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hansottotheater.de

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inhalt

4 Zum Geleit

14 premieren und wiederaufnahmen

auf einen Blick

23 premieren

Drei Mal Leben

53 wiederaufnahmen

79 zu gast aus cottbus

83 reihen und Ausserdem

101 für junge zuschauer

141 ensemble

169 regisseure

190 Förderkreis

195 Karten- und besucherService

220 theaterleitung und Mitarbeiter

232 Kontakt … Impressum … partner

3


zum geleit

hinaus eine Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und mit

dem Kleist-Forum in Frankfurt (Oder) und, um ein weiteres Beispiel

zu nennen, das Spezialangebot TamiDos, mit dem das Theater

seine Welt tauben und hörbehinderten Menschen öffnet. Das Hans

Otto Theater weitet sein Wirken aus.

2014 ist ein besonderes Jahr: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg,

die so genannte »Ur-Katastrophe« des 20. Jahrhunderts. Das

Theater wird sich mit dem Thema auseinandersetzen, nicht nur,

aber auch. So, wie mit anderen Fragen, die aus anderen Zeiten in

die unsere hineinragen. Theater fasziniert immer aufs Neue!

Matthias Platzeck

Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Liebe Besucherinnen und Besucher,

Freuen Sie sich also in der neuen Spielzeit auf Entdeckungen, Uraufführungen,

Premieren, auf Komödie und Musical und lassen Sie

sich mitreißen – denn: »Langeweile ist doch das Letzte, was man im

Theater empfinden darf.« (Alban Berg).

Ihr

dass das Theater etwas Besonderes ist, eine Entführung in eine

»andere Welt«, wissen Sie schon lange: Herzlich willkommen im

Hans Otto Theater!

Auch in der neuen Spielzeit bietet das Potsdamer Theater alles fürs

Herz und auch den Verstand. Denn das so mühelos erscheinende

Spiel auf den »Bühnenbrettern« erfasst uns als Zuschauerinnen und

Zuschauer im Ganzen – es verzaubert, schockiert, lässt lachen und

weinen. Es ist die hohe Kunst, uns mit uns selbst zu konfrontieren.

Ich freue mich besonders, dass diese Kunst nicht zuletzt in Form

engagierter Kinder- und Jugendarbeit einen großen Raum am Hans

Otto Theater einnimmt. Mittlerweile nutzen mehr als 8.000 Abonnenten

die Angebote für junge Theaterfreunde. Es gibt darüber

4 5


zum geleit

Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur

des Landes Brandenburg

Sehr geehrte Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

das Spielzeitheft 2013/2014 hält vielfältige, überraschende und themenreiche

Inszenierungen für Sie bereit. Interessante Spielorte und

ernste, auch unterhaltsame Inhalte bieten jedem Theaterbesucher

beste Angebote.

Zum Saisonauftakt sind Sie zu einem Theaterfest eingeladen, das

Ihnen den Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Gewinnen Sie Einblicke

in die Theaterarbeit und feiern Sie mit dem Ensemble!

Die Neugierde richtet sich gleich zu Beginn der Spielzeit auf eine

Musicalproduktion mit Latinorhythmen, »Frauen am Rande des

Nervenzusammenbruchs« nach der gleichnamigen Filmkomödie

des gefeierten Spaniers Pedro Almodóvar, dessen Auffassung, »Die

Sprache des Kinos besteht aus Bildern, die in die Zukunft reisen,

auch wenn die Geschichten, die wir erzählen, in die Vergangenheit

tauchen«, sich auch auf das Theater übertragen lässt.

In der Zusammenarbeit mit der Kammerakademie Potsdam

wird die diesjährige Winteroper mit dem szenischen Oratorium

»Jephtha« von Georg Friedrich Händel in der Friedenskirche zu

erleben sein.

»Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser« – diese vielzitierte

Feststellung stammt aus Shakespeares Komödie »Was ihr wollt«,

die Ende März 2014 Premiere haben wird.

Dem äußerst produktiven und geschätzten Jugendtheater gilt eine

besondere Aufmerksamkeit: Jährlich besuchen etwa 26.000 junge

Gäste das Theater. Sechs Premieren stehen wiederum für sie bevor.

Der theaterpädagogischen Begleitung, Begegnung und Vermittlung

räumt das Ensemble dabei einen hohen Stellenwert ein. Gemeinsame

Projekte mit der Universität und der Fachhochschule Potsdam

haben zum Ziel, das kulturelle Bewusstsein und die Freude junger

Menschen am Theater zu wecken und zu fördern.

Die vielen Vorhaben für das kommende Theaterjahr zeugen von

Ideenvielfalt, Engagement, Energie und Phantasie, die Sie, liebe

Besucher, anregen sollen, das Theater zu besuchen, zu staunen,

sich zu amüsieren, sich auseinanderzusetzen mit bekannten und

unbekannten Stoffen, mit der Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

und den Künstlern in der Stadt.

Ihre

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zum geleit

Besondere Aufmerksamkeit widmet das Hans Otto Theater weiterhin

der erfolgreichen Arbeit für junge Zuschauer. Niveauvolle

Kinder-, Jugend- und Familienstücke werden angeboten und durch

eine umfangreiche theaterpädagogische Begleitarbeit ergänzt.

Sechs Premieren stehen für die Spielzeit 2013/14 in der ambitionierten

Arbeit des Kinder- und Jugendtheaters auf dem Programm

und die jährlich steigenden Kinder- und Jugend-Abo-Zahlen

sprechen für sich. Gespannt sein können wir auch auf die Fortsetzung

einer jungen Programmidee, »Wildwuchs. Junge Texte fürs

Theater«, einer Gemeinschaftsinitiative mit der Universität der

Künste Berlin.

Jann Jakobs

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde!

Das neue Spielzeitheft überrascht mit seiner Vielfalt und seinem

Themenreichtum und hält für alle Interessen und Vorlieben ganz

unterschiedliche Angebote bereit.

Der künstlerische Bogen wird von Goethes »Urfaust« über Shakespeares

»Was ihr wollt« bis hin zu Ray Bradburys »Fahrenheit 451«

weit gespannt. Zum Spielzeitauftakt sind Sie eingeladen – vom

gesamten Theaterensemble – zu einem großen Theaterfest, einem

Tag der offenen Tür für alle Theaterfreunde und die ganze Familie.

Sie können eintauchen in die kreative Atmosphäre der Werkstätten,

können selbst ausprobieren und mitmachen und erfahren, welche

neuen Projekte der Theaterjugendclub vorhat. Und anschließend

kann mit den Ensemblemitgliedern getanzt und gefeiert werden.

Besonders freue ich mich, dass sich das Theaterensemble sehr

aktiv, engagiert und fantasievoll bei der Weiterentwicklung des

»Erlebnisquartiers Schiffbauergasse« einbringt, um mit dem Ort

eine kulturelle Drehscheibe für die Landeshauptstadt Potsdam zu

etablieren. Hier ist im Rahmen des 24-Stunden-Festivals »Stadt für

eine Nacht« der Beitrag des Hans Otto Theaters nicht wegzudenken.

Das künstlerische Team um den Intendanten Tobias Wellemeyer

wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen und sich dem Potsdamer

Publikum mit seinen unterschiedlichen Erwartungshaltungen und

Altersklassen auch in der neuen Spielzeit vielstimmig präsentieren.

Kommen Sie hin, lassen Sie sich entführen in die kreativen Welten

des Theaters und freuen Sie sich auf eine vielversprechende neue

Saison.

Ihr

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Jugend ohne Gott


zum geleit

tobias wellemeyer

Intendant des Hans Otto Theaters

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

liebe Freunde des Theaters, spüren Sie es auch?

Etwas liegt in der Luft. Wie sie ihn plötzlich beflügeln, die Luftspiegelungen

der Übermüdung: den ausgebrannten Wissenschaftler

Faust im österlichen Gegenlicht. Sind es die Drogen des Teufels? Ist

es der verführerische Duft des Mädchens, das an ihm vorüberging?

Shakespeares Inselsucher zieht es auf ihre Schiffe. Sie maskieren

sich, tauschen Kleider und Namen, das Atmen fällt ihnen leicht.

Heute wird ihnen die heikle Passage gelingen, die Todesnummer

unter der Kuppel: Sie fangen einander im Luftsprung ins Glück.

Andere haben das Tempo gedrosselt. Wie in Zeitlupe fallen sie nun

herab in die Weite ihres Himmels. Irgendwo draußen in der Provinz

steigt der Musiker und Vagabund Val Xavier von seinem Motorrad

und sieht die bezaubernde Lady Torrance. Das Leben ist plötzlich

langsam und schön. Der gefeierte Stardirigent Daniel Daréus

erleidet während eines großen Sinfoniekonzerts einen Herzinfarkt.

Abseits der rasenden Welt, im Dorf seiner Kindheit, übernimmt

er wenig später einen kleinen Kirchenchor. Er selbst lernt, neu zu

hören: wie der Schnee fällt, wie die Stille klingt. Fremde beginnen

sich in seiner Gegenwart zu öffnen, fragil verändern sie die Distanzen.

Geheimnisse entstehen, beinahe Gemeinschaft. Im Sommer

vor dem großen Krieg 1914 ziehen Arthur Schnitzlers gefährdete

Seelen einander hinab in die unendliche Stille des Meeres. In John

von Düffels neuem Stück kehrt Anja, Urenkelin der vormaligen

Eigentümerfamilie, in der Nacht des Kirschblütenfestes zurück in

die alte Heimat, um den Kirschgarten zurückzukaufen. Wendepunkte

fallen auf in vielen Geschichten dieser Spielzeit, Übergänge,

Tempo- und Paradigmenwechsel. Figuren verlassen die Hermetik

und Totalität ihrer Gegenwart und treten ein in eine neue Begehrensreise.

Sie riskieren sich selbst. Sie lösen sich von denen, die sie

fest- und zurückhalten. Im Spiegelscherbenmosaik entstehen neue

Muster. Entgehen sie ihrem Schicksal? Werden sie stärker sein als

die Zeit und der Zweifel? Mit Michael Talke und Elias Perrig, Stefan

Huber, Niklas Ritter, Andreas Rehschuh und Stefan Otteni, Fabian

Gerhardt und Sascha Hawemann, mit Alexander Nerlich und

Lydia Steier suchen auch im kommenden Spieljahr aufmerksame

und aussagestarke Regisseurinnen und Regisseure nach inszenatorischen

Antworten. Ihre Blicke auf Theaterfiguren, Kunst und

Menschenwelt, auf Existenz, Träume und Politik erschaffen erneut

einen Kosmos farbiger Interpretationsmuster unserer Zeit.

Mit dem Musical »Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs«

nach Pedro Almodóvars großstädtischer Neurosenkomödie starten

wir musikalisch in den Herbst. Im Rahmen der Potsdamer Winteroper

2013 zeigen wir gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam

Georg Friedrich Händels szenisches Oratorium »Jephtha«. Die

musikalische Leitung übernimmt Konrad Junghänel. Sechs neue,

altersgerechte Inszenierungen entstehen für Kinder und Jugendliche.

Pädagogen und Familien bieten wir vielfältige Workshops und

ein differenziertes Begleitprogramm. Wir laden Sie herzlich ein zu

Matineen und Gesprächen, zum »Wildwuchs«-Festival mit jungen

Autoren, zu unseren Theaterfesten und Themenreihen.

Ihr

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premieren 2013…2014

auf einen Blick

Wie im Himmel

von Kay Pollak

Regie Stefan Otteni Musikalische Leitung Bettina Ostermeier

bühne+kostüme Anne Neuser Premiere 27. September 2013

Spielort Neues Theater

Frauen am Rande des

Nervenzusammenbruchs

Musical von Jeffrey Lane und David Yazbek

Nach dem Film von Pedro Almodóvar / Deutsch von Kevin Schroeder

Musikalische Leitung Ferdinand von Seebach regie Stefan Huber

choreografie Francesc Abós Bühne Stephan Prattes kostüme

Heike Seidler Premiere 19. Oktober 2013 Spielort Neues Theater

POTSDAMER WINTEROPER

Jephtha

von Georg Friedrich Händel

Musikalische Leitung Konrad Junghänel Regie Lydia Steier

Bühne Elisabeth Vogetseder, Conrad Moritz Reinhardt

Kostüme Ursula Kudrna Premiere 22. November 2013

Spielort Friedenskirche Potsdam-Sanssouci

Koproduktion mit der Kammerakademie Potsdam

Die Opferung von Gorge Mastromas

von Dennis Kelly

Regie Elias Perrig bühne+kostüme Marsha Ginsberg

Premiere 8. Dezember 2013 Spielort Reithalle

Kaspar

von Peter Handke

Regie Fabian Gerhardt Bühne+Kostüme Matthias Müller

Premiere 12. Dezember 2013 Spielort Reithalle

Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen

»Konrad Wolf« Potsdam-Babelsberg

Fahrenheit 451

von R ay Br adbury

Regie Niklas Ritter Bühne Bernd Schneider kostüme N. N.

Premiere 17. Januar 2014 Spielort Reithalle

Urfaust

von Johann Wolfgang Goethe

Regie Alexander Nerlich Bühne+Kostüme Wolfgang Menardi

Premiere 24. Januar 2014 Spielort Neues Theater

Kirschgarten – Die Rückkehr Uraufführung

von John von Düffel

Regie Tobias Wellemeyer Bühne N. N. kostüme N. N.

Premiere 7. Februar 2014 Spielort Neues Theater

Was ihr wollt

von William Shakespeare

Regie Michael Talke Bühne N. N. kostüme N. N.

Premiere 28. März 2014 Spielort Neues Theater

Orpheus steigt herab

von Tennessee Williams

Regie Elias Perrig Bühne Wolf Gutjahr kostüme Katharina Weissenborn

Premiere 11. April 2014 Spielort Neues Theater

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Meine Schwester ist

eine Mönchsrobbe Uraufführung

von Christian Fr ascell a

Regie Sascha Hawemann Bühne+kostüme N. N.

Premiere 5. Juni 2014 Spielort Reithalle

Komödie der Verführung

von Arthur Schnitzler

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Harald Thor Kostüme Tanja Hofmann

Premiere 6. Juni 2014 Spielort Neues Theater

Sommer-open-air

Ladies Night

von Stephen Sincl air und Anthony mccarten

Regie Andreas Rehschuh Bühne N. N. kostüme N. N.

Premiere 20. Juni 2014 Spielort Gasometer

festival

Wildwuchs. Junge Texte fürs Theater

Festivalprojekt des Hans Otto Theaters Potsdam und

der Universität der Künste Berlin

wann 15. Februar 2014 wo Reithalle

wiederaufnahmen

Der Widerspenstigen Zähmung

von William Shakespeare

Regie Andreas Rehschuh Bühne Jan Steigert kostüme Grit Walther

live-musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

Hiob von Joseph Roth

Regie Michael Talke Bühne+Kostüme Barbara Steiner

Spielort Reithalle

Minna von Barnhelm

von Got thold Ephr aim Lessing

Regie Isabel Osthues Bühne Jeremias Böttcher kostüme Mascha

Schubert musik Tobias Vethake Spielort Neues Theater

Alle sechzehn Jahre im Sommer

von John von Düffel

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Harald Thor Kostüme Tanja Hofmann

Musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

Wellen Uraufführung

von Eduard von Keyserling

Regie Barbara Bürk Bühne+Kostüme Anke Grot

Musik Markus Reschtnefki Spielort Neues Theater

Außer Kontrolle von R ay Cooney

Regie Andreas Rehschuh Bühne Jan Steigert Kostüme Grit Walther

Musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

Von Mäusen und Menschen

von John Steinbeck

Regie Niklas Ritter Bühne Bernd Schneider Kostüme Karoline Bierner

Musik Tilman Ritter Spielort Reithalle

Das Wintermärchen

von William Shakespeare

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Matthias Müller Kostüme Ines Burisch

Musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

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Jugend ohne Gott

von Ödön von Horváth

Regie Alexander Nerlich Bühne+Kostüme Wolfgang Menardi

musik Malte Preuß Spielort Reithalle

Drei Mal Leben von Yasmina Reza

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Matthias Müller

Kostüme Antje Sternberg Spielort Neues Theater

Tschick von Wolfgang Herrndorf

Regie Sascha Hawemann Bühne+Kostüme Regina Fraas

Spielort Reithalle

Frau Müller muß weg von Lutz Hübner

Regie Isabel Osthues Bühne+Kostüme Mascha Schubert

Spielort Reithalle

My Fair Lady Musical

von Al an J. Lerner und Frederick Loewe

Musikalische Leitung Ludger Nowak Regie Nico Rabenald

Bühne Katja Schröder kostüme Sibylle Gädeke

choreografie Marita Erxleben Spielort Neues Theater

Der Turm von Uwe Tellk amp

Bearbeitung John von Düffel

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Alexander Wolf Kostüme Ines Burisch

musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

reihen

nachtboulevard

Lange Nächte mit Kunst und Party, Neuer Dramatik und Literatur,

Performance und Diskurs, Musik und Film

Märkische Leselust

Lesereihe des Hans Otto Theaters

Sonntag um 11

Matineen-Reihe zu unseren Premieren

ausserdem

Großes Theaterfest

Zum Auftakt der Spielzeit

Herr Lieutenant, ich bin ein Mädchen!

Aus Anlaß des 200. Todestages von Eleonore Prochaska. Lesung

Anzug Räuberzivil. Plünderungen verboten

In Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938. Lesung

Nußknacker und Mausekönig

von E. T. A. Hoffmann Adventslesung

Die Weihnachtsgans Auguste

von Friedrich Wolf Adventslesung

Heeresbericht von Edlef Köppen

In Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Lesung

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Mögliche Welten

10. Theatertage der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg 2014

Stadt für eine Nacht

24-Stunden-Schiffbauergassefest

La Stellidaura vendicante Oper von Francesco Provenzale

Im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2014

Von Mäusen und Menschen

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Das Wintermärchen

neues theater

premieren

reithalle

open air

friedenskirche sanssouci

23


premiere im neuen theater

kay pollak

Wie im Himmel

Deutsch von Jana Hallberg

Der international gefeierte Dirigent Daniel Daréus erleidet beim

Großen Finale eines Symphoniekonzerts auf offener Bühne einen

Herzinfarkt. Ihm erscheinen Bilder seiner Kindheit auf dem Dorf,

Erinnerungen an die Demütigungen seiner Jugend. Auf Anraten des

Arztes sagt Daniel alle Verpflichtungen ab. Er kehrt zurück in sein

Heimatdorf und mietet sich im ehemaligen Schulgebäude ein. Abseits

vom Trubel der Welt will er »wieder hören lernen«. Doch das

Dorf ist neugierig auf den berühmten Mann. Vor allem die lebensfrohe

Lena schafft es, ihm näher zu kommen. Daniel willigt schließlich

ein, den Kirchenchor zu leiten. Der ist ein Abbild der dörflichen

Gemeinschaft. Jeder kennt jeden, jeder hat seine scheinbar feste

Rolle zugewiesen bekommen. In der Arbeit mit dem heimgekehrten

Künstler brechen alte Konflikte und Zuschreibungen auf: Der duldsame

Holmfried wehrt sich zum ersten Mal gegen die Sticheleien

der anderen, Gabriella stellt sich gegen ihren gewalttätigen Mann,

und die Frau des frömmelnden Pfarrers entdeckt ihre Sinnlichkeit.

Immer mehr Dorfbewohner finden im Chor Sinn und Zusammenhalt,

immer weniger gehen zum Pfarrer in die Kirche. Unbeabsichtigt

macht sich Daniel Feinde im Dorf – und auch ihm begegnen die

alten Konflikte seines Lebens wieder.

»Wie im Himmel« war 2005 für den Oscar als »Bester fremdsprachiger Film«

nominiert.

In Zusammenarbeit mit dem Chor International Potsdam.

Regie Stefan Otteni Musikalische Leitung Bettina Ostermeier

Bühne+Kostüme Anne Neuser Premiere 27. September 2013

Spielort Neues Theater

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premiere im neuen theater

Frauen am Rande des

Nervenzusammenbruchs Musical

Nach dem Film von Pedro Almodóvar / Buch von Jeffrey Lane / Musik

und Liedtexte von David Yazbek / Deutsch von Kevin Schroeder

Iván und Pepa sind ein glückliches Paar. Doch eines Nachts findet

Pepa diese Nachricht von Iván auf ihrem Anrufbeantworter: »Auf

Wiedersehen – und pack’ meine Sachen in einen Koffer.« Tief verletzt

startet sie ihren ganz persönlichen Rachefeldzug – und kommt

dabei Iváns Doppelleben auf die Spur: Er ist bereits verheiratet, samt

erwachsenem Sohn. Ihre Freundinnen sind der leidgeprüften Pepa

keine Hilfe. Candela, vielgebuchtes Model, lebt ständig an ihrem eigenen

Abgrund und ist soeben in eine gefährliche Geschichte mit

einem schiitischen Terroristen verstrickt. Paulina, radikalfeministische

Anwältin, hält sich merkwürdig zurück. (Kein Wunder, sie

ist Iváns neue Geliebte.) Kurz bevor Pepas Welt vollständig in sich

zusammenfällt, erscheinen außer der aufgeregten Candela auch

Iváns Sohn Carlos und dessen Freundin Marisa auf dem Plan, außerdem

ein Telefontechniker, zwei ziemlich scharfsinnige Polizisten

und, dem Chaos zur Krönung, auch noch Iváns Frau Lucía, und s i e

ist nun wirklich verrückt … Doch glücklicherweise hat irgendwer

das Gazpacho mit Schlafmittel versetzt, was sämtlichen Beteiligten

zumindest zu einer kurzen Verschnaufpause verhilft …

Pedro Almodóvars oscarnominierte Kultfilm-Comedy von 1988 wurde von

David Yazbek und Jeffrey Lane kongenial adaptiert. Das Musical besticht

durch seinen Humor und mitreißende Latino-Rhythmen. Es feierte 2010

am New Yorker Broadway Premiere – und wurde umgehend für drei Tony

Awards nominiert.

Musikalische Leitung Ferdinand von Seebach Regie Stefan Huber

Bühne Stephan Prattes kostüme Heike Seidler Choreografie Francesc

Abós Premiere 19. Oktober 2013 Spielort Neues Theater

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premiere in der Friedenskirche Potsdam-Sanssouci

potsdamer winteroper 2013

Georg Friedrich Händel

Jephtha

Szenisches Oratorium in englischer Sprache von Thomas Morell

Das Alte Testament berichtet im Buch der Richter: Das Volk Israel

leidet unter Fremdherrschaft, seine Altäre sind entweiht. Den zum

Widerstand entschlossenen Israeliten wird von ihrem geistlichen

Oberhaupt Jephtha als militärischer Führer benannt. Dieser, charismatisch

und zutiefst gottgläubig, fordert im Falle eines Sieges die

Macht auch in Friedenszeiten. Er schwört Gott, ihm bei siegreicher

Heimkehr das erste Wesen, das ihm begegnet, zu opfern. Durch ein

Wunder erlangen die Israeliten den Sieg, doch Jephtha kann nicht

triumphieren, denn ihn begrüßt als Erste seine Tochter Iphis. Die

biblische Opferung der Tochter findet bei Händel und Morell jedoch

nicht statt. Ihrem aufgeklärten christlich-humanistischen Verständnis

entsprechend, erscheint ein Engel, um die Tötung zu verhindern.

»Jephtha« ist Händels letztes musikdramatisches Werk. Es erlebte seine Uraufführung

unter seiner eigenen Leitung 1752 im Covent Garden Theatre.

Händels Oratorien gelten in musikhistorischer Hinsicht als Fortsetzung der

englischsprachigen Operntradition, wie sie Henry Purcell im Geiste Shakespeares

begann. Das umfangreiche dreiaktige »Sacred Drama« wird in einer

konzentrierten, gekürzten Fassung realisiert. Für die aufführungspraktische

Umsetzung bürgt der erfahrene Experte für Alte Musik Konrad Junghänel.

Musikalische Leitung Konrad Junghänel Regie Lydia Steier

Bühne Elisabeth Vogetseder, Conrad Moritz Reinhardt

Kostüme Ursula Kudrna chöre Ud Joffe Premiere 22. November 2013

Spielort Friedenskirche Potsdam-Sanssouci

Koproduktion mit der Kammerakademie Potsdam. Mit freundlicher Unterstützung

der Evangelischen Friedenskirchengemeinde und der Stiftung

Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

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premiere in der reithalle

Dennis kelly

Die Opferung von

Gorge Mastromas

Deutsch von John Birke

Gorge (gesprochen wie der englische Name George) ist ein Altruist,

ein freundlicher und solidarischer Mensch. Er ehrt seine Freunde,

sorgt für seine Frau, steht für Fehler ein. Doch ist das Güte? Oder ist

es Feigheit? Diese Frage, einmal gestellt, geht Gorge nicht mehr aus

dem Kopf. Denn er fühlt sich unzufrieden, in seinen Möglichkeiten

unerfüllt, wie in einen ewigen Stillstand gepreßt. Kann er mehr nicht

erreichen? Oder soll er sein Leben ändern? Soll er auf Angriff gehen?

Kommt er dann im Leben endlich voran und kann abschütteln, was

ihn zurückhält? Als hätte er sie herbeigewünscht, ist sie plötzlich da,

die Stunde der Entscheidung. Die Zukunft seines Arbeitgebers liegt

in seinen Händen und – wenn er bereit ist, die Chance zu ergreifen,

nicht mehr gut oder feige zu sein … Nach dem ersten Verrat wird

plötzlich alles ganz leicht. Gorge steigt auf wie ein Komet, er läßt sein

altes Ich hinter sich und erschafft sich und sein ganzes Leben neu.

Endlich ist er frei, alles fliegt ihm zu, Erfolg, Macht, Luxus. Doch wer

ist jetzt Gorge? Unweigerlich holt die Frage ihn ein, sie kommt von

allen Seiten, und er muß sie beantworten.

Wie kein anderer Dramatiker widmet sich Dennis Kelly in atemberaubend

spannenden Geschichten den Alltagsfragen von Menschen – Nachbarn,

Freunden, Familien – in den anti-sozialen Zeiten der neoliberalen Wende. Er

fragt nach dem gegenwärtigen Zustand dessen, was unsere Welt im Innersten

zusammenhalten soll, nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Regisseur

Elias Perrig holte zahlreiche Stücke von Dennis Kelly in erfolgreichen Erstaufführungen

auf die deutschsprachigen Bühnen.

Regie Elias Perrig Bühne+kostüme Marsha Ginsberg

Premiere 8. Dezember 2013 Spielort Reithalle

31


premiere in der reithalle

Peter Handke

Kaspar

Der Findling Kaspar ist ein unbeschriebenes Blatt. Er findet sich unvorbereitet

in einer ihm unbekannten Welt wieder. Er hat nur einen

einzigen Satz: »Ich möchte ein solcher werden, wie einmal ein andrer

gewesen ist.« Doch dieser Satz hilft ihm nicht, ein Verhältnis zur

Welt aufzubauen, denn Kaspar kennt die Worte der Sprache nicht.

Er kennt auch sich selbst nicht. Da melden sich unsichtbare Einsager

und unterwerfen Kaspar schrittweise einem Spracherziehungsprogramm.

Sie sagen ihm, was was ist, wer er ist und wie eines mit

dem anderen zusammenhängt. Kaspar wird durch Sprechen zum

Sprechen gebracht, er lernt die Dinge zu benennen und alles in eine

Ordnung zu bringen: »Seit ich sprechen kann, kann ich alles in Ordnung

bringen.« Die Dressur der Einsager, Handke nennt sie auch

»Sprechfolterung«, ist gelungen. Kaspar hat sich angepasst, er ist Teil

des Systems geworden: »Ich bin in die Wirklichkeit übergeführt.«

Einen Weg zurück gibt es nicht, egal, was um ihn herum geschieht.

Was kann ein Mensch denken oder fühlen, wenn er keine Sprache hat? Ab

wann wird der Mensch zum Menschen? Den Prozess des Spracherwerbs und

der Erziehung hat jeder durchlaufen. Damit hat jeder auch die der Sprache

inhärente Ordnung übernommen – und damit ein Wertesystem, das zwangsläufig

Grenzen der Wahrnehmung und des Denkens vorgibt. Handkes »Kaspar«,

1968 uraufgeführt, erzählt überraschend aktuell vom Einfluss der allgegenwärtigen

virtuellen Welt auf unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und

unsere Persönlichkeit.

Regie Fabian Gerhardt Bühne+Kostüme Matthias Müller

Premiere 12. Dezember 2013 Spielort Reithalle

Koproduktion mit der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf«

Potsdam-Babelsberg. Studioinszenierung des 3. Studienjahrs Schauspiel.

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premiere in der reithalle

Ray Bradbury

Fahrenheit 451

Deutsch von Ulrich Fischer

Bücher sind verboten, Bücher werden verbrannt. In einem totalitären

Staat der Zukunft gilt das geschriebene Wort, gilt gedankliche

Vertiefung als Bedrohung für die Gesellschaft. Wer liest, wird streng

verfolgt. Feuerwehrleute überwachen die Einhaltung des Gesetzes.

Statt Feuer zu löschen, verbrennen sie unermüdlich die geheimen

Bibliotheken der Bürger und jedes einzelne Buch. Guy Montag ist

Feuerwehrmann. Er hat es nicht gelernt, die Verhältnisse zu hinterfragen.

Einzig das Mädchen Clarisse vermag ihn mit ihren

nachdenklichen Worten zu verunsichern. Während er mit seinen

Kollegen einen Roboterhund für die Jagd nach »Leseverbrechern«

entwirft, gibt sich seine Frau dumpf der medialen Bilderflut hin, die

dauernd über riesige Fernsehwände in die Wohnungen dringt. Jeden

Rest von Wirklichkeit hält sie mit Tabletten von sich fern. Als Guy

bei einem Einsatz mitansehen muss, wie sich eine alte Frau freiwillig

zusammen mit ihren Büchern verbrennen lässt, ändert sich seine

Sicht auf die Dinge. Heimlich nimmt er ein Buch an sich und beginnt

zu lesen. Mühsam versucht er zu verstehen und findet schließlich in

einem alten Professor einen Lehrer. Seine Frau reagiert verängstigt

auf Guys Veränderung, sein Vorgesetzter forscht und reizt und warnt

ihn. Doch Guy liest weiter, während draußen Nacht für Nacht der

jagende Roboterhund bedrohlich heult.

»Fahrenheit 451« (1953) gilt neben George Orwells »1984« und Aldous Huxleys

»Schöne neue Welt« als eines der wichtigsten Werke dystopischer Literatur

und wurde nicht zuletzt durch die Verfilmung von François Truffaut

(1966) mit Oskar Werner in der Hauptrolle weltbekannt.

Regie Niklas Ritter Bühne Bernd Schneider Kostüme N. N.

Premiere 17. Januar 2014 Spielort Reithalle

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premiere im neuen theater

Johann Wolfgang Goethe

Urfaust

Innere Leere, Unzufriedenheit, Ziellosigkeit lähmen Doktor Faust.

Weder als Arzt noch als Forscher oder Philosoph, weder durch die

Lektüre der alten Schriften noch durch Experimente am Menschen,

weder durch Religion noch durch Magie kann er es erjagen: »Was die

Welt im Innersten zusammenhält«. Hin- und hergerissen zwischen

Anmaßung und Selbstüberschätzung auf der einen, Zweifel und Lebensangst

auf der anderen Seite, verfällt Faust dem verlockenden

Versprechen des Mephistopheles, seine Sehnsucht in der Welt zu

stillen. Er besiegelt den Pakt mit seinem Blut. Mephistopheles führt

ihn hinaus in die Bürgerwelt – und in die Kammer der Kindfrau

Margarete. Sie wird zum Objekt von Fausts Begierde, ihre Liebe

verheißt ihm die Rückkehr in die Aufbruchzeit seiner Jugend. Mit

tatkräftiger Unterstützung des Mephistopheles verführt er das gläubig-unschuldige

Mädchen. Doch die Verantwortung für ihre Liebe

scheut er. Wieder wagt er das Experiment mit dem menschlichen

Leben, ein Experiment, das geradewegs in die Katastrophe führt.

Denn Margarete erwartet ein Kind von Faust, und damit droht ihr

der soziale Tod …

Der »Urfaust« ist die erste von Goethes Bühnenfassungen der volkstümlichen

Legende vom »Doctor Faustus« und dessen Teufelspakt. Inspiriert von dem

realen Fall der Frankfurter Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt,

rückte Goethe die Gretchentragödie ins Zentrum seines Dramas, das er ab

1772 in kraftvoller, leidenschaftlicher Prosa niederschrieb. Durch die Radikalität,

mit der die Geschichte in die Seelenlandschaften zweier verzweifelter

Existenzen abtaucht, wurde der »Urfaust« zum Ursprung des wohl bekanntesten

deutschen Theaterstücks.

Regie Alexander Nerlich Bühne+Kostüme Wolfgang Menardi

Premiere 24. Januar 2014 Spielort Neues Theater

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premiere im neuen theater

John von Düffel

Kirschgarten – Die Rückkehr

Uraufführung

Der Kirschgarten – mehrere Generationen später. Bis auf wenige uralte

Bäume ist der Bestand abgeholzt und das einst feudale Anwesen

in Datschen und Behelfsquartiere aufgeteilt. Das frühere Herrenhaus

dient, wo noch nicht völlig verfallen, als Büro für die Verwaltung

und Zuflucht für Obdachlose, nachdem es schon vieles gewesen ist,

Adelssitz, Unternehmervilla, Militärkommandantur. In der Nacht

des traditionellen Kirschblütenfestes kommt Anja, Urenkelin der

vormaligen Eigentümerfamilie, zusammen mit ihrem Bruder aus

den USA in die einstige Heimat zurück – auf der Suche nach ihren

Wurzeln, auf der Flucht vor ihren gescheiterten Ehen und mit dem

festen Willen, den Kirschgarten zurückzukaufen, um ihn in seiner

ursprünglichen Form wiederherzustellen. Doch Anjas Traum von

der Wiederherstellung der blühenden Vergangenheit stößt zunehmend

auf Widerstand, denn sie übersieht, dass sich in der Zwischenzeit

ein anderes Leben, eine andere Geschichte hier abgespielt hat,

dass Lebenswirklichkeiten und Erinnerungsräume entstanden sind,

von denen sie nichts weiß. Der Streit um die Zukunft des einstigen

Kirschgartens wird zum erbitterten Kampf um die Vergangenheit.

»Mama, Mama, der Kirschgarten ist verkauft, es gibt ihn nicht mehr, das ist

die Wahrheit, die Wahrheit, aber weine nicht, Mama, komm, gehen wir weg

von hier. Wir werden einen neuen Garten pflanzen, schöner noch als diesen,

du wirst ihn wachsen sehen, du wirst ihn wachsen sehen, und du wirst lächeln,

Mama …« Anjas Traum aus Tschechows Komödie »Der Kirschgarten« inspirierte

das neue Stück von John von Düffel. Von dem in Potsdam lebenden

Autor waren hier bereits das Stück »Alle sechzehn Jahre im Sommer« und die

Romanbearbeitungen »Der Turm« und »Krebsstation« zu sehen.

Regie Tobias Wellemeyer Bühne N. N. kostüme N. N.

Premiere 7. Februar 2014 Spielort Neues Theater

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premiere im neuen theater

William Shakespeare

Was ihr wollt

Mit knapper Not rettet sich Viola an die Küste von Illyrien – ihr

Schiff sinkt im Sturm, ihr Zwillingsbruder treibt draußen auf See,

sein Schicksal ungewiß. Violas Weg führt an den Hof des Fürsten.

Als junger Mann verkleidet, wird sie – nun »Cesario« – sein jüngster

Diener. Der Fürst, Orsino, bewirbt sich schon lange um die Gunst

der schönen Gräfin Olivia. Er macht Cesario zum Botschafter seiner

Liebe. Olivia aber trägt Trauer und hat der Welt entsagt. Als jedoch

Cesario mit Orsinos Liebesgrüßen vor ihr steht, erwachen ihre Lebensgeister

neu. Dieser Junge öffnet ihr Herz; sie beginnt zu lieben.

Cesario dagegen neigt sich täglich mehr dem liebeskranken Orsino

zu – eine unauflösbare Verwirrung der Gefühle. Die durchleidet

auch Malvolio, der Verwalter der Gräfin. Die Dienerschaft, die den

humorlosen Frömmler haßt, gaukelt ihm die Liebe seiner Herrin vor.

Geblendet von der Hoffnung auf Aufstieg, tappt Malvolio in die Falle

und macht sich tragikomisch zum Narren. So lieben alle kreuz und

quer, jeder den Falschen, der ihm als der Richtige erscheint, sehnsüchtig,

aber aussichtslos. Da erscheint, glücklich gerettet, Sebastian,

Violas schiffbrüchiger Bruder. Jeder hält den Zwilling für »Cesario«

und macht Ansprüche auf ihn – das Chaos ist perfekt. Jetzt hilft nur

noch eines: Es müssen die Paare zueinander finden, die füreinander

bestimmt sind. Nicht weniger als drei Hochzeiten braucht es, um die

Unordnung zur Ordnung zu erlösen …

Shakespeare schrieb »Twelfth Night or What You Will« zur fröhlichen Feier

der Zwölften Nacht am Ende der Weihnachtstage. Die Rauhnächte, traditionell

eine Zeit der Verzauberung, Verkehrung und Verwandlung, inspirierten

sein Spiel mit dem Kleider-, Geschlechter- und Rollentausch, das der Komödie

ihren Reiz und ihr Geheimnis gibt.

Regie Michael Talke Bühne N. N. kostüme N. N.

Premiere 28. März 2014 Spielort Neues Theater

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premiere im neuen theater

Tennessee Williams

Orpheus steigt herab

Deutsch von Wolf Christian Schröder

Die Ankunft des charismatischen Musikers Val Xavier stört das gegen

alles Fremde hermetisch abgeriegelte Gemeinwesen einer Kleinstadt.

Mit seiner Lederjacke aus Schlangenhaut, seiner Gitarre und

der Fähigkeit zuzuhören weckt der vagabundierende Val das Begehren

der Frauen und das Misstrauen der Männer. Auch Lady Torrance

bringt er neue Lebenskraft. Lady, eine Frau in der Mitte ihres

Lebens, fristet an der Seite eines todkranken, despotischen Mannes

ein freudloses Dasein. Als Tochter italienischer Einwanderer hat sie

mit siebzehn Jahren erfahren müssen, was es heißt, nicht dazuzugehören:

Eine »mystische Heerschar« rassistischer Einwohner legte

damals im Gartenlokal ihres Vaters ein tödliches Feuer. Jetzt, wo ihr

Mann ans Bett gefesselt ist und bald sterben wird, will sie es allen

zeigen: Sie plant, mit Vals Hilfe ein neues Gartenlokal zu eröffnen,

in dem Nacht für Nacht die Liebenden zusammenkommen können

wie einstmals. Doch wieder rotten sich die Männer zur Jagd auf das

Unerwünschte zusammen. Und Lady muss erfahren, dass ihr Mann

in der Nacht, als ihr Vater verbrannte, der Anführer war.

Der Bürgermeister stellt Val schließlich ein Ultimatum. Bis zum

Morgen soll er die Stadt verlassen. Doch wie Orpheus sich in der

Unterwelt nach dem Schatten seiner Geliebten umdreht, kehrt Val

sich Lady zu. In der Eröffnungsnacht des Gartenlokals droht sich das

alte Unheil zu wiederholen.

Tennessee Williams‘ Stück »Orpheus steigt herab« feiert die schöpferische

Macht der Liebe und der Selbstbestimmung. Es ist auch unter dem deutschen

Titel der Verfilmung von Sidney Lumet, »Der Mann in der Schlangenhaut«,

bekannt.

Regie Elias Perrig Bühne Wolf Gutjahr Kostüme Katharina Weissenborn

Premiere 11. April 2014 Spielort Neues Theater

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premiere in der reithalle

Christian Frascella

Meine Schwester ist

eine Mönchsrobbe Uraufführung

Nach dem gleichnamigen Roman / Deutsch von Annette Kopetzky

Im Leben des jugendlichen Ich-Erzählers läuft wenig rund: Die Mutter

ist durchgebrannt, der Vater gammelt mit Bierflasche in der Hand

in der Hängematte und erzieht den Sohn mit unerbittlicher Härte, die

Schwester Francesca, die »Mönchsrobbe«, versteigt sich zusehends in

fiebrige Frömmigkeit. Der Held ist ein seltsamer Junge, zartfühlend und

unausstehlich zugleich. Er hält sich für einen gnadenlosen Macho, fällt

aber bei der Prügelei auf dem Schulhof hin und wird sogar von einem

Mädchen auf die Matte geschickt; er hat eine große Klappe und weint

nie; er versteckt seine Verletzlichkeit hinter provozierender Arroganz.

Doch allem Spott, jedem peinlichen Missgeschick, jedem kritischen

weiblichen Blick zum Trotz – es gibt nichts, was er nicht zu seinen

Gunsten umdeuten könnte. Doch dann zeigt ihm ein Schicksalsschlag,

dass er seiner Familie näher steht als gedacht. Und vielleicht ist sogar

die schöne Chiara nicht ganz so gleichgültig, wie es zunächst schien …

»Scheiße, ich war ohnmächtig geworden! Ich! Einer, der was einstecken

konnte! Ein Schlägertyp, der Hackfleisch aus einem Riesen wie Ricardo

gemacht und ihn wer weiß wie viele Tage oder Jahre seines beschissenen

Lebens in einen komatösen Zustand versetzt hatte. Wahrscheinlich war

ich wirklich krank. Ich trug den Keim zu irgendwas in mir, der mir die

Sinne betäubt, mich schlapp gemacht und niedergestreckt hatte, noch

bevor die dumme Kuh mich ins Gesicht traf.«

Leicht und humorvoll erzählt der Bestsellerroman die Geschichte eines jungen

Antihelden – nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013.

Regie Sascha Hawemann Bühne+kostüme N. N.

Premiere 5. Juni 2014 Spielort Reithalle

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premiere im neuen theater

Arthur Schnitzler

Komödie der Verführung

»Champagner gefällig«, sind die ersten Worte auf dem Maskenfest

des Prinzen Arduin im Mai 1914. »Ein Krieg würde zweifellos reinigend

wirken … ein wahrer Jungbrunnen für die Menschheit.« versichern

sich gegenseitig die Damen und Herren der Gesellschaft. Der

Tanzboden droht ihnen unter den Füßen wegzurutschen. Sie tragen

Masken und inszenieren sich als Figuren eines Märchens: wie die geheimnisvolle

Aurelie, die ihren drei Verehrern um Mitternacht mitteilen

will, wen sie erhören wird. Ausgerechnet auf Falkenir fällt ihre

Wahl, doch der bezeichnet sich selbst als nicht würdig und entlässt

sie in die ungewollte Freiheit. Diese Freiheit führt sie in dunkle Begierden

und lässt sie mutwillig schützende Grenzen überschreiten.

Alte Gewissheiten scheinen für alle unsicher zu werden, äußere und

innere Konten lösen sich auf. Der Bankier Westerhaus, zum Beispiel,

geht durch zwielichtige Spekulationen bankrott, in der Folge droht

dem jungen Max von Reisenberg ebenfalls der Ruin. Der Verführer

Max aber ignoriert alle Warnungen und widmet sich seinen Liebesaffären.

Erst mit Aurelie, dann mit der Violinistin Seraphine und

schließlich mit der Sängerin Judith. Doch jede Frau schenkt ihm

nur eine einzige Liebesnacht. Am Ende treffen sich alle in einem

verwunschenen dänischen Seebad wieder. Von dort entschwinden

sie schließlich mit einem Märchenschiff in die weite Ferne, oder sie

stürzen sich in die Tiefe des Meeres – oder sie bleiben am Strand

zurück. Der Krieg bricht aus.

Unter dem Eindruck der großen Katastrophe zu Beginn des 20. Jahrhunderts

hat der Seelenerforscher Arthur Schnitzler haltlose Menschen beschrieben,

die sich in ein erotisches, gespenstisch-komisches Endspiel stürzen und von

Untergang und kommenden Umwälzungen mehr ahnen als wissen.

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Harald Thor Kostüme Tanja Hofmann

Premiere 6. Juni 2014 Spielort Neues Theater

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premiere OPEN AIR

SOMMER-OPEN-AIR

Stephen Sinclair/Anthony McCarten

Ladies Night

Komödie

Kein Job, kein Geld, keine Aussicht. Das Selbstwertgefühl schrumpft,

und das Glück daheim gerät in Schieflage. Was bleibt, ist das Bier in

der Kneipe. Schlechte Zeiten für sechs arbeitslose Kollegen in einer

englischen Industriestadt. Da reitet eine Männer-Striptease-Show

zum glamourösen Gastspiel ein, die Frauen stehen Kopf und feiern

die Herren der Schöpfung. Aber, das ist doch die Idee! Mit einer eigenen

Striptease-Nummer Geld verdienen und die Frauen zum ultimativen

Beifallssturm hinreißen! Ist das großartig? Oder nur eine

Schnapsidee? Nur Ausprobieren hilft, das herauszufinden, und so

kommen alle sechs zum ersten gemeinsamen Treffen und improvisieren

wild drauflos. Aber reichen Charme und Persönlichkeit, um

den Mangel an Rhythmusgefühl und Muskeldefinition zu ersetzen?

Und wie ist das überhaupt, auf einer Bühne zu stehen, noch dazu in

Unterwäsche? Ein Name ist schnell gefunden: »Die wilden Stiere«,

aber sonst fehlt es an allem. Ein Tanzcoach wird beschafft, man trainiert

und übt, rührt die Werbetrommel und überwindet alle Zweifel.

Aber als schließlich der große Auftritt bevorsteht, verlässt die sechs

der Mut. Die ganze Show platzen zu lassen, erscheint plötzlich einfacher,

als hinaus ins Scheinwerferlicht zu treten

»Ladies Night« zählt zu den erfolgreichsten Komödien des letzten Jahrzehnts.

Komik und der Ernst des Lebens mischen sich in ihr in idealer Weise, und das

sorgt für beste Unterhaltung. Unter dem Titel »Ganz oder gar nicht« wurde

der Stoff auch zu einem Kinohit.

Regie Andreas Rehschuh Bühne N. N. kostüme N. N.

Premiere 20. Juni 2014 Spielort Gasometer am Neuen Theater

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Wildwuchs. Junge Texte fürs Theater

Festivalprojekt des Hans Otto Theaters Potsdam

und der Universität der Künste Berlin

Wer sind die jungen Dramatiker von heute? Welche Geschichten

und Themen treiben sie um? Welche künstlerischen Formen erproben

sie im Schreiben? Auf der Suche nach Antworten haben wir

uns im Februar 2013 erstmalig mit der Universität der Künste für

ein neues Festivalprojekt zusammengetan. In der Spielzeit 2013/2014

geht es in die zweite Runde: In einer Langen Nacht präsentieren wir

in crashkursartigen Kurzinszenierungen junge Texte fürs Theater

von Studierenden des UdK-Studiengangs Szenisches Schreiben. Unter

der künstlerischen Leitung von erfahrenen Schauspieldozenten

und Regisseuren stehen wieder Schauspielstudierende der UdK und

Schauspieler unseres Ensembles gemeinsam auf der Bühne. In Gesprächen

stellen sich die jungen Autoren den Eindrücken und Fragen

des Publikums. Und im »nachtboulevard« steigt anschließend

die Party zur Langen Nacht – Open End.

Initiatoren des Festivals sind John von Düffel, Professor für Szenisches

Schreiben, Marion Hirte, Professorin für Produktionsdramaturgie an der

UdK, und Tobias Wellemeyer, Intendant des Hans Otto Theaters. Das Hans

Otto Theater knüpft damit in neuer Form an seine erfolgreiche Tradition der

»Potsdamer Werkstatt-Tage« an.

»Begeisterndes Nachwuchsfestival.« (Märkische Allgemeine Zeitung)

»Eine Auswahl von Stücken, die bewiesen, dass das junge zeitgenössische

Theater sich mit Haltung und Aussagekraft positionieren möchte.« (Potsdamer

Neueste Nachrichten)

Wann 15. Februar 2014

Wo Reithalle

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Außer Kontrolle

neues theater

wiederaufnahmen

reithalle

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wiederaufnahme im neuen theater

wiederaufnahme in der reithalle

William Shakespeare

Der Widerspenstigen Zähmung

In der Übersetzung von Anna Cron

Wie Feuer und Wasser, so verhalten sich die beiden Töchter des

Kaufmanns Baptista ihrem Wesen nach zueinander. Ist Bianca, die

Jüngere, liebreizend und charmant, so ist ihre Schwester Katharina

berüchtigt für ihre spitze Zunge. Widerspenstig wie sie ist, hat sie

noch jeden Mann in die Flucht geschlagen, während sich um Bianca

die Verehrer scharen. Doch der Vater hält die Jüngere unter Verschluss:

Sie darf erst heiraten, wenn die Ältere unter der Haube ist.

Biancas Freier beschließen deshalb, einen Mann für Katharina zu finden

– und Petruchio kommt ihnen da gerade recht. Der zupackende

junge Mann hat sich von seiner Heimatstadt Verona aufgemacht, um

mittels einer lukrativen Heirat seine finanzielle Situation zusätzlich

aufzubessern. Ohne zu zögern, erklärt er sich bereit, die widerspenstige

Katharina zur Frau zu nehmen, und hält bei ihrem Vater um

ihre Hand an. Schnell wird man sich handelseinig, allerdings macht

Baptista das liebende Einverständnis seiner Tochter zur Bedingung

des Eheschlusses. So kommt es gleich bei der ersten Begegnung des

künftigen Paars zu einem fulminanten verbalen Kräftemessen, und

damit beginnt ein delikates Spiel, denn der Bräutigam plant, seine

hitzige Braut mit ihren eigenen Waffen zu schlagen …

Shakespeares Komödie sprüht vor Witz und Esprit. Neben den atemberaubenden

Wortgefechten sorgen turbulente Handgemenge, rasante Verkleidungen

und komische Verwechslungen seit 400 Jahren für allerbeste Unterhaltung!

Joseph Roth

Hiob

Nach dem gleichnamigen Roman. In der Fassung von Koen Tachelet

Russland, um 1900: Das bescheidene Leben des jüdischen Dorfschullehrers

Mendel Singer und seiner Familie wird jäh zerstört: Mendels

ältester Sohn folgt willig der Einberufung zum zaristischen Militär.

Der zweite kauft sich frei und desertiert in Richtung Neue Welt. Die

schöne Tochter lässt sich mit den Kosaken ein. Als der nach Amerika

ausgewanderte Sohn die Eltern samt Schwester zu sich nach New

York holt, bleibt Menuchim, das behinderte jüngste Kind der Familie,

allein zurück. Aber Mendel wird in Amerika nicht froh. Wie auf

den Hiob des Alten Testaments prasseln die Schicksalsschläge auf

ihn ein, und er verliert den Glauben an Gott. Doch dann nimmt die

traurige Geschichte eine wundersame Wendung …

»Hiob«, 1930 erschienen, wurde Joseph Roths berühmtester Roman. Er beschreibt

vor dem Hintergrund der biblischen Legende den Untergang einer

Welt, die seine eigene war. Roth wurde 1894 im Schtetl des galizischen Brody

geboren. Die Abwesenheit des kranken Vaters, der Verlust der habsburgischösterreichischen

Heimat nach dem Ersten Weltkrieg und die Auseinandersetzung

mit seiner jüdischen Identität prägten seine literarischen Arbeiten,

darunter »Die Legende vom heiligen Trinker« und »Radetzkymarsch«.

Regie Michael Talke Bühne+Kostüme Barbara Steiner

Spielort Reithalle

Regie Andreas Rehschuh Bühne Jan Steigert kostüme Grit Walther

live-musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

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wiederaufnahme im neuen theater

wiederaufnahme im neuen theater

Gotthold Ephraim Lessing

Minna von Barnhelm

Ein Lustspiel

Nichts ist mehr so, wie es war. Nach dem Ende des Siebenjährigen

Krieges findet sich der preußische Major von Tellheim in der neuen

Zeit nicht mehr zurecht: Er ist arm, er ist verwundet, und er wurde

in Unehren aus der Armee entlassen. Zu Unrecht sieht er sich

schweren Bestechungsvorwürfen ausgesetzt, sein angestammtes

Zimmer in einem Berliner Gasthaus wird ihm verweigert, der ganze

Soldatenstand scheint ihm nun bedeutungslos. Und auch der Liebe

zur reichen Minna von Barnhelm fühlt er sich nicht mehr würdig,

»Vernunft und Notwendigkeit befehlen« ihm, die Verlobte zu vergessen.

Mit der wilden Entschlossenheit seiner Minna aber hat er nicht

gerechnet. Als »große Liebhaberin der Vernunft« ist sie nicht gewillt,

ohne stichhaltige Gründe auf ihn zu verzichten – und sitzt bereits

im Nebenzimmer. Mit Hilfe ihrer lebensklugen Dienerin Franziska

ersinnt Minna eine List, die sie selbst zum Opfer und Tellheim zu

ihrem liebevollen Retter werden lassen soll. Doch damit will sich

Minna noch nicht zufrieden geben. Sie prüft und prüft das Herz des

Geliebten, bis sie es fast zu weit treibt.

Regie Isabel Osthues Bühne Jeremias Böttcher kostüme Mascha Schubert

musik Tobias Vethake Spielort Neues Theater

John von Düffel

Alle sechzehn Jahre im Sommer

Trilogie des veränderten Lebens

In der politisch aufgeheizten Atmosphäre von 1974 ist Gegner der

BRD im ersten Gruppenspiel der Fußball-WM ausgerechnet Chile.

Dabei hat eigentlich das Plenum der Künstler-WG zu tagen, denn es

kündigt sich ungewollter Nachwuchs an, und die Drogenprobleme

des WG-Neulings Carlo scheinen auch aus dem Ruder zu laufen. Im

WM-Jahr 1990, die Wiedervereinigung steht bevor, sind die Drogen

längst dem Roibusch-Tee gewichen – man gibt sich arriviert. Doch

eine gewisse Unruhe in der Wohnsituation bleibt: Sabine bereitet die

Retrospektive von Maler Hans-Helge vor und frischt nebenbei vor

den Augen ihres Freundes Jochen die alte Affäre wieder auf. 2006:

Die jüngste WG-Generation drückt dem Sommer ihren Stempel auf,

auch wenn sich das angesichts einer spätpubertierenden Elterngeneration

als kompliziert erweist …

In seiner »Trilogie des veränderten Lebens« widmet sich John von Düffel

den Neurosen und Obsessionen einer untergehenden Gesellschaft. Mit umwerfender

Komik nimmt uns das Stück mit auf eine Zeitreise in die jüngste

deutsche Vergangenheit – zugleich fern und doch bekannt. Ein federleichtes

Sommermärchen aus deutschen Landen.

»Das enorm wandlungsfähige Ensemble des Hans Otto Theaters durchlebt

[die Momentaufnahmen aus den drei WM-Sommern] leidenschaftlich.« (Der

Tagesspiegel)

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Harald Thor Kostüme Tanja Hofmann

Musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

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Alle sechzehn Jahre im Sommer


wiederaufnahme im neuen theater

Eduard von Keyserling

Wellen Uraufführung

Bühnenbearbeitung Barbara Bürk

In der Sommerfrische an der Ostsee trifft die Familie Buttlär überraschend

auf die Gräfin Doralice. Baronin Buttlär ist alarmiert, denn

Doralice ist gesellschaftlich geächtet, seit sie es wagte, ihrem Gatten

mit dem Künstler Hans durchzubrennen. Doch Tochter Lolo verfällt

der Gräfin, wie auch alle anderen ihr verfallen, ihrer Kühnheit,

Freiheit, Autonomie. Wer immer mit ihr in Berührung kommt, dem

verwirren sich die Gefühle, und er sieht sich vor Entscheidungen

gestellt, vor heftige, ja riskante Entschlüsse. Denn wer, wenn nicht

Doralice, kann sie alle aus ihrem gewöhnlichen Dasein erlösen?

Doch auch Doralice und Hans sind von Unruhe befallen. Ihr Leben

hat sich nach der Flucht ganz auf Aufbruch ausgerichtet. Nur, »das

mit der Freiheit klingt so schrecklich nach Alleinsein …« Das wilde

Meer aber durchleuchtet und verdunkelt alles, bringt Sturm und

Stille, nimmt den Augenblick in sich auf und schenkt einen neuen

zurück. Am Ende dieses Sommers ist nichts, wie es einmal war.

In federleichten Geschichten beschrieb Keyserling (1855-1918), wie sich seine

Zeitgenossen an der Bewältigung ihrer Gegenwart versuchen. Die Moderne

gibt ihnen die Freiheit von überlieferten Normen – aber auch die Verantwortung,

sich im neuen Wettbewerb der Persönlichkeiten maximal selbst

zu verwirklichen. »Wellen« (1911) besticht durch eine meisterhafte Balance

zwischen poetisch gesteigerter Stimmung und lakonisch-ironischem Dialog.

»Wie das wogt auf der Bühne, wie die Emotionen auf- und niederschäumen,

wie das geradezu impressionistisch flirrt bei allen satirischen Zuspitzungen, das

hat nicht nur etwas Wellenartiges, sondern trifft vor allem Eduard von Keyserlings

Roman von 1911 genau.« (www.nachtkritik.de)

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Regie Barbara Bürk Bühne+Kostüme Anke Grot

Musik Markus Reschtnefki Spielort Neues Theater

Wellen


wiederaufnahme im neuen theater

wiederaufnahme in der reithalle

Ray Cooney

Außer Kontrolle

Eine Farce / Deutsch von Nick Walsh

Richard Willey, rechte Hand des Premierministers und Ehemann

auf Abwegen, verstrickt sich in eine verhängnisvolle Affäre. Während

einer Parlamentssitzung nutzen er und seine Geliebte Jane

Worthington, die Sekretärin des Oppositionsführers, die Gelegenheit

zu einem intimen Treffen in der Luxussuite eines Hotels. Doch

zu ihrem Schrecken klemmt eben dort im Schiebefenster eine Leiche.

»Staatsminister bei Sex-Orgie mit Sekretärin der Opposition

und Leiche im Luxushotel erwischt!« – Eine solche Schlagzeile wäre

nicht nur das Ende von Richards Karriere, sondern auch ein Skandal

von nationaler Dimension! Das muss verhindert werden, um jeden

Preis. Richards Sekretär soll die Leiche entsorgen. Aber die Situation

gerät zunehmend »außer Kontrolle«.

Akribisch genau konstruiert der britische Erfolgsautor Ray Cooney absurd

erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende Katastrophen, die seine

Figuren in atemberaubendem Tempo von einer Notlüge in die nächste treiben.

John Steinbeck

Von Mäusen und Menschen

Nach der gleichnamigen Novelle

»Von Mäusen und Menschen« erzählt die Geschichte von George

und Lennie, zwei reisenden Landarbeitern im Amerika der 1930er

Jahre. George muss sich täglich um Lennie kümmern, denn Lennie

ist geistig zurückgeblieben. Seine unbändige körperliche Stärke

macht ihn aber auch zu einer gefragten Arbeitskraft. Die zwei sind

ein ungleiches Paar, aber ein gemeinsamer Traum verbindet sie:

Nichts wünschen sie sich sehnlicher als ein kleines Stück Land, das

sie ihr eigen nennen und selbst bewirtschaften können. Als sie sich

mit dem alten Farmarbeiter Candy und dem erfahrenen Slim zusammentun,

scheint die Erfüllung ihres Traums zum Greifen nahe. Doch

ihr Arbeitgeber ist der streitsüchtige Curley. Als dessen bildhübsche

Frau Eva sich Lennie nähert, kommt es zur Katastrophe …

»Von Mäusen und Menschen« ist ein Meisterwerk amerikanischer Erzählkunst.

Steinbeck schildert mit berührender Zartheit die außergewöhnliche

Geschichte zweier Menschen, die in einer zerbrechlichen Wirklichkeit aneinander

Halt suchen.

»[Regisseur] Rehschuh bringt das Ensemble mächtig in Fahrt, und allen macht

die Sache einen Heidenspaß. Philipp Mauritz ist der schmächtige Chaos-Minister.

Er legt Meilen in dem Zimmer zurück, um diesen Tsunami, der aus allen

Türen auf ihn zurollt, zu bändigen. Den komödiantischen Vogel schießt aber

Jon-Kaare Koppe in der sich multiplizierenden Sekretärs-Rolle ab. Wie dieser

verklemmte Typ sich zum Don Juan mausert oder mit Erstaunen nicht wahrhaben

will, dass die Leiche futsch sein soll, ist zum Schreien. Der bessere Boulevard

für Cooneys Stück liegt diesmal eindeutig in der Schiffbauergasse.« (rbb

kulturradio)

»Eine wunderbare, mitreißend-gelungene Inszenierung eines Klassikers; mehr

ist aus der Steinbeck-Vorlage kaum rauszuholen. Respekt!« (Potsdamer Neueste

Nachrichten)

Regie Niklas Ritter Bühne Bernd Schneider Kostüme Karoline Bierner

Musik Tilman Ritter Spielort Reithalle

Regie Andreas Rehschuh Bühne Jan Steigert Kostüme Grit Walther

Musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

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Das Wintermärchen


wiederaufnahme im neuen theater

wiederaufnahme in der reithalle

William Shakespeare

Das Wintermärchen

Deutsch von Peter Handke

Seit ihrer Kindheit sind Leontes, König von Sizilien, und Polixenes,

König von Böhmen, in tiefer Freundschaft miteinander verbunden.

Da plötzlich wird Leontes von maßloser Eifersucht befallen. Er verdächtigt

seine schöne Frau Hermione des Ehebruchs mit Polixenes

und klagt sie öffentlich an, ein Kind von diesem zu erwarten. Niemand

an seinem Hof glaubt an Hermiones Schuld, alle beschwören

Leontes, doch zur Vernunft zu kommen. Aber nicht einmal die unheilverkündenden

Warnungen der weisen Paulina können ihn davon

abhalten, seine Frau in den Kerker zu werfen und Polixenes auf

Leben und Tod zu verfolgen. Das Kind, das die unglückliche Hermione

im Gefängnis zur Welt bringt, erhält von ihr den Namen Perdita,

die Verlorene. Von Leontes aber wird es als Bastard verbannt, auf seinen

Befehl an der »Küste Böhmens« ausgesetzt und seinem Schicksal

überlassen. Als auch noch ihr erster Sohn stirbt, bricht Hermione

über ihrem Unglück zusammen. Paulina bringt die Kunde von ihrem

Tod. Von bitterster Reue geplagt, aber viel zu spät, sieht Leontes

sein Unrecht ein. Die Zeit vergeht. Sechzehn Jahre später, wenn das

Verlorene wieder gefunden wird, kann sich das Unheil zurückverwandeln

in blühendes Leben.

Ödön von Horváth

Jugend ohne Gott

Nach dem gleichnamigen Roman

»Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.« schreibt Gymnasiast N in

einer Klassenarbeit. Der Lehrer stellt ihn deshalb vor der Klasse zur

Rede, aber er stößt nur auf kalte, feindselige Ablehnung. Humanistische

Anschauungen werden in der vorfaschistischen Gesellschaft

der 1930er Jahre auf eine harte Probe gestellt. Der Lehrer entscheidet

sich unter dem Druck der Umstände, seine Ideale aufzugeben und

ein Mitläufer zu werden. Im vormilitärischen Ausbildungslager jedoch

geraten die Konflikte innerhalb der Klasse außer Kontrolle. Ein

Schüler wird ermordet, ein Mitschüler gerät unter Tatverdacht. Erst

nach schwerem Ringen mit sich und Gott findet der Lehrer den Mut,

im Strafprozess die Wahrheit zu gestehen … In seinem 1937 erschienen

Roman schildert Horváth die »seelenlose Verfassung der Jugend,

die, abseits von Wahrheit und Gerechtigkeit, in einer unheimlichen

Kälte heranwächst«, so der Klappentext der Erstausgabe. Zwischen

biederer Bürgerlichkeit, brutalem Egoismus und heraufziehender

Barbarei kämpft eine Generation um ihren Platz in der Welt.

»Eine packende Studie über bröckelnden Humanismus, ein Glanzpunkt dieser

Schauspielsaison.« (Märkische Allgemeine Zeitung)

»Aus der kalten Region des Reichtums geht es bei Wellemeyer in die deftige

Volksstückniederung, von dort aus in die laue Freudennacht des Märchens. Das

ist spannend erzählt, hat Witz fürs Wüste und Wilde und glaubt an den Zauber

der Begütigung. Die so plötzlich hereinschweben kann, wie meist das Böse hereinbricht.«

(Neues Deutschland)

»Ein wichtiger, verstörender Abend.« (Berliner Morgenpost)

Regie Alexander Nerlich Bühne+Kostüme Wolfgang Menardi

musik Malte Preuß Spielort Reithalle

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Matthias Müller Kostüme Ines Burisch

Musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

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Jugend ohne Gott


wiederaufnahme im neuen theater

wiederaufnahme in der reithalle

Yasmina Reza

Drei Mal Leben

Deutsch von Eugen Helmlé

Der bislang nur mittelmäßig erfolgreiche Astrophysiker Henri hofft,

demnächst auf die Position eines Forschungsdirektors wechseln zu

können. Zwecks Networking haben er und seine Frau Sonja den renommierten

Fachkollegen Hubert Finidori und seine Ehefrau zum

Abendessen eingeladen. Doch durch eine Verwechslung stehen die

Finidoris einen Tag zu früh vor der Tür und treffen auf völlig unvorbereitete

Gastgeber. Jetzt heißt es für die Überraschten, sich unverzüglich

in Schale zu werfen, dem leeren Kühlschrank doch noch

ein paar präsentierfähige Snacks zu entreißen und den sechsjährigen

Sohn zu bändigen, der im Kinderzimmer gerade den täglichen Aufstand

probt. Kurzum: Der Abend steht unter keinem guten Stern.

Yasmina Reza zeigt uns, wie er ablaufen könnte, und präsentiert

nicht weniger als drei verschiedene Variationen – drei Mal Leben.

Mit ihrem preisgekrönten Bestseller-Stück »Kunst« eroberte Yasmina Reza

die internationalen Bühnen im Sturm und avancierte zu einer der meistgespielten

Autorinnen der Gegenwart. Mit »Drei Mal Leben« zeigt sich Yasmina

Reza einmal mehr als Meisterin der Zwischentöne. Gekonnt spürt sie

im Geplauder dem Machtspiel, im Miteinander dem Konkurrenzkampf, im

Privaten dem Politischen nach – und bringt all das mit leichter Hand, aber

ohne Gnade auf die Bühne.

»Rezas Sinn für die Abgründe des gehobenen Mittelstands ist unverwechselbar.«

(Märkische Allgemeine Zeitung)

Wolfgang Herrndorf

Tschick

Bühnenbearbeitung von Robert Koall

Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf »Geschäftsreise«:

Maik Klingenberg wird die großen Ferien ganz allein am Pool

der elterlichen Villa verbringen. Doch da kreuzt Tschick auf. Tschick,

eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus dem Plattenbau in

Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium

geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel

gelungener Integration. Dass er einen geklauten Lada Niva zur Hand

hat, macht es nicht besser. Aber der Lada macht Maik und Tschick

mobil für eine gemeinsame Reise, ohne Karte und Kompass durch

das sommerglühende Brandenburg, eine Reise, unvergesslich wie

die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Ein schräger

»Coming-of-Age«-Roman, der in träumerischer Leichtigkeit seinen

beiden Helden bei der ersten großen Prüfung ihres Lebens folgt. Das

Resultat ist eine erschreckend komische Odyssee durch die deutsche

Provinz.

»Die Potsdamer Inszenierung ist dichter an der Vorlage, sie gibt ihr nicht nur die

Stimme, sie trifft ihren besonderen Sound. Hat mehr Tempo und Drive. Wolfgang

Herrndorfs Buch ist längst ein Kultroman.« (rbb kulturradio)

Regie Sascha Hawemann Bühne+Kostüme Regina Fraas

Spielort Reithalle

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Matthias Müller

Kostüme Antje Sternberg Spielort Neues Theater

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Wellen


Wiederaufnahme in der reithalle

wiederaufnahme im neuen theater

Lutz Hübner

Frau Müller muss weg

Mitarbeit: Sarah Nemitz

Die Elternvertreter der 4b misstrauen den pädagogischen Fähigkeiten

der Klassenlehrerin Frau Müller. Nichts weniger als die Zulassung

ihrer Kinder zum Gymnasium steht auf dem Spiel. Man verbündet

sich, um die Abberufung der Lehrerin zu erreichen. Doch

die entscheidende Aussprache verläuft ganz anders als erwartet …

Humorvoll und geistreich setzt Erfolgsautor Lutz Hübner einen

Elternabend in Szene und verwandelt das Klassenzimmer in ein

Schlachtfeld der Wortgefechte. Der alltägliche Kampf um das Wohl

des eigenen Kindes fördert einige tief vergrabene Wahrheiten zu

Tage; ans Licht kommt dabei allerdings auch, dass die Kluft zwischen

Ost und West in der Generation der Nachwendezeit noch lange nicht

überwunden ist.

»Weder den klugen Fritz noch den wilden Lukas noch die faule Janine oder

die vorlaute Laura lässt Hübner auftreten – und dennoch schweben sie in der

konzentrierten Inszenierung von Isabel Osthues gewissermaßen über der Szene:

In Form von winzigen Kastaniengestecken nämlich, die die Kinder gebastelt haben.

So klein, dass man sie kaum erkennen kann, baumeln sie über den Köpfen

der Eltern, unberührt von dem Gemetzel, das hier in ihrem Namen stattfinden

wird. Anna Böttcher spielt Frau Müller nicht als den Eltern moralisch Überlegene

– sondern als eine, die es unbedingt sein will. Sie gibt ihrer Figur jene

Portion an überzogenem Selbstmitleid, gekränktem Stolz und – wenn sie die

Irrtümer der Eltern offenlegt – fast kindlichem Triumph, die das Stück vorm

Moralisieren bewahrt.« (Potsdamer Neueste Nachrichten)

Regie Isabel Osthues Bühne+Kostüme Mascha Schubert

Spielort Reithalle

My Fair Lady Musical

Nach Bernard Shaws »Pygmalion« und dem Film von Gabriel Pascal /

Buch von Alan Jay Lerner / Musik von Frederick Loewe /

Deutsch von Robert Gilbert

Eliza Doolittle verdient ihren Lebensunterhalt als Blumenverkäuferin

auf den Straßen von London. Fasziniert von ihrem Straßenjargon,

geht der Phonetikprofessor Henry Higgins mit seinem Fachkollegen

Pickering eine Wette ein: Fest überzeugt von seinen Möglichkeiten

als Forscher und Lehrmeister, behauptet er, aus dieser »Rinnsteinpflanze«

binnen sechs Monaten eine Lady machen zu können. Eliza,

die von einem eigenen Blumenladen träumt, nimmt Higgins beim

Wort. Der beginnt umgehend, seine Schülerin nach seiner Vision

zu formen – und malträtiert sie ohne Rücksicht auf ihre Gedanken

und Gefühle. Sein Sprach- und Benimmtraining bringt beide an ihre

Grenzen – und verwandelt Eliza. Aus einem Gossenmädchen wird

eine selbstbewusste junge Frau. Damit hatte Higgins allerdings nicht

gerechnet …

Seit seiner Uraufführung 1956 am Broadway stieg »My Fair Lady« zu einem

der beliebtesten Musicals aller Zeiten auf. Mit seinem intelligenten Witz und

den kongenialen Songs – »Es grünt so grün«, »Mit ’nem kleenen Stückchen

Glück«, »Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht« – eroberte es die Welt.

»Bernd Geiling ist ein herrlich pedantischer Pepita-Hut-Professor, Peter Pagel

versprüht prolligen Charme als Doolittle. Über allem strahlt Franziska Melzer,

diese zarte, starke Eliza, die man auf ihrem Weg vom hässlichen Ick-lein zum

stolzen Schwan am liebsten auf Händen tragen würde.« (Der Tagesspiegel)

Musikalische Leitung Ludger Nowak Regie Nico Rabenald

Bühne Katja Schröder kostüme Sibylle Gädeke Choreografie Marita

Erxleben Spielort Neues Theater

Fassung für modernes Salonorchester.

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wiederaufnahme im neuen theater

Uwe Tellkamp

Der Turm

Bearbeitung von John von Düffel

Christian Hoffmann erlebt die letzten sieben Jahre der DDR in einem

Villenviertel in Dresden. Dort, im »Turm«, führen die Menschen ein

Nischendasein mit Festen, Hausmusik, bildender Kunst und Literatur.

Seltsam stillgelegt ist für Christians Generation die Zeit, aus der

keine Zukunft zu erwachsen scheint. Dennoch träumt Christian davon,

ein großer Mensch, ein berühmter Arzt zu werden. Er träumt

auch »vom Irrgarten der Liebe« und den Achseln seiner Mitschülerin

Reina, doch kann er ihr trauen? Der Widerspruch zwischen

eigenem Wahrheitsanspruch und erzwungenem Lügen wird spätestens

in der Armee für Christian zur Zerreißprobe. Als Bücherwurm

bekommt er in der NVA schnell den Namen »Nemo«, Niemand.

Unerträglich sind ihm die Schikanen hinter den Kasernenmauern.

Nach einem schweren Zwischenfall bei einer Übung landet er wegen

staatsfeindlicher Äußerungen schließlich im Militärgefängnis, sogar

in der Dunkelzelle, bis er sich tatsächlich fühlt wie Niemand.

Die Aufführung stand seit ihrer Premiere Ende 2010 bereits über 50 Mal erfolgreich

auf dem Spielplan des Hans Otto Theaters.

»Ein großer Roman ist in Potsdam zu einem großen Theaterabend geworden.«

(Der Tagesspiegel)

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Alexander Wolf Kostüme Ines Burisch

musik Gundolf Nandico Spielort Neues Theater

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Der Turm


neues theater

zu gast:

musiktheater aus

cottbus

Minna von Barnhelm

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gastspiel im neuen theater

gastspiel im neuen theater

staatstheater cottbus

Jacques Offenbach

Hoffmanns Erzählungen

Phantastische Oper in fünf Akten / Libretto von Jules Barbier / Deutsche

Textfassung von Gerhard Schwalbe

Der Dichter Hoffmann vergöttert noch immer die Sängerin Stella,

die ihn längst verlassen hat. Während ihres Berlin-Gastspiels als

Donna Anna in »Don Giovanni« lodert seine Sehnsucht nach der

unerreichbaren Frau schmerzlich wieder auf. Um die Erinnerungen

an Stella zu bewältigen, erzählt er seinen Studenten beim Punsch

von drei unterschiedlichen Liebesabenteuern: Mit der makellosen

Olympia, die sich als Automat entpuppt. Mit der begabten Sängerin

Antonia, die eine egoistische Künstlerin ist. Und mit der angeblich

schutzbedürftigen Kurtisane Giulietta, die es in Wahrheit auf sein

Spiegelbild abgesehen hat. Je tiefer Hoffmann in sein fantasierendes

Erzählen eintaucht, umso mehr verstrickt er sich darin und umso

mehr verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen Illusion und

Wirklichkeit. Als Stella ihm schließlich gegenübersteht, erkennt er

sie nicht mehr.

In Offenbachs Meisterwerk, dessen Vielgestaltigkeit zwischen Operette und

Oper schwankt und das neben der berühmten Barcarole noch viele andere

wunderbare Melodien bereithält, mischen sich groteske und unheimliche Elemente

aus den Novellen des romantischen Dichters E. T. A. Hoffmann mit

Details aus dessen Biografie zu einer bizarren Traumwelt.

»Komische Oper, zieh dich warm an! Nicht zuletzt war der gelungene Abend

ein Verdienst des temperamentvollen und mitreißenden Dirigenten Evan

Christ, für mich der geborene Offenbachianer.« (rbb kulturradio)

staatstheater cottbus

Giuseppe Verdi

La Traviata

Oper in drei Akten / Libretto von Francesco Maria Piave nach »La Dame

aux camélias« von Alexandre Dumas d. J. / In italienischer Sprache mit

deutschen Übertiteln

Die Pariser Edel-Prostituierte Violetta Valéry, die sich selbst als »traviata«,

»vom rechten Weg abgekommen«, bezeichnet, stürzt sich in

den Rausch des Augenblicks, um ihre tödliche Krankheit zu vergessen.

Sie glaubt schon lange nicht mehr an uneigennützige Gefühle

und echte Liebe. Doch da begegnet ihr der junge Alfredo Germont.

Im Gefühl, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, sind beide

bereit, alles dafür aufzugeben. Violetta und Alfredo ziehen aufs

Land, in ein Idyll der Zweisamkeit. Ein Neuanfang scheint möglich.

Doch die Vergangenheit holt die Liebenden ein. Als Alfredos Vater

an Violettas Gewissen appelliert, auf seinen Sohn zu verzichten, da

ihr schlechter Ruf die Hochzeit seiner Tochter gefährde, gibt Violetta

verzweifelt nach. Sie schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief und

versucht, in der glamourösen Gesellschaft von Paris erneut Fuß zu

fassen. Nach einem öffentlichen Eklat zieht sie sich jedoch zurück

– allein und in einem aussichtslosen Zustand. Geächtet von ihrem

Umfeld, moralisch belastet von Alfredos Vater und verlassen von ihrem

Geliebten, stirbt die einstige Liebesgöttin von Paris an der Kälte,

die sie umgibt.

Giuseppe Verdi erzählt Violettas Lebensgeschichte als ein Seelengemälde

mit Musik von kristalliner Klarheit. 1853 in Venedig uraufgeführt, wurde

das dicht gebaute musikalische Kammerspiel zu Verdis berühmtestem Werk

überhaupt.

Musikalische Leitung Evan Christ Regie Martin Schüler

bühne Hans-Holger Schmidt KOSTÜME Jessica Karge CHÖRE Christian

Möbius zu gast 29. und 31. Oktober 2013 Spielort Neues Theater

Musikalische Leitung Evan Christ Regie Ralf Nürnberger

ausstattung N. N. CHÖRE Christian Möbius

zu gast 16. und 17. Mai 2014 Spielort Neues Theater

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eihen

und

ausserdem

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eihen

nachtboulevard

Eigentlich ist es ganz einfach: Sie kommen und schauen sich einfach

alles an, was wir produziert und eingeladen haben. Es wird

Sie bestimmt sehr glücklich machen. Und uns auch. So öffnet sich

die Bühne des »nachtboulevard« in der Reithalle für eine neue

Spielzeit – mit Schauspielern, Musikern, Autoren, Studenten und

Künstlern. Erleben Sie schräge Theaterabende, verzaubernde Konzerte

und fesselnde Lesungen. Originelle Performances finden im

»nachtboulevard« ebenso ihren Platz wie Filmabende und Clubnächte.

Feste Bestandteile des »nachtboulevard«-Inventars sind

u. a. unsere Reihen »late show«, in der sich unsere Schauspieler

wagemutig und auf garantiert grandiose Weise auf Klassiker oder

Kinderhörbücher stürzen, die »potsdamer köpfe« mit Potsdams

spannendsten Gästen aus Wissenschaft und Kunst oder »chambre

privée«, in dem Sie unsere Schauspieler mal ganz anders kennenlernen

dürfen – pur, privat und ganz persönlich. Und, wie gesagt,

es ist eigentlich ganz einfach: Der »nachtboulevard« ist die Adresse

für Anregendes, Entspanntes, Unglaubliches, Lustvolles, Leichtes,

Abseitiges, Lautes & Leises!

Kontakt Helge Hübner

e-mail nachtboulevard@hansottotheater.de

vorbei – verweht – nie wieder

unser »nachtboulevard« 2012-2013

friends Harvey late show Live-Hörspiel live Fosbury Flop potsdamer

köpfe Friedrich und die Wissenschaften live Long Voyage literarischer

salon Frankfurter Buchmesse 2012 chambre privée Juliane

Götz und Florian Schmidtke live lilabungalow friends »Woyzeck«

open house Quiz & Bier & Rock’n’Roll potsdamer köpfe Dem Leben

auf den Grund geschaut … friends »Pink Freud« live Caroline

Keating potsdamer köpfe spezial Designtage Brandenburg live

Klinke auf Cinch friends »Der Spiegel« friends Benefizkonzert late

show »Johann Holtrop« late show Live-Hörspiel café géographique

Integration und Rassismus silvesterparty Silvester goes HOT! club

Premierenfeier live Petula spezial Potsdam Science Show – Slam

and more chambre privée Franziska Melzer und Bernd Geiling

friends »Gespräche mit Astronauten« late show Dead or Alive Poetry

Slam Potsdam nb »Orlando« late show Celebration Charles

Dickens open house Quiz & Bier & Rock’n’Roll live Masha Qrella

live My Sister Grenadine late show Live-Hörspiel potsdamer köpfe

Die geschenkte Zeit literarischer salon Leipziger Buchmesse 2013

friends »Theatertrinken« potsdamer köpfe Aufwärmung goes big

stage Dead or Alive Poetry Slam Potsdam late show »Nacht, reflektierend«

live Joasihno angelesen Juli Zeh angelesen Finkenwirth

liest Horzon live Kitty Solaris potsdamer köpfe Realität und Fiktion

chambre privée Dennis Herrmann und Raphael Rubino live Peak

Sieben friends »Potsdam brennt ringsherum« nb »Orlando« friends

Schwarzmarkt der Gefühle friends »An Ideal Husband«

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Märkische Leselust

Lesereihe des Hans Otto Theaters

Die beliebte Sonntagsreihe unter der künstlerischen Leitung (und

oft auch Mitwirkung) des langjährigen früheren Potsdamer Ensemblemitglieds

Hans-Jochen Röhrig erfährt auch in der neuen

Spielzeit zuverlässig ihre Fortsetzung. Die Geschichte Potsdams,

Berlins und der ganzen Mark Brandenburg ist reich an Romanciers,

Dichtern und Autoren. Schauspielerinnen und Schauspieler

des Hans Otto Theaters präsentieren die interessantesten Literaten

der Mark. Dazu gibt es Informationen zu den Autoren und eine

abwechslungsreiche musikalische Umrahmung.

KÜNSTLERISCHE LEITUNG Hans-Jochen Röhrig

SPIELORT Neues Theater/Glasfoyer

Sonntag um 11

Matineen-Reihe zu unseren Premieren

In unserer Matineen-Reihe »Sonntag um 11« stellen wir Ihnen

regelmäßig in entspannter Vormittagsatmosphäre unsere neuesten

Premieren vor. Es erwarten Sie Inszenierungsinformationen,

Gespräche mit unseren Schauspielern und Gastkünstlern, kleine

Szenenausschnitte und weitere interessante Überraschungen. Unsere

Theaterbar wartet mit einem Frühstücksangebot auf. Dazu der

herrliche Blick über den Tiefen See auf den Park von Babelsberg,

und einem angeregten Sonntagsvergnügen steht nichts mehr im

Wege. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Wann sonntags um 11 Uhr, alle sechs bis acht Wochen

Wo Neues Theater/Glasfoyer

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ausserdem

Großes Theaterfest

Zum Auftakt der Spielzeit

Feiern Sie auch in diesem Jahr mit uns die Eröffnung der neuen

Spielzeit! Im letzten Jahr nutzten 3.500 neugierige Besucher erstmalig

die Gelegenheit, zum Auftakt der neuen Theatersaison einen

Blick hinter die Kulissen ihres Theaters zu werfen.

Auch in diesem Jahr laden die Schauspieler, Künstler und Mitarbeiter

des Hans Otto Theaters Sie herzlich ein zu einem »Tag der

offenen Tür« für die ganze Familie. Erleben Sie Programm überall

– für Kinder und Erwachsene, im Theaterfoyer, auf der Bühne, auf

den Seeterrassen, aber auch an den geheimnisvollen Orten zwischen

Werkstätten und Bühne. Wir zeigen Ihnen, was Theater kann, in

offenen Proben, Schau-Aktionen der künstlerischen Abteilungen,

einer »Kleinen Theaterweltreise« durch unser Programm, in Lesungen,

musikalischen Intermezzi, Vorführungen und Inszenierungen

– und in vielen Angeboten für Kinder. Mit Kostümverkauf,

Maskenbildnerei, Theatermalerei, Bühnenführungen, Bastelstraße

und und und … Zum Ausklang kann gemeinsam gegrillt, getanzt

und gefeiert werden, Open End.

Wann 31. August 2013, ab 14:00 Uhr

Der Eintritt zum Theaterfest ist frei!

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»Herr Lieutenant,

ich bin ein Mädchen!« Lesung

Aus Anlaß des 200. Todestages von Eleonore Prochaska

In Erinnerung an die Befreiungskriege 1813/1814

»Wir standen in Sandau an der Elbe. Hier kam auch ein Jäger Renz

zur Kompanie – wie sich später zeigte, ein Mädchen Namens Prochaska.

Er wurde Flügelmann, 3 Fuß, 8 Zoll, 3 Strich hoch. Seine

Sprache war nicht besonders fein, so dass niemand in ihm ein Mädchen

vermuten konnte. Übrigens kochte er vortrefflich in den Biwaks.«

1813 trat Eleonore Prochaska unter dem Namen August Renz als

Jäger in das Lützowsche Freikorps ein. 1785 war sie in Potsdam

geboren worden, als älteste Tochter eines Unteroffiziers im Grenadier-Gardebataillon;

wegen der ärmlichen Lebensverhältnisse der

Familie wurden Eleonore und ihre Geschwister von 1794-1797 im

Potsdamer Großen Militär-Waisenhaus betreut. In der erbittert geführten

Schlacht an der Göhrde bei Lüneburg am 16. September

1813, in der Preußen und Russen über die napoleonischen Truppen

siegten, wurde Jäger Renz von einer Kartätschenladung getroffen.

Ein Feldscher entdeckte Prochaskas wahre Identität. Drei Wochen

später, am 5. Oktober, erlag sie ihren schweren Verletzungen. Die

»Potsdamer Jeanne d'Arc« fand ihr Grab auf dem St.-Annen-Friedhof

in Dannenberg. In der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis

19. Oktober 1813 wurden die Truppen Napoleons schließlich entscheidend

geschlagen. Die Völkerschlacht gilt als die wohl größte

Schlacht der Weltgeschichte vor dem Ersten Weltkrieg.

Wir erinnern in einer Lesung an Eleonore Prochaska und ihre Zeit.

Es lesen N. N.

wann 6. Oktober 2013 wo Neues Theater/Glasfoyer

»Anzug Räuberzivil.

Plünderungen verboten« Lesung

In Erinnerung an die Reichspogromnacht am 9. November 1938

Vor 75 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938,

wurden in einem reichsweit konzertierten Pogrom überall in

Deutschland Synagogen verwüstet und verbrannt, jüdische Geschäfte

geplündert und Juden mißhandelt und beraubt. Die Täter

waren Angehörige von SA und SS. Sie traten auf Anweisung von

Goebbels‘ Propagandaministerium in Zivilkleidung auf, um der

von Staat und NSDAP gelenkten Aktion den Anschein »spontanen

Volkszorns« zu verleihen. Auch die Potsdamer Synagoge am Wilhelmplatz

(heute: Platz der Einheit) wurde entweiht und die Inneneinrichtung

zerstört. Anders als in den Anweisungen vorgesehen,

wurde sie nicht verbrannt – das benachbarte Postgebäude wäre in

Mitleidenschaft gezogen worden. Die Kapelle des Jüdischen Friedhofs

auf dem Pfingstberg dagegen wurde niedergebrannt. Am Tag

darauf wurden in der Brandenburger, Nauener, Berliner und Kaiserstraße

und am Alten Markt jüdische Geschäfte überfallen; das

jüdische Landschulheim in Caputh wurde völlig verwüstet.

Direkt im Anschluß an die Zerstörungen begann am 10. November

gegen vier Uhr morgens im deutschen Reichsgebiet die Inhaftierung

von etwa 30.000 Juden und ihre Deportation in die drei Konzentrationslager

Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen. Hunderte

wurden ermordet oder starben an den Folgen der Haft.

Wir erinnern mit einer Lesung an die Reichspogromnacht in Potsdam

vor 75 Jahren.

Es lesen N. N.

wann 9. November 2013 wo Reithalle

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E. T. A. Hoffmann

Nußknacker und Mausekönig

Adventslesung

Familien mit Kindern und alle Erwachsenen, die jung im Herzen

sind, laden wir in der Vorweihnachtszeit zu einem ganz besonderen

Adventsabend ein: Der Schauspieler Jon-Kaare Koppe liest eines

der schönsten Märchen von E. T. A. Hoffmann, »Nußknacker und

Mausekönig«. In diesem romantischen Zaubermärchen erhält die

siebenjährige Marie Stahlbaum ein faszinierendes Weihnachtsgeschenk:

einen kleinen Mann in herrlicher Uniform und mit schönen

Stiefeln, der Nüsse knacken kann. Sogleich wird er ihr neuer

Kamerad. Was Marie nicht ahnt: Der freundliche Nußknacker wird

von einem mächtigen Feind bedroht, der unter den Dielen wohnt

… – So wird die kleine Marie Stahlbaum just zu Weihnachten in

einen heftigen Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt. Tapfer

ergreift sie Partei für ihren lieben Nußknacker. Viele aufregende

Abenteuer sind zu bestehen, aber am Ende winkt als Belohnung

eine Reise ins Weihnachtsland …

Für Familien mit älteren Kinder ab 8 Jahren und alle junggebliebenen

Erwachsenen.

Es liest Jon-Kaare Koppe

wann 15. Dezember 2013 (3. Advent)

wo Neues Theater/Glasfoyer

Friedrich Wolf

Die Weihnachtsgans Auguste

Adventslesung

Viele Kinder wuchsen mit den »Märchen für große und kleine Kinder«

von Friedrich Wolf auf, mit den Geschichten von Pit Pikus und

der Möwe Leila, dem schneeweißen Hasen Purzel und dem Wolfshund

Lux, und natürlich der Weihnachtsgans Auguste: Peterle ist

begeistert, als sein Vater, der Kammersänger Luitpold Löwenhaupt,

zum bevorstehenden Weihnachtsfest eine lebende Gans mit nach

Hause bringt. Bis zu den Festtagen soll sie Quartier im Kohlenkeller

beziehen. Doch da geschieht Unerwartetes: Die Gans beginnt zu

schnattern, und sie schnattert Wörter, richtige Wörter! Die Gans

kann sprechen! Eine sprechende Gans muß natürlich einen Namen

haben – und auch das Recht, gemeinsam mit der Familie zu wohnen.

Peterle nennt die Gans »Auguste« und gibt ihr einen Schlafplatz

in seinem Zimmer. Doch der Tag des Bratens kommt unweigerlich

näher. Die Gans bekommt Schlaftabletten für ein sanftes

Hinübergehen, und das Rupfen beginnt. Aber, ach du Schreck! Erneut

meldet sich Gustje zu Wort, schlaftrunken, tief beleidigt und

quicklebendig – was soll nun geschehen?

Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren und alle junggebliebenen

Erwachsenen.

Es lesen N. N.

wann 22. Dezember 2013 (4. Advent)

wo Neues Theater/Glasfoyer

Am 23. Dezember 2013 jährt sich der Geburtstag des Arztes, Schriftstellers,

Dramatikers und Geschichtenerzählers Friedrich Wolf zum 125. Mal.

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Edlef Köppen

Heeresbericht

In Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs 1914

»Ich bin am 1. März 1893 geboren. Infolgedessen war ich im Stande,

mich im August 1914 freiwillig zu den Waffen zu begeben, die ich

von Oktober 14 bis Oktober 18 in Allerhöchstem Auftrag als Kanonier,

Gefreiter, Unteroffizier, Vizewachtmeister, Offizierstellvertreter,

Leutnant der Reserve in Ost und West weidlich führte. Ich tat

das mit Begeisterung, mit Pflichtgefühl, mit zusammengebissenen

Zähnen, mit Verzweiflung, bis man mir das E. K. I verlieh und

mich ins Irrenhaus steckte.« Der Potsdamer Edlef Köppen brachte

1930 den Roman »Heeresbericht« heraus. Darin beschrieb er die

Erlebnisse des Kriegsfreiwilligen Adolf Reisiger, der im Königlich

Preußischen Feldartillerie-Regiment 96 den Weltkrieg vom Anfang

bis zum Ende mitmacht. Reisiger erlebt, wie sich die Soldaten

aller Länder von begeisterten Patrioten in stumpfsinnige Maschinisten

des Todes und die Landschaften Europas sich in die Oberfläche

eines fremden Planeten verwandeln.

Edlef Köppen arbeitete für die Funk-Stunde Berlin, den ersten deutschen

Radiosender. 1933 wurde er abgesetzt, seinen Leitungsposten übernahm Arnolt

Bronnen. Als Chefdramaturg der Filmfirma »Tobis« wurde er erneut in

politische Auseinandersetzungen verstrickt, als die Firma dem Reichspropagandaministerium

unterstellt wurde. Sein »Heeresbericht« wurde 1935 verboten.

Edlef Köppen starb 1939 in Gießen an den Folgen seiner Kriegsverletzungen.

Sein Grabstein befindet sich auf dem Waldfriedhof in Wilhelmshorst.

10. Theatertage der Länder Sachsen-

Anhalt und Brandenburg 2014

Mögliche Welten

Bereits zum 10. Mal finden im Juni/Juli 2014 die Theatertage der

Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg statt. Das Hans Otto

Theater Potsdam freut sich darauf, in diesem Jahr Gastgeber des

Festivals zu sein. Das Festival 2014 steht unter der Überschrift

»Mögliche Welten«, Themenschwerpunkt sind sich wandelnde Daseinsräume

und urbane Perspektiven in einer funktional venetzten

Welt.

Die Theatertage gehen auf eine Initiative des Deutschen Bühnenvereins,

Landesverband Ost, zurück und werden von ihm getragen

und geleitet. Sie zeigen interessante Aufführungen der Partnertheater

und dienen darüber hinaus dem Erfahrungsaustausch zwischen

den Theatern. Auf den Theatertagen präsentieren sich die Ensembles

aus Potsdam, Cottbus, Magdeburg, Halle, Dessau-Roßlau,

Halberstadt, Schwedt, Brandenburg/Havel, Lutherstadt Eisleben,

Naumburg und Stendal. Die Theatertage gibt es seit 1993. Sie finden

alle zwei Jahre abwechselnd in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

statt.

Wann Juni/Juli 2014 Wo Hans Otto Theater und im Rahmen von

»Stadt für eine Nacht«

Am 31. Juli 1914 erließ Kaiser Wilhelm I. im Potsdamer Neuen Palais die

deutsche Kriegserklärung. Als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zerbrach

der Weltkrieg ethische Gewißheiten, radikalisierte Weltanschauungen und

veränderte für immer die politischen Systeme in Europa.

Wann 30. Januar 2014 Wo Reithalle/nachtboulevardbühne

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Stadt für eine Nacht

24 Stunden, von 15:00 bis 15:00 Uhr

Schon zum fünften Mal lädt die Schiffbauergasse an einem Wochenende

im Juni/Juli ein zum großen 24-Stunden-Fest – mit vielen

spannenden Angeboten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Im Zentrum steht eine temporäre Stadt aus Pavillons, Ständen,

Raumkörpern und Bühnen – ein Kreuz und Quer aus Gassen und

Winkeln. Aktive jeder Art und Profession, Künstler, Forscher, Galeristen,

Hochschulen, Initiativen, Vereine, erwecken diese »Stadt für

eine Nacht« für 24 Stunden zum Leben. Sie sind die Stadtbewohner

und für einen Tag und eine Nacht für Sie vor Ort. Sie präsentieren,

was sie selbst begeistert, beschäftigt und in Bewegung setzt – und

was sie mit Ihnen teilen möchten. Eine Einladung zum Entdecken,

Experimentieren, Ausprobieren, Hören, Sehen und Erleben!

Vom zentralen Platz führen die Wege auch in die angrenzenden

Häuser, denn die Künstler und Kreativen der Schiffbauergasse stellen

24 Stunden lang ein Marathon-Programm auf die Beine, für

Groß und Klein, Jung und Alt und die ganze Familie. An diesem

Wochenende geht auf den Bühnen im Hans Otto Theater, im T-

Werk, in der Fabrik Potsdam und im Waschhaus sowie in der herrlich

illuminierten »Stadt für eine Nacht« das Licht nicht aus. Das

gesamte Areal ist in Bewegung, mit Musik, Theater, Kunst, Film,

Literatur und Tanz.

Kommen Sie vorbei, verweilen Sie, feiern Sie mit!

WANN an einem Wochenende im Sommer 2014

WO überall auf der Schiffbauergasse, draußen und drinnen

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Im Rahmen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2014

La Stellidaura vendicante

(Die Rache der Stellidaura)

Oper in drei Akten von Francesco Provenzale (1624-1704) /

Libretto von Andrea Perrucci / In italienischer Sprache und

altkalabrischem Dialekt mit deutschen Übertiteln

Produktion der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2012

Durch die Wiederentdeckung von »La Stellidaura vendicante«

haben die Innsbrucker Festwochen 2012 eine große Lücke in der

Operngeschichte geschlossen: Francesco Provenzales Werk ist

zweifelsfrei eine der bedeutendsten Opern des 17. Jahrhunderts. Sie

bietet sowohl dramatisches Musiktheater als auch pralle Komödie.

Ihre Musik geht sofort ins Ohr, weil sie ihre Wurzeln in süditalienischer

Volksmusik hat und außerdem von einem besonderen

melodiösen Talent geschaffen wurde. Für den Dirigenten Alessandro

De Marchi ist Provenzale der »Monteverdi des Südens«.

Seine Musik widerspiegelt die Lage Neapels als Hafenstadt am

Mittelmeer. Arabische Musikelemente, die mit den Seefahrern an

den Vesuv kamen, sorgen für orientalische Würze. Maurische Einflüsse

gelangten über die spanische Kultur nach Neapel, wo man

sich die Straßenmusikanten mit Saiteninstrumenten ähnlich der

türkischen Laute Oud und mit Schlaginstrumenten wie Tamburin

und kleinen Trommeln vorstellen kann. Eine solche neapolitanische

Folklore-Combo bringt De Marchi auch im Orchester der

»Stellidaura« spektakulär zum Einsatz.

für junge zuschauer

Musikalische Leitung Alessandro De Marchi

Regie François De Carpentries Ausstattung Karine Van Hercke

Internationales Sängerensemble und die Academia Montis Regalis

ZU GAST 14. und 16. Juni 2014 SPIELORT Neues Theater

100


inhalt

104 Zum Geleit

106 premieren und Wiederaufnahmen

auf einen blick

108 premieren

120 wiederaufnahmen

125 empfehlungen für jugendliche

ab 16 Jahren

126 Theaterpädagogische Angebote

130 Jugendclub HOT

134 Karten- und Besucherservice

Der König hinter dem Spiegel

103


zum geleit

Kerstin Kusch

Referentin Theater für junge Zuschauer und Theaterpädagogin

Telefon (0331) 98 11-161 e-mail k.kusch@hansottotheater.de

Manuela Gerlach

Leiterin des Jugendclubs HOT und Theaterpädagogin

Telefon (0331) 98 11-160 e-mail m.gerlach@hansottotheater.de

Zum Geleit

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Freunde des Theaters für junge Zuschauer,

wir freuen uns, Ihnen auch in der Spielzeit 2013/2014 wieder ein

abwechslungsreiches Programm für junge Zuschauer präsentieren

zu können. Freuen Sie sich mit uns auf sechs neue Aufführungen für

alle Altersklassen.

In unserer Arbeit für die junge Generation legen wir besonderes

Augenmerk auf den spielerisch-diskursiven Wirklichkeitsbezug der

Stoffe. Mehr denn je sind heute Kindheit und Jugend von permanenten

Brüchen und Neuorientierungen gekennzeichnet. Konkurrierende

Ordnungssysteme, Werte und Wahrheiten sind Teil bereits

kindlicher und jugendlicher Lebenswelten. Was für und was gegen

individuelle Sinngebungen spricht, ist dabei natürlich nicht immer

leicht zu bestimmen oder auszumachen. Gerade junge Menschen

brauchen Gelegenheiten, die großen und kleinen Setzungen ihres

Alltags zu hinterfragen und sie mit anderen zu diskutieren. Das

Theater kann solche Gelegenheiten bieten. Es stellt Anknüpfungspunkte

für Heranwachsende bereit, wagt Perspektivwechsel und

spielt verschiedene Modelle des So-oder-Andersseins durch. Mit

unseren Stücken für junge Zuschauer möchten wir individuelle

Glücksvorstellungen auf die Probe stellen und Entfaltungsspielräume

aufzeigen. In Publikumsgesprächen, spielerischen Vor- und

Nachbereitungen oder stückbezogenen Workshops können sich

unsere jungen Zuschauer über das Erlebte austauschen und ihr

Verständnis für Zeichen und Mittel des Theaters erweitern.

Spiel- und theaterbegeisterten Jugendlichen stehen natürlich auch

in diesem Jahr wieder die Türen zu unserem Theaterjugendclub weit

offen.

Ein herzliches Willkommen an alle, die mitdenken, mitreden und

mitmachen wollen! Wir wünschen Ihnen berührende, spannende

und humorvolle Momente im Hans Otto Theater und freuen uns

auf viele interessante Begegnungen mit Ihnen und unserem jungen

Publikum!

Herzliche Grüße

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premieren 2013…2014

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen (9+)

von James Krüss

Regie Marita Erxleben Bühne+kostüme Alexandra Hahn

premiere 5. September 2013 Spielort Reithalle

Netboy (13+) Uraufführung

von Petr a Wüllenweber

Regie Aurelina Bücher Bühne+kostüme Matthias Müller

Premiere 14. Oktober 2013 Spielort Reithalle

Weihnachtsmärchen

König Drosselbart (6+) von den Gebr. Grimm

Regie Kerstin Kusch Bühne+kostüme Gisela Hillmann

premiere 21. November 2013 Spielort Neues Theater

Para Dox, der Zahlenzücker (6+)

Deutsche Erstaufführung

von Paul a Fünfeck

Regie Marita Erxleben Bühne+kostüme N. N.

premiere 13. Februar 2014 Spielort Reithalle

Drachen und Ritter (6+)

von Eva Maria Stüting

Regie Kerstin Kusch Bühne+kostüme N. N.

premiere 27. Februar 2014 Spielort Reithalle

Das Herz eines Boxers (13+)

von Lutz Hübner

Regie N. N. Bühne+kostüme N. N.

premiere 28. April 2014 Spielort Reithalle

auf einen Blick

wiederaufnahmen

Blauer als sonst (13+) Deutsche Erstaufführung

von Eva Rot tmann

Regie Kerstin Kusch Bühne+Kostüme Matthias Müller

video Daniel Schulz Spielort Reithalle

Der König hinter dem Spiegel (6+) Uraufführung

von Rudolf Herfurtner

Regie Marita Erxleben Bühne+Kostüme Alexandra Hahn musik Andreas

Lange video Yeni Harkányi Spielort Reithalle

Weihnachtsmärchen

Der Teufel mit den drei

goldenen Haaren (6+) von K atrin L ange

nach den Gebrüdern Grimm

Regie Stephan Beer Bühne+Kostüme Dorothee Neuling

Musik Daniel Schulz Spielorte Frankfurt/Oder und Brandenburg/Havel

Marnie fliegt (6+) Deutschsprachige Erstaufführung

von Daniel K ar asik

Regie Kerstin Kusch Bühne Nikolaus Frinke Kostüme Regina Fraas

Spielort Reithalle

Der satanarchäolügenialkohöllische

Wunschpunsch (8+)

von Michael Ende

Regie Peter Kube Bühne+Kostüme Klaus Noack Spielort Reithalle

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premieren für junge zuschauer

James Krüss

Timm Thaler oder

Das verkaufte Lachen (9+)

Für die Bühne bearbeitet von Dirk H. Fröse

Timm Thaler ist ein gern gesehener Junge, der jedermann fröhlich

und arglos begegnet und mit seinem Lachen die Herzen der Menschen

gewinnt. Nach dem Tod seines geliebten Vaters steht die Familie

vor einer schwierigen Notlage, denn Timms Vater hat Wettschulden

gemacht. Timm fühlt sich mitverantwortlich und erliegt der

Versuchung, die ihm der Baron Lefuet, der reichste Mann der Welt,

offeriert: Timm verkauft sein Lachen für die Fähigkeit, jede Wette

gewinnen zu können. Es ist ein Pakt mit dem Teufel. Timm wird

reich, aber ohne Frohsinn ist sein Leben trostlos, denn die Menschen

begegnen ihm nun mit Distanz und Misstrauen. Jetzt weiß Timm,

wie wertvoll sein Lachen ist, und er möchte es zurück haben. Auf einer

abenteuerlichen Reise sucht er die Auseinandersetzung mit dem

Baron und findet Gleichgesinnte, die wie er den Verlockungen des

Geldes verfielen. Anstatt mit Waffen gilt es, den Baron mit Klugheit

zu bekämpfen und ihn letztendlich mittels einer List zu besiegen.

James Krüss (1926-1997) gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Jugendbuchautoren

und sieht im Erzähler Erich Kästner ein großes Vorbild

seines Schreibens. Mit seinem Buch »Mein Urgroßvater und ich« gewann er

1960 zum ersten Mal den Deutschen Jugendbuchpreis. Zahlreiche Buchveröffentlichungen,

Lesungen, Fernsehsendungen und Preisverleihungen sorgten

für seine große Popularität. Der Roman »Timm Thaler« entstand 1962 und

wurde nicht zuletzt durch die 1979 erschienene Fernsehserie berühmt.

Regie Marita Erxleben Bühne+kostüme Alexandra Hahn

Premiere 5. September 2013 Spielort Reithalle

109


premieren für junge zuschauer

Petra Wüllenweber

Netboy (13+) Uraufführung

Marie ist beliebt. Mit großer Mehrheit wird sie zur Klassensprecherin

gewählt. Doch ihre Freude ist nicht von Dauer, denn am gleichen

Tag sagt ihr der Vater per Skype, dass er mit seiner neuen Freundin

in eine andere Stadt umzieht. Tief getroffen loggt sie sich im Chatroom

von »MeetYou« ein und schreibt sich den Frust von der Seele.

Ein neuer Chat-Partner solidarisiert sich mit ihr: Netboy. Mit jedem

Chat vertraut ihm Marie nun mehr Details aus ihrem Leben an. Sie

ist fasziniert von seinen selbstbewußten, aber sensiblen Antworten

und den stets passenden Kafka-Zitaten. Netboy verändert Maries

Blick auf die Welt und gibt ihr den Mut, sie aktiv zu gestalten. Er rät

ihr, ihre Freunde Sarah und Olaf als Paar zusammenzubringen – und

sie arrangiert erfolgreich ein Date und einen Kuss. Trotz aller Zweifel

nimmt sie auch Netboys nächste Herausforderung an: der Chemie-

Lehrerin, die Sarah schikaniert, einen Denkzettel zu verpassen.

Marie hinterlässt ihren Haufen vor der Haustür der Lehrerin. Aber

das hat ungeahnte Folgen. Ein überwältigender Shitstorm bricht gegen

Marie los: Netboy hat Fotos von ihrer Aktion ins Netz gestellt.

Freunde, Klassenkameraden, Lehrer – alle sehen, was sie getan hat.

Marie verliert alles. Gibt es für sie noch einen sicheren Halt? Oder

ist Selbstmord die letzte Zuflucht? Und – wer ist eigentlich Netboy?

Viele Jugendliche finden ihren sozialen Raum wie selbstverständlich im Internet.

Doch es fehlt an Misstrauen gegenüber virtuellen Bekanntschaften und

an Wissen über das unbarmherzige Gedächtnis des Netzes. Cybermobbing,

die anonyme Anprangerung Einzelner im Netz, kann für die Betroffenen den

sozialen Tod bedeuten – sie sogar in den Selbstmord treiben. Petra Wüllenweber

nimmt sich des virulenten Themas in einer berührenden Geschichte an.

Regie Aurelina Bücher Bühne+kostüme Matthias Müller

Premiere 14. Oktober 2013 Spielort Reithalle

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premieren für junge zuschauer

Weihnachtsmärchen

gebrüder grimm

König Drosselbart (6+)

Ein König hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön und

klug, dabei aber auch stolz und übermütig. Kein Freier war ihr gut

genug. Der eine war ihr zu dick, wie ein Weinfass, ein anderer zu

dünn, wie ein Spinnenbein, einer zu kurz, einer zu lang, und ein anderer

hatte einen Bart wie der Schnabel einer Drossel. »König Drosselbart«,

spottete die Prinzessin und lehnte auch diesen Bewerber ab.

Da hatte der König endgültig genug. Er versprach, die Prinzessin mit

dem ersten dahergelaufenen Bettler zu verheiraten – und tatsächlich

hielt er Wort: Am nächsten Tag gab er sie einem armen Spielmann

zur Frau, so sehr sie sich auch dagegen wehrte.

Der Spielmann nahm sie mit sich in den Wald. Sie kamen durch

weite Felder und blühende Wiesen, und wann immer die Prinzessin

fragte, wem denn all die schönen Dinge gehörten, bekam sie zur

Antwort: »Dem König Drosselbart!« In der ärmlichen Hütte, die nun

ihr Heim wurde, gab es keine Diener, keine Zofen und keine Köche,

alle Arbeiten sollte sie selbst verrichten. Aber weder das Körbeflechten

noch das Spinnen, noch die Arbeit auf dem Markt wollten ihr

gelingen. Und so schickte ihr Mann sie als Küchenmagd aufs Schloss

von König Drosselbart. Welch eine Schmach, als Königstochter in

der Küche jenes Königs dienen zu müssen, den sie einst so böse verspottet

hatte. »Ich arme Jungfer zart, ach, hätt’ ich genommen den

König Drosselbart!«

Regie Kerstin Kusch Bühne+kostüme Gisela Hillmann

premiere 21. November 2013 Spielort Neues Theater

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premieren für junge zuschauer

Paula Fünfeck

Para Dox, der Zahlenzücker (6+)

Deutsche Erstaufführung

Gleich zwei Schöpfungsmeister haben von einer unbekannten, zweifellos

wichtigen Macht den Auftrag erhalten, eine Welt zu erschaffen.

Eine Welt nach ihrer eigenen Vorstellung, eine vollkommene,

+ +

eine makellose Welt. Doch wieso zwei Welten, wieso zwei Schöpfer

mit demselben Auftrag? Da muss wohl gleich am Anfang ein Fehler

passiert sein. Da sich aber keiner der beiden einfach so wegradieren

0000000000000

lässt, beginnen beide mit den ersten Skizzen. Poudèl malt wild drauf

los, Kringel und Kreise mit viel Phantasie und bunten Farben, immer

über den Rand hinaus. Twart hingegen versucht es mit geraden

Linien und rechten Winkeln, ordentlich und sachlich. Ganz klar, für

eine gemeinsame Weltenschöpfung sind sie zu verschieden. Zwei

Welten nebeneinander lehnen sie allerdings rundweg ab. Es kommt

zum Streit. Da tritt Para van Dox, der intergalaktische Zahlenmagier,

dazwischen. Er behauptet, dass ohne Zahlen keine Welt entsteht. So

ein Quatsch! Plötzlich sind sich Poudèl und Twart einig; sie verbünden

sich gegen den Besserwisser. Als Para van Dox dann auch noch

die rätselhafte Null und damit das Nichts ins Spiel bringt, entdecken

die beiden allmählich die nützlichen Geheimnisse der Mathematik.

Mit »Matte mal Trick« eröffnet sich eine neue Dimension – für eine

gemeinsame Welt, die erst im Nebeneinander von geradem Horizont

und rundem Schneckenhaus vollkommen ist.

Mit »Para Dox, der Zahlenzücker« wird das Schreckgespenst Mathematik zu

einem spannenden und fantasievollen Spiel der Möglichkeiten. Hier geht es

nicht um Richtig oder Falsch, sondern um die Lust am Denken und Knobeln –

die Grundrechenarten, Lieder, Mantel-und-Degen-Szenen und sogar lustige

Sprachspiele mit eingeschlossen.

Regie Marita Erxleben Bühne+kostüme N. N.

Premiere 13. Februar 2014 Spielort Reithalle

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premieren für junge zuschauer

Eva Maria Stüting

Drachen und Ritter (6+)

So edel der hochedle Ritter Kunibert auch ist, er hat ein gewaltiges

Problem – er gilt leider als potthässlich, sogar in seinen eigenen

Augen. Vielleicht wäre das im ritterlichen Königreich noch zu verschmerzen,

doch Kuniberts Stellung krankt auch daran, dass er noch

nie einen Drachen getötet, geschweige denn ein Burgfräulein befreit

hat. So kommt der Auftrag zur Bewährung, den ihm die tafelnde

Runde seiner Ritterkollegen gibt, nicht überraschend: Ganze drei

Tage gibt man ihm Zeit, um einen Drachenkopf und ein Burgfräulein

abzuliefern, sonst wird er zum Tellerwäscherknecht degradiert.

Und so macht sich der arme Kunibert zwecks Erfüllung seiner Mission

auf den Weg in den Niemandswald: Drachen gibt es dort zu Hauf,

zudem ist der Wald voller gefährlicher Räuber. Kunibert hat also jede

Chance, entweder ruhmvoll zu siegen oder ebenso ruhmvoll zu sterben.

Doch mit einem hat niemand gerechnet, nicht einmal Kunibert

selbst: Damit, dass er über höchst eigene Gaben verfügt, die ihm in

der Not von Nutzen sind. Der Drache, Fräulein Kunigunde, die tafelnde

Runde und wir alle können gespannt sein!

»Drachen und Ritter« ist ein turbulentes Kinderstück mit viel Musik. Es geht

um Kämpfen, Lernen und Siegen, um Selbst- und Fremdbild, um Freundschaft

und Liebe – und um die Ritterlichkeit, die in jedem von uns steckt.

Ganz nebenbei erzählt das Stück, warum man auch ohne Heldentaten ein

Held sein kann, inklusive formidablem Happy End!

Regie Kerstin Kusch Bühne+kostüme N. N.

Premiere 27. Februar 2014 Spielort Reithalle

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premieren für junge zuschauer

Lutz Hübner

Das Herz eines Boxers (13+)

Wie Runden eines Boxkampfes verlaufen die Szenen dieses Zweipersonenstücks.

Der 16jährige Jojo muss wegen einer Straftat Arbeitsstunden

zum Gemeinwohl in einem Altersheim absolvieren. Er

renoviert das Zimmer von Bewohner Leo, der zunächst keine Reaktion

auf Jojos Gerede zeigt. Die anfängliche Distanz wandelt sich

jedoch, als Jojo erfährt, dass Leo früher Boxer war, ein berühmter

sogar. Die beiden werden Freunde. Sie vertrauen einander ihre Sorgen

und Sehnsüchte an. Leo, der sich im Altersheim entmündigt und

diskriminiert fühlt, täuscht sein Stummsein vor der Heimleitung nur

vor, schmiedet aber heimlich Fluchtpläne. Statt sich länger bevormunden

zu lassen, will er zu einem alten Freund nach Frankreich

ziehen. Jojo dagegen hat die Strafe für einen Kumpel auf sich genommen,

erntet aber nicht Dank, sondern nur Hohn von seiner Clique.

Und das Mädchen, in das er sich verliebt hat, scheint für ihn auch

unerreichbar zu sein. Können die Träume der zwei ungewöhnlichen

Freunde Wirklichkeit werden? – Eine berührende und optimistische

Geschichte über das Miteinander von Jung und Alt.

Lutz Hübner, geboren 1964, ist einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker

auf deutschen Bühnen. Stücke wie »Hotel Paraiso« (eingeladen zum Berliner

Theatertreffen), »Geisterfahrer«, »Gretchen 89 ff.«, »Creeps«, »Ehrensache«

(Günther-Rühle-Preis 2010), »Blütenträume« oder »Die Firma dankt«

wurden ebenso zu großen Erfolgen wie »Frau Müller muss weg«, das auch

am Hans Otto Theater schon seit Anfang 2012 auf dem Spielplan steht. Das

Jugendstück »Das Herz eines Boxers« wurde 1996 am Grips-Theater Berlin

uraufgeführt und 1998 mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet.

Regie N. N. Bühne+kostüme N. N.

Premiere 28. April 2014 Spielort Reithalle

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wiederaufnahmen für junge zuschauer

wiederaufnahmen

Eva Rottmann

Blauer als sonst (13+)

Deutsche Erstaufführung

Finn ist in Jule verliebt, und Jule mag auch Finn. Schritt für Schritt

nähern sich die beiden 14-Jährigen einander an, geraten aber dabei

zunehmend unter Druck von außen. Andere haben »es« schon

längst gemacht. Sex ist Dauerthema unter den Jungs, und das coole

Machogehabe der Kumpels fordert Finn heraus. Neugier und Angst

vor ihrem »ersten Mal« werfen die zwei jungen Leute zeitweise völlig

aus der Bahn. Auch von seinem Vater fühlt sich Finn genervt.

Gut gemeint, aber hilflos wirken dessen Bemühungen, in Fragen

von Aufklärung und Verhütung Ansprechpartner für seinen Sohn

zu sein. Der Vater selbst wird von eigenem Versagen gegenüber einer

früheren Schulfreundin, der »dicken Seidel«, eingeholt, deren

Vertrauen er einst aus Scham und Feigheit missbraucht hat. Rückblickend

erinnert sich Frau Seidel an ihre pubertären Träume und die

erlittene Schmach. Mit ihren Erfahrungen wird sie zum Impulsgeber

für alle drei, einen neuen Anfang zu wagen und sich zu ihrer Liebe

zu bekennen.

Das Theaterstück gibt auf wundersame Weise auch Antwort auf das

Selbstverständlichste der Welt, wenn Verliebte beim Anblick des

Himmels feststellen: »Blauer als sonst«.

2012 mit dem Jugenddramatikerpreis »Kaas & Kappes« ausgezeichnet.

Rudolf Herfurtner

Der König hinter dem Spiegel (6+)

Uraufführung

Eines Morgens vernimmt die Nachtigall wundersame Stimmen. Sie

erzählen vom sagenumwobenen König der Vögel, dem Simurgh. Im

fernen Gebirge Qaf soll er leben, kein Vogel hat ihn je gesehen. Da

öffnet sich die Tür ihres goldenen Käfigs. Nachtigall tritt heraus in

die Freiheit und überredet Fledermaus, mit ihr gemeinsam dem geheimnisvollen

Ruf zu folgen. Unterwegs treffen sie Spatz, der sich

ganz allein auf die Reise gemacht hat und nun ihr Weggefährte wird.

Abenteuerlich ist der Weg, voller Gefahren, Hindernisse und Prüfungen.

Er führt quer durch die Wüste, über das große Meer und das

Gebirge. Unterwegs treffen sie das alte, weise Steinhuhn, den schönen

Schwan und den mächtigen Geier. Sie helfen und weisen ihnen

den weiteren Weg. Es wird eine Reise, auf der ein jeder zeigen kann,

was wirklich in ihm steckt, und gemeinsam wachsen die Freunde

über sich hinaus. Als sie schließlich vor dem Palast des Königs der

Vögel stehen, glauben sie, das Ziel ihrer Reise erreicht zu haben.

Doch im Thronsaal finden sie nur einen alten, halbblinden Spiegel.

Wird ihnen der geheimnisvolle König auch erscheinen?

Mit »Der König hinter dem Spiegel« greift der erfahrene Kinder- und Jugendautor

Rudolf Herfurtner eine der ältesten und schönsten Überlieferungen der

persischen Literatur auf und erzählt, spielerisch und mit poetischem Gespür,

von der Kraft des Aufbrechens, von Neugier und Mut, Freundschaft und Zusammenhalt.

»Ein wunderbares Porträt einer Jugendgeneration, das nicht nur ein hübsches

Durcheinander, sondern vor allem ein unglaublich sehenswertes Theaterstück

ergibt.« (Potsdamer Neueste Nachrichten)

»Sichtlich berührt lassen sich die Kinder vereinnahmen von all den Aufregungen,

die man in der Fremde erleben kann.« (Potsdamer Neueste Nachrichten)

Regie Kerstin Kusch Bühne+Kostüme Matthias Müller

video Daniel Schulz Spielort Reithalle

Regie Marita Erxleben Bühne+kostüme Alexandra Hahn

musik Andreas Lange video Yeni Harkányi Spielort Reithalle

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wiederaufnahmen für junge zuschauer

Weihnachtsmärchen

Der Teufel mit den drei

goldenen Haaren (6+)

Katrin Lange nach den Gebrüdern Grimm

Hans ist ein einfacher Holzfällersohn, ein Habenichts, aber er wurde

in einer Glückshaut geboren! Ihm ist geweissagt, daß er die Königstochter

heiraten wird. An seinem sechzehnten Geburtstag macht er

sich auf ins Schloß. Der König ist nicht erfreut über diesen Anwärter

auf den Thron und stellt Hans eine Falle. Doch sein Komplott

mißrät; Hans und die Prinzessin werden Mann und Frau. Und nicht

nur dies: Die Prinzessin verliebt sich in Hans, Hals über Kopf, denn

auch Hans liebt sie aus tiefem Herzen, ist fröhlich und freundlich zu

jedermann und hat geschickte Hände, mit denen er Gutes tut. Doch

der König läßt nicht locker. Er will, daß dieser Schwiegersohn ohne

Geld, ohne Rang und Namen, verschwindet! So stellt er Hans vor

eine garantiert tödliche Aufgabe: Er soll in die Hölle reisen und dem

Teufel drei goldene Haare stehlen, im Namen des Königs! Hans ist

bereit. Er vertraut auf sein Glück und macht sich mutig auf den Weg.

Auf ihn warten Gefahren und Abenteuer, Menschen in Not und, am

andern Ende der Welt, der abscheuliche Teufel in seiner Höhle. Ob

es Hans gelingt, gegen den bösen Feind zu bestehen, den Menschen

zu helfen und glücklich zu seiner Prinzessin heimzukehren, davon

erzählt dieses Märchen.

Daniel Karasik

Marnie fliegt (6+)

Deutschsprachige Erstaufführung

Deutsch von Barbara Christ

Marnie McPhee kommt vom Mars, anders kann es nicht sein. Zu

ihrer »schrägen« Familie jedenfalls kann sie nicht gehören. Oder

etwa doch? Das würde ja bedeuten, sie müsste irgendwann genau

so eine schräge Erwachsene werden. Kurzerhand beschließt sie, Vaters

alte Lehrbücher für Raumfahrttechnik ins Visier zu nehmen und

im Keller ein Raumschiff zu bauen. Nachts macht sie sich heimlich

ans Werk, doch ständig stört sie jemand. Der große Bruder schleicht

mit Liebeskummer umher und schreibt Gedichte. Die Rohre singen

– oder ist das doch die Mutter, die früher einmal Sängerin werden

wollte? Der Vater schaut in die Sterne, früher wollte er Astronaut

werden. In der Nacht erscheinen Marnie die Erwachsenen irgendwie

anders. Sind sie ehrlicher? Träumen sie? Wieso fallen sie um? Kann

Marnie ihnen helfen? Bloß nicht beirren lassen, denkt sich Marnie,

sie ist speziell und will es bleiben, also auf zum Mars. Oder ist die

»schräge« Familie am Ende eben doch ihre Familie und genau deshalb

gut?

»Juliane Götz ist mit ihren schauspielerischen Fähigkeiten ein absoluter Genuss.«

(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Regie Stephan Beer Bühne+Kostüme Dorothee Neuling

Musik Daniel Schulz Spielorte Frankfurt/Oder und Brandenburg/Havel

Regie Kerstin Kusch Bühne Nikolaus Frinke Kostüme Regina Fraas

Spielort Reithalle

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Für Jugendliche ab 16 Jahren

Michael Ende

Der satanarchäolügenialkohöllische

Wunschpunsch (8+)

Eine Zauberposse

Silvesterabend, fünf Uhr. Beelzebub Irrwitzer besitzt dank eines

Vertrags mit Seiner Höllischen Exzellenz Zauberkraft über Mensch

und Natur. Als Gegenleistung muss er bis Jahresende zehn Tierarten

ausrotten, fünf Flüsse vergiften, Bäume zum Absterben bringen,

das Klima manipulieren, Dürreperioden und Überschwemmungen

verursachen. Der Gerichtsvollzieher Maledictus Made droht ihm

mit dem Ende seiner Unsterblichkeit, wenn es ihm nicht gelingt, bis

Mitternacht all die bösen Taten zu vollbringen und seinen Vertrag

zu erfüllen – doch dies erscheint ganz unmöglich. Auch Irrwitzers

Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, hat es dieses Jahr noch nicht

geschafft, vertragsgemäß genügend Unheil in der Welt anzurichten.

Den beiden hilft jetzt nur noch eins: der satanarchäolügenialkohöllische

Wunschpunsch, der – vor Mitternacht getrunken – die Zauberkraft

besitzt, alle Wünsche verkehrtherum zu erfüllen …

»In der Regie von Peter Kube und wunderbar in das Bühnenbild von Klaus

Noack umgesetzt, ist ›Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch‹ zu

einer höchst sehenswerten Inszenierung geworden. Die durchgängig gute schauspielerische

Leistung der Darsteller machte nicht nur den kleinen Zuschauern

sichtlich Spaß. So wurde dieser Wunschpunsch nicht nur dank der vielen kleinen

Explosionen und den zahlreichen Funken wahrhaftig zu einem schauspielerischen

Feuerwerk.« (Potsdamer Neueste Nachrichten)

Regie Peter Kube Bühne+Kostüme Klaus Noack Spielort Reithalle

empfehlenswert im abendprogramm

premieren

Wie im Himmel von Kay Pollak

Kaspar von Peter Handke

Fahrenheit 451 von R ay Br adbury

Urfaust von Johann Wolfgang Goethe

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

von Christian Frascella

Was ihr wollt von William Shakespeare

wiederaufnahmen

Hiob von Joseph Roth

Minna von Barnhelm

von Got thold Ephr aim Lessing

Von Mäusen und Menschen

von John Steinbeck

Jugend ohne Gott von Ödön von Horváth

Tschick von wolfgang herrndorf

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theaterpädagogische Angebote

theaterpädagogische angebote

Für Lehrerinnen und Lehrer:

Theaterpädagogische Begleitmaterialien

In unserem theaterpädagogischen Begleitmaterial zu ausgewählten

Inszenierungen stellen wir Lehrerinnen und Lehrern praktische

Impulse zur Vor- und Nachbereitung von Theaterbesuchen

zur Verfügung. Die Mappen sind vom Premierentag an erhältlich.

Wir schicken sie Ihnen gern auch per E-Mail zu; bitte richten Sie

Ihre Anfrage an die Theaterpädagoginnen!

Beratung

Sind Sie auf der Suche nach einer passenden Inszenierung zu

Ihrem Unterrichtsstoff oder für eine bestimmte Klassenstufe? Unsere

Theaterpädagoginnen geben Ihnen gern Empfehlungen. Spielleiter

von Schultheatergruppen erhalten von uns Unterstützung in

theaterpädagogischen Fragen und bei der dramaturgischen und

inszenatorischen Arbeit.

Lehrerbrief/Newsletter

Sie möchten regelmäßig über anstehende Premieren und Vorstellungen

für junge Zuschauer und zusätzlich über spezielle Angebote,

Sonderaktionen und Projekte informiert werden?

Dann laden wir Sie herzlich ein, sich unter

jungezuschauer@hansottotheater.de

für unseren Lehrerbrief anzumelden.

Sie haben die Wahl zwischen Informationen per E-Mail

oder auf dem Postweg.

neu: Spielplanvorstellung auf Fachkonferenzen

Sie, als Lehrerinnen und Lehrer, sind unsere wichtigsten Verbündeten.

Unsere Mitarbeiter kommen gern an Ihre Schule und geben

Ihnen einen kurzen Überblick über unsere lehrplanrelevanten

Inszenierungen für die Oberstufe sowie die theaterpädagogischen

Programme und Serviceangebote.

Für Schulklassen:

Einführungen und Publikumsgespräche

Bei unseren Einführungen direkt vor dem Theaterbesuch werden

die zentralen Themen und Figuren eines Stoffes und die Besonderheiten

der ästhetischen Konzeption der Inszenierung beleuchtet.

In anschließenden Publikumsgesprächen erhalten unsere jungen

Zuschauer die Möglichkeit, ihre Eindrücke zu formulieren und

gemeinsam mit den Theaterpädagoginnen, Dramaturgen oder

Schauspielern zu reflektieren.

Zielgruppe alle Klassenstufen Dauer ca. 30 Minuten

Gruppengrösse mindestens 10 Schüler

Spielerische Vor- und Nachbereitungen

In Vor- und Nachbereitungen suchen wir gemeinsam mit unserem

jungen Publikum individuelle Zugänge zu den aktuellen Inszenierungen.

Mit spielerischen Mitteln nähern wir uns den ästhetischen

und inhaltlichen Besonderheiten der jeweiligen Produktion

und setzen uns zugleich mit den Erwartungen und Eindrücken

der Kinder und Jugendlichen auseinander.

Zielgruppe Grundschule und Sekundarstufe I Dauer 45 bis 90 Minuten

Gruppengrösse mindestens 10, höchstens 30 Schüler

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theaterpädagogische Angebote

Theaterführungen

Bei einer Theaterführung können Schulklassen einen Blick hinter

die Kulissen werfen und das Theater mit seiner modernen Bühnentechnik

und seinen Werkstätten aus verschiedenen Perspektiven

kennen lernen.

Zielgruppe alle Klassenstufen Dauer 60 bis 90 Minuten

Gruppengrösse mindestens 10, höchstens 30 Schüler

Theater-ABC

Das Theater-ABC vermittelt ein umfassendes Bild vom Hans Otto

Theater, seinem Spielplan und den Abläufen des künstlerischtechnischen

Betriebs. Es bietet die Möglichkeit zur Berufsorientierung

und – falls gewünscht – zusätzlich einen praktischen Exkurs

in Sachen Schauspiel.

Zielgruppe Sekundarstufe I + II Dauer 90 Minuten

Gruppengrösse mindestens 10, höchstens 30 Schüler

Theaterkoffer

Mit unserem Theaterkoffer voller bunter Kostüme und Requisiten

laden wir Kinder zum Ausprobieren und Anprobieren ein und

bereiten sie so spielerisch auf ihren ersten Theaterbesuch vor.

Zielgruppe Grundschule Dauer 90 Minuten

Gruppengrösse mindestens 10, höchstens 30 Schüler

Theaterworkshop

Theaterspielen heißt, erfinderisch zu sein und seinem Mut am

Ausprobieren freien Lauf zu lassen! In unseren Theaterworkshops

werden in Körper- und Sensibilisierungsübungen, Improvisationen

und szenischem Spiel Ausdrucksmöglichkeiten und Spielweisen

des Theaters erprobt.

Zielgruppe alle Klassenstufen Dauer 90 Minuten

Gruppengrösse mindestens 10, höchstens 30 Schüler

Projekttag für Schulen

Im Rahmen eines Projekttages im Hans Otto Theater schnüren

wir für Schulklassen ein speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes

Paket aus unserer theaterpädagogischen Angebotspalette.

Den Abschluss des Tages bildet der Besuch einer Vorstellung.

Zielgruppe alle Klassenstufen Dauer nach Absprache

Gruppengrösse mindestens 10, höchstens 30 Schüler

neu für Abonnenten: Premierenklasse

Als »Premierenklasse« erhalten Schülerinnen und Schüler die

Möglichkeit, den Entstehungsprozess einer Inszenierung hautnah

mitzuerleben. Dazu gehören ein vorbereitendes Gespräch, ein Probenbesuch,

ein Workshop und der gemeinsame Premierenbesuch.

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 1. Oktober 2013 bei den

Theaterpädagoginnen.

Zielgruppe Abonnenten aller Klassenstufen

dauer mehrere Termine im Inszenierungszeitraum

Gruppengrösse mindestens 20, höchstens 30 Schüler

neu für Studierende: TheaterScouts

Seit 2012/2013 engagieren sich theaterbegeisterte Studierende der

Fachhochschule Potsdam als »TheaterScouts« für das Hans Otto

Theater. Sie informieren die Studierenden der Fachhochschule

und der Universität Potsdam über aktuelle Inszenierungen, laden

zu gemeinsamen Theaterbesuchen ein und organisieren spezielle

Angebote. Dafür erhalten die TheaterScouts in Probenbesuchen

und Gesprächen mit Regisseuren, Dramaturgen und Schauspielern

einen exklusiven Blick hinter die Kulissen. Mit dem Theater-

Scout-Ausweis können sie jede Inszenierung einmal kostenfrei

besuchen. – Für die Spielzeit 2013/2014 werden wieder Theater-

Scouts gesucht! Wir freuen uns über interessierte Studierende aller

Studiengänge. Für eine Anmeldung und weitere Informationen

genügt eine E-Mail: theaterscout@hansottotheater.de.

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jugendclub hot

Jugendclub HOT

Lust zu zeigen, was in euch steckt? Lust, in eine andere Rolle zu

schlüpfen? Lust, eigene Geschichten in Szene zu setzen, Lampenfieber

inklusive? Provozieren, konfrontieren oder einfach erzählen, was erzählt

werden will – Theater machen, das ist das Ziel der Aktivitäten

des Jugendclubs HOT. Macht einfach mit, und erobert euch die Bretter,

die die Welt bedeuten! Folgende Formate stehen zur Auswahl:

1// watch & discuss

Gemeinsam ins Theater und danach in gemütlicher Runde über

das Gesehene reden und mit dem Produktionsteam in Kontakt

kommen, auf den Spuren des Inszenierungskonzeptes. Tauscht

euch aus – über Eindrücke, Meinungen und Erkenntnisse! Drehund

Angelpunkt für die Auseinandersetzung ist der Spielplan des

Hans Otto Theaters.

2// train & work

In der Spielzeit bieten wir euch Workshops rund um das Theater

an. Stimm- und Improvisationstraining, Bewegungs- und Sprechtheater,

szenisches Schreiben und vieles mehr stehen auf dem

Plan. Lasst euch überraschen!

3// try & create

Theater, aber auch alle anderen Künste sind willkommen! Nutzt

dieses Experimentierfeld, um euch auszuprobieren. Sucht nach

den unterschiedlichsten ästhetischen Formen. Die Ergebnisse

könnt ihr in der Reihe »nachtboulevard« öffentlich präsentieren.

4// act & show

Spielwütig? Dann ist eine Theaterproduktion genau das Richtige

für euch, vorausgesetzt, ihr habt Zeit und Lust, mit anderen intensiv

zusammenzuarbeiten und ein Stück auf die Beine zu stellen.

Hier könnt ihr euch Grundlagen der Schauspiel- und Theaterarbeit

aneignen oder das bereits Gelernte perfektionieren.

Diejenigen unter euch, die bereits über vielfältige Erfahrungen

verfügen, können auch als Spielleiter selbst das Ruder in die Hand

nehmen. Wir beraten euch gern bei der Ideenfindung und bei der

Entwicklung eines Theaterprojektes sowie bei dessen Durchführung.

Bis zum 15. August 2013 könnt ihr euch noch melden, um in

der Spielzeit mit einer eigenen Theaterproduktion an den Start zu

gehen.

kick-off// ready – steady – go

Alle Informationen zum Jugendclub HOT erhaltet ihr bei der Auftaktveranstaltung

»ready – steady – go«. Hier bekommt ihr einen

Überblick über das Angebot in der Spielzeit 2013/2014 und könnt

euch anmelden. Außerdem habt ihr die Gelegenheit, die beiden

Theaterpädagoginnen des Hans Otto Theaters und die Teamer der

einzelnen Projekte kennenzulernen.

Um direkt loszustarten, könnt ihr an Ort und Stelle Mitglied des

Jugendclubs werden. Voraussetzung ist, dass ihr mindestens 12

Jahre alt seid. Den Termin könnt ihr unseren aktuellen Veröffentlichungen

im Internet entnehmen. Diejenigen, die zu »ready –

steady – go« nicht kommen können, haben die Möglichkeit, ihr

Interesse noch bis zum Anmeldeschluss am 15. September 2013 zu

bekunden.

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jugendclub hot

news

Als Mitglieder erhaltet ihr per E-Mail aktuelle Infos zum Jugendclub

und erfahrt, was sonst noch los ist. Ihr bekommt Premiereninformationen,

könnt gemeinsame Theaterabende verabreden,

Statisterieangebote sichten und Neuigkeiten austauschen.

jugendclub-card

Der Ausweis für den Jugendclub kostet 15 € und berechtigt aktive

Mitglieder von 12 bis 26 Jahren zur Teilnahme am gesamten Programm.

Exklusiv könnt ihr als Clubmitglieder alle Vorstellungen

unseres Hauses für nur 4 € besuchen. Premieren und Gastspiele

sind von dieser Regelung ausgenommen. Der Ausweis ist ab Kaufdatum

ein Jahr lang gültig.

kontakt Manuela Gerlach

HOT-LINE (0331) 98 11-160

e-mail m.gerlach@hansottotheater.de

Rückblick Spielzeit 2012-2013

Die Produktionen des Jugendclubs HOT

spielemacher

premiere 13. März 2013 Leitung Johannes Keller, Christopher Heyder

here is the carrot!

premiere 11. April 2013 Leitung Anne Mahlow, Paul Röwert,

Ola Stankiewicz

zeit deines lebens

premiere 23. Mai 2013 Leitung Michael Enax

jetzt neu: das café

premiere 2. Juni 2013 Leitung Carolin Stiller, Josephine Niang

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kinder- und jugend-abonnements

Karten- und Besucherservice

Unsere Kartenpreise

Die Übersicht zu allen Kartenpreisen finden Sie ab Seite 198.

Theaterstücke für junge Zuschauer

6+ und 9+

Neues Theater und Reithalle

Kinder/Schüler 5,50 €

Gruppe Kinder/Schüler

(ab 10 Personen)

Erwachsene 11,00 €

Erwachsene, ermäßigt 7,50 €

Studenten 7,00 €

13+

Kinder/Schüler 6,50 €

Gruppe Kinder/Schüler

(ab 10 Personen)

5,00 € pro Person

6,00 € pro Person

jugendclub-card

Ausweis für aktive Mitglieder

des Jugendclubs HOT bis 26 Jahre____________________ 15,00 €

Die jugendclub-card ist ab Kaufdatum ein Jahr lang gültig.

Eintritt mit jugendclub-card

für alle Spielstätten _ ______________________________ 4,00 €

(Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen sind von dieser

Regelung ausgenommen.)

Familienkarte für Theaterstücke für »junge zuschauer«

für zwei Erwachsene und zwei Kinder _ ______________ 24,00 €

für einen Erwachsenen und zwei Kinder _ _____________ 17,00 €

für jedes weitere Kind _____________________________ 5,00 €

Gruppenermäßigung

Schüler- und Studentengruppen

ab 10 Personen_ _________________________ 7,00 € pro Person

Die Garderobengebühr ist im Kartenpreis enthalten.

Erwachsene 12,00 €

Erwachsene, ermäßigt 8,50 €

Studenten 7,00 €

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kinder- und jugend-abonnements

Unsere Kinder- und Jugend-Abonnements

Bei Ihrer Stückauswahl zu unseren Kinder- und Jugend-Abonnements

beraten Sie unsere Theaterpädagoginnen gerne.

Das Abonnement-Büro vereinbart mit Ihnen die jeweiligen Vorstellungstermine

und schickt Ihnen die Karten sowie die Monatsprogramme

per Post zu. Die Eintrittskarten gelten auch als Fahrschein

(VBB, Tarifbereich Berlin ABC).

Der Vertrag für ein Kinder- und Jugendabonnement verlängert sich

nach einer Spielzeit nicht automatisch. Eine Kündigung ist daher

nicht erforderlich.

Wir bitten Sie freundlich, Ihr Kinder- und Jugend-Abo für das

Schuljahr 2013/2014 bis Ende Juni 2013 anzumelden. Sollte Ihnen

das nicht möglich sein, ist ein späterer Abschluss jedoch auch möglich.

Bei späteren Abschlüssen kann es zu Engpässen im Platzangebot

kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Inhaber eines Jugend-Abos, die an einem Termin verhindert sind,

können die Karte bis spätestens sechs Tage vor der Vorstellung an

der Vorverkaufskasse für eine spätere Vorstellung umtauschen.

Kinder-Abonnement 6+

3 Vorstellungen und eine zusätzliche Vorstellung bei Bedarf*

für Kinder ab 6 Jahren

König Drosselbart Weihnachtsmärchen, Neues Theater

Para Dox, der Zahlenzücker Reithalle

Drachen und Ritter Reithalle

Der König hinter dem Spiegel Reithalle (Wiederaufnahme)

Marnie fliegt Reithalle (Wiederaufnahme)

Vorstellungen 3 4

Abo-Preis 12,00 € 16,00 €

Kinder-Abonnement 9+

3 Vorstellungen und eine zusätzliche Vorstellung bei Bedarf*

für Kinder ab 9 Jahren

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen Reithalle

König Drosselbart Weihnachtsmärchen, Neues Theater

Drachen und Ritter Reithalle

Marnie fliegt Reithalle (Wiederaufnahme)

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch Reithalle

(Wiederaufnahme)

Vorstellungen 3 4

Abo-Preis 12,00 € 16,00 €

* Bitte wählen Sie beim Erwerb des Abonnements aus,

ob Sie drei oder vier Vorstellungen buchen möchten.

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kinder- und jugend-abonnements

Jugend-Abonnement 13+

3 Vorstellungen und eine zusätzliche Vorstellung bei Bedarf*

für Jugendliche ab 13 Jahren

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen Reithalle

Netboy Reithalle

Das Herz eines Boxers Reithalle

Wie im Himmel Neues Theater

Fahrenheit 451 Reithalle

Wiederaufnahmen

Blauer als sonst Reithalle

Tschick Reithalle

Vorstellungen 3 4

Abo-Preis 15,00 € 20,00 €

* Bitte wählen Sie beim Erwerb des Abonnements aus,

ob Sie drei oder vier Vorstellungen buchen möchten.

Jugend-Abonnement 16+

4 Vorstellungen und eine zusätzliche Vorstellung bei Bedarf*

für Jugendliche ab 16 Jahren

Netboy Reithalle

Wie im Himmel Neues Theater

Kaspar Reithalle

Fahrenheit 451 Reithalle

Urfaust Neues Theater

Was ihr wollt Neues Theater

Das Herz eines Boxers Reithalle

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe Reithalle

Wiederaufnahmen

Hiob Reithalle

Minna von Barnhelm Neues Theater

Von Mäusen und Menschen Reithalle

Jugend ohne Gott Reithalle

Tschick Reithalle

Vorstellungen 4 5

Abo-Preis 22,00 € 27,50 €

* Bitte wählen Sie beim Erwerb des Abonnements aus,

ob Sie vier oder fünf Vorstellungen buchen möchten.

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Im Jugend-Abonnement 16+ können Sie auch Vorstellungen des

Jugendclubs HOT auswählen. Unsere Theaterpädagogin Manuela

Gerlach informiert Sie gern über die aktuellen Inszenierungen.

Begleit-Abonnement

Mütter und Väter, Verwandte und Freunde, die Kinder und

Jugendliche mit Kinder- und Jugend-Abonnement ins Theater

begleiten möchten, können bei uns ein Begleit-Abonnement

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Veranstaltungen, die Sie besuchen möchten. Bitte nennen Sie uns

beim Erwerb des Begleit-Abos die von Ihnen gewünschte Gesamtanzahl.

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ensemble

Eine gute Geschichte ist …

Die Porträts unseres Ensembles entstanden mit freundlicher Unterstützung von:

Alpha Immobilien Potsdam GmbH / arcona Hotel am Havelufer / Biosphäre Potsdam /

Bundesstiftung Baukultur / die espressionisten / Fachhochschule Potsdam (FHP) /

Hotel Villa Monte Vino / Ristorante Villa von Haacke / Stiftung Preußische Schlösser

und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) / THALIA Programmkino / URANIA-

Planetarium Potsdam / Villa Schöningen

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… eine große Verführung!

franziska melzer

… nichts anderes als ein Augenblick. Unwichtig ist das Vorher, das

Nachher, das Drumherum. Sie erklärt mir nichts. Sie erzählt sich

selbst.

friedemann eckert


… eine noch nicht gelebte Möglichkeit.

bernd geiling

… wahr.

rita feldmeier

rené schwittay


… ist es wert, erzählt zu werden!

florian schmidtke

… wenn eine gute Geschichte auf der Bühne auch als gute Geschichte

wieder erkennbar ist.

rita feldmeier


… »Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen«.

eddie irle

… es, wenn ich sie sensibler verlasse, als ich gekommen bin. Und

mutiger.

meike finck


… holt mich da ab, wo ich bin; und bringt mich weit, weit weg. An

Orte, wo ich noch nie war, wo ich schon immer hin wollte oder vor

denen ich mich immer gefürchtet habe. In Gegenden, die ich schon

lange zu kennen glaubte, aber die ich so noch nie gesehen habe. Auf

dem Weg kommen wir an den dunkelsten Schluchten und leuchtendsten

Berggipfeln vorbei. Manche durchqueren und besteigen

wir, andere streifen wir nur eben. Am Ziel bin ich nicht zwangsläufig

glücklicher, aber sicher, dass ich ohne diese Reise ärmer wäre.

axel sichrovsky

… ist voller überraschender Wendungen, vielleicht skurril, aber

doch nicht unbekannt … öffnet neue Gedankenräume … gibt mir

das belebende Gefühl, nicht alleine zu sein … will ich am liebsten

gleich nochmal hören … ist manchmal nur ein Bild (eine sehr alte

Frau, auf einem Bahnsteig, isst rosa Eis und füttert mit der Waffel

ein paar Tauben) … Wiedererkennungsbilder. … ist gut, wenn sie

gut erzählt wird … ist wie ein Geschenk.

marianna linden


… schmeckt nach Schokoaufstrich, dick mit Butter, riecht nach

Rose, fühlt sich wie ein warmer Windhauch an, glänzt wie wenn

man gegen die Sonne blinzelt, und dann schmeckt sie nach Oliven

mit Ramazotti, riecht nach Meer, fühlt sich nach starken Armen

mit rauhen Händen an und hat die Farben einer Sturmnacht, und

dann …

melanie straub

… vor allem richtig gut.

raphael rubino


… kurz.

Sabine Scholze

… wenn man Zeit und Raum vergisst. Wenn man zu neuen Erkenntnissen

kommt und immer wieder an diese einzigartige Geschichte

denken muss.

philipp mauritz


… verleiht uns mal Flügel, mal zieht sie uns tief in einen Abgrund.

Sie ist Vergnügen, Erholung und Strapaze.

wolfgang vogler

… eine, die mich nachts nicht schlafen lässt.

Elzemarieke de Vos


… wenn sie jemand gut erzählt und sie eben nicht vom deutschen

Fernsehen »verunterhaltet« wird.

Andrea Thelemann

… vom Leben gelebt und bei einem guten Glas Wein erzählt.

roland kuchenbuch

florian schmidtke


… eine, in der ein Vogel vorkommt und eine Biene.

patrizia carlucci

… ein altes Märchen mit neuen Wendungen, durch die das Märchen

für unsere Zeit(-genossen) bedeutungsvoll wird.

dennis herrmann


… dem meister hein, dem knochenmann, dem schnitter, dem dengelmann,

dem gevatter, dem boanlkramer, dem sensenmann ganz

leise und hinterlistig, ganz unaufwendig und schonend, ganz liebevoll

und starrsinnig ein schnippchen schlagen!?!

peter pagel

… wenn ich nicht weiß, wie es auf der nächsten Seite weiter geht

… Ende. Stille.

holger bülow


… nicht zu unterschätzen.

Zora Klostermann

… eine gute Geschichte!

Jon-Kaare Koppe


… eine geöffnete Tür zu einem Traum (Ju. Ja.)

Christoph Hohmann

… schon schön. Schon! – Und nicht schlecht! ;-)

Michael Schrodt


egisseure

… mir erzählt worden, vor langer Zeit. Ich habe sie vergessen und

versuche, mich an sie zu erinnern …

Alexander Finkenwirth

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egisseure

foto Marcus Lieberenz

foto xxx

stephan beer

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Stephan Beer, 1977 in Magdeburg geboren, studierte Theaterwissenschaft

an der Humboldt-Universität zu Berlin und sammelte währenddessen

bereits praktische Erfahrungen in freien Theaterproduktionen in Berlin

und Magdeburg. Von 2002 bis 2006 war er als Regieassistent am Schauspiel

Magdeburg tätig. Seine Magdeburger Jugendtheaterinszenierung

»Titus« von Jan Sobrie, eine Deutschsprachige Erstaufführung, wurde 2007

zum 9. Kinder- und Jugendtheatertreffen »Augenblick mal!« eingeladen.

Als freischaffender Regisseur ist er seit 2006 am Theater der Jungen Welt

Leipzig, am Theater Junge Generation Dresden, in Braunschweig, Erlangen,

Chemnitz, Magdeburg und am Badischen Staatstheater Karlsruhe tätig. Zu

seinen jüngsten Inszenierungen zählen »Der Lebkuchenmann« sowie die

Uraufführung »Der Trollspion« in Erlangen, »Der Räuber Hotzenplotz« in

Magdeburg, »Robin Hood« in Karlsruhe, »König Drosselbart« in Chemnitz,

»Die Schatzinsel« am Hans Otto Theater Potsdam und die Uraufführung

»Fünf ist meine Lieblingszahl« in Leipzig.

Aurelina bücher

Netboy (UA)

Aurelina Bücher, 1982 in Wiesbaden geboren, studierte nach einer Hospitanz

am Schauspiel Köln von 2002 bis 2007 Theaterwissenschaft, Komparatistik

und Neuere Geschichte in Bochum und Berlin. In dieser Zeit war

sie in der Studentengruppe des Maxim Gorki Theaters und der freien Szene

in Berlin aktiv. 2006/2007 hospitierte sie am Deutschen Theater Berlin bei

Victor Bodó. Von 2007 bis 2011 war sie feste Regieassistentin am Hans Otto

Theater Potsdam. 2007 nahm sie mit der Inszenierung ihrer Fassung von

Erich Kästners »Fabian« am Berliner Festival »100°« teil. 2008/2009 erarbeitete

sie am Hans Otto Theater »Die Geschichte vom Baum« von Ingegerd

Monthan und »Aufnahme« von Paul Brodowsky in einer eigenen Dramatisierung.

2010/2011 folgte in Potsdam ihre Inszenierung des Kinderstücks

»Angstmän« von Hartmut El Kurdi sowie zwei szenische Einrichtungen in

der Reihe »nachtboulevard«. Seitdem arbeitet Aurelina Bücher freischaffend

als Regisseurin. 2012/2013 inszenierte sie am Nordharzer Städtebundtheater

das Musical »Das Dschungelbuch« und am Theater Rudolstadt

»Lotte will Prinzessin werden« nach einem Bilderbuch von Doris Dörrie.

2013 war ihre Inszenierung des gemeinsam mit Tim H. Holtorf entwickelten

Stücks »Schwarzmarkt der Gefühle« beim Festival »100°« (Publikumspreis)

und beim Kaltstart Theaterfestival in Hamburg zu sehen.

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egisseure

foto Matthias Horn

barbar a bürk

Wellen (UA)

Barbara Bürk, in Köln geboren, studierte Regie an der Theaterakademie

Spielstatt Ulm und war anschließend Schauspielerin in der Gruppe von

Ivan Stanev, dessen Arbeiten u. a. vom Hebbel-Theater Berlin gemeinsam

mit dem Festival »Theater der Welt 91« in Essen, mit Kampnagel Hamburg,

dem Mickery Theater Amsterdam und dem Staatstheater Sofia produziert

wurden. Nach Filmproduktionen an der Filmhochschule in Berlin (DFFB)

und der Musiktheaterproduktion »Die Wiederholung« von Heiner Goebbels

am TAT in Frankfurt/Main war Barbara Bürk Regieassistentin am Deutschen

Schauspielhaus in Hamburg. Sie arbeitete u. a. mit Frank Castorf,

Christoph Marthaler, Johann Kresnikund Dimiter Gotscheff zusammen.

Als erste eigene Inszenierung brachte sie 1998 in Hamburg die Deutsche

Erstaufführung von »Erklärt Pereira« nach Antonio Tabucchi heraus. Es

folgten Inszenierungen u. a. am Theaterhaus Stuttgart, dem Theater Basel,

dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dem Schauspiel Hannover

und dem Staatsschauspiel Dresden. Ihre Inszenierung »Hotel Paraiso« von

Lutz Hübner, mit dem sie eine erfolgreiche Arbeitsbekanntschaft verbindet,

wurde zum Theatertreffen 2005 eingeladen. 2010/2011 führte sie am Hans

Otto Theater Regie in »Eine Familie« von Tracy Letts. Für ihre Inszenierung

von Lewis Carrolls »Alice am Wunderland« in eigener Bearbeitung wurde

sie 2012 mit dem Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

Marita Er xleben

Para Dox, der Zahlenzücker (DE) | Timm Thaler oder Das

verkaufte Lachen | Der König hinter dem Spiegel (UA)

Marita Erxleben erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin und Choreografin in

Berlin und New York. Sie leitet eine eigene Ballettschule, wo sie zahlreiche

Ballette entwickelte, und choreografiert sowohl für Film- und Fernsehprojekte

(darunter »Fahr zur Hölle, Schwester«, R: O. Roehler, 2002, »Männerherzen«,

R: S. Verhoeven, 2009, »Die Erfinderbraut«, R: T. Nennstiel,

2012) als auch für Schauspiel- und Opernproduktionen. Marita Erxleben ist

Gründerin einer Dance Company aus professionellen Tänzern, Akrobaten

und Nachwuchstalenten, mit denen sie auch Tanzprojekte mit jugendlichen

Laien erarbeitete – u. a. die Crossover-Projekte »Romeo und Julia« mit

dem Filmorchester Babelsberg und »Break Classics« mit der Kammerakademie

Potsdam. 2012 choreografierte sie »Le Carrousel de Sanssouci«

der Höfischen Festspiele Potsdam. Als Choreografin ist Marita Erxleben

auch am Hans Otto Theater tätig (»My Fair Lady«, »High Society«), wo sie

darüber hinaus eigene Tanzproduktionen präsentiert (»Romeo und Julia«,

»Cross the Line«, »Peterchens Mondfahrt«). Für junge Zuschauer erarbeitete

sie als Regisseurin »Die Schneekönigin«, »Motte & Co«, »Der Diener und

sein Prinz« und die Uraufführung »Der König hinter dem Spiegel«. Marita

Erxleben lebt mit ihrer Familie in Potsdam.

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egisseure

foto Alexander Hörbe

Fabian Gerhardt

Kaspar

Fabian Gerhardt, 1971 in Berlin geboren, studierte von 1991 bis 1995

Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Sein erstes

Engagement führte ihn an das Schauspiel Leipzig, wo er u. a. mit den Regisseuren

Wolfgang Engel, Konstanze Lauterbach und Armin Petras arbeitete.

1998 wechselte er für zwei Spielzeiten an das Theater Bremen und arbeitete

dort u. a. mit den Regisseuren Thomas Bischoff und Johann Kresnik. 2000

bis 2004 war er als Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover in großen

Rollen zu erleben, u. a. in Inszenierungen von Krzysztof Warlikowski,

Nicolas Stemannn, Jürgen Gosch und Sebastian Baumgarten. Danach

arbeitete er mehrere Jahre frei als Schauspieler an den großen Theatern in

Berlin sowie an den Schauspielhäusern Hamburg, Frankfurt, Köln, Wien

und Hannover. 2009 bis 2012 war er Mitglied des Staatsschauspiels Dresden,

wo er u. a. in Inszenierungen von Sebastian Baumgarten und Tilmann

Köhler spielte. Sein Debüt als Regisseur gab er 2010/2011 am Staatsschauspiel

Dresden mit »Die Insel« von Athol Fugard (eingeladen zum Kaltstart

Theaterfestival 2011 in Hamburg). 2012 folgte die Inszenierung »Ein

Sommernachtstraum« von Shakespeare mit Dresdner Jugendlichen und

2013 »Burn Baby Burn« von Carine Lacroix am Deutschen Theater Berlin

in Kooperation mit der UdK Berlin, wo er im Sommersemester 2013 eine

Gastprofessur übernahm.

sascha hawemann

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe (UA) | Tschick

Sascha Hawemann wurde 1967 in Berlin als Kind zweier Theaterregisseure

geboren. Er wuchs in der DDR und in Jugoslawien auf und war Punk in

Ostberlin. Von 1988 bis 1991 studierte Sascha Hawemann Schauspielregie

in Belgrad und von 1991 bis 1993 an der Hochschule für Schauspielkunst

»Ernst Busch« in Berlin. Seitdem erarbeitete er zahlreiche Inszenierungen,

darunter in Potsdam (wo er von 1995 bis 2000 als Hausregisseur, ab 1997

als Leitender Regisseur tätig war), in Cottbus, Weimar, Bielefeld, Chemnitz,

Magdeburg und Berlin. Seit 2000/2001 ist Sascha Hawemann freier

Regisseur. Er ist Gastdozent für Schauspiel an der HfS »Ernst Busch« und

inszeniert regelmäßig am Deutschen Theater Berlin (u. a. »Taking Care of

Baby« von Dennis Kelly), am Theater Magdeburg (»Totentanz – Spiel Ehe

Krieg« nach August Strindberg) und Schauspiel Hannover (»HEAVEN – zu

tristan« von Fritz Kater). Er arbeitete als Hausregisseur am Centraltheater

Leipzig (wo er u. a. »we are blood« von Fritz Kater, »Die Nacht, die Lichter«,

»Sirk the East –Traum von Hollywood« und »Gewalten« von Clemens

Meyer sowie »Hamlet Vers 6« nach William Shakespeare inszenierte). Am

Hans Otto Theater brachte er zuletzt die Deutschsprachige Erstaufführung

von »Die Aeneis« von Olivier Kemeid und »Tschick« nach dem Roman von

Wolfgang Herrndorf heraus.

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egisseure

foto Oliver Hadji

Peter Kube

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Nach seinem Schauspielstudium an der Theaterhochschule in Leipzig ging

Peter Kube 1983 ins feste Engagement an das Staatsschauspiel Dresden.

Seit 1996 arbeitet er freischaffend als Schauspieler und Regisseur an der

Komödie Dresden, an der Staatsoperette Dresden (»Die schöne Helena« und

»Ritter Blaubart« von Jacques Offenbach), am Staatstheater Schwerin (»Die

Legende von Paul und Paula« von Ulrich Plenzdorf und »Die Olsenbande

dreht durch« von Peter Dehler), am Theater Neubrandenburg/Neustrelitz,

am Theater Magdeburg (u. a. »Der Untergang des amerikanischen Imperiums«

von Denys Arcand als Deutschsprachige Erstaufführung) und an der

Landesbühne Eisleben (u. a »Furcht und Elend des Dritten Reiches« von

Bertolt Brecht). Am Hans Otto Theater inszenierte er »Die Kameliendame«

von Alexandre Dumas und »Der Revisor« von Nikolai Gogol.

Seine Solo-Abende prägen seit Jahren das Repertoire des Theaterkahns

Dresden. Auch mit dem 1982 gegründeten Zwinger Trio ist er nach wie vor

unterwegs. Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 übernimmt Peter Kube die

Oberspielleitung an den Landesbühnen Sachsen.

stefan huber

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Stefan Huber studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater

in Bern. Sein erstes Engagement führte ihn ans Stadttheater Aachen. Es

folgten Engagements an die Vereinigten Bühnen Wien und das Theater in

der Josefstadt Wien. In dieser Zeit gründete er die Musical-Comedy-Truppe

»Tietzes«. Sein Regiedebüt gab er mit dem Musical »Linie 1«. Weitere

Inszenierungen führten ihn u. a. nach Berlin, Wien, München, Zürich,

Nürnberg, Mannheim, Dortmund, Magdeburg, Basel, Bern und Luzern.

Neben Musicalklassikern, wie »Cabaret«, »West Side Story«, »La Cage aux

Folles« oder »Anatevka«, inszenierte Stefan Huber in eigener Übersetzung

die Deutschsprachige Erstaufführung von Gershwins »Crazy for You« und

die Europäische Erstaufführung von »Victor/Victoria«. Mit Musicalrevivals,

wie »Anything Goes« oder »Silk Stockings«, machte er sich in der deutschsprachigen

Musicalszene einen Namen. Große Aufmerksamkeit erlangte

seine erste deutschsprachige Neuinszenierung des Andrew-Lloyd-Webber-

Hits »Sunset Boulevard« in Magdeburg. Dafür erhielt er 2011 den Da Capo

Musical Award für die Beste Regie. Zusammen mit dem Musiker Michael

Frei schrieb und inszenierte er die Beatles-Abende »Pepper!«, »A Day on

Abbey Road« und »White! The Album! The Beatles! 1968«. Mehrere Jahre

hindurch arbeitete er für das Schweizer Fernsehen. Immer wieder inszeniert

Stefan Huber auch im Schauspiel.

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egisseure

Kerstin Kusch

Drachen und Ritter | König Drosselbart | Blauer als sonst (DE) |

Marnie fliegt (DSE)

Kerstin Kusch wurde 1976 in Berlin geboren. Dem Abitur in Braunschweig

folgte eine Regiehospitanz am Staatstheater Braunschweig und von 1998 bis

2005 ein Studium der Theater- und Medienwissenschaften, Soziologie und

Pädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Während des Studiums belegte sie auch eine Reihe praktischer Seminare

zu Schauspiel, Regie, Dramaturgie und Theatertechnik; wirkte darüber

hinaus als Regisseurin, Schauspielerin und Regieassistentin in diversen

Theaterproduktionen mit, darunter am Markgrafentheater Erlangen, bei

den Bayerischen Theatertagen Erlangen, in der Theater Halle 7 in München

und im HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin, auf dem Festival »Junge Hunde«

in Meiningen und beim Theaterdiscounter Berlin. Seit 2006 war sie als

Regieassistentin am Theater Magdeburg engagiert und arbeitete u. a. mit

Regisseuren wie Sascha Hawemann, Lukas Langhoff und Andreas Kriegenburg.

Seit 2008/2009 war sie Theaterpädagogin am Magdeburger Theater

tätig. Mit Beginn der Spielzeit 2009/2010 ist Kerstin Kusch Referentin für

Theater für junge Zuschauer am Hans Otto Theater Potsdam. Ihre erste

Inszenierung übernahm sie mit »Märchenherz« von Philip Ridley. Es folgten

»Ein Schaf fürs Leben« von Maritgen Matter und »Moritz in der Litfaßsäule«

von Christa Kożik/Rolf Losansky.

Alexander Nerlich

Urfaust | Jugend ohne Gott

Alexander Nerlich wurde 1979 in Reinbek bei Hamburg geboren. Er absolvierte

sein Regiestudium an der Bayerischen Theaterakademie August

Everding. Nach Abschluss des Studiums folgte am Theater Augsburg seine

preisgekrönte Inszenierung »Die Flatterzunge« von F. C. Delius/A. Seer. Mit

der Spielzeit 2003/2004 ging er als Regieassistent ans Theater Basel, wo er

2004 mit Jon Fosses »Die Nacht singt ihre Lieder« seine Debütinszenierung

vorstellte. Er inszenierte regelmäßig am Theater Basel (u. a. »Emilia Galotti«

und »Minna von Barnhelm« von Gotthold Ephraim Lessing, »Empire

V.« nach dem Roman von Viktor Pelewin). Daneben inszenierte er am Landestheater

Tübingen, am Theater St. Gallen, am Volkstheater Wien und am

Theater Münster (in der vergangenen Spielzeit »Das fliegende Kind« (DE)

von Roland Schimmelpfennig). Von 2007 bis 2009 war Alexander Nerlich

Hausregisseur am Bayerischen Staatsschauspiel München. Dort inszenierte

er u. a. »Daddy« von Anne Habermehl, »Iphigenie auf Tauris« von Johann

Wolfgang Goethe und »Leere Stadt« von Dejan Dukovski. Für »Philotas«

von Gotthold Ephraim Lessing erhielt er den Regiepreis der Bayerischen

Theatertage 2007. 2010 gründete er die freie Gruppe »Collisions«.

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egisseure

foto Frauke Eigen

Isabel Osthues

Minna von Barnhelm | Frau Müller muss weg

Isabel Osthues studierte Germanistik, Philosophie und Phonetik an der

Universität Hamburg. Seit 1997 arbeitet sie als freie Regisseurin, inszenierte

u. a. am Staatstheater Stuttgart, Nationaltheater Mannheim, Bremer

Theater, TIF Dresden, war Hausregisseurin am Schauspielhaus Zürich

bei Christoph Marthaler, inszenierte am Schauspielhaus Bochum, am

Maxim Gorki Theater Berlin, regelmäßig am Thalia Theater Hamburg, am

Theater Magdeburg, am Landestheater Linz und am Luzerner Theater. Ihre

Arbeiten umfassen Inszenierungen und Uraufführungen von Gegenwartsautoren

wie Sybille Berg (»Das wird schon. Nie mehr lieben!«), Gesine

Danckwart (»Meinnicht«), Jan Neumann (»Liebesruh«), Monique Schwitter

(»Himmels-W«), Biljana Srbljanovic (»Heuschrecken«), aber auch Klassiker

wie Büchners »Woyzeck«, Euripides’ »Medea« oder Tennessee Williams’

»Glasmenagerie«. In der jüngster Zeit inszenierte sie »Ketzer« von Richard

Bean (Deutschsprachige Erstaufführung) am Staatstheater Oldenburg,

»Die Kontrakte des Kaufmanns« von Elfriede Jelinek am Luzerner Theater

sowie »La Noce« (»Die Kleinbürgerhochzeit«) von Bertolt Brecht an der

Comédie-Française Paris und eine eigene Bearbeitung von »Candide oder

Der Optimismus« nach Voltaire am Staatstheater Wiesbaden.

stefan ot teni

Wie im Himmel

Stefan Otteni, geboren 1966 bei Karlsruhe, arbeitete an Theatern in London,

darunter bei Pierre Audi, studierte dann an der Folkwang-Hochschule

Essen Regie und Schauspiel und zeigte dort erste Regiearbeiten. Von 1991 bis

1995 war er am Theater Mülheim an der Ruhr als Regiemitarbeiter, Schauspieler

und Regisseur tätig. Seit 1996 arbeitet er freischaffend als Regisseur

an Stadt- und Staatstheatern und in freien Projekten, immer wieder auf der

Suche nach neuen Theaterformen, z. B. an der Schnittstelle zwischen Oper

und Schauspiel. Er inszenierte u. a. am Maxim Gorki Theater und dem

DT Berlin, in Florenz, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspiel

Bonn, Staatstheater Hannover und Schauspielhaus Hamburg und legte

auch Bühnenbearbeitungen, etwa von Boccaccio und Alexandre Dumas,

vor. Preise erhielt er auf den Bayerischen Theatertagen für seine Nürnberger

Inszenierungen von Schillers »Maria Stuart« und Jelineks »Die Kontrakte

des Kaufmanns«. Seine Arbeit am Theater Bern, »Gruppe Junger Hund«

von Händl Klaus, war 2011 auf dem Heidelberger Stückemarkt zu sehen.

Zu seinen jüngsten Aufführungen zählen Peter Handkes »Immer noch

Sturm« am Staatstheater Nürnberg und »Müdigkeitsgesellschaft/Versuch

über die Müdigkeit« nach Byung-Chul Han/Peter Handke am Staatstheater

Karlsruhe. Am Hans Otto Theater brachte er 2012 die Uraufführung »Der

Eisvogel« nach Uwe Tellkamp heraus.

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egisseure

foto Judith Schlosser

elias perrig

Orpheus steigt herab | Die Opferung von Gorge Mastromas

Der Schweizer Regisseur wurde 1965 in Hamburg geboren, studierte zunächst

Molekularbiologie in Basel und startete 1987 mit Regieassistenzen in

Luzern und Solothurn, später am Züricher Theater am Neumarkt und in

Lübeck, seine Theaterlaufbahn. 1993 ging er als Regisseur ans Staatstheater

Kassel. Seit 1995 inszenierte er u. a. am Theater Lübeck, Staatstheater Kassel,

Theater am Neumarkt, Staatstheater Hannover, Teatr Russkoj Drami

(Kiew), Schauspielhaus Zürich und am Grillo Theater Essen. 1998 erhielt

er den »Preis für Junge Regisseure« der Deutschen Akademie der Darstellenden

Künste. Von 1999 bis 2005 Hausregisseur am Staatstheater Stuttgart,

wurde er 2006 als Schauspieldirektor an das Theater Basel berufen.

Wichtige Inszenierungen dort waren u. a. »Eine Familie« von Tracy Letts,

»Frühlings Erwachen« nach Frank Wedekind, »Drei Schwestern« von Anton

Tschechow, »Das weite Land« von Arthur Schnitzler sowie drei Stücke des

britischen Erfolgsautors Dennis Kelly in deutschsprachigen Erstaufführungen:

»Liebe und Geld«, »Waisen« und »Die Götter weinen«. Seit 2012

arbeitet Perrig wieder freischaffend, zuletzt am Theater Heidelberg (»Wie es

euch gefällt« von William Shakespeare zur Wiedereröffnung des sanierten

Theaters), Volkstheater Wien (»Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen«

von Tony Kushner) und Staatsschauspiel Dresden (»Fast ganz nah« von

Pamela Carter, DSE).

Nico R abenald

My Fair Lady

Nico Rabenald studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik

und Theater Hamburg bei Götz Friedrich. Er inszenierte über 50 Opern,

Operetten und Musicals, Schauspiele und Kabarett-Abende, u. a. an den

Staatstheatern Braunschweig, München und Oldenburg, der Staatsoperette

Dresden, den »Freilichtspielen Tecklenburg« und Theatern in Hamburg,

Bielefeld, Magdeburg, Würzburg und Stuttgart. Sein Repertoire ist breit

gefächert und reicht von »A Chorus Line« und »Anatevka« über »Hair«, »La

cage aux folles« bis hin zu »Wiener Blut« und »Der Barbier von Sevilla«.

Bei den Bad Hersfelder Festspielen 2010 inszenierte er die Weltpremiere

»Carmen – Ein deutsches Musical«. Am Hans Otto Theater übernahm er

die Regie für die beiden Musicals »My Fair Lady« und »High Society« und

brachte im Rahmen der Potsdamer Winteroper Rossinis »La Cenerentola«

auf die Bühne. 2012 inszenierte er die deutschsprachige Erstaufführung des

Kammermusicals »Thrill Me – Die Leopold & Loeb Story« im KATiELLi

Theater Datteln. Nico Rabenald ist auch als Autor tätig. Sein Schauspiel

»Muxmäuschenstill« nach dem Drehbuch von Jan Henrik Stahlberg

wurde am Maxim Gorki Theater in Berlin uraufgeführt und im gesamten

deutschsprachigen Raum nachgespielt. Das Übersetzen von Musicaltexten

(darunter »Hair«, »The Rocky Horror Show«, »West Side Story« und »The

Fantasticks«) ist eine weitere Facette seines Könnens.

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egisseure

Andreas Rehschuh

Ladies Night | Der Widerspenstigen Zähmung | Außer Kontrolle

Andreas Rehschuh wurde 1969 in Magdeburg geboren. Er wuchs in Dresden

auf und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater

Leipzig. Im Anschluss ging er von 1994 bis 2001 ins feste Engagement ans

Schauspiel Leipzig unter Wolfgang Engel. Seit 2001 ist Andreas Rehschuh

freiberuflich als Regisseur und Schauspieler tätig und war bis 2003 auch

in verschiedenen TV-Serien, u. a. in der »SOKO Leipzig«, zu sehen. Mit

dem Open-Air-Theater »Titanick« führten ihn Gastspiele zu verschiedenen

Festivals bis nach Mexiko. Sein erfolgreiches Regiedebüt gab er 2004 in

Altenburg-Gera mit »Ringelnatz-Geisterstunde«. Es folgten Inszenierungen

an den Schauspielhäusern in Dresden, Cottbus, Dessau, Halle und

Magdeburg. Zuletzt erarbeitete er am Anhaltischen Theater Dessau das

Grimmsche Märchen »Des Teufels drei goldene Haare« und am Neuen

Theater Halle »Till Eulenspiegel«. Am Hans Otto Theater inszenierte er im

Bereich Kinder- und Jugendtheater (»Drachenreiter« von Cornelia Funke,

»Momo« von Michael Ende, »Wie hoch ist oben?« von Brendan Murray,

»Eye of the Storm« von Charles Way) und im Abendspielplan (»Der nackte

Wahnsinn« von Michael Frayn, »Außer Kontrolle« von Ray Cooney und

als Sommer-Open-Air Shakespeares »Der Widerspenstigen Zähmung«).

Andreas Rehschuh lebt mit seiner Familie in Leipzig.

Nikl as Rit ter

Fahrenheit 451 | Von Mäusen und Menschen

Niklas Ritter wurde 1972 in Berlin geboren. Nach einem Studium am

Deutschen Literaturinstitut Leipzig arbeitete er als freier Regisseur und

Videokünstler, u. a. am Staatstheater Meiningen, Schauspiel Leipzig,

Schauspiel Hannover, Schauspiel Köln, Schauspiel Frankfurt, Anhaltischen

Theater Dessau, Theater Bonn und Maxim Gorki Theater Berlin.

Am Maxim Gorki Theater inszenierte er »Der Mann ohne Vergangenheit«

von Aki Kaurismäki, »Westwärts« von Rolf Dieter Brinkmann und »Die

Reise« nach Bernward Vesper. Als Videokünstler arbeitete er mehrfach für

Inszenierungen von Armin Petras sowie mit Sebastian Baumgarten. Seit der

Spielzeit 2011/2012 ist Niklas Ritter Leitender Regisseur am Anhaltischen

Theater Dessau. Dort inszenierte er »Carmen Kittel« von Georg Seidel,

»Hamlet« von William Shakespeare, »Peer Gynt« von Ibsen/Grieg, »Kasimir

und Karoline« von Ödön von Horváth, »Der Kirschgarten« von Anton

Tschechow und »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« von Edward Albee.

Am Hans Otto Theater brachte er 2010 »ENRON« von Lucy Prebble als

Deutschsprachige Erstaufführung heraus. 2011 folgte die Deutschsprachige

Erstaufführung »Das Schlangenei« nach dem Film von Ingmar Bergman

und 2013 »Von Mäusen und Menschen« von John Steinbeck.

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egisseure

foto Jörg Landsberg

lydia steier

Jephtha

Lydia Steier wurde in Hartford, Connecticut (USA), geboren. Sie studierte

Gesang am Oberlin Conservatory of Music, Ohio. 2002 kam sie als Fulbright-Stipendiatin

nach Berlin. Dort entstanden erste eigene Regiearbeiten,

darunter 2005 die mit dem Regiepreis für Freies Theater ausgezeichnete

Inszenierung »The Lesson« von Eugène Ionesco. Nach Stationen an der

Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Stuttgart inszenierte sie 2009

am Deutschen Nationaltheater Weimar den Doppelabend »Turandot/Der

Bajazzo« von Ferruccio Busoni und Ruggero Leoncavallo und wurde dafür

vom Sender Deutschlandradio Kultur als »Neuentdeckung des Jahres«

gefeiert. Für die Staatsoper Stuttgart entstand 2010 die Uraufführung

»The Art of Deleting« (Musik: Dennis DeSantis/Libretto: Lydia Steier). Sie

inszenierte »Lohengrin« von Richard Wagner an der Los Angeles Opera,

»Madama Butterfly« von Giacomo Puccini am Theater Bremen, »Die lustigen

Witwe« von Franz Lehár in Weimar, das Händel-Oratorium »Saul«

und »Katja Kabanova« von Leoš Janácek am Staatstheater Oldenburg und

»Aida« von Giuseppe Verdi am Theater Heidelberg. Mozarts »La finta giardiniera«

erarbeitete sie als Koproduktion der Bayerischen Theaterakademie

August Everding am Prinzregententheater München und am Theater St.

Gallen. 2012/2013 arbeitete die Regisseurin auch am Staatstheater Mainz,

am Stadttheater Bern und am Theater Regensburg.

Michael Talke

Was ihr wollt | Hiob

Michael Talke studierte von 1986 bis 1996 Neue deutsche Literatur, Geschichte

und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität

München. Anschließend ging er als Regieassistent an die Volksbühne

am Rosa Luxemburg Platz in Berlin, wo er auch erste Inszenierungen

erarbeitete. Seit 1996 ist er freischaffend als Regisseur im Schauspiel und im

Musiktheater tätig. Er inszenierte seither u. a. am Thalia Theater Hamburg,

am Theater Bremen, am Schauspiel Hannover, den Bühnen der Stadt Köln

und dem Düsseldorfer Schauspielhaus. Seine Operninszenierungen waren

in Luzern, Aachen, Braunschweig, Saarbrücken und Bremen zu sehen. 2010

hielt er eine Gastprofessur am Mozarteum Salzburg, Abteilung Schauspiel

und Regie. Für die Spielzeit 2013/2014 sind Inszenierungen in Braunschweig,

Leipzig, Potsdam, Weimar und Saarbrücken in Planung. Am Hans Otto

Theater inszenierte Michael Talke in der vergangenen Spielzeit »Hiob« nach

Joseph Roth.

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egisseure

Tobias Wellemeyer

Komödie der Verführung | Kirschgarten – Die Rückkehr (UA) |

Alle sechzehn Jahre im Sommer | Das Wintermärchen | Drei Mal

Leben | Der Turm

Tobias Wellemeyer wurde in Dresden geboren. Er studierte Theaterwissenschaft

in Leipzig und gab sein Regiedebüt 1989 in Dresden. Von 1989

bis 2001 war er als Regisseur am Staatsschauspiel Dresden tätig. Seit 2001

war Tobias Wellemeyer Intendant der freienkammerspiele magdeburg,

seit 2004 Generalintendant des Theaters Magdeburg. Dort inszenierte er

u. a. Fosse, Lessing, Schiller, Grillparzer, Gorki, Shakespeare, Williams,

Greig, Marivaux, Mighton, Kleist, Tschechow, Molière, Loher und Puccini

(»La Bohème«). 2009 erhielt er den Preis des Deutschen Kritikerverbandes

in der Sparte Theater. Seit 2009/2010 ist Tobias Wellemeyer Intendant des

Hans Otto Theaters, wo er »Die Wildente« von Henrik Ibsen, »Das weite

Land« von Arthur Schnitzler, »Chanson d’amour«, »Der Turm« nach Uwe

Tellkamp und »Volpone« von Ben Jonson, »Schach von Wuthenow« nach

Theodor Fontane,»Fritz! Ein Theaterspiel für den König von Preußen« von

Uwe Wilhelm und »Krebsstation« nach Alexander Solschenizyn, »Drei Mal

Leben« von Yasmina Reza, »Das Wintermärchen« von William Shakespeare

und »Alle sechzehn Jahre im Sommer« von John von Düffel inszenierte.

Tobias Wellemeyer ist seit 2009 Mitglied der Deutschen Akademie

der Darstellenden Künste.

Das Wintermärchen

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Wir für das Hans Otto Theater

förderkreis

förderkreis

Förderkreis des Theaters der Landeshauptstadt

Potsdam – Hans Otto Theater – e. V.

Vorsitzende Lea Rosh

Stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Schöneich

Schatzmeisterin Etta Timm schriftführer Dr. Hinrich Enderlein

Beisitzer Claus Bacher, Prof. Michael Daxner

Ehrenvorsitzender Prof. Wilhelm Nordemann

Beirat Dr. Wilhelm Neufeldt, Jochim Sedemund

Der Förderkreis lädt Sie herzlich dazu ein, das Wirken des Hans

Otto Theaters in ideeller wie materieller Form zu unterstützen.

Liebe zum Theater muss sich nicht darin erschöpfen, ein künstlerisches

Erlebnis zu genießen, sie kann auch aktive Teilnahme bedeuten.

Gerade in Zeiten sinkender öffentlicher Zuwendungen ist

das gemeinsame Engagement aller Theaterfreunde unverzichtbar.

Dabei gilt es, das zu bewahren und zu fördern, was man im gesellschaftlichen

Leben als besonderen Wert zu begreifen gelernt hat:

ein lebendiges, leistungsfähiges Theater mit eigenem Ensemble, das

– in der Verbindung von Bewahrenswertem und Neuem –

Anregungen und Kommentare zur Gegenwart liefern kann.

Wir brauchen Sie

Der Förderkreis des Hans Otto Theaters sieht es als seine vorrangige

Aufgabe, dem Ensemble des Hans Otto Theaters eine noch

größere Öffentlichkeitswirkung zu verschaffen. Einen lebendigen

Ausdruck von Geben und Nehmen vermittelt die Theaterstuhl-

Aktion des Förderkreises.

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Ihr Theaterstuhl

Im September 2006 wurde das Neue Theater in der Schiffbauergasse,

malerisch am Tiefen See gelegen, eröffnet. Der Bau des Architekten

Prof. Gottfried Böhm setzt einen bemerkenswerten Akzent

in Potsdams Bauwelt.

Mit dem Kauf eines Theaterstuhls sichern Sie sich symbolisch Ihren

Platz in diesem Haus. Gegen eine Spende von 280 € »erwerben« Sie

einen Zuschauerstuhl, der mit Ihrem Namen gekennzeichnet wird.

Wir bieten Ihnen

› Kartenverkauf bereits zwei Tage vor Beginn des allgemeinen

Vorverkaufs an der Theaterkasse

› persönlichen Kontakt zum Ensemble, den Produktionsteams,

den künstlerischen und technischen Mitarbeitern des Theaters

› Teilnahme an Endproben nach Absprache

› Gespräche mit dem Intendanten

› Einladungen zu ausgewählten Generalproben und Premieren auf

Kaufkarten-Basis

»Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen«

Theaterprojekt des Förderkreises Hans Otto Theater e. V.

Nach der Erschütterung über die 2012 öffentlich bekannt gewordenen

NSU-Morde wird das Ansteigen rechter Gewalt in Deutschland

zunehmend als Bedrohung wahrgenommen. Darauf reagiert

das Theaterprojekt »Mit Tötungsdelikten ist zu rechnen – Rassismus

in Deutschland«. Es zeigt die Strukturen der kriminellen rechten

Szene und deren zunehmende organisatorische Vernetzung. Es fordert

gleichzeitig zu Analyse und Konsequenzen auf. Auf der Bühne

stehen Akteure aus den gesellschaftlichen Umfeldern und Schauspieler.

»Ein starkes Stück.« (Potsdamer Neueste Nachrichten)

»Ein wichtiger, packender Dokumentartheater-Abend.« (Berliner Zeitung)

Konzept+Dramaturgie Lea Rosh, Renate Kreibich-Fischer

Regie Clemens Bechtel Bühne+Kostüme Till Kuhnert

Jahresbeitrag der Mitglieder

Der Verein setzt sich aus den Freunden und Förderern des Hans

Otto Theaters zusammen. Mitglieder (Freunde) zahlen einen Jahresbeitrag

von 60 €, Ehepaare 90 €. Förderer leisten darüber hinaus

eine Spende von mindestens 250 €.

Kontakt

Maike Schönfeld

Telefon (0331) 98 11-120

Fax (0331) 98 11-128

E-Mail foerderkreis@hansottotheater.de

www.hansottotheater.de

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Wellen

karten- und

besucherservice

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karten- und besucherservice

Theaterkasse & Abonnement-Büro

Theaterkasse

Montag bis Freitag 10 - 18 Uhr

Samstag 10 - 14 Uhr, an Sonn- und Feiertagen geschlossen

Sybille Becker Leiterin Theaterkasse/Kartenservice

Mandy Tegge, Christine Witt Mitarbeiterinnen Theaterkasse/

Kartenservice

Adresse

Hans Otto Theater

Theaterkasse

Schiffbauergasse 11

14467 Potsdam

Telefon (0331) 98 11-8 Fax (0331) 98 11-900

E-Mail kasse@hansottotheater.de

Online-Kartenkauf über unseren Partner »tixoo« auf

www.hansottotheater.de

Zahlungsmöglichkeiten bar, Kreditkarte, EC-Karte, Rechnung

Vorverkauf

Der Kartenverkauf beginnt regelmäßig am ersten Werktag des

Vormonats, für Abonnenten drei Werktage früher. Für Gastspiele

und Sonderveranstaltungen wird der Beginn des Vorverkaufs

gesondert festgelegt.

Die Karten bleiben 14 Kalendertage lang für Sie reserviert. Wir

möchten Sie bitten, sie innerhalb dieses Zeitraums abzuholen bzw.

zu bezahlen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass bei nicht

rechtzeitiger Abholung oder Bezahlung die Karten zurück in den

freien Verkauf gegeben werden.

Online-Verkauf

Im Online-Verkauf bietet das Hans Otto Theater über den Partner

»tixoo« eine begrenzte Anzahl ausgewählter Plätze an. Falls die

Online-Tickets vergriffen sind oder Sie Tickets in einer anderen

Platzkategorie erwerben möchten, bestellen Sie Ihre Karten bitte

direkt über die Theaterkasse.

Abendkasse

Öffnung eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

in der jeweiligen Spielstätte

Neues Theater Schiffbauergasse, Telefon: (0331) 98 11-8

Reithalle Schiffbauergasse, Telefon: (0331) 98 11-500

Für die Abendkasse reservierte Karten sind bis 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

hinterlegt. Der Verkauf von anderen Vorstellungen,

Gutscheinen oder Abonnements ist an der Abendkasse leider nicht

möglich. Die Hans Otto Theater GmbH ist nicht verpflichtet, bereits

verkaufte Karten zurückzunehmen.

Abonnement-Büro

Montag und Donnerstag 10 - 12 Uhr und 16 - 18 Uhr, an Sonnund

Feiertagen geschlossen

Telefon (0331) 98 11-950 Fax (0331) 98 11-900

E-Mail abo@hansottotheater.de

Melitta Wandersee Leiterin Abonnement-Büro

Vom 1. Juli bis 4. August 2013 sind die Theaterkasse und das

Abonnement-Büro geschlossen. Der persönliche Vorverkauf für

September startet am 5. August. Während der Sommerpause

ist der Online-Kartenkauf für September bereits ab 1. Juli unter

www.hansottotheater.de möglich.

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karten- und besucherservice

unsere kartenpreise

Kartenpreise Schauspiel

Neues Theater

Preiskategorie I II III

regulär 32,00 € 22,00 € 11,00 €

ermäßigt 22,50 € 15,50 € 7,50 €

Reithalle

Freie Platzwahl

regulär 22,00 €

ermäßigt 15,50 €

Studenten/Schüler 7,50 €

Kartenpreise Musiktheater

Neues Theater / Theaterverbund

Preiskategorie I II III

regulär 40,00 € 29,00 € 17,00 €

ermäßigt 28,00 € 20,50 € 12,00 €

Potsdamer winteroper in der Friedenskirche

Kartenpreise Theaterstücke für »junge zuschauer«

(Neues Theater und Reithalle)

Theaterstücke für junge Zuschauer

6+ und 9+

Kinder/Schüler 5,50 €

Gruppe Kinder/Schüler

(ab 10 Personen)

Erwachsene 11,00 €

Erwachsene, ermäßigt 7,50 €

Studenten 7,00 €

5,00 € pro Person

Theaterstücke für junge Zuschauer

13+

Kinder/Schüler 6,50 €

Gruppe Kinder/Schüler

(ab 10 Personen)

Erwachsene 12,00 €

Erwachsene, ermäßigt 8,50 €

Studenten 7,00 €

6,00 € pro Person

Preiskategorie I II III

regulär 48,00 € 32,00 € 15,00 €

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karten- und besucherservice

Kartenpreise für weitere Veranstaltungen

Matineen / Märkische Leselust

regulär 11,00 €

ermäßigt 7,50 €

»nachtboulevard« in der Reithalle

Für die Veranstaltungen gelten gesonderte Kartenpreise.

Vorstellungen des Jugendclubs HOT

regulär 4,00 €

Für das Sommer-Open-Air, Gastspiele und Sonderveranstaltungen

werden gesonderte Eintrittspreise erhoben.

Die Garderobengebühr ist im Kartenpreis enthalten.

Spezielle Angebote

Theaterkarte als Fahrschein

Bei allen Eintrittskarten des Hans Otto Theaters ist die Nutzung

des Öffentlichen Personennahverkehrs im Verkehrsverbund

Berlin-Brandenburg (VBB) im Tarifbereich Berlin ABC inklusive.

Die Theaterkarte ist drei Stunden vor und drei Stunden nach der

Vorstellung als Fahrschein gültig.

Familienkarte für Theaterstücke für »junge zuschauer«

für zwei Erwachsene und zwei Kinder _ ______________ 24,00 €

für einen Erwachsenen und zwei Kinder _ _____________ 17,00 €

für jedes weitere Kind _____________________________ 5,00 €

Gruppenermäßigungen

Gruppen ab 10 Personen

erhalten auf den regulären Kartenpreis _ _____ 10% Ermäßigung

Schüler- und Studentengruppen ab 10 Personen

pro Person _ _____________________________________ 7,00 €

Begleit-Abonnement

Erwachsene, die Kinder und Jugendliche mit Kinder- und Jugend-

Abonnement ins Theater begleiten möchten, können bei uns ein

Begleit-Abonnement erwerben. Der Abo-Preis richtet sich nach

der Gesamtanzahl der Veranstaltungen, die Sie besuchen möchten.

Begleiter für Kinder-Abonnement

je Vorstellung_ ___________________________________ 5,50 €

Begleiter für Jugend-Abonnement

je Vorstellung_ ___________________________________ 7,00 €

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karten- und besucherservice

Für Studenten

Neues Theater (Preiskategorie III) ____________________ 7,50 €

Reithalle _________________________________________ 7,50 €

Studenten-Abonnement

5 Gutscheine für Vorstellungen eigener Wahl __________ 30,00 €

Gruppen ab 10 Personen pro Person __________________ 7,00 €

Last Minute

Ermäßigungen an der Abendkasse

Im Vorverkauf nicht vergebene und nicht reservierte Plätze bieten

wir an der Abendkasse Ermäßigungsberechtigten mit entsprechendem

Nachweis vergünstigt an.

Neues Theater/Reithalle_____________________________8,00 €

Kulturticket an der Abendkasse

Empfänger von Arbeitslosengeld, von Arbeitslosengeld II (»Hartz

IV«) sowie von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

mit Sozialpaß erhalten 15 min vor Vorstellungsbeginn

nichtreservierte Restkarten zum Preis von 3 €.

Menschen mit Behinderung

Rollstuhlfahrer__________________________ 7,50 €

Schwerbeschädigte

ab einem Behinderungsgrad von 70% ________ 30% Ermäßigung

Begleitperson für Schwerbehinderte

mit einem »B« im Ausweis ________________Eintritt frei

Ermäßigungsberechtigte

Anspruch auf 30% Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis

haben Arbeitslose, Inhaber eines Sozialpasses, Direktstudenten,

Schüler, Auszubildende und Schwerbeschädigte ab einem Behinderungsgrad

von 70%.

Eine Kombination von Ermäßigungen ist nicht möglich.

unsere abonnements

Bequemer geht's nicht!

Bonus für alle Abonnement-Inhaber

Ein Abonnement ist der bequemste und kostengünstigste Weg in Ihr

Theater. Haben Sie es einmal abgeschlossen, brauchen Sie sich um

nichts mehr zu kümmern. Genießen Sie die Vorteile Ihres Platzabonnements:

Stammplatz

Sie haben Ihren festen Platz in jeder Vorstellung.

Ersparnis

Bis zu 50% Ermäßigung gegenüber dem regulären Preis.

Flexibilität

Ihr Abonnement ist übertragbar, und einzelne Vorstellungstermine

können Sie auch tauschen.

Sonder-Vorkaufsrecht

3 Tage vor dem offiziellen Vorverkaufstart können Sie bereits

Karten erwerben.

Alles bequem nach Hause

Wir senden Ihnen regelmäßig die Monatsspielpläne und Ihre

Eintrittskarten kostenfrei per Post zu.

Mehr Ersparnis

Beim Kauf von zusätzlichen Karten erhalten Sie als Abonnent 20%

Ermäßigung (Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen

sind hiervon ausgenommen). Beim Kauf von Karten für den

Nikolaisaal Potsdam bekommen Sie 10% Ermäßigung.

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karten- und besucherservice

PREMIEREN-Abonnement

Lassen Sie sich die ganz besondere Atmosphäre eines

Premierenabends nicht entgehen.

8 Premieren im Neuen Theater

Wie im Himmel Freitag, 27. September 2013

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Samstag, 19. Oktober 2013

Urfaust Freitag, 24. Januar 2014

Kirschgarten – Die Rückkehr UA Freitag, 7. Februar 2014

Was ihr wollt Freitag, 28. März 2014

Orpheus steigt herab Freitag, 11. April 2014

Komödie der Verführung Freitag, 6. Juni 2014

Ladies Night Sommer-Open-Air, Freitag, 20. Juni 2014

Preiskategorie I II III

Abo-Preis 256,00 € 176,00 € 88,00 €

SONNTAG-Abonnement A

6 Vorstellungen sonntags um 15 Uhr im Neuen Theater

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs 27. Oktober 2013

Wie im Himmel 5. Januar 2014

Urfaust 2. Februar 2014

Kirschgarten – Die Rückkehr UA 2. März 2014

Was ihr wollt 6. April 2014

Orpheus steigt herab 18. Mai 2014

Preiskategorie I II III

SONNTAG-Abonnement B

6 Vorstellungen sonntags um 17 Uhr im Neuen Theater

Wellen UA 15. September 2013

Wie im Himmel 20. Oktober 2013

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs 1. Dezember 2013

Urfaust 23. Februar 2014

Orpheus steigt herab 4. Mai 2014

Komödie der Verführung 8. Juni 2014

Preiskategorie I II III

Abo-Preis 96,00 € 66,00 € 36,00 €

FREITAG-Abonnement

8 Vorstellungen im Neuen Theater

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

15. November 2013

Wie im Himmel 13. Dezember 2013

Der Widerspenstigen Zähmung 10. Januar 2014

Urfaust 28. Februar 2014

Kirschgarten – Die Rückkehr UA 21. März 2014

Orpheus steigt herab 18. April 2014

Was ihr wollt 9. Mai 2014

Ladies Night Sommer-Open-Air, 27. Juni 2014

Preiskategorie I II III

Abo-Preis 128,00 € 88,00 € 48,00 €

Abo-Preis 96,00 € 66,00 € 36,00 €

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karten- und besucherservice

MISCH-Abonnement

8 Vorstellungen im Neuen Theater zwischen

Mittwoch- und Sonntagabend im Neuen Theater

Wie im Himmel Mittwoch, 2. Oktober 2013

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Samstag, 30. November 2013

Urfaust Mittwoch, 12. Februar 2014

Kirschgarten – Die Rückkehr UA Donnerstag, 13. März 2014

Orpheus steigt herab Donnerstag, 17. April 2014

Was ihr wollt Mittwoch, 14. Mai 2014

Komödie der Verführung Samstag, 7. Juni 2014

Ladies Night Sommer-Open-Air, Sonntag, 29. Juni 2014

Preiskategorie I II III

Abo-Preis 128,00 € 88,00 € 48,00 €

GRUPPEN-Abonnement

4 Vorstellungsbesuche sonntags 17 Uhr im Neuen Theater für

Gruppen ab 8 Personen

neu: Wir öffnen unser erfolgreiches Gemeinde-Abonnement für

alle! Sie sind ein Verein, ein Freundeskreis, eine kommunale

Einrichtung, ein Kollegenkreis oder einfach eine große Familie?

Und Sie möchten Theater gern gemeinsam erleben? Das Gruppen-

Abonnement bietet Ihnen dabei neben einer finanziellen Ersparnis

auch organisatorische Erleichterung.

Für Fragen und weitere Informationen steht unser Abonnement-

Büro gern zu Ihrer Verfügung.

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs 1. Dezember 2013

Urfaust 23. Februar 2014

Was ihr wollt 13. April 2014

Komödie der Verführung 8. Juni 2014

Preiskategorie I II III

Abo-Preis 64,00 € 44,00 € 24,00 €

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karten- und besucherservice

WAHL-Abonnement

10 Gutscheine für den Theaterbesuch Ihrer Wahl

Das Wahl-Abonnement ist eine attraktive Alternative für spontan

Entschlossene. Bei einer Ersparnis von fast 50% genießen Sie die

volle Flexibilität. Sie erhalten 10 Gutscheine, die innerhalb eines

Jahres für Vorstellungsbesuche eingelöst werden müssen. Suchen Sie

sich Ihren Wunschtermin aus, und reservieren Sie an der Theaterkasse.

Innerhalb von 14 Tagen tauschen Sie dann persönlich oder

postalisch Ihre Gutscheine gegen die Eintrittskarten ein. Die Gutscheine

sind übertragbar. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele

und Sonderveranstaltungen.

Preiskategorie I II III

Abo-Preis 175,00 € 120,00 € 70,00 €

Abonnement-Bedingungen

Sie schließen Ihr Abonnement für die Dauer einer Spielzeit ab. Es

verlängert sich automatisch um eine weitere Spielzeit, wenn Sie

nicht bis zum 15. Juni kündigen. Das Wahl-Abonnement ist ab

Kaufdatum ein Jahr gültig. Eine Kündigung muss bis zum 15. des

Vormonats vor Ablauf erfolgen, sonst verlängert sich das Wahl-

Abo um ein Jahr. Die Kinder- und Jugend-Abonnements sowie

das Studenten-Abonnement laufen nach einer Spielzeit aus und

bedürfen keiner Kündigung.

Umtausch oder Weitergabe

Sollten Sie wider Erwarten zu der von Ihnen gebuchten Vorstellung

verhindert sein, tauschen wir Ihre Karte gegen eine Umtauschgebühr

von 1 € gern um. Sie können alternativ Ihre

Karte auch weitergeben. Ihr Abonnement ist auf andere Personen

übertragbar.

STUDENTEN-Abonnement

5 Gutscheine für Studenten und Auszubildende

Sie suchen sich Ihre Wunschtermine aus und reservieren an der

Theaterkasse. Innerhalb von 14 Tagen tauschen Sie dann persönlich

oder postalisch Ihre Gutscheine gegen die Eintrittskarten ein. Die

Gutscheine sind übertragbar, gültig für die Preiskategorie III und

müssen innerhalb einer Spielzeit für Vorstellungsbesuche eingelöst

werden. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

Unsere Kinder- und Jugend-Abonnements finden Sie

ab Seite 136.

Abo-Preis 30,00 €

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karten- und besucherservice

Bühne

Orchestersitz links Orchestersitz rechts

a

b c

Parkett links D Parkett rechts

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sitzplan

neues theater

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Inszenierungsbedingt kann es

zu Änderungen im Sitzplan kommen.

Hochparkett

rechts

Hochparkett

links

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preiskategorie I

preiskategorie II

preiskategorie III

rollstuhlplätze

neues theater

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Jugend ohne Gott


karten- und besucherservice

Unser Service für Sie

Vorstellungen für Taube und Hörbehinderte –

TamiDos

Theateraufführungen mit DolmetscherInnen für Gebärdensprache

(abgekürzt TamiDos) gibt es am Hans Otto Theater seit 1996. In jeder

Spielzeit werden ausgewählte Stücke für taube und hörbehinderte

ZuschauerInnen simultan auf der Bühne übersetzt. Gudrun

Hillert, Diplom-Gebärdensprachdolmetscherin, und Christian

Pflugfelder, Staatlich geprüfter Gebärdensprachdolmetscher, sind

bei den TamiDos inzwischen nicht mehr von der Bühne des Hans

Otto Theaters wegzudenken. Das Angebot richtet sich an taube

und hörbehinderte Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene.

Die TamiDos sind in den Monatsplänen mit folgendem Logo

gekennzeichnet:

Diese Maßnahme wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales,

Frauen und Familie des Landes Brandenburg (MASF) sowie durch

Leistung Dritter gefördert.

Ansprechpartnerin ist unsere Theaterpädagogin Manuela Gerlach.

Sie erreichen sie per E-Mail unter m.gerlach@hansottotheater.de

und per Fax unter (0331) 98 11-218.

Theaterführungen

Seit 2006 ist das Hans Otto Theater in der Schiffbauergasse beheimatet.

Der Theaterbau wurde von dem renommierten Kölner

Architekten und Pritzker-Preisträger Prof. Gottfried Böhm

entworfen und ist von großem architektonischem Reiz. Markanter

Blickfang ist die sich zum Tiefen See öffnende muschelartige

Überdachung des Zuschauerbereichs. Vom verglasten oberen

Foyer bietet sich ein herrlicher Blick über den Tiefen See und hinüber

zum Babelsberger Park. Lernen Sie in einer Führung nicht

nur die herausragende Architektur, sondern auch die Welt hinter

den Kulissen kennen! Bühnentechnik, Tischlerei, Malsaal und

Kostümfundus verraten Ihnen, wieviel Kreativität und Arbeit in

einer Bühnenproduktion stecken.

Unsere regelmäßigen öffentlichen Führungstermine entnehmen

Sie bitte den Monatsprogrammen. Auf Anfrage ermöglichen wir

gerne auch individuelle Führungen ab 10 Personen. Teilnahme:

3 €, ermäßigt 1,50 € pro Person.

Publikumsgespräche

Unsere Dramaturgen, Schauspieler und Theaterpädagogen berichten

in Einführungen und Zuschauergesprächen über ihre Arbeit

und beantworten Ihre Fragen. Neben den öffentlichen Angeboten

arrangieren wir gerne auch individuelle Angebote. Sprechen Sie

uns an! Wir freuen uns auf Sie.

Maike Schönfeld

Telefon (0331) 98 11-120

Fax (0331) 98 11-128

E-Mail m.schoenfeld@hansottotheater.de

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karten- und besucherservice

Neues Theater und Reithalle

Erlebnisquartier Schiffbauergasse

14467 Potsdam

So erreichen Sie die

Schiffbauergasse!

anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel

Tram-Linien 93, 94 und 99 sowie Nachtbuslinie N16.

Haltestelle Schiffbauergasse (Schiffbauergasse/Uferweg oder

Schiffbauergasse/Berliner Str.).

Von den Haltestellen aus sind Neues Theater und Reithalle in 5-10

Minuten bequem zu Fuß zu erreichen.

Aus Berlin kommend, nehmen Sie die S-Bahn S7 (fährt alle 10

Minuten) oder den Regionalexpress RE1 bis Potsdam Hauptbahnhof,

von dort aus geht es auf einer der genannten Tram-Linien

weiter.

Letzte Verbindungen am Abend: Richtung Potsdam Hbf. geht die

letzte Tram (99) um 1:03 Uhr, der letzte Nachtbus um 1:15 Uhr.

Nach Berlin fährt die letzte S7 unter der Woche um 0:40 Uhr ab

Potsdam Hbf., am Wochenende 1-2 Mal stündlich die ganze Nacht

hindurch.

Unsere digitale Anzeige im Zuschauerfoyer des Neuen Theaters

informiert Sie noch vor Ort über die nächsten Anbindungen im

öffentlichen Nahverkehr der Verkehrsbetriebe Potsdam

Mit dem PKW

Das Erlebnisquartier Schiffbauergasse erreichen Sie mit dem Auto

über die Berliner Straße: Über die A 115 kommend, nehmen Sie die

Abfahrt Potsdam-Zentrum/Babelsberg, fahren Richtung Zentrum

weiter bis zum Ende der Nuthe-Schnellstraße (Humboldtbrücke)

und biegen dann rechts auf die Berliner Straße (Richtung Glienicker

Brücke) ein. Nach ca. 200 m fahren Sie rechts in die Schiffbauergasse.

Parken

Auf der Schiffbauergasse stehen kostenpflichtige Parkplätze zur

Verfügung. Im Parkhaus zahlen Sie mit dem Kultur-Ticket

(Mo-Fr ab 18 Uhr, Sa/So ab 14 Uhr) 3 € pro Aufenthalt.

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karten- und besucherservice

erlebnisquartier schiffbauergasse

Tram 94 und 99

Schiffbauergasse/

Uferwg

Nuthe-Schnellstraße

← Richtung A 115

Tiefer See

neues

theater

gasometer

Il Teatro

← Besuchereingang

reithalle

Berliner Straße | B 1

← Richtung Wannsee

Tram 93 | Nachtbus N16

Schiffbauergasse/Berliner Straße

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theaterleitung

Tobias Wellemeyer Intendant

Volkmar Raback

Geschäftsführender Direktor

Ute Scharfenberg

Chefdramaturgin

Matthias Müller

Technischer Direktor

Frank Brendel

Künstlerischer Betriebsdirektor

Maike Schönfeld Leiterin

Öffentlichkeitsarbeit/Marketing

Kerstin Kusch Referentin

Theater für junge Zuschauer

und Theaterpädagogin

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dramaturgie

besucherservice

Melitta Wandersee

Leiterin Abonnement-Büro

Remsi Al Khalisi Dramaturg

Carola Gerbert Dramaturgin und

Produktionsleiterin Winteroper

Stefanie Eue Pressereferentin

Nadja Hess Dramaturgin

Helge Hübner Dramaturg

Sybille Becker

Leiterin Theaterkasse/Kartenservice

Olaf Lindner Leiter Abenddienst

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Ensemble und Mitarbeiter

Ensemble und Mitarbeiter

Geschäftsführung

Remsi Al Khalisi Dramaturg

Tobias Wellemeyer

Carola Gerbert Dramaturgin,

Intendant

Produktionsleiterin Winteroper

Karin Schneider

Nadja Hess Dramaturgin

Intendanzsekretärin

Helge Hübner Dramaturg

Volkmar Raback

Stefanie Eue Pressereferentin

Geschäftsführender Direktor

Petra Siebert Sekretärin des

Theaterpädagogik

Geschäftsführenden Direktors Kerstin Kusch

Referentin Theater für junge

Artwork & fotografie

Zuschauer und Theaterpädagogin

Thomas Matauschek Grafik

Manuela Gerlach

Hans-Ludwig Böhme* Fotografie Leiterin Jugendclub HOT und

Göran Gnaudschun* Fotografie Theaterpädagogin

*ständiger Gast

Öffentlichkeitsarbeit/

Künstlerische

Marketing

Betriebsdirektion

Maike Schönfeld Leiterin ÖA/

Frank Brendel

Marketing

Künstlerischer Betriebsdirektor Sybille Becker Leiterin Theater-

Antje Jeske

kasse/Kartenservice

Disponentin für Gastspiele

Melitta Wandersee Leiterin

Veronika Münstermann

Abonnement-Büro

Disponentin

Mandy Tegge Mitarbeiterin

Gabriele Näther Leiterin

Theaterkasse/Kartenservice/

Statisterie/Archiv

Finanzbuchhaltung

Christine Witt Mitarbeiterin

Dramaturgie

Theaterkasse/Kartenservice

Ute Scharfenberg

Olaf Lindner Leiter Abenddienst

Chefdramaturgin

Ilona Hurtienne-Voskuhl

Kerstin Walter

Gebrauchswerberin

Dramaturgiesekretärin

Ensemble

Patrizia Carlucci

Rita Feldmeier

Meike Finck

Zora Klostermann

Marianna Linden

Franziska Melzer

Melanie Straub

Andrea Thelemann

Elzemarieke de Vos

Holger Bülow

Friedemann Eckert

Alexander Finkenwirth

Bernd Geiling

Dennis Herrmann

Christoph Hohmann

Eddie Irle

Jon-Kaare Koppe

Philipp Mauritz

Peter Pagel

Raphael Rubino

Florian Schmidtke

Michael Schrodt

René Schwittay

Axel Sichrovsky

Wolfgang Vogler

Gäste in der spielzeit 2013/2014

Eva Bay

Anna Böttcher

Juliane Götz

Christiane Hagedorn

Franziska Hayner

Cornelia Kaupert

Claudia Lietz

Friederike Walke

Bardo Böhlefeld

Bastian von Bömches

Jan Breustedt

Philipp Buder

Josip Čuljak

Luka Dimic

Björn Geske

Arne Gottschling

Marcus Kaloff

Alexander Kasprik

Maximilian Klas

Roland Kuchenbuch

Florian Lenz

Christoph Michalsky

Pier Niemann

Markus Reschtnefki

Dirk Schoedon

Jörg Seyer

Anton Weil

Jörg Westphal

Regie

Stephan Beer

Aurelina Bücher

Barbara Bürk

Marita Erxleben

Fabian Gerhardt

Sascha Hawemann

Stefan Huber

Peter Kube

Kerstin Kusch

Alexander Nerlich

224

225


Ensemble und Mitarbeiter

Isabel Osthues

Stefan Otteni

Elias Perrig

Nico Rabenald

Andreas Rehschuh

Niklas Ritter

Lydia Steier

Michael Talke

Tobias Wellemeyer

Regieassistenz/Inspizienz/

Soufflage

Heike Arlt Chefinspizientin und

Souffleuse mit Spielverpflichtung

Jessica Sonja Cremer Souffleuse,

Regieassistentin, Inspizientin

Andreas Grimmert Inspizient,

Souffleur, Regieassistent

Petra Immel Souffleuse

Fiona Kastrop Souffleuse,

Inspizientin, Regieassistentin

Joachim Kokoscha Souffleur,

Regieassistent und Inspizient

mit Spielverpflichtung

Bärbel Lober Regieassistentin

Karin Peter Inspizientin

Remo Philipp Regieassistent,

Inspizient, Souffleur

Sabine Scholze Regieassistentin

und Inspizientin mit Spielverpflichtung

Nadia Waigand Regieassistentin,

Inspizientin und Souffleuse

Korrepetition

Christian Deichstetter

Studienleiter

Rita Herzog Korrepetitorin

Bühnen- und Kostümbild

Karoline Bierner

Jeremias Böttcher

Ines Burisch

Eva-Maria Declercq

Regina Fraas

Nikolaus Frinke

Sibylle Gädeke

Marsha Ginsberg

Anke Grot

Wolf Gutjahr

Alexandra Hahn

Gisela Hillmann

Tanja Hofmann

Ursula Kudrna

Wolfgang Menardi

Matthias Müller

Dorothee Neuling

Anne Neuser

Klaus Noack

Stephan Prattes

Conrad Moritz Reinhardt

Bernd Schneider

Katja Schröder

Mascha Schubert

Heike Seidler

Jan Steigert

Barbara Steiner

Antje Sternberg

Harald Thor

Elisabeth Vogetseder

Grit Walther

Katharina Weissenborn

Alexander Wolf

ausstattungsassistenz

Gisela Hillmann Bühnen- und

Kostümbildassistentin

Julia Scheeler Bühnen- und

Kostümbildassistentin

Martin Scherm Bühnen- und

Kostümbildassistent

Verwaltung

Volkmar Raback

Geschäftsführender Direktor

Aranca Fink

Leiterin Finanzbuchhaltung

Marlies Schwarz Mitarbeiterin

Finanzbuchhaltung

Gesa Bresler Hauptkassiererin und

Mitarbeiterin Finanzbuchhaltung

Manuela Mielitz

Personalsachbearbeiterin

Jutta Schimanke Lohnbuchhalterin

Sigrid Troschke Lohnbuchhalterin

Cordula Behrendt Botin

Technische Direktion

Matthias Müller

Technischer Direktor/

Leiter Ausstattung

Lysann Naumann Assistentin des

Technischen Direktors/

Produktionsbüro

Marco Saß Betriebsingenieur

BÜHNENTECHNIK

Martin Weber Leiter Bühnentechnik/Stellv.

d. Techn. Direktors

und Bühnenmeister

Ulrich Asch Theaterobermeister

Godwin Gabert Bühnenmeister

Ralf Nagel Kommissarischer

Bühnenmeister

Frank Neumann Kommissarischer

Bühnenmeister Reithalle

Lothar Bork Vorarbeiter

Peter Genz Vorarbeiter/Maschinist

Norbert Gniffke Vorarbeiter

Steffen Goersch Vorarbeiter

Peter Brandt Maschinist

Tom Hesse Maschinist

Andreas Köppe Maschinist

Sebastian Seidemann Maschinist

André Kaiser Leiter Fuhrpark

Peter Harenberg Bühnentechniker/

Kraftfahrer

Wolfgang Lozanski Bühnentechniker/Kraftfahrer

Bühnentechniker

Uwe Brüning

Olaf Golüke

Alexander Henrici

Wolfgang Jacob

Michael Teske

226

227


Ensemble und Mitarbeiter

Benjamin Warneke

Holger Wängler

Silvio Schneider Fachkraft für

Veranstaltungstechnik

Beleuchtung

Thomas Schellenberger

Leiter Beleuchtung/Stellv. d.

Techn. Direktors

Hanns-Joachim Berditzka

Stellv. Leiter Beleuchtung

Beleuchter

Karsten Schmidt-Wernitz

Oberbeleuchter

Torsten Frühauf Beleuchter/

Stellwerksbeleuchter

Helfried Albert Beleuchter/

Stellwerksbeleuchter

Matthias Franke

Stefan Guba

Lutz Horn

Danny Peter

Christian Schnelle

Thomas Stage

Tontechnik

Marc Eisenschink

Leiter Tontechnik

Marcel Schmidt

Stellv. Leiter Tontechnik

Tino Bitschkowski Tontechniker

Daniel Schulz Medien- und

Tontechniker

Kostümabteilung

Antje Sternberg Kostümdirektorin

Antje Kyntschl

Stellv. Kostümdirektorin und

Gewandmeisterin

Ulrike Gärtner Gewandmeisterin

Claudia Papke Schuhmachermeisterin

Kostümschneider

Angelika Diedrich

Dirk Falkenberg-Kielies

Cornelia Hawrda

Mathias Kögler

Theres Nitsche

Birgit Schendzielorz

Astrid Wiebe

Ankleiderei

Harald Schröder Obergarderobier

Cornelia Flechtner Ankleiderin

Kerstin Frede Ankleiderin

Ingeborg Krause Ankleiderin

Maske

Ute Born

Chefmaskenbildnerin

Nikolai Kraatz

Stellv. Chefmaskenbildner

Maskenbildner

Stefanie Bräucker

Jana Hegemann

Julia Moritz

Requisite

Robin Oliver Struhl Leiter

Requisite

Sabine Kassebaum Requisite/Pyrotechnik/Ausstattungsassistentin

Requisiteure

Jana Chiari

Manuel Förster

Matthias Warneke

werkstätten

Ulf Knödler Leiter der Werkstätten

Tischlerei

Rainer Schroeter Leiter Tischlerei

Tischler

Peik Angermann

Sebastian Gräf

Mathias Schmidt

Schlosserei

Holger Winkelmann

Leiter Schlosserei

Rainer Platzke Schlosser

Dekorationsabteilung

Ingo Jesorka

Leiter Dekorationsabteilung

Andreas Trüschel

Dekorateur

Malsaal

Norbert Wagner Leiter Malsaal

und Theaterplastik

Barbara Zeuner Theatermalerin

Sabine Dahme Theaterplastikerin

Auszubildende

veranstaltungstechnik

Verena Höfle

Clemens Malinowski

Patrick Rost

Martin Uteß

Hausverwaltung

Matthias Schmandt

EDV-Administrator und

Elektriker

Jan Lieske Betriebstechniker und

Verantwortliche Elektrofachkraft

Henry Otto Haushandwerker

Hans-Joachim Grahl Pförtner

Betriebsrat

Manuela Gerlach Vorsitzende

Ingo Jesorka Stellv. Vorsitzender

Betriebsräte

Sybille Becker

Aranca Fink

Stefan Guba

Godwin Gabert

Ralf Nagel

Tino Bitschkowski

Behindertenbeauftragter

228

229


Das Wintermärchen


kontakt

So können Sie uns erreichen

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Telefon: (0331) 98 11-0

Theaterkasse/Kartenservice

Telefon: (0331) 98 11-8 / Fax: (0331) 98 11-900

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presse@hansottotheater.de

Theaterpädagogik

Telefon: (0331) 98 11-161

jungezuschauer@hansottotheater.de

Geschäftsbedingungen

Sie haben die Möglichkeit, unsere vollständigen Allgemeinen

Geschäftsbedingungen auf unserer Homepage einzusehen:

www.hansottotheater.de

IMPRESSUM

Herausgeber Hans Otto Theater GmbH Potsdam

Schiffbauergasse 11 | 14467 Potsdam | Spielzeit 2013/2014

Intendant Tobias Wellemeyer

Geschäftsführender Direktor Volkmar Raback

Ein Unternehmen der Landeshauptstadt Potsdam, gefördert mit Mitteln der

Landeshauptstadt Potsdam und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung

und Kultur des Landes Brandenburg.

Redaktion

Ute Scharfenberg (koord.), Dramaturgie,

Öffentlichkeitsarbeit/Marketing, Künstlerische Betriebsdirektion

Layout und Grafik Thomas Matauschek

Fotografie HL Böhme, www.hlboehme.com / Göran Gnaudschun (Wildwuchs,

nachtboulevard, Stadt für eine Nacht) / Uta Protzmann (Theaterfest)

Druck Brandenburgische Universitätsdruckerei und

Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

Redaktionsschluss 6. Mai 2013

Der Herausgeber hat bei der Prüfung der Text- und Bildquellen größtmögliche

Sorgfalt walten lassen. Daher werden diejenigen, die meinen, Rechte an den

veröffentlichten Texten bzw. Bildern zu besitzen, höflich gebeten, sich an den

Herausgeber zu wenden.

Liebe Leser, dieses Heft spiegelt den Stand der deutschen Rechtschreibung

wider: es erscheinen nebeneinander Texte nach den herkömmlichen und nach

den reformierten Rechtschreibregeln.

Ihr Redaktionsteam

232 233


Kooperationspartner

Unterstützer und Förderer

Fotografie Hans-Ludwig Böhme

geboren 1945 in Coswig/Sachsen, Studium der Germanistik, Anglistik und

Amerikanistik in Jena, als Fotograf Autodidakt, seit 1983 Fotografie für

das Staatsschauspiel Dresden, 1991 Berufung in die Deutsche Gesellschaft

für Photographie (DGPH), 1997 Berufung in den Bund Freischaffender

Fotodesigner (BFF).

Hans-Ludwig Böhmes Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, im Inund

Ausland ausgestellt und in zahlreichen Katalogen und Bildbänden

publiziert. Ausstellungen seiner Arbeiten gab es u. a. im Josef-Albers-Museum

Bottrop, Theatermuseum München, Mönchehausmuseum für Moderne

Kunst Goslar, in der Nikon Live Galerie Zürich, dem Goethe-Institut

Nikosia (Zypern), auf der Internationalen Triennale der Fotokunst in Novi

Sad und Belgrad, auf der Internationalen Fotoszene zur Fotokina in Köln,

im Georgia Museum of Art (2000) und in der Acock Gallery Columbus/Ohio

(2001).

Seine Arbeiten sind zu sehen u. a. im Kupferstich-Kabinett Dresden, in der

Sammlung Ludwig Köln, im Folkwangmuseum Essen, in der Sammlung

Gundlach Hamburg, der Sammlung Keresztes Nürnberg und der Fotografischen

Sammlung der Moritzburg Halle.

Energie und Wasser

Potsdam GmbH

Medienpartner

PoTSDAMER

Neueste NachrichteN

Layout und Grafik Thomas Matauschek

geboren 1961 in Dresden, Studium der Malerei und Grafik an der HfBK

Dresden, seit 1988 freischaffend, 1990 Mitbegründung der Galerie Adlergasse,

Leitung der Druckwerkstatt im Kulturverein riesa efau in Dresden, 1991

Edition der Griffelkunst Hamburg, 1995 Artist Exchange San José (Kalifornien)

– Dresden, Dresdner Förderwerkstatt für Druckgrafik, verschiedene

Lehrtätigkeiten und Kunstprojekte, ab 2000 Layouts für die freienkammerspiele

magdeburg, 2004-2009 Art Director des Theaters Magdeburg.

Ausstellungen: Galerie Adlergasse/Dresden, Galerie Kaiserwerke/Gera,

I.C.A. San José/USA, Galerie Marktschlößchen/Halle, Galerie Horschik und

Schultz/Dresden, GaDeWe, Bremen. 2009 »all about dresden« whiteBox/

München, 2010 »generation x generation y«, Galerie Adlergasse/Dresden.

234 235


Mi, 12. Mai

in einer Fotoaustellung in der fabrik im Rahmen der 20. Potsdamer Tanztage.

age

tel-

las

der

fin

wi-

ab

ues

ein

rer

ro-

lei-

der

ro-

ia-

nz-

am

nd-

die

aus

ss-

PROGRAMM DER 20. POTSDAMER TANZTAGE D

Tanzaufführungen, Kindertanztage und Konzerte

Mi, 12. Mai

Festivaleröffnung

19 Uhr Ballett der Boote

20 Uhr Pierre Rigal (F)

ab 20.30 Uhr Konzerte

mit Zethva und Beat'n Blow

Do, 13.Mai

16 Uhr

Pierre Rigal (F)

Do 13. bis So 16.Mai

15 bis 22 Uhr

Kondition Pluriel (CAN)

Do 13. bis Sa 15. Mai

18 Uhr

Martine Pisani (F)

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

FABRIK POTSDAM

KAMMERAKADEMIE

NIKOLAISAAL POTSDAM

Di 18. und So 23. Mai

20 Uhr

Lia Rodrigues / Companhia de

Danças (BRA)

Mi 19. Mai

20 Uhr

ROSAS / Anne Teresa De maeker

Keers-

(B)

SEITE 26

Kompetent.

„Grand Prix

Emanuel

Feuermann“

Adventskonzert

im

Schlosstheater

Einige Entdeckungen hält das adventliche

Programm im Schlosstheater im

Neuen Palais bereit: Der italienische Fagottist

Sergio Azzolini, 2002-2006 Künstlerischer

Leiter der Kammerakademie

und seitdem mit dem Orchester in intensiver

Zusammenarbeit, spielt zwei Fagottkonzerte

der Haydn-Zeitgenossen Johann

Melchior Molter und Johann Wilhelm

Hertel. „Wegen zu Haydn“ ist das

Programm gewidmet, das mit einer brillanten

Sinfonie von Luigi Boccherini eröffnet

wird und in der Sinfonie Nr. 1 von

Joseph Haydn kulminiert. Boccherini,

„Kammerkompositeur“ Friedrich Wilhelm

II. von Preußen, wirkte später in

Madrid.

Molter lernte bei einem Studienaufenthalt

in Venedig und Rom noch Vivaldi,

Marcello, Albinoni und Scarlatti kennen

und übte sich im italienischen Kompositionsstil.

Johann Wilhelm Hertel war Hof-

komponist in Schwerin. Sein musikalischer

Stil ähnelt in vielem dem des von

ihm hochverehrten Carl Philipp Emanuel

Bach, während sich Joseph Haydn schon

in seinen ersten Sinfonien, die noch vor

seinem Engagement beim Grafen Esterházy

entstanden, als ein ausgesprochen

„moderner“ Komponist zeigt, der entschlossen

war, die Ideale des Barock hinter

sich zu lassen und die neuen musikalischen

Welten zu erforschen.

HERAUSGEBER:

Kammerakademie Potsdam gGmbH

Geschäftsführerin: Frauke Roth

Redaktion: Adelheid Schloemann,

Henriette Schulze,

Dirk Becker

Mit freundlicher Unterstützung der

Potsdamer Neuesten Nachrichten

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

„Ihre Stimme schlägt die Zuhörer augenblicklich

so in den Bann, dass man schier

zu atmen vergisst“, schrieb kürzlich ein

Kritiker über sie. Und wer’s nicht glaubt,

sollte die Wirkung dieser mal „nordisch“

hellen, dann wieder archaisch-dunklen

Stimme einfach einem Selbsttest unterziehen.

Die aus einer bekannten

Musikerfamilie

stammende

Wahl-Münchnerin Fjo-

ralba Turku, die bis zu

ihrem 9. Lebensjahr in

Albanien aufwuchs, hat

ihre Sangeskünste nicht

nur im Studium, sondern

auch an der Seite

so

herausragender

Jazz-Legenden wie Charlie Mariano geschult.

„Mit weichem, violinähnlichem

Timbre intoniert sie seltsam schöne

Dinge, die niemand wirklich verstehen

muss, um zu begreifen, dass sich hier jemand

die Seele aus dem Leib singt.“ (jazz-

Fjoralba Turku

thing)

A.W.

— 18. März, 20.30 Uhr, Foyer: The Voice in

Concert

Kritisch.

Unter der Leitung von Michael Sanderling,

des Chefdirigenten der Kammerakademie

2006-2010, begleitet das Orchester

die Finalrunde und das Preisträger-

Zwei scheinbar völlig unvereinbare Welten

treffen in dieser spektakulären Prokonzert

des „Grand Prix Emanuel Feuermann“.

Der internationale Cello-Wettbeduktion

aufeinander: Bach und Breakdance

- oder: Altmeister trifft Weltmeiswerb

wird vom 16. bis 21. November

2010 in Berlin ausgetragen (Schirmherrter!

Der Dirigent und Opernspezialist

schaft: Daniel Barenboim). Alle vier

Christoph Hagel und die Flying Steps,

Jahre von der Kronberg Academy und

vierfache Breakdance-Weltmeister, landeten

im Frühjahr 2010 mit „Red Bull Fly-

der Domenico-Gabrielli-Stiftung der Universität

der Künste Berlin ausgerichtet,

ing Bach“ den Überraschungs-Coup der

Unterhaltsam.

dient dem Gedenken an den großen

Berliner Konzertsaison.

Cellisten Emanuel Feuermann und trägt

Für alle, die sich damals lediglich die

dazu bei, junge Begabungen zu entde-

Nasen an den Scheiben der Neuen Nationalgalerie

plattdrücken konnten, gibt es

cken und zu fördern.

Zum ersten Mal fand im Jahre 2002

jetzt die Gelegenheit, diese (selbst

aus Anlass des 100. Geburtstages von

Bach-Puristen begeisternde) echte Crossover-Produktion

aus nächster Nähe in

Emanuel Feuermann statt. Die Kammerakademie

Potsdam war von Anfang an als

Potsdam zu erleben. Am 25. und 26.

Partner der jungen Solisten dabei. Der Ge-

März geht die mit dem ECHO Klassik-Sonderpreis

2010 ausgezeichnete

Feuermann“, Giorgi Kharadze, war 2007

Show über die Bühne des Nikolaisaals.

winner des letzten „Grand Prix Emanuel

auch in einem Sinfoniekonzert der Kam-

A.W.

merakademie zu hören.

— 25. und 26. März, 20 Uhr, Großer Saal:

— Das Preisträgerkonzert findet am Sonn-

Potsdamer Crossover Konzerte

tag, 21. November, um 11 Uhr im Konzerthaus

Berlin statt

Mit Fingerspitzengefühl. Der Dirigent Olof Boman.

… der tägliche PNN-Kulturteil.

Fr 14. und Sa 15. Mai

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So 16. und Mo 17. Mai

20 Uhr

Arkadi Zaides (ISR)

C

INDEX

D

Wir sind Potsdam.

SEITE 26

„The Voice in

Concert“ mit

Fjoralba Turku

Foto: Agentur

„Red

Bull Flying

Bach“

SERVICE

Krakaus musikalisches Herz ist groß und

schlägt wild. Symptomatisch hierfür mag

die Tatsache stehen, dass hier zwei so un-

terschiedliche Persönlichkeiten wie der

Komponist Krzysztof Penderecki und der

Geiger Nigel Kennedy in fast unmittelba-

rer Nachbarschaft residieren. Wer durch

Polens heimliche Hauptstadt schlendert,

wird sofort von ihrem kunstsinnigen

Flair, vor allem von ihrem durch und

durch musikalischen Puls angesteckt. Un-

zählige Straßenmusiker bevölkern die

malerischen Gassen und Plätze, und

meist sind hier wahre Künstler am

Werke, die Tag für Tag um die Gunst der

Flaneure buhlen. Das Repertoire reicht

dabei von Klassik bis Klezmer, von Jazz

bis Folk.

Es ist also keineswegs verwunderlich,

dass in Krakau Karrieren wie diese beginnen:

Drei Akkordeonisten, allesamt Ab-

solventen der renommierten Krakauer

Musikakademie, spielen sich förmlich

aus dem Straßenstaub Krakaus binnen

weniger Jahre an die Spitze einer Bewegung,

die man ohne Übertreibung als Re-

volution am Blasebalg bezeichnen muss.

„Andere Instrumente wie Geige, Gitarre

oder Klavier wurden auf ihre Art bereits

ausgereizt“, meint Janusz Wojtarowicz,

der im Jahr 1996 das Motion Trio grün-

dete. „Wir brechen mit unserer Art des

Spielens in völlig neue Klangdimensionen

auf.“

Wo immer Janusz Wojtarowicz, Pawel

Banarek und Marcin Galazyn auftreten

(sie füllen mittlerweile große Hallen in

Europa, Amerika und Asien), horcht man

verblüfft auf: jenseits aller traditionalistischen

Bezüge fegen sie mit ihrem furiosen

Spiel alle Vorurteile über das schein-

bar so bieder-beschauliche Akkordeon

förmlich hinweg. Dabei entlocken die illustren

Musiker der guten alten Quetschkommode

(in Wahrheit sind es kiloschwere

Wunderwerke aus der italienischen

Edelmanufaktur Piccini) nie ge-

hörte Töne: sie stöbern unbekümmert in

den Reservoirs von Jazz und Hard Rock,

Klassik und Folk, Techno und Noise. In

ihren Kompositionen kombinieren sie

diese Elemente mit irre klickenden Geräuschen,

perkussiven Wirbeln am Ak-

kordeonkorpus, markanten Riffs und

pumpenden Rhythmen. „Wir benutzen

keine Samples und keine Elektronik“, er-

klärt Janusz nicht ohne Stolz. „Wozu

bräuchten wir Samples, wo wir doch

Sinfoniekonzert mit Kontrabass-Solo

Schöner die Haare nie flogen.

diese wundervollen Instrumente haben?“

das avantgardistische Trio bei seinen bisherigen

Nikolaisaal-Auftritten 2005 und

2008 auslöste, gibt es am 11. März ein

Wiederhören. Diesmal widmen sich die

drei Blasebalg-Derwische ihrer Leiden-

KARTEN

Die Gitarristin Sharon Isbin beim Staatsorchester

Ticket-Galerie Nikolaisaal Potsdam

Geöffnet:

Dass ein Franzose quasi die spanische Nater

von neun Jahren das klassische Gitarrespiel

zu erlernen. Zunächst in Italien,

Montag-Freitag 10 - 17 Uhr

tionaloper schreibt, ein amerikanischer

Sonnabend 10 Uhr - 14 Uhr

Komponist einem spanischen Architek-

später an der Yale University, wo sie unter

anderem von Meister Andrés Segovia

Dirigent Olof Boman im Dezember vor Veranstaltungsbeginn zu Gast bei (Abendkasse

der Kammerakademie weist und ein türkischer zeitgenössischer

Potsdam unterrichtet wurde. Dort machte sie ih-

Und jeweils eine Stunde

ten die gitarrengezupfte Reverenz er-

für die jeweiligen Veranstaltungen)

Tonsetzer mit „Glitzernden Schatten“ ren Bachelor „cum laude“, den Master of

Mit dem jungen schwedischen Dirigen-

Die Musik entfesselt Außerdem: eine Kraft und an einen allen Konzertkassen mit

dem Ganzen mediterrane Klangsinnlich-

Music wenig später an der Yale School of

ten Olof Boman präsentiert die Kammer-

vorandrängenden Drive, CTS-Service nicht zu und redenim Internet unter:

keit hinzufügt – alles das kommt Ihnen Music. Und konzertierte, wo sich die

akademie Potsdam in ihrem Sinfoniekon-

von ihrer rhythmischen www.nikolaisaal.de

Aggressivität –

spanisch vor? Soll es ja auch! Zumindest Möglichkeit dazu bot. Seit sie siebzehn

zert am 11. Dezember im Nikolaisaal

Einflüsse von Kodály, aber auch von Barbeim

Sinfoniekonzert des Brandenburgi-

ist, tourt sie rund um den Erdball, gibt 60

Potsdam ein farbiges Programm: Die

tók und Schostakowitsch Ermäßigungen:

sind unüberhör-

schen Staatsorchesters, das angenehmen bis 100 Konzerte pro Saison. Inzwischen

erste Konzerthälfte ist der Musik für das

bar –, dass man sich3 auch € pro ein Karte ganzauf anderes

Libretto dazu vorstellen Ermäßigungsberechtigte

könnte, etwa

spricht. Zur Einstimmung werden Aus-

unserer Zeit“ Gepriesene keine Genre-

alle Plätze für

Aufenthalt unter der Sonne Spaniens ver-

kennt die als „herausragendste Gitarristin

Theater gewidmet. Ganz klassisch der Beginn:

Auszügen aus der beliebten Schau-

mit einer modernen Frühbucherrabatt:

E.T.-Gestalt oder so-

züge aus den beiden „Carmen“-Suiten grenzen mehr und wird für Barockes genauso

gefeiert und mit Grammys geehrt

spielmusik zu „Rosamunde“ von Franz

gar mit einer Episode10 aus % Harry Ermäßigung Potter. auf den Normalpreis

vom „Ehrenspanier“ Georges Bizet sor-

Schubert wird dessen Ouvertüre zur

In der Konzertpause bei Kauf kannbis die einen angeregte

Phantasie der Hörer Konzert

sich ein wenig

Manuel de Fallas Tänze aus „Der Drei-

Monat vor dem

gen. Klanglich nicht weniger opulent als

Oper „Alfonso und Estrella“ vorangestellt.

Die anschließende Konzertsuite

abkühlen, bevor der junge Münchener To-

spitz“ kommt das „Concert de Gaudì“ für

aus dem Ballett „Kratt“ des estbias

Lampelzammer, Happy-Hour-Ticket Solo-Kontrabassist für alle unter 30:

Gitarre und Orchester daher, das Christonisch-schwedischen

Komponisten Edu-

der Kammerakademie 10 Potsdam, € Einheitspreis mit seinem

viel zu selten solistisch eines Altersnachweises

zu erlebenfür

das virtuose Können der amerikani-

bei Vorlage

pher Rouse zur Gaudi der Zuhörer und

ard Tubin ist wohl in diesem Konzert erstmals

in Potsdam zu hören. Tubin

den Instrument ein Konzert an der Abendkasse.

von Jan Krti-

schen Gitarristin Sharon Isbin anno 1999

(1905-1982), hauptsächlich als Sinfonitel

Vanhal, des böhmischen Begrenztes Zeitgenossen Platzkontingent!

komponiert hatte.

ker bekannt geworden, zeigt sich hier als

der Wiener Klassiker, zu Gehör bringt.

Seit der Uraufführung ein Jahr später

ein Theaterkomponist mit ausgesproche-

Vanhal war Sohn eines Das Nikolaisaal-Family-Ticket

ostböhmischen

(mit dem NDR-Sinfonieorchester unter

nem Sinn für starke dramatische Kon-

Bauern und kam durch Beim die Kauf Vermittlung von einer Karte zum

Christoph Eschenbach) ist die Gitarris-

traste. Die Story dieses 1943 uraufgeführ-

einer Gräfin nach Wien, Normalpreis wo er als bis Schü-

zu vier Karten

tenszene von der Hommage an den Bauten,

auf estnischen und skandinavischen

ler von Dittersdorf eine zum große Festpreis Produktivi-

von 6 € Festpreis

künstler Antonio Gaudì sehr angetan.

Folkloremotiven beruhenden Balletts

tät als Komponist in für allen jedes Genres weitere entfal-

Familien- oder

Dessen originelle Konstruktionsweise

dreht sich um eine Art Golem-Charakter.

tete. Sein Kontrabasskonzert Haushaltsmitglied gehört zu

unter 18 Jahren.

mit ihren unerwarteten Verdrehungen,

Nur im Vorverkauf!

Kurven und Verwerfungen habe ihn zu Ein ganz besonderes Verhältnis.

Ermäßigungen und Sonderpreise

seinen eigenen musikalischen Fantasieflü-

bin und ihre Gitarre.

gelten nur für Eigenveranstaltungen

gen angeregt, so Rouse. Als Quintessenz

KONZERTKALENDER NOVEMBER-DEZEMBER 2010

von Kammerakademie und Nikolaisaal

spanischen Ausdrucks erschien ihm der

Potsdam!

Flamenco in all seiner Leidenschaftlich-

So | 21. November | 11 Uhr

Sa | 11. Dezember | 19:30 Uhr

keit und Hingabe, und so beschloss er, wie für Crossover, Latinoklänge, Jazz und

Konzerthaus Berlin

Nikolaisaal

Konzertkarte = Fahrschein (Berlin ABC)

ihn „einem vergleichbaren Prozess der Zeitgenössisches.EinestaunenswertViel-

Verdrehung, Umkurvung und Verwerseitige:

Vor gut zwanzig Jahren gründete

Preisträgerkonzert des

Sinfoniekonzert

fung zu unterziehen, wie Gaudì dies an sie an der berühmten Juilliard School of

„Grand Prix Emanuel Feuermann“

C INDEX

D

den zugrunde liegenden architektoni-

MusikdieersteGitarrenklasse,diesieseit-

Mozart: „Pariser“ Sinfonie D-Dur

schen Modellen vorgenommen hatte.“ demleitet,undnahm2005 erstmals inder

Konzerte für Violoncello

Vanhal: Konzert für Kontrabass

Zwei Jahre später gab es für Christo-

Geschichte der New Yorker Philharmoniker

Gitarrenkonzerte auf. Warum sie das

von Robert Schumann

und Orchester D-Dur

HERAUSGEBER:

pher Rouses Concerto einen Grammy als

und Carl Philipp Emanuel Bach

Schubert: Auszug aus Musikfestspiele Sanssouci und

„Beste zeitgenössische klassische Komposition“,

die übrigens das neunte Konzert Instrument“, so Isbin. „Man hat direkten

Instrument liebt? „Es ist ein sehr intimes

„Rosamunde“

Nikolaisaal Potsdam GmbH

Michael Sanderling, Dirigent

Tubin: Suite aus dem Ballett

war, das für Sharon Isbin geschrieben Kontakt zu den Saiten. Es sind die eigenen

„Kratt“

wurde. Denn auch andere Tonsetzer wie Finger, die den Klang erzeugen. So ent-

Leo Brouwer, Joan Tower oder David Diamond

haben ihre Novitäten speziell für Teilen wir sie mit ihr!

steht eine sehr persönliche Erfahrung.“

Tobias Lampelzammer,

Kontrabass

Isbins zupfende Meisterhände verfertigt.

Olof Boman, Dirigent

Doch ehe sie zu denen wurden, begann — 12. März, 19.30 Uhr, Großer Saal: Sinfo-

die 1956 in Minneapolis Geborene im Al- niekonzert

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Im Rausch bewegter Bilder

Intime Verdrehungen aus

zupfenden Meisterhänden

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