Geschäftsbericht 2012 R+V Allgemeine Versicherung AG

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Geschäftsbericht 2012 R+V Allgemeine Versicherung AG

46 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurde gemäß

den gesetzlichen Vorschriften beziehungsweise den vertraglichen

Vereinbarungen gebildet.

Unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen

wurden die Rückstellung für Verpflichtungen aus der

Mitgliedschaft zur Verkehrsopferhilfe e.V. entsprechend der

Aufgabe des Vereins angesetzt sowie die Rückstellung für unverbrauchte

Beiträge, die Storno- und Drohverlustrückstellung

ausgewiesen. Die Rückstellung für unverbrauchte

Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde

einzelvertraglich ermittelt. Die Stornorückstellung wurde

aufgrund von Erfahrungssätzen der Vergangenheit errechnet.

Die Berechnung der Drohverlustrückstellung erfolgte aufgrund

von Vorjahreswerten und einer Prognose des versicherungstechnischen

Ergebnisses auf der Basis des Bestands zum

Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung von Zinserträgen

und Restlaufzeiten.

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen

Rückstellungen wurden nach den vertraglichen Vereinbarungen

ermittelt.

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

(Pharmarisiken) wurden gemäß Anlage zu § 29 RechVersV

beziehungsweise § 30 RechVersV gebildet.

Die Rückversicherungsabrechnungen basierten auf den zum

Zeitpunkt der Schließung des Schadenregisters vorliegenden

Bruttozahlen zuzüglich Zuschätzungen für die verbleibenden

Tage.

Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank veröffentlichten

durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre bei

einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Zugrundegelegt

wurde der Zinssatz mit Stand Oktober 2012.

Als Parameter wurden verwendet:

Gehaltsdynamik: 2,25 %

Rentendynamik: 2,00 %

Fluktuation: 0,90 %

Zinssatz: 5,06 %

Die Rückstellung für Altersteilzeit umfasst das rückständige

Arbeitsentgelt sowie die noch zu zahlenden Aufstockungsbeträge

zum Gehalt und zur Altersversorgung.

Pensionszusagen gegen Gehaltsverzicht stehen zu einem überwiegenden

Teil kongruente sicherungsverpfändete Rückdeckungsversicherungen

gegenüber. Ihr Wert entspricht deshalb

gemäß § 253 Abs. 1 HGB dem Zeitwert der Vermögensgegenstände.

Alle anderen nicht versicherungstechnischen Rückstellungen

sind nach § 253 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt

und mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen

Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, soweit

die Laufzeit der Rückstellung mehr als ein Jahr beträgt. Für

die Bewertung zum 31. Dezember 2012 wurde der Zinssatz mit

Stand Oktober 2012 herangezogen.

Andere Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag

angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlicher

Verpflichtungen (wie Rückstellung für Altersteilzeit und

Jubiläen) erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren

(PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB unter

Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck.

Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden berücksichtigt.

Bei der Währungsumrechnung der Kapitalanlagen in

Fremdwährung ergaben sich die Euro-Anschaffungswerte aus

Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs zum Anschaffungszeitpunkt;

der Euro-Marktwert wurde aus Wertpapier- und

Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag ermittelt.

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