ANDY HELLER - a3kultur

a3kultur.de

ANDY HELLER - a3kultur

D A S Z E I T U N G S F O R M A T F Ü R D E N K U L T U R R A U M A 3

A U G S B U R G , W I T T E L S B A C H E R L A N D U N D A U G S B U R G L A N D

KKLUB AUGSBURG

Kongress am Park - Göggingerstr. 10 - 86159 Augsburg

www.kklub.de

#18 Erscheinungsdatum 14.10.2013 14-tägig/gratis

glamorous rockabilly Show

Extravaganza geht am 2. November ab 20.30 Uhr

in die dritte Runde. Nach den restlos ausverkauften

Ausgaben in den beiden Vorjahren wird das

Parktheater erneut zum Treffpunkt für alle Fans

von Rhythm’n’Blues, Swing, Rock’n’Roll, Boogie,

Jump’n’Jive und Rockabilly. Auch in diesem Jahr

haben die Veranstalter des GoGo Clubs ein inter-

national hochkarätig besetztes Line-up auf die

Beine gestellt. Mit dabei:

Max Messer,

Sandy Lee & The Wantons,

Hot Jumpin’

Six, Ray Collins’ Hot Club

und Big Sandy (Foto), der

mit seiner Band für

feinsten Country Boogie

und Western

Swing sorgen

wird.

www.extravaganza-augsburg.de

Wilder Mann

Diese Ausgabe widmen wir der gegenwartskunst

Aus diesem grund trafen wir uns mit Felix Weinold und benjamin Mayer (lab binaer),

schickten patrick bellgardt auf der Suche nach Kunst im öffentlichen raum auf den

Uni-campus und verschaffen unseren Lesern einen Überblick, wo sie in

unserer region im Herbst auf zeitgenössische Kunst stoßen

KULTURTERMINE Seite 10/11

für die Region a3

für den Zeitraum vom

21.10. – 03.11.

Die KULTURTERMINE präsentiert Ihnen: Welchen Einfluss hat die vorhandene Topografie, das Gelände, auf die Sprache einer Stadt? Welches Material ist

eingewoben in die landschaftliche Umgebung? Bestimmen die Landschaft und ihr Material durch ihre Eigenheiten

das Handeln und Denken der Menschen, die dort leben? Diese Fragen interessieren Olaf Holzapfel. Der Kunstverein

s Stadtsparkasse

Augsburg präsentiert unter dem Titel »Gelände« zurzeit gleich an drei Orten die spannende Welt des in Görlitz

Augsburg

geborenen und von Berlin aus agierenden Künstlers.

In der zentralen Ausstellung im Holbeinhaus verweisen filigrane Holzskulpturen auf die Verzahnung von Topografie,

Millionen nicht abgerufen S. 2 vorgefundenem Material und Technik. Sichtbar wird diese in Augsburg etwa an den beiden Wassertürmen am Roten

Die Stadt Augsburg lässt sich Jahr für Jahr

Tor. In der Modellkammer des Maximilianmuseums treten Holzapfels Fachwerke in einen Dialog mit Funktionsmodellen

aus vergangenen Jahrhunderten. Auch hier gilt: Historische Wasserkunst trifft Gegenwartskunst.

EU-Zuschüsse durch die Lappen gehen

Lachen aus Wurstmöbeln S. 6 Die Fachwerkinstallation »Wilder Mann auf Brücke« setzt einen markanten Akzent im öffentlichen Raum. Sie überspannt

den alten Reichskanal unweit des Zoos. Ihr ortsfremdes Orange lockt den Spaziergänger und verführt ihn zur

Wieder an Bord: Sachdienliche Hinweise

von Martin Vodalbra

Kontaktaufnahme und zum streng verbotenen Betreten. Die Einbindung von Zimmerleuten und ortsansässigen

Circus Krone kommt S. 8 Helfern in den Entstehungsprozess ist im Sinne des angestrebten Wissenstransfers elementarer Bestandteil der Arbeit.

Der berühmte Münchner Zirkus gastiert

Im Laufe der Ausstellung wird »Wilder Mann auf Brücke« von den freiwilligen Helfern im Siebentischwald abgebaut und

nach Jahren endlich wieder in Ausgburg

in einen städtischen Kontext versetzt. Mit dem Projekt »Gelände« setzt der Kunstverein einen Akzent zum Thema historische

Wasserwirtschaft und Wasserkunst, mit dem die Stadt Augsburg derzeit ihr Interesse an der Aufnahme in die

Kunst als Kapital! S. 12

Was fordert die Polit-WG im Wahlkampf?

Liste des UNESCO-Welterbes bekundet. Die Ausstellung läuft bis zum 10. November. www.kunstverein-augsburg.de

Gastbeitrag HH_heller_anzeige_A3kultur_285x95_02_Layout von Vorstandsmitglied Anil K. Jain1 10.10.13 12:22 Seite 1

ANDY HELLER

86497 / CA 94103

11.10.– 01.12.2013

Neue Galerie im Höhmannhaus

Maximilianstraße 48 | 86150 Augsburg

Di–So: 10–17 Uhr, Eintritt frei.

Abbildung: Andy Heller, „CA 94103“, 2011, analoger C-print

w w w . a 3 k u l t u r . d e


KRITIK & Meinung

K A R S T E N K A I E

21. Oktober bis 3. November 2013

Millionen nicht abgerufen

Die Stadt Augsburg lässt sich Jahr für Jahr EU-Zuschüsse

durch die Lappen gehen. Von Jürgen Kannler

02

Zur Jahreswende tritt die Neuorientierung der

EU- Kultur-Förderrichtlinien in Kraft. Es findet

ein Paradigmenwechsel weg von der kulturellen

Bildung hin zur Kultur- und Kreativwirtschaft

statt. In der Redaktion von a3kultur kam deshalb

die Frage auf: Wie können Kreative aus unserer

Region an der EU-Förderung partizipieren?

Um etwas Licht in die komplizierte Sachlage zu

bringen, baten wir am 8. Oktober zur Fachleutediskussion

in die Lounge des Kühlerhauses im ehemaligen

Gaswerk in Augsburg-Oberhausen.

Unsere Gäste waren die Juristin und EU-Fachfrau

Mercedes Leis, beim Bezirk Schwaben verantwortlich

für Europa und Kultur, Linus Förster, europapolitischer

Sprecher der SPD-Fraktion im

Bayerischen Landtag, und Peter Bommas von der

Kulturpark West gGmbH und der Entwicklungsgruppe

Standort Gaswerk.

Voraussetzung dafür sind jedoch Interesse und

Kompetenz in Europafragen in den jeweiligen Rathäusern.

München leistet sich zurzeit sechs, Nürnberg

sogar acht Experten für die Bearbeitung von

EU-Förderanträgen. In Augsburg ist für diese komplexe

Aufgabe eine halbe Stelle vorgesehen, und

diese ist nicht besetzt. Die Meinung unserer Expertenrunde

dazu war einhellig: Die Möglichkeit,

Strukturfördergelder abzugreifen, spielt in Augsburg

keine Rolle. Die Stadt ist in relevanten Gremien

gar nicht präsent, sie muss anfangen,

europäisch zu denken.

Auch Peter Bommas vermisst für das Zukunftsprojekt

Kulturpark im Gaswerk eine für EU-Fragen

kompetente Anlaufstelle in Augsburg und betont

die Europäische Dimension des Themas Gaswerk.

Anzeige:

8. - 10. / 16. 11. 2013 Spectrum Club

Tickets: Tel. 0821 - 25 72 828,

an den VVK-Stellen und unter www.spectrum-club.de.

Caveman Karsten Kaie geht auf Kreuzfahrt.

Der Kabarettist in seiner neuen Show!

Die Spezialisten erläuterten die Bedeutung des

immerhin 362 Millionen schweren EU-Kulturetats,

dessen größter Nutznießer Deutschland

ist. Anhand von Fallbeispielen zeigten sie Möglichkeiten

auf, wie auch kleinere und mittlere

Kultureinrichtungen über Bündelungen und

internationale Partnerschaften an diesen Mitteln

partizipieren können, und machten dabei

auch klar: Europa ist kein Einsatzgebiet für Einzelkämpfer.

Ein sorgsam ausgearbeiteter Antrag, so Mercedes

Leis, und nur solche haben überhaupt eine Chance

auf Erfolg, nimmt im Mittel allein für seine Ausarbeitung

mehrere Monate bis zu über ein Jahr in

Anspruch. Ein Antrag auf Förderung von Kreativquartieren

in Bayern mit einem Volumen von fünf

Millionen, wie er unter Mitwirkung von Linus Förster

ausgearbeitet und vor wenigen Monaten im

Landtag eingegeben wurde, dementsprechend länger.

Denn EU- Förderung erfolgt vielfach auch über

das Land. Und die Erfolgsaussichten sind dabei gar

nicht schlecht.

Allem Anschein nach erahnen die Mächtigen in

Augsburg die Tragweite des Themas nicht einmal

im Ansatz. Oder ist es ihnen einfach zu kompliziert

oder zu langweilig, sich mit EU-Förderung zu

beschäftigen. Auf alle Fälle ignorieren sie Europa

auf Kosten der Bürger in so infamer Weise, dass

man wohl von System sprechen kann. Wie hoch der

Schaden für hiesige Projekte liegt, die wegen dieser

Politik der Ignoranz und Schlafmützigkeit nicht in

den Genuss von EU-Geldern kamen, lässt sich freilich

nicht auf Euro und Cent beziffern, aber er

dürfte in die Millionen gehen.

Stars und Sternchen

»Faltsch Wagoni« und »Die Zweitkressler«

in der Kresslesmühle

Das Herbstprogramm der Kresslesmühle lässt

dem geneigten Kabarettbesucher kaum eine

ruhige Minute – im Terminkalender des Kulturhauses

jagt eine Veranstaltung die nächste. Am

28. September war das Duo »Faltsch Wagoni« mit

ihrem Programm »deutsch ist dada hoch 3« zu

Gast. In der Punk- und New-Wave-Ära der frühen

Achtzigerjahre als Band in München gegründet,

erweiterten sie bald ihren künstlerischen Horizont

und stehen seitdem für abwechslungsreiches

Musik-Kabarett. Nicht umsonst bezeichnet

sich das Künstlerehepaar Silvana und Thomas

Prosperi als Sänger, Musiker, Texter, Kabarettisten

und Komponisten.

Auch ihr Auftritt in der Kresslesmühle sprühte

nur so von Poesie, Sprachwitz, und Ironie: Nicht

nur dem Publikum hauten »Faltsch Wagoni« ein

Wortspiel nach dem anderen um die Ohren – vor

allem untereinander flogen bei dieser Sprach-

Revue die Fetzen. Warum schreibt sich »Hymne«

eigentlich nicht mit »ü«? Wen solche Fragen über

die Eigenheiten der deutschen Sprache schon

immer brennend interessiert haben, dem bot

»deutsch ist dada hoch 3« mit Sicherheit die passenden

Antworten. Als Zugabe wurde Coolios

90er-Hit »Gangsta’s Paradise« kurzerhand zum

»Renters Paradise« umgedichtet – ein wirklich

unterhaltsamer Abend.

Von den Stars zu den Sternchen der Szene: Am

29. September präsentierte Tilman Lucke die Premiere

des zweiten Kabarett-Workshops der Kresslesmühle.

Bereits im Juni zeigte sich der Berliner

Kabarettist unter dem Titel »Die Erstkressler« für

die Augsburger »Nachwuchsförderung« verantwortlich.

Erneut schrieb er mit den Teilnehmern

in nur vier Tagen Texte, verfeinerte die Pointen

und probte das Aufführen. Mit Andreas Lux, Max

Olbrich, Christoph Paninka, Stefan Ranker und

der Geschäftsführerin der Mühle, Gabriele

Spiller, standen an diesem Abend gleich sechs

Zweitkressler auf der Bühne.

Vom Restpostenmarkt für Politiker nach der Bundestagswahl

über musikalische Liebeserklärungen

an den eigenen Garten bis hin zu einer

nicht ganz legalen Unterredungen beim Elternabend

boten die Nachwuchskabarettisten ein

mehr als sehenswertes und abwechslungsreiches

Programm. Für den nächsten Workshop vom 27.

bis 30. März bleibt nur zu hoffen, dass mehr

Zuschauer den Weg zur Premiere finden. (pab)

www.kresslesmühle.de

PReMieReN OK tObeR 2013

Mein freund der baum Uraufführung SKART

3. Oktober | 19.00 | brechtbühne

Pinkelstadt Mark Hollmann/Greg Kotis

4. Oktober | 19.30 hoffmannkeller | jtt-Musiktheater

Nordlicht 1. Sinfoniekonzert

7. und 8. Oktober | 20.00 | Kongress am Park | 19.10 Konzerteinführung

der brandner K a spar und das ewig‘ Leben Kurt Wilhelm nach Franz von Kobell

13. Oktober | 19.00 | brechtbühne

Rigole t to Giuseppe Verdi

26. Oktober | 19.30 | Großes Haus

Kerstin Descher, Foto: A. T. Schaefer

Besucherservice 0821. 324 4900

www.theater-augsburg.de

w w w . a 3 k u l t u r . d e


03

21. Oktober bis 3. November 2013 WAHLPRÜFSTeIn KuLTuR/eSSAY

Art der Freiheit

Ein Treffen mit benjamin Mayer von lab binaer und Felix Weinold

und die Frage nach Kunst made in Augsburg

Von Jürgen Kannler

»Wer sich seine Möglichkeiten selber sucht, wird auf diesem Weg vielleicht auch eine ganz neue Art der Freiheit erleben.« Eine dieser Freiheiten war »blank«, das erste wirklich gemeinsame Projekt von Felix Weinold und lab binaer. Im Werkstattatelier

von lab binaer vor ihrer Installation »Cursor« aus dem Projekt »blank«

Mein erster Besuch im neuen lab-binaer-Büro ist

für mich gleich ein Blick zurück. Wo heute das

»Flusszimmer« des Werkstattateliers den Blick

über den Kanal direkt ins Herz meiner alten

Nachbarschaft öffnet, wurden noch vor wenigen

Jahren die Stahlfenster für das tim geschweißt.

Unsere Redaktion belegte im Vorderhaus des Areals

das Hochparterre und über unsere Dachterrasse

pflegten wir den Kontakt zu den

Facharbeitern von Pfiffner Metallbau. In den Hallen

roch es nach Bohremulsion und Stahlspänen,

ebenso wie in den Hallen der MAN. In dieser

Fabrik lernte ich mit Bohrern und Fräsköpfen

Serienteile für Dieselmotoren und Rotationsdruckmaschinen

auf einige Tausendstel Millimeter

genau zu fertigen. Manroland, einst ein

weltweit bekannter Produzent von Zeitungsdruckmaschinen,

hat die Digitalisierung und

Vernetzung der Welt nicht überlebt. Thomas

Pfiffner, Chef der Firma und des Geländes hier,

musste sich nicht über mangelnde Nachfrage

beklagen. Seine Qualitätsarbeit fand Absatz, aber

er fand niemanden, der die traditionsreiche

Firma übernehmen will oder kann. Halle für

Halle löst er die Werkstätten auf. In wenigen

Wochen wird hier die letzte Schicht gefeiert. Wir

sind mit Agentur und Redaktion schon vor drei

Jahren in die ehemalige Ballonfabrik nur einige

Hundert Meter die Straße hinunter in Richtung

Norden gezogen. Bei den freundlichen Pfiffners

war es uns räumlich zu eng geworden. Platz gibt

es dort heute genug. Für die leer gewordenen

Flächen interessieren sich jetzt Designer und

Architekten. Hieran wird klar: Die Unternehmen

der Kultur- und Kreativwirtschaft (KuK) sind auch

in Augsburg zu einer festen Größe geworden.

Auch wenn das die Verantwortlichen im Wirtschaftsreferat

der Stadt nicht wahrhaben wollen.

»Wir arbeiten an Dingen, die uns Spaß machen,

und für Auftraggeber, die uns fair bezahlen«

In den Räumen von lab binaer bin ich mit zwei

Vertretern dieser Wachstumsbranche verabredet.

Benjamin Mayer ist gemeinsam mit Martin

Spengler so etwas wie der Mastermind dieses

Medienkunstlabors. Gemeinsam brachten die

Absolventen der hiesigen FH Gestaltung Jahrgang

2007 mit wechselnden Mitstreitern schon ein

erstaunliches Spektrum von Projekten an den

Start. Als Kreativpiloten sind sie gefragte Podiumsgäste

bei Tagungen und Kongressen. Dort

erzählen sie von den Anfängen ihrer Arbeit, aktuellen

Projekten und wie sie mit dem bundesweiten

Netzwerk KuK zusammenarbeiten. Über

Interesse an ihrer Arbeit können sie sich nicht

beklagen. Ihr Credo: »Wir arbeiten an Dingen, die

uns Spaß machen, und für Auftraggeber, die uns

fair bezahlen.« Zuletzt steuerten sie eine Videoinstallation

zu Luigi Nonos »Intolleranza 1960« am

Stadttheater bei. In ihrem Atelier steht gerade ein

sorgfältig vor neugierigen Blicken geschütztes

Eins-zu-eins-Modell des vielleicht ersten bayerischen

Elektroautos, das in Serie gehen wird.

Nur die Radkappen verraten mir, dass es sich um

einen BMW handeln könnte.

Felix Weinold ist mein zweiter Gesprächspartner

an diesem späten Nachmittag. Er gehört wohl zu

den drei Prozent der Künstler in Deutschland,

die von ihrer Kunst leben können. Seine Arbeiten

hängen in Sammlungen und Museen. Zu seiner

Zeit an der Münchner Akademie fand er mit seinem

Stil unter Mitstudenten nicht nur Freunde.

Aber anders als die meisten von ihnen fand er

schon damals für seine Kunst auch Käufer und

konnte seinen Lebensunterhalt damit bestreiten.

Nach längeren Ausflügen in den Süden Europas

nutzte er sein Talent verstärkt auch als Fotograf,

Innenarchitekt, Designer und Planer. Er arbeitet

gern für Museen und konzipiert Ausstellungsräume.

Hier kann er immer wieder dazulernen und

empfindet auch deshalb diese Aufträge als Bereicherung.

Das »Etikettieren von Waschmittelkartons

oder Verkaufen von Zigaretten« hat er

jedenfalls nicht nötig. Seit Jahren widmet sich

Felix Weinold verstärkt einem aussterbenden

Metier, der Kunst am Bau: »Eine Fassade von 38

Metern Breite hat eine gewisse Wucht und Kraft.

Es macht riesen Spaß, sich daran auszutoben.«

Sein aktuelles Wandprojekt entsteht gerade in

einem Industriegebiet zwischen Augsburg und

Friedberg.

»Eine Fassade von 38 Metern breite hat eine

gewisse Wucht und Kraft«

Beim Stichwort »Kunst am Bau« fällt mir ein, dass

für mich Weinold und lab binaer zum ersten Mal

bei der Präsentation der neuen Stadtbücherei am

Ernst-Reuter-Platz gemeinsam Erwähnung fanden.

Ihre Arbeiten sind innen (Weinold) und auf

dem Vorplatz (lab binaer) zu finden. Wenn Weinold

erzählt, wie der Stadt – erst unter OB Wengert,

dann unter seinem Nachfolger OB Gribl – der

Etat für die Kunst am Bau schier abgetrotzt werden

musste, kommt eine sachte Ahnung davon

auf, wie es um den Stellenwert der Gegenwartskunst

in Augsburg steht. Wir blicken zurück:

Zuerst hatten die mit der Planung betrauten

Architekten vom Büro Schrammel Kunst am Bau

überhaupt nicht vorgesehen. Sowohl Vater Hans

als auch Sohn Stefan verstehen sich als Freunde

und in gewissem Sinne wohl auch als Kenner

zeitgenössischer Kunst. Vielleicht war ihnen ihr

Entwurf an sich ja genug. Quasi Kunst als Bau.

Von den 150.000 Euro, die noch das Regenbogenrathaus

versprochen hatte, blieben nach dem

Machtwechsel rund 50.000 Euro übrig. Davon

wurden noch die Kosten für Wettbewerb, Produktion,

Fundament und Installation abgezogen.

Dass Weinold bei dem Wettbewerb, den er mehr

oder weniger als Einzelkämpfer durchgeboxt

hatte, tatsächlich zum Zug kam, davon hatte er

am Schluss ebenso viel oder wenig wie seine Kollegen

von lab binaer. Sein Fazit: »Je großartiger

die Kunst, desto geringer das Honorar. Erstaunlich,

dass es in diesem Fall trotzdem möglich war,

zwei Arbeiten zu realisieren.«

Die Subventionsmentalität, die auch hier zum

guten Teil in den verschiedenen Szenen herrscht,

betrachte ich mit einer gewissen Skepsis

Felix Weinold und Benjamin Mayer gehören

nicht zu den Künstlern, die von der öffentlichen

Hand fordern, für ihre Arbeit gefördert zu werden.

Mayer: »Die Subventionsmentalität, die auch

hier zum guten Teil in den verschiedenen Szenen

herrscht, betrachte ich mit einer gewissen Skepsis.

Ich verstehe, dass sich manche Projekte nicht

nur aus den generierten Einnahmen realisieren

lassen und deswegen Unterstützung brauchen.

Aber Projekte nur auf Subventionsbasis anzugehen,

halte ich für einen Irrweg.« Weinold: »Man

sollte die Erwartung an sich selber so hoch wie

möglich stellen. Ich habe mir die finanzielle

Basis für meine Projekte immer selbst gesucht.

Wer sich seine Möglichkeiten selber sucht, wird

auf diesem Weg vielleicht auch eine ganz neue

Art der Freiheit erleben.«

Eine dieser Freiheiten war »blank«, das erste wirklich

gemeinsame Projekt von Felix Weinold und

lab binaer. Rund 10.000 Euro haben sie sich die

gefeierte Schau in der Neuen Galerie im Höhmannhaus

zu Jahresbeginn kosten lassen. a3kultur

berichtete damals: »[…] Auf den ersten Blick

haben die Kooperationspartner kaum Gemeinsamkeiten:

Felix Weinold arbeitet zwar oft mit

digitalen Werkzeugen, das Ergebnis sind aber in

erster Linie analoge, zweidimensionale Arbeiten

in Form von Bildern. lab binaer hat den Pinsel

komplett gegen Source-Code und Lötkolben eingetauscht

und beschäftigt sich häufig mit interaktiven,

meistens vierdimensionalen (zeitbasierten,

räumlichen) Projekten. Es gibt aber doch deutliche

Parallelen: Sie schaffen ihre Werke oft nicht

von null ausgehend, sondern reagieren auf bereits

Vorhandenes. Weitere gemeinsame Merkmale

sind der Verzicht auf eine eindeutige Handschrift

und eine stilistische und inhaltliche Wandlungsfähigkeit

[…]«

gemeinsame Merkmale sind der Verzicht auf

eine eindeutige Handschrift und eine stilistische

und inhaltliche Wandlungsfähigkeit

Hausherr Thomas Elsen, bei den Kunstsammlungen

und Museen der Stadt Augsburg erster

Ansprechpartner, wenn es um zeitgenössische

Kunst geht, lud zum Experimentieren ein und

ließ den Künstlern in seinen Räumen absolut

freie Hand. Aus dieser Melange entwickelte sich,

ausgehend von einer ersten Ideenfindung, in

einem über ein Jahr andauernden Prozess, während

dessen sich die Gruppe immer wieder traf,

eine Ausstellung zum Thema »blank«. Das Ergebnis

war weder eine Einzel- noch eine Sammelausstellung

im klassischen Sinn, sondern ein Projekt,

das von allen Beteiligten in gleichem Maße

geprägt wurde. So entstanden sechs neue

Arbeiten, unter anderem »Cursor«, eine Licht-,

und »Pas de Deux«, eine Videoinstallation, sowie

die akustische Raumskulptur »White Noise«.

Obwohl aus der Serie »blank« noch kein einziges

Stück verkauft werden konnte, steckt in dem

Projekt das Zeug zur Erfolgsgeschichte. Nach

dem Termin im Höhmannhaus wurden die

Künstler mit dem Staubsaugerballett »Pas de

Deux« zu »Vanity Flair – Luxus und Vergänglichkeit«,

der 1. Biennale der Künstler im Haus der

Kunst, nach München geladen. Ihre Arbeit »White

Noise« hat sogar gute Chancen, beim internationalen

Celeste Prize in Rom zu punkten. Mit diesem

mächtigen, weißen Trichter erreichten sie

die Runde der letzten acht in der Kategorie

»Installation, Sculpture, Live Media & Performance«

bei einem der renommiertesten Kunstpreise

Italiens. Egal, wie die endgültige Wahl

ausgeht – die Tickets für die Preisverleihung in

der ersten Dezemberhälfte sind geordert und die

generelle Wahrnehmung von Zeitgenössischem

made in Augsburg wird ein wenig geschärft.

Geschichten wie diese zeigen, wie entscheidend

Personen wie Thomas Elsen für die Entwicklung

von Künstlern in Augsburg sein können. In einer

Region, in der die Kreativen zu Recht für eine

stärkere Wahrnehmung und mehr Respekt im

Umgang mit ihrer Arbeit fordern, sind stabile

Netzwerke und ein unkomplizierter Zugang zu

Infrastrukturen starke Argumente für Künstler,

am Standort Augsburg festzuhalten.

Im Frühjahr 2014 wählen die Augsburger

OB und Stadtrat. Im Vorfeld dieser Wahlen

untersucht a3kultur verschiedene Bereiche

der kulturellen Stadtlandschaft auf Relevanz,

Akzeptanz und Zukunftstauglichkeit.

Wir dokumentieren dabei sowohl den Istzustand

als auch die Entwicklung der letzten

Jahre und stellen Prognosen. Anhand dieser

Ergebnisse formulieren wir Wahlprüfsteine

für Wähler und Politiker.

a) Wird sich Ihr Kandidat für eine verstärkte

Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst

einsetzen?

b) Setzt sich Ihr Kandidat dafür ein, dass die

Wertschätzung, die Künstler durch die

Stadt erfahren, auch monetär Ausdruck

findet, z.B. bei der Dotierung der Kunstförderpreise

oder der Einrichtung von Einkaufsetats

für Gegenwartskunst?

Antwortet Ihr Kandidat auf diese Frage

glaubhaft mit Ja, spricht a3kultur eine

Wahlempfehlung im Sinne unseres Wahlprüfsteins

Kultur Nr. 10 aus.

w w w . a 3 k u l t u r . d e


TITELTHEMA/gegenWARTSKUNST

21. Oktober bis 3. November 2013

04

Gegenwart

Zeitgenössische Kunst in Schwaben.

Eine a3kultur-Auswahl für den Herbst

Die Metzgerei

Susanne Ziegler präsentiert sich

vom 19. bis 24. Oktober in der

jungen Kollektivgalerie bei der

HS. Vom 9. bis 15. November

heißt es dann »Augsburg deine

Baustellen«. Eine Fotohommage

mit Wettbewerb.

www.die-metzgerei.com

Ecke Galerie

Noch bis zum 31. Oktober sind

hier Bildhauerarbeiten von

Simon Horn sowie Gemälde

und Fotografien von Esther

Balázs und Josef Breuer zu

sehen. Ab dem 22. November

präsentieren sich Mitglieder

der ältesten Künstlervereinigung

der Stadt »Die Ecke« mit

der Jahresausstellung »Das kleine

Format«.

www.eckegalerie.de

Galerie am Graben

Zuletzt waren hier Wilhelm

Bronners neueste Arbeiten

unter dem Titel »east meets

west« zu sehen. Die Räume

können über das Kulturamt

angemietet werden.

www.augsburg.de

Galerie Extrawurst

Ob Jörg Kupkes Bilder einen

Sinn haben, ist fraglich – vielleicht

sind sie auch nur ein

Fragen nach dem Sinn oder

Unsinn dieser Welt. »Kocoloures

im Quadrat«, so der Titel

seiner aktuellen Ausstellung.

Galerie im Unteren

Schlösschen, Bobingen

26 Künstler des Kunstvereins

Bobingen zeigten bis zum 13.

Oktober unter dem Motto

»warmKALT« ihre Arbeiten. Ab

dem 25. Oktober stehen Alexandra

Fuchs und Maximilian

Moritz Prüfer mit ihrer Schau

»Miliandra« im Fokus.www.

kunstverein-bobingen.de

Galerie Schröder Weinbar

Zuletzt waren hier Bruno Palatinis

Intarsienarbeiten »Sounds

from the wood« zu sehen.

www.galerieschroederweinbar.de

Galerie Noah

Bei »Echt Kroko – Accrochage

2013« sind bis zum 30. November

die Werke von 14 Künstlern

aus 5 Ländern zu sehen. (Foto:

Heiner Meyer) Vom 13. Dezember

an präsentiert die Galerie im

Glaspalast Arbeiten von Anke

Doberauer. Die Künstlerin

wurde für ihre großformatigen

Männerbilder bekannt.

www.galerienoah.com

geZZ!, Friedberg

Die Café-Bar-Galerie beherbergt

noch bis zum 18. Oktober

Fotografien von Renate

Lenzgeiger und Fotoplastiken

von Heinz Schulan.

www.gezz.de

Grandhotel Cosmopolis

Ein ehemaliges Altenheim

wurde in den letzten zwei Jahren

zum Flüchtlingsquartier,

Atelier, Kulturzentrum und

Hotel umfunktioniert. Jedes

Hotelzimmer wurde von einem

Künstler ehrenamtlich gestaltet.

www.grandhotel-cosmopolis.org

Höhmannhaus

Bis zum 1. Dezember ist der in

Berlin lebende Fotograf Andy

Heller mit seiner Ausstellung

»86497/CA 94103« zu Gast in seiner

Heimatstadt. Das Höhmannhaus

ist Teil der Museen und

Kunstsammlungen Augsburg.

www.kunstsammlungenmuseen.augsburg.de

H2 – Zentrum für Gegenwartskunst

Zuletzt präsentierte Thomas

Elsen hier den israelischen Bildhauer

Uriel Miron in seiner

ersten Einzelschau in Deutschland.

Ab dem 23. November landet

Paul Klee mit »Mythos

Fliegen« im Glaspalast.

www.kunstsammlungenmuseen.augsburg.de

In Your Face

Schwabens größte Ausstellung

für urbane und zeitgenössische

Kunst feierte im April in der

Fabrikhalle F16 im Industriegebiet

Riedingerstraße ihre erfolgreiche

zweite Ausgabe. Am 11.

Oktober eröffnete die Künstlerinitiative

nun am selben Ort

ihre Galerie. Siehe auch Seite 7.

www.in-your-face.net

Kulturhaus abraxas

Vom 24. bis 27. Oktober präsentiert

sich lab30, das Kunstlabor

für Klang, Kunst und Experimente

im städtischen Kulturhaus

beim Kulturpark West. in

der BBK-Galerie ist noch bis

zum 18. Oktober eine Ausstellung

von Liliana Mesmer und

Johannes Rössle zu sehen.

Zudem zeigt Stefan Mayr vom 1.

bis 28. November unter dem

Titel »Seelenlandschaften« im

Ballettsaal des Hauses Fotografien

aus Schottland.

www.abraxas.augsburg.de

Kulturpark West

Nach dem Kunstparcours im

September öffnet das Kreativquartier

vom 18. bis 20. Oktober

erneut seine zahlreichen Ateliers

für Freunde der Gegenwart.

www.kulturparkwest.de

Kunstverein Augsburg

In seinem Stammsitz im Holbeinhaus

sowie an zwei weiteren

Orten präsentiert der

Kunstverein noch bis zum 10.

November unter dem Titel

»Gelände« Werke von Olaf Holzapfel.

Mehr dazu auf unserer

Titelseite. Ab dem 24. November

werden aktuelle Druckgrafiken

und Arbeiten auf Papier von

Daniel Richter gezeigt.www.

kunstverein-augsburg.de

Kunsthalle Weishaupt

Ab dem 27. Oktober zeigt das

privat geführte Kunsthaus in

Ulm eine Ausstellung des

Schwenninger Künstlers Hans

Peter Reuter. Zu sehen ist eine

umfassende Werkschau, angefangen

bei frühen Arbeiten aus

den 1960er Jahren bis hin zu

aktuellen Projekten.www.

kunsthalle-weishaupt.de

Kunstmuseum Walter

Das Privatmuseum bietet mit

über 1.600 Werken aus der

Sammlung von Prof. Ignaz Walter

einen Einblick in die zeitgenössischen

Nachkriegs- und

Gegenwartskunst aus Deutschland,

Europa und Amerika. Ein

weiterer Schwerpunkt ist die

Leipziger Schule.www.kunstmuseumwalter.com

Kunstraum Schwifting

Unter dem Titel »Naturgemäß«

sind bis zum 10. November

Fotoarbeiten der Künstler Julia

Hildebrand und Ingolf Hatz

ausgestellt. Zentraler Inhalt

ihres Schaffens ist die Auseinandersetzung

mit der Natur.

www.kunstraum-schwifting.de

KunstWerk

Mit dieser Einrichtung steht

der KunstSchule Friedberg ein

großer Raum für Ausstellungen,

Veranstaltungen und zur Arbeit

zur Verfügung. Zahlreiche

Künstler präsentierten hier in

den vergangenen Jahren ihre

Werke. Aktuell beteiligt sich

die Leiterin Rose Marie Heid

am Projekt »PaarKunst«.www.

kunstschule-friedberg.de

Künstlerhaus

Marktoberdorf

Mit der jährlich hier stattfindenden

Ostallgäuer Kunstausstellung

bietet die Stadt

Marktoberdorf Künstlern aus

Bayerisch-Schwaben die Möglichkeit,

sich einem größeren

Publikum vorzustellen. Die

Schau findet bereits zum 35.

Mal statt und läuft bis zum 17.

November.www.kuenstlerhaus-marktoberdorf.de

Mewo Kunsthalle

Die Ausstellung »Artistenbilder«

zeigt noch bis zum 6. Januar

Fotografien von Dieter Preiß,

die Geschichten aus Zirkus und

Varieté erzählen. Am 25. Oktober

eröffnet zudem die Schau

»Not even the sky« des britischen

Künstlerpaars Thomson

& Craighead.

www.mewo-kunsthalle.de

Museum und Galerie

der Stadt Schwabmünchen

Der Bildhauer Bernd Rummert

wurde einstimmig von der Fachjury

als Träger des Kunst- und

Kulturpreises der Stadt Schwabmünchen

2013 gewählt. Bis

zum 3. November sind seine

Werke im Museum der Stadt zu

bestaunen.

www.schwabmuenchen.de

MZ Galerie

Seit August sind in dieser feinen

Privatgalerie beim Dom

Arbeiten der Bildhauerin Ingeborg

Witschen zu sehen.

www.galerie-mz.de

PaarKunst,

Wittelsbacher Land

Im Rahmen der »PaarKunst«

2013 haben sieben Kommunen

entlang der Paar bereits zum

sechsten Mal einen vielseitigen

Kunstpa(a)rcours aufgestellt. Die

Reihe findet unter dem diesjährigen

Motto »bewegt« noch bis

zum 26. Oktober in verschiedenen

Locations statt.

www.paarkunst.info

SanDepot

Der Kunstverein Aichach präsentiert

noch bis zum 20. Oktober

die Jubiläumsschau »20

Jahre Aichacher Kunstpreis –

Preisträgerausstellung« in der

ehemaligen Militäreinrichtung.

www.kunstverein-aichach.de

Schaezlerpalais

Vom 7. Dezember bis 19. Januar

findet die Große Schwäbische

Kunstausstellung nicht wie

gewohnt in der Toskanischen

Säulenhalle des Zeughauses

statt. Dort halten bis auf weiteres

die Römer Einzug. Obdach

erhält die vom BBK organisierte

Schau von den Kunstsammlungen

und Museen im Schaezlerpalais.

Zuletzt zeigte die

britische Künstlerin Laura Ford

dort ihre skulpturalen Collagen.

Ebenso wie im Maximilianmuseum

öffnen die Kunstsammlungen

der Stadt ihre

historischen Museen immer

wieder für die Kunst der

Gegenwart.www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Schwäbische Galerie

Aus Anlass des zehnjährigen

Bestehens der Schwäbischen

Galerie im Volkskundemuseum

Oberschönenfeld präsentiert

das Haus bis zum 1. Dezember

eine Ausstellung mit zehn

Kunstschaffenden aus Schwaben

zum Thema »Landschaft«.

www.schwaebisches-volkskundemuseum.de

Space 2b

Der Multifunktionsraum zeigt

bis zum 26. Oktober großformatige

Aufnahmen des Fotografen

Erwin Fleischmann: vom Innenleben

von Pflanzen, deren Feinheit

und Organisiertheit und

Farbenreichtum. Im Anschluss

folgt eine Ausstellung in Mischtechnik

von Sandra Bley und Martina

Frey. www.space-2b.de

Staatsgalerie der Moderne

Seit zwei Jahren widmet sich

eine Werkschau den Arbeiten

des deutsch-amerikanischen

Malers Jerry Zeniuk. Ab Mai

2014 versprechen die Kuratoren

aus München eine Jörg-Immendorff-Schau

aus vorwiegend privaten

Beständen.

www.pinakothek.de

Süßkind

Die Galerie beim Römischen

Museum bietet Kunst und Schokolade.

Zuletzt waren zeitgleich

mit seiner viel beachteten

Schmuckschau im Maximilianmuseum

Bilder von Ulo Florack

bei der süßen Adresse in der

Dominikanergasse zu sehen.

www.pinakothek.de

Universität Augsburg

Neben wechselnden Ausstellungen

gibt es auf dem Campus

einen einzigartigen Skulpturenpark

zu bestaunen (siehe auch

Seite 7). Bis zum 29. Oktober

zeigt der Lehrstuhl für Kunstpädagogik

unter anderem Werke,

die bei einer Exkursion ins

Kleinwalsertal entstanden sind.

www.uni-augsburg.de

Werkstattgalerie Krüggling

Hier finden in unregelmäßigen

Abständen nicht nur Ausstellungen,

sondern auch Lesungen,

Theateraufführungen und Konzerte

statt.www.krueggling.de

Werkstattgalerie Schiele

Bis zum 16. November sind

unter dem Titel »Psalmblätter

und Zeichenbretter« Arbeiten

des Kunsterziehers Hans Wiedemann

zu sehen. www.

werkstatt-galerie-schiele.de

Zeughaus

»Impressionen in Form und

Farbe« – noch bis zum 27. Oktober

sind unter diesem Titel

Acrylmalereien des Augsburger

Künstlers Ernst Martin in der

Foyergalerie ausgestellt.

www.augsburg.de

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05

21. Oktober bis 3. November 2013 TITELTHEMA

Klang, Kunst und Experimente

Seit 2003 zeigt das Augsburger Kunstlabor lab30 alljährlich innovative Arbeiten von internationalen Medienkünstlern

im Kulturhaus abraxas. In diesem Jahr präsentiert das Festival vom 24. bis 27. Oktober 2013 Installationen zwischen

Kunst und Technik, ein grenzüberschreitendes Konzertprogramm und Workshops

Kunstlaborausstellung

(pab) Die Arbeiten des Schweizer Künstlers

Zimoun nutzen herkömmliche Industriebauteile

und schaffen mit architektonischem Fingerspitzengefühl

neue Raum- und Klangmuster, deren

Rätsel sich immer erst bei genauem Hinsehen

lösen. Bei lab30 werden 150 kleine dc-Motoren

den Ballettssal mit prasselndem Rauschen erfüllen.

Bizarren Rätseln begegnet der Besucher auch

in vielen weiteren der 15 Arbeiten: Chiara Esposito

erfüllt einer Pflanze den Wunsch, endlich

Fliegen zu können und Matthias Fitz zeigt, wie

wir mit unserem eigenen Körper Fernsehbilder

beeinflussen können. Spielerisch verschieben

sich vermeintliche Realitäten und ermöglichen

neue Perspektiven: Eine 35mm Filmspule generiert

digitale Pixel, Projektionen aus Licht- und

Schatten erzeugen bizarre Klänge und eine

Schauminstallation lädt ganz zeitgemäß zum

realen Datawashing des eigenen Smartphones

ein. Für die innovativste, kreativste und ästhetisch

ausgereifteste Arbeit wählt eine Fachjury

den Preisträger des diesjährigen lab awards.

Donnerstag und Freitag: 20 bis 24 Uhr

Samstag: 14 bis 18 Uhr, 20 bis 24 Uhr

Sonntag: 13 bis 17 Uhr

Kontrastierend minimalistisch entwickelt die

New Yorker Musikerin Lesley Flanigan in ihrem

Konzert für Lautsprecher und Stimme Klanggemälde,

deren Entstehung der Zuhörer live verfolgen

kann.

Freitag: 20.30 Uhr / Samstag: 23 Uhr

Clubnächte

Während am an den ersten beiden Festivaltagen

die Nächte mit den Augsburger DJs Mycrotom

(Donnerstag: 22.30 Uhr) und Benchmark (Freitag:

24 Uhr) ausklingen, gibt es am Samstag ab 24 Uhr

zum Abschuss noch zwei Liveacts: Nach Mick

Chillage aus England mit einem Liveset von

Ambient bis Dubtechno laden Hanuman Tribe

mit klanggewaltigen Ravehymnen und Deeper

Techno zur Abschlussparty. www.lab30.de

lab30 – Das progrAMM

AUF einen blick

Festivaleröffnung – abraxas/Theater 19:30 Do

24.10. // Martin Messier: Sewing Machine Orhestra,

Konzert mit antiken Singer Nähmaschinen

– abraxas/Theater 20:00 Do 24.10. 21:45 Fr 25.10.

// Moritz Simon Geist: Mr 808, Drum Roboter

Performance – abraxas/Theater 20:00 Do 24.10.

20:15 Fr 25.10. 17:00/20:15 Sa 26.10. // Pierre Bastien:

Resurrectine, Konzert mit Nagelvioline,

Trompete und alten Filmschnipseln – abraxas/

Foyer 21:15 Do 24.10. 20:30 Sa 26.10. // Club Bleu:

Dark Energy, ein Augsburger Endzeitszenario

– abraxas/Nordflügel/Studiobühne 21:30 Do

24.10. 21:15 Fr 25.10. // Alan Margolis: If, Bwana,

Akustische Instrumente in digitalem Remix –

abraxas/Theater 22:30 Do 24.10. // Clubnacht: Mycrotom

– abraxas/Nordflügel 22:30 Do 24.10. //

Lesley Flanigan: Amplifications, Konzert für

Lautsprecher und Solo-Stimme – abraxas/Theater

20:30 Fr 25.10. 22:45 Sa 26.10. // People Like

Us: Consequences, Live Filmcollage – abraxas/

Theater 22:45 Fr 25.10. 21:30 Sa 26.10. // Krachisten

Orchester – abraxas/Nordflügel 23:15 Fr

25.10. // Clubnacht: Benchmark – abraxas/Nordflügel

00:00 Fr 25.10. // Eine Stadt sucht ein Mikrofon:

Klangspaziergang mit Radioempfänger

– Wittelsbacher Park/Sporthalle 13:00 Sa 26.10. /

Gaswerk in Oberhausen 14:30 So 27.10. // Wie

man einem Transistor das Singen beibringt,

Workshop mit Karl Heinz Jeron (ab 10 J) – abraxas/Nordflügel

14:30 Sa 26.10. // Ars Electronica

Animation Festival- abraxas/Theater 14:30 Sa

26.10. 14:00 So 27.10. //Stefanie Wuschitz: Hacking,

Workshop (ab 10 J) – abraxas/Keller 15:00

Sa 26.10. 14:00 So 27.10. // Roboter aus Elektroschrott,

Workshop (ab 8 J) – abraxas/Kneipe

15:30 Sa 26.10. // Moritz Illner & Marcus Christ,

Schallschichtschleifen – abraxas/Nordflügel/

Studiobühne 22:15 Sa 26.10. //Mick Chillage:

Liveset – abraxas/Nordflügel/Foyer 22:45 Sa

26.10. // Lab Award: Preisverleihung – abraxas/

Theater 23:45 Sa 26.10. // Clubnacht: Hanuman

Tribe und Mick Chillage – abraxas/Nordflügel

00:00 Sa 26.10. // Nora Dibowski: Touch Paintings

(ab 8 J) – abraxas/Nordflügel 15:00 So 27.10.

D E R R O C K ‘ N ‘ R O L L B A L L

a Glamorous

at the most

glamorous Location!

Workshops: Lablabor 2.0

Das Workshopprogramm Lablabor 2.0 bietet

allen experimentierfreudigen Besuchern wie

auch einigen Schulklassen die Möglichkeit, der

eigenen Kreativität unter der Anleitung von

Künstlern freien Lauf zu lassen: Roboter basteln

mit der Recyclingwerkstatt Zürich, einem Transistor

das Singen beibringen mit Karl Heinz Jeron

oder aus ausrangierten Monitoren und PCs ein

Wunschobjekt basteln mit dem Offenen Technogielabor

Oberösterreich. Kinder und Erwachsene

können sich während des Festivals hierzu anleiten

lassen, für Schulklassen gibt es ein spezielles

Angebot für den Unterricht. Neu ist das Paten-

Konzept: Gesucht werden interessierte Erwachsene,

die das im Workshop Erlernte in Zukunft

zusammen mit Lehrern an eine Schulklasse weitergeben

können.

Konzerte

RAY COLLINS‘ HOT CLUB

HIGH PERFORMANCE R‘N‘B, SWING & R‘N‘R ORCHESTRA

BIG SANDY

FROM BERLIN, JUMP BLUES,

R‘N‘B, JIVE AND EARLY R‘N‘R

Live:

& HIS FLY RITE BOYS

ROOTS, ROCKABILLY & R‘N‘R-

GIANTS FROM CALIFORNIA, USA

HOT JUMPIN‘ 6

SANDY LEE AND THE WANTONS

Das Festival wird eröffnet durch das »Sewing

Maschine Orchestra« des kanadischen Künstlers

Martin Messier. Elektronisch verstärkt er das Rattern,

Ratschen und Klicken der Nähmaschinen

und holt auf magische Weise deren klangvolle

industrielle Vegangenheit in die Gegenwart.

Donnerstag: 20 Uhr / Freitag: 21.45 Uhr

Ebenso gegenwärtig und historisch ist das vielschichtige

Konzert des Erfinders und Kontrukteurs

Pierre Bastien aus Frankreich. Seine neueste

Performance verbindet historische Filme von

Musikern, mit den Klängen seiner mechanischen

Apparaturen und dem Sound seiner Trompete.

Donnerstag: 21.15 Uhr / Samstag: 20.30 Uhr

Auch »People Like Us« greift in das unerschöpfliche

Repertoire der Filmgeschichte. Die britische

Künstlerin Vicki Bennett, die sich dahinter versteckt,

ist eine Vorreiterin, was das Neuarrangieren

von Found-Footage-Material angeht: Ihre

Performance »Consequences (One thing leads to

another)« ist ein filigran durchdachter Bilderstrom

der kurzen Bildausschnitten einen neuen

Sinnzusammenhang gibt.

Freitag: 22.45 Uhr / Samstag: 21.30 Uhr

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KOLUMNE

25.10.

Christoph

Weiherer

21. Oktober bis 3. November 2013

Lachen aus Wurstmöbeln

Sachdienliche Hinweise von Martin Vodalbra

06

23.10. FAST FOOD Satireshow

24.10. Rolf Miller

25.10. Christoph Weiherer

26.10. Jess Jochimsen

27.10. Tobias Mann

30.10. Nadja Maleh

31.10. Mathias Tretter

31.10. Klezmernacht mit Bait Jaffe

01.11. Maxi Schafroth

02.11. Christian Überschall

02.11. Wladimir Kaminer

31.10. Klezmernacht mit Bait Jaffe

02.11. Russendisko / DJ Kaminer

03.11. Fräulein Nina & Murat Kayi

04.11. Bernd Kebelmann & Sonny Thet

06.11. Joesi Prokopetz

07.11. Sigi Zimmerschied

08.11. Hennes Bender

09.11. Ulan & Bator

13.11. Helmut Schleich

14.11. Luise Kinseher

15.11. Bele Turba

16.11. Eva Eiselt

17.11. Sarah Hakenberg

18.11. Kültürverein Augsburg

02.11.

Wladimir

Kaminer

19.11. Michael Altinger

20.11. Lutz von Rosenberg-Lipinsky

21.11. FAST FOOD Best of Impro

22.11. Team & Struppi

23.11. Karsten Kaie

24.11. Karsten Kaie

25.11. Du bist meine Mutter

26.11. Lars Reichow

27.11. Martin Herrmann

28.11. Levantino

29.11. Sven „Seven“ Kemmler

30.11. Django Asül

30.11. The Missing Link

Oktober November 2013

Online-Vorverkauf: www.kresslesmuehle.de

Hotline: 0821 / 777 3410 • An allen AZ-Kartenverkaufsstellen

Restkarten an der Abendkasse

27.10.

Tobias

Mann

30.10.

Nadja

Maleh

01.11.

Maxi Schafroth

07.11. Sigi Zimmerschied

13.11.

Helmut

Schleich

14.11. Lusie

Kinseher

30.11.

Django

Asül

26.10.

Jess

Jochimsen

31.10.

Mathias

Tretter

Tatsächlich weiß heute wirklich jedes kleine Kind,

wo die Babys herkommen. Von wo aber kommen

all die Erwachsenen her? So hieß es neulich in

einem schönen Kinderfilm. Diese Frage muss man

stellen, denn es gibt Unmengen an Erwachsenen.

Man muss dazu nicht mal in den nächsten Edeka

gehen oder auf dessen musikalische Fortschreibung,

eine Ü-30-Party. Es reicht, aus dem Fenster zu

schauen, und schon stolpert ein Mensch, der das

Alter von 20 bereits wesentlich überschritten hat,

vorbei. Wie ein auf der Straße ausgesetzter überreifer

Camembert dokumentiert er, dass es einmal

seine eigene Vorstufe Milch gegeben haben muss,

es ist aber nicht ersichtlich, was genau passiert ist.

Saint-Exupéry meinte, man komme aus seiner

Kindheit wie aus einem Land. Der Kolumnist,

heute im Exil, kann sich noch erinnern, wie er als

kleines Kind die seltsamen Erwachsenen sah,

betrachtete und erlebte: Sie waren wie Riesenrettiche,

an die man unten Füße dranmontiert hatte.

Die beleibten Erzieherinnen glichen klavierlehrerinnengesichtigen

Dönerspießen, die »Zalando«

vor sich hin brabbelten. Männliche Erwachsene

erschienen ihm wie aus Leberwurst oder Hackfleisch

geformte Ikea-Regale, die morgens ungelenk

durch die Stadt in ihre seltsamen

»Ichmöchtesterben«-Büros polterten. Sich rasierende

Zombies mit schmelzkäsfarbenen Glockenbäuchen

und bei ihnen beliebte birnen-, strich- oder

achterförmige Wesen, die sich wiederum verzweifelt

dauernd im Fernsehen »Desperate Housewives«

anschauten, waren Bausteine einer Welt, die wir

Kinder zu ergründen versuchten.

Das Erwachsenwerden – zunächst gefeiert als Führerschein-

und Alkoholreife – beginnt unmerklich

und merklich zugleich. 18-Jährige sind wie fröhlich

vor sich hin pfeifende Hummer, die sich im

langsam immer heißer werdenden Kochwasser

mit Bandpostern, Demobesuchen und feuchtfröhlichen

WG-Abenden häuslich einrichten. Immatrikulation

des Todes! Der Verkäsungsgeruch zieht

bereits um die Uni, während man studiert, das

Geschwür wächst bereits schon, während man die

ersten Lohnbezüge seiner Ausbildung erhält.

Volontariat im Verwesungsgeruch! Praktikum bei

den Zombies! Jeder Lehrer, Dozent, Chef ein sich

als Rolemodel generierendes Knäuel aus Erwachsenenangst

und purer Existenzpanik!

Erwachsenwerden – mehr Resignation statt Entscheidung,

eher Selbstekel als biologischer Kniefall

– beginnt in mehreren Verbitterungsstufen.

Wesentliche Elemente sind Rückversicherungspostings

bei Facebook zu Meinungen über andere, ein

Neon-Abo, dann das Schreiben von Leserbriefen,

die plötzliche Überhöhung von Popmusik, oder,

besonders beliebt bei Kinderlosen, der völlige

Absturz: ein Parteieintritt. Menschen, die gar keine

Medikamente einnehmen, gründen sogar Parteien.

IMPRESSUM – a3kultur

Chefredakteur: Jürgen Kannler (kaj) (V.i.S.d.P.)

Kontakt: jk@a3kultur.de

Titelvorlage: Kunstverein Augsburg

Grafik: Andreas Holzmann

Redaktionelle Mitarbeit in dieser Ausgabe:

Sarvara Urunova (sur), Patrick Bellgardt (pab)

Gastbeitrag: Anil K. Jain, Lisa Katharina Bogerts

Fotos: S.5: Annie Zielinski, S.10: Danny Frede

Schlussredaktion: Christiane Kühn (S. 1–4, 6, 7, 12)

Verlag: studio a ug,

Austraße 27, 86153 Augsburg, www.a3kultur.de

Tel.: 0821 – 508 14 57, Fax: 0821 – 349 91 37

Druck: Mayer & Söhne,

Oberbernbacher Weg 7, 86551 Aichach

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Edle

Bemühungen

Anton Graffs Porträtkunst 1756 –1766

und die Diakonfamilie Weiler in Augsburg

17. oktober 2013 – 12. januar 2014

grafisches kabinett im höhmannhaus

maximilianstraße 48 | 86150 augsburg

von Martin Vodalbra

Die Angstindustrie der Erwachsenen zeitigt Beruhigungsmittel

gegen den Verfall: Zigaretten, Alkohol

und einen bunten Sexmarkt. Diese jedoch

– Insignien einer Jugend, deren Akkus noch vor

Stromprallheit rauchen – taugen nicht mehr und

dokumentieren eher die Demenz an Lebenskraft

und -lust. In diesem Schattenreich lässt sich allerdings

eine interessante Differenzierung vornehmen:

Menschen über 30, 50 oder 70 schaut man

zwar in zunehmendem Maße gerne beim Konsum

von Nikotin und Alkohol zu (die Steuereinnahmen,

die Renteneinsparung), weniger teilnahmsvoll

aber beim Geschlechtsverkehr. Der Grund: Nikotinund

Alkoholabusus wirken auch als Parodie,

Geschlechtsverkehr jedoch nicht.

Erwachsensein ist die letzte große humorfreie

Mainstreamkultur. Eine Flut von »Comedy«-Sendungen

und eine Gesamtinfantilisierung der

»Medien« versuchen dem entgegenzuwirken. Man

könnte dies als Zeichen der Hoffnung daraufhin

deuten, dass es deswegen doch adulten Humor

gebe. Eine Vielzahl an Medikamenten bedeutet

aber nicht, dass es eine Krankheit nicht mehr gibt,

sie belegt eher Gefahr und Ausmaß einer Erkrankung.

Die aussichtslose Lage eines auf offener See

dahintreibenden Schiffbrüchigen wird durch

einen Rettungsring eigentlich eher zementiert als

befriedigend gelöst. Gegen das befreite Lachen

eines Kindes klingt das Lachen eines Mittdreißigers

wie eine im schmerzhaften Stakkato aus dem

Mund gefurzte Hirnblähung. Der Erwachsene hat

nämlich eine sehr verkrampfte, um nicht zu sagen:

genaue Vorstellung davon, wie man zu lachen hat.

Anders formuliert: Sie sind Beamte des Lachens

mit einer sehr humorlosen, erst zu googelnden

Vorstellung des Lachens selber. Übrig bleibt das

Bild eines Menschen, halb Camembert, halb

Schmelzkäsbauch, der das maniriert-mechanische

Ausstoßen von »Hahaha«-Silben für eine ausreichende

Fluchtbewegung vor dem Leben hält.

****Martin Vodalbra ist Augsburgs geistiger Königsplatzumbau.

Einer Stelle als Papstsouffleur folgte eine

leitende Position in der Donauschifffahrt.

www.facebook.com/martin.vodalbra

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und Daten keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge

geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.

Eine Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge,

Abbildungen, Anzeigen etc. ist unzulässig und strafbar, soweit

sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.

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07

21. Oktober bis 3. November 2013 TITELTHEMA

Kunst am Campus

Der Campus der Universität Augsburg beherbergt einen für die Stadt

einzigartigen Kunstpark mit Werken aus über vier Jahrzehnten

(pab) Zwischen Vorlesung und Seminar kann sich

der Augsburger Student neben Mensa, Bibliothek

und Cafeteria auf ein kleines Stück Natur

freuen. Gerade im Sommer lädt der Uni-Campus

mit seinem Teich und den weitläufigen Grünflächen

zum Verweilen ein. Die zahlreichen zeitgenössischen

Kunstwerke auf dem Gelände stechen

dabei nicht jedem direkt ins Auge – über 50

Arbeiten deutscher und internationaler Künstler

sind innerhalb und außerhalb der Universitätsgebäude

zu finden. Nicht wenige davon verdienen

mehr als nur eine flüchtige Betrachtung.

Wieso verfügt der Campus überhaupt über eine

solche Vielfalt an Kunst im öffentlichen Raum?

Gemäß der »Kunst am Bau«-Regelung wird insbesondere

der Staat dazu verpflichtet, als Bauherr

einen gewissen Anteil der Baukosten

öffentlicher Gebäude für Kunstwerke zu verwenden.

Auch die Gründung der Universität Augsburg

im Jahr 1970 führte in diesem Sinne zur

Anschaffung von entsprechenden Arbeiten. Im

Lauf der Jahre kamen so im Zuge der jeweiligen

Baumaßnahmen weitere hinzu.

Die 1983 von Lothar Fischer geschaffene Plastik

»Mann und Frau sich gegenübersitzend« dürfte

jedem Studenten auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle

zum Hörsaalzentrum schon einmal

begegnet sein: Eine männliche und eine

weibliche Eisenfigur sitzen sich auf zwei Betonsockeln

gegenüber. Zwar sind die Figuren nicht

miteinander verbunden, doch scheinen sie miteinander

in Beziehung zu stehen und mit dem

jeweils anderen zu kommunizieren. Der 2004

verstorbene Lothar Fischer gilt heute als einer

der bedeutendsten deutschen Bildhauer der

Nachkriegszeit.

Zwischen den Parkplätzen an der Hannah-

Arendt-Straße und den Philosophischen Fakultäten

thront Wolfgang Biers Plastik »Kopfform«

aus dem Jahr 1978 (Foto). Das imposante Werk

erinnert den Betrachter sofort an einen stähler-

nen Ritterhelm. Auf den zweiten Blick erkennt

man angeschweißte Rohre, Bänder, Rechtecke

und Kreise, die die Grundform verkleiden. In

seinen Arbeiten schafft Bier ein Bild eines

geschundenen und zutiefst bedrohten Menschen,

welches der 1998 verstorbene Bildhauer

und Maler insbesondere durch Kopf- und

Gesichtsskulpturen zum Ausdruck bringen

wollte.

2005 entstand im Rahmen eines Seminars des

Lehrstuhls für Kunstpädagogik eine Broschüre,

in der unter dem Titel »Kunst am Campus« eine

Auswahl der Werke beschrieben wird – perfekt,

um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Zudem laden die fünf vorgeschlagenen Rundgänge

zu einem ausgedehnten Herbstspaziergang

ein. Über den Publikationsserver der

Universität Augsburg kann der Kunstführer

kostenlos heruntergeladen werden:

opus.bibliothek.uni-augsburg.de

Anker werfen

In Your Face mausert sich vom Event zur festen Größe

Ein Gastbeitrag von Lisa Bogerts

O K T O B E R

26

S A M S T A G

27

S O N N T A G

ESOTERIK-TAGE

Das Forum für Spiritualität und sanfte Medizin.

(im Saal Dialog Lebensversicherungs-AG)

Am 11. Oktober eröffnete die IYF-Galerie in der Halle F16 im Industriegebiet Riedingerstraße

Dass Augsburg in Sachen Urban Art und Streetart

mehr als nur eine Blume zu bieten hat, hat IN

YOUR FACE längst gezeigt. Nachdem die private

Kunstinitiative um Marco Hühn, Manuel Engelhardt

und Lisa Bogerts im April dieses Jahres ihre

große Kunstausstellung in der Fabrikhalle F16

realisierte, anschließend den Augsburger Poppreis

»Roy« als »Programmmacher des Jahres«

erhielt und sich an der Ausstellung und dem

Wandbild »Colorrevolution!« zum Augsburger

Friedensfest beteiligte, stehen nun wieder neue

Projekte ins Haus.

Am 11. Oktober eröffnete die IYF-Galerie in der

Halle F16 im Industriegebiet Riedingerstraße, die

eigens für die zweite große IYF-Ausstellung im

Frühjahr instand gesetzt worden war. Dort werden

ab sofort regelmäßig kleine Ausstellungen aus

dem Bereich urbane und zeitgenössische Kunst zu

sehen sein. Interessierte Künstlerinnen und Künstler

können sich direkt an die IYF-Macher wenden,

die die Galerie auch für externe Veranstaltungen

zur Verfügung stellen.

Die dritte Runde der IYF-Kunstmesse, Schwabens

größter Ausstellung für urbane und zeitgenössische

Kunst, wird vom 24. bis 27. April 2014 ebenfalls

in der Halle F16 stattfinden. Auf der 3.000 qm

großen Fläche mit industriellem Charme zeigten

bei der diesjährigen Ausstellung über 50 Künstlerinnen

und Künstler aus der Region, ganz Deutschland,

Frankreich und der Schweiz ihre Werke. Da

die aufwendige Entrümpelung und Instandsetzung

nach den diesjährigen Vorarbeiten wegfällt,

bleibt für 2014 mehr Zeit und Raum für eine noch

bessere Gestaltung der ehemaligen Textilfabrik.

Was die Erfüllung mit künstlerischem Leben

angeht, so stehen einige namhafte Artists schon

auf der Liste der IYF#3.

Die Kuration läuft derzeit auf Hochtouren, was

alle interessierten Künstlerinnen und Künstler

verschiedenster Genres (Malerei, Urban Art, Illustration,

Graffiti, Fotografie, Architektur, Installation,

Visual Art und was wir noch nicht kennen)

dazu ermuntern sollte, ihre Portfolios an die Veranstalter

(info@in-your-face.net) zu schicken oder

Empfehlungen abzugeben. Auch ist das Team

noch auf der Suche nach freiwilligen Helfern und

Sponsoren, die die Realisierung des nächsten

großen Projekts erst möglich machen.

Wer die bisherigen Projekte der Kunstinitiative

verpasst hat, kann einen Rundgang durch die

IYF#2 in der Fabrikhalle F16 auf der Homepage

www.in-your-face.net virtuell nachholen. Dort gibt

es auch das Gemeinschaftswerk »IYFaround« zu

sehen, das während der ersten großen Ausstellung

2012 entstanden ist und nach seiner Tour durch

die Republik nun zum Verkauf steht. Auch das

Ergebnis von IYFaround 2013, an dem sich renommierte

Streetartists wie Tasso und Loomit beteiligten

und das zurzeit noch in der IYF-Galerie zu

sehen ist, kann erworben oder gemietet werden.

IN YOUR FACE versteht sich nicht nur als Ausstellungsveranstalter,

sondern auch als Plattform, die

etablierte sowie aufstrebende Künstlerinnen und

Künstler miteinander vernetzen und an Kunstinteressierte

und Förderer vermitteln will. Die große

Ausstellung und Messe im April 2014 wird wieder

eine einmalige Gelegenheit dafür bieten.

Weitere Informationen:

IN YOUR FACE-Homepage:

www.in-your-face.net

IN YOUR FACE-Blog:

inyourfaceexhibition.wordpress.com

Lisa Katharina Bogerts ist

seit 2012 Teil des Organisationsteams

von IN YOUR FACE

und dort vor allem für die

Pressearbeit und Künstlerkommunikation

zuständig.

O K T O B E R

27

S O N N T A G

KUNSTHANDWERKERMARKT

Herbstmarkt

N O V E M B E R

02

S A M S T A G

WLADIMIR KAMINER

Lesung »Neues aus dem Garten« & Tanzveranstaltung

»Russendisko« (im Saal Dialog Lebensversicherungs-AG)

w w w . a 3 k u l t u r . d e


KULturnACHRICHTen

21. Oktober bis 3. November 2013

08

Kabarett

1 Jahr gute Hände

Herbstzeitlotsen. Das Augsburger Label »In Gute Hände« hat Geburtstag und wird ein Jahr alt. Sechs

Alben wurden in dieser Zeit veröffentlicht. Doch wie bedankt sich ein Musiklabel? Natürlich mit einem

Festival! Und mit was für einem: Der Sommer ist vorbei und weil das alle so traurig und sentimental

macht, werden die »Herbstzeitlotsen« auf die Bühne geschickt. Am 1. November darf man sich auf den

Herr Polaris, Benni Benson und Garda freuen. Am 2. November werden Sedlmeir, Dobré und Love A sich

die Ehre geben. Los geht es jeweils um 19 Uhr im hoffmannkeller. www.ingutehaen.de

Manege frei

Deutliche CD-neuersCheinungen

Kreuzfahrt in zwei Stunden. Der Augsburger

Karsten Kaie kommt mit seinem neuen Programm

in seine Heimat zurück. Als Caveman-Darsteller

feiert er bald seine 1700te Vorstellung, sein eigenes

Soloprogramm »Lügen aber ehrlich« wird nicht

nur deutschlandweit, sondern auch in Slowenien

und Indien gespielt. Da wurde es Zeit für etwas

Neues. Der Vollblut-Schauspieler ist als Kabarettist

an Bord der MS Europa um die halbe Welt gereist.

An diesen Erfahrungen lässt er jetzt sein Publikum

teilhaben. In Augsburg lädt Karsten Kaie am

8. bis 10. und 16. November zu »Ne Million ist so

schnell weg« in den Spectrum Club ein. Die

Zuschauer erleben Captain’s Dinner und Poolgespräche,

Tanz in der Sansi-Bar, ein Unwetter am

Kap Hoorn, illustre Reisegäste, Molekularküche

und das obligatorische Unterhaltungsprogramm

vom Fitnesstraining bis zum Silvesterabend – eine

Kreuzfahrt »all inclusive«. www.karstenkaie.de

Schupfnudel-Mafia. In ihrem neuen Programm

»Tütenknaller« durchstreifen »Herr und Frau

Braun« alle Facetten des gesellschaftlichen und

menschlichen Irrsinns: mogelnde Ärzte, Mütter

beschimpfen Lehrer, die der Karriere ihres Sohnes

im Wege stehen, Vertreter der Pharmaindustrie,

die mittels »Wahrheitspillen« ins Gehirn der Bürger

schauen wollen, alte »Rockladies« trauern

Deep Purple nach, und bayerische Reporterinnen

stellen lebendiges Brauchtum vor und besuchen

den letzten Tütenknaller in Ustersbach. Und last

but not least: In der nächsten Folge ist 007 James

Bond in Augsburg, um dort eine geheime Schupfnudel-Mafia

auszulöschen, die Augsburg seit

Jahren mit Schupfnudeln terrorisiert. Am 3.

November um 19 Uhr feiern »Herr und Frau

Braun« die Premiere ihres neuen Programms im

Spectrum Club. www.herrundfraubraun.de

An Effort of Memory. Viele Alben der »Attenuation

Circuit Eco Series« sind Split Releases. Das

jüngst erschienene »An Effort of Memory« stellt

jedoch eine richtige Zusammenarbeit des amerikanischen

Dronekünstlers Mystified mit dem

Augsburger Sprachkünstler, Performance-Lyriker

und Sound Artist Martyn Schmidt dar. Jeder der

Künstler trug jeweils 50 Prozent bei. Mit einem

Spoken Word Gedicht beginnend, verwandelt

sich Schmidts Stimme in reine Vokalimprovisation

und Atmen, wie ein Amalgam wird es durch

Soundprocessing eins mit Mystified akustischen

Drones. Das Ergebnis klingt bisweilen wie La

Monte Young meets Morton Feldman oder wie

wenn die norwegische experimentelle Jazzsängerin

Sidsel Endresen mit ihrer Stimme tiefe Bassseiten

imitierte.

Mit dem zusätzlichen Einsatz von Feedback-Loops,

dem Klang von versteinerten Walknochen und

Presslufthammer-Geräuschen antwortet Schmidt

entlang der Musik von Mystified mit Samples, die

Schmidts »encoding, storing and retrieving«

unterlagen: Drei Schritte, die in der Psychologie

das Konzept bzw. den Prozess des Gedächtnisses

(memory) umschreiben.

www.attenuationcircuit.de

Deepdeepdeep. Sie sind die Anchormen des Augsburgianischen

krediblen Undergrounds. In der

epigonenreichen Popcity Augsburg sind »DEEP«

seit bald einem Vierteljahrhundert ein autochthones

Gewächs, dessen Charme, Bodenhaftung

und kluges Ausweichmanövering immer

verhindert hat, in die eigentlich verdienten globalen

Bekanntheitssphären wie zum Beispiel

»Sunn o)))«, »Mono« oder einst »Labradford« aufzusteigen.

Doch »DEEP« gehen tiefer, sie sind

referenzlose Klangforscher mit nur zwei Bässen.

Zu ihrem 20. Geburtstag schenkt sich das Duo

selbst ein wundervoll gestaltetes Stück Vinyl mit

Aufklappcover und zwei Pop-up-Alien-Figuren.

Die Platte (inkl. CD) »deepdeepdeep« ist ein

instant classic, aber auch ein Grower, der verhalten

und unauffällig beginnt und sich dann in

CinemaScope entfaltet. Ein betörendes Amalgam

aus Drone, Rock, Pop, Postrock, Shoegazer-

Gesangsprengsel und Geräuschmusik, das die

Mogule der Tieffrequenz bei einem beeindruckenden

(weiteren) Quantensprung und in

ihrem Zenith zeigt. »20 Jahre DEEP – sie könnten

unsere Väter sein!« – so ein Graffito wünscht

man sich an Augsburgs Häuserwänden. Erhältlich

über www,dhyanarecords.com. (mos)

Spektakel pur. Der Circus Krone kommt zum

ersten Mal seit sechs Jahren wieder nach Augsburg.

Im Rahmen der Jubiläums-Tournee »100

Jahre Circus Krone« wird das in München mit

einem festen Bau beheimatete Unternehmen

vom 31.Oktober bis 10.November auf dem Kleinen

Exerzierplatz auf dem Plärrergelände

gastieren und täglich zwei Vorstellungen geben.

Die Shows finden wochentags um 15.30 und 20

Uhr und am Sonntag um 14 und 18 Uhr statt.

Am 1. November gibt es nur eine Vorstellung um

19 Uhr. Geboten wird ein Feuerwerk aus klassischer

Circuskunst und moderner Show mit 54

Artisten aus 14 Nationen.

Zu sehen sind neben Krone Juniorchefin »Circusprinzessin«

Jana Mandana mit ihrer Elefanten-

und Pferdenummer unter anderem eine

echte Luftsensation aus China, eine Mischung

aus Schwanensee und Mondlandung, sowie der

König der Löwen, Maximilian Zwick, mit seinen

14 prachtvollen Raubkatzen und dem einzigartigen

weißen Löwen King Tonga. Außerdem der

mächtige Nashornbulle Tsavo und die lustigen

Seelöwen der Familie Duss, bekannt aus »Hallo

Robbie«. Zu Krone gehören zurzeit fast 400 Menschen

und 200 Tiere.

www.circus-krone.de

Operngala im Parktheater

Operngala mit Mozartchor. Auch in diesem Jahr

lädt der Mozartchor Augsburg unter der Leitung

von Daniel Böhm zur Operngala ins Parktheater

im Kurhaus Göggingen. Am 1. November präsentiert

der Chor zusammen mit bekannten

Solisten wie Sophia Brommer, Stephanie Hampl

und Günther Papendell tragende Chorpartien

sowie Solo– und Ensembleszenen aus Opern von

Wolfgang Amadeus Mozart und Giuseppe Verdi.

Die Moderation des Abends, der um 19.30 beginnt,

übernimmt Angelika Schneiderat vom Bayerischen

Rundfunk.www.mozartchor.de

Ausstellung

Vom Sternenstaub zu uns

Campus der Universität Augsburg

16. September - 30. Oktober 2013

Rund um den Uni-See - Start an der Alten Cafeteria

www.presse.uni-augsburg.de/ausstellung_schritte

Eintritt frei

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09

21. Oktober bis 3. November 2013 KULTURNACHRICHTEN

KINDERTHEATER

Festival der 1000 Töne

Das diesjährige Programm des Festivals der 1000 Töne steht nicht umsonst unter

dem Titel »Umbrüche«: Neben Bewährtem möchten die Veranstalter der Kresslesmühle

vom 31. Oktober bis 1. Dezember auch neuen Impulsen eine Plattform bieten

Gleich zur festlichen Eröffnung am 31. Oktober

wird ein reichhaltiges musikalisches Buffet aus

der yiddischen Kultur und Gesellschaft aufgetischt.

Das »Bait Jaffe Orchestra« (Foto) aus der

Schweiz lädt mit »Yiddish Soul Food« zur Klezmer

Nacht in die Synagoge. Los geht es um 20

Uhr.

20 Jahre FAKS Das FaksTheater Augsburg feiert am 19. Oktober um 15 Uhr mit dem Theaterkonzert

»Sieben Koffer voll Musik« sein 20-jähriges Jubiläum im Abraxas. Anschließend wird zu einem stimmungsvollen

Geburtstagsfest mit Live-Musik von den »Cupcakes«, Speis, Trank und einigen

Überraschungen geladen. »Sieben Koffer voll Musik« ist ein Familienkonzert für alle ab 3 Jahren. Zu

hören sind Lieder und Musik aus sieben Theaterstücken des FaksTheaters, die neu arrangiert und

pfiffig in Szene gesetzt wurden – ein Querschnitt aus 20 Jahren Theaterarbeit. Kann Musik

Geschichten erzählen? Das FaksTheater entdeckt sie in großen und kleinen Koffern, lässt sie klingen,

tanzen und spielen. So entstehen aus Musik Geschichten und aus Geschichten Musik.

www.fakstheater.de

Neue Spielzeiten im Jungen theater Augsburg und EUKitea

Von Giraffen, Krokodilen und Prinzessinnen.

Der neue Spielplan des Jungen Theaters Augsburg

ist vor Kurzem erschienen. Bis Ende Januar

darf man sich auf abwechslungsreiche Kinderund

Jugendtheaterstücke freuen. Die Autorin

und Künstlerin Daniela Kulot hat mehrere Bilderbücher

mit der Giraffe und dem Krokodil

veröffentlicht. Regisseurin Christina Bründler

hat zusammen mit den Schauspielerinnen

Susanne Reng und Undine Schneider aus diesen

Büchern das Theaterstück »Giraffe, Krokodil

und ziemlich viel Gefühl« entwickelt – mit skurrilem

Humor, verrückten Ideen und lustigen

Figuren. Zu sehen ist die Inszenierung bis Jahresende

am 15., 17. und 30. Oktober, 8. und 12.

November um 10 Uhr sowie am 10. November

um 16 Uhr.

Die nächste Premiere feiert das Junge Theater am

24. November um 16 Uhr mit dem Stück »Die

zweite Prinzessin«: Es waren einmal zwei Prinzessinnen,

die erste und die zweite. »Zweite sein ist

so was von undankbar«, mault die kleine Prinzessin.

Es gefällt ihr überhaupt nicht, die Zweite

zu sein. Und sie hat ja eigentlich auch recht. Ob

in der Schule oder in der Familie: Zweiter sein

heißt soviel wie »Knapp daneben ist auch vorbei«.

Und um das zu ändern, lässt sich die »Kleine«

so einiges einfallen. Alle Termine des Jungen

Theaters und weitere Informationen zu den Stücken

unter: www.jt-augsburg.de

Stac Festival

Darstellende Künste. Tanz, Artistik, Musik und

vieles mehr gibt es beim »Stac Festival« vom 18.

bis 20. Oktober im Reese Theater zu bestaunen.

Über 400 Akteure aus Augsburg und Umgebung

werden die Bühne erobern. Die Türen des Theaters

öffnen sich am 18. Oktober von 18 bis 22 Uhr

und am 19 und 20. Oktober jeweils von 14 bis 22

Uhr. Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist der Verein

Street Academy Augsburg e.V., der es sich zur

Aufgabe gemacht hat, die Jugendkultur in Augsburg

zu fördern. Das Festival findet im Rahmen

der »Kulturpark Open« statt. Das vollständige

Programm unter: www.stac-festival.de

Sehnsucht nach Freiheit. Am 6. Oktober gastierte

das Theater Eukitea mit der Inszenierung »Sophie

Scholl, innere Bilder« im Lichthof der Ludwig-

Maximilians-Universität in München – an jenem

historischen Ort, an dem Sophie Scholl am 18.

Februar 1943 nach ihrer Flugblattaktion zusammen

mit ihrem Bruder Hans von der Gestapo verhaftet

wurde. In starken Bildern, intensiven

Klangwelten und mitreißenden, poetischen Texten

zeigt das Stück das Leben dieser »ganz normalen«

jungen Frau, die durch ihren Mut und ihre

Sehnsucht nach Freiheit und Sinn zur herausragenden

Gestalt wurde. Am 21. Oktober um 19 Uhr

ist die Inszenierung auch im Eukitea-Theaterhaus

in Diedorf zu sehen. Gleichzeitig findet die Vernissage

der Wanderausstellung der Weiße Rose Stiftung

e.V., die dort für zwei Wochen zu sehen sein

wird. Spielzeitprogramm unter:www.eukitea.de

Applaus, Applaus

Preisträger eins

Der Augsburger City-Preis

2013 der City Initiative

Augsburg e.V. geht an Kurt

Idrizovic. Am 1. Oktober

tagte die siebenköpfige

Jury des 12. Augsburger

City-Preises und entschied

sich einstimmig für Kurt Idrizovic. Der Preis

ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in diesem

Jahr von der »Dreischwabenküche« der Gebrüder

Seferi gestiftet. Der Preis geht zweckgebunden

an die »Freunde der Neuen

Stadtbücherei e.V« für das Projekt »Lese-Insel«.

Die feierliche Verleihung findet am 21. Oktober

um 18 Uhr im Goldenen Saal des Augsburger

Rathauses in Anwesenheit des

Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl, des Preisträgers

und zahlreicher Ehrengäste statt. Mit

dem Preis sollen besondere Leistungen gewürdigt

werden, welche in beispielhafter und

herausragender Weise die Attraktivität der

Augsburger City erhöhen.

www.cia-augsburg.de

Preisträger zwei

Gerald Fiebig erhält zum

bereits dritten Mal den

Kunstförderpreis der Stadt

Augsburg. In seiner Sitzung

am 30. September

entschied der Kulturausschuss

über die Preisträger

2013. Gratulieren darf

man Matthias Kraus (Architektur), Gerald

Fiebig (Bildende Kunst), Theresa Klesper (Literatur),

Claudia Kampel und Jee Yon Kim

(Musik instrumental). Der Audiokünstler

und Lyriker Gerald Fiebig wird für seine

Klanginstallationen ausgezeichnet und ist

damit bereits zum dritten Mal Kunstförderpreisträger

der Stadt. 1995 gewann er als

Mitglied der Redaktion »Zeitriss« und 2004

in der Sparte Literatur.

www.geraldfiebig.wordpress.com

Wenn Menschen zu lange an einem Ort bleiben,

geht dieser Ort kaputt. Auch die ersten Menschen

wurden bekanntermaßen von Gott aus

dem Garten Eden vertrieben, nachdem sie angefangen haben hatten, dort ihre Orgien zu veranstalten.

Mit seinem neuen Buch »Diesseits von Eden: Neues aus dem Garten« ist Wladimir Kaminer am

2. November um 19 Uhr im Kongress am Park zu Gast. Im Anschluss wird der Schriftsteller zum DJ

und möchte mit der Russendisko die Menschen zum Tanzen bringen.

Zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938 stellt das Jüdische Kulturmuseum auch in diesem

Jahr in und mit dem Sensemble Theater die Geschichte einer jüdischen Familie in Augsburg vor, die

vom NS-Regime verfolgt und zur Emigration gezwungen wurde. Aus diesem Anlass wird der heute

in den USA lebende Henry Stern am 3. November um 11 Uhr seine Geschichte erzählen und im

Gespräch mit Dr. Benigna Schönhagen über seine Kindheit und Jugend berichten.

Das komplette Programm des Festivals im Überblick unter:www.kresslesmühle.de

Treffpunkt Bibliothek

Die diesjährige Bibliothekswoche »Treffpunkt Bibliothek«

der Neuen Stadtbücherei Augsburg findet vom 24. bis 31. Oktober mit einem

abwechslungsreichen Programm für Groß und Klein statt

Los geht es am 24. Oktober um 15.30 Uhr mit einer Märchenerzählung für

Kinder. In Zusammenarbeit mit den Kültürtagen entführen Gülay Foster und

Fabio Esposito ihre Zuhörer mit Musik, Zauberei und Theater in eine magische

Welt. Einen Tag später liest und spielt Jens Rosteck anlässlich des 50. Todestages

Edith Piaf. Mit ihren Chansons bezauberte sie Millionen, ihre Bühnenpräsenz

war legendär. Ihr dramatischer Lebensweg vom halb verhungerten

Gossenkind zum international gefeierten Star bot Stoff für unzählige Filme

und Romane. Nun legt Rosteck die erste große deutschsprachige Biographie

dieser Ausnahmesängerin vor. Der Beginn ist um 19.30 Uhr.

Am 30. Oktober präsentiert Urs Jandl um 10.30 Uhr seine Zaubershow »Eselsohren

– ein wortreiches Getrixe«: Ein Programm mit Büchern, Schrift und viel

Papier. Zauberei mal ganz anders. Um 19.30 Uhr ist das Lese-Klang-Projekt »jean

paul 250« in der Neuen Stadtbücherei zu Gast. Dem revolutionären Wortneuschöpfer der Romantischen

Literatur, Jean Paul, soll mit dieser Wort-Klang-Performance zu seinem 250. Geburtstag gehuldigt werden.

Den Abschluss der Bibliothekswoche bildet am 31. Oktober um 19.30 Uhr eine Lesung mit dem Übersetzer

und Schriftsteller Alexander Nitzberg. Michail Bulgakows Novelle »Das hündische Herz« wurde von ihm

endlich neu übersetzt. Ein Text, böse und bissig wie kaum ein zweiter, schillernd vieldeutig und grandios

geschrieben. Ein genialer Chirurg nimmt einen Straßenköter bei sich zu Hause auf und schafft aus ihm

den »neuen Menschen« – er pflanzt ihm Hirnanhangsdrüse und Hoden eines schmierigen Kleinkriminellen

ein. Die Lesung erfolgt auf Deutsch und Russisch.www.stadtbuecherei.augsburg.de

Kültürgut

Vom 26. Oktober bis 29. November gehen die Kültürtage

bereits in ihre vierte Runde.

Mit den Kültürtagen bietet der Kültürverein Augsburg

den Kulturschaffenden unserer vielkulturellen Stadt

die Möglichkeit zusammen auf der Bühne zu stehen,

um gemeinsam das Verbindende und das Anderssein

der Kulturen aufzuzeigen. Zur Eröffnung am 26. Oktober

um 20 Uhr im Café Neruda darf man sich auf den

Kültürchor mit türkischen, deutschen und internationalen

Liedern sowie die Bauchtänzerin Melli Sarina

Baumeister freuen.

In Augsburg, einer Stadt in der 40 Prozent der Menschen

Migrationshintergrund haben, findet der

Zusammenprall der Kulturen täglich statt. Muss dies

zwangsläufig destruktiv sein oder können hier nicht

auch neue, spannende Dinge entstehen? Beim Kültürclash

am 4. November um 20 Uhr im Grandhotel trifft

elektronische Musik aufgelegt von Tom Simonetti und

produziert von Michael Bätzler auf die traditionellen

Instrumente Saz (Yasar Dogan), Akkordeon (Nontira

Kigle) und Tuba (Josef Griesbauer). Barbara Friedrichs, Fabio Esposito und Michael Friedrichs lesen

dazu ihre Texte und versuchen den Kültürclash literarisch zu bewältigen.

Am 7. November um 20 Uhr zeigen Modeschöpferinnen, Kreative und Kulturschaffende in der Neuen

Stadtbücherei im Rahmen der Kültürfashionshow ihre Mode, die sie extra für diesen Abend entworfen

haben. Dazu gibt es internationale Weltmusik aus Augsburg von den »Blinden Passagieren«.

Haydar und Halime ziehen in ihre neue Wohnung in einem Augsburger Mietshaus und laden ihre

neuen Nachbarn ein. Die beiden Vorzeigemigranten lösen damit wieder einmal ein multikulturelles

Chaos aus. Am 12. November wird das Stück der Comedytruppe »Döner mit Sauerkraut« auf türkisch

aufgeführt, am 18. November auf deutsch. Los geht es jeweils um 20 Uhr in der Kresslesmühle.

Das vollständige Programm der Kültürtage 2013 unter:www.kültürtage-augsburg.de

Ans Licht der Öffentlichkeit geholt. Die Fakultät

für Architektur und Bauwesen veranstaltete im

Sommersemester 2013 das interdisziplinäre Projekt

»KZ-Gedenkstätte Gablingen«. Aufgabenstellung

neben der Sicherung vieler Gebäudereste

war, das Gelände nun endlich auch für Besucher

zugänglich und erlebbar zu machen. Als besondere

Anerkennung für ihre Umsetzung erhielten die

Studierenden am 1. Oktober den Förderpreis des Bezirks Schwaben. Das KZ-Außenlager Gablingen

war zwar in der Fachliteratur bekannt, im Ort selbst war die Erinnerung daran verschwunden.

Durch Vermittlung von Kreisheimatpflegerin Gisela Mahnkopf konnte die Hochschule Augsburg

für die vorliegende Grundlagenarbeit gewonnen werden.www.bezirk-schwaben.de

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KULTURTERMINE

KInderkultur

Kindertheaterworkshop für Theateranfänger

(7–9 J) – Theater Eukitea/D 15:45 Mo 21.10./Mo

28.10. // Ulrike Weingartner: Die Krabbelmaus

im Herbst – Gemeindezentrum Eschenhof St.

Johannis 09:30 Di 22.10. // Wir lesen vor! Vorlesestunde

des Lesewelt Augsburg e.V. – Neue

Stadtbücherei 15:30 Di 22.10./Di 29.10. // Mitmachmärchen

für Schule und Kindergarten

mit Matthias Fischer – abraxas/MZ 10:00 Fr

25.10. // Powerseki: Kinder und Senioren musizieren

gemeinsam – Annahof/Hollbau 15:00 Fr

25.10. // Die kleine Hexe (ab 5 J) – Augsburger

Puppenkiste 16:00 Fr 25.10./So 27.10./Di 29.10./

Mi 30.10./Do 31.10. 15:00 Sa 26.10. 14:00 So 27.10./

Di 29.10./Mi 30.10./Do 31.10. // Märchen rund

um den Kürbis mit Kürbiskind filzen (ab 5 J) –

abraxas/MZ 16:00 Sa 26.10. // Ingrid Stettnisch:

Windige Geschichten – Annahof/Hollbau 14:30

Sa 26.10. // Halloween für Kinder oder Warum

aus dem Kürbis eine Laterne wurde (ab 5 J) –

abraxas/MZ 16:00 Sa 26.10. // Offene Kinderführung

– Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren

14:00 So 27.10. // Mitmachgeschichten

aus dem Märchensack (3–6 J) – abraxas/MZ

16:00 So 27.10. // Kültürtage 2013: Märchenkültür,

Märchen für Kinder mit Fabio Esposito

und Gülay Foster – Neue Stadtbücherei 15:30

Mo 28.10. // Papiertheaterworkshop für Kinder

(5–8 J) – Augsburger Puppentheatermuseum

10:30 Di 29.10. // Giraffe, Krokodil & ziemlich

viel Gefühl (ab 5 J) – abraxas/JTA 10:00 Mi 30.10.

// Treffpunkt Bibliothek: Eselsohren - ein wortreiches

Getrixe, Zaubershow mit Urs Jandl –

Neue Stadtbücherei 10:30 Mi 30.10. // Zaubern

mal anders – Stadtteilbücherei Lechhausen

15:00 Mi 30.10. // Alles nur Theater! Im Großen

wie im Kleinen: Im Museum Schauspiel hautnah

erleben, mit Schauspieler Florian Kreis –

Augsburger Puppentheatermuseum 14:00 Mi

30.10. // Halloweenmärchen für Hort und Kindergarten

– abraxas/MZ 10:00 Do 31.10. // Workshop:

In der Maske,blaue Flecken, blutende

Wunden, Narben, mit Makeup-Artistin Michaela

Seidel (ab 14. J) – Augsburger Puppentheatermuseum

13:00 Do 31.10. // Märchen rund um

den Kürbis (5–10 J)– abraxas/MZ 13:00 Do 31.10.

// Gruselige Märchen zu Halloween (6–10 J) – abraxas/MZ

15:00/ 17:00 Do 31.10. // Halloween

Kids Night Special – S-Planetarium 18:00 Do

31.10. // theaterLULU präsentiert: Prinzessin

Erbse, Kindertheater mit Buchpräsentation

(ab 3 J) – abraxas/Theater 15:00 Fr 01.11. // Der

gestiefelte Kater (ab 3 J) – Augsburger Puppenkiste

16:00 Fr 01.11./So 03.11. 15:00 Sa 02.11./So

03.11. // Ingrid Stettnisch: Martin und die Gänse

– Annahof/Hollbau 14:30 Sa 02.11. // Ein Rockkonzert

für Kids: Radau! & Andi und die Affenbande

– abraxas/Theater 11:00/15:00 So 03.11.

THEATER

Sophie Scholl: Innere Bilder – Theater

Eukitea/D 20:00 Mo 21.10. // Gastspiel: Le bourgeois

gentilhome/Der Bürger als Edelmann –

brechtbühne 11:00/19:30 Mi 23.10. // Fast Food

Operngala

MOZART

VERDI

Arien, Ensembles, Chorszenen

FR, 1.NOVEMBER

19.30 Parktheater im

Kurhaus Göggingen

Sophia Brommer (Sopran)

Günther Papendell (Bariton)

Mozartchor Augsburg

Liedertafel u. Kinderchor Babenhausen

Schwäbisches Mozartorchester

Angelika Schneiderat (Moderation)

Daniel Böhm (Leitung)

Ticket-Hotline: 0821 / 906 22 22

Eintritt: 32 / 30 / 26 € zzgl. Gebühren

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Improvisationstheater – Kresslesmühle 20:00

Mi 23.10. // Mein Freund der Baum, Performance

von SKART – brechtbühne 19:30 Do

24.10. 19:00 So 27.10. // Personality Impro-Show

von Isar148: Linner & Trescher – Sensemble

Theater 20:30 Do 24.10. // John Gabriel Borkman,

Schauspiel nach Henrik Ibsen – brechtbühne

19:00 Fr 25.10./Mi 30.10. // Doktor Faust

– Augsburger Puppenkiste 19:30 Fr 25.10./Sa

26.10./Fr 01.11./Sa 02.11. // Theater Unter Uns

e.V.: Das Loch in der Wand, ein Lustspiel von

Max Neal & Anton Hamik – Bürgersaal/Stb

20:00 Fr 25.10. // Gastspiel: Olafs Vater Göksoy/

Olafin Babasi Göksoy – Hoffmannkeller 20:30

Fr 25.10. // Premiere: Rigoletto, Oper von Giuseppe

Verdi – Theater/Großes Haus 19:30 Sa

26.10. // Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben,

Komödie von Kurt Wilhelm nach der Erzahlung,

Motiven und Gedichten des Franz

von Kobell – brechtbühne 19:30 Sa 26.10. //

Nordlicht über Bollerbach, Komödie von Ulla

Kling – Haus Augustinus 19:30 Sa 26.10. 17:30

So 27.10. // Oleanna: Ein Machtspiel, von David

Mamet – Sensemble Theater 20:30 Sa 26.10./Fr

01.11./Sa 02.11. // Rigoletto, Oper von Giuseppe

Verdi – Theater/Großes Haus 19:30 Mi 30.10.

KLASSIK

Einer für alle: Solo für die Orgel – Bäko Schwaben/Festsaal

19:30 Fr 25.10. // Paulus: Oratorium

von Felix Mendelssohn Bartholdy, op. 36 für

Soli, Chor und Orchester – Stadtpfarrkirche St.

Jakob/Fdb 19:00 Sa 26.10. // Jubiläumskonzert:

30 Jahre Musica Suevica – Goldener Saal/Rathaus

19:30 Sa 26.10. //Kapitelamt: Augsburger

Domsingknaben singen Messe op. 28 von A. Piechler

– Hoher Dom 09:00 So 27.10. // Operettenkonzert:

Die ganze Welt ist Himmelblau – Bürgersaal/Stb

18:00 So 27.10. // Verdis

Opernlibretti in Körpersprache übersetzt, mit

Sopranistin Katerina Sokolova-Rauer – Sensemble

Theater 19:30 So 27.10. // Viva l’Opera,

Viva Verdi: Italienische Operngala mit Compagnia

d’Opera Italiana di Milano – Parktheater

im Kurhaus 19:30 So 27.10. // Operngala mit Mozartchor

Augsburg: Wolfgang Amadeus Mozart,

Giuseppe Verdi, Christoph Willibald

Gluck – Parktheater im Kurhaus 19:30 Fr 01.11 .

// Sagenhaft 8: Schwanengesänge, das Seraphin

Trio und Peter Dempf mit Werken von R.Schumann

und F.Schubert – Parktheater im Kurhaus

19:30 So 03.11.

LIVEMUSIK

Schneewittchen: Keine Sekunde Schweigen

(Pop/Chanson) – Spectrum 20:30 Di 22.10. //

Quint-Essence (Jazz) – abraxas/Der Rabe 20:30 Di

22.10. // Etta Scollo: Lunaria, Literatur und Musik

nach Vincenzo Consolo – Parktheater im Kurhaus

19:30 Mi 23.10. // Max Raabe & Palast Orchester

– Kongress am Park 20:00 Mi 23.10. // Annihilator:

Feast on Europe Tour 2013 (Trash

Metal) – Spectrum 20:00 Mi 23.10. // Ed Kröger

Quintett feat. Ignaz DinnEd Kröger Quintett

feat. Ignaz Dinné (Jazz) – Sensemble Theater

20:30 Mi 23.10. // Blood by Days & Reborn to Conquer

& Born Dead (Hardcore) – Ballonfabrik

19:00 Do 24.10. // Ulla Meinecke: Zeitlos gute

Songs (Pop) – Parktheater im Kurhaus 19:30 Do

24.10. // Live Jazz – Hempels 20:30 Do 24.10. //

American Cajun, Blues & Zydeco Festival: Let the

good times roll! Eine heiße Nacht in New Orleans

– Parktheater im Kurhaus 19:30 Fr 25.10. //

Monika Drasch & Band (Volksmusik) – Pfarrzentrum

Haus St. Michael 19:30 Fr 25.10. // Bondage

Fairies & Spedition Kraus und Sohn (Schlager/

Indie/Electro) – Ballonfabrik 21:00 Fr 25.10. //

Heisskalt & Mikrokosmos 23 (Indie/ Rock) – Kantine/Schwimmbad

21:30 Fr 25.10. // Akkordeonorchester

Augsburg: Tastenzauber – Bürgersaal/

Stb 18:00 Sa 26.10. // Külturtage 2013: Opening –

Kulturcafé Neruda 20:00 Sa 26.10. // Los Duenos

del Ska & Eskalation (Ska) – Ballonfabrik 21:00

Sa 26.10. // Peter Pan Speedrock & Horror Combo

& Madcaps & Cock Dylan (Punk’n’Roll) – Kantine/Schwimmbad

21:30 Sa 26.10. // Aynsley Lister

(Pop) – Spectrum 20:00 So 27.10. // Weekend &

Persteasy & Fist (Rap/HipHop) – Kantine/Flammensaal

19:45 Mo 28.10. // Midge Ure: I was Tour

2013 (Rock) – Spectrum 20:30 Mo 28.10. // Sportfreunde

Stiller (Pop/Rock) – Kongress am Park

20:30 Mo 28.10. // Blue by Progetto Seicento, Premierenkonzert

mit Iris Lichtinger, Sebastian

Hausl, Juri Kannheiser, Wolfram Oettl und Martin

Franke – Goldener Saal/Rathaus 20:00 Di

29.10. // Chris Columbus (Akustikpop) – abraxas/

Der Rabe 20:30 Di 29.10. // Cara: A New Breeze in

Irish Music – Parktheater im Kurhaus 19:30 Mi

30.10. // Mighty Oaks (Folk/Alternative) – Weißes

Lamm 19:30 Mi 30.10. // Engelstaedter: The Magic

of Queen (Rock) – Spectrum 20:30 Mi 30.10. //

Bait Jaffe Klezmer Orchestra: Yiddish Soul Food

– Synagoge 20:00 Do 31.10. // Druckmittel (Jazz/

CLUBEVENTS

Alternative Semester Opening Party mit Dj

High Def – Weißes Lamm 22:00 Di 22.10. // Gothic

City (Wave/Gothic/Electro) – Rockfabrik

21:00 Mi 23.10./Mi 30.10. // Party macht glücklich

– Liquid Club 23:00 Mi 23.10./Mi 30.10. //

ASTA Aftershowparty – Mahagoni Bar/Mainfloor

22:00 Do 24.10. // Thank God it’s Friday –

Rockfabrik 20:30 Fr 25.10. // barfuss-tanz-party

goes city club – CityClub 21:00 Fr 25.10. // Rock

House mit DJ Mike – Spectrum 21:00 Fr 25.10. //

WG Party (Wildstyle) vs. Residents Club (Techno)

– Kantine 22:00 Fr 25.10. // Mashup Germany

& Dominik Koislmeyer – Kesselhaus 22:00 Fr

25.10. // Value 8 – Weißes Lamm 22:00 Fr 25.10. //

HipHop Skills – Mahagoni Bar/Mainfloor 22:00

Fr 25.10. // Electric Maha: Im Dunkeln ist gut

Munkeln – Mahagoni Bar/Katakomben 23:00 Fr

25.10. // Freitagsfeierei (Black/Electronic Beats)

– Liquid Club 23:00 Fr 25.10./Fr 01.11. // Much

Luv (Bassmusik/HipHop) – Schwarzes Schaf

23:00 Fr 25.10. // Die legendäre NDW & deutsche

Schlagernacht – Spectrum 20:00 Sa 26.10. // Ü40

Party – Bürgertreff Hochzoll 21:00 Sa 26.10. //

Lost in Music – Ostwerk 21:00 Sa 26.10. // Back to

X – Rockfabrik 21:00 Sa 26.10. // Not Golden but

Shiny – Cube 22:00 Sa 26.10. // Titti Twister vs.

Alter-Lan Abschiedssause (Punk’n’Roll) – Kantine

22:00 Sa 26.10. // 90er Party – Kesselhaus

22:00 Sa 26.10. // All You Can Shake Party

(MashUp) – Mahagoni Bar/Mainfloor 22:00 Sa

26.10. // Saturdays (Charts/90’s/Club) – Liquid

Club 23:00 Sa 26.10. // Forza Electronica (House)

– Schwarzes Schaf 23:00 Sa 26.10. // Sportfreunde

Stiller Aftershow – Weißes Lamm 22:00 Mo

28.10. // Halloween Party – Rockfabrik 20:00 Do

31.10. // Halloween Party – Ostwerk 21:00 Do

31.10. // Kopf oder Zahl Freitagsspecial – Mahagoni

Bar/Mainfloor 22:00 Do 31.10. // Mon’Ami

(Techno) – Schwarzes Schaf 22:00 Do 31.10. //

Tanzneurose: 5.Elektronische Therapiesitzung

(Techno) – Ballonfabrik 23:00 Do 31.10. // Party

Ego FM vs. Collynizytion (Indie/Dub) – Kantine

22:00 Fr 01.11. // Wladimir Kaminer: Russendisko

– Kongress am Park 22:00 Sa 02.11. // Rock im

Raum – Mahagoni Bar/Katakomben 22:00 Sa

02.11. // Ping Pong Pussy Party (Regga/HipHop)

– Mahagoni Bar/Mainfloor 22:00 Sa 02.11. // Afrocosmix

vs. Klanglabor (Techno) – Kantine

22:00 Sa 02.11.

KABARETT

Best of Lizzy Aumeier – Singoldhalle/Bob 20:00

Do 24.10. // Rolf Miller: Tatsachen – Spectrum

20:00 Do 24.10. // Christoph Weiherer: A Liad, a

Freiheit und a Watschn – Kresslesmühle 20:00

21. Oktober bis 3. November 2013

FÜHRUNG

10

DIENSTAG 29.10. 20:00

Goldener Saal – Das Konzert »Blue« des Ensembles Progetto Seicento, das im Rahmen der

Unesco-Bewerbung der Stadt Augsburg stattfindet, ist wie eine musikalische Reise durch

Länder und Epochen, von Monteverdi und Purcell bis hin zu Jazz und postmodernen

Klangexperimenten.

Rock/Klassik) – Werkstattgalerie Krüggling

20:00 Do 31.10. // LUUP – Sensemble Theater

20:30 Do 31.10. // Revelling Crooks & Friend

(Speedfolk) – Kantine/Schwimmbad 21:00 Do

31.10. // Rhytm Police (Indie) – CityClub 22:00 Do

31.10. // Ensemble Mas que Tango: Tanz des Engels,

mit Werken von A. Piazzolla (1000 Töne) –

tim 19:00 Fr 01.11. // Herbstzeitlosen Festival –

Hoffmannkeller 20:00 Fr 01.11./Sa 02.11. // Sven

Vaeth (Techno) – Kesselhaus 22:00 Fr 01.11. //

Bums & Sucker Punch & Sick of Society (Punkrock)

– Ballonfabrik 21:00 Fr 01.11. // A Glamorous

Extravaganza 2013: Rock’n’Roll, Swing &

Jive – Parktheater im Kurhaus 21:30 Sa 02.11. //

Konzert: Bläser-Giganten – Stadthalle/Gh 17:00

So 03.11. // Karl Poesl: Telling Tales by Music – abraxas/Der

Rabe 20:00 So 03.11.

Fr 25.10. // Jess Jochimsen: Für die Jahreszeit zu

laut – Kresslesmühle 20:00 Sa 26.10. // Die Puderdose:

Schatz, gib mir Tiernamen – Parktheater

im Kurhaus 20:30 Sa 26.10. // Andracks kleine

Wandershow: Lachen Sie sich Blasen

– Parktheater im Kurhaus 19:30 Di 29.10. // Nadja

Maleh: Jackpot – Kresslesmühle 20:00 Mi

30.10. // Mehlprimeln: 40+1 Jubiläum – Parktheater

im Kurhaus 19:30 Do 31.10. // Mathias Tretter:

Mathias Tretter möchte nicht Dein Freund

sein – Kresslesmühle 20:00 Do 31.10. // Maxi

Schafroth: Faszination Allgäu – Kresslesmühle

20:00 Fr 01.11. // Christian Überschall: Saupreis

Schweizerischer – Kresslesmühle 20:00 Sa

02.11. // Herr und Frau Braun: Tütenknaller –

Spectrum 19:00 So 03.11. // Fräulein Nina & Murat

Kayi: Migrantenpop – Kresslesmühle 20:00

So 03.11.

SAMSTAG 02.11. 19:00

Kongress am Park – Im Rahmen des Festivals

»1000 Töne« präsentiert der in Moskau

geborene Schriftsteller Wladimir

Kaminer die literarische Show »Neues

aus dem Garten« mit der legendären

»Russendisko« im Anschluss der Lesung.

Reichsstädtisches Markttreiben – Augsburger

Innenstadt 10:30 Mi 23.10. // Paramente, Themenführung

zur Sonderausstellung: Barfuß

vor St. Max – Diözesanmuseum St. Afra 14:30 Sa

26.10. // Sonntagsführung in der Schwäbischen

Galerie: Landschaft in Schwaben heute. Zehn

Sichtweisen, zehn Jahre Schwäbische Galerie –

Schwäbisches Volkskundemuseum/Obf 15:00 So

27.10. 11:00 So 03.11. // Sonderführung: Zu den

Wassertürmen – Tourist-Information 10:00 So

03.11. // Offene Museumsführung – Schwäbisches

Bauernhofmuseum/Ill 13:00 So 03.11. //

Heilig-Grab-Bauten in Augsburg, Kombiführung

zur Sonderausstellung: Barfuß vor St.

Max – Diözesanmuseum St. Afra 14:30 So 03.11.

TANZ

Workshop: Tanz mit Antje Papke – Sensemble

Theater 19:00 Mo 21.10. // Bollywood: Tanzkurs

für Kinder/Teens – Tanzstudio MoveArts 16:15

Do 24.10./ Do 31.10. // Bollywood: Tanzkurs für

Erwachsene – Tanzstudio MoveArts 18:30 Do

24.10./ Do 31.10. // Flamenco a Mano: Flamenco

handgemacht, Flamenco-Tanz und deutschsprachige

Gedichte – abraxas/Theater 18:30 Sa

02.11.


11

21. Oktober bis 3. November 2013 KULTURTERMINE

VORTRAG

Kierkegaard: Zum 200. Geburtstag – VHS/ Raum

100/I 19:00 Mo 21.10. // Richard Wagner: Musikgenie,

Revolutionär und Antisemit – VHS/ Raum

103/I 20:00 Mo 21.10. // Geschichte der Gartenkunst:

Von den Ursprüngen im Alten Persien bis

zum englischen Landschaftsgarten – VHS/ Raum

104/I 20:00 Mo 21.10. // Auf der Suche nach einem

Pflege- und Seniorenheim: Eine Entscheidungshilfe

– VHS/ Raum 100/I 19:00 Mo 21.10. // Gai Dao

oder Anarchistisch Organisieren: Aber wie? – Die

Ganze Bäckerei 20:00 Di 22.10. // Ichlinge:Warum

unsere Kinder keine Teamplayer sind – VHS/

Raum 103/I 20:00 Di 22.10. // Napoleon Bonaparte:

Die Deutschen gegen Napoleon – VHS/ Raum 104/I

20:00 Di 22.10. // Jesus Christus und Friedrich

Nietzsche: D i e Antipoden. Wer behält Recht? –

VHS/ Raum 103/I 20:00 Di 22.10. // Ringvorlesung:

Grosse Werke des Films – Uni/Hörsaalzentrum

18:15 Mi 23.10. // Studium Generale Asymmetrien:

Wie demokratisch ist unser Wahlsystem? – Zeughaus/Filmsaal

17:00 Do 24.10. // Abschied gestalten:

Mit Herz und Verstand – VHS/ Raum 100/I

19:00 Do 24.10. // Vortragsreihe: Faszination Mathematik

und Physik – Zeughaus 19:00 Do 24.10. //

Renaissance der Werte, mit Dr. Heinz Rötlich –

Annahof/Hollbau 19:30 Do 24.10. // Islam und Islamismus:

Differenzierungen und Hintergründe –

VHS/ Raum 103/I 20:00 Do 24.10. // Die Wittelsbacher

– VHS/ Raum 104/I 20:00 Do 24.10. // So samma mia:

Die Welt aus bayerischer Sicht – Stadthalle/Gh

19:30 Fr 25.10. // Colloquium Augustanum: Ist eine

Weltgeschichte der Ruinen möglich? – Uni/Hörsaalzentrum

18:15 Mo 28.10. // Ringvorlesung: Juristische

Aufarbeitung von Ns-Verbrechen in der

Region Augsburg – Uni/Juristische Fakultät 18:00

Di 29.10. // Afghanistan: Politisches und humanitäres

Desaster?, Gastvortrag mit Dr. Reinhard

Erös – Uni/Juristische Fakultät 18:00 Di 29.10. // Die

Suche nach Gerechtigkeit: Historische Annähe-

abraxas/MZ 19:30 Sa 26.10./ Do 31.10. // Musikalische

Lesung: Mörderisches Bayern, Udo Wachtveitl

liest Robert Hültner – Stadthalle/Gh 19:00 So

27.10. // Kültürtage 2013: Kültür-Storys – Kulturcafé

Neruda 20:00 Mo 28.10. // Treffpunkt Bibliothek:

Lesung mit Musik, Jens Rosteck liest und spielt

anlässlich des 50. Todestages von Edith Piaf –

Neue Stadtbücherei 16:30 Di 29.10. // Treffpunkt

Bibliothek: Lesung mit Musik, Jens Rosteck liest

und spielt anlässlich des 50. Todestages von Edith

Piaf – Neue Stadtbücherei 16:30 Di 29.10. // Stefan

Schän & Tom Gratza: jp 250. Rede des toten Christus

vom Weltgebäude herab, Jean Paul zum 250.

Geburtstag – Neue Stadtbücherei 19:30 Mi 30.10. //

Treffpunkt Bibliothek: Michail Bulgakov. Das

hündische Herz, Lesung mit Übersetzer und

Schriftsteller Alexander Nitzberg – Neue Stadtbücherei

19:30 Do 31.10. // Treffpunkt Bibliothek:

Michail Bulgakov. Das hündische Herz, Lesung

mit Übersetzer und Schriftsteller Alexander

Nitzberg – Neue Stadtbücherei 19:30 Do 31.10. //

Grand Poetry Slam – brechtbühne 20:30 Do 31.10.

// Lesung mit Wladimir Kaminer: Neues aus dem

Garten – Kongress am Park 19:00 Sa 02.11.

SONSTIGES

www.sska.de

s Stadtsparkasse

Augsburg

SAMSTAG 02.11. 20:30

Parktheater im Kurhaus – In diesem Jahr geht »Die Extravaganza« in die dritte Runde.

Nach den beiden restlos ausverkauften Ausgaben 2011 und 2012 wird das Parktheater im

Kurhaus Göggingen erneut zum Tempel für alle Freunde von Rhythm’n’Blues, Swing,

Rock’n’Roll, Boogie, Jump’n’Jive und Rockabilly. Im Bild Ray Collins und sein Hot Club.

Jahresempfang der Diözese Augsburg – Haus St.

Ulrich 18:00 Mo 21.10. // Leben: Eine kosmische Geschichte

– S-Planetarium 15:00 Di 22.10. 19:30 Fr

25.10. 16:30 So 27.10./Fr 01.11. 15:30 Do 31.10. 18:00

So 03.11. // Engagementberatung: Freiwillig engagieren

– Neue Stadtbücherei 16:00 Di 22.10./ Di

29.10. // Werkstatt: Rigoletto – Theater Augsburg/

Foyer 18:30 Di 22.10. // Mittwochskolleg: Heimat

Europa – Schwäbisches Volkskundemuseum/Obf

10:15 Mi 23.10. // Schauspieltraining mit Daniela

Nering und Helga Schuster – Sensemble Theater

20:00 Mi 23.10. // Musikpädagogik im Mozarthaus

– Mozarthaus 13:15 Do 24.10. // Treffen der relaxreaders

– Neue Stadtbücherei 14:30 Fr 25.10. // Manrungen

– Uni/Hörsaalzentrum 18:15 Mi 30.10. //

Ringvorlesung: Verantwortung und Zurechnung

im Spiegel von Strafrecht und Psychiatrie – Uni/

Juristische Fakultät 18:00 Do 31.10. // Kalkulation:

Massentod. Krieg, Wissenschaft und Politik im

20. Jahrhundert, ein Gastvortrag mit Dr. Frank

Reichherzer – Zeughaus/Filmsaal 18:00 Do 31.10. //

Sondervortrag: Wie entsteht das Wetter – Schwäbisches

Bauernhofmuseum/Ill 20:00 Sa 02.11. // Lebenslinien:

Deutsch-jüdische Familiengeschichten,

Matinee mit dem Zeitzeugen Henry Stern

– Sensemble Theater 11:00 So 03.11.

LITERATUR

Musikalische Lesung mit Maria Bachmann: Bin

auf Selbstsuche, komme gleich wieder – Augusta-

Bank 19:00 Di 22.10. // Ingeborg Gleichauf: Ingeborg

Bachmann und Max Frisch, eine Liebe zwischen

Intimität und Öffentlichkeit, ein

literarischer Abend mit Buchpräsentation – Barbara

Saal 19:30 Mi 23.10. // Neues aus der Literaturszene,

mit Kurt Idrizovic und Gisela Feldmayer –

St. Pankratius/Lechhausen 20:00 Mi 23.10. //

Gruselige Märchen zu Halloween (für Erw.) – abraxas/MZ

20:00 Do 24.10. // 5. Poetry Slam in Friedberg:

Moet für den Poet – Neue Mensa/Fdb 20:00 Fr

25.10. // Eröffnung der Augsburger Lesbenbibliothek

– Frauenzentrum 19:00 Sa 26.10. // Schaurigschön:

Die mystische Nacht, musikalische Lesung

mit Auszügen aus den Werken von Alissa Walser

und anderen Autoren und Musik von J.S. Bach

und J. Cage – Sisi-Schloss/Uwb 19:30 Sa 26.10. //

Teuflische Geschichten zu Halloween (für Erw.) –

ga Zeichentreff – Neue Stadtbücherei 15:30 Fr

25.10. // Nachbarschaftshilfe: Zeittauschring LETS

– Neue Stadtbücherei 16:00 Fr 25.10./ Fr 01.11. //

Weinfest – Stadthalle/Smü 16:00 Fr 25.10. // Braukurs

für Einsteiger: Bierbrauen zum Hausgebrauch

– Schwäbisches Volkskundemuseum/Obf

09:00 Sa 26.10. // Bausteine Werktagsgewand – Landauer-Haus/Kru

09:00 Sa 26.10. // Esoterik Tage –

Kongress am Park 13:00 Sa 26.10. 11:00 27.10. //Die

Macht der Sterne – S-Planetarium 18:00 Sa 26.10.

19:30 Do 31.10. 16:30 So 03.11. // Kunsthandwerkermarkt

– Kongress am Park 10:00 So 27.10. // Workshop/Tagung:

Experten des Krieges nach 1945,

Evaluation und Planung militärischer Gewalt –

Hotel am Alten Park 12:30 Do 31.10. // Workshop/

Tagung: Experten des Krieges nach 1945, Evaluation

und Planung militärischer Gewalt – Hotel

am Alten Park 12:30 Do 31.10. // Pink Floyd: The

Wall, Musikshow – S-Planetarium 21:00 Do 31.10. //

Workshop/Tagung: Experten des Krieges nach

1945, Zivilschutz in Zeiten atomarer Bedrohung

– Hotel am Alten Park 09:00 Fr 01.11. // Full House:

Der Spielenachmittag – Neue Stadtbücherei 15:00

Fr 01.11. // Full House: Der Spielenachmittag –

Neue Stadtbücherei 15:00 Fr 01.11. // Kültürtage

2013: Kültür-Art, Vernissage zur Ausstellung mit

den Werken von Fikret Yakaboylu – Kulturcafé

Neruda 20:00 Fr 01.11. // Kültürtage 2013: Fotowettbewerb-Kültürgut,

Vernissage – Neue Stadtbücherei

11:00 Sa 02.11. // Pink Floyd: Dark Side of the

Moon, Musikshow – S-Planetarium 21:00 Sa 02.11.

// Sonntagsöffnung Lechmuseum Bayern in Langweid

– Lechmuseum Bayern 10:00 So 03.11. // vorweihnachtsmärktchen:

der frühe vogel füllt den

strumpf – Space 2b 11:00 So 03.11.

AUSSTELLUNGEN

abraxas – lab30: Die Kunstlabor Ausstellung

2013 / von 24. bis 27. Oktober // abraxas/Ballettsaal

– Stefan Mayr: Seelenlandschaften /

ab 1. November // Architekturmuseum

Schwaben – Hama Lohrmann: Architectura

caelestis. Naturinstallation auf Zeit / bis 27.

Oktober // Bauen mit Holz in Bayerisch-

Schwaben / bis 17. November // Augsburger

Puppentheatermuseum »die Kiste« – Alles

nur Theater! Im Museum Schauspiel hautnah

erlebt / bis 23. Februar // Diözesanmuseum

St. Afra – Barfuß vor St. Max: Von der

Klosterkirche der Franziskaner zu Pfarrkirche

St. Maximilian / bis 12. Januar // Ecke Galerie

– Simon Horn: Schichten und Räume /

bis 31. Oktober // Esther Balàzs und Josef

Breuer: Landschaftsverwandschaft, Malerei

und Fotografie / bis 31. Oktober // Galerie

Noah – Echt Kroko: Accrochage 2013 / bis 31.

November // Galerie Schiele – Hans Wiedemann:

Psalmblätter und Zeichenbretter / bis

24. November //Grafisches Kabinett im Höhmannhaus

– Edle Bemühungen: Anton Grafs

Porträtkunst 1756-1766 und die Diakonfamilie

Weiler in Augsburg / bis 12. Januar // Hammerschmiede

und Stockerhof Naichen –

Heimat im Koffer, Heimat auf dem Teller,

Heimat im Herzen / bis 3. November // Holbeinhaus

– Olaf Holzapfel: Gelände / bis 10.

November // Kreissparkasse Augsburg/Martin-Luther-Platz

– Gertraud Schoen: Augusta

Vindelicum / bis 8. November // Kreuzgang

St. Anna – Wanderausstellung: Josel von Rosheim

(1478-1554). Zwischen dem Einzigartigen

und Universellen / ab 30. Oktober //

Kunsthaus Kaufbeuren – Leonardo Da Vinci:

Visionär, Erfinder, Künstler. Modelle und

Zeichnungen / bis 10. November // Kunstraum

Schwifting – Julia Hildebrand und Ingolf

Hatz: Naturgemäß / bis 12. Januar //

Markus Wasmeier Freilichtmuseum – Heimatfilm

und Wilderergeschichten / bis 3.

November // Maximilianmuseum – Olaf

Holzapfel: Gelände / bis 10. November //

MEWO Kunsthalle – Artistenbilder / bis 06.

Januar // Museum im Wittelsbacher Schloss

– Das neue Museum / bis 06. Januar // Neue

Galerie im Höhmannhaus – Fotografien

von Andy Heller / bis 1. Dezember // Rathaus

Gersthofen – Dietrich Wagner: Fine Art / bis

15. November // Rieser Bauernmuseum Maihingen

– Die Welt in Schulwandbildern / bis

10. November // Schwäbische Galerie im

Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld

– Landschaft in Schwaben heute.

Zehn Sichtweisen / bis 1. Dezember //

Staatsgalerie Glaspalast – Jerry Zeniuk: Elementare

Malerei / bis 3. November // Uni

Augsburg – Schritte durch die Zeit / bis zum

30. Oktober

Die Tradition des gemischten Satzes, also

Rebsorten gemeinsam zu vergären und nicht

erst nach der Gärung zu verschneiden, war fast

komplett aus der Weinbereitung verschwunden.

Einige sehr erfolgreiche »Wiederbelebungsversuche«

überwiegend aus Österreich haben

schnell Nachahmer auch in Deutschland gefunden.

Wenn das Ergebnis so lecker schmeckt

wie bei Kühling-Gillots »Gemischtem Satz«,

kann man nur sagen: Weiter so! Herrlich fruchtig

mit einem erfrischenden Säurespiel vermählen

sich hier Gewürztraminer und Riesling aufs

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GASTBEITRAG

Kunst als Kapital!

Die Polit-WG Augsburg will die Verwirklichung dieses Anspruchs auf lokaler

Ebene ermöglichen helfen. Ein Gastbeitrag von Anil K. Jain

21. Oktober bis 3. November 2013

12

Mit dem Anschlag von acht lokalpolitischen Thesen

an die Rathaustür trat die Polit-WG am 8.

August erstmals öffentlich in Erscheinung. Nachlesen

kann man sie auf unserer Homepage. Hier

sollen erste Ideen und Prinzipien für eine Neuausrichtung

der Kulturpolitik in Augsburg – so,

wie sie aktuell im Kontext der Polit-WG diskutiert

werden –kurz skizziert werden. Die Polit-WG ist

offen für (kritische) Beiträge und Diskussionen

zu diesen Punkten und freut sich über alle

Impulse und Ideen zu ihrer Weiterführung.

1. Avantgarde und Underground

statt Mainstream und Pop

Erstere sind nicht nur spannender, sie eignen

sich auch strategisch wesentlich besser als

Ankerpunkte für eine kulturelle Neupositionierung

Augsburgs. Ein Gegenüberstellen von

Hoch- und Subkultur soll vermieden werden,

wegweisender wären vielmehr ein reger Austausch

und eine gegenseitige Befruchtung mit

dem Ziel, die willkürlich gezogenen Grenzen zu

überwinden. Gefördert werden soll, was deshalb

Förderung benötigt, weil es nicht ausgetretene

Pfade weiter beschreitet, sondern Neues wagt.

2. Kunst als Kapital

Das Einschmelzen von Kulturetats ist ein kurzsichtiger

Ansatz des Sparens. Denn Kunst und

Kultur sind nicht nur eine Bereicherung für das

Leben der Menschen, sondern auch Magneten

für Tourismus und für kluge (und gut verdienende)

Köpfe sowie ein symbolisches Kapital,

das durchaus den Ausschlag geben kann, wenn

es um die Ansiedlung einer Firmenzentrale

geht. Augsburg muss nicht mit günstigeren

Mietpreisen locken, sondern kann durch Ereignisse

und Menschen zeigen, dass es einfach

»cooler« und lustvoller ist, hier zu leben.

3. Haucht dem Museum Leben ein

Augsburg ist eine Stadt mit langer Geschichte,

und es wäre dumm, diese Geschichte nicht zu

würdigen, indem man kulturell an sie anknüpft.

Nur ein Beispiel: Statt Mozartkonzertreihen

könnte man sich (als Stadt, auf breiter Ebene wie

im Spitzenbereich) auf das besinnen, was die

Familie Mozart möglicherweise auszeichnete: die

musikalische Frühförderung.

4. Kulturschaffende aller Länder vereinigt euch

Die nationale und internationale Vernetzung

der Augsburger Kunst- und Kulturszene muss gefördert

und intensiviert werden, um den Anschluss an

aktuelle Entwicklungen und Diskurse sicherzustellen.

Ein wesentliches Element dabei könnten

»Artist in Residence«-Programme sein.

5. Die Stadt als Kunst-Raum

Neben der Nutzung des öffentlichen Raumes

sind vor allem permanente Kunst- und Kulturräume

zu schaffen. Die gängige Praxis der Zwischennutzung

von Brachen und sonstigen nicht

anders »verwertbaren« Räumen soll nur komplementär

erfolgen. Besonders wichtig sind

zentrale Kristallisationspunkte des kulturellen

Lebens, wie Kultur- und Jugendzentren. Hier

gilt es nicht nur in jedem Stadtteil, sondern

insbesondere im Zentrum entsprechende

Gebäude zur Verfügung zu stellen.

6. Kultur als Lebensmittel

Es gilt durch Kultur Lebendigkeit und Ereignisse

zu schaffen, die ein erfülltes Dasein ermöglichen.

Das impliziert gleichzeitig, dass Kultur für alle

sozialen Schichten verfügbar (und das heißt

bezahlbar) sein muss. Im Sinne des Rechts der

kulturellen Teilhabe sind entsprechende Angebote

zu schaffen.

Eine ausführliche Fassung dieser Ideen folgt auf

www.polit-wg.de – erweitert um zwei weitere

Thesen:

7. Für eine integrative Kultur:

Remix und Hybridisierung

8. Kunst als Politik des Unmöglichen

Anil Jain ist (nicht nur) Sozialwissenschaftler,

(relativer)

Neu-Augsburger und Mitglied

im Vorstand der Polit-

WG.

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Das circensische Ereignis des Jahres !

AUGSBURG – Plärrer

Von Donnerstag 31.Oktober bis Sonntag 10.November

Vorstellungen: Werktags 15.30 und 20.00

Sonntags 14.00 und 18.00

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Vorverkauf: Circuskassen (am Circusplatz ab 30.10.)

und alle CTS Eventim Vorverkaufsstellen (ab sofort)

Kassen-Hotline: 01805 / 247 287 (ist bereits geschaltet !)

(0.14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk abweichend)

Der Kultur eine Stimme … Anfang Oktober trafen sich mehr als 30 Augsburger Kulturmacher

zur ersten gemeinsamen Klausurtagung von Kulturrat, Kulturbeirat und Kulturnetzwerk.

Von den größten Institutionen der Region bis hin zu Einzelakteuren folgten Vertreter nahezu aller

Szenen der gemeinsamen Einladung dieser drei Plattformen kulturellen Engagements. Die Impulsreferate,

Diskussionspanels und Arbeitsgruppen der beiden Tage standen unter dem Thema »Wie

muss sich die Kulturpolitik in Augsburg verändern, um der Kultur- und Kreativwirtschaft in

Zukunft gerecht zu werden?«

In diesem Kontext zogen die Teilnehmer eine erste Bilanz und verständigten sich auf folgende

Punkte: Entwicklung einer verbindlichen Kulturvision für die Stadt Augsburg als gemeinsame

Aufgabe von Kreativen und Politik – Transparenz in der städtischen Förderpolitik und zukunftsfähige

Überarbeitung der Förderstrukturen unter Berücksichtigung der Richtlinien von Transparency

International und den UNESCO-Förderrichtlinien – Eine serviceorientierte Kulturverwaltung

ist ihren Aufgaben gemäß Auszustatten – Umsetzung des Beschlusses zur Schaffung einer Stelle

eines Beauftragten für die Kultur- und Kreativwirtschaft, angesiedelt im Wirtschaftsreferat - Bündelung

der Kräfte, um aus den unterschiedlichen Szenen heraus mehr gemeinsame Projekte jenseits

der Leuchttürme zu generieren.

Weitere Ergebnisse der Klausurtagung: Analyse zur Selbstorganisation der Szenen wird weitergeführt

– Zur Stärkung der Szenen wird Planungstool geschaffen – Einrichtung einer ständigen

Konferenz der drei Gremien die regelmäßig einberufen wird.

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