Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

verbandvsbs

Version vom 20.08.2010

Lerndokumentation

Marmoristin EFZ /

Marmorist EFZ


Lernender / Lernende


Ausbildungsbetrieb


Ausbildung von / bis


Berufsbildner / Berufsbildnerin


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Registerinhalt

1. Einleitung / Adressen

2. Berufsbild und Handlungskompetenzen Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

3. Planungs- und Kontrolltabelle für die betriebliche Ausbildung

4. Arbeitsblätter

5. Überbetriebliche Kurse: Programme, Unterlagen, Beurteilungsblätter

6. Berufskundlicher Unterricht: Schullehrpläne

7. Bildungsberichte

8. Bildungsverordnung

9. Bildungsplan

10. Qualifikationsverfahren

11. Betriebsinterne Ergänzungen


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 1: Einleitung

Die vorliegende Lerndokumentation ist das Kerndokument der Ausbildung zur Marmoristin EFZ /

zum Marmorist EFZ. Sie hilft den Lernenden und den Ausbildungsverantwortlichen, die betriebliche

Ausbildung sinnvoll zu gliedern und nach Möglichkeit auf den Schulstoff und die Inhalte der überbetrieblichen

Kurse abzustimmen.

Sinn und Zweck, Kontrolle und Beurteilung der Lerndokumentation

In der Lerndokumentation werden alle wichtigen Arbeiten erfasst. Die Lerndokumentation darf während

des Qualifikationsverfahrens als Nachschlagewerk verwendet werden. In diesem Sinne ist

jeder erarbeitete Eintrag ein Schritt in Richtung erfolgreichem Lehrabschluss!

Das Führen der Lerndokumentation ist für alle Lernenden obligatorisch. Im Betrieb wird den Lernenden

dafür angemessen Zeit eingeräumt. Im schulischen Unterricht und in den überbetrieblichen

Kursen werden ebenfalls Einträge erarbeitet.

Die Kontrolle der Lerndokumentation obliegt in erster Linie den Ausbildungsverantwortlichen im

Betrieb. Diese halten am Ende jedes Semesters den Bildungsstand des/der Lernenden in einem

Bildungsbericht (Vorlage im Register 7) fest. Die Lerndokumentation wird jedoch auch in den überbetrieblichen

Kursen auf Qualität und Vollständigkeit überprüft.

Der Beruf, Grundlagen für die Ausbildung

Im Register 2 ist der Beruf der Marmoristin EFZ / des Marmoristen EFZ beschrieben.

Die Darstellung „Handlungskompetenzen“ zeigt, welche fachlichen, methodischen, persönlichen

und sozialen Kompetenzen in der dreijährigen Grundbildung ausgebildet und am Ende der Ausbildung

geprüft werden.

Die beiden Dokumente Bildungsverordnung und Bildungsplan sollen in den Registern 8 und 9 abgelegt

werden. Die Bildungsverordnung ist die rechtliche Grundlage der Ausbildung. Der Bildungsplan

konkretisiert die Verordnung; er beschreibt, welche Bildungsziele am Ende der Ausbildung

erfüllt sein müssen, wie die Ziele auf die drei Lernorte Betrieb, überbetriebliche Kurse und Schule

aufgeteilt sind und wie die Ziele am Ende der Ausbildung überprüft werden.

Ausbildung an den drei Lernorten, Qualifikationsverfahren

Die Unterlagen zu den überbetrieblichen Kursen (üK) sollen im Register 5 abgelegt werden. Die

Lernenden erhalten die Programme und weitere Unterlagen wie die Bewertungsblätter spätestens

zu Beginn der einzelnen Kurse. Die üK sind die eigentlichen Taktgeber in der Ausbildung.

Der berufskundliche Unterricht ist auf die überbetrieblichen Kurse abgestimmt. Die entsprechende

Übersicht und die Schullehrpläne erhalten die Lernenden zu Beginn der Ausbildung resp. zu Semesterbeginn;

diese Unterlagen sollen im Register 6 abgelegt werden.

Die betriebliche Ausbildung kann anhand der Unterlagen aus üK und Schule sinnvoll geplant und

auf die verschiedenen Semester verteilt werden. Im Register 3 findet sich die Zusammenstellung

aller betrieblichen Leistungsziele des Bildungsplans. Diese Tabelle ermöglicht den Ausbildungsverantwortlichen

die Planung und Kontrolle der betrieblichen Ausbildung.

Register 1 / Seite 1


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Das Hauptkapitel der Lerndokumentation (Register 4) erstellen die Lernenden in den drei Lehrjahren.

Jede Woche dokumentieren sie exemplarisch eine praktische Arbeit, skizzieren, zeichnen und

beschreiben Arbeitsschritte und fassen wichtige Erkenntnisse zusammen. Die Lernenden besprechen

ihren Wocheneintrag mit der ausbildungsverantwortlichen Person im Betrieb im Sinne eines

Lehrgesprächs, wie dies die Bildungsverordnung vorsieht (Art. 14 Abs. 2).

Das Register 10 orientiert über die Vorgaben zum Qualifikationsverfahren.

Wird die Lerndokumentation in diesem Sinne gebraucht und geführt, ist sie nicht nur ein hilfreiches

Instrument während der Ausbildung und während des Qualifikationsverfahrens, sondern sie wird

zu einem Nachschlagewerk, das seinen Wert auch über die Ausbildung hinaus behalten wird.

30. Juli 2010

Im Namen der Trägerverbände:

Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP

sig. Jean-René Kaiser, Präsident

Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali del Ticino AIGT

sig. Mauro Bettazza, Präsident

Naturstein-Verband Schweiz NVS

sig. Titus Toscano, Präsident

Schweizer Naturstein-Produzenten SNP (Fachgruppe des Schweiz. Baumeisterverbandes SBV)

sig. Hans-Jakob Bärlocher, Präsident

Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister VSBS

sig. Marco Marazzi, Präsident

Register 1 / Seite 2


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Adressen

Unterlagen zur Umsetzung der

beruflichen Grundbildung

Bezugsquelle

Verordnung über die berufliche Grundbildung Elektronisch: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie,

www.bbt.admin.ch

Berufsfeld Steinbearbeitung vom 16.10.2009

Steinbildhauerin EFZ/Steinbildhauer EFZ

Steinmetzin EFZ/Steinmetz EFZ

Printversion: Bundesamt für Bauten und Logistik,

Marmoristin EFZ/Marmorist EFZ

www.bundespublikationen.admin.ch

Steinwerkerin EFZ/Steinwerker EFZ

Bildungsplan vom 28.09.2009 - Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

Standard-Lehrplan für die überbetrieblichen

Kurse

Standard-Lehrplan für den berufskundlichen

Unterricht

Organisationsreglement für überbetriebliche

Kurse

- Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

- Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

- Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

Wegleitung zum Qualifikationsverfahren - Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

Lerndokumentation für Marmoristin EFZ /

Marmorist EFZ

- Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

- Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung,

www.sdbb.ch

Arbeitsblätter - Association Romande des Métiers de la Pierre ARMP,

www.armp.ch

- Associazione Industrie dei Graniti Marmi e Pietre Naturali

del Ticino AIGT, www.aigt.ch

- Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister

VSBS, www.vsbs.ch

Bildungsbericht

Notenformular

Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung,

www.sdbb.ch

Schweizerisches Dienstleistungszentrum Berufsbildung,

www.sdbb.ch

Register 1 / Seite 3


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 2: Berufsbild

Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Marmoristinnen EFZ und Marmoristen EFZ fertigen vorwiegend maschinell

Gestaltungselemente aus Naturstein. Sie beherrschen die

dazu nötigen Techniken und verfügen über das entsprechende

Fachwissen.

Marmoristinnen und Marmoristen setzen Pläne und Skizzen in Naturstein

um und zeichnen sich durch ein solides räumliches Vorstellungsvermögen,

fundierte Arbeitstechniken, Sorgfalt und Genauigkeit

aus.

In der täglichen Arbeit tragen sie Sorge zu Gesundheit und Umwelt

und beachten die branchenüblichen Normen und Vorschriften. Marmoristinnen

und Marmoristen sind den gesundheitlichen Anforderungen

des Berufs gewachsen und bringen die nötige Ausdauer und

Charakterfestigkeit mit.

Den Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitenden gegenüber treten sie

korrekt und zuvorkommend auf.

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Die Ausbildung zur Marmoristin EFZ / zum Marmoristen EFZ findet

an den drei Lernorten Betrieb - Schule - überbetriebliche Kurse statt.

Register 2 / Seite 1


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Handlungskompetenzen

Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Sozial- und Selbstkompetenzen

Eigenverantwortliches Handeln

Lebenslanges Lernen

Kommunikationsfähigkeit

Konfliktfähigkeit

Teamfähigkeit

Umgangsformen

Belastbarkeit

1. Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

1.1. Sicherheit am Arbeitsplatz

1.2. Persönliche Schutzausrüstung

1.3. Ressourcen und toxische Stoffe

2. Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen

2.1. Werkzeuge und Maschinen anwenden

2.2. Werkzeuge und Maschinen unterhalten

3. Technische Skizzen und Pläne zeichnen

3.1. Messen und Skizzieren

3.2. Planzeichnen

3.3. Perspektivisches Zeichnen

3.4. Schablonieren

4. Gestalten

4.1. Gestaltungsgrundlagen anwenden

4.2. Schriften und Symbole entwerfen

4.3. Objekte gestalten

4.4. Objekte abformen

Handlungskompetenzen

Marmorist

Fachkompetenzen

Methodenkompetenzen

Arbeitstechniken und Problemlösen

Prozessorientiertes, vernetztes

Denken und Handeln

Informations- und Kommunikationsstrategien

Lernstrategien

Kreativitätstechniken

Ökologisches Verhalten

5. Werkstück fertigen

5.1. Arbeitsplatz organisieren

5.2. Pläne lesen, Zeichnungen und Schablonen übertragen

5.3. Stein zurichten

5.4. Oberflächen bearbeiten

5.5. Schrift und Relief ausführen

5.6. Profilierte Bauteile ausführen

5.7. Stein sanieren

6. Werkstoffe verarbeiten

6.1. Werkstoffe anwenden

6.2. Mörtel und Bindemittel anwenden

7. Werkstücke transportieren, versetzen und montieren

7.1. Transporte planen und durchführen

7.2. Versetzen und Montieren

7.3. Endkontrolle

8. Rapportieren, Dokumentieren, Kunden beraten

8.1. Arbeitsabläufe erfassen und Präsentationen erstellen

8.2. Umgang mit Kunden

Register 2 / Seite 2


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige

Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige

Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 3: Planungs- und Kontrolltabelle

für betriebliche Ausbildung

Die Tabelle umfasst sämtliche Leistungsziele, die im Betrieb vermittelt und von den Lernenden

erreicht werden müssen.

Die Einführung der Leistungsziele soll in der 1. Spalte einem der Semester zugewiesen werden (=

Planung). Sinnvollerweise orientiert sich diese Planung an den Inhalten der überbetrieblichen Kurse

und dem Schullehrplan. Die entsprechenden Übersichten finden sich in den Registern 5 und 6.

Die Einführung und die Anwendung sind in den weiteren Spalten einzutragen (= Kontrolle).

Die Einträge werden jeweils während der Lehrgespräche nachgeführt.

Die Planungs- und Kontrolltabelle für die betriebliche Ausbildung ist auch als Word-Datei erhältlich

(Bestellungen an vsbs@vsbs.ch).

Beispiel:

1.1.6. ... erkennen Mängel an pneumatischen

Maschinen und leiten geeignete Massnahmen

ab. (K4)

4 15.8.12 16.-

18.8.12

Sept.-

Dez. 12

laufend 18.8.12

1. Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

1.1 Sicherheit am Arbeitsplatz

1.1.1. Steinfachleute wenden bei jedem Arbeitsgang

die SUVA-Schutzvorkehrungen

an. (K3)

1.1.2. ... wenden die zur Verfügung stehenden

Schutzeinrichtungen konsequent an. (K3)

1.1.3. ... beurteilen die Tauglichkeit von

Schutzeinrichtungen, erkennen Mängel

und melden diese der zuständigen Stelle.

(K4)

1.1.4. ... beurteilen Gerüste und temporäre

Leitern hinsichtlich ihrer Sicherheit und

können sich bei Mängeln richtig verhalten.

(K4)

1.1.5. ... befolgen beim Umgang mit Maschinen

die vom Hersteller vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen.

(K3)

Register 3 / Seite 1


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige

Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

1.1.6. ... erkennen Mängel an pneumatischen

Maschinen und leiten geeignete Massnahmen

ab. (K4)

1.1.7. ... erkennen Mängel an elektrischen

Einrichtungen und Maschinen und leiten

geeignete Massnahmen ab. (K4)

1.1.8. ... beurteilen die Funktionstüchtigkeit von

Werkzeugen und Maschinen. (K4)

1.1.9. ... verhindern unnötige Staubentwicklung

durch Einsatz von Wasser oder geeigneten

Absauganlagen. (K3)

1.1.10. ... sind umsichtig und machen Kollegen

auf Gefahren aufmerksam. (K3)

1.2. Persönliche Schutzausrüstung

1.2.1. Steinfachleute benutzen die persönliche

Schutzausrüstung gemäss SUVA-

Vorschriften. (K3)

1.2.2. … wenden die Sicherheitsvorschriften

über das Heben von Lasten an. (K3)

1.2.3. … halten die Handwerkzeuge in Bezug

auf persönliche Sicherheit in Ordnung.

(K3)

1.2.4. … verhalten sich den Sicherheitsrichtlinien

des Betriebes entsprechend. (K3)

1.2.5. … sind sich der Einwirkung von Hitze,

UV-Strahlung und Ozon bewusst und

schützen sich entsprechend. (K3)

1.3. Ressourcen und toxische Stoffe

1.3.1. Steinfachleute setzen Materialien bewusst

und ökonomisch ein. (K3)

1.3.2. … setzen Maschinen und Geräte ökonomisch

und ökologisch sorgsam ein.

(K3)

1.3.3. … setzen Hilfsmittel und Stoffe aus ökonomischen

und ökologischen Gründen

sparsam ein. (K3)

1.3.4. … trennen Abfälle und führen sie nach

Möglichkeit der Wiederverwertung zu.

(K3)

1.3.5. … beurteilen die Auslastung der betriebsinternen

Logistik und handeln dementsprechend.

(K4)

1.3.6. … befolgen in der Anwendung und bei

der Lagerung von toxischen Stoffen die

Vorgaben. (K3)

1.3.7. … führen toxische Stoffe sorgsam der

vorgeschriebenen Entsorgung zu. (K3)

Register 3 / Seite 2


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige

Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

2. Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen

2.1. Werkzeuge und Maschinen anwenden

2.1.1. Steinfachleute setzen die verschiedenen

Handwerkzeuge wie Beiz-, Schlag-,

Zahn-, Scharrier- und Spitzeisen etc.

entsprechend den Materialien fachgerecht

ein. (K3)

2.1.2. … setzen Winkelschleifer für Trenn- und

Schleifarbeiten steingerecht ein. (K3)

2.1.3. … setzen Handbohrmaschinen steingerecht

ein. (K3)

2.1.4. ... setzen Presslufthämmer mit den entsprechenden

Einsätzen steingerecht ein.

(K3)

2.1.5. … setzen die betrieblichen Handmaschinen

materialgerecht ein.(K3)

2.1.6. … richten die Kernbohrmaschine ein und

platzieren sie punktgenau. (K3)

2.1.7. … arbeiten mit stationären Steinverarbeitungsmaschinen.

(K3)

2.1.8. … richten Werkzeugschleifmaschinen ein

und schärfen damit ihre Handwerkzeuge.

(K3)

2.2 Werkzeuge und Maschinen unterhalten

2.2.1. Steinfachleute schärfen Handwerkzeuge

je nach Anwendungszweck und Materialeinsatz

an. (K3)

2.2.2. ... schmieden aus einem Stahlrohling die

gebräuchlichsten Handeisen wie Spitzeisen,

Schlageisen und Zahneisen. (K3)

2.2.3. ... schmieden die gebräuchlichsten

Handeisen selbstständig nach. (K3)

2.2.4. ... führen periodische Wartungsarbeiten

an Maschinen und Anlagen selbstständig

durch. (K3)

2.2.5. ... warten, pflegen und unterhalten die

gebrauchten Handwerkzeuge. (K3)

Register 3 / Seite 3


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

3. Technische Skizzen und Pläne zeichnen

3.1. Messen und Skizzieren

3.1.1. Steinfachleute wählen zweckmässige

Messwerkzeuge u Zeichenutensilien zur

Erstellung des Bauaufmasses (Bauteil,

Objekt) aus und setzen diese ein. (K4)

3.1.2. ... wählen geeignete Darstellungsarten

(Risse, Schnitte, Perspektiven) zum

Bauaufmass aus und setzen diese

zweckmässig ein. (K4)

3.1.3. ... bedienen digitale Messgeräte und

setzen diese zweckmässig ein. (K3)

3.1.4. ... nehmen bestehende Profile am Objekt

ab und halten sie als vermasste Skizze

sowie als Schablone fest. (K3)

3.2. Planzeichnen

3.2.4. Steinfachleute berechnen die Zeichnungsmasse

aufgrund des gegebenen

Zeichenmassstabs und berechnen die

noch fehlenden Masse. (K3)

3.2.5. ... konstruieren Profile, Bogen und andere

Formen. (K3)

3.2.6. ... zeichnen Risse und Schnitte anhand

von vermassten Bauaufmassen (Skizzen,

räumliche Bilder). (K3)

3.2.7. ... beschriften Pläne mit den zur Ausführung

des Objekts notwendigen Angaben

sowie mit Titel, Massstab, Name, Datum,

Material, Bearbeitung und Stückliste.

(K3)

3.3. Perspektivisches Zeichnen

3.3.1. Steinfachleute setzen Rissdarstellungen

in perspektivische Darstellungen um.

(K3)

3.3.2. … zeichnen Objekte und Körper freihand

perspektivisch und schattieren diese.

(K3)

3.3.3. … skizzieren und konstruieren Körper

und Objekte in Parallelperspektive (Kavalierperspektive

/ Schrägbild, Militärperspektive,

Isometrie). (K3)

Register 3 / Seite 4


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

3.4. Schablonieren

3.4.1. Steinfachleute reissen Schablonen auf

und benutzen das dem Material entsprechende

Werkzeug. (K3)

3.4.2. ... konstruieren mit Hilfe geometrischer

Grundkonstruktionen 1:1 Profile. (K3)

3.4.3. ... stellen mit Schablonenmaterial und

entsprechenden Werkzeugen die verschiedenen

Schablonen für ihr Werkstück

her. (K3)

4. Gestalten

4.1. Gestaltungsgrundlagen anwenden

4.1.1. Steinfachleute zeichnen Objekte proportional

richtig. (K3)

4.1.2. ... zeichnen Formen im Massstab 1:1 für

die Anwendung am Naturstein. (K3)

4.1.4. ... wenden die Formen der architektonischen

und plastischen Stile an. (K3)

4.2. Schriften und Symbole entwerfen

4.2.1. Steinfachleute zeichnen die Schriftformen

von der Kapitalis bis zur Groteskschrift.

(K3)

4.2.2. ... entwerfen Schrift und Symbol. (K5)

4.2.4. ... übertragen Schrift und Symbol auf das

Objekt. (K3)

5. Werkstück fertigen

5.1. Arbeitsplatz organisieren

5.1.1. Steinfachleute wählen die richtige Werkbank

und die richtigen Hilfsgeräte / Aufbänkmethoden

für die Arbeit am Stein.

(K3)

5.1.2. ... platzieren die Werkbank am geeigneten

Ort. (K3)

5.1.3. ... bänken den Werkstein in der richtigen

Arbeitshöhe auf, so dass ein körperschonendes

und kräftesparendes Arbeiten

möglich ist. (K3)

5.1.4. ... halten ihren Arbeitsplatz nach Vorschrift

in Ordnung und rüsten ihn mit den

erforderlichen Hilfsmitteln aus. (K3)

Register 3 / Seite 5


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

5.2. Pläne lesen, Zeichnungen und Schablonen übertragen

5.2.1. Steinfachleute ermitteln aus Plänen die

erforderlichen Arbeitsschritte. (K4)

5.2.2. ... übertragen Masse von Plänen fachgerecht

auf das Werkstück. (K3)

5.2.3. ... übertragen die Schablone korrekt

ausgerichtet auf das Werkstück. (K3)

5.3. Stein zurichten

5.3.1. Steinfachleute unterscheiden und

bestimmen handelsüblichen Naturstein.

(K3)

5.3.2. ... beurteilen Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten

der gebräuchlichsten Gesteinsarten

und Gesteinstypen aufgrund

ihrer spezifischen Eigenschaften. (K4)

5.3.3. ... wählen im Lager den richtigen Stein

aus. (K3)

5.3.4. ... lagern die Steine materialgerecht. (K3)

5.3.5. ... kontrollieren den Werkstein vor Arbeitsbeginn

auf Masse, Farbe, Textur

und Lager (Schichtung des Steins). (K4)

5.3.7. ... richten den Stein mit Hilfe von Handmaschinen.

(K3)

5.3.8. ... richten den Stein mit Hilfe von stationären

Maschinen. (K3)

5.4. Oberflächen bearbeiten

5.4.1. Steinfachleute fertigen mit den verschiedenen

Grobbearbeitungstechniken regelmässige

und saubere Oberflächen.

(K3)

5.4.2. ... bürsten, satinieren und flammen Oberflächen

von gerichteten Werkstücken.

(K3)

5.4.3. ... schleifen Flächen und Profile mit den

für die Gesteinsart geeigneten Schleifmitteln.

(K3)

5.4.4. ... polieren Flächen und Profile mit den

für die Gesteinsart geeigneten Poliermitteln.

(K3)

5.4.5. ... behandeln und bearbeiten Flächen

und Profile mit chemischen Mitteln. (K3)

Register 3 / Seite 6


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

5.5. Schrift und Relief ausführen

5.5.1. Steinfachleute übertragen Schrift- und

Symbolvorlagen mit der richtigen Durchschlagtechnik

auf den Stein. (K3)

5.5.2. ... führen die verschiedenen Schrifttechniken

im Stein aus. (K3)

5.5.3. ... gravieren von Hand oder mit Druckluft

Schriften. (K3)

5.5.4. ... fassen gravierte Schriften. (K3)

5.5.5. ... bestimmen den Bossen und hauen

Reliefarbeiten in Stein. (K3)

5.5.6. ... hauen mit Hilfe verschiedener Übertragungstechniken

Reliefarbeiten. (K3)

5.5.7. ... führen Schrift und Symbol in Flächenrelief

aus. (K3)

5.7. Stein sanieren

5.7.5. ... reinigen verschmutzte Steinoberflächen.

(K3)

5.7.6. ... applizieren Schutzschichten auf den

Naturstein. (K3)

6. Werkstoffe verarbeiten

6.1. Werkstoffe anwenden

6.1.2. Steinfachleute setzen Materialien für

Ornamente ein und beschreiben deren

Eigenschaften und Anwendungsgebiete.

(K3)

6.1.3. ... montieren Bunt- und Leichtmetall

sowie Stahllegierungen auf den Stein.

(K3)

6.2. Mörtel und Bindemittel anwenden

6.2.1. Steinfachleute setzen verschiedene

Arten von Zuschlag- resp. Zusatzstoffen

ein. (K3)

6.2.2. ... wenden die betriebsüblichen Zuschlag-

resp. Zusatzstoffe nach Rezeptur

an. (K3)

6.2.3. ... setzen die betriebsüblichen chemischen

Verbindungsstoffe ein. (K3)

6.2.4. ... wenden betriebsübliche chemische

Verbindungsstoffe nach Rezeptur an.

(K3)

Register 3 / Seite 7


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige

Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

7. Werkstücke transportieren, versetzen und montieren

7.1. Transporte planen und durchführen

7.1.1. Steinfachleute erstellen eine Werkzeug-,

Material- und Hilfsmittelliste für jeden

Arbeitsschritt. (K3)

7.1.2. ... erarbeiten einen realistischen Zeitplan

für Versetz- und Montagearbeiten. (K4)

7.1.3. ... bereiten fertig hergestellte Werkstücke

für den Transport vor. (K3)

7.1.4. ... setzen die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen

in Bezug auf Beladetechniken

um. (K3)

7.1.5. ... sichern die Werkstücke mittels Spanngurten

mit geeigneten Anschlagmitteln.

(K3)

7.1.6. ... nutzen die vorhandenen Hebezeuge

und setzen diese zweckmässig ein. (K3)

7.1.7. ... schützen die Werkstücke gegen

Transportschäden, lagern die Werkstücke

sicher und schützen sie gegen

Transportschäden. (K3)

7.2. Versetzen und Montieren

7.2.1. Steinfachleute versetzen oder verlegen

die Werkstücke auf Untergrund im Innenund

Aussenbereich. (K3)

7.2.2. ... verankern Werksteine mit dem Untergrund.

(K3)

7.2.3. ... dichten Fundamente ab. (K3)

7.2.4. ... schaffen korrekte Fugen und Fugenbilder

aus. (K3)

7.3. Endkontrolle

7.3.1. Steinfachleute bereiten die ausgeführten

Arbeiten für die Schluss- oder Teilabnahme

vor. (K3)

7.3.2. ... führen Qualitätskontrollen nach Abschluss

der geleisteten Arbeiten am

Werkstück selbstständig aus. (K6)

7.3.3. ... schliessen Montagearbeiten selbstständig

ab und führen die nötigen Endkontrollen

durch. (K6)

Register 3 / Seite 8


Semester

Einführung

Begleitete

Anwendung

selbständige

Anwendung

weitere

Anwendung

Eintrag

Arbeitsbuch

Bemerkungen

Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

8. Rapportieren, Dokumentieren, Kunden beraten

8.1. Arbeitsabläufe erfassen und Präsentationen erstellen

8.1.1. Steinfachleute füllen die betriebsüblichen

Arbeitsrapporte korrekt aus. (K3)

8.1.2. ... beschreiben und begründen die ausgeführten

Arbeitsschritte. (K6)

8.1.4. ... stellen Fotos und Texte zu Dokumentationen

zusammen. (K5)

8.2. Umgang mit Kunden

8.2.1. Steinfachleute empfangen und betreuen

Kunden nach betrieblichen Weisungen.

(K6)

8.2.2. ... geben Kunden im Rahmen ihrer Kompetenzen

Auskunft. (K3)

8.2.3. ... tragen im Rahmen ihrer Kompetenzen

dazu bei, einen erfolgreichen Firmenauftritt

nach aussen umzusetzen. (K6)

8.2.4. ... erkennen schwierige Situationen im

Umgang mit Kunden und verhalten sich

nach den betrieblichen Vorgaben. (K6)

Register 3 / Seite 9


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 4: Arbeitsblätter

Liebe Lernende

Jede Woche dokumentieren Sie exemplarisch eine praktische Arbeit, skizzieren, zeichnen und

beschreiben Arbeitsschritte und fassen wichtige Erkenntnisse zusammen. Dies ergibt 40 Einträge

pro Jahr.

Damit erreichen Sie Folgendes:

- Ihre zeichnerischen Fähigkeiten werden gefördert.

- Sie wenden das Fachzeichnen an und üben das Gelernte.

- Sie lernen Arbeitsabläufe beschreiben.

- Sie dokumentieren Ihre Lernfortschritte.

Für das Erstellen der Arbeitsblätter gelten folgende Regeln:

- Das Führen der Lerndokumentation ist für alle Lernenden obligatorisch.

- Wöchentliche Einträge (40 Einträge / Jahr), nach Datum geordnet.

- Die Arbeitsblätter umfassen:

. Dokumentation von Arbeitsabläufen

. Skizzieren, Zeichnen und Beschreiben von Arbeitsschritten

. Zusammenfassung wichtiger Erkenntnisse

- Die Arbeitsblätter werden in den überbetrieblichen Kursen auf Qualität und Vollständigkeit hin

überprüft.

- Die Besprechung des jeweiligen Wocheneintrags erfolgt mit der ausbildungsverantwortlichen

Person im Betrieb.

- Die Lerndokumentation darf während des Qualifikationsverfahrens als Nachschlagewerk

verwendet werden.

Für das erste Semester stehen Ihnen nachfolgend 20 Arbeitsblätter zur Verfügung. Die Bezugsadresse

für weitere Exemplare finden Sie im Register 1.

Register 4 / Seite 1


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Arbeitsblatt

Vorname/ Name Woche/ Datum .

Ausgeführte Arbeit

Bearbeitete Leistungsziele

Vorgehen (Bericht, Ablauf, Zeichnung, Skizze, Illustration, Fotos etc. )

Register 4 / Seite 2


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Erfahrungen, Überlegungen, Erkenntnisse

Ich verfüge nun über folgende Kompetenzen:

Diese Kompetenzen habe ich mir wie folgt angeeignet:

Ich habe folgende Erfahrungen gemacht:

Wenn ich diese Arbeit das nächste Mal ausführe, werde ich Folgendes anders machen:

Datum

Visum Ausbildungsverantwortliche/r:

Register 4 / Seite 3


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 5: Überbetriebliche Kurse:

Programme, Unterlagen, Beurteilungsblätter

Übersicht

Die überbetrieblichen Kurse für Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ dauern insgesamt 30 Tage.

1. Lehrjahr

Kurs Thema Dauer Richtziele

1.1. Einführung manuelle Steinbearbeitung

- Sicherheit am Arbeitsplatz

- Persönliche Schutzausrüstung

- Ressourcen und toxische Stoffe

- Werkzeuge und Maschinen anwenden

- Werkzeuge und Maschinen unterhalten

- Arbeitsplatz organisieren

- Stein zurichten

1.2. Oberflächenbearbeitung

- Oberflächen bearbeiten

5 Tage

5 Tage

1.1.

1.2.

1.3.

2.1.

2.2.

5.1.

5.3.

5.4.

2. Lehrjahr

Kurs Thema Dauer Richtziele

2.2. Messen und Schablonieren

- Messen und Skizzieren

- Schablonieren

- Pläne lesen, Zeichnungen und Schablonen übertragen

- Oberflächen bearbeiten

2.4. Steinbearbeitung

- Stein zurichten

- Oberflächen bearbeiten

- Werkstoffe anwenden

5 Tage

5 Tage

3.1.

3.4.

5.2.

5.4.

5.3.

5.4.

6.1.

3. Lehrjahr

Kurs Thema Dauer Richtziele

3.3. Schriften, Symbole und Reliefs

- Schriften und Symbole entwerfen

- Schrift und Relief ausführen

- Endkontrolle

3.6. Planzeichnen

- Werkzeuge und Maschinen unterhalten

- Planzeichnen (CAD Grundkurs)

5 Tage

5 Tage

4.2.

5.5.

7.3.

2.2.

3.2.

Register 5 / Seite 1


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 7: Bildungsberichte

Erläuterungen zum Bildungsbericht

Das Berufsbildungsgesetz schreibt in Artikel 20 vor, dass sich die Verantwortlichen der Lehrbetriebe

für den bestmöglichen Lernerfolg der Lernenden einsetzen und diesen periodisch überprüfen

müssen. In der Bildungsverordnung, Abschnitt 7, ist festgehalten, dass die Berufsbildnerin oder der

Berufsbildner den Bildungsstand der lernenden Person festhält und mit ihr mindestens einmal pro

Semester bespricht. Das Instrument dazu ist der Bildungsbericht. Der Bildungsbericht ist also

Pflicht. Jedoch sollte es für alle Berufsbildnerinnen und Berufsbildner eine Selbstverständlichkeit

sein, sich auch ausserhalb des Bildungsberichts mit der lernenden Person über den Stand der

Ausbildung zu unterhalten.

Ablauf des Gesprächs bzw. Aufbau des Bildungsberichts

Mit dem Formular «Bildungsbericht» des SDBB wird folgender Ablauf des Gesprächs vorgeschlagen:

Kompetenzen

Arbeitsblätter

Leistungen in Berufsfachschule

und überbetrieblichen Kursen

Beurteilen der Ausbildung

durch die Lernenden

Ziele

Verbindlichkeit

Der Bildungsstand wird festgestellt. Beurteilt werden fachliche

und methodische Aspekte, aber auch das Verhalten in

der Gruppe und die Person selbst.

Das Gespräch ist eine gute Gelegenheit, die Arbeitsblätter

zu kommentieren und zu beurteilen.

In der Regel werden bei dieser Gelegenheit auch das

Zeugnis der Berufsfachschule und die Leistungen in den

überbetrieblichen Kursen besprochen.

Beim Bildungsbericht handelt es sich um eine Zweiwegkommunikation.

Deshalb müssen die Lernenden Gelegenheit

erhalten, ihre Erfahrungen und Meinungen einzubringen.

Sie können Betrieb und Berufsbildner/in nach den gleichen

Kompetenzen bewerten, nach denen sie selbst beurteilt

wurden und ihre Meinung zur Ausbildung äussern.

Am Schluss der gemeinsamen Besprechung werden die

Ziele festgelegt, die in der nächsten Ausbildungsperiode

oder während der restlichen Bildungsdauer erreicht werden

sollen. Diese können so bei der nächsten Besprechung des

Bildungsberichts überprüft werden.

Das Gespräch ist ein Zwischenhalt und dient zur Standortbestimmung.

Probleme sollten erkannt und Lösungswege

besprochen werden. Das hilft den Gesprächspartnern, Klarheit

zu erhalten, so dass alle wissen, was zu tun ist und was

die andere Seite erwartet. Die Unterschriften am Schluss

unterstreichen den verbindlichen Charakter des Bildungsberichts.

Register 7 / Seite 1


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Hinweise für die Gesprächsführung

Der Bildungsbericht ergänzt die kürzeren und längeren Besprechungen, die vor, während und bei

Abschluss einzelner Arbeiten geführt werden. Das Gespräch über den Bildungsbericht soll gut vorbereitet

und strukturiert stattfinden.

Es hat sich bewährt, das Formular auch von den Lernenden ausfüllen zu lassen. Im Sinne einer

Selbstbeurteilung können sie sich kritisch mit dem eigenen Tun auseinandersetzen und erhalten

die Gelegenheit, ihre Wahrnehmung mit einer Fremdbeurteilung zu vergleichen.

Jeder Fragebogen verführt dazu, eine Person oder eine Sache formalistisch zu beurteilen. Bei der

Vorbereitung sollten Berufsbildner/innen sich auch in die Lage der Beurteilten versetzen. Sie konfrontieren

die Lernenden mit ihrer Wahrnehmung und ihren Erwartungen. Die Lernenden erhalten

wohl Lob für ihre Leistungen und ihr Verhalten, müssen aber auch Kritik annehmen und verdauen.

Im Gespräch werden Ursachen von allfälligen Schwierigkeiten und Möglichkeiten zu deren Überwindung

gesucht. Das Vorgehen ist ein partnerschaftliches. Der «wahre Wert» einer Person steht

dabei nicht zur Diskussion, sondern ihre berufsbezogenen Leistungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen

sowie die Gestaltung der beruflichen Grundbildung. Eine regelmässige, auf sorgfältige

Beobachtungen abgestützte Beurteilung schafft Transparenz und Offenheit und nützt allen Beteiligten.

Quelle: ISBN 978-3-905406-30-6 Bezugsquelle: SDBB Vertrieb, Zürichstrasse 98, 8600 Dübendorf, Tel. 0848 999 001

Fax 044 801 18 00, E-Mail vertrieb@sdbb.ch, Internet www.shop.sdbb.ch

Register 7 / Seite 2


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

BILDUNGSBERICHT Berufsfeld „Steinbearbeitung“

In der Bildungsverordnung ist festgehalten, dass die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner den Bildungsstand der lernenden

Person - insbesondere gestützt auf die Lerndokumentation - festhält und mit ihr mindestens einmal pro Semester bespricht.

Lehrbetrieb:

Lernende Person:

Verantwortlich für die

Ausbildungsperiode:

Semester:


Beurteilungsmerkmale Beurteilung Begründungen und Ergänzungen

A Anforderungen übertroffen

B Anforderungen erfüllt

C Anforderungen nur knapp erfüllt

D Anforderungen nicht erfüllt, Fördermassnahmen nötig

1. Fachkompetenzen

1.1 Ausbildungsstand

Gesamtbeurteilung gemäss den im Bildungsplan

aufgeführten Leistungszielen und betrieblichem

Ausbildungsprogramm

1.2 Arbeitsqualität

Genauigkeit/Sorgfalt

1.3 Arbeitsmenge/Arbeitstempo

Zeitaufwand für sachgerechte Ausführung

der Arbeiten

1.4 Umsetzung der Berufskenntnisse

Verbindung von Theorie und Praxis

A B C D

A B C D

A B C D

A B C D

2. Methodenkompetenzen

M1 Arbeitstechniken und Problemlösen

Ordnung halten, Prioritäten setzen, Zielorientiertheit,

Effizienz

M2 Prozessorientiertes, vernetztes

Denken und Handeln

Verstehen und Nachvollziehen von Arbeitsabläufen

und -prozessen

A B C D

A B C D

Register 7 / Seite 3


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

M3 Informations- und Kommunikationsstrategien

Informationen beschaffen und nutzen

M4 Lernstrategien

Entwickeln von Lernstrategien für unterschiedliche

Aufgaben und Problemstellungen

M5 Kreativitätstechniken

Innovative Lösungsansätze

M6 Ökologisches Verhalten

Bewusster Umgang mit Ressourcen

A B C D

A B C D

A B C D

A B C D

3. Sozial- und Selbstkompetenzen

S1 Eigenverantwortliches Handeln A B C D

Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein,

eigene Beiträge leisten

S2 Lebenslanges Lernen

Anpassung an sich wandelnde Gegebenheiten

S3 Kommunikationsfähigkeit

Sich verständlich ausdrücken, Informationsprozesse

kennen und entsprechend handeln

S4 Konfliktfähigkeit

Überlegter Umgang in Auseinandersetzungen

und Konfliktfällen

S5 Teamfähigkeit

Fähigkeit im Team zu arbeiten

S6 Umgangsformen

Situationsgerechtes Verhalten und Auftreten /

Freundlichkeit / Zuverlässigkeit

S7 Belastbarkeit

Durchhaltewillen, Überblick bewahren

A B C D

A B C D

A B C D

A B C D

A B C D

A B C D

4. Lerndokumentation

4.1 Sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit

4.2 Sauberkeit, Darstellung, Übersichtlichkeit

A B C D

A B C D

5. Leistungen in Berufsfachschule und überbetrieblichen Kursen

5.1 Semesterzeugnis A B C D

5.2 Überbetriebliche Kurse ÜK A B C D

5.3 Freikurse, Stützkurse A B C D

Register 7 / Seite 4


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

6. Beurteilen der Ausbildung durch die lernende Person

6.1 Erhaltene betriebliche Ausbildung sehr gut gut knapp genügend ungenügend

Fachkompetenz

◦ ◦ ◦ ◦

Methodenkompetenz

◦ ◦ ◦ ◦

Betriebsklima

◦ ◦ ◦ ◦

Persönliche Förderung

◦ ◦ ◦ ◦

Begründungen und Ergänzungen:

6.2 Betreuung durch die Berufsbildnerin

oder den Berufsbildner

◦ ◦ ◦ ◦

Begründungen und Ergänzungen:

7. Überprüfen der Zielerreichung im abgelaufenen Semester

Vgl. Punkt 9 des vorangehenden Bildungsberichts übertroffen erfüllt knapp erfüllt nicht erfüllt

Betriebliche Leistungsziele

◦ ◦ ◦ ◦

Schulische Leistungsziele

◦ ◦ ◦ ◦

Leistungsziele der üK

◦ ◦ ◦ ◦

Fachkompetenz

◦ ◦ ◦ ◦

Methodenkompetenz

◦ ◦ ◦ ◦

Sozialkompetenz

◦ ◦ ◦ ◦

Selbstkompetenz

◦ ◦ ◦ ◦

Begründungen / Massnahmen:

Register 7 / Seite 5


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

8. Ziele für das nächste Semester

Betriebliche Leistungsziele:

Schulische Leistungsziele:

Leistungsziele der üK:

Fachkompetenz:

Methodenkompetenz:

Sozialkompetenz:

Selbstkompetenz:

Register 7 / Seite 6


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

9. Abmachungen betreffend Freikurse und Stützkurse

10. Diverses

11. Datum/Unterschriften

Dieser Bildungsbericht wurde am _____________________________ besprochen.

Unterschrift der verantwortlichen Berufsbildnerin /

des verantwortlichen Berufsbildners:

Unterschrift der lernenden Person:

Visum des gesetzlichen Vertreters/der gesetzlichen Vertreterin:

Datum:

Unterschrift:

Auf Verlangen ist der Bildungsbericht der kantonalen Behörde vorzuweisen.

© 2010 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität SKBQ «Berufsfeld Steinbearbeitung»

Formular erstellt in Anlehnung an den Bildungsbericht SDBB Bern 2009, ISBN 978-3-905406-30-6

© SDDB Vertrieb, Zürichstrasse 98, 8600 Dübendorf, Tel. 0848 999 001 Fax 044 801 18 00, vertrieb@sdbb.ch, www.shop.sdbb.ch

Register 7 / Seite 7


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

Register 10: Qualifikationsverfahren

1. Organisation

Das Qualifikationsverfahren wird im Lehrbetrieb, in einem anderen geeigneten Betrieb, in einer

Berufsfachschule oder in einem üK-Zentrum durchgeführt. Den Lernenden werden ein Arbeitsplatz

und die erforderlichen Einrichtungen in einwandfreiem Zustand zur Verfügung gestellt. Mit dem

Prüfungsaufgebot wird bekannt gegeben, welche Materialien sie mitbringen müssen.

2. Qualifikationsbereiche

Praktische Arbeit

In diesem Qualifikationsbereich wird die Erreichung der Leistungsziele aus Betrieb und überbetrieblichen

Kursen überprüft. Diese wird entweder während 30-80 Stunden als individuelle praktische

Arbeit (IPA) oder während 32 Stunden als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) durchgeführt.

Über die Art der Durchführung entscheiden die Kantone auf Empfehlung der Schweizerischen

Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (SKBQ), Berufsfeld Steinbearbeitung.

Position 1

Position 2

Position 3

Position 4

Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen

Technische Skizzen und Pläne zeichnen

Gestalten

Werkstück fertigen

Berufskenntnisse

In diesem Qualifikationsbereich wird während 2 Stunden schriftlich und 30 Minuten mündlich die

Erreichung der Leistungsziele im berufskundlichen Unterricht geprüft. Der Qualifikationsbereich

umfasst:

Position 1

Position 2

Position 3

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz (mündlich)

Werkzeuge und Maschinen fachgerecht einsetzen;

Werkstück fertigen;

Werkstoffe verarbeiten

Technische Skizzen und Pläne zeichnen; Gestalten; Rapportieren,

Dokumentieren, Kunden beraten

Allgemeinbildung

Die Abschlussprüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach der Verordnung

des BBT über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

Register 10 / Seite 1


Lerndokumentation Marmoristin EFZ / Marmorist EFZ

3. Erfahrungsnote

Die Erfahrungsnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der Noten des

berufskundlichen Unterrichts und der überbetrieblichen Kurse.

Die Note für den berufskundlichen Unterricht ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete

Mittel aus der Summe aller Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.

Die Note für die überbetrieblichen Kurse ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel

aus der Summe der benoteten Kompetenznachweise.

4. Bewertung

Die Bestehensnorm, die Notengebung und Notengewichtung richtet sich nach der Bildungsverordnung.

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