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Luftrettung 1 | 2013

Das Förderermagazin

STATIONSPORTRÄT

Die DRF Luftrettung

in Dresden

NOTFALL

Strandspaziergang mit

schmerzhaften Folgen

JUBILÄUM BEI DER DRF LUFTRETTUNG

40 Jahre

Einsatzbetrieb


Förderer der ersten Stunde: Ute Steiger (seit 5/1973) l l l

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

40 Jahre geben Anlass, einmal zurückzublicken

auf die Zeit, als die Luftrettung noch

in den Kinderschuhen steckte. Als die

Alarmzentrale noch im Keller eines Mietshauses

untergebracht war und das Baby der

Buchhalterin friedlich neben den Aktenordnern

schlief. Die Geschichte der DRF Luftrettung

beginnt mit ihrer Gründung im September

1972, damals unter dem Namen

DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.).

Am 19. März 1973 startete erstmals ein

Hubschrauber der DRF Luftrettung zu einem

Einsatz: Eine Amerikanerin hatte in Böblingen

einen Unfall erlitten.

Damals hätte wohl keiner für möglich gehalten,

was sich in den folgenden 40 Jahren entwickeln

würde: Heute verfügt die DRF Luftrettung

über eine Flotte von 50 Hubschraubern

und drei Ambulanzjets, sie stellt an 31

Stationen in Deutschland, Österreich und

Dänemark die Luftrettung sicher und wird

zu rund 39.000 Einsätzen jährlich alarmiert.

Daher haben wir das Titelthema in dieser

Ausgabe erstmals auf sechs Seiten erweitert.

Wir beleuchten die Meilensteine der vergangenen

vier Jahrzehnte und lassen Zeitzeugen

wie langjährige Mitarbeiter und Förderer der

ersten Stunde zu Wort kommen.

Natürlich müssen Sie auf Gewohntes und

Bewährtes in dieser Ausgabe nicht verzichten:

Auf den Seiten 20–21 lesen Sie, wie

unsere Einsatzkoordinatoren die Rückholung

eines Fördermitglieds aus der Westsahara

organisieren. Wissenswertes über die

DRF Luftrettung in Dresden erfahren Sie auf

Seite 22–23.

Eine angenehme Lektüre wünschen Ihnen

Ihr

Dr. Hans Jörg Eyrich

Vorstand

Ihr

Steffen Lutz

Vorstand

Titelfoto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung Foto: privat

22

20

In der Westsahara gestürzt: Zur Operation

der komplizierten Sprunggelenksfraktur

muss Karl Köferl zurück nach

Deutschland. Schnell und unkompliziert

organisiert die DRF Luftrettung

die Rückholung ihres Fördermitglieds.

Breites Einsatzspektrum: Aus der Luft stellt die Besatzung

von Christoph 38 die Notfallversorgung der

Menschen in Dresden wie auch im Umland sicher.

2


Siegfried Steiger (seit 5/1973) l l l Nicole Steiger (seit 5/1973) l l l Pierre-Enric Steiger (seit 5/1973)

In dieser Ausgabe

04 Aktuell

Einsatzrückblick auf 2012; Der DRF e.V. spart Portokosten;

Neue Förderermitgliedskarte im Jubiläumsjahr; Offizielle

Facebook-Seite der DRF Luftrettung.

06 Titelthema

Zeitreise an Bord der „Luftrettung“: Am 19. März 1973

nahm die DRF Luftrettung ihren Einsatzbetrieb auf. Wir

geben Ihnen einen Überblick über die Meilensteine in der

Geschichte der gemeinnützig tätigen Luftrettungsorganisation

und lassen Zeitzeugen zu Wort kommen.

12 Porträt

Neue Wege gehen: Ergänzend zu den Agenturen, die für

den DRF e.V. bundesweit Förderer gewinnen, sind seit

Herbst 2012 auch fest angestellte Außendienstmitarbeiter

für den Förderverein aktiv.

14 Lokalnachrichten

Einsatzmeldungen aus den Regionen.

20 Notfall

Eine unebene Stelle am Strand von Ad-Dakhla bringt Karl

Köferl zu Fall, er bricht sich das Sprunggelenk. Die komplizierte

Fraktur muss dringend operiert werden. Dazu tritt er

die Heimreise an Bord eines Ambulanzflugzeugs der DRF

Luftrettung an.

22 Stationen der DRF Luftrettung

In dieser Ausgabe: Ein Porträt von der Luftrettungsstation

Dresden.

24 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.

28 Christopher Kids

Achtung, festhalten! Warum ein Hubschrauber bei Start

und Landung für starken Wind am Boden sorgt.

30 Spenden und Helfen

Spenden für die DRF Luftrettung; Impressum.

Luftrettung 1 || 2013

Foto: Patrick Seeger Foto: Archiv DRF Luftrettung

1973 1983 1993 2003 2013

10

06

40 Jahre DRF Luftrettung: Die Ära begann im Jahr 1973.

Heute heben die rot-weißen Luftretter an 31 Stationen in

Deutschland, Österreich und Dänemark zu ihren Einsätzen ab.

Vertrauen ist gut, Nachweis ist besser:

Die Außendienstmitarbeiter der

DRF Luftrettung tragen einen Dienstausweis

bei

sich.

3


Aktuell

l l l

Ernst Bauer (seit 5/1973) l l l Claus J. Gadatsch (seit 5/1973) l l l

Elke

Kurz berichtet

Einsätze der DRF Luftrettung 2012 erneut gestiegen

Wenn schnelle Hilfe gefragt ist, kommt die Rettung immer häufiger aus der Luft. Die Hubschrauber der DRF Luftrettung flogen

im vergangenen Jahr bundesweit 35.498 Einsätze – dies sind 423 Einsätze mehr als im Vorjahr. Bei einem Viertel der versorgten

Patienten handelte es sich um verunfallte Personen, die von der DRF Luftrettung notärztlich versorgt wurden. Häufige

Alarmierungsgründe waren außerdem Herzinfarkte und Schlaganfälle. Jeder dritte Notfallpatient, den die Notärzte und

Rettungsassistenten der DRF Luftrettung 2012 behandelten, musste mit dem Hubschrauber als schnellstem Transportmittel

in Kliniken gebracht werden – eine Folge der bundesweiten Spezialisierung von Kliniken. Außerdem wurden an Bord von

sieben Ambulanzflugzeugen der DRF Luftrettung und der LAA (Luxembourg Air Ambulance) 839 Patienten aus dem Ausland in

ihre Heimatländer transportiert. 2012 leistete die DRF Luftrettung insgesamt 38.748 Einsätze.

Da von weiter steigenden Alarmierungszahlen ausgegangen werden kann, rüstet sich die DRF Luftrettung für die Zukunft.

„Als deutschlandweit erste Luftrettungsorganisation werden wir noch in diesem Jahr einen Hubschrauber der neuesten

Generation, die EC 145 T2, in Dienst stellen. Mit diesem Hubschraubertyp, der auch optimal für Nachtflugeinsätze geeignet

ist, ersetzen wir sukzessive unsere BK-117-Flotte“, erklärt Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung. Außerdem wird

die DRF Luftrettung im Sommer 2013 ein neues Ambulanzflugzeug des

Typs Lear 45 in Betrieb nehmen. „Der moderne Jet hat unter anderem

eine größere Kabine, sodass wir zwei Patienten gleichzeitig transportieren

können“, erläutert Steffen Lutz.

Herzinfarkte und Schlaganfälle waren 2012 eine häufige Alarmierungsursache.

Foto: DRF Luftrettung

Jubiläumsausgabe

Vor 40 Jahren nahm die DRF

Luftrettung erstmals ihren Einsatzbetrieb

auf. Seither ist viel geschehen, was ohne die Unterstützung von

Förderern nicht möglich gewesen wäre. „Daher geben wir zum Dank für

die langjährige treue Unterstützung in diesem Jahr eine spezielle Mitgliedskarte

aus“, berichtet Simone Hönn, Gruppenleiterin Service beim

DRF e.V. Die Karte im Scheckkartenformat zeigt auf ihrer Rückseite die

Jahreszahl 40 im Lorbeerkranz. Sie ist nur 2013 erhältlich und wird Ende

März an die Förderer des DRF e.V. ausgegeben.

Im Jubiläumsjahr zeigt die DRF Luftrettung

ihre Wanderausstellung in Städten mit Luftrettungsstationen.

Derzeit ist die Ausstellung noch

bis 22. März 2013 in Dresden zu sehen. Über die

aktuellen Termine können Sie sich im Internet informieren

unter www.drf-luftrettung.de

QR-Code mit dem Smartphone

einfach abscannen – und schon

sind Sie im Online-Veranstaltungskalender

der DRF Luftrettung.

4


Neumann (seit 5/1973) l l l Rainer Rittmann (seit 5/1973) l l l Manfred Wende (seit 5/1973)

Sinnvoll sparen

Um Förderbeiträge und Spenden so effizient wie möglich

einzusetzen, prüft die DRF Luftrettung in regelmäßigen Abständen,

an welcher Stelle Sparmaßnahmen sinnvoll sind.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Tarifänderung bei der

Briefpost stand das Porto im Fokus der Überlegungen. „Der

ermäßigte Portosatz von 35 Cent ist ersatzlos gestrichen

worden“, informiert Theresia Kneschke, verantwortlich für

die Datenpflege beim DRF e.V. Ende November 2012 ging

daher ein Schreiben an jene Förderer, die ihren Jahresbeitrag

nach Rechnungserhalt bezahlen. „Dem Schreiben lag

ein Formular zur Einzugsermächtigung bei. Viele Förderer

sind unserem Vorschlag gefolgt und haben uns eine Einzugsermächtigung

für ihr Konto erteilt, sodass wir den jährlichen

Förderbeitrag in Zukunft abbuchen können“, berichtet

Kneschke. „Für das Vertrauen, das uns unsere Förderer

entgegenbringen, danken wir an dieser Stelle recht herzlich“,

fährt sie fort. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn

sich noch weitere Förderer dazu entschließen, uns beim

Sparen an der richtigen Stelle zu unterstützen.“ Wenn auch

Sie auf das Lastschriftverfahren umstellen möchten, füllen

Sie einfach den Coupon auf dieser Seite aus und senden ihn

an den DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

Wer die DRF Luftrettung bei weiteren Einsparungen unterstützen

möchte, hat die Möglichkeit, das Förderermagazin

Luftrettung“ per E-Mail in digitaler Form zu beziehen.

Das spart Kosten beim Versand – und erlaubt ein bequemes

Blättern am Bildschirm sowie eine platzsparende Archivierung

auf dem heimischen PC. Die Umstellung geht ganz

einfach und ebenso schnell: Unter www.drf-luftrettung.de/

infosdigital.html können Sie online ein Formular ausfüllen.

Abschließend müssen Sie nur noch per Mausklick bestätigen,

dass Sie künftig gerne digitale Informationen über die

DRF Luftrettung erhalten möchten.

Auf Facebook gelandet

Seit Beginn des Jahres können sich Internetnutzer

auch beim sozialen Netzwerk Facebook

über die DRF Luftrettung informieren. Die offizielle

Seite der gemeinnützig tätigen Luftrettungsorganisation

wird fortlaufend mit Einblicken

in die Arbeit der Luftretter, Tipps zur

Gesundheitsprävention oder mit Informationen

zu aktuellen Veranstaltungen bestückt. Dabei

steht der direkte Austausch mit den Menschen

im Vordergrund, die sich für die DRF Luftrettung

interessieren und mehr über sie erfahren

möchten. Dass die Seite sehr gut angenommen

wird, lässt sich an der Zahl der Fans ablesen:

Vier Wochen nach der Landung auf Facebook

hatte die Seite bereits 3.400 Fans, die den

Social-Media-Auftritt mitgestalten und

beleben.

Wer den Finger am Puls der DRF Luftrettung

haben möchte, kann unter

www.facebook.com/drfluftrettung Fan

werden. Aktuelle Informationen aus

erster Hand gibt es auch über den Twitter-Kanal

der DRF Luftrettung unter:

https://twitter.com/luftrettung.

Einzugsermächtigung

für den DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt

Name und Anschrift des Kontoinhabers

Mitgliedsnummer

Hiermit ermächtige(n) ich / wir Sie widerruflich, die von mir / uns zu entrichtende Zahlung meines/unseres Förderbeitrags bei

Fälligkeit zu Lasten meines /unseres Kontos durch Lastschrift einzuziehen.

Bankverbindung: BLZ

Konto-Nr.

Genaue Bezeichnung des kontoführenden Instituts

Wenn mein / unser Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden Instituts keine Verpflichtung zur Einlösung. Teileinlösungen werden im Lastschriftverfahren nicht vorgenommen.

Ort, Datum, Unterschrift des Fördermitglieds / Kontoinhabers

5


Titelthema

l l l

Heinrich Brunner (seit 5/1973) l l l Manfred Dayss (seit 5/1973) l l l

40 Jahre

6

Fotos: DRF Luftrettung; Composing: Inkje Dagny von Wurmb


Siegfried Denneler (seit 5/1973) l l l Hans-Josef Ganser (seit 5/1973) l l l Barbara Reske (seit 5/1973)

Der tragische Tod eines kleinen Jungen im Mai 1969 gilt als Geburtsstunde der DRF Luftrettung.

Ute und Siegfried Steiger beschritten damals einen besonderen Weg, um den Tod ihres Sohnes zu

verschmerzen: Sie gründeten die Björn Steiger Stiftung mit dem Ziel, das Rettungswesen in Deutschland

zu optimieren. Auf Initiative der Stiftung entstand die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.),

die im März 1973 ihren Einsatzbetrieb aufnahm. Wir haben aus den vergangenen vier Jahrzehnten die

Meilensteine der heutigen DRF Luftrettung für Sie zusammengetragen. Was damals als reine

Zukunftsvision galt, ist heute Realität geworden.

Wettlauf gegen die Zeit

A

uf 3 Uhr liegt eine Person auf der Waldlichtung,

das müsste der Mann sein“, informiert der Pilot

die medizinische Besatzung über den Bordsprechfunk

und leitet eine 90-Grad-Kehre ein. Der Wanderer

hatte mit seinem Handy über die 112 gerade noch

einen Notruf abgesetzt, bevor er auf der Lichtung zusammengebrochen

war. Doch die Leitstelle konnte

das Handy orten und der Hubschrauberbesatzung

die Koordinaten direkt ins Cockpit übertragen. So

vergehen nur wenige Minuten, bis der Patient notärztlich

versorgt werden kann. Der Mann ist ansprechbar

und klagt über starke Schmerzen in der

Brust. Der Notarzt schließt ihn an das Corpuls 3 an,

ein Hightech-Gerät der Medizintechnik, das unter

anderem ein Elektrokardiogramm (EKG) darstellen

kann. „Sieht aus, als hätten Sie einen Herzinfarkt“,

informiert er den Patienten, nachdem er einen Blick

auf den Monitor geworfen hat. „Wir bringen Sie jetzt

in eine Klinik, die auf Herzerkrankungen spezialisiert

ist“, erfährt der 56-Jährige vom Rettungsassistenten.

Für den Transport in die 60 km entfernte

Spezialklinik benötigt der Hubschrauber lediglich

15 Minuten.

Foto: Conny Winter

So gestaltet sich im Jahr 2013 ein Einsatz mit einem

Rettungshubschrauber, der heute zum unverzichtbaren

Bestandteil in der Notfallrettung geworden ist. Vor

40 Jahren war dies reine Zukunftsvision. „Damals

musste man erst die Polizei anrufen, um einen Krankenwagen

zu bestellen, etwas anderes gab es damals

ja nicht“, erinnert sich Siegfried Steiger. Der Krankenwagen

war lediglich mit einem Fahrer besetzt, der

die Aufgabe hatte, den Patienten in das nächste Krankenhaus

zu transportieren. Aus dieser Zeit stammt die

umgangssprachliche Bezeichnung „Rückspiegelret-

Ute und Siegfried

Steiger

gründeten 1969

die Björn Steiger

Stiftung, auf

deren Initiative

nur wenige Jahre

später die DRF

(Deutsche Rettungsflugwacht

e.V.) entstand.

Luftrettung 1 || 2013 7


Titelthema

l l l

Hans Joachim Gebert (seit 5/1973) l l l Helke Gebert (seit 5/1973) l l l

Die Rettungshubschrauber

waren

von Beginn an

mit hochwertiger

Medizintechnik

ausgestattet.

Die Einsatzdokumentation

wurde

in den „frühen“

Jahren noch nicht

per Computer

vorgenommen.

tung“, die besagt, dass der Fahrer regelmäßig über den

Spiegel den Zustand des Patienten „kontrollierte“.

Hatte er den Eindruck, dass es ihm schlechter gehe,

erhöhte er die Fahrgeschwindigkeit, um schneller eine

Klinik zu erreichen.

Anfang der 1970er-Jahre entstanden die ersten staatlichen

Luftrettungszentren in München und Frankfurt.

Doch die Mittel des Bundes waren knapp und seine

Möglichkeiten eingeschränkt. Schnell war klar, dass ein

flächendeckendes Luftrettungsnetz langfristig nur dann

erfolgreich sein würde, wenn es ökonomisch weitgehend

unabhängig ist. So


wurde auf Initiative der

Björn Steiger Stiftung am

6. September 1972 die

DRF (Deutsche Rettungsflugwacht

e.V.), die

heutige DRF Luftrettung,

gegründet mit dem Ziel,

sich am Auf- und Ausbau

der Luftrettung zu beteiligen.

Nach dem Vorbild

der Schweizerischen Rettungsflugwacht

REGA sah die gemeinnützig tätige

Organisation die Einrichtung einer Fördermitgliedschaft

vor, um die finanzielle Basis zu sichern. Als Dankeschön

für ihre Unterstützung und ihr soziales Engagement

erhielten die Förderer die Sicherheit, nach Unfällen oder

schweren Erkrankungen aus dem Ausland zurückgeholt

zu werden. Das ist heute noch so.

Einige Hürden mussten aus dem Weg geräumt

werden, bis es am 19. März 1973 so weit war: In der

Foto: Irina Wonneberg

Region Stuttgart startete erstmals ein rot-weißer Rettungshubschrauber

vom Typ Alouette III zu einem Rettungseinsatz.

Stationiert war die Maschine zunächst

am Kreiskrankenhaus Böblingen, später in Leonberg

(Christoph 41). Doch die Luftrettung war noch weit

davon entfernt, im Rettungswesen akzeptiert zu sein.

Intensive Überzeugungsarbeit war notwendig, bis Polizei

und Rettungsdienste im Rettungsmittel Hubschrauber

keine Konkurrenz sahen, sondern eine sinnvolle

Ergänzung zur bodengebundenen Notfallrettung.

Die Menschen, die im Einsatzgebiet des Hubschraubers

wohnten, waren

hingegen durchaus für

Es galt damals als etwas die gute Sache zu gewinnen.

„Unser Sohn

ganz Besonderes, bei der

DRF Luftrettung seinen war gerade geboren und

Zivildienst zu absolvieren. wir mussten uns ein

Ich freue mich, dass ich größeres Auto kaufen“,

heute noch dabei bin. erinnert sich Alwine


Horst Kerker, Fuhrpark Kern, die seit 40 Jahren

und Einkauf

die DRF Luftrettung

fördert. „Damals war

die Sicherheit im Auto

noch nicht so groß wie heute, uns war klar, dass wir

die Luftrettung unterstützen müssen und möchten. Das

ist heute auch noch so“, fährt die 70 Jahre alte Frau

aus Aidlingen fort. 1975 nahm die DRF Luftrettung

mit Karlsruhe (Christoph 43) und Rendsburg (Christoph

42) ihre nächsten beiden Stationen in Betrieb,

1980 kamen Friedrichshafen und Göttingen hinzu. Zur

Wartung der Hubschrauber wurde die erste eigene

Werft in Baden/Oos gegründet.

Fotos: Archiv DRF Luftrettung

8


Siegfried Krimmer (seit 5/1973) l l l Hans Krumscheid (seit 5/1973) l l l Gudrun Kraut (seit 5/1973)

Fotos: Archiv DRF Luftrettung

In den 1980er-Jahren stand der Ausbau des Ambulanzflugwesens

im Fokus. Hatte man Flugzeuge bisher

ausschließlich gechartert, wurde 1984 das erste

eigene Ambulanzflugzeug in Dienst gestellt. „Das war

ein Meilenstein in der Geschichte der DRF Luftrettung“,

erinnert sich Horst Kerker, der in den 1980er-

Jahren als Zivildienstleistender zur DRF Luftrettung

kam. Heute ist der Groß- und Außenhandelskaufmann

im Innendienst tätig. „Die Merlin IV C war eine zweiturbinige

Turboprop-Maschine, die am Flughafen

Stuttgart stationiert war. Ich weiß noch, wie wir innerhalb

kürzester Zeit in Räumlichkeiten des Flughafens

ein Medizinlager eingerichtet haben, das auf die

Erfordernisse der Rückholflüge ausgerichtet war“, berichtet

Kerker.

Feierstunde mit Reinhard Mey

Nur ein Jahr später erwarb die DRF Luftrettung mit

einem Learjet das zweite Ambulanzflugzeug, das auch

interkontinental eingesetzt werden konnte. „Zur Feierstunde

kam Reinhard Mey und sang ‚Über den Wolken‘

und ein Pfarrer taufte das Flugzeug auf den Namen

‚Hoffnung‘“, erzählt Hans Haselmann, der knapp

30 Jahre lang in der Alarmzentrale weltweite Rückholflüge

organisiert hat. „Damals gab es kein Fax oder

E-Mail, unser wichtigstes Arbeitsinstrument war das

Telefon, die schriftliche internationale Korrespondenz

lief per Telex.“ Im selben Jahr gelang es auch, mit der

„Berlin air rescue“ das erste deutsche Flugzeug im

alliierten Kontrollraum von Westberlin zu stationieren.

Eine im Grunde unlösbare Aufgabe, denn nur

Flugzeuge alliierter Fluggesellschaften durften die

Luftkorridore nach Westberlin nutzen und auch dort Einheitliche

landen. Im selben Jahr gründete die DRF Luftrettung Lackierung: Seit

eine eigene Flugzeugwerft für Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen

– und bezog 1986 ein größeres Ambulanzflug-

2010 fliegen die

Bürogebäude in Filderstadt Bernhausen, da mit der zeuge der DRF

aufgestockten Flotte auch mehr Personal in der Alarmzentrale

und in der Verwaltung beschäftigt wurde. wie die Hub-

Luftrettung

Mit dem 3. Oktober 1990 wurde der Rettungsdienst schrauber auch –

in Ostdeutschland Sache der neuen Bundesländer. Peu in „Rot-Weiß“

à peu wurde das Netz der Hubschrauberstandorte nach (oben).

Osten hin erweitert. So nahm am 1. August 1991 in

Zwickau die erste „Ost-Station“ der DRF Luftrettung August 1984:

ihren Betrieb auf, am 12. April 1992 begann die Tätigkeit

an der Station in Greifswald. Schließlich er-

war das erste

Eine Merlin IV C

hielt man im Dezember 1993 vom Land Thüringen eigene Ambulanzflugzeug

der

den Auftrag, eine Hubschrauberstation am Klinikum

in Suhl aufzubauen. Dies gelang in atemberaubender DRF Luftrettung

Geschwindigkeit – nur wenige Wochen später wurde (links).

der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung in

Dienst gestellt. Seit diesem Tag hat er bereits über

18.000 Einsätze geleistet.

Nachbarschaftshilfe wurde auch für die Menschen

jenseits der deutschen Grenze erbracht. 1988 beteiligte

sich die DRF Luftrettung an der Gründung und am


Aufbau der

heutige Lu-

Dank der Mobiltelefone

xembourg Air

wurde es möglich, direkt

Rescue (LAR)

mit den Patienten am

und bis heute

Krankenbett zu sprechen

kooperieren beide

Rettungsor-

und so beruhigend auf

sie einzuwirken.

ganisationen.


Hans Haselmann,

Unter dem Namen

European

Einsatzleiter i.R.

Air Ambulance

(EAA) koordinieren und leisten sie weltweite

Ambulanzflüge: 2012 waren es 839 Rückholungen

weltweit.

Mit den Jahren stellte die DRF Luftrettung die Luftrettung

an immer mehr Standorten in Deutschland

sicher. Das erforderte mehr Piloten und auch mehr

Techniker, um eine zeitnahe Wartung der Hubschrauber

zu garantieren. Um den gestiegenen Platz- und

Personalanforderungen in den Bereichen Technik und

Foto: privat

Luftrettung 1 || 2013

9


Titelthema

l l l

Erwin Merk (seit 5/1973) l l l Katharina Machalke (seit 5/1973) l l l

Fotos: Archiv DRF Luftrettung

Die Alouette III

war der erste

Rettungshubschrauber

der

DRF Luftrettung

(oben).

Der erste Hubschrauber

des

Zukunftsmodells

EC 145 T2 soll

noch in diesem

Jahr von Eurocopter

an die

DRF Luftrettung

geliefert werden

(oben rechts).

Flugbetrieb gerecht zu werden, entstand auf dem Gelände

des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden das

Operation-Center. Es wurde 1999 eingeweiht und umfasste

zum damaligen Zeitpunkt ein Verwaltungsgebäude,

eine Werfthalle für die Wartung der Ambulanzflugzeuge

und zwei Werfthallen für die Wartung der

Hubschrauber. Die Inbetriebnahme bedeutete auch

den Umzug der Ambulanzflugzeuge vom Stuttgarter


Flughafen ins Badische.

„Auch wenn wir Flugzeugpiloten

anfangs

Menschen

skeptisch waren, so hat

sich der Umzug im

Nachhinein als eindeutig

richtige Entscheidung

herausgestellt“, berichtet

der langjährige ehemalige

Flottenchef Heinz

Roschmann. „Weg vom

Getümmel und Trubel eines großen Verkehrsflughafens

hin zu einem kleineren Airport.“ Als man ein weiteres

Gebäude auf dem Flughafengelände anmieten

konnte, bekam 2008 auch die Alarmzentrale zur Koordinierung

der weltweiten Rettungseinsätze grünes

Licht für einen Umzug nach Rheinmünster.

Immer mehr Transporte zwischen Kliniken

Bereits in den 1980er-Jahren begann eine Entwicklung,

die bis heute anhält: der steigende Bedarf an Patiententransporten

zwischen Kliniken. Kostenintensive

Therapien wurden längst nicht in jedem Krankenhaus

vorgenommen, es entstanden z.B. Zentren für die

Versorgung von Brandverletzten oder Transplantationszentren.

Viele dieser Patienten benötigten einen

schnellen und schonenden Transport in eine weiterbe-

Foto: privat

handelnde Klinik – allerdings ohne Unterbrechung

der intensivmedizinischen Therapie. Um diese schwer

kranken Menschen transportieren zu können, hat die

DRF Luftrettung ihre Hubschrauber schon frühzeitig

mit hochwertiger Medizintechnik ausgestattet, als fliegende

Intensivstationen.

Mit Beginn des neuen Jahrtausends ging erneut ein

Wachstumsschub durch die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation.

Im Jahr 2000 holte die

zu fliegen, die

DRF Luftrettung mit

schwer erkrankt oder

der HDM Luftrettung

verletzt waren und ihnen

und der HSD Luftrettung

Partner an Bord,

damit Gutes zu tun, gab

meinem Beruf mehr

die über langjährige Erfahrung

im Bereich der

Sinnhaftigkeit.


Heinz Roschmann,

sogenannten Intensivtransporte

verfügen.

Flottenchef i.R.

Sechs Jahre später übernahm

die DRF Luftrettung dann die Station Magdeburg

und den Flugbetrieb an den Stationen Dresden

und Nordhausen.

An die Stelle eines Vereins war eine weltweit aktive

Luftrettungsorganisation getreten, die dringend einer

neuen Struktur bedurfte – sie wurde im Jahr 2008

realisiert. Seither besteht die DRF Luftrettung aus

einem gemeinnützigen Förderverein, einer Stiftung des

bürgerlichen Rechts, einer gemeinnützigen AG sowie

deren Tochterunternehmen. Die Stiftung, die unter der

Aufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart steht, hält

alle Anteile an der gemeinnützigen AG und überwacht

deren operative Tätigkeit (vgl. dazu auch unsere Titelgeschichte

in „Luftrettung“ 2-2012). Zu den Tochterunternehmen

gehören heute neben der HDM Luftrettung

und der HSD Luftrettung die österreichische Toch-

10


Rüdiger E. Glanz (seit 5/1973) l l l Klaus Paehler (seit 5/1973) l l l Georg Semler (seit 5/1973)

ter ARA Flugrettung, die 2001 von der DRF Luftrettung

und dem Österreichischen Roten Kreuz

Landesverband Kärnten gegründet wurde, sowie die

Falck DRF Luftambulance. Sie wurde 2004 von der

dänischen Rettungsdienstorganisation Falck A/S und

der DRF Luftrettung ins Leben gerufen mit dem Ziel,

Luftrettung in Dänemark einzurichten und aufzubauen.

Mit Ringsted nahm 2010 die erste Luftrettungsstation

im Königreich Dänemark ihren Betrieb auf.

Werftbetrieb 2012 deutlich erweitert

Um zukünftigen Anforderungen im Bereich Wartung

und Instandhaltung gerecht zu werden, wurde der

Werftbetrieb am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

2012 deutlich erweitert. „Die Luftrettung hat in

Deutschland in den vergangenen Jahren eine immer

größere Bedeutung erlangt. Mit dem Zugewinn von

neuen Luftrettungsstationen und den damit verbundenen

Erweiterungen der Flotte war eine räumliche

Ausdehnung dringend nötig. Die gestiegenen Einsatzzahlen

bringen ein erhöhtes Wartungsaufkommen

unserer Luftfahrzeuge mit sich – die anfallenden Instandsetzungen

müssen wiederum unsere Techniker

in der Werft professionell sicherstellen. In diesem

Sinne verstehen wir das Bauprojekt auch als Investition

in die Zukunft, die Weiterentwicklung der Luftrettung“,

erläuterte Steffen Lutz, Vorstand der DRF

Luftrettung, anlässlich des Richtfestes im Juni 2012.

Ende vergangenen Jahres konnten die ersten Mitarbeiter

ihre neuen Büros beziehen, im Januar 2013 wurde

schließlich auch die neue Werfthalle mit elf neuen

Wartungsdocks für Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge

ihrer Bestimmung übergeben werden.

Eines indes hat sich in den vergangenen 40 Jahren

kaum verändert, wie Helmut Nanz, Präsident der DRF

Luftrettung, ausführt: „Die bundesweiten Verhandlungen

mit den Krankenkassen um die Vergütung der

von uns geleisteten Luftrettung nimmt nach wie vor

einen großen Raum ein. Der Erfolg dieser Gespräche

ist nicht immer zufriedenstellend. Daher ist für uns

das kontinuierliche Engagement unserer Förderer und

Spender umso wichtiger.“ Denn mit rund 50 Hubschraubern

ist die DRF Luftrettung an 31 Stationen

in Deutschland, Österreich und Dänemark bei Notfalleinsätzen

und Transporten von Intensivpatienten

zwischen Kliniken stets zur Stelle. An acht Standorten

sogar rund um die Uhr. Insgesamt 38.748 Einsätze

im Jahr 2012 zeigen: Die Luftrettung ist selbst zum

Meilenstein in der Geschichte des Rettungswesens

geworden.

Irina Wonneberg

Foto: DRF Luftrettung

Das Operation-

Center am Flughafen

Karlsruhe/

Baden-Baden

wurde 2012

deutlich vergrößert

(s. Luftbild).

Der Bau

war notwendig

geworden, um

unter anderem

die Kapazitäten

des Technischen

Betriebs zu erweitern.

Heute

stehen in der

2.400 m 2 großen

neuen Werfthalle

elf Wartungsdocks

zur Verfügung.

Foto: Patrick Seeger

Luftrettung 1 || 2013 11


Mitarbeiterporträt

l l l

Ursula Fehrmann (seit 5/1973) l l l Rolf Sawinski (seit 5/1973) l l

Fördererwerbung auf

Erweiterungskurs

Um ihren Patienten die bestmögliche Versorgung zu garantieren, ist die DRF Luftrettung auf die

Beiträge ihrer Förderer angewiesen. Daher ist es wichtig, neue Förderer zu gewinnen und sie langfristig

von der wichtigen Aufgabe der DRF Luftrettung zu überzeugen. Ergänzend zu externen Mitarbeitern,

die der DRF e.V. seit vielen Jahren mit der Fördererwerbung beauftragt, setzt der Förderverein nun auch

auf fest angestellte Außendienstmitarbeiter.

M

onika Renz drückt den Klingelknopf, sie hört

Schritte, die rasch näher kommen. Dann öffnet

sich die Tür. „Guten Morgen, Frau Glattauer, mein

Name ist Monika Renz. Haben Sie einen Moment für

mich? Ich würde Sie gerne über die Arbeit der DRF

Luftrettung informieren“, stellt sich die Frau auf der

Eingangstreppe vor. Seit Oktober 2012 ist die 54-Jährige

im Großraum Offenburg unterwegs und versucht,

neue Förderer für die gemeinnützig tätige Luftrettungsorganisation

zu ge-


winnen. Ebenso wie ihre

Kollegen Ulrich Graudenz,

Rolf Gunzenhauser,

Darius Mazimpaka

und Peter Späth gehört

sie zu den Mitarbeitern,

die beim Förderverein

der DRF Luftrettung fest

angestellt sind. „Zuvor

war ich selbstständig in

der Immobilienbranche

tätig“, erzählt Monika Renz. „Jetzt kann ich meine Arbeit

mit sozialem Engagement verbinden, das empfinde

ich als etwas Besonderes.“

Die Gewissheit, zur Rettung von Menschenleben

beizutragen, verbindet die fünf Außendienstmitarbeiter,

die unterschiedlicher nicht sein könnten: Von der

Fertighaus-Verkäuferin über den Psychologen und

Diplom-Volkswirt bis hin zum Taxifahrer und gelernten

Gastronom – in den verschiedensten Branchen

waren sie schon tätig. „Für die Fördererwerbung gibt

es keinen vorgeschriebenen Karriereweg. In erster

Foto: Irina Wonneberg

Linie muss man kontaktfreudig sein und sich mit seiner

Arbeit identifzieren“, sagt Peter Späth. „Denn nur

wer von seiner Tätigkeit überzeugt ist, kann auch andere

überzeugen“, fügt der gelernte Hotelmeister hinzu.

Und er kann Dritte umfassend informieren: „Viele

Menschen wissen nicht, dass die Krankenkassen im

bundesweiten Durchschnitt nur die Kosten für die

Grundversorgung der Luftrettung übernehmen. Hier

leisten wir häufig Aufklärungsarbeit“, berichtet Monika

Renz. So erfährt

der potenzielle Förderer,

dass die DRF Luft-

Obwohl es um eine gute

Sache geht, ist es für

rettung regelmäßig und

unsere Mitarbeiter eine

über das gesetzliche

große Aufgabe, sich nach

Maß hinaus in die Fortbildung

ihres medizi-

einem NEIN immer wieder

aufs Neue zu motivierennischen

und fliegerischen

Personals, neu-


Marcel Widmann, Leiter

este Medizintechnik

Fördererwerbung

und die Modernisierung

der Flotte investiert, damit

der Patient die bestmögliche Versorgung erhält.

Fördererwerbung mit fest angestellten Mitarbeitern

zu betreiben, ist für den DRF e.V. ein neuer Weg mit

dem Ziel, einen noch direkteren Draht zu den Menschen

zu bekommen, auf deren Unterstützung die DRF

Wie Sie seriöse Fördererwerber von

dubiosen unterscheiden, lesen Sie im

Internet: www.drf-luftrettung.de/

servicetipp-foerdererwerbung.html

12


l

Ulrich Metzger (seit 5/1973) l l l Anneliese Fricke-Costa (seit 5/1973) l l l Jürgen Strunden (seit 5/1973)

Foto: Patrick Seeger

Luftrettung angewiesen ist. „Fest angestellte Außendienstmitarbeiter

sind mit unserer Luftrettungsorganisation

enger verbunden und somit dichter am eigentlichen

Tagesgeschäft, dem Retten von Menschenleben

aus der Luft“, erläutert Marcel Widmann, Leiter

Fördererwerbung im DRF e.V. Er betont, dass man

auch weiterhin Agenturen mit der Fördererwerbung

beauftragen werde. „Die Fördererwerbung mit internen

Mitarbeitern sehen wir vielmehr auch als

Chance, die Zusammenarbeit mit den Agenturen z.B.

im Rahmen von Mitarbeiterschulungen noch intensiver

zu gestalten“, fährt Widmann fort.

Intensives Seminar zu Beginn

Mit der Schulung beginnt der Außendienstmitarbeiter

seine Tätigkeit für die DRF Luftrettung – genau genommen

in der Zentrale in Filderstadt: „Nur wer die

DRF Luftrettung kennt, kann auch umfassend über sie

informieren. Daher ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter

in der Fördererwerbung die Struktur, die Geschichte

und die Entwicklung der DRF Luftrettung kennenlernen“,

betont der Leiter Fördererwerbung. Unter Anleitung

einer professionellen Trainerin, die schon seit

vielen Jahren erfolgreich in der Mitgliederwerbung

aktiv ist, erarbeiten die künftigen Außendienstmitarbeiter

die Grundlagen der Fördererwerbung. Dabei

wird unter anderem die formgewandte Ansprache der

Menschen am Infostand oder an der Haustür in realistischen

Szenarien durchgespielt und anschließend

gemeinsam analysiert. Ein Praxistest an einem Informationsstand

der DRF Luftrettung rundet die Schulung

ab.

„Unsere Mitarbeiter haben feste Arbeitszeiten und bekommen

ein leistungsunabhängiges Gehalt, um übermäßigen

Leistungsdruck zu vermeiden. Wer besonders

erfolgreich arbeitet, erhält eine Provision. Das

gilt ebenso für die Mitarbeiter der Agenturen“, weiß

Marcel Widmann. Ob der Außendienstmitarbeiter am

Infostand oder in der Haustürwerbung aktiv sein

möchte, darf er selbst entscheiden. „Der Mitarbeiter

muss sich in seiner Form der Fördererwerbung wohlfühlen,

das ist wichtig“, so Widmann.

Dass der DRF e.V. mit diesem Projekt gut fährt,

zeigte sich bereits nach wenigen Wochen. Die Rückmeldungen

aus der Bevölkerung

seien durchweg

positiv. Widmann:

„Daher werden wir das

Projekt in ausgewählten

Regionen

Deutschlands erweitern.

Die

Stellen für den

Großraum Memmingen

sind bereits

ausgeschrieben.

Zu

einem späteren

Zeitpunkt möchten

wir auch im

Osten Deutschlands

aktiv werden.“

Julia Albrecht

Haben ihr Ziel

fest vor Augen:

Peter Späth, Darius

Mazimpaka

und Monika Renz

(von links)

möchten mehr

Menschen für die

DRF Luftrettung

gewinnen.

Foto: DRF Luftrettung

Luftrettung 1 || 2013 13


Rendsburg

Niebüll

l l l

Winfried Mueller (seit 5/1973) l l l Gunhild

Bremen

Hannover

Göttingen

Dortmund

Mannheim

Karlsruhe

Rheinmünster

Freiburg

Villingen-Schwenningen

Greifswald

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Halle

Dresden

Zwickau

Bad Berka

Suhl

Weiden

Nürnberg

Regensburg

München

Lokal-

Nachrichten

Leonberg

Stuttgart

Friedrichshafen

Bad Berka

Spätabends spürte ein 45 Jahre alter

Mann plötzlich starke Schmerzen in

der Brust, seine Frau setzte sofort einen

Notruf ab. Bodengebunden wurde

der Mann in das Klinikum Bad Hersfeld

transportiert, wo die Ärzte einen

Riss in der Hauptschlagader des Herzens

feststellten. Um zu überleben,

musste der Patient dringend in einer

Spezialklinik operiert werden. Zum

lebensrettenden Transport wurde die

Besatzung der DRF Luftrettung aus

Bad Berka alarmiert. Um 1:39 Uhr

traf die Crew in Bad Hersfeld ein.

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent

übernahmen den 45-Jährigen

auf der Intensivstation, brachten ihn

in den Hubschrauber und schlossen

ihn an den Überwachungsmonitor an.

Der Notarzt verabreichte ihm Medikamente

gegen die Schmerzen und stabilisierte

seinen Kreislauf. Dann nahm

die Cockpit-Crew Kurs auf die Kasseler

Klinik, wo Christoph Thüringen

25 Minuten später landete. Der Patient

wurde den Herzchirurgen der Spezialklinik

übergeben, die ihn noch in der

Nacht erfolgreich operierten.

Bremen

Kurz vor Dienstschluss wurde die

Bremer Besatzung der DRF Luftrettung

zu einem Verkehrsunfall angefordert.

Auf der B72 waren auf Höhe von

Friesoythe (Landkreis Cloppenburg)

zwei Autos frontal zusammengestoßen.

Dabei wurden drei Insassen schwer

verletzt und in ihren Fahrzeuge eingeklemmt.

Die Luftretter machten sich

sofort auf den Weg zu dem 58 km entfernten

Einsatzort. Dort eingetroffen,

versorgte die medizinische Besatzung

einen 51 Jahre alten Mann, der unter

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Bad Berka: Mitten in der Nacht transportierten die Luftretter

einen Mann zur lebensrettenden OP in eine Kasseler Herzklinik.

Bremen: Die Besatzung von Christoph Weser wurde zu einem Verkehrsunfall

mit drei Schwerverletzten alarmiert.

14


Blauert-Nüßgen (seit 5/1973) l l l Horst Weidinger (seit 5/1973) l l l Lieselotte Mandel (seit 5/1973)

anderem ein Thoraxtrauma, eine Rippenserienfraktur

sowie mehrere Wirbelfrakturen

erlitten hatte. Der Hubschraubernotarzt

legte den Verletzten

in Narkose und intubierte ihn. Anschließend

wurde der Patient innerhalb

weniger Minuten zum Klinikum Bremen-Mitte

geflogen. Die beiden anderen

Schwerverletzten gelangten ebenfalls

an Bord von Rettungshubschraubern

in Krankenhäuser.

Dortmund

In Ahlen (Landkreis Warendorf) ereignete

sich in einer Kletterhalle auf

dem Gelände einer stillgelegten Zeche

ein Unfall. Ein 46 Jahre alter Mann

hatte in der Kletterwand den Halt verloren

und war aus einer Höhe von

rund 10 m abgestürzt. Sofort wurde

ein Notruf abgesetzt, woraufhin die

Leitstelle Warendorf mehrere Rettungskräfte

zum Unfallort disponierte,

darunter auch den Dortmunder Hubschrauber

der DRF Luftrettung. Am

Einsatzort angekommen, eilte die medizinische

Crew zu dem Verletzten, der

sich bei dem Sturz mehrere Knochen

gebrochen hatte. Er klagte über starke

Schmerzen, daher verabreichte ihm

der Hubschraubernotarzt entsprechende

Medikamente. Anschließend

bettete er ihn gemeinsam mit dem Rettungsassistenten

auf ein spezielles

Spineboard, um seine Wirbelsäule zu

stützen. In der Zwischenzeit hatten

Einsatzkräfte der Feuerwehr ihre Drehleiter

unter einem Fenster der Kletterhalle

positioniert. So konnte der

46-Jährige besonders schonend aus

dem ersten Stock auf den Boden befördert

und in den Hubschrauber verbracht

werden. Nach nur fünf Flugminuten

wurde der Patient den Ärzten

der St.-Barbara-Klinik in Hamm-Heessen

übergeben.

Freiburg

Im November stand die Kleinstadt Titisee-Neustadt

(Landkreis Breisgau-

Hochschwarzwald) unter Schock: Ein

defekter Gasofen hatte in einer Behindertenwerkstatt

eine Explosion ausgelöst,

die zu einem Brand mit verheerenden

Folgen führte. Die Leitstelle

Freiburg forderte ein Großaufgebot an

Rettungskräften an, darunter die Hubschrauber

der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen

und Freiburg.

Wenige Minuten nach der Alarmierung

landeten Christoph 11 und Christoph

54 in unmittelbarer Nähe der Behindertenwerkstatt.

„Wir haben eine Brandkatastrophe

dieses Ausmaßes noch nie

erlebt. Mehr als 300 Einsatzkräfte waren

vor Ort“, berichtet der Pilot aus Villingen-Schwenningen.

Die medizinische

Besatzung versorgte eine 22

Jahre alte Frau, die sich durch einen

Sprung aus dem zweiten Stock vor den

Flammen gerettet hatte. Sie hatte Verbrennungen

zweiten Grades sowie eine

Rauchgasvergiftung erlitten. Weitere

acht Verletzte wurden mit dem Hubschrauber

der DRF Luftrettung aus

Freiburg sowie mit Rettungswagen in

Krankenhäuser transportiert.

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Dortmund: An Bord von Christoph Dortmund gelangte ein verletzter

Kletterer innerhalb weniger Minuten in eine Klinik.

Freiburg: Christoph 11 und 54 waren nach einer Gasexplosion in einer

Behindertenwerkstatt nach Titisee-Neustadt alarmiert worden.

Luftrettung 1 || 2013 15


l l l

Joachim Hein (seit 5/1973) l l l Walter Schweikert (seit 5/1973) l l l Konrad Marschner (se

Friedrichshafen

Im Dezember leistete Christoph 45

seinen 1.000 Einsatz im Jahr 2012.

Die Rettungsleitstelle Friedrichshafen

alarmierte die Besatzung zu einem

dringenden Transport eines Schlaganfallpatienten

vom Klinikum Friedrichshafen

nach Ravensburg.
Der

Mann hatte zuhause einen schweren

Schlaganfall erlitten und eine Halbseitenlähmung

davongetragen. Obwohl

in der Klinik Friedrichshafen

sofort eine Therapie eingeleitet wurde,

um das verstopfte Gefäß zu lösen,

musste er dennoch zur Operation in

eine Spezialklinik transportiert werden.

Nach nur acht Minuten Flugzeit

erreichte Christoph 45 die Zielklinik

in Ravensburg, wo das OP-Team den

Patienten bereits erwartete.

Göttingen

Vor Kurzem alarmierte die Leitstelle

Goslar die Göttinger Besatzung der

DRF Luftrettung nach St. Andreasberg

im Oberharz. Dort war ein 14

Jahre alter Junge bei einer Skiabfahrt

so schwer gestürzt, dass er sich den

rechten Unterschenkel und das linke

Sprunggelenk brach. Aufgrund der

winterlichen Straßenverhältnisse forderte

der Notarzt vor Ort den Hubschrauber

der DRF Luftrettung für

den Transport in eine Klinik nach.

Kurze Zeit später landete der Pilot

die Maschine am Fuße des Berges.

Notärztin und Rettungsassistent übernahmen

den 14-Jährigen von den Rettungskräften

und betteten ihn auf die

Trage des Hubschraubers. Anschließend

wurde er innerhalb weniger

Flugminuten nach Göttingen transportiert

und den Ärzten der Universitätsmedizin

übergeben.

Leonberg

Im Berufsverkehr fuhr ein 38 Jahre

alter Lkw-Fahrer am Morgen auf der

B312 bei Aich (Landkreis Esslingen)

in ein Stauende. Dabei wurde der Wagen

eines 56 Jahre alten Mannes auf

das nächste Auto geschoben. Der

Mann erlitt schwere Verletzungen und

wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Zwei Insassen des anderen

Pkw sowie der Fahrer des 40-Tonners

wurden leicht verletzt. Sofort alarmierte

die Leitstelle Esslingen bodengebundene

Rettungskräfte zum Unfallort.

Nachdem der Notarzt den

Schwerverletzten untersucht hatte, forderte

er für dessen schnellen und schonenden

Transport Christoph 41 der

DRF Luftrettung an. Am Unfallort eingetroffen,

übernahmen die Luftretter

den Patienten von den bodengebundenen

Rettungskräften und bereiteten

ihn für den Hubschraubertransport vor,

indem sie ihn unter anderem an den

Überwachungsmonitor anschlossen.

An Bord des Leonberger Hubschraubers

wurde der 56-Jährige binnen weniger

Minuten das Stuttgarter Katharinenhospital

transportiert. Die drei weiteren

Verletzten gelangten mit Rettungswagen

in umliegende Kliniken.

Foto: Achivbild DRF Luftrettung

Foto: Michael Wucherer, DRK Esslingen

Foto: DRF Luftrettung

Göttingen: Nach einem Skiunfall im Oberharz flog die DRF Luftrettung

einen 14-Jährigen in die Universitätsmedizin Göttingen.

Leonberg: Die Crew von Christoph 41 wurde am frühen Morgen zur B312

alarmiert. Dort hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet.

16


it 5/1973) l l l Christa und Gerhard Knobloch (seit 5/1973) l l l Rita Härtel-Adams (seit 5/1973)

Magdeburg

Der 8.888. Einsatz von Christoph 36

war erfreulicher Natur. Bei einer 29

Jahre alten Frau aus dem Harz hatten

die Wehen eingesetzt. Als die Abstände

zwischen den Kontraktionen immer

kürzer wurden, wählte der Vater der

Hochschwangeren die 112. Die Leitstelle

schickte zunächst einen Rettungswagen

zum Einsatzort, um die

29-Jährige schnell in die nächstgelegene

Frauenklinik zu transportieren.

Da die werdende Mutter jedoch Blutungen

hatte, wurde zusätzlich die

Magdeburger Besatzung der DRF

Luftrettung angefordert. Am Einsatzort

eingetroffen, untersuchte die Hubschraubernotärztin

die Patientin und

beruhigte sie. „Blutungen vor der Geburt

können ein Hinweis auf lebensbedrohliche

Komplikationen für Mutter

und Kind sein. In manchen Fällen treten

jedoch auch leichte Blutungen auf,

wenn sich der Muttermund öffnet, wie

bei unserer Patientin. Diese Blutungen

sind harmlos“, erklärt die Notärztin,

die den bodengebundenen Transport

nach Quedlinburg begleitete. Dort

wurde die Schwangere den Geburtshelfern

des Harzklinikums übergeben

und brachte nur wenig später einen

gesunden Jungen zur Welt.

Nürnberg

Christoph 27 leistete kürzlich seinen

25.000. Einsatz seit Übernahme der

Station durch die DRF Luftrettung im

April 1998. Die Integrierte Leitstelle

Nürnberg alarmierte die Besatzung zu

einem häuslichen Notfall.
In Röttenbach

war eine leblose Person in einer

Wohnung aufgefunden worden. Nur

wenige Minuten nach der Alarmierung

erreichte die Hubschrauberbesatzung

den Einsatzort. Notarzt und Rettungsassistent

eilten zur Patientin, die massive

Herzprobleme hatte und in akuter

Lebensgefahr schwebte. Nachdem die

Frau stabilisiert werden konnte, wurde

sie an Bord von Christoph 27 in die

Uniklinik Erlangen transportiert und

den Klinikärzten zur weiteren Behandlung

übergeben.


Stuttgart

Vergangenen Winter war es auf

Deutschlands Straßen immer wieder

spiegelglatt. So auch in Remseck

(Rems-Murr-Kreis), wo eine 72-jährige

Frau beim Salzstreuen ausrutschte

und sich eine Fraktur des Sprunggelenks

zuzog. Nur sechs Minuten nach

der Alarmierung waren die Stuttgarter

Luftretter vor Ort. Da eine sichere

Landung nur am nahen Ortsrand möglich

war, erreichten sie die Patientin zu

Fuß. Der Notarzt verabreichte der Seniorin

Schmerzmittel, um das Gelenk

fixieren zu können. Angesichts der gefährlich

glatten Straßen wurde die Frau

dann auf einem Spineboard fixiert und

mit einem Löschfahrzeug der Freiwilligen

Feuerwehr Remseck zum Hubschrauber

transportiert. Die Hubschrauber-Crew

brachte sie anschließend

ins Krankenhaus Bietigheim.

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Nürnberg: Häufig werden die Hubschrauberbesatzungen zu häuslichen

Notfällen alarmiert. Hier hatte eine Frau massive Herzprobleme.

Stuttgart: Eine 72 Jahre alte Frau war auf Glatteis gestürzt und hatte

sich das Sprunggelenk gebrochen. Christoph 51 brachte schnelle Hilfe.

Luftrettung 1 || 2013 17


l l l

Ruth Kraft (seit 5/1973) l l l Franz Schnell (seit 5/1973) l l l Gisela Heineken (seit 5/1973)

Nordhausen

Eine 58 Jahre alte Autofahrerin war

bei Arnstein (Landkreis Mansfeld-

Südharz) von der Straße abgekommen

und hatte sich mit ihrem Wagen überschlagen.

Ein Pkw-Fahrer sah das

Auto auf dem Dach liegen und setzte

einen Notruf ab, woraufhin die Leitstelle

Mansfeld Südharz u.a. den Hubschrauber

der DRF Luftrettung aus

Nordhausen alarmierte. Kurz darauf

traf die Besatzung am Unfallort ein,

Einsatzkräfte der Feuerwehr waren

gerade dabei, die 58-Jährige aus ihrem

Pkw zu befreien. Der Hubschraubernotarzt

legte der Patientin einen Zugang,

um ihr Schmerzmittel zu verabreichen.

Da die Frau bei dem Unfall

glücklicherweise nur leichte Verletzungen

erlitten hatte, wurde sie mit

einem Rettungswagen in ein nahe

gelegenes Krankenhaus gebracht. Der

Notarzt der DRF Luftrettung begleitete

den Transport. Im Helios Klinikum

eingetroffen, übergab er die Patientin

den weiterbehandelnden Ärzten.

Suhl

Bei der Besichtigung des Schlosses

Altenstein (Landkreis Wartburgkreis)

kletterte ein 10 Jahre alter Junge auf

eine Mauer, rutschte ab und stürzte

etwa 6 m tief in den Schlossgarten.

Sofort setzten seine Mutter und sein

Großvater einen Notruf ab, die Leitstelle

Wartburgkreis alarmierte umgehend

den bodengebundenen Rettungsdienst

sowie Christoph 60 der DRF

Luftrettung. Da sich die Suhler Luftretter

gerade auf dem Rückflug von

einem Einsatz und ganz in der Nähe

des Unfallorts befanden, waren sie nur

drei Minuten später als erste Rettungskräfte

vor Ort. Hubschraubernotarzt

und Rettungsassistent versorgten den

10-Jährigen, der bei dem Sturz eine

Rippenserienfraktur und eine Lungenquetschung

erlitten hatte. Vom Hubschraubernotarzt

erhielt er Schmerzmittel,

anschließend wurde der junge

Patient in Begleitung seiner Mutter in

das Suhler Zentralklinikum transportiert.

Villingen-Schwenningen

2012 flog Christoph 11 erstmalig

1.600 Einsätze innerhalb eines Jahres.

Die Besatzung aus Villingen-Schwenningen

hatte gerade einen Patienten an

die Ärzte des Freiburger Universitätsklinikums

übergeben, als die Leitstelle

Freiburg sie erneut zu einem Einsatz

alarmierte. Im Landkreis Lörrach war

ein fünf Jahre alter Junge mit seinem

Schlitten gegen einen Baum gefahren.

Dabei hatte er eine Gehirnerschütterung,

eine Schulterverletzung sowie

ein Bauchtrauma erlitten. Da der Verdacht

auf innere Verletzungen bestand,

musste er schnellstmöglich in eine

Spezialklinik transportiert werden,

weshalb der bodengebundene Notarzt

den Hubschrauber nachforderte. Sofort

machten sich die Luftretter auf

den Weg zum Unfallort, wo der Pilot

am Fuße einer Skipiste landen konnte.

In der Zwischenzeit hatte der bodengebundene

Rettungsdienst den kleinen

Patienten bereits versorgt und zum

Hubschrauberlandeplatz gebracht.

Foto: Stefan Thomas

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Suhl: Nach wenigen Flugminuten landete der Pilot Christoph 60 an

der Zielklinik, an Bord ein schwerverletzter kleiner Junge.

Villingen-Schwenningen: Die Crew von Christoph 11 versorgte einen

5-Jährigen nach einem Schlittenunfall und flog ihn in eine Spezialklinik.

18


l l l

Rolf Stillhammer (seit 5/1973) l l l Peter Stabik (seit 5/1973) l l l Heidrun Storch (seit 5/1973)

In Begleitung seiner Mutter wurde das

Kind innerhalb von acht Minuten in

das Universitätsklinikum nach Freiburg

geflogen, da es dort ein Zentrum

für Kinder- und Jugendmedizin gibt.

Weiden

An Neujahr stand das Alarmtelefon

in der Weidener Station der DRF Luftrettung

nicht still. Um 9:54 Uhr alarmierte

die Leitstelle Nordoberpfalz

die Luftretter in eine kleine Gemeinde

im Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab.

Dort bestand bei einer 85 Jahre alten

Frau der Verdacht auf einen Herzinfarkt.

Der Hubschraubernotarzt versorgte

die Patientin und begleitete den

Transport in das Weidener Klinikum.

Bereits eine halbe Stunde später befand

sich die Besatzung erneut in der

Luft. Eine 18 Jahre alte Diabetikerin

war stark überzuckert und musste so

schnell wie möglich in ein Krankenhaus

transportiert werden. Am Einsatzort

eingetroffen, stabilisierte der

Hubschraubernotarzt den Kreislauf

der Patientin, bevor sie an Bord von

Christoph 80 in die Klinik nach Weiden

transportiert wurde. Kurz darauf

alarmierte die Rettungsleitstelle die

Luftretter in eine Gemeinde im Landkreis

Bayreuth. Dort litt eine 80 Jahre

alte Frau aufgrund einer akuten Herzerkrankung

an lebensbedrohlich

hohem Blutdruck. Nachdem der Hubschraubernotarzt

den Blutdruck mit

Medikamenten gesenkt hatte, gelangte

die Patientin mit dem Rettungswagen

in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Zurück an der Station blieb der Besatzung

gerade genug Zeit, um Medikamente

aufzufüllen und den Hubschrauber

zu betanken. Dann ging es

schon zum nächsten Einsatz. Bei

einem 75 Jahre alten Mann aus dem

Landkreis Tirschenreuth bestand der

Verdacht auf einen Schlaganfall. Vor

Ort bestätigte sich dies jedoch nicht,

sodass der Patient, dessen Kreislauf

stabil war, bodengebunden in ein nahe

gelegenes Krankenhaus transportiert

wurde.

Zwickau

Der Zwickauer Hubschrauber der

DRF Luftrettung leistete kürzlich seinen

27.000. Rettungseinsatz. Eine

74 Jahre alte Frau aus dem Vogtland

hatte halbseitige Lähmungserscheinungen,

die einen Schlaganfall vermuten

ließen. Die Luftretter erreichten

den 42 km entfernten Einsatzort

nur wenige Minuten nach der Alarmierung

und übernahmen dort die Patientin

von den bodengebundenen Rettungskräften.

Die Hubschraubernotärztin

verabreichte der Patientin kreislaufstabilisierende

Medikamente.

Anschließend wurde sie in den Hubschrauber

verbracht. Weniger als eine

Stunde nach der Alarmierung von

Christoph 46 konnte die Patientin den

Ärzten des Heinrich Braun Klinikums

Zwickau übergeben werden.

Weitere Meldungen unter

www.drf-luftrettung.de

Foto: DRF Luftrettung

Foto: Archivbild DRF Luftrettung

Weiden: Am Neujahrstag wurde die Besatzung von Christoph 80 zu zahlreichen

Notfällen alarmiert.

Zwickau: Eine 74-Jährige hatte vermutlich einen Schlaganfall erlitten,

sie musste mit Christoph 46 in eine Spezialklinik transportiert werden.

Luftrettung 1 || 2013 19


Notfall

l l l

Hansjoerg Schuette (seit 5/1973) l l l Hansgeorg Herr (seit 5/1973) l l l

Folgenschwerer

Wüstentrip

Karl Köferl erkundet ganze Kontinente

auf eigene Faust. Gesund und erholt

kehrte er stets von seinen Reisen zurück

nach Hause. Doch sein Trip durch Westafrika

nahm einen anderen Ausgang ...

U

m dem Frost zu entgehen, flüchtet Karl Köferl vor

dem Winter in Deutschland. Gemeinsam mit seiner

Lebensgefährtin Roswitha Rohrwild verbringt er

die kalten Tage gerne in wärmeren Gefilden der Erde.

Als Reisegefährt hat er einen allradgetriebenen Lkw

zu einem geländegängigen Wohnmobil ausgebaut.

Damit ging es gen Süden, genauer gesagt nach Ad-

Dakhla, der südlichsten Stadt in der Westsahara. „Nach

4.500 km auf der Straße und vielen Erlebnissen in

Frankreich, Spanien und Marokko sind wir im Januar

in der Wüstenstadt angekommen. Um diese Zeit

herrschen dort angenehme 25 °Celsius“, erzählt der

Vielgereiste.

Die Weltenbummler genießen malerische Sonnenuntergänge

und unternehmen Spaziergänge. „Bei Ebbe

konnten wir am Strand unser Abendessen einsammeln

– schmackhafte Muscheln, die wir später mit etwas

Salz und Öl in der Pfanne angebraten haben“, schwärmt

der selbstständige Unternehmer. Doch bei einem dieser

Strandspaziergänge stolpert er über eine Unebenheit

im Sand und verstaucht sich den Knöchel – so

dachte er. „Die Schmerzen waren erträglich, also bin

ich die 1,5 km zu unserem Wohnmobil zurückgehumpelt“,

berichtet der Abenteurer. „Das muss geröntgt

werden!“, befindet seine Lebensgefährtin, als sein Fuß

Stunden später auf den doppelten Umfang angeschwollen

war. Ein befreundeter Marokkaner fährt ihn

in ein Militärkrankenhaus und übernimmt die Rolle

des Dolmetschers. Die Röntgenbilder zeigen anstelle

einer Verstauchung eine Sprunggelenksfraktur. „Die

Ärzte rieten mir unbedingt zu einer Operation. Doch

bei dem Gedanken, den Eingriff vor Ort vornehmen

zu lassen, war mir nicht wohl. Immerhin war die Rede

von einer komplizierten Fraktur!“, blickt Karl Köferl

zurück.

20


Manfred Blinzler (seit 5/1973) l l l Brigitte Voester-Alber (seit 5/1973) l l l Berta Geiger (seit 5/1973)

Foto: steinerpicture – fotolia.com

Fotos: privat

Wenige Tage nachdem sich Karl Köferl und Roswitha Rohrwild mit einem Kameltreiber

ablichten ließen (oben), brach sich Köferl das Sprunggelenk und musste zur

Operation in einer deutschen Klinik von der DRF Luftrettung zurückgeholt werden.

Das langjährige Fördermitglied der DRF Luftrettung

ruft am 20. Januar bei der Alarmzentrale am Flughafen

Karlsruhe/Baden-Baden an und schildert seinen

Fall. „Der Anruf ging um 19:43 Uhr bei uns ein. Um

zu klären, ob die medizinische Notwendigkeit einer

Rückholung besteht, haben wir in einem ersten Schritt

die Klinikmitarbeiter kontaktiert und uns die Röntgenbilder

elektronisch übermitteln lassen“, erklärt

Michael Zürn, Leiter der Alarmzentrale. Dr. Michael

Beier steht als beratender Arzt in jener Nacht zur Verfügung.

„Die definitive Versorgung der komplizierten

Fraktur in einer Qualität, die unserem Versorgungsstandard

annähernd entspricht, war am Aufenthaltsort

des Patienten nicht möglich. Beispielsweise erhielt

er keine Thromboseprophylaxe. Wir mussten davon

ausgehen, dass sich der Befund innerhalb kürzester

Zeit verschlechtern würde“, erklärt der erfahrene Mediziner

und gab grünes Licht für die Rückholung.

Umgehend werden seitens der Einsatzkoordinatoren

die Flugroute festgelegt und die Genehmigungen für

Überflüge und Landungen eingeholt.

Wenige Stunden später liegt die Landegenehmigung

für Dakhla Airport vor. Dort landen Flugkapitän Norbert

Fleischmann und Co-Pilot Rainer Godon das Ambulanzflugzeug

der DRF Luftrettung am Abend des

22. Januar. Notarzt Dr. Ulrich Treiber erkundigt sich

sogleich nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten

und kontrolliert am Morgen vor dem Abflug

die Gipsschiene. Würde sie zu fest anliegen, wäre die

Durchblutung beeinträchtigt, was zu bleibenden Gewebeschäden

führen kann. „Der Take-off erfolgte planmäßig

um 10 Uhr Ortszeit bei optimalen Flugbedingungen“,

erinnert sich der Flugkapitän. Während des

Fluges wird der 51-Jährige von der medizinischen

Besatzung der DRF Luftrettung betreut. „Wir haben

ihn auf einer Trage gelagert und ihm Medikamente

gegen die Schmerzen, zur Thromboseprophylaxe und

gegen Übelkeit verabreicht“, erklärt Rettungsassistent

Christoph Lind.

Nach der Landung in Nürnberg wird der Patient in

Begleitung von Dr. Ulrich Treiber bodengebunden in

eine Klinik nach Regensburg transportiert und bereits

am nächsten Morgen operiert. Heute ist der 51-Jährige

wieder wohlauf. Und dankbar: „Dass mir die DRF Luftrettung

so schnell und professionell geholfen hat, werde

ich den Luftrettern nie vergessen.“ Julia Albrecht

Im Interview mit Michael Zürn erfahren

Sie mehr über Rückholungen von

Patienten: www.drf-luftrettung.de/

interview-zuern.html

Luftrettung 1 || 2013 21


Stationen im Porträt

l l l

Wolfgang Schuppert (seit 5/1973) l l l Rudolf Baier (seit 5/1973)

L

eipzig ist die Wirklichkeit. Und Dresden das Märchen.“

So befand der Dichter und Schriftsteller

Erich Kästner, der in Dresden aufwuchs und in Leipzig

studierte, vor nahezu einem Jahrhundert. Heute ist

Sachsens Landeshauptstadt in der Realität angekommen,

gilt sie nach Berlin, Hamburg und Köln als flächenmäßig

viertgrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Verkehrsknotenpunkt,

was Hubschrauberpilot Mario

Wüstner aus seinem beruflichen Alltag bestätigen

kann. „Wir werden von der Leitstelle Dresden auch

zu Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten alarmiert“,

berichtet der Stationsleiter. „Am häufigsten werden

wir jedoch aufgrund von internistischen Erkrankungen

(Schlaganfall, Herzinfarkt) angefordert. Einsätze in

der Innenstadt sind seltener geworden, seit dort ein

weiterer Notarztstandort eingerichtet worden ist. Das

hat den Vorteil, dass wir seither vermehrt für Einsätze

im Umland zur Verfügung stehen“, fährt der 47-Jährige

fort. Orte im Umkreis von 60 Kilometer, wie beispielsweise

Pirna, Dippoldiswalde, Meißen, Riesa,

Hoyerswerda und Freiberg kann der Hubschrauber in

maximal 15 Minuten erreichen – in aller Regel deutlich

schneller als bodengebundene Rettungsdienste.

„Darüber hinaus werden wir für den schonenden

Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt“,

so Wüstner.

In Dresden obenauf

Direkt am Autobahndreieck Dresden-Nord liegt der Flughafen

Klotzsche. Im Süden das Terminalgebäude, und im Norden die

Station der DRF Luftrettung. Von hier startet die Besatzung mit

Christoph 38 zu oftmals lebensrettenden Einsätzen.


l l l

Josef Marschall (seit 5/1973) l l l Peter Welz (seit 5/1973) l l l Else Zehender (seit 5/1973)

Errichtet wurde die Dresdner Luftrettungsstation 1990

durch die Bundeswehr. Seit 1. Januar 2002 ist die DRF

Luftrettung für die Gesamtorganisation der Station

zuständig. Die Fliegerstaffel Ost der Bundespolizei

stellte zunächst den Hubschrauber und die Piloten, bis

am 6. Januar 2006 auch die Flugbetriebsübernahme

der Station durch die DRF Luftrettung erfolgte. Heute

ist in Dresden ein moderner Hubschrauber des Typs

EC 135 in Dienst gestellt. Der findet Platz in einem

knapp 2.000 qm großen Hangar, welcher gemeinschaftlich

mit der Polizei genutzt wird. Mit ihr hat sich

durch die räumliche Nähe eine gute Zusammenarbeit

entwickelt. Im Hangar befindet sich auch das Technik-

und Medizinlager sowie ein Hygienebereich, der

neuesten gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

Darüber hinaus stehen der Dresdner Crew separate

Ruhe- und Büroräume zur Verfügung.

Fotos: Andreas Kretschel

Jeder Einsatz wird dokumentiert

Sachsens Landeshauptstadt liegt eingebettet zwischen

den Ausläufern des Erzgebirges und dem Elbsandsteingebirge;

beide Regionen bieten zahlreiche Möglichkeiten

für Freizeitaktivitäten. Daher wird Christoph

38 auch zu Wintersportunfällen alarmiert, im

Sommer unter anderem zu Badeunfällen an den Seen

und Flüssen. „Selbst in der einsatzfreien Zeit haben

wir viel zu tun“, weiß der Stationsleiter. Denn die

Nachbereitung und Dokumentation der Einsätze

nimmt einige Zeit in Anspruch.

Wie an anderen Tagstationen auch, besteht die Besatzung

aus einem Piloten, einem Notarzt und einem

Rettungsassistenten, der als sogenanntes HEMS Crew

Member eine Doppelfunktion erfüllt: Er unterstützt

den Piloten z.B. im Funkverkehr oder bei der Navigation,

am Einsatzort assistiert er dem Notarzt bei der

Patientenversorgung. „Insgesamt sind drei Piloten,

drei Rettungsassistenten und 23 Notärzte an Bord von

Christoph 38 tätig“, erzählt Wüstner. Die erfahrenen

Notfallmediziner, überwiegend Anästhesisten und

Chirurgen, stellen das Universitätsklinikum Dresden

sowie die Städtischen Krankenhäuser in Dresden-

Friedrichstadt und Dresden-Neustadt. Alle weiteren

Besatzungsmitglieder stehen auf der Gehaltsliste der

DRF Luftrettung, sie werden nach strengen Kriterien

ausgewählt. „Mindestens 2.000 Flugstunden sind für

die Piloten vorgeschrieben“, sagt der erfahrene Luftretter.

„Und die Rettungsassistenten müssen auf mindestens

fünf Jahre hauptamtliche Berufserfahrung auf

Arzt besetzten Rettungsmitteln blicken“, ergänzt

Merten Marschallek, Leitender Rettungsassistent. Diese

Berufspraxis kommt tagtäglich den Menschen in

und um Dresden zugute: Zwischen 2008 und 2012

wurde Christoph 38 im Schnitt jedes Jahr über 1.500-

mal angefordert.

Irina Wonneberg

Auflösung des Gewinnspiels von Ausgabe 4-2012

Eine Überfluggenehmigung für drei afrikanische Länder benötigt die DRF Luftrettung auf ihrem Weg vom Flughafen

Karlsruhe/Baden-Baden nach Nigeria. Eine Hülle für ein Iphone 4/4S haben gewonnen: Günter Biernoth aus 74831 Gundelsheim,

Katrin Heyder aus 16321 Bernau und Wolfgang Stoer aus 59821 Arnsberg.

Wir gratulieren!

Büroarbeit bei

den Luftrettern:

Stationsleiter

Mario Wüstner

hat auch am

Boden alle Hände

voll zu tun

(ganz oben).

Verdacht auf

Schlaganfall: Der

Hubschraubernotarzt

untersucht

bei einem

Patienten, ob er

an einer Hand

mehr fühlt als an

der anderen.

Luftrettung 1 || 2013 23


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Hermann Zehender (seit 5/1973) l l l Hansjörg Henke (seit 5/

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1973) l l l Horst Becker (seit 5/1973) l l l Peter Brandt (seit 5/1973) l l l Ursula Gerhard (seit 5/1973)

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Hubschraubermodell BK 117.

Haupt- und Heckrotor drehbar.

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Luftrettung 1 || 2013 25


l l l

Friedrich Gerhard (seit 5/1973) l l l Eva-Maria Fleischer (seit 5/1973) l l l Carsten-Andreas

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Höhe 80 mm, ø Hauptrotor: 255 mm; ø Heckrotor: 51 mm. Gewicht: 65 g.

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26


Fleischer (seit 5/1973) l l l Eugen Bäurle (seit 6/1973) l l l Wolfgang Böhler (seit 6/1973)

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Luftrettung 1 || 2013 27


Christopher Kids

l l l

Kurt Heidel (seit 6/1973) l l l Gudrun Jenner (seit 6/1973)

Daher weht der Wind

Meinst du, das genügt?“, fragt Marie ihren Bruder. Zum runden

Geburtstag ihrer Mutter haben Jonas und sie jede Menge

bunte Luftballons aufgepustet. Das Brüderchen nickt – und Marie

lässt verschmitzt ihren Luftballon sausen! Laut knatternd

flitzt er an die Zimmerdecke, dabei strömt durch seine Öffnung

kräftig Luft aus.

Starkwind beim Hubschrauberstart

Bei einem startenden Hubschrauber funktioniert das ähnlich.

Beim drehenden Hauptrotor strömt ebenfalls Luft nach unten:

Dabei ist wesentlich, wie groß die Menge Luft ist, die die Rotorblätter

Richtung Boden drücken und wie stark die Luft dabei

beschleunigt wird. Wenn der Luftballon euch zum Beispiel

beim Aufblasen aus Versehen mal zwischen den Lippen durchrutscht,

spürt ihr, wie stark der Wind ist.

So könnt ihr zumindest eine Ahnung davon bekommen, wie viel

stärker der Wind bei einem Hubschrauber sein muss. Alles, was

lose unter einem landenden Hubschrauber liegt und nicht schwer

genug ist, wird in die Luft gewirbelt und kann Schaden anrichten.

Besonders die Augen müsst ihr schützen, indem ihr weit genug

weg geht und euch vom Hubschrauber abwendet. Schlau seid

ihr, wenn ihr wegräumt, was herumfliegen kann. Nicht nur Kleidungsstücke

und Decken gehören dazu, selbst euer kleines Fahrrad

kann unfreiwillig fliegen lernen. Nach der Landung drehen

der schwere Hauptrotor und der tiefer liegende Heckrotor noch

bis zu zwei Minuten nach. Ihr dürft euch dem Hubschrauber erst

nähern, wenn die Rotoren zum Stillstand gekommen sind – und

auch nur dann, wenn die Besatzung aus dem Hubschrauber ausgestiegen

ist, euch sieht und Zeichen zum Näherkommen gibt.

Bis dahin solltet ihr euch unbedingt vom Hubschrauber fernhalten

und auch anderen, die vielleicht schon früher hinwollen erklären,

warum sie dies besser nicht tun. Wenn ihr all diese Regeln

beachtet, unterstützt ihr die fliegenden Retter dabei, kranke

oder verletzte Menschen so schnell wie möglich zu versorgen.

28


l l l

Hans Günther Bunz (seit 6/1973) l l l Hilde Scherer (seit 6/1973) l l l Doris Theurer (seit 6/1973)

Frühlingserwachen

„Endlich Sonne!“, freut sich

Christopher, als er über die Wiese neben dem Hangar spaziert. Ui,

was ist denn das? Sind die Blümchen alle über Nacht gewachsen?

Sein Blick fällt auf viele kleine Schneeglöckchen und Krokusse.

Christopher grübelt ... „Ach ja, stimmt, die gehören zu den Frühblühern,

genau wie Tulpen, Narzissen und Buschwindröschen. Aber

warum blühen die denn soooo früh?“ Er eilt zurück in den Hangar

und greift ins Bücherregal: „Pflanzenkunde für Hubschrauber“ ... ja,

darin könnte die Antwort stehen. Da ist es auch schon ... Frühblüher

wachsen in der freien Natur unter Bäumen und Sträuchern, in

der sogenannten Krautschicht des Waldes. Solange die höheren Gewächse

in der Strauch- und Baumschicht noch keine Blätter haben,

bekommen sie genug Licht, um zu gedeihen. Wenn dann Bäume und

Büsche austreiben, entwickeln die Frühblüher bereits Samen und

bereiten sich so auf das nächste Jahr vor. „Ach deshalb sind die so

früh dran! Frühblüher müssen sich vor allen anderen entwickeln,

weil sie später im Jahr keine Sonne mehr abbekommen“, dämmert

es dem kleinen Hubschrauber, während er weiterliest: Die Energie

zum Wachsen ziehen die Frühblüher aus Pflanzenteilen unter der

Erde, z.B. aus den Wurzelknollen oder den Zwiebeln.

Mit seiner Kufe tritt Christopher einen letzten Schneehaufen platt.

„Brrrrr, es ist ja doch noch ganz schön kalt ... erfrieren diese

Pflänzchen da nicht? Ahhh, hier steht ja was darüber.“ Die Frühblüher

passen sich auf verschiedene Weise an die tiefen Temperaturen

an. Das Schneeglöckchen beispielsweise lagert Salze ein, die verhindern,

dass das Wasser in Blättern und Knospen gefriert. Andere

Frühblüher schließen bei Wind und Kälte ihre Blüte. „Das ist ja wie

bei mir. Bei Minusgraden benötige ich auch einen speziellen Frostschutz“,

murmelt Christopher und schmökert weiter. In den ersten

Monaten des Jahres gibt es nur wenige blühende Pflanzen. Deshalb

sind Insekten, die sich von Nektar ernähren, auf Schneeglöckchen &

Co. angewiesen. „Ha, das glaube ich nicht. Jetzt gibt es doch noch

gar keine Krabbeltiere!“, ruft Christopher verwundert, doch dann

stutzt er. Direkt vor seiner Nase brummt eine dicke Hummel: „Doch,

ich bin der lebende Beweis! Ich kann schon ab zwei Grad Celsius

auf Nahrungssuche gehen.“ Christopher gibt sich geschlagen. „Na

gut, du hast mich überzeugt. Hauptsache, es wird jetzt bald wärmer!“

Übermütig tanzt er über die Wiese und freut sich

auf den Frühling.

Werdet zum

Spurenleser!

In Feld, Wald und Flur sind zahlreiche

Tiere unterwegs. Auch wenn ihr sie nicht

sehen könnt, wisst ihr doch, dass sie dagewesen

sind, denn sie hinterlassen Spuren.

Auf weichem und erdigem Untergrund

könnt Ihr Abdrücke von Klauen,

Tatzen und Krallen entdecken. Mit ein

wenig Übung erkennt ihr schnell, wer vor

Euch den Weg gekreuzt hat. Oder wisst

ihr es bereits? Dann macht mit bei unserem

Tierspurrätsel:

Welches Tier ist hier

über die Seite gelaufen?

Schickt die richtige Antwort entweder

per Post an DRF Luftrettung, Gewinnspiel,

Rita-Maiburg-Straße 2,

70794 Filderstadt oder per E-Mail an

info@drf-luftrettung.de. Vergesst nicht,

Name, Adresse und euer Alter anzugeben.

Unter allen richtigen Einsendungen

verlosen wir drei Flugmodelle Felix IQ. ✿

✿ Mitmachen können Kinder

und Jugendliche bis

18 Jahre. Mitarbeiter der

DRF Luftrettung und deren

Angehörige sind von

der Teilnahme leider

ausgeschlossen.

Einsendeschluss ist der

26. April 2013.

Illustrationen: Peter Puck

Luftrettung 1 || 2013

29


Spenden und Helfen

l l l

Gerhard Schumacher (seit 6/1973) l l l Ursula Esser (seit 6/1973)

Herzlichen Dank!

Guten Tag, liebes Einsatzteam!

Mit diesen Zeilen möchte ich mich ganz herzlich

für den Einsatz des Rettungshubschraubers

Christoph 47 bedanken. Besonders dem

Notarzt und der Rettungsassistentin gebührt

höchstes Lob, innerhalb weniger Minuten

nach dem Notruf am Unfallort eingetroffen

zu sein. Wir fühlen uns darin bestätigt, dass

im Notfall schnelle Hilfe gewährleistet ist und

es auch für ältere Menschen kein Nachteil sein

muss, auf dem Lande zu leben. Ihrem Team

noch einmal ein herzliches Danke und alles

Gute für 2013!

Georg Valentin Schmeding, 17440 Kröslin

Bunte Bärchen für kleine Patienten

Vor kurzer Zeit ging ein Paket mit 154 handgemachten

Kuschelbären bei der DRF Luftrettung

ein. Marianne Firnhaber aus Hamburg hatte sie

gestrickt: „Ich habe im Förderermagazin gelesen,

dass die Besatzungen der DRF Luftrettung

immer wieder verletzte oder kranke Kinder in

Kliniken transportieren. Da hatte ich die Idee,

bunte Bärchen zu stricken, um diesen kleinen

Patienten eine Freude zu machen.“ Die DRF

Luftrettung sagt Danke! Die Stofftiere werden

bundesweit an ihren Stationen verteilt und von

den Crews bei Bedarf an Kinder verschenkt.

Grillen für den

guten Zweck

Seit mehr als zehn Jahren

sind Ingrid und

Wilfried Wagner aus

Eltersdorf Fans der

DRF Luftrettung. Seit

2006 veranstaltet das Ingrid und Wilfried Wagner

Ehepaar im Sommer spendeten dem Nürnberger

Grillfeste und bittet in Hubschrauber der DRF Luftrettung,

Christoph 27.

diesem Zusammenhang

um Spenden für die

DRF Luftrettung. „Wir machen Freunde und Bekannte auf

die Arbeit der Luftretter aufmerksam und geben ihnen die

Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten. Denn im Notfall

könnte jeder auf die schnelle Rettung aus der Luft angewiesen

sein“, erklärt Wilfried Wagner seine Motivation.

„Bis zum Ende des Sommers 2012 haben wir auf diese

Weise 960 Euro gesammelt.“ Um die Spende den Nürnberger

Luftrettern persönlich zu übergeben, fuhren die

beiden in die Hersbrucker Schweiz zum Windentraining

mit Christoph 27. Nach dem Training überreichten sie

Stationsleiter Werner Schwanitz einen Scheck. „Wir haben

uns sehr über den Besuch des Ehepaars gefreut und

sind dankbar für die langjährige Unterstützung“, erzählt

der Pilot. Die Wagners werden sich auch in Zukunft für

den guten Zweck einsetzen. „Natürlich hoffen wir, dass

unser Engagement auch andere Menschen dazu anregt,

die DRF Luftrettung zu unterstützen“, ergänzt Wilfried

Wagner.

Foto: privat

IMPRESSUM

Herausgeber: DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Telefon: (0711) 7007-0

Fax: (0711) 7007-2349

Internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz,

Nicole Steiger, René Closter

Amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart

als gemeinnützig und mildtätig

anerkannt. Für Fördermitglieder ist

die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen

des Förderbeitrags enthalten.

Verlag: Hofmann Druck Nürnberg

GmbH & Co KG

Geschäftsführer: Frank Hofmann

26Emmericher Straße 10

90411 Nürnberg

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Auflage 4/2012: 287.100 Exemplare

ISSN 1864-3140

Gesamtverantwortung:

Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

Telefon: (0711) 7007-2203

Fax: (0711) 7007-2279

E-Mail: info@drf-luftrettung.de

Projektleitung: agentur wortweber

Inhaberin: Irina Wonneberg

Armbruststraße 75

73230 Kirchheim unter Teck

Telefon: (07021) 7202-182

Fax: (07021) 7202-179

E-Mail: info@wortweber.de

Redaktion: Julia Albrecht,

Max Torque, Gabriele von Stackelberg,

Irina Wonneberg (Ltg.)

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

sind nicht unbedingt identisch

mit der Meinung der Redaktion.

Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich

geschützt, auch gegenüber

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l l l

Waldemar Hetsch (seit 6/1973) l l l Frank Teschner (seit 6/1973) l l l Guenther Kellner (seit 6/1973)

Wir helfen dort, wo es nötig ist

Danke

In der Nacht vom 30. September zum 1. Oktober

hing mein Leben am sprichwörtlichen seidenen

Faden. Ohne jegliche vorherige Anzeichen

war meine Hauptschlagader am Herzen

gerissen. Der Chefarzt des Klinikums Bad

Hersfeld erkannte, dass ich von Spezialisten in

einer Kasseler Klinik noch in der Nacht operiert

werden musste. Und er wandte sich an die

DRF Luftrettung, um mich von Bad Hersfeld

nach Kassel transportieren zu können, da ich

einen Transport auf der Straße wohl nicht

überlebt hätte.

Ich möchte mich nun bei Ihnen bedanken.

Dass ich meine Erkrankung überlebt habe, verdanke

ich auch Ihnen. Ohne das Können Ihrer

Piloten und Ärzte und ohne Ihre vorbehaltlose

Einsatzbereitschaft wäre ich heute nicht mehr

am Leben. Ich bin 45 Jahre alt und habe zwei

Kinder. Ohne Sie wäre meine Frau jetzt Witwe

und meine Kinder hätten keinen Vater mehr.

Daniel Lunken (Name von der Redaktion geändert)

Foto: DRF Luftrettung

Der Katholische Frauenbund ist in der oberbayrischen Gemeinde

Raisting eine Institution. Seit mehr als 60 Jahren

organisieren die Frauen dort ehrenamtlich Nachmittage für

Jung und Alt, Vorträge, Kochkurse etc. Die Einnahmen dieser

Veranstaltungen werden an gemeinnützig tätige Organisationen

gespendet. „Wir helfen dort, wo es nötig ist. Dieses

Jahr möchten wir die DRF Luftrettung unterstützen“,

erzählt Maria Schmid, Vorsitzende des Katholischen Frauenbunds.

„Der Einsatz der Hubschrauber ist in vielen Fällen

lebensnotwendig, sei es, um schwer kranke Patienten in

Spezialkliniken zu transportieren, einem Wartenden ein

Spenderorgan zuzuführen oder Verletzte nach Verkehrsunfällen

schnellstmöglich zu versorgen“, betont Maria

Schmid. Pilot Jan Weber hat die Spende stellvertretend für

die Münchner Besatzung entgegengenommen. Auf der

Jahreshauptversammlung des Katholischen Frauenbunds

bedankte er sich herzlich für die Zuwendung und erklärte,

wofür die 800 Euro eingesetzt werden: „Wir sind Tag und

Nacht im Einsatz. Dabei bieten uns spezielle Nachtsichtbrillen

bei Dunkelheit eine zusätzliche optische Orientierung.

Das Spendengeld kommt direkt der flugbetrieblichen

Ausrüstung von Christoph München zugute.“

Die DRF

Luftrettung

erhielt Unterstützung

vom Katholischen

Frauenbund

Raisting.

Foto: Petra Straub

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Fax: (0711) 7007-2219 . E-Mail: service-team@drf-luftrettung.de

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„Meine Tochter und ich gingen mit dem Hund spazieren,

als mir plötzlich die Leine aus der Hand fiel, ich konnte

nur noch undeutlich sprechen. Anette rief sofort Hilfe,

kurz darauf traf die DRF Luftrettung ein. Dank der

schnellen Hilfe darf ich nach einem schweren Schlaganfall

ohne bleibende Schäden weiterleben.“

Wilma Critzmann, Lampertheim

Sie können einen wertvollen Beitrag zur Luftrettung leisten,

indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen über die Möglichkeit

einer Fördermitgliedschaft im DRF e.V. informieren. Dank Ihrer Hilfe kann

die DRF Luftrettung Jahr für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

Fördern Sie die Luftrettung!

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Ich möchte Fördermitglied im DRF e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit

der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

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von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).

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und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

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Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

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Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des

Förderbeitrags enthalten.

Ich möchte das Förderermagazin „Luftrettung“ und Informationen über

die DRF Luftrettung per E-Mail erhalten. Meine E-Mail-Adresse lautet:

Ich möchte das Förderermagazin „Luftrettung“ gedruckt per Post erhalten.

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder

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Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

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Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.

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