder Staatsgeheimnisse

aufdecken, wenn diese

in Zukunft vor Gericht namentlich

genannt werden müssen? Welcher

Journalist wird sich noch brisanter

Themen annehmen wollen, wenn

er Sanktionen und Verfolgung befürchten

muss und seine Privatsund

Berufssphäre verletzt werden

darf? Wann werden folgend Journalisten

der Mithilfe, dem Untergraben

der Volksgesundheit oder

der Verschwörung beschuldigt, da

dank ihnen objektiv über illegale

Grows berichtet wird, während die

US-Regierung die Dämonisierung

von Hanf als Medizin, Rohstoff und

Genussmittel vorantreibt?

Einzig passend erschien zu der gesamten

US-Skandalnudelproduktion

daher nur eine Meldung der

Weiter auf Seite 2

WERBUNG


2 NEWS

#163 . August . 2013 hanfjournal.de

Frankfurter CDU lehnt Cannabis Social Clubs ab

Frankfurter Heroin-User haben es einfacher

Die Stadt Frankfurt praktiziert

trotz einer CDU-Mehrheit

schon lange eine relativ

liberale Drogenpolitik. In

Frankfurt gab es dank des persönlichen

Einsatzes der ehemaligen

CDU-Oberbürgermeisterin

Petra Roth (CDU)

bereits 2002 den ersten Modellversuch

zur Heroinabgabe

für Schwerstabhängige. Nicht

zuletzt der Erfolg des Frankfurter

Modells trug dann dazu

Rechtzeitig zum Sommerloch

hat die Hamburger SPD

zusammen mit Dr. Rainer

Thomasius, unter Hanf Konsumierenden

auch als "H.J.

Anslinger der bundesdeutschen

Drogenpolitik" bekannt, eine

Anti-Cannabis Kampagne

gestartet.

Mit den üblichen Geschichten

über kiffende Kinder

und einem Foto eines

Chrystal-Konsumenten garniert

wurde Ende Juni die

mediale Grundlage für die

geplante Stigmatisierung der

Hamburger Hanfgemeinde

bei, dass diese Form der Überlebenshilfe

eine bundesweite,

gesetzliche Grundlage erhielt.

In Sachen Cannabis hingegen

zeigt sich die Frankfurter CDU

weniger mutig. Am 24.06.2013

lehnte die CDU in Frankfurt

eine Bürger-Petition für einen

Modellversuch zu Cannabis

Social Clubs kategorisch ab:

"Die Forschung und Literatur

geht heute davon aus, Cannabisgebrauch

könne sowohl

Mediale SPD-Schlammschlacht gegen Hanf

Hamburgs Thema für's Sommerloch

Das Centre for Drug Research

an der Goethe-Universität

Frankfurt am Main führt

zum zweiten Mal eine Umfrage

zu "Legal Highs" unter

Konsumierenden durch.

Mit dem Begriff "Legal

Highs" werden neue psychoaktive

Substanzen bezeichnet,

die als "Räuchermischungen",

"Badesalze" oder "Research

Chemicals" im Internet angeboten

werden und zumeist

nicht dem Betäubungsmittelgesetz

unterstellt sind. Die

gesundheitlichen Risiken,

die durch den Konsum dieser

Produkte entstehen können,

sind noch weitestgehend unerforscht.

Mit dieser Umfrage

sollen Erkenntnisse über die

geschaffen. Sätze wie "Wer

kifft, verschlechtert seine Lebenschancen"

oder "Kiffen ist viel

gefährlicher als Trinken" sind

gefährliche Brandsätze in Sachen

Prävention und wohl

nur der Anfang der Hanf

feindlichen Welle, die, der

Hamburger SPD sei Dank,

auf uns zurollt.

Wir fordern unsere Lesenden

dazu auf, die

SPD-Kampagne aufmerksam

und kritisch zu begleiten.

Auf hanfjournal.de am 27.06.13

Erfahrungen von Konsumierenden

mit diesen Substanzen

gewonnen werden, um

diese dann zur Entwicklung

von Präventionsangeboten

und -hinweisen zu nutzen.

Diese Umfrage ist Teil des

EU-Projekt "SPICE II Plus"

unter Leitung von PD Dr. Volker

Auwärter am Institut für

Rechtsmedizin am Universitätsklinikum

Freiburg.

Das Centre for Drug Research

Das Hanf Journal berichtet

regelmäßig über die Forschungsergebnisse

des Centre

for Drug Research an der Universität

Frankfurt. Es wurde

2001 u.a. von Prof. Dr. Henner

zu psychischer als auch körperlicher

Abhängigkeit führen. So

entwickeln etwa zehn Prozent

der Cannabiskonsumenten eine

körperliche Abhängigkeit. Von

den Personen, die sich mit ihrer

Cannabisabhängigkeit einem Behandlungsprogramm

unterziehen,

haben über 50 Prozent sogar

Entzugssymptome, die denen

von Opiat- und Alkoholentzügen

entsprechen“, so die gesundheitspolitische

Sprecherin der

Volle Kontrolle

Summerjam 2013

Wie die Köln Nachrichten

direkt nach dem stattfinden

des beliebten Reggae Festivals

meldeten, war das Summerjam

Reggae Festival 2013, das

im Norden Kölns stattfand,

ein voller Erfolg - zumindest

für die Fahnder des Zolls. Circa

zwei Kilogramm illegale

Substanzen wurden den Fans

des Jams durch die Hände

der fleißigen Staatsbeamten

entwendet, wobei sich neben

Cannabis und Haschisch auch

andere gängige Partydrogen

anfanden. Neben Rauschgiftspürhunden

wurde für den

Hess und Dr. Bernd Werse

als Einrichtung der sozialwissenschaftlichen

Drogenforschung

gegründet und ist

dem Institut für Sozialpädagogik

und Erwachsenenbildung

der Goethe-Universität

Frankfurt/Main angegliedert.

Das Zentrum verknüpft

empirische Forschung mit

akademischer Lehre und finanziert

sich ausschließlich

über Drittmittel. Während

sich Professor Hess mittlerweile

im Ruhestand befindet,

ist Dr. Bernd Werse ein viel

gefragter Experte, dessen Forschungsergebnisse

zu Legal

Highs bundesweit für Aufklärung

sowie Aufsehen sorgten.

CDU-Fraktion, Verena David.

Die Fraktionspartner der

CDU, Bündnis90/Die Grünen,

haben sich bislang nicht öffentlich

zu der Petition geäußert.

Auf hanfjournal.de am 25.06.13

Großeinsatz sogar Beamtenverstärkung

aus Koblenz benötigt,

um die 141 Personen

aufzuspüren. Diese müssen

nun mit Strafverfahren rechnen,

die aber auf Grund der

Geringfügigkeit der Vergehen

im Regelfall wieder eingestellt

würden. Toll, Zoll!

Online-Umfrage zu Legal Highs 2013

Wissenschaftliche und anonyme Umfrage zum Konsum von "Legal Highs"

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 08.07.13

Sein Institut hatte 2009 die

erste Pilotstudie zu Spice und

anderen Räuchermischungen

durchgeführt.

Seitdem wird Werse nicht

müde, die Bundesregierung

auf Grundlage seiner Forschungsergebnisse

vor genau

der rigiden Verbotspolitik

zu warnen, die den Konsumenten

Monat für Monat

neue, künstliche und brandgefährliche

Drogen beschert.

Deshalb ist es auch von immenser

Wichtigkeit, möglichst

viele Teilnehmenden

für die aktuelle Umfrage zu

finden.

Auf hanfjournal.de am 28.06.13

Fortsetzung von Seite 1 | Obamas Rechte

Zeit, die einen Vertrag zwischen der

Telekom und dem FBI aufdeckte,

der schon Monate vor den Anschlägen

auf die World Trade Center im

Jahr 2001 geschlossen wurde und

als PDF einsichtbar machte. Dieses

Dokument beweist, dass bereits vor

dem Krieg gegen den Terror und

dem folgenden Patriot Act selbst

deutsche Firmen mit Staatsmächten

kooperiert haben, damit US-Behörden

Zugriff auf die Kommunikations-

und Verkehrsdaten der

Nutzer erhalten. R.A. Wilsons Biest

war eben nie nur ein Gerücht.

Übrig bleibt beim staunenden

Leser daher nur noch die Frage,

warum trotz der eng verstrickten

Machtapparate und der gewaltigen

Datensammlung gerade so wirkt,

als wäre die halbe Welt außer Rand

und Band.

Weshalb Journalisten überhaupt

noch nach Quellen gefragt werden

müssen, anstatt Zielob- und

Die Arzneimittelkommission

im Unterhaus des Parlamentes

in Uruguay hat am 4.

Juli dem Projekt zur Schaffung

einer staatlichen Behörde

zur Cannabisregelung

zugestimmt. Der Gesetzesentwurf

muss nun von den Abgeordneten

einer weiteren

Kammer, in welcher die maßgeblich

für diese Entwicklung

verantwortliche Partei Frente

Ampolio sich in Absoluter

Mehrheit zählt, näher diskutiert

werden.

Juli Bango, stellvertretender

Chef der FA und einer der

Initiatoren der Maßnahme,

zeigte sich in Interviews mit

der aktuellen Krönung seiner

monatelangen Arbeit zufrieden.

Nun müssten die Schritte

von der Entkriminalisierung

hin zur Regulierung und

Genehmigung folgen. Sollte

die zweite Hürde genommen

werden, werde das Anliegen

an den Senat getragen, in

welchem die Frente Ampolio

ebenso dominiere und mit

genügend positiven Stimmen

vertreten seien sollte.

Die Folge wäre die Gründung

eines Instituts für die

Regulierung und Kontrolle

von Cannabis (IRCCA), das

Subjekte intensiv über das Internet,

Konsolen und Smartphones

überwachen, Profile und Gefahrenpotentiale

per Supercomputer

berechnen, sie mit ferngelenkten

Drohnen unbemerkt verfolgen und

zum passenden Zeitpunkt aus dem

Hinterhalt der USA per Knopfdruck

ausknipsen zu lassen.

Es scheint doch so einfach, dank

des ständig verschärften Gesetz des

Stärkeren.

mze

Quellen

www.berliner-zeitung.de/kultur/usa-gegen-quellenschutz-beugehaft-fuer-us-journalisten,10809150,23812234.html

http://orf.at/stories/2190768/

www.hintergrund.de/201307242713/politik/

welt/us-gericht-journalisten-muessen-quellen-preisgeben.html

www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-07/

vertrag-telekom-voicestream-fbi

Sieben zu Sechs

Die Arzneimittelkommission in Uruguay hat abgestimmt

Regelungen über Anbau, Verkauf

und Konsum von Marihuana

und heimischen Pflanzen

benenne.

Das Ziel des Vorhabens ist

die Ermächtigung der Bürger

bis zu sechs Cannabispflanzen,

die nicht mehr als

480 Gramm Blüten pro Ernte

produzieren, anpflanzen zu

dürfen oder über Apotheken

bis zu 40 Gramm Marihuana

im Monat ab Volljährigkeit zu

beziehen. Während die Opposition

gegen die Pläne wettere

und den Drogenkonsum verharmlost

sehe, bestehe der

stellvertretende Chef der FA

darauf, dass die Initiative zur

Bekämpfung des Drogenhandels

und zur Verbesserung

der Gesundheit der Uruguayer

diene.

Er wies darauf hin, dass

Uruguay eine Pionierstellung

in der Antwort auf die Cannabisfrage

einnehme und in

historischer Tradition der demokratischen,

säkularen und

republikanischen Toleranz

der eigenen Vielfalt stehe.

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 05.07.13

WERBUNG

GIB Lighting ist bei Facebook

http://www.facebook.com/GIB.Lighting

GIB LIGHTING

Ertragreiches Wachstum mit Vorschaltgeräten von GIB Lighting

Das HIGH-END-Vorschaltgerät

Mikroprozessorsteuerung garantiert optimale Lampenleistung

Höhere Lichtausbeute

Längere Lebensdauer der Lampe

5 Jahre Garantie

Stabiles Aluminiumgehäuse

Geräuschlos

Geringerer Stromverbrauch

Gerät ist leicht und einfach zu montieren

Schnellstart: Lampe startet und erreicht sofort die optimale Lichtfarbe

Elektronisches Vorschaltgerät

Beleuchtung ohne Flackern, im Gegensatz zu konventionellen

Vorschaltgeräten

Netzstecker mit 4,0 m Kabel als Zuleitung

4,0 m Kabel als Zuleitung vom Vorschaltgerät zur Lampe

Maximale Kabellänge ≤ 5 m

Mehr Licht bei geringerer Leistungsaufnahme und damit höherer

Ertrag auf gleicher Fläche

Mit passendem Reflektor kann man das Mehr an Licht auf eine

größere Fläche verteilen

NXE 400 W

4-Stufen

Schaltung

www.gib-lighting.de

Ihr kompetenter Stützpunkthändler in 63450 Hanau: Heaven • Langstr. 38


Magenschutz

durch THC

oder: Wie Cannabis Leben rettet

tHC schützt vor Schäden

am Magen, die durch die

Einnahme bestimmter

Medikamente verursacht werden.

Besonders häufig sind

Schäden durch bestimmte

entzündungshemmende Substanzen,

wie beispielsweise

Diclofenac, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure

(Aspirin) und

Indometacin. Diese Substanzen,

so genannte nichtsteroidale

Entzündungshemmer,

werden häufig zur Schmerzlinderung

verschrieben. Sie

sind die häufigste Ursache für

Magenschädigungen. Etwa

zwei Drittel aller Patienten,

die regelmäßig solche Medikamente

einnehmen, entwickeln

Magenprobleme. Nun

hat eine Studie an Mäusen

gezeigt, was viele Cannabiskonsumenten

bereits wissen:

THC schützt den Magen vor

der Schädigung durch solche

NSAIDs (nichtsteroidale Entzündungshemmer).

Diese Medikamente können

schwere Schäden verursachen,

darunter Magenblutungen,

Sodbrennen, Schäden

an der Magenschleimhaut

und Magengeschwüre. Man

vermutet, dass NSAID bestimmte

magenschützende

Substanzen, die Prostaglandine,

im Magendarmtrakt

hemmen. Die Prostaglandine

schützen nicht nur die Magenschleimhaut,

sondern regulieren

auch die Magensäureproduktion.

Zudem verhindern

NSAIDs wie Diclofenac die

Erholung der Magenschleimhaut

von einer Schädigung.

Im Allgemeinen werden daher

häufig zusammen mit

diesen Entzündungshemmern

Substanzen verabreicht, die

die Magensäureproduktion

reduzieren, um den Schaden

möglichst gering zu halten.

Allerdings haben diese Medikamente

auch unerwünschten

Nebenwirkungen, wie ein erhöhtes

Risiko für Krebs, Knochenbrüche

und bakterielle

Infektionen.

Bereits in den siebziger

Jahren hatten Wissenschaftler

festgestellt, dass THC vor

der Entwicklung von Magengeschwüren

schützen kann.

Allerdings waren in diesen

Studien mit Ratten aus dem

Jahr 1978 sehr hohe Dosen

THC verwendet worden. In

der aktuellen Studie von Wissenschaftlern

des Psychologischen

Instituts der Universität

von West Virginia in den

USA war konkret untersucht

worden, ob THC Schutz vor

den negativen Wirkungen von

Diclofenac auf die Magenschleimhaut

bietet und welche

Dosierungen dazu benötigt

werden. Es zeigte sich, dass

THC die Magenschleimhaut

bereits in Dosen schützt, die

noch nicht zu den typischen

Cannabiswirkungen führen.

Dazu erhielten die Tiere

nach einer Fastenzeit von

23 Stunden verschiedene

THC-Dosen, entweder oral

oder gespritzt, und eine Stunde

später hohe Diclofenac-Dosen,

die normalerweise ausreichen,

um Magenblutungen

zu verursachen. THC hemmte

dosisabhängig die Entwicklung

dieser Blutungen und

zwar bereits ab einer oralen

Dosis, bei der bei den Tieren

#163 . August . 2013 hanfjournal.de

Ein Regelwerk

Washington Liquor Control Board bestätigt die

Regulierungen für den Marihuanahandel

Das Washington State Liquor

Control Board hat das

eingereichte Regelwerk für

einen gesetzlich regulierten

Handel, Anbau und Vertrieb

von Marihuana und anderen

THC-haltigen Produkten Anfang

Juli akzeptiert.

Unter der Prämisse die Öffentliche

Gesundheit zu schützen,

habe man die Regeln

angenommen, da sie den öffentlichen

Erwartungen eines

strikt abgesicherten und kontrollierten

Systems entsprächen,

während ein angemessener

Zugang auf den Markt

ermöglicht werde. Dies sagte

Sharon Foster, die Vorsitzende

des Washington Liqour Control

Boards, dem South Widbey

Record.

Die Bestimmungen seien direkt

nach dem Erfolg der Initiative

502 im November 2012

unter aktivem Mitwirken der

lokalen Behörden, Gesetzeshütern,

Industriellen, der Präventionsstellen

und vielen

anderen Beteiligten entwickelt

worden.

In acht Foren mit über 3000

Teilnehmern entstanden folgenden

Regeln.

Sie sehen vor, dass:

• alle Grows über streng kontrollierte

Sicherheitssysteme verfügen

und strikte Überwachungs- und

Transportbedingungen erfüllen.

• stabile Tracking-Softwaresysteme

das Inventar vom Anbau bis Verkauf

verfolgen.

• strenge Strafmaßnahmen bei Verletzung

der Öffentlichen Sicherheit;

inklusive Verlust der Lizenz in

Kraft treten.

• Verbote von Werbung, die an Kinder

gerichtet seien könnte geachtet

werden.

Dr. med. Franjo Grotenhermen

Mitarbeiter des nova Institutes in Hürth bei

Köln und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft

noch keine Symptome auftreten,

die psychischen Wirkungen

beim Menschen entsprechen.

Der Magenschutz

tritt also bereits bei Dosen auf,

die in einem realistischen therapeutischen

Bereich liegen.

In den USA (Einwohnerzahl:

315 Millionen) werden

jährlich etwa 107.000 Personen

aufgrund von Komplikationen,

die durch die

regelmäßige Einnahme von

Diclofenac, Ibuprofen und

anderen NSAIDs entstanden

sind, in Krankenhäuser eingeliefert.

Dies entspricht etwa

27.000 Personen in Deutschland

(Einwohnerzahl: 80 Millionen),

wenn man davon ausgeht,

dass in Deutschland der

Verbrauch von solchen Entzündungshemmern

so groß ist

wie in den USA. Patienten mit

Arthritis oder Rheuma haben

ein 5-mal so hohes Risiko als

die Allgemeinbevölkerung,

aufgrund von Magenschäden

durch NSAIDs in Krankenhäuser

aufgenommen zu

werden. Etwa 15 Prozent der

Patienten, die wegen solcher

Komplikationen im Krankenhaus

behandelt werden,

sterben an dieser Komplikation.

Dies sind in Deutschland

jährlich etwa 4000 Personen.

Daher ist es wichtig, dass bei

der Vorbeugung solcher Ne-

Weitere Regeln zur Sicherung der

Konsumenten beinhalten:

• die Reglementierung von Verpackungen

und Beschreibungen,

welche Dosierung und Warnungen

betreffen.

• Kindersichere Verpackungen für

Marihuana Substanzen in fester

wie flüssiger Form.

• das Angebot auf ausschließlich

im Labor getestete und erprobte

Produkte zu beschränken, bei

festgelegten Grenzmengen und

Anwendungsempfehlungen für

Marihuana in Blütenform.

• Beschilderte Informationsmaßnahmen

für Kunden.

Cannabis als Medizin (ACM)

benwirkungen Fortschritte

gemacht werden.

Zudem ist bekannt, dass die

Verwendung von THC häufig

die Einnahme von NSAIDs bei

der Linderung von Schmerzen

und der Hemmung von

Entzündungen ersetzen kann

– ohne diese tödlichen Nebenwirkungen.

Die medizinische

Verwendung von Cannabisprodukten

könnte auch in

diesem Fall, wie bei anderen

Krankheiten, viele Leben retten.

In diesem Zusammenhang

sei darauf hingewiesen, dass

die Bundesopiumstelle bei

der Erteilung einer Ausnahmeerlaubnis

für die Verwendung

von Cannabisblüten bei

Schmerzpatienten aufgrund

der bestehenden Gesetzeslage

verlangt, dass andere Medikamente

entweder unwirksam

sind oder nicht vertragen

werden. Diese Patienten sind

daher gezwungen, zunächst

ihren Magen mit nichtsteroidalen

Entzündungshemmern

zu ruinieren oder opiatabhängig

zu werden, oder beides.

Erst wenn Ibuprofen, Diclofenac

und Co. und Opiate

starke Nebenwirkungen

verursachen oder nicht ausreichend

wirken, kann eine

Ausnahmeerlaubnis erteilt

werden. Dies unterstreicht

die Absurdität der Gefahreneinteilung

der verschiedenen

Schmerzmittelklassen, die

uns in Deutschland zur Verfügung

stehen. Cannabis gilt

als die gefährlichste Substanz

und kann daher erst in Fällen

mit einer Ausnahmeerlaubnis

in der Apotheke erworben

werden, wenn die angeblich

weniger gefährlichen NSAID

und Opiate nicht oder nicht

mehr in Frage kommen. Es

sei denn, man hat das nötige

Kleingeld, um Dronabinol

(THC) oder den Cannabisextrakt

Sativex in der Apotheke

zu kaufen.

Unerwähnt bleibt, dass diese

Regeln auch für den Outdooranbau

gelten und damit Farmern,

die sich die Mühe machen den

Sicherheitsbestimmungen entsprechend

aufzurüsten, endlich

das Tor zu einer alten, ökologisch

wertvollen Nutzpflanze

geöffnet wird. Vincente Fox,

Mexikos ehemaliger Präsident,

der im dritten Juli Wochenende

wieder zur globalen Re-Legalisierungsdiskussion

von Cannabis,

diesmal in seine Ranch San

Cristóbal del Rincón lud, dürfte

nach Meinung des Drogenund

Sicherheitsexperten Jorge

Chabat vom mexikanischen

Forschungsinstitut Cide spätestens

in sieben Jahren sein Ziel

erreicht haben und selber Weed

anbauen können. Er sehe nach

den jüngsten Entwicklungen in

Washington und Colorado, sowie

des neuen OAS-Berichts so

viel Schwung in der Cannabis

Debatte, dass Cannabis noch

vor Ende des Jahrzehnts re-legalisiert

sei, wird Chabat auf

Süddeutsche.de zitiert.

Auf hanfjournal.de am 22.07.13

Und es sind 19

New Hampshire erlaubt Medizinal-Cannabis

CLUB.MED

"That´s the fucking point."

Ziel ist eine national gültige Gerichtsentscheidung

Ende Juli wurden im amerikanischen

Washington State

mehrere Medical Marijuana

Dispensaries von der DEA

"kontrolliert". Anscheinend

seien Produkte verschiedener

Einrichtungen über die Staatsgrenzen

hinaus gehandelt

worden, was dazu führte, dass

die Agenten schon im vergangenen

Mai einige Abgabestellen

untersuchten.

Nach Aussage der DEA sei

die aktuelle Kontrolle aber auf

eine zwei Jahre dauernde Observierung

zurückzuführen,

deren Ergebnis für die Betroffenen

möglicherweise nicht so

arg ausfallen möge, wie die

Aktion vermuten ließe.

Dokumente und Marihuana

wurden beschlagnahmt,

merkwürdigerweise aber keine

Bargeldbeträge. Auch blieben

die medizinischen Einrichtungen

weiterhin geöffnet,

jedoch ohne Angebot in ihren

Auslagen.

Dominic Holden, langjähriger

Unterstützer der Entkriminalisierungsbewegung,

ehemaliger Chef des Seattle

Hempfest und Redakteur der

Samenqual statt Mediseeds

Hamburg: Polizei beschlagnahmt Hanfsamen-Automaten

Nur elf Tage nach der Eröffnung

wurde der "Mediseed-Shop"

auf der Hamburger

Reeperbahn von der

Polizei durchsucht. Im Rahmen

der Razzia beschlagnahmten

die Beamten alle

Hanfsamen-Automaten samt

Am Dienstag den 23.07.2013

hat sich der US-Bundesstaat

New Hampshire in bekannte

Gesellschaft begeben. Gouverneurin

Maggie Hassan unterzeichnete

den Antrag auf

das Verwendungsrecht von

Patienten, Medizinisches Cannabis

in ihrem Staat zur Linderung

ihrer Krankheitssymptome

zu nutzen und reiht

den Bundesstaat damit zu 18

weiteren US-Staaten, in denen

Cannabis von Ärzten bereits

verschrieben werden darf.

Der behandelnde Arzt muss

aber bereits 90 Tage für den

Patienten gesorgt und andere

Pharmazeutika wirkungslos

angewendet haben. Das

Gesetz erlaubt Patienten mit

Französische Cannabis Social Clubs in Gefahr

Vier Vereine zwangsweise aufgelöst

3

alternativen The Stranger Publikation

zitiert den ehemaligen

Staatsanwalt und Bush

Gefreiten John McKay zu den

Überfällen der DEA, der ein

starker Vertreter der Re-Legalisierungsinitiative

502 ist und

dessen Worte die folgende

Aussage beinhalten.

Das aktuelle Kräftemessen

zwischen der US-Regierung

und den Staatsgesetzen versuche

Washingtons Plan zur

Regulierung herauszufordern.

Es würden zwingend einige

Rechtsstreitigkeiten folgen,

die schlussendlich bis vor den

Obersten Gerichtshof getragen

würden. Dies sei nach Meinung

McKays, wortwörtlich:

"...the fucking Point".

Eine National geführte Diskussion,

über sinnvoll evaluierte

Legalisierungsmodelle,

die den strengen Einschränkungen

beim Alkoholhandel

ähneln, sei somit mehr als nur

gewünscht. Der Kampf sei

strategisch, überfällig und Teil

des Zieles.

Auf hanfjournal.de am 06.08.13

Inhalt. Laut der Hamburger

Staatsanwaltschaft bestehe

gegen die Besitzerin der Anfangsverdacht

des Handeltreibens

mit Betäubungsmitteln.

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 11.07.13

Krebs oder anderen schweren

Leiden dann den Besitz von

bis zu zwei Unzen Marihuana

aus gemeinnützigen Abgabestellen.

Aber: Patienten, die sich vor

dem Erhalt einer offiziellen Erlaubnis,

deren Bewilligung in

New Hampshire noch bis zu

zwei Jahren dauern kann, mit

ihrer Medizin selber versorgen

und dabei erwischt werden,

könnten auf das soeben

beschlossene Recht weiterhin

verzichten müssen, wie Sprecher

des dennoch etwas erfreuten

Marijuana Policy Project

warnten.

Auf hanfjournal.de am 24.07.13

Nachdem sich vor einigen

Monaten die Cannabis Social

Club Bewegung in Frankreich

formiert hatte, gab es bis vor

kurzen bereits sechs registrierte,

informelle Vereine, deren

Mitglieder gemeinschaftlich

Cannabis zum eigenen

Bedarf anbauen wollten. Die

Vereine waren noch in der

Gründungsphase, echtes Gras

wurde (noch) nicht angebaut.

Im Juli haben französische

Gerichte drei der sechs registrierten

Clubs aufgelöst, für

einen vierten wurde die Auflösung

bereits angekündigt,

da die Vereinsziele gesetzeswidrig

seien. Lediglich die

Clubs in Nantes und Royan

existieren momentan noch offiziell.

Die Betroffenen planen

vor den Europäischen Gerichtshof

für Menschenrechte

zu ziehen.

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 19.07.13

WERBUNG


4 SEINEMEINUNG

#163 . August . 2013 hanfjournal.de

Apologie des Drogengebrauchs

ein gemeinfreier Kommentar

drogen rehabilitieren, die

Vorteile des Status quo

anzeigen, über einen

möglichst gerechten Umgang

mit potenziellen Rauschmitteln

spekulieren - Das sind

die Ziele der folgenden drei

Artikel. Dafür wird, wie es bei

verkrusteten Meinungsverschiedenheiten

nur sinnvoll

sein kann, ein Kompromiss

angestrebt, der jede Partei, in

die Lage der anderen versetzt,

zufrieden stellen kann.

In der aktuellen Situation,

als Prohibition oder Repression

bezeichnet, werden selektive

Interessen mit autoritativer

Gewalt bedient. Loyalen

Befürwortern von Drogen fehlt

die Möglichkeit, ihre urtümlichen

Vorlieben auszuleben

und sich frei zu entfalten. Auf

der einen Seite bekennt sich

der Gesetzgeber zwar zu bestimmten

Drogen, dort auch

bemerkenswert unverantwortlich,

auf der anderen Seite benachteiligt

er mit seiner knappen

Auswahl die tatsächliche

Vielfalt der Geschmäcke. Bei

den beiden anerkanntesten

Drogen Tabak und Alkohol

handelt es sich außerdem um

erstaunlich gesundheitsschädliche

Substanzen. Warum soll

sich ein neugieriger und selbst

achtender Mensch damit zufrieden

geben?

Der gesunde Menschenverstand

ist sich recht einig darüber,

was hochgradig kriminell

ist und wann die höchste legitime

Ächtung, der Freiheitsentzug,

ausgesprochen werden

soll. Nur bei Drogengebrauch

wagen Millionen Bürger in

Deutschland eine andere Sicht,

als sie die Legislativen vorsehen.

Sollte das nicht Grund

genug sein, das reine Verbot

als geeignete Lösung zu überdenken?

Sind Drogen notwendig so

verheerend wie ihr Ruf? Frei

nach Paracelsus ist jede Droge

kontrollierbar, solange Maß

und Rhythmus, Set und Setting

gut gewählt sind. Das

umfasst auch das schlimmste

Suchtgift, wenn quasi nichts

von ihm und es quasi nie konsumiert

wird. Dosis und Frequenz

bestimmen das Gift. Die

Dosis entscheidet vor allem

über die kurzfristige Gefahr,

die Frequenz über die langfristige.

Beide sind steuerbar,

das bezeugt der enorme Anteil

unter den Konsumenten jeder

beliebteren Droge, die unauffällig

mit ihr umgehen. Diejenigen

mit einem auffälligen

Problem sind eine Randerscheinung,

die es nicht erklärt,

alle anderen in ihrem Recht

einzuschränken. Konsequente

Argumentationen trieben absurde

Blüten.

Dass die Prohibition das

Grundrecht einschränkt, soll

Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes,

unserer Verfassung,

belegen.

Dort heißt es: "Jeder hat das

Recht auf freie Entfaltung seiner

Persönlichkeit, soweit er

nicht die Rechte anderer verletzt

und nicht gegen die verfassungsmäßige

Ordnung oder

das Sittengesetz verstößt." Dazu

sei unter einer (konsumierten)

Droge eine in gewisser Deutlichkeit

wahrnehmungsverändernde

Substanz zu verstehen,

wobei Wahrnehmung

möglichst weit gefasst ist, also

nicht nur des von außen Eintreffenden

sondern auch des

im Innern Stattfindenden und

des dem Gesamten Zugrundeliegenden.

Umschreibungen

von Suchtgift bis Blissbote sind

extensional.

In der Begründung gelten

folgende allgemeine Sätze: 1.

Drogengebrauch erzeugt einen

Unterschied in der Wahrnehmung,

2. Ohne Unterschied

keine Erkenntnis, 3. Ohne Erkenntnis

keine Persönlichkeit.

Wenn also einem drogenwilligen

Bürger der Gebrauch

verwehrt wird, wird ihm ein

Unterschied in seiner Wahrnehmung

verwehrt, wird ihm

ein Teil seiner Erkenntnisse

verwehrt, wird ihm ein Teil

seiner Persönlichkeit verwehrt.

Es scheint, als wäre ein Recht

auf Drogengebrauch (nicht

Rausch, siehe Duden) gegeben.

Aber das Bundesverfassungsgericht,

1994 zur Prüfung des

BtMG befragt, sieht bereits bei

Cannabis die verfassungsmäßige

Ordnung verletzt. Denn

indem ein Bürger schadbare

Drogen zu sich nimmt, riskiert

er seine Würde, die der Staat zu

schützen verpflichtet ist (Art.1

Abs.1 GG), sowie seine körperliche

Unversehrtheit (Art.2

Abs.2 GG). Außerdem gilt Art.2

Abs.1 GG uneingeschränkt nur

für die Intimsphäre, zu der ein

Umgang mit Drogen wegen

seiner "vielfältigen sozialen

Aus- und Wechselwirkungen"

nicht zählt. Die Rechtsnorm

BtMG gehört zur verfassungsmäßigen

Ordnung.

Das Urteil mag erstaunen.

Die Verletzung der Würde entscheidet

nicht das Individuum?

Das Recht auf körperliche

Unversehrtheit ist eine Pflicht?

Beide Grundgesetze sind mit

jedem Gebrauch und auch Besitz

von Drogen so stark gefährdet,

dass Strafandrohung,

-vollzug und Vorbestrafung

in angemessenem Verhältnis

dazu stehen? Mit Drogen lässt

sich die Intimsphäre nicht

nach außen hin unauffällig

gestalten? Soziale Aus- und

Wechselwirkungen sind per se

zu verneinen, sogar über das

Medium der Kunst? Man lernt

nie aus. Aber warum werden

dann Drogen konsumiert,

wenn sie so schädlich sind,

dass die Mündigkeit der Willigen

wie bei einem Geisteskranken

aberkannt wird? Sind

die das tun wirklich krank?

Manche ja. Ihnen verhelfen

Drogen zu mehr körperlicher

Unversehrtheit und einem

würdigeren Dasein. Einige

Beispiele: Cannabis wird

erfolgreich angewandt, um

Symptome ernsthafter Krankheiten

wie Multiple Sklerose,

Krebs u.a. zu lindern. - LSD

kann unheilbar Kranken bei

entsprechender Veranlagung

helfen, sich ihrem absehbaren

Lebensende gelassener zu stellen.

Auch verdrängte Traumata

können mit LSD wiederbelebt

und überwunden werden.

- Opium wurde seit seiner

Kenntnis sehr erfolgreich als

universelles Schmerzmittel angewandt.

Kaum vorzustellen,

wieviel Leid es getilgt hat. Diverse

Drogen können negative

Tendenzen in Psyche und Verhalten

aufdecken, eigene wie

anderer. Schließlich können

Drogen auch positiv genutzt

werden, um den Charakter zu

stärken, in der Wirkphase wie

im Absetzen.

Weiter auf Seite 5

MITGLIED BEIM DHV

SPONSOR BEIM DHV

DER BRANCHENFÜHRER

DES HANF JOURNALS

D 01000 - 10317 >> D10437 - 48431 >> D50937- 76646 >> D77855 - 99084 >> L | A1100-4810 >> A4810 | CH >>

Chillhouse Dresden

Alaunstr. 56, 01099 - Dresden

www.chillhouse.de

THC Headshop

Alaunstr. 43

01099 - Dresden

Grow & Headshop kif-kif

Kurt-Schumacher-Str. 39

04105 Leipzig

Chillhouse Leipzig

Brühl 10-12, 04109 - Leipzig

www.chillhouse.de

Legal Headshop Leipzig

0341 30397744

Karl-Liebknecht-Strasse 93

04275 - Leipzig

Growhouse Leipzig

Bornaische Str. 3b, 04277 - Leipzig

www.chillhouse.de

Headshop Metropol

Spitalstr. 32a

04860 - Torgau

Chillhouse Gera

Heinrichstr. 78, 07545 - Gera

www.chillhouse.de

Legal Headshop

0365 2147461

Heinrichtstrasse 52

07545 - Gera

Werner's Headshop Jena

Jenergasse 1a

07743 - Jena

Chillhouse Jena

Löbdergraben 9, 07743 - Jena

www.chillhouse.de

Chillhouse Zwickau

Peter-Breuer-Str. 29, 08056 - Zwickau

www.chillhouse.de

Chillhouse Chemnitz

Brückenstr. 8, 09111 - Chemnitz

www.chillhouse.de

Growhouse Röhrsdorf

Querstr. 12, 09247 - Röhrsdorf

www.chillhouse.de

Chillhouse Berlin

Boxhagenerstr. 86, 10245 - Berlin

www.chillhouse.de

Buschmann-Shop

Archibaldweg 26, 10317 - Berlin

Mo-Fr 12.30-21 | Sa 11-16

030|51060761 S Bhf-Nöllnerplatz

Kayagrow.de

Schliemannstr. 26

10437 - Berlin

Grow-in-Europe.de

Kaiserin-Augusta-Allee 29

10553 - Berlin

Gras Grün

Oranienstr. 183

10999 - Berlin

Greenlight-Shop.de

Industriestr. 4-9

12099 - Berlin

Turn Systems

Albrechtstr. 125

12165 - Berlin

Verdampftnochmal.de

Karl-Kunger-Str. 28, 12435 Berlin

Tel: 030 54733733 | Fax: 030 54733780

Mo-Fr 10-18 Uhr Vaporizershop

Sun Seed Bank

Amsterdamerstraße 23

13347 - Berlin

Blackmarket

Dortustr. 65

14467 - Potsdam

0331-6256927

Udopea Hamburg

Schanzenstr.95

20357 - Hamburg

Smoke Temple

Salzstrasse 7

21335 - Lüneburg

GROWFIX.DE

Fachmarktzentrum Growshop|Homegrow

Eislebener Strasse 76

28329 - Bremen

CHALICE Grow & Headshop

Steinstr. 22

32052 - Herford

Tel.:0172-5811874

ProGrow

Herner Straße 357

44807 - Bochum

Ohrwurm Head

& Recordstore

Bahnhofstr. 32

48431 - Rheine

UnserLagerLaden.de

Gustavstr. 6-8

50937 - Köln

Echt Grandios

Kaiserstr 34

51545 - Waldbröl

Black Leaf Headshop

Bonner Straße 11a, 53773 - Hennef

Mail: t.henseler@blackleaf.de

Near Dark GmbH

Bonner Str. 11a

53773 - Hennef

NEUTRAL Headshop

Fahrgasse 97

60311 - Frankfurt

www.BONG-headshop.de

Elisabethenstr.21

60594 - Frankfurt

Hanf Galerie

Großherzog-Friedrichstr. 6

66115 - Saarbrücken

GANJA Grow & Headshop

Hauptstrasse 221

67067 - Ludwigshafen

www.bongshop.de

Headshop & Growshop

68165 Mannheim

New Asia Shop Mannheim

F1, 10

68159 - Mannheim

Kalidad

Am Bahnhof 6

69254 - Malsch

Rauchbombe

Tübinger Straße 85

70178 - Stuttgart

Udopea-Stuttgart.de

Marienstr. 32

70178 - Stuttgart

Glasshouse

Vordere Karlstr. 41

73033 - Göppingen

www.ghouse.de

Planet-Blunt.de

Wilderichstr. 13-21

76646 - Bruchsal

s´Gwächshaus Botanikbedarf

Wilderichstr. 13-21

76646 - Bruchsal

Kulturkiosk Fumamour

Kapellenstraße 4

77855 - Achern

HIGHLIGHT - HIGHLIGHTBIKES

Rothenburgerstraße 16

90402 - Nürnberg

mail@highlightbikes.de

Firma Holzkopf

Albrecht-Dürer-Straße 35

90403 - Nürnberg

Smoukit Grashüpfer

Head & Growshop

Hauptstraße 69

97493 - Bergrheinfeld

G-SPOT ® High End Bongs

Head & Growshop

Dietenhaner Straße 11

97877 - Wertheim - Urphar

Chillhouse Erfurt

Juri-Gagarin-Ring 96-98, 99084 Erfurt

www.chillhouse.de

Werner's Head Shop Erfurt

Marktstrasse 15

99084 - Erfurt

Sound0911.de

Herrenstraße 12

99947 - Bad Langensalz

DEIN LADEN IM

Nichts leichter als das, kontaktiere uns einfach

unter vertrieb@hanfjournal.de oder

ruf uns unter +49 030 44793284 an, wir

helfen gerne weiter. Dein Shop wird für

ein Jahr online auf hanfjournal.de und hier

im Hanf Journal zu finden sein. Zusätzlich

bekommst du eine Kiste Hanf Journal (200

Stück) jeden Monat frei Haus zugesandt.

So bleiben deine Kunden - ob im Laden

oder mit dem Hanf Journal als Beilage

zum Versand - jeden Monat auf dem neuesten

Stand.

www.hanfjournal.de

LUXEMBOURG

Placebo Headshop

41 Avenue de la Gare

16 11 - Luxemburg

ÖSTERREICH

H & H Hanf und Hanf

Lassallestr. 13

1020 - Wien

D.Vardjan & Partner GmbH

Landstr. Hauptstr. 50/G1

1030 - Wien

SteckIT e.U

Erdbergstraße 49/3, 1030 - Wien

Mo-Fr 13-19/Sa 14-17, www.steckit.at

Was denn?

Landstr. Hauptstr. 50/G1

1030 - Wien

FloweryField - Schottenfeldgasse

Schottenfeldg. 28/2

1070 - Wien +43/699/100 40 727

www.floweryfield.com

Blumen per Lumen

Neustift Ecke Ziglergasse 88-90

1070 - Wien

FloweryField - Favoritenstraße

Favoritenstraße 149

1100 - Wien +43/1/603 31 80

www.floweryfield.com

FloweryField - Brunn a. Gebirge

Johann-Steinböck-Straße 10

2345 - Brunn a. G. +43/676/64 58 870

www.floweryfield.com

HUG´s - www.hugs.cc

Wienerstrasse 115 1.2

2700 - Wiener Neustadt

Viva Sativa

HempFashionHeadshop

Goethestr. 6a

4020 - Linz

Schall&Rauch im Hafen

Industriezeile 47, 2.OG, 4020 Linz

Mo-Fr 12-19 / Sa 12-17 Tel: 0732 908086

Schall&Rauch im Zentrum

Bethlehemstr 9, 4020 Linz

Mo-Fr 10-18.30 / Sa 10-17 Tel: 0732 922770

Paradise

Johann Evangelist Habert-Strasse 14

4810 - Gmunden

www.paradise-grow.at

PuffandStuff.at

Müllner Hauptstraße 12

5020 - Salzburg

Cosmic5.at

Hubert Sattler Gasse 8

5020 - Salzburg

Hanfin.com

St. Augustenstr. 8

5020 - Salzburg

Tiroler Hanfhaus

Wilhelm-Greil-Strasse 1

6020 - Innsbruck

Sonnenallee

Josef-Wilbergerstrasse 15, 6020 Innsbruck

Mo-Fr 12-19 / Sa 12-17 Tel: 0512 206565

www.Miraculix.co.at

Friedhofstr. 7

6845 - Hohenems

Hanf im Glück

Münzgrabenstr. 5

8010 - Graz

Cannapot.at.tc

Kirchberg 112

8591 - Maria Lankowitz

Mr.Smart Seedshop | Headshop

Siebenhügelstrasse 28

9020 - Klagenfurt

SCHWEIZ

Fourtwenty Growcenter

Dorngasse 10

03007 - Bern

Tel: +41 31 371 03 07

Fourtwenty.ch

Kramgasse 3

03011 - Bern

Tel: +41 31 311 40 18

Growbox.ch

Growbox.eu

Altelsweg 9

03661 - Uetendorf

Grünhaus AG

Herostrasse 7

8048 - Zürich


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

SEINEMEINUNG

5

Fortsetzung von Seite 4 |

Aber auch Gesunde hinterfragen

die Prohibition,

zum einen als Genussentzug,

zum anderen als Selbstentfaltungsbremse

und Bewusstseinskäfig.

"Wer bin ich?" ist

die wesentliche Frage für

das Verständnis der eigenen

Person, seiner Werte und Bedürfnisse.

Und wer bin ich

unter Drogen? Man bleibt man

selbst und setzt individuell die

Droge um. Alle begleitenden

Eindrücke, gute wie schlechte,

sind von sich geprägt und

erweitern deshalb die Selbstkenntnis.

So wie auch kein

Medikament heilt sondern nur

die eigene Selbstheilungskraft,

die es verwendet. - "Was ist

der Mensch?" fragt Immanuel

Kant seine Leser, die sich mit

Philosophie zu beschäftigen

suchen. Kann diese Vorstellung

vom Menschen überhaupt

vollständig sein, wenn

man nicht weiß, wie Drogen

auf sie wirken? - Cannabis

wird gerne konsumiert, um

Kunst, Kultur und Umwelterscheinungen

neu zu interpretieren.

Qualitäten werden alternativ

wahrgenommen und

bereichern über die Wirkphase

hinaus das Gesamturteil. Sein

Verbot beschränkt das Urteilsvermögen.

LSD hat manchem

das Leben zu einem kollektiven

Organismus vernetzt gezeigt.

Ist diese sozialisierende

Perzeption verwerflich? In der

Geschichte der Politik, in den

Anfängen von Religionen und

in der Kunst wurden Drogen

verwendet. Lassen sich die

Motive, Deutungen und Empfindungen

nachvollziehen,

ohne wenigstens ein Verständnis

von der Droge zu haben?

Gedanken, Gefühle und willentliche

Selbstbestimmung

sind nicht frei, wenn Prohibition

sie zensiert. Sie entwürdigt

durch ungesonderte Bevormundung,

beschränkt Selbstkenntnis

und -entfaltung und

behindert die Ausarbeitung

weltanschaulicher Bekenntnisse

(entgegen Art.1,2,4 GG).

pedropan

Feuer auf Mechthild Dyckmans

Kommentar von Hans Cousto

Dyckmans offenbar völlig überfordert

frau Mechthild Dyckmans

ist die Drogenbeauftragte

der Bundesregierung. Zu

ihrem Aufgabenbereich gehört

unter anderem die Bekanntmachung

von neuen rechtlichen

Regelungen im Betäubungsmittelrecht.

Die Erfahrung

zeigt, dass sie ihrer Aufgabe in

keinerlei Beziehung gewachsen

ist, respektive, dass sie mit dieser

Aufgabe einfach überfordert

ist.

Mit der 27. Betäubungsmittel-Änderungsverordnung

(27.

BtMÄndV), die am 16. Juli

2013 (BGBl. I S. 2274) verkündet

wurde und einen Tag später

in Kraft getreten ist, wurden

26 neue Substanzen den

betäubungsmittelrechtlichen

Vorschriften unterstellt. Damit

wurden einige sogenannte „legal

highs“ von einem Tag auf

den anderen zu verbotenen

Substanzen erklärt, das heißt,

wer unerlaubt diese Substanzen

herstellt, mit ihnen Handel

treibt, sie, ohne Handel zu treiben,

einführt, ausführt, veräußert,

abgibt, sonst in den Verkehr

bringt, erwirbt oder sich

in sonstiger Weise verschafft,

muss nun mit erheblichen

strafrechtlichen Konsequenzen

rechnen.

Obwohl mit dieser 27. Bt-

MÄndV der rechtliche Status

von mehr als zwei Dutzend

Substanzen geändert wurde

und obwohl dies für die

Dienstleister (Produzenten

und Lieferanten) als auch für

die Konsumenten eine gravierende

Änderung ihrer Situation

im rechtlichen Sinne

bedeutet, gab weder das Bundesministerium

für Gesundheit

noch die Drogenbeauftragte

der Bundesregierung,

Mechthild Dyckmans, eine

Erklärung hierzu ab. Es wurden

keine Presseerklärungen

zu dieser Änderung der betäubungsmittelrechtlichen

Vorschriften

herausgegeben und

auch auf der Internetpräsenz

der Drogenbeauftragten fand

man keine Hinweise zu dieser

Gesetzesänderung zum Zeitpunkt

des Inkrafttretens dieser

neuen Regelung, das heißt, wer

nicht regelmäßig das Bundesgesetzblatt

liest (erscheint im

Allgemeinen ein- bis zweimal

pro Woche), weiß nicht, was

eigentlich in Deutschland erlaubt

ist und was alles verboten

ist. Vor diesem Hintergrund

fragt sich so mancher Bundesbürger

zu Recht, wofür eigentlich

die Drogenbeauftragte der

Bundesregierung bezahlt wird,

wenn sie ihrer Aufgabe, die Bevölkerung

über Änderungen in

den Gesetzen zu informieren,

nicht nachkommt.

Die Drogenbeauftragte der

Bundesregierung im Geschäftsbereich

des deutschen Bundesministeriums

für Gesundheit

hat die Aufgabe, die Suchtund

Drogenpolitik der Bundesregierung

zu koordinieren

und diese gegenüber der Öffentlichkeit

zu vertreten. Eine

Gesetzesänderung betreffend

den Umgang mit psychotrop

wirkenden Substanzen ist ein

drogenpolitischer Akt. Hier

hätte die Drogenbeauftragte

die Öffentlichkeit informieren

müssen, was sie offenbar nicht

tat. Zur Drogenpolitik gehören

aber auch die Aktivitäten der

Bundesregierung in internationalen

Gremien wie der Suchtstoffkommission

bei den Vereinten

Nationen (CND) oder

dem Büro der Vereinten Nationen

für Drogen- und Verbrechensbekämpfung

(UNODC).

Am Donnerstag, 13. Juni

2013, besuchte der Exekutivdirektor

des Büros der Vereinten

Nationen für Drogen- und

Verbrechensbekämpfung, Yuri

Fedotov, Berlin und führte mit

der Drogenbeauftragten der

Bundesregierung und Staatssekretären

in verschiedenen Bundesministerien

Gespräche zur

internationalen Drogenpolitik

und zur alternativen Entwicklungszusammenarbeit

mit dem

UNODC. Und am Mittwoch,

26. Juni 2013, wurde in Wien

der „Weltdrogenbericht 2013

der Vereinten Nationen“ vorgestellt.

Weder zum Besuch des

höchsten Drogenbeamten der

UNO, Yuri Fedotov, in Berlin

noch zum Weltdrogenbericht

gab die Drogenbeauftragte

eine Pressemitteilung heraus.

Auch aus dem Gesundheitsministerium

kamen keine Verlautbarungen.

Über den Besuch von Yuri Fedotov

in Berlin berichteten die

Medien hierzulande überhaupt

nicht und so scheint es wohl

eine Geheimsache zu sein, was

der UNODC-Direktor mit der

Drogenbeauftragten und den

Ministerialbeamten so alles

besprochen hat respektive, ob

irgendwelche Vereinbarungen

getroffen wurden. Ja, Transparenz

sieht anders aus!

Über den Weltdrogenbericht

konnte man in den Printmedien

überall fast den gleichen

Text einer Agenturmeldung

lesen. Darin hieß es, dass der

allgemeine Drogenkonsum

weltweit stabil geblieben sei,

doch gebe es erstmals mehr

Designerdrogen (new psychoactive

substances, NPS)

als international kontrollierte

Substanzen. Die diesjährige

Kampagne „Make health your

Je neuer eine Substanz

ist, desto

weniger weiß man

über deren Nebenwirkungen

und allfälligen

Schäden,

die sie nach einer

längeren Konsumzeit

verursachen können

‚new high‘ in life, not drugs“

(mache Gesundheit zum neuen

High in Deinem Leben, nicht

Drogen) zielt daher darauf, die

Öffentlichkeit über die schädlichen

Auswirkungen neuer

psychoaktiver Substanzen zu

informieren.

Es ist seit langem bekannt,

dass diese neuen psychoaktiven

Substanzen (NPS) vor

allem deshalb so schnell von

vielen Konsumenten begehrt

werden, weil sie – so lange sie

wirklich neu sind – nicht verboten

und somit legal sind.

Es ist jedoch auch seit langem

bekannt, dass je mehr solche

NPS verboten werden, desto

schneller kommen weitere NPS

auf den Markt. Und je neuer

eine Substanz ist, desto weniger

weiß man über deren Nebenwirkungen

und allfälligen

Schäden, die sie nach einer längeren

Konsumzeit verursachen

können. So weiß man recht gut

Bescheid über die Risiken, die

Konsumenten eingehen, wenn

sie Gras oder Haschisch rauchen,

jedoch sehr wenig bis

gar nichts über die Risiken, die

Konsumenten eingehen, wenn

sie irgendwelche neue synthetische

Cannabinoide rauchen.

Wenn also eine Gesellschaft

Gesundheit zum neuen High

machen will, sollte sie eher natürliche

psychotrop wirkende

Cannabisprodukte in sauberer

Qualität für den Markt bereitstellen

anstatt am Verbot des

Umgangs damit festhalten und

immer mehr NPS zu verbieten.

Wären Gras und Haschisch

legal für den hedonistischen

Gebrauch (Gebrauch zu Genusszwecken),

dann wäre der

Bedarf an neuen synthetischen

Cannabinoiden wohl um ein

vielfaches geringer und auch

das Risiko für die Konsumenten

somit viel kleiner. Dieser

Logik zu folgen, übersteigt

aber offenbar die intellektuellen

Fähigkeiten von Frau Dyckmans

und deshalb beharrt

sie, wie die Bundesregierung,

auf die Fortführung einer Verbotspolitik,

die oft mehr Schaden

anrichtet als der Gesellschaft

nützt.

Sicher ist es eine große Herausforderung,

eine Politik die

zum Scheitern verurteilt ist, der

Öffentlichkeit zu vermitteln.

Hier scheint die Drogenbeauftragte

völlig überfordert zu

sein. Doch einfach seine Hausaufgaben

nicht zu machen ist

keine Lösung, sondern Betrug

am Steuerzahler, denn der

Steuerzahler bezahlt sie dafür,

dass sie der Öffentlichkeit die

Drogenpolitik der Bundesregierung

erklärt und erläutert.

Fazit: Auftrag der Dienstleistung

nicht erfüllt.

WERBUNG


#163

6 GUERILLA GROWING

. August . 2013 hanfjournal.de

Zu Besuch bei Dinafem-Seeds

Die guten ins Töpfchen,

die schlechten ins Kröpfchen

Interview: Micha | Fotos: Schmiddie/Hanf Journal

exzessiv das Magazin war

unterwegs in Nordspanien,

genau gesagt im schönen

Baskenland. Vergangenen

Monat konntet Ihr lesen, wie

offen der Mund unseren Redakteuren

dort im Growraum

von Ganjazz, dem ersten Cannabis

Social Club des Baskenlandes

stand, als sie die staatlich

tolerierten Pflanzen in

voller Blüte sehen konnten.

Doch damit nicht genug, einen

Tag später ging es weiter

zu Dr.Kush, dem Senior-Breeder

von Dinafem-Seeds. Dr.

Kush züchtet seit fast 20 Jahren

Cannabis, seit 10 Jahren produziert

er das Saatgut für Spaniens

Nummer eins in Sachen

Hanfsamen. Dinafem-Seeds

hat einen guten Teil zur Entwicklung

und ganz wichtig,

zur Stabilisierung vieler feminisierter

Strains beigetragen,

viele neue Sorten entwickelt,

als erstes systematisch kalifornische

Genetik mit europäischer

gekreuzt und last but

not least Meilensteine auf dem

Gebiet der Automatics gesetzt.

Wir durften zusammen mit

Dr.Kush mehrere Brutstätten

einiger bereits legendärer Cannabis-Selektionen

besuchen.

Natürlich wollten wir eine

ganze Menge von Dr.Kush

wissen, schließlich haben unsere

illegalisierten Grower in

Deutschland selten bis nie die

Möglichkeit, zu sehen, wie viel

Arbeit, Aufwand und nicht

zuletzt Liebe in so einer zweifelsohne

nicht ganz billigen

Hanfnuss (Hanfsamen sind

botanisch betrachtet tatsächlich

Nüsse) steckt. Wir haben

uns während unseres Besuchs

bei Dinafem-Seeds und deren

Produktionsstätten stundenlang

über Anbautechniken,

Aromen, Blütemerkmale oder

Stabilisierung von Strains unterhalten,

das gesamte Grower-Einmaleins

auf und ab

zitiert und konnten so, statt

Weed und Samen, wenigstens

viele neue Erkenntnisse mit

nach Hause nehmen. Damit

wir das mit Euch teilen können,

drucken wir diesen Monat

Auszüge aus unseren Gesprächen

mit Dr.Kush, sozusagen

die Highlights unseres zwei

Tage langen Treffens mit

Dr.Kush.

High Doc

Hallo Hanf Journal.

Dinafem ist in Spanien für

seine Pionierrolle beim

Breeden von feminisierten

Samen bekannt. Wie hat

das alles angefangen?

Vor neuneinhalb Jahren

habe ich nach 18 Monaten Forschung

die ersten weiblichen

Samen ernten können. Mit

diesem Saatgut bin ich dann

auch gleich auf den Markt

gegangen, seitdem gibt es Dinafem-Seeds.

Wir waren in

Spanien der erste und in den

Niederlanden der zweite Anbieter

feminisierter Eigenkreuzugen.

Am Anfang hatten die

Holländer die Nase noch ein

wenig vorn, würde ich sagen,

aber sie sind dann nicht am

Ball geblieben. Anders als in

Spanien haben die Käufer in

Nordeuropa viel länger auf

reguläres Saatgut gesetzt als

spanische Grower. In Spanien

wollte man auf einmal nur

noch feminisierte Samen, also

habe ich meine Anstrengungen

in Forschung und Entwicklung

intensiviert. Wir haben hier

mittlerweile auch viel bessere

Möglichkeiten was die Zucht

betrifft. Wir können aufgrund

des Klimas auch Outdoor growen

und mittlerweile ist Spanien

in Sachen Hanf liberaler

als die Niederlande. Das war

vor zehn Jahren noch anders

Weiter auf Seite 7

WERBUNG


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

GUERILLA GROWING 7

Fortsetzung von Seite 6 | Die guten ...

herum. Naja, nachdem wir

in Spanien ziemlich bekannt

waren und auch immer mehr

Franzosen über die Grenze

kamen, um Dinafem-Seeds

zu kaufen, haben wir uns entschlossen,

auch Kunden in

anderen Ländern zu gewinnen.

Das war vor fünf Jahren,

seitdem versuchen wir überall

dort präsent zu sein, wo Gras

angebaut wird, also im Prinzip

auf der ganzen Welt.

Uns ist aufgefallen, dass

Ihr mittlerweile über einen

schönen Pool an Automatic-Strains

verfügt.

Genau, das raucht Ihr auch

gerade. Eine Automatic White

Widdow mit hohem CBD Anteil,

bei der es mir gelungen

ist, ein super Verhältnis zwischen

THC und CBD zu schaffen.

Die Sorte hat ungefähr

7 Prozent THC, was für eine

„Auto“ ganz gut ist, die ersten

Automatics hatten oft nur fünf

Prozent oder weniger. Der

CBD-Anteil ist mit 0,2 Prozent

ziemlich hoch und ich finde

die Wirkung sehr angenehm.

Macht nur ein wenig high und

entspannt dafür.

Mit den Automatics haben

wir auch vor fünf Jahren angefangen.

Automatics sind

mittlerweile sehr gefragt und

wir haben in den vergangen

Jahren auch Riesenfortschritte

bei der Entwicklung verzeichnen

können. Unsere Strains

werden durchschnittlich über

einen Meter hoch und haben

deshalb auch viel bessere Erträge

als die Automatics aus

Pionierzeiten. Das ist unser

großer Vorteil hier im Baskenland,

wir können tun, was

viele nicht tun können: An der

Pflanze forschen, probieren

und sie so weiterentwickeln.

Es ist weniger aufwendig,

einfach jahrelang die gleichen

Sorten zu produzieren oder

andere schlicht zu kopieren, so

verdient man auch gutes Geld.

Aber die Entwicklung neuer

Sorten, die Stabilisierung von

Eigenschaften, die wissenschaftliche

Analyse von THC-

CBD Verhältnis sind sehr kostenaufwendig.

Wir haben eine

Methode gefunden, den THC

und den CBD Gehalt schon bei

zwei Wochen alten Sämlingen

zu bestimmen und können

seitdem viel effektiver selektieren.

Ohne standardisierte Forschung

und Entwicklung gäbe

es auch immer weniger Sorten

auf dem Markt. Wir gehen einen

anderen Weg, indem wir

über den großen Teich schielen

und mit kalifornischen Growern

zusammenarbeiten.

In den USA, speziell in

Kalifornien und anderen

Hanf freundlichen Orten

existiert eine ganz andere

„Breeding-Kultur“. Es gibt

viele ambitionierte Hobbygrower,

die selbst mit regulärem

Saatgut breeden und so immer

wieder Sorten verbessern. Da

wird getauscht und bestäubt

bis nix mehr geht. Zum Breeden

ist reguläres Saatgut immer

noch sehr wichtig, ohne

Männer keine Samen. In den

USA ist keiner mit dem, was

sie/er hat, zufrieden. Alle wollen

das beste Gras züchten.

Mit solchen Menschen haben

wir eine Kooperation gestartet,

die das Ziel verfolgt, die leckersten

Sorten aus Übersee hier

verfügbar zu haben und sie

gegebenenfalls weiterzuentwickeln.

In den USA gibt keinen

großen legalen Samenmarkt

wie in Europa, dafür aber viele

kleine, legale Grows. Deshalb

wird dort eine ganz andere,

viel privatere Art des Breedens

praktiziert. Bei uns ist es anders:

Hast du als Grower Deine

Sorte gefunden, machst Du

Dir eine Mutti und das war‘s.

Da ich mich in den vergangen

Jahren der Zucht von Automatics

gewidmet habe, die ich für

immer wichtiger halte, haben

wir auch die Übersee-Genetik

als Automatics auf den Markt

gebracht.

Nenn‘ uns doch mal ein

paar Sorten, bitte!

Da wäre unsere Nummer

eins, O.G. Kush, außerdem

ChemDog, Bubba Kush, Sour

Diesel, Train Wreck, Blue

Dream. Zurzeit arbeiten wir

an Purple Diesel, Lemon Diesel

und Afghan Diesel, Chem

Kush, Purle Blackberry und

Lemon Nepalese. Nehmen

wir zum Beispiel mal die O.G.

Kush. Die war ursprünglich

schon sehr lecker, hatte aber einen

schlechten Ertrag. Mittlerweile

gibt es so viele Varianten

der O.G. Kush, viele davon mit

gutem Ertrag und dem einzigartigen

Aroma. Dort können

eben viele Leute legal im Kleinen

breeden. In Europa ist es

noch sehr restriktiv, weshalb

wir hier insgesamt einfach weniger

Sortenvielfalt haben. Der

Genpool ist viel kleiner, die EU

ist eben nicht die USA. Stell

Dir vor, Bulgaren, Spanier und

Schweden würden zusammen

Grassorten züchten. Da käme

sicher was Tolles raus, so ungefähr

kannst Du Dir das in

den USA auch vorstellen.

In Europa werden auch

kaum Übersee Sorten eingekreuzt,

deshalb haben wir das

jetzt als Samenbank übernommen.

Vieles, was wir hier an

europäischer Genetik haben ist

es nicht wert, weitergezüchtet

zu werden. Bitte frag mich jetzt

nicht nach Beispielen (lacht).

Wie lange dauert die

Entwicklung eines neuen

Strains bei Euch?

Je nach Eigenschaften bis zu

zwei Jahren. Wir versuchen

die Sorten so stabil wie möglich

hinzukriegen. Das dauert

mindestens vier Generationen,

manchmal auch länger. Nur so

viel: Von über 800 Sämlingen,

die wir zur späteren Gewinnung

von Samen in die Erde

bringen, werden am Ende

nicht mal 20 Männlein und

Weiblein zur Samenproduktion

übrig bleiben. Der Rest

muss wie das Gras, das bei

der Samenproduktion abfällt,

auf den Kompost. Nur so kann

man die Spreu vom Weizen

trennen.

Schade um das schöne Gras,

aber wenigstens kann man

überhaupt bei Euch breeden.

Respekt für Deine

Arbeit und vielen Dank für

das Gespräch, Dr.Kush.

Ich glaube fest daran, dass

auch Ihr in absehbarer Zeit

wieder ein wenig freier anbauen

dürft, bis dahin erhalten wir

Euch die besten Strains. Ich

danke für das Gespräch, bis

zum nächsten Mal.

Dieses kurze Gespräch ist längst nicht alles,

was uns Dr.Kush zur Zucht von Cannabissamen

in Spanien erzählt hat. Den Rest gibt

es in der aktuellen Exzessiv-Folge unter youtube.com/exzessivdasmagazin.

Zieht‘s Euch

rein!

WERBUNG


#163

8 GUERILLA GROWING

. August . 2013 hanfjournal.de

Gefahrenabwehr 2.0

Wenn Beamte Patienten besuchen

Interview: Kimo | Fotos: Arno Nühm

Ich treffe Sebastian* in einem Café irgendwo in Norddeutschland.

Sebastian ist Cannabis-Patient, weil er an einem sehr komplizierten

Lendenwirbel-Syndrom leidet, zudem unterstützt sein Hausarzt die

sublimierende Cannabis-Therapie im Rahmen von Sebastians Substitutionsbehandlung

. Eigentlich wollten wir uns über den letzten „Medical

Grow“ meines Gegenübers unterhalten, doch ersten kommt es anders

und zweitens als man denkt.

Statt ein paar fetter Blüten bekomme ich einige Details einer Hausdurchsuchung

geschildert, die ich unseren Lesenden an dieser Stelle

ersparen möchte. Pflichtbewusste Beamte hatten sich nur zwei Tage

vor Ende des Zyklus als grobmotorische Erntehelfer betätigt und die

Medizin sowie einen Teil des Equipments von Sebastian eingesackt.

Eine Person aus dem nahen sozialen Umfeld, die die Cannabis-Therapie

trotz ärztlicher Begleitung nicht akzeptiert hatte, hat den gelernten

Krankenpfleger angezinkt.

Hallo Sebastian

Hi Kimo

Bevor wir uns über Deine

gestohlene Medizin unterhalten,

möchte ich ein

wenig mehr über Deine

Behandlung mit Cannabis

wissen. Seit wann und

auf welche Art nutzt Du

Cannabis als Medizin?

Gegen meine Schmerzen,

die auf eine Asymmetrische

Assimilationsstörung zurückzuführen

sind, verwende ich

Hanfblüten seit dem vergangenen

Jahr. Bei mir ist der fünfte

Lendenwirbelkörper teilweise

mit dem Kreuzbein verbunden,

was starke Schmerzen im

Lendenbereich verursacht.

Opiate kommen ja aufgrund

meiner Vorgeschichte sowieso

nicht in Frage und andere

Schmerzmittel helfen schlecht

bis gar nicht, ich bin diesbezüglich

bereits austherapiert.

Nur eine Kombination aus

THC, CBD und anderen Cannabinoiden

hilft. Seit Februar

2012 hilft Gras mir auch, erst

immer weniger und schließlich

so gut wie gar kein Subotex

mehr zu nehmen. Ich habe fast

zehn Jahre am Substitutionsprogramm

teilgenommen und

bin seit September 2012 fast

komplett „clean". Ich hatte irgendwann

gemerkt, dass hoch

dosiertes Cannabis nicht nur

meine Schmerzen lindert, sondern

auch das Verlangen nach

Subotex so gut wie ganz verschwinden

lässt. Das geschieht

alles unter Aufsicht und mit

Absprache meines Hausarztes,

mit dem ich gerade einen Antrag

für eine Ausnahmegenehmigung

der Bundesopiumstelle

zum Import von Hanfblüten

aus niederländischen Apotheken

vorbereite. Bis das durch

ist, bin ich auf den Schwarzmarkt

angewiesen, da mir der

Königsweg der Selbstversorgung

nach dem Homebox-Besuch

der Staatsmacht leider

verwehrt ist.

Wie sind die Nebenwirkungen?

Gering, so lange ich eine Sorte

mit höherem CBD Gehalt

konsumiere. Das macht nicht

so breit wie Gras, das nur auf

THC-Gehalt gezüchtet wurde.

Am Anfang der Therapie war

ich manchmal ein wenig müde

oder unkonzentriert, aber das

hat mit der Toleranz gegenüber

dem Wirkstoff nachgelassen.

Zurzeit spüre ich kaum unangenehme

Nebenwirkungen,

die einzige ist die Entspanntheit

der Muskeln, aber die ist

nicht unangenehm.

Wie hoch ist Deine Dosis?

Fünf Gramm über den Tag

verteilt. Morgens gegessen,

mittags und abends geraucht

oder vaporisiert. Ich habe die

Dosis seit dem Beginn der

Therapie weder gesenkt noch

erhöht. Zudem habe ich glücklicherweise

einen Arbeitgeber,

der kein Problem mit meiner

eher ungewöhnlichen Medikation

hat.

Er misst mich an meiner

Leistung, nicht an der Dosis

meiner Medikamente. Ich hatte

also bis vor dem Besuch keinerlei

Probleme, meinen Alltag

sowie mein Arbeits- und Sozialleben

zu bewältigen. Mir

ging es eigentlich gut.

Gibt es Sorten, die

Du bevorzugst?

Ganz klar ja. Je höher der

CBD Gehalt ist, umso besser

lindert es die Symptome. Aber

ich will das THC dadurch nicht

schlecht reden, das ist genau so

wichtig. Allerdings haben alle

Sorten ausreichend THC, während

ein hoher CBD Gehalt

nur bei bestimmten Strains

garantiert ist. Deshalb habe ich

ja auch meine Medizin selbst

angebaut.

Weiter auf Seite 9

WERBUNG


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

GUERILLA GROWING 9

Fortsetzung von Seite 8 |

Um welche Sorten hat es

sich da genau gehandelt?

Naja, aufgrund des Samenverbots

konnte ich bei der Sortenwahl

leider nicht „Wünsch

Dir was!“ spielen. Aber mit

meinen neun „Autobombs“,

zwei „Original Ingemar White

Widdows“, zwei „Cheese“,

zwei „BugBud“ sowie zwei

unbekannten Schönheiten aus

„Bag-Seeds" hatte ich schon

eine schöne Aussicht auf eine

weiterhin erfolgreiche THC/

CBD Therapie. Ich habe aber

trotzdem immer weiter versucht,

mit meinen begrenzten

Mitteln den ultimativen Strain

für meine Bedürfnisse zu finden.

Deshalb und aufgrund

des in Europa einmaligen Samenverbots

hatte ich auch eine

ganz kleine Mutterbox.

Die ist jetzt wohl auch,

genau wie der Rest, Geschichte.

Was für Equipment

hast Du genutzt?

Für die Muttibox ein 60x60cm

Greenlab Zelt, bei offener Tür,

ohne Belüftung. Beleuchtet

habe ich mit 4x18 Watt Leuchtstoffröhren

(6400k). Bewohnt

wurde sie von einer Mutterpflanze

Big Bud, ein paar kleinen

WhiteWiddow-Muttis, ein

paar Master Kush Sämlingen,

einem Pure Power Plant Sämling,

einem Sensi Star Steckling

und diversen, unbewurzelten

Stecklingen verschiedener Sorten.

Für die Blüte hatte ich mir

eine gebrauchte Home-Light

XL (120x120cm) besorgt und

mit einem 600 Watt Lumatek

Vorschaltgerät und einem Adjust-a-Wings

beleuchtet.

Für den Luftaustausch haben

eine 240m³/h Filter/Lüfter

mit Klimasteuerung sowie ein

Honeywell Standventilator gesorgt.

Die Ladys standen in 6,5

Liter Teku-Containern auf

Plagron Light-Mix und wurden

mit Plagron Terra Vega

(Wuchs) Guanokalong Fledermausdünger

(Blüte), ein

paar Zusätzen von Advanced

Nutrients und Mineral Magic

von GHE versorgt. Ich

hatte während des gesamten

Durchgangs weder Mangelerscheinungen

noch Schädlinge

und die neun fast fertigen

Autobombs sahen vor dem

Zwischenfall sehr viel versprechend

aus. Ich habe zum ersten

Mal Automatics angebaut, weil

ich so gleichzeitig eine Hälfte

des Zeltes blühen lassen konnte,

während ich in der andern

Hälfte meine Stecklinge und

feminisierte Sämlinge vorwachsen

lassen konnte.

Die anderen Pflanzen waren

gerade am Ende der vegetativen

Phase und sobald die Autobombs

fertig gewesen wären,

hätte ich den Rest der Ladys

in größere Töpfe gestellt, die

Beleuchtung auf 12 Stunden

reduziert und die die anderen

acht Damen ausblühen lassen.

Eigentlich ist das ja eine Super

Sache mit den Automatic-Sorten,

weil man gleichzeitig in

einer Box ein paar Pflanzen bei

18 Stunden Licht blühen lassen

kann, während die anderen

noch wachsen.

Wie hoch waren denn die

Autobombs am Ende?

Leider hatten die Autobombs

fast so viele Phänotypen wie

Seeds. Die neun aufgegangenen

Samen des 10er Pakets

haben sechs unterschiedliche

Wuchsformen aufgewiesen.

Die Größe lag zwischen 60 und

110 cm, einige waren eher Sativa-lastig,

einige eher Indica-typisch.

Geschmacklich kann

ich ja leider kein Urteil mehr

abgeben, der Geruch war bei

den Sativa-Phänos zitronig mit

einem Hauch von säuerlicher

Ananas, sehr fruchtig, fast ein

wenig stechend, aber nicht unangenehm.

Die Indica-Phänos

haben nach starkem Hasch gerochen.

Die anderen Ladys waren

zwischen 25 und 50 Zentimeter

hoch und gerade mal bereit für

die Blüte. Deshalb hatten sie

noch kein ausgeprägtes Aroma

entwickelt. Vielleicht kannst

Du ja im Rahmen einer offiziellen

Presseanfrage bei der Polizei

die Geschmacksnuancen

erfragen.

Ich sehe auf den Fotos, dass

Du die unteren Triebe ziemlich

radikal entfernt hast?

Ja, besonders bei den hoch

wachsenden Plants. Ich schneide

bis zur dritten Blütewoche

alles ab, was mehr als 60 Zentimeter

von der Lichtquelle

entfernt ist. So bekomme ich

fettere Topbuds, spare Zeit

und Arbeit beim Ernten und

habe sogar ein wenig mehr

Ertrag als würde ich sie nicht

beschneiden. Aber sag‘ den

Leser/innen bitte, sie mögen

das nicht mit dem Beschneiden

des Topbuds verwechseln. Das

macht man Indoor eigentlich

nicht, und wenn dann in der

vegetativen Phase, nicht während

der Blüte. Viel mehr gibt

es leider nicht zu erzählen,

weil ich ja buchstäblich um

die Früchte meiner Arbeit gebracht

worden bin.

Hatten die Beamten Verständnis

für Deine Situation

oder warst Du in

deren Augen der böse

Drogenproduzent?

Die Polizei war sehr nett. Sie

mussten schließlich dem Hinweis

nachgehen und haben

mich sogar gefragt, weshalb

ich mir keine Genehmigung

hole. Naja, dass das nicht so

leicht ist und dass man zum

Anbau noch gar keine bekommen

kann, wissen die wahrscheinlich

auch nicht. Die

haben einfach nur ihren Job

erledigt, einem habe ich sogar

richtig leidgetan. Aber das hilft

mir auch nix, da kann ich mir

nicht mal 'nen Haschkeks für

kaufen. Ich bin jetzt wieder

fleißig auf dem Schwarzmarkt

unterwegs und gebe Unmengen

Geld für eine Medizin aus,

die es in einigen Nachbarländern

legal gibt.

Hoffst Du auf Milde

vor Gericht?

Selbstverständlich. Ich fühle

mich komplett unschuldig,

habe nur meine Medizin angebaut,

keinem geschadet, nix

verkauft und könnte eine dicke

Vorstrafe bekommen, denn die

neun Autobombs überschreiten

die Geringe Menge. Mit

der Aussicht, dass ich mich

aufgrund meiner Krankheit

weiterhin ständig strafbar

machen muss, bis der Antrag

dann endlich genehmigt wird.

Ich werde auf keinen Fall klein

beigeben und den reuigen

Sünder spielen, ich bin Patient,

kein Krimineller.

Dem kann ich mich nur

anschließen. Ich wünsche

Dir alles nur erdenklich Gute

für die Zukunft und einen

milden Richterspruch. Ich

sag mal tschüss und bis bald.

*Name von der Redaktion geändert

WERBUNG

Flora Series

FloraGro FloraMicro FloraBloom

HOCHWERTIGE PFLANZENNAHRUNG

TRIPACK STARTSET

BERLIN

GREENLIGHT-SHOP

Tel : 030/70370820

FA.BUSCHMANN

Tel : 030/ 5106 0761

GROW IN BERLIN

Tel : 030/34 99 80 70

GRAS GRÜN

Tel : 030/ 611 31 90

KAYA FOUNDATION

Tel : 030/ 4478 677

KLAUS DER GÄRTNER

Tel : 0177/3504376

BREMEN

UDOPEA GMBH

Tel : 0421/ 2211480

BRUCHSAL

PLANET-PLANT

Tel. : 07251/ 980620

DORTMUND

HYDROPONIC

Tel : 0177/6895331

GREEN GALAXY

Tel : 0231/ 94531417

FELLBACH-LINDLE

POT DE FLEURS

Tel : 0711/ 2486010

FREUDENSTADT

GROWATHOME

Tel : 07441/ 9150672

FLENSBURG

BG-SUPPORT

Tel : 0461/ 9787478

FREIBURG

ROOTS

Tel : 017632753424

GELSENKIRCHEN

GEWÄCHS-&

TREIBHAUSTECHNIK

Tel : 0209/51 68 40

GÖTTINGEN

BLOOMTECH

Tel : 0551/ 5007700

HAMBURG

PFLANZBURG GMBH

Tel : 040/4305399

GROWLAND

Tel : 040/244241680

NÜRMBERG

HIGHLIGHT

Tel : 0911/2876048

HANAU

HEAVEN

Tel : 06181/ 5071204

KNASTERBOX

Tel : 06181/ 26279

JÜTERBOG

MY-SMOKY

Tel : 03372/ 398865

KÖLN

ULLA VERSAND KÖLN

Tel : 0221/1691566

LEIPZIG

KIF-KIF

Tel : 0341/9807631

LÜDINGHAUSEN

GÜRTNEREIBEDARF

KORTMANN

Tel : 02591/9489107

LUDWIGSBURG

CHILI’S FINEST UG

Tel : 07141/1459518

MALSCH

KALIDAD

Tel : 07253/ 9324144

MANNHEIM

GREEN PARADISE

Tel : 0621/ 3069474

MÜNCHEN

GREEN hope

Tel : 089/ 2606809

MINDEN

MAGIC

Tel : 0571850860

OBERHAUSEN

MINDMECHANICS

Tel : 0208/3077990

OERSDORF

GREENHAUS UG

Tel : 04191/9533475

OFFENBACH AM MAIN

PFLANZKRAFT

Tel : 069/17508275

ROTENBURG

RASEN SERVICE

LÜDEMANN

Tel : 04261/851345

SPEYER

CLUDI HANDEL &

RENDISTRIBUTION

Tel : 06232/ 2890892

STEINBURG

ETH DIENSTLEISTUNGS

GMBH

Tel : 04534206567

STUHR

DETRADE UG

Tel : 0421/57726880

STUTTGART

DE CAMPI GMBH

Tel : 0711/ 6409950

TITZ

BLUMENDOC

Tel : 02463/ 999772

WIERNSHEIM

GROWTIME

Tel : 497044916963

WINDECK

SMARTHANF

Tel : 02292/ 2347

BRINGING NATURE AND TECHNOLOGY TOGETHER


10

WIRTSCHAFT

#163 . August . 2013 hanfjournal.de

cultiva 2013

Die Hanfmesse in Österreich

Von 18. - 20. Oktober wird die österreichische Hanfmesse – CULTIVA –

wieder ihre Tore öffnen. Über 100 Aussteller werden die neuesten Trends

am Hanfmarkt präsentieren. Der botanische Garten in der einzigartigen

42m hohen und 8 000 m² großen Glaspyramide bei Wien bietet wie

in den vergangenen Jahren den passenden Rahmen dafür.

Foto: Hanf Journal

Promotion

Die My-Ballast

Familie wächst

Elektronische Vorschaltgeräte erobern Gärtnerherzen

Foto: Hanf Journal

neben der Messe werden

internationale Redner

am Cultiva Hanfkongress

wieder zahlreiche Themen

wie – Hanf in der Medizin,

Hanf als Rohstoff, Hanf

als Nahrungsmittel, Hanf und

Recht uvm., behandeln. Dass

Hanf nicht nur ein wertvolles

sondern auch delikates Nahrungsmittel

ist, beweisen die

Spitzenköche bei der Cultiva

Kochshow. Während den

Messezeiten verwöhnen zahlreiche

DJs mit dopigem Sound.

An den Abenden können die

Eindrücke im Garten am Feuerplatz

noch in entspannter

Atmosphäre ventiliert werden

und somit wird die Cultiva

2013 wieder ein Fest für die

Sinne.

Dieses Jahr steht die Messe

unter dem Motto – „The Balkan

Connection“. Der EU-Beitritt

Kroatiens bedeutet ein

neuer interessanter Markt und

freier Warenverkehr. Cultiva

lädt dieses Jahr alle Shops Kroatiens

ein, sich auf der Messe

zu präsentieren. Neben Vorträgen

über Land und Kultur

wird abends gefeiert. Dafür

werden dieses Jahr 2 Festzelte

im Garten die Besucher mit

Kulinarik und Balkansound

verwöhnen. Livekonzerte finden

im Zelt bei jedem Wetter

statt. Neben vielen Djs werden

„BALKAN TANGO VIBES“

und als Hauptact „DELAD-

AP“ (freier Eintritt mit Messeticket)

mit uns feiern.

Dieses Jahr erhält jeder Besucher

erstmalig ein gratis Gutscheinheft

zu seinem Ticket.

An den Messetagen werden

von den Ausstellern spezielle

Angebote darin angeboten.

Bestell´ Dein Ticket noch heute

auf www.cultiva.at und hol´

Dir Dein gratis Gutscheinheft

an der Tageskassa!

Bis bald auf der Cultiva in

Wien!

cultiva 2013

Eventpyramide Vösendorf

Parkallee 2

2334 Vösendorf

18.10.2013 11:00 – 19:00

19.10.2013 11:00 – 20:00

20.10.2013 11:00 – 18:00

nach der Markteinführung

der My-Ballast Vorschaltgeräte

vor wenigen

Monaten hat der Hersteller auf

Grund der guten Nachfrage

und des sehr positiven Kunden-Feedbacks

die Familie um

ein Mitglied erweitert. Das

My-Ballast 1000 Watt ist für

Räume mit bis zu 2,5 Quadratmetern

ausgelegt und ist ein

echtes Kraftpaket in Sachen

Lichtintensität. Mit 150.000

Lumen im Regelbetrieb und

satten 10 Prozent mehr beim

Einschalten der Super-Lumen

Stufe ist das neue elektronische

Vorschaltgerät das

leistungsstärkste Vorschaltgerät

auf dem Markt.

Das neue Modell verfügt, wie

alle My-Ballast-Modelle, über

einen Vier-Stufen Schalter, der

es dem Gärtner ermöglicht, mit

nur einem Leuchtmittel und

einem Vorschaltgerät vier verschiedene

Leistungsstufen zu

nutzen. Alternativ kann man

mit einem Gerät auch Leuchtmittel

verschiedener Stärken

betreiben. US-amerikanische

Markenkomponenten sowie

fest installierte Kabel sorgen

bei allen vier Modellen,

von 250-1000 Watt, für beste

Funktionalität und hohe Lebensdauer.

Mit Ausnahme

des 250 Watt Gerätes verfügen

die My-Ballst Vorschaltgeräte

auch über einen integrierten

Lüfter. Die Luftkühlung sorgt

für zusätzliche Sicherheit und

arbeitet angenehm leise. Sie ist

leiser als ein schallgedämmter

Lüfter und somit als Geräuschquelle

nicht auszumachen. Die

unterschiedlichen Leistungsstufen

ermöglichen es, zum

Beispiel während der vegetativen

Phase, ein 400 Watt

MH-Leuchtmittel zu verwenden,

um in den entscheidenden

Wochen dann auf ein

600er Natrium-Dampf Leuchtmittel

umzusteigen. Wird es,

so wie gerade, im Sommer ein

wenig heiß kann man das modern

gestaltete Vorschaltgerät

einfach ein paar Watt herunter

regeln und hat es flugs die entscheidenden

fünf Grad kälter.

Erfahrene Hobbygärtner fangen

zu Beginn der vegetativen

Phase oder zur Vorzucht mit

der niedrigsten Stufe an, weil

Sämlinge oder Jungpflanzen

weniger Licht benötigen. Danach

erhöht man die Lichtintensität

bis zur Blütephase

sukzessive. So kann der ambitionierte

Grower bei gleichen

Ergebnissen sogar noch Strom

sparen. Ganz einfach, wie es

gerade passt und individuell

anpassbar. Natürlich sind

die leistungsstarken „My-Ballasts“

Vorschaltgeräte für alle

gängigen Leuchtmittel geeignet

und verfügen über ein

vier-Meter langes Kabel mit

Netzstecker und ein ebenso

langes Kabel als Lampenzuleitung,

was für Nutzer von Homebox,

Darkroom &Co eine

Montage außerhalb der Box

ermöglicht. Last but not least

sorgt die neuartige RF-Shielding

Technologie für eine perfekte

Abschirmung der elektronischen

Bauteile. Das Gerät

bleibt für die Außenwelt und

somit auch für andere Geräte

„unsichtbar“.

Fragt einfach im Growshop Eures Vertrauens,

ob die neuen Vorschaltgeräte

schon zu haben sind. Fachhändler

können die neuen, hochwertigen Vorschaltgeräte

sowie eine große Auswahl

anderer, elektronischer VSG über die

MiHa GmbH

Mannheimer Str. 9

30880 Hannover-Laatzen

Tel: 0049 (0)511 - 866557-0

Fax: 0049 (0)511 - 866557-29

info@mihaonline.de

beziehen.

Anfragen erwünscht!

WERBUNG

Automatic William´s fem.

3. Stk ab 19,80€

5. Stk ab 24,10€

Fax.: DW-15 E-Mail.: support@kg-scherzer.com

E-Mail.: support@kg-scherzer.com

Tel.: +43-(0)-512254581 Fax.: DW-15

WWW.EAGLESEEDS.NET

Foto: Hanf Journal

Promotion

Klein und fein

Die Sigma-Serie von Perfectweight.com

mit der Sigma-Serie bietet

Perfectweight, der

Feinwaagen-Experte

aus dem Hohen Norden, ein

handliches und alltagstaugliches

Messinstrument für

Küchen- und andere Kräuter

an, das sowohl für Klein- als

auch auch für Großverbraucher

die perfekte Lösung zur

Gewichtsbestimmung nicht

nur getrockneter Pflanzenteile

darstellt. Alle Feinwaagen der

Sigma-Serie lassen sich einhändig

mit einem praktischen

Klappmechanismus, ähnlich

dem eines älteren Handys,

öffnen und wieder

schließen.

Drei Bedienknöpfe

sowie ein großes, gut

lesbares Display mit

blauer Hintergrundbeleuchtung

sorgen bei den

ansonsten in schwarz/ilber

gehaltenen Modellen für eine

angnehm dezente Optik, das

Bedienmenü ist übersichtlich

und die Tarier-Funktion einfach

zu bedienen.

Die Sigma 50 wiegt auf 1/100

Gramm genau, während alle

anderen Modelle bis zur Sigma

600 das Gewicht auf 1/10

Gramm genau bestimmen.

Wer die Waage einmal aus

Versehen anlässt, braucht sich

aufgrund der automatischen

Abschaltfunktion nach 60 Sekunden

keine Gedanken über

den Batterieverbrauch machen.

Zudem verfügen alle Sigma-Waagen

wahlweise über

sieben Maßeinheiten (g, oz, ozt,

dwt, ct, gn, tl), eine Warnfunktion

bei Überschreitung der

zulässigen Gesamtlast sowie

über eine Justierfunktion für

leicht unebenen Untergrund.

Fragt einfach beim Fachhändler Eures Vertrauens

nach den Sigma Waagen von Perfectweight

oder bestellt die handlichen

Helfer direkt auf wiwa-trading.com. Händleranfragen

sind ausdrücklich erwünscht.


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

WIRTSCHAFT 11

Promotion

Die GHE

Flora Series

Grower schwören darauf

Promotion

Ein Ei

Der Vapman - eine wirklich runde Sache

als 'Edition für exakte

Wissenschaft' hat der

Nachtschatten Verlag

die Nachtschatten Science Reihe

ins Leben gerufen, die exakt

wissenschaftliche Bücher

zu psychoaktiven Substanzen

und Pflanzen sowie zur Erforschung

des Bewusstseins und

der mentalen Prozesse umfassen

soll. Hauptaugenmerk der

Edition liegt auf den Gebieten

Chemie, Ethnobotanik, Forensik,

Psychiatrie, Psychologie,

Pharmakologie, Neuropharmakologie

und Toxikologie.

Nachtschatten Science wurde

geschaffen, um Sachbüchern

dieser Themengebiete eine

Plattform zu geben, die so bisher

nicht existiert hat. Die Edition

wird von einem wissenschaftlichen

Beirat begleitet,

der die Qualität des Verlagsprogramms

sichern soll. Der

Rat besteht aus Psychologen,

WERBUNG

general Hydroponics und

ihr Gründer Lawrence

L. Brooke sollten aufmerksamen

Hanf Journal

Lesern ein Begriff sein. Die

bekennenden Hanfliebhaber

sorgen sich seit fast 40 Jahren

um fachgerechte, vollwertige

Ernährung der guten, grünen

Bewohner und aller weiteren,

blühenden Flora unserer lieben

Mutter Erde. Allein aufgrund

dieser Tatsache hatte

GHE schon öfter einmal einen

gerechten Platz in der Hanffachzeitschrift

für Fans.

Das Konzept der beliebten

GHE Flora Series wurde bereits

vor 25 Jahren in der Zusammenarbeit

durch Dr. Cal

Herrmann, der ein Spezialist

fürs feuchte Nass bei der

Nasa war, der Davis Universität

sowie natürlich General

Hydroponics entwickelt. Drei

verschiedene Nährlösungen

stellen damals wie heute die

Grundformel der GH-Erfolgsformel

dar. Die Flora Serie ist

schließlich dynamisch und erweiterbar,

so dass man sie stetig

den neusten, wissenschaftlichen

Erkenntnissen anpassen

kann.

Dem Nutzer wird bei Gebrauch

der Serie, die individuelle

Anpassung des

Düngers, dem Nährstoffbedarf

der Pflanzen

entsprechend,

durch einfaches Variieren

der Proportionen

seiner verschiedenen

Anteile in der

Nährlösung, leicht

ermöglicht.

Dank der auf die jeweiligen

Phasen der Pflanzen angepassten

Düngung, erzielt der

tüchtige Züchter überdurchschnittliche

Ernteergebnisse.

Zu Wachstumsbeginn wird

mehr grünes FloraGro genutzt,

das Pflanzen in ihrer strukturellen

Entwicklung begünstigt

und zur Ausbildung eines

prächtigen Blattwerks verhilft.

FloraGro ist der Kraftstoff fürs

Wachstum.

Das rosafarbene FloraBloom,

das nach drei Wochen

zwölf Stunden Lichtsättigung

seinen Mengenanteil im Dünger

mit FloraGro tauscht, fördert

zu Beginn und während

seiner geringfügigeren Nutzung

schon die Wurzelbildung

und deren Gesundheit. Kieselsäure

ist in beiden Substanzen

enthalten, welche gegen Pilzkrankheiten

und Vorgänge wie

Wurzelfäulnis durch Stärkung

Forensikern, Ethnologen und

Neuropsychopharmakologen,

die in der Schweiz, Deutschland

und den USA ansässig

sind und kann so ein breites

Spektrum abdecken.

Das erste Werk aus der

Reihe ist das fast 1000 Seiten

umfassende Sachbuch 'Phenethylamine

– Vor der Struktur

zur Funktion', das von

den Autoren Daniel Trachsel,

David Lehman und Christoph

Enzensperger in exakter und

mühevoller Recherchearbeit

zusammengetragen und verfasst

wurde. Phenethylamin ist

eine chemische Verbindung,

deren Substruktur in einer

Vielzahl von Substanzen aus

der Tier- und Pflanzenwelt,

verschiedenen Medikamenten,

der Agrochemie sowie

auch im menschlichen Körper

zu finden ist. Das Buch ist

das erste und bisher einzige

der Pflanzenstruktur Schutzwirkung

erzielt. Die Farbe Lila

schmückt das FloraMicro Gebräu,

das die Grundlage des

Düngersystems darstellt und

immer im gleichen Anteil verwendet

wird. Dabei handelt

es sich um eine ausgewogene

Konzentration von Spurenund

Mikro-Elementen, welche

in Chelat-Form der dunklen,

bunten Flüssigkeit innewohnen.

Dank sekundärer Elemente

sowie Stabilisatoren ergänzt

FloraMicro die Wirkung der

FloraGro und FloraBloom

Schwestern, wobei es den

pH-Wert des Düngerwassers

auf fachgerechtem Niveau zu

halten vermag. Der synergetische

Effekt der miteinander

wirkenden Produkte der Flora

Series erklärt die klar sichtbare

Wirkung des altbewährten

GHE Düngersystems.

umfassende Werk über Phenethylamine

und wird somit

zum Standardwerk für Mediziner,

Pharmakologen, Forensiker

und Psychiater, aber

auch für Sozialarbeiter und

Historiker, die sich mit der

Materie näher befassen wollen.

Es werden mehr als 2300

Substanzen mit biochemischen

und pharmakologischen Daten

aufgelistet, insbesondere Phenethylamine,

Amphetamine,

Phenylpiperazine, Cathinone,

Heteroarylalkylamine, aber

auch Exoten wie Cyclophane

und Metallocene. Dabei werde

verschiedene Aspekte der

Phenethylamine wie deren

Geschichte (inklusive historische

Abbildungen aus der

Arzneimittelwerbung), medizinal-chemische

Entwicklung,

Pharmakologie, Anwendungsbereiche

und auch der Missbrauch

beleuchtet.

Der geneigte Kunde darf

zwischen 0,5 Liter, 5 Liter,

10 Liter und 60 Liter Kombopacks

wählen, die entweder

auf hartes oder weiches Wasser,

also nochmals auf die vom

Zögling geforderten Ansprüche,

abgemischt sind.

Tolle Sache diese GHE Flora

SeriesTrilogy.

www.de.eurohydro.com

Foto: eurohydro.com

ps: Mit FloraKleen, einem weiteren

praktischen Produkt der GHE Line hält

man sein Hydroponisches System rein

und kann die Salzablagerungen von

Düngern aus Substraten und diversen

Erdmischungen spülen.

Da FloraKleen sogar während der Kultivierung

wie zwischen Erntezyklen

angewendet werden kann und nicht

wie viele Konkurrenzprodukte auf Enzymbasis

basiert, ist es genauso empfehlenswert

wie die Flora Series von GHE.

Promotion

Die Nachtschatten Science Reihe

Band 1 - Phenethylamine

Die Fülle an Informationen

und die hochwissenschaftlichen

Erläuterungen mögen

für Laien erschlagend wirken,

doch ist der Wälzer übersichtlich

strukturiert und veranschaulicht

die Materie durch

zahlreiche Abbildungen und

Bilder.

'Phenethylamine – Vor der Struktur zur Funktion'

– ISBN 978-3-03788-700-4 ist seit Herbst

2012 beim Nachtschatten Verlag unter www.

nachtschatten-science.ch erhältlich.

schweizer Handarbeit

wird auf der ganzen

Welt geschätzt. Nicht nur

bei praktischen Allzweckmessern

oder Halsbonbons

sondern auch bei etwas spezifischeren

und moderneren

Dampfmaschinen.

Das man zum Verdampfen

von Kräutern in unserer Moderne

aber nicht mehr ohne

Lithium-Ionen-Akkus oder

High-Tech Heizelemente auskommen

soll, widerlegt eine

einfache wie famose Erfindung

aus dem schönen Land

des Schweizer Käses.

Der portable Vapman aus

der Schwiiz ist unter anderem

aus diesem Grund für einige

Genussdampfer die genialste

Methode zur Phytoinhalation.

Das kleine, unproblematisch

zu transportierende Gerät

ist überraschenderweise aus

dem Naturstoff Holz gefertigt

und mit einem simplen wie

genialen, vergoldeten Kupferelement

ausgestattet. Diese

Kupferpfanne ist der Clou des

Gerätes, da ihre Umgebungsluft,

bei Anzug am Mundstück

verwirbelt, aufgeheizt

und am darunter befindlichen

Kräuterreservoir vorbeigeschoben

wird.

Man erhitzt die befüllte

Pfanne regulär mit einer

Jet-Flamme für etwa drei Sekunden,

um eine ausreichende

Temperatur zu generieren.

Erst danach zieht man am

Mundstück zwecks Genusses

des mit Kräuteranteilen angereicherten,

schmackhaften

Sauerstoffs und verzichtet dabei

durch diesen vom Erhitzen

getrennten Schritt gänzlich

auf die Abgasreste des gebrauchten

Flammenwerfers.

Um das Holzelement vor

den Flammen zu schützen, ist

der Vapman mit einem Schutzsilikat

versehen, der gesundheitlich

ebenso unbedenklich

ist, wie das Einatmen warmer

Luft.

Beladen lässt sich der Vapman

ganz einfach mit einem

Einfülltrichter der aus unverwüstlichem

Edelstahl gefertigt

ist. Wenn dann nach

mehrfachem Erhitzen und

Dampfen am Vapman, dessen

Nutzung am ehesten dem individuellen

Zuggenuss einer

einzigartigen, handgerollten

Kräuterkippe nahekommt,

keine Dampfschwaden mehr

entsteigen und sich die grünen

Kräuter braun gefärbt haben,

ist eine Vapman-Portion

aufgebraucht.

In einem handlichen Plastik-

Ei zum fachgerechten Schutz

des Gerätes geliefert, lädt der

Vapman aus der Schweiz seine

Besitzer dazu ein sich uneingeschränkt

in freier Wildbahn

zu verlustieren ohne auf ihre

gewohnten Dampfinhalationen

verzichten zu müssen.

Nur in einer Höhe von über

1400 Metern könnten Jet-Flammen

aufgrund des geringen

Sauerstoffs in diesen Spähren

ihren Dienst versagen, wie die

Berliner Anbieter des Gerätes

von VerdampftNochmal auf

ihrer Website enthüllen.

Alle Interessierten sollten

sich daher einmal auf der

Online Präsenz der Jungs die

genauen Vorzüge der beiden

erhältlichen Vapman Modelle

näher anschauen, um zwischen

der normalen Vapman

und Vapman Basic Variante

des beliebten Taschenvaporisators

zu wählen. Letztere ist

etwas kostengünstiger, wird

daher aber ohne Silikatschutz

ausgeliefert. Holz hat jedoch

einen natürlichen Feuerschutz,

der sich in monatelangen

Tests der VerdampftNochmal

Experten Experimente als

bewährt herausstellte und

somit ebenso bedenkenlos zu

empfehlen ist, wie die etwas

schickere Silikatvariante.

Der Vapman ist halt immer

eine runde Sache.

Bestellen kann man den praktischen

Begleiter ganz easy über die Webseite

von www.verdampftnochmal.de.

Wer Zeit und Lust hat kann sich aber

auch im Vaposhop von Verdampft-

Nochmal in der Karl-Kunger-Straße 28

in Berlin 12435 direkt beraten lassen

und das schmucke Ding durch Barzahlung

erwerben.

Der Vapman mit Silikatschutz kostet

109,00 € inklusive Versand, der Vapman

Basic ist bereits für 79,00 € exklusive

Versandkosten erhältlich. Dampft los.

Für Anfänger und Profis

Mehr Ertrag – weniger Arbeit

Aeroponisches

Komplettsystem

mit Nährstofftank

und Bewässerung

Einmalige Kosten

Nachrüstbar für alle Systeme

Einsatz

mit Steckverbinder

Tropfer oder Sprüher Aero Grow 19

Aero Grow Kit 24.0

www.aeroponik.de/handel.html

...wir sind für Sie da!


#163

12 NEWS

. August . 2013 hanfjournal.de

Cannabis-Fachgeschäft gegen Straßendealer

Berlin-Kreuzberg: "Das Problem ist allein mit polizeilichen

Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen"

Im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg

wird seit einigen

Jahren Cannabis verkauft,

mit allen negativen Auswirkungen,

die der Schwarzmarkt

mit sich bringt: Fehlender Jugendschutz,

Belästigung Unbeteiligter

sowie massive Polizeipräsenz

sorgen bei allen

Beteiligten, den Anwohnern,

den Konsumenten und den

kriminalisierten Hanf-Fachverkäufern

für Unsicherheit

und ein Klima der Angst. Besonders

die Verkäufer leiden,

ähnlich wie Prostituierte vor

der Legalisierung ihrer Tätigkeit,

unter den nicht selten rassistischen

Anfeindungen von

Passanten und Anwohnern

sowie den Maßnahmen der

Im nordrhein-westfälischen

Troisdorf musste am ersten

Dienstag des Julis der Bürgermeister

mit seinem Stadtrat

über einen Bürgerantrag entscheiden,

der die Entkriminalisierung

von Cannabiskonsumenten

forderte und mit

einem kommunalem, nach holländischem

Coffeeshopmodell

geführten Regelbetrieb, den

derzeit involvierten, mafiösen

Strukturen entgegenwirken

wollte. Leider entschieden sich

Rat und Verwaltung gegen das

Pilotprojekt, das in ähnlicher

Form schon in weiteren Städten

gefordert wurde. Da das

Hanfgeschäft keine Betriebserlaubnis

aufgrund der rechtlichen

Bestimmungen bekäme

und der Anbau, der Besitz, die

Herstellung und die Abgabe

von Cannabis ohne Erlaubnis

Polizei. "Das Problem ist allein

mit polizeilichen Maßnahmen

nicht in den Griff zu bekommen",

sagte ein Sprecher der

Polizei gegenüber dem Tagesspiegel.

Auch der zuständige

Stadtrat Hans Panhoff (Grüne)

äußerte gegenüber der Zeitung,

die derzeitige Situation

sei auf eine falsche Drogenpolitik

zurückzuführen. Körperliche

Übergriffe im Park seien

nach Polizeiangaben die große

Ausnahme, es handele sicher

vielmehr um ein "subjektives

Unwohlsein" beim Durchqueren

des Parks. Jetzt fordert die

Initiative "Unser Görli" gegenüber

Tagespiegel und BZ die

Einführung von sogenannten

Drogenlotsen, die Menschen

Vincente Fox drängt auf Legalisierung

Internationales Gipfeltreffen geplant

Neuseeländische Wege

Partei verkauft Hanfbonds zwecks Wählerfang

Die neuseeländische Aotearoa

Legalise Cannabis Partei

bemächtigt sich eines medienwirksamen

Handels mit ihren

Unterstützern, der gleichzeitig

einen legalen Cannabisverkauf

vorantreiben soll.

Allen Käufern eines der

parteieigenen Cannabis-Anleihepapiere,

im Wert von 50

australischen Dollar, wird eine

achtel Unze getrockneten Victory

Grases überlassen, sobald

Marihuana im Land legal ist.

Sechs Monate Zeit wollen sich

die Aotearoa Mitglieder nach

Am 08.07.2013 hat sich der

ehemalige mexikanische Präsident

Vincente Fox mit den

Größen der legalen US-Hanfszene

getroffen, um in einem

dreistündigen Meeting auf die

notwendige Legalisierung von

Marihuana als Genussmittel in

den USA und vor allem Mexiko

aufmerksam zu machen. Er

spannte sich dazu in den Kreis

von Steve DeAngelo, dem Chef

der größten kalifornischen medizinalen

Marihuana Dispensery

Kette, die in Oakland ihre

Büros betreibt sowie in den

Kreis von Jamen Shivley, dem

ehemaligen Microsoft Direktor,

der jetzt seine eigene Cannabis-Marke

in Seattle entwickeln

und in entsprechend legalem

Gebiet wie Washington verkaufen

möchte. Reportern sagte

Fox, dass Legalisierung der einzige

Weg aus der Gewaltspirale

der mexikanischen Drogenkartelle

sei, dessen Ursache er

in dem amerikanischen Krieg

gegen Drogen sehe. Er sprach

davon, dass die Kosten dieses

Krieges untragbar geworden

seien - zu hoch für Mexiko, Lateinamerika

und den Rest der

Welt. Täglich würden 40 junge

Menschen durch Drogenmilieu

verknüpfte Gewalt ihr Leben

verlieren. Fox hat sich daher

verpflichtet Ende Juli an einem

Kein Kaffeestübchen in Troisdorf

Antrag auf regulierte Hanfversorgung abgelehnt

des Bundesinstituts für Arzneimittel

einen Strafbestand

darstellen, sind die Troisdorfer

und ihre nahen Nachbarn

weiterhin auf den schmierigen

Schwarzmarkt angewiesen

und haben sich den dortigen

Gepflogenheiten anzupassen.

Die geplante Besteuerung und

die damit verbundenen Einnahmen,

die für präventive

Zwecke wie Drogenaufklärung

oder zur Entspannung

der verkrampften Finanzlage

der Stadt hätten genutzt werden

können, bleibt somit ebenso

unangetastet, wie die anschaulich

geforderte und recht

einfach erscheinende Entkriminalisierung

der eigenen Bevölkerung.

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 04.07.13

Durchsetzung ihres Zieles lassen,

um die Pfandbriefbesitzer

anschließend mehrwertig mit

geerntetem Hanf auszahlen zu

können.

2014 stehen in Neuseeland

Wahlen an, wobei sich die Aotearoa

Legalise Cannabis Partei

als einziger politischer Verband

nun einen großen Vorteil

in ihrer dortigen Popularität

durch den legalen Handel mit

Hanf-Pfandbriefen erhofft.

Auf hanfjournal.de am 29.07.13

beim Durchqueren des Parks

vor aufdringlichen Verkäufern

schützen sollten. Als Reaktion

auf die Idee der Einführung

eines Geleitschutzes für Parknutzende

hat sich am 17.07 der

DHV mit einem alternativen

Vorschlag zu Wort gemeldet:

"Ein Cannabis-Fachgeschäft, also

ein regulierter Markt für Erwachsene,

würde die Probleme aller

Internationalen Gipfeltreffen

in Mexiko teilzunehmen und

einen strategischen Weg zu

entwickeln, durch den die Marihuana

Prohibition beendet

werden könne. Drei Tage lang

haben Teilnehmer daraufhin

am 18.07.2013 beginnend, in

San Cristobal getagt. Darunter

der Dekan der Harvard School

of Public Health und ein mexikanischer

Kongressabgeordneter,

der einen Entwurf zur Legalisierung

von Marihuana in

Mexiko schon in diesem Sommer

vorstellen möchte. Der Entwurf

würde den freizeitlichen

Genuss von Cannabis für Erwachsene

legalisieren, so Fox.

Foto: Hanf Journal Archiv

Betroffenen im Stadtteil Kreuzberg

mit einem Schlag lösen. Alle

anderen Maßnahmen haben lediglich

kosmetische Wirkung und

fördern den Cannabiskonsum

Minderjähriger", so Maximilan

Plenert vom Deutschen Hanfverband.

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am17.07.13

Auch wenn sich der aktuelle

Amtsinhaber Enirque Peøa in

der Vergangenheit stets gegen

die Legalisierung aussprach,

sprach er kürzlich davon, dass

er die globale Meinung über

die Thematik berücksichtigen

würde. Vincente Fox hat dagegen

schon eine: Man könne

sich kein weiteres Blutvergießen

und die Verluste von Leben

mehr leisten. Man müsse aus

der Falle raus, in der man sich

befände. Portugal habe es 2001

aus seiner Sicht richtig gemacht

alle Drogen zu dekriminalisieren.

Auf hanfjournal.de am 09.07.13

Moroccan Roll

Regierung erwägt Marihuana-Exporte

Outdoor in Marokko - Foto: Hanf Journal Archiv

Das in dem Gebiet des

marokkanischen Rifs hergestellte

Haschisch wissen

Cannabis-Genießer seit Jahrhunderten

zu schätzen.

Die Illegalität des Anbauens

und Handelns, seit Beginn

des letzten Jahrhunderts,

hinderte die Bewohner

Marokkos bisher aber wenig

daran, eng mit ihrer Traditions-Pflanze

verbunden zu

bleiben. Trotz Reduzierung

der Anbauflächen ab 2003

um weit mehr als 60 Prozent

und einer seitdem stärkeren

Verfolgung von Hanfbauern

noch bis vor Ausbruch des

"Arabischen Frühlings" 2011,

stellt das illegale Geschäft mit

der Wunder-Pflanze weiterhin

ungefähr 10 Prozent der Wirtschaftsleistung

des sich stark

im Handelsdefizit befindlichen

afrikanischen Staates

dar. Circa 800.000 Menschen

seien laut einer Meldung in

der Welt in das Geschäft mit

dem Hanf involviert, die sich

mit dem illegalen Anbau und

Verkauf ihren Lebensunterhalt

absichern. Die marokkanischen

Bauern befürworten

die aktuellen Vorschläge ihrer

Abgeordneten, aus verschiedenen

politischen Lagern, die

den Anbau von Marihuana in

Zukunft legalisieren wollen,

um Exporte für eine medizinische

Verwertung und Investitionen

im eigenen Land

voranzutreiben, auch wenn

das einen Verlust des Kilogramm-Preises

in Hälfte der

Höhe des aktuellen Kurses mit

sich bringen würde. Denn im

Gegensatz zu dem Vorschlag

der Vereinten Nationen, anstatt

des grünen Hanfs Mandeln

oder Oliven anzubauen,

bliebe der Verkaufspreis für

ein Kilogramm Hanf weiterhin

75 mal höher als bei

den empfohlenen Alternativ-Früchten.

Wachsen würde

laut Aussage der ansässigen

und erfahrenen Landwirte

dort aber sowieso nichts.

Nur Hanf gedeihe unter den

ökologisch schwierigen Bedingungen

vor Ort.

Der zuständige Gouverneur

der Hoceima-Taounate Region,

deren Bewohner besonders

vom Cannabis-Anbau abhängig

seien, wolle versuchen den

Wandel zur Legalität bereits in

drei Jahren umzusetzen.

Auf hanfjournal.de am 30.07.13

Lass wachsen

Im Namen der Grünen Jugend

Nach einer Legalisierungs-Aktion

im Juni, in deren

Rahmen die Grüne Jugend

Blumenbeete auf dem

Wilhelmsplatz in Göttingen

mit Marihuana

aka Hanfpflanzen

bestückte, wurde

diese solidarisch

weitergeführt. Man

fühle sich auch der

Göttinger Gruppe

"Einige Autonome

Blumenkinder"

verbunden und nimmt sich

daher dem Thema weiter an.

Die jungen Grünen forderten

mit ihrem Foto-Wettbewerb

"Hanf im öffentlichen Raum"

Guerilla Grower dazu auf,

...weiß unsere Redaktion

auch nicht so genau. Ein Fall,

der sich Anfang des Monats

Juli im US-Bundesstaat

New Jersey

ereignete,

untermauert

jedoch unsere

Hypothese,

dass die Prohibition

Situationen,

in denen

Murphy's Law

eintritt, begünstigt:

Ein unbescholtener

Bürger hatte mit dem

Handy in der Gesäßtasche

aus Versehen die 911 gewählt,

während er mit Bekannten am

Kiffen war, so dass die Polizei

4,1 Millionen für Höllentrip

Cannabiskonsument wird ausbezahlt

Daniel Chong, ein kalifornischer

Student, der aufgrund

des Konsums von Cannabis

ungerechtfertigt fast fünf Tage

lang allein in einer Arrestzelle

verbringen musste, wird nun

von der US-Regierung angemessen

entschädigt.

Wie das Hanf Journal im

Mai 2012 berichtete, wurde

der Kalifornier auf einer 4/20

Party beim Kiffen erwischt

und ohne Anklage vor Entlassung

aus dem Polizeigewahrsam

in eine Zelle verfrachtet,

in welcher er fünf Tage lang

vergessen wurde 1 .

Überlebt habe der 25-Jährige,

der während der Isolation

in extrem eingeschränkten

Räumlichkeiten ohne Fenster

zu halluzinieren begann, damals

nur, da er seinen eigenen

Urin trank.

Der stark dehydrierte

Chong musste nach der ungerechtfertigten

Behandlung

in einem Krankenhaus auf

der Intensivstation behandelt

ihre in Freiheit stehenden Zöglinge

zu fotografieren. Im

kurzen Laufe der Aktion waren

bereits etwa 30 Fotos eingegangen,

die gemeinen Hanf

in freier Wildbahn

zeigten. Die Polizei

war alarmiert, Göttingen

sei mit Cannabis

übersät, wie

die Hessische-Allgemeine-Zeitung

titelt.

Wer noch an der Aktion

teilnehmen will,

schickt die Fotos seiner Göttinger

Outdoor Zucht an goettingen@gj-nds.de

Murphy's Law sprengt Chillrunde

Weshalb es oft die Kiffer trifft...

Der katholische Glaubensführer,

Papst Franziskus, hat

sich in Rio de Janeiro gegen

die Legalisierung von Drogen

stark gemacht, während er

eine Rehabilitierungseinrichtung

besuchte.

Er verurteile die Bewegungen

der Legalisierer, da er

in der liberalen Herangehensweise

keine Reduzierung im

Umlauf befindlicher Mengen

illegaler Substanzen wahrnehme.

die Chiller-Runde belauschen

konnte. Das Ergebnis der vom

Anrufer unbemerkten Arschkarten-Wahl

war eine

Hausdurchsuchung

sowie

Anklage wegen

Besitzes von

Betäubungsmittel

und Rauchzubehör,

dass

- anders als in

Europa, in vielen

Bundesstaaten

der USA illegal ist.

Dem unfreiwilligen Anrufer

droht bis zu einem Jahr Haft.

werden und leidet

seither unter

einer posttraumatischen

Belastungsstörung,

die laut

eines örtlichen

Psychologen zeitweise stärker

als bei Kriegsveteranen ausgeprägt

gewesen sei².

Die Schmerzensgeldzahlung

in Höhe von 4,1 Millionen

Dollar aus dem leeren

Geldsack der US-Bundesregierung

bringt den Eltern des

entschädigten Hanf-Rauchers

nun nach eigener Aussage³ ein

neues Haus in den Besitz.

Den einen oder anderen

DEA Polizisten könnte diese

teure Tatsache dagegen nicht

nur die gute Jagdlaune, sondern

möglicherweise auch

noch den Job kosten.

1

www.tokeofthetown.com

² www.latimes.com

³ www.20min.ch

The Pope doesn´t smoke Dope

Wenn Glaube Gebirge versetzt

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 10.07.13

Auf hanfjournal.de am 18.07.13

Auf hanfjournal.de am 31.07.13

Es sei dagegen wichtig dem

Problem mit einer größeren

Gerechtigkeit, mit der Erziehung

von jungen Menschen

auf gesellschaftliche Werte

sowie dem Begleiten jener in

schweren Zeiten durch eine

Vermittlung von Zukunftshoffnungen,

entgegen zu wirken.

Wir sparen uns den Kommentar.

Auf hanfjournal.de am 25.07.13


#163

14 NEWS

. August . 2013 hanfjournal.de

HERAUSGEBER

Agentur Sowjet GmbH

Rykestr. 13

10405 Berlin

Tel.: +49 (0)30 44 79 32 84

Fax.: +49 (0)30 44 79 32 86

redaktion@hanfjournal.de,

leserbriefe@hanfjournal.de

7000 demonstrieren in der Hauptstadt

Großer Zuspruch für die Hanfparade

GESCHÄFTSFÜHRER

Emanuel Kotzian (V.i.s.d.P.)

Sitz der Gesellschaft: Berlin AG Charlottenburg,

HRB Nr. 89200

Steuer-Nr. 37 220 20818

REDAKTION

Michael Knodt (Chefredakteur),

Matthias Meyer, Janika Takats,

Mark Meritan.

MITARBEITER DIESER AUSGABE

mze, KIMO, Franjo Grotenhermen,

Kascha, Hans Cousto, Michel, Sto,

Sadhu van Hemp, Markus Berger,

Michael Kleim, K.Johann.

Fotos: K. Gebhardt & Hanf Journal

LAYOUT

mark marker, schmiddie, andre

Illus: mark marker, lukas, schmiddie

FOTOS

mark marker, CC, Archiv.

ANZEIGEN

Emanuel Kotzian

+49 (0)911 49088974

vertrieb@hanfjournal.de

VERTRIEB

Das Hanf Journal wird im gesamten

deutschsprachigen Raum verteilt.

Gegen einen Betrag von 50 Euro

(Inland) oder 100 Euro (Ausland)

jährlich, kann das Hanf Journal als

Prämium-Abo bezogen werden.

(Abo unter www.hanfjournal.de)

DRUCK

Schenkelberg Druck Weimar GmbH

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck nur mit Genehmigung.

Manuskripte, Bilder und Beiträge sind willkommen,

es wird dabei keine Haftung übernommen.

Im Sinne des Urteils des LG Hamburg vom

12. Mai 1998 - 312 0 85/98 distanziert sich der

Herausgeber ausdrücklich von allen Inhalten

der angegebenen Internetadressen und Links.

ACHTUNG!

Jeder Drogenmissbrauch ist

gefährlich!

Wir wollen niemanden dazu

auffordern oder animieren, Drogen

zu konsumieren oder zu verbreiten.

Diskutieren? hanfjournal.de/forum

Lesen? hanfjournal.de

Schauen? exzessiv.tv

Dein Film? film@exzessiv.tv

*Für Bilder mit Creative Common Lizenz gilt:

creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

wenn diese Zeilen gedruckt

sind, ist es für

alle Möchtegernteilnehmenden

schon zu spät.

Zu spät, die Sachen zu packen,

und sich auf den Weg

zum Berliner Bahnhof Zoo zu

machen, um ein Teil der größten

Hanf-Demo des Landes zu

werden.

Am einst größten Drogenumschlagplatz

West-Berlins

startete am 10.August 2013

um 13:00 Uhr die 17. Hanfparade

unter dem Motto: "Meine

Wahl - Hanf Legal!", um gegen

das bestehende und echt blöde

Hanfverbot zu demonstrieren.

Die Hanfparade ist die größte

Veranstaltung im Zeichen

des grünen Blatts in Deutschlands

und das Sprachrohr der

Massen gegen das Hanfverbot,

das mehr und mehr dazu genutzt

wird, die Bürger in ihrer

privaten Lebensgestaltung zu

beschneiden und mittels fragwürdiger

Methoden in ebenso

fragwürdige Kategorien einzuordnen.

Die Auftaktkundgebung

der Hanfparade um 13:00

Uhr am Berliner Bahnhof Zoo

hat direkt auch am ältesten

Missbrauchseck der Republik

alle Einstiegsdrogenmärchen

widerlegt und konnte am stillstehenden

Elend der Bahnhofsbewohner

zeigen, wie umfassend

Politik mit Polizei und

der vierzigjährigen Konsumentenverfolgung

gescheitert

sind. Günther Weiglein, einer

der wenigen Cannabispatienten

mit legalem Status, erinnerte

die vielen Zuhörenden

daran, dass regelmäßiger Cannabiskonsum

für Patienten keine

Straftat sein dürfe, sondern

notwendige (Über-)Lebenshilfe

darstelle, deren legale Verordnung

für eine Vielzahl Kranker

immer noch mit vielen,

oft unüberwindbaren bürokratischen

Hindernissen verbunden

ist. Die Auftaktkundgebung

der Demonstration, die

in etwa 7000 Teilnehmer zählte

und damit auch 2013 wieder

angewachsen ist, wurde von

Hanfparade-Urgestein Steffen

Geyer moderiert.

Vom Zoo wanderte die

Hanfparade über den Ku´-

Damm und die Tauentzienstraße

zur CDU Zentrale, wo das

Instandhalten des Kriminalisierungsapparates

von der Partei

propagiert wird, weshalb

die fiesen Schwarzen mit einer

klaren Absagen der Hanffraktion

zur kommenden Bundestagswahl

rechnen müssen.

Um vier Uhr war man dann

am Bundesrat angekommen,

um eine weitere Zwischenkundgebung

abzuhalten, die

die Länderkammer daran erinnern

sollte, dass auch sie

eine Mitschuld an dem Festhalten

der prohibitionistischen

Grundhaltung in der Politik

trage. Bundespolitik findet

eben nicht ohne Bundesländer

statt.

Kurz nach 17:00 Uhr begann

dann die Abschlusskundgebung

vor dem Brandenburger

Tor auf einer schicken Konzertbühne

mit ebenso schicken

Acts und Rednern.

Trotz leichten Regens in der

Mitte des Paradetages lichtete

sich das Teilnehmerfeld erst

während der späteren Abendstunden,

was dank drei stattfindenden

Afterparties auch

niemanden verwunderte. Das

Finale der Hanfparade, das mit

Live Musik, weiteren Reden,

Informationen und Mitmachangeboten

rund um den Hanf

direkt vor dem wichtigsten

Wahrzeichen der Hauptstadt

bis 22:00 Uhr zelebriert wurde,

sorgte dann schlussendlich

dafür, dass sich nicht nur

bekennende Mitdemonstrierer

und Hanffreunde willkommen

fühlten, sondern auch,

dass Besucher des Tiergartens,

des Reichstags oder des

Brandenburger Tors sowie alle

desinformierten Zufallsbegegnungen

vom Engagement der

Jakis e.V. Crew und dem Hanfparade

Orga Team profitierten.

Dem Aufruf Steffen Geyers,

selber Veranstaltungen ins

Leben zu rufen, um nicht ein

ganzes Jahr bis zur Hanfparade

2014 ungenutzt vergehen

zu sehen, schließen wir uns an

und fordern jeden Tatkräftigen

auf, seine Form der Legalisierung

in die Welt zu tragen.

Hanf legal? – Meine Wahl!

NEWS

Cannabis-Markt statt Komasaufen

Direktor des "Institutes für Alkoholpolitik" in Australien empfiehlt

Re-Legalisierung von Cannabis als Jugendschutzmaßnahme

18-Jährige, die berauschende

Substanzen konsumierten,

hätten beim Konsum von Cannabis

weniger Probleme als

durch das verbreitete Komasaufen.

Die sozialen Folgen

des Cannabiskonsums seien

zudem weniger gefährlich als

die von Alkohol und Nikotin.

Für die gesundheitlichen

Folgeschäden gilt Gleiches,

also sollte die Australische

Regierung flugs einen regulierten

Cannabismarkt unter

staatlichem Monopol schaffen.

Werbeverbot sowie strenger

Jugendschutz sollten potentiellem

Missbrauch vorbeugen

und so könnte ein neu geschaffener

Hanfmarkt sogar

als Vorbild für eine bessere

Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen

bei der Abgabe

von den bereits legalen Drogen

Alkohol und Nikotin dienen.

Dies sagte kein geringerer als

Australiens führender Experte

in Sachen Alkohol- und Drogenkonsum,

Professor Robin

Room.

In einem Interview mit der

"Herald Sun" empfahl der international

anerkannte sowie

vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler

seiner Regierung

in Down Under Ende Juni,

Hanf aufgrund gesundheitlicher

und sozialer Aspekt zu

re-legalisieren.

Siehe auch Leserworte Seite15

Auf hanfjournal.de am 25.06.13

WERBUNG


IHR HABT DAS WORT

Kommentare können unter all unseren Artikeln auf hanfjournal.de

gepostet werden.

Briefe bitte an: Redaktion Hanf Journal, Rykestraße 13, 10405 Berlin

Mails: redaktion@hanfjournal.de

Die Redaktion behält sich Abdruck und Kürzen von Kommentaren und Leserbriefen vor.

Die Veröffentlichten Briefe und Kommentare geben nicht unbedingt und wenn, dann nur

vereinzelt, die Meinung der Redaktion wieder.

"ein einsamer kleiner 10 g-Haschisch-Bobbel"

Zu: "Volle Kontrolle" vom 08.07.13

„Der Pressesprecher der örtlichen

Polizei relativiert inzwischen:

Von "2 Kilo Drogen" blieb nach

Abzug von 3 halben Liter Bier

im Besitz eines 13jährigen und 8

Schachteln Ying Ling bei einem

vietnamesischen Zigarettenhändler

nur ein einsamer kleiner 10 g-Haschisch-Bobbel.

Wie sich später

herausstellte, waren diese 10 g das

Spür- und Lehrwehrzeug eines

in Ausbildung befindlichen Zollhundes.“

aXXL auf hanfjournal.de

„Nun der Zoll mach halt brav seine

Arbeit, entsprechend der Gesetzeslage

und er bemüht sich, wo er

kann, diesen Gesetzen Rechnung

zu tragen. Weil die Gesetze halt

von denen umgesetzt werden,

die sich gegen die Aufrührer nicht

wehren können. Wie auch, wenn

die Bürger des Landes dafür sind,

dass Finanzinstitute, wie in Bayern,

die Hypo-Vereinsbank von einem

Bürger Namens Mollath über kriminelle

Dinge informiert wird, diese

Bank zu dem identischen Ergebnis

kommt und dann die gesetzestreue

Riege von Politik, Staatsanwaltschaft

und Richter mit Polizei und Zoll die

Arbeit leider in vorauseilendem Gehorsam

nicht aufnimmt, den Bürger

lieber in die Psychiatrie sperrt, um

entsprechende Kapazitäten für Cannabiskonsumenten

bei Veranstaltungen

frei zu halten. Wir haben die

Gesetze, die unsere Bürger wollen

und verdienen. Weil in diesem Land

Demokratie herrscht, auch wenn es

sich hie und da oft nicht so zeigt.

Dieses Land und seine Mitarbeiter

(in früheren Jahren Silikatvariante

hießen diese Bürger "Schergen")

haben sich ebenfalls ganz rühmlich

in einer Zeit der braunen Brühe gezeigt.

Denn was wichtig ist und was

unbedingt getan werden muss, um

die "Staatsordnung" beizubehalten,

nun das wiederholt sich immer wieder.

Weil es ja von OBEN befohlen

war. Weil unsere Staatsbediensteten

eben noch nie Geld und Umsatz erzeugten,

sondern immer nur davon

lebten, dass andere Bürger dies ihnen

besorgten und wieder Andere

die Befehle geben, deren Befehlsempfänger

sie sind und waren.

Deshalb - geht wählen und wählt

die anderen. Eben, weil jede nicht

abgegeben Stimme monetär in den

Kropf von CDU, CSU, FDP, Grüne und

SPD landen darf. Dann bleibt die

Macht auch bei den Bürgern.“

Bruckner auf hanfjournal.de

"bekifft lallende Randalierer"

Zu: "Sieben zu Sechs" vom 05.07.13

„Alle sagen sie, dass diese Länder

von den Industrienationen lernen

sollen. Was sollen sie denn lernen?

Einen möglichst großen Haufen

Geld anzuhäufen? Von der Armut

Anderer profitieren? Waffen zu exportieren?

Es freut mich zu hören, dass Uruguay

uns einen großen Schritt voraus ist

und ich hoffe, dass zumindest vorerst

die Bürger Uruguays ihr Menschenrecht

auf ein würdiges Leben

wahrnehmen können.

In Deutschland können wir dieses

Prozedere auf ein wenig beschleunigen.

Voraussetzung ist aber, für

dieses Recht zu kämpfen. Also packt

euren Hintern hoch und kommt zur

Hanfparade oder zu anderen Demos!

;)“

kris auf hanfjournal.de

„Die Uruguayer haben aber auch

eine Vertretung im Parlament, die

wir offensichtlich nicht haben. Die

Schaumschläger von den Grünen

unternehmen absolut nichts, außer

„Das Summerjam Festival war dieses

Jahr ein tolles Spektakel mit viel Marihuana

und tollen Leuten . Die paar

Bullen die durch den Campingplatz

herumgehüpft sind hat niemanden

abgehalten den Joint aus der Hand

zu werfen. Ein gigantisches Festival,

nächstes Jahr wieder!!!.“

Summjam 13 auf hanfjournal.de

ein bisschen bla bla um unsere Stimmen

zu fangen und uns dann am

langen Arm verhungern zu lassen,

selbst da wo sie den Ministerpräsidenten

stellen ist alles so schlimm

wie es immer war, und die Linke

hätte auch schon Möglichkeiten in

Berlin oder Brandenburg gehabt,

hat uns aber auch den Finger gezeigt.

Ohne vernünftige Vertretung

im Parlament ist das bei uns nicht

zu machen, da helfen auch noch

so gut gemeinte Aufklärungskampagnen

und Hanfdemos nicht. In

Uruguay setzt das nun die stärkste

Partei sogar gegen die Mehrheit im

Volk durch, und scheißt auf solcherart

Propaganda. Das Volk aufklären

kann man immer noch, bzw. wird

sich das von alleine regeln, wenn

die Leute erst mal merken dass jetzt

nicht Heere von "bekifft lallenden

Randalierern" durch die Strassen ziehen,

davon können wir nur träumen,

und ohne HANFPARTEI wird das

noch mindestens 20 Jahre dauern.“

Ralf auf hanfjournal.de

#163 . August . 2013 hanfjournal.de

"Hanf ist Harmlos"

Zu: "Lass wachsen" vom 10.07.13

„Es ist nicht schwer das nach zu machen.

In Berlin wachsen auch auf

vielen Grünflächen Hanfpflanzen.

Ich fotografiere sie seit drei Jahren

und so viele wie dieses Jahr habe

ich noch nie gesehen.

In einem Bioladen gibt es für ein

paar Euro eine Großpackung Samen

die keimfähig sind. Ja, sie sind vermutlich

THC arm, aber beschäftigen

die Polizei, verschönern das Straßenbild

und die Leute gewöhnen sich

an die harmlosen Pflänzchen.

Gestern Abend gab es nen Bericht

bei RTL und der war ziemlich positiv,

ein klein wenig auf witzig gemacht.

Tenor war eher: Hanf ist Harmlos.“

Mörnes auf hanfjournal.de

"Nette Idee"

Zu: "Cannabis-Fachgeschäft als Sofortmaßnahme gegen

Straßendealer" vom 17.07.13

„Nette Idee, ich stelle mir nur gerade

vor, wie lang die Schlange wäre,

wenn solch ein Geschäft tatsächlich

in Kreuzberg eröffnen würde. :-)

Käme wohl der Eröffnung des ersten

McDonalds in Moskau 1990 gleich...“

Klaus auf hanfjournal.de

"...oder war es Desinteresse??"

Zu: "Wenn Fernsehen bildet" vom 02.07.13

„Holocaust in Zeitlupe...gut, dass das

kein Deutscher gesagt hat, aber gedacht

haben es wohl alle schon in

abgeschwächter Form!

Man sollte diese Doku der Kanzlerin

bzw. unserer unfähigen Drogenbeauftragten

zustellen. Doch die haben

sich schon so oft als realitätsfern

oder lernresistent erwiesen...oder

war es Desinteresse??

Der weltweite Drogenkrieg ist Unterschichten

Krieg.

Nur Hartz 4 Bezieher sind eine noch

bessere Fußmatte für die Regierung,

Bildzeitung oder deren Leser...“

mr1 auf hanfjournal.de

„Das ist für die Betroffenen auf jeden

Fall sehr bitter...jedoch...denken

wir mal ein wenig um die Ecke

und gehen mal davon aus, dass die

Klage tatsächlich bis zum Europäischen

Gerichtshof Kreise zieht...

vielleicht...aber nur vielleicht hat

das, sollte der Gerichtshof den CSC

Betreibern recht geben, aufgrund

des Eurodrogenberichts als auch

mit Blick in die U.SA. und die nach

und nach liberalen Bundesstaaten...

als auch ins benachbarte Euroland...

dann könnte ein positives und gut

begründetes Urteil der guten Mechthild

und dem anderen Pack mal

schön die Suppe mit ihren lügen

versalzen und jede Antiargumentation

im Keim ersticken.“

positivdenker auf hanfjournal.de

„Sollten sie vor dem europäischen

Gerichtshof damit durchkommen

und es würde heißen, dass CSC legal

sind, dann könnte man sofort

"IDIOTEN!!!!"

Zu: "Samenqual statt Mediseeds" vom 11.07.13

„Dann sollte man den Bundestag

verhaften! Anfangsverdacht

Rauschgiftmissbrauch!

Ging ja durch die Presse, dass dort

auf den Toiletten etliches an Koks

gefunden wurde!

"Samen" sind KEIN Rauschmittel,

haben KEIN THC, können also auch

keinen "Anfangsverdacht" begründen!

Ebenso könnten Jugendliche

verhaftet werden, wenn sie Kochtöpfe

besitzen!

Aus denen könnte man nämlich

eine "Schnapsdestillationsanlage"

erstellen! Oder man müßte "unkastrierte

Lehrer" verhaften..."Verdacht

der möglichen Vergewaltigung,

da sie noch "funktionsfähige Geschlechtsteile"

besitzen...!!!! IDI-

OTEN!!!!“

Peter Messer auf hanfjournal.de

„Habs gesehen, war ganz ok.

Schwerpunkt der Reportage ist

wohl das Aufzeigen von Zusammenhängen

zwischen Beendung

der Rassengesetze in den USA und

die damit aufkommende Prohibition

um die nun unkontrollierbaren

Schwarzen so unter Kontrolle zu

bekommen. Das Beispiel war mal

etwas neues, jedoch war die Reportage

meines Erachtens zu einseitig,

Interessen von Lobbyisten bezügl.

der Prohibition wurden nicht aufgezeigt.

Rassismus wurde als Hauptgrund

für Drogenverbote immer

wieder benannt.

in Deutschland welche gründen,

da es nach europäischem Recht ja

legetim wäre und dann würde man

mal sehen, wie lange die Prohibition

sich hier noch hält!

Aber bis dahin sollte man sich noch

nicht allzu sehr freuen!

Schließlich ist noch nicht aller Tage

Abend!“

Sternsch I. Gard auf hanfjournal.de

„So blöde war die Idee gar nicht.

Soweit ich weiß haben sich die Coffeeshops

in NL ähnlich etabliert.

Durch verantwortungsbewusste

Holländer, die das Verbot einfach

nicht geduldet haben! Das ist überhaupt

nicht blöde.

Im Prinzip ist es unsere "bescheidene"

Pflicht solche Aktionen zu

starten. Rechtslage hin - Rechtslage

her! Sollte vielleicht in der ersten Instanz

(Welle) ein wenig anonymer

stattfinden, solche Aktionen, zum

Selbstschutz aufgrund der Rechtslage,

aber irgendwann wenn erste

Erfolge merkbar sind, sollte man

auch diese Verlassen. Wo Unrecht

zu Recht wird ..... !

- Bis die im Papiersumpf sinnfreier

Unrechtsverfahren ersaufen :)“

patrick auf hanfjournal.de

„Das nennt man aktiven Protest!

So weit zu gehen traut sich kaum

einer, also seien wir doch dankbar,

dass eben solche Leute das Thema

ins Rampenlicht rücken.

Wenn es dann an allen Ecken dank

ein paar Blumenkindern sprießt

und hier und da ein paar Automaten

aufgestellt werden, werden

auch die Spießbürger sehr schnell

von ihrer Paranoia befreit, da man

sich nun mit diesem Thema befassen

muss.“

kris auf hanfjournal.de

Ich vertrete die Meinung, dass zwar

die Privatisierung der Gefängnisse

und evtl. auch Rassismus ein Beweggrund

war, jedoch sind für mich

die Hauptschuldigen Pharma, Tabak,

Alkohol, Baumwoll und Ölindustrie.

Schön das Rassismus nun die Liste

erweitert aber Hauptgrund glaube

eher nicht.

Meine Bewertung: 7 von 10

Empfehlung:

Wie auch vom DHV empfohlen und

übersetzt: The Union - Das Geschäft

hinter dem High (Auf Youtube)

Meine Wertung: 8,5 von 10“

littleganja auf hanfjournal.de

" mal sehen, wie lange die Prohibition sich hier noch hält!"

Zu: "Französische Cannabis Social Clubs in Gefahr" vom 19.07.13

„Schön wäre es, aber es kann gut

sein, dass der EUGH den Franzosen,

die klagen, ggf. Recht gibt Clubs

in Frankreich auf Vereinsbasis zu

Gründen. Dies muss aber nicht

auch zu unserem Recht werden.

Siehe dazu bitte mal den sog. jur.

Begriff der Inlanderdiskriminierung.

Es gibt weiterhin noch kein EU-Vereinsrecht.

Es bleibt dabei, dass nur durch

Wahl von Parteien, die wirklich an

einer Legalisierung für Clubs und

den Eigenverbrauchsanbau einstehen,

es zu einer Änderung kommen

könnte. Stelle man sich die

Frage ob beispielsweise bei einem

Volksbegehren Kiffer Aussicht auf

Erfolg hätten? Ich befürchte nein.

Nur durch Aufklärung und einer

gut organisierten Massenbewegung

könnte man was erreichen.

Die Kiffergemeinde sollte sich doch

mal bei anderen erfolgreichen Bewegungen

orientieren wie diese

in manchen Bereichen gewissen

Erfolg hatten.

Z.B. Homosexuelle, Umweltschützer,

Hartz4-Empfänger, Frauen bzgl

Gleichberechtigung.

Solange es nicht in jeder Stadt die

mehr als 30000Einwohner hat oder

in einem Umkreis von 30-50km ein

kleiner "Legalize-It" Verein etabliert

ist und Aufklärungsarbeit und Widerstand

leistet, wird sich nicht viel

ändern.“

Organisierer auf hanfjournal.de

LESERWORTE 15

"Eigentlich dumm"

Zu: "Kein Kaffeestübchen in Troisdorf" vom 04.07.13

„Eigentlich dumm.

Wie oft erhält man schon die Gelegenheit,

als mittelprächtige Stadt,

seinen Platz in den analen der Geschichte

einzunehmen?

Troisdorf hat den Lorbeerzweig

der ihm gereicht wurde, mit dem

Kelche verwechselt - bei dem ein

jeder hofft, dass es doch spurlos an

ihm vorübergehen möge.

Schade Marmelade.“

ripopgodazippa auf hanfjournal.de

„Wenn wir, als Legalisierungsbefürworter,

so weiter machen wird es

früher oder später funktionieren.

Wer darauf wartet, dass sich die

großen Parteien von alleine dazu

durchringen, den Krieg gegen die

Drogen® als gescheitert zu betrachten,

der wird vorher an Altersschwäche

sterben.

Die Forderung nach Coffeeshops

gefällt mir noch besser als die nach

Cannabis Social Clubs, die Erfolge

in Holland bieten dazu noch eine

super Argumentationsgrundlage.

Weiter so!“

Tobi auf hanfjournal.de

"Denkzettel verpassen"

Zu: "Regulierter Cannabis-Markt statt Komasaufen"

vom 12.07.13

„Tja und wieder einer, der es verstanden

hat! Aber da können noch

soviele Experten und international

anerkannte und ausgezeichnete

Wissenschaftler kommen.

Solange wie die schwarz-gelbe

Regierung an der Macht ist wird

sich daran bei uns nichts ändern

und solange nicht alle zur Wahl gehen

und denen endlich mal einen

Denkzettel verpassen, man kann

ja auch Die Partei (eine Satirepartei

gegründet von TITANIC-Mitarbeitern)

wählen!

Hanf würd bei uns in Deutschland

noch verboten sein, während in

all unseren Nachbarländern wahrscheinlich

schon die Hanffelder

in schönster Blüte stehen und die

Bevölkerung sich an ihrem Ertrag

genüsslich tun.“

Sternsch I. Gard auf hanfjournal.de

„Also, wenn ich mir den so betrachte,

dann ist er ungefähr so alt

wie ich, wieso weiß der jetzt erst,

was ich schon seit mindestens 30

Jahren weiß?

Was lernt man denn in Australien

und garantiert noch schlimmer

in Deutschland auf den Unis so,

und wer verleiht solchen Leuten

Doktortitel und Professur?

Aber immerhin er hat`s wenigstens,

wenn auch ziemlich spät, letzten

Endes geschnallt.

Die meisten aber die bei uns in Amt

und Würden sind schnallen es nie

und gehören zumindest sofort aus

ihren Positionen entfernt. Gott vergib

ihnen nicht, denn sie müßten

schon längst genau wissen was sie

wieder tun !!“

Ralf auf hanfjournal.de

WERBUNG

Johannes Honecker

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht

Badensche Straße 33

D-10715 Berlin

TEL (030) - 86 20 17 87

FAX (030) - 86 20 17 86

anwalt.honecker@t-online.de


#163

16 COOLTOUR

. August . 2013 hanfjournal.de

GUCKEN AUF DVD I

BAIT

Haie im Supermarkt

GUCKEN AUF DVD II

Shootout

Keine Gnade

LESEN MIT KATZE - James Bowen

Bob, der Streuner

Die Katze, die mein Leben veränderte

Eigentlich ist in dem idyllischen

Strandstädtchen Tweed Heads an

der australischen Küste nicht viel

los, doch dann wird die Stadt, für

die Bewohner völlig unerwartet,

von einer Tsunami-Welle überrollt.

Häuser und Autos werden weggerissen

und unzählige Menschen

ertrinken. Zum gleichen Zeitpunkt

befindet sich Josh (Xavier Samuel

- „Eclipse – Biss zum Abendbrot“)

im unterirdischen Supermarkt der

Stadt. Er ist gerade seiner Ex-Verlobten

Tina (Sharni Vinson - „Step

Up 3D“) und ihrem Neuen in die

Arme gelaufen und muss anschließend

zusehen, wie der Kleinkriminelle

Doyle (Julian MCMahon)

zusammen mit seinem Partner den

Supermarkt ausrauben will. Als die

Flutwelle ins Einkaufs-Center eindringt,

setzt sie alles unter Wasser

und tötet einige der Besucher. Neben

den genannten vier Personen

überleben noch einige andere, die

sich auf die Regale retten und nun

zusammen versuchen einen Weg

ins Freie zu finden. Ihre Flucht wird

erschwert durch zwei hungrige

weiße Haie, die die Flut in das Center

gespült hat und die nach und

nach ihren Hunger mit den Überlebenden

stillen.

„BAIT – Haie im Supermarkt“ ist ein

klassischer B-Movie Horrorstreifen

mit zum Teil doch recht flachen Dialogen

und einer denkbar simplen

Story. Dafür gibt es eine ordentliche

Portion abgetrennter Körperteile

und dementsprechend viel Blut

und Geschrei. Je höher der Wasserspiegel

steigt, desto abenteuerlicher

werden die Ideen der Truppe,

wie man dem nahenden Tod doch

noch entrinnen könnte.

Regisseur Kimbel Rendall, der als

Second Unit-Regisseur bei Filmen

wie „I Robot“ und „Matrix Reloaded“

mitwirkte, liefert mit „BAIT“ simplen

Horrorspaß, den man sich am besten

mit einer Sportzigarette und

jeder Menge Knabberzeug zu Gemüte

führt. Das Zerfetz-Spektakel

gibt es auch in 3D, wobei das wohl

nur auf einer entsprechend großen

Leinwand Wirkung zeigt. „BAIT-

Haie im Supermarkt ist seit dem

19.07.2013 auf DVD und als 2D und

3D Blu-ray im Handel erhältlich. Inklusive

Bonusmaterial, das aus Making-of,

Trailer und aus Interviews

mit Schauspielern und der Crew

besteht. Weitere Informationen findet

ihr unter www.facebook.com/

bait3d.film.

Copyright: © Universum Film GmbH

JT

Sylvester 'Sly' Stallone steuert inzwischen

auf die 70 zu, doch ist der

Schauspieler als Actionheld einfach

nicht tot zu kriegen und das sowohl

vor der Kamera als auch in seinen

Rollen - da bildet diese DVD-Neuerscheinung

keine Ausnahme. In

seinem neusten Action-Streifen

'Shootout' gibt Sly den gefürchteten

Auftragskiller James Bonomo

aka 'Jimmy Bobo' aus New Orleans.

Niemals Unschuldige töten, lautet

seine Devise. Damit fährt er auch

ganz gut, bis sein Partner ermordet

wird und Bobo ebenfalls auf der Abschussliste

steht.

Zur gleichen Zeit kommt der junge

Detective Taylor Kwon (Sung Kang)

in die Stadt, um an einem Fall zu

arbeiten. Dass er sich dabei in Lebensgefahr

begibt, wird ihm zu

spät klar und er kommt nur durch

Jimmys Hilfe mit dem Leben davon.

Die fiesen Machenschaften skrupelloser

Geschäftsmänner – Jimmys

ehemalige Auftraggeber – zwingen

das ungleiche Paar zusammen zu arbeiten,

um die Mörder von Jimmys

Partner zu finden. Auf ihrer Suche

nach Hinweisen werden ihnen nach

und nach die Ausmaße der Verschwörung,

die hinter alldem steckt

und die bis in die höchsten Behördenkreise

reicht, bewusst.

Sylvester Stallone schlüpft dabei

wieder einmal mehr in die Rolle

des abgewrackten Einzelgängers,

der lieber zuhaut als redet, aber der

trotzdem wie ein Wolf kämpft, um

seine Lieben zu verteidigen. Also

genau die Rolle, in der ihn seine Fans

kennen und lieben. Seinen Durchbruch

feierte Stallone 1976 mit

dem Boxer-Drama Rocky, zu dem

er auch das Drehbuch schrieb. Die

Rocky-Reihe machten Sly zur Legende

und zu einem der beliebtesten

Action-Helden der Kinogeschichte.

Das Drehbuch zu 'Shootout' basiert

auf der Grafic Novel 'Bullet to the

Head' von Matz alias Alexis Nolent.

Jason Momoa (Conan), Sarah Shari

(The L Word) und Christian Slater

(Very Bad Things) treten neben Stallone

und Kang in weiteren Rollen in

Erscheinung. Regisseur Walter Hill

(The Warriors, Nur 48 Stunden, Deadwood)

ist es wieder Mal gelungen

ein Action geladenes Spektakel mit

vielen flotten Sprüchen und jeder

Menge Wums zu schaffen. 'Shootout

– Keine Gnade' ist ab dem 08.

August 2013 auf DVD und Blu-ray

erhältlich. Weitere Infos gibt es unter

www.shootout.de.

JT

James Bowen lebt in einer Sozialwohnung

und hält sich als Straßenmusiker

über Wasser. Er ist immer

noch damit beschäftigt sich durch

das Drogenentzugsprogramm zu

kämpfen, als er 2007 einen schwachen

und verwahrlosten Kater vor

seiner Tür findet. James päppelt ihn

auf und bald sind er und sein neuer

Freund Bob unzertrennlich. Der

rote Kater verändert James Leben

für immer und gibt seiner gescheiterten

Existenz einen neuen Sinn.

Jetzt hat er einen treuen Freund,

der ihn auch nach seiner Genesung

nicht verlässt und um den er sich

nun kümmern muss. Von nun an

verdienen sie sich gemeinsam ihren

Lebensunterhalt in den Straßen von

London und James merkt schnell,

dass sein pelziger Begleiter ein

echter Publikumsmagnet ist.

Das ungewöhnliche Team ist inzwischen

stadtbekannt und zahlreiche

Touristen haben aus den beiden

eine Internetsensation gemacht,

wodurch die Idee zu diesem Buch

entstanden ist. Im September 2012

ist 'A street cat named Bob' auf Englisch

erschienen und erzählt die

ungewöhnliche Geschichte des

Straßenmusikers und seiner Katze.

Das Buch wurde in Großbritannien

zum Bestseller und ist inzwischen

in mehrere Sprachen übersetzt

worden. Laut Aussage des Autors

gibt es auch bereits Angebote für

eine Verfilmung der Geschichte.

Das unglaubliche Schicksal der

beiden, bewegte bereits zahlreiche

Zuschauer und Leser. Leider ist das

Buch stilistisch nicht sonderlich gut

geschrieben. Es geht hauptsächlich

um den Kater Bob, der alle in seinen

Bann zu ziehen scheint und der zu

James' neuem Lebensmittelpunkt

geworden ist. Von James persönlicher

Lebensgeschichte, seinen

Suchtproblemen und seinem Entzug

erfährt man nur am Rande. Es

wird aber zweifellos deutlich wie

sehr der Ex-Junkie an seinem kleinen

Begleiter hängt und wie dankbar

er ihm ist. Auch erfährt man, wie

hart das Leben auf der Straße sein

kann und wie wichtig soziale Bindungen

und Freunde (auch in Form

eines Katers) sind, um die Kraft für

Veränderungen und einen Neustart

zu finden.

'Bob, der Streuner' seit dem 17.5.2013

übersetzt auch in Deutschland als Buch oder

Ebook erhältlich. ISBN: 978-3-8387-2498-0.

JT

WERBUNG

gratis gutscheinheft

mit deinem ticket

Ticketvorverkauf

www.cultiva.at


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

COOLTOUR 17

MUSITIPP

The Eclectic Moniker

The Eclectic

Moniker

Batucada Sound

Machine

B2KDA

MC Fitti

Geilon

The Green Man

Sound Power

Karamelo Santo

Karamelo Santo

Echo Beach

Summer Of

Dub 2023

In ihrer Heimat Dänemark werden

The Eclectic Moniker als eine der

heißesten Nachwuchsbands des

Landes gehandelt. Ihr Debütalbum

'The Eclectic Moniker' landete

im Mai auf Platz 1 der dänischen

iTunes-Verkaufscharts und ist seit

dem 26.07.2013 über AdP Records/

Samaonido auch in Deutschland

erhältlich. The Eclectic Moniker

vermischen Indie mit Afro-Pop und

Calypso und schaffen damit einen

ungewöhnlichen, aber zweifellos

interessanten Mix. Die Band will

ihre Fans zum Zuhören bewegen

und reißt sie dabei gleichzeitig mit

zum Tanzen. So begeistern The

Eclectic Moniker auch auf der Bühne.

Auch wenn die Musik des Südens

der Band aus dem doch häufig

unterkühlten Dänemark nicht

in die Wiege gelegt wurde, beherrschen

sie die Genres ohne Zweifel.

Dazu lassen sie, in Dänemark wohl

eher bekannte, Indie-Elemente in

die Songs einfließen.

The Eclectic Moniker haben ihren

eigenen unverwechselbaren

Sound geschaffen, der sie sicherlich

noch weiter international bekannt

machen wird.

www.theeclecticmoniker.com

Foto: AdP records

'Batucada' ist ein Afro-Latin Wort

und bedeutet so viel wie 'Percussion

Jam'. Der Name der Band kam

wohl daher, dass die im Südpazifik

gegründete Band anfänglich aus

fünf Schlagzeugern bestand, die

sich zu wöchentlichen Sessions trafen,

um mit brasilianischen Beats zu

experimentieren. Nach und nach

stießen immer mehr Musiker dazu,

so wurde die Gruppe um mehr Instrumente

und Einflüsse bereichert

und Batucada Sound Machine war

geboren. Am 28.06.2013 ist ihr

neustes Werk „B2KDA“ bei GMO –

The Label erschienen. Die Scheibe

ist eine Mischung aus Funk, Reggae,

Hip-Hop und Soul mit afrikanischen

Beats und Einflüssen aus

Brasilien, Kuba, Kolumbien und

Polynesien. Gesungen und gerappt

wird auf Englisch und Spanisch

und die rhythmischen Instrumentals

machen es einem schwer die

Füße still zu halten.

Das zehnköpfige Klangkollektiv befindet

sich noch bis Mitte August

auf Europa-Tournee – eine gute Gelegenheit

sich von der Klanggewalt

von Batucada Sound Machine live

zu überzeugen.

www.batucadasoundmachine.com

Foto: Rootdown

2012 wurde MC Fittis '30 Grad' im

Internet so bekannt, das der Track

dem gelernten Kulissenbauer eine

Karriere als Vollzeitmusiker ermöglichte.

Jetzt, gut ein Jahr später, ist

das erste Album des Einhornliebhabers

draußen. 'Geilon' heißt das

gute Stück und ist am 05.07.2013

bei Styleheads Music/ Grooveattack

erschienen. Fittis Songs sind

voller bunter Bilder und lassen die

Köpfe mitnicken.

Tiefsinn wird man dabei allerdings

nicht finden. Unterstützung erhält

MC Fitti unter anderem von

Moonbootica, Bonnie Strange,

Vokalmatador und Marsimoto

und gemeinsam wird der Kreativität

freien Lauf gelassen. 'Einfach

machen!' lautet das Motto von

Fitti und seiner Truppe. Sein 80er

Elektor/HipHop-Style polarisiert

und ist sicherlich nicht für jeden

was. Aber wer sich auch mal auf

Schwachsinn einlassen kann, wird

MC Fittis Kreationen lieben.

'Geilon' ist voll mit abgefahrenen

Tracks, die nur noch durch ihre

wunderlichen Musikvideos übertroffen

werden. Übelst geilon!

www.mcfitti.de

Foto: Another Dimension PR

Produzent Heiner Kruse arbeitet

seit 1996 unter dem Pseudonym

'The Green Man' und brachte sein

Debütalbum „You Decide“ im Jahr

2001 heraus.

Zwölf Jahre später präsentiert

er nun den Nachfolger „Sound

Power“, der am 19. Juli 2013 auf

Kruses eigenem Label Basswerk

als Doppel-CD und auf Vinyl erschienen

ist. Den Gesang liefern

unter anderem Peter Bouncer, MC

Navigat, Demolition Man, Mystic

Dan oder Ras Abraham sowie Sam

KDC, Decon und Dizplay. Kruse

lässt Drum & Bass mit Dubstep,

Ambient, Jazz, Soul, Techno, Trap

und Hip Hop in seinen Tracks

verschmelzen und sorgt dadurch

in dem Genre für neue Impulse.

Dominiert von fetten Bass-Sounds

lassen sich auch melodische Passagen

finden, die bis hin zu indischen

Klängen reichen.

The Green Man scheut sich nicht

Genregrenzen zu überschreiten

und hat mit „Sound Power“ wieder

einmal seine Vielseitigkeit unter

Beweis gestellt, die ihn zu Recht

zu einer der Größen der Bass Music-Szene

macht.

www.thegreenman.de

Foto: ballyhoo media

Karamelo Santo können auf fast

20 Jahre Bandgeschichte zurückblicken

und sind wohl die derzeit

bekanneste Band ihres Genres,

wobei dieses nicht ganz leicht

festzulegen ist. Die aus Mendoza

und Bueses Aires stammende

Formation liefern eine Soundmischung

aus LatinSka, Cumbia,

Rock und Punk, in der auch immer

wieder Ausflüge in Salsa und Tex-

Mex zu finden sind. 2000 standen

sie zusammen mit Manu Chao

auf der Bühne und feilen Jahr für

Jahr an ihrem innovativen Sound.

Nach ihrem Live-Album „El Baile

Oficial“ präsentieren Karamelo

Santo nun ihr neues gleichnamiges

Album, das am 28.06.2013

bei Benditas Producciones S.A.

erschienen ist. Ihre Texte sind kritisch

und oftmals auch politisch.

Ihre Songs stecken aber trotzdem

oder vielleicht auch gerade deswegen

voller Energie und sind

durchweg tanzbar. Karamelo Santo

feiern den Off-Beats und lassen

sich dabei nicht auf eine Stilrichtung

festlegen, aber das müssen

sie ja schließlich auch nicht.

www.karamelosanto.com

Foto: Soulfire

Echo Beach ist Deutschlands ältestes

Musiklabel, das sich Reggae

und Dub widmet und die

Karriere von SEEED nicht unwesentlich

mitprägte. Reggae ist der

gemeinsame Nenner, doch reicht

das Spektrum durch die Arbeit mit

Größen wie Mick Jagger, Simply

Red, den Absoluten Beginnern

oder den Toten Hosen weit über

das Genre hinaus. Um die Bekanntheit

des Labels zu steigern

und die Produktionen der letzten

Zeit vorzustellen, hat Echo Beach

den „Summer Of Dub 2023“ Sampler

zusammengestellt. Darauf

zu finden sind 18 Dub-Mixe und

Remixe von u.a. Horce Andy, Carl

Douglas, Dub Spencer & Trance

Hill oder iLLBiLLY HiTEC. Den Sampler

gibt es so nicht zu kaufen,

doch die einzelnen Songs können

zum Teil auf den Alben der jeweiligen

Künstler käuflich erworben

werden. Ihr habt allerdings diesen

Monat die einmalige Gelegenheit

den Sampler bei uns zu gewinnen.

Wir verlosen drei Exemplare. Wer

am Gewinnspiel teilnehmen will,

sendet einfach bis zum 30.9.2013

eine E-Mail an gewinnen@hanfjournal.de.

www.echobeach.de

Foto: Passionate PR

WERBUNG


#163

18 COOLTOUR

. August . 2013 hanfjournal.de

Interview mit MC Fitti

„Ich finde,

man sollte die Gesetze auf

jeden Fall entschärfen.“

Von Janika Takats

Sonnenbrille und Cap sind seine ständigen Begleiter. Delphine,

Flamingos und Konfetti sein Markenzeichen. MC Fitti wurde durch sein

buntes Musikvideo à la Miami Vice zu '30 Grad' übers Internet berühmt

und hat es damit sogar zum Bundesvision Song Contest geschafft. Einen

tieferen Sinn sucht man in seinen Liedern vergebens, aber Tiefsinn wird

eh zu oft überbewertet. Anlässlich des Erscheinens seines ersten Albums

'Geilon' bot sich die Gelegenheit dem Spaßpiraten mal ein paar Fragen zu

stellen und so ein Angebot darf man sich natürlich nicht entgehen lassen.

Wie bist du zum Musik

machen gekommen, wie

ist MC Fitti entstanden?

Ich hab n'Kumpel, der Musikproduzent

ist, Udo Zwackel.

Immer wenn wir mal Zeit hatten,

haben wir uns zusammen

hingesetzt und im Studio etwas

rumprobiert. Außerdem

habe ich viele Freunde, die

Musik machen und mit denen

ich auch schon zusammen auf

Tour war. Damals allerdings

eher um Videos zu drehen.

Mit Musik hatte ich anfänglich

wenig zu tun. Damals war

ich Kulissenbauer für Fernseh-

und Filmproduktionen.

Durch das Ausprobieren mit

Udo habe ich mir dann in den

Kopf gesetzt irgendwann ein

ganzes Album aufzunehmen.

Ich bin sehr kunstinteressiert

und wollte immer meine eigene

Ausstellung machen. In

dem Zusammenhang ist MC

Fitti entstanden. Die Ausstellung

sollte Fitti's Werdegang

zeigen. Eine Fotodokumentation,

Videos und Dinge, die

mir wichtig sind, sollen darin

gezeigt werden. Im Moment

habe ich die Ausstellung jedoch

zurück gestellt. Das Album ist

jetzt draußen und es wird auch

mit Sicherheit eine Ausstellung

geben, aber gerade bin ich zu

sehr damit beschäftigt Musik

zu machen.

War das Album also an

Anfang eher ein Spaß-Ding?

Ja, am Anfang war es eher

ein Kunst- bzw. Spaß-Ding.

Ich hatte meinen Job, der mir

auch Spaß gemacht hat und es

war eher Zufall, dass ich jetzt

kein Handwerker mehr bin,

sondern zum Musiker geworden

bin und jetzt den ganzen

Musikkram mache mit allem

was dazu gehört – Videos, Radio-

und Fernsehauftritte, Interviews,

kreativ sein...

Kannst du mir ein bisschen

was über dein neues

Album 'Geilon' erzählen?

Ich habe zusammen mit

Udo Zwackel diverse Lieder

gemacht. Wir haben uns anfänglich

nur ein/zwei Mal im

Jahr getroffen, denn wir hatten

beide wenig Zeit. In diesem

Zuge ist das Lied '30 Grad' entstanden,

das ziemlich bekannt

geworden ist. Danach ging es

im Prinzip los, dass ich hauptberuflich

Musiker wurde. Dadurch

konnten wir uns öfter

treffen, um Demos aufnehmen.

Wir saßen fast täglich zusammen,

haben Essen bestellt und

dann angefangen Musik zu

machen.

Es hat eine Weile gedauert

bis 'Geilon' fertig war, aber es

hat auf jeden Fall tierisch viel

Spaß gemacht. Vom Sound

her kommt es eher aus der

HipHop-Richtung, in dem Bereich

bin ich schon mein Leben

lang unterwegs. Es ist aber

auch zum Teil Elektro. Alles in

allem ist es wohl eher klassisch

gehalten. Ich habe aus verschiedenen

Stilen Elemente genommen

und bin bei den Basics

Foto: Oliver Rath

geblieben. Mir fällt es schwer

den Stil genau festzulegen. Es

ist einfach ein guter Brei.

Was definitiv auffällt ist,

dass die 80er Jahre in deinen

Songs, allen voran in

'30 Grad' eine große Rolle

spielen. Was fasziniert

dich so an dieser Zeit?

In den 80ern fand ich immer

die Farben ganz nett. Nach

meinem Gefühl war alles entspannt.

Bei der Musik waren

auch die Töne nicht so dolle

stressig und es gab noch wenig

doppelt im Vergleich zu heute,

wo alles nur noch kopiert und

wieder aufgewärmt wird. Die

90er fand ich auch cool.

Wie entstehen deine Texte?

Es geht eigentlich alles recht

einfach. Ich lebe schon lange

in dieser Welt. Mein ganzer

Freundeskreis lebt in dieser

Welt. Wir sind ein cooler Haufen

und dann kommt das einfach

so. Wir nehmen uns nicht

vor jetzt irgendwie zu sein und

uns auf Biegen und Brechen

was einfallen zu lassen. Es

flutscht einfach raus. Da steckt

eine jahrelange Entwicklung

hinter. Der Flow war schon immer

da. Ich hab nicht gegoogelt

'ich will jetzt ein cooles Lied

machen'. Wenn ich mit meinen

Leuten abhänge, ist die Atmosphäre

locker und dann geht’s

los.

Du hast es sogar geschafft

beim Bundesvision Song

Contest im September dabei

zu sein. Wie kam es dazu?

Ich hatte einfach Bock das

zu machen. Ich weiß ehrlich

gesagt gar nicht mehr, wie die

Sache entstanden ist. Es ist aber

auf jeden Fall cool, dass ich

dort für Berlin antreten kann

und dort mit der ganzen Bande

hinfahren werde. Wir werden

eine coole Zeit haben. Ich habe

kein Ziel, aber ich will natürlich

für Berlin das möglichst

Beste erreichen. Es wird so wie

immer laufen. Ich packe die

Bande ein, das 'Unterirdische

Zuppel Orchester' – die beste

Playback-Band der Welt und

dann geht es los. Wir freuen

uns alle tierisch und sind gespannt

was passiert. Es ist ein

bisschen wie Weihnachten.

Sollte deiner Meinung nach

Marihuana unter Einhaltung

strenger Jugendschutzrichtlinien

legalisiert werden?

Ich finde, man sollte die Gesetzte,

was das betrifft auf jeden

Fall entschärfen. Ich denke da

ist Alkohol um einiges schlimmer.

Klar gibt es immer Leute,

die es übertreiben, aber die

meisten Leute wissen durchaus

damit umzugehen. Es ist keine

schlimme Droge im Gegensatz

zu den Sachen, die bei manchen

Raves so über den Tisch

gehen.

Auch Alkohol kann durchaus

größeren Schaden anrichten.

Wenn man die Gesetze

toleranter gestalten würde,

könnten Konsumenten entspannter

leben, weil sie nicht

mehr kriminalisiert und verfolgt

werden würden. Damit

würde eine Menge Kriminalität

verhindert werden, die nur

durch das Verbot entsteht.

Man sieht dich stets mit

Cap, Sonnenbrille und

Vollbart. Ist dein Outfit

eine Art Maske hinter

der du dich versteckst?

Ich bin MC Fitti und MC

Fitti MC ist halt MC Fitti. Ich

bin halt so. Ich schlafe so, ich

mach so meine Musik und ich

werde auch so weiter machen.

Es ist alles wie immer. MC Fitti

ist letztendlich auch mein privates

Leben, denn das bin ich.

Ich habe kein Maske, die ich

absetzte, ich bin MC Fitti und

knall das Album raus (lacht).

Was sind denn deine

nächsten Pläne?

Nun das Album ist draußen

und wir werden auf Tour gehen.

Außerdem werde ich mit

Udo Zwackel zusammen eine

EP aufnehmen. Wir nennen

diese Kombo die 'Die Brummer

Boys'. Wir wissen noch nicht

wie sich das entwickelt, aber

wir wollen experimentell werden

und durchdrehen. Durch

'Geilon' haben wir uns zusammen

lange mit Musik beschäftigt

und uns entwickelt. Wir

wollen uns jetzt gemeinsam auf

einer EP ausprobieren. Es wird

auf jeden Fall wild! Soviel kann

ich verraten. Ansonsten werde

ich einfach so weiter machen

wie bisher. MC Fitti Style halt.

Hier mal 'n Video machen, da

mal 'n bisschen Musik, da mal

auf 'ne Party, bisschen rumfahren

mit dem Auto und Leute

besuchen....

Vielen Dank für

das Interview.


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

NEWS 21


#163

20 FUN&ACTION

. August . 2013 hanfjournal.de

Charleen (20) aus

Berlin fragt:

„Hi Kascha,

ich habe neulich aus Versehen in

meiner Weißwäsche ein Tütchen

mit Gras mitgewaschen. Die Plastiktüte

hat ganz gut dicht gehalten,

ein wenig feucht geworden ist

es aber trotzdem und riecht nach

Waschmittel. Meinst du, dass ich

das, wenn ich es trockne, noch rauchen

kann?“

Kascha antwortet

„Hi Charleen,

ehrlich gesagt würde ich dir

davon abraten. Im Gegensatz

zur Wäsche wurde das Gras

in dem Tütchen wahrscheinlich

nicht gründlich gespült,

so dass sich auch nach dem

Trocknen im Gras noch allerhand

Fremdstoffe befinden

können: Seife, Duftstoffe und

bei Weißwäsche möglicherweise

auch optische Aufheller

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL

Erste Hilfe für Kiffer

oder Bleichmittel. Diese mitzurauchen

ist mit Sicherheit nicht

besonders gesund – darauf

weist auch der Waschmittelgeruch

hin. Ich denke auch,

dass dann der Geschmack ein

Erlebnis sein dürfte, auf das du

gerne verzichten kannst.“

Antonia (19) aus Göttingen

fragt:

„Hi Kascha,

Ich möchte einer Freundin zum Geburtstag

Grasschokolade schenken.

Ich habe aber bisher nur die Idee

gehabt und keine Ahnung, ob das

überhaupt geht (so wie bei Keksen)

und wie man das macht?“

Kascha antwortet

„Hallo Antonia,

tatsächlich geht das, die

Suchmaschine deiner Wahl

wird dir sicher auch einige

ergänzende Informationen

liefern. Aber ich erzähle dir

zunächst einmal wie das üblicherweise

so gemacht wird,

damit du eine Vorstellung von

den nötigen Materialien und

Arbeitsschritten bekommst.

Da Schokolade einen gewissen

Fettanteil hat, löst sich das

THC ganz gut darin. Dazu

wird nur noch etwas Wärme

benötigt. Also wird die Schokolade

zunächst, oft in einem

Kochtopf der im Wasserbad

steht, oder vorsichtig in der

Mikrowelle, geschmolzen. Das

sehr gründlich zerkleinerte

Gras wird dann untergemischt

und das Ganze wird noch einmal

erwärmt. Dann hat man

verschiedene Möglichkeiten:

Man kann die Masse zu einer

Tafel ausgießen, in Förmchen

aus einem alten Adventskalender

gießen oder einzelne Schokotropfen

herstellen, da sind

der Phantasie keine Grenzen

gesetzt. Manche verwenden

auch Kuvertüre und übergießen

damit dann Obst oder

Kuchen. Viele Grasschokoladenfreunde

schwören darauf,

die Schokolade dann noch ein

bis zwei Tage liegen zu lassen

– und sie vorsichtig zu verzehren,

denn bei oralem Konsum

kann auch ein erfahrener Kiffer

bereits nach einem halben

Gramm ordentlich in den Seilen

hängen.“

Matthias (21) aus

Stuttgart fragt:

„Hi Kascha,

ich habe früher mit Haschisch angefangen

zu kiffen, kaufe mir in

letzter Zeit aber auch gerne mal

ein gutes Gras. Mich nervt aber

das Kleinrupfen, vom Hasch bin ich

eher daran gewöhnt, zu bröseln.

Deshalb will ich mir einen Grinder

kaufen, da gibt es aber viele verschiedene

Sorten. Hast du einen

Tipp?“

Kascha antwortet

„High Matthias,

das mit dem Kleinrupfen

kann ich verstehen. Abgesehen

vom Grinder gibt es da,

vor allem für zu Hause, auch

die Möglichkeit, ein Messer

und ein Brettchen oder einfach

eine kleine Schere zu

verwenden. Das ist natürlich

unterwegs etwas unpraktisch.

Das Material des Grinders ist

zunächst einmal egal. Das

ist vor allem eine Frage des

Preises und der gewünschten

Optik – die wichtigen Teile

sind in der Regel ohnehin aus

Metall.

Beim eigentlichen Mechanismus

gibt es allerdings ein

paar entscheidende Unterschiede.

Im Grunde gibt es

drei Typen von Grindern: Zunächst

die, bei denen das Gras

zwischen kleinen Stäben zerrieben

wird. Dann die, bei denen

das Gras zwischen einer

Art Klingen zerrieben wird,

die ähnlich wie die Stäbchen

beim anderen Typ positioniert

sind. Und drittens die,

bei denen das Gras zwischen

ineinandergreifenden kleinen

Kegeln oder Pyramiden zerrieben

wird.

Welchen Typ Grinder du am

Ende verwenden solltest,

hängt vor allem davon ab, wie

dein Gras beschaffen ist:

Für sehr weiche Sativa-Sorten

und trockenes Gras, das

ohnehin schon fast unter

den Fingern zerbröselt, sind

Grinder mit Stäbchen gut geeignet.

Sie produzieren ein

gleichmäßiges und brauchbares

Ergebnis und sind recht

kostengünstig. Für etwas festeres

oder frischeres Gras ist

ein Grinder mit Klingen oder

dickeren Stäben besser geeignet,

da die Stäbchen sich

ansonsten schnell verbiegen

oder gar abbrechen können.

Gerade für Outdoor-Sorten

mit festen Fasern und für besonders

klebrige, harzige Sorten

eignen sich allerdings die

Modelle mit Kegeln oder Pyramiden

am besten. Bei diesen

Grindern kann nicht nur

kein Stäbchen abbrechen und

nichts verbiegen, das Gras

verklebt auch nicht so stark

in den Zwischenräumen und

lässt sich leicht entnehmen.“

Mario (25) aus Köln fragt:

„Hey Kascha,

ich hab in letzter Zeit vermehrt ein

Problem mit den langen schwarzen

Papers: Wenn ich holländisch

bauen möchte, also mit umgedrehtem

Paper, dann kleben sie

gar nicht. Wenn ich normal bauen

möchte, dann kleben sie zwar, aber

schlecht. Was ist da los? Meine

Freunde haben schon vermutet,

dass eine Charge nass geworden

sein könnte? Die Papers fühlen sich

auch komisch an. Oder gibt es neuerdings

gefälschte Blättchen?“

Kascha antwortet

„Hi Mario,

tatsächlich sind, so hat meine

Recherche vor einigen Wochen

ergeben, anscheinend

bundesweit Fälschungen der

schwarzen langen OCB-Papers

im Umlauf. Die Firma

selbst hat in einer Pressemitteilung

bekannt gegeben, verstärkt

gegen die Fälschungen

vorzugehen. Spätis, Tabakläden

und sonstige Verkaufsstellen,

die gefälschte „OCB

slim long“ verkaufen, müssen

mit Abmahnungen rechnen.

Offenbar scheint das mit den

Fälschungen also ernsthafte

Ausmaße anzunehmen.

Zunächst hatte ich auch selbst

vermutet, dass die Papers

feucht geworden sind. Du

kannst aber selbst einmal das

Experiment wagen und eine

Packung Papers in der Nähe

deiner Dusche stehen lassen,

während du duscht: Wenn

du fertig bist, dann ist die Packung

aufgequollen und die

Papers kleben wie eine Girlande

aneinander. So sieht das

bei den gefälschten Papers

nicht aus. Aufgrund der anderen,

etwas steiferen Papierqualität

sind die Fälschungen

allerdings relativ einfach zu

erkennen.“

Kascha ist per Email zu erreichen.

Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht. kascha@hanfjournal.de

WERBUNG

GROW & SEEDSHOP

Seeds Aktionen

bis –35%

Wien 22,

Zwerchäckerweg 39 / Halle 3

S2 / Abfahrt Breitenlee, Gewerbepark Kagran

Tel: +43 1 890 66 82

Mo - Fr 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 15 Uhr

Wien 11,

Simmeringer Hauptstr. 116

Tel: +43 1 967 98 57

Mo - Fr 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 15 Uhr

www.indras-planet.at


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

FUN&ACTION 21

electro gaming

Deadpool

(L)a muse et moi

Pikmin 3

Großartige Gartenzwerge

tests & text: mze

Superhelden sind ein Spaß. Games

mit diesen Charakteren

haben während der aktuellen

Hardwaregeneration ordentlich

zugelegt und profitierten von der

Rechenleistung mit riesigen, darstellbaren

Arealen, flüssigsten Animationen

und vielen, den Helden

angepassten Möglichkeiten.

Zum Ende der Generation hat

sich ein spezieller Marvel Held

nun auch sein eigenes Videospiel

kreiert oder besser gesagt unter

Zwang kreieren lassen. Die Rede

ist von Deadpool.

Dieser Typ ist ein etwas anderer

Comic-Charakter, der es nicht

nur faustdick hinter den Ohren

hat, sondern der vor allen Dingen

ziemlich durchgeschüttelt zwischen

diesen wurde und deshalb

eine andere Herangehensweise an

sein Produktionsteam bei seiner

Versoftung fordert. Mit doppelter

Schizophrenie, Wolverines Selbstheilungskräften

sowie der Fähigkeit

sich zu Teleportieren ausgestattet,

zwingt der "Merc with a

mouth", der "Söldner mit Schnauze",

die bekannten Activison High

Moon Studios durch Waffengewalt

ihm ein Spiel auf den Leib

zu schneidern. Nach kurzer Überzeugungsarbeit

mittels wahr gemachter

Bombendrohung, fliegt

Deadpool so ein Spiele-Script

in die abgeranzte Söldnerbutze,

welches er fortan natürlich größtenteils

zu ignorieren versucht.

Im Improvisieren ist er seiner

drei Meinungen nach ja viel besser.

Das Abenteuer beginnt zwar

planmäßig mit dem Auftrag einen

Medienmogul zu entführen,

der coole Kidnapping-Coup wird

aber vom teuflischen Mr. Sinister

verhindert, da er den zu bemitleidenden

Menschen Deadpool vor

der Nase weggeschnappt.

Um folgend dessen Plan hinter

der Entführung zu verstehen,

womöglich größeres Übel zu

verhindern und anschließend im

Ruhm so wie weiblichen Fans zu

baden, macht sich Deadpool auf

die Spur des galaktischen Wesens

und trifft dabei den einen oder

anderen Marvel Superheld, der

meist aus der bekannten X-MEN

Riege stammt. Von Wolvie, Psylocke,

Rouge und einigen anderen

langbeinigen Schönheiten (auf

die es alle Trio-Persönlichkeiten

des Supersöldners abgesehen haben),

spielt vor allem der aus der

Zukunft stammende Cable eine

größere Rolle, in einem der abgefahrensten

Games des letzten

Jahrzehnts.

Deadpool beherrscht typische

Actionmoves mit zweischneidigen

Schwertern oder Pistolenpaaren

und kann auf ein ausbaubares

Waffenarsenal zurückgreifen. Er

schnetzelt sich seinen Weg daher

genretypisch durch Gegnerhorden,

jedoch ist der Erzählanteil

im Spiel dermaßen ausgetüftelt

und mit famoser Synchronisation

versehen, dass selbst nach repitativem

Dezimieren der Gegnerschaften

selten Langeweile aufkommt.

Dabei sind es weniger die albernen

Sprüche, Beleidigungen

und direkten Ansprachen an den

Spieler, der sich zum Beispiel mehr

Mühe geben soll den Körper seines

mit ihm redenden Protagonisten

zu schützen, sondern vielmehr

die Grotesken Situationen

und Erlebnisse des verrückten

Männleins im rot-schwarzen

Strampler, deren man Zeuge wird.

Da wird prophylaktisch eine

bunte Hüpfburg aufgepustet, um

sie später etwas sinnentwand einzusetzen,

es wird am Glücksrad

gedreht, um eine Kuh zu gewinnen,

die folgend während eines

Tornados im Winde kreist und

einem freundlich zu muht oder das

verfügbare Budget zur Herstellung

des Spiels wird innerhalb der Level

kurzerhand umdisponiert, was einen

Rückschritt zur Verwendung

von 8-Bit Grafiken und Beschwerdeanrufe

des Helden beim Hersteller

zur Folge hat. Deadpool darf

sich mit einige wenigen Titeln der

Vergangenheit messen eines der

witzigsten Games am Firmament

zu sein und macht zumindest was

den reinen Unterhaltungswert betrifft

alles richtig. Leider trifft dies

nicht unbedingt auf die technische

Umsetzung der High Moon Produktion

zu, die fast durchgängig

mit leichten Rucklern in der Darstellung

und auch mit unschönen Kameraproblemen

zu kämpfen hat.

Ebenso ist das Gameplay des Spiels

auf zu wenig Abwechslung konzipiert,

so dass manch Kampfeinlage

nur gemeistert werden will, um die

nächste Unglaublichkeit erleben

zu dürfen. Dann Entschuldigt Deadpool

aber für die investierte Zeit

und sorgt mit abstrusen Einfällen

und der tollen englischen Synchro

für viele Lacher und einen Heidenspaß

bei volljährigen Zockern.

Deadpool, tu es bête - C´est bien!

Deadpool

Fotos: Activison Blizzard

USK 18

Circa 59€

Xbox 360 - Asin: B00CIU84SU

Ps3 - Asin: B00CIU83E0

Lange mussten Nintendofans

ausharren bis sie endlich ihr

erstes, großes Nintendospiel

für WiiU in den Händen halten

durften. New Super Mario Bros. U

und Nintendo Land waren zwar

sehr gute, aber doch eher einfache

Fingerübungen für den begabten

Traditionshersteller. Am 26.07.2013

war es dann aber endlich soweit.

Der dritte Teil der beliebten Pikmin

Reihe erblickte offiziell das Licht

der Welt auf Nintendos aktueller

Heimkonsole, nachdem sich Mastermind

Shigeru Miyamoto von

der Vollendung seiner bunten Babys

überzeugt hatte.

Natürlich geht es auch wie in

den beiden Vorgängern der Serie

irgendwie um den kleinen Captain

Olimar, aber mehr um seine

neuen Kumpels Alph, Charlie

und Emily sowie die unzähligen

Gartenzwergerl, denen sie sich

bemächtigten, um an Ressourcen

aus der Natur und zurück zur

Heimat zu gelangen. Hunderte

bunter Zipfelmännchen, die namensgebenden

Pikmin, müssen

vom Team der Mini-Astronauten

gefunden, geerntet, geführt, verwaltet

und sinngerecht eingesetzt

werden, um die Fruchtauslage der

darbenden Raumfahrer anzufüllen

und auf ihrem Heimatplaneten für

frischen Saft zu sorgen. Abhängig

von der eigenen Ausbeute verlängert

man den 30 bis 100 virtuelle

Tage währenden Aufenthalt im

Spielstand, der vom WiiU System

ab künstlichem Sonnenaufgang an

heruntergezählt wird.

Man steuert die Astronauten

und ihre Pikmin-Armee mittels verschiedener

Optionen, die auf zwei

Peripherien geeicht sind und so

auch im Multiplayer Modus angewandt

werden können.

Das WiiU Gamepad zeigt regulär

auf dem Screen eine Umgebungskarte

und Details von besonderem

Interesse, während mit Wii-Mote

und dem Nunchuk Controller die

Kontrolle über die Hundertschaft

am TV übernommen wird. Mittels

Fingerzeig auf dem kleinen Screen

darf der Spieler Orte anpeilen, die

er sich auf dem Hauptbildschirm

näher ansehen möchte und bekommt

hintergründige Informationen

bereitgestellt. Pikmin 3 lässt

sich aber auch vollständig auf dem

WiiU Gamepad spielen. Dabei ist

das Spielgeschehen im Großen

und Ganzen seit dem Pikmin Gamecube

Debüt 2001 Nintendos

Antwort auf erfolgreiche Echtzeitstrategiespiele

und sich treu

geblieben. Es geht in erste Linie

um das taktische Handhaben zur

Verfügung stehender Mittel, die in

Form verschiedener Ressourcen,

Arbeiter und Kämpfer im Spiel vertreten

sind. Das Erfüllen der Ziele

muss geplant und sorgfältig ausgeführt

werden. Pikmin müssen

zu diesem Zweck gezüchtet und

ihren besonderen Fähigkeiten entsprechend

im natürlichen Umfeld

eingesetzt werden, um sich an den

wild zu erkämpfenden Ressourcen

nutzbringend zu verdingen.

Das heißt im Klartext: hektisch,

taktische Käferkämpfe, die durch

gezieltes Pikim-Werfen gewonnen

werden wollen. Dafür den Mikrokosmos

der Natur zu erforschen,

genau zu beobachten, vorzubereiten

und dabei die Schwächen der

Gegner zu finden, erfordert Aufmerksamkeit

wie die geschickte

und simultan stattfindende Umsetzung

von Ideen an verschiedenen

Orten im Gebiet.

Zum einen, damit während des

Gartenfeldzugs nicht zu viele der

folgsamen Kreaturen ihr Leben im

Kampf gegen die Natur verlieren

und zum anderen, damit man mit

den gesamten Vorbereitungen

nicht erneut beginnen muss, während

die Zeit ihren Lauf nimmt.

Wiederholen darf man nur einen

gesamten Tag und dessen komplette

Aufgaben.

Das herzige Gartensetting mit

kunterbunten Blumen, Käfern, viel

Gras und unterirdischen Höhlen,

wird dank WiiU Power erstmals

in HD dargestellt und bezaubert

durch mannigfaltige Details sowie

dank einmaligen Nintendo-Flair in

grandiosem Sound, Setting und

Spielbarkeit. Da nun, wie schon im

zweiten Teil, Verstärkung in Form

von drei neuen Astronauten auf

den Planeten PNF-404 mitgebracht

wird, enthält das Spiel Mehrspielermodi,

die kooperativ oder gegeneinander

ausgetragen werden

können. Die Integration zwei neuartiger

Pikmin mit Spezialfähigkeiten,

der frischen Hauptcharaktere

sowie der hohen Darstellungs- wie

Bedienqualität macht aus Pikmin

3 die WiiU-Hoffnung, die sich der

sonnigen Sommerstimmung ergibt

und der Fantasie bei kommenden

Grünflächenbesuchen eine

Menge Inspiration anbietet. Pikmin

3 ist das erfüllende Taktik-Fest mit

wahnsinnig vielen, kunterbunten

wie gut gelaunten Gästen.

Garantierte Gartenparty!

Pikmin 3

Fotos: Nintendo

USK: 6

Circa: 49€

WiiU - Asin: B008CPF0UK

M.O.J.O, unu, Ouya

Android Basis

Zwischen all den Wellen, die

durch die Ankündigungen

der neuen Big-Player während

der E3 in L.A. entstanden,

sickerten weitere Neuigkeiten

durch den Sand des digitalen

Spielestrandes, die eine Erwähnung

verdienen. Da große Firmen

mit einer Fehleinschätzung schnell

hunderte Millionen Dollar verlieren

und sich leicht auf den Weg der

Insolvenz begeben, haben andere

Konzerne dank der großen Verbreitung

von Smartphone Spielen

auf Android Basis neue Hoffnung

geschöpft. Die erfolgreichen Billig-Spielchen

sind vorhanden,

die Plattformen mit ihren kleinen

Screens jedoch begrenzt einsetzbar

und vor allem die Nutzung des

Touchscreens als User-Interface

wird von Zockern nur belächelt.

Dies soll sich mit der Veröffentlichung

neuer Heimsysteme ändern,

die Android Games auf die große

Mattscheibe portieren.

Mad Catz stellte seine erste Konsolenhardware

unter dem Namen

M.O.J.O vor, die sich in einem kleinen,

knallroten Kasten befindet.

Jegliche Mad Catz Peripherie wird

unterstützt, doch das Besondere

der Katzenattacke dürfte in der

Accountbindung an bereits erworbene

Apps liegen. Auf M.O.J.O darf

man seine Tablet, PC und Smartphone

Apps die man über Google

Play, Amazon oder TegraZone

erworben hat, einfach übertragen,

ohne erneut zur Kasse gebeten zu

werden. Dies sollte natürlich einen

nicht zu verachtenden Aspekt für

App-Gamer ausmachen. Interessant

ist auch die Sunflex Europe

Entwicklung, die auf den Namen

„unu“ hören wird. Auch auf Android

Basis konstruiert, ist das Gerät selber

im Gegensatz zur Konkurrenz

aber ein Tablet mit Touchscreen,

dass man an den Fernseher für

Smart-TV Features anschließen

kann. Zum Zocken soll sich unu

aber ebenso gut eignen, wie für

bequemes Couchsurfen ohne TV

oder dem modernen Fernsehgenuss.

Zu diesem Zweck liegt der

Gaming Edition ein Gamepad bei,

das mit niedrigen Latenzwerten

überzeugen soll. Eine Airmouse, die

ein Mini-Keyboard auf der Rückseite

besitzt ist für die Eingabe am TV

bei beiden Versionen beiliegend.

Ouya war jedoch der Startschuss

der Android basierten Konsolen-Idee.

Auf Kickstarter, einer

Crowdfunding Plattform von Fans

vorfinanziert, wurden die ersten Beta-Geräte

bereits an ihre Finanzgeber

übersendet. Das Urteil ist zwar

zwiegespalten, einigt sich aber auf

verbesserungswürdig. Das Pad mit

Touchpanel mache keine Idealfigur

und der Überblick im Oyua Store

sei auch nicht überwältigend. Vom

Antlitz der hochscalierten Handygames

auf modernen HD-TV´s

ganz zu schweigen. Dennoch darf

man den winzigen Kasten nicht

unterschätzen, da er seine Nutzer

einlädt an ihm herumzuschrauben

und ihn zu verbessern und weil

alle Spiele als gratis Testversion angeboten

werden. Man hat somit

schon ohne Frage eine der kostengünstigsten

Konsolen aller Zeiten

konstruiert, die sich praktischer

Weise auch als privates Mediacenter

einsetzen lässt.

Die Spieler der Welt werden in

der Zukunft entscheiden, ob der

aktuelle Android Angriff aus drei

unterschiedlichen Richtungen zum

rechten Zeitpunkt geschieht oder

ob das derzeitige Angebot nicht

doch schon völlig ausreichend ist.

Hauptsache: Let´s play!

M.O.J.O, unu, Ouya

Fotos: Suflex Europe (unu) / Mad

Catz(M.O.J.O) / Ouya Inc.(Ouya)


#163

22 SEINEMEINUNG

. August . 2013 hanfjournal.de

Samstag,

das große Finale

es war Samstag der

25.05.2013 - Champions

League Finale. Ich kam

gerade von einem beruflichen

Auslandsaufenthalt nach Hause,

voller Vorfreude auf dieses

Spiel. Aber als ich abgehetzt

mit meinen Koffern die Tür

aufsperren wollte, begann das

Drama. Als erstes fiel mir ein

Zettel auf, der in meiner Tür

steckte. Es habe gegen 10 Uhr

früh, ein Feuerwehreinsatz in

meiner Wohnung stattgefunden,

hieß es und ich solle mich

bei den Cops melden. Uff!!! Ich

schloss meine Tür auf und trat

im Flur mitten in eine riesige

Pfütze. In meiner Badezimmerdecke

war ein Rohr geplatzt.

Zu dem bemerkte ich, dass

nicht nur meine Wohnungstür

aufgebrochen wurde, sondern

auch die Tür zum Schlafzimmer.

Ich sperrte diese aus

gutem Grund ab, denn ich hatte

dort bis vor kurzem einen

kleinen Garten von dem nicht

mal meine engsten Freunde

wussten. Umso größer war der

Schock, als ich sah, dass die

Tür offen stand. Irgendjemand

hatte in meinem Schlafzimmer

rumgeschnüffelt! Ich dachte

natürlich sofort an die Bullen.

Ich möchte nebenbei anmerken,

dass der Schrank völlig

leer und sauber war. Meine

Ernte, an der ich jetzt noch

fröhlich poffelte, war schon

vor Monaten geerntet.

Okay, ich musste unbedingt

meinen Vermieter informieren,

aber ich konnte den Mann nicht

einfach so in die Wohnung lassen.

Ich dachte, er würde sich

auch in den anderen Räumen

umsehen wollen. Dabei wäre

ihm bestimmt mein schwarzer

Schrank mit den Kabeln und

dem großen silbernen Abluftschlauch

aufgefallen. So was

ist schwer zu erklären. Also

baute ich den Schrank ab und

schaffte das teure Equipment

in den Keller. Als ich das ganze

Zeug endlich sauber in zwei

große Sporttaschen verstaut

und in den Keller gehievt hatte,

fiel mir wieder ein, dass sich

in meinem Schlafzimmer noch

ein Müllsack mit Blättern und

Stängeln, also Schnitt-Abfällen

befand, der da auch schon

seit Monaten vor sich hin

gammelte. So einen „Sondermüll“

schmeißt man nicht einfach

in die Haustonne. Diesen

hatte ich in mehrere schwarze

Müllsäcke gewickelt, wobei

mir beim Betrachten auffiel,

dass in den ersten Müllsack

ein Loch gerissen war. Jemand

hatte also auch seine Nase da

rein gesteckt, aber nicht genau

nachgesehen. Ich warf den

Sack dennoch in den Hausmüll.

Dann klingelte mein

Kumpel an der Haustür. Die

Situation war schnell erläutert

und wir waren uns einig: Das

waren nicht die Cops! Sonst

wären sie schon wieder da

oder hätten das Equipment beschlagnahmt.

Nach unserer „Denker-Runde“

und einer weiteren Begutachtung

der Wohnung rief ich

meinen Vermieter an, der auch

gleich nach 15 Minuten da war.

Er sagte, ich solle mir keine

Sorgen machen. Er kümmere

sich um den Schaden und fing

an herumzutelefonieren. Ich

war froh, dass mein kleines

Geheimnis bis dahin noch geheim

war, so hoffte ich zumindest.

Ich war müde und legte

mich in meinem Schlachtfeld

von Wohnung ins Bett und

schlief auch prompt ein.

… als hätte das nicht schon

gereicht, wachte ich nicht mal

2 ½ Stunden später, durch

einen heftigen Knall, wildes

Geschrei wieder auf. Überall

waren bewaffneten Männern

in Kampfanzügen und ehe ich

mich versah, hatte ich einen

Kampfstiefel auf der Brust und

war bewegungsunfähig. Ich

wurde angeschrien: „KEINE

BEWEGUNG, KEINE BEWE-

GUNG, RUNTER!!!! WO IST

DER SACK MIT DEM CAN-

NABIS!!!! WO IST ER!!! REDE,

MACHS MAUL AUF. HALT

HALT RUNTER KEINE BE-

WEGUNG!“ Ich wurde auf die

Couch gewuchtet und war umstellt

von Gesichtern verdeckt

Mutti sagt: "Maulhaltung ist die beste Haltung" - Foto: NARA via Wikipedia

mit Sturmhauben. Ich konnte

ein gelbes Gerät erkennen, das

auf meine Brust gerichtet war.

Das muss einer von diesen

verdammten Teasern gewesen

sein. Mein Gehirn, das in diesem

Moment nur instinktiv

funktionierte, nahm immer

wieder Fetzen von Geschrei

auf. Und wieder hörte ich:

„HIER IST NICHTS!! LEER!!!

WO IST DER SACK MIT DEM

CANNABIS!!! WO IST ER!“

Ich fing am ganzen Leib an zu

zittern und konnte kaum sprechen.

Ich wurde darauf hingewiesen,

dass wenn ich noch

einmal meine Hände von den

Oberschenkeln wegnehme, etwas

„passieren“ würde. Diese

Typen waren Bluthunde, geil

auf ihren Job, und geil darauf

mich zu Hackfleisch zu verarbeiten,

sollte ich noch eine

falsche Bewegung machen. Als

ich fragte, ob ich eine Zigarette

rauchen könnte, sah mich

ein finster dreinblickender

Maskenmann an und schrie:

„WENN DU NOCHMAL DEI-

NE HAND HEBST BRECH

ICH SIE DIR!“ Mir wurde noch

einmal die Frage gestellt: „WO

IST DER SACK MIT DEM

CANNABIS! LETZTE CHAN-

CE!“ Als ich antwortete, dass

ich nicht weiß wovon sie sprechen,

führten sie mich ab. Es

ging zum Landeskriminalamt.

Dort wurden meine Daten

aufgenommen und ich war

froh, dass der Polizist der mir

gegenüber war, sehr nett und

einfühlsam war. Im Anschluss

nach einer gründlichen Durchsuchung

wurde ich von ihm

in eine Zelle geführt. Nach

einiger Zeit hörte ich einen

Schlüssel in Schloss rutschen

und aufsperren. Ich wurde abgeholt

und man führte mich in

einen Raum mit einer Kamera

im Eck. Erst jetzt wurde mir

Man führte mich in

einen Raum mit einer

Kamera im Eck. Strafbestand:

Betreiben

einer Indoorplantage,

Handel mit Suchtgiftmittel

und die

Mitgliedschaft in einer

kriminell organisierten

Vereinigung.

mein Strafbestand vorgelegt:

Betreiben einer Indoorplantage,

Handel mit Suchtgiftmittel

und die Mitgliedschaft einer

kriminell organisierten Vereinigung.

Mir wurden meine

Rechte vorgelesen und ich wurde

gefragt, ob ich einen Anwalt

möchte. Ich verzichtete denn

das nötige Kleingeld besaß

ich nicht. Ich willigte ein eine

Aussage zu machen, denn mir

wurde angedroht mich sonst

weiter zu behalten und ich beschloss,

das schärfste Schwert

zu benutzen was ich mitführte:

Die Wahrheit! Um es kurz zu

machen, es wurden 12,2 g Gras

in meiner Wohnung gefunden.

Sie fanden auch den zerlegten

Schrank in den Sporttaschen

in meinem Keller, aber dieser

war ja legal, ich hatte ihn

schließlich in einem Laden gekauft.

Mir wurde wieder die

Frage gestellt wo der Sack mit

dem Cannabis sei und endlich

erfuhr ich wie die Beamten darauf

kamen. Es wurde ständig

von einem „Amtsorgan“ geredet

der, in meiner Wohnung,

diesen besagten Sack gesehen

hat. Die Polizisten fingen langsam

an mir zu glauben als sie

merkten, dass ich wirklich

nicht wusste wovon sie sprachen

und ich wies sie auf die

gammelten Schnittabfälle und

Stängel in meiner Wohnung

hin, die ich nachts zuvor in den

Hausmüll geworfen habe. Sie

glaubten mir. ENDLICH. Es

stellte sich heraus das ein Feuerwehrmann

(Unbefugt! Der

Schaden war im Bad und selbst

wenn sie nach weiteren Wasserschäden

gesucht haben und

deswegen die Tür zum Schlafzimmer

aufbrachen, gab es diesem

Feuerwehrmann nicht das

Recht in meinen privaten Sachen

zu wühlen), sich in meiner

Wohnung umgesehen hat,

den Müllsack entdeckte und

ein Loch reingerissen hat, ohne

genauer nachzusehen. Gegenüber

der Polizei hat er dann

behauptet, dass der Müllsack,

ich zitiere: „voll ist mit doppelt

verschweißten Pakten mit Cannabis

die ungefähr die Größe

von Kaffeepackungen haben

und sich zudem noch eine ab

geerntete Plantage daneben

befindet!“ Ich konnte es kaum

fassen, dieser Bastard!

Ich erzählte also den beiden

Beamten die wahre Geschichte

und endlich glaubten sie mir.

Sie nahmen meine Aussage auf

und ich erklärte ihnen, dass ich

niemals mein Gras verkauft

habe, dass ich seit meiner Ernte

fröhlich am Kiffen war und

mich des Lebens erfreut habe

und die 12,2 g, die sie gefunden

haben, alles war was noch

da war. Es gab also keinen Sack

Cannabis und auch keine Mafiavereinigung.

Ich erklärte, dass

ich alles, was übers Pflänzchen

ziehen weiß, aus Büchern und

aus dem Internet gelernt habe,

ich alles legal gekauft habe und

niemandem Schaden wollte.

Ich erläuterte, dass ich die

Schnauze voll davon hatte von

irgendwelchen zwielichtigen

Gestalten im Stadtpark oder

sonst wo zu kaufen, da ich

sonst niemanden in meinem

Berufsfeld kenne der kifft (Ich

bin kein Gastronom mehr, sondern

eher ein Schlippsträger)

von denen ich mein bisschen

Gras für den Feierabend beziehen

könnte. Ich wollte einfach

nur in Ruhe gelassen werden

und mein Leben leben wie es

mir gefällt. Lange Rede kurzer

Sinn, die Geschichte wurde

mir geglaubt, mir wurden die

Handschellen gelöst ich unterschrieb

meine Aussage und

wurde in die Freiheit entlassen.

Was für ein Wochenende!

Ich zeige auf niemanden

mit dem Finger, was ich getan

habe war illegal. Ob es falsch

war, ist eine andere Sache. Die

Beamten vom LKA, die Staatsanwältin,

der Richter und der

kranke Kampftrupp von WE-

GA-Polizisten taten nur ihren

Job. Sie handelten wegen der

Aussage eines „ehrbaren“ Bürgers.

Bis ich meine Geschichte

erzählen konnte, war ich auf

dem Papier ein Mafiamitglied

in dessen Wohnung, sich eine

Indoorplantage befand.

Eineinhalb Monate später

habe ich mein beschlagnahmtes

Telefon immer noch

nicht zurückbekommen. Mein

Vermieter hat mich innerhalb

von zwei Wochen aus der

Wohnung geschmissen, den

Großteil meiner Kaution einbehalten

und droht mir mit Schadensersatzklagen.

Wenn mein

Arbeitgeber, das mitbekommen

sollte, werde ich meinen

Job wohl ebenfalls noch verlieren.

Was aus meinem Verfahren

wird, ist noch völlig offen.

Mein Anwalt meinte zwar,

dass die Chancen recht gut stehen,

dass mein Verfahren eingestellt

wird, aber im Moment

kann ich nur abwarten. Und alles

nur weil so ein münchhausener

Feuerwehrmann in fremden

Sachen rumschnüffelt, die

nichts mit seiner Arbeit zu tun

haben. Ich bin zwar nicht tot

oder verletzt, aber mein bis

dahin gut gelaufenes Leben

hat einen Riss bekommen. Als

kleinem Bürger fehlen mir die

Mittel und die Kraft mit gegen

diese üble Nachrede zu wehren.

Das einzige was ich von der

Zukunft erwarte ist, dass dieser

Feuerwehrmann zur Rechenschaft

gezogen wird und

dass keinem anderen Individuum

so was nochmal zustößt.

Wobei ich nicht glaube, dass

mich der Staat mit einer Anzeige

unterstützt, geschweige

denn sie zulässt. Mein Glauben

ans heutige Rechtssystem habe

ich mit meinen 23 Jahren schon

vor langer Zeit verloren.

CK

WERBUNG


#163 . August . 2013 hanfjournal.de

SEINEMEINUNG 23

Von Sadhu Van Hemp

Anfang Juli wurde in Berlin ein 74-jähriger Kellergärtner wegen des

Anbaus von 89 Hanfpflänzchen zu drei Jahren und zehn Monaten Haft

verurteilt – und das trotz eines Lebenslaufes, der ganz ohne kriminelle

Energie auskam. Doch nicht dieses unverschämte Glück allein war der

Grund des harten Urteils, sondern der Besitz einer Teleskop-Stahlrute.

Alter schützt

vor Strafe nicht

wer 1939 in deutschen

Landen das Licht der

Welt erblickte, den

begrüßte das Leben mit düsteren

Zeiten. Helmut B. ist so

ein Pechvogel, der in einem

Luftschutzkeller das Laufen

lernte und in den Ruinen

Berlins spielte. Doch alle Not

und Entbehrung sozialisierten

den Knaben nicht zum

Verbrecher. Im Gegenteil, die

Generation der Kriegskinder

hatte keine Zeit für Dummheiten

aus Langeweile. Der

junge Helmut lungerte nicht

in Fast-Food-Buden, Spielhallen

oder Einkaufszentren

herum, er besaß keine Glotze,

keine Playstation, kein Smartphone

– und im Kinderzimmer

stand auch kein Growschrank.

Nein, Helmut B. war für das

reale Leben bestimmt. Das entmannte

Deutschland brauchte

harte Jungs – also jene seltene

Sorte Sohn, die ohne die tägliche

Dosis Nutella und Ritalin

funktioniert und keine Widerrede

kennt. Die Nachkriegszeit

verlangte Disziplin von den

jungen Leuten, die in Ost und

West das wieder aufbauten,

was ihre Vorväter dank eines

Anfalls geistiger Umnachtung

binnen weniger Jahre in Schutt

und Asche gelegt hatten. Nach

dem Krieg versprach eine andere

Parole Ruhm und Ehre:

„Sei schlau, geh zum Bau!“ Und

so setzte Helmut B. Stein auf

Stein, immer in dem Glauben,

als „Held der Arbeit“ in die Geschichte

einzugehen. Doch

weit gefehlt. Alles Buckeln im

kapitalistischen Westberlin

zwang den Mauermeister erst

in die Selbstständigkeit, dann

in den Ruin. Die Quittung für

diese Lebensleistung ist eine

Rente von 605 Euro – der Mohr

hat seine Arbeit getan, der

Mohr kann gehen!

Bis dahin konnte die Kammer

des Moabiter Strafgerichts

teilnahmslos folgen, schließlich

ist so eine Vita millionenfach

in den Aktenschränken

der Deutschen Rentenversicherung

dokumentiert – ohne

dass dieses Elend von öffentlichem

Interesse wäre. Helmut

B. aber ist einer, der sich damit

nicht abfinden wollte, und genau

diesen Ungehorsam gegenüber

dem gesellschaftlich

aufgebürdeten Schicksal galt

es nun zu bestrafen. Der interessantere,

also strafwürdige

Teil der Biographie beginnt

anno 2002: Der in Altersarmut

entlassene Helmut B. zieht sich

vom vielen Fußnägelkauen einen

Leistenbruch zu. Nichts

Weltbewegendes, könnte man

meinen. Doch wer sich erst einmal

unseren marktwirtschaftlich

orientierten Doktoren anvertraut,

dem kann es schon

mal widerfahren, dass diese

noch an anderer Stelle fündig

werden. Und so kam es, wie

es kommen musste: Helmut B.

bekam eine Krebs-Diagnose.

2003 habe ihm dann ein „junger

Bekannter“ den Tipp gegeben,

den Schmerz mit Hanf zu

lindern. Und das habe auch geklappt.

Doch Richter, Schöffen

und Staatsanwalt runzeln nur

müde die Stirn, gerade so als

würde ihnen der Opa die Mär

vom Klapperstorch auftischen.

Das Haschgift die Schmerzen

des Angeklagten gelindert

und bei der Bewältigung des

psychischen Leids geholfen

haben soll, will niemand hören,

noch würdigen. Erst als

Helmut B. vom ersten Versuch

des Eigenanbaus plaudert, erweckt

er wirkliches Interesse

bei den Zuhörern. 2003 war’s,

als ihm ein „Bekannter“ zehn

Stecklinge lieferte, die jedoch

eingingen, so dass sich der

Hanfanbau zur Selbstversorgung

zunächst erledigt hatte.

Die Jahre gingen dahin: Helmut

B. ließ sich operieren, und

eine neue Frau trat in sein Leben.

Die meiste Zeit habe er am

Haus gewerkelt, auch im Keller,

der zum Fitnessraum mit

Sauna umgebaut wurde. Auf

die Frage des Vorsitzenden,

wie man sich so ein sorgenfreies

Leben von einer Rente

unter Sozialhilfeniveau leisten

kann, verwies der Angeklagte

auf seine Tochter, die ja Eigentümerin

des Wüstenrot-Häuschens

im kleinbürgerlichen

Lichterfelde-Süd ist.

So weit, so gut – hübsche

Geschichte. Die Einlassung

des Angeklagten war natürlich

fatal: Denn wer glaubt,

mit der Strategie, reinen Tisch

zu machen, glimpflich davonzukommen,

der ignoriert des

Deutschen größte Tugend –

und das ist die von aller Welt

beneidete Gründlichkeit. Und

die erfordert Zweifel an der

Märchenstunde des Angeklagten,

insbesondere wenn sich

der Verdacht aufdrängt, dass

augenscheinlich nicht nur 89

Hanfpflanzen zu Buche schlagen,

sondern erheblich mehr,

wenn man denn zu Gunsten

des Beschuldigten großzügig

zehn Jahre zurückrechnet.

Im Februar war es

dann soweit: Die Polizei

griff zu, und zwar

genau in dem Moment,

als Helmut B.

mit einem Bekannten

Pflanzenreste abtransportieren

wollte.

Doch zunächst galt es, den

Bust vom Februar 2013 zu verhandeln.

Die Anklageschrift

versprach kurzen Prozess,

denn es gab nichts zu leugnen.

Freimütig und in dem

Irrglauben, den Gerichtssaal

als freier Mann zu verlassen,

erzählt Helmut B., dass er

2012 einen „Holländer“ kennen

gelernt habe, der ihn mit

attraktiven Gewinnversprechungen

zum Cannabisanbau

unter Kunstlicht angestiftet

hätte. Ja, er habe nicht nur

zum Eigenbedarf gegärtnert,

gesteht der alte Mann, der mit

dieser unerlaubten Nebentätigkeit

durchaus seine Rente

aufbessern wollte. Doch allen

Einlassungen zum Trotz, das

eingeräumte Zeitfenster des illegalen

Hanfanbaus korreliert

nicht mit der Ermittlungen

der Polizei. Angeblich ging

dem Besuch der Drogenfahnder

akribische Schnüffelei

der Nachbarn voraus, die sich

durch einen penetranten „stark

würzigen“ Geruch belästigt

fühlten. Eine Nachbarin soll

sich sogar genötigt gesehen haben,

zum Arzt zu gehen, weil

sie unter Schlaflosigkeit litt. Im

September 2012 soll dann ein

anonymer Anruf bei der Polizei

erfolgt sein, der Helmut B.

der illegalen Rauschgiftproduktion

bezichtigte. Will man

der Darstellung der Staatsanwaltschaft

Glauben schenken,

wurde aber erst zwei Monate

später offiziell ermittelt. Grund

soll nunmehr ein anonymer

Brief gewesen sein, der präzise

darüber Auskunft gab, dass

Helmut B. im Keller eine Cannabisplantage

betreibe, die über

eine Tür in der Sauna zu erreichen

sei.

Im Februar war es dann soweit:

Die Polizei griff zu, und

zwar genau in dem Moment,

als Helmut B. mit einem Bekannten

Pflanzenreste abtransportieren

wollte. Zu allem

Unglück gesellte sich dann

noch der Fund einer Stahlrute

dazu, die im Auto des Senior-Growers

lag.

„Damit handelt es sich – jedenfalls

nach Ansicht des Gerichts –

um einen Fall des Handeltreibens

mit Cannabis in nicht geringer

Menge mit Waffen“, erläutert

Anwalt Rolf-Reiner Stanke die

Schwere der Straftat seines Mandanten.

„Für das griffbereite Mitsichführen

von Waffen sieht § 30a

BtmG drakonische Strafen vor.

Die gesetzliche Mindeststrafe beträgt

in solchen Fällen fünf Jahre.

Nur durch Annahme eines minder

schweren Falles, wie vorliegend

geschehen, kann es zu einer niedrigeren

Strafe kommen.“

Doch der Richter wollte keinen

übermäßig minder schweren

Fall erkennen und folgte

dem Plädoyer des Verteidigers

auf eine Bewährungsstrafe

nicht. Das „milde“ Strafmaß

von drei Jahren und zehn Monaten

Knast war aus Sicht des

Gerichts Gnade genug und

wohl mehr dem hohen Alter

als dem wenig glaubwürdigen

Geständnis geschuldet. In der

Urteilsbegründung ist dann

auch von einer „ungewöhnlich

professionell angelegten Cannabisplantage“

die Rede. Eine derart

gründlich geführte Anlage

käme der Kammer nur sehr

selten unter: Geflieste Wände

und eine in das Hauptkabel vor

dem Stromzähler eingebaute

Weiche sprächen für sich. Etwas

mehr als seltsam hört sich

jedoch das Lob des Richters

über die fachmännisch installierte

Abluftanlage an. Zur

Erinnerung: Die Ermittlungsbehörden

verbreiteten die

Version einer monatelangen

Geruchsbelästigung, die aus

genervten Nachbarn anonyme

Denunzianten machte.

Kommissar Zufall? Wer es

glaubt, bitte sehr! Doch vor

dem Hintergrund, dass weiter

gegen den armen Teufel

ermittelt wird, bleibt nur der

Verdacht eines unentdeckten

Spitzels, der nach wie vor im

Bekannten- und Kollegenkreis

von Helmut B. sein Unwesen

treibt.

Anwalt Stanke hat gegen

das Urteil Revision eingelegt,

in der Hoffnung, dass sich bei

der Neuauflage des Prozesses

eine Jury findet, die spürbar

Gnade vor Recht walten lässt

und dem alten Mann die letzten

Tage in Freiheit gönnt. Ob

es dann noch zu einer weiteren

Anklage kommen wird,

hängt davon ab, inwieweit die

Staatsanwaltschaft noch ein

paar ausgesuchte Verräter aus

dem Hut zaubert, die Helmut

B. noch tiefer in die Scheiße

hineinreiten. Er selbst hat vor

Gericht keine Namen nennen

können oder wollen, zum Ärger

der Ermittler, deren doppeltes

Spiel ohne Kronzeugen

nun mal nicht aufgeht. Doch

wie es auch kommt, Helmut B.

brummt seit Februar ununterbrochen

in Untersuchungshaft,

und letztlich ist es egal, wo und

wie sich für ihn die Zukunft

gestaltet, denn der greise Bruder

hat so oder so keine. So

will es das Gesetz – ein Gesetz,

das zu Recht den Besitz eines

Totschlägers verbietet, aber

in diesem tragischen Fall in

Kombination mit dem BtmG

erschreckend weit übers Ziel

hinausschießt.

Beherzigen wir also Anwalt

Stankes Rat: „Es zeigt sich, dass

jemand, wenn er denn schon illegal

Cannabis anbaut, nichts

an Gegenständen, ob Waffe oder

sonst ein gefährliches Werkzeug,

das geeignet sein könnte, Menschen

zu verletzen, in seiner Nähe

haben sollte. Anderenfalls droht

über die „Waffe“ immer eine drakonische

Strafe. Das dürfte praktisch

nicht einfach sein.“

WERBUNG

größter head & growshop österreichs

600 m2

verkaufsfläche

HEAD & GROW

SCHALL & RAUCH

mo - fr 12-19h. sa 12-17h

www.schall-rauch.at

im Hafen

SEEDS

dutch passion

sensi seeds

serious seeds

paradise seeds

pyramid seeds

greenhouse seeds

roor seeds

barney’s farm

dinafem seeds

mandala seeds

75km von PASSAU/D

tel. +43 732 908086

industriezeile 47. 4020 LINZ/AUT


24

WERBUNG

#163 . August . 2013 hanfjournal.de

Pot +

Dome

Turbine +

Diffusor

Schlitz +

Turbine

Katjuscha +

Perkolator

Gibt´s in jedem gut sortierten Headshop oder bei www.blackleaf.de

NEW

NEW

NEW

INSERENTENVERZEICHNIS

SEITE INSERENT

01 Clean-U | Bio Nova | Samenwahl | Hesi | EcoBison

02 GIB Lighting

03 Fumalo | Linda Semilla | Unicomundo

04 KAUF DA! REGISTER

05 Sensimilla | Vaponic | Hanf Zeit | Blaze Glass

06 Emanuel Kotzian | Thcene

07 Kaya Foundation

08 PK Ventilatoren

09 General Hydroponics Europe

10 Eagleseeds

11 Aeroponik Systems

13 MIHA GmbH

14 Weed Star | Speedgrow

15 Gras Grün | R.A. J. Honecker | Hanfsamen Österreich

Rauchbombe | Verdampftnochmal | Perfectweigh

16 Cultiva 2013

17 Coco Star | My Rotators | Nachtschatten Verlag | Bongshop

19 Hanf & Hanf

20 Indras Planet

22 Ventilution | Headmaster Headshop

23 Schall&Rauch

24 DHV | Gras Grün | Blaze Glass |

U-Comix | Elektrox | Dinafem

Anzeigen:

Emanuel Kotzian | +49 (0)911 49088974 | vertrieb@hanfjournal.de

Vertrieb:

Das Hanf Journal wird im gesamten deutschsprachigen Raum verteilt. hanfjournal.de

CRITICAL+ 2.0

autoflowering

MOBY DICK

autoflowering

NEW

KUSH’N’CHEESE

ORIGINAL

AMNESIA

25€

3

25€

3

21€

3

26€

3

22€

3

CRITICAL CHEESE

autoflowering

ORIGINAL AMNESIA

autoflowering

NEW

DEEP CHEESE

CRITICAL+

22€

3

21€

3

28€

3

20€

3

BLUE CHEESE

autoflowering

23€

3

HAZE 2.0

autoflowering

NEW

20€

3

BLUE CHEESE

MOBY DICK

33€

3

WHITE WIDOW

autoflowering

CRIRICAL+

autoflowering

NEW

BLUE THAI

CHEESE

22€

3

25€

3

24€

3

21€

3

CHEESE

autoflowering

NEW

DINACHEM

NEW

ORIGINAL

STRAWBERRY

COUGH

18€

3

27€

3

25€

3

23€

3

CRITICAL JACK

WHITE CHEESE

autoflowering

NEW

DINAMEX

NEW

OG KUSH

19€

3

25€

3

25€

3

25€

3

WHITE WIDOW

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine