Geburtstagsliste - AVH-Holzminden

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Geburtstagsliste - AVH-Holzminden

INHALT

RUND UM DIE FH

Mit Zeitungsberichten/Textauszügen aus dem Täglichen Anzeiger

Rot und Grün auf Bildungstour Seite 2

HAWK vergibt 32 weitere Deutschlandstipendien Seite 4

Zukunftsinstitut Transregio Seite 6

Trauer um Professor Dr. Olaf Paulsen Seite 8

Winterball in der HAWK Seite 9

Zentrum für ehrenamtliches Engagement Seite 11

Zweite Amtszeit für HAWK-Kanzler Dr. Marc Hudy Seite 13

1. Mittelstandskongress Seite 15

Neujahrsempfang Seite 17

Holzminden grüßt den Rest der Welt Seite 20

RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Mit Zeitungsberichten/Textauszügen aus dem Täglichen Anzeiger

Kurznachricht zu wissenschaftlichenAktivitäten - Lehmbau Seite 21

Ein Plädoyer für das Print-Medium Seite 22

Perspektive MINT Seite 24

Die Lesermeinung im TAH: Das Bauschul-Wunder! Seite 25

Verabschiedung Dekan Professor Dr. Rainer Vahland Seite 26

Planen, Bauen, Betreiben Seite 28

RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

Zeitungsberichte/Textauszüge aus dem Täglichen Anzeiger

Neue Forschungen zum Aufwachsen in einer Pflegefamilie Seite 30

Jugendarrest Seite 32

Soziale Arbeit in ländlichen Räumen Seite 35

NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

Zeitungsberichte/Textauszüge aus dem Täglichen Anzeiger

Wilhelm Haarmann, Forscher, Unternehmer, Pionier Seite 36

Kartensammer Hartwig Drope präsentiert historische Schätzchen Seite 38

Neue Forschungen zum Kloster Corvey Seite 40

12.Internationales Straßentheater-Festival in Holzminden Seite 43

AKTUELLES VON DER ABSOLVENTENVEREINIGUNG

Quartalsweisheit Seite 5

Neuanmeldungen Seite 12

AVHahaha Seite 14

Jahreshauptversammlung Seite 44

Geburtstagsliste Seite 45

Lastschrifteinzug Seite 46

Versammlungskalender Seite 47

Hauptvorstand und Impressum Seite 48

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 1. Dezember 2012:

Rot und Grün auf Bildungstour

im Landkreis Holzminden

Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und Christian Meyer

besuchen Oberschule in Delligsen und HAWK in Holzminden

Holzminden (r). Als Zeichen, dass sie

nach der Landtagswahl im Januar eine

rot-grüne Regierung für Niedersachsen

anstreben, haben die Landtagsabgeordneten

Sabine Tippelt (SPD) und

Christian Meyer (Grüne) eine gemeinsame

Bildungstour durch den Landkreis

Holzminden unternommen. Erste Station

war die Oberschule Delligsen,[ . . .]

Nach der Oberschule Delligsen besuchten

die beiden Landtagsabgeordneten

die Hochschule für angewandte Wissenschaft

und Kunst (HAWK) in Holzminden.

Prodekan Professor Dr. Henrik

Oehlmann von der Fakultät Management,

Soziale Arbeit und Bauen erläuterte

die erfreuliche Entwicklung der

Hochschule in Holzminden. Mit über

1.100 Studierenden sei man ein wichtiger

Standortfaktor in der Region. Die

Erweiterung um die Soziale Arbeit und

das Immobilienmanagement sei für

Holzminden ein Erfolgsmodell. Sabine

Tippelt freute sich über die gute Entwicklung

am Standort und die hohe

Akzeptanz und Kooperation mit der Politik.

„Das ist gut für die Stadt und die Region.

Wir stehen zu unserer Hochschule.“

Nach der Oberschule Delligsen besuchten

die beiden Landtagsabgeordneten

Die Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt und Christian Meyer tauschten sich mit HAWK-Prodekan

Professor Dr. Oehlmann aus.

Foto: TAH

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RUND UM DIE FH

die Hochschule für angewandte Wissenschaft

und Kunst (HAWK) in Holzminden.

Prodekan Professor Dr. Henrik

Oehlmann von der Fakultät Management,

Soziale Arbeit und Bauen erläuterte

die erfreuliche Entwicklung der

Hochschule in Holzminden. Mit über

1.100 Studierenden sei man ein wichtiger

Standortfaktor in der Region. Die

Erweiterung um die Soziale Arbeit und

das Immobilienmanagement sei für

Holzminden ein Erfolgsmodell. Sabine

Tippelt freute sich über die gute Entwicklung

am Standort und die hohe

Akzeptanz und Kooperation mit der Politik.

„Das ist gut für die Stadt und die Region.

Wir stehen zu unserer Hochschule.“

In der Kommunalpolitik seien die HAWK

und ihre umfangreichen Kooperationen

immer wieder Thema, berichteten die

beiden Kreistagsabgeordneten. Aktuell

sei ein kreisweites Freiwilligen- und

Ehrenamtszentrum zwischen Kreis und

HAWK geplant, ebenso wie ein Zukunftsinstitut

Holzminden/Höxter.

Eine mögliche Erweiterung der HAWK

in Richtung Campe II im Zuge des Neubaus

des Campe-Gymnasiums wurde

diskutiert. Einig war man sich, dass das

von Studierenden der HAWK umfangreich

erforschte Problem des Alkoholkonsums

an den Teichanlagen nicht mit

Verboten gelöst werden könne. Hier sei

die von der Stadt angeschobene Suchtberatung,

der STEP, der richtige Weg.

SPD und Grüne kündigten an, auch die

finanzielle Situation für Studierende in

Holzminden verbessern zu wollen. „Studiengebühren

sind sozial ungerecht und

schrecken gerade Menschen mit geringen

Einkommen vom Studium ab. Wir

werden sie daher, wie in anderen rotgrünen

Ländern, schnellstmöglich

abschaffen und die Mittel für die Universitäten

durch Haushaltsmittel ersetzen“,

sagten Meyer und Tippelt unisono.

In der Stadt Holzminden habe Rot-Grün

mit der Studienbeihilfe von 100 Euro pro

Semester eine soziale Unterstützung an

Studierende beschlossen. „Das ist einzigartig

und wirbt für die Standort. Die

Förderung von jungen Menschen mit

Erstwohnsitz Holzminden läuft gut an

und schafft zusätzliche Möglichkeiten

bei der Wohnungssuche und Kaufkraft“,

sagte Christian Meyer, der darin ein klares

Bekenntnis zum Hochschulstandort

Holzminden sieht.

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 5. Dezember 2012:

HAWK vergibt

32 weitere Deutschlandstipendien

Gute Leistungen und besonderes gesellschaftliches und soziales

Engagement gehören zu den Auswahlkriterien

Holzminden/Hildesheim (r). Als eine von

voraussichtlich nur drei Hochschulen in

Niedersachsen hat die HAWK Hochschule

für angewandte Wissenschaft

und Kunst Hildesheim/Holzminden/-

Göttingen es geschafft: Nämlich die

vom Land Niedersachsen vorgegebene

Quote für die Deutschlandstipendien zu

erfüllen. Jetzt hat die HAWK gemeinsam

mit namhaften Unternehmen der

jeweiligen Regionen bei einer Feierstunde

in Hildesheim ihre Deutschlandstipendien

vergeben. 32 Stipendiatinnen

und Stipendiaten konnten im

großen Hörsaal des Goschentores ihre

Urkunden in Empfang nehmen. Damit

laufen 2012 insgesamt 49 Deutschlandstipendien.

Das bedeutet, dass ein Prozent

aller Studierenden der HAWK mit

einem Deutschlandstipendium unterstützt

wird. Die Bundesmittel fließen

abhängig von der jeweiligen Studierendenzahl

an die Hochschulen.

„Die ausgewählten HAWK-Studierenden

werden durch das Deutschlandstipendium

zwei Semester lang mit 300

Euro monatlich unterstützt. Die Stipendien

werden zur einen Hälfte vom Bund

und zur anderen Hälfte von privaten Förderern

getragen“, erklärte HAWK-Vize-

Präsident Prof. Dr. Wolfgang Viöl kurz

vor der feierlichen Übergabe. Mittlerweile

fördern 38 Unternehmen und Institutionen

ein Deutschlandstipendium an

der HAWK.

Vergeben werden die Stipendien an Studierende

der HAWK mit überdurchschnittlichen

Leistungen, die sich in der

Regelstudienzeit befinden und besonderes

gesellschaftliches oder soziales

Engagement vorweisen können. Insgesamt

gab es 49 Bewerbungen aus den

Standorten Hildesheim, Holzminden

und Göttingen für ein Deutschlandstipendium.

Eine davon hat die Hildesheimer Architekturstudentin

Lena Catharina Bardusch

geschrieben. Sie ist neben ihrem

zeitaufwendigen Studium im Fakultätsrat

von Bauen und Erhalten tätig sowie

aktives Mitglied im VestA, in dem sie

studentische Veranstaltungen und Feiern

organisiert: „Dass mir das mal dazu

verhilft, ein Deutschlandstipendium zu

bekommen, hätte ich nie gedacht“, freut

sich Bardusch. Zur Hälfte finanziert wird

ihr Studium von der EVI-Energieversorgung.

Dazu meint EVI-Pressesprecherin

Katrin Groß: „Wir unterstützen die

HAWK jährlich bei Bau- und Energieprojekten

und Stipendien. Ich finde, das

Deutschlandstipendium ist eine rundum

tolle Sache, die fördern wir gerne, weil

es eine Investition in die Zukunft ist.“

Etwas entspannter in die Zukunft schauen

kann auch Jörn Heine, der in Göttingen

Photonics/Optical Engineering an

der Fakultät Naturwissenschaften und

Technik studiert. „Bislang habe ich ne-

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RUND UM DIE FH

benbei immer gearbeitet – jetzt komme

ich zum Ende meines Studiums ohne

Nebenjob aus und kann mich dank meines

Förderers Sartorius AG voll und

ganz auf meine Master-Arbeit konzentrieren.

Sarah Bachmann, die in Holzminden

Soziale Arbeit studiert und von der Bürgerinitiative

Pro Hochschule unterstützt

wird, kann sich nun lang gehegte Träume

erfüllen. „Ich habe mir schon so lange

einen studienbegleitenden Auslandsaufenthalt

gewünscht – jetzt kann ich

es finanzieren, um mich um Straßenkinder

auf Bali kümmern zu können. Und

für ein paar mehr Fachbücher bleibt

sicherlich auch noch etwas übrig.“

Mit den Studierenden freut sich auch die

HAWK: „Unsere ersten Erfahrungen mit

dem Deutschlandstipendium haben

gezeigt, dass sich vielfach lebendige

Kontakte zwischen den fördernden Firmen

und den Studierenden ergeben

haben. Deshalb haben wir auch in diesem

Jahr wiederum darauf geachtet,

solche Studierenden auszuwählen, die

neben sehr guten Studienleistungen

auch Engagement und Verantwortungsbewusstsein

bewiesen haben, zum Beispiel

bei ehrenamtlicher Tätigkeit. Denn

die dabei erworbenen Kompetenzen

sind wichtig für die Region, werden aber

auch von zukünftigen Arbeitgebern

hoch geschätzt“, erklärt Prof. Dr. Christiane

Dienel, Präsidentin der HAWK, die

dem fünfköpfigen Auswahlgremium

angehört. Alle sieben Fakultäten der

HAWK konnten bei der Vergabe berücksichtigt

werden. Das Deutschlandstipendium

ist laut Bundesregierung

neben BAföG bedarfsgerechtes Bildungsdarlehn

und den Stipendien der

Begabtenförderungswerke die vierte

stabile Säule der Studienfinanzierung.

Es sei damit ein weiterer wichtiger Beitrag

zu mehr Bildungsgerechtigkeit in

Deutschland. Auch 2013 fördert der

Bund wieder Deutschlandstipendien.

Die HAWK darf dann 74 Stipendien vergeben.

Gelingt das, wären es 1,5 Prozent

aller HAWK-Studierenden. Unternehmen,

Institutionen, aber auch private

Förderer sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen gibt es im Internet

unter hawk-hhg.de/studium/

deutschlandstipendium.php. Ansprechpartner

für das Deutschlandstipendium

an der HAWK ist Prof. Dr. Wolfgang Viöl,

Vizepräsident für Forschung und Transfer,

Telefon 05121/881265, E-Mail Vioel@hawk-hhg.de.

Quartals-Weisheit . . .

Grundsätzliche Zustimmung ist die höflichste Form der

Ablehnung.

Robert Lembke

Deutscher Journalist (1913 – 1989)

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 14. Dezember 2012:

Zukunftsinstitut soll Zwillingsstädte für den

Wandel wappnen

Landkreis Holzminden will sich am Zukunftsinstitut Transregio

Holzminden Höxter (ZuTHH) beteiligen

Kreis Holzminden (fhm). Gemeinsam

soll die Region entwickelt werden, und

gemeinsam über die Landesgrenzen

hinweg will man dem demografischen

Wandel begegnen. Städte und Kreise

Holzminden und Höxter sowie die Hochschulen

in beiden Städten planen die

Einrichtung eines Zukunftsinstituts

Transregio Holzminden Höxter (ZuT-

HH). Dieses Institut, das bei beiden

Hochschulen in Holzminden und Höxter

angesiedelt wird, soll die vorhanden

fachlichen Schwerpunkte der Wissenschaftler

nutzen, um Zukunftskonzeptionen

zu entwickeln. Außerdem sollen

schon vorhandene Projekte wie der

„Naschgarten“ in das Zukunftsinstitut

integriert werden.

Das Zukunftsinstitut soll seinen Hauptsitz

an der HAWK Holzminden haben

mit einem hauptamtlichen Geschäftsführer

und zwei Mitarbeitern. Hinzu

kommen in Höxter an der Hochschule

OWL Räumlichkeiten mit einem Mitarbeiter.

ZuTHH soll Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

zu Fragen des

demografischen Wandels für ländliche

Regionen erarbeiten. Schwerpunkt wird

die Umsetzung von zukunftsorientierten

Dekan Rainer Vahland im neuen Hörsaal, in dem auch das Zukunftsinstitut tagen wird. Foto: bs

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RUND UM DIE FH

Vorhaben der Stadt- und Regionalentwicklung

der Zwillingsstädte Holzminden

und Höxter. Langfristig könnte auch

eine Forschungsprofessur am Institut

angesiedelt werden. Kennzeichen des

Projektes ist es, dass es eine gemeinsame

Initiative aus Politik, Wissenschaft

und Wirtschaft darstellt.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt

werden auf 745.000 Euro beziffert. Mit

335.000 Euro will Symrise als Partner

der Wirtschaft den Löwenanteil der

Summe tragen. Die HAWK ist mit

133.000 Euro dabei, die Hochschule

OWL mit 77.000 Euro. Die Städte und

Kreise Holzminden und Höxter sollen

sich mit jeweils 50.000 Euro an diesem

Plan beteiligen. Als erste Körperschaft

befasste sich der Kreistag des Landkreises

Holzminden auf seiner Sitzung im

Hotel „Zur Burg“ in Polle mit dem

Zuschuss für das Zukunftsinstitut. Allerdings

muss der Kreistag die Abstimmung

über den Zuschuss wiederholen,

da zu dieser Sitzung nicht ordnungsgemäß

eingeladen worden war. Bei der

Sitzung wussten die Abgeordneten

noch nicht, dass ihre Abstimmung ein

zweites Mal stattfinden wird.

Kreistagsabgeordneter Ernst Warnecke

(FDP) hielt das Zu THH für „den richtigen

Ansatz“ im Gegensatz zu bisherigen

grenzübergreifenden Aktivitäten.

Es habe ja schon Treffen von Politikern

beider Seiten rechts und links der Weser

gegeben. Er erinnerte an die gemeinsame

Tagung der Kreisausschüsse. „Man

hat sich mal getroffen, und dann nie wieder

gesehen.“ Dr. Patric von Löwis of

Menar (CDU) nannte das Vorhaben

„hervorragend“, wollte aber dennoch

eine gewisse Skepsis anmerken. Denn

gerade bei den beiden Städten Holzminden

und Höxter habe man die Erfahrung

gemacht, dass zwar heftig über Zusammenarbeit

diskutiert wurde, aber

schließlich nichts passiert sei. Beispielsweise

bei der Kultur oder dem aktuellen

Thema Hallenbad sei die groß angekündigte

Kooperation zwischen Holzminden

und Höxter gleich Null. „Und bei den

Krankenhäusern gibt es eher Konfrontation

statt Kooperation.“ Das Zukunftsinstitut

gebe ihm aber die Hoffnung,

„dass es jetzt auf anderer Ebene in eine

vernünftige Richtung geht.“

Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen)

gefiel besonders die Bezeichnung

„Zwillingsstädte“ für Holzminden und

Höxter. Schließlich hätten beide Nachbarstädte

und Kreise die gleichen Probleme.

Man müsse sich für den demografischen

Wandel wappnen und könne

dies nur, wenn man aktiv aufeinander

zugehe und gemeinsam die Potenziale

nutze. Auch er unterstütze das Vorhaben

und plädiere für den Zuschuss des

Landkreises. Friedrich Mönkemeier

(SPD) hoffte, dass dieses Zukunftsinstitut

jetzt der erste, richtige Schritt werde.

„Der Auftakt ist prima, ich wünsche mir,

dass es mehr wird.“ Friedel Lages, Sprecher

der SPD/Grüne-Mehrheitsgruppe,

unterstrich: „Wir haben jetzt den Fuß in

der Tür für zukünftige Dinge. Ich hoffe

auf eine gute Entwicklung für den

Großraum Holzminden/Höxter.“ Einstimmig

votierte der Kreistag in der letzten

(ungültigen) Sitzung für die Zahlung

des Zuschusses.

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 12. Januar 2013:

Die HAWK trauert

um Professor Dr. Olaf Paulsen

Holzminden. (r). Die HAWK und insbesondere

die Angehörigen der Fakultät

Management, Soziale Arbeit, Bauen in

Holzminden sind tief bewegt durch die

Nachricht vom plötzlichen Tod ihres

langjährigen Kollegen Professor Dr.

Olaf Paulsen. Mit Olaf Paulsen haben

die Fakultät und die gesamte Hochschule

einen sehr geschätzten Kollegen

verloren, der sich in der Lehre, in der

Selbstverwaltung und im Rahmen von

konzeptionellen Aufgaben stets engagiert,

aufrichtig, kompetent und innovativ

eingebracht hat.

Die Fachgebiete Siedlungswasserwirtschaft

und Mathematik wurden von Prof.

Dr. Paulsen in einer anerkennenswerten

Mischung aus Wissenschaft und

Praxisbezug gelehrt und kontinuierlich

weiterentwickelt, wozu auch der von ihm

maßgeblich geprägte Aufbau des

Laborbereichs „Hydromechanik, Siedlungswasserwirtschaft

und Abfallwirtschaft“

gehört.

Fordernd und fördernd

Die Studierenden haben Professor Dr.

Paulsen als fordernden und vor allem

fördernden Lehrenden erlebt und in

hohem Maße geschätzt. Im Rahmen der

Selbstverwaltung und im Zusammenhang

mit der konzeptionellen Weiterentwicklung

der Fakultät hat sich Olaf Paulsen

in vielfältiger Weise engagiert. So

hat er durch seine Vizepräsidentschaft

sowie seine Mitarbeit im Senat und in

weiteren Hochschulgremien die Hochschule

als Ganzes insgesamt wirkungsvoll

mit gestaltet. Ebenso hervorzuheben

sind sein maßgeblicher Beitrag zur

Konzeption des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen

sowie seine

über viele Jahre intensive Unterstützung

des Dekanats der Fakultät Management,

Soziale Arbeit, Bauen.

Olaf Paulsen, Jahrgang 1952, wurde

von den Angehörigen der Fakultät und

der HAWK als Kollege und Vorgesetzter

geschätzt, der stets die positive Entwicklung

von Fakultät und HAWK im

Auge gehabt hat und entscheidend die

zukunftsfähige Ausrichtung der Fakultät

und der Hochschule mitprägte. Die

HAWK wird Olaf Paulsen nicht nur als

Kollegen und Menschen in ihrer Mitte

vermissen. Es werden auch seine kreativen

Ideen sowie seine wertvollen

Anstöße für die Entwicklung der Hochschule

fehlen.

Die Nachricht

vom Tod

Professor Dr.

Olaf Paulsens

hat seine Kollegen

und

Studenten der

HAWK tief

erschüttert.

Foto: TAH

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 14.Januar 2013:

Die goldenen 20er Jahre leben im Lichthof

wieder auf

Winterball in der HAWK Holzminden lockt nach fünfjähriger Pause

und mit neuem Konzept zahlreiche Gäste an

Holzminden (cst). Nach fünf Jahren war

er endlich wieder zurück – und wie: Der

Winterball zog die Massen am Freitag

dorthin, wo sonst eigentlich akademische

Ruhe herrscht. Im Lichthof der

HAWK Holzminden gab es am Freitagabend

statt Klausurstress Party bis zum

Morgengrauen. Die neuen Organisatoren

des Winterballs machten ihre Sache

richtig gut. Ganz auf Unterricht wurde

dann dennoch nicht verzichtet, wie sich

im Verlauf des Abends herausstellen

sollte.

Wie schon in den Jahren zuvor, war keine

eigentliche Ball-Stimmung angesagt.

Die Veranstalter hatten den Winterball

diesmal unter das Motto „Die Goldenen

20er Jahre“ gestellt, und so mancher

Besucher kam tatsächlich mit Federboa,

Perlenkette und Schnurrbart. „Die

Ungezwungenheit ist das Schöne am

Winterball“, so brachte es Torben Brand,

Der Lichthof der HAWK am Haarmannplatz tauchte in buntes Partylicht. Der gute Besuch gab

den Organisatoren Recht bei der Wahl des Konzeptes

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RUND UM DIE FH

für den es nicht der erste Winterball war,

auf den Punkt. Ob elegant mit Abendkleid

oder Anzug, ganz leger mit Jackett

und T-Shirt oder vorzüglich aufgestylt im

Look der 20er Jahre – Holzminden feierte

bunt gemischt die erste große Party

des Jahres.

Die „Sleepy Town Jazzband“ spielte erstmals beim Winterball

auf. Auch ihr Konzert kam gut an

Los ging es bereits am frühen Abend mit

der „Sleepy Town Jazzband“. Die flotten

Herren eröffneten mit ungewohnten

Klängen den Winterball in der

Fachhochschule. War in den

vergangenen Ausgaben

meist eine Cover-Band der

Mittelpunkt und Anheizer des

Abends, brachten die Organisatoren

diesmal viel Abwechslung

ins Programm.

Weg von einfacher Massenparty

zum angenehmen ausbalancierten

Event. Dem

Winterball taten die Pause

und der Wechsel in der Organisation

sichtlich gut.

„Für viele ist es die erste Ausgabe des

Winterballs – hoffentlich bleibt es nicht

die letzte“, so die Aussage von Florian

Keschke, der durch den Abend führte.

Die Auffrischung des Programms kam

auch bei den Gästen an. „In Göttingen

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gibt es auch eine große Party in der Uni,

und dort spielt das Symphonieorchester

ebenfalls zur Eröffnung“, so fand eine

Gruppe Studenten aus Göttingen

schnell die Gemeinsamkeiten heraus.

Bevor die Besucher der Veranstaltung

allerdings das Tanzbein schwingen durften,

gab es noch einen

Anschauungsunterricht der

besonderen Art. Die Tanzformation

„The Elements“ zeigte

ihr neuestes Programm.

Auch nach Mitternacht war

der akademische Geist aus

dem interessant dekorierten

Lichthof nicht zu verdrängen.

Die DJs „The Teachers“, die

unter der Woche tatsächlich

den Beruf des Lehrers ausüben,

und ihre Kollegen von

„Way& Beyond/E-Partment“

ließen die Plattenteller bis

zum Morgengrauen kreisen.

Stilecht mit Federboa, Zigarettenspitze, Weste und Oberlippenbart

kamen sie zur Party

Zurück blieb, neben vielen zufriedenen

Party-Gästen, vor allem der Wunsch auf

eine baldige Wiederholung des Events,

und die bitte nicht erst in fünf Jahren.


RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 31. Januar 2013:

Zentrum für ehrenamtliches Engagement

beschlossen

Kooperation zwischen der KVHS und der HAWK

Kreis Holzminden (r). Eine neue Anlaufstelle

für Menschen, die sich ehrenamtlich

engagieren möchten, und für Einrichtungen

und Vereine, die freiwillige

Helferinnen und Helfer suchen, entsteht

im Landkreis Holzminden. Ein Zentrum

für ehrenamtliches Engagement –

abgekürzt ZEE – wird im Haus der Kreisvolkshochschule

in der Neuen Straße 7

in Holzminden eingerichtet. Das Konzept

für diese Einrichtung entwickelten

die KVHS und die Hochschule in Holzminden

gemeinsam. Ein Schwerpunkt

der Arbeit wird in der Förderung zivilgesellschaftlichen

Engagements von Studierenden

der HAWK liegen. Die Hochschule

beteiligt sich daher auch an der

Finanzierung des ZEE, das außerdem

mit Landesmitteln bezuschusst wird.

Ziel der Einrichtung ist die Förderung

und Unterstützung von Freiwilligenarbeit.

Zugangswege und Rahmenbedingungen

für die ehrenamtliche Arbeit vor

Ort sollen verbessert werden.Das ZEE

will informieren, vermitteln, qualifizieren

Die Konzeptgruppe für das ZEE (von links):l Dr. Olaf Peterschröder, Professorin Dr. Leonie

Wagner (beide HAWK), Ruth Happel, Corinna Schmidt und Dr. Hilko Linnemann (alle KVHS).

Foto: TAH

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RUND UM DIE FH

entwickeln und beraten. Es bietet Menschen

die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten

zu treffen und an der Vernetzung

bürgerschaftlichen Engagements

mitzuwirken. Es sollen Brücken zwischen

engagementbereiten Menschen

und gemeinwohlorientierten Einrichtungen

geschaffen werden, es können aber

auch neue Projekte konzipiert werden.

Eröffnung im März

Der Holzmindener Kreistag hat der Einrichtung

des ZEE zugestimmt und damit

ermöglicht, dass der Landkreis sich in

den Reigen der über 360 Freiwilligenagenturen

in Deutschland einreihen

kann. Somit wird zukünftig Engagement

belebt und Solidarität noch breiter organisiert

werden können. Der letzte „Freiwilligensurvey“

aus dem Jahr 2009, eine

breit angelegte Studie des Bundesfamilienministeriums,

belegt, dass viele

Menschen sich nach Gemeinsinn und

sozialen Kontakten sehnen. Die

geschenkte Zeit im Rahmen des ehrenamtlichen

Engagements wird mit Erfahrungen,

Freude und persönlicher Erfüllung

belohnt.

Die offizielle Eröffnung des ZEE ist für

März geplant. Ab sofort stehen jedoch

Dr. Hilko Linnemann oder Ruth Happel

dienstags und donnerstags jeweils von

10 bis 17 Uhr als Sprechpartner in der

Geschäftsstelle der KVHS in der Neuen

Straße 7 oder über die Telefonnummern

05531/707413 und 707393 zur Verfügung.

Neuanmeldungen

vom 15. November 2012 bis 31. Januar 2013

Bindseil Klaus 31860 Emmerthal

Bode Ludwig 31787 Hameln

Egger Dieter 31789 Hameln

Lange Friedhelm 31785 Hameln

Scheel Klaus-Volker 31785 Hameln

Thiele Ricklef 37574 Einbeck

Winkelmann Thomas 67061 Ludwigshafen

Jesper Steffen 33102 Paderborn

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 2. Februar 2013:

HAWK-Kanzler Dr. Marc Hudy für zweite

Amtszeit ernannt

Finanzielle Situation der Hochschule stabil

Holzminden/Hildesheim (r). Niedersachsens

Wissenschaftsministerin

Prof. Dr. Johanna Wanka hat jetzt

HAWK-Kanzler Dr. Marc Hudy die

Urkunde für seine zweite Amtszeit als

hauptberuflicher Vizepräsident überreicht.

Nach einer ersten Amtszeit von

sechs Jahren war Hudy vom Senat der

Hochschule für angewandte Wissenschaft

und Kunst (HAWK) für weitere

acht Jahre mit großer Mehrheit wiedergewählt

worden.

Als Mitglied des Präsidiums leitet Hudy

die Verwaltung und ist dabei insbesondere

für die Bereiche Finanzen, Personal,

Controlling, Recht und den Bau des

neuen HAWK-Campus' Weinberg in Hildesheim

zuständig. Zu Beginn seiner

Amtszeit im Jahr 2007 hatte die Hochschule

noch mit den Auswirkungen des

damaligen Hochschuloptimierungskonzeptes

(HOK) der Niedersächsischen

Landesregierung zu kämpfen, das auch

von der HAWK deutliche Einsparungen

gefordert hatte. Heute steht die HAWK

dank strategischer Weichenstellungen,

die Hudy mit dem damaligen Präsidenten

Prof. Dr. Martin Thren und der heutigen

Präsidentin Prof. Dr. Christiane

Dienel auf den Weg gebracht hat, nach

einer positiven Entwicklung finanziell

sehr stabil da. Hudy genießt in der niedersächsischen

Hochschullandschaft

den Ruf eines versierten Finanz- und

Rechtsexperten.

Dr. Marc Hudy, Kanzler der Hochschule für

angewandte Wissenschaft und Kunst, ist für

weitere acht Jahre zum hauptamtlichen Vizepräsidenten

der HAWK gewählt worden.

Foto: HAWK

Vor seiner Tätigkeit an der HAWK war

der Jurist Hudy als Regierungsdirektor

im Niedersächsischen Innenministerium

und anschließend als hauptamtlicher

Vizepräsident der damaligen niedersächsischen

Fachhochschule für

Verwaltung und Rechtspflege in Hildesheim

tätig.

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RUND UM DIE FH

„Ich freue mich, dass der HAWK-Senat

mir so ausdrücklich sein Vertrauen ausgesprochen

und mich für eine zweite

Amtszeit bestätigt hat“, sagt Hudy.

HAWK-Präsidentin Dienel bestätigt: „Es

ist in diesen oft turbulenten Zeiten ein

hoch einzuschätzender Wert, mit einer

stabilen Situation in der Hochschulleitung

die strategischen Ziele der Hochschule

vorantreiben zu können. Dazu

gehören der Wettbewerb um Studierende

auf der Basis einer hervorragenden

Infrastruktur, die ohne gesicherte Finanzen

nicht zu erreichen ist. Hier sind wir

auch dank Mark Hudy gut aufgestellt,

mal ganz abgesehen davon, dass seine

verhandlungssichere, besonnene und

humorvolle Art die nicht immer konfliktfreie

Arbeit an der Spitze einer Hochschule

sehr erleichtert.“

AVHahaha.

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RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 9. Februar 2013:

1. Mittelstandskongress soll Perspektiven für

die Region entwickeln

„Initiative Mittelstand“ lädt für den 22. Februar zu einer ganztägigen

Podiumsveranstaltung in die HAWK Holzminden ein

Holzminden/Höxter (pd). Ein neues

Forum soll es bieten, ein die Weser

übergreifendes regionales Netzwerk initiieren,

das diejenigen zusammenbringt,

die im Weserbergland die meisten

Arbeitsplätze schaffen und innovative

Entwicklungen auf den Weg bringen.

Der 1. Mittelstandskongress, von

der aus Institutionen und Verbänden ins

Leben gerufenen „Initiative Mittelstand“

organisiert, will am Freitag, 22. Februar,

im Lichthof der HAWK in Holzminden bei

einer ganztägigen Veranstaltung mit

Vorträgen, Podiumsdiskussionen und

Firmeninterviews Perspektiven für

gemeinsames Handeln schaffen und

den Erfahrungsaustausch forcieren.

Innovative Jobschaffer vernetzen

Sie sind erfolgreich, innovativ und

schaffen die meisten Jobs in der Region:

Die mittelständischen Unternehmen

des Weserberglandes. Wenn es allerdings

um eine gemeinsame Strategie für

das Problem des drohenden Fachkräftemangels

oder etwa einen erfolgreichen

Austausch hinsichtlich einer optimalen

Unternehmensfinanzierung geht,

bleiben die inhabergeführten, oft gar

nicht so kleinen Unternehmen meistens

Laden ein,von links: Michael Stolte (GfW Höxter), Melanie Hannachie (Wirtschaftsförderung

Holzminden), Christian Jasterstedt (Wirtschaftsjunioren), Ergül Winnefeld (M.I.T.), Rainer Vahland

(Dekan HAWK), Frank Göhmann (M.I.T.), Rolf Deipenwisch (M.I.T) und Jan Rathgens

(M.I.T.)

Foto: pd

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RUND UM DIE FH

auf sich allein gestellt. Das soll nun aber

endlich anders werden. Die Initiative

Mittelstand, eine Kooperation aus Vertretern

der Holzmindener Hochschule

für angewandte Wissenschaft und

Kunst (HAWK), der Kreishandwerkerschaft,

der M.I.T-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung,

den Wirtschaftsjunioren,

der Wirtschaftsförderung des

Kreises Holzminden sowie der Gesellschaft

für Wirtschaftsförderung des

Kreises Höxter möchte mit einem regelmäßigen

Kongress für eine bessere

Vernetzung, eine bessere Kommunikation

und nicht zuletzt auch eine höhere

Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit

sorgen.

„Es gibt eine sehr sehr hohe Identifikation

mit der Region mit einem hohen wirtschaftlichen

Entwicklungspotenzial“,

weiß Rolf Deipenwisch, der als Kreisverbandsvorsitzender

der M.I.T. rund

160 Unternehmen vertritt und die Veranstaltung

mit organisiert hat. Es gehe darum,

dieses Potenzial nicht nur untereinander,

sondern auch zu den hier vorhandenen

Hochschulstandorten zu verbessern.

Eine Idee, die auch HAWK-

Dekan Professor Dr. Rainer Vahland

unterstreicht. „Wir wollen ein Gesicht

und eine Stimme bekommen“, meint

Vahland, der hervorhebt, dass es im

Weserbergland immerhin vier Hochschulstandorte

mit 2.500 Studenten und

mehr als 15 Studiengänge gebe, die

besonders an einer besseren Vernetzung

mit den Unternehmen der Region

interessiert seien.

Erfolgreiche Unternehmen von beiden

Seiten der Weser werden während des

Kongresses vor allem über ihre eigenen

Rezepte, Strategien und Entwicklungen

Auskunft geben und so für entsprechenden

Gesprächsstoff mit dem Publikum

sorgen. So gehören aus dem Westfälischen

die Unternehmen Reitz Ventilatoren,

Gronemeyer Maschinenfabrik oder

der Energieversorgungstechniker

Gebrüder Becker ebenso zu den von

Moderator Jürgen Lutter interviewten

Wirtschaftseinheiten wie die Hehlener

Heller Leder, die Boffzener Ölmühle Solling

oder der Holzmindener Hallenbauspezialist

E.L.F. auf niedersächsischer

Seite.

Zwei Vorträge über die jeweiligen spezifischen

wirtschaftlichen Struktur- und

Standortgegebenheiten von Höxter und

Holzminden runden das Programm ab.

Der Kongress sei ein wichtiges Zeichen,

„regional Verbindung leben zu wollen“,

sagte Michael Stolte von GfW Höxter.

Die Verantwortlichen hoffen deshalb auf

eine rege Teilnahme sowohl aus Höxter

als auch aus Holzminden.

16


RUND UM DIE FH

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 11. Februar 2013:

„Mit Leib und Seele und vollem Engagement“

Stadt Holzminden und HAWK begrüßen zum gemeinsamen Neujahrsempfang

im Lichthof rund 200 geladene Gäste

Holzminden (spe). Der gemeinsame

Neujahrsempfang von Stadt Holzminden

und der Hochschule für angewandte

Wissenschaft und Kunst (HAWK) ist

inzwischen zur schönen Tradition

geworden. Gestern fanden sich im

Lichthof der Fachhochschule am Haarmannplatz

rund 200 geladene Gäste

aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Kultur

und öffentlichem Leben ein.

Bürgermeister Jürgen Daul begrüßte

die Gäste, darunter Bundestagsabgeordnete

Gabriele Lösekrug-Möller,

Innenminister Uwe Schünemann sowie

die Landtagsabgeordnete und stellvertretende

Landrätin Sabine Tippelt. Daul

benannte Eurokrise und Energiewende

als die herausragenden Themen des

abgelaufenen Jahres und größte Herausforderungen.

Nur noch neun Jahre

trennten Deutschland vom Abschalten

aller Atomkraftwerke, doch ein belastbares

Konzept für den Ersatz von 22

Prozent des Strombedarfs sei nicht in

Gut gelaunt: Der zukünftige Dekan Professor Dr. Henrik Oehlmann, Dekan Professor Dr. Rainer

Vahland, Gastredner Henning R. Deters, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG,

Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul und HAWK-Präsidentin Professorin Dr. Christiane

Dienel

17


RUND UM DIE FH

Sicht - „ein besorgniserregender Zustand“,

befand Daul.

Auch auf das Landtagswahlergebnis mit

dem knappen rotgrünen Wahlsieg ging

er ein, gratulierte den Wahlsiegern Sabine

Tippelt und Christian Meyer und Hermann

Grupe für den Einzug in den Landtag

und wünschte eine erfolgreiche

Arbeit. Und er dankte den langjährigen

Ministern Schünemann und Sander für

deren „unermüdlichen Einsatz für Stadt,

Kreis und Region.“

Der Bürgermeister bezeichnete den

Haushalt der Stadt als „geprägt vom Willen,

Holzminden als familienfreundliche

Stadt weiterzuentwickeln und einen

Schwerpunkt auf Jugend, Familie und

Soziales zu legen. Dies sei der Grund,

warum er als Bürgermeister diesem

Haushalt zugestimmt habe. Gleichwohl

schrieb er der rot-grünen Mehrheit im

Rat ins Stammbuch, eine solide Haushaltspolitik

zu führen und „nur das Geld

auszugeben, das man auch besitzt“.

Eine Kreditaufnahme ab 2016 sei nicht

akzeptabel.

Daul dankte sowohl der Wirtschaft für

ihre millionenschweren Investitionen

am Standort Holzminden als auch allen

Ehrenamtlichen und Bürgern für ihr

Engagement für Gesellschaft und Allgemeinwohl.

Wichtige Weichen für die

Versorgungssicherheit seien mit dem

Gesellschafterwechsel am Evangelischen

Krankenhaus gefallen. Die

Erweiterung der Bettenzahl und der

Intensivstation sei Beleg dafür, „dass

man sich auf dem richtigen Weg befindet“.

Auch den Mitarbeitern des Krankenhauses

dankte Daul für ihren Einsatz.

Mit Sorge betrachtete der Bürgermeister

die Herabstufung der Weser als

Bundeswasserstraße und die geplanten

Innenminister Uwe Schünemann und der

zukünftige FDP-Landtagsabgeordnete Hermann

Gruppe im Gespräch mit Horst Hermes

und Oliver Fuchs

Salzeinträge durch Kali und Salz. Alle

politischen und gesellschaftlichen Kräfte

seien gefordert, „diesen bedrohlichen

Entwicklungen entgegenzutreten“. Der

Interessengemeinschaft Oberweser

dankte er für ihren Einsatz zum Wohl der

Weser.

Positiv bewertete Jürgen Daul die

Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Es

herrsche ein Klima, das „geprägt ist von

dem gemeinsamen Willen, den Landkreis

zu erhalten und die gesamte Region

zum Wohle der Menschen weiter zu

entwickeln“. Dafür dankte er der Landrätin.

Als „Herzensangelegenheit“

bezeichnete er die Zusammenarbeit

zwischen den Kreisstädten Holzminden

und Höxter. Große Anerkennung zollte

der Bürgermeister dem scheidenden

Dekan Professor Dr. Rainer Vahland.

Unter dessen Amtsführung seien viele

richtungsweisende Entscheidungen

getroffen worden, ist das Studienangebot

auf acht Studiengänge erhöht und

die Studentenzahl auf über 1.000

gestiegen,sind Lehrgebäude erweitert

und modernisiert, die Mensa eröffnet

worden.

18


RUND UM DIE FH

Stadt Holzminden und HAWK hatten gerufen, und rund 200 geladene Gäste fnden gestern den

Weg in den Lichthof der Hochschule.

Fotos: spe

Dafür dankte er als Bürgermeister und

persönlich, und Applaus brandete auf.

Prof. Dr. Christiane Dienel, Präsidentin

der HAWK, bezeichnete die Hochschule

als „bedeutende Zutat für die Stadt

auch im neuen Jahr“ und lobte das

Engagement aller hier Tätigen. Ihr Dank

galt den Mitarbeitern und Partnern der

Hochschule, der Bürgerinitiative „Pro

Hochschule“, insbesondere Dekan Vahland.

Er habe sich „mit Leib und Seele

und vollem Engagement“ für die Hochschule

und die Region eingesetzt.

„Ohne Sie wäre die Hochschule nicht

das, was sie ist“, sagte Dienel. Mit dem

neuen Dekan, Professor Dr. Oehlmann,

habe die HAWK gute Voraussetzungen

für die Zukunft. Er werde andere Impulse

setzen, die gute Besetzung sei ein

guter Startschuss ins Jahr 2013.

Viel erarbeitet worden sei bereits für das

Transregio-Zukunftsinstitut, das in diesem

Jahr gegründet werde. Schwerpunkt

der Entwicklung des Standortes

seien die Management-Studiengänge,

konkret der berufsbegleitende Studiengang

Management für kleine und mittlere

Unternehmen“, den die Hochschule

vorbereite. Diese öffentlich verkündete

Unterstützung des Präsidiums vernahm

man gestern gern in Holzminden.

Mit Neugier, so Christiane Dienel,

erwarte sie die Hochschul- und Regionalpolitik

der neuen Landesregierung

„und welche Auswirkungen das auf die

HAWK in Holzminden hat“. Auf die Verwendung

der Studiengebühren wird die

HAWK in Zukunft verzichten müssen.

Professor Dr. Vahland, der noch bis

Ende Februar Dekan ist und dann ins

„Professorenglied“ zurücktritt, nutzte

die Gelegenheit des Empfangs seinerseits,

um Danke zu sagen und die Lorbeeren

zurückzugeben an Politik, Unter-

19


RUND UM DIE FH

nehmen, Bürgerinitiative und Kollegen:

„Ohne Sie wäre mir das alles nicht

gelungen“, sagte er. „Nur gemeinsam

sind wir stark.“ Er warb dafür, dem neuen

Dekanat mit Dekan Professor Dr.

Hendrik Oehlmann und Prodekan Dr

Olaf Peterschröder an der Spitze das

gleiche Vertrauen entgegenzubringen.

Die Festrede hielt Henning R. Deters,

Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser

AG, zum Thema „Die Energiewende

meistern – was wir vor Ort tun können“.

Die Energieversorgung dürfe kein

Experimentierfeld sein, die Steuerung

sei derzeit nicht klar erkennbar. Energie

müsse bezahlbar bleiben, umweltschonend

produziert und verlässlich verfügbar

sein. Die Balance dieses Dreiklangs

müsse schnell zurückkehren, und das

werde von Tag zu Tag schwieriger, teurer

und unwahrscheinlicher“. Deters forderte

eine Energiewende „aus einem

Guss“ und warnte vor der sozialen und

gesellschaftlichen Sprengkraft, sollte

dies nicht gelingen. Er plädierte dafür,

die dezentrale Stromversorgung mit

lokalen Partnern wie den Stadtwerken

Holzminden und der Kommune zu stärken.

Eine Energiewende ohne sie sei

nicht leistbar. Wichtig für die Akzeptanz

sei es ferner, Bürger vor Ort in Energieprojekte

einzubeziehen.

Christian Mädler, Klavier und Gesang,

umrahmte den Neujahrsempfang musikalisch.

Holzminden grüßt den Rest der Welt“

- Historische Postkarten -

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Kurznachricht zu wissenschaftlichen Aktivitäten der HAWK:

Lehmbau – Untersuchungen

zum Norm-Entwurf DIN 18947

Aufgrund der Renaissance des Bauens mit Lehm hat sich in den letzten Jahren die

Idee konkretisiert, die in den fünfziger Jahren aufgehobenen Normen durch Neufassungen

zu ersetzen. An der HAWK in Holzminden wurden in diesem Zusammenhang

seit 2007 zahlreiche wissenschaftlich ausgerichtete Untersuchungen zum

Lehmstein- und Stampflehmbau durchgeführt.

Im Jahre 2012 sind die vorgelegten Norm-Entwürfe, hier insbesondere die DIN

18947 ‚Lehmputzmörtel‘, hinsichtlich der Anwendbarkeit in der Praxis kritisch hinterfragt

worden. Dazu wurden im Labor die Prüfverfahren im Detail nachvollzogen

und ergänzende Untersuchungen durchgeführt. Im Einzelnen umfassten die Arbeiten

die Herstellung von Prüfmörteln und Probekörpern, die Bestimmung der Rohdichte

und des Schwindmaßes sowie die Ermittlung der Druck-, Biege- und Haftfestigkeit.

Die erzielten Ergebnisse wurden mit der diesbezüglichen Arbeitsgruppe des Netzwerk

Lehm e.V., einer Vereinigung von Herstellern, Verarbeitern und Hochschullehrern,

diskutiert und eine Stellungnahme im Rahmen des Einspruchverfahrens an das

Deutsche Institut für Normung versandt. Im Februar 2013 werden die Beteiligten

dazu angehört.

Projektteam: Prof. Dr.-Ing. Georg Maybaum, Dipl.-Ing. (FH) Hans Ziesen, Master-

Studierender Tobias Bachmann, B.Eng.

Laboruntersuchungen zur Biege- und Haftfestigkeit

durch den Master-Studierenden Tobias

Bachmann (Foto Franz / Maybaum 13.12.2012)

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 20. Dezember 2012:

Ein Plädoyer für das Print-Medium

HAWK freut sich über Patenschaftsabonnements und Fachbücher

im Wert von über 100.000 Euro

Holzminden (spe). Alle Jahre wieder –

mittlerweile zum sechsten Mal – kommt

Christoph Hardebusch, Chefredakteur

des Immobilien Manager Verlags, in die

HAWK nach Holzminden und überbringt

den Studierenden der Studiengänge

Immobilienwirtschaft und -management

Patenschaftsabonnements und Fachbücher

für die Hochschulbibliothek. In

diesem Jahr beträgt der Gesamtwert,

mit finanzieller Hilfe von Sponsoren,

105.000 Euro.

Für Dekan Professor Dr. Rainer Vahland

ist diese Spendenübergabe Jahr für

Jahr eine besondere Freude, zum einen

wegen des Wertes, zum anderen, weil

die Abos der Immobilien-Fachzeitschrift

„Immobilien Manager“ für 532 Studierende

seiner Hochschule und die Fachbücher

wie das „Who is Who der Imobilienbranche“

den Studierenden direkt

zugute kommen. Sein Dank galt dem

Verlag, dem Initiator Professor Dr. Jürgen

Erbach, Dozent an der HAWK und

als „Streitbarer Professor“ Autor einer

Rubrik in der Fachzeitschrift, sowie den

Sponsoren, die diese Mega-Spende

möglich machten: Roloff Bau aus Holz-

Chefredaktur Christoph Hardebusch, Professor Dr. Jürgen Erbach und Dekan Professor Dr.

Rainer Vahland präsentieren den Gabentisch.

Foto: spe

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

minden, der Part AG aus Bad Gandersheim,

der IPEM-Unternehmensgruppe

aus Wetzlar und der Firma Bremer Bau

aus Paderborn.

Vahland zeigte sich hoch erfreut, über

eine halbe Million Euro seien so in den

sechs Jahren an die HAWK geflossen.

Er würdigte die Bedeutung geballten

Wissens in gedruckter Form. In einer

Zeit, in der sich die politischen Rahmenbedingungen

schneller änderten, als sie

gedruckt würden, „müssen Studierende

und Dozenten einen akuellen Wissensstand

haben, sich auf Fakten stützen

können, um später zu entscheiden und

nachhaltig Rat geben zu können.“ Die

Verbindung zwischen Verlag und HAWK

äußere sich auch in der jährlich stattfindenden

Immobilien-Debatte im Lichthof

der Hochschule.

Auch Professor Dr. Jürgen Erbach hielt

ein Plädoyer für das gedruckte Wort und

das Print-Medium. Durch moderne

Medien, Internet, „den Sklaventreiber“

Smartphone und die ständige Erreichbarkeit

seien alle fleißig dabei, Zeitsouveränität

zu verspielen. Dem „kleinen

Gott Dr. Google“ glaube man alles. Seine

Studierenden warnte er, „an Informationen

zu ertrinken und an Wissen zu

verdursten“. Er empfahl stattdessen,

sich auch durch Tageszeitung, Fachzeitschriften,

Periodika und Fachliteratur

zu informieren. „Schätzen Sie Printmedien

wert, seien Sie neugierig, lassen

Sie sich nicht einfach berieseln.“

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 15. Januar 2013:

„Perspektive MINT“ startet am 5. Februar

Frauen sollten jetzt schnell handeln / Anmeldeschluss ist der

25. Januar

Kreis Holzminden (r). Die Informationsveranstaltung

zum Projekt „Perspektive

MINT“ in der HAWK Holzminden zeigte,

wie vielfältig das Potenzial der Frauen

im Landkreis ist. „Das Projekt soll Frauen

mit ingenieurtechnischem, kaufmännischem

oder handwerklichem Berufsoder

Studienabschluss, die zurzeit aus

familiären oder anderen Gründen nicht

berufstätig sind, ebenso ansprechen

wie Migrantinnen, die in Deutschland

aus unterschiedlichen Gründen bisher

nicht gearbeitet haben und einen (Wieder-)Einstieg

in das Berufsleben finden

möchten“, erklärte Manuela Dittrich von

der HAWK den Teilnehmerinnen. In

einem intensiven Profiling und Coaching

wird den Teilnehmerinnen ein persönliches

Curriculum zusammengestellt,

was sie – basierend auf ihren Vorkenntnissen

– ideal auf das Berufsleben

vorbereitet. Hierfür werden schon zu

Beginn der Maßnahme die teilnehmenden

Firmen mit ins Boot genommen, um

die Arbeitsplatzchancen für die Frauen

zusätzlich zu verbessern. „Vor dem Hintergrund

des Fachkräftemangels, welcher

gerade die ländlichen Gebiete treffen

wird, da junge Leute verstärkt

abwandern, sollen mit dem Projekt die

vergessenen Potenziale von Berufsrückkehrerinnen

aktiviert werden“, so

Professorin Dr. Anna Müller, Initiatorin

des Projektes.

Initiatoren und Organisatoren des MINT-Projektes freuen sich auf viele Teilnehmer Foto: TAH

24


RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Corinna Schmidt von der KVHS Holzminden,

die als Trägerin der 18 Monate

dauernden Fortbildung fungiert, betonte,

dass es oberstes Ziel der akademischen

Weiterbildung sei, die Frauen

nach der Weiterbildung in ein sozialversicherungspflichtiges

(Teilzeit-)Arbeitsverhältnis

zu entlassen.

Die akademische Ausbildung an der

HAWK erfolgt in den Vorlesungen der

Studiengänge Baumanagement, Wirtschaftsingenieur/in

und Green Building

und dem Masterstudiengang „Energieeffizientes

und nachhaltiges Bauen“

und endet mit einem Zertifikat. Durch

erfolgreich absolvierte Prüfungen

erworbene Credits werden im Fall einer

Fortsetzung des Studiums anerkannt.

„Wir werden Sie stets unterstützen, fördern

und fordern, damit Sie die Maßnahme

erfolgreich beenden!“, so Professor

Thomas Thielmann von der

HAWK.

Ein vor einem Jahr in Göttingen in

Kooperation von der HAWK Fakultät

Naturwissenschaft und Technik und der

VHS vor Ort gestartetes Projekt ist mit

dem Göttingen „Award für frauenpolitisches

Engagement in der Region“ durch

den Business and Professional Women

Club Göttingen (BPW) ausgezeichnet

worden.

Das Projekt „Perspektive MINT“ wird

vom Land Niedersachsen und dem ESF

als Pilotprojekt gefördert. Firmen, die

Plätze für das viermonatige Praktikum

anbieten wollen, und Frauen, die noch in

das Projekt einsteigen möchten, wenden

sich bitte an Corinna Schmidt

(05531/70-4531), Antje Geissler

(05531/7051) oder Manuela Dittrich

(05531/126252). Weitere Informationen

zu diesem Projekt finden Interessierte

auch unter www.hawk-hhg.de/perspektivement.

Die Lesermeinung im TAH vom 25. Januar 2013

Das Bauschul-Wunder!

Dank und Anerkennung gilt Professor

Dr. Rainer Vahland für den Erhalt der

Fachhochschule. Seit circa 20 Jahren

„kämpfte“ Vahland für den Erhalt der

Hochschule in Holzminden. Seine Energie

und Durchhaltekraft haben zur

Umstrukturierung und damit zum Erhalt

geführt.

Es ist nun nicht mehr Holzmindens „alte

Bauschule“ mit seinen Bauräten, die

weit über die Region hinaus einen sehr

guten Ruf genoss: und auch wir alten

Architekten und Bauingenieure denken

oft mit Wehmut an die „guten alten Zeiten“.

Doch was wäre Holzminden ohne

seine Hochschule?

Vahland, seine Mitarbeiter und Unterstützer

haben ein Wunder vollbracht:

Den Erhalt der HAWK in Holzminden.

Friedrich Ludwig Haarmann, der 1831

die „Baugewerkschule“ gegründet hatte,

würde mit Nachdruck sagen: Wenn

einer meinen Preis, den „Haarmann-

Preis der Stadt Holzminden“ verdient

hätte, dann Professor Dr. Rainer Vahland!

Professor Dieter Strümpel

Holzminden

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 24. Januar 2013:

Keine Angst vor Rückschlägen und vor der

Roten Karte

Letzter Arbeitsstag von Dekan Professor Dr. Rainer Vahland / Neuer

Fakultätsrat HAWK Holzminden tritt zusammen

Holzminden(fhm). Es war die letzte Sitzung

des Fakultätsrates, die Professor

Dr. Rainer Vahland als Dekan noch leiten

durfte. Denn gestern erlebte Dekan

Vahland seinen letzten Arbeitstag an der

Standortfakultät Holzminden. Nachdem

der Wissenschaftler die Sitzung eröffnet

hatte, dankte Professor Dr. Roland

Bader im Namen aller Studierenden,

Lehrenden und Mitarbeiter Vahland für

seine herausragende Arbeit.

Bader erinnerte sich an das Jahr 2003,

als er nach Holzminden kam und mit

Rainer Vahland einen engagierten und

einsatzfreudigen Kollegen kennenlernte.

Es seien schwierige Zeiten, die Rainer

Vahland als Professor der Hochschule

und Dekan erlebt habe. Zweimal

sei der Standort Holzminden von

Schließung bedroht gewesen, und es

gab keine Zukunftsaussichten. Heute

gebe es hier an der neuen Standortfakultät

Management, Soziale Arbeit und

Bauen über 1.000 Studenten und acht

Studiengänge.

„Es ist Ihr Verdienst, dass es heute in

Holzminden eine moderne Hochschule

gibt.“ Es sei eine undankbare Rolle, die

Vahland in den vergangenen Jahren

einnehmen musste. Oftmals sei er

angefeindet worden. Weil er aber persönlich

integer, kontinuierlich und mit

Einsatz gearbeitet habe, den Mut zur

Veränderung hatte und allen mit Res-

Letzter Arbeitstag des bisherigen Dekanats (von links) Dr. Olaf Peterschröder, Professor Dr.

Wilfried Ohm, Professor Dr. Rainer Vahland, Professor Dr. Jan Henrik Oehlmann, Professor Dr.

Dieter Grommas und Professorin Dr. Ina Hermann-Stietz

Foto:fhm

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Der neue Dekan ist gewählt: Oehlmann folgt Vahland

pekt begegnet sei, habe er Erfolg

gehabt. Außerdem habe der Dekan niemals

Angst vor Rückschlägen gehabt.

„Und auch nicht vor einer Roten Karte,

wenn die Grätsche das letzte Mittel war.“

Prodekan Professor Dr. Jan Henrik

Oehlmann lobte die Arbeit des gesamten

bisherigen Dekanats. Vahland habe

den Standort geformt. Professor Dr. Dieter

Grommas als Studiendekan Management,

Professorin Dr. Leonie Wagner

und Professorin Dr. Ina Hermann-Stietz

als Studiendekane Soziale Arbeit und

Professor Dr. Wilfried Ohm als Studiendekan

Bauen hätten sich vorbildlich für

den Studienstandort Holzminden eingesetzt.

Auch für Geschäftsführer Dr. Olaf

Peterschröder hatte Oehlmann lobende

Worte.

Rainer Vahland nutzte die unerwarteten

Lobesreden, um sich für das gute und

engagierte Miteinander im Dekanat und

der Fakultät zu bedanken. Er erinnerte

sich an die Krisenzeiten vor acht Jahren.

Damals habe er mit Jan Henrik Oehlmann

und Matthias Weppler zusammen

gesessen und überlegt, was man

machen könne, um die Hochschule in

Holzminden zu halten. „Stark kann uns

nur die Gemeinschaft machen. „Deshalb

habe man gemeinsam das Konzept

Standortfakultät entworfen und die

Bereiche Management, Soziale Arbeit

und Bauen zusammengeführt. „Eine

Fakultät müssen wir werden“, sei das

Ziel gewesen. Er wünsche sich, dass

auch die neue Führung des Dekanats

diese Arbeit und diese Ziele weiter verfolge.

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 8. Februar 2013:

Planen, Bauen, Betreiben: Ingenieure

gefragt wie nie!

Neu aufgestelle Baustudiengänge an der HAWK Holzminden bieten

durch erhöhte Praxisanteile hohe Berufsqualifizierung

Holzminden (r). Gut ausgebildete Ingenieure

und Ingenierinnen werden in der

Bauwirtschaft dringend gesucht. Die

Fakultät Management, Soziale Arbeit,

Bauen der Hochschule HAWK am Standort

Holzminden hat ihre Baustudiengänge

neu aufgestellt, aktualisiert

und noch praxisorientierter ausgerichet.

Die drei Bachelor-Studiengänge „Baumanagement“,

„Wirtschaftsingenieur/-

in“ und „Green Building“ wurden um ein

Praxissemester auf sieben Semester

erweitert und durch viele Praxisanteile

ergänzt. Der Studiengang „Wirtschaftsingenieur/in“

bietet zukünftig drei

Studienrichtungen an. Die Berücksichtigung

der aktuellen Anforderung des

Marktes bietet den zukünftigen Ingenieurinnen

und Ingenieuren eine sicherere

Berufsperspektive. Alle Studiengänge

können auch als „Studium im Praxisverbund“

(StiP) absolviert werden.

Neu aufgestellte Baustudiengänge am HAWK-Standort Holzminden leisten einen Beitrag

gegen den Ingenieurmangel.

Foto. HAWK

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RUND UM DIE FH - MANAGEMENT & BAUEN

„Das Planen, Bauen oder langfristige

Betreiben von Bauwerken und Anlagen

ist sehr komplex geworden und bewegt

sich im Spannungsfeld modernster

Ingenieurtechnik, Betriebswirtschaft,

Recht und Managementaufgaben“, so

Prof. Dr.-Ing. Rainer Vahland, scheidender

Dekan der Fakultät. Deshalb bietet

die Fakultät drei differenzierte Bachelor-

Studiengänge an, die sich durch ihren

hohen Praxisbezug auszeichnen und

zugleich interdisziplinär ineinandergreifen.

Der Studiengang „Wirtschaftsingenieur/in“

qualifiziert die Studierenden

zum Betreiben von komplexen Gebäuden

und Anlagen. Im Zuge der Neuakkreditierung

bietet der Studiengang ab

sofort die drei Studienrichtungen „Bauen“,

„Infrastruktur“ und „Gebäude, Energie,

Umwelt“ an. Durch diese Spezialisierungen

vertiefen die Studierenden ihr

Fachwissen deutlich und steigern damit

ihre Berufschancen erheblich. Im Studium

„Baumanagement - Hochbau oder

Ingenieurbau“ verbindet die Studienrichtung

„Hochbau“ Fächer der Architektur

und die Studienrichtung „Ingenieurbau“

Fächer des Bauingenieurwesens

mit bauspezifischen Managementfächern.

Hierdurch wird nicht nur eine

interessante Alternative zu den traditionellen

Bau-Studiengängen geboten,

sondern darüber hinaus den heutigen

Anforderungen der Bauwirtschaft an

junge Ingenieurinnen und Ingenieure in

besonderer Weise Rechnung getragen.

Der Abschluss dieses Studiengangs

berechtigt zur Beantragung der Bauvorlageberechtigung.

Im Studiengang „Green Building

Gebäudetechnik – Energieeffizienz –

Mensch umd Umwelt“ sind Energieeffizienz

und Nachhaltigkeit Hauptthemen.

Die Studierenden lernen Gebäude zu

schaffen, bei denen Gebäudetechnik

und Gebäude so aufeinander abgestimmt

sind, dass der Energieverbrauch

minimiert, Ressourcen schonend eingesetzt,

Lebenszykluskosten reduziert

werden und die Nutzer sich wohlfühlen.

Der Master-Studiengang „Energieffizientes

und nachhaltiges Bauen“ bietet

den Bachelor-Absolventen aller Holzmindener

Baustudiengänge sowie

externen Bewerbern maßgeschneiderte

Möglichkeiten der Weiterqualifizierung

durch eine ausgewogene

Mischung aus Wissenschaft und Praxisbezug

an.

Um den Praxisbezug weiter zu erhöhen,

erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern

zu ermöglichen und eine Chance

zur Finanzierung des Studiums zu eröffnen,

können alle drei genannten Bachelor-Studiengänge

als „Studium im Praxisverbund“

studiert werden. Das beinhaltet

Studieren in der Hochschule und

praktische Anwendung im Unternehmen.

Dies ist eine sehr attraktive und bei

Studierenden beliebte Alternative zum

dualen Studium. „Der Erfolg“, so der

Dekan, „gibt uns Recht: Auf Grund ihrer

Qualifizierung starten unsere Absolventen

als gefragte Ingenieurinnen und

Ingenieure in öffentlichen und privaten

Unternehmen und Büros aussichtsreiche

berufliche Karrieren, und wir leisten

zugleich einen Beitrag gegen den Ingenieur-Fachkräftemangel.“

Mehr Informationen zu den Studienangeboten

gibt es im Internet unter hawkhhg.de/Holzminden.

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RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 7. Januar 2013:

Neue Forschungen zum Aufwachsen in einer

Pflegefamilie

Ringvorlesung an der Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen

lädt zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ein

Holzminden (r). Spezifische Entwicklungsaufgaben

von Pflegekindern,

damit verbundene Herausforderungen

sowie die fachliche Begleitung standen

im Mittelpunkt der an der Fakultät Management,

Soziale Arbeit, Bauen der

HAWK in Holzminden durchgeführten

Ringvorlesung zu Hilfen zur Erziehung

in Vollzeitpflege. Diese wird zurzeit vom

Niedersächsischen Landesamt für

Soziales, Jugend und Familie sowie der

Universität Hildesheim an mehreren

niedersächsischen Hochschulen mit

verschiedenen Themenschwerpunkten

durchgeführt.

Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es,

anlässlich kontinuierlich steigender

Fallzahlen, der Entwicklung der Fachpraxis

mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Knapp 50 Teilnehmende, darunter

Vertreter der Fachpraxis, Pflegeeltern,

Lehrende und Studierende aus Holzminden

und der umliegenden Region,

folgten der Einladung in die Räume der

Fakltät Management, Soziale Arbeit,

Die Ringvorlesung zog Fachpublikum aus der Wissenschaft und der alltäglichen Praxis an.

Foto: TAH

30


RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

Bauen, die sich von Seiten der HAWK

an der Ringvorlesung beteiligt (Organisation

liegt bei Swantje Penke).

Studiendekanin Professorin Dr. Leonie

Wagner (Soziale Arbeit) bedankte sich

in ihrer Begrüßung für das Engagement

der Initiatoren, diesem bisher eher vernachlässigten

Thema in den Hilfen zur

Erziehung zu einer breiten Fachöffentlichkeit

– und dies niedersachsenweit –

zu verhelfen. Annette Kleine-Gödde,

Landkreis Hameln-Pyrmont, gab einen

Überblick über regionale Vorgehensweisen

und betonte die Bedeutung einer

guten Beziehung zwischen Mitarbeitenden

des Jugendamtes und den Pflegefamilien

sowie die Notwendigkeit entsprechend

gestalteter Schulungsseminare.

Es folgte ein Überblick über die vom

Land entwickelten „niedersächsischen

Empfehlungen zur Vollzeitpflege“, die

unter anderem das Ziel verfolgen, eine

„zukunftsfeste“ Vollzeitpflege zu schaffen,

vorgetragen durch Joachim Glaum.

Erfreulich sei, dass 84 Prozent der

Jugendämter die Empfehlungen als

Unterstützung ihres Arbeitsprozesses

erleben. Nach diesen auf Niedersachsen

bezogenen Einführungen lud Anke

Kuhls (Universität Hildesheim) die aus

St. Gallen angereiste Gastreferentin Dr.

Yvonne Gassmann ein, von ihrer

umfangreichen empirischen Forschung

zum Aufwachsen von Kindern in Pflegefamilien

in der Schweiz zu berichten.

Anhand vier zentraler Thesen stellte Dr.

Gassmann eindrücklich dar, dass gute

Bedingungen für die Entwicklung von

Pflegekindern dann vorliegen, wenn

Umplatzierungen möglichst vermieden

werden, bei möglicher Rückkehroption

in die Herkunftsfamilie entsprechende

Arrangements in den Pflegefamilien

eingeplant werden und zudem die

Zufriedenheit der Pflegekinder mit ihrer

Lebenssituation als Pflegekind gefördert

werde.

Voraussetzung von Seiten der Fachkräfte

sei die Würdigung von Vielfalt und

eine prozessorientierte Begleitung der

Pflegefamilien. In der sich anschließenden

Diskussion äußerten viele Fachkräfte

ihre Übereinstimmung mit den

vorgetragenen Thesen, die auch Erfahrungen

der Praxis bestätigten. Als

besonderer Impuls wurden die referierten

Erfahrungen mit Wochenpflegen

aufgegriffen, die, so dies im Hilfeprozess

eine eingeschätzte Option sei, zur

möglichen Reintegration des Kindes

beitragen. Nach anregenden drei Stunden

bedankte sich Professorin Dr. Stefanie

Debiel (HAWK) bei allen Beteiligten

für die engagierte Veranstaltung.

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RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 19. Januar 2013:

Jugendarrest: „Zwei Minuten kommen dir

vor wie 20“

HAWK-Studierende der Sozialen Arbeit arbeiten mit Jugendgericht

und Jugendarrestanstalt zusammen

Holzminden (pd). Neue Wege gehen,

wenn es um Jugendliche geht, die mit

dem Gesetz in Konflikt geraten sind

oder nicht zur Schule gehen wollen und

dafür am Ende mit Jugendarrest bestraft

werden. Alle zuständigen Vertreter von

Behörden und Institutionen unterstützen

diesen Gedanken, die HAWK am

Standort Holzminden probt das jetzt

ganz konkret mit ihren Studierenden. Im

Rahmen eines Projektes, das Professorin

Maike Schmieta mit Studierenden

des vierten Semesters Soziale Arbeit

durchführte, wurde erstmals eine

Zusammenarbeit von Hochschule,

Jugendgericht, Jugendgerichtshilfe und

der Jugendarrestanstalt in Göttingen

versucht. Mit solchem Erfolg, dass im

nächsten Semester weitergemacht werden

soll.

Neben der theoretischen Vorbereitung

im Seminar mit eigenen Referaten

besuchten die Studenten im April zum

ersten Mal die Göttinger JAA, fuhren

zum Jugendgerichtstag nach Hannover

oder übten sich in erster Öffentlichkeitsarbeit

bei den ‚Feierlichkeiten zum 30-

jährigen Jubiläum des offenen Vollzugs

Professorin Maike Schmieta (links) und ihre Studierenden wollen am Projekt und ihrem Kommunikationsangebot

festhalten.

Foto: pd

32


RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

Darüber hinaus nahmen die fünf beteiligten

Studenten des Seminars an

Jugendgerichtsverhandlungen teil und

konnten sich so ein Bild darüber

machen, wie Ablauf und Stimmung

dabei sind. „Der Jugendarrest ist wirklich

das allerletzte Mittel für uns, wenn

nichts anderes mehr geht“, sagt Jugendrichter

Jörg Mertens, der das HAWK-

Projekt genau wie Lilli Gutknecht von

der Jugendgerichtshilfe voll unterstützt

und sich eine Fortsetzung des Ganzen

auch im nächsten Semester wünscht.

20 Plätze stehen der Jugendarrestanstalt

Göttingen, einer von insgesamt

sechs solcher niedersächsischen Anstalten,

zur Verfügung, zwölf davon für

Jungen, acht für Mädchen. Auch wenn

der durchschnittliche Aufenthalt zehn

Tage dauert, sitzen aber in Göttingen im

Moment ein Drittel mehr Jugendliche im

Alter zwischen 16 bis 20 Jahre ein. Der

Jugendarrest ist dabei keine Haft in herkömmlichem

Sinne. Er ist eine Art Vorstufe

zur Jugendstrafe, das härteste

Erziehungsmittel, hauptsächlich angewendet,

wenn es Ordnungswidrigkeiten

oder kleinere Verstöße gibt. Das Spektrum

reicht da von Schulverweigerung,

ein Problem, das nach Einschätzung

von Jugendrichter Jörg Mertens besonders

im Landkreis Holzminden überproportional

hoch ist, bis zu Diebstahls-,

Drogen- oder Gewaltdelikten.

In dem von Schmieta geleiteten Seminar

sollten die Teilnehmer nicht nur zur

Entlastung der Jugendgerichtshilfe in

verschiedenen Bildungsmodulen soziale

Lerninhalte in der Arrestanstalt vermitteln,

sondern auch die entsprechenden

Fähigkeiten dazu entwickeln, mit

inhaftierten und ehemals inhaftierten

Jugendlichen Kontakt aufzunehmen,

eine Art Patenschaft zu übernehmen.

Keine leichte Aufgabe, denn die betroffenen

Jugendlichen müssen überhaupt

erst einmal von der Sinnhaftigkeit solch

eines Kommunikationsangebots überzeugt

werden. „In seinem Erleben fühlt

sich der Jugendliche einer geschlossenen

Front gegenüber“, analysiert Siegfried

Löprik von der JAA Göttingen die

Situation. „Wenn wir das ein wenig aufbrechen

können, indem wir jemanden

daneben stellen, der immer wieder das

Gespräch sucht und zur Verfügung

steht, dann haben wir etwas gewonnen.“

Die Jugendarrestanstalt in Göttingen. Hierhin knüpften

die Studierenden Kontakte. Foto: TAH

Dennoch klappte das auch

bei den sehr bemühten

HAWK-Studenten nicht auf

Anhieb. Die Kontaktaufnahme

sei häufig schwierig

gewesen, berichteten die

Studierenden übereinstimmend,

häufig sei das Handy

der ehemaligen Arrestanten

einfach ausgeschaltet gewesen.

Auch ein gelungener

Erstkontakt bedeutet noch

keine erfolgreiche Beziehungsaufnahme.„Das

Entscheidende

ist, dass die Che-

33


RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

mie stimmt“, stellt Christel Waßmann,

Leiterin der JAA, fest. Und auch Professorin

Maike Schmieta steckt die Ziele

nicht unüberwindbar hoch. „Man kann

da nur ein offenes Angebot machen,

aber letztendlich entscheidet der Arrestant

selbst.“

In dem einen oder anderen Fall konnten

die Studenten dann aber doch das Vertrauen

der Jugendlichen gewinnen.

Wohl auch, weil sie sich der Prozedur

eines beginnenden Jugendarrestes vorher

einmal selbst unterzogen hatten.

„Um uns den Betroffenen näher zu

fühlen, haben wir eine Aufnahme mitgemacht“,

erklärt Janina Peters und

beschreibt das Gefühl, in einem kleinen,

kahlen Raum seiner persönlichen Habe

entledigt zu werden, als demütigend.

„Wir sind froh, dass wir da niemals

tatsächlich eingewiesen worden sind“,

sagt die Sozialpädagogik-Studenten,

und ihre Kommilitonin Mougeda Zafar

ergänzt: „Zwei Minuten kommen dir vor

wie 20…“ Es sei ein Gefühl des völligen

Ausgeliefertseins, meint auch Nicolas

Braun.

Der Wunsch, das nie wieder erleben zu

müssen, sei bei den Jugendlichen bei

der Entlassung noch übergroß, weiß

Christel Waßmann. Aber diese Überzeugung

halte häufig nicht lange vor.

Das Projekt mit den Studenten habe

allerdings schon positive Erfolge

gezeigt, resümiert Richter Mertens,

gerade auch im Hinblick auf das Problem

der Schulverweigerer. „Ich habe

die Erfahrung gemacht, dass da, wo die

Studenten dran waren, stärker darüber

nachgedacht wird, wieder zur Schule zu

gehen…“

34


RUND UM DIE FH - SOZIALE ARBEIT

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 13.Februar 2013:

„Soziale Arbeit in ländlichen Räumen“

Professoren der HAWK-Fakultät M veröffentlichen Sammelband

Holzminden (r). Eine Guppe Lehrender

des Studienbereichs Soziale Arbeit an

der HAWK in Holzminden, bestehend

aus Stefanie Debiel, Alexandra Engel,

Ina Hermann-Stietz, Gerhard Litges,

Swantje Penke und Leonie Wagner, hat

ein Buch mit dem Titel „Soziale Arbeit in

ländlichen Räumen“ herausgegeben.

Der Band ist beim Verlag für Sozialwissenschaften

VS/Springer Fachmedien

erschienen und versammelt eine Reihe

von Beiträgen, die aus verschiedenen

Perspektiven die (strukturellen) Besonderheiten

in den Blick nehmen, die sich

für Soziale Arbeit aus der ländlichen

(Rand-)Lage ergeben.

Anliegen dieses Bandes. Hierbei wird

keine Vollständigkeit angestrebt, durchaus

jedoch der Anspruch erhoben, aktuelle

Erkenntnisse für Disziplin und Praxis

auf Grundlage des Forschungsstandes

möglichst umfassend abzubilden.

Das Buch „Soziale Arbeit in ländlichen

Räumen“, ISBN 978-3-531-17936-0, ist

über den Buchhandel zu beziehen.

Idee und Anliegen des Herausgeberteams

ist es, erstmalig für Deutschland

Grundlegungen vorzunehmen und

zugleich Zugänge zur sozialen Praxis in

ländlichen Räumen zu ermöglichen.

Angesprochen werden sowohl Vertreter

aus Disziplin und Profession als auch

Multiplikatoren aus angrenzenden interdisziplinären

sowie gesellschaftlichen

Kontexten.

Ausgangspunkt der Überlegungen zu

diesem Sammelband war, dass Soziale

Arbeit auf dem Land häufig nur in Bezug

auf städtische Zusammenhänge verstanden

wird und damit zum „Abziehbild“

städtischer Entwicklungen wird.

Ensprechende Enwicklungslinien nachzuzeichnen

und zugleich Eigendynamiken,

Besonderheiten sowie auch

Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, ist das

35


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 20. Dezember 2012:

Forscher, Unternehmer, Pionier

der Riechstoffe

„Wilhelm Haarmann auf den Spuren der Vanille“ im Holzmindener

Verlag Mitzkat erschienen

Holminden (r). Im Holzmindener Verlag

Jörg Mitzkat ist kurz vor Weihnachten

das Buch „Wilhelm Haarmann auf den

Spuren der Vanille - Forster, Unternehmer

und Pionier der Riechstoffe“ erschienen.

Der Autor Björn Kuhse verknüpft

in seinem Buch Biografie und

Wirkungsgeschichte des Riechstoff-

Unternehmers.

Der aromatische Duft der Vanille war

den Europäern unbekannt, sie lernten

das Gewürz erst vor 500 Jahren durch

Wilhelm Haarmann (1917) rief 20 Stiftungen

ins Leben.

Foto: Archiv

die Spanier kennen, die es aus Mexiko

mitbrachten. Es war ein bahnbrechender

Erfolg für die Wissenschaft, dass es

im 19. Jahrhundert dem Chemiker Wilhelm

Haarmann aus Holzminden

zusammen mit Ferdinand Tiemann

gelang, die Strukturformel des Naturstoffes

Vanillin aufzuklären und die chemische

Synthese ausgehend vom Fichtensaft

zu entdecken. Somit konnten

Duft und Geschmack des Vanillins die

Backstuben und Küchen Europas

erobern.

Die erste Riechstoff-Fabrik der Welt entstand

1874 in Holzminden. Die Stadt

schmückt sich heute mit dem Zusatz

„Stadt der Düfte und Aromen“. Aber auch

die Geschichte Höxters auf der westfälischen

Weserseite ist eng mit dem

Namen Wilhelm Haarmanns verbunden,

der 1891 in eine repräsentative Villa

nach Höxter zog. Das Höxteraner

Krankenhaus, das Petristift und das

Aarienstift sowie das Gymnasium in

Höxter - alle diese Einrichtungen wurden

durch Stiftungen Wilhelm Haarmanns

ins Leben gerufen.

Dem Autor Björn Kuhse gelingt es, die

Beschreibung des Menschen Wilhelm

Haarmann mit der Erläuterung seiner

weitreichenden chemischen Erfindung

und seines unternehmerischen Handelns

zu verknüpfen. So zeichnet das

Buch nicht nur das Bild eines Chemikers,

36


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

sondern einer Unternehmerpersönlichkeit,

wie sie in der Zeit des deutschen

Kaiserreiches denkbar war.

So darf man sich bei

der Lektüre beispielsweise

vergegenwärtigen,

dass

Wilhelm Haarmann

täglich zwei Stunden

in der Pferdekutsche

saß, um

zwischen seinem

Wohnort Höxter und

der Fabrik in Holzminden

zu pendeln.

Die Drucklegung

des Buches erfolgte mit Unterstützung

von Horst-Otto Gerberding und der Firma

Symrise. Das Buch (ISBN 978-3-

940751-57-7) hat 98 Seiten und ist im

Verlag Jörg Mitzkat erschienen. Es ist

beim Verlag, im regionalen Buchhandel

und beim Täglichen

Anzeiger

erhältlich.

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37


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 24. Dezember 2012:

„Neue“ Grüße aus Alt Holzminden

und Altendorf

Kartensammler Hartwig Drope präsentiert weitere historische

Schätzchen aus seiner Sammlung

Holzminden (r/spe). Vor

einem Jahr hat Hartwig Drope

unter dem Titel „Grüße

aus demLandkreis Holzminden

vier Bildbände mit

Ansichtskarten aus der Zeit

von 1890 bis 1910 veröffentlicht.

Die Bücher enthalten

ausschließlich handwerklich

sehr aufwändige Steindrucke.

Einige sehr interssante

Ansichtskarten sind

von Hartwig Drope aus Holzminden

nicht in die Bildbände

aufgenomen worden. Sie

werden jetzt vom TAH vorgestellt.

Aus dem Jahr 1894 stammt

seine sogenannte „Vorläufer-Lithographie“.

Sie zeigt

die Gaststätte „Bornemann’s

Garten“ in Holminden. Diese

Gastronomie befand sich auf

einem großen Grundstück

zwischen der Böntalstraße

und der Bürgermeister-

Schrader-Straße. Heute ist

dieses Grundstück mit dem

Gesundheitsamt, dem Kindergarten

und dem Parkplatz

der Kreisverwaltung bebaut.

Ein Steinduck von R. Poock vermittelt

eine Ansicht aus Altendorf. Zu sehen ist

die fahnengeschmückte Altendorfer

Idyllisch: Bornemann’s Garten an der Böntalstraße

(1894)

Schule, daneben ein Teil der St.-Pauli-

Kirche.Es fällt auf, dass sich der Kirchturm

als Dachreiter auf dem hinteren Teil

38


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

Diese Karte stammt von 1904. Sie zeigt die Altendorfer Schule und die Paulikirche mit Turm

des Gebäudes befindet - ein großer

Unterschied zur heutigen Gestalt der

St.-Pauli-Kirche in Altendorf.

Alle Drope-Bücher sind in den Buchhandlungen

und beim Colordruck-Verlag

weiterhin erhältlich.

39


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

Der Tägliche Anzeiger Holzminden berichtete am 1. Dezember 2012:

Skelette in der Klosterkirche

und Öllampen aus Glas

Neue Forschungen zum Kloster Corvey / Werk über die

archäologischen Ausgrabungen der vergangenen 50 Jahre

VON FRANK MÜNTEFERING

Die Skelette stammen aus dem 9. Jahrhundert.

Fotos:TAH(LWL

„Wir wollten ein möglichst vollständiges

Bild zeichnen“, sagen die Autoren des

neuesten Forschungsbandes über das

Kloster Corvey. Es ist ein umfassendes

und detailliertes Bild geworden, das jetzt

auf insgesamt 750 Seiten und 19 Beilagen

veröffentlicht wurde. Das Werk „Die

Klosterkirche Corvey – Geschichte und

Archäologie“ ist wissenschaftlich, sehr

detailliert und (dennoch) spannend.

Denn die fast 1.200-jährige Geschichte

des ehemaligen Reichsklosters bietet

immer wieder neue, faszinierende

Details und Geschichten.

In den 50er Jahren des vergangenen

Jahrhunderts wurden erstmals intensive

archäologische Ausgrabungen in

und an der Klosterkirche Corvey durchgeführt.

Weitere Grabungen folgten in

den 70er und 90er Jahren, zuletzt zu

Beginn des 21. Jahrhunderts. Diese

archäologischen Forschungen darzustellen,

auszuwerten und daraus Rückschlüsse

zur Corveyer

Geschichte zu ziehen, war

schon seit Jahren ein festes

Vorhaben des Landschaftsverbandes

Westfalen-Lippe

und seines bedeutenden

Forschers Professor Dr. Uwe

Lobbedey. Der Chefarchäologe

des Landschaftsverbandes

aus Münster forschte

bis zu seiner Pensionierung

2002 engagiert in Corvey

und wollte ursprünglich das

Projekt danach abschließen.

2008 übernahmen Sveva

Gai, Karl Heinrich Krüger

und Bernd Thier gemeinsam

die Umsetzung dieses Vorhabens,

das jetzt im Verlag

Philipp von Zabern in Darmstadt

als Veröffentlichung in

der Reihe „Denkmalpflege

40


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUN G

und Forschung in Westfalen“

realisiert wurde. Das Ergebnis

ist erstaunlich. Nicht nur

die Grabungen in Corvey, die

gesamte Geschichte und der

aktuelle Forschungsstand

werden in diesem Buch

umfassend und sehr ausführlich

dargestellt. Karl

Heinrich Krüger dokumentiert

die Geschichte des Klosters

Corvey von der Gründung

des Vorgängers Hethis

im Jahr 816 bis zur Aufhebung

des Klosters durch den

Reichsdeputationshauptbeschluss

im Jahr 1803. Die

archäologischen Grabungen

selbst werden von Sveva Gai

mit vielen Bildern und Skizzen

dargestellt. Bernd Thier analysiert

und bewertet das Fundmaterial der

archäologischen Grabungen der letzten

fünf Jahrzehnte. Ariane Kempkes oblag

für das Buch die anthropologische Auswertung

der Skelettfunde in der Klosterkirche.

Das letzte Kapitel bildet eine Darstellung

von Kirche und Klosteranlage um

Spiegel der archäologischen Untersuchungen.

Autorin dieses Kapitels ist

wiederum Sveva Gai. Ein reichhaltiges

Quellen- und Literaturverzeichnis sowie

eine Zusammenfassung in vier Sprachen

beschließen das Werk. Auf den 19

Beilagen werden Grabungspläne, Profile,

Grundrissskizzen, Rekonstruktionen

und 3D-Darstellungen des Kirchen-

Chores abgebildet.

Corvey war die erste bedeutende Abtei

auf sächsischem Gebiet. Nach seiner

Gründung 822 bei Höxter entwickelte es

sich schnell zu einer Hochburg des Christentums

und zu einem wichtigen

Diese Visualisierung zeigt, wie das Koster Corvey vor

1.000 Jahren ausgesehen haben könnte. Der Bau vor

dem Westwerk ist das Atrium

Kunst- und Kulturzentrum nördlich der

Alpen. Zudem war es häufiger Aufenthaltsort

zahlreicher Kaiser und Könige

im Früh- und Hochmittelalter. Das Westwerk

ist das einzige seiner Art aus der

Karolingerzeit und heute Hauptmerkmal

für den Weltkulturerbe-Antrag. Bei der

Analyse der vorhandenen Literatur und

der Darstellung der Corveyer Geschichte

machen die Autoren des Buches

schnell deutlich, dass die karolingischottonische

Frühgeschichte des Klosters

schon gut dokumentiert ist. Insgesamt

acht verschiedene Bauphasen gab es in

der Geschichte des Klosters, wodurch

sich das Aussehen der Reichsabtei

immer wieder veränderte. Nach der

Gründung des Klosters 822 und nach

der Weihe der Stephanskirche im Jahr

844 wurde 873 mit der Errichtung des

Westwerks und weiterer Anbauten an

der Klosterkirche begonnen. 1148/49

gab es umfangreiche Bauarbeiten, als

zur Zeit des Abtes Wibald von Stablo das

Westwerk seine heutige Gestalt mit zwei

41


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

Türmen erhielt. Durch die Auswertung

der archäologischen Grabungen werden

aber auch Katastrophen wie Überschwemmungen

und Brände nachgewiesen.

Nachdem das Kloster in der Zeit

der Salier und zu Beginn der Stauferzeit

nochmals eine Blüte erlebte, sank im 14.

und 15. Jahrhundert seine Bedeutung

stark herab. 1616 und 1624 wurde

schließlich das Atrium vor dem Westwerk

abgerissen. Und nach der Verwüstung

durch den 30-jährigen Krieg musste

schließlich 1665 die gesamte Klosteranlage

bis auf das Westwerk abgerissen

werden. 1667 bis 1674 entstand

der barocke Neubau, der bis heute

steht. Die Forscher berichten auch von

Einrichtungs- und Ausstattungsgegenständen,

die bei Grabungen zu Tage traten

oder die in den mittelalterlichen

Quellen genannt werden. So wurden

836 schon gläserne Öllampen benutzt –

für die damalige Zeit ein echter Luxus –

und für das Jahr 1000 sind sechs

beschriftete Bronzesäulen in der Klosterkirche

bezeugt. Als 1102 ein Brand

im Kloster wütete, zählten die Mönche

die zerstörten Gegenstände und Ausstattungen

auf. Darunter waren viele

Sakralgegenstände aus Gold und Silber,

die auf eine gut bestallte und sehr

wichtige Kirche und Abtei deuten. Auch

die Reparatur von Wandteppichen im

Jahr 1299 zeigt klar, dass das Kloster

Corvey zu den finanziell und materiell

starken Einrichtungen im damaligen

Heiligen Römischen Reich gehörte.

Die einzelnen Bauphasen werden kundig

dargestellt und durch die Ausgrabungen

und Forschungsergebnisse

dezidiert dargestellt. Am Anfang war die

Klosterkirche eine dreischiffige Basilika

mit schmalen Seitenschiffen. Im Jahr

870 wurde mit dem Bau eines neuen

Chores und einer kreuzförmigen Scheitelkapelle

begonnen. Kurz danach

begann die Errichtung des Westwerkes,

dem ein Atrium angegliedert wurde.

Allein während der Karolingerzeit gab

es schon drei Bauphasen der Kirche, die

dadurch innerhalb kürzester Zeit groß

und eindrucksvoll wurde. Das Westwerk

als repräsentativer Bau unterstützte die

Bedeutung der Kirche. Es diente besonders

den Kaisern und Königen als Aufenthaltsort

beim Besuch des Klosters

Corvey. Erster in der langen Reihe der

Majestäten in Corvey war übrigens Kaiser

Arnulf von Kärnten, der vorletzte ostfränkische

Herrscher aus dem

Geschlecht der Karolinger. Auch Konrad

I., der erste ostfränkische König, der

nicht dem Geschlecht Karl des Großen

entsprang und heute als erster „deutscher

König“ gezählt wird, war kurz nach

seiner Krönung zu Besuch in Corvey.

Eine faszinierende Darstellung in dem

3,5 Kilogramm schweren Buch ist die

Untersuchung der in der Klosterkirche

aufgefundenen Skelette. Neben den

Überresten von Mönchen, die dort beigesetzt

wurden, fanden die Forscher

auch die Knochen von Frauen und Kindern.

Die Untersuchungen ergaben,

dass sie zur Zeit der Gründung im 9.

Jahrhundert verstorben sind und wahrscheinlich

der damaligen Oberschicht

angehörten. Denn bei ihnen wurden

Schmuckfibeln aus Nordfrankreich oder

Armreifen aus England gefunden. Dinge,

die sich einfache Bauern oder Handwerker

nicht leisten konnten. Und die

Menschen aus dem einfachen Volk wurden

auch nicht im heiligsten Bereich

einer Kirche beigesetzt, in der Nähe des

Altars.

Das Buch „Die Klosterkirche Corvey –

Geschichte und Archäologie“ (ISBN

42


NEUES AUS HOLZMINDEN UND UMGEBUNG

978-3-8053-4546-0) ist eine gewichtige,

lehrreiche, sehr akribische, aber lesenswerte

Darstellung der Corveyer

Geschichte, eigentlich ein Lehrbuch der

mittelalterlichen Geschichte. Am Ende

der Lektüre bleiben drei Erkenntnisse –

neben dem Gewinn an Wissen. Corvey

ist nicht nur das Westwerk, Corvey hat

viel mehr zu bieten und eine extrem

spannende Geschichte. Dieses Buch

legt zurecht eine neue Aufmerksamkeit

auf die späteren Phasen der Geschichte.

Corvey ist weiterhin eine der wichtigsten

geschichtlichen Einrichtungen

Deutschlands und wird in seiner Bedeutung

in den vergangenen Jahrhunderten

gerne unterschätzt. Das Buch

schafft Abhilfe. Und schließlich nennt

das Buch die offenen Fragen, die bleiben

und die nur dann beantwortet werden

können, wenn weiter geforscht wird.

Fragen nach der Civitas Corvey, nach

der Klosteranlage an sich, nach den

umliegenden Siedlungen, Propsteien,

Burgen und den Einflüssen auf die Region.

Im kommenden Jahr will der in Buch

oft zitierte Professor Dr. Hans-Georg

Stephan in Corvey graben. Vielleicht

werden dann weitere Fragen beantwortet.

Bis dahin bleibt einem die Lektüre

des „schweren“ Buches.

Zum zwölften Mal wird das Publikum drei Tage lang

in einer entspannten Atmosphäre über hundert

Künstler, Schauspieler, Musiker, Sänger, Tänzer,

Akrobaten, umsonst und draußen erleben. Bis zu

zwölf Künstlerensembles oder Einzelkünstler aus

Europa werden in über 40 einzelnen Aufführungen

die Straßen und Plätze in Holzminden zu einer einzigen

großen Theaterbühne werden lassen.

www.strassentheater-holzminden.de

43


AKTUELLES VON DER ABSOLVENTENVEREINIGUNG

Jahreshauptversammlung am 06.04.2013

im Mitteilungsblatt Nr. 195 wurde zur Jahreshauptversammlung eingeladen.

Bei dieser Einladung sind einige Fehler unterlaufen. (Kopieren/Einfügen aus der

Einladung 2010).

Es wird keine Besichtigung des umgebauten Altbaus und der Mensa, wie 2010,

geben. Das hatten wir schon.

Als Vorprogramm ist vielmehr vorgesehen, das Schloss in Bevern zu besichtigen.

Hier hat es erhebliche Baumaßnahmen gegeben, die uns der AVH-Kollege Walter

Dormann als kundiger Schlossführer nahebringen wird.

Wir treffen uns um 13.00 Uhr vor dem Schloss. Die Besichtigung dauert ca. 1 1/2

Stunden. Die Begleitpersonen werden dann zum gemeinsamen Kaffeetrinken dort

verbleiben, die Versammlungsteilnehmer wechseln nach Holzminden zur Mensa.

Wer mit Begleitperson erst zur Versammlung eintrifft, bitte beachten, dass diese in

Bevern sind.

In der Tagesordnung werden die TOP 9 Haushalt 2013 und 10 Anträge getauscht, da

Anträge, insbesondere von der HAWK, Auswirkung auf den Haushalt haben.

Der neue TOP 9 Anträge wird um den Punkt 9.1 Satzungsänderung: Antrag der OG

Holzminden auf Umbenennung in:Alumni-Verein-Holzminden e.V. der HAWK

ergänzt.

Anträge zu den Tagesordnungspunkten 7 Ehrungen und 9 Anträge erbittet der

Hauptvorstand bis zum 20. März 2013. Anträge können auch Ehrungswünsche der

OGs für verdiente Ortsgruppenmitglieder sein.

Um die Jahreshauptversammlung besser planen zu können, bittet der Vorstand um

Anmeldung der Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung und des Begleitprogramms

bis zum 01.04.2013 an den Vorsitzenden. (Anschrift siehe letzte Seite)

Der Hauptvorstand

Bernhard Scholz

Erster Vorsitzender

44


Geburtstagsliste

der AVH vom 1. April bis 30. Juni 2013

80 Jahre und älter

Fuhlrott Norbert 49525 Lengerich 28.05.1920

Heinemann Heinrich 22926 Ahrensburg 03.06.1921

Batzdorf Walter 38329 Wittmar 03.06.1925

Pfestorf Otfried 38118 Braunschweig 10.06.1926

Wagener Aloys 38124 Braunschweig 04.05.1926

Scholle Heinz 32257 Bünde 03.04.1927

Schlünz Christian 37603 Holzminden 18.04.1928

Diekmann Wilhelm 28211 Bremen 02.05.1928

Buchgeister Heribert 59457 Werl 03.04.1928

Lamprecht Kurt 38104 Braunschweig 15.05.1929

Schumann Christoph 37603 Holzminden 22.05.1929

Hellwig Albert 37154 Northeim 12.06.1930

Trübenbach Horst 37085 Göttingen 21.05.1930

Anhalt Hans-Werner 41541 Dormagen 13.05.1930

Lauter Heinrich 37603 Holzminden 03.05.1931

Düwel Richard 30880 Laatzen 21.04.1932

Hansemann Heinz 31061 Alfeld 12.06.1933

75 Jahre

Manske Horst 31787 Hameln 05.05.1938

Müller de Vries Manfred 37603 Holzminden 06.05.1938

Schuwicht Adolf 37603 Holzminden 09.05.1938

Brandt Manfred 38304 Wolfenbüttel 12.04.1938

Struck Josef 37671 Höxter 12.05.1938

70 Jahre

Fiedler Eckhard 30455 Hannover 12.04.1943

Leipold Lothar 30459 Hannover 06.04.1943

65 Jahre

Helbig Brigitte 30173Hannover 09.04.1948

60 Jahre

Hoffmann Frank 38228 Salzgitter 10.04.1953

Struckmeier Brigitte 85540 Haar 03.05.1953

50 Jahre

Georges Ulrike 44339 Dortmund 19.06.1963

Scherff Heiko 10969 Berlin 05.05.1963

45


Geburtstagsliste

der AVH vom 1. April bis 30. Juni 2013

40 Jahre

Behrens Sonja 69469 Weinheim 07.05.1973

Kling Stefan 33102 Paderborn 03.05.1973

Zaft Matthias 37547 Kreiensen 22.05.1973

Plempe Paul-Hermann 34431 Marsberg 31.05.1973

Spiegel Andre 31785 Hameln 25.05.1973

Angerstein Jochen 38154 Königslutter 14.05.1973

Hanno Gunnar 24814 Sehestedt 02.04.1973

Prior Alexander 33154 Salzkotten 25.05.1973

Asendorf-Angioi Kai 49716 Meppen 04.06.1973

Bohnsack Lars-Oliver 37079 Göttingen 30.06.1973

Dreyer Marc 12529 Schönefeld b. Berlin 05.05.1973

Nagel Oliver 37574 Einbeck 30.04.1973

30 Jahre

Bollmann Fabian 31029 Banteln 27.05.1983

Lastschrifteinzug 2013 für Einzelmitglieder

Bei der Jahreshauptversammlung am 06. April stehen auch Wahlen zum Vorstand

der AVH an. Der bisherige Schatzmeister steht für eine Wiederwahl nicht mehr zur

Verfügung. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht.

Für Einzelmitglieder, die Einzugsermächtigung erteilt haben, wird deshalb aus verwaltungstechnischen

Gründen der sonst in der ersten Maiwoche vorgenommene

Lastschrifteinzug für den Jahresbeitrag in Höhe von 18 EURO auf die erste Aprilwoche

(14. KW) vorgezogen.

Der Schatzmeistes bittet dafür um Verständnis und Beachtung des Termins.

46


Versammlungskalender

OG Bielefeld: gegr. 1927

Vors. Dipl.-Ing. Egon Sumaski

Werther Berg 6, 33824 Werther,

Telefon 0 52 03 / 13 81

Vers. Jeden 1. Dienstag im Monat um

19.00 Uhr im Restaurant „Castello“,

Gadderbaumer Str. 27,

33602 Bielefeld

OG Braunschweig: gegr. 1927

Vors. Andreas Busch

Panneweg 2

38173 Sickte

Telefon 0 53 05 / 13 25

Vers. Auf besondere Einladung mit

Angabe des Tagungslokals,

Hinweis in Braunschweiger

Zeitung „Stadtspiegel”

OG Einbeck: gegr. 1986

Vors. Baudirektor Gerald Strohmeier,

Teichenweg 59, 37574 Einbeck,

Telefon 0 55 61/ 29 02

Vers. Auf besondere Einladung

„Hotel Hasenjäger”

OG Göttingen: gegr.1951

Vors. Dipl.-Ing. Thomas Heinrich

Auf der Eisenhufe 13, 37127 Dransfeld,

Tel. 0 55 02 / 99 92 65, Fax 99 92 66

feliesheinrich@aol.com

Vers. Termine auf Anfrage

OG Hameln: gegr. 1951

Vors. Jürgen Giesecke,

Felsenkellerweg 11, 31787 Hameln

JMJGiesecke@aol.com

Vers. Jeden 2. Donnerstag im Monat

im Rattenfängerhaus

Osterstraße 28, 31785 Hameln

OG Hannover: gegr. 1983

Vors. Peter Sprenger

Frankenfeldstr. 4, 30519 Hannover,

Telefon 05 11 / 83 97 83

Vers. Jeden 3. Dienstag der ungeraden Monate

um 20.00 Uhr in

Tante Minchens Gaststätte,

Hildesheimer Str. 135, 30173 Hannover

OG Holzminden: gegr. 1926

Vors. Dipl.-Ing. Markus Wüchner

Grimmenstein 11a, 37603 Holzminden,

Telefon 0 55 31 / 58 60, Fax 1 37 94

Vers. Jeden 2. Montag im Monat um 20 Uhr

im Hotel „Buntrock”, Karlstraße

HAWK Hochschule für

Angewandte Wissenschaft und Kunst

Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/

Göttingen: gegr. 1831

Studiengänge in Holzminden,

Haarmannplatz 3, 37603 Holzminden,

Tel. 0 55 31 / 1 26-0, Fax 0 55 31 / 12 61 50

Internet-Adressen:

http://www.hawk-hhg.de/holzminden

http://www.avh-holzminden.de

e-mails ans Sekretariat:

Kohlenberg@hawk-hhg.de

Petra.Schneider@hawk-hhg.de

Vereinigung der Freunde der Studiengänge

in Holzminden (Haarmannplatz 3, 37603 HOL)

Bürgerinitiative

„Zukunft für unseren Hochschulstandort“

Postfach 12 61, 37594 Holzminden

mail@studieren-in-holzminden.de

www.studieren-in-Holzminden.de

KARTELL der Holzmindener Corporationen,

AH-Verbände: gegr. 1931

Sebastian Braak, Bremer Str. 88, 49163 Bohmte

Tel. 0 54 71 / 8 02 20 54, 01 76 / 22 02 42 89,

Sebastian.Braak@gmx.de

Freie Burschenschaft BRUNONIA

zu Holzminden: gegr. 1872

Dipl.-Ing. Hans-Heinrich Besbard,Hofetstieg 11,

31073 Delligsen, Tel. 0 51 87 / 45 93

Landsmannschaft CATONIA zu Holzminden:

gegr. 1867

Dipl.-Ing. Helmut Theissen, Architekt,

Thorner Str. 3, 37120 Bovenden,

Tel. 05 51 / 82 00 60

Burschenschaft CHERUSCIA zu Holzminden:

gegr. 1958

Martin Rode, Thiestr. 2, 37133 Friedland

Tel. 0 55 04 / 9 49 94 55

Landsmannschaft RHENO-SAXONIA

zu Holzminden, gegr. 1856

Dipl.-Ing. (FH) Carsten Sackhoff al. Rocki

Paul-Klee-Str. 13, 37867 Lauenau,

Tel. 0 50 43 / 96 11 13,

e-mail: AHP@Im-rheno-saxonia.de

Freie Burschenschaft R. C. WALDECIA

zu Holzminden, gegr. 1908

Dipl.-Ing. Renate Hamel

Talblick 1, 34479 Breuna

Landsmannschaft WESTFALIA zu Holzminden:

gegr. 1864

Dipl.-Ing. Harald Wilhelmus

Zur Höhe 34, 04463 Seifertshain

Tel. 03 42 97 / 98 73 17

h. wilhelmus@t-online.de

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Hauptvorstand der AVH (gegründet 1922)

1. Vorsitzender Bernhard Scholz, Oststraße 29, 37603 Holzminden,

Telefon (0 55 31) 29 38, scholz_bernhard@gmx.de

2. Vorsitzender Jens-Martin Wolff, Berberitzenweg 13, 37603 Holzminden

Telefon (0 55 31) 76 83, Wolff.Jens-Martin@holzminden.de

1. Schriftführerin Marlies Grebe, Unter dem Kiekenstein 20, 37603 Holzminden,

Telefon (0 55 31) 23 69, Grebe.Hol@t-online.de

2. Schriftführer Markus Wüchner, Grimmenstein 11a, 37603 Holzminden,

Telefon (0 55 31) 58 60, Fax 1 37 94,

markus@architekt-wuechner.de

1. Schatzmeister Hartmut Meyer, Schießgraben 18, 61273 Wehrheim/Ts,

Telefon (0 60 81) 5 93 39, Fax 44 79 81

avh@meyer-whm.de

2. Schatzmeister Hanno Köhler, Himbeerbusch 25, 37603 Holzminden,

Telefon (0 55 31) 1 02 93, HR.Koehler@t-online.de

Kontakt zur FH Prof. Dr. -Ing. Wilfried Ohm, Haarmannplatz 3, 37603 Holzminden

FH-Telefon (0 55 31) 12 61 64, Ohm@hawk-hhg.de

Schriftleitung Liane Lensch-Käse + Heiko Lensch,

Hafendamm 7, 37603 Holzminden

LianeKaese@gmx.de

Beisitzer Alfred Bleinagel, Im Heidekamp 15,

38112 Braunschweig, Telefon (05 31) 31 14 79

Beisitzer Dierk Mairose, Leipziger Straße 21/35, A-1200 Wien,

Telefon und Fax 00 43-1-3 34 01 60

Beisitzer Hans-Heinrich Besbard, Hofetstieg 11, 31073 Delligsen,

Tel. (0 51 87) 45 93

Kassenprüfer Eckhardt Trappe, Sonnenbrink 1, 37671 Höxter-Stahle

Telefon (0 55 31) 4759

Kassenprüfer Siegmar Klie, Papiermühle 25, 37603 Holzminden,

Telefon (0 55 31) 50 62

Ehrenmitglieder: Alfred Bleinagel aus Braunschweig, Prof. Christian Schlünz aus

Holzminden, Hans-Dieter Lips aus Hameln

Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder beträgt 18,-- Euro, zahlbar bis 1.Juli jeden Jahres

Konto des AVH-Hauptvorstandes:

Nr. 27 102 409 bei der Braunschweigischen Landessparkasse, BLZ 250 500 00.

Impressum:

Mitteilungsblatt der Absolventenvereinigung der Fachhochschule Holzminden e.V.

Herausgeber: Absolventenvereinigung der Fachhochschule in Holzminden e.V.,

Oststraße 29, 37603 Holzminden, www.avh-holzminden.de

Druck: Funtastic MEDIA GmbH & Co. KG, Auflage: 1.100

Erscheinen: vierteljährlich

Redaktionsschluss: 03.05.2013

Voraussichtliches Erscheinen der Juniausgabe in der KW 24

Bezugspreis: ist im Mitgliedsbeitrag enthalten

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