Zertifikate Gold Card-Versicherungen gültig ab 01/01/2014 (pdf)

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Zertifikate Gold Card-Versicherungen gültig ab 01/01/2014 (pdf)

AN DIE MASTERCARD GOLD GEBUNDENE

KAUFGARANTIE

VERSICHERUNGSZERTIFIKAT

6.000 EUR

Kapitel 1 DEFINITIONEN

Versicherter: Eine natürliche Person, die Inhaber der

versicherten Kreditkarte ist und deren Name auf dieser Karte

ausgewiesen ist.

Versicherungsnehmer: BNP Paribas Fortis SA/NV,

Warandeberg 3/Montagne du Parc 3, B-1000 Brüssel, MwSt.

BE 403.199.702,

RJP Brüssel

Versicherte Kreditkarte: Eine gültige Kreditkarte „BNP

PARIBAS FORTIS VISA/MASTERCARD GOLD“, die vom

Versicherungsnehmer ausgegeben wurde.

Versicherer: AG Insurance AG Jacqmainlaan 53/Bd E.

Jacqmain 53, B-1000 Brüssel, MwSt. BE 0404.494.849,

RJP Brüssel

Familie: Der Ehepartner oder zusammenwohnende Partner

des Versicherten und ihre Kinder bis zum 25. Lebensjahr.

Dritte: Andere Personen als der Versicherte und sein

Ehepartner oder sein zusammenwohnender Partner und ihre

Nachkommen oder Vorfahren.

Versicherte Sache: Neue, bewegliche Sachen, die für den

Privatgebrauch bestimmt sind und die mit der versicherten

Kreditkarte während des Versicherungszeitraums bezahlt

wurden. Ausgeschlossen sind: verderbliche Waren, Getränke,

lebende Tiere, Pflanzen, Bargeld, Fremdwährungen,

Reiseschecks, Versandpapiere, handelsfähige Wertpapiere,

Schmuck und Edelsteine, Pelze, Kunstwerke, Gold- oder

Silberschmiedearbeiten, Kraftfahrzeuge, Mobiltelefone,

Internet-Downloads, gewerblich oder industriell genutzte

Güter, bei Online-Auktionen erworbene Sachen,

pharmazeutische oder para-pharmazeutische Produkte,

optische und medizinische Apparaturen, maßgefertigte

Sachen und Gebrauchtwaren.

Schadensfall: Der Eintritt eines Ereignisses, das durch eine

der unter Kapitel 2 benannten Deckungen versichert ist.

Kapitel 2 DECKUNGEN

2.1.1. Definitionen zu dieser Deckung:

- Zufällige Beschädigung: Jede Form der Vernichtung,

teilweisen oder vollständigen Beschädigung einer gekauften

Sache aufgrund eines unvorhersehbaren, externen,

plötzlichen Ereignisses.

- Raub: Jede Form körperlicher oder psychologischer Gewalt

seitens eines Dritten, um sich der versicherten Sache zu

bemächtigen.

- Einbruch: Aufbrechen, beschädigen oder vernichten eines

Schließmechanismus.

- Ganzes: Wenn die versicherte Sache Teil eines Ganzen ist

und sie aufgrund eines Schadensfalles individuell

unbrauchbar bzw. nicht austauschbar ist, so erstreckt sich

die Deckung auf dieses Ganze.

- Schwerer Diebstahl: Diebstahl mit Einbruch oder Raub

2.1.2. Gegenstand der Deckung

Der Versicherer übernimmt im Rahmen der vorgesehenen

Deckungsgrenzen:

- bei einem schweren Diebstahl: den Kaufpreis der

gestohlenen Sache.

- bei einer zufälligen Beschädigung der versicherten

Sache: die Reparaturkosten dieser Sache, oder wenn diese

Kosten höher als der Kaufpreis der Sache sind, oder wenn

die Sache nicht mehr repariert werden kann, den

Kaufpreis der Sache.

Die Deckung für schweren Diebstahl oder zufällige

Beschädigung gilt für einen Zeitraum von 120 Tagen nach

Kauf oder Lieferung.

Ein schwerer Diebstahl oder eine zufällige Beschädigung

mehrerer versicherter Sachen, die ein Ganzes bilden, gilt

als ein und derselbe Schadensfall.

2.1.3. Deckungssumme

Die Leistung des Versicherers ist bei dieser Deckung auf

3.000 Euro pro Schadensfall und höchstens zwei

Schadensfälle pro Kalenderjahr begrenzt.

2.1.4. Selbstbeteiligung:

Es ist eine Selbstbeteiligung von 75 Euro pro Schadensfall

zu leisten.

2.1.5. Ausschlüsse:

In folgenden Fällen ist die Versicherungsleistung

ausgeschlossen:

- Normale Abnutzung oder allmählicher Wertverlust der

versicherten Sache durch Erosion, Korrosion, Feuchtigkeit

oder Temperatureinwirkung auf die Sache

- Der versicherten Sache inhärente Mängel

- Nicht-Einhaltung der Gebrauchsanleitung bzw. der

Wartungshinweise des Herstellers oder Verkäufers der

Sache

- Verlust oder Abhandenkommen der versicherten Sache

- Zufällige Beschädigung der versicherten Sache durch

Haustiere, die dem Versicherten gehören oder zum

Zeitpunkt des Schadensfalles unter seiner Obhut stehen

- Transportschäden oder Schäden aufgrund

unsachgemäßer Behandlung durch den Verkäufer

- Diebstahl einer versicherten Sache, die in einem

unbemannten Fahrzeug zurückgelassen wurde

Kapitel 3 ALLGEMEINE AUSSCHLÜSSE

Die Versicherungsleistung ist bei Schäden, die direkt oder

indirekt auf eines der folgenden Ereignisse zurückzuführen

sind, ausgeschlossen:

- Krieg oder Bürgerkrieg

- Aufruhr, Unruhen, kollektive Gewalttaten mit

politischem, ideologischem oder sozialem Hintergrund mit

oder ohne Widerstand gegen die Staatsgewalt oder gegen

andere eingesetzte Ordnungskräfte, soweit sich der

Versicherte aktiv daran beteiligt

- Gerichtliche Klagen in jeder Form

- Kernspaltung oder -schmelze, Radioaktivität oder

ionisierende Strahlung mit Ausnahme von medizinischer

Bestrahlungen

BNP Paribas Fortis SA/NV, Montagne du Parc 3, B-1000 Brüssel – RJP Brüssel – MwSt BE 0403.199.702 – Tel.: 02 261 11 11

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- Strukturelle Veränderungen des Atomkerns

- Naturkatastrophen

- Vorsatz, Betrug oder Täuschung durch den Versicherten,

seinen Ehe- oder Lebenspartner, seine Verwandten in

direkter Linie oder Blutsverwandte in der Seitenlinie oder

durch Familienangehörige

Kapitel 4 PFLICHTEN IM SCHADENSFALL

4.1 Für alle Deckungen

Der Versicherte muss dem Versicherer innerhalb von acht

Kalendertagen eine vollständig ausgefüllte

Schadensmeldung (auf Anfrage des Versicherers zu

erstellen) beibringen. Diese Frist setzt am Tage des

Schadens ein.

Der Versicherer ist berechtigt, vom Versicherten die

Beibringung aller der Feststellung und Beurteilung des

Schadensfalles bzw. der Versicherungsleistung dienlichen

Dokumente zu verlangen. Der Versicherte muss die

Anweisungen des Versicherers befolgen und alle von

Letzterem vorgeschriebenen Schritte ausführen.

4.2 Zur Deckung „Kaufgarantie“

In jedem Fall muss der Versicherte dem Versicherer

folgende Unterlagen beibringen:

- Originalrechnung, Kassenbeleg oder Lieferschein mit

Angabe des Kaufdatums und Beschreibung der gekauften

Sache

- Nachweis, dass die Sache mit der versicherten

Kreditkarte bezahlt wurde

- Kopie der Monatsabrechnung der versicherten

Kreditkarte mit Ausweis der Zahlung der erworbenen

Sache

Bei einer Reparatur der gekauften Sache muss der

Versicherte dem Versicherer zudem einen

Kostenvoranschlag bzw. ein Angebot eines offiziellen

Reparaturdienstes beibringen.

4.3. Sanktionen

Sollte der Versicherte seinen Verpflichtungen im Sinne

dieses Kapitels nicht nachkommen, kann der Versicherer

seine Leistungen mindern, um so den ihm entstandenen

Schaden auszugleichen.

Der Versicherer kann seine Leistung verweigern, falls der

Versicherte seinen Pflichten im Sinne dieses Kapitels

vorsätzlich und in betrügerischer Absicht nicht

nachkommt.

Im Schadensfall

Teleclaims Während der Bürozeiten:: 02/664.45.25

E-mail: goldcardinsurance@aginsurance.be

Fax: 02/664.40.73

Bei Fragen oder Anmerkungen zu Ihrem Vertrag oder zu

einem Schadensfall können Sie sich an Ihre Zweigstelle

oder direkt an uns wenden. Man wird sich nach Kräften

bemühen, Ihnen weiterzuhelfen.

Sollte für Ihr Problem keine Lösung gefunden werden,

können Sie sich an folgende Stelle wenden:

AG Insurance AG

Ombudsdienst

Emile Jacqmainlaan 53/Bd. Emile Jacqmain 53

1000 Brüssel

E-Mail: ombudsman@aginsurance.be

Wenn Sie mit der von der Versicherungsgesellschaft

vorgeschlagenen Lösung nicht zufrieden sind, können Sie

sich - unbeschadet weiterer rechtlicher Schritte - an

folgende Stelle wenden:

Ombudsmann des Versicherungswesens

De Meeûsplantsoen 35/Square de Meeûs 35

1000 Brüssel

www.ombudsman.as

KAPITEL 5 ADMINISTRATIVE BESTIMMUNGEN

5.1. Beginn der Versicherung

Der Versicherungsschutz beginnt zu dem Zeitpunkt, zu

dem der Inhaber seine versicherte Karte erhält,

frühestens jedoch mit Beginn der Versicherungslaufzeit im

Sinne desjenigen Vertrags, den der Versicherungsnehmer

mit dem Versicherer zwecks Deckung der in diesem

Versicherungsschein erwähnten Leistungen abgeschlossen

hat.

Sachen oder Reisen, die vor Beginn des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden, sind nicht

versichert (auch wenn der Schadensfall nach diesem

Zeitpunkt eintritt).

5.2. Ende der Versicherung:

Die Versicherung endet auch für bereits bezahlte Sachen

in folgenden Fällen:

- Nicht-Verlängerung der versicherten Kreditkarte

- Kündigung der versicherten Kreditkarte

- Beendigung der Versicherungsvereinbarung zwischen

dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer bezüglich

der in diesem Versicherungsschein benannten Deckungen

ungeachtet des Grundes dieser Beendigung.

5.3. Änderung der Versicherungsbedingungen:

Vorbehaltlich einer Unterrichtung des Versicherten

mindestens 30 Tage vorab können Versicherer und

Versicherungsnehmer gemeinsam beschließen, den

Prämiensatz, die Versicherungsbedingungen bzw. die

Versicherungsleistungen zu ändern.

Bei Ablehnung einer Änderung kann der Versicherte

innerhalb von 30 Tagen nach der Änderungsanzeige seine

versicherte Kreditkarte zurückgeben.

Ergeht kein Ablehnungsbescheid, so gelten die neuen

Bedingung als angenommen.

Die Rückgabe der versicherten Kreditkarte bedingt

allerdings keinen Anspruch auf die Rückzahlung der

Gebühren.

5.4. Verjährung:

Alle Ansprüche im Rahmen dieses Vertrags

verjähren nach drei Jahren. Dieser Zeitpunkt setzt

bei Eintritt des den Anspruch bedingenden

Ereignisses ein.

5.5. Regress und Surrogation des Versicherers:

Der Versicherer behält sich das Recht vor, alle zu Unrecht

erbrachten Leistungen vom Versicherten wieder

einzufordern. Dabei wird er in Höhe der überzahlten

Leistung in die Rechtsansprüche des Versicherten

gegenüber haftenden Dritten eingesetzt.

5.6. Anwendungsbereich:

Die Deckung gilt weltweit.

5.7. Terrorismus:

Mitgliedschaft bei TRIP (Terrorism Reinsurance and

Insurance Pool):

Die Versicherung deckt in bestimmten Fällen

terroristische Attentate. Hierzu ist die

Versicherungsgesellschaft Mitglied der VoG TRIP mit Sitz

in 1000 Brüssel, de Meeûssquare 29/Square de Meeûs 29.

Gemäß Gesetz vom 1. April 2007 zur Versicherung von

Schäden aufgrund terroristischer Straftaten wird die

gesamte Leistungsverpflichtung aller

Versicherungsunternehmen, die Mitglied dieser VoG sind,

auf eine Milliarde Euro pro Kalenderjahr für solche

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Schäden begrenzt, die auf als solche anerkannte,

terroristische Straftaten in einem Kalenderjahr

zurückzuführen sind. Dieser Betrag wird jedes Jahr zum 1.

Januar an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes

angepasst. Ausgangswert ist der Index von Dezember

2005. Sollte dieser Ausgangswert aufgrund gesetzlicher

oder behördlicher Vorschriften geändert werden, wird der

geänderte Betrag automatisch ab der nächstfolgenden

Fälligkeit zugrunde gelegt, soweit der Gesetzgeber nicht

ausdrücklich eine andere Übergangsregelung vorgesehen

hat.

Sollte der Betrag der rechnerischen oder veranschlagten

Versicherungsleistungen größer als der im vorigen Absatz

genannte Betrag sein, wird eine Proportionalregelung

angewandt: Die auszuzahlenden Leistungen erfolgen

proportional im Verhältnis des im vorigen Absatz

genannten Betrags oder der für das Kalenderjahr noch

verfügbaren Mittel gegenüber den für das Kalenderjahr

auszuzahlenden Leistungen.

Ausbezahlung

Gemäß vorgenanntem Gesetz vom 1. April 2007 bestimmt

der Ausschuss, ob ein Ereignis unter die Definition einer

terroristischen Straftat fällt. Da der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag nicht

überschritten werden soll, legt dieser Ausschuss

spätestens sechs Monate nach Eintritt des Ereignisses

den Prozentsatz der Versicherungsleistung fest, die von

den Mitgliedsversicherungen des TRIP aufgrund des einen

Leistungsanspruch bedingenden Ereignisses auszuzahlen

ist. Der Ausschuss kann diesen Prozentsatz revidieren.

Beschluss bezüglich der prozentual zu erbringenden

Versicherungsleistung

Der Versicherte oder der Begünstigte kann gegenüber dem

Versicherungsunternehmen erst nach Festlegung des

Prozentsatzes durch den Ausschuss Leistungsansprüche

geltend machen. Das Versicherungsunternehmen zahlt die

Versicherungssumme entsprechend dem vom Ausschuss

festgelegten Prozentsatz. Sollte durch Königlichen Erlass

ein anderer Prozentsatz vorgegeben werden, zahlt das

Versicherungsunternehmen abweichend von der

vorstehenden Regelung diesen Prozentsatz.

Sollte der Ausschuss den Prozentsatz mindern, so gilt die

geminderte Leistungsverpflichtung nicht für bereits

ausgezahlte Versicherungssummen. Ebenso wenig gilt sie

für noch zu leistende Zahlungen, die das

Versicherungsunternehmen dem Versicherten bzw. dem

Begünstigten bereits zugesagt hat. Falls der Ausschuss

den Prozentsatz erhöht, gilt diese erhöhte

Versicherungsleistung für alle gemeldeten Schadensfälle,

die auf eine terroristische Straftat zurückzuführen sind.

Sollte der Ausschuss feststellen, dass der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag für die

Vergütung sämtlicher entstandenen Schäden

unzureichend ist oder sollten ihm nicht alle zur

Bemessung eines ausreichenden Betrags erforderlichen

Unterlagen vorliegen, werden Personenschäden vorrangig

bedient. Schmerzensgeld für seelische Schäden wird erst

nach allen anderen Ersatzleistungen geleistet.

Einschränkungen, Ausschlüsse bzw. zeitliche

Ausweitungen zur Erfüllung der Verpflichtungen der

Versicherungsunternehmen, die Gegenstand eines

Königlichen Erlasses sind, werden gemäß den Vorgaben

desselben angewandt.

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit dem

Austausch dieser Daten zwischen der AG Insurance AG und

den Gesellschaften des Konzerns, zu dem die AG Insurance AG

gehört. Gleiches gilt für die Weitergabe dieser Daten an

andere Dritte, soweit die Erfüllung des

Versicherungsvertrages oder gesetzliche Belange dies

erfordern.

Der Zugang zu den personenbezogenen Daten ist den

Personen vorbehalten, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit

benötigen.

Falls sich der Interessent weigert, der AG Insurance AG

bestimmte personenbezogene Daten mitzuteilen, kann dies

die Art der Vertragsbeziehung beeinflussen.

Der Versicherte erklärt sich ausdrücklich damit

einverstanden, dass seine personenbezogenen

Gesundheitsdaten von der AG Insurance AG unter der

Verantwortung eines Beschäftigten im Gesundheitssektor

verarbeitet werden und dass sie unter denselben Bedingungen

von eventuellen Rückversicherern oder Mitversicherern mit

Sitz in Belgien oder im Ausland verarbeitet werden.

Soweit dies für die Verarbeitung oder Erfüllung des Vertrages

erforderlich ist, können diese Daten bei Dritten erhoben

werden. Die personenbezogenen Gesundheitsdaten werden zu

oben genannten Zwecken verarbeitet, ausgenommen sind

Werbezwecke.

Auf Antrag kann der Versicherte sich kostenlos der Nutzung

seiner personenbezogenen Daten zum Zwecke des

Direktmarketings widersetzen. Soweit es sich um seine Person

betreffende Daten handelt, hat er ein Recht auf

Einsichtnahme und Berichtigung fehlerhafter Angaben. Dazu

muss er einen datierten und unterschriebenen schriftlichen

Antrag an den Versicherer richten.

5.9. Korrespondenz

Mitteilungen oder Anfragen im Zusammenhang mit diesen

Bedingungen gelten als rechtswirksam zugestellt, wenn

sie an den jeweiligen Hauptsitz des

Versicherungsnehmers und des Versicherers gerichtet

werden.

Mitteilungen an den Versicherten erfolgen rechtswirksam

an die dem Versicherungsnehmer zuletzt bekannt

gegebene Adresse.

5.10. Anwendbares Recht

Dieser Vertrag unterliegt belgischem Recht.

Bei Streitigkeiten sind ausschließlich belgische Gerichte

anzurufen.

5.8. Verarbeitung personenbezogener Daten:

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit der

Speicherung und Verarbeitung seiner personenbezogenen

Daten durch die AG Insurance AG in ihrer Eigenschaft als für

die Datenverarbeitung verantwortliche Stelle zwecks

Verwaltung der Geschäftsbeziehung im Rahmen dieser

Versicherung, Verhütung von Missbrauch und Betrug,

Erstellung von Statistiken und Tests, Bewerbung von

Produkten aus dem Angebot der Finanzkonzerne, zu denen die

AG Insurance AG gehört.

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AN DIE MASTERCARD GOLD GEBUNDENE

ONLINE KAUFGARANTIE

VERSICHERUNGSZERTIFIKAT

1.000 EUR

Kapitel 1 DEFINITIONEN

Versicherter: Eine natürliche Person, die Inhaber der

versicherten Kreditkarte ist und deren Name auf dieser

Karte ausgewiesen ist.

Versicherungsnehmer: BNP Paribas Fortis SA/NV,

Warandeberg 3/Montagne du Parc 3, B-1000 Brüssel,

MwSt. BE 403.199.702,

RJP Brüssel

Versicherte Kreditkarte: Eine gültige Kreditkarte „BNP

PARIBAS FORTIS VISA/MASTERCARD GOLD“, die vom

Versicherungsnehmer ausgegeben wurde.

Versicherer: AG Insurance AG Jacqmainlaan 53/Bd E.

Jacqmain 53, B-1000 Brüssel, MwSt. BE 0404.494.849,

RJP Brüssel

Familie: Der Ehepartner oder zusammenwohnende

Partner des Versicherten und ihre Kinder bis zum 25.

Lebensjahr.

Dritte: Andere Personen als der Versicherte und sein

Ehepartner oder sein zusammenwohnender Partner und

ihre Nachkommen oder Vorfahren.

Versicherte Sache: Neue, bewegliche Sachen, die für den

Privatgebrauch bestimmt sind und die mit der

versicherten Kreditkarte während des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden. Ausgeschlossen

sind: verderbliche Waren, Getränke, lebende Tiere,

Pflanzen, Bargeld, Fremdwährungen, Reiseschecks,

Versandpapiere, handelsfähige Wertpapiere, Schmuck und

Edelsteine, Pelze, Kunstwerke, Gold- oder

Silberschmiedearbeiten, Kraftfahrzeuge, Mobiltelefone,

Internet-Downloads, gewerblich oder industriell genutzte

Güter, bei Online-Auktionen erworbene Sachen,

pharmazeutische oder para-pharmazeutische Produkte,

optische und medizinische Apparaturen, maßgefertigte

Sachen und Gebrauchtwaren.

Schadensfall: Der Eintritt eines Ereignisses, das durch

eine der unter Kapitel 2 benannten Deckungen versichert

ist.

Kapitel 2 DECKUNGEN

2.1.1. Definitionen zu dieser Deckung:

- Mangelhafte Lieferung: Die versicherte Sache ist

beschädigt, zerbrochen oder unvollständig.

- Nicht-konforme Lieferung: Die gekaufte und gelieferte

Sache stimmt nicht mit den Angaben des Herstellers oder

Verkäufers laut Lieferschein überein.

- Nicht-Lieferung: Die Lieferung der versicherten Sache

erfolgte nicht innerhalb von 90 Kalendertagen nach dem

Kaufdatum.

- Online-Zahlung: Online-Zahlung mit der versicherten

Kreditkarte, mit oder ohne Eingabe der Geheimzahl (PIN-

Code), für die das Bankkonto des Versicherten belastet

wurde und die auf der Kreditkartenabrechnung

ausgewiesen ist.

- Verkäufer: Kaufleute, die eine versicherte Sache im

Internet verkaufen.

2.1.2. Gegenstand der Deckung

Falls das versicherte Gut per Internet gekauft und bezahlt

wurde, übernimmt der Versicherer im Rahmen der

vorgesehenen Deckungsgrenze:

a) bei einer nicht-konformen Lieferung innerhalb von 90

Tagen nach dem Kauf:

- falls der Verkäufer die Rücksendung der versicherten

Sache akzeptiert und eine Ersatzlieferung vornimmt oder

den Preis erstattet: die Kosten des Rückversands der

versicherten Sache an der Verkäufer, falls Letzterer diese

nicht selbst übernimmt.

- falls der Verkäufer die Rücksendung der versicherten

Sache akzeptiert, aber keine Ersatzlieferung vornimmt

oder dem Versicherten innerhalb von 90 Tagen nach

Rückversand der nicht-konformen Sache deren Preis

erstattet: die Kosten des Rückversands der versicherten

Sache an der Verkäufer und den Kaufpreis der

versicherten Sache (ohne Versandkosten).

- falls der Verkäufer die Rücksendung der versicherten

Sache nicht akzeptiert: die Kosten des Rückversands der

versicherten Sache an der Versicherer und den Kaufpreis

der versicherten Sache (ohne Versandkosten).

Die Nicht-Konformität der gelieferten Sache muss

innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der gekauften Sache

festgestellt werden.

b) Bei Nicht-Lieferung innerhalb von 90 Tagen nach dem

Kauf: Rückzahlung des Kaufpreises versicherten Sache an

den Versicherten

c) bei einer Nicht-Lieferung innerhalb von 90 Tagen nach

dem Kauf: Die Rückzahlung des Kaufpreises versicherten

Sache an den Versicherten (inklusive Versandkosten)

2.1.3. Deckungssumme:

Die Leistung des Versicherers ist bei dieser Deckung auf

1.000 Euro pro Schadensfall, 1.000 Euro pro Kalenderjahr

und höchstens zwei Schadensfälle pro Kalenderjahr

begrenzt.

2.1.4. Selbstbeteiligung:

Es ist eine Selbstbeteiligung von 50 Euro pro Schadensfall

zu leisten.

2.1.5. Ausschlüsse:

In folgenden Fällen ist die Versicherungsleistung

ausgeschlossen:

- bei Nicht-Lieferung der versicherten Sache wegen eines

Streiks bei der Post oder dem Zustelldienst

- bei verborgenen Mängeln an der versicherten Sache

- für die indirekten Folgen der Nicht-Lieferung oder eine

mangelhafte oder nicht-konforme Lieferung der gekauften

Sache

- bei Qualitätsmängeln einer online erworbenen

Dienstleistung

- bei rein optischen Schäden wie Kratzern, Flecken oder

Farbausbleichungen, die die Funktionsweise der Sache

nicht beeinträchtigen

- bei nicht-konformen oder beschädigten Sachen, die

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unter die Gewährleistung des Herstellers oder Verkäufers

fallen

- bei Schäden, die bereits durch eine andere in diesem

Kapitel genannte Versicherung gedeckt sind

- bei Schäden an der versicherten Sache, die vom

Versicherten, seinem Partner oder seinen Angehörigen

verursacht wurden

Kapitel 3 ALLGEMEINE AUSSCHLÜSSE

Die Versicherungsleistung ist bei Schäden, die direkt oder

indirekt auf eines der folgenden Ereignisse zurückzuführen

sind, ausgeschlossen:

- Krieg oder Bürgerkrieg

- Aufruhr, Unruhen, kollektive Gewalttaten mit

politischem, ideologischem oder sozialem Hintergrund mit

oder ohne Widerstand gegen die Staatsgewalt oder gegen

andere eingesetzte Ordnungskräfte, soweit sich der

Versicherte aktiv daran beteiligt

- Gerichtliche Klagen in jeder Form

- Kernspaltung oder -schmelze, Radioaktivität oder

ionisierende Strahlung mit Ausnahme von medizinischer

Bestrahlungen

- Strukturelle Veränderungen des Atomkerns

- Naturkatastrophen

- Vorsatz, Betrug oder Täuschung durch den Versicherten,

seinen Ehe- oder Lebenspartner, seine Verwandten in

direkter Linie oder Blutsverwandte in der Seitenlinie oder

durch Familienangehörige

Kapitel 4 PFLICHTEN IM SCHADENSFALL

4.1 Für alle Deckungen

Der Versicherte muss dem Versicherer innerhalb von

acht Kalendertagen eine vollständig ausgefüllte

Schadensmeldung (auf Anfrage des Versicherers zu

erstellen) beibringen. Diese Frist setzt am Tage des

Schadens ein.

Der Versicherer ist berechtigt, vom Versicherten die

Beibringung aller der Feststellung und Beurteilung des

Schadensfalles bzw. der Versicherungsleistung dienlichen

Dokumente zu verlangen. Der Versicherte muss die

Anweisungen des Versicherers befolgen und alle von

Letzterem vorgeschriebenen Schritte ausführen.

4.2 Zur Deckung „Online-Kaufgarantie“

In jedem Fall muss der Versicherte dem Versicherer

folgende Unterlagen beibringen:

- Originalrechnung, Lieferschein oder E-Mail des

Verkäufers mit Angabe des Kaufdatums und Beschreibung

der gekauften Sache

- Nachweis, dass die Sache mit der versicherten

Kreditkarte bezahlt wurde

- Lieferbeleg der gekauften Sache, z. B. den Lieferschein

eines privaten Paketdienstes oder die

Empfangsbestätigung bei einer Lieferung durch die Post

Bei einer nicht-konformen Lieferung muss der Versicherte

dem Versicherer folgende Unterlagen beibringen:

- Seine Erklärung mit vollständiger Beschreibung der

gelieferten Sache und die Gründe, warum diese nicht mit

der bestellten Sache übereinstimmen

- Nachweis der Versandkosten, falls die Sache an den

Verkäufer zurückgesandt wurde, sowie jegliches andere

Dokument, das dem Versicherer bei der Beurteilung des

Schadensfalles dienlich sein kann

Bei Nicht-Lieferung der gekauften Sache muss der

Versicherte dem Versicherer eine Erklärung über die

Nicht-Lieferung der gekauften Sache beibringen.

Bei einem Liefermangel muss der Versicherte:

- dem Versicherer eine vollständig ausgefüllte Erklärung

beibringen, darin einzuschließen ist eine Beschreibung der

gelieferten Sache und die Gründe, warum diese

mangelhaft, beschädigt oder unvollständig ist;

- die Sache zur Verfügung des Versicherers bereithalten

4.3. Sanktionen

Sollte der Versicherte seinen Verpflichtungen im Sinne

dieses Kapitels nicht nachkommen, kann der Versicherer

seine Leistungen mindern, um so den ihm entstandenen

Schaden auszugleichen.

Der Versicherer kann seine Leistung verweigern, falls der

Versicherte seinen Pflichten im Sinne dieses Kapitels

vorsätzlich und in betrügerischer Absicht nicht

nachkommt.

Im Schadensfall

Teleclaims Während der Bürozeiten:: 02/664.45.25

E-mail: goldcardinsurance@aginsurance.be

Fax: 02/664.40.73

Bei Fragen oder Anmerkungen zu Ihrem Vertrag oder zu

einem Schadensfall können Sie sich an Ihre Zweigstelle

oder direkt an uns wenden. Man wird sich nach Kräften

bemühen, Ihnen weiterzuhelfen.

Sollte für Ihr Problem keine Lösung gefunden werden,

können Sie sich an folgende Stelle wenden:

AG Insurance AG

Ombudsdienst

Emile Jacqmainlaan 53/Bd. Emile Jacqmain 53

1000 Brüssel

E-Mail: ombudsman@aginsurance.be

Wenn Sie mit der von der Versicherungsgesellschaft

vorgeschlagenen Lösung nicht zufrieden sind, können Sie

sich - unbeschadet weiterer rechtlicher Schritte - an

folgende Stelle wenden:

Ombudsmann des Versicherungswesens

De Meeûsplantsoen 35/Square de Meeûs 35

1000 Brüssel

www.ombudsman.as

KAPITEL 5 ADMINISTRATIVE BESTIMMUNGEN

5.1.Beginn der Versicherung

Der Versicherungsschutz beginnt zu dem Zeitpunkt, zu

dem der Inhaber seine versicherte Karte erhält,

frühestens jedoch mit Beginn der Versicherungslaufzeit im

Sinne desjenigen Vertrags, den der Versicherungsnehmer

mit dem Versicherer zwecks Deckung der in diesem

Versicherungsschein erwähnten Leistungen abgeschlossen

hat.

Sachen oder Reisen, die vor Beginn des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden, sind nicht

versichert (auch wenn der Schadensfall nach diesem

Zeitpunkt eintritt).

5.2. Ende der Versicherung:

Die Versicherung endet auch für bereits bezahlte Sachen

in folgenden Fällen:

- Nicht-Verlängerung der versicherten Kreditkarte

- Kündigung der versicherten Kreditkarte

- Beendigung der Versicherungsvereinbarung zwischen

dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer bezüglich

der in diesem Versicherungsschein benannten Deckungen

ungeachtet des Grundes dieser Beendigung.

5.3. Änderung der Versicherungsbedingungen:

Vorbehaltlich einer Unterrichtung des Versicherten

mindestens 30 Tage vorab können Versicherer und

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Versicherungsnehmer gemeinsam beschließen, den

Prämiensatz, die Versicherungsbedingungen bzw. die

Versicherungsleistungen zu ändern.

Bei Ablehnung einer Änderung kann der Versicherte

innerhalb von 30 Tagen nach der Änderungsanzeige seine

versicherte Kreditkarte zurückgeben.

Ergeht kein Ablehnungsbescheid, so gelten die neuen

Bedingung als angenommen.

Die Rückgabe der versicherten Kreditkarte bedingt allerdings

keinen Anspruch auf die Rückzahlung der Gebühren.

5.4. Verjährung:

Alle Ansprüche im Rahmen dieses Vertrags verjähren nach

drei Jahren. Dieser Zeitpunkt setzt bei Eintritt des den

Anspruch bedingenden Ereignisses ein.

5.5. Regress und Surrogation des Versicherers:

Der Versicherer behält sich das Recht vor, alle zu Unrecht

erbrachten Leistungen vom Versicherten wieder

einzufordern. Dabei wird er in Höhe der überzahlten

Leistung in die Rechtsansprüche des Versicherten gegenüber

haftenden Dritten eingesetzt.

5.6. Anwendungsbereich:

Die Deckung gilt weltweit.

5.7. Terrorismus:

Mitgliedschaft bei TRIP (Terrorism Reinsurance and

Insurance Pool):

Die Versicherung deckt in bestimmten Fällen terroristische

Attentate. Hierzu ist die Versicherungsgesellschaft Mitglied

der VoG TRIP mit Sitz in 1000 Brüssel, de Meeûssquare

29/Square de Meeûs 29. Gemäß Gesetz vom 1. April 2007 zur

Versicherung von Schäden aufgrund terroristischer

Straftaten wird die gesamte Leistungsverpflichtung aller

Versicherungsunternehmen, die Mitglied dieser VoG sind,

auf eine Milliarde Euro pro Kalenderjahr für solche Schäden

begrenzt, die auf als solche anerkannte, terroristische

Straftaten in einem Kalenderjahr zurückzuführen sind.

Dieser Betrag wird jedes Jahr zum 1. Januar an die

Entwicklung des Verbraucherpreisindexes angepasst.

Ausgangswert ist der Index von Dezember 2005. Sollte

dieser Ausgangswert aufgrund gesetzlicher oder

behördlicher Vorschriften geändert werden, wird der

geänderte Betrag automatisch ab der nächstfolgenden

Fälligkeit zugrunde gelegt, soweit der Gesetzgeber nicht

ausdrücklich eine andere Übergangsregelung vorgesehen

hat.

Sollte der Betrag der rechnerischen oder veranschlagten

Versicherungsleistungen größer als der im vorigen Absatz

genannte Betrag sein, wird eine Proportionalregelung

angewandt: Die auszuzahlenden Leistungen erfolgen

proportional im Verhältnis des im vorigen Absatz genannten

Betrags oder der für das Kalenderjahr noch verfügbaren

Mittel gegenüber den für das Kalenderjahr auszuzahlenden

Leistungen.

Ausbezahlung

Gemäß vorgenanntem Gesetz vom 1. April 2007 bestimmt

der Ausschuss, ob ein Ereignis unter die Definition einer

terroristischen Straftat fällt. Da der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag nicht

überschritten werden soll, legt dieser Ausschuss spätestens

sechs Monate nach Eintritt des Ereignisses den Prozentsatz

der Versicherungsleistung fest, die von den

Mitgliedsversicherungen des TRIP aufgrund des einen

Leistungsanspruch bedingenden Ereignisses auszuzahlen ist.

Der Ausschuss kann diesen Prozentsatz revidieren.

Beschluss bezüglich der prozentual zu erbringenden

Versicherungsleistung

Der Versicherte oder der Begünstigte kann gegenüber dem

Versicherungsunternehmen erst nach Festlegung des

Prozentsatzes durch den Ausschuss Leistungsansprüche

geltend machen. Das Versicherungsunternehmen zahlt die

Versicherungssumme entsprechend dem vom Ausschuss

festgelegten Prozentsatz. Sollte durch Königlichen Erlass ein

anderer Prozentsatz vorgegeben werden, zahlt das

Versicherungsunternehmen abweichend von der

vorstehenden Regelung diesen Prozentsatz.

Sollte der Ausschuss den Prozentsatz mindern, so gilt die

geminderte Leistungsverpflichtung nicht für bereits

ausgezahlte Versicherungssummen. Ebenso wenig gilt sie für

noch zu leistende Zahlungen, die das

Versicherungsunternehmen dem Versicherten bzw. dem

Begünstigten bereits zugesagt hat. Falls der Ausschuss den

Prozentsatz erhöht, gilt diese erhöhte Versicherungsleistung

für alle gemeldeten Schadensfälle, die auf eine terroristische

Straftat zurückzuführen sind. Sollte der Ausschuss

feststellen, dass der im Abschnitt „Mitgliedschaft bei TRIP“

genannte Betrag für die Vergütung sämtlicher entstandenen

Schäden unzureichend ist oder sollten ihm nicht alle zur

Bemessung eines ausreichenden Betrags erforderlichen

Unterlagen vorliegen, werden Personenschäden vorrangig

bedient. Schmerzensgeld für seelische Schäden wird erst

nach allen anderen Ersatzleistungen geleistet.

Einschränkungen, Ausschlüsse bzw. zeitliche Ausweitungen

zur Erfüllung der Verpflichtungen der

Versicherungsunternehmen, die Gegenstand eines

Königlichen Erlasses sind, werden gemäß den Vorgaben

desselben angewandt.

5.8. Verarbeitung personenbezogener Daten:

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit der

Speicherung und Verarbeitung seiner personenbezogenen

Daten durch die AG Insurance AG in ihrer Eigenschaft als für

die Datenverarbeitung verantwortliche Stelle zwecks

Verwaltung der Geschäftsbeziehung im Rahmen dieser

Versicherung, Verhütung von Missbrauch und Betrug,

Erstellung von Statistiken und Tests, Bewerbung von

Produkten aus dem Angebot der Finanzkonzerne, zu denen

die AG Insurance AG gehört.

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit dem

Austausch dieser Daten zwischen der AG Insurance AG und

den Gesellschaften des Konzerns, zu dem die AG Insurance

AG gehört. Gleiches gilt für die Weitergabe dieser Daten an

andere Dritte, soweit die Erfüllung des

Versicherungsvertrages oder gesetzliche Belange dies

erfordern.

Der Zugang zu den personenbezogenen Daten ist den

Personen vorbehalten, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit

benötigen.

Falls sich der Interessent weigert, der AG Insurance AG

bestimmte personenbezogene Daten mitzuteilen, kann dies

die Art der Vertragsbeziehung beeinflussen.

Der Versicherte erklärt sich ausdrücklich damit

einverstanden, dass seine personenbezogenen

Gesundheitsdaten von der AG Insurance AG unter der

Verantwortung eines Beschäftigten im Gesundheitssektor

verarbeitet werden und dass sie unter denselben

Bedingungen von eventuellen Rückversicherern oder

Mitversicherern mit Sitz in Belgien oder im Ausland

verarbeitet werden.

Soweit dies für die Verarbeitung oder Erfüllung des

Vertrages erforderlich ist, können diese Daten bei Dritten

erhoben werden. Die personenbezogenen Gesundheitsdaten

werden zu oben genannten Zwecken verarbeitet,

ausgenommen sind Werbezwecke.

Auf Antrag kann der Versicherte sich kostenlos der Nutzung

seiner personenbezogenen Daten zum Zwecke des

Direktmarketings widersetzen. Soweit es sich um seine

Person betreffende Daten handelt, hat er ein Recht auf

Einsichtnahme und Berichtigung fehlerhafter Angaben. Dazu

muss er einen datierten und unterschriebenen schriftlichen

Antrag an den Versicherer richten.

5.9. Korrespondenz

Mitteilungen oder Anfragen im Zusammenhang mit diesen

Bedingungen gelten als rechtswirksam zugestellt, wenn sie

an den jeweiligen Hauptsitz des Versicherungsnehmers und

des Versicherers gerichtet werden.

F04085D - 23/10/2013 6/14


Mitteilungen an den Versicherten erfolgen rechtswirksam an

die dem Versicherungsnehmer zuletzt bekannt gegebene

Adresse.

5.10. Anwendbares Recht

Dieser Vertrag unterliegt belgischem Recht.

Bei Streitigkeiten sind ausschließlich belgische Gerichte

anzurufen.

F04085D - 23/10/2013 7/14


5.11.

AN DIE MASTERCARD GOLD GEBUNDENE

KARTENBETRUG

VERSICHERUNGSZERTIFIKAT

100% deckung

Kapitel 1 DEFINITIONEN

Versicherter: Eine natürliche Person, die Inhaber der

versicherten Kreditkarte ist und deren Name auf dieser

Karte ausgewiesen ist.

Versicherungsnehmer: BNP Paribas Fortis SA/NV

Warandeberg 3/Montagne du Parc 3, B-1000 Brüssel,

MwSt. BE 403.199.702,

RJP Brüssel

Versicherte Kreditkarte: Eine gültige Kreditkarte „BNP

PARIBAS FORTIS VISA/MASTERCARD GOLD“, die vom

Versicherungsnehmer ausgegeben wurde.

Versicherer: AG Insurance AG Jacqmainlaan 53/Bd E.

Jacqmain 53, B-1000 Brüssel, MwSt. BE 0404.494.849,

RJP Brüssel

Familie: Der Ehepartner oder zusammenwohnende

Partner des Versicherten und ihre Kinder bis zum 25.

Lebensjahr.

Dritte: Andere Personen als der Versicherte und sein

Ehepartner oder sein zusammenwohnender Partner und

ihre Nachkommen oder Vorfahren.

Versicherte Sache: Neue, bewegliche Sachen, die für den

Privatgebrauch bestimmt sind und die mit der

versicherten Kreditkarte während des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden. Ausgeschlossen

sind: verderbliche Waren, Getränke, lebende Tiere,

Pflanzen, Bargeld, Fremdwährungen, Reiseschecks,

Versandpapiere, handelsfähige Wertpapiere, Schmuck und

Edelsteine, Pelze, Kunstwerke, Gold- oder

Silberschmiedearbeiten, Kraftfahrzeuge, Mobiltelefone,

Internet-Downloads, gewerblich oder industriell genutzte

Güter, bei Online-Auktionen erworbene Sachen,

pharmazeutische oder para-pharmazeutische Produkte,

optische und medizinische Apparaturen, maßgefertigte

Sachen und Gebrauchtwaren.

Schadensfall: Der Eintritt eines Ereignisses, das durch

eine der unter Kapitel 2 benannten Deckungen versichert

ist.

Kapitel 2 DECKUNGEN

2.1.1. Gegenstand der Deckung

Der Versicherer übernimmt im Rahmen der vorgesehenen

Deckungsgrenze:

- Die Erstattung der Einkäufe oder Geldabhebungen, die

von einem Dritten missbräuchlich mit der versicherten

Kreditkarte nach deren Verlust oder Diebstahl und vor der

Verlust- oder Diebstahlsanzeige durch den Versicherten

bei CARD STOP unter der Nummer 070 344 344 getätigt

wurden.

- Kosten für den Ersatz der gestohlenen oder verlorenen

Karte

2.1.2. Deckungssumme

Die Versicherungsleistung bei dieser Deckung ist auf 150

Euro pro Schadensfall und höchstens 300 Euro pro

Kalenderjahr begrenzt.

Die Versicherungsleistung für eine Ersatzkarte ist auf 25

Euro pro Schadensfall und höchstens 50 Euro pro

Kalenderjahr begrenzt.

2.1.3. Selbstbeteiligung:

Eine Selbstbeteiligung ist nicht vorgesehen.

2.1.4. Ausschlüsse

In folgenden Fällen ist die Versicherungsleistung

ausgeschlossen:

- Bei einer betrügerischen Nutzung der Karte durch

vorsätzliches Handeln oder bei einer Mittäterschaft des

Versicherten; oder bei einer gemeinsamen bzw.

ungesicherten Aufbewahrung der Karte und der dazu

gehörigen Geheimzahl

- Bei einer betrügerischen Nutzung durch den Ehe- oder

Lebenspartner des Versicherten, dessen Verwandte in

gerader Linie oder Blutsverwandte in der Seitenlinie oder

durch einen mit ihm zusammenwohnenden

Familienangehörigen

Kapitel 3 ALLGEMEINE AUSSCHLÜSSE

Die Versicherungsleistung ist bei Schäden, die direkt oder

indirekt auf eines der folgenden Ereignisse zurückzuführen

sind, ausgeschlossen:

- Krieg oder Bürgerkrieg

- Aufruhr, Unruhen, kollektive Gewalttaten mit politischem,

ideologischem oder sozialem Hintergrund mit oder ohne

Widerstand gegen die Staatsgewalt oder gegen andere

eingesetzte Ordnungskräfte, soweit sich der Versicherte

aktiv daran beteiligt

- Gerichtliche Klagen in jeder Form

- Kernspaltung oder -schmelze, Radioaktivität oder

ionisierende Strahlung mit Ausnahme von medizinischer

Bestrahlungen

- Strukturelle Veränderungen des Atomkerns

- Naturkatastrophen

- Vorsatz, Betrug oder Täuschung durch den Versicherten,

seinen Ehe- oder Lebenspartner, seine Verwandten in

direkter Linie oder Blutsverwandte in der Seitenlinie oder

durch Familienangehörige

Kapitel 4 PFLICHTEN IM SCHADENSFALL

4.1 Für alle Deckungen

Der Versicherte muss dem Versicherer innerhalb von acht

Kalendertagen eine vollständig ausgefüllte

Schadensmeldung (auf Anfrage des Versicherers zu

erstellen) beibringen. Diese Frist setzt am Tage des

Schadens ein.

Der Versicherer ist berechtigt, vom Versicherten die

Beibringung aller der Feststellung und Beurteilung des

Schadensfalles bzw. der Versicherungsleistung dienlichen

F04085D - 23/10/2013 8/14


Dokumente zu verlangen. Der Versicherte muss die

Anweisungen des Versicherers befolgen und alle von

Letzterem vorgeschriebenen Schritte ausführen.

4.1 Zur Deckung „Kartenbetrug“

In jedem Fall muss der Versicherte außer in Fällen

höherer Gewalt:

- dem Versicherungsnehmer den Diebstahl oder Verlust

der versicherten Kreditkarte unverzüglich melden und bei

Card Stop unter der Nummer 070 344 344 die Sperrung

der fraglichen Karte veranlassen

- bei der Polizei innerhalb von 48 Stunden nach

Feststellung des Diebstahls Anzeige erstatten und dem

Versicherer unverzüglich eine Kopie des Protokolls

zukommen lassen

- dem Versicherer das Aktenzeichen bekannt geben, unter

dem bei Card Stop die Karte gesperrt wurde.

Bei Missbrauch der versicherten Kreditkarte muss der

Versicherte dem Versicherer die Kontoauszüge vorlegen,

aus denen sich die unter Missbrauch der versicherten

Kreditkarte vom Bankkonto des Versicherten abgehobenen

Beträge ergeben.

4.3. Sanktionen

Sollte der Versicherte seinen Verpflichtungen im Sinne

dieses Kapitels nicht nachkommen, kann der Versicherer

seine Leistungen mindern, um so den ihm entstandenen

Schaden auszugleichen.

Der Versicherer kann seine Leistung verweigern, falls der

Versicherte seinen Pflichten im Sinne dieses Kapitels

vorsätzlich und in betrügerischer Absicht nicht

nachkommt.

Im Schadensfall

Teleclaims Während der Bürozeiten:: 02/664.45.25

E-mail: goldcardinsurance@aginsurance.be

Fax: 02/664.40.73

Bei Fragen oder Anmerkungen zu Ihrem Vertrag oder zu

einem Schadensfall können Sie sich an Ihre Zweigstelle

oder direkt an uns wenden. Man wird sich nach Kräften

bemühen, Ihnen weiterzuhelfen.

Sollte für Ihr Problem keine Lösung gefunden werden,

können Sie sich an folgende Stelle wenden:

AG Insurance AG

Ombudsdienst

Emile Jacqmainlaan 53/Bd. Emile Jacqmain 53

1000 Brüssel

E-Mail: ombudsman@aginsurance.be

Wenn Sie mit der von der Versicherungsgesellschaft

vorgeschlagenen Lösung nicht zufrieden sind, können Sie

sich - unbeschadet weiterer rechtlicher Schritte - an

folgende Stelle wenden:

Ombudsmann des Versicherungswesens

De Meeûsplantsoen 35/Square de Meeûs 35

1000 Brüssel

www.ombudsman.as

KAPITEL 5 ADMINISTRATIVE BESTIMMUNGEN

5.1. Beginn der Versicherung

Der Versicherungsschutz beginnt zu dem Zeitpunkt, zu

dem der Inhaber seine versicherte Karte erhält,

frühestens jedoch mit Beginn der Versicherungslaufzeit im

Sinne desjenigen Vertrags, den der Versicherungsnehmer

mit dem Versicherer zwecks Deckung der in diesem

Versicherungsschein erwähnten Leistungen abgeschlossen

hat.

Sachen oder Reisen, die vor Beginn des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden, sind nicht

versichert (auch wenn der Schadensfall nach diesem

Zeitpunkt eintritt).

5.2. Ende der Versicherung:

Die Versicherung endet auch für bereits bezahlte Sachen

in folgenden Fällen:

- Nicht-Verlängerung der versicherten Kreditkarte

- Kündigung der versicherten Kreditkarte

- Beendigung der Versicherungsvereinbarung zwischen

dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer bezüglich

der in diesem Versicherungsschein benannten Deckungen

ungeachtet des Grundes dieser Beendigung.

5.3. Änderung der Versicherungsbedingungen:

Vorbehaltlich einer Unterrichtung des Versicherten

mindestens 30 Tage vorab können Versicherer und

Versicherungsnehmer gemeinsam beschließen, den

Prämiensatz, die Versicherungsbedingungen bzw. die

Versicherungsleistungen zu ändern.

Bei Ablehnung einer Änderung kann der Versicherte

innerhalb von 30 Tagen nach der Änderungsanzeige seine

versicherte Kreditkarte zurückgeben.

Ergeht kein Ablehnungsbescheid, so gelten die neuen

Bedingung als angenommen.

Die Rückgabe der versicherten Kreditkarte bedingt

allerdings keinen Anspruch auf die Rückzahlung der

Gebühren.

5.4. Verjährung:

Alle Ansprüche im Rahmen dieses Vertrags verjähren nach

drei Jahren. Dieser Zeitpunkt setzt bei Eintritt des den

Anspruch bedingenden Ereignisses ein.

5.5. Regress und Surrogation des Versicherers:

Der Versicherer behält sich das Recht vor, alle zu Unrecht

erbrachten Leistungen vom Versicherten wieder

einzufordern. Dabei wird er in Höhe der überzahlten

Leistung in die Rechtsansprüche des Versicherten

gegenüber haftenden Dritten eingesetzt.

5.6. Anwendungsbereich:

Die Deckung gilt weltweit.

5.7. Terrorismus:

Mitgliedschaft bei TRIP (Terrorism Reinsurance and

Insurance Pool):

Die Versicherung deckt in bestimmten Fällen

terroristische Attentate. Hierzu ist die

Versicherungsgesellschaft Mitglied der VoG TRIP mit Sitz

in 1000 Brüssel, de Meeûssquare 29/Square de Meeûs 29.

Gemäß Gesetz vom 1. April 2007 zur Versicherung von

Schäden aufgrund terroristischer Straftaten wird die

gesamte Leistungsverpflichtung aller

Versicherungsunternehmen, die Mitglied dieser VoG sind,

auf eine Milliarde Euro pro Kalenderjahr für solche

Schäden begrenzt, die auf als solche anerkannte,

terroristische Straftaten in einem Kalenderjahr

zurückzuführen sind. Dieser Betrag wird jedes Jahr zum 1.

Januar an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes

angepasst. Ausgangswert ist der Index von Dezember

2005. Sollte dieser Ausgangswert aufgrund gesetzlicher

oder behördlicher Vorschriften geändert werden, wird der

geänderte Betrag automatisch ab der nächstfolgenden

Fälligkeit zugrunde gelegt, soweit der Gesetzgeber nicht

ausdrücklich eine andere Übergangsregelung vorgesehen

hat.

Sollte der Betrag der rechnerischen oder veranschlagten

Versicherungsleistungen größer als der im vorigen Absatz

genannte Betrag sein, wird eine Proportionalregelung

angewandt: Die auszuzahlenden Leistungen erfolgen

proportional im Verhältnis des im vorigen Absatz

genannten Betrags oder der für das Kalenderjahr noch

verfügbaren Mittel gegenüber den für das Kalenderjahr

F04085N - 23/10/2013 9/14


auszuzahlenden Leistungen.

Ausbezahlung

Gemäß vorgenanntem Gesetz vom 1. April 2007 bestimmt

der Ausschuss, ob ein Ereignis unter die Definition einer

terroristischen Straftat fällt. Da der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag nicht

überschritten werden soll, legt dieser Ausschuss

spätestens sechs Monate nach Eintritt des Ereignisses

den Prozentsatz der Versicherungsleistung fest, die von

den Mitgliedsversicherungen des TRIP aufgrund des einen

Leistungsanspruch bedingenden Ereignisses auszuzahlen

ist. Der Ausschuss kann diesen Prozentsatz revidieren.

Beschluss bezüglich der prozentual zu erbringenden

Versicherungsleistung

Der Versicherte oder der Begünstigte kann gegenüber dem

Versicherungsunternehmen erst nach Festlegung des

Prozentsatzes durch den Ausschuss Leistungsansprüche

geltend machen. Das Versicherungsunternehmen zahlt die

Versicherungssumme entsprechend dem vom Ausschuss

festgelegten Prozentsatz. Sollte durch Königlichen Erlass

ein anderer Prozentsatz vorgegeben werden, zahlt das

Versicherungsunternehmen abweichend von der

vorstehenden Regelung diesen Prozentsatz.

Sollte der Ausschuss den Prozentsatz mindern, so gilt die

geminderte Leistungsverpflichtung nicht für bereits

ausgezahlte Versicherungssummen. Ebenso wenig gilt sie

für noch zu leistende Zahlungen, die das

Versicherungsunternehmen dem Versicherten bzw. dem

Begünstigten bereits zugesagt hat. Falls der Ausschuss

den Prozentsatz erhöht, gilt diese erhöhte

Versicherungsleistung für alle gemeldeten Schadensfälle,

die auf eine terroristische Straftat zurückzuführen sind.

Sollte der Ausschuss feststellen, dass der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag für die

Vergütung sämtlicher entstandenen Schäden

unzureichend ist oder sollten ihm nicht alle zur

Bemessung eines ausreichenden Betrags erforderlichen

Unterlagen vorliegen, werden Personenschäden vorrangig

bedient. Schmerzensgeld für seelische Schäden wird erst

nach allen anderen Ersatzleistungen geleistet.

Einschränkungen, Ausschlüsse bzw. zeitliche

Ausweitungen zur Erfüllung der Verpflichtungen der

Versicherungsunternehmen, die Gegenstand eines

Königlichen Erlasses sind, werden gemäß den Vorgaben

desselben angewandt.

verarbeitet werden und dass sie unter denselben

Bedingungen von eventuellen Rückversicherern oder

Mitversicherern mit Sitz in Belgien oder im Ausland

verarbeitet werden.

Soweit dies für die Verarbeitung oder Erfüllung des

Vertrages erforderlich ist, können diese Daten bei Dritten

erhoben werden. Die personenbezogenen

Gesundheitsdaten werden zu oben genannten Zwecken

verarbeitet, ausgenommen sind Werbezwecke.

Auf Antrag kann der Versicherte sich kostenlos der

Nutzung seiner personenbezogenen Daten zum Zwecke

des Direktmarketings widersetzen. Soweit es sich um

seine Person betreffende Daten handelt, hat er ein Recht

auf Einsichtnahme und Berichtigung fehlerhafter Angaben.

Dazu muss er einen datierten und unterschriebenen

schriftlichen Antrag an den Versicherer richten.

5.9. Korrespondenz

Mitteilungen oder Anfragen im Zusammenhang mit diesen

Bedingungen gelten als rechtswirksam zugestellt, wenn

sie an den jeweiligen Hauptsitz des

Versicherungsnehmers und des Versicherers gerichtet

werden.

Mitteilungen an den Versicherten erfolgen rechtswirksam

an die dem Versicherungsnehmer zuletzt bekannt

gegebene Adresse.

5.10. Anwendbares Recht

Dieser Vertrag unterliegt belgischem Recht.

Bei Streitigkeiten sind ausschließlich belgische Gerichte

anzurufen.

5.8. Verarbeitung personenbezogener Daten:

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit der

Speicherung und Verarbeitung seiner personenbezogenen

Daten durch die AG Insurance AG in ihrer Eigenschaft als

für die Datenverarbeitung verantwortliche Stelle zwecks

Verwaltung der Geschäftsbeziehung im Rahmen dieser

Versicherung, Verhütung von Missbrauch und Betrug,

Erstellung von Statistiken und Tests, Bewerbung von

Produkten aus dem Angebot der Finanzkonzerne, zu denen

die AG Insurance AG gehört.

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit dem

Austausch dieser Daten zwischen der AG Insurance AG

und den Gesellschaften des Konzerns, zu dem die AG

Insurance AG gehört. Gleiches gilt für die Weitergabe

dieser Daten an andere Dritte, soweit die Erfüllung des

Versicherungsvertrages oder gesetzliche Belange dies

erfordern.

Der Zugang zu den personenbezogenen Daten ist den

Personen vorbehalten, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit

benötigen.

Falls sich der Interessent weigert, der AG Insurance AG

bestimmte personenbezogene Daten mitzuteilen, kann

dies die Art der Vertragsbeziehung beeinflussen.

Der Versicherte erklärt sich ausdrücklich damit

einverstanden, dass seine personenbezogenen

Gesundheitsdaten von der AG Insurance AG unter der

Verantwortung eines Beschäftigten im Gesundheitssektor

F04085N - 23/10/2013 10/14


AN DIE MASTERCARD GOLD GEBUNDENE REISESTORNIERUNG

VERSICHERUNGSZERTIFIKAT

6.500 EUR

Kapitel 1 DEFINITIONEN

Versicherter: Eine natürliche Person, die Inhaber der

versicherten Kreditkarte ist und deren Name auf dieser

Karte ausgewiesen ist.

Versicherungsnehmer: BNP Paribas Fortis SA/NV,

Warandeberg 3/Montagne du Parc 3, B-1000 Brüssel,

MwSt. BE 403.199.702,

RJP Brüssel

Versicherte Kreditkarte: Eine gültige Kreditkarte „BNP

PARIBAS FORTIS VISA/MASTERCARD GOLD“, die vom

Versicherungsnehmer ausgegeben wurde.

Versicherer: AG Insurance AG Jacqmainlaan 53/Bd E.

Jacqmain 53, B-1000 Brüssel, MwSt. BE 0404.494.849,

RJP Brüssel

Familie: Der Ehepartner oder zusammenwohnende

Partner des Versicherten und ihre Kinder bis zum 25.

Lebensjahr.

Dritte: Andere Personen als der Versicherte und sein

Ehepartner oder sein zusammenwohnender Partner und

ihre Nachkommen oder Vorfahren.

Versicherte Sache: Neue, bewegliche Sachen, die für den

Privatgebrauch bestimmt sind und die mit der

versicherten Kreditkarte während des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden. Ausgeschlossen

sind: verderbliche Waren, Getränke, lebende Tiere,

Pflanzen, Bargeld, Fremdwährungen, Reiseschecks,

Versandpapiere, handelsfähige Wertpapiere, Schmuck und

Edelsteine, Pelze, Kunstwerke, Gold- oder

Silberschmiedearbeiten, Kraftfahrzeuge, Mobiltelefone,

Internet-Downloads, gewerblich oder industriell genutzte

Güter, bei Online-Auktionen erworbene Sachen,

pharmazeutische oder para-pharmazeutische Produkte,

optische und medizinische Apparaturen, maßgefertigte

Sachen und Gebrauchtwaren.

Schadensfall: Der Eintritt eines Ereignisses, das durch

eine der unter Kapitel 2 benannten Deckungen versichert

ist.

Kapitel 2 DECKUNGEN

2.1.1. Definitionen zu dieser Deckung:

- Größere Sachschäden: Jeder Sachschaden (Brand,

Diebstahl, Wasserschäden, Explosion, Einsturz) an den

Gebäuden des Versicherten oder an den Räumlichkeiten,

in denen er seiner freiberuflichen Tätigkeit nachgeht oder

ein Unternehmen leitet, und der aufgrund seiner Schwere

die Anwesenheit des Versicherten vor Ort erfordert, um

bewahrende Maßnahmen zu ergreifen, oder aber falls

seine Anwesenheit von der Polizei gefordert wird.

- Unfall: Ein plötzliches Ereignis, das einen

Körperschaden verursacht und dessen Ursache oder eine

davon sich außerhalb des Organismus des Opfers befindet,

und der von einem Arzt festgestellt wird und den Antritt

der gebuchten Reise unmöglich macht.

- Erkrankung: Jede Änderung des Gesundheitszustands,

die von einem Arzt festgestellt wird, und die den Antritt

der gebuchten Reise unmöglich macht.

- Versicherte Reise: Jede Reise, die mehr als 100

Kilometer vom Wohnsitz des Versicherten fortführt und

höchstens 120 aufeinanderfolgende Tage dauert.

2.1.2. Gegenstand der Deckung

Der Versicherer übernimmt im Rahmen der vorgesehenen

Deckungsgrenze die Kosten, die gemäß den allgemeinen

Bedingungen der versicherten Reise zulasten des

Versicherten gehen, falls diese aufgrund einer

Stornierung, eines Abbruchs oder einer Änderung der

versicherten Reise wegen Erkrankung, Unfall oder Tod des

Versicherten, seines Ehe- oder Lebenspartners, eines

Familienangehörigen bis zum zweiten Grad oder wegen

eines schweren dem Versicherten entstandenen

Sachschadens angefallen sind, und soweit diese Reise mit

der versicherten Kreditkarte bezahlt wurde.

Die Reisestornierungsdeckung setzt ein:

- bei Erkrankung, Unfall oder Tod: ab Erwerb der Reise

- bei schweren Sachschäden: frühestens 10 Tage vor der

Abreise

Sie endet am Tag der Abreise um 0.00 Uhr.

Die Reiseabbruchdeckung setzt zum ersten Tag der

versicherten Reise ein und endet 90 Tagen nach der

Abreise, in jedem Fall mit der Rückkehr des Versicherten

an seinen gesetzlichen Wohnsitz.

2.1.3. Deckungssumme

Bei Stornierung oder Änderung der Reise erstattet der

Versicherer dem Versicherten diejenigen Kosten, die

Letzterer gemäß den allgemeinen Bedingungen der

versicherten Reise zu tragen hat:

- Die Obergrenze beträgt 6.500 Euro pro Reise, pro Familie

und pro Kalenderjahr und bei höchstens zwei

Schadensfällen pro Kalenderjahr, falls die Änderung oder

Stornierung in den 30 Tagen vor dem geplanten

Reisetermin erfolgt;

- Die Obergrenze beträgt 250 Euro pro Reise und pro

Familie bei höchstens zwei Schadensfällen pro

Kalenderjahr, falls die Änderung oder Stornierung mehr

als 30 Tage vor dem geplanten Reisetermin erfolgt;

Bei einem Reiseabbruch zahlt der Versicherer die nicht

genutzte Leistung zeitanteilig zurück, dabei gilt eine

Obergrenze von 6.500 Euro pro Reise und pro Familie bei

höchstens zwei Schadensfällen pro Kalenderjahr.

2.1.4. Selbstbeteiligung:

Es ist eine Selbstbeteiligung von 125 Euro pro

Schadensfall zu leisten.

2.1.5. Ausschlüsse

Nicht versichert sind:

- Geschäftsreisen

- Reisen zum Zwecke des Antritts einer medizinischen

Behandlung

- Reisen, die entgegen einer ärztlichen Empfehlung

erfolgen

- Psychische Erkrankungen

- Nicht-stabilisierte Krankheiten, die vor Buchung der

versicherten Reise diagnostiziert wurden, und die zu

BNP Paribas Fortis SA/NV, Montagne du Parc 3, B-1000 Brüssel – RJP Brüssel – MwSt BE 0403.199.702 – Tel.: 02 261 11 11

F04085N - 23/10/2013 11/14


plötzlichen Komplikationen vor der Abreise führen können;

- Folgen des Gebrauchs von Drogen oder von nicht

ärztlich verordneten Medikamenten

- Schwangerschaft ab dem ersten Tag des siebten Monats

- Unfälle bei Probefahrten, Wettrennen oder

Wettkämpfen, bei denen Kraftfahrzeuge zum Einsatz

kommen

- Unfälle bei der Nutzung von Luftfahrzeugen (mit

Ausnahme von Passagierflugzeugen)

- Bei der Deckung „Reiseabbruch“: Erkrankungen oder

leichte Verletzungen, die vor Ort behandelt werden

können

- Die Prämie der Reisestornierungsversicherung, die der

Versicherte seiner Reiseagentur gezahlt, falls er es

versäumt hat, diese abzulehnen oder falls diese

automatisch in einem Pauschalbetrag enthalten ist, in den

der Versicherte eingewilligt hat.

Kapitel 3 ALLGEMEINE AUSSCHLÜSSE

Die Versicherungsleistung ist bei Schäden, die direkt oder

indirekt auf eines der folgenden Ereignisse zurückzuführen

sind, ausgeschlossen:

- Krieg oder Bürgerkrieg

- Aufruhr, Unruhen, kollektive Gewalttaten mit

politischem, ideologischem oder sozialem Hintergrund mit

oder ohne Widerstand gegen die Staatsgewalt oder gegen

andere eingesetzte Ordnungskräfte, soweit sich der

Versicherte aktiv daran beteiligt

- Gerichtliche Klagen in jeder Form

- Kernspaltung oder -schmelze, Radioaktivität oder

ionisierende Strahlung mit Ausnahme von medizinischer

Bestrahlungen

- Strukturelle Veränderungen des Atomkerns

- Naturkatastrophen

- Vorsatz, Betrug oder Täuschung durch den Versicherten,

seinen Ehe- oder Lebenspartner, seine Verwandten in

direkter Linie oder Blutsverwandte in der Seitenlinie oder

durch Familienangehörige

Kapitel 4 PFLICHTEN IM SCHADENSFALL

4.1 Für alle Deckungen

Der Versicherte muss dem Versicherer innerhalb von

acht Kalendertagen eine vollständig ausgefüllte

Schadensmeldung (auf Anfrage des Versicherers zu

erstellen) beibringen. Diese Frist setzt am Tage des

Schadens ein.

Der Versicherer ist berechtigt, vom Versicherten die

Beibringung aller der Feststellung und Beurteilung des

Schadensfalles bzw. der Versicherungsleistung dienlichen

Dokumente zu verlangen. Der Versicherte muss die

Anweisungen des Versicherers befolgen und alle von

Letzterem vorgeschriebenen Schritte ausführen.

4.2. Zur Deckung „Reiseabbruchversicherung“

In jedem Fall muss der Versicherte dem Versicherer

folgende Unterlagen beibringen:

- Nachweis darüber, dass die versicherte Reise mit der

versicherten Kreditkarte bezahlt wurde

- Kopie des Buchungsbelegs der Reise und der Rechnung

mit den allgemeinen Bedingungen zur versicherten Reise

Bei einer Stornierung der Reise muss der Versicherte dem

Versicherer folgende Unterlagen beibringen:

- Originalstornierungsrechnung der Reiseagentur

- Alle Nachweise, Bescheinigungen und Unterlagen, aus

denen die Stornierung der Reise hervorgeht

Bei Reiseabbruch muss der Versicherte dem Versicherer

folgende Unterlagen beibringen:

- Bescheinigung der Reiseagentur über die Anzahl der

Tage, um die die Reise verkürzt wurde

- Alle Nachweise, Bescheinigungen und Unterlagen, aus

denen der Abbruch der versicherten Reise hervorgeht

Bei einer Änderung der Reise muss der Versicherte dem

Versicherer folgende Unterlagen beibringen:

- Bescheinigung der Reiseagentur über die Gründe der

Änderung der versicherten Reise

- Alle Nachweise, Bescheinigungen oder Unterlagen, die

die Änderung der versicherten Reise belegen

Bei einem schweren Sachschaden muss der Versicherte

dem Versicherer Unterlagen bezüglich der Schwere des

ihm entstandenen Schadens beibringen, ggf. ist eine

behördliche Bescheinigung (Polizeiprotokoll,

Bescheinigung der Feuerwehr u. ä.) beizufügen.

4.3.Sanktionen

Sollte der Versicherte seinen Verpflichtungen im Sinne

dieses Kapitels nicht nachkommen, kann der Versicherer

seine Leistungen mindern, um so den ihm entstandenen

Schaden auszugleichen.

Der Versicherer kann seine Leistung verweigern, falls der

Versicherte seinen Pflichten im Sinne dieses Kapitels

vorsätzlich und in betrügerischer Absicht nicht

nachkommt.

Im Schadensfall

Teleclaims Während der Bürozeiten:: 02/664.45.25

E-mail: goldcardinsurance@aginsurance.be

Fax: 02/664.40.73

Bei Fragen oder Anmerkungen zu Ihrem Vertrag oder zu

einem Schadensfall können Sie sich an Ihre Zweigstelle

oder direkt an uns wenden. Man wird sich nach Kräften

bemühen, Ihnen weiterzuhelfen.

Sollte für Ihr Problem keine Lösung gefunden werden,

können Sie sich an folgende Stelle wenden:

AG Insurance AG

Ombudsdienst

Emile Jacqmainlaan 53/Bd. Emile Jacqmain 53

1000 Brüssel

E-Mail: ombudsman@aginsurance.be

Wenn Sie mit der von der Versicherungsgesellschaft

vorgeschlagenen Lösung nicht zufrieden sind, können Sie

sich - unbeschadet weiterer rechtlicher Schritte - an

folgende Stelle wenden:

Ombudsmann des Versicherungswesens

De Meeûsplantsoen 35/Square de Meeûs 35

1000 Brüssel

www.ombudsman.as

KAPITEL 5 ADMINISTRATIVE BESTIMMUNGEN

5.1.Beginn der Versicherung

Der Versicherungsschutz beginnt zu dem Zeitpunkt, zu

dem der Inhaber seine versicherte Karte erhält,

frühestens jedoch mit Beginn der Versicherungslaufzeit im

Sinne desjenigen Vertrags, den der Versicherungsnehmer

mit dem Versicherer zwecks Deckung der in diesem

Versicherungsschein erwähnten Leistungen abgeschlossen

hat.

Sachen oder Reisen, die vor Beginn des

Versicherungszeitraums bezahlt wurden, sind nicht

versichert (auch wenn der Schadensfall nach diesem

Zeitpunkt eintritt).

5.2. Ende der Versicherung:

Die Versicherung endet auch für bereits bezahlte Sachen

in folgenden Fällen:

F04085N - 23/10/2013 12/14


- Nicht-Verlängerung der versicherten Kreditkarte

- Kündigung der versicherten Kreditkarte

- Beendigung der Versicherungsvereinbarung zwischen

dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer bezüglich

der in diesem Versicherungsschein benannten Deckungen

ungeachtet des Grundes dieser Beendigung.

5.3. Änderung der Versicherungsbedingungen:

Vorbehaltlich einer Unterrichtung des Versicherten

mindestens 30 Tage vorab können Versicherer und

Versicherungsnehmer gemeinsam beschließen, den

Prämiensatz, die Versicherungsbedingungen bzw. die

Versicherungsleistungen zu ändern.

Bei Ablehnung einer Änderung kann der Versicherte

innerhalb von 30 Tagen nach der Änderungsanzeige seine

versicherte Kreditkarte zurückgeben.

Ergeht kein Ablehnungsbescheid, so gelten die neuen

Bedingung als angenommen.

Die Rückgabe der versicherten Kreditkarte bedingt

allerdings keinen Anspruch auf die Rückzahlung der

Gebühren.

5.4. Verjährung:

Alle Ansprüche im Rahmen dieses Vertrags verjähren nach

drei Jahren. Dieser Zeitpunkt setzt bei Eintritt des den

Anspruch bedingenden Ereignisses ein.

5.5. Regress und Surrogation des Versicherers:

Der Versicherer behält sich das Recht vor, alle zu Unrecht

erbrachten Leistungen vom Versicherten wieder

einzufordern. Dabei wird er in Höhe der überzahlten

Leistung in die Rechtsansprüche des Versicherten

gegenüber haftenden Dritten eingesetzt.

5.6. Anwendungsbereich:

Die Deckung gilt weltweit.

5.7. Terrorismus:

Mitgliedschaft bei TRIP (Terrorism Reinsurance and

Insurance Pool):

Die Versicherung deckt in bestimmten Fällen

terroristische Attentate. Hierzu ist die

Versicherungsgesellschaft Mitglied der VoG TRIP mit Sitz

in 1000 Brüssel, de Meeûssquare 29/Square de Meeûs 29.

Gemäß Gesetz vom 1. April 2007 zur Versicherung von

Schäden aufgrund terroristischer Straftaten wird die

gesamte Leistungsverpflichtung aller

Versicherungsunternehmen, die Mitglied dieser VoG sind,

auf eine Milliarde Euro pro Kalenderjahr für solche

Schäden begrenzt, die auf als solche anerkannte,

terroristische Straftaten in einem Kalenderjahr

zurückzuführen sind. Dieser Betrag wird jedes Jahr zum 1.

Januar an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes

angepasst. Ausgangswert ist der Index von Dezember

2005. Sollte dieser Ausgangswert aufgrund gesetzlicher

oder behördlicher Vorschriften geändert werden, wird der

geänderte Betrag automatisch ab der nächstfolgenden

Fälligkeit zugrunde gelegt, soweit der Gesetzgeber nicht

ausdrücklich eine andere Übergangsregelung vorgesehen

hat.

Sollte der Betrag der rechnerischen oder veranschlagten

Versicherungsleistungen größer als der im vorigen Absatz

genannte Betrag sein, wird eine Proportionalregelung

angewandt: Die auszuzahlenden Leistungen erfolgen

proportional im Verhältnis des im vorigen Absatz

genannten Betrags oder der für das Kalenderjahr noch

verfügbaren Mittel gegenüber den für das Kalenderjahr

auszuzahlenden Leistungen.

Ausbezahlung

Gemäß vorgenanntem Gesetz vom 1. April 2007 bestimmt

der Ausschuss, ob ein Ereignis unter die Definition einer

terroristischen Straftat fällt. Da der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag nicht

überschritten werden soll, legt dieser Ausschuss

spätestens sechs Monate nach Eintritt des Ereignisses

den Prozentsatz der Versicherungsleistung fest, die von

den Mitgliedsversicherungen des TRIP aufgrund des einen

Leistungsanspruch bedingenden Ereignisses auszuzahlen

ist. Der Ausschuss kann diesen Prozentsatz revidieren.

Beschluss bezüglich der prozentual zu erbringenden

Versicherungsleistung

Der Versicherte oder der Begünstigte kann gegenüber dem

Versicherungsunternehmen erst nach Festlegung des

Prozentsatzes durch den Ausschuss Leistungsansprüche

geltend machen. Das Versicherungsunternehmen zahlt die

Versicherungssumme entsprechend dem vom Ausschuss

festgelegten Prozentsatz. Sollte durch Königlichen Erlass

ein anderer Prozentsatz vorgegeben werden, zahlt das

Versicherungsunternehmen abweichend von der

vorstehenden Regelung diesen Prozentsatz.

Sollte der Ausschuss den Prozentsatz mindern, so gilt die

geminderte Leistungsverpflichtung nicht für bereits

ausgezahlte Versicherungssummen. Ebenso wenig gilt sie

für noch zu leistende Zahlungen, die das

Versicherungsunternehmen dem Versicherten bzw. dem

Begünstigten bereits zugesagt hat. Falls der Ausschuss

den Prozentsatz erhöht, gilt diese erhöhte

Versicherungsleistung für alle gemeldeten Schadensfälle,

die auf eine terroristische Straftat zurückzuführen sind.

Sollte der Ausschuss feststellen, dass der im Abschnitt

„Mitgliedschaft bei TRIP“ genannte Betrag für die

Vergütung sämtlicher entstandenen Schäden

unzureichend ist oder sollten ihm nicht alle zur

Bemessung eines ausreichenden Betrags erforderlichen

Unterlagen vorliegen, werden Personenschäden vorrangig

bedient. Schmerzensgeld für seelische Schäden wird erst

nach allen anderen Ersatzleistungen geleistet.

Einschränkungen, Ausschlüsse bzw. zeitliche

Ausweitungen zur Erfüllung der Verpflichtungen der

Versicherungsunternehmen, die Gegenstand eines

Königlichen Erlasses sind, werden gemäß den Vorgaben

desselben angewandt.

5.8. Verarbeitung personenbezogener Daten:

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit der

Speicherung und Verarbeitung seiner personenbezogenen

Daten durch die AG Insurance AG in ihrer Eigenschaft als

für die Datenverarbeitung verantwortliche Stelle zwecks

Verwaltung der Geschäftsbeziehung im Rahmen dieser

Versicherung, Verhütung von Missbrauch und Betrug,

Erstellung von Statistiken und Tests, Bewerbung von

Produkten aus dem Angebot der Finanzkonzerne, zu denen

die AG Insurance AG gehört.

Der Versicherte erklärt sein Einverständnis mit dem

Austausch dieser Daten zwischen der AG Insurance AG

und den Gesellschaften des Konzerns, zu dem die AG

Insurance AG gehört. Gleiches gilt für die Weitergabe

dieser Daten an andere Dritte, soweit die Erfüllung des

Versicherungsvertrages oder gesetzliche Belange dies

erfordern.

Der Zugang zu den personenbezogenen Daten ist den

Personen vorbehalten, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit

benötigen.

Falls sich der Interessent weigert, der AG Insurance AG

bestimmte personenbezogene Daten mitzuteilen, kann

dies die Art der Vertragsbeziehung beeinflussen.

Der Versicherte erklärt sich ausdrücklich damit

einverstanden, dass seine personenbezogenen

Gesundheitsdaten von der AG Insurance AG unter der

Verantwortung eines Beschäftigten im Gesundheitssektor

verarbeitet werden und dass sie unter denselben

Bedingungen von eventuellen Rückversicherern oder

Mitversicherern mit Sitz in Belgien oder im Ausland

verarbeitet werden.

Soweit dies für die Verarbeitung oder Erfüllung des

Vertrages erforderlich ist, können diese Daten bei Dritten

erhoben werden. Die personenbezogenen

Gesundheitsdaten werden zu oben genannten Zwecken

verarbeitet, ausgenommen sind Werbezwecke.

F04085N - 23/10/2013 13/14


Auf Antrag kann der Versicherte sich kostenlos der

Nutzung seiner personenbezogenen Daten zum Zwecke

des Direktmarketings widersetzen. Soweit es sich um

seine Person betreffende Daten handelt, hat er ein Recht

auf Einsichtnahme und Berichtigung fehlerhafter Angaben.

Dazu muss er einen datierten und unterschriebenen

schriftlichen Antrag an den Versicherer richten.

5.9. Korrespondenz

Mitteilungen oder Anfragen im Zusammenhang mit diesen

Bedingungen gelten als rechtswirksam zugestellt, wenn

sie an den jeweiligen Hauptsitz des

Versicherungsnehmers und des Versicherers gerichtet

werden.

Mitteilungen an den Versicherten erfolgen rechtswirksam

an die dem Versicherungsnehmer zuletzt bekannt

gegebene Adresse.

5.10. Anwendbares Recht

Dieser Vertrag unterliegt belgischem Recht.

Bei Streitigkeiten sind ausschließlich belgische Gerichte

anzurufen.

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