Bestandesaufbau - Stoppelbearbeitung - HANSA Landhandel

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Bestandesaufbau - Stoppelbearbeitung - HANSA Landhandel

Bestandesaufbau

Bodenbearbeitung

Bestandesaufbau

Verkürzt sich das Zeitfenster zwischen Ernte der Vorfrucht

und Rapsaussaat auf 10–14 Tage, so ist in diesem Fall ein

Pflugeinsatz nicht mehr möglich. Hier sollte die Bodenbearbeitung

am besten mit Schwergrubbern erfolgen. An das

Strohmanagement bzw. die Stroheinarbeitung werden hohe

Anforderungen gestellt, um noch eine gute Strohrotte zu

gewährleisten.

Stehen lediglich 10 Tage oder weniger für die Bodenbearbeitung

zur Verfügung, so ist in diesem Fall nur eine Minimalbodenbearbeitung

möglich. Das Stroh der Vorfrucht sollte

hier vom Feld geborgen werden. Für die Bestellung eignet

sich am besten der Einsatz von Direktsaatvarianten. Dennoch

stellt diese Version eine Risikovariante dar, die gegebenenfalls

nur zu unbefriedigenden Ergebnissen führen kann.

Stoppelbearbeitung

Stoppelbearbeitung der Vorfrucht

Die Stoppelbearbeitung ist eine Maßnahme, die in erster

Linie die Bodengare erhält und fördert und die Struktur verbessert.

Zugleich dient sie der mechanischen Unkrautbekämpfung,

vor allem auf Betrieben, die den Herbizideinsatz

reduzieren oder die zunehmend auf den Pflugeinsatz verzichten.

Durch die Stoppelbearbeitung wird die Vorrotte der

Ernterückstände entschieden verbessert.

Im folgenden werden die wichtigsten Anforderungen bei der

Stoppelbearbeitung aufgezeigt:

• Gleichmäßiges Verteilen von Ernterückständen zur

Sicherung eines gleichmäßigen Feldaufganges und

einer zügigen Strohrotte. Strohnester sind zu vermeiden.

Eine breitflächige Verteilung des Strohs bereits bei

der Ernte der Vorfrucht ist dabei vorteilhaft. Die Strohrotte

kann durch kurz gehäckseltes Stroh (3 cm Länge),

verbunden mit einem erhöhten Spleißgrad, durch gezackte

Häckselmesser verbessert werden. Bei großen Strohmengen

aus der Vorfrucht ist eine N-Gabe im Herbst für

die Förderung der Strohrotte dienlich (Richtwert 1 kg N

pro dt Stroh als N-Ausgleichsgabe).

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Bestandesaufbau

Bodenbearbeitung

Bestandesaufbau

• Gleichmäßige vertikale Einarbeitung der Ernterückstände

in 15–20 cm Bodentiefe. Je mehr Stroh die

Vorfrucht hinterlässt, desto tiefer muss die Stroheinarbeitung

erfolgen. Oft sind dazu mehrere Arbeitsgänge erforderlich.

• Unkrautsamen und Ausfallgetreide sollen durch die

Bearbeitung zum Keimen gebracht werden. Werden

die Unkrautsamen nur unvollständig zum Auflaufen

gebracht, ist mit vermehrten Unkrautproblemen zu rechnen.

• Ebener Bearbeitungshorizont. Ein abgesetztes Saatbett

gewährleistet einen gleichmäßigen und zügigen Feldaufgang.

• Regulierung des Wasserhaushaltes im Boden. Eine

flache Stoppelbearbeitung reduziert das Austrocknen der

Ackerkrume.

Stoppelbearbeitung der Rapsstoppeln nach erfolgter

Rapsernte

Die als Ernteverluste auf dem Feld verbleibenden Rapssamen

können im Boden lange Zeiträume überdauern und in

Folgekulturen als Durchwuchsraps auftreten. Dies erfordert

eine entsprechende Bodenbearbeitung nach der Rapsernte.

Dabei sollte der Ausfallraps durch eine flache Bodenbearbeitung

möglichst vollständig zum Keimen gebracht werden.

Für die folgende Bekämpfung des aufgelaufenen Ausfallraps

kommen sowohl mechanische als auch chemische Verfahren

in Frage:

Bei der mechanischen Bekämpfung werden die Keimlinge

des Ausfallraps durch einen zweiten mechanischen Arbeitsgang

eingearbeitet. Je später dabei die Stoppelbearbeitung

erfolgt, desto höher ist der Wirkungsgrad.

Sollen neben der Bekämpfung von Ausfallraps gleichzeitig

Problemunkräuter und Ungräser wirkungsvoll behandelt werden,

ist der Einsatz glyphosathaltiger Herbizide empfehlenswert.

Für eine wirkungssichere Anwendung sollten diese

ca. 3 Wochen nach anfänglicher flacher Bodenbearbeitung

appliziert werden.

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