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hemptimes.ch

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Nr. 5 winter 2002/03

Informationsblatt über Hanf, Hanfprodukte und Hanfkultur

CHF 5.– Edition d

www.hemptimes.ch

Frühling der Entscheidung

(K)Ein Joint mit…

Ruth-Gaby Vermot

hemp history:

Washington’s Hanfflotte

libertez rappaz:

Der Alpengandhi, 2. Teil


Back to the Roots…

hemp news

Schweiz: SHK an den Hearings

des Nationalrates 4

Ausland: Neue Hanfstudie aus

Grossbritannien 5

comics

Neulich im Hanfbüro: Das Comic

über und mit der Schweizer

Hanfszene 7

legalize it

Neues aus der CSC/SHK:

Die Konsumenten-Umfrage 8

(K)Ein Joint mit… Gaby Vermot:

Im Gespräch mit der SP-

Nationalrätin 10

hemp history

Washingtons Hanfflotte: Was

nicht im Geschichtsbuch steht 14

growing

Pilze und Fäulnis: Über Bekämpfung

und Vorbeugung 16

hemp game

Das Kreuzworträtsel: Sorgt stets

legal für rauchende Köpfe 21

der report

Zu Besuch bei der SHK: Ein Portrait

des Branchenverbandes 22

cannaisseurs

Zwischen Gut und Böse: Die

Regulierung von Hanf 26

hanf szene

Hanf-Demo in Basel: Ein Bericht

zur Lage am Rheinknie 29

Aufsteller & Ablöscher; Aus der

Luft gegriffen; Die lustige Hanfmontage

33

spirits of nature

Die vollkommene Welt: Teil 11

der besinnlich-spirituellen

Geschichte 35

libertez rappaz

Der Alpen-Gandhi: Bernard

Rappaz im Portrait, Teil 2 37

hanf inteam

Interviews mit MitarbeiterInnen

aus Betrieben der Schweizer

Hanfbranche 38

dr. hanf

Lotti’s Briefkasten: Erfahrungen

und Ansichten zu Hanf als

Heilmittel 41

culinarium

Die Kraft aus der Natur: Von Tee,

Hanf und weiteren Kräutern 43

hemp events

CannaTrade.ch: Eine kleine

Vorschau; Events-Agenda 45

die letzte

Swiss Hemp Times: In eigener

Sache; Impressum 46

Jetzt geht es langsam aber sicher um

die (Hanf-)Wurst: In der Frühlingssession

März 2003 wird der Nationalrat

als zweite Kammer über die

Revision des Betäubungsmittelgesetzes

beraten. Es gibt zwar noch

einige Hürden zu nehmen und Prüfungen

zu bestehen, wie das bereits

angedrohte Referendum oder eine

allfällige «politische Intrige», welche

die Revisionsdebatte wiederum

eine Session nach hinten drängen

könnte. Dies ist die Zeit des definitiven

Aufbruchs und der Bewährung!

Die Hanf-Diskussion wird von den

Medien so heiss geführt wie schon

lange nicht mehr; viele Herausforderungen

oder gar Vorwürfe an die

Adresse der Hanfszene stehen im

Raum und gehören beantwortet:

Wird der Cannabiskonsum der Jugendlichen

in einem regulierten

Hanfmarkt steigen? Wie geht man

mit Cannabis im Verkehr um? Wie

soll auf die höheren THC-Werte

reagiert werden? Die Hanfszene ist

sich dieser Problematiken bewusst,

ihre Vorschläge zu einem tolerierten

Hanfmarkt bringen die Lösungen

auf diese Fragen. Und die Hanfszene

ist nicht mehr alleine. Viele ParlamentarierInnen

aus allen politischen

Lagern wissen über die Hanf-

Debatte kompetent Bescheid, wie

das Interview mit der SP-Nationalrätin

Ruth Gaby-Vermot ab Seite 10

zeigt. Aber die Branche muss nun

auch – und zwar dringender denn je

– ihre Verantwortung wahrnehmen.

Hanfblüten sind Drogen, sie sind

zwar pflanzlich und belegbar unschädlicher

als zum Beispiel die

Droge Alkohol, aber es sind auch

keine Himbeeren.

Ich wünsche Euch viel Spass mit der

«Swiss Hemp Times» und herzlichst

alles Gute im Jahr 2003!

Willi Blaser, Chefredaktor

hanfitorial

winter 2002/03

swiss hemp times

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hemp news

Oktober

SHK an den

Hearings des

Nationalrates

News Schweiz & Welt

November

Razzien und

Demo am

Rheinknie

Dezember

Debatten um

THC-Gehalte

entbrannt

hanfarchiv/Redaktion

Die hanfigen Nachrichten der vergangenen drei Monate schweiz- und weltweit.

Im Internet sind die News unter www.hemptimes.ch und www.hanfarchiv.ch zu finden.

swiss hemp times

winter 2002/03

Während in vielen Teilen der

Schweiz immer noch von der Justiz

bedrängte Hanfläden ihre Türen

schliessen müssen, geht es doch an

der politischen Front vorwärts. Die

Schweizer Hanf-Koordination konnte

auf Einladung der vorberatenden

Kommission des Nationalrates an

den Anhörungen beizuwohnen, den

sogenannten «Hearings». Neben anderen

Fachstellen und Organisationen

hatte die SHK damit Gelegenheit,

ihre Erfahrungen und Lösungsvorschläge

für einen regulierten

Hanfmarkt einzubringen. Es wird erwartet,

dass sich der Nationalrat als

Zweitrat in der Frühlingssession vom

3. – 21. März 2003 mit der Revision

des Betäubungsmittelgesetzes befassen

wird. Diese Erwartung wurde

allerdings bereits in die Herbstsession

2002 gesetzt und enttäuscht, da

sich der Rat mit anderen dringlichen

Geschäften zu befassen hatte. Einigkeit

besteht darüber, dass die Debatte

bedeutend hitziger geführt werden

dürfte, als dies im Ständerat der

Fall war. Ebenso droht der Vorlage,

sollte sie den Nationalrat passiert haben,

immer noch das Referendum.

Ob die alles entscheidende parlamentarische

Diskussion zur «Hanf-

Frage» nun definitiv im Frühling

2003 geführt wird, kann ab dem 17.

Februar in Erfahrung gebracht werden:

Dann nämlich veröffentlicht der

Nationalrat sein Programm für die

kommende Session. Weitere Informationen

zur aktuellen hanfpolitischen

Situation finden sich auf den

Seiten 8 – 12 in diesem Heft.

Am 31.11.02 fand im seit Wochen

durch zahllose Razzien erschütterten

Basel eine Kundgebung für eine

«vernünftige und liberale Hanfpolitik»

statt. Organisiert von der Regionalsektion

Basel-Stadt der Schweizer

Hanf-Koordination lief die Demonstration

durchwegs friedlich ab.

Leider hatten sich nur rund 400 Personen

eingefunden, was für eine

Hanfhochburg mit zeitweise 80 Läden

und entsprechender Masse an

CannabisliebhaberInnen doch eine

mickrige Zahl darstellt. Die Organisatoren,

welche mit mindestens tausend

Personen gerechnet hatten,

zeigten sich denn auch enttäuscht

von der spärlichen Solidarität der

Basler HanfkonsumentInnen. Einen

detaillierten Bericht zur Lage am

Rheinknie und der Basler Hanf-Demo

gibt’s ab Seite 29 in der Rubrik

«hanf szene».

Die Sendung «Kassensturz» des

Schweizer Fernsehens DRS führte

Messungen über den THC-Gehalt

in gängigen Hanfsorten durch und

brach damit eine Debatte vom

Zaun. Unklarheit lieferte beispielsweise

die Äusserung des stellvertretenden

Direktors des Bundesamtes

für Gesundheit Lee, welcher betonte,

dass das BAG rein rechtlich auch

in Zukunft keine THC-Messungen

zwecks Deklaration durchführen

können werde. Das stimmt zwar,

heisst aber nicht, dass deshalb die

KundInnen auf diese Information

verzichten müssten. Es wäre durchaus

denkbar, dass das kommende

Gesetz eine neutrale Stelle oder die

Produzenten selbst mit den THC-

Analysen beauftragt. Leider wurde

dieser Lösungsansatz im Fernsehbeitrag

leider nicht angesprochen.

Der «Kassensturz» aber blieb dem

medienträchtigen Thema treu und

brachte in der Folgewoche eine weitere

hanfige Sendung; diesmal punkto

Cannabiskonsum im Verkehr.

Weitere Medien stiegen auf den rollenden

Zug auf: «Starker Tobak aus

der Halle» überschrieb der «Beobachter»

einen fundierten Artikel

zum sogenannten Indoorgras. «Der

hohe THC-Gehalt heizt die Debatte

an», titelte «20minuten» über ein

Interview mit BAG-Direktor Thomas

Zeltner. Diese machte allerdings

unmissverständlich klar, dass

bereits der Ständerat sich der Problematik

über die heute höheren

Werte bewusst war und sich deshalb

auch die Haltung des BAG nicht ge-

4


ändert habe. Nun schlug die «SonntagsZeitung»

zu und lieferte auf erster

Seite die Schlagzeile «Widerstand

gegen Cannabis-Freigabe» sowie

einen mehrseitigen Artikel. Angesichts

der neuen Erkenntnisse

über den «hochpotenten Stoff»

seien sich verschiedene ParlamentarierInnen

nicht mehr sicher, ob sie

die Hanf-Vorlage befürworten sollen;

nicht wenige seien bereits von

Befürwortern zu Gegnern der Regulierung

geworden. Warum aber

gerade diese Haltung die falsche

Konsequenz ist, zeigt das Interview

mit der SP-Nationalrätin Ruth-Gaby

Vermot auf Seite 10.

November

Grossbritannien:

Neue Studie der

Lungen-Stiftung

einer Cannabiszigarette bis zu 50 %

höher sind» verglichen mit dem

Rauch von Tabakzigaretten, dass

das Rauchen einer Cannabiszigarette

«in einer vierfach grösseren Menge

inhalierten Teers» resultiere,

wegen des längeren Atemanhaltens

und anderer Faktoren, und das «3 - 4

Cannabiszigaretten am Tag mit den

gleichen Befunden von akuter und

chronischer Bronchitis und dem

gleichen Grad an Schäden der

Bronchialschleimhaut assoziiert

sind wie 20 oder mehr Tabakzigaretten

am Tag.»Der Bericht bemerkt,

dass heutiges Cannabis gefährlicher

sein könnte als Cannabis von vor

dreissig Jahren, da es grössere Mengen

Tetrahydrocannabinol ∆ 9

(THC) enthält. Allerdings erwähnt

der Bericht nicht, dass ein höherer

THC-Gehalt das Rauchen geringerer

Cannabismengen erlaubt, um

die gleiche Wirkung zu erzielen, was

hinsichtlich möglicher Schäden für

die Atemwege vorteilhaft ist. Der

Bericht warnt vor dem Cannabisrauchen

bei Asthma, gesteht jedoch

zu, dass Cannabis ohne Schaden

für die Lunge auch oral genommen

werden kann, merkt jedoch an,

dass «die orale Einnahme von THC

ebenfalls unerwünschte Nebenwirkungen

verursacht,» – was allerdings

für alle regulären Asthma-

Medikamente gilt. ■

hemp news

Ein von der Britischen Lungen-Stiftung

publizierter Bericht zu den Risiken

des Cannabisrauchens erzielte

einige Aufmerksamkeit in den Medien.

Der Bericht kommt zu ähnlichen

Folgerungen wie frühere

Übersichten der verfügbaren Studien.

Es heisst darin, dass die Konzentrationen

bekannter Krebs erzeugender

Substanzen «im Rauch

Quelle:

IACM-News (Internationale

Arbeitsgemeinschaft

Cannabis als Medizin e. V.),

Britisch Lung Foundation

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swiss hemp times

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Neulich im Hanfbüro…

Ivan Artucovich

So, nun aber rasch aufräumen,

bevor die Typen

von der Nationalratskommission

eintreffen.

Soll ich vorher

noch den neuen Ventilator

ausprobieren?

Hmm…

Sollte man den Venti dazu

nicht irgenwie festma…

comics

Ich darf

Ihnen nun das SHK-

Büro präsentieren, meine

Damen und Herren

Nationalräte…

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© 2002 Bild – Ivan Artucovich / Story – Willi Blaser

swiss hemp times

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legalize it

Neues aus der CSC/SHK

schweizer hanf koordination

Gerade jetzt, während die SHK als Ansprechpartner von Politik und Behörden ihre

Erfahrungen und Vorschläge in die anstehende BetmG-Revision einbringen kann, ist es doch

wichtig zu wissen, was eigentlich die Hanfkonsumentinnen und Hanfkonsumenten für Wünsche

und Anregungen haben. Die SHK hat deshalb dazu eine Umfrage durchgeführt.

Die Idee

Um mit Fakten gerüstet zu sein für

die Nationalratsdebatte, welche eigentlich

für diesen Herbst erwartet

war, lancierte das Zentralsekretariat

der Schweizer Hanf-Koordination

SHK/CSC im Frühjahr 2002 eine

Umfrage unter den CannabiskonsumentInnen.

Die Umfrage wurde allen

Mitgliederbetrieben der SHK

gesandt und in deren Verkaufslokalen

aufgelegt. Zwar ist die parlamentarische

Diskussion im Nationalrat

zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes

in den Frühling 2003 verschoben

worden, trotzdem finden

bereits wichtige Gespräche mit der

Expertenkommission des Nationalrates

statt. An diesen «Hearings»

war und ist auch die SHK als Fachverband

der Hanfbranche vertreten,

was ein sehr anerkennendes Signal

der Politik an die Hanfschaffenden

darstellt. Durch die in drei Landessprachen

durchgeführte und mit

über 1500 TeilnehmerInnen als repräsentativ

geltende Umfrage, kann

die SHK nun Fakten und Wünsche

direkt von der Hanfbasis an die Parlamentarier

sowie die Öffentlichkeit

vermitteln. Erste Analysen der Umfrage

liegen bereits vor und sind hier

im SHT vor-veröffentlicht. Die Gesamtauswertung

wird von der SHK

Anfang 2003 der Allgemeinheit vorgestellt;

pünktlich zur BetmG-Debatte

im Nationalrat.

35.2%

1.5%

Konsumverhalten

11.8%

Die Ergebnisse

Von den auf die Umfrage eingegangenen

total 1573 Antworten stammen

432 von weiblichen und 1141

von männlichen Hanfkonsumenten.

Die KonsumentInnen stammen aus

allen Altersschichten – vom Teenager

bis zum Rentner – und das

Durchschnittsalter liegt bei 27 Jahren.

Was die Konsumhäufigkeit betrifft,

zeigen die Zahlen, dass täglich

und mehrmals täglich Cannabis rauchende

Personen eine absolute

Mehrheit von über 86% ausmachen.

Knapp sechs Prozent der KonsumentInnen

rauchen nur an Wochenenden

und rund fünf Prozent

raucht gemäss eigenen Angaben

sehr selten. Die Auswertung der Angaben

zum Erstkonsum bringt zu Tage,

dass eine Mehrheit von 81% keine

18 Jahre alt war, als sie zum ersten

Mal Cannabis rauchte. Das ist ein

51.4%

Hanfkraut

Haschisch

Haschöl

abwechselnd

Erstkonsum

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eindeutiges Indiz dafür, dass das bisherige

Cannabisverbot und die angedrohten

Strafen – gerade unter

den Jugendlichen – niemanden davon

abhalten konnten, Hanf zu konsumieren.

Die Zahlen zeigen auch

auf, dass sich die Mehrheit der HanfkonsumentInnen

neben Qualität

Altersgruppen der KonsumentInnen

Häufigkeit des Konsums

und günstigem Preis eine ausführliche

Produktedeklaration wünscht.

Die Repression hat erwiesenermassen

versagt, weshalb nun so schnell

wie möglich eine gesellschaftlich angebrachte

politische Lösung für die

Hanfbranche gefunden werden

muss. ■

Mr. M: News frisch vom Feld

Eine Geschichte begeben auf

echten Halbwarheiten

Folgende seltsame Meldung unsers

Agenten Mr. M erreichte uns in

letzter Minute:

Es ist Herbst, der Winter steht vor

der Türe, die Stimmung ist frostig

und ein heftiger Sturm tobt durch

die Stadt. Der Wind wechselt launisch

seine Richtung, und treibt die

dichten Nebel-Schwaden willkürlich

von Gasse zu Gasse. Die

Orientierung fällt schwer. Eine geisterhafte

Stimmung macht sich

breit, dunkle Schatten schleichen

von Ecke zu Ecke. Man spürt eine

starke Verunsicherung, niemand

kann sagen wie sich die (Wetter-

)Lage entwickeln wird. Was genau

hat ein Meteorologischer Bericht

mit der Hanfszene zu tun? Das die

Ernte schlecht war dieses Jahr ist

wohl auch allen klar. Nein, es ist

eine codierte Botschaft!

Dieser Bericht widerspiegelt, was

das momentan für «Wetter» in der

Hanfszene Schweiz herrscht. Die

Stimmung ist überall «winterlich,»

die Behörden haben einen frostigen

Kurs eingeschlagen. Eiskalt folgt

Razzia um Razzia, auch in jenen

Kantonen wo bisher eher mildes

Klima herrschte. Es scheint als will

die Justiz eiligst noch alles möglichst

schnell unter Kontrolle bringen,

bevor (politisches-) Tauwetter

einsetzt! Die Debatte im Nationalrat

soll im Frühling stattfinden.

Hoffen wir dass sich dann der Nebel

lichten wird, und endlich klare

Verhältnisse geschaffen werden. ■

Sonnige Zeiten wünscht

Mr. M,

Geheimagent im Auftrage Ihrer

Majestät Queen Cannabis

legalize it

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swiss hemp times

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legalize it

swiss hemp times

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Frau Vermot, im Frühjahr kommt

die Revision des Betäubungsmittelgesetzes

und damit die Frage um die

Regulierung des Cannabismarkes in

den Nationalrat. Sie gehören immer

noch zu den Befürwortern?

Ja. Die Revision beinhaltet drei

wichtige Themen zu Cannabis: die

Entkriminalisierung des Konsums,

die Regelung von Anbau, Produktion

und Handel und einen effizienten

Jugendschutz, der diesen Namen

verdient. Ich unterstütze diese drei

Forderungen. Ich bin überzeugt, dass

die Kriminalisierung von rund

500’000 Menschen, die kiffen – sei

dies regelmässig oder von Zeit zu

Zeit – grundfalsch ist. Niemand lässt

sich durch Strafandrohungen, die ohnehin

nicht durchsetzbar sind, vom

Cannabiskonsum abhalten. Wir

müssen diese unsinnige Kriminalisierung

aufheben, auch wenn es dabei

Widerstand gibt.

Der Kassensturz brachte jüngst zwei

Beiträge über Hanf. Sie waren dort

dabei im Podium neben dem Berner

Polizeidirektor Kurt Wasserfallen,

der mit Aussagen für eine knallharte

Repression nicht geizte. Was sagen

Sie zu seinen Argumenten?

Der Berner Polizeidirektor propagiert

die Repression, auch wenn man

weiss, dass diese niemanden vom

Hanfkonsum abhält. Ausserdem ist

der Repressionsapparat nicht nur

sinnlos, er ist auch sehr teuer und das

Geld wird in die falschen Kanäle geleitet

. Wo Repression im Zentrum

steht, fliesst zu wenig Geld in Prävention.

So wurde sie jahrelang in

Schulen, Jugendhäusern, und Jugendanlässen

nur auf tiefem Niveau

gehalten. Länder wie Holland haben

in der Cannabisfrage längst eine

pragmatische Lösung gefunden. Sie

ist zwar auch nicht perfekt, sie durchbricht

jedoch die Repressionsspirale.

Jugendliche sollen für den Konsum

von Cannabis nicht bestraft, sondern

informiert und beraten werden. Ich

banalisiere den Hanfkonsum nicht,

denn ständig zugedröhnte Jugendliche

leben ungesund und verkiffte

stinkende Morgenzüge sind ja auch

nicht erstrebenswert.

Die anhaltende Repression selbst

provoziert höhere THC-Werte: Anstatt

gefahrvoll auf dem Felde,

pflanzen die Hanfer ihr Kraut zunehmend

versteckt unter Kunstlicht

an. Haben die ParlamentarierInnen

diese Problematik erkannt?

Es stimmt, die Produzenten des

Krauts sind in den letzen Jahren erfinderisch

geworden; sie sind mit ihren

Pflanzen unter Tag gegangen und

haben sich der Kontrolle vermehrt

entzogen. Für die Fachleute im Parlament

ist diese Situation nicht neu,

daher wollen vernünftige Kräfte ja

auch eine Regelung vom Anbau bis

zum Handel. Damit wird die ganze

Kette auch öffentlich, kontrollierbar

(K)Ein Joint mit…

Willi Blaser

Je näher die Debatte im Nationalrat rückt, desto heftiger greifen die Medien das Thema

Hanf auf. Oft werden aber anstatt der Lösungsansätze nur die Herausforderungen aufgezeigt,

was den Befürwortern eines kontrollierten Hanfmarktes nicht gerade hilft. Wir haben die

Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot zur aktuellen politischen Lage befragt.

und dem Grauhandel entzogen. Dies

nützt nicht nur den Produzenten,

sondern auch den KonsumentInnen.

Es wird auch geprüft, ob der THC-

Gehalt deklariert werden soll. Im

Verkehr gilt, wie überall wo Drittpersonen

gefährdet werden, Nulltoleranz.

Verkehrssünder, die mit Cannabis

unterwegs sind, sollen genau so

behandelt werden wie solche, die mit

Alkohol am Steuer erwischt werden.

Gegner der Regulierung argumentieren,

dass Prävention und Jugendschutz

nicht greifen werden; dies sehe

man schon beim Alkohol. Was

sagen Sie dazu?

Es ist schlicht falsch, wenn die Hanf-

Gegner verkünden, dass der Jugendschutz

nicht greift. Dass er beim Alkohol

immer wieder versagt, ist nicht

schlechter Prävention zuzuschreiben,

sondern der Gier der Händler,

die ihre Ware verkaufen wollen. Wir

fordern einen ganz konkreten und

eng begleiteten Jugendschutz. Es soll

jedoch keine «Drohfingerpädagogik»

sein. Kiffende Jugendliche brauchen

keine Zwangstherapie, sondern

Offenheit und Verständnis. Gespräche,

wenn nötig mit Eltern oder

Lehrpersonen, stehen ebenso im

Zentrum wie das Aushandeln von

Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen.

Jugendliche unter 16 Jahren

sollen kein Cannabis kaufen dürfen.

Geschieht dies doch, werden die

Verkäufer und nicht die Jugendlichen

bestraft. Wer Cannabis kauft,

muss sich ausweisen, es wird auch geprüft,

ob eine spezielle persönliche

Konsumkarte entwickelt werden

kann. Hier sind jedoch vom Datenschutz

her noch viele Fragen offen.

Wir wollen auch per Gesetz die Werbung

verhindern, verlangen einen

Qualitätsnachweis und die Offenlegung

der Buchhaltung.


…Ruth-Gaby Vermot, Nationalrätin SPS

Im Kanton Bern haben die Schweizer

Hanf-Koordination SHK und

IGHSB zusammen mit der Beratungsstelle

Contact erste Schulungen

in Prävention. Ihr bisheriges Fazit

zu dieser Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit steht erst in den

Anfängen und muss stetig angepasst

werden. Die Entwicklung ist jedoch

erfreulich. Die mitmachenden Hanfladenbesitzer

nehmen ihr Engagement

ernst. Sie wissen genau,

dass ihre Existenz auf

dem Spiel steht, wenn wir –

die Fachleute, die PolitikerInnen,

die Produzenten

und die Händler – keine gemeinsame

Regelung finden.

Wir können Verbesserungen

im Gesetz vergessen,

wenn keine überzeugenden

Präventionsangebote und

Rahmenvorschriften vorhanden

sind.

In der Presse war zu entnehmen,

die Unterstützung

für die BetmG-Revision im Nationalrat

schmelze stetig, da nun neue

Erkenntnisse zur Gefährlichkeit von

Hanf vorlägen. Haben Sie diese Tendenz

ebenfalls festgestellt?

Ich höre natürlich die Zweifler auch

und die Diskussion um den hohen

THC-Gehalt trägt dazu bei, dass sie

sich von einer Entkriminalisierung

und Regelung klammheimlich zu distanzieren

beginnen. Dies ist die falsche

Konsequenz! Ich betone nochmals,

dass Verbote den Konsum von

Cannabis nicht verhindern oder abbauen

können. Alles passiert in der

unkontrollierbaren Heimlichkeit –

und hier liegt auch die Gefahr des

Übermasses. Gerade weil die THC-

Gehalte höher geworden sind,

braucht es die Deklaration und die

Kontrolle. Repression verhindert

auch griffige Prävention, denn die Jugendlichen

werden sich nicht outen,

solange sie Strafe fürchten haben. Es

ist unsere Aufgabe, mit den Zweiflern

zu reden und sie mit Argumenten zu

überzeugen.

Die Hanfbranche lechzt nach

Rechtssicherheit. Wäre es denkbar,

dass – sobald die Revision durchgekommen

ist und kein Referendum ergriffen

– sich die Rechtsprechung

nach dem neuen Gesetz ausrichtet?

Die Umsetzung eines Gesetzes

braucht seine Zeit, aber wenn wirklich

kein Referendum ergriffen wird –

was mich erstaunen würde – dann

steht der Umsetzung des Gesetzes

nichts im Weg. Ich sehe die Situation

der Hanfladenbesitzer; sie sind verunsichert

und in ihrer Existenz durch

Razzien und Schliessungen bedroht.

Die meisten sind bereit, mit klaren

Rahmenbedingungen zu arbeiten

und den Jugendschutz zu unterstützen.

Organisationen wie die SHK haben

auch bei der Erarbeitung des Gesetzes

mit Anregungen und Vorschlägen

mitgeholfen und gewisse Selbstbeschränkungen

in Kauf genommen.

Es ist nun an der Politik, ein gutes Gesetz

zu machen, das nicht kriminalisiert,

sondern regelt.

Wie ist Ihre persönliche Meinung zu

Cannabis?

Cannabis ist ein altes traditionelles

Heilmittel, das heute nicht mehr aus

der Hausapotheke wegzudenken ist.

Es ist jedoch im Übermass genossen

auch ein Suchtmittel – wie Tabak, Alkohol

oder das Internet.

Genussmittel sollen nicht

verboten werden; vielmehr

sollen Jugendliche selbstverantwortlich

damit umgehen

können. Sie sollen

wissen, wann sie damit Probleme

haben und sich Hilfe

holen sollen – ohne Angst

vor Repression und Ausgrenzung.

Haben sie schon einmal etwas

in einem Hanfladen

eingekauft?

Ja sicher. Öle, einen Hanf-

Pullover für meine Nichte

und andere Dinge, die mir gefallen.

Hanf ist ein gutes landwirtschaftliches

Produkt, seine Verteufelung ist

vollkommen unangepasst.

Haben Sie schon einmal Hanf konsumiert?

Ja, aber das ist schon lange her. Ich

ziehe ein gutes Glas Wein einem Joint

vor. ■

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Zur Person

Ruth-Gaby Vermot-Mangold ist SP-Nationalrätin,

Dr. phil. Ethnologin und

Präsidentin der Suchthilfeinstitution

Contact Netz des Kantons Bern.

legalize it

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swiss hemp times

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Wir drucken die Swiss Hemp Times

Jost Druck AG

Ihr Partner für Printmedien


hemp history

swiss hemp times

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Washington’s Hanfflotte

Kaum zwanzig Jahre nach ihrer Gründung hatten sich die USA eine Flotte geschaffen, die

jener der damaligen Weltmacht England in nichts nachstand. Wie die Briten, waren auch die

Amerikaner beim Schiffsbau auf tonnenweise Hanf angewiesen; damals das einzige

salzbeständige Material, aus welchem Segel, Tauwerk und Beflaggung gefertigt wurden.

60 Tonnen Hanf pro Schiff

1775 erklärten sich die Siedler in

Nordamerika für unabhängig und erfochten

in einem achtjährigen Kriege

gegen die Kolonialmacht England ihr

eigenes Land, die Vereinigten Staaten

von Amerika.Apropos Land: Obwohl

die Siedler um Freidenker wie

George Washington und Thomas Jefferson

– die späteren Präsidenten –

1776 ihre Unabhängigkeitserklärung

mit der Verkündung der Menschenrechte

verknüpft hatten, scherten sie

sich kaum um die Rechte der Ureinwohner

und vertrieben diese stetig

weiter – für Wilde war auch in der

«ersten Demokratie der Welt» kein

Platz... Die jungen USA

gingen bald daran, sich

eine mächtige Flotte zu

schaffen nach dem damals

neuesten Stand der

Technik. Im Jahre 1797

liefen drei mächtige Fregatten

vom Stapel, die

der legendären «Old

Ironsides»-Klasse angehörten:

Die «Constitution»,

die «United States»

und die «Constellation».

Diese hölzernen

Riesen beeindruckten

durch ihre gegenüber anderen

Schiffen dieser

Zeit wesentlich grösseren

Abmessungen des Rumpfes, durch

eine enorme Besegelung und durch

die gewaltige Feuerkraft von 54

mächtigen Kanonen. Damit ein solches

Schiff nun überhaupt seetauglich

war, brauchte es rund 60 Tonnen

Hanf für Takelage (Seiten-Tauwerk),

Segel und Kalfaterwerg ((Dichtungsmasse).

Aus Hanf wurden ebenfalls

die Seekarten, Logbücher, Bibeln

und Fahnen sowie die meisten Uniformen

der Seeleute und Soldaten

gefertigt. Der grosse Vorteil des Cannabis

gegenüber dem auch gebräuchlichen,

aus Flachs hergestellten, Leinen

zeigt sich in seiner Beständigkeit

und Reissfestigkeit, denen sogar salziges

Wasser und salzige Luft über

lange Zeit nichts anhaben können.

Kriegsgewinnler USA

Bald hatte die US-Kriegsmarine solche

Ausmasse angenommen, dass sie

scheinbar niemanden mehr zu fürchten

brauchte.Während der alte Feind

Grossbritannien in Europa in einen

tödlichen Kampf gegen Napoleons

kontinentales Kaiserreich verwickelt

war, sahen viele US-Politiker die einmalige

Chance, diese Situation auszunützen.

Auf

dem Höhepunkt

der napoleonischen

Macht 1812 –

Willi Blaser

Monsieur Bonaparte marschierte gerade

gegen Moskau – erklärten die

USA den Engländern den Krieg,

überfielen deren Kolonie Kanada

und die Gewässer vor England. Dass

sich mehrheitlich die Weststaaten

und nicht die von Kämpfen bedrohten

Oststaaten für den Kriegseintritt

aussprachen, zeugt davon, dass bereits

damals geschäftliches Denken

vor ideologischen Gründen stand.

Das zeigt auch die Rolle des Staates

Kentucky, welcher sich als besonderer

Kriegstreiber entpuppte: Dort

war man gerade daran, eine eigene

grosse Hanf-Industrie aufzubauen.

Sollten nun die Handelsbande mit

der alten Welt gekappt werden, würden

Herstellung und Verkauf des eigenen

Hanfes massiv attraktiver. Der

Transport des Hanfes in die Hauptstadt

und die wichtigen Häfen der


USA nahm nämlich auf dem Seeweg

von Europa nur einen Drittel der

Zeit in Anspruch, als von Kentucky

aus auf Landwegen benötigt wurde.

Der Krieg gegen England zahlte sich

für die Staaten wirtschaftlich aus, militärisch

hingegen wurde der US-

Grössenwahn zeitweilig gestoppt.

Nach der Brandschatzung von Toronto

gingen die Engländer in die Offensive

und plünderten die Hauptstadt

Washington. Im Friedenschluss von

1814 einigten sich die beiden Mächte

auch den Status quo.

noch in mittelalterlichen Strukturen

steckenden Kaiserreichs. Die Liste

dieser bemerkenswerten «Aussenpolitik»

wäre noch beliebig erweiterbar

und reicht bis in die Gegenwart.Auch

die Verwendung von Hanf für Seile

und Taue zog sich bis in die jüngste

Zeit: Noch im Zweiten Weltkrieg, als

die hölzernen Segelschiffe längst gepanzerten

Motorbooten gewichen

waren, rief die Marine die Farmer

zum Hanfanbau auf, damit die Bestände

für Tauwerk aus heimischen

Hanf gedeckt werden konnten. ■

hemp history

Amerika den Amerikanern?

Die Träume des «Gross-Amerika»

von Nordkanada bis Panama waren

kaum verflogen, da verkündete Präsident

James Monroe 1823 in der nach

ihm benannte Doktrin, dass «die

amerikanischen Kontinente aufgrund

ihres freien Standes, den sie

angenommen haben und behaupten,

nicht als Gegenstände künftiger Kolonisation

irgendwelcher europäischen

Mächte zu betrachten seien.»

Wie bei den von ihnen hochbeschworenen

Menschenrechten («Bill of

Rights»), predigten die USA auch in

der Politik Wasser und soffen Wein:

Anstatt die schwächeren Staaten in

Mittel- und Südamerika in einem demokratischen

Prozess zu unterstützen,

führten die US-Truppen Angriffskriege

und «Expeditionen» gegen

ihre amerikanischen Nachbarn.

Im «Texas-Krieg» 1846/48 knöpfte

man Mexiko das ölreiche Texas sowie

das Gebiet der heutigen Staaten Kalifornien,

Nevada, Utah, Arizona und

Neu-Mexiko ab. Nach dem Motto

«immer weiter» segelte 1853 eine

US-Flotte nach Japan und ging demonstrativ

vor der Bucht von Tokyo

in Feuerstellung. Mit diesem militärischen

Muskelspiel erzwangen die

USA die wirtschaftliche Öffnung des

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swiss hemp times

15


growing

swiss hemp times

winter 2002/03

16

Wie entstehen Pilze?

Pilze sind sehr einfach funktionierende

Pflanzen, die kein Chlorophyll

(Blattgrün) produzieren; sie vermehren

sich durch mikroskopisch kleine

Sporen. Da in der Luft meistens viele

verschiedene Pilsporen vorhanden

sind, werden sie sich unter günstigen

Bedingungen auf deinen Pflanzen

niederlassen, keimen und sich über

die ganze Plantage ausbreiten.

Feuchte Luft ohne Zirkulation und

nicht sterilisierte, zu nasse Erde ist

genau die Umgebung, die Pilze suchen.

Wenn die Umgebung für die

Pilzbildung optimal ist, kann eine

Ernte innerhalb weniger Tage vernichtet

werden. Obwohl es verschiedene

Arten von Pilzen gibt, kann

man alle mit denselben Methoden

verhindern und bekämpfen.

Vorbeugung

Vorbeugung ist der wichtigste Faktor

um Pilzkrankheiten zu bekämpfen.

Denn wie schon im vorderen Abschnitt

erwähnt, sind Pilzsporen

überall in der Luft vorhanden. Das

heisst, auch Du wirst in deinem Anbauraum

Pilzsporen haben. Bevor

ein Anbauraum eingerichtet wird, ist

es deshalb wichtig, dass sämtliche

Vorhänge oder andere Stoffe aus

dem Zimmer entfernt werden. Falls

Dein Zimmer mit einem Spannteppich

ausgelegt ist, empfiehlt es sich,

den ganzen Raum mit einer Teichfolie

abzudecken. Im Fachhandel erhältst

du auch mattweisse Farbe mit

Fungiziden.Aber noch viel wichtiger

als den Raum mit einer fungizidhaltigen

Farbe zu streichen, ist immer ein

gut gelüftetes Klima zu halten. Du

solltest also unbedingt das Klima in

Deinem Raum mit Hilfe eines Zuund

eines Abluftventilators sowie einem

oder mehreren Umluftventilatoren

steuern können. In einem Growraum

darf es niemals Ansammlungen

von Kondenswasser

geben. Falls dies geschehen

sollte, ist das ein

eindeutiges Zeichen

dafür, dass zuwenig

gelüftet wird.

Wenn Du

irgendwie die

Möglichkeit

hast die

frische

Luft

aus

einem

geheizten

Raum anzusaugen,

würde ich Dir das unbedingt

empfehlen zu

tun. Denn alle Heizkörper

dienen dazu,

die Luft auszutrocknen.

Was sehr wichtig

ist und immer wieder von Pflanzern

vergessen wird, ist die Lüftung auch

dann zwischendurch laufen zu lassen,

wenn mal ein paar Tage keine Pflanzen

im Raum sind.

Wenn du mit einem Thermostat arbeitest,

der das Ein- und Ausschalten

der Lüftung steuert, musst du möglicherweise

für die Zeit, in welcher der

Raum still steht, anstelle des Thermostats

eine Zeitschaltuhr einstellen.

Denn wenn die Lampen nicht laufen,

wirst du sehr wahrscheinlich zuwenig

Wärmeentwicklung haben, damit der

Thermostat die Lüftung startet.

Bekämpfung

Wenn Du all diese Faktoren sauber

einhältst, wirst du höchstwahrscheinlich

nie Probleme mit Pilzen haben.

Sollten sich trotzdem einmal Pilze

ausbreiten, kann deren Ausbreitung

Pilze und Fäulnis

Mr. K.C. & El Creador

Wenn es in der Pflanzenanlage fault und Pilze entstehen, ist Handeln angesagt,

andernfalls können die Ernteverluste immens sein. So vielfältig die ganze Palette

an Schimmelpilzen auch ist, gibt es doch auch geeignete Methoden, diese zu

bekämpfen und – noch besser – vorzubeugen.

mit einfachen

Mittel

verhindert werden.

Entferne alles abgefallene

Laub sowie abgestorbene

Blätter an den Pflanzen. Korrigiere

das Raumklima und wechsle

das Substrat in den Töpfen aus. Dies

Massnahmen helfen eigentlich immer,

solange sich der Pilz noch nicht

grossflächig ausgebreitet hat. Sind

nur einzelne Pflanzen befallen, können

diese einfach aus dem Raum entfernt

werden. Nach dem Korrigieren

der Klimasteuerung müssen in den

folgenden Tagen die restlichen Pflanzen

ständig auf einen eventuellen

Pilzbefall hin kontrolliert werden.

Sollte sich der Befall trotz dieser

vorbeugenden Massnahen ausbreiten,

wird das Spritzen eines Fungizides

(Pilzbekämpfungsmittel) leider

unumgänglich. Am besten erkundigst

Du Dich dafür bei einem

Spezialisten.


Spritzen und Sprühen

Das Besprühen von Pflanzen kann

zu einer Schädigung der Pflanze führen.

Dies erkennt man an Verbrennungen

an den Blättern, plötzlichem

Verwelken oder auch geringerem

Wachstum. Um sicher zu gehen, dass

nicht alle Pflanzen nach dem Besprühen

eingehen, empfiehlt es sich, vor

der ersten Anwendung nur eine

Pflanze pro Sorte zu besprühen. Danach

solltest Du mindestens zwei Tage

abwarten und kannst dann sehen,

sie die Pflanze darauf reagiert. Wenn

Du in Räumen mit solchen Spritzmitteln

arbeitest, ist es wichtig, dass

du dich vorher erkundigst wie damit

fachgerecht umzugehen ist. Im Zweifelsfall

empfehle ich auf jeden Fall,

eine Gasmaske anzuziehen; vor allem

beim Gebrauch von Spraydosen.

Sprays nützen nur dort etwas, wo sie

auch direkt daraufgesprüht werden.

klebt. Deshalb empfehle ich, die

Pflanzen ungefähr eine Stunde bevor

das Licht angeht, zu besprühen. Anschliessend

sollte man wieder warten

und dann kurz bevor das Licht angeht,

die Pflanzen mit Wasser abspritzen.

Danach können die Blätter

trocknen und sind wieder bereit für

die Lichtaufnahme. Achte darauf,

dass Du solche Spritzmittel ebenfalls

auch gut von unten an die Blätter

sprühst. Dementsprechend musst Du

natürlich danach auch wirklich alle

Teile der Pflanze umfassend mit Wasser

abspritzen.

Im Fachhandel erhältst du spezielle

Sprühgeräte, mit denen das Besprühen

von unten erleichtert wird. Sobald

die Pflanzen aber mit der Bildung

von Blüten begonnen haben,

rate ich vom Gebrauch jeglicher

Spritzmittel unbedingt ab. Denn solche

Gifte brauchen immer mehrere

Wochen, bis sie vollständig abgebaut

sind. ■

Das heisst, Du brauchst

schon bei wenigen Pflanzen

Unmengen von

Spritzmittel. Mit anderen

Worten: Für

draussen im Garten

konzipierte

Mittel, die als unschädlich

eingestuft

werden, müssen in

einem Raum derart

stark konzentriert

werden, dass es zu Reizungen

der Atemwege

und/oder negativer Beeinflussung

der Sehfähigkeit

führen kann.

Natürlich ist dies auch für

die Pflanzen nicht gerade

die richtige Umgebung und

durch das Besprühen werden

die Stomata (Atemporen

an der Blattunterseite) vergrowing

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…wenn Gutes entsteht…

VHL • 7104 Versam

www.hanf4u.ch


Das Kreuzworträtsel

An dieser Stelle beglücken wir unsere LeserInnen wiederum mit einem etwas anspruchvolleren

Schwedenrätsel inklusive Hanfwortschatz. Viel Spass!

schweiz.

Maler

(Hans)

schweiz.

Künstler

† 1977

Schuldverschreibung

enthaltsame

Menschen

ägyptischer

Sonnengott

lascher

Gang

Zürcher

Cartoonist

(René)

Lebens-

mittel-

Multi

zu dem

Zeitpunkt

...

indischer

Gott

des

Hanfes

Rohstoff

für

Hanf

Textilien

franz.:

Baum

3

schweiz.

Dialekt:

Butter

Präposition

Gegenteil

von

pro

16

formlos

bei der

Anrede

(2 W.)

schweiz.

Experimentalfilmer

Frauenkosename

verweilen

psychische

Überbelastung

13

8

schweiz.

Mundart-

Rocker

abfinden

heiliger

Drachenkämpfer

Seeräuber

schweiz.:

Freibad

Vorname

des Psychologen

Fromm †

Abk.: pro

anno

10

zunächst

Hundename

15

schweiz.

Kick-

Boxer

(Andy) †

11

engl.:

Hanf

von

drinnen

französischer

Männername

Tagesabschnitt

Hilfsgeistliche

Kaviarfisch

Förderung

von Rohstoffen

Nervenerkrankung

alte

franz. 5-

Centime-

Münze

Gewürzkorn

verneinendes

Wort

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

14

schweiz.

Grossbank

(Abk.)

1

Berner

Schauspielerin

(Ursula)

franz.

Autor †

(Marquis

de ...)

witzige

Filmszene

Mineralquellen

im Kt. VD

CH-

Hanfverband

(Abk.)

Briefabschiedsfloskel

(Abk.)

schweiz.

Schriftsteller

(Max) †

erster

Versuch

(auf ...)

ungeformt

7

ehem.

Skirennfahrerin

(Erika)

4

Teil der

Wohnung

ein Landfahrervolk

Orientale

9

Wortteil:

Hundertstel

Bündner

Pass

ins Val

Müstair

Stadtteil

der ungarischen

Hauptst.

dickflüssig

‘Killerwal’

Initialen

von

Kolumbus

islam.

Name

für Abraham

Stadt

am

Leba-

See

franz.:

elf

‘Jesus’

im

Islam

2

Abk.:

Shilling

Himmelsrichtung

westafrik.

Schutzamulett

12

int.

Auto-Z.

Neuseeland

Musikträger

(Mz.)

Strumpfhalter

Münzeinheit

der EU

(Mz.)

5

Produkt

aus

Hanfharz

überfallartiger

Polizeibesuch

6

Lösung auf Seite 46

hemp game

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der report

Weit ist es nicht vom Redaktionsbüro

des SHT bis zur Schweizer Hanf-

Koordination. Es ist buchstäblich ein

kleiner Schritt, denn das Zentralsekretariat

der SHK befindet sich in einer

Bürogemeinschaft an der Berner

Monbijoustrasse – flankiert vom Büro

der Hanfmesse CannaTrade.ch sowie

der SHT-Redaktion. Das Zentralsekretariat

umfasst zwei Räume;

zusätzlich hat es einige Stockwerke

höher ein beschauliches Sitzungszimmer.

Im SHK-Büro sind verschiedene Personen

tätig: Roman Simon ist für die

Betreuung der Mitglieder zuständig

und demzufolge dann im Büro anzutreffen,

wenn er nicht gerade als

«SHK-Aussendienstler» durchs Land

tourt. Tünde Kovacs, die Vize-Präsidentin

der SHK, ist zwei Tage in der

Woche zugegen und kümmert sich

Zu Besuch bei der SHK

Marc Zingg

Man liest immer häufiger über die SHK/CSC, die Schweizer Hanf-Koordination. In den

Medien und der Politik findet der Dachverband der hiesigen Hanfbranche zunehmend Präsenz

und Akzeptanz. Doch wer sind eigentlich die Menschen hinter der Organisation und wo

arbeiten sie? Wir von der SHT haben unseren Nachbarn für Euch besucht.

vor allem um wichtige Korrespondenzen

und Projekte, aber auch um

die Kommunikation zwischen den

Sektionen der Hanf-Koordination

und dem nationalen Dachverband.

Weitere personelle Unterstützung

für Lobbying und Juristisches hat die

SHK durch Andrea DeMarmels und

Dominique von Planta. So hatten vor

wenigen Wochen SHK-Präsident

François Reusser und Rechtsanwältin

von Planta die Gelegenheit, bei

den «Hearings» mit der zuständigen

Nationalratskommission anwesend

zu sein und ihre Standpunkte direkt

anzubringen. Solche Sternstunden

müssen aber auch bürokratisch flankiert

werden und so lancierte das

SHK-Büro einen Info-Versand an alle

Nationalräte. Dies als kleiner Auszug

aus dem Wirken der SHK; was es

sonst noch alles zu tun gibt und wie

die allgemeine Situation aussieht, haben

wir Vize-Präsidentin Tünde Kovacs

gefragt:

SHT: Welches sind momentan die

Hauptaufgaben der SHK?

Tünde Kovacs:Absolute Priorität hat

extern im Moment sicher die Lobbyarbeit

mit dem Nationalrat, die Kontakte

zu Bundesbehörden und Vereinigungen

wie dem Bundesamt für

Gesundheit BAG, der Eidgenössischen

Alkoholverwaltung, dem

Schweizer Bauernverband SBV, der

Uniterre (Bauernverband Welschland),

der Fachstelle für Alkohol- und

andere Drogenprobleme SFA/ISPA,

den kantonalen Sozialstellen sowie

verschiedenen Drogenberatungsinstitutionen.

Intern arbeiten wir an der

Umsetzung des Reglementes, der Bildung

weiterer Sektionen und dem

Messeauftritt der SHK an der kommenden

CannaTrade.

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der report

Du kümmerst Dich auch um die Regionalsektionen

der SHK. Was gibt

es dabei zu tun?

Da es bereits acht Sektionen gibt,

nämlich Bern, Basel-Stadt, Basel-

Land, Genf, Wallis, Luzern, Zürich

und Tessin, haben wir die Betreuung

in der Geschäftsleitung aufgeteilt. Ich

kümmere mich um die beiden Basel

und unterstütze das Sekretariat bei

der Gründung und Formierung neuer

Sektionen. In Gründung sind momentan

die Regionalgruppen Graubünden

und Fribourg, fehlen tun uns

noch Sektionen in den Regionen

Waadtland, Ost- und Nordschweiz.

Wo liegen die Schwächen der SHK?

Die finanzielle Lage aufgrund der

schlechten Zahlungsmoral der Mitglieder.

Dazu kommt, dass durch die

Repression Hanfläden geschlossen

werden, was diese Situation noch verschärft.

Und welches sind die Stärken?

Die erreichte Professionalität der

SHK Schweiz und die Einführung

des verbindlichen Reglementes, welches

aus dem ehemaligen «Ehrenkodex»

heraus entstanden ist, sind grosse

Errungenschaften und haben die

Anerkennung der SHK auf Bundesebene

als Partner und Anlaufstelle

der Hanfbranche gebracht. Auch die

verhältnismässig schnelle Bildung

der Sektionen – angefangen hat dies

erst im Herbst 2001 – und damit die

Erhöhung der «Schlagkraft vor Ort»

sind starke Leistungen der SHK und

der involvierten Personen.

Du bist Mit-Organisatorin der

«Hanftagung», welche in den letzten

Jahren regelmässig durchgeführt

worden ist. Ist für 2003 wiederum eine

«HAT» geplant?

Ja, am Wochenende des 18./19. Januar

ist eine Tagung anberaumt mit dem

Thema «Die SHK während der Referendumszeit».

Hier ist vor allem beabsichtigt,

ein einheitliches Leitbild

und Kommunikationskonzept für die

Sektionen und Mitglieder zu entwerfen.

Auf Deutsch heisst das, wir müssen

zu den aktuellen politischen Fragen

zur Hanf-Regulierung die richtigen

Antworten, Argumente und Lösungsvorschläge

vermitteln.

Möchtest Du noch ein Schluss-Statement

abgeben?

Besonders auf die Sektionen bezogen

– aber auch generell – würde ich

doch sagen: Liebet und vermehret

Euch! ■

Herzlichen Dank für das Gespräch.

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cannaisseur

swiss hemp times

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Regulierung

von

Hanf

Der verspätete Herbst zeigt sich

durch verhangene Nebelwolken,

durchdringende Nässe; selten erscheint

die Sonne, die einem die Seele

wieder erheitert.

Hundegebell, Musik, viele Hände

leisten wieder gute Dienste. Drinnen

laufen die Scheren, draussen mahlen

die Mühlen.

Ein Wettrennen mit der Zeit. Der

kleine Unterschied liegt daran, dass

die Scheren Feinarbeit leisten, die

Mühlen der Zeit arbeiten aber grob

und erzeugen schlussendlich einen

Einheitsbrei der Zerstörung.

Drinnen werden Existenzen gefördert,

wird gelebt. Draussen werden

Existenzen zerstört, wird Grüngut

und Material beschlagnahmt.

Zwischen Gut und Böse

Hannes Lüthi

Regulation

of

Hemp

Régulation

du

chanvre

Die dringend benötigte Aufmerksamkeit

des Hanfes wurde auf politischer

Ebene dank anderen prioritären

Zielen auf die Frühlingssession

verschoben. Aufschiebung um Aufschiebung

bringt für niemanden befriedigende

Lösungen.

Die heutige Bürokratisierung verunmöglicht

nahezu natürliches Handeln.

Die Lage spitzt sich zu, die Dunkelziffern

werden schwarz und schwärzer,

die Polarisierung wird in Gut

und Böse praktiziert. Doch wie weit

ist unsere Empfindung von «böse

und gut» ernst zu nehmen? Stellt sich

das Böse nicht meist doch als hilfreich,

stärkend oder einfach nur in

abgeschwächter Form «böse» heraus,

wenn wir es weitsichtiger betrachten?

Die Pole entfernen sich zunehmend

voneinander; wir urteilen nur noch in

schwarz und weiss. Zu dieser pessimistischen,

einseitigen Weltsicht, die

auf eine Verurteilung von allem

Bösen und Schlechten anspielt, hat

die Kirche einen nicht geringen Teil

beigetragen. Sie definiert klare

Grenzen von Gut und Böse – Gott

und Teufel.

Auch behauptet sie, dass Gut und

Böse in uns selbst sind. Wie kann

dann etwas nur schlecht sein, wenn

doch jeder Mensch beides enthält?

Wie kann denn ein Naturprodukt

schlecht und zerstörend auf uns wirken,

wenn wir doch selber lenken was

wir sind, da wir selbst die Möglichkeiten

beinhalten.

Die Natur sollte weder vom Menschen

selbst, noch gesetzlich verurteilt

werden, denn alle ihre Produkte

tragen dazu bei, die richtige Mischung

von Gut und Böse zu finden,

Regulazione

di

canapa

uns selbst zu sein. Und sie zeigen uns,

dass es kein schwarz/weiss gibt in der

Natur.

Die Farben dazwischen sind interessant.

Diesen muss Beachtung geschenkt

werden, da sie unsere Natur

in allen ihren Variationen repräsentieren,

unser ureigenstes Gut – Die

wahre Schöpfung! Warum sonst zeigt

sich uns ein Regenbogen in einer solchen

Farbenvielfalt?

Es ist ein Bedürfnis der Menschen,

eine freie, individuelle Sichtweise zu

erlangen, um ein neues Gleichgewicht

zwischen Körper, Geist, Emotionalität

und unserer Umwelt und

den Tieren zu finden.

Chill Out, Loslassen, unterliegt keinem

erzwungenen Einheitsdenken!

Es definiert sich durch das Vertrauen


zu unserer individuellen Spontaneität;

uns der Kraft und Energie unseres

Lebens hinzugeben.

Jedes Element der Natur gibt sich

dem Leben hin!

Tun dies die Elemente nicht, gibt es

Störungen, im erweiterten Rahmen

entstehen daraus Krankheiten. Über

die Vielzahl moderner Krankheiten

muss ich mich wohl nicht auslassen.

Auf jeden Fall ist dieser Weg nicht erstrebenswert.

Sich der Kraft des Lebens

hinzugeben, bedeutet Schritte

zur geistigen, körperlichen, spirituellen

und emotionalen Gesundheit einzuleiten.

Es bedeutet, sich den Einflüssen von

aussen zu öffnen, der Natur und den

Emotionen mehr Gehör zu verschaffen.

Vor allem bedeutet es, sich aus

den eigenen Verkrampfungen und

Ängsten zu lösen. Anstatt die Auslöser

dieser Ängste zu bekämpfen, wäre

es sinnvoller, sie zu tolerieren. Es

ist nicht sinnvoll, Dinge die man

selbst nicht will, die furchteinflössend

sein können, anderen zu verbieten.

Es gab alte Kulturen, die zeremoniell

Drogen zur Bewusstseinserweiterung

verwendeten. Das Wissen im

Umgang war vorhanden, ebenso die

gesellschaftliche Anerkennung des

Gebrauchs.

Heutzutage geht es nicht um die Glorifizierung

von Hanf!

Die Jugend konsumiert diverse chemische

wie natürliche Substanzen.

Eine Gebrauchsanleitung liegt jedoch

meistens nicht vor. Mit einer

Regulierung wären solche wichtige

Massnahmen wie Aufklärung, Prävention,

Jugendschutz, Qualitätsdeklaration,

et cetera, et cetera, weitgehendst

gelöst.

Solange aber die gesellschaftliche Akzeptanz/Anerkennung

nicht existiert,

kann keine effektive Aufklärung betrieben

werden. Es verhindert einen

echten Fortschritt. Vielen wichtigen

Komponenten kann nicht nachgekommen

werden.

Dies schlägt einen neuen gesellschaftlichen

Graben; nicht den «Röschti»-,

sondern den Hanfgraben! Kämpften

doch nicht vor langer Zeit die Homosexuellen

für ihre gesellschaftliche

Akzeptanz und Integrierung – Heute

sind es unter anderem die «Hänfler».

So mahlen eben die Mühlen der

Zeit… oder so brennt der CD-Brenner

Informationen,die nach 10 Jahren

ziemlich verbrannt sind. ■

cannaisseur

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Hanf-Demo in Basel

Markus Kaufmann / Erik Vischer / Willi Blaser

Basel ist eine der Hanf-Hochburgen der Schweiz. Nach Jahren relativer Ruhe herrscht aber ein

rauer Wind am Rheinknie, da die Hanfshops wie Pilze aus dem Boden geschossen sind und

der Export von Cannabis dramatische Ausmasse angenommen hat. Die bedrängte Basler

Hanfszene hat die Problematik erkannt und ist für ihre Anliegen auf die Strasse gegangen.

Mehr Hanfläden als Bäckereien

Noch im März 2002 gab sich der Basler

Regierungsrat und Polizeidirektor

Jörg Schild im Interview mit der

Swiss Hemp Times gelassen zum

Thema Hanf.Auf der Prioritätenliste

des Polizeikorps seien ganz klar gewichtigere

Dinge als die Bekämpfung

von Cannabiskonsum und –

Handel. Schon damals gab es in Basel

über 50 Läden, die rauchbare

Hanfblüten verkauften. Diese Zahl

übertraf – und dies war der Basler

Zeitung eine Grossreportage wert –

sogar die Anzahl Bäckereien in der

Stadt. Mehr Hanf als Brot: Das war

für die Behörden der Zeitpunkt zum

Handeln. In einem mutigen und vernünftigen

Schritt sandte die Abteilung

Gesundheitswesen des Basler

Sanitätsdepartements im April einen

Brief an alle Hanfläden der Stadt. In

diesem Schreiben wurde klar auf die

geltende Rechtslage aufmerksam gemacht

(gemäss Noch-BetmG ist

Hanfblütenverkauf zum Kiffen verboten),

aber es wurde auch betont,

dass der Kanton Basel-Stadt eine liberale

Hanfpolitik verfolge, welche

der in absehbarer Zeit erfolgenden

Revision des Betäubungsmittelgesetz

Rechnung trage. Es gehe vor allem

darum, die Verfügbarkeit von

rauchbarem Hanf an Jugendliche unter

18 Jahren einzudämmen.

Ruhe vor dem Sturm

In seinem Schreiben teilte das Sanitätsdepartement

ebenfalls mit, dass

sämtliche Läden, welche Cannabis

an Minderjährige unter 18 Jahren abgeben

würden, mit einer Schliessungsverfügung

zu rechnen hätten.

Und obwohl – auch ausdrücklich im

Brief erwähnt – die «normale» Strafverfolgung

vorbehalten wurde, gingen

die verantwortungsbewussteren

Hanfladenbesitzer nun von einer gewissen

Rechtsicherheit aus, solange

sie wie verlangt ihre Verkaufsstellen

klar deklarierten. Ebenso erhoffte

man, die Behörden würden es honorieren,

wenn die Branche freiwillig

Prävention betreibt. Doch leider

blieben diejenigen, welche sich für

die Hanfgemeinschaft engagieren in

der Minderheit; die Basler Sektion

der Schweizer Hanf-Koordination

zählte gerademal 15 von damals rund

80 vorhandenen Hanfläden. Diese

Entwicklung nahm ihren Lauf bis zu

jenen Schlagzeilen, die wie ein Fanal

wirkten und wohl für den Stimmungsumschwung

der Justiz mitverantwortlich

waren: «Basel – das

Hanf-Chicago» titelte die Presse

über einen Entführungsfall in der

Szene. Fast zum gleichen Zeitpunkt

flog in einem Quartier eine grossflächige

Indoor-Anlage auf, die dem

Export gedient haben dürfte. Auch

dieses Ereignis fand seine Schlagzeilen

in den Medien; zudem wurde der

stetige Druck der Nachbarstaaten

Frankreich und Deutschland nicht

weniger.

Die Wende

Nun schlug Justitia systematisch zu:

Täglich wurden Razzien in Hanfläden

durchgeführt. Betriebe, die nach

erfolgtem Polizeibesuch noch weiter

Hanfblüten verkauften, wurden

eben kurz darauf wieder besucht.

Dieses Spielchen wiederholte sich

hanf szene

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swiss hemp times

29


zu gehen. Bis zum Referendums-Abstimmungskampf

zur BetmG-Revision

müssen die Betroffenen umdenken

und sich endlich zeigen und

kämpfen – wenn sie eine Hanflegalisierung

wollen.» Auch ein anderer

Basler Hanfladenbesitzer zeigte sich

doch leicht enttäuscht von der Solidarität

seiner KundInnen: «Von den

Gymlehrern, Bankern und Anwälhanf

szene

swiss hemp times

winter 2002/03

bei einigen Hanfläden fünf bis sechsmal,

aber dann war auch dort

Schluss. Wie viele von den bis vor

kurzem vorhandenen sechs Dutzend

Shops zum momentanen Zeitpunkt

noch rauchbares Kraut verkaufen, ist

nicht bekannt. Kenner der Branche

vermuten aber, dass sich der Handel

in unbekannte, kaum bekannte

Shops und – zum Leidwesen der Prävention

– auch zurück auf die Strasse

verlagert hat. Das Ziel der Behörden,

nämlich die KonsumentInnen

zu schützen oder der organisierten

Kriminalität keine Gelegenheit zu

geben, sich im Hanfhandel festzukrallen,

dürfte damit verfehlt werden.

In der Praxis sind die KifferInnen

nun wieder auf teils dubiose

Gassendealer und deren unrühmliches

Milieu angewiesen. So werden

im Jahr 2002 volljährige Schweizer

BürgerInnen gezwungen, sich ihr

Hanfkraut auf dem

Schwarzmarkt

zu besorgen, inmitten harter Drogen

und in die Kasse von skrupellosen

international tätigen Subjekten. Was

dies gerade für jüngere Semester bedeuten

kann, braucht hier gar nicht

erst beschrieben zu werden...

Auf die Strasse

In arge Bedrängnis geraten, reagierte

die Basler Hanfszene Ende November

und trug ihre Anliegen unter

dem Appell «Für eine vernünftige

und liberale Hanfpolitik» auf die

Strasse. In der durchwegs friedlichen,

aber leider verregneten

Kundgebung marschierten rund 400

HanffreundInnen durch die Innenstadt

machten auf die extreme Repression

der letzten Zeit aufmerksam.

Leider sind mit vier Hundertschaften

keine Berge zu versetzen

und die Basler Zeitung bemerkte

böse, aber treffend:

«Die Organisatoren hatten

mindestens 1000 Personen

erwartet. Auf die

Idee, dass es in der Stadt

Basel genug Hanfkonsumenten

gibt, um die

Existenz von über 80

Hanfläden in luxuriösester

Weise zu sicher,

wäre angesichts

des armseligen

Demonstrantenhäufleins

wohl

niemand gekommen.»

Erik Vischer,

Präsident

der Sektion BS

der SHK und

Organisator

der Demo: «Es

stimmt mich sehr

nachdenklich, dass sich so

viele Hanfkonsumenten von ein

paar Regentropfen davon abhalten

lassen, für ihre Sache auf die Strasse

30


sätzen zu führen und hätten korrekt

über Steuern und Sozialabgaben abzurechnen.Als

Gegenleistung sei die

Repression gegen Hanfläden, die

sich an genannte Regeln halten, zu

sistieren – bis das revidierte Betäubungsmittelgesetz

in Kraft tritt.

In der Zwischenzeit hat auch ein

Grossrat der SP Basel-Stadt, Peter

Aebersold, in einer Interpellation

die kantonale Regierung gefragt ob

sie nicht bereit sei, für offene Gespräche

mit dem seriösen Teil der

Hanfladenbetreiber. Die Regierung

wird angefragt ob sie bereit sei, Be-

Lotti’s

Neujahrsbrief

für alle Menschen, ob

Hanfers oder nicht…

Fast jeden Tag sehe oder höre

ich Menschen, die krank sind

oder denen es nicht gut geht.

Alle sind auf der Suche

nach Hilfe. Das Mittel

muss nicht unbedingt Hanf

sein, kann aber. Warum also

soll man dies nicht nutzen

dürfen? Sei es, ob man mit

Hanf in der Form von Tee

besser schlafen oder sich mit

Salbe, Tinktur, etc. gegen

Schmerzen, Nach- und

Nebenwirkung Linderung

verschaffen kann.

hanf szene

ten, die regelmässig

bei mir einkaufen,

ist keiner

da.»

Der politische

Hanf-Kampf

geht weiter

In einer Petition,

die ebenfalls an

der Demo lanciert

wurde, fordern

die Hanfaktivisten von der kantonalen

Regierung die Schaffung einer

unabhängigen Kontrollstelle,

welche sicherstellen soll, dass in den

Hanfläden Drogenhanf nur an Erwachsene

über 18 Jahren verkauft

wird. Die Petition verlangt im weiteren

von den Laden-Betreibern, sie

dürften die öffentliche Ordnung

nicht stören und keine Werbung für

Drogenhanf machen. Die Läden

seien nach kaufmännischen Grund-

dingungen (ähnlich wie in der Petition

gefordert) für die Tolerierung

einer beschränkten Verkaufszene zu

formulieren, zu kontrollieren und

durchzusetzen. Die Antwort steht

noch aus und wird hoffentlich in der

nächsten Swiss Hemp Times zu vernehmen

sein. Die Petition wird Ende

Januar 2003 eingereicht werden –

auch bei schlechtem Wetter werden

ein paar Tausend Unterschriften zusammenkommen!


Haben Sie jemals den

dankbaren Ausdruck im

Gesicht eines Chemopatienten

gesehen, dem Cannabis gegen

die Schmerzen geholfen hat?

Es ist sehr schwer, helfen zu

wollen und es nicht zu dürfen.

Wo bleibt da die

Menschlichkeit und die

Gerechtigkeit?

Zünden wir eine Kerze an,

damit sie ein wenig Licht

und Wärme in unsere oftmals

dunkle, kalte Welt bringt.

Ich wünsche Euch allen von

ganzem Herzen ein positives

neues Jahr!

Lotti

winter 2002/03

swiss hemp times

31


Wasserpfeifen

Wasserpfeifentabak

CD's

Eingeschränktes Sortiment wegen Polizeibesuch


Aus der Luft gegriffen

Margot Steiner

Die Welt ist ein Spiegel,

in welchem Du Dich

von allen Seiten siehst,

sogar: «Upside down».

Andere und Dich

zur selben Zeit.

Gehst Du durch ihn

hindurch, stellst Du fest,

dass Du der Spiegel bist.

Aufsteller

Die Schweizer Hanf-Koordination

war eingeladen, den «Hearings»

der Nationalratskommission beizuwohnen.

Dies ist ein deutliches

politisches Zeichen für die Anerkennung

der SHK als Ansprechpartner

für die Hanfbranche.

Ablöscher

Der zeitweilige SVP-Bundesratskandidat

Toni Bortoluzzi ist gegen

die Hanf-Regulierung weil der Jugendschutz

eh nicht greifen werde,

das sähe man ja beim Alkohol.

Ob er nun im Interesse der Volksgesundheit

ein Alk-Verbot fordert?

hanf szene

Die lustige Hanfmontage

winter 2002/03

■ Mit der Klon-Legalisierung und der Neuwahl des Bundesrates kam das Aus für den Hanfmarkt Schweiz.

© 2002 Willi Blaser

swiss hemp times

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Die vollkommene Welt

Patrick Michael Hunziker

Eine Geschichte zur Besinnung in der Zeit des Erwachens

Teil 11

Genau als Joshua die Gipfelspitze erkennen

konnte, stiess ein Adler einen

lauten Schrei aus, als wolle er ihn willkommen

heissen und begrüssen. Dieser

Laut wiederhallte noch immer in den

Felswänden als Joshua sich dem Gipfel

näherte und endlich seinem Ziel ganz

nahe schien.

Noch einige wenige Meter trennten ihn

von der Spitze des Berges, welche aus

felsigem Gestein bestand und von Wind

und Regen leicht gerundet erschien.Joshua

schritt immer ruhiger und bedächtiger

voran, obgleich ihn seine innerliche

Freude zu einer scheinbar unbändigenden

Unruhe und Aufgeregtheit drängte.

Doch er wollte die letzten Schritte in

vollen Zügen geniessen und beobachtete

alles Dasein in vollster Aufmerksamkeit.

Er lauschte der magischen Stille, die ihn

hier oben umgab und ihm von den Weiten

des Himmels berichtete. Er fühlte

den kühlen Morgenwind, welcher ihm

von der Rückseite des Berges her über

den Abhang hinauf ins Gesicht entgegen

blies und ihm seinen Geist in eine

neue Frische und Wachheit tauchte. Er

sah all die Steine und Felskanten um ihn

herum, in den verschiedensten Formen,

als wollten sie ihm Geschichten erzählen,

von längst vergangenen Zeiten und

aus dem einen Moment im hier und

jetzt.Wie lange lagen sie wohl schon hier

auf dem Gipfel und erlebten rund um

sich die Entwicklung und das Geschehen

der Natur.

Genau auf dem höchsten Punkt war ein

grosser, runder Stein bis zur Hälfte mit

seinem Untergrund verwachsen, welcher

ihn an den Stein des Seins im Dorf

erinnerte. Auf diesen wollte er sich nun

setzen, doch vorher schaute er sich

nochmals um. Er drehte sich zurück und

blickte auf den Weg, den er gekommen

war. Er sah den steinigen Hang hinunter

und konnte in der sich lichtenden Dunkelheit

noch nicht viel erkennen.Taurin,

das Dorf seiner Heimat wurde noch immer

vom Schwarz der Nacht verschluckt.

Er konnte vorerst nur die Gipfel

der anderen Berge um ihn herum erkennen.

Der volle Mond senkte sich ihnen

langsam entgegen, berührte bereits

die kantige Seite des Berges seines

Schlafes und verschwand in stetiger Ruhe

hinter ihm, so dass die Silhouette immer

kräftiger erkennbar wurde.

Doch wo waren die Erkenntnisse, die

seine Seele befriedigen sollen und die

ihn hier auf den Berg der Erkenntnis gerufen

hatten?

Joshua setzte sich im Lotussitz auf den

Gipfelstein und wandte sich dem kommenden

Morgenlicht entgegen. Er

schaute hinaus auf die neue unbekannte,

weite Landschaft zu seinen Füssen,

die der Morgennebel schleierhaft bedeckte.

Bislang hatte ihm der Berg der

Erkenntnis, welchen er nun bezwungen

hatte, die Sicht darauf genommen und

ihm vom Dorf aus nur seine eigene Gestalt

in diese Richtung majestätisch gezeigt.

Er überlegte sich, ob dies nun die Erkenntnis

war, dass wenn man sich über

die eigenen Ansichten erheben konnte,

einem eine neue Sichtweise offenbart

würde.

So schaute er fasziniert über die neue

Gegend und beobachtetet, wie sich das

Land unter ihm in die Weite zog und

sich,im Gegensatz zu den hohen Bergen

zu seiner Seite, vor ihm nur noch zu kleineren

Hügeln erhob. Der Horizont, welcher

sich weiter hinten fast flach über die

ganze Breite erstreckte, wurde nun immer

heller und begann mit seinem farbenfrohen

Morgenspiel, welches von

der Sonne aus im Versteckten dirigiert

wurde. So verfärbte sich das Schwarz

des Nachthimmels zuerst in ein tiefes

Dunkelblau, welches sich fortwährend

aufhellte und die dunkleren Farbtöne

immer weiter von sich schob. Nun kam

auch noch ein leuchtendes Orange-Rot

hinzu, welches den Himmel fantastisch

verzauberte und sich ebenfalls in ein

strahlendes gelb aufhellte. Schliesslich

blitzen die ersten Sonnenstrahlen hervor

und ergossen zugleich eine prickelnde

Wärme über die Spitzen der Berge

und auf Joshuas Gesicht.

Er schloss dankbar seine Augen und

spürte,wie das wohltuende Licht auch in

seinen Körper floss und seine Nervenzentren

anregte und belebte, als würde

er sich in einen anderen Zustand des

Seins hinein begeben. Dafür alleine hatte

es sich schon gelohnt den Aufstieg zu

unternehmen, dachte Joshua für sich

und spürte merklich, wie sich die Kraft

der Sonne immer stärker in ihm entfaltete

und sich auch immer weiter in das

Himmelszelt hinauf und über den Horizont

hinaus erhob.

Als er die Augen wieder öffnete, fühlte

er sich, als sei er aus einem langen, tiefen

Schlaf erwacht, in dem er die nötige

Energie für den neuen Tag geschöpft

hatte. Unter ihm löste sich auch das

Grau des Morgennebels langsam auf

und gab den Blick frei auf das dunkle

Grün der Landschaft. Nahe beim Horizont,

weit von ihm entfernt, glitzerte ein

grosser See auf, der sich unaufhörlich in

die Unendlichkeit zu erstrecken schien.

So etwas Gewaltiges hatte er noch nie

zuvor gesehen, doch was ihn noch mehr

faszinierte und seinen Blick in den Bann

zog, waren, so glaubte er zu erkennen,

hohe Türme und Gebäude, die sich am

Ufer zu diesem gewaltigen See in die

Höhe streckten und in der Morgensonne

leuchteten. (wird fortgesetzt)

spirit of nature

winter 2002/03

swiss hemp times

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Der Alpen-Gandhi 2. Teil

Bernard Rappaz / Anna Gossenreiter

Der zweite Teil des Bernard-Rappaz-Portraits, welches von der Journalistin Anna Gossenreiter

für die «Weltwoche» geschrieben wurde, beginnt im Jahr 1968. Geprägt von Hippie- und

Studentenkrawallen, verliess Rappaz Junior die Weinbauern-Schule im Burgund, in die ihn

sein Vater zwecks späterer Übernahme des elterlichen Weinberges gesteckt hatte.

Der 15-Jährige kehrte nach Hause

zurück. Mit Alkohol wolle er nichts

mehr zu tun haben, zu zerstörerisch

wirke dieses Genussmittel auf die

Gesellschaft ein. Zwei Jahre später

zog er aus, fuhr nach Amsterdam, der

damaligen Hochburg der Kiffer.

Rappaz brachte ein Pfund Cannabis-

Samen aus aller Welt mit. Seither

pflanzt er Cannabis an, heute gutschweizerisch

Hanf beziehungsweise

Chanvre genannt. Durch Kreuzungen

und Auslese

entstanden aus

dem Amsterdamer

Pfund eigene

Sorten. «Walliser

Queen» und

«Alp King» sind

heute auf dem

Markt für Cannabis-Samen

begehrte

Züchtungen

und haben

an internationalen

Hanfmessen

Preise geholt.

Alternativ mit Papas Hilfe

Als Militärdienstverweigerer nahm

Rappaz eine Gefängnisstrafe auf

sich. Nach einem vom Vater berappten

Önologie-Studium in Lausanne

kaufte er sich wiederum mit Papas

Hilfe einen abgelegenen Bauernhof

und war fortan Biobauer - damals eine

Provokation im Wallis. Mit einer

Windmaschine und Solarzellen produzierte

er seinen eigenen Strom.

Dafür kämpfte er erfolgreich gegen

Behörden und die Elektrizitätslobby.

Seine Redegewandtheit erwarb

er sich als Autobahngegner und im

Widerstand gegen das Staudammprojekt

Hydro-Rhône. Bernard

Rappaz versteht es, die Leute für

«die gerechte Sache» zu begeistern

und einzuspannen. Selbstkritik dagegen

ist nicht seine Stärke. Mit einer

Ausnahme: In den achtziger Jahren

überfiel er zusammen mit einem

anderen Biobauern ausgerechnet in

Saxon eine kleine Bankfiliale. «Der

grösste Fehler meines Lebens», behauptet

er heute. Ständig pleite, zu

viel gekifft, zu viel ferngesehen…

Mit der Beute, knapp 20'000 Franken,

zahlten die beiden Biobauern

ihre Schulden zurück. Auch bei den

Banken. Der Weg führte geradewegs

ins Gefängnis. Die Strafe ist längst

abgesessen, doch die Sache nicht

vergessen. Nicht in Saxon. Für die einen

ist und bleibt er ein Krimineller,

andere respektieren den konsequenten

Aussenseiter. «Farinet von Saxon»

wird er mitunter genannt - der

Nachfolger des Walliser Falschmünzers

und Freiheitshelden, dem C.F.

Ramuz ein literarisches Denkmal

setzte. Der Vergleich schmeichelt

Rappaz beträchtlich. «Je dérange»,

ich störe, sagt er voller Stolz. Weniger

Freude hat Raoul Rappaz, der

Vater. Die Leute wechselten die

Strassenseite, nur um mit ihm nicht

über Bernard reden zu müssen. Gemeinsam

ist Vater und Sohn, dass

beide, wie es in der schönen Familientradition

liegt, Atheisten sind:

«Seit 1870 ist aus unserer Familie

niemand kirchlich getraut oder begraben

worden.Alle liessen sich kremieren.»

Der alte Mann hat seinen

Weinberg inzwischen verkauft. Er

brennt noch seinen eigenen Williams

und nennt ihn «Eau de Diable»,Teufelswasser

- nach einem Vorschlag

seines Sohnes.

Beinahe Grossrat

Rappaz junior ist dem Hanf treu geblieben.

Damit

gewinnt einer

im Weinkanton

Wallis nicht

viele Freunde.

Trotzdem machte

Bernard Rappaz

aus seinem

Hanfanbau nie

ein Geheimnis.

Die Provokation,

die den Eifer

der Walliser

Polizei und Justiz

anstachelte,

wirkte sich gut

auf den Geschäftsgang aus: «1992

baute ich Hanf nur für den Eigengebrauch

an. Der Kontrolleur der Bio

Suisse verpfiff mich. Eines Tages

fand ich zwei Polizisten in meinen

Tomatenfeldern, dann schnitten sie

meine Hanfpflanzen ab. In der Uno-

Konvention steht, dass die Stängel

und die Blätter nicht illegal sind.

Deshalb stellte ich aus den Blättern

Tee her. 1993 pflanzte ich dann 1000

Quadratmeter an. Der Richter liess

die Pflanzen abschneiden. Im folgenden

Jahr pflanzte ich mit anderen

Bauern zur Samengewinnung

40'000 Quadratmeter an. Der Richter

liess die Samen beschlagnahmen.

Damit betrieb er ein enormes

Marketing. Das war grossartig für

den Hanf.» ■

libertez rappaz!

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swiss hemp times

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Nicole Halbritter

hanf inteam

Alter: 21 Jahre

Angestellt bei: Tasar GmbH, Volketswil

seit August 2001 als Verkäuferin

Wie bist Du zur Tasar GmbH gekommen?

Ich kannte den Geschäftsinhaber und er erzählte mir von

dem Hanfladen. Als er mich fragte, ob ich hier arbeiten

möchte, habe ich zugesagt und kündete am gleichen Tag

noch meine alte Stelle. Also war er gezwungen einen Laden

zu eröffnen. Damals wussten wir noch keinen Namen

für den Laden. Schließlich haben wir ihn nach dem ausgestopften

Löwen benannt.

Was hast Du vorher gemacht?

Ich absolvierte die Verkäuferinnenlehre beim C&A in

Zürich und arbeitete anschließend noch ein Jahr dort.

Was gefällt Dir bei Deiner Arbeit mit Hanf besonders?

Dass die Pflanze so vielfältig ist. Das ganze Gebiet rund

um den Hanf ist riesig und noch nicht vollständig entdeckt.

Es kommt immer wieder Neues hinzu, das ist faszinierend

und sehr abwechslungsreich.

Wie war Deine erste Begegnung mit Hanf?

Es war an meinem 18ten Geburtstag. Mein Freund und ich

suchten uns ein lauschiges, einsames Plätzchen und rauchten

gemütlich einen Joint.

Welches sind Deine Hobbies?

Ich mache nichts Bestimmtes. Ich lebe gerne meine kreative

Seite aus, zum Beispiel mit Fotografieren, basteln wie

auch zeichnen und schreiben.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Eine Massage-Ausbildung interessiert mich, aber ansonsten

lasse ich die Zukunft einfach auf mich zukommen.

Es kommt, wie es kommen muss.

Wie stehts mit Familie, möchtest du einmal Kinder haben?

Ja klar! Am liebsten zwei oder drei. Die Familie ist mir

sehr wichtig; sie ist auch notwendig.

Was wünschst Du Dir und der Welt?

Dass alle zufriedener werden und dass die aktuellen Probleme,

wie zum Beispiel der Terrorismus oder die schlechte

Wirtschaftssituation, auf eine gute Art gelöst werden

können.

Walter Hobi

Alter: 35 Jahre

Angestellt bei: NaturArt, Sevelen

als Geschäftsführer

swiss hemp times

winter 2002/03

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Wie bist du zu NaturArt gekommen?

Mit dem Velo ;-). Rinaldo Eckmann hat mich überzeugt,

dass Hanf eine sehr nützliche Pflanze in vieler Hinsicht ist.

Und diese Tatsachen haben mich überzeugt.

Was hast du vorher gemacht?

Ich war Bauleiter.

Was gefällt dir bei Deiner Arbeit mit Hanf besonders?

Die Vielseitigkeit der Pflanze. NaturArt ergänzt bestehende

Nahrungsmittel durch Hanf. Zu unserer Palette gehören

unter anderem Biscuits, Ice-Tea, Schokolade, Sirup

und Öle. Das ist der Grund, weshalb ich mich vor allem für

den Nahrungsmittelbereich interessiere.

Wie war deine erste Begegnung mit Hanf?

Über die Ernährung. Das erste Produkt, das ich probiert

habe, war der geschälte Hanf; das liegt jetzt ungefähr

sechs Jahre zurück.

Welches sind Deine Hobbies?

Ausdauersport (Biken, Langlauf) und Tai Chi

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Weitere innovative Produkte produzieren.

Wie stehts mit Familie, möchtest du einmal Kinder haben?

Wenn die richtige Frau kommt, würde ich gerne eine Familie

gründen.

Was wünschst Du Dir und der Welt?

Friede, Freude, Eierkuchen. Ich wünsche mir, dass die Politiker

in Sachen Hanflegalisierung klare Gesetze verfassen,

damit die Bevölkerung nicht mehr im luftleeren

Raum schwebt. Dabei könnte die Kirche die Hanfszene

eigentlich unterstützen, denn Hanf ist ein gottgegebenes

Naturprodukt – es zu verbieten gleicht Gotteslästerung.


Beatrice Klopfenstein

Wie bist Du zum Hanf Center Interlaken gekommen?

Am Neujahrsmorgen 1997 – nach einem langen Silvester,

hatte ich die Idee einen Hanfladen zu eröffnen. Drei Monate

öffneten meine Kollegin Kathrin und ich zusammen

die Türen unseres eigenen Ladens.

Was hast du vorher gemacht?

Nach meiner Lehre als Elektrozeichnerin habe ich einige

Jahre auf dem Beruf gearbeitet, war aber nie richtig glücklich

dabei.

Was gefällt dir bei Deiner Arbeit mit Hanf besonders?

Der Umgang mit Menschen von Jung bis zum Grosi und

aus allen Schichten, die Vielseitigkeit der Pflanze und –

vor allem – die medizinischen Aspekte. Ebenso gefällt es

mir natürlich, mein eigener Chef zu sein.

Wie war deine erste Begegnung mit Hanf?

In den Ferien auf Korsika am Lagerfeuer sitzend ging ein

Joint um. Bei diesem ersten Mal habe ich aber absolut keine

Wirkung gespürt und war echt enttäuscht.

Alter: 34 Jahre

Mitinhaberin Hanf Center Interlaken

seit 1997

Welches sind Deine Hobbies?

Viel Zeit verbringe ich mit meinem Hund draussen in der

Natur. Und wenn die Zeit reicht, gehe ich im Winter Ski

fahren und im Sommer mache ich auch mal gerne eine

Ausfahrt mit dem Töff.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Privat plane ich nicht gerne weit voraus; ich lasse mich lieber

überraschen was das Leben bringt. Beruflich wünsche

ich mir die Hanf-Liberalisierung und der Ausbau meines

Geschäftes.

Wie stehts mit Familie, möchtest du einmal Kinder haben?

Nein, Kinder möchte ich keine. Diese Verantwortung

möchte ich in der heutigen Welt nicht übernehmen.

Was wünschst Du Dir und der Welt?

Ich wünsche mir vor allem mehr Toleranz unter den Menschen

und mehr Respekt gegenüber der Natur und den

Tieren.

hanf inteam

Michael Mosimann

Alter: 25 Jahre

Inhaber von El Carahito, Langnau

seit 2002

Wie bist Du zum El Carahito gekommen?

Ein Kollege eröffnete in Bern einen Hanfladen und ich

habe ihm ein Jahr lang zugeschaut. Nachdem ich eine Verkaufskoordinationsausbildung

gemacht hatte, eröffnete

ich am 1. April 2002 El Carahito mit einer Angestellten.

Was hast du vorher gemacht?

Durch den Tag arbeite ich als Gipser (immer noch) und

am Abend habe ich den Laden.

Was gefällt dir bei Deiner Arbeit mit Hanf besonders?

Die Arbeit mit Gleichgesinnten und die Arbeit mit der

Pflanze natürlich. Ausserdem ist es sehr schön, wenn man

das Hobby zum Beruf machen kann.

Wie war deine erste Begegnung mit Hanf?

Das war an einem Samstagabend bei einer Schülerdisco.

Ich war erst 13 und es ist überhaupt nicht eingefahren,

worauf ich etwa ein halbes Jahr die Finger davon liess.

Welches sind Deine Hobbies?

Rollhockey spielen. Zudem organisiere ich seit fünf Jahren

GOA-Parties.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Mehrere Betriebe in der Hanfindustrie gründen, ein kleines

Hanfimperium, sozusagen.Von der Produktion bis hin

zum Verkauf alles unter demselben Namen.

Wie stehts mit Familie, möchtest du einmal Kinder haben?

Familie ja, aber es müssen nicht unbedingt eigene Kinder

sein.

Was wünschst Du Dir und der Welt?

Friede, Glück und eine schnelle Hanflegalisierung.

von Florence Bieri

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Zurück zur Natur!

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hesch öppe Hanfchäs ou derby? So cha mä läbä u zfride sy!

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Hanf als Medizin?

Fünf Fragen an:

Peter Hermann, Gärtner/Florist

dr. hanf

Soll Hanf auch als Alternative zur

Schulmedizin angewandt werden

dürfen?

Ja, selbstverständlich. Persönlich bin

ich eher für Hanf als für den Gebrauch

von zuviel Chemie.

Sollte Hanf als Medizin zum Beispiel

in der Apotheke frei erhältlich sein

oder nur auf Rezept?

Ich finde es sollte frei erhältlich sein,

auch ohne Rezept.

Finden Sie, dass jeder Mensch das

Recht hat, seine Medizin selber zu

wählen oder gar selber anzubauen/herzustellen,

solange er niemandem

damit schadet?

Ja, sicher. Diese Eigenverantwortung

sollte jeder Mensch übernehmen.

Haben Sie oder Ihre Familie/Freunde

Erfahrungen mit Heilpflanzen gemacht?

Wenn ja, auch mit Hanf?

Oh ja – mein Ausschlag, den ich mit

Hanfsalbe behandelt habe, ist fast

weg.

Finden Sie es richtig, dass das Gesetz

den Gebrauch einer Heilpflanze verbietet,

wie es beim Hanf der Fall ist?

Nein, das finde ich ganz und gar nicht

richtig. Gerade wenn man doch weiss,

dass die Pflanze postitiv auf Menschen

wirken kann.

Vielen Dank für das Gespräch und

alles Gute.

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swiss hemp times

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Die Kraft aus der Natur!

Rinaldo Eckmann

Es ist das Nationalgetränk der Engländer, aber seine Hochkultur stammt aus Fernost: Camellia

sinensis – Tee. Genau wie das aromatische und in Tausenden von Variationen bekannte

Teekraut, verfügen aber auch unzählige weitere Pflanzen vor unserer Haustür über köstliche,

gesundheitsfördernde und heilende Wirkungen.

In China gibt es ungefähr dreitausend

Teesorten, deren Unterschied

vor allem im unterschiedlichen Herstellungsverfahren

liegt. Aber die

Pflanze (Camellia sinensis) bleibt

immer die gleiche. Man unterscheidet

dabei sechs Hauptsorten: Weisser,

grüner, schwarzer (in China roter

Tee genannt), parfümierter, gepresster

und Oolong-Tee. Der Tee sollte

nie ganz kalt oder aus dem Kühlschrank

heraus getrunken werden;

im Winter sollte er eigentlich nur

warm oder heiss eingenommen

werden.

In der traditionellen chinesischen

Medizin hat der Tee einen hohen

Stellenwert: So wirkt der Tee positiv

auf Yin und Yang, dem Wechselspiel

der Kräfte im Körper des Menschen.

Die hochwertigen Teesorten aus dem

«Reich der Mitte», wie China auch

genannt wird, vermitteln dem Menschen

positive Schwingungen, stärken

sein Qi (Lebensenergie) und

verhelfen ihm so zu einer ausgewogenen

Gesundheit, inneren Ruhe

und Gelassenheit.

In Europa haben seit alter Zeit die

wahren Kräuterkundigen gemerkt,

dass selbst die einfachsten und gewöhnlichsten

Kräuter ihren Wert haben

und das bereits eine Hand voll

davon genügt, um sämtliche Leiden

zu heilen. Wesentlich ist dabei, die

Pflanze durch und durch zu kennen,

sie nicht nur als Behälter chemischer

Wirkstoffe zu betrachten, sondern

als Persönlichkeit mit eigenem Wesen

und einer langen Geschichte. Alle

Pflanzen, auch die unscheinbaren,

haben ihren Platz und Zweck.

Dazu gehören ebenso gewöhnliche

Wildkräuter, die meist ungeliebt zwischen

Haustür und Gartentor wachsen

wie z. B. Brennnessel, Beifuss,

Gunderman, Geissfuss, Löwenzahn

und Hanf. Sie haben ihre Heilkräfte,

ihre Bedeutung in der Volksmedizin,

ihre Rolle in Sagen und Märchen, im

Aberglaube und sie haben planetarische

Bezüge. Im Falle des Cannabis

ist leider heute immer noch eine traditionelle

Pflanze verboten, obwohl

deren Heilkraft eindeutig bewiesen

ist. Dabei gibt es viele, oftmals ältere

Leute und solche im Rollstuhl, welche

auf die Heilkraft des Hanf angewiesen

sind! Zum anhaltenden Verbot

gibt’s daher nur eines zu sagen:

Menschenverachtend! ■

«Der Geist des Tees ist wie der Geist

des Tao; Er strömt spontan, wandert

hierhin und dorthin und wiedersetzt

sich jedem Zwang.»

John Blofeld

En guete, Euer Rinaldo Eckmann

culinarium

Tee bei Erkältung und Grippe

Zutaten:

- Teekräuter Lindenblüten

- Teekräuter Hanf

- Teekräuter Flieder

- Hönig

Je ein Teelöffel Lindenblüten-, Hanf- , und Fliedertee mischen.

Die ganze Mischung mit einer grossen Tasse heissem Wasser übergiessen, anschliessend

mindestens 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Häufigkeit des Konsums nach Bedarf. Heiss trinken und nach Belieben mit Honig süssen.

© 2002 naturART

winter 2002/03

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Redaktion

Swiss Hemp Times

Monbijoustrasse 17

3011 Bern

031 398 14 47

redaktion@hemptimes.ch


Rückschau

festival du Chanvre

Vom 29.11-1.12.02 fand im Pariser

«Espace Austerlitz» das «3ième

festival du Chanvre» statt. Die

französische Hanf-Ausstellung für

Ökologie und Alternative Rohstoffe

bot neben den zahlreichen Ständen

auch Workshops, Konferenzen

und einen Hanfmarkt. Da die politische

Situation zum Thema Cannabis

in Frankreich im Vergleich zur

Schweiz eher steinzeitlich aussieht,

traf man an dieser Messe grösstenteils

Aussteller aus der hanfigen

Textil-, Lebensmittel- und Kosmetik-Industrie.

So bunt wie an hiesigen

Hanfevents, wo mächtige

Pflanzen und süsslicher Geruch in

der Luft kaum wegzudenken sind,

geht es eben nicht überall zu.

AGENDA

Ausgewählte Leckerbisse:

Schweiz

28.2. – 2.3. 2003

«CannaTrade»-Messe in Bern,

expo-Gelände, Halle 310.

Aktuelle Infos zur grössten

Schweizer Hanfmesse unter

www.cannatrade.ch

1.3. 2003

«CannaParty» in Bern,

die hanfige Party zur CannaTrade.

Ab 21.30 Uhr im Berner

Wasserwerk (Mattenquartier).

Live-Sound von Ska bis Rock.

März 2003

«Hanf-Lotto»

Coming soon – Infos über Ort und

Zeit unter

www.hanf-koordination.ch

hemp events

Vorschau

CannaTrade.ch

Vom 28.2-2.3.03 kann die helvetische

Hanfbranche was erleben: Zum

dritten Mal öffnet die «CannaTrade»-Hanfmesse

in der Halle 310 des

Berner BEA-Geländes ihre Pforten.

Wiederum werden sich weit über

hundert Aussteller einfinden und

während drei Tagen ihre Kostbarkeiten

präsentieren.Am Samstag findet

wie gewohnt der «CannaSwissCup»

statt, an welchem die 10 besten

Schweizer Hanfsorten der letztjährigen

Ernte erkoren und prämiert

werden. Im Rahmen der «Schweizer

Hanftage» finden ausserdem Vorträge

und politische Diskussionen statt;

fürs kulinarische Wohl sorgt traditionell

die Hanfbar.

Weltweit

25.4 – 27.4.2003

«Highlife Hennepbeurs»-Messe

in Utrecht (NL). Die nunmehr

sechste Ausgabe der niederländischen

Hanfmesse findet heuer

in einer grösseren Halle statt.

Weitere Infos unter

www.highlife.nl

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swiss hemp times

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die letzte

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GESETZESREVISION

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IMPRESSUM

Matthias «Willi» Blaser

Chefredaktor

Die SWISS HEMP TIMES

erscheint alle drei Monate

Olivier Maier

legalize Eine er it, hemp Zeit history des Erwacr Besinnung Auflage: in 12000 der Ex. Zeit des Erwachens,

Informationen über Inserate, Termine Teil 7

Marc Zingg

Redaktor

der report

Nadir Lenazzi

Redaktor «Mr. K.C.»

growing

Roman Bettschen

Redaktor «El Creador»

growing

Patrick Michael Hunziker

Redaktor

spirits of nature

Lotti Loosli

Redaktorin

Dr. hanf

Hannes Lüthi

Redaktor

cannaisseurs

Florence Bieri

Redaktorin

hanf inteam

Rinaldo Eckmann

Redaktor

culinarium

Bernard Rappaz

Redaktor

libertez rappaz!

Peter «Monkey» Zysset

Kolumnist «Mr. M»

News frisch vom Feld

und Tarife unter www.hemptimes.ch/inserate

Herausgeber

Verein Schweizer Hanfblatt, Thun

Redaktion, Inserate und Vertrieb

Swiss Hemp Times,

Monbijoustrasse 17, 3011 Bern

Tel. 031 398 14 47

redaktion@hemptimes.ch

Mitarbeit an dieser Ausgabe

Margot Steiner, Markus Kaufmann, Erik Vischer

Beratung

Symbiont Consulting, Bern

Grafische Gestaltung

PRESIGN – Layouts, Satz, Grafik & Lithos

Olivier Maier, Scheibenstrasse 9, 3600 Thun

Tel. 079 422 42 79

grafik@hemptimes.ch

Internet

Fatweb, Reto Iseli, Wimmis

www.fatweb.ch

Druck

Jost Druck AG, Hünibach

Versand

Verein TRANSfair, Thun

Redaktionelle Partnerschaft

Verein hanfarchiv, Rohrmatt

Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung

für unverlangt eingesandtes Material.

Reproduktion für kommerzielle Zwecke nur mit

schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

Alle Rechte vorbehalten.

Die nächste

«Swiss Hemp Times»

erscheint am

21. März 2003

Die guten Taten des Hanfgeistes

swiss hemp times

winter 2002/03

© 2002 Willi Blaser

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