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Mr. M: News frisch vom Feld

Eine Geschichte begeben auf

echten Halbwarheiten

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Beschlossen: An der SHK-Mitgliederversammlung vom 17. Mai wurde der Antrag gutgeheissen,

noch diesen Sommer über das Reglement abzustimmen

Gute Richtung

Die helvetische Hanfbranche verfügt

mit der Schweizer Hanf-Koordination

über eine Basis von Hanfbetrieben,

denen Verantwortungsbewusstsein

nicht fremd ist. Es löst

Verunsicherung und Gerüchte aus,

wenn die Polizei im hanfigen Umfeld

riesige Plantagen für den Export

entdeckt oder sechsstellige

Beträge findet, aber die Bevölkerung

hat heute genug Informationen,

um differenziert urteilen zu

können. Tausende Arbeitsplätze

hat die Hanfbranche schon geschaffen

und mit jedem Arbeitsplatz

und jedem glücklichen Gesicht

ist wertvolle Öffentlichkeitsarbeit

geschehen. Sehr viele Hanf-

UnternehmerInnen haben hohe

Ideale, menschlicherweise gibt es

auch Einzelne, denen das Business

wichtiger geworden ist als die Sache.

Aber allen Schlagzeilen und

politischen Verzögerungen zum

Trotz: Das Hanfglas ist eher halb

voll, als halb leer! Auch wenn das

Gesetz nach wie vor der Realität

hinterher hinkt, darf man langsam

aber sicher auf eine angenehmere

Praxis hoffen, denn die Vorschläge

von Parlament und Bundesrat zur

künftigen Handhabung von Cannabis

decken sich nahezu mit dem

Reglement, welches die SHK

einzuführen gedenkt. Danach

könnte theoretisch der juristische

Frieden einkehren, denn warum

sollte ein Hanfbetrieb in der

Gegenwart noch «Lämpen» bekommen,

wenn er das Gesetz von

Morgen praktiziert...? ■

Nach turbulenten Zeiten scheint endlich

Ruhe eingekehrt zu sein in der

Hanfszene. Hat die Vernunft gesiegt,

oder ist es die Ruhe vor einem weiteren

Sturm? Unser Agent Mr.M ist angewiesen

worden, einen Lagebericht zu

erstellen. Über das Resultat seiner

Untersuchungen berichten wir exklusiv

für die LeserInnen des SHT:

Es scheint, als sei die «Welle des Terrors»

abgeflaut; die Übergriffe auf

Hanfläden haben nachgelassen. Fast

wäre die Welt heil, wenn da nicht etwas

fehlen würde… Die Hanfläden, sonst

um diese Jahreszeit grüne Oasen, sind

zu Wüsten verkommen. Wo sind denn

die Jungpflanzen geblieben? Will niemand

mehr anpflanzen dieses Jahr?

Oder will gar die Hanfbranche den

Kleinanbau unterbinden um die Umsätze

zu steigern?

Die Wahrheit ist noch viel trauriger:

Die Behörden haben das «Problem»

an der Wurzel gepackt und den Stecklingsmarkt

trockengelegt! Alle grossen

Gärtnereien wurden geschlossen . Ein

«genialer» Schachzug, denn als dessen

Folge erwartet uns eine Kettenreaktion

von enormem Ausmasse: Keine Pflanzen

auf dem Feld = keine Überwachung

= keine Ernte = keine Belieferung

der Hanfläden mehr = kein

Verkauf mehr = höhere Preise =

schlechtere Qualität = mehr Schwarzmarkt

= mehr Polizeipräsenz nötig!

Eine Taktik, die doch eher als Eigentor

gewertet werden darf. Ob sich die Polizei

durch die laufende Fussball-WM

hat Inspirieren lassen? Die eidgenössischen

Ballkünste lassen ja auch zu

wünschen übrig, wie die gescheiterte

Qualifikation gezeigt hat. Die Parallelen

sind unverkennbar… ■

Wir bleiben dran.

Mr. M,

Geheimagent im Auftrage Ihrer

Majestät Queen Cannabis

sommer 2002

swiss hemp times

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