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VERBAND FÜR KAUFLEUTE UND DIENSTLEISTER ...

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<strong>VERBAND</strong> <strong>FÜR</strong> <strong>KAUFLEUTE</strong> <strong>UND</strong> <strong>DIENSTLEISTER</strong><br />

Leistungsbericht 2002 - 2006<br />

„Raumordung“, „Handelsordnung“ und „Nahversorgung“ sind Themen, welche die Tätigkeit des<br />

Verbandes für Kaufleute und Dienstleister in den vergangenen vier Jahren am stärksten geprägt<br />

haben. Insbesondere setzte sich der Verband auch für die Aus- und Weiterbildung und die<br />

Familienbetriebe ein. Die Interessenvertretung, die u.a. in über 60 Kommissionen, Gremien und<br />

Organen auf lokaler, gesamtstaatlicher sowie internationaler Ebene ausgeübt wurde, galt in erster<br />

Linie zur Wahrung und dem Schutz der Interessen der auf Landesebene tätigen Handels-,<br />

Dienstleistungs- und Gastbetriebe. Der Verband stand seinen Mitgliedern als umfassender<br />

Dienstleistungsanbieter und Berater zur Seite und betreute sie verstärkt vor Ort. Etliche<br />

themenspezifische Veranstaltungen, Messen, Initiativen für die Belebung der Ortskerne und<br />

Ortsmarketing, landesweite Sensibilisierungskampagnen zu Gunsten der Nahversorgung und<br />

vieles mehr wurden geplant und organisiert.<br />

EINSATZ<br />

Zu den wichtigsten Themen, für die sich der Verband in Vertretung seiner Mitglieder in den<br />

vergangenen Jahren eingesetzt hat, gehören :<br />

Kollektivvertrag Tertiärsektor<br />

Der Verband beteiligte sich mit seinen Fachleuten an der Ausarbeitung des gesamtstaatlichen<br />

Kollektivvertrages und unterzeichnete bzw. erneuerte den in Südtirol gültigen<br />

Landeszusatzvertrag. Das Zusatzabkommen regelt u.a. das Arbeitsverhältnis von rund 50.000<br />

Beschäftigten im Südtiroler Tertiärsektor. Aufgrund der Besonderheiten des Südtiroler Handelsund<br />

Dienstleistungsbereiches ist es wichtig, gezielt und mit gemeinsamen Anstrengungen dem<br />

Sektor neuen Aufschwung zu geben. Mit diesem Vertrag können die Aus- und Weiterbildung der<br />

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Mitarbeiter und Lehrlinge, die Förderung eines Rahmengesetzes für den Dienstleistungssektor, die<br />

Überarbeitung der Lehrlingsordnung oder das Bedürfnis nach flexiblen Geschäftöffnungszeiten<br />

geregelt werden. Im Landeszusatzvertrag werden beispielsweise wichtige Aspekte des<br />

Arbeitsverhältnisses, die Teilzeitverträge und deren Wirkungsgrad, die Auszahlung der jährlichen<br />

Produktivitätsprämie und die Regelung der Ferialverträge festgehalten.<br />

Berufsbildung<br />

Der Handel und die Dienstleistungen haben einen hohen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften.<br />

Vor allem im Einzelhandel ist es nicht einfach, kompetentes sowie zwei- bzw. dreisprachiges<br />

Personal zu finden. Die Mitarbeiter tragen zum Geschäftserfolg bei. Ausschlaggebend sind daher<br />

eine zeitgemäße und qualifizierte Berufsbildung sowie eine konstante Sensibilisierungsarbeit vor<br />

allem bei der Jugend. Der Verband setzte sich für die Aufwertung der Berufsbilder ein und arbeitet<br />

mit den zuständigen Ämtern für zeitgemäße und innovative Ausbildungsmodelle zusammen.<br />

Auf Vorschlag des Verbandes hat das Land eine neue ergänzende Form der Berufsbildung, die<br />

Berufsfachschule für Handel und Verwaltung mit Vollzeitunterricht und Betriebspraktika in<br />

Bruneck und ab kommenden Schuljahr auch in Bozen, eingeführt. Die Berufsfachschule dient als<br />

Alternative zum derzeitigen dualen Ausbildungssystem.<br />

Der Ausbildungsrahmen des Berufsbildes „Verkäufer/in“ ist erstmals gemeinsam vom<br />

Verband, den Sozialpartnern und der Schule überarbeitet und an die heutigen Bedürfnisse<br />

angepasst worden.<br />

Die landesweiten Schulaktionen, die seit 2005 unter dem Namen „Jugend handelt“ laufen,<br />

stellen die Berufsbilder der Verkäuferin/des Verkäufers, des Bäckers, Konditors und der<br />

Bürofachkraft in den dritten Klassen der Mittelschulen vor. Ziel ist es, den Kreislauf zwischen<br />

Ausbildung, Arbeitswelt und Kundenzufriedenheit zu schließen und gesellschaftliche Anerkennung<br />

der Berufe zu erreichen.<br />

Der Verband unterzeichnet mit den Landesgewerkschaftsorganisationen jährlich das<br />

Landesabkommen der befristeten Sommerarbeitsverträge. Damit werden Möglichkeiten für<br />

Jugendliche geschaffen, den Bereich Handel und Dienstleistung kennen zu lernen:<br />

Raumordnung<br />

Im März 2003 wurde das neue Raumordnungsgesetz verabschiedet. Dabei bleibt der Grundsatz<br />

bestehen, dass Einzelhandel – mit wenigen klar definierten Ausnahmen - nur in bewohnten<br />

Gebieten stattfinden kann und nicht im landwirtschaftlichen Grün sowie in den Gewerbegebieten.<br />

Was speziell die Regelung der Einzelhandelstätigkeit von Handwerks- und Industriebetrieben in<br />

Gewerbegebieten anbelangt, so wurde 2003 auch eine neue Durchführungsverordnung zum<br />

Raumordnungsgesetz erlassen. Diese sieht 35 Warenposten (keine Lebensmittel und Textilien) für<br />

den Einzelhandel vor, wobei jeder Betrieb nur einen Posten führen darf.<br />

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Der Verband ist der Garant, dass dieses im Raumordnungsgesetz verankerte Grundprinzip<br />

erhalten bleibt und sich der Einzelhandel somit in Städten, Dörfern und bewohnten Gebieten<br />

entfalten kann. Der Verband hat daher bei jeder Diskussion um die Raumordnung seine Stimme<br />

erhoben, um die Interessen seiner Mitglieder zu wahren.<br />

Im Fall „Mebo Center“ hat der Staatsrat mit seinem definitiven Urteil die Ausübung des<br />

Einzelhandels im landwirtschaftlichen Grün verboten und somit das Prinzip der Raumordnung<br />

bestätigt. Das Urteil setzte einem über zehnjährigen rechtlichen Streit mit zahlreichen Urteilen ein<br />

endgültiges Ende.<br />

Neue Handelsordnung<br />

Die große Reform des Südtiroler Handels (betreffend den fixen Handel, den Handel auf<br />

öffentlichen Flächen sowie die Tankstellen) ist unter Dach und Fach. Der Verband begleitete deren<br />

Umsetzung. Diese sorgt für eine dynamische Entwicklung bei den kleinen und mittleren Betrieben,<br />

aber auch bei der Großverteilung und sorgt für eine ausgewogene Entwicklung von klein, mittel<br />

und groß. In nur einem Jahr (2003-2004) stieg die Verkaufsfläche bei den kleinen Betrieben (bis<br />

100 bzw. 150 Quadratmeter) um 1,3, bei den mittleren (von 100 bzw. 150 bis 500 Quadratmeter)<br />

um 2,1 und bei der Großverteilung (über 500 Quadratmeter) um 10,5 Prozent. Die Verbandsarbeit<br />

war und ist darauf gerichtet, den Einzelhandel in den Orten sowie bewohnten Gebieten<br />

aufrechtzuerhalten und zu entwickeln sowie die Konsumenten dafür zu sensibilisieren.<br />

Nahversorgung<br />

Der Verband hat sich als Ziel gesetzt, die in Südtirol noch intakte Nahversorgung zu unterstützen<br />

und zu fördern, um diese längerfristig flächendeckend zu erhalten. Er führte Sensibilisierungsarbeit<br />

bei den Konsumenten durch, informierte diese verstärkt über die Vorzüge unserer Handelsstruktur<br />

und organisiert großangelegte Aktionen. Der Verband setzte sich auch für spezielle Förderungen<br />

in diesem Bereich ein.<br />

Mit der großen, landesweiten Konsumenten-Aktion „Wir brauchen uns! Einkaufen im Ort“<br />

brachte der Verband die Sicherung des sozialen und gesellschaftlichen Umfeldes in Städten und<br />

Dörfern sowie die Gewährleistung der Versorgung und der Lebensqualität vor Ort in den<br />

Vordergrund. Der Begriff Nahversorgung wurde in den vergangenen Jahren in Südtirol sehr oft<br />

gebraucht und löst in den Köpfen der Menschen verschiedene Assoziationen aus, sowohl positiver<br />

als auch negativer Art. Mit dieser Aktion wollte der Verband dem Konsumenten die Nahversorgung<br />

und ihr System erklären und nahe bringen.<br />

Der Verband organisierte verschiedene Initiativen zur Stärkung der Nahversorgung: u.a. erstmals<br />

den Fahrkartenverkauf in den Nahversorgungsbetrieben für die neuen City-Busse in Brixen und<br />

Bruneck.<br />

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Mittelstand/Familienbetriebe<br />

Der Verband setzte sich in erster Linie für die Anliegen, Probleme und Notwendigkeiten der<br />

heimischen Klein- und Mittelbetriebe ein, die vor allem Familienbetriebe sind. Dieser Mittelstand<br />

muss als tragende Säule unserer Gesellschaft mehr Berücksichtigung finden. Der Verband stellte<br />

sich gegen steigende Auflagen, denn Selbständigkeit und Leistung müssen sich lohnen. Er setzte<br />

sich u.a. für die Erleichterungen bei Werbesteuer und Haccp-Bestimmungen ein.<br />

Großhandel<br />

Im Großhandel sollen die Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung geschaffen werden.<br />

Dazu gehören gezielte Förderungen, vor allem für die immer wichtigere internationale Geschäftsund<br />

Exporttätigkeit, eine Verkehrspolitik, die moderne Verkehrswege und -konzepte für die<br />

Erschließung der Zonen sowie einen zeit- und kostenmäßig vernünftigen<br />

Warendurchgangsverkehr berücksichtigt sowie Erweiterungsmöglichkeiten für<br />

Großhandelsbetriebe.<br />

Verkehrspolitik<br />

Unsere Orte müssen zugänglich und erreichbar sein. Verkehrsverbote aufgrund kurzfristigen und<br />

spontanen Maßnahmen sind kontraproduktiv. Der Verband nahm stets bei<br />

Verkehrsbeschränkungen Stellung und schlug konkrete Lösungen zum Problem vor. Derartige<br />

wichtige Entscheidungen können nicht Jahr für Jahr anders getroffen werden. Das schafft große<br />

Unsicherheit bei der Bevölkerung und vor allem bei den Unternehmern, die für ihre Arbeit oft auf<br />

Fahrzeuge angewiesen sind. Es braucht eine längerfristige und vor allem frühzeitig kommunizierte<br />

Programmierung der Maßnahmen. Nur so haben die Unternehmer und die Bevölkerung die<br />

notwendige Zeit, um sich vorzubereiten, umzurüsten und ihre Tätigkeiten entsprechend den<br />

getroffenen Maßnahmen zu organisieren. Es muss auf jeden Fall nicht nur beim Verkehr angesetzt<br />

werden. Auch der Hausbrand oder die Industrie verursachen Feinstaub. Das Präventionspaket<br />

sollte durch ein weiteres umfassendes Maßnahmenpaket begleitet werden, welches u.a. die<br />

Umstellung aller Busse auf Methan, die Erhöhung der Frequenz der Busse zu Stoßzeiten, den<br />

Ausbau der Fahrradwege oder vor allem das regelmäßige Waschen der Straßen vorsieht.<br />

Südtirols Städte und vor allem die Landeshauptstadt Bozen brauchen ein Gesamtkonzept mit<br />

innovativen Verkehrslösungen und mit attraktivem, emissionsfreiem Personennahverkehr, wobei<br />

die Erreichbarkeit der Stadt auf jeden Fall garantiert werden muss. Ein Vertreter des Verbandes<br />

wurde in die Expertenkommission aufgenommen, sodass die Anliegen und Wünsche der<br />

Mitglieder Gehör finden können.<br />

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Dienstleister<br />

Die ersten Schritte in Richtung einer gesetzlich festgeschriebenen Plattform für den Südtiroler<br />

Dienstleistungssektor sind unternommen worden. Nach zahlreichen Aussprachen stellte das<br />

Landesamt für Handel und Dienstleistungen einen ersten Entwurf vor. Der Verband verfolgte damit<br />

das Ziel, die Anerkennung und die Gleichstellung des Bereiches zu erreichen. Es soll ein eigenes<br />

Sektorengesetz bzw. eine Dienstleisterordnung und ein dazu gehörendes Fördergesetz<br />

vorangetrieben werden, so wie es bei den anderen Wirtschaftssektoren bereits der Fall ist.<br />

INTERESSENVERTRETUNG<br />

Der Verband hat die Interessen seiner Mitglieder in über 60 Kommissionen, Gremien und Organen<br />

auf lokaler, gesamtstaatlicher sowie internationaler Ebene vertreten. Dazu gehören u.a. die<br />

Landeskommission für die Berufsbildung und Landesschulrat, der Aufsichtsrat Handelskammer<br />

Bozen, der Landesbeirat für Sozialwesen, die Sonderkommission des Landeskomitees Nisf/Inps<br />

und der gesamtstaatliche Beirat „Consiglio Confederale Generale” Confcommercio in Rom.<br />

Die Interessenvertretung galt in den vergangenen vier Jahren insbesondere folgenden Themen:<br />

Saisonschlussverkäufe<br />

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus ca. 60 Handelstreibenden aus ganz Südtirol, hat sich<br />

ausführlich mit dem Thema Saisonschlussverkäufe befasst. Sie ist u.a. zum Ergebnis gekommen,<br />

dass die derzeitige gesetzliche Regelung der Saisonschlussverkäufe im Großen und Ganzen ein<br />

tragfähiger Kompromiss ist und dass der geregelte Saisonschlussverkauf als Marketinginstrument<br />

und im Sinne der Transparenz gegenüber den Kunden beibehalten werden soll.<br />

Geschäftsöffnungszeiten<br />

Dank des Einsatzes des Verbandes wurden die Öffnungszeiten an den Samstag-Nachmittagen in<br />

Bozen liberalisiert und gleichzeitig die wöchentliche halbtägige Pflichtschließung abgeschafft. Der<br />

Verband unterstützte die neuen Samstag-Öffnungszeiten in mehreren Städten mit entsprechenden<br />

begleitenden Marketingmaßnahmen.<br />

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Der Verband stellte sich klar gegen die Sonntagsöffnungszeit, da der heimische Handelssektor<br />

zum Grossteil aus kleinen Familienbetrieben besteht, für die eine Sieben-Tage-Woche nicht in<br />

Frage kommt.<br />

Rauchverbot<br />

Der Verband hat die Einführung des Rauchverbots in Gastbetrieben und Geschäften begleitet. Der<br />

Verband folgte gleichermaßen die Erarbeitung des kürzlich vorgestellten neuen<br />

Gesetzesentwurfes der Landesregierung und behält genauso die Erstellung der entsprechenden<br />

Durchführungsverordnung im Auge.<br />

Südtirol nimmt eine Vorreiterrolle in Sachen Gesundheit der Kunden, Betreiber und Mitarbeiter ein.<br />

Die neue Regelung verleiht den Südtiroler Gastbetrieben und Geschäften ein besseres Image.<br />

Verkaufsverbot von Alkohol:<br />

Dank des Einsatzes des Verbandes wurde im Einzelhandel das Verkaufsverbot von Alkohol an<br />

Minderjährige unter 16 Jahren eingeführt. Der Verband hat bereits vor Einführung der neuen<br />

Bestimmungen verschiedenste Sensibilisierungskampagnen der Einzelhändler unterstützt, die<br />

freiwillig den Verkauf von Alkohol verhinderten. Das ist ein Beweis mehr, dass der Einzelhandel in<br />

der Gesellschaft auch eine wichtige soziale Funktion ausübt.<br />

Gemeinderatswahlen<br />

Kaufleute und Dienstleister sind meist jene, die von Entscheidungen auf Gemeindeebene im<br />

besonderen Maße betroffen sind. Der Verband hat in dieser Hinsicht Sensibilisierungsarbeit<br />

unternommen. Etwa 100 Kaufleute und Dienstleister sind in Südtirols Gemeindestuben entweder<br />

als Gemeinderäte oder als Gemeindereferenten vertreten.<br />

Einkaufstourismus<br />

Das Thema „Einkaufstourismus“ forderte, vor allem letzthin, stark die Interessenvertretung und<br />

Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes. Der Kaufkraftzufluss ist in Südtirol höher als der Abfluss.<br />

Der Anteil des Umsatzes im Einzelhandel, der auf die Touristen fällt, beträgt durchschnittlich 25<br />

Prozent (Tagestouristen ausgenommen). Jährlich kommen Tausende von in- und ausländischen<br />

Gästen gerade wegen des bestehenden Einkaufsangebotes nach Südtirol und wegen der<br />

lebendigen, attraktiven Städte und Dörfer mit ihren natürlichen Einkaufszentren. Der<br />

Kaufkraftabfluss ist weit niedriger, wie das Wifo der Handelskammer Bozen in einer eigenen Studie<br />

kürzlich präsentiert hat. Das Phänomen „Einkaufstourismus“ stellt nichts Neues dar. Südtirol ist<br />

einfach ein Grenzland und als solches ist es seit jeher natürlich, dass ein Austausch zwischen den<br />

Nachbarregionen stattfindet und auch in Zukunft stattfinden wird.<br />

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Eine Auswahl weiterer Themen<br />

• Regelung der Tätigkeit der sogenannten „fliegenden“ Blumenhändler;<br />

• Kampagne gegen die Ausweitung des Art. 18 des Arbeiterstatutes (Ausweitung des<br />

Kündigungsschutzes auch auf Betriebe mit weniger als 15 Mitarbeitern);<br />

• Verlängerung der Heizölbegünstigungen für Gastbetriebe in Südtirol;<br />

• herabgesetzte Verbrauchssteuer auf Erdgaslieferungen an die Großhandelsbetriebe im<br />

Gewerbegebiet Bozen Süd;<br />

• erfolgreiche Intervention zur Aufhebung des Verbotes der Nachtarbeit der Bäckerlehrlinge;<br />

• Informationskampagne zu den neuen Bestimmungen der Etikettierung von Obst und<br />

Gemüse;<br />

DIENSTLEISTUNGSANBIETER <strong>UND</strong> BERATER<br />

Der Verband hat ein breites und vielfaches Dienstleistungs- und Serviceangebot entwickelt, um<br />

seinen Mitgliedern und dessen Personal rundum professionelle sowie sektorspezifische Lösungen<br />

zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten zu können. Im Angebot sind u.a. kostenlose<br />

Erstberatungen und Leistungen enthalten. In den letzten vier Jahren wurden die Rechtsberatung<br />

und das Ortsmarketing neu organisiert. Die Dienstleistungen im Verband umfassen heute somit die<br />

Bereiche Buchhaltung, Steuerberatung, Personalverwaltung, Beratung in Sachen<br />

Arbeitsrecht und Gewerkschaftsangelegenheiten, Betriebsberatung, Rechtsberatung,<br />

Rentenfürsorge (Patronat Enasco), Garantiegenossenschaft Terfidi, Bildungs- und<br />

Schulungsinstitut „Die Akademie“, Bilaterale Körperschaft, Ortsmarketing sowie<br />

Öffentlichkeitsarbeit. Der Verband hat zusätzlich eine eigene Beratungsstelle für<br />

Betriebsnachfolge eingerichtet.<br />

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DIE „AKADEMIE“<br />

Das Bildungs- und Schulungsinstitut „Die Akademie“ stellte kontinuierlich den Aus- und<br />

Weiterbildungsbedarf der Mitglieder und deren Mitarbeiter fest, um zwei mal im Jahr ein<br />

entsprechendes Angebot anbieten zu können. In Zusammenarbeit mit der Bilateralen Körperschaft<br />

des Tertiärsektors wurden über 250 Kurse mit über 3.000 Teilnehmer organisiert. Darin wurden die<br />

spezifischen Anforderungen der einzelnen Berufsgruppen sowie Pflichtseminare berücksichtigt.<br />

Die Akademie arbeitete überdies eng mit dem Land in Sachen Berufsbildung und Lehrlingswesen<br />

zusammen. So wurden spezifische Lehrgänge in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern<br />

wie beispielsweise der Verkaufsmanagerlehrgang im Automobilsektor oder der Lehrgang für<br />

Einrichtungsberater organisiert. Die Akademie arbeitete auch bei der Konzeption und Realisierung<br />

der neuen Berufschule für Handel und Verwaltung, bei der Neugestaltung der Ausbildungsrahmen<br />

sowie der Reorganisation des Blockunterrichts in der Grundlehre (Lehre A) sowie bei der<br />

Konzeption der höheren Lehre (Lehre B) für Versicherungsberater mit. Auch der 14-monatige<br />

Lehrgang „Meister des Handels“ wurde letzthin neu konzipiert. Die praxisnahe Weiterbildung wird<br />

jedes zweite Jahr vom Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung in Zusammenarbeit mit dem<br />

Verband angeboten.<br />

VERANSTALTUNGEN, MESSEN,<br />

INITIATIVEN, ORTSMARKETING<br />

Der Verband organisierte Tagungen zu aktuellen und spezifischen Themen für seine Mitglieder,<br />

Sensibilisierungskampagnen zu wichtigen Themen des Handels- und Dienstleistungssektors sowie<br />

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Initiativen zur Imagepflege für die vertretenen Bereiche. Er unterstützte und betreute seine<br />

Mitglieder bei Messen und Ausstellungen und förderte sowie organisierte Gemeinschaftsinitiativen<br />

u.a. auch im Sinne des Ortsmarketing. Periodische Versammlungen auf Landes-, Bezirks- und<br />

Ortsebene förderten den Informations- und Gedankenaustausch.<br />

Sensibilisierungskampagnen<br />

• Landesweite Jahresaktion „Wir brauchen uns! Einkaufen im Ort“ mit „Tag des Handel(n)s“<br />

• Landesweiter Jahresaktion „Deine Chance im Handel“ , mit der Schulaktion „Jugend<br />

handelt“ und der Initiative „Verkäufer/in des Jahres“<br />

• Verschiedene Initiativen zur Stärkung der Nahversorgung: u.a. erstmals Fahrkartenverkauf<br />

in den Nahversorgungsbetrieben für die neuen City-Busse in Brixen und Bruneck<br />

• Sensibilisierungskampagne „Verkauf von Alkohol an Unter-16-Jährige“ im Bezirk Bozen<br />

Stadt und Land mit der Beteiligung von über 300 Lebensmittelgeschäften<br />

Messen<br />

• Beteiligung an der Internationalen Herbstmesse in Bozen mit dem „Tag des Handels“<br />

• Gemeinschaftsschau der Bäcker, Konditoren, Eishersteller, Metzger und Bio-<br />

Fachgeschäfte auf der Fachmesse „Hotel“ in Bozen<br />

• Beteilung an der Drei-Länder-Messe „Interregio“ in Graun<br />

• Bäckerstand auf der Tip-Hotel in Bruneck<br />

Gemeinschaftsinitiativen<br />

• Gemeinschaftsinitiative Verband-Bauernbund: Vermarktung einheimischer bäuerlicher<br />

Produkte in den Geschäften<br />

• Gemeinschaftsinitiative „Equal Gender Competency“ zur Verbesserung der Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf, u.a. Einführung einer kostenlose Kinderbetreuung für Beschäftigte<br />

im Handel<br />

• Aktion „Familienfreundliche Geschäfte“ in Zusammenarbeit mit dem Katholischen<br />

Familienverband.<br />

Sonstige Veranstaltungen<br />

• Hauptversammlungen des Verbandes<br />

• Verleihung des Umweltsiegels an Südtiroler Lebensmittel- und Gemischtwarengeschäfte<br />

• Traditioneller Wettbewerb „Rosa Schaufenster“ anlässlich des „Giro d’Italia“<br />

• Brotprüfung für Bäcker<br />

• Internationaler Drei-Länder-Lehrlingswettbewerb der Konditoren<br />

• „Tag des Eises“ in Südtirol<br />

• Brotmarkt in Brixen<br />

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• Christkindlmärkte<br />

• Weihnachtsaktionen<br />

• lange Einkaufsabende im Sommer<br />

• sonstige Ortsmarketing-Initiativen in ganz Südtirol<br />

• verschiedenste Benefizaktionen zugunsten bedürftiger Menschen<br />

• Internationales Jazz Festival in Bozen<br />

• „Chokomania“ in Meran<br />

INFORMATIONSVORSPRUNG<br />

Der Verband hat sich sehr um den Informationsvorsprung der Mitglieder bemüht. Die monatliche<br />

Periodizität der Verbandzeitung wurde wiedereingeführt. Das wöchentliche Informationsblatt<br />

„InfoFax“ über die wichtigsten Neuigkeiten in Sachen Steuern, Fürsorge, Arbeitsrecht und<br />

allgemeine Gesetzesvorschriften wurde mit der innovativen E-Mail-Newsletter „InfoMail“ ersetzt.<br />

Der Internetauftritt des Verbandes wurde komplett neu gestaltet, mit einer Reihe von innovativen<br />

Zusatzserviceleistungen für die Verbandsmitglieder. Spezifische Rundschreiben und Mitteilungen<br />

runden das Angebot ab.<br />

KONVENTIONEN<br />

Der Verband hat zahlreiche Konventionen mit verschiedenen Unternehmen und Einrichtungen<br />

abgeschlossen bzw. periodisch erneuert, um konkrete Vorteile und Einsparungen für Mitglieder zu<br />

schaffen. Somit bietet der Verband seinen Mitgliedern handfeste Vorteilen bei folgenden<br />

Unternehmen bzw. in folgenden Bereichen:<br />

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• Alicorporate – Rabatte auf Linienflüge von Alitalia, Air France oder Delta<br />

• Assiconsult – Sonderkonditionen für Rechtsschutzversicherung für Arbeitssicherheit und<br />

Hygiene im Lebensmittelgewerbe und Führerscheinentzugspolizze<br />

• Assinform - vergünstigte Tarife für Kreditverwaltungsdienste und –systeme<br />

• Avis - bevorzugte Tarife für Mietwagen im In- und Ausland und Lieferwagen<br />

• Brennercom – Rabatte auf Standardtarifen des Telefonverkehrs<br />

• Centax – Rabatt für die Abonnement-Quote für den Scheck-Versicherungsservice<br />

• Cima Österreich – Sonderpreise für Orts- und Stadtzentren-Impulsprogramme bzw.<br />

Beratungspakete und Umsetzungsinitiativen zur Stärkung der Orts- und Stadtzentren<br />

• Delphy GmbH – Begünstigungen bei der Assistenz von Mac Intosh Systeme<br />

• Abitec, Boscarol und Ladurner Hospitalia- Sonderpreisse für Erste-Hilfe-Koffer<br />

• Fsoft – Rabatt auf das Software-Paket „MagaforLight'' für die computerisierte<br />

Lagerverwaltung im Bekleidungs- und Schuhsektor<br />

• Istituto Zooprofilattico Sperimentale delle Venezie - Rabatt auf den Listenpreis für die<br />

chemisch-bakteriologischen Analysen auf Fleischproben<br />

• Maggiore - Rabatt beim Leihen von Lieferwägen „AmicoBlu''<br />

• MC System – Sonderkonditionen für Serviceleistungen in Sachen Sicherheit am<br />

Arbeitsplatz<br />

• ProHoga - begünstigte Preise beim Einkauf bestimmter Lebensmittel<br />

• Provisionsabkommen über Abtretung von Quoten<br />

• Sonderbedingungen für Rechtsberatung<br />

• S.I.A.E. – Sonderkonditionen bei Autorenrechte<br />

• Seltrade AG - Rabatt auf Stromrechnungen<br />

• Società consortile fonografici per azioni Scf Tim – Sonderkonditionen<br />

• Tim - vorteilhafte Mobil-Telefontarife<br />

• Tirrenia - Sonderpreise für Reisen an Bord aller Tirrenia-Fähren<br />

• Versicherungsbroker Borghini e Cossa - begünstigte Promille Sätze für<br />

Berufshaftpflichtversicherung<br />

• Vodafone Business - Rabatt auf Mobil- Telefonrechnung<br />

• Preisnachlass für Werbeschaltungen in der Zeitung für Kaufleute und Dienstleister,<br />

Wortanzeigen sind kostenlos<br />

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LANDESFACHVERBÄNDE <strong>UND</strong><br />

BERUFSGRUPPEN<br />

Der Verband setzte sich dafür ein, dass die spezifischen Anliegen, Forderungen und Probleme der<br />

insgesamt 23 Berufsgruppen verstärkt durchgesetzt werden und bot die notwendige<br />

Unterstützung. Es wurden die Südtiroler Vereinigung freier Tankstellen und die Vereinigung der<br />

Südtiroler Bio-Fachgeschäfte neu gegründet.<br />

BETREUUNG VOR ORT<br />

Der Verband legte großen Wert auf die Betreuung der Mitglieder vor Ort. Mit seinen 120<br />

Mitarbeitern im neuen Hauptsitz, in den 5 Bezirksbüros und 7 Außenstellen sowie den 500<br />

ehrenamtlich engagierten Mitgliedern im Exekutivausschuss, in den 5 Bezirks- und 109<br />

Ortsauschüssen stand er den Handelstreibenden, Dienstleistern und Gastwirten in ganz Südtirol<br />

zur Seite. Außerdem haben periodische Sprechstunden in verschiedenen Ortschaften<br />

stattgefunden. Diese flächendeckende Struktur ermöglichte u.a. schnelle Einsatzbereitschaft,<br />

Flexibilität und Informationsaustausch und nicht zuletzt die notwendige Unterstützung sowie<br />

Beratung.<br />

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