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Nachgefragt (109)

Ich wünschte, ich wäre

genauso mutig wie Büchner

Gerald Kummer ist nicht nur

Bürgermeister von Riedstadt,

sondern auch Vorsitzender des

Fördervereins Büchnerhaus.

Das Wir-Magazin hat ihn besucht

und nach Hintergründen

gefragt. Aber es ging in dem Gespräch

natürlich nicht nur um

das „Haus“, sondern vor allen

Dingen um Goddelaus berühmtesten

Sohn, den revolutionären

Dichter Georg Büchner,

mit dem sich viele Jahrzehnte

lang andere Orte – Darmstadt

vorneweg –geschmückt haben.

Zur Person

6 Das Wir-Magazin • 155 • November 2008

Herr Kummer,. warum hat es so lange

gedauert, bis man auch in seiner Heimatgemeinde

die Bedeutung Georg

Büchners erkannte?

Gerald Kummer: Voranstellen

möchte ich, dass uns der

„Schmuck“ weit weniger am

Herzen liegt, als die Idee, mit

dem Büchnerhaus insbesondere

bei jungen Menschen das Interesse

an diesem literarischen

Genie und seiner Zeit zu wecken.

Auch wenn wir gerne

den Namen „Büchnerstadt“

in unserer Außendarstellung

verwenden, geht es uns weniger

um eine profane Vermarktungsstrategie,

als vielmehr um

eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung

mit unserem

„berühmtesten Sohn der Stadt“.

Dass Büchners Bedeutung für

seine Zeit lange Zeit gering geschätzt

wurde, hat gewiss etwas

mit seinem freigeistigen, revolutionären

Denken zu tun. Davon

ist sein Geburtsort Goddelau sicher

nicht ausgenommen. Und

Gerald Kummer, Jahrgang 1958, in Crumstadt geboren, verh., zwei

Kinder, seit 1993 Bürgermeister von Riedstadt, lebt in Wolfskehlen;

seit 1995 Vorsitzender des Fördervereins Büchnerhaus. Hobbys:

Joggen, Motorrad, Lesen.

dennoch: Als sich die Chance

ergab, das private Wohnhaus in

kommunale Hände zu übernehmen,

hat mein Amtsvorgänger

schnell und richtig gehandelt

und das Grundstück gekauft.

Damit wurde die Grundlage

geschaffen, damit wir ab 1995

daran gehen konnten, das Anwesen

mit Leben zu erfüllen

und mit dem Geburtshaus als

Ausstellungsort, Museum und

Begegnungsstätte nun in Goddelau

etwas Greifbares und

Sichtbares vorzeigen zu können.

Dies hat entscheidend dazu

beigetragen, das Gedenken an

Georg Büchner lebendig zu

gestalten. Mit dem Haus, dem

Förderverein und dem Kulturprogramm

der Stadt arbeiten

wir - wie ich meine mit großem

Erfolg - daran, die Erinnerung

an Georg Büchner und seine

Ideale wach zu halten.

Das Büchnerhaus hat in den vergangenen

Jahren geradezu Sensationelles

geleistet – wenn man nur einmal

bedenkt, wie viele Büchnerpreisträger

Sie zu Lesungen hierher locken konnten.

Welche Rolle spielt das Büchnerhaus in

Ihrer kommunalen Kulturarbeit?

Gerald Kummer: Das Büchnerhaus

ist für mich nicht nur

kulturelles Zentrum unserer

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