ASR Sport Ausgabe Juli 2013 - Allgäu Sport Report

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ASR Sport Ausgabe Juli 2013 - Allgäu Sport Report

D R I T T E S E I T E

Liebe Allgäuer Sportfreunde (-innen),

T E N N I S

nicht nur der ALLGÄUER SPORTREPORT feiert in

diesen Tagen sein 20. Jubiläum, zum Feiern ist auch

den vielen Outdoor-Aktiven in diesen Tagen zumute.

Immerhin konnte der Wettergott endlich die

dunklen Wolken, die Nässe und Schweinskälte vertreiben.

Damit ist die große Zeit der Frischluftfanatiker

gekommen.

Auf den Fußballplätzen tobt die Vorbereitung auf die neue Saison, die

für viele höherklassige Clubs bereits in den nächsten Tagen beginnt.

Auf den Seen jagt eine Regatta die nächste und die Allgäuer Segler

fahren auch international ganz vorne mit. Die American Footballer der

Allgäu Comets ziehen in der GFL II einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze

und Beachvolleyball ist dank glänzender Auftritte Allgäuer Teams

auf den heimischen Sandplätzen angekommen.

Oberstaufen 14

22. ATP-Challenger-Turnier mit erlesenem

Feld vom 20. bis 28. Juli 2013

Aber auch eiskaltes Vergnügen gehört zum hiesigen Sommer, wenn

der EC Oberstdorf wieder zur Sensations-Eisgala "Musicals on Ice" lädt

oder die Shorttracker ihr Sommer-Camp abhalten.

E I S S P O R T

Wir waren für Sie wieder bei den wichtigsten und interessantesten

Sport-Events im Allgäu unterwegs, haben Sportler, Funktionäre und

Manager befragt und können Ihnen auch mit dieser ASR-Ausgabe wieder

ein buntes Panoptikum an Themen mit vielen tollen Bildern präsentieren.

Viel Spaß beim Lesen und dem genussvollen Betrachten der Bilder!

Ihr

Dieter Greif

Eiskunstlaufen 21

Musicals on Ice am 12. Juli in Oberstdorf

mit Weltmeisterin Carolina Kostner

T R I A T H L O N

Hochklassiger Fußball beim asr-Jubiläums-Cup 4

SSV Ulm 46 (rot) gewinnt im Finale gegen den USV Eschen/Mauren mit 3:1 Toren

31. Allgäu Triathlon 23

Ertmals mit Staffelwettbewerb am

20. Juli in Immenstadt

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 3


4 F U S S B A L L / J U B I L Ä U M

Der Wettergott hatte es mit dem Allgäuer

Sportreport, den unzähligen Besuchern und

den Fußballern gut gemeint. Unter einem

strahlend blauen Himmel hatten sich die Mannschaften

des SSV Ulm 1846 (Regionalliga Südwest),

vom FC Memmingen, das Team des USV

Eschen/Mauren aus Liechtenstein (1. Liga

Classic, Schweiz) und vom Bayernligisten FC

Sonthofen zum großen Jubiläumsturnier getroffen.

Das prominent besetzte Turnier im

Oberstdorfer Fußballstadion bot dabei tatsächlich

Fußball für Gourmets. In vier Spielen

kämpften die Teams heißblütig um den Ball,

die Räume wurden eng gemacht, schnell über

die Flügel gespielt oder vehement in Zweikämpfe

gegangen.

Gleich das erste Spiel von Uwe Wegmanns

USW Eschen/Mauren gegen den FC Memmingen

hatte es in sich. Mit unbändigem Siegeswillen

auf beiden Seiten gingen die Teams in das

Spiel und es entwickelte sich ein Kampf auf

höchstem Niveau, das letztendlich der USV mit

2:1 für sich entscheiden konnte. Eine kleine

Lehrstunde in Sachen Regionalliga-Fußball erhielt

Bayernligist FC Sonthofen im zweiten

Spiel gegen die von Trainerfuchs Paul Sauter

bestens eingestellten Regionalligisten vom

SSV Ulm 1846. Am Ende hieß es 4:0 für die

20. Jahre ASR - Jubiläum: SSV Ulm 1846 schläg

Prominenz, große Spiele

Der ASR feierte mit einem hochklassig

Mannen aus der Donaustadt, der neue

Sonthofer Trainer Reinhold "Sammy" Mayer

konnte dem Spiel und dem Turnier trotzdem

viele Erkenntnisse und positive Aspekte abgewinnen:

"für uns war das kein Hobby-Turnier,

sondern eine wichtige Standortbestimmung

vor dem Start in die Saison. Wir sind jetzt

seit etwa drei Wochen im Training und haben

natürlich noch ein wenig Abstimmungsprobleme.

Für uns war es jedoch sehr wichtig,

hier eine Positionsbestimmung vorzunehmen

zu können. Wir haben gespürt, wie eine Klasse

höher gekämpft wird. Wir haben im Spiel

gegen die Ulmer bis zum 0:2 auf Augenhöhe

mitgespielt, dann sind eben ein wenig die

Dämme gebrochen. Wichtig ist, dass bei uns

die Motivation in der Truppe stimmt, allerdings

weiß ich auch, dass wir noch am Zweikampfund

Defensiv-Verhalten ebenso arbeiten müssen,

wie am schnelleren Umschalten von hinten

nach vorne. Auch im körperbetonten Spiel

werde ich noch ansetzen."

Im Spiel um den 3. Platz gab es für die Oberallgäuer

gegen den FC Memmingen noch eine

0:2-Niederlage, die Kreisstädter schlugen sich

als unterklassigste des Turniers Mannschaft

allerdings sehr respekabel. Auch Memmingens

Die vier Mannschaften, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter

Trainer Esad Kahric zeigte sich von den Leistungen

der Sonthofer beeindruckt: "für uns

war das eine gute Standortbestimmung im Hinblick

auf den Stand der Vorbereitung. Die Stärke

des Sonthofer Teams war schon sehr gut

und ich denke, dass das Team meines ehemaligen

Club-Kollegen "Sammy" Mayer in der

Bayernliga durchaus oben mitspielen kann."

Im Endspiel ging es dann zwischen den Ulmern

und Uwe Wegmanns Liechtensteiner Kickern

um den Titel. In einem teils hitzigen, anderer-

Christian Geiger (weiß), Neuzugang vom TSV Kottern soll im Mittelfeld des Bayernligisten 1.FC

Sonthofen die Fäden ziehen. Bei der 0:4 Niederlage in Oberstdorf gegen Ulm 46 deutete er schon

seine Fähigkeiten an

Der Kapitän der siegreichen Ulmer Mannschaft

(Mitte) erhielt gemeinsam mit seinem Keeper

Holger Betz (2.v.l.) aus den Händen von Dieter

Greif (asr, 2.v.r.), FC Oberstdorf-Vorstand Hans-

Jörg Donderer und allgäuhit-Moderator Rick Hölzl

(l.) den Siegerscheck

4 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Die drittplatzieren Memminger hatten gleich drei

Spieler zur Überreichung der Siegprämie in Form

von Bierkästen vom Allgäuer Brauhaus geschickt


hlägt den USV Eschen/Mauren im Finale mit 3:1 Toren

ele und ganz viel Paaaarty…

ssig besetzten Fußballturnier sein Jubiläum

F U S S B A L L / J U B I L Ä U M

Richtigstellung

Sogar dem großen Franz Beckenbauer

wurde so manches Presse-

Ei gelegt und Günther Netzer

spielte laut einer großen Tageszeitung

aus Nordrhein-Westfalen

mit Mönchengladbach statt in der

Bundesliga plötzlich in der Bezirksliga.

5

srichter des asr-Jubiläumsturniers, stellten sich in Oberstdorf gemeinsam den Fotografen

Auch wir vom ASR sind nicht vor

Fehlern gefeit und uns rutscht auch

der eine oder andere "Klops"

durch. Zuletzt in unserem ASR-

Jubiläumheft zum zwanzigjährigen

Bestehen. Dort stieg auf Seite der

FC Sonthofen "von der A-Klasse in

die Kreisliga" auf. Richtig hätte es

heißen müssen: "von der A-Klasse

in die Bayernliga".

Wir wollen uns beim FC Sonthofen,

den Verantwortlichen, Spielern

und Fans für dieses Lapsus

entschuldigen und werden bemüht

sein, in Zukunft bei den Korrekturen

noch genauer hin zu sehen.

seits aber technisch sehr hochstehenden

Spiel mit vielen Zweikämpfen

konnte sich das von Trainer-Legende

Paul Sauter hervorragende

eingestellte Team aus

Ulm knapp aber verdient mit 3:1

durchsetzen. Das Tor zum entscheidenden

3:1 fiel erst in der

letzten Mijnute der Spielzeit. Für

die Trainer der beiden Teams

stand jedoch am Ende fest: "das

Turnier war einfach super." Uwe

Wegmann ergänzte: " für uns kam

es in der Vorbereitung auf die

kommende Saison genau richtig."

Der Schöllanger Ex-Profi räumte

zwar ein, dass "wir erst seit vier

Tagen im Training sind,"

resümmierte jedoch, " dass ich

sehr zufrieden mit der Mannschaft

bin. Immerhin hatten wir einen großen

Umbruch im Team, aber die

Qualität in der Mannschaft stimmt.

Wir waren nach vorne schnell und

auch über die Außen lief es sehr

gut. Jetzt haben wir noch bis zum

Beginn der Saison Anfang August

Zeit, in Ruhe an Optimierungen zu

arbeiten."

Die Siegerehrung wurde von Dieter

Greif (asr), FC Oberstdorf-Vorstand

Hansjörg Donderer und Moderator

Rick Hölzl (Radio allgäuhit,

Sonthofen) auf dem Platz vorgenommen.

In einem spannenden Endspiel zweier gleichwertigen Mannschaften bezwang

der SSV Ulm (rot) im Endspiel den USV Eschen/Mauren mit 3:1 Toren

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I M P R E S S I O N E N

Nach der Siegerehrung des Turnieres verlagerte

sich das Geschehen langsam in das gemütliche

Clubhaus des FCO. Dort wartete auf

die Kicker, geladenen Gäste und Partner des

ASR ein üppiges Buffet, das von Relax-Betreiber

Mehmet Sentürk in gewohnt professioneller

Weise kredenzt worden war. Nach der emotionalen

Begrüßungsansprache von Dieter

Greif und der kulinarischen Stärkung mit den

lukullischen Köstlichkeiten, wünschten der

Oberstdorfer Bürgermeister Laurent Mies sowie

Sonthofens 3. Bürgermeister Wolfgang

Deppe in ihren Ansprachen dem ASR und Dieter

Greif auch für die Zukunft viel Erfolg und

dankten ihm für die Verdienste um den Allgäuer

Sport in zwei Jahrzehnten. Natürlich hatte

sich zu den Spielen und dem abendlichen

Empfang auch viel Prominenz eingefunden. So

wurden unter den Gästen DSV-Trainerlegende

Martin Oßwald, der Weltklasse-Kombinierer

Johannes Rydezek, Langläufer Michi Schnetzer

oder Golfszene-Herausgeber "Charly" Bayer

gesichtet. Zur stimmungsvollen Musik von Heini

Falger aus Sonthofen wurden die 20. Jahre ASR

gebührend gefeiert und die Lichter im Clubhaus

gingen erst zu vorgerückter Stunde am

nächsten Morgen aus. …die nächsten zwanzig

Jahre können kommen!

Bild links: Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies (2.v.l.) würdigte Dieter Greif und seinen ASR für

die Verdienst um den Sport im Allgäu. Bild Steffi Kindlmann und Ömer Yildirimli (rechtes Bild) von

Hauptsponsor ALLGÄU OUTLET in Sonthofen feierten kräftig mit

DSV-Trainerlegende Martin Oßwald im Gespräch mit Arhur Klauser (Hypobank Kleinwalsertal), Heini

Schneider, sportbegeisterter Wintersportfan aus Pforzheim mit Johannes Rydezek (v.l.)

Bild links: Heini Falger gab an seinem Keyboard richtig Gas (l.) und animierte Mehmet Sentürk, Margot, Klara (Bild 2) und die weiteren Gäste zum Tanzen

(Bild 3), während die Osnabrücker ein interessantes Gespräch mit dem Weltklasse-Kombinierer Johannes Rydezek führten (Bild 4), von links Franz,

Herbert, Beate, Andreas, Margret und Johannes (von l.)

Impressionen vom ASR-Jubiläumscup in Oberstdorf

Bild 1: Die beiden Golffreunde Heini und Charly, Uschi, Petra, Günter und Hans Wegmann amüsierten sich prächtig (v.l.). Bild 2: gut gelaunt im

Oybelestadion, Oberstdorfs Bürgermeister Laurent Mies (Mitte) mit Gattin und Dieter Greif (asr) Bild 3: Betreuer und Helfer "Otze" Maier und Christian

Konrad von "Körperwelten" (v.l.). Bild 4: Ulmer Fans unterstützten das Team von Trainer Paul Sauter auch in Oberstdorf

Bild 1: Uwe Wegmann (Mitte) mit den VfL Bochum-Fans Andy und Schwester Conny, Bild 2: Elmar Reiber und Helmut Batscheider (Baumit) mit dem

aktuellen ASR-Jubiläumsmagazin. Bild 3: Rick Hölzle im Interview mit Memmingens Trainer Esad Kahric. Bild 4: das gute Augsburger Schiri-Gespann aus

Augsburg

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F U S S B A L L / N E W S

Rückblick Fußballsaison 2012/13

Von der Landesliga bis zur A-Klasse Allgäu 4

Landesliga Süd-West

Der VfB Durach hat es geschafft. Das Team von

Peter Christl steht nach einer sehr durchwachsenen

Hinrunde und dem Überwintern

auf einem direkten Abstiegsplatz

zum Saisonende auf Platz elfgesichertes

Mittelfeld. Eine starke

Rückründe mit einer vier Spiele

anhaltenden Siegesserie im April und insgesamt

26 Punkten rettete die Flugplätzler

vor der Relegation oder dem direkten Abstieg.

Besonders die Abwehr wird in der kommenden

Saison das Hauptaugenmerk für den

Duracher Trainerstab darstellen: mit 72 Gegentoren

stellte man die zweitschwächste

Defensive der Landesliga Süd-West. Allerdings

konnte die Offensivabteilung um Roland

Ostheimer und Jochen Wölfel (je 9 Tore) das

ein oder andere Gegentor egalisieren und so

ihrem Team zum Klassenerhalt verhelfen. Einziger

bisher offiziell feststehender Neuzugang

ist Luke Schneider vom SSV

Wildpoldsried, wohingegen Torwarttalent

Kilian Stölzle den VfB in Richtung 1.FC Sonthofen

verlassen wird.

Tor pro Partie. Symptomatisch für den nur

knapp realisierten Klassenerhalt scheint der

Blick auf die interne Torjägerliste zu sein.

Neben Toptorschütze Anel Hodzic (8 Tore)

trafen 21 weitere vom FCM II eingesetzte Spieler.

Das Ziel neben dem Klassenerhalt einige

Spieler des Perspektivkaders an die Regionalliga

heranzuführen scheint jedoch ebenfalls

erreicht worden zu sein. So spielten zahlreiche

junge Spieler der zweiten Garde auch

in der ersten Mannschaft eine gute Rolle.

Bezirksliga Süd

Mit gemischten Gefühlen beenden die Oberallgäuer

Vereine ihre Saison in der Bezirksliga

Süd. Der FC Wiggensbach unter Trainer Gerhard

Christl musste als Aufsteiger bis zuletzt

um den Klassenerhalt zittern. Vor allem in der

Hinrunde musste der FCW erst einmal Lehrgeld

in der neuen Liga zahlen. Dennoch hielt

man durch starke Heimauftritte stets den

Anschluss an das untere Mittelfeld.

Er war mit fünf Toren der erfolgreichste Schütze

des 1.FC Sonthofen II: Rene Knorr

Eine gute Rückserie, die Achtbeste in der

Rückrundentabelle, erbrachte in der Endabrechnung

den zehnten Platz. Großen Anteil

am Erreichen des vor der Saison ausgegebenen

Ziels "Klassenerhalt" hatte, neben der

bezirksligareifen Abwehr des FCW, Stürmer

Dominik Behr (13 Tore). Für die neue Saison

gibt es in Wiggensbach zudem eine Veränderung

auf dem Trainerstuhl. Bernd Kunze, bis

zuletzt Trainer des 1.FC Sonthofen, wird ab

der kommenden Saison das Kommando in der

Swoboda-Arena übernehmen. Das Saisonziel

wird wieder der Klassenerhalt sein, vielleicht

dieses Mal mit etwas weniger Spannung am

Saisonende.

Für die Bayernligareserve des 1.FC Sonthofen

ging die Saison nach den regulären 30 Spielen

in die Verlängerung- Abstiegsrelegation

gegen den SV Donaumünster aus der Bezirksliga

Nord. Vor 300 Zuschauern musste Trainer

Andreas Fink mit ansehen wie seine junge

Mannschaft in der 92.Minute den entscheidenden

Gegentreffer zur 2:3-Niederlage hinnehmen

musste- der Abstieg in die Kreisliga Süd

war dadurch besiegelt. Dabei sah es lange Zeit

in dieser Bezirksligasaison so aus, als könnte

sich Sonthofen II wieder einmal im unteren

Tabellenmittelfeld festsetzen und den Abstieg

erneut verhindern. Nur sechs Punkte aus den

letzten sieben Begegnungen waren dann jedoch

zu wenig, um ein Abrutschen auf den

Relegationsplatz verhindern zu können. Dass

sich allein 18 Spieler in die Torjägerliste eintragen

können, sprach zwar für die vorhandenen

Offensivqualitäten, jedoch fehlte den

Sonthofenern um Kapitän Chaussepied ein

echter Torjäger- Rene Knorr (5) erzielte noch

die meisten Tore für rot-schwarz.

Kreisliga Süd

Erst am letzten Spieltag sicherte sich der VfB

Durach mit einem 3:1 Erfolg gegen Königsbrunn

den Klassenerhalt in der Landesliga und durfte

jubeln

Auch der FC Memmingen II kann für ein weiteres

Jahr Landesliga Süd-West planen.

Die Regionalligareserve konnte sich

über die Abstiegsrelegation in zwei

Spielen gegen den TSV Wertingen

(1:0 und 3:2) retten. Dabei deutete nach der

Hinrunde alles auf einen Platz im gesicherten

Mittelfeld hin. Allerdings konnte man nach der

Winterpause nicht mehr an die gezeigten Leistungen

vor Jahresschluss anknüpfen und holte

im Rückrundenschnitt lediglich einen Punkt

pro Spiel, bei ebenfalls nur einem erzielten

8 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Der FC Wiggensbach mit Trainer Gerhard Christl

musste als Aufsteiger bis zuletzt um den Klassenerhalt

zittern

Der Traditionsklub FC Kempten hat es geschafft.

Der Verein vom Illerstadion hat als

Meister der Kreisliga Süd den Aufstieg in die

Bezirksliga geschafft. Dabei waren die

Kemptener das dominierende Team dieser

Kreisligasaison - die meisten Siege und die

starken Auftritte auf fremden Plätzen brachten

am drittletzten Spieltag den verdienten

Meistertitel für die Mannschaft um Trainer Rainer

Höbel. Für die kommende Saison konnte

der FCK zudem bereits drei Neuzugänge vom

TSV Kottern verbuchen: Tolga Altan, Daniel

Immle und Ertan Erden wechseln nach Kempten

- vielleicht ein erster Schritt um an alte Zeiten

anknüpfen zu können. Auch der Trainerposten

wird neu besetzt: Stephan Wuttge (ehemals

TSV Kottern) wird Nachfolger von Meistertrainer

Rainer Höbel.

Hinter dem FCK ging es im Kampf um den

Relegationsplatz zwischen dem TSV Sulzberg


F U S S B A L L / N E W S

Aufsteiger FC Kempten

Von links nach rechts, oben: Franz Huber (Betreuer), Rainer Höbel (Trainer), Marco Röhl,

Julian Keidler, Christian Klose, Sebastian Thoma, Matthias Simon, Ibrahim Saricoskun, Rene

Kieninger, Klaus Kometer (1. Vorstand), Vedat Caliskan (Sportlicher Leiter), Horst Böhm (2.

Vorstand), Hubert Geiss (Kassierer) unten von links: Sebastian Schaller, Yevgenie Belek,

Sinan Yilmaz, Marvin Kreck, Pascal Prestel, Marcus Fenzl, Can Caliskan, Igor Klein, Michael Mayr,

Christoph Trautner

und dem SSV Wildpoldsried sehr eng zu.

Sulzberg setzte sich bei gleicher Punktzahl

aufgrund des direkten Vergleichs gegen den

SSV durch. In der Relegation mussten die Mannen

von Trainer Michael Schöll jedoch bereits

in der ersten Runde nach einer Niederlage

gegen die DJK Memmingerberg (0:3) alle

Aufstiegshoffnungen begraben.

Torrekord: Der Kosovo-Albaner Naim Nimanaj

(r.)erzielte in dieser Saison 53 Tore für die DJK

Memmingen Ost

Die südlicheren Oberallgäuer Vereine FC

Immenstadt, DJK Seifriedsberg und FC Rettenberg

beendeten die Saison in unterschiedlichen

Tabellenregionen. Konnten sich sowohl

der FCI (4.) als auch Aufsteiger Seifriedsberg

(8.) über Plätze im gesicherten Tabellenmittelfeld

freuen, so muss der FC Rettenberg

den bitteren Gang in die Kreisklasse Allgäu 4

antreten. Die Truppe vom Grünten konnte vor

allem in einer Rückrunde, in der lediglich sechs

Punkte geholt wurden, die rote Laterne bis

zum Schluss nicht mehr abgeben. Begleitet

werden die Rettenberger vom VfB Durach II,

der ebenfalls abgeschlagen am Tabellenende

landete.

Für den FC Immenstadt war vor allem die starke

Rückrunde mit lediglich drei Niederlagen

für den starken vierten Platz verantwortlich.

Jedoch wird der Toptorjäger des FCI, Ercan

Senoldu (10 Tore) zum Nachbarverein Türk

Gücü Immenstadt wechseln und somit nicht

mehr zur Offensivabteilung von Trainer

Bakircioglu's Mannschaft zählen.

Bei der DJK Seifriedsberg ist man mit dem starken

Auftreten des Aufsteigers zu Saisonbeginn

und dem achten Platz in der Endabrechnung

sehr zufrieden. Trainer Hubert Schädler

und sein Team stellten die drittbeste Abwehr

der Liga und hatten dazu mit Matthias Bertele

(7), Bastian Daschner (9) und Thomas Weikert

(6) drei torgefährliche Spieler in ihren Reihen.

Für die kommende Saison soll wieder der

Klassenerhalt angepeilt werden, ganz nach

dem Motto: "Das zweite Jahr ist immer das

schwerste."

Kreisklasse Allgäu 4

Einsam seine Kreise an der Tabellenspitze ziehen

konnte die Bayernliga Reserve des TSV

Kottern in der Kreisklasse Allgäu 4 und wurde

bereits drei Spieltage vor Schluss verdient

Meister. Das Team um Trainer Robert Lederle

zeichnete sich vor allem durch seine große

Heimstärke und spielerische Konstanz aus.

Zweimal legten die Mannen vom Kieswerk Siegesserien

von sieben oder mehr Spielen in

Folge hin. Besonders bemerkenswert am Meistertitel

scheint zu sein, dass die Kotterner

ohne echten Torjäger erfolgreich waren und

zahlreiche Spieler sich mehrfach in die

Torschützenliste eintragen konnten. Für die

kommende Saison wird Lederle jedoch noch

einmal seinen Kader sondieren müssen, nachdem

Michael Michalski (Spielertrainer SV

Lenzfried), sowie Tolga Altan, Daniel Immle

und Ertan Erden (FC Kempten) den Verein verlassen

werden.

Auch der TSV Obergünzburg konnte sich nach

einjähriger Abstinenz in der Kreisklasse durch

den erreichten Relegationsplatz wieder für

die Kreisliga qualifizieren. Der FC Ebenhofen

wurde im Entscheidungsspiel Mitte Juni mit 2:0

besiegt. Besonders stark präsentierte sich in

dieser Saison auch Aufsteiger TSV Heising.

Nicht nur der dritte Platz in der Endabrechnung

lässt aufhorchen. Vor allem die spielerische

Klasse der Kemptener Vorstädter und die

torgefährlichste Offensive der Kreisklasse (77

Tore) machen den TSV zu einem ernstzunehmenden

Meisterschaftsanwärter in der kommenden

Saison.

Der FC Oberstdorf musste nach einer verkorksten

Hinrunde und einem Abstiegsplatz zum

Jahreswechsel lange zittern, bis der Klassenerhalt

gefeiert werden konnte. In der

Rückrundentabelle belegte man einen respektablen

vierten Platz- dabei gewann man gegen

den TSV Obergünzburg und fügte dem

TSV Kottern II am letzten Spieltag die einzige

Heimniederlage der Saison zu. Durch die Verstärkungen

in der Winterpause konnte sich die

Truppe um Trainer Michael Jipp stabilisieren

und wird sicherlich versuchen in der kommenden

Saison am oberen Tabellendrittel anzuklopfen.

Vor allem werden dann die Neuzugänge

Pascal Altpeter und Fabian Grimmer

(1.FC Sonthofen) ebenfalls mit angreifen können.

Als Absteiger aus der Kreisklasse Allgäu 4 stehen

nach hartem Abstiegskampf der TSV Burgberg,

durchgereicht aus der Kreisliga Süd, und

der TV Weitnau fest. War bei den Mannen vom

Grünten bereits einige Spieltage vor Schluss

der Abstieg besiegelt, so konnte Weitnau zumindest

bis zum letzten Spieltag hoffen. Im

Fernduell mit dem geretteten SV Lenzfried

konnte aber der bittere Gang in die A-Klasse

Allgäu 4 nicht mehr verhindert werden.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 9


F U S S B A L L / N E W S

Fußball - A-Klasse: Türk Gücü Immenstadt & Türk Sport Kempten

Zwei Aufstiege in die Kreisklasse - ein großes Fest

Der Traum wurde wahr! Nachdem sich die

Teams vom FC Türk Sport Kempten und Türk

Gücü Immenstadt bereits während der Saison

lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der

Tabellenspitze lieferten, machten es die beiden

Teams am letzten Spieltag noch einmal

spannend. Das Immenstädter

Team von Trainer Onur Özden

stand bereits vor dem letzten

Spieltag als Aufsteiger fest,

daher ließen sie es gegen den

TSV Fischen geruhsam angehen

und verloren prompt vor über 300 Zuschauern

im eigenen Stadion mit 0:1. Dies änderte jedoch

nichts am Aufstieg. Die Kemptener dagegen

konnten in einem hochklassigen Finale

beim TSV Missen-Wilhams mit 5:2 gewinnen.

Damit stand Türk Sport plötzlich ganz oben

und Türk Gücü auf Rang zwei, aber beide waren

in die Kreisklasse Allgäu 4 aufgestiegen.

Die Kicker aus der Allgäumetropole hatten zunächst

gar keine Feier geplant, zumal vor dem

Spieltag der Aufstieg noch gar nicht sicher

war. Als er jedoch fest stand, änderten die

Kemptener spontan ihre Pläne und fuhren direkt

von Missen-Wilhalms nach Immenstadt ins

Auwaldstadion und überraschten die

Immenstädter mit ihrem Besuch. Die Freude

war auf beiden Seiten groß und gemeinsam

wurde der doppelte Aufstieg in südländischer

Die beiden Aufsteiger Türk Gücü Immenstadt und Türk Sport Kempten feierten ausgelassen

Manier ausgelassen gefeiert. "Mit den

Kemptenern hatten wir uns schon während der

Saison sehr gut verstanden und als die Jungs

hier im Stadion ankamen, gab es ein großes

Hallo und wir haben uns riesig," beschreibt

Immenstadts Spielleiter Hayri Yilmaz die Ankunft

der Kemptener. Fans, Aktive, Trainer und

Betreuer feierten ausgelassen, bevor die

Kemptener wieder in heimatliche Gefielde

aufbrechen mussten, wo sie von den Fans sehnlichst

erwartet wurden. Zuvor luden sie die

Kicker aus dem Städtle noch zum großen Aufstiegsfest

nach Kempten ein.

Für beide Vereine wird der Feier-Marathon

jedoch nicht ewig andauern können, denn

bereits Mitte August geht es in die Hinrunde

der Kreisklasse-Saison 2013/2014. Bisher

steht noch nicht fest, wann die beiden Clubs

in der neuen Klasse aufeinander treffen - sicher

ist nur, dass heiße Tänze garantiert sind.

FC Kempten startet in die neue Saison komplett schuldenfrei

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga hat der FCK Perspektiven für die Zukunft

Die Ausgangslage für den FC

Kempten und seiner Vorstandschaft

waren im Frühjahr 2011 denkbar

schlecht: sportlich ging es nur bergab,

Jugend- und Seniorenspieler

haben fluchtartig den Verein verlassen

und der aufgrund des Insolvenzantrages

eingesetzte Verwalter stellte einen Schuldenstand

von über 100.000 Euro fest, der Abstieg

aus der Bezirksliga in die Kreisliga stand

bevor, der Ruf des FC Kempten in der Region

war völlig ruiniert. Keine leichte Aufgabe für

die Vorstände Dr. Klaus Kometer, Horst Böhm

und Vedat Caliskan sowie Kassier Hubert Geiß.

Nach nunmehr 2 1/4 Jahren kann der FC

Kempten vermelden, dass die für diese Zeit

gesteckten Ziele allesamt erreicht wurden. Der

Schuldenberg wurde durch strikte Haushaltsdisziplin

und viele gute Gespräche mit Gläubigern

und Sponsoren komplett getilgt, Altlasten

sind nicht mehr vorhanden. Der Seniorenbereich

wurde wieder um eine 2. Mannschaft

bereichert und diese schaffte dann auch gleich

im ersten Anlauf den Aufstieg in die A-Klasse.

Klaus Kometer: "Der Aufstieg der zwei

Seniorenmannschaften war außerordentlich

wichtig für uns, damit wir den nachrückenden

Jugendspielern auch eine Perspektive bieten

können!" Neu strukturiert wurde in diesen drei

10 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Jahren daher auch die Jugendarbeit, denn

der FC Kempten investiert viel in die Jugend,

um in einigen Jahren die Früchte

ernten zu können: mit dem Einsatz des

Jugendkoordinators Alex Methfessel

greift ein durchgängiges Ausbildungskonzept

mit dem Ziel, die Spieler auch tatsächlich

für den Seniorenbereich zu entwikkeln.

Die hierfür erforderlichen Trainer sind

vorhanden. Böhm: "Der FC Kempten verfügt

jetzt über alle Altersgruppen hinweg über sehr

qualifiziertes und hochmotiviertes Trainerpersonal,

das auch intern weiter entwickelt

wird." Diese Jugendarbeit wird auch angenommen:

der FC Kempten erfährt im Jugendbereich

vor allem in den unteren Jahrgängen

einen enormen Zulauf. "Wir haben den ersten

Schritt getan" sind Kometer und Böhm überzeugt.

Trotz des hohen Schuldendienstes ist

es gelungen, die Jugendarbeit zu verbessern.

Freilich nicht ohne Hilfe des Jugendfördervereins,

der seinerseits Mittel nur für

die Jugend erwirtschaftet.

Kometer: "Wir wollen, dass die Eltern, die sich

um die sportliche Ausbildung und Weiterentwicklung

ihrer Kinder Gedanken machen, zuerst

an den FC Kempten denken." Der Seniorenbereich

ist jedoch der Motor der Entwicklung.

Mit Stephan Wuttge als Trainer und Jürgen

Heruth als seinem Assistenten, sowie Timo

Keck für die 2 Mannschaft, hat der FC Kempten

signalisiert, dass die Bezirksliga nicht Endstation

sein soll. "Im ersten Jahr geht es uns zunächst

einmal darum, nichts mit dem Abstieg

zu tun zu haben. Wir haben uns auch ganz

bewusst nur maßvoll verstärkt", so Kometer,

"weil wir glauben, dass diese Mannschaft hierfür

auch das Potenzial hat." Böhm ergänzt: "Die

Spieler haben viel geleistet und es daher auch

nicht verdient, nach diesen guten Jahren einfach

aussortiert zu werden. Eine Chance, sich

in der Bezirksliga zu behaupten, sind wir jedem

schuldig!"

In die kommende Saison startet der FC

Kempten schuldenfrei - was nicht heißt, dass

der Verein im Geld schwimmt. Kometer: "Es

gibt da schon noch ein paar Baustellen, die

wir angreifen müssen: der Kioskumbau zu einem

Vereinsheim steht an, es fehlt noch das

grüne Licht der Stadt. Die Flutlichtanlage wird

heuer im Herbst stehen und belastet den Verein

zusätzlich mit einer Eigenbeteiligung."

Trotzdem sind Kometer und Böhm optimistisch:

im Verein stimmt es und der Aufwand der vergangenen

2 Jahre hat sich gelohnt: "Der FC

Kempten kann jetzt wieder nach vorne blikken,

die Vergangenheit ist abgeschlossen." So

die einhellige Meinung der Vorstandschaft.


F U S S B A L L / J U G E N D

Internationales Fußball Turnier der B-Junioren um den BMW Fink Sportpokal

Der FC Sonthofen gewinnt internationales B-Junioren Turnier

Die Ehefrau des erfolgreichen Immenstädter

Unternehmers Rainer Fink (BMW Autohaus Fink)

stammt aus dem ungarischen Balmazujvarosi

und pflegt bis heute intensive Kontakte in ihre

Heimat. So entstand vor einigen Jahren in enger

Zusammenarbeit mit einigen

Eltern die Idee, in Betty

Finks ungarischer Geburtsstadt

mit Jugendlichen des FC

Sonthofen an Fußballturnieren

teilzunehmen. In den Jahren

2010 und 2012 fuhren die B-Junioren des

Oberallgäuer Vorzeigevereins in das Land der

Magyaren und erlebten dort auf und neben

dem Platz unvergessliche Momente. Für 2013

hatten Betty und Rainer Fink gemeinsam mit

dem FCS die Ungarn ins Allgäu eingeladen.

Sechs Teams waren zum Turnier der B-Junioren

angereist, jeweils drei Teams spielten in

einer Gruppe.

Neben den beiden ungarischen Teams FC

Balmazujvaros und Hajduböszörmenyi TE war

aus Österreich der FC Wolfurt angetreten. Die

Allgäuer Farben wurden vom TSV Kottern, der

JFG Illerursprung und den B-Junioren des FC

Sonthofen hoch gehalten. Nach hoch spannenden

Vorrundenspielen setzten sich in

Gruppe 1 der FCS und die JFG durch, in Gruppe

2 kamen die Kotterner und die Gäste aus

Wolfurt weiter. Dort siegten die Sonthofer

gegen den FC Wolfurt mit 3:0 und im zweiten

Halbfinale schlug der TSV Kottern den JFG-

Nachwuchs mit 1:0. Somit spielten die beiden

ungarischen Gastmannschaften um Platz 5. Dort

setzte sich das Team aus Betty Finks Heimatstadt

Balmazujyoras mit 3:1 gegen

Hajduböszörmenyi durch und im Spiel um Platz

Die Spiele in der Sonthofer Werbe-Blank-Arena

hatten einen hohen Unterhaltungswert

drei schlug der FC Wolfurt die Jungs vom

Illerurspung. Im Allgäuer Endspiel zwischen

dem TSV Kottern und dem 1.FC Sonthofen sicherten

sich die Kreisstädter durch ein 1:0

von Markus Sichler den Turniersieg. Damit ging

ein hochklassiges Turnier zu Ende, das vom

BMW Autohaus Fink in enger Kooperation mit

Viktor Mürkl (l.) wurde zum besten Spieler des

Turniers gewählt und von Turnier-Organisator Rainer

Fink (r.) geehrt

dem FCS perfekt organisiert und mit hohem

Unterhaltungswert über die Bühne ging.

In einem guten Finale setzten sich die B-Junioren des 1.FC Sonthofen (dunkle Trikots) mit Trainer

Sepp Sichler (Bildmitte) mit 1:0 gegen den Nachwuchs des TSV Kottern durch

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 11


F U S S B A L L / N E W S

asr: Wann hast Du Deine Liebe zum Fußball

entdeckt und hast Du selbst mal gespielt?

Stefan Spießl: Ich habe mich schon als Kind

für den Sport mit dem runden Leder interessiert

und spielte in der A-Jugend bis zur BOL.

Mit 19 Jahren wurde ich dann jedoch jüngster

Abteilungsleiter eines Fußballclubs in Bayern

- das war 1994 beim FC Nicklheim bei Rosenheim.

Schon damals hatte ich immer wieder

kroatische Jugendspieler geholt und wir waren

damit ziemlich erfolgreich. Mich hat schon

immer alles um den Fußball herum interessiert,

also auch die Themen Spielervermittlung,

Scouting oder Management. Für mich war das

immer ganz großes Kino und je mehr ich mich

damit befasst hatte, umso spannender wurde

Er kennt auch die Großen - der Wahlallgäuer Stefan

Spießl mit Uli Hoeneß beim FC Bayern

asr: Wann stellten sich erste Erfolge ein und

welche Spieler konntest Du erfolgreich beraten

und vermitteln?

Stefan Spießl: Neben vielen anderen Dingen

arbeite ich als freier Talenscout und mit der

Zeit kamen auch Anfragen von Bundesligisten

herein. Mit der Zeit habe ich Auftragssichtungen

erhalten u.a. vom VfL Wolfsburg

als Spielerbeobachter vor allem in der Schweiz

und in Österreich . 2008 kam ich dann mit Sebastian

Wiesböck in Kontakt, der seine Karriere

ironischerweise bei meinem alten Verein,

dem FC Nicklheim begonnen hatte. Ich

konnte Sebastian damals zunächst über Red

Bull Salzburg zu den B-Junioren der SpVgg

Unterhaching vermitteln und seit 2012 spielt

er nun für die A-Junioren des TSV 1860 München.

In den letzten Jahren läuft es immer

besser und ich habe aktuell Zugriff auf ca.

zwanzig Jugendspieler. Neben der Arbeit als

freier Talentscout entwickelten sich in den

letzten Jahren natürlich die Kontakte zu vielen

Vereinen und den großen Agenturen im

Interview mit Stefan Spießl - lizensierter DFB-Vereinsmanager B

Fußball - das ist für mich ganz großes Kino

es. Die Liebe zum Fußball war immer vorhanden,

doch für mich war schon früh alles interessant,

was hinter den Kulissen passiert. Dann

stand irgendwann einmal fest, dass ich meinen

Job als Betriebsleiter bei Volvo an den

Nagel hängen und mich voll auf den Fußball

bzw. das Drumherum konzentrieren würde.

Talentsichtung und die Vermittlung von Spielern

war für mich bereits in den neunziger Jahren

des letzten Jahrhunderts sehr interessant

und damals hatte ich in Oberbayern zwischen

1995 und 2003 bereits an einigen größeren

Talentsichtungen teilgenommen bzw. Turniers

organisiert.

asr: Wie ist dann der Entschluss gereift, den

Fußball zum Hauptberuf bzw. zur Berufung zu

machen?

Stefan Spießl: Das war so um 2004/2005 herum.

Es war ja lange Zeit so, dass ich die Sicherheit

einer festen Anstellung gebraucht habe,

schließlich habe ich Familie und zwei Söhne.

Doch bis 2005 hatte ich vor allem zu vielen

Proficlubs in ganz Deutschland bereits Kontakte

aufgebaut. Trotzdem habe ich nach meinem

Ausstieg bei Volvo noch mit Exclusiv-Autos

gehandelt. Ein erster, sehr interessanter

Kontakt bestand zum DFB Stützpunktkoordinator

(Bayern-Süd) Peter Wimmer. Ich

stellte im Rahmen einer Sichtungsmasnahme

in Rosenheim zwei junge Kroatische Talente

vor, die Ihm sofort aufgefallen sind. Dadurch

entstand der Kontakt zu Ex Bayern-Profi Wolfgang

Dremmler, der als Chefscout und Spiele/

Spielerbeobachter beim Münchner Rekordmeister

arbeitet. Ab 2003 sind es dann immer

mehr Kontakte geworden, die ich aufgebaut

hatte. In den meisten Fällen habe ich mich einfach

ans Telefon geklemmt und die Vereine

bzw. die dortigen Nachwuchsleistungszentren

angerufen und nachgefragt, ob ich junge Spieler

anbieten dürfe. So entstanden die ersten

Kontakte zu Unterhaching, dem FC Ingolstadt,

Red Bull Salzburg und vielen anderen Profi-

Vereinen. Vor allem zum Jugendtrainer von Red

Bull Salzburg, dem ehemaligen Profispieler

Heiko Laeßig und Percy van Lierop konnte ich

ein ganz tolles Verhältnis aufbauen. 2012

12 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Stefan Spießl mit Darko Kordic, der beim "Supertalent"

(RTL) für Furore sorgte

habe ich mich dann entschlossen, mit dem sehr

talentierten Marko Micanovic aus Wien verschiedene

Nachwuchsleistungszentren im Inund

Ausland zu besuchen und Kennenzulernen.

Unsere Reise ging von Zürich, Fürth, Nürnberg,

Freiburg bis nach Rostock, wo ich sehr

viele Eindrücke sammeln konnte.

Geboren: 29.11.1975 in Rosenheim

Wohnort: Sonthofen

Familie: zwei Söhne - Stefan (17) und

Robert (10)

Erlernter Beruf: KFZ-Mechaniker,

Betriebsleiter bei Volvo/Rosenheim

Aktuell: DFB-Vereinsmanager seit 2011

Hobbys: Handball, Motorsport und

natürlich Fußball

deutschen Spitzenfußball weiter. Dazu gehören

unter anderem die Berater von Manuel

Neuer und anderen namhaften Profispielern.

Desweiteren pflege ich sehr gute Kontakte

zu nationalen und internationalen Vereinen und

Verbänden. Davon Profitiert man dann auch

wenn man regionale Vereine unterstützt, wie

bei Internationalen Turnieren, um ein interessantes

Teilnehmerfeld zu bekommen.

Ich möchte hier aber auch ganz klar betonen,

dass ich mit den jugendlichen Spielern und

deren Eltern sehr respektvoll und vorsichtig

umgehe. So lehne ich Spieler ab, die von ihren

Eltern zu sehr gegängelt werden und bei

denen Fußball zum Zwang wird. Neben der

Konzentration auf Fußball müssen die Jugendlichen

eine begleitende Ausbildung machen,

zur Schule gehen oder einen Beruf erlernen.

asr: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus

und was steht aktuell auf der Agenda?

Stefan Spießl: Neben meiner Tätigkeit als freier

Talentscout arbeite ich seit einigen Jahren

als Bildungs- und Qualifikationsbeauftragter

des Württembergischen Fußballverbandes

(WFV), meine Aufgabe ist es da, die dezentralen

Trainerschulungen nach DFB Richtlinien

zu vermitteln. Ich werde auch in Zukunft weiter

Fußball-Turniere in den Bereichen der U

14 organisieren. Eines meiner großen Ziele

wäre der Job eines Geschäftsführers bei einem

Profiverein oder eine vergleichbare Position.

Hier liegen bereits Angebote vor, unter

anderem von einem Münchner Bundesliga-Verein.

Aber auch andere Clubs in Deutschland

und Österreich zeigten bereits Interesse

an meiner Person. Darunter waren u.a. Rapid

Wien, Greuther Fürth, die TSG Hoffenheim.

Für mich stehen aber auch in Zukunft die vielen

jungen Spieler im Vordergrund, für die ich

tätig bin. Dazu gehören u.a. der bereits erwähnte

Sebastian Wiesböck (1860), Karlo Lulic

(Kroatischer U17 Nationalspieler) und vor allem

die regionalen Talente im Allgäu. Einige

davon stehen bereits im Fokus namhafter Bundesliga

Nachwuchs- Leistungszentren.


Beachvolleyball

Eva Schilf und Natasscha Niemczyk dominieren

Kemptener Beach Masters

Der Bereich vor dem Kemptener Forum

verwandelte sich auch in diesem Jahr (Mitte

Juni) bei 30 Grad in der Sonne wieder in

einen wahren Hexenkessel. Die 8. BVV

Beach Masters fanden unter einem strahlenden

Himmel statt und über 500 Besucher

machten die Finalspiele zu einem

wahren Erlebnis. Die größte Überraschung

bei den Damen war das frühe Ausscheiden

der Vorjahressiegerinnen Michaela Henry

und Sabine Schulz (SV Lohhof). Nach einer

spannenden Vorrunde standen sich im Finale

schließlich das ehemalige Sonthofer

Team Jessica Gutermann und Elena Kiesling

sowie die für das Allgäu Outlet in Sonthofen

startenden Eva Schilf und Natascha

Niemczyk gegenüber. Dabei erwies sich

die ehemalige Bundesliga-Volleyballerin

Schilf als bärenstarke Annehmerin und

Niemczyk überzeugte mit ihrer ausgeprägten

Athletik. Nach zwei Satzsiegen (21:18,

21:16) standen die beiden als Sieger fest

und Eva Schilf konnte damit nach 2009 zum

zweiten Mal in Kempten triumphieren.

"Das war wieder ein super

Turnier in Kempten. Die Das

Wetter hat toll mitgespielt, die

Organisation ist wirklich einmalig

und die Zuschauer geben hier Vollgas,"

freute sich Niemczyk nach

dem Sieg.

Voll des Lobes zeigten sich auch

die Damen und Herren vom bayerischen

Volleyball-Verband, die

ganz besonders den TV Kempten

1856 lobten, der zum wiederholten

Mal mit einer astreinen Organisation

glänzte. BBV-Funktionär

Benjamin Koch brachte es auf den

Punkt: "hier ist alles bis ins letzte

Detail organisiert und die Atmosphäre

vor dem Forum ist immer

wieder einzigartig. Dieses Turnier

muss sich im landesweiten großen

Vergleich nicht verstecken und wir

freuen uns jetzt schon auf 2014."

Leichtathletik

Burgberger Lars Ott holt

sich schwäbischen Titel

Die Leichtathleten der LG Allgäu

konnten bei den schwäbischen

Meisterschaften in Friedberg bei

Augsburg auf breiter Front überzeugen.

Neben mehreren Podestplätzen

und sehenswerten

Platzierungen konnte der

Burgberger Kurzstreckenspezialist

Lars Ott (Bild) den Titel

ins Allgäu holen. Der für den TV

Kempten 1856 startende Ott sicherte

sich den Titel in der Kategorie

männliche Jugend (U18)

über die 100 Meter. Er lief die

Strecke über 11,50 Sekunden. Bei

den Mädchen (W13) warf die Diskuswerferin

Ludia Boeack vom TV

Kempten ihr Arbeitsgerät auf

21,60 m und belegte damit den

zweiten Platz. Niko Fauter vom TSV

Durach (M13) lief über die 800

Meter in 2.32.70 Minuten ebenfalls

auf den Silberplatz.

Klettern

Patricia Hofmann muss verletzungsbedingt passen

Es war nicht das Wochenende der Kemptener Favoritin

Patricia Hofmann (Bild). Die 16-jährige Titelaspirantin

vom Alpenverein Kempten musste bereits

vor der ersten Runde zum Deutschen Jugendcup passen.

Nach einem unglücklichen Sturz verletzte sich

Patricia bereits in der Qualifikationsrunde und musste

den gesamten Wettkampf absagen. Auch für die

anderen Allgäuer Starterinnen lief es in der

Kemptener Kletterhalle nicht optimal. Patricia Holzmann

landete bei den Frauen nur auf den achten Platz und der Kemptener

Dominik Bosch musste sich bei der Jugend B mit Platz elf begnügen.

Schwimmen

TV Immenstadt räumt in

Neugablonz ab

Mit 19 Aktiven war die Schwimmabteilung

des TV Immenstadt zum

42. Neugablonzer Schwimmfest

gefahren und die Reise hat sich

gelohnt. Mit 19 Gold-, acht Silberund

elf Bronze-Medaillen kehrten

die Nachwuchs-Albatrosse zurück.

Zudem wurde Joce Schindler mit

einem Ehrenpreis als punktbeste

Schwimmerin des Jahrgangs 1999

ausgezeichnet. Simon Joas wurde

als bester Schwimmer des Jahrgangs

2002 geehrt.

14 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T


EC Oberstdorf - Shorttrack

Zehn Kaderathleten und zwei Rekorde

Großes intern. Trainingscamp vom 3. - 10. August in Oberstdorf

Zwei deutsche Rekorde von Jil

Linka über 500m (48,936 Sek.) und

über 1500m von Robin Tenzer

(2:42.112 Min.), zwei Senior-Athleten

in der Nationalmannschaft,

zehn Nachwuchs-Kurvenflitzer im

Bayern- und Bundeskader, eine

endlos lange Siegesliste und die

Shorttrack Trophy 2013 in Oberstdorf

- die lange Reihe der

Oberstdorfer Shorttrack-Erfolge

liest sich mehr als beeindruckend.

Seit der Gründung der ECO-

Shorttrack-Abteilung in der

1990er Jahren hat sich die junge

Sportart rasant entwickelt. Obwohl

der Oberstdorfer Shorttrack-

Gründervater Joachim "Jockel"

Knöckel in diesem Jahr altersbedingt

seine Schlittschuhe an die

Wand gehängt hatte, geht die Erfolgsgeschichte

weiter. Knöckels

ehemaliger Co-Trainer Philipp

Kohler hat die Trainingsarbeit übernommen,

er wird von Co-Trainerin

Maria Papakonstanti und Atlethik-

Coach Stefan Tenzer tatkräftigt

unterstützt. Trotzdem sucht der

Verein zur weiteren Festigung des

Erfolges einen hauptverantwortlichen

Vereinstrainer (-

in) - Bewerbungen an: www.ecoberstdorf.de.

Zuletzt konnte die junge Truppe

aus dem südlichsten Ort Deutschlands

mit gleich zwei deutschen

Rekorden von Jil Linka und Robin

Tenzer auf sich aufmerksam machen

und jetzt steht mit der großen

Oberstdorf Shorttrack Trophy

vom 3. - 10. August ein weiterer

Höhepunkt ins Haus. Nachdem

diese Trainingscamps in den letzten

Jahren im französischen

Chamonix stattgefunden hatten,

war es ECO-Obmann Dieter Linka

nach vielen Gesprächen gelungen,

diese große Veranstaltung in die

Eissporthallen zu lotsen. Jugendliche

der Kategorien Novices, Junior

(C, B, A-Senior) und Masters

werden dort erwartet. Auch die

ECO-Athleten nehmen teil und sich

dort intensiv auf die nächste Saison

und kommende Erfolge vorbereiten.

Weitere Informationen zur Trophy:

www.shorttrackonline.info oder

www.ec-oberstdorf.de

Segeln auf dem Bodensee

Vater-Sohn-Team vom SCAI siegt

Insgesamt 19 Mannschaften waren beim "Zeller Sparkassen Cup" in

der 29er Klasse auf dem Bodensee angetreten. Vom Segelclub Alpsee

Immenstadt (SCAI) war Adrian Schreiner mit seinem Vater nach

Radolfszell gefahren, wo im altehrwürdigen Yachtclub die Regatta

gestartet wurde. Für die beiden Allgäuer wurde der Tag auf dem Bodensee

zu einem wahren Triumphzug, sie gewinnen vier Wettfahrten

und durften sich am Ende des Tages über den Gesamtsieg in ihrer

Segelklasse freuen.

Standen ganz oben auf dem Siegertreppchen: die SCAI-Segler Adrian und

Fabian Schreiner

Weltcup-Podestplatz für Nadine Rieder

Nach der Top-Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften (3. Platz

im Mountainbike Eliminator-Sprint) lief es für Nadine Rieder vom RSV

Sonthofen beim Weltcup in Albstadt noch besser.

Die für das Profi-Team von "Topeak-Ergon" startende Mountainbikerin

aus Sonthofen fuhr mit einem 3. Platz bei der Welt-Elite der Damen

eine sensationelle Platzierung heraus - und dies in der ersten Saison

als "Profi". Dadurch hat Nieder die Weltmeisterschaften (August, Südafrika)

bereits in der Tasche.

Die erfolgreiche Oberstdorfer Shorttrack-Trupp mit den beiden deutschen

Rekordhaltern Jil Linka (Mitte stehend) und Robin Tenzer (kniend rechts)

Happy auf dem Podest: Nadine Rieder (2.v.re.)

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 15


E I S H O C K E Y

ERC Jahreshauptversammlung: Dienstag, 25. Juni 2013, Gasthaus Fluhenstein, Sonthofen

ERC Sonthofen gibt als Ziel Bayernliga-Meisterschaft aus

Der Kanadier Ryan Martens besetzt die vakante Ausländer-Stelle

Der ERC Sonthofen hatte zur jeweils Ende Juni

stattfindenden Jahreshauptversammlung geladen.

Neben einigen Aktiven, Trainern und

dem Vorstand hatten auch ca. 30 Mitglieder

den Weg ins Gasthaus Fluhenstein gefunden.

Darunter auch Sonthofens 3. Bürgermeister

Wolfgang Deppe, der seit über dreißig Jahren

Dauergast im Eisstadion

einen Stammplatz hat.

Nach der launigen Begrüßung

durch Vorstand Mike

Henkel zogen zunächst die Jugend- und Damen-Abteilung

Bilanz und gaben ihre Planungen

für die kommende Saison bekannt. Mit

viel Beifall wurde die Ehrung von Paula Kuisle

bedacht, die die erfolgreiche Abteilung der

ERC-Damen leitet. Mit dem Gewinn der Baye-

Der ERC-Vorstand konnte fast nur Positives vermelden: Peter Ottenbreit, Harry Kitzinger, Toni Patzelt,

1. Vorstand Mike Henkel und Jürgen Naumann (v.l.)

Der neue Trainer Dave Rich (l.) und sein Wunschspieler Ryan Martens

rischen Meisterschaft 2013 hatte sich das Team

von Trainer Christoph Hadraschek zumindest

theoretisch die Möglichkeit erspielt, in der 1.

Bundesliga spielen zu können.

Das Hauptaugenmerk des Abends galt jedoch

wie erwartet der Bayernliga-Mannschaft. "Harry

Kitzinger und ich brauchten jetzt erst Mal

ein wenig Zeit, um die Enttäuschung nach den

Playoffs gegen Bayreuth zu verarbeiten. Jetzt

sind wir aber soweit und richten den Blick nach

vorne auf die Planungen für die neue Saison,"

gestand Vorstand Mike Henkel, bevor er über

die Weichenstellungen für die Saison 2013/

14 referierte. Neben dem neuen Trainer Dave

Rich (44) konnte Henkel den neuen Kontingent-Spieler

aus dem Ärmel zaubern: den 28-

jähirgen Kanadier Ryan Martens. Der 1,83 m

große und 89 kg schwere Center war der

Wunschspieler des neuen Coachs. Er stammt

aus dem kanadischen Selkirk und begann

2003 seine Karriere in der Juniorenliga seines

Heimatlandes, spielte bis 2009 im Team

der University of North Dakota und wechselte

2009/10 in die Oberliga Nord zum EHC Dortmund.

Von dort ging es in die Oberliga Süd zu

den Erding Gladiators, wo er in 94 Partien 77

Assists und 75 Tore erzielen konnte - ein absoluter

Spitzenwert. Zudem zeichnen ihn seine

variable Einsetzbarkeit, die körperliche

Härte und die Torgefährlichkeit aus. Martens

wird ab Mitte Juli in Sonthofen weilen und mit

dem Team die Vorbereitung angehen.

Henkel musste neben dieser erfreulichen

Meldung jedoch auch den temoprären Rückzug

von Michael Waginger bekannt geben. Der

Ex-DEL-Star wurde zum zweiten Mal Vater, hatte

die Bäckerei seines Vaters übernommen

und sieht sich aktuell nicht in der Lage, mit

vollem Einsatz für den ERC auf dem Eis aufzulaufen.

Obwohl er noch einen Zweijahresvertrag

besitzt, zeigte die Vorstandschaft

Verständnis für Wagingers Anliegen.

Zum Ende der Jahreshauptversammlung warb

Henkel zum wiederholten Mal für ein größeres

Engagement der Mitglieder im Verein und

gab für die kommende Saison die Devise aus:

"Wir wollen wieder Bayernliga-Meister werden!"

Auch neben dem Eis steht alles auf Angriff. So

wurde in Gesprächen mit dem Sonthofer Bürgermeister

Hubert Buhl und Vertretern der

Stadt dem Verein zugesichert, zu Beginn der

neuen Saison die Verglasung im Bereich der

Kurven zu erneuern. Diese Maßnahme war zum

Schutz der Zuschauer längst überfällig.

Petra Kuisle wurde stellvertretend für das erfolgreiche

Damenteam des ERC geehrt

16 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T


M I X S P O R T

Im zarten Alter von acht Jahren entdeckte die

braunhaarige Sonja bei einer Jugendwoche im

Segelsportclub Peterstahl ihr Faible und Talent

für den Segelsport. Nach dem Sport im

Optimisten stieg sie 2011 in die Kategorie

29er um. Seit diesem Jahr segelt sie mit zunehmendem

Erfolg in dieser Klasse und startet

bei Regatten in ganz Europa. Der asr traf

Sonja auf dem Gelände des Segelsportclubs

Petersthal am Rottachsee zum Gespräch.

asr: Wie bist Du denn zum Segeln gekommen:

Sonja: Eigentlich über eine Anzeige in der

Zeitung, in der eine Jugendwoche beim

Segelsportclub in Petersthal beworben wurde.

Meine Schwester hat dort dann teilgenommen

und ich war ein Jahr später auch dabei -

da war ich acht Jahre alt. Dort habe ich Blut

geleckt und bin dann regelmäßig gesegelt.

Zwei Jahre später habe ich dann damit begonnen,

in der Optimisten-Klasse Regatten zu

segeln. Voraussetzung für die Teilnahme war

der Erwerb des Segel-Jugendscheins. Irgendwie

lief das mit den Wettbewerben ganz gut

und ich hatte wohl auch Talent. So kam es dann,

Sonja: Annabel und ich besprechen vor dem

Training und vor allem vor den Regatten alles

gemeinsam. Nur bei ganz schwierigen Entscheidungen

während einer Wettfahrt entscheide

ich als Steuerfrau. Zu unseren größten

Erfolgen gehört mit Sicherheit der zweite

Platz bei der Deutschen Meisterschaft für

Mädchenteams auf dem Chiemsee 2012. Im

gleichen Jahr konnten wir bei der Regatta um

den Oktoberfestpreis auf dem Starnberger

See gewinnen. In diesem Jahr belegten wir

bei der großen Wettfahrt auf dem Chiemsee

wieder den zweiten Platz.

Wir sind gerade vom Europacup bei der Kieler

Woche zurückgekommen. Dort lief es nicht

ganz so gut und wir landeten in einem sehr

großen Feld auf Platz 76. Wir konnten in den

Wochen vor den Wettfahrten in Kiel nicht miteinander

trainieren, da Annabel für mehrere

Wochen in England war.

asr: Wie bereitet Ihr Euch auf Eure Rennen vor,

vor allem wenn es von den Binnengewässern

weg an das Mittelmeer, die Nordsee oder an

den Atlantik geht?

Wellengegebenheiten kennen lernen. Erst bei

den Regatten zeigt sich dann, wie uns das

gelungen ist.

asr: Du segelst seit einigen Jahren für das

Team des Allgäu Outlet - wie kam dieser Kontakt

zustande und wie werdet Ihr unterstützt?

Sonja: Bereits 2011 waren wir auf Sponsorensuche.

Bis dahin hatten wir noch niemand, der

uns unterstützt hätte. Ulrich Weigel, der erste

Vorsitzende des SCAI in Immestadt stellte

damals den Kontakt zum Outlet her und wir

hatten im März 2012 dann einen Termin in Sonthofen

und das hat dann gleich geklappt. Für

uns ist das eine super Sache. Wir erhalten Bekleidung,

Accessoires und Einkaufsgutscheine.

Im Gegenzug starten wir natürlich

mit dem Schriftzug des Allgäu Outlets auf

unseren Segeln und haben natürlich auch Klamotten

deren Labels an.

asr: Wie sehen Deine Ziele für die nächsten

Jahre aus?

Sonja: Nachdem ich bereits im bayerischen

Kader der 29ers segle, will ich mittelfristig

Segeln: Interview mit Sonja Vorderwülbecke

Mein Traum ist die Teilnahme beim America's Cup

Die 16-jährige Rettenbergerin segelt bei den 29ers ganz oben mit

auf einen Umstieg in die FX-Kategorie hinarbeiten.

FX ist olympisch und ich will den Umstieg

auf jeden Fall in zwei bis drei Jahren

schaffen. Ein anderer Traum von mir ist die

Teilnahme am America's Cup. Ich würde wahnsinnig

gerne dort mitsegeln, dabei ist es mir

egal, wie viele Personen dort auf einem Boot

arbeiten. Das ist ein absoluter Traum von mir,

aber ich will jetzt zunächst mal 2014 meine

Mittlere Reife machen, anschließend auf der

Fachoberschule in Sonthofen mein Fachabitur

bestehen und natürlich weiter erfolgreich bei

den 29er starten.

Sonja (r.) und ihre Partnerin Annabel Weegen (l.) segeln auf ihrem 29er in der deutschen Spitzenklasse

ganz oben mit

dass ich 2011 als Steuerfrau in den 29er umgestiegen

bin. In der ersten Saison bin ich mit

Lucas Kiesling als Vorschoter gesegelt. Nachdem

er wegen seiner schulischen Verpflichtungen

aufhören musste, segle ich seit 2012

mit Annabel Weegen. Sie ist übrigens die

Schwester von Laura Weegen, die ebenfalls

für den SCAI am Alpsee segelt und sehr erfolgreich

bei den "Opimisten" startet.

asr: Wie arbeitet Ihr im Boot zusammen und

was waren Eure größten Erfolge bisher?

Sonja: Wenn Annabel hier im Allgäu ist, trainieren

wir regelmäßig gemeinsam auf dem

Alpsee oder am Rottachsee. Wir lernen dabei

auch, noch besser aufeinander einzugehen und

arbeiten an der Routine und der Verselbständigung

der wichtigsten Aktionen an Bord. Wir

können hier allerdings die Gegebenheiten im

Meer nicht simulieren und nutzen dazu die

Trainingsfahrten vor den Regatten, die meist

auf den Kursen stattfinden, auf denen auch

die Rennen gestartet werden. Meist reicht uns

das, damit wir die ganz speziellen Wind- und

Geboren: 4. März 1997 in Immenstadt

Wohnort: Rettenberg

Familie: Vater Udo, Mutter Marianne

und Schwester Vreni (21) Vorderwülbecke

Schule: Realschule - 9. Klasse

Berufswunsch: Eventmanagement oder

Psychologie

Segelvorbild: Tina Lutz (erfolgreiche

deutsche 49erFX-Seglerin vom Chiemsee)

Hobbys: Reiten, Skifahren

Segelklasse: 29er mit Partnerin Annabel

Weegen

Segelclub: Segelclub Alpsee Immenstadt

(SCAI) und Segelsportclub Petersthal

Lebensmotto: No risk, no fun

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 17


R A T G E B E R

Funsport oft nicht ohne Risiko

Ratgeber: Aktive Sportler sollten sich ganz

besonders absichern

Aktuelle Sportarten wie Tauchen, Bouldern

oder Mountainbiking begeistern viele Menschen.

Mit dem Sport verbunden ist oft aber

auch ein gewisses Risiko - und zwar nicht nur

für die eigene Sicherheit, sondern auch für

die Sicherheit anderer. Entsprechend umfassend

sollten sich Aktive für alle Eventualitäten

wappnen.

"Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur

bei Unfällen, die sich im direkten Zusammenhang

mit Beruf, Schule oder Studium ereignen",

erläutert Frank Manekeller, Abteilungsleiter

Schaden bei der HDI Versicherung AG.

Nur mit einer privaten Unfallversicherung sei

man als Hobbysportler adäquat abgesichert.

Sie trete ein, wenn man sich in der Freizeit so

schwer verletze, dass bleibende Schäden

oder sogar eine Behinderung die Folge seien.

Darüber hinaus sei eine Berufsunfähigkeitsversicherung

eine wichtige Police, um im Fall

einer Berufsunfähigkeit die finanzielle Existenz

zu wahren.

Viele Menschen suchen in ihrer Freizeit extreme

Erfahrungen - etwa beim Klettern oder

"Bouldern". Neben der körperlichen Herausforderung

stellt häufig auch ein gewisses Risiko den

Reiz dieser Sportarten dar

Beim Sport können auch Dritte unabsichtlich

geschädigt werden. "Eine Privathaftpflicht sollte

jeder und erst recht jeder Sportler besitzen",

sagt Frank Manekeller. Die Hausratversicherung

dagegen tritt ein, wenn Ausrüstung

oder Sportgeräte bei einem Einbruch aus den

versicherten Räumlichkeiten gestohlen werden.

"Gerade bei Sportgeräten wie hochwertigen

Fahrrädern, die außer Haus verwendet

werden, ist aber eine entsprechende Zusatzdeckung

empfehlenswert", betont Manekeller.

Mit Tipps vom Profi des Rad-Net-Rose Teams ideal starten:

Rennrad-Tipps für Einsteiger von Lucas Liß

Sie wissen: Radfahren trainiert Ausdauer und

Muskulatur, verbessert die Koordination und

schont die Gelenke. Doch Sie möchten sich

nicht zu den Freizeitradlern gesellen, die in

gemütlichem Tempo über die Feldwege tingeln

- Sie streben höhere Ziele an! Auf einem

eleganten Rennrad sehen Sie sich über die

Straßen fliegen - doch wie fängt man‘s

an?

Lucas Liß, Gewinner der UEC-

Bahn-Europameisterschaften

letztes Jahr, ist einer, der weiß,

wie‘s geht. Als Sohn des polnischen

Olympiateilnehmers Lucjan

Lis liegt ihm das Radfahren quasi in

den Genen. Für Einsteiger hat er

ein paar wertvolle Tipps:

1. Körper-Check

Wer sich mit vollem Körpereinsatz

dem Rennradfahren

widmen will,

sollte dem Hausarzt

vorher von seinen Plänen

erzählen und sich

gründlich durchchecken

lassen. Besonders

wichtig ist die

Sehkraft! Mit dem

Rennrad erreicht manbergab

durchaus Geschwindigkeiten

bis 90

km/h. Schon kleine Unebenheiten

oder Gegenstände

auf der Straße

können die schmalen Reifen

empfi ndlich stören. Eine unscharfe

Sicht kann man sich daher

nicht erlauben, Sie haben kein

schützendes Blech um sich!

2. Das richtige Rad

Natürlich wollen Sie kein Vermögen in einen

Sport investieren, von dem Sie noch nicht einmal

wissen, ob er Ihnen Spaß machen wird.

Dennoch sollten Sie beim Rad auf Qualität achten!

Lassen Sie sich vom Händler beraten.

Meine Tipps:

Ein Aluminium-Rahmen bietet für einen Anfänger

meist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis,

ist leicht und stabil. Sie sparen auch, wenn

Sie Ihr erstes Rad erst nach der Saison kaufen

oder auf ein Vorjahresmodell oder eine weniger

bekannte Marke ausweichen.

3. Die richtige Ausrüstung

An erster Stelle steht hochwertige Schutzausrüstung.

Da Sie sich mit hohen Geschwindigkeiten

auf öffentlichen Straßen bewegen, auf

denen der normale Verkehr fließt, ist ein

Helm Pflicht! Er darf nicht rutschen,

wenn Sie den Kopf schütteln, sollte

aber auch nicht drücken. Nach einem

Sturz muss er unbedingt ausgetauscht

werden! Außerdem ist „Schonausrüstung“

hilfreich: Eine gut gepolsterte

Radhose schont den Hintern,

Fahrradhandschuhe die Hände und

eine Radbrille die Augen. Gerade

am Anfang ist Ihr Körper

an die Reibung -

Hintern auf Sattel,

Oberschenkel aneinander

- noch

nicht gewöhnt und

reibt sich schnell

wund. Um das zu

vermeiden, habe

ich gute Erfahrungen

mit der

Schutzsalbe

ilon® Protect

gemacht, die vor

dem Training auf

die Haut aufgetragen

wird.

4. Langsam anfangen

Auch wenn Sie am Anfang

sehr motivert

sind: Überschätzen

Sie sich nicht! Planen

Sie für den Anfang kurze

Touren. Zu Beginn müssen Sie sich noch stark

auf das ungewohnte Fahrverhalten des Rads

und die Straßenverhältnisse konzentrieren.

Steigern sie sich kontinuierlich - denn die Regelmäßigkeit

ist wichtig.

5. Ausreichend trinken

Wegen des Fahrtwindes merken Sie nicht, wie

viel Wasser Sie durch Schwitzen verlieren. Trinken

Sie viel und haben Sie zur Stärkung auch

etwas Obst zur Hand.

18 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T


S P O R T M I X

N E W S

Radfahren

Richard Wolf vom RSV Sonthofen

fährt auf den 3. Platz

75 Fahrer waren beim traditionellen Radrennen

in der Altstadt von Kirchheim/Teck an den

Start gegangen. Der 1,7 Kilometer lange Rundkurs

hatte es dabei in

sich. Zwar war die Strekke

nach starken Regenfällen

beim Start abgetrocknet,

doch der Kurs

musste 45-Mal durchfahren

werden. Im Feld mit

dabei: der erfahrene Richard

Wolf (Bild) vom RSV

Sonthofen. Nach einigen

Sprintwertungen konnte sich bei der Hälfte

des Rennens eine Spitzengruppe aus acht Fahrern

absetzen, in der auch Wolf mitfuhr. In der

abschließenden Sprintwertung konnte sich

Wolf mit letzter Kraft auf den dritten Platz

kämpfen und gewann darüber hinaus noch die

Sprintprämie - ein rundum gelungener Tag für

den Sonthofer.

V E R A N S T A L T U N G

Der Naturparklauf um den Großen

Alpsee auf neuer Strecke

Der Naturparklauf um den Großen Alpsee findet

am Sonntag, 28. Juli 2013 auf neuen Strekken

statt. Freunde anspruchsvoller Trails werden

dort bestimmt auf Ihre Kosten kommen.

Die große Runde führt mit 25,8 km und 800

Höhenmetern nun im Herzen des Naturparkes

Nagelfluhkette über die Siedelalpe und bietet

von dort Postkartenansichten auf den See

und die Allgäuer Alpen. Danach geht es über

die Schönesreuthalpe auf der bewährten

Strecke um den See. Zum Abschluss wartet

mit dem Hornweg ein weiterer anspruchsvoller

Pfad, bis das Ziel am Viehmarktfeld erreicht

ist. Mit längeren Auf- und Abstiegen ist der

Lauf für Einsteiger der Trailszene, aber auch

für Liebhaber schöner Landschaftsstrecken

ideal.

Als Alternative wird eine Kurzstrecke mit 15

km und 400 Höhenmetern angeboten, die

ebenfalls über die Siedelalpe führt und auf

der Nordseite des Sees zurück zum Ziel. Infos

und Anmeldungen unter www.alpseelauf.de

Erfolgreiche "Tour Transalp"

Die Fahrer des RSV Sonthofen überzeugen

Von der ungemütlichsten und härtesten

"Schwalbe Tour Transalp" sprachen Veranstalter

und Teilnehmer nach der 11. Auflage des

internationalen Rennradrennens, das 1400

Sportler in sechs

Tagesetappen ab

Sonthofen über die

Alpen führte. Kälte,

Wind, Nebel und

Regen machten den Teilnehmern aus über 30

Ländern erheblich zu schaffen. Eine Etappe

musste gänzlich gekippt werden, da die

Wettersituation eine Durchführung unmöglich

machte.

Ungeachtet der teilweise widrigen Verhältnisse

erreichten auch die Teilnehmer aus dem Allgäu

das Ziel in Arco. Nach über 800 Kilometern

mit zum Teil heftigen Anstiegen auf 19

Alpenpässe mit über 18000 Höhenmetern

konnten sich die Rennradfahrer vom Radsportverein

RSV Sonthofen das begehrte Finishertrikot

überziehen.

Hervorragend die Platzierungen der Rennfahrer!

Das Team Thomas "Gippe" Gipperich und

Thorsten Birk belegte in der Kategorie

"Masters" von 244 Mannschaften, die das Ziel

erreichten, einen hervorragenden 41. Rang.

Noch besser schnitten Richard "Richie" Wolf

(1. Vorsitzender des RSV) mit Teampartner

Das erfolgreiche Team vom RSV Sonthofen: Thomas

Gipperich, Thorsten Birk, Richard Wolf und

Herbert Wagner (v.l.)

Herbert Wagner ab. Sie wurden bei den "Herren"

6. und verfehlten einen Platz auf dem

Podest in der Gesamtwertung nur sehr knapp.

Alle Ergebnisse und mehr zum Rennen im

Internet unter www.tour-transalp.de

Bild: Johannes Honold

Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl (re.) gab den Startschuss für die Schwalbe Tour Transalp

2013 in Sonthofen

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 19


S P O R T M I X

N E W S

Spendenlauf mit Spaßfaktor

800m Rundkurs für Jedermann am 20.Juli

Unter dem Motto „mir raised für dia, dias id so

guat hend“ veranstaltet das Ausdauerteam

Oberallgäu mit Andy und Rabea Brittain einen

Benefizlauf am 20. Juli 2013 im Rahmen des

Stadtfestes in Sonthofen.

Von 8 bis 16 Uhr kann jeder – wirklich jeder –

seine Runden drehen. Egal ob Läufer, Walker,

Spaziergänger oder Rollstuhlfahrer, egal ob

jung oder alt – die Strecke kann von jedem

absolviert werden. Ein- und Ausstieg sind völlig

flexibel. Anschließend spendet jeder Teilnehmer

50 cent pro gelaufene Runde.

Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht,

wird es eine kleine Siegerehrung geben. Angesprochen

werden neben Einzelläufern,

sportliche Familien und Firmen, die ihre Mitarbeiter

an den Start stellen.

Umrahmt wird diese Veranstaltung musikalisch

u.a. von „The Group“, die den Läufern mit Rockmusik

ordentlich einheizen wollen. Für das

leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Die

Organisatoren möchten eine generationenübergreifende

Veranstaltung anbieten, die

auch das Gespräch untereinander ermöglicht.

Auch wird es eine Tombola mit tollen Preisen

geben, deren Erlös ebenfalls zu 100% gespendet

wird.

Weiteres Highlight bietet die Senioren-Kegeltruppe

der Pro Senioren-Residenz in Kempten.

Zwischen 11 und 14 Uhr können die Besucher

20 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

gegen das Senioren-Team „Je oller Je doller“

im Wii-Kegeln in der Markthalle antreten. Der

Verlierer pro Runde zahlt 50 cent in den

Spendentopf. Der gesamte Erlös dieser Spendenaktion

kommt zu 50% bedürftigen Senioren

im Oberallgäu zugute. Die andere Hälfte

geht nach Madagaskar zu Pater Pedro, der sich

schon seit Jahrzehnten aufopfernd um die

Müllkinder in der Haupstadt kümmert.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter

statt, denn Regen ist Applaus von oben!

Andy und Rabea hoffen auf eine rege Beteiligung,

also schnürt Eure Schuhe und dreht ein

paar Runden!!

Weitere Infos und Anmeldung unter

www.helping-feet.de oder bei Rabea in der

Laufbasis in der Immenstädter Straße 13.

(08321/4079907)

Berglauf

Manfred Berktold gewinnt Berglauf

Der 24. Immenstädter Berglauf auf den Mittag

musste im Mai noch wegen starkem Wind, einigen

Schneefeldern und starkem Wind abgesagt

werden. Doch nun hatte der Wettergott

Mitte Juni Einsehen und die Läuferinnen

und Läufer konnten

den "Gipfelsturm"

in Angriff nehmen.

Dabei war der für

den TV Hindelang

startende Manfred

Berktold (Bild) der

Schnellste (29:21

Min.) über die 4,8

Kilometer von der

Mittag Tal- zur

Berg-Station. Rang

zwei belegte Andreas

Mosmang vom TV Immenstadt vor seinem

Vereinskameraden Frank Knauper. Bei den

Damen hatte die Oberstauferin Kerstin Harbich

(38:10 Min.) die Nase vorn. Auf den Plätzen

landeten Eva Übelhör vom TV Immenstadt vor

Leonie Waller vom Team Mittagbahn. Am 3.

August findet nun in Immenstadt die 24. Auflage

des legendären Gebirgsmarathons statt.

1. Allgäu Outlet Weltcuphüttenlauf

Berglauf: Tolle Premiere am Ofterschwanger

Horn

Über 100 Läufer, Walker und Kinder kamen

zum 1. Allgäu Outlet Weltcuphüttenlauf Anfang

Juni nach Ofterschwang. Organisiert vom

Skiclub Ofterschwang mit seinen treuen Helfern

war es eine tolle Auftaktveranstaltung.

Die abwechslungsreiche Bergstrecke von der

Talstation Weltcupexpress über den Allgäuer

Berghof und die Hochbichlhütte zur Weltcuphütte

kam sehr gut an. Die Kinder liefen anschließend

von der Weltcuphütte zur Hornalpe

und zurück. Die Sieger wurden mit Pokalen

geehrt und bei der Tombola war dann für alle

etwas dabei. Siegerlisten stehen unter Ergebnisse

www.sc-ofterschwang.de

Alle Sieger stellten sich dem ASR-Fotografen


S P O R T M I X

Musicals on Ice - 12. Juli & 16. August 2013 im Eissportzentrum Oberstdorf

Von großen Stars und kleinen Sternchen

Sommerzeit in Oberstdorf ist zugleich

Eiszeit für die nationalen

und internationalen Stars der

Eiskunstlaufszene. Dankbar nutzen

sie, unter Ihnen auch Welt- und

Europameisterin Carolina Kostner

sowie die Deutschen Meister Nelli

Zhiganshina und Alexander

Gazsi, die guten Bedingungen des

Oberstdorfer Eissportzentrums,

um sich während des Sommer-Trainingslagers

"iceDOME" auf die

neue, eine olympische Saison vorzubereiten.

Höhepunkt des

Trainingscamps ist eine Eisshow

der besonderen Art.

Musicals on Ice geht 2013 in seine

dritte Auflage und wieder werden

sowohl die internationalen

Eiskunstlauf-Stars als auch die

Nachwuchsläufer des EC Oberstdorf

gemeinsam eine aufwändig

inszenierte und zugleich brillante

Show mit höchstem Unterhaltungswert

zeigen. An zwei Terminen

kann man in diesem Sommer die

Stars und die kleinen Sternchen

sehen: am 12. Juli und am 16. August

erleben die Zuschauer ab

20.00 Uhr im Eissportzentrum

Oberstdorf die fantastische Welt

der Musicals.

Vize-Weltmeisterin Carolina Kostner überzeugte bereits 2012 mit ihremsexy

Auftritt und wird in diesem Jahr das Publikum als "Elisabeth", der

Kaiserin von Österreich, zu Begeisterungsstürmen hinreißen

Weltmeisterin Carolina Kostner

wird als "Elisabeth", Kaiserin von

Österreich, das Publikum bezaubern.

Anton Kovalevskyi kämpft als

unermüdlicher Nobody um seine

Ehre als Boxer "Rocky". Und die

wohl bekannteste Liebesgeschichte

von "Romeo und Julia" interpretieren

Nelli Zhiganshina und

Alexander Gazsi ganz neu.

Annabelle Prölß und Ruben

Blommaert bitten in "Dirty Dancing"

zum letzten Tanz der Saison und

Jennifer Urban erzählt einfühlsam

als "Pocahontas" die Begegnung

einander fremder Kulturen. Für

Action pur und spektakuläre Akrobatik

sorgen die Deutschen Paarlauf-Meister

Maylin Hausch & Daniel

Wende sowie der Ukrainer

Anton Kovalevskyi und Europameister

Tomas Verner in "Rock of

Ages". Und es bleibt heiß, wenn

Carolina Kostner alias Sally Bowles

aus "Cabaret" die Showbühne betritt

und allen Männern den Kopf

verdreht. Nelli Zhiganshina wird als

"Evita" durch den Eishallenhimmel

schweben und den Zuschauern

den Atem stocken lassen. Märchenhaft

wird es, wenn Cinderellas

Träume wahr werden und "Peter

Pan" in fantastische Welten eintaucht.

Joti Polizoakis bringt Hollywood

in das Oberstdorfer

Eissportzentrum und nimmt mit

"Singin' in the rain" das Publikum

mit auf eine Zeitreise in das Amerika

der 20er Jahre. Jennifer Parker

blickt als Fantine in "Les Miserables"

auf ihr Leben zurück und

Darja Zaychenko verwirrt als

"Matilda" dank ihrer tele kinetischen

Fähigkeiten die böse Schulleiterin.

Letztendlich rasant wird

es beim "Starlight Express"-Finale,

wenn 80 Eiskunstläufer aus 25

Nationen in der Nacht der Weltmeisterschaft

der Lokomotiven

gegeneinander antreten.

Auch in diesem Jahr wieder dabei:

das ECO-Eigengewächs Jennifer Urban

Akrobatik auf höchstem Niveau: das tschechische Paar Karolina Prochozkova

und Michael Ceska

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 21


R E I T S P O R T

CHIO Aachen 2013 - 360.000 Besucher

Weltsporttage des Pferdesports als Zuschauermagnet

"Hansi" Dreher überzeugt mit vier Siegen auf vier Pferden

360.200 Zuschauer haben das Weltfest des

Pferdesports, CHIO Aachen 2013 besucht.

"Das ist sensationell", sagte Turnierdirektor

Frank Kemperman. Aufgrund des schlechten

Wetters seien am Soerser Sonntag und am

Vortag im Gelände etwas weniger Besucher

als im Vorjahr gekommen. "Dass wir trotzdem

wieder mehr als 360.000 Besucher hatten,

zeigt, dass wir mit unserem Mix aus Weltklasse-Sport,

Volksfest und hochklassiger gesellschaftlicher

Rahmenveranstaltungen richtig

liegen", so Kemperman. Am Samstag kamen

zur Vielseitigkeit im Gelände und zum Mara-

thon der Vierspänner 37.000 Besucher. Der

CHIO Aachen 2013 war noch nicht zu Ende,

da wurden bereits die ersten Tickets für das

kommende Jahr knapp. "In den Dressurwettbewerben

wird es für das kommende Jahr

bereits eng, manche Tribünen sind schon ausverkauft",

so Michael Mronz, Geschäftsführer

der Aachener Reitturnier GmbH.

Bei den großen Springwettbewerben machte

vor allem ein Mann aus Süddeutschland von

sich reden: Hans-Dieter "Hansi" Dreher aus

Eimeldingen bei Rheinfelden. Der 41-Jährige

siegte im Preis des Handwerks auf Master de

Hans-Dieter "Hansi" Dreher mit einem seiner Pferde

auf dem heimischen Hof in Eimeldingen

Energisch und mit voller Körperspannung "überfliegen" Hans-Dieter Dreher und sein Embassy II auch

schwierigste Hindernisse auf dem Parcours - der Hengst war eines der vier Pferde, mit denen der

Ausnahmereiter in Aachen 2013 abräumte

Menardiere, dann gewann er das Sparkassen-

Youngsters-Cup Finale auf Quiwi Dream und

den Preis der AachenMünchener auf Embassy

II. Zum vierten Mal schlug er Mal eim SAP-Preis

zu, wo er auf dem elfjährigen Hannoveraner-

Wallach Constantin B nicht zu schlagen war.

Vier Siege auf vier verschiedenen Pferden:

Der Mann aus dem baden-württembergischen

Eimeldingen läuft in der Soers zur absoluten

Höchstform auf. "Das ist einfach mein Platz hier

in Aachen", kommentierte der glückliche Sieger,

der sich im Parcours als schnellster fehlerfreier

Reiter in 62,59 Sekunden durchsetzte.

Dreher hatte früh Kontakt mit Pferden, sein

Vater betrieb einen Reitstall. Er begann früh

mit dem Reiten und bestritt mit acht Jahren

seine erste Springprüfung. Im Juniorenalter

wurde er zweifacher Landesmeister Baden-

Württemberg und nahm auch an den Deutschen

Junioren-Meisterschaften im Springreiten teil.

Seine Lehre absolvierte er auf dem elterlichen

Hof, in Folge war er drei Jahre als Bereiter im

Elsass tätig. Seitdem ist er in Eimeldingen ansässig,

hier ist er als sportlicher Leiter beim

Gestüt Grenzland tätig. Nach dem Wechsel in

die Altersklasse der "Reiter" trat er hauptsächlich

auf regionalen Turnieren bis zur schweren

Klasse sowie bei einzelnen internationalen

Turnieren an. Im Jahr 2005 wurde er Baden-

Württembergischer Meister der Springreiter.

Seinen internationalen Durchbruch hatte

22 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T


S P O R T M I X

"Hansi" im Jahr 2011: Nachdem bereits mehrere

Reiter mit dem Hengst Magnus Romeo

nicht richtig zusammenfinden konnten, überzeugte

Beat Mändli als bisheriger Reiter den

Pferdebesitzer Paul Bücheler, Hans-Dieter Dreher

das Pferd zum Beritt zu überlassen. Ihren

ersten großen gemeinsamen Erfolg hatten

Dreher und Magnus Romeo, als sie im April

2011 in Italien den Großen Preis des CSI3*

Pioltello gewannen. Nach einem siebten Platz

bei den Deutschen Meisterschaften wurde er

erstmals für den CHIO Aachen nominiert. Es

folgten Teilnahmen an Nationenpreisen und

Weltcupspringen. Im Juni 2011 erhielt er von

der FEI die monatlich verliehene Auszeichnung

"Rolex One to Watch" als Reiter, der in den Top

250 der aktuellen Weltrangliste den größten

Sprung nach oben schaffte (von Rang 386 auf

Rang 231). Ende 2012 gehörte er erstmals zu

den besten 20 Springreitern weltweit (Platz

17 der Weltrangliste). Mit seinen überzeugenden

Leistungen in diesem Jahr und den vier

Siegen in Aachen dürfte der Vater zweier Söhne

Ende des Jahres in der Weltrangliste weiter

nach oben klettern und sich weiter an die

Top Ten heranarbeiten.

Eine weltweit einmalige Kulisse bietet sich den Reitern und Besuchern im großen Springstadion in

Aachen, in dem sich jährlich die Weltelite beim CHIO trifft

31. Allgäu Triathlon Classic am 20. Juli 2013 in Immenstadt

Traditionsreiche Rennen werfen ihre Schatten voraus

Staffel-Wettbewerb erstmals im Programm

Der Allgäu Triathlon wurde bereits

1983 erstmals ausgetragen und ist

damit die älteste deutsche

Triathlon-Veranstaltung ihrer Art.

Bereits 1984 fanden in Immenstadt

die Deutschen Triathlon-Meisterschaften statt

und 1985 wurde die Europameisterschaft dort

ausgetragen. Nach vielen weiteren Highlights

dieser traditionellen Veranstaltung fand 2004

zum zweiten Mal die Europameisterschaft statt

und 2011 wurden die nationalen deutschen

Triathlon-Meisterschaften über die Mitteldistanz

unter dem Mittag ausgetragen. Bis

heute fanden bereits sechs Mal die Deutschen

Meisterschaften in Immenstadt statt.

Nun steht der 31. Allgäu Triathlon am 20. Juli

2013 an. Auch in diesem Jahr werden sich wieder

hunderte Athleten aus allen Herren Länder

den Herausforderungen stellen. Angeboten

werden für Einzelsportler zwei Varianten:

der Allgäu Classic mit 2 km Schwimmen, 80

km Radfahren und 20 km Laufen, der Allgäu

Olymp mit 1,5, 42 und 10 km sowie erstmals

die Allgäu Olymp Staffel. Hier sind vor allem

Vereine, Firmen, Freundeskreise oder Einsteiger

gefragt, die sich in Dreierteams messen

können.

Die Herausforderung für Einzelstarter beim

Allgäu Olymp ist gleichzeitig die bayerische

Meisterschaft in den Kurzdistanzen und gilt

für alle Altersklassen.

Für die vielen hundert Sportler, ihre Betreuer

und Fans sowie die vielen tausend Zuschauer

an der Strecke wird das Wochenende rund um

den Allgäu Tritahlon in Immenstadt wieder zu

einem unvergesslichen Erlebnis. Die Strecken

im Wasser, im Wald, auf Bergen und Straßen

haben es in sich und für Spannung wird gesorgt

sein.

Zudem garantiert die sehr naturnahe Auswahl

der Strecken dafür, dass hier die einmalige

Allgäuer Landschaft nicht in Mitleidenschaft

gezogen wird und die Teilnehmer trotz der

hohen körperlichen Anstrengungen auch die

Schönheit des Allgäu genießen können.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 23


S P O R T M I X / F O O T B A L L

Saisonstart der Allgäu Comets II: Die 2. Mannschaft legt gegen Hof los

Headcoach Schütz: "bei uns ist keiner gesetzt"

In der 31-jährigen Geschichte

der Allgäu Comets

gibt es nun zum ersten Mal

eine zweite Herrenmannschaft.

Lange mussten sie

warten, doch nun beginnt

auch die erste Saison der Allgäu

Comets II. Das Team um Headcoach

Matthias Schulz hat sich erst in diesem

Jahr zusammen gefunden und

das Training aufgenommen.

Nun

startet das fast

50-köpfige Team

in die Premieren-

Saison. Gleich

zum Auftakt wartet auf die Allgäuer

Footballer in dieser Aufbauliga

im Illerstadion das Team der Hof

Jokers. Die Oberfranken sind alte

Bekannte der Comets, die vor langen

Jahren bereits Gegner der

Allgäuer 1. Mannschaft in der

Bayernliga waren.

Für das Team von Headcoach Matthias

Schütz geht es in dieser Liga

am Ende um den Aufstieg in die

Bayernliga. Für Comets-Pressesprecher

Florian John ist "es durchaus

realistisch, dass wir die Jokers

asr: Aus wie vielen Spielern bestehen

die Comets II und wie lautet

die Zielsetzung?

Matthias Schütz: Wir haben aktuell

50 Spielerpässe, aber wir denken,

dass wir auf 35 Spieler zählen

können. Wir würden gerne alle

am Spieltag einsetzen und sehr

viel rotieren, um allen Spielern ausreichend

Spielzeit zu geben. Aber

da wir erst so spät gemeldet haben,

nehmen wir dieses Jahr am

Spielbetrieb der Aufbauliga teil.

In dieser Liga darf man pro Spieltag

maximal 25 Leute auf das

Roster bringen. Das bedeutet,

dass auch nur diese spielberechtigt

sind. Dafür haben wir

Das nicht ganz vollständige Team der Allgäu Comets II mit den Coaches Matthias Schütz und Michael Klein (in schwarz) geht mit viel Optimismus und

Power in die Saion

24 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

packen und am

Ende der Saison um

den Aufstieg mitspielen

können."

Der asr fragte bei

Headcoach Matthias

Schütz nach:

asr: Was erwartet Ihr von dieser

ersten Saison in der Aufbauliga?

Matthias Schütz: Mir geht es gut,

aber langsam bin ich etwas aufgeregt

und gespannt, was uns in dieser

Saison erwartet. Ob die Jungs

das umsetzen können, was in den

letzten Monaten erarbeitet wurde.

Wie es immer so ist: wir könnten

weiter sein. Aber wir sind sehr

zufrieden. Die neuen und jungen

Spieler haben sich gut entwickelt

und die älteren haben sich gut integriert.

Das Team ist zusammen

gewachsen und die Leader haben

sich heraus kristallisiert. Wir haben

einige ganz neue Spieler, Jungs

die in der Jugend gespielt haben

und eine Weile Pause gemacht

haben und einige ältere erfahrene

Spieler, die mit Freunden noch

mal ein paar Jahre Spielen wollen.

Das Team ist zwischen 18 - 55 Jahren

alt.

Coaches uns drei

Maßstäbe gesetzt:

der Spieler muss

wissen, um was es

geht, die Trainingsbeteiligung

und

der Spieler muss fit sein (nicht angeschlagen).

Wir haben definitiv

eine gute Trainingsbeteiligung und

viele Spieler hätten es verdient zu

spielen. Aber das kann auch den

Ehrgeiz der Spieler steigern. Außerdem

haben wir ja noch sieben

weitere Spiele und durch gute

Leistungen und Einsatz kann es sich

jeder Spieler auch verdienen. Bei

uns ist niemand gesetzt.


S P O R T M I X / T E N N I S

Andreas Beck erhält Wildcard für Oberstaufen

Ravensburger Tennisprofi bastelt am Comeback

Der Ravensburger Tennisprofi Andreas

Beck tritt Ende Juli beim 22.

ATP-Challenger-Turnier um den

Oberstaufen-Cup 2013 im Allgäu

an. Der 27-jährige, der nach seiner

Bandscheiben-Operation im

vergangenen Jahr an seinem

Comeback im Tenniszirkus bastelt,

erhält von Turnierdirektor Hans

Hermann eine Wildcard für das

Hauptfeld des Turniers, das vom

20. bis 28. Juli im Rahmen der

Head German Master Series stattfindet.

"Andi ist ein sympathischer Sportler

und er bringt bestimmt viele

Fans aus Oberschwaben mit nach

Oberstaufen. Wenn einer die

Wildcard verdient hat, dann er",

sagte Hans Hermann im Vorfeld

des Sandplatzturniers in den Allgäuer

Bergen. Der Turnierdirektor

drückt dem Linkshänder kräftig die

Daumen und hofft insgeheim, dass

Beck an seine guten Leistungen

von 2011 anknüpfen kann. Damals

schaffte er es bis ins Finale, in dem

er am Ende knapp Daniel Brands

aus Deggendorf unterlag.

Die Ausgangssituation in diesem

Jahr ist allerdings komplett anders

als 2011. War Beck vor zwei Jahren

noch als 156. der ATP-

Weltrangliste und als Nummer

sechs der Setzliste ins Turnier gestartet,

so steht er heuer nur auf

Platz 383 und ist damit nicht direkt

für das Hauptfeld des mit

60.000 Dollar dotierten Turniers

in Oberstaufen qualifiziert.

Schuld am Absturz in der Weltrangliste

ist ein Bandscheibenvorfall,

der Andreas Beck im vergangenen

Jahr zu schaffen machte und

eine lange Verletzungspause mit

sich brachte. Die Schmerzen waren

irgendwann so schlimm, dass

sich der Ravensburger auf Geheiß

von Bayern-Doc Dr. Hans-Wilhelm

Müller-Wohlfahrt zur Bandscheiben-Operation

mit entsprechend

Der Ravensburger Tennisprofi Andreas Beck erhält von Turnierdirektor

Hans Hermann eine Wildcard für das Hauptfeld des Turniers

langer Rehaphase entschied. Zwischenzeitlich

rutschte der Oberschwabe

aufgrund der Turnierpause

bis auf Rang 821 in der

Weltrangliste ab. Ein schweres Los

für einen Profi, der im Jahr 2010

wochenlang unter den Top 40 der

Welt notiert war und sich vor seiner

Verletzung fest innerhalb der

Top 100 hielt.

Der Weg zurück in die Weltelite

ist hart, aber er scheint zu gelingen:

Beim Challenger-Turnier in

Fürth schaffte Andreas Beck Anfang

Juni den Sprung ins Viertelfinale,

bei den French Open in Paris

hatte er zuvor die Qualifikation

überstanden und sich in die erste

Runde gespielt. "Mit seiner Klasse

und seiner Routine ist Andreas

immer für einen Sieg gut. Wir freuen

uns jedenfalls auf seinen Auftritt

hier auf unserem Center-

Court", so Hans Hermann, der als

Turnierdirektor noch eine weitere

Wildcard zu vergeben hat. Wer

diese bekommt, das steht noch in

den Sternen: "Ich habe da mehrere

Anfragen, aber ich werde mich

erst spät entscheiden".

Weitere Infos unter

www.oberstaufen-cup.de

Beim Oberstaufen-Cup 2013 kämpfen insgesamt 32 Spieler im Hauptfeld

um begehrte Weltranglistenpunkte. Das Turnier findet vom 20. bis

28. Juli auf der Anlage des TC Blau-Weiß Oberstaufen statt.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 25


M O T O R S P O R T

Porsche Panamera: Neues Outfit, sparsamere Motoren

Trotz geringerem Verbrauch steigt die Leistung um 20 PS

Die neue Variante des Porsche Panamera steht

am Start. Seit Juli ist die überarbeitete Version

auf dem Asphalt unterwegs. Der Preis beginnt

bei 81.849 Euro.

Erkennungszeichen der Modellpflege ist vor

allem das umgestaltete Heck auf. Dank einer

flacheren und breitere Heckscheibe wirkt es

nun sportlicher und weniger rund als beim aktuellen

Modell. An der Front gibt es vergrößerte

Lufteinlässe und leicht modifizierte

Scheinwerfer, optional erstmals auch in LED-

Ausführung. Neu ist auch eine Langversion mit

einem um 15 Zentimeter gestreckten Radstand.

Der 5,12 Meter lange Chauffeurs-

Panamera soll vor allem die Kundschaft in Asien

locken.

Größere Änderungen gibt es unter der Haube.

Die 4,8-Liter-V8-Motoren der Varianten

Panamera S und 4S werden ausgemustert und

durch kleinere und sparsamere 3,0-Liter-V6-

Benziner mit Biturbo-Aufladung ersetzt. Während

die Leistung um 20 PS auf 420 PS steigt,

sinkt der Verbrauch um bis zu 18 Prozent. Anfang

2014 erhält der Viersitzer zudem einen

neuen Diesel mit 220 kW/300 PS, der das alte

Triebwerk mit 184 kW/250 PS ersetzt.

Am sparsamsten ist jedoch nun die komplett

umkonstruierte Hybridvariante, die jetzt über

eine Plug-in-Funktion verfügt, die das Aufladen

an der Steckdose möglich macht. Gleichzeitig

wurden die Nickel-Metallhydrid-Akkus

durch größere Lithium-Ionen-Akkus ersetzt.

Dadurch steigt die Elektro-Reichweite von zwei

auf bis zu 36 Kilometer.

auch die Hybridvariante des Porsche Panamera

wurde umkonstruiert. Foto: dmd/Porsche

Nicht zuletzt wird auch die Serienausstattung

aller Varianten erweitert. Immer an Bord sind

nun unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfer,

Multifunktionslenkrad und eine automatische

Heckklappe. Gegen Aufpreis zu haben sind

nun unter anderem eine kamerabasierte

Verkehrszeichenerkennung und ein Spurhalteassistent.

Kollision im ersten Rennen verhindert besseres Resultat

Unglückliches GP2-Heimspiel am Nürburgring für Daniel Abt

Das hatte sich Daniel Abt anders vorgestellt:

Ohne Punkte reist der 20-Jährige von seinem

Heimspiel in der Nachwuchsklasse GP2 auf

dem Nürburgring wieder nach Hause. Im ersten

Rennen war Abt früh in eine Kollision verwickelt,

im zweiten Rennen hatte er mit alten

Reifen keine Chance auf einen guten Platz.

Die Euphorie bei Daniel Abt vor dem sechsten

Rennwochenende der GP2-Serie war groß:

Auf seiner Lieblingsstrecke, dem Nürburgring,

26 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

liebäugelte der GP3-Vizemeister aus dem

Vorjahr mit seinem dritten Punkteresultat der

Saison. Doch schon im Zeittraining gab es den

ersten Dämpfer. Abt qualifizierte sich in seinem

612 PS starken Dallara-Mecachrome des

Teams ART Grand Prix nur für Startplatz 22.

Pech hatte Daniel Abt auf dem Nürburgring. Am

27. Juli in Budapest will er es besser machen

Kurz nach dem Start des Hauptrennens am

Samstag war Abt in eine Kollision verwickelt.

Im dichten Feld fuhr ihm ein Konkurrent ge-

Bild: cmv-sportmedia

gen das Rad, überschlug sich daraufhin, blieb

aber unverletzt. "Das war schon ziemlich heftig",

so Daniel Abts Kommentar, dessen Reifen

vorn links gewechselt werden musste. Abt:

"Da war das Rennen natürlich verloren." Nach

32 Runden belegte er Rang 21.

Das Sprintrennen am Sonntag stand von Beginn

an unter keinem guten Stern, da Abt wegen

des Vorfalls am Vortag mit einem gebrauchten

Satz Reifen starten musste. "Da ist

man einfach machtlos", so Abt. Mehr als Rang

19 im Ziel sprang nicht heraus. Abts Fazit: "Ein

sehr enttäuschendes Wochenende. Im ersten

Rennen wäre sicher mehr möglich gewesen.

Mein Start war nicht schlecht und das Auto

fühlte sich im Gegensatz zum Qualifying auch

gut an."

In drei Wochen (26.-28. Juli) hat Daniel Abt

beim siebten GP2-Rennwochenende in Budapest

eine neue Chance, zu punkten.


M O T O R S P O R T

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 27

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