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nen dort nicht mehr gefällt oder es zu eng

wird, wandern sie auf den nächsten Kopf.

Genau, ich meine Läuse!

Nachdem uns neuerdings immer wieder

suggeriert wird, wir sollten alles, was

um uns herum passiert, positiv sehen und

immer das Beste daraus machen, sollten

wir diesem Ratschlag folgen! Wir benennen

die Läuse nicht als Volkskrankheit,

sondern ernennen sie jetzt zum Volksbegleiter

und heißen sie herzlich Willkommen.

Das Beste ist, wir gewöhnen uns

schnell an diese kleinen Mistviecher, die

man mit dem bloßen Auge kaum erkennen

kann. Selbst wenn wir sie sehen, tun wir

einfach so, als sähen wir sie nicht! Oder

wir machen es ebenso, wie es in einigen

Familien schon praktiziert wird: Wir tun

so, als gehörten sie zum Kopf unseres Kindes.

Ist ja auch viel billiger!

Die Mittelchen zur Vernichtung der

Biester sind allesamt so richtig teuer! Zu

teuer. Außerdem haben die Apotheken

abends schon geschlossen. Und in der

Nacht lässt sich so manches Problemchen

vergessen. Oder denken Sie an die viele

Wäsche, die behandelt werden muss! Die

Zeit kann man doch nun wirklich sinnvoller

nutzen. Lieber lassen wir die kleinen

Monster auf den Köpfen unserer Kinder

wohnen und saugen. Besonders freuen

wir uns natürlich, wenn wieder eine Mutter

erzählt, dass ihr Kind Läuse hat. Das

ist uneingeschränkte Elternsolidarität.

Oder stellen Sie sich folgende Szene vor.

„Was? Ihr Kind hatte noch nie Läuse? Wie

kann das denn sein? Hat Ihr Kind keine

Freunde? Heutzutage gehören Läuse in jeden

Haushalt!“

Ach, das wussten Sie noch nicht? Tja,

jetzt wissen Sie’s. Dann sehen Sie mal zu,

dass die kleinen kribbeligen Mitbewohner

bald bei Ihrem Kind einziehen.

GERAUER LAND

Das Wir-Magazin • 155 • November 2008

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