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Nachhaltigkeitsbericht - CSR in Deutschland

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SOZIALER FORTSCHRITT

ALS VERANTWORTUNG

Nachhaltigkeitsbericht 2008 – 2012

des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

(BMAS)


Sozialer

Fortschritt als

Verantwortung

Nachhaltigkeitsbericht 2008 – 2012

des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales


3

Inhalt

Über diesen Bericht

6

I. Arbeits- und Sozialordnung – Anvertraute Aufgaben 7

1. Zuständigkeiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 8

2. Spektrum der Aufgaben 9

3. Organisationsrahmen – Leitung und Personal des BMAS 9

4. Finanzielle Mittel – Haushaltskonsolidierung 12

5. Drei Ebenen des Nachhaltigkeitsgedankens im BMAS 15

II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 17

1. Arbeitsmarkt 18

2. Fachkräftesicherung 19

3. Zukunft sicherer Arbeit 21

4. Moderner Arbeits- und Gesundheitsschutz 22

5. „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ 22

6. Rente 23

7. Bildungschancen für alle – Bildungspaket für bedürftige Kinder und Jugendliche 24

8. Menschen mit Behinderungen 25

9. Europäischer und internationaler Rahmen 25

10. Transparenz und Ergebniskontrolle – Politisch-strategische Zielsteuerung 25

11. Zusammenarbeit mit Verfassungsorganen und anderen Ressorts 27

12. Nachhaltigkeit im Rechtsetzungsprozess 27

13. Kommunikation und Dialog mit Stakeholdern 28

14. Glaubwürdigkeit von Politik – Verhinderung von Korruption 30

III. BMAS als federführendes Bundesressort für das Querschnittsthema CSR 33

IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 36

1. Personalmanagement 37

2. Chancengleichheit und Vielfalt 40

3. Inklusion von Menschen mit Behinderungen 41

4. Vereinbarkeit von Beruf und Familie 43

5. Personalentwicklung 44

6. Vergütung und Altersversorgung 48

7. Gesundheitsmanagement 49

8. Arbeitsschutz 50

9. Mitarbeiterzufriedenheit, Beteiligung und Ideenmanagement 52

10. Interessenvertretungen der Beschäftigten 53

11. Aufgabenkritik/ Geschäftsprozessoptimierung 54


4

V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 55

1. Nachhaltigkeit im Verwaltungshandeln – Maßnahmeplan 56

2. Nachhaltiges Bauen 57

3. Energieeffiziente Gebäude, IT und Fahrzeuge 57

4. Ressourcenschonung im Büroalltag 63

5. Stärkung der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung 64

6. Nachhaltige Organisation von Veranstaltungen 67

VI. Gesellschaftliches Engagement 68

VII. Ziele für eine nachhaltige Organisationsführung 71

1. Transparenz 72

2. Ziele im Bereich Personalmanagement 72

3. Ziele im Bereich Inklusion 73

4. Umweltziele 74

5. Ziele im Bereich nachhaltiger öffentlicher Beschaffung 75

VIII. GRI-Index 76

ANHÄNGE 95

1. Organigramm des BMAS 96

2. Organigramm des Geschäftsbereichs 97

Informationen zu den Bildern 98

Bürgertelefon 101

Impressum 102

Der Bericht wurde auf Basis des international genutzten Leitfadens der Global Reporting

Initiative (Version G3.1, Stand März 2011) sowie des Branchenzusatzes „Public

Agencies“ (Pilot Version 1.0, Stand März 2005) erstellt. 1 Das BMAS nimmt zu allen

geforderten Angaben Stellung. Nach eigener Einschätzung erhält der Bericht den

Anwendungsgrad B. Die Daten wurden hausintern mit den entsprechenden Verantwortlichen

erhoben.

Bei Fragen und Anmerkungen kontaktieren Sie bitte:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Referat Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR)

Wilhelmstraße 49

10117 Berlin

E-Mail: aza3@bmas.bund.de

1 Download https://www.globalreporting.org/reporting/sector-guidance/pilot-versions/public-agency/

Pages/default.aspx


5

Vorwort

zum Nachhaltigkeitsbericht des BMAS

„Sozialer Fortschritt als Verantwortung“

Liebe Leserinnen und Leser,

wir erleben derzeit in Europa, dass es vor allem die junge Generation trifft, wenn es

an den Arbeitsmärkten nicht rund läuft. Das ist politisches Dynamit. Deshalb beginnt

nachhaltige Politik damit, dass wir Menschen befähigen, indem wir in Bildung,

Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe investieren. Das kostet zuerst einmal Geld,

wie beim Bildungspaket, aber es verspricht später eine hohe gesellschaftliche Rendite.

Damit übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft.

Auch Unternehmen übernehmen Verantwortung für die Zukunft. Sie produzieren

umweltfreundlich und ressourcenschonend, machen ihre Entscheidungen nach

außen transparent und fördern ihre Beschäftigten, und zwar freiwillig, über das

gesetzlich geforderte Maß hinaus. Das fassen wir unter dem Leitbegriff „Corporate

Social Responsibility“ zusammen.

Nachhaltigkeit beginnt immer mit dem eigenen Handeln. Das Bundesministerium für

Arbeit und Soziales legt nun erstmals einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht vor – als

eines der ersten Ministerien in Deutschland und Europa. Der Bericht zeigt, wie wir

Politik für die nächste Generation gestalten. Und er zeigt, wie wir im Ministerium als

Arbeitgeber die eigenen Ansprüche einlösen, sei es bei der Vereinbarkeit von Familie

und Beruf, der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen oder beim Thema

Frauen in Führungspositionen. Wir geben das Signal: Nachhaltigkeit lohnt sich für die

Menschen und für unsere Gesellschaft!

Dr. Ursula von der Leyen


6

Über diesen Bericht

Als federführendes Bundesressort für die gesellschaftliche Verantwortung von

Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) legt das BMAS seinen ersten

Nachhaltigkeitsbericht vor.

Dieser Bericht soll einerseits aufzeigen, was hinter „nachhaltiger Politikgestaltung im

Bereich Arbeit und Soziales“ steht. Andererseits geht es darum, darzustellen, wie der

Gedanke gesellschaftlicher Verantwortung im BMAS selbst mit Leben erfüllt wird. Er

wendet sich in erster Linie an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die Gruppen

der Zivilgesellschaft, die ein Interesse an dem nachhaltigen Ansatz des BMAS in seinen

Politikfeldern, bei der Verwendung von Steuergeldern und als Arbeitgeber haben. Mit

der Initiative zur Berichterstattung möchte das Bundesministerium ein Beispiel setzen

und weitere öffentliche Stellen zur Berichterstattung über die sozialen, ökologischen

und gesellschaftlichen Auswirkungen ihres Handelns anregen.

Der Bericht bezieht sich auf die Kalenderjahre 2008 bis 2012 und schließt beide

Dienstsitze (Berlin und Bonn) des Bundesministeriums ein. Soweit die Daten für das

Kalenderjahr 2012 zum Redaktionsschluss am 30. Juni 2013 nicht verfügbar waren, ist

dies gesondert ausgewiesen.

Das BMAS beabsichtigt, zukünftig einmal pro Legislaturperiode Rechenschaft über die

sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen seines Handelns abzulegen.


I. Arbeits- und

Sozialordnung –

Anvertraute

Aufgaben


8

1. Zuständigkeiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist eine oberste Bundesbehörde.

Unter Leitung der Ministerin bearbeitet das Bundesministerium eine Vielzahl von

Politikfeldern auf nationaler und internationaler Ebene, um den Bereich Arbeit und

Soziales durch nachhaltige und sozialverantwortliche Politik zu gestalten.

Arbeitsförderung, Beschäftigungspolitik und Grundsicherung betreffen alle Fragen der

Arbeitsmarktpolitik, insbesondere die der Arbeitsförderung, der Arbeitsvermittlung, der

Arbeitslosenversicherung, der Grundsicherung für Arbeitsuchende sowie sonstige mit dem

Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch zusammenhängende Fragen.

• Arbeitsrecht und Arbeitsschutz umfassen das individuelle und kollektive Arbeitsrecht

einschließlich der Arbeitsgerichtsbarkeit sowie den technischen, medizinischen und

sozialen Arbeitsschutz. In diesem Bereich ist auch das Thema Corporate Social Responsibility

(Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen) verortet.

• Sozialversicherung. Diese liegt im Zuständigkeitsbereich des BMAS, soweit es um

grundsätzliche und allgemeine Fragen der Sozialversicherung sowie die Sozialversicherungszweige

der gesetzlichen Rentenversicherung – einschließlich der Alterssicherung

der Landwirte, Handwerker und freien Berufe – und der gesetzlichen Unfallversicherung

geht.

• Sozialgesetzbuch und Sozialgerichtsgesetz. Das BMAS verantwortet den Allgemeinen

Teil, das Verfahrensrecht, den Sozialdatenschutz, die Zusammenarbeit der Leistungsträger

und die Beziehungen zu Dritten sowie das Sozialgerichtsgesetz.

• Sozialhilfe. Dazu zählen alle grundsätzlichen Fragen des Sozialhilferechts nach dem

Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, insbesondere der Hilfe zum Lebensunterhalt, der

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung einschließlich der Bekämpfung von

Armut und sozialer Ausgrenzung sowie gesetzgeberische Arbeiten und Grundsatzfragen

zum Asylbewerberleistungsgesetz.

• Belange von Menschen mit Behinderungen, Prävention, Rehabilitation, Soziale

Entschädigung. Die Zuständigkeit des BMAS erstreckt sich u. a. auf das Recht der

Rehabilitation und Teilhabe nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch, der Gleichstellung

und Barrierefreiheit nach dem Behindertengleichstellungsgesetz, der Gleichbehandlung

nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und den Grundsätzen der

Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Zur Sozialen Entschädigung

gehören das Recht der Kriegsopferversorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz

sowie die Versorgungsleistungen nach weiteren Gesetzen (u. a. für Opfer ziviler Gewalttaten

sowie für Zivil- und Wehrdienstgeschädigte) und die Versorgungsmedizin.

• Europäische und internationale Beschäftigungs- und Sozialpolitik. Hierunter fällt die

Federführung für die sozialpolitischen Aufgaben im inter- und supranationalen Bereich,

insbesondere bei der Europäischen Union, der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO),

dem Europarat, den Vereinten Nationen sowie der Organisation für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), ferner die Vorbereitung und der Abschluss

grenzüberschreitender Abkommen über Soziale Sicherheit.


I. Arbeits- und Sozialordnung – Anvertraute Aufgaben 9

• Grundsatz- und Planungsaufgaben der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ergeben sich für

das BMAS schließlich aus einer zunehmend enger werdenden Verzahnung von Sozialpolitik,

Beschäftigungspolitik und anderen Politikbereichen sowie der Notwendigkeit ihrer

Koordinierung im Rahmen einer modernen Gesellschaftspolitik der Bundes regierung.

2. Spektrum der Aufgaben

Zur Wahrnehmung der genannten Aufgaben des BMAS gehören die

• strategische Gestaltung und Koordination der genannten Politikfelder

• Umsetzung von politischen Zielen, Schwerpunkten und Programmen

• Durchführung eigener Gesetzgebungsvorhaben und

• Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren anderer Ressorts

• Wahrnehmung von Steuerungs- und Aufsichtsfunktionen gegenüber dem

unmittelbaren und mittelbaren Geschäftsbereich 2 sowie die

internationale Zusammenarbeit.

3. Organisationsrahmen – Leitung und Personal des BMAS

An der Spitze des Ministeriums steht seit dem 30. November 2009 Ministerin Dr. Ursula

von der Leyen. Die Ernennung der Ministerin erfolgte auf Vorschlag der Bundeskanzlerin

durch den Bundespräsidenten 3 . Sie leitet innerhalb der von der Bundeskanzlerin

für die Bundesregierung gesetzten politischen Richtlinien ihr Ressort selbst ständig

und unter eigener Verantwortung. 4 Das Rechtsverhältnis der Bundesministerin richtet

sich nach dem Bundesministergesetz (BMinG); hiernach steht sie zum Bund in einem

öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis und darf insbesondere neben ihrem Amt

keinen Beruf ausüben. Auch die Amtsbezüge und Versorgung der Bundesministerin

ergeben sich aus dem BMinG. Die Ministerin wird in ihrer Arbeit vom beamteten

Staatssekretär Gerd Hoofe, in der Zeit bis September 2011 vom beamteten Staatssekretär

Andreas Storm und seit Oktober 2011 von der beamteten Staatssekretärin Dr. Annette

Niederfranke unterstützt. Die Parlamentarischen Staatssekretäre, Dr. Ralf Brauksiepe

und Hans-Joachim Fuchtel, die sie ebenfalls unterstützen, sind gewählte Mitglieder

des Deutschen Bundestags. Sie stehen dem Parlament für alle das Ressort betreffenden

Fragen zur Verfügung. Die beamteten Staatssekretäre unterliegen den Vorschriften der

Beamtengesetze, die auch deren Vergütung und Versorgung regeln 5 . Aufgaben und

Rechtsstellung der Parlamentarischen Staatssekretäre richten sich entsprechend nach

dem Gesetz über die Rechtsverhältnisse der Parlamentarischen Staatssekretäre.

2 S. Abb. 2

3 Artikel 64 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG)

4 Artikel 65 GG

5 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)/ Besoldungsordnung B


10

Der Ministerin steht weiter ein Leitungsstab sowie ein Kommunikationsstab zur Seite.

Das BMAS ist in sieben Abteilungen unterteilt: eine Zentralabteilung für Personal,

Haushalt und Organisation sowie sechs Fachabteilungen. Jede Abteilung besteht aus

Unterabteilungen mit mehreren Fachreferaten.

Die Sicherstellung der Nachhaltigkeit in der Ministerialarbeit ist als zentrale Aufgabe

des BMAS identifiziert. Dementsprechend wurde diese Managementaufgabe bei der

Zentralabteilung angesiedelt, in der ein Beauftragter der Abteilung Z für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

benannt wurde. Dessen Aufgabe ist die Erhebung der

relevanten Daten in der Zentralabteilung des BMAS und die zentrale Steuerung des

Datenabgleichs sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für

die nachhaltige Politikgestaltung, regelkonforme Dienstführung (Compliance) und

Datenschutz. Die Zielkontrolle dieser Aufgabe wird vom Abteilungsleiter der Zentralabteilung

und dem für diese Abteilung zuständigen Staatssekretär verantwortet.

Innerhalb der Bundesregierung findet durch den im Bundeskanzleramt verorteten

Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung 6 , dessen regelmäßiges Mitglied

der für die Zentralabteilung zuständige beamtete Staatssekretär im BMAS ist, eine

übergeordnete Bewertung der Nachhaltigkeitsziele bei der ministeriellen Arbeit statt.

Abbildung 1 „Das BMAS und seine Leitung“

6 S. auch Kap. V.1.


I. Arbeits- und Sozialordnung – Anvertraute Aufgaben 11

Zum Ressort des BMAS gehören zahlreiche weitere Bundesbehörden im unmittelbaren

und mittelbaren Geschäftsbereich. Der unmittelbare Geschäftsbereich umfasst

das Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht, Bundesversicherungsamt sowie die

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Zum mittelbaren Geschäftsbereich

gehören die Bundesagentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung Bund,

die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, die Unfallkasse des Bundes,

die Künstlersozialkasse, alle übrigen bundesunmittelbaren Träger der Unfallversicherung

sowie die bundesunmittelbaren Träger der Alterssicherung der Landwirte, der

Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung, die Versorgungsanstalt

der bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger, die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer

in der Land- und Forstwirtschaft und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

7 Im unmittelbaren Geschäftsbereich sind rund 1.600 Personen beschäftigt,

im mittelbaren Geschäftsbereich mehr als 180.000 Personen.

abbildung 2 „geschäftsbereich des BMaS“

• Dienstaufsicht ist die allgemeine Behördenaufsicht. Sie dient der Sicherstellung der

ordnungsgemäßen Amtsführung und ist hauptsächlich Personalaufsicht.

• Die rechtsaufsicht ist darauf beschränkt, das Handeln einer nachgeordneten Behörde

auf seine Rechtmäßigkeit zu überprüfen.

• Mit der Fachaufsicht kann die Aufsichtsbehörde nicht nur die Rechtmäßigkeit, sondern

auch die Zweckmäßigkeit der Maßnahmen einer nachgeordneten Behörde überwachen

und ihr in diesem Rahmen Weisungen erteilen.

Eine detaillierte Darstellung des Geschäftsbereiches finden Sie im Anhang auf S. 97

7 Das Bundesarbeitsgericht und das Bundessozialgericht unterliegen der allgemeinen Dienstaufsicht des

BMAS. Das Bundesversicherungsamt und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fallen

unter die Fach- und Dienstaufsicht, die Bundesagentur für Arbeit unterliegt der Rechtsaufsicht des BMAS

sowie im Bereich der Durchführung des SGB II der Fachaufsicht.


12

An das BMAS organisatorisch angebunden sind der Beauftragte der Bundesregierung

für die Belange behinderter Menschen 8 und der Bundeswahlbeauftragte für die

Sozialversicherungswahlen 9 .

4. Finanzielle Mittel – Haushaltskonsolidierung

Dem BMAS stehen zur Erfüllung seiner Aufgaben Haushaltsmittel zur Verfügung, die

nach Beratung im Haushaltsausschuss durch den Deutschen Bundestag beschlossen

werden. Beitrags- und Steuerzahler haben einen Anspruch darauf, dass mit ihren

Steuern und Beiträgen wirtschaftlich umgegangen wird. Die Mittel sind sparsam und

mit dem Ziel effizienter, mittel- und langfristiger Wirkungen einzusetzen.

Der Haushalt des BMAS ist der größte aller Bundesressorts. Er wird als Einzelplan 11

des Haushaltsplanes des Bundes jährlich im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. 10

Die Ausgaben des BMAS betrugen im Jahr 2012 rund 125,0 Mrd. EUR. Das sind ungefähr

41 % aller Ausgaben des Bundes. Der größte Teil davon entfiel auf Zuweisungen

und Zuschüsse an gesetzliche Sozialversicherungsträger, insbesondere die Deutsche

Rentenversicherung (66,8 %) sowie auf die Zahlung staatlicher Fürsorgeleistungen im

Rahmen der Arbeitsförderung (31,2 %) und an Kriegsopfer (1,3 %). Nur ein geringer

Anteil wurde für sonstige Ausgaben (0,7 %) wie Personalkosten, Mieten und Pachten

und Investitionen aufgewendet. Zu den wesentlichen Investitionen gehörten Baumaßnahmen,

der Erwerb von Fahrzeugen, Geräten sowie Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenständen.

8 Aufgabe des Beauftragten für die Belange behinderter Menschen ist es, darauf hinzuwirken, dass die

Verantwortung des Bundes, für gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen

zu sorgen, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfüllt wird. Er setzt sich bei der Wahrnehmung

dieser Aufgabe dafür ein, dass unterschiedliche Lebensbedingungen von behinderten Frauen und Männern

berücksichtigt und geschlechterspezifische Benachteiligungen beseitigt werden. Ein mit hauptamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzter Arbeitsstab unterstützt ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben.

9 Der Beauftragte für die Sozialversicherungswahlen bereitet gemeinsam mit den Wahlbeauftragten der

Länder die Sozialversicherungswahlen vor und sorgt für eine einheitliche Durchführung dieser Wahlen bei

den Versicherungsträgern. Bei den Sozialversicherungswahlen stimmen die Versicherten und Arbeitgeber in

der Kranken-, Renten- und Unfallversicherung über die neue Zusammensetzung der Selbstverwaltungsorgane

ab.

10 Weitere Informationen s. Bundesministerium der Finanzen (www.bmf.de) und Haushaltseinzelplan des

BMAS 2012 ( http://www.bmas.de/DE/Ministerium/BMAS-Kompakt/haushaltsplan-einzelplan-2012.html).


I. Arbeits- und Sozialordnung – Anvertraute Aufgaben 13

Tabelle 1: Einnahmen und Ausgaben des BMAS 2008 bis 2012 in Tausend EUR

(Ist-Werte)

Einnahmen in EUR 2008 2009 2010 2011 2012

Verwaltungseinnahmen 38.290 29.377 29.803 23.069 23.210

Übrige Einnahmen 7.059.445 6.789.509 7.449.899 7.030.186 6.068.707

Gesamt 7.097.736 6.818.887 7.479.703 7.053.255 6.091.917

Ausgaben

Personalausgaben 160.483 169.644 173.734 179.509 185.634

Sächliche

Verwaltungsausgaben

64.622 67.539 72.955 85.761 93.539

Zuweisungen und Zuschüsse

(ohne Investitionen)

123.668.244 126.155.040 133.045.023 125.350.771 124.653.442

Investitionen 20.167 28.986 20.847 13.258 11.422

Sonstige Ausgaben -- 2.200 4.541 5.021 8.438

Gesamt (Differenzen

rundungsbedingt)

123.913.517 126.423.410 133.317.103 125.634.322 124.952.475

Tabelle 2: Aufschlüsselung der Ausgaben 2012

Einzelplan 11 des Bundeshaushaltsplans (Ist-Wert)

Positionen

in Mrd. EUR

1. Sozialversicherung (Kap. 1113) 83,5

Zuschüsse allg. Rentenversicherung 60,0

Zuschuss Knappschaftliche Rentenversicherung 5,5

Überführung Zusatzversorgungssysteme – Ost 2,9

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 1,9

Kindererziehungszeiten 11,6

Behindertenwerkstätten 1,1

Sonstiges 0,5

2. Arbeitsförderung (Kap. 1112) 39,0

Bundesbeteiligung Arbeitsförderung 7,2

Arbeitslosengeld II – Grundsicherung 19,0

Kosten der Unterkunft – Grundsicherung 4,8

Verwaltungskosten – Grundsicherung 4,2

Eingliederung in Arbeit – Grundsicherung 3,8

Sonstiges 0,0

3. Kriegsopferhaushalt (Kap. 1110) 1,6

Kriegsopferversorgung 1,3

Kriegsopferfürsorge 0,3

4. Sonstiges (Kap. 1101-1107, 1167) 0,9

Erstattung von Fahrgeldausfällen für die Beförderung Schwerbehinderter 0,2

Weitere Ausgaben 0,7

Gesamt 125,0


14

Abbildung 3: Prozentuale Verteilung des Haushalts des BMAS 2012 – Einzelplan 11

(Ist-Werte)

Die Verschuldung des Bundes (Ende 2011: 1.282 Mrd. EUR, 2012 1.096 Mrd. EUR) bringt

es mit sich, dass der Bund im Jahr 2011 für Zinszahlungen 32,8 Mrd. EUR und im Jahr

2012 30,5 Mrd. EUR aufbringen musste, obwohl die Zinsen historisch niedrig waren

und weiterhin sind. Um die Belastungen der künftigen Generationen einzugrenzen,

sieht Art. 109 in Verbindung mit Art. 115 GG eine so genannte Schuldenbremse vor.

Das BMAS stellt sich seiner Verantwortung zur Haushaltskonsolidierung. Stiegen die

Ausgaben des Einzelplans 11 von 2008 bis 2010 aufgrund der Herausforderungen der

Wirtschaftskrise noch um 9,4 Mrd. EUR von 123,9 Mrd. EUR auf 133,3 Mrd. EUR,

steuert das Ministerium dieser Entwicklung seit 2011 konsequent entgegen. Für das

Jahr 2013 wird nur noch mit Ausgaben in Höhe von 119,2 Mrd. EUR gerechnet;

gegenüber 2010 ist dies ein Rückgang um 14,1 Mrd. EUR. Soweit Einsparmaßnahmen

im arbeitsmarktpolitischen Bereich erfolgten, wurden diese mit einer verbesserten

Wirkung von Instrumenten verknüpft, um Eingliederungsmaßnahmen zu optimieren.

Weiter wurde 2011 festgelegt, dass der Bund ab 2012 in drei Stufen vollständig die

Kosten der Grundsicherung für Ältere übernimmt. Dies bewirkt ab 2014 eine jährliche

Entlastung der Kommunen in Höhe von rund 5 Mrd. EUR. Die Entlastungswirkung

steigt in den Folgejahren noch deutlich an und stärkt die Finanzkraft der Kommunen.

Ab 2013 wurde die Beteiligung des Bundes an den Kosten der Arbeitsförderung

gestrichen, gleichzeitig fällt der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) an den Bund

zu leistende Eingliederungsbeitrag weg. Der Bundeshaushalt wird durch diese Maßnahme

in der Zeit bis 2016 um rund 5 Mrd. EUR entlastet.

Der Bundeshaushalt 2013 sieht Einsparungen in Höhe von rund 10,7 Mrd. EUR vor,

von denen gut 6,9 Mrd. EUR allein auf den Einzelplan 11 des BMAS entfallen. Damit

werden im Interesse des Steuerzahlers und vor allem künftiger Generationen dauerhafte

Zinslasten in Milliardenhöhe vermieden.


I. Arbeits- und Sozialordnung – Anvertraute Aufgaben 15

5. Drei Ebenen des Nachhaltigkeitsgedankens im BMAS

Das BMAS verpflichtet sich zu gesellschaftlich verantwortungsvollem und nachhaltigem

Handeln. Corporate Social Responsibility (CSR) im BMAS steht im Kontext der

Nationalen CSR-Strategie 11 sowie der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

12 . In seinem Leitbild legt das BMAS dar, welche Anliegen, Ansprüche und

Werte es im eigenen Hause verfolgt.

Nachhaltige Entwicklung („Nachhaltigkeit“) ist ein Leitprinzip der Politik der Bundesregierung.

Die 2002 verabschiedete Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

hält fest, dass das Leitprinzip der Nachhaltigkeit als Ziel und Maßstab des

Regierungshandelns auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene in

sämtlichen Politikfeldern zu beachten ist.

Die Strategie orientiert sich an vier Leitlinien:

• Generationengerechtigkeit,

• sozialer Zusammenhalt,

• Lebensqualität sowie

internationale Verantwortung.

11 s. Kapitel III und http://www.csr-in-deutschland.de/

12 s. auch http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Zuständigkeit für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung liegt als Querschnittsaufgabe

beim Bundeskanzleramt. Die Gestaltung und Umsetzung der Strategie erfolgt unter Mitarbeit der

Ressorts. Ein Managementkonzept definiert ressortübergreifende Regeln, Ziele und Indikatoren, um den

Fortschritt der nachhaltigen Entwicklung in diesen Feldern zu messen. Alle vier Jahre erfolgt eine Berichterstattung

zur Strategie mit einem Fortschrittsbericht. Dieser bewertet den Stand der Umsetzung der

Strategie, enthält Maßnahmen zur Erreichung gesetzter Ziele und entwickelt die Strategie weiter. Der

jüngste Fortschrittsbericht wurde im Bundeskabinett am 15. Februar 2012 beschlossen. Das Statistische

Bundesamt wurde 2006 beauftragt, zusätzlich zu den Fortschrittsberichten zweijährlich sogenannte

Indikatorenberichte zu verfassen.


16

Die Grundregel für Nachhaltigkeit lautet, dass jede Generation ihre Aufgaben selbst zu

bewältigen hat und nicht der kommenden Generation aufbürden darf. Zugleich muss

Vorsorge für absehbare künftige Belastungen getroffen werden 13 .

Für das BMAS ergeben sich aus diesen Leitprinzipien und Grundgedanken wichtige

CSR-Handlungsfelder und Schwerpunktthemen in dreierlei Hinsicht:

• Nach außen bzgl. der dem BMAS zugewiesenen Staatsaufgaben und Politikfelder: Hier

geht es darum, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik nachhaltig zu gestalten.

• Nach innen bzgl. der personellen und funktionellen Organisation des eigenen Ministeriums:

Hier gilt es, soziale Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern zu üben und dem CSR-Gedanken im Beschaffungswesen oder der Bewirtschaftung

von Sachmitteln Rechnung zu tragen (Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds

und Umweltschutz im täglichen Bürobetrieb).

• Innerhalb der Bundesregierung als federführendes Ressort für CSR.

13 Brundtland-Report, 1987


II. Nachhaltige

Politikgestaltung

im Bereich Arbeit

und Soziales


18

Grundlage für die Schaffung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze und eines

handlungsfähigen Sozialstaats ist eine starke Volkswirtschaft. Das BMAS bekennt

sich zu einer Wirtschaft, die den Menschen zunutze und damit kein Selbstzweck ist.

Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik stehen im Dreiklang sowohl in

Deutschland, wie aber auch auf europäischer und internationaler Ebene. Wachstum

muss mit sozialem Schutz einhergehen.

Die Politik des BMAS ist darauf ausgerichtet, Arbeit und soziale Gerechtigkeit in

Deutschland zu gestalten und zu befördern.

• Konkret ist das BMAS in der Verantwortung, die sozialen Sicherungssysteme nicht nur

kurz- und mittelfristig, sondern im Hinblick auf das Gebot der Generationengerechtigkeit

auch langfristig – und damit nachhaltig – zu stärken und den sozialen Zusammenhalt

sowie die soziale Eingliederung zu fördern.

• Die Rahmenbedingungen für eine gerechte Arbeitsmarktpolitik und die Bekämpfung

der Arbeitslosigkeit auf nationaler und internationaler Ebene müssen weiter entwickelt

und regelmäßig den sich ändernden Gegebenheiten angepasst werden.

• Das BMAS unterstützt eine neue Kultur der Arbeit, die sich durch eine verbesserte

Qualität der Beschäftigung („Gute Arbeit“) auszeichnet.

1. Arbeitsmarkt

Arbeit und entgeltliche Beschäftigung sind die Grundlage nicht nur der Existenzsicherung

des Einzelnen und für das Funktionieren unserer Wirtschaftsordnung, sondern

auch das Fundament sozialer Sicherheit. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibt

die zentrale Herausforderung. Durch weitreichende Strukturreformen der vergangenen

Jahre ist der Arbeitsmarkt in Deutschland deutlich flexibler geworden und besser

in der Lage, auf Veränderungen in der wirtschaftlichen Entwicklung zu reagieren. Der

deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich robust und trotz der Krise im Euroraum weiterhin

aufnahmefähig. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts in und nach der Finanz- und

Wirtschaftskrise 2008/2009, aber auch die stabile aktuelle Situation am Arbeitsmarkt

beweisen, dass mit den richtigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen Beschäftigung

und damit Wirtschaftskraft und Wohlstand gesichert werden können.

Gleichwohl bleibt das vorrangige Ziel, mehr Menschen als bisher in Arbeit zu bringen.

Das BMAS hat sich insoweit ambitionierte Ziele gesteckt: Basierend auf der „Europa-

2020-Strategie“ soll sich die Quote der Erwerbstätigen in Deutschland auf 77 % im Jahr

2020 erhöhen. Bisher konnte ein Anstieg auf 76,7 % (Jahr 2012; zum Vergleich Jahr

2008: 74,0 %) erreicht werden. Bei Frauen wird ein Anstieg auf 73 % angestrebt. Im Jahr

2012 lag die Erwerbstätigenquote der Frauen bereits bei 71,5 %, nach 67,8 % im Jahr

2008. Die Erwerbstätigenquote der Älteren soll auf 60 % erhöht werden. Schon im Jahr

2012 konnte das gesteckte Ziel jedoch mit 61,5 % übertroffen werden (Jahr 2008:

53,7 %). Die Zahl der Langzeiterwerbslosen soll gegenüber dem Stand im Jahr 2008 um

20 % reduziert werden. Auch dieses Ziel wurde bereits erreicht (2008: 1,623 Mio.

Langzeiterwerbslose gegenüber 1,043 Mio. im Jahr 2012 bzw. -36 %).


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 19

Im europäischen Vergleich steht Deutschland mit einer relativ niedrigen Arbeitslosigkeit

gut da. Eine robuste Konjunkturlage hält trotz weltweiter Krisen und Unsicherheiten

den Arbeitsmarkt stabil. Die Zahl der Erwerbstätigen ist so hoch wie nie seit

der Wiedervereinigung, zugleich ist die Zahl der Arbeitslosen auf ein 20-Jahres-Tief

gesunken. Mit der Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wurden diese

flexibler und individueller gestaltet, um noch mehr Menschen noch schneller in die

Erwerbstätigkeit zu integrieren und damit soziale Teilhabe zu eröffnen. Durch eine

konsequente Reform der Jobcenter zur Sicherstellung der Betreuung „aus einer Hand“

gibt es künftig mehr Handlungsspielraum und Kompetenzen vor Ort.

Die konstant hohe Zahl von knapp einer Million offenen Stellen weist dagegen darauf

hin, dass heute schon immer mehr Betriebe Schwierigkeiten haben, geeignetes

Fachpersonal zu finden (s. Kap. II. 2.).

Besonderes Anliegen des BMAS ist der „Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit“, der

zugleich ein „Kampf für die Zukunft der jungen Generation“ ist. Hier sind die Arbeitslosenzahlen

bereits deutlich gesunken und die Situation in Deutschland ist weit besser

als in vielen anderen Ländern – im Jahresdurchschnitt 2012 konnte Deutschland mit

8,1 % die niedrigste Arbeitslosenquote für junge Menschen unter 25 Jahre im EU-28

Vergleich vorweisen. Der Bund hat u. a. die Berufseinstiegsbegleitung als Regelinstrument

verstetigt, um junge Menschen noch besser beim Übergang von der Schule in

den Beruf unterstützen zu können und die Jugendarbeitslosigkeit weiter zurück zu

drängen. Nun kommt es darauf an, die hohe Jugendarbeitslosigkeit auf europäischer

Ebene mit gemeinsamen Kräften zu reduzieren und für gezielte Maßnahmen zur

Förderung der Jugendbeschäftigung zu sorgen. Die Bundeskanzlerin und die Ministerin

haben dazu intensiv mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus der EU-28 beraten

und wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht.

2. Fachkräftesicherung

Mit Blick auf den sich intensivierenden demografischen Wandel benötigt Deutschland

eine zukunftsfeste Strategie: Bis zum Jahr 2030 – so prognostizieren Experten – wird

die Bevölkerung im Alter von 20 bis 65 Jahren im ungünstigsten Fall ausbleibender

Wanderungsgewinne und ohne weitere Fortschritte bei der Erwerbsneigung demografisch

bedingt in Millionenhöhe zurückgehen, sofern nicht aktiv gegengesteuert wird.

Innerhalb der Bundesregierung hat das BMAS die Federführung für die Fachkräftesicherung.

Bereits jetzt zeichnen sich mit steigender Tendenz in unterschiedlicher

regionaler und branchenbezogener Ausprägung Fachkräfteengpässe ab, und das nicht

nur bei akademischen, sondern auch bei Berufen, die einen qualifizierten Abschluss

erfordern. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung im Juni 2011 ein umfassendes

Konzept zur Fachkräftesicherung beschlossen. Es definiert Ziele, zeigt, wo noch

ungenutzte Potenziale liegen und wie die Engpässe gemildert werden können. Im

Vordergrund steht die Nutzung und Förderung der Potenziale aus dem Inland durch

Aktivierung und Beschäftigungssicherung, bessere Vereinbarkeit von Familie und

Beruf, Bildungschancen für alle von Anfang an und Qualifizierung in Form von Ausund

Weiterbildung.


20

Es gilt, die Chancen von Frauen, Alleinerziehenden, Jugendlichen und jungen Erwachsenen,

Älteren, Menschen mit Migrationshintergrund sowie mit Behinderungen auf

dem Arbeitsmarkt kontinuierlich weiter zu entwickeln. Denn auf die Talente, das

Know-how und die Arbeitskraft dieser Menschen kann Deutschland in Zukunft noch

viel weniger als heute verzichten. Allerdings muss ein weiterer Sicherungspfad in Form

von Integration und qualifizierter Zuwanderung beschritten werden, um die voraussichtliche

zukünftige Arbeitsnachfrage in allen Bereichen zu decken.


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 21

Im Rahmen der Fachkräfteoffensive seit 2012 wird das Fachkräftekonzept der Bundesregierung

jährlich anhand von wirkungsorientierten Indikatoren überprüft. Der erste

Fortschrittsbericht wurde im Januar 2013 veröffentlicht.

Das Fachkräftekonzept des Bundesregierung wird begleitet und ergänzt durch die

Fachkräfte-Offensive, eine breit angelegte Kommunikations- und Mobilisierungskampagne.

Die Fachkräfte-Offensive bündelt Projekte, Initiativen, Förder-, Beratungs- und

Unterstützungsangebote der Bundesregierung und der beteiligten Partner. Auf der

Internetseite www.fachkräfte-offensive.de können sich Unternehmen informieren,

wie sich das Fachkräfteangebot in ihrer Branche und Region entwickelt und ihre

strategische Personalplanung darauf ausrichten. Gleichzeitig unterstützt die Offensive

Beschäftigte und Arbeitsuchende ihre eigene Situation besser einzuschätzen und sich

auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren. Fachkräfte erfahren, wie sie ihr Know-how

langfristig sichern und ausbauen können.

Um für ausreichend Fachkräfte zu sorgen, sind aber auch das Engagement und die

Kompetenz der Verantwortlichen auf regionaler Ebene notwendig. Deshalb haben

sich die BA, die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der

Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Industrie- und Handelskammertag (DIHK),

die Deutsche Rentenversicherung (DRV) sowie der Zentralverband des Deutschen

Handwerks (ZDH) gemeinsam mit dem BMAS als Arbeitskräfteallianz das Ziel gesetzt,

regionale Netzwerke, Projekte und Initiativen zur Fachkräftesicherung zu unterstützen.

Im Rahmen der BMAS-Initiative „Fachkräfte für die Region“ wird daher ein praktischer

Beitrag zur Fachkräftesicherung auf regionaler Ebene geleistet.

3. Zukunft sicherer Arbeit

Faire und verlässliche Arbeitsverhältnisse sind die Basis für eine Zukunft sicherer

Arbeit. Für existenzsichernde Arbeit gilt dabei der einfache Grundsatz: Wer Vollzeit

arbeitet, sollte von seinem Gehalt auch leben können. Zugleich müssen Unternehmen

wettbewerbsfähig sein – ob Kleinunternehmen oder international tätige Konzerne. In

diesem Spannungsfeld sind branchenbezogene Mindestlöhne eine wichtige soziale

Leitplanke. Sie schützen bisher knapp vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

und sorgen gleichzeitig für faire Wettbewerbsbedingungen. Das BMAS hat

bestehende Mindestlöhne in den jeweiligen Branchen evaluiert. Die Ergebnisse zeigen,

dass sich Branchen-Mindestlöhne, die von den Sozialpartnern ausgehandelt wurden,

bewährt haben. Sie schützen die Beschäftigten vor Dumpinglöhnen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit

der Unternehmen zu gefährden.


22

4. Moderner Arbeits- und Gesundheitsschutz

Mit Blick auf die rasanten Veränderungen der Arbeitswelt konzentriert sich das BMAS

auf die Entwicklung von praxisgerechten Präventivmaßnahmen und lenkt das

Augen merk besonders auf psychische Belastungen bei der Arbeit. Eine entscheidende

Rolle spielt die Gestaltung der Arbeitsplätze in den Unternehmen, so dass eine produktive

und zufriedenstellende Arbeit bis zum Beginn der Regelaltersgrenze ermöglicht

wird.

Im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

(GDA), einer auf Dauer angelegten konzertierten

Aktion von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern

zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit,

sollen Anreize für die Betriebe geschaffen werden, auf allen Ebenen des betrieblichen

Gesundheitsschutzes eine nachhaltige und langfristig angelegte Präventionspolitik zu

betreiben, die den demografischen Wandel fest in den Blick nimmt.

5. „Initiative Neue Qualität der Arbeit“

In der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ kommen die Sozialpartner und die

Kammern mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bundesagentur für Arbeit,

Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um neue Ansätze einer modernen Personalpolitik

zu diskutieren. Die Initiative unterstützt Arbeitgeber wie Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer als Wegweiser und Serviceplattform zum Thema Qualität der Arbeit.

Sie können sich bei der Initiative zu aktuellen Entwicklungen, Trends und Ansätzen

informieren, von guten Beispielen aus der betrieblichen Praxis profitieren, eigene

Erfahrungen weitertragen und sich von erfahrenen Praktikern

beraten lassen. Die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ strukturiert

sich in vier zentrale personalpolitische Handlungsfelder:

Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit

sowie Wissen & Kompetenz.


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 23

6. Rente

Die Alterssicherung ruht in Deutschland idealtypisch auf drei Säulen: der gesetzlichen

Rente, der betrieblichen Alterssicherung und der zusätzlichen privaten Vorsorge. Eine

umsichtige Rentenpolitik muss immer die Interessen von Alt und Jung im Blick haben

und darf keine Seite überfordern. Mit einer Reihe von Reformen wurde die gesetzliche

Rente in Deutschland demografie- und zukunftsfest gemacht. Neben einer Erhöhung

der Renten zum 1. Juli 2012 um über 2 % (2,18 % in den alten Ländern und 2,26 % in den

neuen Ländern) konnte 2012 – nicht zuletzt dank guter Konjunktur – der Beitragssatz

zur Rentenversicherung für die arbeitende Generation um 0,3 Prozentpunkte gesenkt

werden; eine weitere Beitragssatzsenkung um 0,7 Prozentpunkte erfolgte zum 1. Januar

2013. Mit der Rentenanpassung 2013 (0,25 % in den alten Ländern und 3,29 % in den

neuen Ländern) kommt die Angleichung der Renten wieder ein gutes Stück voran und

der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt von rund 89 % auf rund 91,5 % des für die alten

Länder maßgeblichen aktuellen Rentenwerts.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wurde mit

der Erhöhung der Altersgrenzen die richtige Weiche gestellt. Seit 2012 wird die

Regelaltersgrenze schrittweise auf das 67. Lebensjahr angehoben. Im Gleichklang

erhöhen sich die Altersgrenzen für vorzeitige Altersrenten für langjährig Versicherte

oder schwerbehinderte Menschen. Die Anhebung wird im Jahr 2029 abgeschlossen

sein. Das BMAS unternimmt vielfältige Anstrengungen, damit Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer motiviert, qualifiziert und gesund bis zur Regelaltersgrenze in

Beschäftigung bleiben können. Darüber hinaus setzt sich das BMAS verstärkt für den

weiteren Auf- und Ausbau der betrieblichen und privaten Altersvorsorge ein.

Das BMAS prüft ständig, ob in einzelnen Bereichen Ungerechtigkeiten im System

auftreten: In allen Säulen gilt es auch weiterhin, klug und gezielt die richtigen Weiterentwicklungen

auf den Weg zu bringen. Denn durch veränderte wirtschaftliche

Strukturen und den demografischen Wandel besteht in Zukunft die Gefahr, dass die

Altersarmut zunimmt. Hier will das BMAS gezielt gegensteuern. Lebensleistung muss

sich im Alter lohnen. Für die Höhe der Rente muss es einen Unterschied machen, ob

ein Mensch jahrzehntelang Beiträge gezahlt und vorgesorgt hat oder nicht. Deshalb

sollen Menschen, die wenig verdient, aber lange gearbeitet bzw. Familienarbeit

geleistet und zusätzlich vorgesorgt haben, künftig bessergestellt werden. Darüber

hinaus will das BMAS konkrete Verbesserungen für ältere Menschen beim Übergang

in die Rente durch eine Weiterentwicklung der Hinzuverdienstregelungen (Kombirente)

und eine bessere Absicherung von Menschen mit verminderter Erwerbsfähigkeit

erreichen. Außerdem ist beabsichtigt, das Budget der Rentenversicherung für die

Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen an die demografische Entwicklung

anzupassen.


24

7. Bildungschancen für alle – Bildungspaket für bedürftige Kinder

und Jugendliche

Mit dem Bildungspaket für Empfänger von Sozialleistungen wie Grundsicherung,

Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld hat das BMAS die Zukunftschancen

zugunsten bedürftiger Kinder und Jugendlicher entscheidend verbessert. Bildung

ist das Rüstzeug jedes Einzelnen, sein Leben und seinen Berufsweg erfolgreich zu

gestalten. Ein hoher oder hinreichender Bildungsgrad der Bürgerinnen und Bürger

eines Staates ist zugleich Voraussetzung und Garant einer kreativen und erfolgreichen

Wirtschaft. Bildung und Fortbildung sind eine lebenslange Aufgabe und Herausforderung

jedes Einzelnen, die Grundlagen jedoch sind zuvorderst im Kindesalter zu legen.

Bildung und Teilhabe soll allen Kindern zugänglich sein. Es darf nicht sein, dass sich

Armut und Ausgrenzung automatisch von einer Generation auf die nächste vererben.

Beim Bildungspaket für bedürftige Kinder und Jugendliche geht es unter anderem um

Nachhilfe in der Schule und die Stärkung sozialer Kompetenzen durch Teilhabe bei

Musik, Sport und Spiel in Gruppen und Vereinen.


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 25

8. Menschen mit Behinderungen

Gleichbehandlung und die Förderung von Chancengleichheit sind eine Voraussetzung

für Selbstbestimmung und die gesellschaftliche Teilhabe behinderter und von Behinderung

bedrohter Menschen. Sie stehen im Zentrum der Politik der Bundesregierung

für Menschen mit Behinderungen. Das BMAS eröffnet zahlreiche Teilhabe- und

Verwirklichungschancen, baut Barrieren und Benachteiligungen ab und reduziert

soziale Ausgrenzung. In einem intensiven Dialog mit der Zivilgesellschaft, insbesondere

den Verbänden von Menschen mit Behinderungen, hat das BMAS den Nationalen

Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

14 erarbeitet. Die darin aufgeführten Maßnahmen aus allen Lebensbereichen und

Politikfeldern sollen eine Entwicklung hin zur Inklusion anstoßen. Der Aktionsplan

ist auf zehn Jahre angelegt und wird systematisch weiterentwickelt.

Deutschland ist mit seiner Politik für Menschen

mit Behinderungen bereits jetzt für viele andere Staaten

Vorbild. Ziel bleibt, die Gleichstellung von Menschen mit

Behinderungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen und in

allen Politikfeldern fest zu verankern.

9. Europäischer und internationaler Rahmen

Sozialpolitik ist ein zentraler Baustein nicht nur der nationalen Wirtschafts- und

Gesellschaftsordnung, sondern auch der Langzeitstrategie „Europa-2020“ der Europäischen

Union und wird von Seiten des BMAS im multilateralen Kontext (z. B. Gruppe

der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20); Asien-Europa-Treffen

(ASEM)) regelmäßig eingebracht. Das BMAS strebt auf globaler Ebene eine Stärkung

des sozialen Dialogs und eine Beteiligung der Zivilgesellschaft an.

10. Transparenz und Ergebniskontrolle – Politisch-strategische

Zielsteuerung

Konsequente Politikgestaltung und damit auch nachhaltige Arbeits- und Sozialpolitik

wird durch eine Konzentration des BMAS auf sein ministerielles Kerngeschäft und die

Verlagerung so genannter nichtministerieller Aufgaben an das Bundesverwaltungsamt

(BVA) als zentrales Dienstleistungszentrum unterstrichen 15 .

Nachhaltige Arbeits- und Sozialpolitik verlangt zudem Transparenz und Ergebniskontrolle.

Diesem Ziel dient unter anderem das im BMAS 2010 eingeführte System der

politisch-strategischen Zielsteuerung. Dieses richtet die Arbeit des BMAS stärker als

bisher auf politische Prioritäten aus und schärft das Profil des BMAS im Hinblick auf

die Nachhaltigkeit der politischen Handlungsfelder.

14 http://www.bmas.de/DE/Themen/Schwerpunkte/NAP/inhalt.html

15 Administrative Abwicklung von Fördermaßnahmen, Beihilfebearbeitung, Vorbereitung und Abrechnung von

Dienstreisen sowie die Bearbeitung von Besoldungs- und Vergütungsangelegenheiten


26

Grundlage des Systems der Zielsteuerung sind mittelfristige Entwicklungsziele und

darauf bezogene, jährlich neu nachjustierte Handlungsschwerpunkte (vgl. Abbildung 4).

Die politisch-strategische Zielsteuerung unterstützt die Schwerpunktbildung des

Hauses, trägt zur Transparenz und Klarheit bei. Sie erleichtert die tägliche Arbeit der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch klare Orientierung und fördert die abteilungsübergreifende

Kooperation im BMAS. Zielvereinbarungen zwischen den Abteilungsleitungen

und der jeweils zuständigen Staatssekretärin/dem jeweils zuständigen Staatssekretär

konkretisieren Ziele und Maßnahme.

Abbildung 4: Mittelfristige Entwicklungsziele des BMAS für 2010 – 2013


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 27

Abbildung 5: Handlungsschwerpunkte des BMAS für 2012 – 2013

11. Zusammenarbeit mit Verfassungsorganen und anderen Ressorts

Die Arbeit des BMAS weist vielfältige Schnittstellen zum Deutschen Bundestag, dem

Bundesrat und anderen Bundesministerien auf. Das Verhältnis der unterschiedlichen

Akteure ist im Grundgesetz geregelt, ihre Arbeitsweise wird insbesondere durch die

jeweiligen Geschäftsordnungen konkretisiert. Für die Ressorts gilt die Gemeinsame

Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO), die Grundsätze für die Organisation

der Bundesministerien, ihre Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit mit den

Verfassungsorganen sowie den Geschäftsverkehr nach außen regelt. Darüber hinaus

enthält sie Vorgaben für die Mitwirkung bei der Rechtsetzung.

12. Nachhaltigkeit im Rechtsetzungsprozess

Bürger und Unternehmen fordern zu Recht ein schlankes und anwenderfreundliches

staatliches Regelungssystem. Bürokratieabbau und Gesetzesfolgenabschätzung sind die

Mittel zu ihrer Entlastung und dienen der Nachhaltigkeit im Rechtsetzungsprozess. So

werden nach dem Gesetz zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontroll rates (NKRG)

in Regelungsentwürfen der Bundesregierung nicht nur die Kosten aus Informationspflichten

ausgewiesen, sondern auch der gesamte Erfüllungsaufwand, der Bürgerinnen

und Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung durch die Befolgung der Regelungen entsteht.

Auf Grundlage des Arbeitsprogramms bessere Rechtssetzung sind zudem alle wesentlichen

Regelungsvorhaben in angemessener Frist nach in Krafttreten systematisch zu

überprüfen, ob und inwieweit der bei der Verabschiedung ermittelte Aufwand sich im

Nachhinein als zutreffend erwiesen hat. Ziel dieser Evaluierung ist es, den Erfüllungsaufwand

dauerhaft niedrig zu halten.


28

13. Kommunikation und Dialog mit Stakeholdern

Das BMAS setzt auf Transparenz und Dialog mit den Menschen, die von der Politik

und dem Handeln des BMAS betroffen sind. Dies gilt zunächst für die Adressaten der

Arbeits- und Sozialpolitik des BMAS: Dies sind sowohl Bürgerinnen und Bürger als

auch Berufsgruppen und Organisationen, die ein Interesse am Verlauf oder Ergebnis

der Ministeriumsarbeit haben oder diese beeinflussen wollen, wie Gewerkschaften,


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 29

Arbeitgeberverbände, Wirtschaftsverbände, Sozialversicherungsträger, Nichtregierungsorganisationen,

Kirchen oder Wissenschaftsvertreter. Transparenz und Dialog

sind darüber hinaus wesentlicher Aspekt im Verhältnis des BMAS zu seinen eigenen

Beschäftigten sowie den im Geschäftsbereich Beschäftigten. Auch in der Beziehung zu

den Lieferanten sowie den Städten Berlin und Bonn ist transparentes Handeln des

BMAS oberstes Gebot.

Eine offene Informationspolitik des BMAS schafft Vertrauen in seine Tätigkeit. Ein

direkter Dialog mit den Interessengruppen legt die tatsächlichen Verhältnisse und

Entscheidungsgrundlagen offen und vermeidet auf diese Weise Realitätsferne. In

einigen Politikbereichen sind Arbeitsgruppen und Beratungsgremien mit verschiedenen

Stakeholdergruppen eingesetzt. So kann das BMAS beispielsweise seine Aufgabe

als federführendes Bundesressort für die Förderung gesellschaftlicher Verantwortung

von Unternehmen nur wirksam erfüllen, wenn es die betroffenen Organisationen an

einem Tisch vereint (z.B. im Rahmen des Nationalen CSR-Forums 16 ).

Auf der Website des BMAS finden sich aktuelle Informationen zur Tätigkeit des

Ministeriums. Transparenz und Beratungshilfen ergeben sich aus einer Vielzahl vom

BMAS herausgegebenen, zum größten Teil kostenlosen Publikationen. Pro Jahr stehen

ca. 350 verschiedene Titel zur Verfügung: Broschüren, Datenträger und Flyer sowie

Forschungsberichte zu spezifischen Themen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Diese

werden auf Anforderung verschickt und bei Veranstaltungen des BMAS eingesetzt oder

stehen als barrierefreie PDFen im Internet zur Verfügung.

Für allgemeine und spezielle Anfragen der Bürgerinnen und Bürger zu Themen wie

zum Beispiel Rente, Grundsicherung, Weiterbildung oder Arbeitsrecht steht ein

Bürgertelefon zur Verfügung. Speziell für hörbehinderte Menschen ist ein Gebärdentelefon

eingerichtet, das nicht nur Auskunft gibt zu den BMAS-spezifischen Themen,

sondern auch für den 115-Verbund von Kommunen, Bundesländern und dem Bund

in deutscher Gebärdensprache informiert.

16 http://www.csr-in-deutschland.de/csr-in-deutschland/nationales-csr-forum.html


30

Einmal im Jahr lädt das BMAS im Rahmen der Veranstaltung „Einladung zum Staatsbesuch“

der Bundesregierung zu einem Tag der offenen Tür ein. Ein vielfältiges

Programm mit Hausführungen, themenbezogenen Aktivitäten sowie Diskussionen

mit Mitgliedern der Leitung des Ministeriums vermitteln Interessierten einen konkreten

Eindruck von der Arbeit des BMAS. Über die deutsche Sozialgeschichte informiert

eine Dauerausstellung mit modernen Medien.

BMAS-intern findet ein regelmäßiger und intensiver Austausch der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter zu aktuellen politischen Themen statt. Im internen Kommunikationsnetz

stehen ihnen umfassende vorhabenbezogene Informationen und Serviceleistungen

zur Verfügung. Hier werden auch moderne Formen sozialer Vernetzungstechnik

geprüft und bei Eignung unter Berücksichtigung barrierefreier Aspekte integriert.

14. Glaubwürdigkeit von Politik – Verhinderung von Korruption

Die Integrität und Verlässlichkeit öffentlich Bediensteter ist Grundvoraussetzung für

das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in staatliches Handeln. Die Beschäftigten

des öffentlichen Dienstes stehen in der Verantwortung, in ihrem Verwaltungshandeln

integer und ethisch einwandfrei zu agieren. Bereits der Anschein eigennützigen, kor -

rupten oder sonstig moralisch verwerflichen Handelns würde das Vertrauen in die

Integrität und Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung untergraben. Um dies

zu verhindern, findet im BMAS und dessen nachgeordnetem Bereich konsequente

Korruptionsprävention statt.


II. Nachhaltige Politikgestaltung im Bereich Arbeit und Soziales 31

Korruptionsprävention

Die wesentlichen Grundlagen sind in der Richtlinie der Bundesregierung zur Korruptionsprävention

in der Bundesverwaltung vom 30.7.2004 verankert. Integraler

Bestandteil der Richtlinie sind der „Verhaltenskodex gegen Korruption“ und der

„Leitfaden für Vorgesetzte und Behördenleitungen“. In allen Dienststellen des Bundes

sind gem. Ziffer 2 der o.g. Richtlinie in regelmäßigen Abständen sowie aus gegebenen

Anlass die besonders korruptionsgefährdeten Arbeitsbereiche mittels einer Risikoanalyse

zu ermitteln. Für diese Analyse wurde ein umfangreicher Fragebogen konzipiert.

Um den Arbeitsaufwand für die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

möglichst gering zu halten, wurde eine weitgehend technisch gestützte Umsetzung

der Befragung auf Basis einer Datenbank entwickelt. Über einen Workflow erfolgte die

Prüfung der Beantwortung durch den Leiter der Organisationseinheit (in der Regel

Referat). Je nach den Ergebnissen der Analyse ist zu prüfen, wie die Aufbau-, Ablauforganisation

und/oder die Personalzuordnung zu ändern ist und welche weiteren

Maßnahmen entsprechend der Richtlinie zu einer wirksamen Korruptionsprävention

einzuleiten sind.

Nach Maßgabe der vorgenannten Richtlinie hat das BMAS zusätzlich ein umfassendes

Konzept zur Korruptionsprävention entwickelt und Mindeststandards für die gefährdeten

Arbeitsbereiche festgelegt. In den Jahren 2008 bis 2012 wurden insgesamt 139

Beschäftigte des BMAS zum Thema Korruptionsprävention geschult. Darüber hinaus

werden neu eingestellte Beschäftigte regelmäßig im Rahmen der Einführungsveranstaltung

für das Thema sensibilisiert.

Ende 2012 wurden im BMAS durch eine Risikoanalyse insgesamt 30 besonders

korruptionsgefährdete Arbeitsgebiete festgestellt. Kriterien für die Feststellung einer

besonderen Korruptionsgefährung sind zum Beispiel häufige Außenkontakte, die

Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln in größerem Umfang oder die Vergabe von

öffentlichen Aufträgen einschließlich der Vergabe von Fördermitteln oder Zuwendungen.

Die Anzahl der besonders korruptionsgefährdeten Dienstposten/Arbeitsplätze

umfasst 219 und entspricht damit einem Anteil von 19 % aller Dienstposten/ Arbeitsplätze

des BMAS. Im Vergleich zu anderen Bundesressorts weist das BMAS als überwiegendes

Gesetzgebungsressort damit einen durchschnittlichen Anteil besonders

korruptionsgefährdeter Dienstposten/ Arbeitsplätze auf.

Ein ständiger Erfahrungsaustausch mit den obersten Gerichtshöfen, den nachgeordneten

Dienststellen und den Körperschaften im Geschäftsbereich des BMAS sorgt für

kohärentes Verhalten in Form einheitlicher Standards zur Korruptionsprävention auf

hohem Niveau.

Gegenüber dem Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) des Deutschen Bundestages

berichtet die Bundesregierung einmal jährlich über den Stand der Umsetzung der

Richtlinie.


32

Sponsoring, Belohnungen und Geschenke

Das Bundesbeamtengesetz sowie der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst verbieten

den Beschäftigten die Annahme von persönlichen Geschenken und Belohnungen, die

eine Wertgrenze von 25 EUR übersteigen. Die Annahme geringfügiger Aufmerksamkeiten,

die diese Wertgrenze unterschreiten, ist anzeigepflichtig. Geldgeschenke dürfen

in keinem Fall angenommen werden. Ein „Merkblatt des BMAS zum Umgang mit

Belohnungen oder Geschenken“ soll das Bewusstsein der Beschäftigten schärfen,

selbst geringfügige Geschenke nicht anzunehmen. Das Merkblatt dient auch dazu, die

„Geberseite“ zu sensibilisieren.

Der Umgang mit Sponsoring-Leistungen, Spenden und sonstigen Schenkungen von

Dritten ist in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Förderung von Tätigkeiten

des Bundes durch Leistungen Privater (Sponsoring, Spenden und sonstige Schenkungen)

vom 03.07.2003 geregelt, die durch eine BMAS-interne Sponsoringanweisung

vom 12.04.2007 ergänzt wird. Diese sieht vor, dass vor Einwerben und Annahme von

Sponsoringleistungen ein Prüfvermerk zu erstellen ist. Das BMAS entscheidet über die

Annahme von Sponsoringleistungen sehr restriktiv, um so bereits jeglichen Anscheins

fremder Einflussnahme zu vermeiden.


III. BMAS als

federführendes

Bundes ressort für

das Quer schnittsthema

CSR


34

Innerhalb der Bundesregierung hat das BMAS die Aufgabe, die vom BMAS erarbeitete

und vom Bundeskabinett im Oktober 2010 beschlossene „Nationale Strategie für

gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR)“ als Aktionsplan CSR umzusetzen.

CSR bezeichnet eine verantwortungsvolle Unternehmensführung: Faire Geschäftspraktiken,

mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamer Einsatz von natürlichen

Ressourcen, Schutz von Klima und Umwelt, ernst gemeintes Engagement vor Ort und

Verantwortung auch in der weltweiten Lieferkette.

Der Aktionsplan CSR basiert auf den Empfehlungen des „Nationalen CSR-Forums“,

eines Anfang 2009 vom BMAS einberufenen Multistakeholdergremiums, das eine

praxisnahe Herangehensweise an das Thema und eine breite gesellschaftliche Debatte

über CSR gewährleistet. Der Aktionsplan CSR bildet den politischen Rahmen für

freiwillige CSR-Aktivitäten von Unternehmen.

Im Dezember 2011 veranstaltete das BMAS eine zweitägige internationale CSR-Konferenz

in Berlin, bei der die Leitidee „CSR – Made in Germany“ einem internationalen

Publikum vorgestellt und durch Unternehmenspräsentationen das Niveau der

Sozial- und Umweltstandards international tätiger deutscher Unternehmen unterstrichen

wurde. Fragen der Unternehmensverantwortung für Menschenrechte

wurden ebenso diskutiert wie internationale Instrumente zur Behandlung von

gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung.

In der aktuellen Umsetzungsphase setzt das BMAS auf strategische Partnerschaften

u. a. mit den Mitgliedern des Nationalen CSR-Forums und Vorreiterunternehmen,

z. B. aus dem Bereich der DAX-30-Unternehmen. Einen besonderen Fokus setzt der

Aktionsplan auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die mit einem

Anteil von über 99 % der Unternehmen bundesweit eine maßgebliche Rolle in

Deutschland spielen.

Mit der Einführung des „CSR-Preises der Bundesregierung“

(Auftakt der ersten Wettbewerbsrunde im Herbst 2012)

möchte das BMAS die Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit

von CSR stärken und verantwortliches Wirtschaften

öffentlich würdigen. Der neue CSR-Preis beruht auf einer dreistufigen Bewertungsmethodik,

ist ganzheitlich ausgerichtet und betrachtet alle Handlungsfelder gesellschaftlicher

Unternehmensverantwortung.

Abbildung 6: CSR-Preis der Bundesregierung: Handlungsfelder

Unternehmens- Arbeitsplatz Umwelt Markt Gemeinwesen

führung


III. BMAS als federführendes Bundes ressort für das Quer schnitts thema CSR 35

Das CSR-Forum berät die Politik zudem in der national, europäisch und international

geführten Themendebatte zu gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung.

Beispielhaft zu nennen ist die Positionierung zu Fragen der verpflichtenden Offenlegung

nichtfinanzieller Unternehmensinformationen, wie von der Europäischen

Kommission vorgeschlagen. Eine wichtige Rolle spielt weiterhin die Frage, wie die im

Jahr 2011 beschlossenen Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Menschenrechte

und Wirtschaft mit Blick auf gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in

Deutschland umgesetzt werden können.

Weitere Informationen:

www.csr-in-deutschland.de

www.csr-preis-bund.de


IV. Engagement

für Nachhaltigkeit

und soziale

Verantwortung

im BMAS


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 37

1. Personalmanagement

Die Leistungsfähigkeit des Ministeriums hängt maßgeblich vom Engagement und

der Kompetenz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Daher zielt das Personalmanagement

des BMAS darauf ab, „Gute Arbeit“ nicht nur auf der politischen Ebene,

sondern auch innerhalb des Ressorts selbst umzusetzen. Verantwortlich für die

strategische Planung, Umsetzung und Steuerung des Personalmanagements im BMAS

ist das Personalreferat in der Zentralabteilung.

Das Ministerium zählte zum 31. Dezember 2012 insgesamt rund 1.100 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter an den Dienstsitzen Berlin und Bonn. Im BMAS einschließlich

des Geschäftsbereiches 17 arbeiteten zu diesem Zeitpunkt insgesamt rund 184.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen oberen, mittleren und

unteren Behörden an diversen Dienstsitzen. 84 % der Beschäftigten des BMAS hatten

eine Vollzeit-Anstellung und rund 92 % einen unbefristeten Vertrag. Knapp 56 % der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen in einem Beamtenverhältnis. Der Anteil

der Frauen an der Belegschaft beträgt 54 % und ist im Vergleich zu den Vorjahren

leicht angestiegen. Im Vergleich dazu ist der Anteil der Frauen unter den Beschäftigten

in Vollzeit mit 48 % unterdurchschnittlich, aber im Vergleich zu den Vorjahren ebenso

leicht angestiegen.

Tabelle 3: Beschäftigte nach Dienstsitz, Beschäftigungsart, Arbeitsvertrag und Status

Anzahl

2010 2011 2012

männl. weibl. gesamt männl. weibl. gesamt männl. weibl. gesamt

Nach Dienstsitzen*

Bonn 272 292 564 265 287 552 253 280 533

Berlin 218 290 508 232 312 544 232 319 551

Nach Beschäftigungsart

Vollzeit angestellt 481 446 927 490 452 942 479 448 927

Teilzeit angestellt 21 137 158 22 151 173 21 155 176

Nach Arbeitsvertrag

Unbefristet angestellt 479 542 1021 485 555 1040 469 548 1017

Befristet angestellt 23 41 64 27 48 75 31 55 86

Nach Status

Beamte 346 248 594 352 262 614 343 273 616

Tarifbeschäftigte 156 335 491 160 341 501 157 330 487

Gesamt 502 583 1085 512 603 1115 500 603 1103

Alle Daten stichtagsbezogen zum 31.12.2012

* Die Summe der Mitarbeiter nach Dienstsitzen ist nicht identisch mit der Gesamtmitarbeiterzahl, da letztere

auch die Abordnungen aus der Behörde berücksichtigt.

17 S. Kapitel I.3. und Abb. 2


38

Aus Gründen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft muss das BMAS wie alle Ressorts in

jedem Jahr Stelleneinsparungen erbringen. Im Jahr 2012 betrug die Stelleneinsparung

1,9 %, das sind insgesamt 17 im Haushaltsplan fest ausgewiesene Planstellen und

weitere Stellen. Der außerordentliche Zuwachs der Beschäftigten im Jahr 2011 resultiert

im Wesentlichen aus einer Übernahme von Beamtinnen und Beamten aus dem

Bundesministerium der Finanzen (BMF) nach einer Aufgabenänderung.

Leitlinien, Strategie und Ziele

Das zentrale Kriterium für gute Arbeit ist ein wertschätzendes, vertrauensvolles

und motivierendes Arbeitsklima. Für den täglichen Umgang miteinander gelten die

„Grundsätze der Führung und Zusammenarbeit“. Diese lauten:

1. Unser Umgang miteinander ist von gegenseitiger Wertschätzung, von Respekt,

Achtsamkeit, Rücksichtnahme und Unterstützung geprägt.

2. Grundlage für eine gute Zusammenarbeit sind gegenseitiges Vertrauen und Loyalität.

3. Wir führen durch klare Ziele, nachvollziehbare Aufgabenzuweisung und eindeutige

Zuständigkeiten.

4. Wir geben uns regelmäßig Rückmeldung zu unserer Arbeit und zur Zusammenarbeit.

5. Eine regelmäßige, bedarfsgerechte und zuverlässige Wissens- und Informationsweitergabe

ist für unsere Arbeit und Zusammenarbeit unerlässlich.

6. Wir fordern und fördern durch klare Leistungserwartungen, durch anforderungsgerechte

Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume sowie durch Unterstützung

und individuelle Weiterentwicklungs- und Beteiligungsmöglichkeiten.

7. Wir sind bereit, Verantwortung für Führung und für unsere eigene berufliche

Entwicklung zu übernehmen.

8. Wir tragen – auch über die Referatsgrenzen hinaus – zu einer lösungsorientierten

Zusammenarbeit bei.

9. Wir sind bereit zu Veränderungen. Worten müssen Taten folgen.

10. Wir leben die Grundsätze für Führung und Zusammenarbeit vor.

2009 wurde eine Rahmendienstvereinbarung zur Personalentwicklung für den

gesamten Geschäftsbereich abgeschlossen. Auf dieser Grundlage wurde 2010 für das

BMAS ein Konzept zur Personal- und Organisationsentwicklung verabschiedet. Ein

zentraler und übergreifender Aspekt des Konzeptes ist die familien- und altersgerechte

Gestaltung von Arbeit.


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 39

Zu den weiteren Handlungsfeldern des Konzepts zählen insbesondere eine individuelle

Personalentwicklung, eine stärkere Leistungsorientierung, Führung und Zusammenarbeit

sowie das betriebliche Gesundheitsmanagement. Daneben ist auch die Weiterentwicklung

der Organisationskultur von großer Bedeutung. Für alle Handlungsfelder

wurde für die Jahre 2010 und 2011 ein umfassender Maßnahmenplan mit Terminen

und Verantwortlichkeiten definiert, der seitdem sukzessive weitergeführt wird.

Darüber hinaus hat im März 2010 ein die Geschäftsbereiche übergreifender Arbeitskreis

die Themen „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ sowie „Demografische

Entwicklung“ untersucht. Hier wurden laufende und geplante Vorhaben der einzelnen

Dienststellen transparent gemacht, gebündelt sowie übergreifende Handlungsfelder

diskutiert und entsprechende Empfehlungen formuliert. Die Empfehlungen aus

diesem Arbeitskreis wurden 2012 in eine Rahmendienstvereinbarung zur Personalentwicklung

aufgegriffen und mündeten in eine Konkretisierung des Handlungsfeldes

„Familien- und alternsgerechte sowie inklusive und flexible Gestaltung von Arbeit“.


40

2. Chancengleichheit und Vielfalt

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bietet Beschäftigten umfassenden

Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz: Benachteiligungen aus Gründen der

Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder

Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität sollen

verhindert oder beseitigt werden. Das AGG räumt den Beschäftigten Rechtsansprüche

und ein Beschwerderecht gegenüber dem Arbeitgeber ein, wenn dieser gegen die

gesetzlichen Regelungen verstößt. Im BMAS ist das Referat Personalmanagement

zentrale Anlaufstelle und zuständig für Fragen und Beschwerden.

Den Vollzug des AGG wie auch des Bundesgleichstellungsgesetzes in der Dienststelle

zu fördern und zu überwachen, ist Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten. Sie ge hört

der Personalverwaltung an und wirkt bei allen personellen, organisatorischen und

sozialen Maßnahmen der Dienststelle mit, welche die Gleichstellung von Frauen und

Männern, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sowie den Schutz vor

sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betreffen. Hierzu gehört auch die Beratung und

Unterstützung in Einzelfällen.

Es ist gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Personalvertretung, in einzelnen

Personalmaßnahmen wie auch bei den das Bundesministerium als Ganzes betreffenden

Entscheidungen und Regelungen die Gleichbehandlung sicherzustellen und

Benachteiligungen bzw. Diskriminierung gleich welcher Art zu verhindern.

Zudem möchte das BMAS aktiv Chancengleichheit und Vielfalt im eigenen Hause

fördern. Daher hat das Ministerium 2007 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, eine

bundesweite Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Verwaltungen.

So bekennt sich das BMAS dazu, jedem Beschäftigten die gleiche Wertschätzung für

seine Arbeit entgegenzubringen und die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten

– unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, sexueller Orientierung, Religion

und Weltanschauung, ethnischer Herkunft oder Nationalität.

Insbesondere engagiert sich das BMAS für benachteiligte Personengruppen wie

Frauen (siehe Kapitel IV.4 „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“), ältere Beschäftigte

und Menschen mit Behinderungen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer alternden

Belegschaft sieht das BMAS in der Schaffung eines attraktiven und alternsgerechten

Arbeitsumfelds eine gute Chance, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu binden

oder neu zu gewinnen.

Sichtbares Zeichen für die Chancengleichheit von Frauen ist ihr Anteil in Führungspositionen

des Ministeriums. Das BMAS hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Anteil

sukzessive zu erhöhen und ist dabei auf einem guten Weg: Zum 31.12.2012 waren

rund 31 % der Führungspositionen (Referatsleitung aufwärts) durch Frauen besetzt.

Damit liegt das BMAS innerhalb der Bundesregierung knapp über dem Ressortdurchschnitt

von 29 %. Bei der Leitung des Hauses (Ministerin sowie parlamentarische und

beamtete Staatssekretärinnen/Staatssekretäre) liegt der Anteil sogar bei 40 %. Laut


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 41

einer Kienbaum-Studie 18 bietet das BMAS innerhalb der Bundesregierung die meisten

Maß nahmen zur Förderung von Frauen an. Diese umfassen flexible Arbeitszeitund

Arbeitsplatzmodelle, Kinderbetreuungsangebote, besondere Angebote während

der Elternzeit, Förderung von Netzwerken sowie Fortbildungs- und Führungskräfteschulungen

speziell für Frauen.

Tabelle 4: Beschäftigte in Elternzeit

2010 2011 2012

Gesamt (Anzahl) 24 23 24

Anteil weiblicher Mitarbeiter (in %) 95,8 91,3 91,7

Alle Daten stichtagsbezogen zum 31.12.2012

Das BMAS nimmt darüber hinaus am Nationalen Dialogforum „Migranten im öffentlichen

Dienst“ teil, um ausreichend sensibel gegenüber den Belangen von Beschäftigten

mit ausländischen Wurzeln zu agieren.

3. Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist dem BMAS aufgrund seiner

politischen Zuständigkeit eine besondere Verpflichtung. Das BMAS hat sich verpflichtet,

auch zukünftig über die gesetzliche Pflichtquote hinaus mindestens 8 % der Stellen

mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Dieses selbstgesetzte Ziel wurde im

Berichtszeitraum mit einer durchschnittlichen Beschäftigungsquote von rund 11 %

übertroffen.

Die Leitung des BMAS hat mit der Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen

eine Inklusionsvereinbarung geschlossen, die spezielle Regelungen zum

Umgang mit schwerbehinderten Menschen enthält. Die Inklusionsvereinbarung soll

insbesondere Personalverantwortliche für die Belange schwerbehinderter Menschen

in allen Arbeitsprozessen sensibilisieren. Beschäftigte mit Schwerbehinderungen

werden grundsätzlich zu Einstellungsverfahren eingeladen und bei der Besetzung

neuer Arbeitsplätze wird geprüft, ob diese bei gleicher Eignung und Qualifikation mit

Personen mit Behinderungen besetzt werden können. Hierbei wird die Vertrauensperson

der schwerbehinderten Beschäftigten (Schwerbehindertenvertretung) beteiligt.

In allen Liegenschaften des BMAS ist ein barrierefreier Zugang gewährleistet, darüber

hinaus erhalten Beschäftigte mit Behinderungen eine bedarfsspezifische IT-Ausstattung.

18 Kienbaum Hauptstadtrepräsentanz, Frauen-Macht-Regierung, eine Studie über den Anteil von Frauen in

Führungspositionen der Bundesregierung 2012, Berlin, 15. Mai 2012 (Kienbaum-Studie)


42

In Zusammenarbeit mit der Haupt- und Vertrauensperson

der schwerbehinderten Menschen wurde zur

Umsetzung der UN-Behindertenkonvention und des

Nationalen Aktionsplans im BMAS ein „hauseigener

Aktionsplan“ zur Nachahmung und Weiterentwicklung

ins Leben gerufen. Der hauseigene Aktionsplan

soll den Paradigmenwechsel in der Politik für

Menschen mit Behinderungen – weg von der Integration

hin zur Inklusion – auch im BMAS deutlich

machen und mit Leben füllen. So wurden z. B.

Aufzüge am Dienstsitz in Berlin sowie ein neuer

Aufzug im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme am

Dienstsitz in Bonn mit barrierefreien Bedientableaus

inklusive Brailleschrift ausgestattet. Für einen

barrierefreien Zugang werden Flur- und Zwischentüren

umgerüstet und mit automatischen Türöffnern

ausgestattet. Darüber hinaus plant das BMAS den

Aufbau eines barrierefreien Informations- und Orientierungssystems bis Ende 2013.

Als erste Maßnahme sollen Türschilder und Visitenkarten mit Brailleschrift versehen

werden. Am Dienstsitz Bonn wurden in zwei Gebäuden die Raumnummern auf den

Türschildern in Braille- und Keilschrift ausgeführt.

Tabelle 5: Beschäftigung von Schwerbehinderten

in % 2009 2010 2011 2012

Anteil der beschäftigten

Schwerbehinderten

11,5 10,0 10,9 10,6

Alle Daten stichtagsbezogen zum 31.12.2012

4. Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Eine familienfreundliche Gestaltung des Arbeitsumfelds wird zunehmend wichtiger:

Durch gezielte Angebote kann das BMAS familienbedingte Abwesenheiten verkürzen,

die beruflichen Chancen gerade für Frauen erheblich erhöhen und seine Attraktivität

als Arbeitgeber steigern.

Familienfreundliche Arbeitszeitregelungen wie alternierende Telearbeit, flexible

Arbeitszeit, Möglichkeiten der Teilzeitarbeit sowie die erweiterte Anrechnung von

Arbeitszeit bei Dienstreisen von Teilzeitbeschäftigten sind im BMAS selbstverständlich.

Darüber hinaus hat das BMAS in einer neuen „Dienstvereinbarung zur Telearbeit und

Mobilen Arbeit im BMAS“ eine anlassbezogene Telearbeit eingeführt. Beschäftigten

wird es hierdurch ermöglicht, bei unvorhersehbaren Situationen (wie z.B. Kinderbetreuung,

Pflege von Angehörigen) kurzfristig die Arbeit am häuslichen Arbeitsplatz zu

verrichten.


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 43

Seit 2011 beteiligt sich das BMAS im Rahmen des Regierungsprogramms „Vernetzte

und transparente Verwaltung“ am Modellprojekt „Langzeitarbeitskonten“. Die Beschäftigten

können durch die freiwillige Vereinbarung von Langzeitarbeitskonten

über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren Arbeitszeit ansparen. Das Zeitguthaben

soll für längere Phasen bezahlter Freistellung zur Wahrnehmung von Familienpflichten,

für die Weiterbildung oder zur Erholung nach Belastungsspitzen verwendet

werden können.

An beiden Dienstsitzen hat das BMAS Betreuungsangebote für Kinder der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter geschaffen. Für eine regelmäßige Kinderbetreuung stehen den

Beschäftigten am Bonner Dienstsitz Betreuungsplätze in der Kindertagesstätte des

Verteidigungsministeriums zur Verfügung. Am Berliner Dienstsitz wurde im Oktober

2010 eine Mini-Kindertagesstätte für Kinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahren

im Dienstgebäude eingerichtet, weil Kapazitäten im unmittelbaren Umfeld des BMAS

fehlten. Die Trägerschaft wurde an einen benachbarten Träger von Kindertagesstätten

vergeben. Sind die Kapazitäten der Mini-Kindertagesstätte nicht ausgeschöpft, werden

freie Plätze auch an Kinder von BMAS-externen Eltern vergeben. Darüber hinaus

können Beschäftigte bei „Betreuungsengpässen“ spezielle Eltern-Kind-Zimmer

nutzen.

Bei einem kompetenten Familiendienstleister können sich Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter Rat und Unterstützung für die Bereiche Kinderbetreuung sowie Hilfe- und

Pflegebedürftigkeit einholen. Auch soll der Wiedereinstieg nach der Elternzeit durch

diese Angebote erleichtert werden. Das BMAS hat großes Interesse, den Beschäftigten

die Möglichkeit zur Verkürzung ihrer beruflichen Abwesenheit zu bieten, ihre fachliche

Kompetenz zu erhalten und die dazugewonnenen sozialen und organisatorischen

Fähigkeiten zu nutzen.


44

Im Jahr 2008 hat das BMAS sowie der gesamte unmittelbare Geschäftsbereich erstmals

am audit „berufundfamilie“ 19 teilgenommen und sich für drei Jahre zertifizieren lassen.

Im Rahmen dieses Verfahrens sind ergänzende Maßnahmen zur Verwirklichung einer

familienbewussten Personalpolitik erarbeitet worden. Dazu gehört u. a. die Sensibilisierung

der Führungskräfte für familiäre Verpflichtungen der Beschäftigten.

Immer aktueller wird das Thema „Pflege von Angehörigen“. Dies zeigt sich nicht zu letzt

in der zunehmenden Nachfrage von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für

Angehörige von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen. Im Rahmen des Re-Auditierungsverfahrens

wurden 14 Ziele vereinbart, die bis 2014 realisiert werden sollen.

Einige Ziele, wie Vorträge zur persönlichen Vorsorge und Informationsangebote zur

Pflege von Angehörigen, wurden bereits umgesetzt. Gezielte weitere Informationsangebote

zur Arbeitszeitgestaltung und Beurlaubung werden derzeit vorbereitet.

Das Angebot einer Elternzeit wird in deutlich geringerem Maße, aber zunehmend

auch von männlichen Beschäftigten genutzt (2012: ca. 8 %).

5. Personalentwicklung

Ziel der Personalentwicklung im BMAS ist es, Leistungs- und Lernpotenziale der

Beschäftigten zu erkennen, zu erhalten und die Beschäftigten mit Blick auf aktuelle

und künftige Herausforderungen einsatz- und entwicklungsbezogen zu fördern. Die

Personalentwicklung soll den Beschäftigten leistungsgerechte Einsatzmöglichkeiten

bieten, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, die Voraussetzung für

motiviertes und engagiertes Arbeiten in einem wertschätzenden, offenen und vertrauensvollen

Arbeitsklima schaffen und die Identifikation mit der Dienststelle stärken.

Regelmäßiger Dialog der Führungskräfte mit ihren Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern

Wichtige Instrumente der Personalentwicklung sind Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräche.

Dazu zählen das jährlich für fast alle Beschäftigten stattfindende Gespräch

ebenso wie die alle drei Jahre erfolgende dienstliche Beurteilung. Das Gespräch der

Mitarbeiterin/des Mitarbeiters mit der Führungskraft und die Beurteilung helfen,

Potenziale zu erkennen und den Fortbildungsbedarf festzustellen. Auf dieser Basis

werden leistungsbezogene oder persönliche Entwicklungsziele vereinbart und Fortbildungsmaßnahmen

initiiert. Die gesetzlichen Vorgaben setzen den Vorgesetzten

hinsichtlich Beurteilungen und leistungsorientierter Bezahlung Grenzen, sodass die

vorgesehenen Führungsinstrumente bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des

BMAS nicht unumstritten sind.

19 S. Kurzportrait „audit berufundfamilie“ in Anhang 4


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 45

Führungskräfteentwicklung

Um die Führungskräfte in ihrer Rolle zu unterstützen sowie Führungskompetenz

kontinuierlich zu optimieren und zu verstetigen, werden im Rahmen der Führungskräfteentwicklung

eine Reihe von Maßnahmen angeboten, die auf verschiedenen

Zugangs ebenen ansetzen:

Auf der individuellen Ebene gibt es für neue Führungskräfte verbindliche Fortbildungen

zur professionellen Führung, die letztlich Voraussetzung für die endgültige

Bestellung sind. Für langjährig erfahrene Führungskräfte werden individuelle Fortbildungen

angeboten, um Führungskompetenzen kontinuierlich aufzufrischen und

anzupassen. Eine zusätzliche Unterstützung erhalten die Führungskräfte bei Bedarf

über das Mentorensystem oder das Angebot eines Einzelcoachings. Zudem werden

Inhouseschulungen zur Umsetzung der Führungsinstrumente oder zu Themen wie

Sucht, Führung und Gesundheit sowie zur familien- und alternsgerechten Gestaltung

von Arbeit angeboten.

Auf der Ebene der Organisationseinheiten wird seit 2009 alle drei Jahre ein Führungskräfte-Feedback

durchgeführt. Ziel ist es, den Führungskräften die Möglichkeit zu

geben, ihr Selbstbild über das eigene Führungsverhalten mit den Wahrnehmungen

durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vergleichen. Diese erhalten die

Chance, auf das Führungsverhalten ihrer unmittelbaren Führungskräfte sowie auf die

Zusammenarbeit innerhalb des Teams Einfluss zu nehmen und einen offenen Dialog

hierüber im Team zu führen. Organisationseinheiten können darüber hinaus durch

ein Team-Coaching unterstützt werden, um die Zusammenarbeit zu optimieren.

Seit 2009 finden abteilungsübergreifende Führungskräfte-Werkstätten statt. Basierend

auf den Grundsätzen für Führung und Zusammenarbeit ermöglichen diese themenspezifischen

Veranstaltungen eine regelmäßige inhaltliche Auseinandersetzung mit

einzelnen Grundsätzen, eine Reflexion des eigenen Führungsverhaltens, Erfahrungsaustausch

und eine bessere Vernetzung der Führungskräfte untereinander. Zur

Stärkung von Austausch und Vernetzung werden zudem regelmäßige Diskussionsveranstaltungen

angeboten, die Gelegenheit bieten, sich über die aktuellen Handlungsschwerpunkte

des Hauses, über Arbeitsstand und Vorhaben zu informieren und in

die fachliche Diskussion zu gehen.

Fortbildung

Das Fortbildungsangebot reicht von der beruflichen Weiterbildung und der Führungskräfteentwicklung

über die Vermittlung von Kenntnissen zur Europäischen Integration

und internationalen Zusammenarbeit bis hin zur Modernisierung der Verwaltung. Das

Angebot wird von der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV) koordiniert,

einer ressortübergreifenden Fortbildungseinrichtung des Bundes.

2012 absolvierten die Beschäftigten 370 Fortbildungsmaßnahmen. Das entspricht

2,4 Fortbildungstagen je Beschäftigtem pro Jahr. Im Vergleich zu 2008 ist die Anzahl

der Fortbildungsmaßnahmen um 1,5 % und die Anzahl der Fortbildungstage je

Beschäftigtem um 20% gestiegen. Das Fortbildungsangebot beinhaltet Maßnahmen


46

für alle Laufbahngruppen. Für den einfachen und mittleren Dienst wird das Angebot

sukzessive ausgebaut und von den betroffenen Beschäftigten vermehrt in Anspruch

genommen.

Tabelle 6: Fortbildung im BMAS

2008 2009 2010 2011 2012

Fortbildungsmaßnahmen (Anzahl) 365 397 346 393 370

Fortbildung je Beschäftigtem (Tage) 2 2,4 2,3 2,6 2,4

Alle Daten stichtagsbezogen zum 31.12.2012

Das BMAS hat im Juni 2013 mit dem Personalrat eine Dienstvereinbarung über ein

Konzept zur Fortbildung der Beschäftigten im BMAS abgeschlossen. Für die Fortbildung

im BMAS wurden Mindeststandards definiert, die dem Grundsatz des lebenslangen

Lernens gerecht werden. Ein Schwerpunkt dieser Dienstvereinbarung liegt auf der

Förderung von Führungskräften, beispielsweise durch Inhouse-Seminare und individuelle

Coachingmaßnahmen. Auch die Weiterentwicklung älterer Beschäftigter sowie

Beschäftigter des einfachen und mittleren Dienstes soll stärker gefördert werden. Je

nach Laufbahngruppe und Dauer der Beschäftigung im BMAS sind hierfür unterschiedliche

Fortbildungsmodule verpflichtend vorgesehen. Angestrebt wird, dass alle

Beschäftigten des BMAS mindestens eine dienstbezogene Fortbildung pro Kalenderjahr

und in einem Zeitraum von drei Kalenderjahren 12 Tage Fortbildung absolvieren.

Die Dienstvereinbarung umfasst auch Maßnahmen zur Transfersicherung und zum

Bildungscontrolling. Dies dient der Messung des Erfolgs von Fortbildungsmaßnahmen

und der zielgerichteten Fortbildungsplanung. Einmal jährlich werden die Fortbildungsaktivitäten

in einem Fortbildungsbericht dokumentiert.

Beruflicher Aufstieg

Ein beruflicher Aufstieg trägt entscheidend zur Motivation erfahrener und leistungsstarker

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Nach der Bundeslaufbahnverordnung

(BLV) erfolgt der Aufstieg in den gehobenen und höheren Dienst regelmäßig nach

erfolgreichem Durchlaufen eines Auswahlverfahrens und durch den Erwerb eines

Hochschulabschlusses. Ein Konzept für den laufbahnübergreifenden Aufstieg im

BMAS wurde 2010 vom Personalmanagement des BMAS erstellt. Dieses gilt sowohl

für Beamte als auch für Angestellte und ermöglicht ebenfalls die Durchlässigkeit

zwischen den Laufbahnen.

Arbeiten und Lernen in Netzwerken

Ein zentrales Instrument der Personalentwicklung im BMAS ist das Arbeiten und

Lernen in Netzwerken. Das Nachwuchskräftenetzwerk mit derzeit ca. 100 Mitgliedern

richtet sich an alle neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gehobenen

und höheren Dienstes, um sie in ihrer beruflichen Startphase im BMAS gezielt zu

unterstützen. Das 1,5-jährige Qualifizierungsprogramm besteht aus ca. 10 Veranstaltungen.

Diese vermitteln sowohl Sozial- und Methodenkompetenzen (z. B. Selbst- und

Zeitmanagement, professionelles Präsentieren, fachspezifische Themen) als auch

gruppenbezogene Kompetenzen (z. B. Teamentwicklung, Konfliktmanagement,


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 47

Stressmanagement). Nach Abschluss des Programms haben die Nachwuchskräfte die

Möglichkeit, in das ALUMNI-Netzwerk einzutreten. Das Führungskräftenetzwerk,

dem derzeit ca. 80 Teilnehmer angehören, zielt insbesondere auf die abteilungs- und

hierarchieübergreifende Vernetzung und Optimierung von Kommunikation und

Zusammenarbeit ab. 2012 wurde zudem ein Netzwerk für den mittleren Dienst

initiiert, das auf eine Förderung der abteilungs- und standortübergreifenden Kommunikation

und Zusammenarbeit ausgerichtet ist.

Ein wichtiger Bestandteil der Netzwerke ist zudem das Mentorensystem. Erfahrene

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte des BMAS unterstützen und

beraten Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger sowie neu ernannte Führungskräfte

beim Start ihrer Tätigkeit im BMAS oder ihrer neuen Leitungsfunktion.

Förderung des Fachkräftenachwuchses

Das BMAS fördert den Fachkräftenachwuchs und bietet acht verschiedene Ausbildungsberufe

an. Dazu gehören drei Verwaltungsberufe (Fachangestellte für Bürokommunikation,

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste/Fachrichtung Bibliothek

und Verwaltungsfachangestellte mit Doppelqualifikation) und fünf IHK-Berufe (Fachinformatiker/in/Fachrichtung

Systemintegration, Koch/Köchin, Mediengestalter/in

Digital und Print/Fachrichtung Gestaltung und Technik sowie Medientechnologie für

Druck und Druckverarbeitung).

Zum 15. Oktober 2012 hatte das BMAS 52 Auszubildende. Die Ausbildungsquote

betrug damit 9,72 %. Sie ergibt sich aus der Anzahl der beschäftigten Auszubildenden

im Verhältnis zur Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Tabelle 7: Neu geschlossene Ausbildungsverträge im BMAS

Anzahl 2008 2009 2010 2011 2012

Auszubildende weiblich 12 19 13 14 7

Auszubildende männlich 3 1 11 5 4

Um die Ausbildung weiter zu verbessern, wurde eine Dienstvereinbarung zur Fortentwicklung

der Ausbildung im BMAS zwischen der Verwaltung und dem Personalrat

abgeschlossen. Ziele dieser Dienstvereinbarung sind u.a. die Steigerung der Ausbildungsqualität

sowie Berücksichtigung des Gedankens „Fördern und Fordern von

Auszubildenden“. Dazu gehören insbesondere ausbildungsbegleitende Hilfen, Auslandsaufenthalte

und Zusatzqualifikationen. Zudem soll die Qualität der Ausbildung

durch regelmäßige Befragungen der Auszubildenden und Schulungen der Ausbilderinnen

und Ausbilder weiter gesteigert werden.


48

Das BMAS unterstützt den Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf

und zeigt ihnen neue Wege für ihre berufliche Zukunft auf. Im Rahmen von Aktionen

wie dem „Girls´ - and Boys´ Day“ ermöglicht das BMAS interessierten Mädchen und

Jungen Einblicke in die Arbeitswelt des Ministeriums. Dabei werden die Mädchen an

typische Männerberufe und die Jungen an typische Frauenberufe herangeführt. Im

Jahr 2011 wurde der „Girls´Day“ um den „Boys´Day“ erweitert. Die Mädchen lernen die

Aufgaben der Systembetreuung, der Internetredaktion, der Handwerker und der

Bibliothek kennen, während die Jungen sich in der Küche, im Servicebereich und in

der Kita des BMAS einbringen können.

6. Vergütung und Altersversorgung

Die Vergütung der Beschäftigten im BMAS setzt sich aus dem Grundgehalt und den

2007 für Tarifbeschäftigte und 2009 für Beamte eingeführten leistungsorientierten

Vergütungsbestandteilen zusammen.

Für die leistungsorientierte Vergütung steht für Tarifbeschäftigte ein Volumen i. H. v.

1 % der Monatsentgelte des vorangegangenen Kalenderjahres zur Verfügung. Für

Beamtinnen/Beamte steht ein Budget i. H. v. 1 % der Gesamtausgaben der A-Besoldung

des vorangegangenen Kalenderjahres zur Verfügung. Hiervon werden 0,3 % durch

das Bundesministerium des Innern finanziert und die Differenz durch das BMAS

aufgestockt. Im Leistungszeitraum 2011/2012 betrug die durchschnittliche Höhe

der Leistungsprämie abhängig von der Laufbahngruppe und der Abteilung bei den

Tarifbeschäftigten 236,81 bis 546,72 EUR und bei den Beamtinnen/Beamten 1.301,79

bis 1.795,45 EUR. Dieser Unterschied zwischen den Statusgruppen ergibt sich dadurch,

dass aufgrund der jeweils unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen die Teilhabe bei

Beamtinnen und Beamten an der Prämienvergabe auf herausragende Leistungen

begrenzt ist, während die Tarifbeschäftigten schon bei einer Leistung, die normalen

Anforderungen entspricht, an der leistungsorientierten Bezahlung teilnehmen.

Die leistungsorientierte Vergütung soll die Kultur der Zusammenarbeit und der

Führung im BMAS positiv verändern, da durch den jährlichen Feedback-Prozess des

im Rahmen der leistungsorientierten Bezahlung regelmäßig geführten Mitarbeiterinnen-

und Mitarbeitergesprächs eine kontinuierliche Kommunikation zwischen

Mitarbeiter/in und Führungskraft über Aufgaben, Leistungen, Erwartungen, Zusammenarbeit

und Personalentwicklung sichergestellt ist.

Die Vergabe der leistungsorientierten Vergütung wird jährlich nach Abteilung,

Geschlecht, Laufbahnen und Arbeitszeitmodellen (Vollzeit-/Teilzeitbeschäftigung)

ausgewertet und als Information der Gleichstellungsbeauftragten über das Intranet

des BMAS kommuniziert. Um die anonymisierte Darstellung zu gewährleisten,

wurden aus Gründen des Datenschutzes Gruppen zusammengefasst. Für den Leistungszeitraum

2011/2012 wurde festgestellt, dass Männer häufiger Prämien erhalten

haben als Frauen (38,9 % der Beamten und 27,2 % der Beamtinnen wurden ausgezeichnet).

Auch sei bei den Beamtinnen und Beamten eine im Vergleich zum vorhergehenden

Leistungszeitraum relativ deutlich gestiegene aber weiterhin geringere

Auszeichnungsquote bei den Teilzeitkräften bemerkbar; hier betrage die Teilnahme-


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 49

quote 2011/2012 21 % gegenüber einer Teilhabequote von 35 % bei den Vollzeitkräften

im Vergleich zu 15 % und 39 % im Zeitraum 2010/2011. Eine solche Differenz äußert

sich bei den Tarifbeschäftigten nicht über die Teilhabequote, sondern durch durchschnittliche

Leistungspunkte (Teilzeitbeschäftigte erhielten durchschnittlich 13,96

Punkte, Vollzeitbeschäftigte im Durchschnitt 14,33 Punkte).

Eine unterschiedliche Besoldung bzw. Vergütung von Frauen und Männern ist durch

Gesetz bzw. Tarifvertrag ausgeschlossen.

Die Altersversorgung der Beschäftigten des BMAS ist für die Beamtinnen und Beamten

gesetzlich (Beamtenversorgungsgesetz) bzw. für die Tarifbeschäftigten nach den

gesetzlichen Rentenversicherungsgesetzen und ergänzend tarifvertraglich ausgestaltet.

Das BMAS bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2012 neutrale,

kostenfreie, anbieter- und produktunabhängige Informations- und Beratungstermine

zu Fragen der Altersvorsorge an, die in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung

veranstaltet werden.

7. Gesundheitsmanagement

Die Erhaltung, Wiederherstellung und Stärkung der Gesundheit aller

Beschäftigten hat eine wichtige Bedeutung sowohl für das interne

Betriebsklima als auch für die Effektivität und Produktivität der Arbeit

im BMAS. Der Schutz der Beschäftigten vor Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten

und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren entsprechend der

umfassenden Vorgaben im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Siebten

Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) sowie eine umfassende Gesundheitsförderung

haben traditionell eine große Bedeutung im Haus.

Mit der Einführung eines systematischen Betrieblichen Gesundheitsmanagements

(BGM) wird sich das BMAS entscheidend weiterentwickeln.

Ziel des BGM ist, die Unternehmenskultur dahingehend zu gestalten, dass sie die

Gesundheit der Beschäftigten erhält und fördert. Mit der Stärkung der persönlichen

Ressourcen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll ein nachhaltiger Beitrag zur

Sicherung der hohen Arbeitsqualität und Zukunftsfähigkeit des BMAS geleistet werden.

Im Oktober 2012 hat der neu eingerichtete „Steuerungskreis BGM“ unter Vorsitz des

Leiters der Zentralabteilung seine Arbeit aufgenommen. Aufgabe des Steuerungskreises

ist es, konkrete Ziele und Strategien zu entwickeln, um danach konkrete Maßnahmen

zu entwickeln und dann auch zu evaluieren. Zunächst muss dafür die Ausgangssituation

analysiert werden. Hierfür werden alle verfügbaren Daten zum Thema Gesundheit

und Personal zusammengefasst und ausgewertet. Der BGM-Prozess im BMAS wird

durch die Unfallkasse des Bundes kompetent begleitet.

Das Thema „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“ ist auch im BMAS zu einer

großen Herausforderung geworden und wird im BGM-Prozess besonders berücksichtigt

werden.


50

8. Arbeitsschutz

Den Arbeitsschutz koordiniert die/der Arbeitgeberbeauftragte für den Arbeitsschutz in

der Zentralabteilung. Unterstützt wird er/sie an den Standorten in Bonn und Berlin

durch die jeweilige Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie den jeweiligen Arbeitsschutzausschuss,

der sich einmal pro Quartal trifft. Der Ausschuss ist für alle Beschäftigten

des BMAS zuständig.

Zu den wesentlichen Maßnahmen des BMAS im Rahmen des Arbeitsschutzes gehören

die jährliche Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze, die arbeitsschutzrechtliche

Unterweisung aller Beschäftigten mittels eines e-learning-Programms, die Mitwirkung

des betriebsärztlichen Dienstes sowie der Mitarbeiter- und Sozialberatung, die

Organisation einer wirksamen Ersten Hilfe und geeignete präventive Maßnahmen.

Trotz dieser Maßnahmen kam es 2012 insgesamt zu 19 Unfällen, darunter 15 Arbeitsund

Dienstunfällen und 4 Wegeunfällen, allesamt ohne Todesfolge. Insgesamt kam es

2012 aufgrund von Unfällen zu 627 Ausfalltagen.

Tabelle 8: Unfälle und Ausfalltage

Anzahl 2008 2009 2010 2011 2012

Arbeitsunfälle 13 13 24 11 10

davon Wegeunfälle 9 11 7 7 6

Dienstunfälle 5 3 4 17 8

davon Wegeunfälle 2 2 3 11 4

Arbeits- und Dienstunfälle gesamt 7 3 17 10 8

Wegeunfälle gesamt 11 13 10 18 10

Unfälle gesamt 18 16 27 28 18

Ausfalltage gesamt 365 5 390 147 627

Alle Daten stichtagsbezogen zum 31.12.2012

Zu den präventiven Maßnahmen im Bereich des Arbeitsschutzes im BMAS gehört ein

ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz. Ziel des BMAS ist es, standardmäßig alle

Büros mit elektrisch höhenverstellbaren Schreibtischen auszustatten, um einseitigen

Belastungen vorzubeugen. Ca. 70 % der Büroarbeitsplätze verfügen bereits über diese

Ausstattung.

Das BMAS verfügt über eine umfangreiche Mitarbeiter- und Sozialberatung. Diese

kann von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Familienangehörigen

genutzt werden. Sie unterstützt bei persönlichen oder familiären Schwierigkeiten,

Erkrankungen und der Wiedereingliederung nach längeren Krankheitszeiten, bei

finanziellen Problemen, Abhängigkeiten und Abhängigkeitsgefährdungen sowie

psychischen Erkrankungen. Darüber hinaus kann die Beratungsstelle auch bei

Konflikten am Arbeitsplatz und speziell von Führungskräften bei sozialen und

gesundheits relevanten Fragestellungen oder zur Konfliktmoderation genutzt werden.


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 51

Die Zahl der psychischen Erkrankungen scheint auch im BMAS zuzunehmen. Die

verstärkte Inanspruchnahme der Mitarbeiter- und Sozialberatung und Rückmeldungen

im Rahmen der Mitarbeiterbefragung sind dafür ein Indiz. Ende 2011 wurde beschlossen,

sich dieses Themas verstärkt anzunehmen und im Rahmen einer Arbeitsgruppe

die Situation zu analysieren und Maßnahmen zu entwickeln. Dabei können im

Hinblick auf die Federführung des BMAS in der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

2012 die dort entwickelten Ideen sowie die Expertise der Bundesanstalt

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) genutzt werden, um auch intern

im BMAS neue Ansätze zur Vermeidung psychischer Belastungen zu prüfen. Hierzu

kann auch auf Praxisbeispiele aus anderen Unternehmen und Verwaltungen durch die

„Initiative Neue Qualität der Arbeit“ zurückgegriffen werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können bei arbeitsplatzbedingten medizinischen

Problemen die Angebote des betriebsärztlichen Dienstes nutzen und sich im

Rahmen von Gesundheitstagen und regelmäßigen Vortragsreihen über vielfältige

gesundheitsrelevante Themen wie Suchtprävention, Bewegung und Ernährung, Stress

und Burn-out oder Herzinfarkt informieren.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Das BMAS verfügt seit 2007 über einen mit dem Personalrat abgestimmten Leitfaden

zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) nach § 84 Abs. 2 SGB IX. Allen

Beschäftigten mit mehr als 42 Krankheitstagen pro Jahr werden zahlreiche Hilfs- und

Unterstützungsangebote zur Wiedereingliederung unterbreitet. Die Annahme der

Angebote ist freiwillig. Eine Evaluierung des BEM-Verfahrens ist geplant.

Präventive Gesundheitsförderung

Die zunehmende Veränderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie verlängerte

Lebensarbeitszeiten verlangen den Ausbau einer präventiven Gesundheitsförderung.

Die präventive Gesundheitsförderung zielt darauf ab, Belastungen für die Beschäftigten

zu verringern und Arbeitszufriedenheit, Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern.

Wichtige Angebote des BMAS für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind

• hauseigene Fitness- und Gymnastikräume, die auch in der Mittagspause aufgesucht

werden können,

individuelle Fitnessberatungen,

• spezielle Kursangebote wie Rückenschule und Herz-Kreislauf- sowie Ausdauertraining,

• medizinische Massagen,

• Stressbewältigungskurse,

• Fortbildungen im Bereich der Suchtprävention.


52

Alle Kurse und Maßnahmen werden von qualifizierten, externen Dienstleistern

durchgeführt. Mit den Angeboten werden auch ehemals arbeits- oder dienstunfähige

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Wiedereingliederung unterstützt.

Das BMAS möchte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sportlichen Aktivitäten

in der Freizeit anregen. So nimmt das BMAS jedes Jahr in Bonn und in Berlin an

Sportveranstaltungen wie Firmenläufen und Teamstaffeln teil. Durch Kooperationen

mit anderen Ministerien können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vielfältige

Betriebssportangebote nutzen. Am Dienstsitz Berlin wird zudem eine hauseigene

Beachvolleyballgruppe gefördert. Spaß am Sport ohne Leistungsdruck sowie Teamerlebnisse

außerhalb des beruflichen Alltags sind dabei von der Hausleitung explizit

unterstützte Anliegen.

9. Mitarbeiterzufriedenheit, Beteiligung und Ideenmanagement

Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbefragungen

Alle drei Jahre führen das BMAS und die vier Einrichtungen des unmittelbaren

Geschäftsbereichs 20 eine Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbefragung durch. Die

Befragung soll ermitteln, inwiefern „Gute Arbeit“ im BMAS verwirklicht werden

konnte und ob gegebenenfalls Veränderungen erforderlich sind. Die Befragung wird

von einem externen Unternehmen durchgeführt.

Die erste Befragung wurde 2008 von einer Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Personalvertretungen

und der Verwaltungen der beteiligten Dienststellen konzipiert.

Aufgrund der Befragungsergebnisse wurden die bestehenden Maßnahmen der

Personal- und Organisationsentwicklung überprüft und gezielt neue Maßnahmen

entwickelt. Die Wirksamkeit dieser Verbesserungsmaßnahmen wird derzeit evaluiert.

Der Befragung zufolge gibt es im BMAS ausgesprochene Stärken. So bestehen eine

große Verbundenheit mit dem BMAS, ein großes Engagement der Beschäftigten und

eine sehr positive Wahrnehmung der Rahmenbedingungen (Weiterbildungs- und

Entwicklungsmöglichkeiten, Ausstattung mit Arbeitsmitteln, Maßnahmen zur

Gesundheitsförderung, flexible Arbeitszeit). Geringere Zufriedenheitswerte gab es in

den Bereichen „Stolz“ und „Teamgeist“. Bei den soziodemografischen Differenzierungen

fällt auf, dass der höhere und gehobene Dienst kritischer bewerten als der mittlere

Dienst und insbesondere die Referatsleitungen – entgegen den üblichen Trend – im

Schnitt unzufriedener sind als Beschäftigte ohne Führungsfunktion. Frauen bewerten

geringfügig kritischer als Männer. Im Rahmen der Aufbereitung der Befragungsergebnisse

wurden als Handlungsfelder neben der Verbesserung der Referats-, Abteilungsund

bereichsübergreifenden Kommunikation und der Systematisierung der Personalentwicklung

insbesondere die psychische Gesundheit (Abbau von Belastung und

Stress) sowie die Förderung von Frauen und älteren Beschäftigten identifiziert.

20 S. Kap. I.3 und Abb. 2


IV. Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im BMAS 53

Die Ergebnisse der Befragung sind eine wichtige Erkenntnisquelle für eine Vielzahl

von Prüfungs-, Evaluierungs- und Weiterentwicklungsprozessen im Bereich der

Personalentwicklung (z. B. Fortentwicklung des Führungskräfte-Feedbacks, Evaluierung

der Rahmen-Dienstvereinbarung Personalentwicklung, gezielte Ansprache von

weiblichen Nachwuchskräften durch die Ministerin) bzw. bilden den Anlass für die

Aufbereitung neuer Schwerpunkt-Handlungsfelder (z. B. „Psychische Gesundheit“).

Im März 2012 haben sich das BMAS, das Bundesverwaltungsamt (BVA), die Bundesanstalt

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesarbeitsgericht und das

Bundessozialgericht auf drei Schwerpunkt-Themen verständigt, die in den Dienststellen

jeweils gezielt aufgegriffen werden: Psychische Gesundheit, Förderung von Frauen

sowie Förderung von älteren Beschäftigten.

Ideenmanagement

Im Rahmen des im BMAS praktizierten Ideenmanagements haben die Beschäftigten

die Möglichkeit, konkrete Vorschläge für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen

und Abläufe im BMAS abzugeben. Die kreativen Ideen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

sollen darauf abzielen, die Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit sowie die

Arbeitszufriedenheit im BMAS zu erhöhen. Das Engagement der Beschäftigten wird

bei Umsetzung der Verbesserungsvorschläge mit monetären Prämien honoriert. Auch

für nicht umgesetzte Verbesserungsvorschläge kann eine Prämie gewährt werden, um

das Engagement zu würdigen. Die meisten Verbesserungsvorschläge betreffen die

internen Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen. Vorschläge mit einem berechenbaren

wirtschaftlichen Nutzen sind die Ausnahme. Die durchschnittliche Prämienhöhe

liegt bei 250 EUR. Als bisher höchste Prämie wurde ein Betrag von 5.000 EUR für

Kosteneinsparungen im Bereich der Druckerei gewährt. Mit dem Jahresbericht zum

Ideenmanagement werden die Beschäftigten u.a. über die eingereichten und prämierten

Ideen informiert.

10. Interessenvertretungen der Beschäftigten

Der Personalrat ist die alle vier Jahre gewählte Interessenvertretung aller Beschäftigten

im Ministerium. Dort sind die Beschäftigtengruppen der Beamtinnen und Beamte

sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsprechend ihrem Anteil an den

Beschäftigten vertreten. Die halbjährlichen Personalversammlungen in Berlin und

Bonn sind die Versammlungen der Beschäftigten und dienen der Information und

Aussprache. Aufgaben des Personalrats sind vor allem die Mitwirkung bei der Gestaltung

der konkreten Arbeitsbedingungen durch den Abschluss von Dienstvereinbarungen

wie z.B. zur gleitenden Arbeitszeit oder beruflichen Fortbildung sowie bei personellen

Einzelmaßnahmen wie Einstellungen oder Höhergruppierungen und Be förderungen.


54

Die Gleichstellungsbeauftragte hat die Aufgabe, die Gleichbehandlung zwischen

Frauen und Männern zu fördern, bestehende Diskriminierungen zu beseitigen und

künftige zu verhindern. Das Angebot wird sowohl von Frauen als auch von Männern

aktiv genutzt, gerade was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angeht. Neben den

Beratungsangeboten hat die Gleichstellungsbeauftragte u.a. Fortbildungsmaßnahmen

für Frauen angestoßen.

Die Schwerbehindertenvertretung fördert die Eingliederung schwerbehinderter

Menschen in das BMAS, vertritt ihre Interessen und steht ihnen beratend und helfend

zur Seite.

Im Intranet des BMAS haben Gewerkschaften und Listen sowie die oben aufgeführten

Vertretungen ein konstantes Forum, um die Beschäftigten über ihre Arbeit zu informieren.

11. Aufgabenkritik/ Geschäftsprozessoptimierung

Im Sinne einer nachhaltigen Aufgabenwahrnehmung hat das BMAS eine Organisationsuntersuchung/Aufgabenkritik

durchgeführt. Diese verfolgt im Wesentlichen das Ziel,

die vorhandenen personellen Ressourcen zukunftsfest auszurichten, um laufende und

künftige Aufgaben des BMAS unter sich verändernden Rahmenbedingungen bestmöglich

erfüllen zu können. Hierzu wurden alle Aufgaben des Hauses sowohl zweckals

auch vollzugskritisch durch die Beschäftigten selbst auf den Prüfstand gestellt.

D. h., zu jeder der ca. 3.000 einzelnen Aufgaben wurde die Frage gestellt: Muss das Haus

diese Aufgabe noch ausführen? Falls ja: Kann man sie ggf. reduzieren oder optimieren?

In diesem Prozess wurden über 1.300 Optimierungsvorschläge erarbeitet, die es jetzt

strukturiert umzusetzen gilt. Hierdurch ist das BMAS auch künftig in der Lage, seine

Aufgaben optimal auszuführen und eigenen Gestaltungsspielraum zu nutzen.

Um die Arbeitsabläufe zu optimieren und das Wissensmanagement im BMAS zu

verbessern, sollen Fachwissen der Beschäftigten und die dazugehörigen Abläufe

(Geschäftsprozesse) im BMAS dokumentiert und für die Beschäftigten recherchierbar

gemacht werden. Als mögliche Instrumente kommen elektronische Referatshandbücher,

ein Prozessportal oder eine Prozessbibliothek in Betracht. In ausgewählten

Teilbereichen des BMAS kommen diese Instrumente bereits zum Einsatz bzw. werden

hierfür die Grundlagen geschaffen. Für die Zukunft gilt es, den Bereich des Geschäftsprozessmanagements

weiter auszubauen.


V. Betrieblicher

Umweltschutz

im BMAS


56

1. Nachhaltigkeit im Verwaltungshandeln – Maßnahmeplan

Die Dienstleistungen des BMAS haben insgesamt keine wesentlichen Umweltauswirkungen.

Im Einflussbereich des BMAS liegt es, Energie und Büromaterialien im

täglichen Bürobetrieb einzusparen und umweltfreundliche Materialien zu beschaffen.

Das Umweltmanagement im BMAS konzentriert sich auf die Umsetzung des „Maßnahmeplans

Nachhaltigkeit im Verwaltungshandeln“ (Beschluss des Staatssekretärsausschusses

für Nachhaltige Entwicklung vom 6. Dezember 2010). Der Maßnahmenplan

soll in den Ressorts unter Berücksichtigung der haushaltsrechtlichen Spielräume

sowie von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit umgesetzt werden.

Die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit im Verwaltungshandeln zielen auf folgende

Punkte ab:

1. Ausrichtung von Bundesbauten an den Anforderungen des Bewertungssystems

Nachhaltiges Bauen

2. Halbierung der CO 2

-Emissionen der Bundesregierung einschließlich der

Geschäftsbereiche bis 2020 gegenüber 1990

3. Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien (Wärmeversorgung) in Bundesgebäuden

4. Erarbeitung eines energetischen Sanierungsfahrplans für alle bestehenden

Bundesgebäude

5. Freiwillige Einführung von Energie-/Umweltmanagementsystemen zur Reduzierung

des Energie- und Ressourcenverbrauchs der Liegenschaften des Bundes

6. Stärkung der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, u. a. durch anspruchsvolle

Vorgaben für einzelne Produktbereiche und ergänzende Maßnahmen

7. Schrittweise Umstellung des Strombezugs für Gebäude der Bundesministerien

auf Ökostrom

8. Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Ländern für eine nachhaltige

Beschaffung; Prüfung der Einrichtung einer Plattform sowie einer „Infostelle“

für eine nachhaltige Beschaffung

9. Maßnahmen zur weiteren Reduzierung verkehrsbedingter und standortbezogener

CO 2

-Emissionen (insbesondere bei Arbeitswegen, Dienstreisen)

10. Stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Organisation von

Veranstaltungen der Bundesministerien und nachgeordneten Behörden

11. Weitere Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege

12. Überprüfung des Programms nach vier Jahren


V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 57

2. Nachhaltiges Bauen

Bundesbauten müssen sich an den Anforderungen des Bewertungssystems Nachhaltiges

Bauen ausrichten. Dazu hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

(BMVBS) einen Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“ entwickelt. Er gibt

verbindliche Mindestanforderungen für Neubauten vor. Grundsätzlich ist hierbei das

„Silber-Niveau“ mit einem Gesamterfüllungsgrad von mindestens 65 % zu erreichen.

Ziel ist es, neu zu errichtende Gebäude möglichst nachhaltig zu gestalten.

3. Energieeffiziente Gebäude, IT und Fahrzeuge

Das BMAS benötigt Energie für den Betrieb der Gebäude. Dazu gehören Wärmeenergie

für Heizung und Warmwasser sowie elektrische Energie für Beleuchtung, Informationstechnik

(IT), Lüftung und Kühlung.

Am Dienstsitz Berlin hatte das BMAS 2012 einen gesamten Energiebedarf für die seine

Gebäude in Höhe von 4.782.158 kWh.

Am Dienstsitz Bonn sind der Energiebedarf der einzelnen Dienstgebäude sowie die

dadurch verursachten CO 2

-Emissionen derzeit nicht ermittelbar, da das BMAS als

Liegenschaftsverwalter das Gesamtgelände einschließlich der Gebäude des Bundesministeriums

für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und des

Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) mit Energie versorgt. Das BMAS beabsichtigt,

durch den Einbau von weiteren Messeinrichtungen bis Ende 2013 den Energieverbrauch

in allen Dienstgebäuden zu erfassen und auszuwerten, um Effizienzziele

nachhalten zu können.

Tabelle 9: Energiebedarf und CO 2

-Emissionen (Dienstsitz Berlin)

2008 2009 2010 2011 2012

Energiebedarf (in kWh)

Wärme 3.165.195 2.126.318 3.214.900 2.459.512 2.654.658

Strom 1.906.339 2.062.913 2.272.600 2.094.000 2.127.500

Gesamt 5.071.534 4.189.231 5.487.500 4.553.512 4.782.158

CO 2

-Emissionen (in t)

aus Wärme 513,4 321,7 498,3 360,1 n.v.*

aus Strom 1.292,5 1.323,6 1.438,6 1.338,1 n.v.*

Gesamt 1.805,9 1.645,3 1.936,9 1.698,2 n.v.*

*n.v. = nicht verfügbar (Veröffentlichung Mitte IV. Quartal 2013)


58

Zur Berechnung genutzte CO 2

-Emissionsfaktoren der Versorger:

in g CO 2

/kWh 2008 2009 2010 2011 2012

Wärme 162,2 151,3 155,0 146,4 n.v.

Strom

Mohrenstr. 62 678 644,2 633 639 n.v.

Mauerstr. 45 678 639 633 639 n.v.

Tabelle 10: Zusammensetzung des Energiebedarfs des BMAS (Dienstsitz Berlin)

Für Wärme in 2012

Quelle: Angaben des externen Versorgers

Für Strom

in % 2009 2010 2011

2012

Q1

Q2

Kernenergie 12,0 18,0 14,7 n.v.* n.v.*

Kohle

51,1 50,4 n.v.* n.v.*

Erdgas 66,0

12,0 11,8 n.v.* n.v.*

Sonstige fossile Energieträger 0,4 0,5 n.v.* n.v.*

Erneuerbare Energien

16,6 20,2 n.v.* n.v.*

22,0

Sonstige Erneuerbare Energien 1,9 2,4 n.v.* n.v.*

Quelle: Angaben des externen Versorgers

n.v. = nicht verfügbar

Im Q2 2012 erfolgte die Umstellung der Stromversorgung auf Ökostrom.

*Zusammensetzung wird im November 2013 vorliegen


V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 59

Energetisches Gebäudemanagement

Die energetische Effizienz der Gebäude stellt einen wichtigen Faktor für den betrieblichen

Umweltschutz dar. Ein großer Teil der Energie wird für die Beleuchtung und

das Heizen der Gebäude eingesetzt. Sämtlichen Gebäuden am Dienstsitz Berlin

wurden bereits im Jahr 2007 vom Institut für Erhaltung und Modernisierung von

Bauwerken e. V. (IEMB) der Technischen Universität Berlin eine gute Energieeffizienz

bescheinigt. Die Energieausweise belegen, dass alle Gebäude, auch die modernisierten

Altbauten, die Anforderungen der Energieeinsparverordnung für Neubauten deutlich

unterschreiten.

Im Ergebnis einer in Auftrag gegebenen

Studie zur weiteren Optimierung der

Gebäudeeffizienz wurde als erste

Maßnahme die Dämmung des Dachgeschosses

in der Mohrenstraße 62

realisiert. Ziel ist es, bis Ende 2013

weitere Optimierungsvorschläge im

Bereich Lüftung und Klimatechnik

in enger Zusammenarbeit mit dem

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

und der Bundesanstalt für

Immobilienaufgaben umzusetzen.





30.11.2017










BMAS (Ämtergebäude)

Wilhelmstr. 49, 10117 Berlin

Hauptgebäude

1736

2001

2001



Auch die Gebäude am Dienstsitz Bonn

– ehemalige Kasernengebäude, in den

60er und 90er Jahren erweitert um

Bürogebäude, die eine geschlossene

Anlage bilden – sind energieeffizient.

Für die Bestandsgebäude ist dies ebenfalls

durch Energieausweise dokumentiert.

Die Versorgung der gesamten

Liegenschaft erfolgt mit Fernwärme

aus Kraft-Wärme-Kopplung.

29.681 m 2


112,9











01.12.2007






Trotz dieser bereits guten energetischen

Beschaffenheit der Gebäude strebt das


BMAS eine weitere Optimierung an. Für

die gesamte Liegenschaft in Bonn hat


das Bundesamt für Bauwesen und

Raumordnung 2007 ein Energiekonzept

zur energetischen Gebäudesanierung

erstellt. Zu den wesentlichen Maßnahmen gehören die Dämmung der Dachgeschossdecken,

der Austausch von Fenstern, die Erneuerung der Beleuchtung sowie die

Modernisierung der Lüftungs- und Klimaanlagen. Im Rahmen des Konjunkturpaketes

II und des Programmes zur energetischen Sanierung von Bundesgebäuden (im

Volumen von 120 Mio. EUR) wurde schon ein Großteil der Maßnahmen umgesetzt.

Dadurch werden jährlich Energieeinsparungen von etwa 15 % erwartet.

140

120

100


80


60


40


20

0


60

Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in Bundesgebäuden

Darüber hinaus ist das BMAS bestrebt, zunehmend klimafreundlichere, regenerative

Energie einzusetzen. Dazu wurde in Berlin das Dienstgebäude in der Wilhelmstraße 49

mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet. Diese wurde nach Inbetriebnahme der

Süderweiterung im Jahr 2010 durch zusätzliche Elemente erweitert. Sie erzeugte im

gleichen Jahr Strom in Höhe von 7.712 kWh. In 2011 wurden 11.203 kWh produziert,

2012 waren es immerhin 9.111 kWh. Die gesamte Anlage weist eine Leistung von

18,8 kWp aus. Dadurch konnten ca. 3,0 t CO 2

-Emissionen vermieden werden. Auch für

die Gebäude am Dienstsitz Bonn ist in Zusammenarbeit mit dem BMELV die Installation

von einer Fotovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 60 kWp erfolgt, die

Inbetriebnahme fand im Sommer 2012 statt. Mit dieser Verbundanlage wird ein

jährlicher Energieertrag von etwa 48.000 kWh erwartet. Seit Inbetriebnahme der

Anlage wurde in 2012 ein Energieertrag von ca. 23.400 kWh erzielt.

Umstellung des Strombezugs für Gebäude der Bundesministerien auf Ökostrom

Am Dienstsitz Berlin stammt seit Juli 2012 der vom Versorger beschaffte Strom zu

100 % aus erneuerbaren Energiequellen; am Dienstsitz Bonn erfolgte die Umstellung

der gesamten bundeseigenen Liegenschaft auf Ökostrom bereits im Januar 2012.

Die Investitionen des BMAS in energetische Maßnahmen betrugen zwischen 2008 und

2011 insgesamt etwa 7 Mio. EUR. Zur Finanzierung wurden Fördergelder aus dem

Konjunkturpaket II „Energetische Sanierungsmaßnahmen“ und aus dem „120-Mio.-

Programm zur energetischen Sanierung von Bundesgebäuden“ der Bundesregierung

in Anspruch genommen.


V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 61

Green IT

Das BMAS unterstützt den Beschluss

des Rates der IT-Beauftragten 21 zur

Reduktion des IT-spezifischen Energieverbrauchs

um 40 % bis 2013 22 am

Dienstsitz in Berlin und Bonn. In

Zusammenarbeit mit den Behörden

des Geschäftsbereichs 23 wurden 2009

die notwendigen Basismesswerte

ermittelt. Hierzu wurden die Verbräuche

über einen bestimmten Zeitraum gemessen und anschließend hochgerechnet.

Sukzessive werden eigene Messpunkte installiert, um eine kontinuierliche Messung zu

ermöglichen. Im Anschluss an die Basiswertermittlung wurden in entsprechenden

Green-IT-Konzepten unterschiedliche Maßnahmen identifiziert, um den IT-spezifischen

Energieverbrauch zu reduzieren. Dazu gehörten u.a. der Austausch veralteter

Geräte gegen energieeffizientere Technik, die Virtualisierung der Server und die

Ausstattung des Serverraums mit energiesparender Klimatechnik sowie diverse

Maßnahmen am Arbeitsplatz wie die Optimierung der Einstellungen am PC und die

Nutzung von Master-Slave-Steckdosen. Die Maßnahmen wurden teilweise bereits

umgesetzt. Insgesamt wurde im BMAS bisher ein jährliches Energieeinsparpotenzial

in Höhe von 418.100 kWh bezogen auf den Basiswert realisiert. Den größten Beitrag

leistete die Server-Virtualisierung mit Einsparungen in Höhe von 301.480 kW. Für die

Optimierung des Server-Raums wurden dem BMAS Fördermittel in Höhe von

1,5 Mio EUR aus dem IT-Investitionsprogramm 24 bereitgestellt.

Der Einsatz moderner Informations- und Videokonferenztechnik im BMAS hat

maßgebend dazu beigetragen, Dienstreisen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu

reduzieren und damit klimaschädliche CO 2

-Emissionen zu vermeiden.

Klimafreundlicher Fuhrpark und Dienstfahrzeuge

Bei der Beschaffung von Dienstkraftfahrzeugen achtet das BMAS darauf, dass die

Fahrzeuge einen möglichst geringen Kraftstoffverbrauch haben und einen niedrigen

CO 2

-Emissionswert aufweisen. Alle Fahrzeuge im Fuhrpark des BMAS erfüllen

mindestens die Abgasnorm EURO 5 und gehören fast alle zu den besten ihrer Klasse

in puncto Verbrauch und CO 2

-Emissionen. Der durchschnittliche CO 2

-Ausstoß der

Dienstkraftfahrzeuge ist seit 2007 kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2010 betrug der

durchschnittliche CO 2

-Ausstoß aller BMAS-Dienstkraftfahrzeuge 155g/ km und im

Jahr 2011 150g/ km. Im Dezember 2012 betrug der durchschnittliche CO 2

-Ausstoß

145g/km. Damit rückt das BMAS dem von der Bundesregierung bis zum Jahre 2015 im

21 Für mehr Informationen siehe: http://www.cio.bund.de/DE/Politische-Aufgaben/Rat-der-IT-Beauftragten/

rat_d_it_beauftragten_node.html

22 Für weitere Informationen siehe: http://www.cio.bund.de/DE/Innovative-Vorhaben/Green-IT/green_it_

node.html

23 Dieses umfasst auch den mittelbaren Geschäftsbereich DRV Bund, Bundesagentur für Arbeit, Unfallkasse

des Bundes, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und die Künstlersozialkasse; s. Abb. 2

und Anhang 2

24 Für mehr Informationen siehe: http://www.cio.bund.de/DE/Strategische-Themen/IT-Investitionsprogramm/it_investitionsprogramm_node.html


62

Rahmen der Umsetzung der umwelt- und klimapolitischen Vorbildfunktion zur

Senkung des CO 2

Emissionen angestrebten Ziel zur Reduzierung des CO 2

- Ausstoßes

bei der Dienstwagenflotte auf 130g/km kontinuierlich näher. Des Weiteren nimmt das

BMAS an einem Flottenversuch der Mercedes Benz AG teil, bei dem ein Fahrzeug der

B-Klasse F-CELL 25 mit Null-CO 2

- Emissionen in Kleinserienproduktion mit Brennstoffzellen-

und Elektroantrieb über einen Zeitraum von drei Jahren im Alltagsbetrieb

getestet wird. Darüber hinaus hat das BMAS im Jahr 2012 ein Dienstkraftfahrzeug mit

reinem Elektroantrieb für das Facility-Management beschafft. Eine weitere Beschaffung

eines reinen Elektrofahrzeuges für die Poststelle ist im Jahr 2013 vorgesehen. Im

Ergebnis werden vom BMAS ab dem Jahr 2013 drei Fahrzeuge mit Null-CO 2

-Emissionen

betrieben werden. Darüber hinaus wurden im Jahr 2012 zwei Diesel-Elektro-Hybridfahrzeuge

für die allgemeine Fahrbereitschaft beschafft, die jeweils nur 109 g/km

CO 2

-Ausstoß erzeugen.

Maßnahmen zur weiteren Reduzierung verkehrsbedingter und standortbezogener

CO 2

-Emissionen

Das BMAS unterstützt jährlich aktiv die Aktion „Mit dem Fahrrad zur Arbeit“. In

diesem Zusammenhang wurden weitere Stellplätze für Fahrräder eingerichtet.

Darüber hinaus stellt das BMAS an beiden Dienstsitzen neun Dienstfahrräder ohne

Elektroantrieb und vier mit Elektroantrieb zur Verfügung, die rege von den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern genutzt werden. Ziel ist es u.a., dass bis Ende 2016 mit der

Fertigstellung der Neubaumaßnahme Wilhelmstraße 50 weitere 76 Stellplätze für

Fahrräder geschaffen werden.

25 Der Antriebsstrang der B-Klasse F-CELL besteht aus Brennstoffzellensystem, H2-Tanksystem (Wasserstoff),

Hochvoltbatterie und Spannungswandler, Elektromotor und Kühlsystem.


V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 63

4. Ressourcenschonung im Büroalltag

Das BMAS bemüht sich, Ressourcen für den täglichen Bürobetrieb (z. B. Kopierpapier,

Toner, Schreibmaterialien sowie Wasser in den Sanitärbereichen und in der Kantine)

möglichst sparsam einzusetzen, um dadurch die Auswirkungen auf die Umwelt zu

verringern. So achtet das BMAS zum Beispiel bei Büromaterialien auf die Verwendung

von Recyclingprodukten und Austausch- und Nachfülleinheiten. Das eingesetzte

Recyclingkopierpapier besteht zu 100 % aus Altpapier und trägt die Umweltsiegel „EU

Ecolabel“ sowie „FSC“. Die Tonerkartuschen müssen aus recyclingfähigem Material

hergestellt sein.

Tabelle 11: Ressourceneinsatz

2008 2009 2010 2011 2012

Kopierpapier (in t)

Berlin 33 37 35 36 31

Bonn 33 32 26 37 28

Gesamt 66 69 61 73 59

Toner* (Anzahl)

Berlin 510 570 515 490 518

Bonn 631 440 306 223 167

Gesamt 1.141 1.010 821 713 685

Frischwasser (in m 3 )

Berlin n.v. n.v. 7.913 7.430 6866

Bonn n.v. n.v. n.v. n.v. n.v.

Gesamt n.v. n.v. 7.913 7.430 n.v.

* Der Tonerverbrauch bezieht sich nur auf die Arbeitsplatzdrucker

Das BMAS verbrauchte im Jahr 2012 59 t Recyclingkopierpapier und 578 Toner-Kartuschen.

Im Vergleich zu 2008 ist der Papierverbrauch gegenüber 2012 um 10 % gesunken.

Zur Sensibilisierung für den Einsatz von Recyclingmaterial sollen externe Schreiben des

BMAS künftig einen Hinweis enthalten, dass dafür Recyclingpapier verwendet wurde.

An beiden Dienstsitzen werden Abfälle getrennt erfasst und der gesetzlich vorgeschriebenen

Verwertungs- und Beseitigungsschiene zugeführt. Altpapier wird generell zur

Wiederverwertung übergeben. Am Dienstsitz Berlin wurden im Jahre 2011 606 m³

Papiermüll, 124 m³ weniger als im Vorjahr, entsorgt; in Bonn waren es 69 t. 26 Die Menge

des eingesetzten Frischwassers von einem lokalen Versorger am Dienstort Berlin im

Jahr 2011 betrug 7.430 m³. Die in die Kanalisation eingeleitete Schmutzwassermenge

betrug in Berlin 7.073 m3. Die Erhöhung der Schmutzwassermenge ist verbunden mit

der Einrichtung von 90 zusätzlichen Arbeitsplätzen am Dienstsitz Berlin im Jahr 2011.

Hinzu kamen 10.127 m³ Niederschlagswasser. Da die Liegenschaft in Bonn über große

Freiflächen verfügt, wird das Regenwasser von vier Gebäuden in Mulden-Rigolen

eingeleitet. In diesen Flächen kann das Wasser versickern; dadurch wird das Kanalnetz

entlastet und das Niederschlagswasser dem Grundwasser zugeführt.

26 Am Dienstsitz Bonn wird der Papiermüll in einem gepressten Zustand entsorgt. Die Angabe erfolgt daher

nach Gewicht und nicht nach Volumen.


64

Tabelle 12: Abfall und Abwasser (Dienstsitz Berlin)

2008 2009 2010 2011 2012

Abfall (in m 3 )

Papiermüll n.v. n.v. 730 606 606

Gewerbemüll n.v. n.v. 560 560 560

Gesamt n.v. n.v. 1.290 1.166 1.166

Abwasser (in m 3 )

Schmutzwasser n.v. n.v. 5.821 7.073 6.681

Niederschlagswasser n.v. n.v. 10.040 10.127 10.023

Gesamt n.v. n.v. 15.861 17.200 16.704

n.v. = nicht verfügbar

5. Stärkung der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung

Bei der Beschaffung von Materialien und IT spielen Kriterien wie Qualität, Zweckmäßigkeit

und Preis eine wichtige Rolle. Entsprechend der 2008 in Kraft gesetzten

EU-Richtlinie zur Beschaffung und dem im April 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur

Modernisierung des Vergaberechts können nun aber auch soziale und ökologische

Kriterien im Vergabeverfahren berücksichtigt werden.

a) Ökologische Kriterien:

Schadstofffreiheit

In Multifunktionsgeräten und deren Verbrauchsmaterialien (z. B. Toner, Batterien)

sowie Mobiliar dürfen keine umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten

sein. Dazu zählen z. B. bestimmte Weichmacher, Schwermetalle, flüchtige organische

Lösungsmittel und Formaldehyd. Darüber hinaus müssen sämtliche beschaffte

Materialien, Geräte und Mobiliar frei von schädlichen Ausdünstungen sein (z. B. Ozon,

Staub, Styrol etc.).

Energieeffizienz

Büro- und sonstige Geräte müssen einen sparsamen Energieverbrauch und die

höchste derzeit am Markt verfügbare Energieeffizienzklasse aufweisen (z. B. Energieeffizienzklasse

A++ bei Kühlschränken).

Verbot von Urwaldholz

Das Mobiliar darf nicht aus Holz gefertigt sein, das seinen Ursprung in Urwäldern

(borealen und tropischen Primärwäldern) hat.


V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 65

Reparaturfähigkeit

Beim Mobiliar müssen ebenfalls alle Teile, die sich abnutzen oder durch unsachgemäße

Nutzung zerstört werden können, austauschbar sein. Dies setzt voraus, dass die

defekten oder abgenutzten Teile entfernt und die Ersatzteile montiert werden können.

Umweltzeichen

Ein unabhängiges Umweltzeichen muss die Umweltfreundlichkeit eines Büro- oder

sonstigen Gerätes anzeigen (z. B. „Der Blaue Engel“, Energy Star, RAL-UZ 122 bei

Multifunktionsgeräten). Bei Holz muss ein Nachweis erfolgen, dass dieses aus nachhaltiger

Fortwirtschaft stammt. Als Nachweis dienen das FSC-, PEFC- oder ein vergleichbares

Label.

Nachweis Umweltmanagement

Alle Lieferanten und Dienstleister des BMAS müssen vor Auftragserteilung den

Nachweis über ein eigenes Umweltprogramm, ein Umweltmanagement-System oder

ein Umweltbetriebsprüfungsverfahren erbringen (entsprechend den Anforderungen

der EG-Öko-Audit-Verordnung Nr 1836/93). Bei allen geeigneten Beschaffungsmaßnahmen

fließen Umweltaspekte in die Zuschlagswertung mit ein.

b) Soziale Belange:

Darüber hinaus können nach der o. g. Gesetzesnovelle soziale Kriterien bei der

Auftragsvergabe systematisch berücksichtigt werden, soweit diese auftragsbezogen

sind. Dazu gehören zum Beispiel die Einhaltung der ILO - Kernarbeitsnormen (u. a. das

Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit) im Herstellungsprozess, die

Entwicklung von barrierefreien Produkten (z. B. bei technischen Neuanschaffungen)

oder die geschlechtergleiche Entlohnung der mit der Auftragsausführung befassten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus prüft das BMAS grundsätzlich, ob

Aufträge an Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vergeben werden können.

Gesetzesnovelle

Die Neuregelung geht auf die gemeinsame Initiative des BMAS, des Bundesministeriums

für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Bundesministeriums

für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zurück. Mit der

Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Aspekten bei der Beschaffung will

die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion einnehmen.

Um die mit öffentlichen Vergaben befassten Beschäftigten mit den Möglichkeiten zur

Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien vertraut zu machen, bietet das

BMAS bei Bedarf Schulungen im eigenen Haus an.

Um zusätzlich auch die zahlreichen Vergabestellen der öffentlichen Hand über die

Neuregelung und die damit verbundenen Möglichkeiten zu informieren, hat

das BMAS im Jahr 2009 die Broschüre „Öffentliche Aufträge sozial verantwortlich


66

vergeben“ 27 (deutsch/englisch) sowie gemeinsam mit dem Bundesministerium für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Deutschen

Städtetag den Leitfaden „Die Berücksichtigung sozialer Belange im Vergaberecht.

Hinweise für die kommunale Praxis“ 28 herausgegeben.

Abbildung 6: Übersicht über die Berücksichtigung sozialer Aspekte im Vergabeverfahren

Dargestellt am Regelfall des Offenen Verfahrens

27 Download/ Bestellmöglichkeit: http://www.bmas.de/portal/37954/a172__vergaberecht.html

28 Download/ Bestellmöglichkeit: http://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a393-vergaberecht.html


V. Betrieblicher Umweltschutz im BMAS 67

6. Nachhaltige Organisation von Veranstaltungen

Das BMAS führt in jedem Jahr eine Vielzahl von Tagungen, Konferenzen und größeren

Veranstaltungen durch. Diese können die Umwelt in sehr unterschiedlicher Weise

beeinflussen. In die Planung und Organisation von Veranstaltungen werden daher

frühzeitig Umweltbelange, aber auch weitreichende Aspekte der Nachhaltigkeit

einbezogen. In einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

(BMU) und Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten „Leitfaden für die

nachhaltige Organisation von Veranstaltungen“ werden Empfehlungen gegeben, wie

Veranstaltungen umweltgerecht, sozial verträglich und wirtschaftlich gestaltet werden

können. Dies wird insbesondere bei der Wahl der Materialien und der Auswahl des

Caterers berücksichtigt (regionale Produkte).


VI. Gesellschaftliches

Engagement


VI. Gesellschaftliches Engagement 69

Die Tätigkeit des BMAS wird aus öffentlichen Mitteln finanziert. Dies schließt ein

finanzielles Mäzenatentum des BMAS als Organisation für wohltätige Zwecke zum

Nutzen der Gesellschaft aus. Das BMAS engagiert sich stattdessen im Rahmen seiner

politischen Arbeit für die Würdigung des gesellschaftlichen Engagements vieler

Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Darüber hinaus bieten die zahlreichen

Kunst- und Kultur ausstellungen in den Räumlichkeiten des BMAS in Berlin und Bonn

Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke öffentlich zu präsentieren.

Würdigung von bürgerschaftlichem Engagement

Das BMAS würdigt Verdienste und ehrenamtliches Engagement von Bürgern in den

Themenbereichen Arbeit, Ausbildung und Chancengleichheit für sozial benachteiligte

Menschen sowie für Menschen mit Behinderung. Dies entspricht den aktuellen

politischen Schwerpunktthemen des Ressorts. Zu diesem Zweck führt das BMAS

traditionell regelmäßig eine Festveranstaltung durch, bei der die Ministerin den

Geehrten den vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik

Deutschland aushändigt. Ziel dieser Würdigung ist es, zukunftsweisende und modellhafte

Projekte der Selbsthilfe und des sozialen Engagements von Bürgern vor Ort

anzuerkennen und sie aufgrund ihres Vorbildcharakters in besonderem Maße herauszustellen.

Förderung von Kunst und Kultur

Ergänzend zur Kulturarbeit des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von

Menschen mit Behinderungen am Dienstsitz Berlin fördert das BMAS Künstlerinnen

und Künstler, die in ihren Werken einen Bezug zu den Themen „Arbeit“ und „Soziales“

nehmen.

Das BMAS stellt Künstlerinnen und Künstlern in den eigenen Räumlichkeiten eine

Ausstellungsfläche zur Präsentation ihrer Werke zur Verfügung. Der denkmalgeschützte

Gebäudekomplex in der Wilhelmstraße 49 in Berlin bietet mit dem glasüberdachten

Foyer des Kleisthauses einen geeigneten Rahmen für Kunst und Kultur. Das

BMAS erhält dazu aus allen Teilen des Landes Anfragen von Künstlern. Die Ausstellungen

sind für Besucherinnen und Besucher kostenfrei.


70

In Bonn werden die ehemaligen Kasernengebäude auf der bundeseigenen Liegenschaft

in der Rochusstraße seit 1975 umfassend saniert. Im Zuge größerer Baumaßnahmen

wurden auch Leistungen zur künstlerischen Ausgestaltung dieser Gebäude

an bildende Künstlerinnen und Künstler vergeben, so weit Zweck und Bedeutung der

Baumaßnahmen dies rechtfertigten. So wurden bisher im Außen- und Innenbereich

der Gebäude drei Kunstwerke realisiert. Eine weitere künstlerische Gestaltung konnte

nach Durchführung eines Wettbewerbs im August 2010 als Auftrag vergeben werden.

Im Zuge der Sanierung und Erweiterung des Kantinengebäudes wurde auch die

Stirnwand im neuen Speisesaal künstlerisch gestaltet.

Darüber hinaus fördert das BMAS die Werke von Künstlerinnen und Künstlern der

zeitgenössischen Kunst. Dies geschieht zum einen durch den Kunstwerkeverleih des

Bundesministeriums des Innern (BMI) und zum anderen durch den Ankauf von

Kunstwerken für die Dienstgebäude des BMAS. Für den Ankauf von Kunstwerken

stehen unter dem Titel „Sächliche Verwaltungsausgaben“ die notwendigen Haushaltsmittel

zur Verfügung.


VII. Ziele für eine

nachhaltige

Organisationsführung


72

1. Transparenz

Das BMAS wird zur Umsetzung seiner Ziele ein eigenständiges System der Datenerhebung

und Auswertung mit Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien an den Standorten

Berlin und Bonn einführen, um auf dieser Grundlage ggf. weitere Optimierungsbedarfe

oder zusätzliche Ziele zu definieren. Bis Ende 2013 werden die erforderlichen technischen

Voraussetzungen geschaffen.

2. Ziele im Bereich Personalmanagement

Das BMAS beabsichtigt, die auf Grundlage der Mitarbeiterbefragung ermittelte

Mitarbeiterzufriedenheit kontinuierlich zu verbessern.

Das BMAS, seine Geschäftsbereichsbehörden BVA und BAuA sowie die obersten

Bundesgerichte BAG und BSG haben auf die jeweiligen Besonderheiten der einzelnen

Behörden zugeschnittene Konzepte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw.

Pflege und zur Bewältigung der mit der demografischen Entwicklung einhergehenden

Herausforderungen erstellt. Diese werden nun umgesetzt und sollen jährlich im

Hinblick auf möglichst messbare Fortschritte bilanziert und erforderlichenfalls

fortgeschrieben werden.

Das BMAS prüft flexible Führungskräftemodelle, um Nachwuchskräften eine Perspektive

für die Weiterentwicklung zu geben und der demografischen Entwicklung der

Belegschaft Rechnung zu tragen.

Das BMAS wird, sofern die Stellensituation es erlaubt, auch weiterhin je Laufbahn eine

Möglichkeit pro Jahr für den laufbahnübergreifenden Regelaufstieg zur Verfügung

stellen. Damit sollen die Perspektiven der Beschäftigten des einfachen, mittleren und

gehobenen Dienstes sowie der

entsprechenden Tarifbeschäftigten

verbessert und die Motivation

gesteigert werden. Darüber hinaus

werden regelmäßig Aufstiegsmöglichkeiten

für lebensältere und erfahrene

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

(Verwendungsaufstieg) geprüft.

Das BMAS wird die hauseigene

Kindertagesstätte in der Berliner

Liegenschaft bis Ende 2016 auf bis

zu 15 Plätze für Kinder bis zum

vollendeten 3. Lebensjahr ausweiten.


VII. Ziele für eine nachhaltige Organisationsführung 73

Das BMAS wird durch die im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend (BMFSFJ) geplante Kindertagesstätte zusätzlich 2 Plätze für Kinder bis zum

vollendeten 3. Lebensjahr für die Beschäftigten in der Liegenschaft Bonn zur Verfügung

stellen können. Neben dem bestehenden BMAS-Kontingent in der Kita des

Bundesministeriums für Verteidigung (BMVg) ist damit der Bedarf des BMAS in Bonn

ausreichend gedeckt.

Das BMAS ist bestrebt, den gegenwärtigen Anteil von 30 % Auszubildenden mit

Migrationshintergrund bei der Einstellung von Auszubildenden zumindest beizubehalten.

Das BMAS wird den derzeitigen Anteil von 30 % Frauen in Führungspositionen steigern

und setzt sich damit auch das Ziel, sich im Ressortvergleich weiter zu verbessern.

3. Ziele im Bereich Inklusion

Das BMAS wird auf allen Liegenschaften und in allen Gebäuden die äußeren und

inneren Beschilderungen der Gebäude, in Abstimmung mit der Schwerbehindertenvertretung,

so um- und neu gestalten, dass sie auch für Menschen mit Behinderungen

gut wahrnehmbar sind. Hierzu gehören z. B. die taktile Erschließung und Wegeführung

und die Anordnung der Tür- und Hinweisschilder, sodass sie von allen Nutzern

gut les- und ertastbar sind (u. a. durch die Verwendung von Brailleschrift). Dadurch

wird zukünftig die Orientierung für alle Nutzer dieser Gebäude erleichtert. Weiterhin

werden die Brandschutz- und Evakuierungsmaßnahmen in den BMAS-Liegenschaften

unter besonderer Beachtung der Situation von schwerbehinderten Beschäftigten mit

starken Mobilitäts-, Seh- oder Höreinschränkungen überprüft. In erforderlichen

Einzelfällen wird unter Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung ein Konzept zur

Rettung der/des jeweiligen schwerbehinderten Beschäftigten erarbeitet.


74

Bei internen wie externen Veranstaltungen wird das BMAS darauf achten, dass die

Veranstaltungsstätte und die Veranstaltung selbst barrierefrei sind. Bei den Teilnehmerinnen

und Teilnehmern der Veranstaltung ist durch den Veranstalter rechtzeitig

im Vorfeld der Veranstaltung abzufragen, ob im Einzelfall ein besonderer Bedarf an

Unterstützung besteht.

4. Umweltziele

Nachhaltiges Bauen

Für die am Dienstsitz Berlin geplante Neubaumaßnahme Wilhelmstraße 50 wird im

weiteren Planungsprozess Gold-Standard (min. 80 %) angestrebt. Die Fertigstellung

des Neubaus ist Ende 2016 vorgesehen.

Verringerung von Treibhausgas-Emissionen

Das BMAS wird durch einen bedarfsgerechten Ausbau und die stetige Modernisierung

der vorhandenen Video- und Audiokonferenztechnik die standortbedingten Dienstreisen

weiter reduzieren.

Das BMAS wird den ministeriumseigenen Fuhrpark bis Ende 2013 bis zu 10 % auf

elektrisch oder alternativ betriebene Fahrzeuge umstellen.

Das BMAS wird das Konzept „mobile Arbeit“ zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und

Familie/Pflege sowie zur Reduzierung von CO2-Emissionen auf den Wegstrecken

zwischen Wohnort und dem Ministeriumsarbeitsplatz der Beschäftigten weiterentwickeln.

Das BMAS hat, nach Inbetriebnahme im Sommer 2012, erstmals mit der auf Haus I

installierten Fotovoltaikanlage erneuerbare Energie erzeugt (voraussichtlich etwa

48.000 kW/Jahr).

Das BMAS wird bei der Verpachtung der Kantine verpflichtend regeln, dass – zumindest

teilweise – ausgewiesen biologisch erzeugte und regional bezogene Lebensmittel

verwendet werden (z. B. durch ein regelmäßiges Alternativangebot an Bio-Produkten).

Verringerung des Wasserverbrauches

Die Brauchwassernutzung wird in den Liegenschaften Berlin und Bonn weiter

optimiert.


VII. Ziele für eine nachhaltige Organisationsführung 75

Verringerung des Energieverbrauchs

Das BMAS wird bis Ende 2013 weitere Messeinrichtungen (zielgerichtetes Anbringen

von Messpunkten) zur Erfassung von Energieverbrauchswerten installieren. Dadurch

können erwartete Einsparungen durch zusätzliche energetische Optimierungsmaßnahmen

in den Bereichen Wärmeversorgung, raumlufttechnische Anlagen und

Elektroanlagen besser beurteilt und ggf. weitere Maßnahmen gezielter geplant und

durchgeführt werden.

Das BMAS wird darauf achten, dass nach einem Übergang in das Einheitliche Liegenschaftsmanagement

die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) nachhaltige

Verfahrensweisen bei der Immobilienverwaltung von Ministerien gewährleistet.

Verringerung des Materialverbrauchs

Das BMAS wird den Einsatz von Tonerkartuschen für die Arbeitsplatzdrucker bis zum

Jahr 2015 um 15 % reduzieren.

Das BMAS ist bestrebt, den inzwischen erreichten Anteil von 80 % Recyclingmaterial

am Gesamtpapiereinsatz langfristig zu halten.

Das BMAS konzipiert derzeit eine elektronische Akte. Nach der hausweiten Einführung

erwartet das BMAS ab 2015 eine Reduzierung des Papierverbrauchs in der

Aktenführung.

5. Ziele im Bereich nachhaltiger öffentlicher Beschaffung

Das BMAS wird über die Zentralabteilung hinaus auch die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter der Fachabteilungen regelmäßig über die Möglichkeit der Berücksichtigung

sozialer und ökologischer Kriterien bei der Vergabe informieren.


VIII. GRI-Index


VIII. GRI-Index 77

Dieser Nachhaltigkeitsbericht basiert auf den Leitlinien GRI G3.1 und den Zusatzangaben

„Public Agencies“ der Global Reporting Initiative. Der darin widergegebene Index

gibt einen Überblick über die vom BMAS berichteten Indikatoren.

Nach eigener Einschätzung entspricht der Nachhaltigkeitsbericht des BMAS dem

Anwendungsgrad B.

In der rechten Spalte werden außerdem die entsprechenden Referenzen zu ISO 26000.

ISO 26000 ist ein nicht-zertifizierbarer Leitfaden für gesellschaftlich verantwortungsvolles

Handeln von Unternehmen und Organisationen.

I. Standardangaben

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

1. Strategie und Analyse

1.1

Erklärung der Ministerin zu

• Relevanz von nachhaltigem

Handeln

• strategischen

Prioritäten und Kernthemen

• Entwicklungstrends

• Schlüsselereignissen

• Ausblick auf wichtige

Herausforderungen und Ziele

• Einschätzung hinsichtlich

Zielerreichung

vollständig

5,

15-32,

71-74

6.2

1.2

Wichtigste Auswirkungen,

Risiken und Chancen für

Nachhaltigkeit

vollständig

5,

15-32

2. Unternehmensprofil

2.1 Name vollständig 8 ---

2.2 Dienstleistungen vollständig 8-9 ---

2.3 Struktur vollständig 7-10 6.2

2.4 Hauptsitz Berlin vollständig ---

2.5 Länder der operativen Tätigkeit Deutschland vollständig ---

2.6

Eigentumsstruktur und

rechtliche Form

Im Eigentum des Bundes vollständig ---


78

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

2.7 Bediente Märkte

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es sich bei der

Organisation nicht um ein Wirtschaftsunternehmen

handelt.

nicht 1 ---

2.8 Größe vollständig

2.9

Wesentliche Änderungen hinsichtlich

Größe, Struktur und

Eigentumsverhältnissen

2.10 Auszeichnungen

3. Berichtsparameter

9-12,

37-38

Es gab keine Änderungen. vollständig ---

Im Berichtszeitraum hat das BMAS

keine Auszeichnungen erhalten.

---

vollständig ---

3.1 Berichtszeitraum vollständig 6 ---

3.2

Veröffentlichung des letzten

Berichts

vollständig 6 ---

3.3 Berichtszyklus vollständig 6 ---

3.4 Ansprechpartner vollständig 4 ---

3.5

Vorgehensweise bei Bestimmung

der Berichtsinhalte

Die Berichtsinhalte orientieren sich

am GRI-Leitfaden.

vollständig ---

3.6 Geltungsbereich vollständig 6 ---

3.7

Spezifische Beschränkungen

des Geltungsbereichs

Der Nachhaltigkeitsbericht deckt

nicht den unmittelbaren und mittelbaren

Geschäftsbereich des BMAS ab.

vollständig 6, 11 ---

3.8 Vergleichbarkeit der Berichte

3.9

Methoden der Datenerhebung

und Berechnungsgrundlagen

3.10 Revidierte Aussagen

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es sich um den

ersten Bericht handelt.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es sich um den

ersten Bericht handelt.

nicht 1 ---

vollständig 4 ---

nicht 1 ---

3.11

Veränderte Berichtsparameter

im Vergleich zu Vorjahren

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es sich um den

ersten Bericht handelt.

nicht 1 ---

3.12 GRI-Index vorliegend vollständig 76-94 ---

3.13

Externe Verifizierung des

Berichts

Eine externe Verifizierung hat nicht

stattgefunden.

4. Corporate Governance, Verpflichtungen und Engagement

vollständig 7.5.3

4.1 Führungsstruktur vollständig 9-12 ---


VIII. GRI-Index 79

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

4.2

Unabhängigkeit des Vorsitzenden

des obersten Führungsorgans

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da die Rechtsstellung

der Ministeriumsleitung verfassungsrechtlich

bestimmt ist.

nicht 1 9-12 ---

4.3

Anzahl der unabhängigen

Mitglieder im obersten

Führungsorgan

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da die Rechtsstellung

der Ministeriumsleitung verfassungsrechtlich

bestimmt ist.

4.4 Mitspracherechte vollständig

nicht 1 ---

53-54

---

4.5

Vergütung der Mitglieder des

obersten Leitungsorgans

vollständig

9-10,

(48-49)

---

4.6

Vermeidung von Interessenskonflikten

vollständig 30-32 ---

4.7

Kriterien für Zusammensetzung

der Mitglieder des obersten

Führungsorgans

vollständig 9-10 ---

4.8

Leitbilder, Verhaltenskodizes

und Prinzipien für Nachhaltigkeit

vollständig 15-16 ---

4.9

Regelmäßige Überprüfung der

Leistung des BMAS bezüglich

Nachhaltigkeit durch das

oberste Führungsorgan

Eine Überprüfung erfolgt durch

regelmäßige Ziel- und Ergebniskontrollen

über das System der politischstrategischen

Zielsteuerung.

vollständig 25-26 6.2

4.10

4.11

4.12

4.13

Bewertung des obersten

Leitungsorgans bezüglich der

Nachhaltigkeit ihrer geleisteten

Arbeit

Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips

Unterstützung externer ökonomischer,

ökologischer und

gesellschaftlicher Leitbilder für

Nachhaltigkeit

Mitgliedschaften in Verbänden

und Interessensvertretungen

Eine Bewertung erfolgt indirekt

durch die politische Anerkennung

der Leistung durch den Wähler, die

ggf. zu einer Wiederwahl führt.

vollständig 6.2

vollständig 15-16 6.2

vollständig 15-16 6.2

Keine vorhanden vollständig 6.2

4.14 Stakeholder des BMAS vollständig 6, 28-30 6.2

4.15

Identifikation der relevanten

Stakeholder

Es gibt derzeit keinen speziellen

Prozess zur Identifikation der relevanten

Stakeholder des BMAS.

vollständig 28-29 6.2

4.16

Ansätze für den Stakeholderdialog

vollständig 28-30 6.2

4.17 Themen der Stakeholder vollständig 28-29 6.2


80

II. Leistungsindikatoren

Ökonomische Leistungsindikatoren

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Angaben zum Managemetansatz

in Bezug für folgende

Aspekte:

• Wirtschaftliche Leistung

• Marktpräsenz

• Indirekte wirtschaftliche

• Auswirkungen

Aspekt: Ökonomische Leistung

EC1

EC2

EC3

EC4

Unmittelbar erzeugter und

ausgeschütteter wirtschaftlicher

Wert

Finanzielle Auswirkungen

des Klimawandels

Altersversorgung der

Mitarbeiter

Finanzielle Unterstützung /

Zuschüsse aus der

öffentlichen Hand

Aspekt: Marktpräsenz

EC5 *

Verhältnis Einstiegsgehalt

zu lokalem Mindestlohn

Die meisten der genannten Aspekte

in diesem Bereich sind für das

BMAS nicht anwendbar, da es sich

nicht um ein Wirtschaftsunternehmen

handelt. Daher existieren

keine speziellen Managementansätze

zu diesen Themen. Die

Altersversorgung der Mitarbeiter

ist gesetzlich bzw. tarifvertraglich

geregelt.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es sich bei der

Organisation nicht um ein Wirtschaftsunternehmen

handelt.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da dessen

Tätigkeit vom Klimawandel nicht

wesentlich beeinflusst wird.

Der Haushalt des BMAS wird

jährlich vom Haushaltsausschuss

des Deutschen Bundestages

beschlossen.

Die Gehälter sind tarifvertraglich

bzw. über das Beamtenbesoldungsgesetz

geregelt. Ein lokaler

Mindestlohn im Sinne von EC5

existiert nicht.

teilweise 1 13-14,

48-49

6.2,

6.8

nicht 1 6.8,

6.8.3,

6.8.7,

6.8.9

nicht 1 6.5.5

vollständig 48-49 ---

vollständig 12-14 ---

nicht 1 6.4.4, 6.8

EC6

Ausgaben für lokale

Lieferanten

Lokalität stellt kein Kriterium bei

der öffentlichen Beschaffung dar.

Eine prozentuale Angabe kann

daher nicht erfolgen.

nicht 1 6.6.6,

6.8,

6.8.5,

6.8.7

EC7

Einstellung lokaler

Arbeitnehmer

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da die Einstellung

nach dem Kriterium der

Eignung erfolgt.

nicht 1 6.8,

6.8.5,

6.8.7


VIII. GRI-Index 81

GRI-Angabe

Aspekt: Mittelbare wirtschaftliche

Auswirkungen

EC8

Öffentliches Interesse

verfolgende Infrastrukturinvestitionen

Kommentar

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es sich aus

öffentlichen Mitteln finanziert.

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

nicht 1 6.3.9, 6.8,

6.8.3, 6.8.4,

6.8.5, 6.8.6,

6.8.7, 6.8.9

EC9 *

Indirekte wirtschaftliche

Auswirkungen

Mit der Verlegung eines Teiles des

Bundesministeriums nach Berlin

seit 2000 sind in gewissem Maße

wirtschaftliche Auswirkungen für

die Städte Berlin/Bonn verbunden.

vollständig

6.3.9, 6.6.6,

6.6.7,6.7.8,

6.8, 6.8.5,

6.8.6,

6.8.7,6.8.9


82

Ökologische Leistungsindikatoren

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

Angaben zum Managementansatz

für folgende Aspekte:

• Materialien

• Energie

• Wasser

• Biodiversität

• Emissionen, Abwasser und

Abfall

• Produkte und Dienstleistungen

• Einhaltung von Rechtsvorschriften

• Transport und insgesamt

Einige der genannten Aspekte in

diesem Bereich sind für das BMAS

nicht anwendbar, da die Geschäftstätigkeit

des BMAS keine wesentlichen

Umweltauswirkungen

verursacht. Daher existieren keine

speziellen Managementansätze zu

diesen Themen. Für die Reduktion

von Treibhausgasemissionen, die

Reduktion des Energie-, Wasser

und Materialverbrauchs haben wir

uns spezifische Ziele gesetzt.

teilweise 2 9-12,

55-66,

74-75

6.2,

6.5

Aspekt: Material

EN1

Eingesetzte Materialen nach

Gewicht und Volumen

vollständig

63-64

EN2 Anteil Recyclingmaterial vollständig 63-64

Aspekt: Energie

EN3

Direkter Energieverbrauch

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es selbst keine

Energieträger zur Herstellung von

Energie verbraucht. Das BMAS

produziert allerdings Solarstrom

zur eigenen Nutzung.

nicht 1 60

EN4

Indirekter Energieverbrauch

Eine Aufschlüsselung der eingekauften

Wärme und Strom nach

Energieträgern kann derzeit nur

für den Bereich Berlin erfolgen,

da die entsprechenden Daten für

die Liegenschaft in Bonn nicht

individuell erhoben werden. Der

Bezug von Strom erfolgt seit 2012

für beide Dienstsitze vollständig

aus erneuerbaren Quellen.

teilweise 57-62

6.5,

6.5.4

EN5 *

Initiativen und Maßnahmen

für Energieeinsparungen

vollständig 57-66

EN6 *

Energieeffizienz von Produkten

und Dienstleistungen

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da die Dienstleistungen

des BMAS keine Energie

verbrauchen.

nicht 1

EN7 *

Reduktion des indirekten

Energieverbrauchs

vollständig 57-62


VIII. GRI-Index 83

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

Aspekt: Wasser

EN8

Wasserentnahme

Das BMAS nutzt nur Frischwasser,

das vollständig von lokalen Versorgern

(Wasserwerke Berlin und

Bonn) bezogen wird.

vollständig 63

EN9*

Beeinträchtigte Wasserquellen

Dem BMAS sind keine beeinträchtigten

Wasserquellen bekannt,

aus denen die lokalen Versorger

Wasser entnehmen.

vollständig

6.5,

6.5.4

EN10*

Weiterverwendung von

Brauchwasser

Brauchwasser wird nicht recycelt

und weiterverwendet.

vollständig

Aspekt: Biodiversität

EN11

Geschäftstätigkeit in Schutzgebieten

oder Gegenden mit

hoher Biodiversität

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht relevant, da dessen Tätigkeit

keine wesentlichen Auswirkungen

auf die Biodiversität hat.

EN12

Auswirkungen von Produkten

und Dienstleistungen auf

Schutzgebiete oder Gegenden

mit hoher Biodiversität

s. EN 11. nicht 1

nicht 1 6.5,

6.5.6

EN13 *

EN14

Geschützte oder wiederhergestellte

natürliche Lebensräume

Laufende Maßnahmen und

Ausblick für Biodiversitäts-

Management

Gefährdete Arten an Orten

EN15 *

der Geschäftstätigkeit

Aspekt: Emissionen, Abwasser und Abfall

Direkte und indirekte

EN16

Treibhausgas-Emissionen

---

s. EN 11. nicht 1

s. EN 11. nicht 1

vollständig

57-58,

63

s. EN 11. nicht 1

EN17

Andere relevante

Treibhausgas-Emissionen

Eine systematische Erfassung relevanter

Treibhausgasemissionen aus

Dienstreisen oder der Anreise von

Mitarbeitern an den Arbeitsplatz

erfolgt nicht.

nicht 63

EN18 * Reduktion von Treibhausgasen vollständig 59-62


84

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

EN19

EN20

Freisetzung von

ozonabbauenden Stoffen

NOx, SOx und andere

wesentliche Emissionen

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da durch dessen

Tätigkeit keine wesentlichen

ozonabbauenden Stoffe freigesetzt

werden.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da durch dessen

Tätigkeit keine wesentlichen anderen

Emissionen freigesetzt werden.

nicht 1 6.5,

6.5.3

nicht 1

EN21

Abwassermenge

vollständig

63-64

EN22

Abfallmenge nach Art und

Entsorgungsmethode

vollständig

63-64

EN23

Signifikante Freisetzungen

von Schadstoffen

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da durch dessen

Tätigkeit keine wesentlichen

Schadstoffe freigesetzt werden.

nicht 1

6.5,

6.5.3

EN24 *

Transportierter, importierter,

exportierter und behandelter

gefährlicher Abfall

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da durch dessen

Tätigkeit keine wesentlichen

gefährlichen Abfälle anfallen, die

transportiert werden.

nicht 1

EN25 *

Durch Abwassereinleitungen

oder Oberflächenabfluss

belastete Gewässer

Aspekt: Produkte und Dienstleistungen

EN26

Umweltorientierte Gestaltung

von Dienstleistungen

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da durch dessen

Tätigkeit keine belastenden Abwassereinleitungen

stattfinden.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da dessen

Dienstleistungen keine wesentlichen

Auswirkungen auf die

Umwelt haben.

nicht 1 6.5,

6.5.4,

6.5.6

nicht 1 6.5,

6.5.4,

6.6.6,

6.7.5

EN27

Rücknahme von Verpackungsmaterialien

Aspekt: Einhaltung von

Gesetzesvorschriften

EN28

Geldbußen und nicht-monetäre

Strafen aufgrund des Verstoßes

gegen Rechtsvorschriften

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es keine

Produkte herstellt, die verpackt

werden.

nicht 1 6.5,

6.5.4,

6.7.5

Keine vorhanden vollständig 6.5


VIII. GRI-Index 85

GRI-Angabe

Aspekt: Transport

EN29 *

Umweltauswirkungen durch

Transportaktivitäten

Aspekt: Insgesamt

EN30 *

Gesamtausgaben für

Umweltschutz

Kommentar

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es keine

wesentlichen Transportaktivitäten

durchführt.

Eine systematische umweltschutzbezogene

Ausgabenaufstellung

liegt nicht vor.

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref.

ISO

26000

nicht 1 6.5,

6.5.4,

6.6.6

nicht 6.5


86

Soziale Leistungsindikatoren

Beschäftigung

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Angaben zum Managementansatz

für folgende Aspekte:

• Beschäftigung

• Arbeitnehmer-Arbeitgeber-

Verhältnis

• Arbeitsschutz

• Aus- und Weiterbildung

• Vielfalt und Chancengleichheit

• Gleiche Vergütung für Männer

und Frauen

Aspekt: Beschäftigung

Gesamtbelegschaft nach

LA1 Beschäftigungsverhältnis

und Region

vollständig

9-12,

15-16,

36-54,

72-74

6.2,

6.4,

6.3.10

vollständig 37 6.4,

6.4.3

LA2 Neueinstellung und Fluktuation vollständig 37-38

LA3*

Betriebliche Zusatzleistungen

für Vollzeitbeschäftigte

Das BMAS zahlt einen Zuschuss an

die Kantine, wovon alle Mitarbeiter

bei Inanspruchnahme profitieren.

vollständig

6.4,

6.4.3,

6.4.4

LA15

Quote der nach der Elternzeit

zurückkehrenden Mitarbeiter

Spezifische Daten zu den Rückkehrern

aus der Elternzeit werden derzeit

noch nicht erfasst. Dies ist aber

für den nächsten Bericht geplant.

teilweise 40-41 ---

Aspekt: Arbeitnehmer-Arbeitgeberverhältnis

LA4

Mitarbeiter unter

Kollektivvereinbarungen

vollständig 53-54

6.4,

6.4.3,

6.4.4,

6.4.5,

6.3.10

LA5

Mitteilungsfristen bei

betrieblichen Veränderungen

Es gibt keine spezifischen

Mitteilungsfristen. Das BMAS

pflegt eine offene Dialogkultur.

vollständig 28

6.4,

6.4.3,

6.4.4,

6.4.5


VIII. GRI-Index 87

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Aspekt: Arbeitsschutz

LA6* Arbeitsschutz-Ausschüsse vollständig 50

Ref. ISO

26000

LA7

Verletzungen, Berufskrankheiten,

Ausfälle, Abwesenheit

und Todesfälle

Angaben zu Berufskrankheiten

liegen dem BMAS aus datenschutzrechtlichen

Gründen nicht vor

und können daher nicht berichtet

werden.

teilweise 3 50-52

6.4,

6.4.6

LA8

Angebote zur Gesundheitsvorsorge

und -beratung

Arbeitssicherheitsvereinbarungen

mit Gewerkschaften

LA9 *

Aspekt: Aus- und Weiterbildung

vollständig

49-52

vollständig 49-52

LA10 Weiterbildungsstunden vollständig 44-47

LA11 *

Wissensmanagement und

lebenslanges Lernen

Leistungsbeurteilung-

LA12 *

und Entwicklungsplanung

Aspekt: Vielfalt und

Chancengleichheit

LA13

Vielfalt

Aspekt: Gleiche Vergütung für

Männer und Frauen

Spezifische Daten für die Mitarbeitervielfalt

werden nicht erfasst.

vollständig 44-48

vollständig

44-48

nicht 40-42

6.4,

6.4.6,

6.8,

6.8.3,

6.8.4,

6.8.8

6.4,

6.4.6

6.4,

6.4.7

6.4,

6.4.7,

6.8.5

6.4,

6.4.7

6.3.7,

6.3.10,

6.4, 6.4.3

LA14

Verhältnis des Gehalts

für Männer und Frauen

vollständig 48-49

6.3.7,

6.3.10,

6.4,

6.4.3.

6.4.4


88

Menschenrechte

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Angaben zum Managementansatz

für folgende Aspekte:

• Investitions- und Beschaffungspraktiken

• Gleichbehandlung

• Vereinigungsfreiheit und

Recht auf Kollektivverhandlungen

• Abschaffung von Kinderarbeit

• Abschaffung von Zwangsund

Pflichtarbeit

• Beschwerdeverfahren

• Sicherheitspraktiken

• Rechte der Ureinwohner

• Bewertung der Auswirkungen

• Mängelbeseitigung

Die meisten der genannten Aspekte

in diesem Bereich sind für das

BMAS nicht relevant, da diese Themen

gesetzlich geregelt sind. Daher

existieren keine speziellen Managementansätze

zu diesen Themen. Ein

Risikopotential für Verstöße gegen

Menschenrechte besteht jedoch im

Bereich unserer auftragsbezogenen

Beschaffung, weshalb das BMAS

soziale Kriterien bei der Auftragsvergabe

berücksichtigt.

teilweise 1 9-12,

30-32,

40-42,

53-54,

64-66,

72-73

6.2,

6.3

Aspekt: Investitions- und

Beschaffungspraktiken

HR1

Menschenrechtsaspekte in

Investitionsvereinbarungen

und Verträgen

Der prozentuale Anteil von Investitionsvereinbarungen

sowie Verträgen

mit Lieferanten, Dienstleistern

und sonstigen Geschäftspartnern,

die Menschenrechtsklauseln enthalten,

wird nicht erfasst.

nicht 64-66

6.3,

6.3.3,

6.3.5,

6.6.6

HR2

Überprüfung der Lieferanten,

Dienstleister und sonstiger

Geschäftspartner auf Einhaltung

von Menschenrechten

Eine explizite Überprüfung der Lieferanten,

Dienstleister und sonstiger

Geschäftspartner auf Einhaltung

von Menschenrechten findet nicht

statt.

vollständig

6.3,

6.3.3,

6.3.5,

6.4.3,

6.6.6

HR3

Mitarbeiterschulungen zu

Menschenrechten

Dieser Indikator wird nicht spezifisch

erfasst. Schulungen zu

Beschaffungen finden statt.

nicht 65-66

6.3,

6.3.5

Aspekt: Gleichbehandlung

HR4

Anzahl der Diskriminierungsvorfälle

in der Organisation

und ergriffene Maßnahmen

Im BMAS traten keine Fälle von

Diskriminierung auf. Lieferanten,

Vertragspartner und sonstige

Geschäftspartner werden nicht

explizit überprüft.

teilweise

6.3,

6.3.6,

6.3.7,

6.3.10,

6.4.3

Aspekt: Vereinigungsfreiheit und Recht

auf Kollektivverhandlungen

HR5

Versammlungs- und

Kollektivverhandlungsfreiheit

Im BMAS gab es keine Verstöße.

Lieferanten, Vertragspartner und

sonstige Geschäftspartner werden

nicht explizit überprüft.

teilweise

6.3,

6.3.3,

6.3.4,

6.3.5,

6.3.8,

6.3.10,

6.4.3,

6.4.5


VIII. GRI-Index 89

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Aspekt: Kinderarbeit

HR6 Kinderarbeit siehe HR5 teilweise 6.3,

6.3.3,

Aspekt: Zwangs- und Pflichtarbeit

6.3.4,

6.3.5,

HR7 Zwangsarbeit siehe HR5 teilweise

6.3.7,

6.3.10

Aspekt: Sicherheitspraktiken

HR8 *

Schulung des Sicherheitspersonals

zu Menschenrechtsaspekten

Aspekt: Rechte der Ureinwohner

HR9 *

Verletzung der Rechte der

indigenen Bevölkerung

Aspekt: Bewertung

Bewertung der operativen

HR10 Tätigkeit bez. des Einflusses

auf Menschenrechte

Aspekt: Ausgleichsmaßnahmen

Spezifische Schulungen des Sicherheitspersonals

bzw. der beauftragten

externen Sicherheitsfirmen

finden nicht statt.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da die Tätigkeit

keine Rechte einer indigenen Bevölkerung

verletzt.

vollständig

6.3,

6.3.5,

6.4.3,

6.6.6

6.3,

6.3.6,

nicht 1 6.3.7,

6.3.8,

6.6.7

vollständig 10 ---

HR11

Beschwerden bezüglich

Menschenrechten

Keine Beschwerden vollständig ---


90

Gesellschaft

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Angaben zum Managementansatz

für folgende Aspekte:

• Gemeinwesen

• Korruption

• Politik

• Wettbewerbswidriges

Verhalten

• Einhaltung der Gesetze

Aspekt: Gemeinwesen

SO1

Lokales Engagement, Bewertung

der Auswirkungen und

Entwicklungsprogramme

Die meisten der genannten Aspekte

in diesem Bereich sind für das

BMAS nicht anwendbar, da es sich

nicht um ein Wirtschaftsunternehmen

handelt.

Daher existieren keine speziellen

Managementansätze zu diesen

Themen. Für den relevanten Bereich

der Korruptionsprävention existiert

hingegen ein umfassender Ansatz.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht relevant, da die operative

Tätigkeit keine wesentlichen Auswirkungen

auf das gesellschaftliche

Umfeld hat.

teilweise 1 30-32

6.2,

6.6,

6.8

6.3.9,

6.8,

nicht 1 6.8.5,

6.8.7,

6.6.7

SO9

Operative Tätigkeiten mit

negativem Einfluss auf lokales

Gemeinwesen

Keine negativen Einflüsse vollständig ---

SO10

Vermeidung und Maßnahmen

zur Wiedergutmachung von

negativen Auswirkungen auf

lokales Gemeinwesen

Aspekt: Korruption

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht relevant, da es keine negativen

Auswirkungen auf das lokale

Gemeinwesen gab (siehe SO9).

SO2 Analyse von Korruptionsrisiken vollständig

SO3

Schulungen bezüglich

Anti-Korruption

vollständig ---

28-29,

30-32

vollständig 30-31

SO4 Anti-Korruptionsmaßnahmen Keine Fälle vollständig 30-32

6.6,

6.6.3

Aspekt: Politik

SO5

Politische Positionen, politische

Mitwirkung und Lobbying

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es als oberste

Bundesbehörde keine Lobbyarbeit

betreibt.

nicht 1 6.6,

6.6.4,

6.8.3

SO6 *

Zuwendungen an Politiker

und Parteien

Aspekt: Wettbewerbswidriges

Verhalten

SO7 *

Wettbewerbswidriges Verhalten

Aspekt: Einhaltung von

Gesetzesvorschriften

SO8

Strafen wegen Verstoßes

gegen Rechtsvorschriften

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es als oberste

Bundesbehörde keine Zuwendungen

an Parteien und Politiker tätigt.

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da es kein Wirtschaftsunternehmen

ist, das im

Wettbewerb steht.

Keine Strafen

nicht 1 ---

nicht 1 6.6,

6.6.5,

6.6.7

vollständig

6.6,

6.6.7,

6.8.7


VIII. GRI-Index 91

Produktverantwortung

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Angaben zum Managementansatz

für folgende Aspekte:

• Gesundheit und -sicherheit

• Kennzeichnung von

Dienstleistungen

• Marketing und Werbung

• Datenschutz

• Einhaltung von Gesetzesvorschriften

Die meisten der genannten Aspekte

in diesem Bereich sind für

das BMAS nicht anwendbar. Daher

existieren keine speziellen Managementansätze

zu diesen Themen.

Für die politische Tätigkeit im Bereich

Arbeit und Soziales wird eine

politisch strategische Zielsteuerung

angewandt.

teilweise 1 9-12,

15-16,

25-27

6.2,

6.6,

6.7

Aspekt: Kundengesundheit und

-sicherheit

PR1

Auswirkungen der Dienstleistungen

auf Gesundheit und

Sicherheit

Arbeits- und Gesundheitsschutz

sind Schwerpunktthemen der

politischen Zuständigkeiten des

BMAS. Die Entwicklung von der

modernen Arbeitswelt entsprechenden

Präventivmaßnahmen steht im

Mittelpunkt.

vollständig 21-22

6.3.9,

6.6.6,

6.7,

6.7.4,

6.7.5

PR2 *

Verstöße gegen Vorschriften

bezüglich Gesundheit und

Sicherheit

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da für den Tätigkeitsbereich

des BMAS keine gesundheits-

oder sicherheitsbezogenen

Produktvorschriften existieren.

nicht 1

Aspekt: Kennzeichnung von Produkten

und Dienstleistungen

PR3

Kennzeichnungspflicht

für Dienstleistungen

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da für den Tätigkeitsbereich

des BMAS keine Kennzeichnungspflichten

existieren.

6.7,

6.7.3,

6.7.4,

nicht 1 6.7.5,

6.7.6,

6.7.9

PR4 *

Verstöße gegen Vorschriften

bzgl. Kennzeichnung

von Dienstleistungen

siehe PR3 nicht 1 ---

PR5 *

Kundenzufriedenheit

Die Zufriedenheit wird

durch regelmäßige verfassungsrechtliche

Wahlen und Umfragen

ermittelt.

vollständig

6.7,

6.7.3,

6.7.6,

6.7.9


92

Aspekt: Werbung

PR6

Werbung und Marketing

Dieser Indikator ist für das BMAS

nicht anwendbar, da die Tätigkeit

des BMAS nicht in irgendeiner Form

beworben oder vermarktet wird.

nicht 1 6.7,

6.7.3,

6.7.6,

6.7.9

Verstöße gegen gesetzliche

PR7 * Vorschriften bezüglich

Marketingkommunikation

Aspekt: Schutz der Kundendaten

Berechtigte

PR8 *

Datenschutzbeschwerden

Aspekt: Einhaltung von

Gesetzesvorschriften

PR9

Geldbußen aufgrund des

Verstoßes gegen Rechtsvorschriften

siehe PR6 nicht 1 ---

Keine

Keine

vollständig

vollständig

6.7,

6.7.7,

6.7,

6.7.6


VIII. GRI-Index 93

III. Zusatzindikatoren „Public Agencies“

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

Organisationsprofil

PA1

Beziehung zu anderen Regierungen

und Behörden sowie

die Position des BMAS

vollständig

27,

33-34

---

PA2

PA3

Definition von nachhaltiger

Entwicklung und Leitlinien/

Prinzipien der Organisation,

diese umzusetzen

Aspekte, für die das BMAS

Leitlinien/Prinzipien für

die nachhaltige Entwicklung

etabliert hat

vollständig 15-16 ---

vollständig 15-16 ---

PA4

Spezifische Ziele für die in

PA3 genannten Aspekte

vollständig

15-32,

71-74

---

PA5

Prozess für die Definition der

in PA3 genannten Aspekte und

die in PA4 genannten Ziele

Die Ziele für die Ausgestaltung

der Politikfelder werden von der

politischen Leitung beschlossen.

Beratungen durch die Fachabteilungen

dienen als Grundlage der

politischen Entscheidungen. Die

beschlossenen Ziele werden in den

Prozess der der politisch-strategischen

Zielsteuerung eingespeist.

vollständig

8-12,

25-27

---

Die hausinternen Ziele werden

im Rahmen des Berichtserstellungsprozesses

intern umfassend

abgestimmt.

PA6

Für jedes Ziel, Erläuterung der

folgenden Aspekte:

• Maßnahmen zur Erreichung

der Ziele

• Messung der Effektivität von

Maßnahmen, bevor diese

implementiert wurden

• Messgrößen und Schlüsselindikatoren

zur Zielerreichungskontrolle

• Erzielte Fortschritte im Hinblick

auf die Zielerreichung

im Berichtszeitraum (inkl.

der Ergebnisse für die definierten

Schlüsselindikatoren)

• Bewertung der Ziele für den

nächsten Berichtszeitraum

Bezüglich der politischen Ziele findet

eine regelmäßige Bilanzierung

statt, die auf der Grundlage

der Informationen aus den Fachabteilungen

erfolgt.

Bezüglich der hausinternen Ziele ist

eine Bilanzierung teilweise erst in

Zukunft möglich, da diese mit dem

vorliegenden Nachhaltigkeitsberichts

erstmals formuliert wurden.

vollständig

15-32,

71-74

---


94

GRI-Angabe

Kommentar

Status der

Berichterstattung

Seitenverweis

Ref. ISO

26000

PA7

PA8

PA9

PA10

PA11

Involvierung von Stakeholdern

in die in PA6 erläuterten

Aspekte

Ausgaben

Ausgaben des BMAS nach

Zahlungstyp

Klassifizierung der Ausgaben

des BMAS

Klassifizierung der Investitionen

des BMAS

Nachhaltigkeitskriterien in

den Einkaufsrichtlinien

vollständig

vollständig

27-30,

53-54

---

12-14 ---

vollständig 12-14 ---

vollständig 12-14 ---

vollständig 64-66 ---

PA12

Ökonomische, ökologische

und soziale Kriterien, die bei

Ausgaben und finanziellen

Verpflichtungen angewendet

werden

Politische Entscheidungen des

BMAS werden nach dem unter PA5

beschriebenen Verfahren getroffen.

Diese werden auch durch die Nachhaltigkeitsstrategie

der Bundesregierung

geleitet.

vollständig

9-12,

25-27

---

Einkauf

PA13

Verhältnis der öffentlich vertretenen

Prioritäten zur tatsächlichen

Einkaufspraxis

Die öffentlich vertretenen Prioritäten

stehen in keiner Diskrepanz zu

der tatsächlichen Einkaufspraxis.

vollständig 64-66 ---

PA14

Anteil am Gesamtwert der

eingekauften Güter, die ein

freiwilliges ökologisches oder

soziales Label / Zertifikat tragen

aufgeschlüsselt nach Typ

Der genaue Anteil der eingekauften

Güter wird nur exemplarisch

berichtet.

teilweise

63-66

---

---

Effizienz der Verwaltung

Bewertung der Effizienz und

Effektivität der Dienstleistungen

inkl. der ergriffenen

Verbesserungsmaßnahmen

vollständig 25-27 ---

Legende:

Gründe für das Auslassen eines Indikators nach GRI

(gekennzeichnet durch Index-Zahl):

1 = nicht wesentlich oder nicht anwendbar für das BMAS

2 = Informationen und Daten nicht verfügbar

3 = Berichterstattung nicht erlaubt / proprietär

* = Zusatzindikatoren


Anhänge


Referat V a 1

Gleichste lung behinderter Menschen

Grundsatzfragen und Fragen der

internationalen Behindertenpolitik

Behindertenbericht

96

1. Organigramm des BMAS

Orgaplan_Stand 13-02-13_13.02.2013ohneTel_13.02.2013 27.09.13 11:47 Seite 1

Dienstsitz Berlin:

Dienstsitz Bonn:

Hausanschriften:

Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin

Postanschrift: 11017 Berlin

Rochusstraße 1, 53123 Bonn

Lieferanschrift: Mauerstraße 45-52

Postanschrift: 53107 Bonn

Fernruf: 03018 527-0

Fernruf: 022899 527-0

E-Mail: poststelle@bmas.bund.de Internet: www.bmas.de

Prüfbehörde

Prüfbehörde ESF und EGF

Unabhängige Stelle ESF

Innerer Dienst Bonn

Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten

Gleichstellungsbeauftragte

Beauftragte

für den Datenschutz

Ansprechperson für

Korruptionsprävention

* Unmittelbar Herrn Staatssekretär

Hoofe unterstellt

* Unmittelbar Herrn Staatssekretär

Hoofe unterstellt

Abteilung Z

Abteilung I

Personal

Haushalt

Organisation

Grundsatzfragen des Sozialstaats

und der sozialen Marktwirtschaft

Unterabteilung Z a

Unterabteilung Z b

Unterabteilung I a

Unterabteilung I b

Personal, Innerer Dienst

Recht

Haushalt, Organisation,Vergaberecht

IT-Management

Interner Datenschutz

Chancensichernde

Gesellschaftspolitik

Zukunft der Arbeitswelt

Finanzen und Statistik

der Sozialversicherung

Gruppe

Personal

Referat Z a 1

Personalmanagement im BMAS

Gruppe

Haushalt

Referat Z b 1 - Berlin

Haushalte Sozialversicherung

und Bundesagentur für Arbeit,

Bundesrechnungshof

Referat I a 1

Grundsatzfragen Sozial- und

Gesellschaftspolitik

Zukunft der Arbeit

und Arbeitskräftesicherung

Referat I b 1

Grundsatzfragen und Methoden

der Finanzierung von

Alterssicherungssystemen

Versicherungsmathematik

Referat Z a 2

Besondere Personal- und

Sozialangelegenheiten im BMAS

Aus- und Fortbildung

Referat Z b 1 - Bonn

Haushaltsverfahren

Haushaltsrecht

Personalhaushalt

Vergaberecht

Referat I a 2

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Chancensicherung für Kinder

Armuts- und Reichtumsfragen

Referat I b 2

Finanzielle Grundsatzfragen

der Sozialpolitik,

Prävention von Altersarmut

Gruppe

Recht

Referat Z a 3

Rechtsreferat

Gesetzescontrolling

Referat Z b 2

Haushalt im BMAS und im

Geschäftsbereich, Zuwendungsrecht

Referat I a 3

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

und soziale Marktwirtschaft

Referat I b 3

Demografie

Sozialbudget und

Finanzrechnungen zu Sozialleistungen

Referat Z a 4

Prüfgruppe SGB II

Referat I a 4

Referat I b 4

Öffentliches Dienstrecht

Korruptionsprävention

Personal Geschäftsbereich

Finanzielle Prüfung der zugelassenen

kommunalen Träger

Forschung und Innovation

Einkommens- und

Vermögensverteilung

Sozialindikatoren

Referat Z a 5

Gruppe

Organisation

IT-Management, IT-Strategie

Referat Z b 3

Organisation

Interner Datenschutz

Referat I a 5

Steuern und Finanzen

Referat I b 5

Statistik

Controlling und Rechnungswesen

der Sozialversicherung

Referat Z a 6

Innerer Dienst Berlin

Bibliothek

Geschäftsstelle IT-Beauftragter

IT-Strategie

Referat Z b 4

Referat I a 6

Nachhaltige Gesellschaftspolitik

Referat I b 6

Finanzielle und Statistische Fragen

der sozialen Integration

Regelbedarfsermittlung

IT-Management

** Gleichzeitig Beauftragter für den

Haushalt nach § 9 BHO

** Geichzeitig IT-Beauftragter

(BMAS-CIO)

Leitungsstab

Referat LS 1

Büro der Ministerin

Referat LS 2

Kabinett- und

Parlamentangelegenheiten

Referat LS 3

Zielplanung

Zielsteuerung

Persönlicher Referent

Staatssekretär

Staatssekretärin

Gerd Hoofe

Geschäftsbereich:

Abteilungen Z, Ia, II und III

Dr. Annette Niederfranke

Geschäftsbereich:

Abteilungen Ib, IV, V und VI

S 1

Persönliche Referentin

S 2

Persönliche Referentin

Abteilung II

Arbeitsmarktpolitik

Ausländerbeschäftigung

Arbeitslosenversicherung

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Unterabteilung II a

Unterabteilung II b

Unterabteilung II c

Arbeitsmarktpolitik

Arbeitslosenversicherung

Aktive Arbeitsförderung

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Referat II a 1

Referat II b 1

Referat II c 1

Grundsatzfragen der

Arbeitsmarktpolitik

Beratung und Vermittlung

Arbeitnehmerüberlassung

Grundsatzfragen der Grundsicherung

für Arbeitsuchende

Referat II a 2

Grundsatzfragen

des Dritten Buches

Sozialgesetzbuch

Bundesagentur für Arbeit

Referat II b 2

Berufsberatung

Ausbildungsvermittlung

Ausbildungsförderung

Gruppe

Steuerung, Haushalt und

Personal im SGB ll

Referat II c 2

Steuerung Länder

Kooperationsausschüsse

Referat II a 3

Referat II b 3

Arbeitslosenversicherung

Bildungs- und Beschäftigungssystem

Förderung der beruflichen Bildung

Arbeitsmarktfragen besonderer

Personengruppen

Referat II c 7

Steuerung BA SGB ll

Haushalt und Personal SGB ll

Referat II a 4

Beobachtung und Analyse des

Arbeitsmarktes

Arbeitsmarktstatistik; Finanzielle

Fragen der Arbeitsmarktpolitik

Referat II b 4

Förderung der

Beschäftigung und

selbstständigen Erwerbstätigkeit

Referat II c 3

Leistungen zur Sicherung des

Lebensunterhalts

im Bereich der Grundsicherung

für Arbeitsuchende

Referat II a 5

Arbeitsmarktpolitik im

internationalen Bereich

Beschäftigung ausländischer

Arbeitnehmer

Projektgruppe Soziale

Sicherheit und Migration

Gruppe

Aktivierung und

Eingliederung im SGB ll

Referat II c 4

Leistungen zur Aktivierung

und Eingliederung

Referat II a 6

Grundsatzfragen der Migrationsund

Ausländerpolitik

Referat II c 5

Leistungen der Grundsicherung

zur Schaffung

von Arbeitsplätzen

Referat II c 6

Prozessbeobachtung

Prüfung, Eingaben und Petitionen im

Bereich der Grundsicherung für

Arbeitsuchende

Bundesministerin

für Arbeit und Soziales

Dr. Ursula von der Leyen

Referat KS 1

Presse

Strategische Kommunikation

Referat KS 2

Reden und Texte

Kommunikationsstab

Referat KS 3

Öffentlichkeitsarbeit

Internet

Referat KS 4

Information, Publikation

Redaktion

Parlamentarischer Staatssekretär

Parlamentarischer Staatssekretär

Dr. Ralf Brauksiepe

Unterstützung der Ministerin

insbesondere im Bereich der

Abteilungen II und III

Hans-Joachim Fuchtel

Unterstützung der Ministerin

insbesondere im Bereich der

Abteilungen IV und V

Beauftragter der Bundesregierung

für die Belange behinderter Menschen

Hubert Hüppe

MdB

Bundeswahlbeauftragter für die

Sozialversicherungswahlen

Gerald Weiß

Vertreter: Klaus Kirschner

S 3

Persönlicher Referent

S 4

Persönlicher Referent

AS 1

Arbeitsstab

Geschäftsstelle

des Bundeswahlbeauftragten für

die Sozialversicherungswahlen

Abteilung III

Abteilung IV

Abteilung V

Arbeitsrecht

Arbeitsschutz

Sozialversicherung

Alterssicherung

Sozialhilfe

Belange behinderter Menschen

Prävention

Rehabilitation

Soziale Entschädigung

Unterabteilung III a

Arbeitsrecht

Unterabteilung III b

Arbeitsschutz

Gruppe

Unternehmensbezogene Aktivitäten

einer zukunftsgerechten Arbeitswelt

Gesellschaftliche Verantwortung

von Unternehmen

Unterabteilung IV a

Sozialversicherung

Unterabteilung IV b

Rentenversicherung

Zusätzliche Altersversorgung

Unterabteilung IV c

Sozialhilfe

Unterabteilung V a

Prävention, Rehabilitation und

Behindertenpolitik

Unterabteilung V b

Soziale Entschädigung

Versorgungsmedizin

Analytische Fragen der

Teilhabepolitik

Gruppe

Arbeitsvertragsrecht

Sozialer Arbeitsschutz

Referat III a 1

Referat III b 1

Arbeitsschutzrecht

Arbeitsmedizin

Prävention nach dem SGB VII

Referat AzA 1

Zukunftsgerechte Gestaltung

der Arbeitswelt

Referat IV a 1

Sozialgesetzbuch

Sozialgerichtsbarkeit

Referat IV b 1

Grundsatzfragen, Leistungsrecht

Knappschaft

Referat IV c 1

Grundsatzfragen der Sozialhilfe

Lebensunterhaltsleistungen

Referat V b 1

Kriegsopferfürsoge

Analytische Fragen der

Teilhabepolitik

Haushalt

Recht des Arbeitsverhältnisses

Referat AzA 2

Referat III a 2

Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Arbeitsgerichtsbarkeit

Seearbeitsrecht

Referat III b 2

Grundsatzfragen des Arbeitsschutzes

Fachaufsicht BAuA

Human Resource Strategien

Referat IV a 2

Grundsatzfragen der

Sozialversicherung

Referat IV b 2

Grundsatzfragen Alterssicherung

Finanzierung Rentenversicherung

Referat IV c 2

Einsatz des Einkommens

und des Vermögens

Referat V a 2

Teilhabe schwerbehindeter Menschen

Werkstätten für behinderte

Menschen

Ausgleichsfonds

Referat V b 2

Grundsatzfragen und Leistungsrecht

der Sozialen Entschädigung

Auslandsversorgung

Internationale Fragen

Referat AzA 3

Referat III a 3

Arbeitszeitrecht

Sozialer Arbeitsschutz

Gruppe

Mitbestimmung

Internationales Arbeitsrecht

Referat III a 4

Mitbestimmung in Unternehmen

Gleichbehandlung im Arbeitsrecht

Europäisches Arbeitsrecht

Referat III b 3

Gefahrstoffe

Chemikaliensicherheit

Bio- und Gentechnik

Betriebs- und Anlagensicherheit

Referat III b 4

Arbeitsstätten

Physikalische Einwirkungen

Koordinierung der

Arbeitsschutzausschüsse

CSR – Gesellschaftliche

Verantwortung von Unternehmen

Koordinierungsstelle

Referat IV a 3

Koordinierung

Internationale Angelegenheiten

der Sozialversicherung

Künstlersozialversicherung

Referat IV a 4

Unfallversicherung

Referat IV b 3

Versicherter Personenkreis

Familienbezogene Rentenleistungen

Alterssicherung der Landwirte

Referat IV b 4

Zusätzliche Altersvorsorge

Berufsständische Versorgung

Referat IV c 3

Hilfe in besonderen Lebenslagen

Referat V a 3

Prävention, Rehabilitation

Teilhabe behinderter Menschen

Referat V a 4

Beobachtung und Analyse des

Rehabilitationssystems

Forschungsvorhaben

Initiativen zur Teilhabeförderung

Gruppe

Versorgungsmedizin

Referat V b 3

Recht und ärztliche Fragen

der Heilbehandlung

Begutachtung in der Sozialen

Entschädigung und im

Schwerbehindertenrecht

Medizinische Begutachtung

Referat III a 5

Betriebsverfassung

Heimarbeit

Internationales Arbeitsrecht

Referat III b 5

Produktsicherheit

Psychische Gesundheit

Referat IV a 5

Beitrags- und Melderecht

in der Sozialversicherung

Referat IV b 5

Leistungsrecht der Rehabilitation

Referat V a 5

Umsetzung der

UN-Behindertenrechskonvention

Focal Point

Nationaler Aktionsplan

Referat V b 4

Orthopädische Versorgung

Gruppe

Tarifautonomie

Mindestlohn

Referat III a 6

Tarifautonomie

Allgemeinverbindlicherklärung

Rechtsverordnungen nach dem AEntG

Mindestarbeitsbedingungengesetz

Projektgruppe

Modernisierung der Sozialwahlen

*zugleich mit der Wahrnehmung von

Sonderaufgaben im Bereich der Sozialversicherung

beauftragt

Referat III a 7

* kommissarische Wahrnehmung

Arbeitnehmer-Entsendegesetz

Rechtsverordnungen

für die

Pflegebranche, Entsenderichtlinie

Referat III a 8

Empirische und wirtschaftliche

Grundlagen des Arbeitsrechts

Tarifregister

Geschäftsstelle Mindestlohn

Personalvertretungen

Personalrat Hauptpersonalrat Hauptjugend- und

Jugend- und

Auszubildendenvertretung Auszubildendenvertretung

Hauptvertrauensperson

für schwerbehinderte Menschen

Schwerbehindertenvertretungen

Vertrauensperson für

schwerbehinderte Menschen

Unterabteilung VI a

Europäische Union

Europäische Beschäftigungs- und

Sozialpolitik

Referat VI a 1

Europäische

Beschäftigungs- und Sozialpolitik

Europabeauftragter

Referat VI a 2

Recht der Europäischen Union

Europäische Migration

Referat VI a 3

Koordinierung der

Sozialrechtssysteme

Referat Sozialpolitik

in der Ständigen Vertretung

Deutschlands bei der EU

Abteilung VI

Europäische und Internationale

Beschäftigungs- und Sozialpolitik

ESF

Unterabteilung VI b

Gruppe

Internationale Beschäftigungs- und

Sozialpolitik

Europäische Fonds

für Beschäftigung

Referat VI b 1

EF 1

Internationale Beschäftigungs- und

Sozialpolitik, Twinning

Europäischer Sozialfonds

Verwaltungsbehörde

Referat VI b 2

Koordinierung

Europäisches Parlament

EU-Erweiterung

EU-Außenbeziehungen

EF 2

Europäischer Sozialfonds

Programmumsetzung

Programmmanagement

Referat VI b 3

EF 3

Europäischer Sozialfonds

Information, Kommunikation

Public Relations

Internationale Arbeitsorganisation

(IAO)

Vereinte Nationen

EF 4

Referat VI b 4

Europäischer Globalisierungsfonds

Verwaltungsbehörde

OECD, OSZE

Europarat, ESF-Zahlstelle

ESF-Bescheinigungsbehörde

Referat VI b 5

Protokoll

Veranstaltungen

Internationaler Besucherdienst

Sprachendienst

Stand: 13. Februar 2013

Legende:

Aufgaben werden in Berlin

wahrgenommen

Aufgaben werden in Bonn

wahrgenommen

Aufgaben werden in Berlin und

Bonn wahrgenommen


2. Organigramm des Geschäftsbereichs

Anhänge 97


Informationen

zu den Bildern


Informationen zu den Bildern 99

Titelbild Foto BMAS Berlin, © BMAS, Deischl

S. 7 Foto Innenansicht BMAS Berlin, © BMAS, Deischl

S. 15 Foto CSR-Konferenz Berlin, © Köhler

S. 17 Foto Gesprächssituation, © colourbox

S. 20 Screenshot www.Fachkräfte-Offensive.de, Stand 02.09.2013

S. 22 Logo der Initiative „Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategien“

S. 22 Logo der Initiative „Initiative Neue Qualität der Arbeit“

S. 24 Screenshot www.bildungspaket.bmas.de, Stand 02.09.2013

S. 25 Logo der Initiative „einfachmachen“

S. 28 Screenshot www.bmas.de, Stand 02.09.2013

S. 29 Foto aus dem Bürgertelefon bei der Beantwortung von Bürgeranfragen (links)

und am Gebärdentelefon (rechts), © BMAS

S. 30 Foto Eröffnung „Tag der offenen Tür“, August 2013, © BMAS/T-Maelsa

S. 33 Titelblatt der Schülerbroschüre „Unternehmen Verantwortung“, © Fotolia

S. 35 Screenshot www.CSR-in-Deutschland.de, Stand 02.09.2013

S. 36 Titelblatt des Flyers „Empfehlungen für eine neue Kultur der Gesundheit im

Arbeitsleben“, © colourbox

S. 39 Das Leitbild des BMAS, hier als Mouse-Pad

S. 42 Foto Aufzug im BMAS Berlin, Aufzugtastatur mit Brailleschrift plus

Lautsprecheransage, © BMAS

S. 43 Foto Eltern-Kind-Zimmer BMAS Berlin/Bonn, © BMAS

S. 44 Logo der Initiative „audit berufundfamilie“

S. 49 Logo der Initiative „Arbeitskreis „Gesundheit“ im BMAS“

S. 55 Foto des renovierten Gebäudes 16 im BMAS Bonn, © Sprang

S. 59 Abbildung eines Energieausweises, hier für das Hauptgebäude des

BMAS in der Mohrenstraße in Berlin

S. 60 Foto der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des BMAS Berlin, © BMAS


100

S. 61 Logo „Green-IT“

S. 62 Foto Fahrrad mit Elektroantrieb des BMAS Berlin, © BMAS

S. 68 Foto Innenhof des BMAS Berlin „Tag der offenen Tür“, August 2013,

© BMAS, T. Maelsa

S. 69 Foto Treppenaufgang im BMAS Berlin, © BMAS

S. 70 Foto der neuen Kantine des BMAS Bonn, © BMAS

S. 70 Foto Innenansicht der neuen Kantine im BMAS Bonn, © BMAS

S. 71 Foto Tastatur und Stetoskop, © Colourbox

S. 72 Foto Kindertagesstätte BMAS Berlin, © BMAS

S. 73 Foto Tastmodell des BMAS Berlin, © BMAS

S. 76 Logo zum GRI, Global Reporting Initiative, ©


Bürgertelefon 101

Bürgertelefon

Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr

Sie fragen – wir antworten

Rente: 030 221 911 001

Unfallversicherung/Ehrenamt: 030 221 911 002

Arbeitsmarktpolitik und -förderung: 030 221 911 003

Arbeitsrecht: 030 221 911 004

Teilzeit, Altersteilzeit, Minijobs: 030 221 911 005

Infos für behinderte Menschen: 030 221 911 006

Europäischer Sozialfonds/Soziales Europa: 030 221 911 007

Mitarbeiterkapitalbeteiligung: 030 221 911 008

Informationen zum Bildungspaket: 030 221 911 009

Gehörlosen/Hörgeschädigten-Service:

info.gehoerlos@bmas.bund.de

Gebärdentelefon: gebaerdentelefon@sip.bmas.buergerservice-bund.de

www.bmas.de | info@bmas.bund.de


102

Impressum

Herausgeber:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales,

Referat Information, Publikation, Redaktion

53107 Bonn

Stand: August 2013

Wenn Sie Bestellungen aufgeben möchten:

Best.-Nr.: A 414

Telefon: 030 18 272 272 1

Telefax: 030 18 10 272 272 1

Schriftlich: Publikationsversand der Bundesregierung

Postfach 48 10 09

18132 Rostock

E-Mail:

publikationen@bundesregierung.de

Internet: http://www.bmas.de

Gehörlosen/Hörgeschädigten-Service:

E-Mail:

info.gehoerlos@bmas.bund.de

buergerservice-bund.de

Schreibtelefon: 030 221 911 016

Fax: 030 221 911 017

Gebärdentelefon: gebaerdentelefon@sip.bmas.buergerservice-bund.de

Berichtsstruktur, Unterstützung bei Texterstellung und GRI-Konformität:

Schlange & Co. GmbH, Hamburg

Satz/Layout: Grafischer Bereich des BMAS, Bonn

Druck: Hausdruckerei

Wenn Sie aus dieser Publikation zitieren wollen, dann verwenden Sie bitte die genaue

Angabe des Herausgebers, des Titels und des Stands der Veröffentlichung. Bitte senden

Sie zusätzlich ein Belegexemplar an den Herausgeber.

Diese Publikation entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft für

deutsche Sprache (GfdS), Redaktionsstab Rechtssprache beim Bundesministerium der

Justiz. Für weitere

Einzelheiten siehe http://www.gfds.de

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