Zielsicher ins Ausland - Hessen-Umwelttech

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Zielsicher ins Ausland - Hessen-Umwelttech

Umfeldanalyse für ausländische Märkte

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Chancen und Risiken erkennen

Jedem Unternehmen bieten sich Chancen, die

aber auch mit Risiken verbunden sind.

Die Umfeldanalyse hat die Aufgabe, Chancen

und Risiken rechtzeitig zu identifizieren.

Es empfielt sich ein mehrstufiges Vorgehen

für die Analyse des relevanten Umfelds in

Auslandsmärkten:

1. Wie sind die globalen Trends im globalen

Umfeld? (Globale Umfeldanalyse)

2. Welche Marktstruktur und -dynamik weist die

Branche innerhalb des Auslandsmarktes auf?

(Marktattraktivitätsanalyse)

3. Wie sind die Stärken und Schwächen meiner

Hauptkonkurrenten ausgeprägt?

(Konkurrenzanalyse)

Zu 1. Globale Umfeldanalyse

Die Bedingungen in einem geographischen Raum

beeinflussen den Handlungsrahmen des Unternehmens

direkt oder indirekt. Für die Analyse

wird das globale Umfeld in mehrere Segmente

gegliedert.

Für Umweltunternehmen können z. B. folgende

Aspekte von Bedeutung sein:

– Technologische Entwicklungen bei

Abnehmern und Zulieferern

– Patente.

Politisch-rechtliches Umfeld:

– Umweltschutzgesetzgebung der EU

– Umweltschutzgesetzgebung im Zielland

– Aufbau und Effektivität des staatlichen

Vollzugs

– Staatliche Förderpolitik im Zielland

– Politische Parteienlandschaft und Ideologien

– Grundlagen von Infrastrukturpolitik.

Sozio-kulturelles Umfeld:

– Werte und Einstellungen der Bevölkerung

– Religion

– Bildung und Ausbildung

– Lebensstile und Arbeitseinstellungen

– Umweltbewusstsein und Umweltengagement.

Mit „Scannings“ werden für verschiedene Segmente

Trends aufgespürt. Diese Trends sollen

in den Entwurf eines Zukunftsbildes einfließen,

aus dem eine Abschätzung ihrer Bedeutung

möglich sein soll. Folgende Fragen sollen

beantwortet werden:

In welcher Weise wird der Trend das Unternehmen

in dem Zielmarkt beeinflussen?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass

sich der Trend stabilisiert und ausweitet?

Ökonomisches Umfeld:

– Volkswirtschaftliche Entwicklung im Zielland

– Internationale wirtschaftliche Entwicklungen

– Steuerbelastungen

– Wechselkursentwicklungen

– Einkommensverteilung und Pro-Kopf-

Einkommen

– Lohn- und Gehaltsniveau.

Technologisches Umfeld:

– Erfindungen in der Wissenschaft

– Technische Entwicklungen in alternativen

Branchen

Beispiel:

Die Umweltpolitik der EU setzt zunehmend auf

marktwirtschaftlich ausgerichtete Vorgehensweisen.

Beispielsweise ist vorgesehen, spätestens

ab 2007 einen CO 2 -bezogenen Emissionshandel

einzuführen. Das wird die Anreize für

CO 2 -reduzierende Technologien auch international

verschieben. Die genauen Rahmenbedingungen

sind noch nicht bekannt. Für Unternehmen, die

im Bereich regenerativer Energien, Filtertechnik

oder Anlagenbau tätig sind, kann die Entwicklung

eine hohe Marktrelevanz bekommen und

sollte genau beobachtet werden.

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