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Wolfgang Borchert

Draußen vor der Tür

Regie: Peter Zimmermann

Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“

Potsdam-Babelsberg. Studioinszenierung des 3. Studienjahrs Schauspiel.

Premiere am 13. Dezember um 19.30 Uhr in der Reithalle

(v. l. n. r.: Rick Okon, Amy Mußul, Maximilian Klas, Janina Stopper, Michel Diercks,

Marius Lamprecht, Mateja Meded, Jonathan Gyles)

Kontakt:

Nadja Hess | Schauspieldramaturgin und kommiss. Pressereferentin | Tel. (0331) 98 11 141 |

Fax: (0331) 98 11 128 | n.hess@hansottotheater.de | www.hansottotheater.de | Hans Otto

Theater GmbH, Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam


Wolfgang Borchert

Draußen vor der Tür

Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-

Babelsberg. Studioinszenierung des 3. Studienjahrs Schauspiel.

Der Soldat Beckmann kehrt traumatisiert von Krieg und Gefangenschaft heim nach Deutschland

– und weiß nicht mehr, wohin er gehört. Das Bett bei seiner Frau ist besetzt, die Elbe, in

die er sich stürzt, will ihn auch nicht und spült ihn an Land. Die junge Frau, die ihn am Strand

findet, könnte ihm Liebe und neuen Lebensmut geben, wären da nicht die Toten, die ihn

heimsuchen und anklagen. Der Unteroffizier Beckmann fühlt sich schuldig und geht zum

Oberst, um ihm „die Verantwortung“ wieder zurückzugeben. Ein Scherz ist dem Oberst der

Auftritt des humpelnden, seltsam bebrillten Beckmann, mehr nicht. Vielleicht lässt sich ja mit

diesem Scherz Geld verdienen, eine Aufgabe finden, beim Kabarett? Doch der Direktor

findet Beckmann gar nicht komisch. Er vergraule ihm ja das Publikum! Die Wirklichkeit

taugt nicht zur Kunst, sagt der Direktor. Und der liebe Gott, was sagt Gott dazu? Wie konnte

er die Gräuel des 20. Jahrhunderts zulassen? Abgewandt von ihm hatten sich die Menschen

und dem Tod die Tore weit geöffnet, klagt der liebe Gott. Hat der Oberst vielleicht doch noch

etwas Wesentliches zu sagen, oder hat die junge Frau doch noch Liebe zu geben? Wer hat

Verständnis, Mitleid? Die Elbe jedenfalls will Beckmann noch immer nicht.

Die groteske Geschichte des Kriegsheimkehrers Beckmann wurde 1947 von Wolfgang Borchert

unter dem Eindruck des totalen Zusammenbruchs durch den 2. Weltkrieg in nur wenigen

Tagen niedergeschrieben und ist seitdem zum Klassiker avanciert. Vor dem Hintergrund

unzähliger traumatisierter Soldaten, die aus den weltweiten Krisengebieten unserer Tage

heimkehren, liest sich Borcherts Stück als noch immer gültiges Bild ihrer Seelenlage.


Wolfgang Borchert

Draußen vor der Tür

Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“

Potsdam-Babelsberg. Studioinszenierung des 3. Studienjahrs Schauspiel.

Regie

Bühne und Kostüme

Video

Dramaturgie

Choreinstudierung

Choreografie

Peter Zimmermann

Martin Scherm

Fiona Kastrup, Betty Riecke,

Peter Zimmermann

Remsi Al Khalisi

Anna Barbara Kurek

Kristine Keil

Besetzung

Beckmann 1 / Der Andere

Maximilian Klas

Beckmann 2 / Tod / Der Andere

Rick Okon

Beckmann 3 / Der Andere

Jonathan Gyles

Beckmann 4 / Einbeiniger / Der Andere

Marius Lamprecht

Beckmann 5 / Oberst / Der Andere

Michel Diercks

Gott / Kabarettdirektor / Der Andere

Amy Mußul

Elbe / Mädchen / Der Andere

Janina Stopper

Elbe / Frau Oberst / Frau Kramer / Der Andere

Mateja Meded

Der Prolog wird gesprochen von Gingan Hörbe.


Peter Zimmermann Regie

absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“

in Berlin. Schon vor seinem Studium stand er am Deutschen Theater in Berlin auf der Bühne.

Später spielte er auf verschiedenen Theaterbühnen in Berlin, Karl-Marx-Stadt (jetzt

Chemnitz), Zittau, Nordhausen und Frankfurt/Oder. Er wirkte seit 1979 in zahlreichen Kinofilmen

mit, u. a. in Werken von Heiner Carow, Rainer Simon und Andreas Kleinert. Darüber

hinaus war er regelmäßig in Fernsehspielen und Serien zu sehen. Seit 1992 arbeitet er an der

Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, zunächst als

Schauspieldozent, seit 1994 als Professor. Er inszenierte auch regelmäßig fürs Theater, u. a.

1987 „Prinz Tausendfuß“ von Manuel Schöbel (UA) am Carrouseltheater Berlin, 2002 „Diener

zweier Herren“ von Goldoni am Theater unterm Dach in Berlin, an der HFF „Konrad

Wolf“ inszenierte er u. a. 2003 „Die Dreigroschenoper“ von Brecht/Weill, 2005 „Der Auftrag“

von Heiner Müller, am Hans Otto Theater zeigte er 2005 seine Inszenierung „Der Drache“

von Jewgeni Schwarz.

Martin Scherm Bühne und Kostüme

wurde 1976 in Mallersdorf in Bayern geboren. Nach einem Studium der Malerei an der Akademie

der Bildenden Künste in München erarbeitete er als Ausstattungsassistent am Theater

Regensburg seine ersten eigenen Bühnenbilder. Gleichzeitig war er Atelierstipendiat des

Künstlerhauses Andreas-Stadel in Regensburg. Seit 2005 sind regelmäßig Einzel- und Gruppenausstellungen

von Martin Scherm u. a. in Regensburg, München, Kassel und Wien zu

sehen. 2010 erhielt er die Debütantenförderung des Freistaates Bayern. Seit der Spielzeit

2011/2012 ist er Ausstattungsassistent in Potsdam. Für „Draußen vor der Tür“ gestaltete er

sein erstes Bühnen- und Kostümbild am Hans Otto Theater.


Es spielen:

Mateja Meded stand vor Beginn ihres Studiums bereits am Stadttheater Erlangen in

zwei Produktionen auf der Bühne. Als Studentin an der HFF spielte sie dann in verschiedenen

Hochschulinszenierungen und stand sowohl für den Kinofilm „eq“ (2008) vor der Kamera als

auch für verschiedene Kurzfilme, zuletzt für „Vitalzeit“ und „Iks“ (beide 2011).

Amy Mußul geb. 1991, war in diversen TV-Produktionen und Kinofilmen zu sehen, u. a.

in „Knallhart“, der 2006 beim Deutschen Filmpreis mit der Silbernen Lola für den „Besten

Film“ ausgezeichnet wurde. Zuletzt spielte sie in den Filmen „Somewhere Else“ und „Leos

Schuld“ mit. Außer in einigen Theaterproduktionen an der HFF spielte sie auch am Maxim

Gorki Theater in Berlin in „Durstige Vögel“. Sie moderierte zahlreiche Shows und Premierenpartys

und wurde dafür 2012 für den MIRA Award der deutschen Pay-TV-Sender als beste

Moderatorin nominiert.

Janina Stopper wurde 1989 in München geboren. Sie spielte in diversen Kinofilmen,

u. a. in „Ein Liebesspiel“ (2010) und „Tannöd“ (2008), sowie zahlreichen TV-Produktionen,

darunter „Tatort“ (2011, 2007, 2006), „SOKO“ (2012, 2011, 2007, 2006) und „Türkisch für

Anfänger“ (2008). Für ihre Rolle der überforderten und minderjährigen Mutter in dem Tatort

„Kleine Herzen“ (2008) wurde sie mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem New Faces

Award der Wochenzeitschrift „Bunte“ in der Kategorie „Beliebteste Nachwuchsdarstellerin“

ausgezeichnet. Außerdem war sie in Kurzfilmen, zuletzt „Geschwisterherzen“ (2010), und

Theaterproduktionen, wie „Der Talisman“ (2012) beim Garmischer Kultursommer, zu sehen.

Sie arbeitete als Synchronsprecherin und wirkte bei Hörbüchern mit, zuletzt bei „Vertraute

Fremde“ (2012).

Michel Diercks wurde 1988 in Hamburg geboren. Er wirkte in der TV-Produktion

„Friedrich der Große – Alles oder nichts“ (2012) und dem Kinofilm „Der Samurai“ (2013)

mit. Außerdem ist er in diversen Kurzfilmen, u. a. „Die Rückkehr des Bumerangs“ (2012),

zu sehen.

Jonathan J. Gyles wurde 1987 geboren und spielte als HFF-Student in diversen Aufführungen,

darunter „Faust“, „Othello“ (beide Regie: Peter Zimmermann) und „Die Möwe“

(Regie: Friderikke-Maria Hörbe), sowie in dem Kurzfilm „Tru to the Game“ mit.

Maximilian Klas wurde 1990 in Leipzig geboren, wo er zwischen 1997 und 2008

Mitglied des Gewandhaus-Kinderchores war und bereits Hauptrollen bei Singspiel- und Musicalaufführungen

übernahm. Seit 2000 spielte er in TV-Serien, darunter „SOKO Leipzig“,

und in dem Kinofilm „Das fliegende Klassenzimmer“ (2002).


Marius Lamprecht wurde1990 geboren und war in der TV-Produktion „Krauses

Braut“ (2011) und diversen Kurzfilmen, zuletzt „Never Ever“ (2012), zu sehen. Neben

einigen Theaterproduktionen an der HFF „Konrad Wolf“ spielte er auch in „Durstige Vögel“

am Maxim Gorki Theater Berlin.

Rick Okon wurde 1989 in Schwedt/Oder geboren. Zwischen 2005 und 2010 besuchte er

die New Talent Schauspielschule, bevor er 2010 sein Schauspielstudium an der HFF aufnahm.

Er wirkte in einigen Kinofilmen mit, zuletzt in „Dicker als Wasser“ (2011), und in

zahlreichen TV-Produktionen, darunter „Küstenwache“(2012), „Tatort“ (2012, 2007) und

„Kommissar Stolberg“ (2012). Außerdem spielte er in diversen Kurzfilmen, wie „Stufe Drei“

(2012) und „Carmen“ (2011), sowie in einigen Theaterproduktionen an der HFF mit.

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