Ausgabe 2/2013 - ADAC

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Ausgabe 2/2013 - ADAC

Menschen

Adam Kolotzek

Der tolle Haufen

macht es aus

Adrenalin. Das muss man lieben, um erfolgreich

BMX zu fahren. Adam Kolotzek

vom MAC Königsbrunn weiß das,

auch er ist viele Jahre Rennen gefahren.

Nicht ohne Erfolg. Bei einem Bundesligarennen

belegte er einmal den dritten Platz.

„Das war schon ein besonderer Moment“,

erinnert sich der 36-Jährige. Zehn Jahre ist

es her, als alles für ihn begann. Ein Spezl

sprach den Elektroniker an: BMX, das sei

genau das Richtige für ihn, das solle er ausprobieren.

Der

Freund behielt

recht. Seitdem

dreht sich bei Familie

Kolotzek alles

um das BMX-

Rad. Auch die Kinder

sind längst begeisterte

Anhänger

des Sports. Die

15-jährige Tochter

und der 14-jährige

Sohn fahren sogar

für den Landeskader.

„Das macht BMX-Experte:

mich natürlich unglaublich

stolz“,

Adam Kolotzek.

strahlt der Papa. „Das zu sehen, gibt mir oft

einen zusätzlichen Schub, wenn es mal

nicht so gut läuft.“ Er selbst tritt inzwischen

etwas kürzer, arbeitet beim ADAC

Südbayern ehrenamtlich als BMX-Fachberater.

Das Ehrenamt ist für ihn – wie der Name

schon sagt – Ehrensache. Schließlich

seien immer weniger Leute dazu bereit, ihre

Freizeit zu opfern. Der Elektroniker

sieht das anders. Seiner Meinung nach bekomme

man auch einiges zurück. „Das ist

ein toller Haufen mit echtem Zusammenhalt,

wie eine große Familie.“ Vereins- und

Landestrainer, Jugendleiter, Fachwart,

Fachbetreuer: Adam Kolotzek hat in seinem

Ehrenamt bereits viele Stationen

durchlaufen. Das sei auch ein Teil seines

Erfolgsrezeptes, verrät der 36-Jährige.

Man müsse rechtzeitig vernünftige Leute

rekrutieren, die einem im Amt nachfolgen.

„Ich habe schon den einen oder anderen

zum Ehrenamt bewegt, der sich das anfangs

gar nicht vorstellen konnte“, lacht der

Familienvater. „Und bereut habe es bis

heute keiner.“

IM BLICKPUNKT

Glückwünsche an Familie Braumandl aus Grafenau

Motorsport-Familie des Jahres

Es war an einem späten Sonntagabend. In

der Online-Ausgabe des oc mobil liest

Roland Braumandl, dass seine Frau Michaela,

Tochter Nina, Sohn Marcel, Oma Christine

Christoph und er zur Motorsport-Familie des

Jahres 2012 im ADAC Südbayern gewählt

wurden. „Die ganze Familie war außer Rand

und Band“, erzählt Roland Braumandl, der es

kaum glauben konnte. Am Montagvormittag

folgte dann der Anruf aus der Sportabteilung

des ADAC Südbayern. Hauchdünn war der

Vorsprung. Am Ende hat es jedoch mit 43

Stimmen für den ersten Platz gereicht. Zur offiziellen

Urkundenübergabe kam Dr. Hans-

Gerd Ennser aus Passau, Vorstandsmitglied

des ADAC Südbayern,

nach Liebersberg bei

Grafenau und überbrachte

die herzlichsten

Glückwünsche sowie

einen 1000-Euro-

Scheck fürs Motorsport-Jahresbudget.

Alle ziehen an

einem Strang

Weshalb fiel die Wahl

der oc mobil-Leser auf

die Braumandls? „Wer

sie kennt, der weiß,

dass der Motorsport

Nina, Marcel, Roland (v.l.) und

Michaela Braumandl (r.) sind

die ADAC Motorsport-Familie

des Jahres 2012. An ihrem

Wohnort Liebersberg übergab

Dr. Hans-Gerd Ennser (2.v.r.),

Vorstand des ADAC Südbayern,

die Siegerurkunde.

bei ihnen zu Hause ist“,

erklärt Karl-Heinz

Füchsl, 1. Vorsitzender

des MSC Freyung, in

dem die Gewinner-

Familie aktiv ist.

Michaela Braumandl (41) gibt im Automobilslalom

mit ihrem 1994er Rennpolo des

Hauptsponsors B&S im Städtepokal und in der

niederbayerischen Maier Korduletsch Meisterschaft

kräftig Gas, Sohn Marcel (12) dreht

seit sechs Jahren im Kartslalom eifrig seine

Runden, Tochter Nina (8) sitzt seit ihrem

sechsten Lebensjahr im Schalensitz eines 6,5

PS-Karts und Roland (41) ist Coach, Förderer,

Trainer und Tuner in einem. In seiner aktiven

Laufbahn war der gelernte Kfz-Mechaniker

von 1990 – 1997 ebenfalls im Automobilslalom

unterwegs.

Nicht zu vergessen „Renn-Oma“ Christine

Christoph (59). Sie ist die gute Seele des Familienteams

und hilft mit, wo es nur geht. So

sieht ein typisches Rennwochenende aus:

Samstagvormittag Polo herrichten, auf einen

Hänger verladen und alles für den folgenden

Rennsonntag vorbereiten. Im Anschluss fährt

die ganze Familie nach Freyung. Dort findet

jeden Samstag das Kartslalomtraining für die

24 aktiven Kids des MSC statt. Am Sonntag

trennen sich die Wege: Papa Roland begleitet

die Kids auf Kartslalom-Wettbewerben, und

Mutter Michaela sowie Oma Christine fahren

zum nächsten Automobilslalom des Saisonkalenders.

Ergebnisse, Platzierungen, Erfolge

oder Misserfolge werden per SMS kurz ausgetauscht.

Erst am Sonntagabend sitzt die Familie

in gemütlicher Runde im Wohnzimmer

oder in den Sommermonaten beim Grillen auf

der Terrasse, um den vergangenen Renntag

Revue passieren zu lassen. An etwa 20 aufeinanderfolgenden

Wochenenden, von April bis

Oktober, bestimmt dieser Rhythmus das Familienleben.

Jedoch ohne Reue: „Die Motorsport-Wochenenden

sind für uns ein tolles

Gemeinschaftserlebnis. Alle ziehen an einem

Strang und haben dasselbe Ziel vor Augen.

Was gibt es denn Schöneres?“, sind sich Michaela

und Roland einig.

Keine Kompromisse

bei der Sicherheit

Ein Familienhobby, das nicht ganz billig ist!

Als Sponsor konnten die Braumandls die Firma

B&S „Blech mit System“, einen blechverarbeitenden

Betrieb in Grafenau, gewinnen. Auf

Sommerurlaube oder großartige Reisen wird

zudem bereitwillig verzichtet. Nicht sparen

möchte Roland Braumandl jedoch an der Sicherheit

für „sein Team“. Die 1000-Euro-Siegerprämie

will er komplett in neue Schutzausrüstung

sowie in Ersatzteile für den B&S-

Rennpolo stecken, die über die Saison fällig

werden.

4 ocmobil 2/2013

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