– eine Bestandsaufnahme - Hauner Journal

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Dr. von Hau nersche s K i nderspit a l |

Intensiveinheit für Pädiatrische Epileptologie

SPIelplATz HauneRSche

KINDeRKlINIK

Der Spielplatz der Universitätskinderklinik

befindet sich auf einer relativ kleinen Fläche

im Innenhof der Klinik und bedurfte

dringend einer Erneuerung.

Die Kinder- und Jugendbeauftragte

der Landeshauptstadt München, Frau

Jana Frädrich (Preisträgerin 'World Vision'

Deutscher Kinderpreis) initiierte und unterstützte

aus diesem Grund eine in Deutschland

bisher einmalige Spielplatzplanung.

In Form eines Beteiligungsprojektes wurde

den späteren Nutzern die Möglichkeit

gegeben, ihren Spielplatz nach eigenen

Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.

So entstand durch Förderung des den

Hauner Vereins ein wunderschöner Kinderspielplatz,

der behindertengerecht gestaltet

wurde und Angebote für alle Altersgruppen

hat. Eine naturnahe Gestaltung

lässt das Krankenhaus vergessen und dient

auch den Mitarbeitern als Ruhezone.

PsychologISche

BeTReuung

Die Diagnose Diabetes mellitus hat für die

betroffenen Kinder und ihre Angehörigen

tiefgreifende Veränderungen ihrer Lebensweise

zur Folge und führt zum Teil zu großen

Belastungen. Neben einer vermehrten

Adipositas (Fettsucht), v.a. im Bereich des

Bauches, leiden viele Betroffene an Fettstoffwechselstörungen

sowie einem Bluthochdruck.

Je nach Ausprägung des Diabetes

zeigen sich ein starker, z. T. unstillbarer

Durst, körperliche Leistungsschwäche,

Abgeschlagenheit, Müdigkeit, vermehrtes

Wasserlassen, erhöhte Infektanfälligkeit,

Heißhunger und Juckreiz. Unbehandelt

kommt es im Verlauf zu Schädigungen des

gesamten Organismus. Dies betrifft v. a.

Augen und Blutgefäße , es zeigen sich vermehrt

neurologische Störungen und Nierenerkrankungen.

Typisch für Diabetiker ist

ebenfalls ein verändertes Hautbild (häufig

trocken, spröde, rissig), welches schnell zu

kleinen Wunden führen kann. Bedingt u.a.

durch Durchblutungsstörungen und eine

veränderte Wundheilung können diese Läsionen

zu großen Hautdefekten führen, die

meist schlecht heilen, gangränös entarten

und über Nekrosen zum totalen Gewebezerfall

führen. Nicht selten droht dann der

(operative) Verlust von Körperteilen (z.B.

Zeh, Fuß, Unterschenkel), um ein Weiterwandern

des Gewebezerfalls aufzuhalten.

Je besser der Zuckerwert eingestellt

werden kann und je konsequenter der Betroffene

sich nach den Auflagen (u.a. Diät,

vermehrter Ausdauer- oder Kraftsport,

Vermeidung starker körperlicher Anstrengung)

richtet, desto mehr wirkt sich dies

auf eine normale Lebenserwartung aus.

Um diese und andere Patienten mit endokrinen

Erkrankungen zu unterstützen, finanziert

der Hauner Verein zu 50 % eine

Psychologenstelle.

MoNIToR SPRecHSTuNDe

Kaum ein Thema ist in der Medizin emotional

so belastet wie der plötzliche Kindstod.

Noch immer sind die genauen Ursachen

dieser so dramatischen Ereignisse letztlich

ungeklärt. Es gibt jedoch wichtige

präventive Maßnahmen, um die Gefahr

eines plötzlichen Kindstodes bei Säuglingen

zu minimieren. Um diese präventiven

Maßnahmen effektiv den Eltern zu kommunizieren,

und Hochrisikokindern eine

besonders intensive Überwachung mittels

spezieller Überwachungssysteme, also

einem Monitor, der Herzfrequenz und Atmung

kontrolliert, zu ermöglichen, wird

vom Hauner Verein eine Halbtagsstelle

für eine Ärztin für 1 Jahr finanziert.

Hierdurch wird auch sichergestellt, dass

die Wartezeiten für die Monitor Sprechstunde,

die aktuell bis zu 4 Monate betrugen,

verkürzt werden konnten. Dies ist

wichtig, da das Monitoring oft eine hohe

Belastung für die Familien darstellt und es

deshalb zur Sicherstellung der optimalen

Versorgung im Sinne des Kindes dringend

erforderlich ist, die Patienten erstmals ca. 4

Wochen nach Beginn des Monitorings und

im Verlauf ca. alle 3 Monate zu sehen.

ElteRN/ArzT geSPRäcHSzimmeR

AuF DeR PIPS

(PäDIATRISche INTeNSIV-

STATIon)

In den alten, ehrwürdigen Räumlichkeiten

des Dr. von Haunerschen Kinderspitals

herrscht immer große Raumnot und daher

wird versucht, alle nicht ganz so wichtigen

Funktionsräume aufzulösen oder

in den Keller zu verlegen. Die Schwestern

und Ärzte der Intensivstation 'PIPS' haben

sich einen Raum gewünscht, in dem sie

schwierige Elterngespräche führen können.

Durch Unterstützung des Hauner

Vereins konnten ausreichend Gelder für

die neue Ausstattung gesammelt werden.

KANüleN uND eIN moNITor

füR mADINA

Madina ist ein kleines russisches Mädchen,

die an sog. 'Hämangiomen' leidet. Das sind

meist gutartige Tumore im Bereich der Blutgefäße,

die häufig im Säuglings- oder Kinderalter

auftreten. Meistens bedürfen sie

keiner Therapie. Doch Madina hatte großes

Pech! Bei ihr traten die Wucherungen im

Bereich der Luftröhre auf und sie drohte zu

ersticken. Für die nicht ganz einfache Operation

sammelten die Eltern ihre gesamten

Ersparnisse, damit ihr Kind in Deutschland

behandelt werden konnte. Madina wurde

dann im Dr. von Haunerschen Kinderspital

operiert. Leider muss die Kleine vorerst

noch eine Trachealkanüle behalten, um die

Luftwege freizuhalten, d.h. es wurde ein

Luftröhrenschnitt vorgenommen, der vorerst

nicht geschlossen wird.

Da die Mutter aus finanzieller Not vorzeitig

wieder nach Russland zurück musste

und sie in Russland nur eine ungeeignete

Kanüle bekommt, hat die Abteilung für

Bronchoskopien um finanzielle Unterstützung

für die Besorgung der Kanülen der

zugehörigen Medizinprodukte und um

einen Monitor angesucht. Der Hauner

Verein konnte kurzfristig die finanziellen

Mittel für die notwendigen Anschaffungen

bereitstellen. Kosten insgesamt € 1.700.-

PageR FüR elteRN uND

KINDer

Dank einer generösen Spende konnte

der Hauner Verein einigen Abteilungen

(Chirurgische Ambulanz, Chirurgie 2 und

3, onkologische Tagesklinik für krebskranke

Kinder) sog. 'Pager' bereitstellen. Diese

Pager werden je nach Bedarf an Eltern

und/oder Kinder ausgegeben, damit sie

Wartezeiten z. B. auf dem Spielplatz verbringen

und bei Bedarf 'herangepiepst'

werden können. Das Projekt ist als Entlastung

für die Kinder, Eltern und Schwestern

gedacht. Die Pager haben sich in der Praxis

bewährt. Daher ist in Kooperation mit der

Spendergemeinschaft an eine Ausweitung

für die anderen Ambulanzen und Stationen

gedacht.

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