Geschäftsbericht 2012 R+V Allgemeine Versicherung AG

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Geschäftsbericht 2012 R+V Allgemeine Versicherung AG

Lagebericht 4

Jahresabschluss 35 Weitere Informationen 69 31

Risikobericht

Die Messung der ökonomischen Risikotragfähigkeit der R+V

Allgemeine Versicherung AG erfolgt im R+V Konzern mittels

eines internen Risikokapitalmodells, welches sich an den ökonomischen

Anforderungen von Solvency II orientiert. Neben

der quartalsweisen Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und

der als Risikodeckungsmasse zur Verfügung stehenden Eigenmittel

setzt R+V dieses Modell für Ad-hoc-Berichterstattungen

und Planungsrechnungen ein.

Die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass

die Risikodeckungsmasse der R+V Allgemeine Versicherung AG

das benötigte Risikokapital jederzeit übersteigt.

Solvency II

Die EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren intensiv an

einem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit dem

Arbeitstitel Solvency II.

Die Solvency II-Richtlinie des Europäischen Parlamentes und

des Europäischen Rates wurde am 25. November 2009 verabschiedet.

Nach aktuell bestehender Rechtslage ist eine nationale

Umsetzung ab dem kommenden Jahr vorgesehen. In wesentlichen

Fragestellungen zu Risikobewertungen bestehen

jedoch noch erhebliche Unklarheiten. Für die deutsche Versicherungsindustrie

ist dabei die Frage nach einer angemessenen

Bewertung von langfristigen Garantien von zentraler Bedeutung.

Aufgrund der vorherrschenden Situation schlagen

Europäisches Parlament und Europäischer Rat daher eine

mehrjährige Verschiebung vor. Die Benennung eines neuen

Umsetzungszeitpunkts wird in naher Zukunft erwartet.

auf Basis des aktuellen Entwicklungsstands durchgeführt, um

eine angemessene Vorbereitung auf das neue Aufsichtsregime

Solvency II sicherzustellen.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der R+V Allgemeine

Versicherung AG überschreitet per 31. Dezember 2012 die

geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne. Auch die Analyse der

ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasse

der R+V Allgemeine Versicherung AG das benötigte

Risikokapital übersteigt.

Ein großer Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung von R+V

ist die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum. Aufgrund der Erfahrungen

der letzten Krisenjahre kann eine Verschärfung der

Krise nicht ausgeschlossen werden, zumal sie auf eine deutliche

Konjunkturabkühlung trifft. Die damit verbundenen Auswirkungen

auf die Kapitalmärkte, die Realwirtschaft und das

Nachfrageverhalten der Bürger sind nur schwer einschätzbar.

Trotz dieses Unsicherheitsfaktors sieht sich R+V aufgrund der

Einbindung in die genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken

Raiffeisenbanken, der engen Zusammenarbeit mit den

Volksbanken Raiffeisenbanken, der breit diversifizierten Produktpalette

sowie der kompetenten Vertriebsorganisation in

einer guten Wettbewerbssituation.

R+V geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass die von Portugal,

Italien, Irland und Spanien, der EU, dem IWF und der

EZB ergriffenen Maßnahmen eine Refinanzierung der Staaten

und Banken gewährleistet.

R+V ist durch interne Projekte und Arbeitskreise sowie durch

die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des GDV und der BaFin auf die

künftigen Herausforderungen eingestellt und schafft somit

die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der mit Solvency

II einhergehenden Anforderungen. Hierzu gehört auch die

aktive Teilnahme an den im Rahmen des europäischen Solvency

II-Projektes stattfindenden Studien zu Solvency II (QIS,

LTGA). Zudem werden konzernweit regelmäßig Berechnungen

Darüber hinaus sind aus heutiger Sicht keine Entwicklungen

erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

R+V Allgemeine Versicherung AG nachhaltig beeinträchtigen.

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