Herbst 2013 - Franz Sales Haus

franz.sales.haus.de

Herbst 2013 - Franz Sales Haus

Herbst 2013

MitMenschen

Franz Sales Haus

| 29


Inhalt

Inhalt

3 Unter uns gesagt

4 Arbeitsmarktintegration

Aktion '72-Stunden'

6 Franz Sales Werkstätten

Herausforderndes Verhalten

8 Hotel Franz

Tag der pastoralen Berufe

10 Franz Sales Berufskolleg

Neue Ausbildungsstruktur

11 Franz Sales Förderschule

„Bei euch piept's wohl …“

12 Franz Sales Werkstätten

Halali zur Schnitzeljagd

13 Was sonst noch geschah

26 Termine

27 Personalia

Aufgrund der besseren Lesbarkeit

wird die männliche Schreibweise

für beide Geschlechter verwandt.

2 |


In den zurückliegenden Wochen hat uns auch unser langjähriger

Seelsorger Justus Könemann verlassen, der sich nach neunjähriger

Tätigkeit neuen Aufgaben in einer Kirchengemeinde zugewandt

hat. Die seelsorgliche Arbeit in unserem Haus hat er an entscheidender

Stelle geprägt. Auch Reinhold Huppertz, Bereichsleiter aus

unserem Wohnbereich oder Doris Schwienke aus der Schneiderei

der Franz Sales Werkstätten haben sich nach langjähriger Tätigkeit

für den Weg in die verdiente Altersteilzeit entschieden – um nur

einige Beispiele zu nennen.

Unter uns gesagt …

... immer wieder mal verlässt ein Mitarbeiter das Franz Sales Haus

auch wenn die Fluktuation in unserem Hause insgesamt sehr gering

ist. Oft erlebe ich, wie schwer es der oder dem Betreffenden fällt,

die gewohnte Arbeitsumgebung mit den bekannten Gesichtern zu

verlassen. Dabei ist es eigentlich nebensächlich, ob dies nach 2,

10 oder zig Jahren Betriebszugehörigkeit erfolgt.

Eine niedrigere Fluktuation, dass Mitarbeiter gerne ihren Aufgaben

nachgehen und dass Wehmut den Abschied bestimmen, zeigt die

hohe Bindung zwischen Mitarbeitern und dem Franz Sales Haus.

Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, in jedem Einzelfall der

Frage nachzugehen, warum ein Mitarbeiter unser Haus verlässt. Die

Antwort auf diese Frage ist uns für die Zukunft unserer Arbeit wichtig.

Ob es die berufliche Karriere, die Pflege eines Angehörigen, der

Wechsel in ein anderes Arbeitsfeld oder die Altersteilzeit ist – so

bunt wie das Leben, so bunt sind auch die Beweggründe für das

Ausscheiden eines Mitarbeiters.

Dabei darf ich nicht verhehlen, dass auch mich der Abschied von

jedem einzelnen unserer inzwischen rund 1.000 Mitarbeiter wehmütig

stimmt. Besonders nach einer mehrjährigen Zusammenarbeit.

Man denkt an die besonderen Momente der Zusammenarbeit

zurück oder auch an die Auseinandersetzungen, wenn es mal unterschiedliche

Auffassungen gab. Aber auch dabei hat uns letztlich

das Wohl des Franz Sales Hauses geleitet.

Nicht auf der Liste der ausgeschiedenen Mitarbeiter, die in jeder

Ausgabe am Ende unseres Magazins veröffentlicht wird, erscheint

ein über zig Jahre äußerst engagiertes Vorstandsmitglied, das seit

den 70er Jahren die Entwicklung des Franz Sales Hauses maßgeblich

begleitet hat: Herr Otto Sollböhmer, der als Kaufmann besonders

den Schwerpunkt Finanzen im Blick behielt, erklärte in

der Mitgliederversammlung am 18. Juni 2013 seinen Rücktritt aus

Altersgründen. Ich weiß, dass ihm das nicht leichtgefallen ist. Mir

auch nicht.

Ihm gilt mein besonderer Dank dafür, dass er die Anliegen der uns

anvertrauten behinderten Menschen bei seiner Mitarbeit immer in

den Vordergrund gestellt hat. Er war nicht nur Mitglied des Vorstandes

– er war und bleibt ein Freund unseres Hauses. Tausend

Dank für das vorbildliche Engagement.

Die Zeit läuft, Mitarbeiter kommen und gehen. So wie man die Zeit

nicht aufhalten kann, wird es auch immer wieder Verabschiedungen

von Mitarbeitern geben. Mein Wunsch wäre dabei, dass unsere

neuen Mitarbeiter ihren eigenen Weg gehen und sich dabei an dem

Engagement und der Verbundenheit ihrer Vorgänger orientieren,

damit die Spuren unserer ehemaligen Kollegen noch lange sichtbar

bleiben.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Günter Oelscher

Direktor

| 3


Die 'Auenländer Tiefseetaucher' angelten Müll aus dem Weiher.

Die Teilnehmer hatten Spaß an ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Arbeitsmarktintegration

Aktion '72-Stunden'

Unter dem Motto 'Uns schickt der Himmel' setzten sich vom 13. bis

16. Juni 2013 bundesweit hunderttausende junge Menschen ehrenamtlich

für einen guten Zweck ein. In 72 Stunden realisierten sie

gemeinnützige, soziale, ökologische, interkulturelle oder politische

Projekte – auch Teilnehmer aus dem Franz Sales Haus beteiligten

sich. „Heute ist Fencheltag“, sagt Kristina Milde, als sie die Essensspenden

sieht, die morgens in der zentralen Verteilungsstelle der

Essener Tafel zusammengekommen sind, darunter mehrere Kisten

besagten Gemüses. Aber auch Obst, Milchprodukte, belegte Brötchen

und Süßgebäck bringen die Wagen der Tafel zum Wasserturm

in Essen-Huttrop. Hier werden die Nahrungsmittel sortiert, aufgeteilt

und zu mehreren Ausgabestellen und Küchen in der ganzen

Stadt gebracht, wo sie mittags an Bedürftige verteilt werden.

Heute werden die Mitarbeiter der Tafel durch neun junge Frauen

unterstützt, die im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der

Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) etwas Gutes tun wollen.

Alle neun sind Teilnehmerinnen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen

des Franz Sales Hauses und werden von der Mitarbeiterin

Kristina Milde begleitet. Ein paar sind draußen rund um

den Wasserturm an der Steeler Straße unterwegs und sammeln herumliegenden

Müll auf. Die anderen lassen sich drinnen die Arbeitsabläufe

von Antje Peters erklären. Sie ist die Leiterin der Verteilungsstelle

und wie alle anderen Mitarbeiter der Tafel ehrenamtlich

tätig. Die Aufgabe der Helferinnen ist es, die Nahrungsmittel zu

sortieren und in kleinere Mengen aufzuteilen. Zu den Spendern gehören

mehrere Supermarktketten sowie lokale Betriebe – wie zum

Beispiel Bäckereien.

Viele Menschen sind bedürftig

Viele Menschen nehmen die Hilfe der Essener Tafel in Anspruch: junge

Familien, Rentner, die von der Grundsicherung leben und Hartz-

IV-Empfänger. Wer seine Bedürftigkeit nachweist, erhält bei der Essener

Tafel eine Karte, mit der man an einem der vier wöchentlichen

Ausgabetage gegen Zahlung von einem Euro Nahrungsmittel abholen

kann. Pro Ausgabetag kommen rund 240 Menschen zur Tafel.

„Viele Leute holen Lebensmittel für ihre ganze Familie, sodass wir

durchschnittlich mit drei Personen pro Karte rechnen“, erklärt Frau

Peters. Sollten bestimmte Lebensmittel, wie zum Beispiel Milchprodukte,

an einigen Tagen knapp sein, werden sie bevorzugt an junge

Familien mit Kindern verteilt. Yasemin und Jenny sind gerade dabei,

süßes Gebäck in Tüten zu verpacken. Würden sie heute nicht hier

helfen, würden sie im Franz Sales Haus lernen: Yasemin im Bereich

Hauswirtschaft, Jenny im Verkauf. „Es ist mal etwas anderes, hier zu

arbeiten“, sagen die beiden. Kristina Milde ergänzt: „Natürlich hat

4 |


man schon mal von der Tafel gehört. Aber zu sehen, dass so viele

Leute hierher kommen und welche Mengen an Nahrungsmitteln gespendet

werden, das hat mich schon gewundert."

Jens Albers, Bistum Essen

Tour de Franz

Am 14. Juni 2013 waren die Teilnehmer der Berufsvorbereitenden

Bildungsmaßnahmen des Franz Sales Hauses rund um den 'Monte

Huttrop' unterwegs. Das Team 'Franz Sales Haus/BvB' trat für

die 'Tour de Franz' gleich in vierfacher Besetzung freiwillig und

ehrenamtlich an: 'Die Küchenfeen', 'Frau Holles Kinder', 'Die Auenländer

Tiefseetaucher' und 'Die Turm-Springer'. Training und Vorbereitung

liefen schon Wochen vorher, z. B. im Bereich 'Hotel- und

Gaststättenservice/Hauswirtschaft' unter Leitung von Frau Schild.

Gemeinsam wurde fleißig Kuchen gebacken und Marie Schwinning

und Mareile Landauer vom BDKJ Diözesanverband dokumentierten

den Einsatz mit Kamera und Mikrofon. Aus dem Kamerawagen der

'Tour de Franz' berichteten Herr Determeyer (Lehrkraft) und Herr

Fiedler (Sozialpädagoge):

1. Etappe: Caritas Suppenküche, Maxstraße

Hier lagen ganz klar die 'Küchenfeen' vorn. Unweit des Essener

Hauptbahnhofs wurde Leistungswille bewiesen: Kuchen und Brötchen,

die schon in der Frühe unter der emsigen Teamleitung von

Frau Schlusat (Bildungsbegleiterin) und Frau Ewert (Psychologin)

vorbereitet wurden, konnten den Gästen des Frühstückscafés von

den Teilnehmern serviert werden. Dabei wurde gerne zugegriffen;

mit einer Tasse Kaffee schmeckte es vorzüglich.

2. Etappe: Hollestraße

Hier hatten 'Frau Holles Kinder' die Nase vorn: Sie durchkämmten

das Gebüsch und putzten alles weg, was ging. Teamleiterin Frau

Sembritzky (Sozialpädagogin) sammelte die Säcke voller Unrat, die

Auf der Aktionsbühne in der Innenstadt stellten die Teilnehmer aus

dem Franz Sales Haus ihr ehrenamtliches Engagement vor.

anschließend fachgerecht entsorgt wurden. Jede Menge Leergut

konnte eingelöst werden.

3. Etappe: Stattrops Aue, Huttrop

Hier kam keiner an den 'Auenländer Tiefseetauchern' vorbei. Tief

im Schlamm des Weihers stehend, dirigierten Teamleiter Herr Rückewold

(Lehrkraft) und Herr Boulanger (Sozialpädagoge) ihren

Reinigungstrupp mit Bravour. Schwere Steinplatten, eine mit Nägeln

gespickte Palette und weiterer Unrat wurden aus dem Weiher

gezogen. Auch rund um das Gewässer waren viele Hände fleißig.

Hier und auch auf der nächsten Etappe wurde die Pressestelle des

Bistums Zeuge des besonderen Einsatzes der Teams.

4. Etappe: Essener Tafel e. V., Wasserturm

Den 'Turm-Springern' unter Führung von Frau Milde (Bildungsbegleiterin)

und Frau Schultz (Gewerkeanleiterin Lager/Handel)

konnte an dieser Stelle nur das ansässige Personal der Essener Tafel

etwas vormachen (siehe Bericht auf gegenüberliegender Seite).

Siegerehrung

Das Team 'Franz Sales Haus/BvB' hatte einen vierfachen Sieg errungen,

der etlichen Menschen in Essen und dem Erscheinungsbild der

Stadt rund um den 'Monte Huttrop' in kleinem Rahmen zugute kam.

Danken wollen wir allen Unterstützern der Tour: EDEKA Knödgen,

REWE Budow, REWE Kaeseler (BO) spendeten Kuchenzutaten und

den Brötchenbelag. Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) und die

Aktion 'Essen Picobello' unterstützten uns mit Müllgreifern. Und

nicht zuletzt ist allen Teilnehmern und Mitarbeitern der Berufsvorbereitenden

Bildungsmaßnahmen zu danken, die vollen Einsatz

zeigten und zum Gelingen der Aktion beitrugen.

Stephan Determeyer

Die 'Küchenfeen' bereiteten Kuchen und belegte Brötchen vor.

| 5


Verhaltensmuster

Die Mitarbeiter des Zweigbetriebs Zehnthof müssen lernen, Verhaltensmuster zu entschlüsseln.

Bild: Fotolia

Franz Sales Werkstätten

Herausforderndes Verhalten

Auf Herz und Nieren hat Dr. Ernst Wüllenweber von der Martin-

Luther-Universität Halle in den letzten Wochen den Zweigbetrieb

Zehnthof der Franz Sales Werkstätten untersucht. Ihn interessierte

besonders der Umgang mit Beschäftigten, die durch ihr herausforderndes

Verhalten besondere Anforderungen an ihre Betreuer

stellen. Zunächst hatte er sich darüber informiert, welche pädagogischen

Konzepte das Franz Sales Haus und der Zweigbetrieb

Zehnthof erstellt haben, um den Mitarbeitern den Umgang mit

Menschen zu erleichtern, die durch außergewöhnliches Verhalten

massiv auffallen. Anschließend sammelte der Wissenschaftler durch

Hospitationen in sämtlichen Bereichen persönliche Eindrücke.

6 |


Er bekam dadurch einen guten Überblick, wie der Alltag in der

Werkstatt abläuft, konnte die Besonderheiten im Arbeitsalltag beobachten

und sehen, wie die Mitarbeiter darauf reagieren. Durch

Interviews mit Beschäftigten und Mitarbeitern erfuhr Dr. Wüllenweber

mehr über die herausfordernden Verhaltensmuster und deren

Ursachen.

Auf Basis aller gesammelten Informationen sowie seiner Beobachtungen

formulierte Dr. Wüllenweber für jeden Bereich die vorhandenen

Stärken und guten Ansätze. Insgesamt wertete der Wissenschaftler

die Situation in der Werkstatt am Zehnthof im Vergleich

zu ähnlichen Werkstätten sehr positiv und hob die hervorragenden

strukturellen und pädagogischen Voraussetzungen hervor. Besonders

lobte er die klaren Regeln und Zuständigkeiten, die Vernetzung

mit anderen Betriebsteilen des Franz Sales Hauses, die

Flexibilität der Mitarbeiter und das gute Betriebsklima. Ihm sei außerdem

positiv aufgefallen, dass die Mitarbeiter grundsätzlich eine

gemeinsame pädagogische Position vertreten würden und es trotzdem

eine offene Diskussionskultur im Unternehmen gebe, durch die

Probleme angesprochen und schnell gelöst werden könnten.

Praxisnahe Anregungen

Trotz der hohen Betreuungsqualität registrierte Dr. Wüllenweber im

Verlauf seiner Beobachtungen, an welchen Stellen weiteres Entwicklungspotenzial

vorhanden wäre. Dort, wo der Wissenschaftler

kreativen Input geben konnte, bekamen die Mitarbeiter praxisnahe

Anregungen, wie sie noch früher kritische Situationen auflösen

und besser mit den Verhaltensauffälligkeiten umgehen können, um

die Gesamtsituation in den Gruppen weiter zu optimieren. „Wir

sind dankbar für die genaue Analyse und die Anregungen“, so Petra

Schäfer vom Sozialen Dienst. „Man hat ja immer nur seine subjektive

Sichtweise und sieht dann möglicherweise den Wald vor lauter

Bäumen nicht mehr. Da ist es gut, ein objektives Feedback zu bekommen.“

Dass dieses so positiv ausgefallen ist, freut Mitarbeiter

und Betriebsleiter Hans-Jürgen Vocks. „Wir werden die Anregungen

von Herrn Dr. Wüllenweber aufnehmen und in unseren Arbeitsalltag

übernehmen.“

Der Wissenschaftler regte an, den intensiven Austausch über die

Beschäftigten nicht nur im Krisenfall zu initiieren, sondern eine

regelmäßige interne Fallberatung zu etablieren. Dadurch könnten

die Entwicklungsziele aller Beschäftigten noch besser im Blick gehalten

werden. Außerdem schlug er die Einführung von sogenannten

'Basisarbeiten' vor. Es handele sich dabei um Tätigkeiten, die

nicht zeitgebunden sind und für jeden Beschäftigten individuell

definiert werden. Die eigene Basistätigkeit ist dem Beschäftigten

bekannt und kann immer dann ausgeführt werden, wenn es die

Situation erfordert.

Mehr Selbstständigkeit und Abwechslung

Außerdem sei, so der Wissenschaftler, der Ausbau von optisch

abgegrenzten Arbeitsbereichen sowie teilautonomen Einzel- und

Gruppenarbeiten wünschenswert. Letztere förderten ebenfalls die

Selbstständigkeit und Abwechslung im Arbeitsalltag. „Die Gratwanderung

zwischen Herausforderung und Überforderung setzt

aber voraus, dass die Mitarbeiter die Fähigkeiten und Belastbarkeit

der Beschäftigten genau einschätzen können“, so Dr. Wüllenweber.

Er habe jedoch bei der Hospitation in den Bereichen den Eindruck

gewonnen, dass dies im Zweigbetrieb Zehnthof der Fall sei.

Um bei Schwierigkeiten passgenaue pragmatische Lösungsansätze

entwickeln zu können, sei eine strukturierte Abfrage wichtig, die

transparent macht, was die individuellen problematischen Verhaltensmuster

auslöst, wie sie sich im Verlauf verändern und welche

eskalierenden – bzw. deeskalierenden – Faktoren bekannt sind.

Dr. Wüllenweber wies darauf hin, dass das herausfordernde Verhalten

eine emotionale, körperliche, kognitive, soziale oder materielle

Funktion hat, die von den Fachkräften entschlüsselt werden sollte.

Wenn diese Faktoren erkannt seien, könne man mit den Verhaltensmustern

besser umgehen.

Perspektive

Dr. Wüllenweber formulierte abschließend einen Ausblick auf die

künftige Entwicklung des Zehnthofs und empfahl, dass der Zweigbetrieb

der Franz Sales Werkstätten seine bereits vorhandenen

Kompetenzen in der Betreuung von Menschen mit herausforderndem

Verhalten durch ein besonderes Fortbildungsprogramm weiter

ausbaut. Hierzu gehört auch die Vernetzung zu anderen Werkstätten

und anderen Trägern in der Region.

Ergänzend soll das Betreuungsteam durch psychologische Fallberatungen

und andere therapeutische Angebote in ihrer pädagogischen

Arbeit gestärkt werden.

Petra Schäfer

| 7


Bischof Franz-Josef Overbeck dankte in der Kirche des Franz Sales Hauses allen Teilnehmern für ihren vielfältigen Dienst in der Seelsorge und das

Zeugnis ihres Glaubens.

Foto: Achim Pohl

Hotel Franz

Tag der pastoralen Berufe

Rund 350 Priester, Pastoral- und Gemeindereferenten sowie Ordensleute

haben sich am 28. Juni 2013 zu einem 'Tag der pastoralen

Berufe im Bistum Essen' im Hotel Franz getroffen. Mochte das

Wetter draußen so gar nicht an das Thema 'Sommerlichter' erinnern

– drinnen im großen Saal des Hotels Franz zeigte das Stimmungsbarometer

dieser Premiere alsbald auf 'heiter und sonnig'.

Nach einem Gottesdienst mit Bischof Franz-Josef Overbeck in der

Kirche des Franz Sales Hauses beschäftigten sich die Teilnehmer

mit Themen, die das Bistum derzeit bewegen. 'Sommerlichter in

winterlicher Zeit' hatte der erste Referent des Nachmittags seinen

Vortrag geradezu prophetisch überschrieben. Doch der Benediktiner-Pater

Elmar Salmann, der viele Jahre als Professor für Philosophie

und Theologie in Rom lehrte und als einer der versiertesten

Grenzgänger zwischen klassischer katholischer Theologie und modernem

Denken gilt, hatte dabei weniger das trübe Sommerwetter

im Blick.

8 |


Ihm gehe es darum, „Dinge zusammenzuhalten, die sich sonst ausschließen“,

erklärte er, um dann ebenso launig wie tiefsinnig den

Wandel der Kirche der zurückliegenden fünf Jahrzehnte zu deuten.

So wie sich mit der Geburt des 'demokratischen Menschen' die Gesellschaft

gewandelt habe, so habe sich gleichzeitig auch die katholische

Kirche verändert, machte der Benediktiner deutlich. „Von

der mächtigen hierarchischen, europäischen Kirche zur multikulturellen

– eher ohnmächtigen – Minderheitenkirche. Vom Großtanker

zu Fährbooten, von sakraler Macht zur segnend-beistehenden

Gegenwart, vom Verbieten zum Fördern, von der Repräsentation

zur demütig-hilfreichen Präsenz, von Abgrenzung zur Freude an

Verschiedenheit und Gemeinsamkeit, vom Herr-Gott zum dreifaltig-offenen

Gott der Mitfreude, des Mitleids, der Freundschaft, der

mystischen Tiefe.“

Wie die Menschen müsse auch die Kirche immer zum Heil gezwungen

werden, ist der Benediktinermönch überzeugt. Er warb für eine

'unbefangene Seelsorge' und dafür, dass sich die Kirche 'mit Entdeckerfreude

auf den Weg in eine offene Zukunft' begibt. „Vielleicht

stehen wir nach 1.600 Jahren Herrschaft und einer zentral-strafforganisierten

Institution wieder vor dem Tor zum Neuen Testament,

klopfen an und sind auf dem Weg zu Gestalt und Gestus

Jesu, zu einer eher offen-ökumenisch-symbolisch sich verstehenden

Gemeinschaft“.

Lernfähig muss die Katholische Kirche auch sein, wenn es um ihr

Verhältnis zu den Medien geht. Christiane Florin, Redaktionsleiterin

von Christ & Welt, nutzte ihren Vortrag zu einer ebenso schonungslosen

wie auch kurzweiligen Zustandsbeschreibung. Die Verantwortlichen

in der Kirche müssten Freude daran entwickeln, sich

der Öffentlichkeit zu stellen. Stattdessen würde die Medienarbeit

der Kirche aktuell häufig aus Medienabwehr bestehen. „Interviews

werden von Geistlichen durchlitten, weil ja Journalisten wie die

lästigen Laien immer dieselben blöden Fragen stellen nach dem

Sex, dem Zölibat und der Frauenordination.“ Eine solche Leidenshaltung

sei aber fatal, so die Journalistin. Sie rät der Kirche dazu,

Konflikte offen anzugehen. Florin: „Es gibt in der Kirche noch immer

die Einstellung: Wenn die Wirklichkeit nicht unseren Vorstellungen

entspricht, dann hat eben die Wirklichkeit ein Problem.“

Noch immer werde lieber angeordnet als argumentiert. So funktionierten

Medien aber nicht.

Sommerlichter? Zumindest im Saal hatten die beiden Referenten

für einen heiter-nachdenklichen Nachmittag gesorgt. „Es gibt immer

wieder Stunden, die man so schnell nicht vergisst“, war sich

Bischof Franz-Josef Overbeck mit vielen Teilnehmern dieses ersten

Tages der pastoralen Berufe im Ruhrbistum einig. Kurzum: Premiere

gelungen – Wiederholung durchaus erwünscht.

Ulrich Lota

350 Teilnehmer kamen zum Tag der pastoralen Berufe ins Hotel Franz.

Foto: Achim Pohl

Podiumsdiskussion mit Bischof Franz-Josef Overbeck. Das Gespräch

mit Christiane Florin (l.) und Pater Elmar Salmann (r.) wurde von der

WDR-Journalistin Gisela Steinhauer moderiert. Foto: Achim Pohl

| 9 | 9


Franz Sales Berufskolleg

Neue Ausbildungsstruktur

Seit 2001 bietet die Franz Sales Schule gGmbH die Ausbildung zur

'geprüften Fachkraft zur Arbeits-und Berufsförderung in Werkstätten

für Menschen mit geistiger Behinderung' an. Eine Ausbildungsmöglichkeit

mit dem Schwerpunkt 'Psychiatrische Rehabilitation'

besteht seit 2011. Nun gibt es eine neue Struktur der Ausbildung:

Ab dem Schuljahr 2013/2014 werden beide Kurse zusammengefasst

und in modularisierter Form angeboten. Damit will die Franz Sales

Schule gGmbH den immer komplexer werdenden Anforderungen

an die Gruppenleiter der beiden Werkstattformen gerecht werden.

Denn der modulare Aufbau hat den Vorteil, dass die Teilnehmer

gemeinsam von grundlegenden Inhalten profitieren. Die an den

Zielgruppen orientierten spezifischen Inhalte werden in getrennten

Lerngruppen vermittelt. Was dies genau bedeutet, sei an dem

Fach 'Gesundheitsförderung/Pflege' beispielhaft erläutert. So erhält

dieses Fach für die Gruppenleiter in Werkstätten für Menschen

mit geistiger Behinderung einen humanbiologischen Schwerpunkt,

in dem es z. B. um die biologischen Ursachen verschiedener Behinderungsarten,

wie das Downsyndrom oder Autismus, geht. Für

die Gruppenleiter in Werkstätten für psychiatrische Rehabilitation

hingegen wird der inhaltliche Schwerpunkt im Bereich der Ursachen

von psychischen Störungen liegen. Der Aufbau des Gehirns

oder ausgewählte psychische Störungen werden hier zu den Inhalten

gehören. In den Fächern, in denen die Teilnehmer gemeinsam

unterrichtet werden, können die angehenden Fachkräfte vom

Austausch über beide Werkstattformen profitieren. Im Gegensatz

zu den inhaltlichen Änderungen sind die Rahmenbedingungen der

Ausbildung im Wesentlichen gleich geblieben. So basiert das Konzept

nach wie vor auf einer Ausbildungsdauer von zwei Schuljahren,

wobei während der allgemeinen Schulferien keine Seminare

stattfinden. Auch ist in die gFAB-Ausbildung die Ausbildung zum

staatlich geprüften Heilerziehungshelfer integriert. Die beiden

Ausbildungsteile umfassen insgesamt 1.400 Stunden und sind in

einen theoretischen und einen berufspraktischen Teil gegliedert.

Erfreulicherweise ist der neue Kurs, der am 9. September 2013 beginnt

und am 22. Juni 2015 endet, bereits ausgebucht. Dieses

große Interesse zeigt, dass die Entscheidung, Inhalte einerseits zu

modularisieren, andererseits aber auch die Möglichkeit zu haben,

mit der gesamten Lerngruppe in den Austausch zu gehen, der richtige

Weg ist. Weitere Informationen: Tel 02 01 . 27 69 - 501 oder

im Internet unter www.franz-sales-haus.de.

Brigitte Hüsselmann

ABSOLVENTEN

Die derzeitigen Jahrgänge, die noch nach dem alten System die

Ausbildung durchlaufen haben, konnten die Prüfungsphase inzwischen

erfolgreich abschließen. Wir gratulieren den geprüften

Fachkräften zur Arbeits- und Berufsförderung:

aus dem Ausbildungsgang 'Geistige Behinderung'

Jochen Bietz, Danny Böttcher, Mark Dauskardt, Olaf Genditzki,

Marc Grzonek, Silke Happe, Thomas Müller, Vera Osterholt,

Corinna Polley, Claudia Schydlo-Dethloff, Klaas Wellerdiek und

Guido Schmiereck

aus dem Ausbildungsgang 'Psychiatrische Rehabilitation'

Sven Dambeck, Mario Karamarinov, André Kehl, René Lacks,

Ralf Passek, Henning Rauhut, Hannelore Senger und Simon

Telge

Mitarbeiter in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind durch die Ausbildung am Berufskolleg bestens für die speziellen

Herausforderungen gerüstet.

10 |


Nach drei Wochen waren die Schüler live dabei, als die

Küken schlüpften.

Nach dem Schlüpfen wurden die Küken in eine Wanne mit

Streu gesetzt.

Franz Sales Förderschule

„Bei euch piept's wohl …“

Diesen Satz hörte die Unterstufe 2 der Förderschule in den letzten

Tagen häufiger! Allerdings hatte dies auch seinen guten Grund:

Im Zuge eines Vorhabens zum Thema 'Huhn' brüteten wir in einer

Brutmaschine Hühnereier aus. Das Ergebnis waren fünf süße,

flauschige Küken, die nun für einige Wochen ein Zuhause bei uns

gefunden haben und uns ziemlich auf Trab halten. Bis zur 'Geburt'

war es allerdings ein langer Weg: Alles begann damit, dass wir

den Opa unserer FSJlerin Pia besuchten. Dieser züchtet schon seit

vielen Jahren Hühner, die er uns gerne zeigte. Und als er uns die

Möglichkeit bot, für ihn ein paar Hühnereier auszubrüten, waren

wir natürlich sofort Feuer und Flamme. Zunächst mussten wir allerdings

Experten zum Thema 'Huhn' werden. Wie sieht ein Huhn aus?

Wie unterscheiden wir Hahn und Henne? Was passiert in den Eiern?

Was fressen Hühner eigentlich? Wie leben sie? Viele Sachen waren

neu für uns, einige wussten wir schon ... Und mit unserem Wissen

stieg auch die Neugierde, was wohl aus den Hühnereiern werden

würde, die wir mittlerweile in eine Brutmaschine gelegt hatten.

Um diese mussten wir uns natürlich kümmern.

Täglich musste die Temperatur kontrolliert (37,8°C), die Eier gewendet

und die Luftfeuchtigkeit hoch gehalten werden. Nach zwei

Wochen konnten wir einen ersten Blick in die Eier werfen, indem

wir sie durchleuchteten. Und siehe da: Es bewegte sich doch tatsächlich

etwas in den Eiern! Aber würden die Küken auch wirklich

schlüpfen? Nach insgesamt 21 Tagen war es endlich soweit: Wir

konnten live dabei zu sein und sehen, wie sich die Küken aus den

Eiern befreiten. Ein einmaliges Erlebnis!

Jetzt blieb nur noch die Frage, wo die Küken in den nächsten Wochen

leben sollten. Unsere Berufspraxisstufen-Klasse mit ihren

Lehrern, Herrn Papirnik und Herrn Scheele, war sofort zur Stelle

und baute uns einen tollen Hühnerstall. Jetzt pflegen wir unsere

Küken, bis sie groß sind und an den Züchter zurückgegeben werden.

Diese Arbeit verlangt ein hohes Maß an Vorsicht und Fürsorge.

Und immer wieder hört man auf dem Flur: „Bei euch piept's wohl ...“

Und dann zeigen und erklären die Hühnerexperten der Unterstufe

den älteren Schülern die Küken.

Ach ja: Wer sehen möchte, wie eines unserer Küken aus dem Ei

schlüpfte oder wo die Küken leben, kann dies im Internet anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=S_ueAKUsPWc oder http://

www.youtube.com/watch?v=uF6rO7ElpNM.

Timo Kober

| 11


Gute Stimmung in der Tenne des Klosterberghofs.

Franz Sales Werkstätten

Halali zur Schnitzeljagd

Was für alle anderen Arbeitsbereiche der Werkstatt selbstverständlich

ist, nämlich neben der gemeinsamen Arbeit auch mit dem gesamten

Team an betrieblichen Ausflügen und Festen teilzunehmen,

ist für die Mitarbeiter und Beschäftigten der Küche im Hauptbetrieb

der Franz Sales Werkstätten schier unmöglich. Denn für das

leibliche Wohl in der Werkstatt muss immer gesorgt werden. Die

Ausflüge der Küchenbeschäftigten können daher nur häppchenweise

in kleinen Gruppen erfolgen. Abteilungsleiter Axel Bongartz und

den Mitarbeitern der Küche liegt es jedoch am Herzen, das Wir-

Gefühl der Mannschaft zu stärken, um in dem gleichbleibend ausgelasteten

und zeitweilig stressigen Arbeitsfeld weiter bestehen zu

können. Deshalb wurde an einem betriebsfreien Tag erstmals ein

Teamtag für die gesamte Abteilung veranstaltet.

Mit guter Stimmung und in freudiger Erwartung trafen sich die

neun Beschäftigten, vier Mitarbeiter und der zuständige Soziale

Dienst am 10. Mai 2013 auf dem Klosterberghof, um dort den ersehnten

gemeinsamen Tag zu verleben. Nach einem stärkenden

Frühstück in der urigen Tenne wurden zwei Gruppen ausgelost und

– was könnte passender sein? – eine 'Schnitzeljagd' veranstaltet.

Jäger und Gejagte einigten sich zuvor darauf, zur Spurenlegung

bunte Geschenkbandschnipsel der Marke 'Pattberg' statt panierter

'Wiener' zu verwenden. Die Jagd führte durch Wohngebiete und die

umliegenden Felder hinauf zum integrativen Reitbetrieb. In regelmäßigen

Abständen wurden Fährten gelegt und so manch eine Spur

führte, um die Spannung zu steigern, auch in die Irre. Während die

zweite Gruppe sich auf die Suche machte, blieb den Fährtenlegern

genügend Zeit, sich auszuruhen und sich mit teamstärkenden

Spielen bei Laune zu halten. Unter lautem Hallo wurde die Gruppe

schließlich entdeckt und die Rollen wurden getauscht. Nach einer

weiteren Jagd vom Reitbetrieb aus, quer durch das Hörsterfeld und

hinunter zum Eisenbahnmuseum, marschierten alle zusammen wieder

zurück zum Klosterberghof, wo sie mit Grillfleisch und Würstchen

den Tag ausklingen ließen. Ein Blick in die Runde zeigte lauter

Gesichter, die mit einem strahlenden Lächeln den Erfolg dieser

Unternehmung widerspiegelten.

„So einen Teamtag würde ich gerne nochmal machen“, konstatierte

die Beschäftigte Andrea H. und bekräftigte einmal mehr, wie

wichtig es ist, gemeinsam als Abteilung auch mal etwas anderes zu

erleben als das tägliche Arbeitseinerlei ...

Nicola Hufnagel

12 |


Was

sonst noch geschah ...

... Andreas unterwegs

... Andreas unterwegs

... Andreas unterwegs

Erholung pur

Am 12. Mai 2013 brach eine Gruppe von

14 Reisenden, davon zwei 'Erstflieger',

aus dem Ambulant Betreuten Wohnen

(ABW) in Richtung Dortmund auf, um von

dort aus nach Mallorca zu fliegen. Nach

der Landung in Palma ging es für die Reisegruppe

erst einmal ins Hotel in Platja

de Palma. Hier liegt auch der berühmtberüchtigte

Badestrand Arenal mit dem

'Ballermann 6'. In diesen Teil der Insel

kommen überwiegend deutsche Touristen.

Das barrierefreie Hotel war sehr gut, es

hatte saubere Zimmer und freundliches

Personal. Nach dem Zimmerbezug wurde

erst mal die nähere Umgebung erkundet.

Die Gruppe aus dem Franz Sales Haus genoss

ihren Strandurlaub. Foto: Andreas Bister

In El Arenal gibt es an vielen Stellen

deutsche Bratwürste und deutsches Bier

und man merkt, dass mittlerweile viele

Deutsche auf der Insel leben. Darunter

natürlich auch so mancher Prominente,

wie z. B. Boris Becker oder Jürgen Drews.

Am nächsten Tag stand neben dem Besuch

des hoteleigenen Pools auch ein

Ausflug ins Palma-Aquarium auf dem Programm.

Hier machten wir mit Haien Bekanntschaft,

aber keine Angst – alle sind

lebendig zurückgekehrt. Auch der 14. Mai

stand im Zeichen von Wassertieren: Das

Marineland in Portals Naus zeigte in einer

atemberaubenden Show Seehunde und

Delfine. Kurz vor der Delfin-Show gab es

noch eine Kleinvögel-Show, die von einem

Piratenpärchen moderiert wurde. Wer

sich für große Yachten interessierte, wurde

im benachbarten Hafen fündig. Dort

ankerten die teuren Yachten, auf denen

sich die Reichen wohlfühlen.

An einem anderen Tag erkundete die

Gruppe die Inselhauptstadt Palma de Mallorca.

Sie hat eine sehenswerte Altstadt

mit etlichen Sehenswürdigkeiten, wie zum

Beispiel die von weitem sichtbare Kathedrale,

die sowohl am Tag als auch in der

Dämmerung ihren Charme versprüht. Nach

einem Bummel durch die Altstadt konnte

man an einer Stadtrundfahrt mit Doppelstock-Cabrio-Bussen

teilnehmen.

Es ging vom Vorplatz der Kathedrale durch

die Altstadt in Richtung Hafen, anschließend

zum Castell Bellver mit Blick über

die Dächer von Palma und wieder zurück.

Abends gab es eine Flamenco-Vorführung

im Hotel, die alle begeisterte. Am Freitag

wurde in einer Großdisco im Megapark

Party gemacht, wo Jürgen Drews einen

Auftritt hatte. Irgendwann morgens sind

wir wieder am Hotel angekommen. Am

letzten Tag vor dem Abflug konnten sich

alle noch mal richtig entspannen.

Die meisten blieben im Hotel oder besorgten

Souvenirs für sich oder die Daheimgebliebenen.

Am Sonntagmorgen wartete

schon der Bus zum Flughafen auf die

Gruppe und ein schöner Urlaub ging zu

Ende.

Andreas Bister

INFO

Der Autor

Andreas Bister ist im Franz Sales

Haus aufgewachsen. Mittlerweile

wird er in seiner eigenen Wohnung

nur noch ambulant betreut

und arbeitet im Integrationsunternehmen

'in time gGmbH'.

In seiner Freizeit ist er viel

unterwegs. Er ist ein guter Beobachter,

fotografiert viel und

berichtet gerne über seine Erlebnisse.

| 13


... im Hotel Franz

Inklusion

Inlusion

Inklusion

Staatssekretär

auf 'Inklusionstour'

Als gelungenes Beispiel für die Inklusion

stellte Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer

am 6. Juni 2013 im Rahmen der landesweiten

'Inklusionstour' das Franz Sales

Haus und seine beiden Integrationsunternehmen

im barrierefreien Hotel Franz

öffentlich vor.

Die 'in time gGmbH' feiert in diesem Jahr

bereits ihr 10-jähriges Bestehen und bietet

ihren Kunden neben dem Garten- und

Landschaftsbau auch Gebäudereinigung,

Hausmeisterservice und Schlossereiarbeiten

an. Erst im vergangenen Jahr eröffnete

die 'in service GmbH' das barrierefreie

Hotel Franz in Essen. Das ungewöhnliche

****-Haus ist ein gutes Beispiel für das

'Design für Alle': Das Hotel mit angeschlossenem

Veranstaltungszentrum wurde

barrierefrei konzipiert, damit Gäste mit

Mobilitätseinschränkung, Hörschädigung,

Sehbehinderung oder einem mentalen

Handicap den Komfort des Hauses ebenso

genießen können wie alle anderen Menschen

auch. Zusätzlich beschäftigt das

Integrationsunternehmen 40 % Mitarbeiter

mit Behinderungen und eröffnet ihnen

dadurch Chancen auf dem allgemeinen

Arbeitsmarkt.

Das Konzept geht auf, denn bei den Gästen

findet das Hotel eine hohe Akzeptanz.

Auch Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär

im NRW-Arbeits- und Sozialministerium,

war von dem Hotel begeistert: „Dieses

moderne und barrierefreie Hotel bietet

gelungene Inklusion im Doppelpack. Denn

hier arbeiten Menschen mit und ohne

Behinderung gemeinsam dafür, dass die

Gäste – egal ob Menschen mit Handicap

oder ohne – sich wohlfühlen. Das Land

hat die Einrichtung von 18 Arbeitsplätzen

für Menschen mit Behinderungen im Hotel

Franz gerne gefördert.

Das ist gut angelegtes Geld, denn die Integration

in Arbeit ist ein Schlüssel für

die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen

mit Behinderung.“

Valeska Ehlert

Beispielhaft

Beispielhaft

Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer und Herr Direktor Günter Oelscher im Gespräch

mit Hotel-Mitarbeiterin Jessica Schätzlein.

14 |


Einjähriges

Einjähriges

Einjähriges

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Ein Jahr Hotel Franz

Pünktlich zum ersten Geburtstag des Hotels

strahlte der Radiosender WDR 5 am

24. Mai 2013 in der Sendung 'Westblick'

einen Beitrag über das barrierefreie Stadtund

Tagungshotel in Essen aus. Darin zog

die Redakteurin Frauke Haardt-Radzik

nach einem Jahr Hotelbetrieb Bilanz. In

dem Beitrag kamen sowohl Gäste als auch

Mitarbeiter zu Wort. Sie schilderten, wie

sie das 'Franz' wahrnehmen und wodurch

sich das Haus von anderen Hotels unterscheidet.

Zum Geburtstag des Hotels gab es dann

am folgenden Wochenende eine Überraschung:

Radio Essen 'versteckte' sich

am 26. Mai anlässlich des Geburtstages

im Rahmen der Serie 'Reportersuche' im

'Franz'. Nicht leicht zu lösen waren die

Aufgaben – selbst für eingefleischte Fans

der Sendung. Die zehn pfiffigsten und

schnellsten Hörer wurden am Ziel traditionell

zum Frühstück eingeladen.

Im Hotel Franz wartete jedoch nicht nur

ein reichhaltiges Frühstücksbuffet auf die

Gäste: Sie wurden von Hoteldirektorin Karin

Poppinga mit Sekt und einem leckeren

Stück Geburtstagstorte empfangen. Nachdem

sie das Frühstück genossen hatten,

nahmen die Hörer zudem die Gelegenheit

wahr, sich das Hotel bei einer Führung anzusehen

– und waren allesamt begeistert.

Wer in gemütlicher Atmosphäre im 'Franz'

frühstücken möchte (12 Euro), kann sich

unter Tel 02 01 . 50 70 73 01 einen Tisch

reservieren lassen.

Begeisterte Prüfer

Am 16. Mai 2013 besuchte eine besondere

Personengruppe das Hotel Franz: Unter

der Leitung des Vorsitzenden Reinhard

Osterfeld prüften Vertreter der Arbeitsgemeinschaft

Selbsthilfe behinderter Menschen

in Essen e. V. das Hotel eingehend

auf seine Barrierefreiheit.

Der Verein ist ein Zusammenschluss von

Essener Selbsthilfegruppen und Vereinen

der Behindertenhilfe. Gemeinsam mit einer

hörgeschädigten Dame, einem blinden

und einem mobilitätseingeschränkten

Herrn wurde eine aufwändige Begehung

aller Hotelbereiche vorgenommen und

Fragenkataloge für die unterschiedlichsten

Behinderungsarten abgearbeitet.

Auch die Induktionshöranlagen an der

Rezeption und im Saal wurden einem

Praxistest unterzogen, die Tische auf

Unterfahrbarkeit geprüft, die rollstuhlgerechten

Toiletten inspiziert und die Beschilderung

in Braille-Schrift gelesen.

Die schnellsten und aufmerksamsten Radio Essen-Hörer durften im Hotel Franz

gratis frühstücken.

Aufgrund der Einbeziehung der Betroffenen

in die Planungsphase des Hotels

konnten fast alle damals gegebenen Emp-

| 15


Begeisterung

Begeisterung

Begeisterung

fehlungen realisiert werden. Die Prüfer

waren von der Ausstattung des Hotels so

begeistert, dass sie für die jährlich stattfindende

feierliche Verleihung des Prüfsiegels

für Barrierefreiheit an Essener Einrichtungen

umgehend im 'Franz' buchten.

Bürgermeister eröffnet

neuen Radkeller

Begeistert zeigte sich Bürgermeister Rolf

Fliß (Die Grünen) am 27. Juni 2013 vom

neuen barrierefreien Radkeller des Hotels

Franz. Er eröffnete den großzügigen

Raum, der mit Reparaturständern, Tourenkarten

und anderen nützlichen Ausstattungen

versehen ist. Natürlich kann der

Fahrradkeller auch mit Liegerädern oder

anderen speziellen Fahrzeugen bequem

erreicht werden und die Gäste finden

auch direkt vor dem Hoteleingang 'Radparkplätze'.

Damit die Gäste im Radkeller

kleinere Pannen selbst beheben können,

ist an der Rezeption ein Reparaturkoffer

mit Werkzeugen und Materialien erhältlich.

Der Service für Radler umfasst aber

auch die Vermittlung von geschickten

'Rad-Schraubern' für Reparaturen, Streckenempfehlungen

und natürlich Lunchpakete

für unterwegs. Das 'Franz' liegt

direkt an dem Radweg 'Natur Route', der

von der Ruhr über das Welterbe Zollverein

bis zum Nordsternpark am Rhein-Herne-

Kanal führt. Daher ist das Hotel eine ideale

Ausgangsstation, um das Ruhrgebiet

mit dem Rad zu erkunden. Bürgermeister

Fliß war von dem radfreundlichen Hotel

so begeistert, dass er wenige Tage später

spontan mit rund 120 Radlern im Hotel

Station machte. Frau Poppinga begrüßte

die Gruppe des Franz Sales Hauses mit

dem Megafon und bot Getränke und Führungen

durch das Hotel an.

Valeska Ehlert

Die Prüfer der ARGE Selbsthilfe behinderter

Menschen waren von der Barrierefreiheit des

Hotels begeistert.

Am 13. September 2013 wird die Veranstaltung

also im Hotel stattfinden und

Hoteldirektorin Karin Poppinga hofft natürlich,

dass auch ihr Haus das Signet

überreicht bekommt. Das Sportzentrum

Ruhr wurde bereits vor einigen Jahren

erfolgreich geprüft und für barrierefrei

befunden.

Valeska Ehlert

Der neue barrierefreie Radkeller wurde von Bürgermeister Rolf Fliß, Hoteldirektorin

Karin Poppinga und Herrn Direktor Günter Oelscher (Mitte) eröffnet.

16 |


Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

... im Franz Sales Haus

Was sonst noch geschah ...

Die Mitarbeiter wanderten in der

Elfringhauser Schweiz.

Wandertag der Mitarbeiter

des Franz Sales Hauses

Nach einem Jahr Pause sollte in diesem

Jahr wieder ein Wandertag der Mitarbeiter

des Franz Sales Hauses stattfinden. Nach

wunderschönen Wanderungen im Sauerland

in den vergangenen Jahren war das

Ziel dieses Mal etwas heimatnäher: die

Elfringhauser Schweiz.

So machten sich am 27. April 2013 trotz

der kühlen Temperaturen 17 unerschrockene

Wanderer auf den Weg, um die

schöne Umgebung des Felderbachtals zu

erkunden.

Dabei stellten wir fest, dass nicht nur das

Sauerland Berge hat, sondern auch die nähere

Umgebung des Ruhrgebiets durchaus

mit einigen Steigungen aufwarten kann.

Nach rund zehn Kilometern hatten wir

unser Ziel – die Gaststätte 'Waldhof' –erreicht,

wo wir uns nach den Anstrengungen

des Tages stärken konnten. In diesem

Zusammenhang möchten wir auch noch

einmal ausdrücklich Herrn Direktor Oelscher

Dank aussprechen, da das Haus auch

diese Mitarbeiterveranstaltung durch einen

Kostenbeitrag unterstützt hat.

Schön wäre es, wenn sich im nächsten

Jahr noch mehr Mitarbeiter finden würden,

die Spaß an gemeinsamer Bewegung

in der freien Natur haben. Gerne werden

auch Vorschläge für Wanderziele in der

Umgebung angenommen.

Petra Temme

Motorradtour der

'Franz Sales Angels'

Bei der diesjährigen Motorradtour der

'Franz Sales Angels' ging es am 10. Mai

2013 – wie schon im vergangenen Jahr –

nach Bremm an der Mosel. Das Bergische

Land war schon das erste Erlebnis pur. Die

Landschaft wechselte ständig zwischen

herrlichen Weideflächen, kleinen Gehöften,

wunderschönen Tälern und vielen

Gewässern. Wir fuhren an Kürten, Lohmar,

Ahrweiler und Mayen vorbei, bevor

wir dann am späten Nachmittag in Bremm

ankamen. Und das die ganze Zeit ohne

Regen – wir konnten es kaum glauben.

Der Ort Bremm ist wegen seiner schönsten

Moselschleife und aufgrund des steilen

Weinanbaugebietes europaweit bekannt.

Ein vorhandener Klettersteig mit

einer fantastischen Aussicht vom Calmont

lässt kaum Wünsche offen. Den nächsten

Motorradtour der 'Franz Sales Angels'.

Tag sollte eine Tour durch einen Teil des

Hunsrücks krönen. Diese rund 150 km lange

Strecke beinhaltete herrliche Ausblicke

auf die Landschaft sowie tiefe Einblicke

in das vom Weinbau geprägte idyllische

Mosel-Tal. Leider regnete es ein bisschen.

Beim gemütlichen Tagesausklang wurde

dann noch viel gelacht.

Der Abreisetag führte uns noch ein Stück

durch die Eifel und danach zielgerichtet

zum Ruhrgebiet zurück. Ein schönes Wochenende,

das viel zu schnell vorbeiging.

Aber die nächsten Termine stehen bereits

fest und wir freuen uns über interessierte

Kollegen, die mitkommen möchten: Am

21. September 2013 planen wir eine Tagesfahrt,

vom 30. Mai bis 1. Juni 2014

wird es wieder eine Wochenendtour geben.

Infos: Tel 02 01 . 85 36 - 434.

Karlheinz Ingensiep

| 17


... im Reitbetrieb

... in den Werkstätten

NRW Challenge 2013

Am 12. Oktober 2013 findet im integrativen

Reitbetrieb des Franz Sales Hauses

(Varenholzstraße 161 an der Stadtgrenzte

Essen/Bochum) wieder ein Turnier für

Reiter mit geistiger Behinderung statt.

Die NRW Challenge geht am 12. Oktober

2013 schon in die dritte Runde. Gemeinsam

mit dem Behinderten-Sportverband

Nordrhein-Westfalen e. V. veranstaltet das

Franz Sales Haus dieses Turnier, bei dem

die Reiter in fünf Prüfungskategorien ihr

Können beweisen dürfen.

In unterschiedlichsten Prüfungen zeigten

die Reiter mit geistiger Behinderungen ihr

Können.

Bei einem Geschicklichkeitswettbewerb

(Caprilli) bewältigen die Teilnehmer einen

Parcours bei freier Tempowahl, in

der Führzügelklasse, der Kostümpaarklasse,

bei der eine Kür nach Musik und eine

Dressurprüfung anstehen, wetteifern die

Reiter anschließend um die beste Bewertung

der Fachjury.

Zusätzlich wird es einen Schauwettbewerb

'Pferd und Hund' geben, bei dem jedes

teilnehmende Team aus einem Hundeführer

mit Hund und einem Reiter besteht,

der einen Geschicklichkeits-Parcours zu

überwinden hat. Neben den rund 100

Starts, zu denen Reiter aus ganz NRW

anreisen werden, erwartet die Besucher

des Reitertags ein attraktives Rahmenprogramm

– u. a. mit kulinarischer Bewirtung,

Segnung von Pferd und Reiter sowie

bester Unterhaltung.

Für Besucher ist der Eintritt natürlich

wieder kostenlos. Die Prüfungen werden

von den Reitern auf dem eigenen Pferd

oder – in Abstimmung mit dem Franz Sales

Haus – auch auf den Therapiepferden

des Reitbetriebs abgelegt.

Valeska Ehlert

Neue Werkstatt –

bekannter Betriebsleiter

In den historischen Gemäuern des Essener

Traditionsunternehmens Colsman eröffneten

die Franz Sales Werkstätten in diesem

Jahr im Hinsbecker Löh 10 in Kupferdreh

einen neuen Zweigbetrieb. Der neue Betriebsleiter

ist den Beschäftigten bereits

bestens bekannt: Er leitete bislang die

Abteilung 'Industriemontage' im Hauptbetrieb.

„Für diese Werkstatt ist er genau der Richtige“,

verkündete Direktor Günter Oelscher

bei der Vorstellung des neuen Betriebsleiters.

„Er kennt unsere Arbeit schon seit

seinem Zivildienst in den Franz Sales

Werkstätten, hat dann als Handwerksmeister

bei uns angefangen, seine Weiterbildungen

zum Heilerziehungshelfer und

Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

gemacht und wurde dann schließlich

Abteilungsleiter im Hauptbetrieb.“

Seit dem 1. Juni 2013 ist Thomas Graf

nun als Betriebsleiter für vier Gruppen

mit insgesamt 55 Beschäftigten verantwortlich.

„Ich freue mich über diese neue

Aufgabe und sehe es als Herausforderung

an, den Charme des Colsman-Gebäudes

zu wahren und mit dem Geist des Franz

Sales Hauses zu füllen.“ Dabei stehen

ihm vier erfahrene Gruppenleiter und

eine Sozialpädagogin zur Seite. Ein motiviertes

Team, das sich bereits aus dem

Hauptbetrieb der Franz Sales Werkstätten

gut kennt. „Eigentlich wollten wir hier in

18 |


Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Thomas Graf ist der neue Betriebsleiter im

Zweigbetrieb Kupferdreh.

Kupferdreh eine Werkstatt für Menschen

mit psychischer Behinderung eröffnen“,

erläuterte Günter Oelscher. Der LVR befand

die Räumlichkeiten jedoch bestens

als Werkstatt für Menschen mit geistigen

Behinderungen geeignet.

Die Suche nach einem geeigneten Standort

für eine Werkstatt für Menschen mit

psychischen Behinderungen im Essener

Südosten geht also weiter.

Valeska Ehlert

Wanderfalken nisten

auf Strommasten

Die Schreinerei der Franz Sales Werkstätten

am Zehnthof baute insgesamt acht

Wanderfalken-Nistkästen für den Dortmunder

Übertragungsnetzbetreiber Amprion.

„Unsere Beschäftigten haben sich

sehr gefreut, mit ihrer Arbeit ein wenig

zum Naturschutz beitragen zu können“,

erklärte Arno Ihde, Betriebsleiter des

Hauptbetriebs der Franz Sales Werkstätten.

Am 13. Juni 2013 wurde der erste dieser

Brutkästen im Beisein einiger Beschäftigter

und Mitarbeiter aus den Franz Sales

Werkstätten an einem Freileitungsmast

in Wesel montiert. Freileitungsmonteure

von Amprion hatten die notwendige Befestigungskonstruktion

in 45 Meter Höhe

bereits vorab montiert und nun wurde

der 66,5 Kilogramm schwere Nistkasten

eingebaut. Anschließend wurden 15 Liter

feiner Kies als Substrat im Kasten verteilt,

um den Falken eine erfolgreiche Brut zu

ermöglichen. Projektleiter Andreas Vogt

versicherte: „Vogelschutz ist uns bei Amprion

sehr wichtig.“

Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz

im NABU hatte die Idee geliefert,

weil in Wesel seit Jahren ansiedlungswillige

Wanderfalken beobachtet wurden.

Anfang der 1970er Jahre war der Wanderfalke

in Nordrhein-Westfalen verschwunden.

In Deutschland stand er kurz vor

dem Aussterben.

Inzwischen gilt der streng geschützte

Wanderfalke laut Roter Liste in Nordrhein-

Westfalen als ungefährdet. Deutschlandweit

brüten wieder rund 1.000 Paare,

davon gut 150 in Nordrhein-Westfalen.

Falken bauen keine Nester, sondern legen

zum Beispiel ihre Eier auf Felsbändern in

selbstgescharrten Mulden.

Die Arbeitsgemeinschaft beobachtet die

Vögel seit knapp 25 Jahren und bringt

Nisthilfen an Bauwerken an. So konnten

schon viele Gebäude, welche von den Falken

beflogen wurden, zur Brut genutzt

werden.

Dr. Andreas Preuß, Amprion GmbH

Amprion-Projektleiter Andreas Vogt (links)

mit den Beschäftigten und Mitarbeitern des

Essener Franz Sales Hauses vor dem Einbau

des Wanderfalken-Nistkastens.

Foto: Amprion GmbH

| 19


Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Forscherdrang

Forscherdrang

Forscherdrang

Doppelt sinnvolles

soziales Projekt

Zahlreiche hölzerne Mathe-Kisten aus der

Schreinerei der Franz Sales Werkstätten

sind durch eine Initiative des Rotary Distrikts

1900 bereits in vielen Kindergärten

im Ruhrgebiet im Einsatz. Die Resonanz

von Kindern und Pädagogen ist durchweg

positiv, daher stattet der Rotary Club

Essen-Baldeney nun acht weitere Kindertagesstätten

in Essen mit den Lernmaterialien

aus.

Durch die Rechenkisten können die Kinder

die Freude an der Mathematik spielerisch

entdecken. Das behutsame Heranführen

soll helfen, späteren schulischen Defiziten

vorzubeugen. Die Kinder aus der

Kita Zauberstern, aus der Kinder- und

Familienstelle Blauer Elefant des Kinderschutzbundes

und der städtischen Kita am

Sachsenring wurden von dem Rotary Club

Essen-Baldeney mit dem Lernspiel ausgestattet.

Sie finden die Kisten klasse: „Das

macht richtig viel Spaß!“, bestätigten die

Kleinen sofort. Sie holten Griffkorken,

Holzwürfel und Steckfähnchen aus den

Mathe-Kisten und entdeckten neugierig

die Welt der Zahlen. Gemeinsam wird zusammengezählt,

Mengen der Reihe nach

angeordnet oder addiert. Ganz alleine

oder gemeinsam lösten sie überschaubare

Aufgaben mit den Grundrechenarten und

freuten sich über ihre Erfolge. Auch die

Pädagogen staunten: „Die Kinder können

ohne lange Erklärungen sofort mit dem

Spielen anfangen und sind ganz begeistert.“

Sehr schön fanden die Erzieherinnen

auch die natürlichen Materialien der

Mathe-Kisten.

Die Idee setzt beim natürlichen Forscherdrang

der Kinder an und erleichtert den

Kleinen den Zugang zu allen Grundrechenarten.

„Wir freuen uns, dass die Produkte

aus den Franz Sales Werkstätten durch die

Rotary Clubs in Essen und Bochum wertgeschätzt

werden“, so Günter Oelscher,

Direktor des Franz Sales Hauses. „Die hölzernen

Kästen und deren Inhalte werden

bei uns von Menschen mit Behinderungen

hergestellt.“

Die Mathe-Kisten sind auf Initiative der

Franz Sales Werkstätten von TÜV NORD

zertifiziert worden. „Die solide Qualität

und Sicherheit sind uns bei unseren Produkten

sehr wichtig“, betont Arno Ihde,

Betriebsleiter der Hauptwerkstatt.

Acht weitere Essener Kitas erhielten durch eine Spende von Rotary hölzerne 'Mathe-Kisten'.

20 |


Sicherheit

Sicherheit

Sicherheit

... in der Förderschule

Tag zur Ladungssicherung

Gemeinsam mit dem Verband 'Spedition

und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V.'

lud die BVL Regionalgruppe Ruhr in diesem

Jahr zum 6. Tag zur Ladungssicherung

am 25. Mai 2013 auf dem Gelände

der Evonik Industries AG in Essen ein.

Neben Fachvorträgen mit ausgewählten

Referenten wurden auch Live-Versuche

durchgeführt.

Da wir seit mehr als 10 Jahren Zulieferer

für den Standort Essen der Firma Evonik

im Bereich Ladungssicherung und Sonderpalettenbau

sind, wurden die Franz Sales

Werkstätten eingeladen, ihre Produkte

und Innovationen vorzustellen.

Auf dem Außengelände der Firma Evonik

richteten Beschäftigte der Franz Sales

Werkstätten eine kleine Musterwerkstatt

ein und zeigten den Herstellungsprozess

einer Hochregallagerpalette.

Anhand einer Fotowand gaben wir Einblick

in den Arbeitsalltag einer WfbM.

Der Stand wurde von vielen Besuchern

frequentiert und es ergaben sich viele

interessante Gespräche. Der Leiter Standortlogistik,

Herr Grosch, und der Leiter

Standortkommunikation, Herr Dr. Kreul,

informierten sich über neue Materialien

im Sonderpalettenbau.

Für die Mitarbeiter der Franz Sales Werkstätten

war der Tag ein voller Erfolg.

Clubkonzert

Jeden Mittwoch erteilt Herr Zedi – Musiklehrer

der Folkwang Musikschule – Ensembleunterricht

für einige musikbegeisterte

und talentierte Schüler der Förderschule.

Von ihren Lernfortschritten in Gesang,

Percussion, Schlagzeug, Glockenspiel und

Keyboard konnten sich Eltern, Erzieher,

Lehrer und Mitschüler am 15. Mai 2013

bei einem kleinen Clubkonzert im Musikraum

überzeugen. Die Musikschüler waren

sichtlich stolz, in einer Konzertsituation

vor Publikum ihr erlerntes und geübtes

Repertoire zu präsentieren. Den lang anhaltenden

Beifall hatten sie sich verdient.

Er galt aber ebenso Herrn Zedi, der unsere

Schüler mit großem Einfühlungsvermögen

sehr erfolgreich fördert.

Rita Vößing

Die Franz Sales Werkstätten präsentierten

sich beim Tag der Ladungssicherheit.

Foto: Evonik Industries AG

Im Innen- und Außenbereich konnten

sich die Besucher bei verschiedenen Ausstellern

über altbewährte Technologien

und Hilfsmittel zur optimalen Sicherung

der Ladung diesmal insbesondere über innovative

Lösungen informieren.

Innovationen

Innovationen

Die Förderschüler gaben ein Clubkonzert.

| 21


Applaus

Applaus

Applaus

Nostalgisches Papiertheater

Im zurückliegenden Schuljahr haben die

Schüler der Berufspraxisstufe 2 ihr mittlerweile

drittes Stück im wunderschönen

historischen Papiertheater inszeniert.

Nach den Aufführungen der Kurzoper 'Der

Freischütz', mit der sie auch auf dem traditionellen

Weihnachtsmarkt des Franz

Sales Hauses auftraten, kam nun 'Die Zauberflöte'

von Wolfgang Amadeus Mozart.

In einer 40 Minuten dauernden Fassung

sahen die Förderschüler auf der kleinen

Bühne das Zaubermärchen, in dem der

junge Prinz Tamino die schöne Prinzessin

Pamina aus den Fängen des angeblich so

schrecklichen Sarastro befreien soll. Mit

dem Vogelfänger Papageno an seiner Seite

besteht er viele Abenteuer. Von der ersten

bis zur letzten Minute verfolgte das

Publikum die Handlung gebannt und war

von der Inszenierung schließlich restlos

Diesmal begeisterte die Förderschüler Mozarts Oper 'Die Zauberflöte'.

begeistert. Insgesamt fanden zehn Aufführungen

für alle Klassen der Förderschule

und einer Gastklasse der Krupp-Schule

statt. Nachdem die kleinen Ensembles am

Ende jeder Vorstellung mit viel Applaus

belohnt wurden, durften die Zuschauer

einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Dort sahen sie, mit wie viel Liebe zum

Detail die Schüler das berühmte Stück

unter der Leitung von Hans-Günter Papirnik

inszeniert hatten. Neben dem disziplinierten

Einsatz der Schüler konnten

wieder viele bekannte Stimmen des Lehrerkollegiums

gewonnen werden, um eine

Hörspiel-CD einzusprechen, die synchron

zu den Aufführungen ablief. Die Tontechniker

Matthias Scheele und Patrick

Simsheuser sorgten wieder einmal dafür,

dass Musik und Dialoge perfekt auf die

Szenen abgestimmt wurden. So konnten

sich die Schüler voll und ganz auf die

Figurenführung und die Bühnentechnik

konzentrieren. Auch dieses Mal waren die

Schüler in zwei Ensembles aufgeteilt, sodass

sich der Aufführungsstress während

der Woche in Grenzen hielt. Beide Ensembles

freuen sich darauf, beim diesjährigen

Weihnachtsmarkt einem breiten Publikum

weitere Aufführungen der 'Zauberflöte'

präsentieren zu können. Natürlich laufen

auch schon die Planungen für das nächste

Musiktheaterstück, das im kommenden

Jahr auf der nostalgischen Bühne inszeniert

werden soll.

Eines kann vorab schon verraten werden:

Es wird eine musikalische Komödie sein,

die bei uns im Ruhrgebiet spielt.

Hans-Günter Papirnik

Kleines Schulfest

Am 23. Mai 2013 fand das zweite kleine

Schulfest der Förderschule statt. Im Mittelpunkt

des Geschehens stand ein Fußballturnier,

bei dem Schüler, Lehrer, Erzieher

und FSJler gegeneinander antraten.

Petrus hatte die Bedeutung des Turniers

wohl erkannt: Während es tagelang vorher

und auch am Vormittag des Tages wie aus

Eimern schüttete, riss nachmittags die

Wolkendecke auf und die Sonne ließ sich

blicken. Was wiederum sehr förderlich für

die Schönwetter-Spieler (Lehrer) war: Sie

gewannen sämtliche Spiele. Herzlichen

Dank noch einmal an die Eltern für die

Kuchenspenden. Von den ca. 25 Kuchen

blieb kein Krümel übrig!

Rita Vößing

22 |


Ausflug

Ausflug

Ausflug

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Schulausflug ins 'Irrland'

Dank großzügiger Spenden des Freundeskreises

der Förderschule und einiger Eltern

konnte am 13. Juni 2013 der Ausflug

der gesamten Franz Sales Förderschule ins

'Irrland' bei Kevelaer stattfinden. Wegen

der schlechten Wettervorhersage wurde

das Lager in einer Scheune aufgeschlagen,

die uns das 'Irrland' freundlicherweise zur

Verfügung stellte. Trotzdem ließ sich die

Sonne den ganzen Tag blicken, sodass alle

Attraktionen, inklusive Wasserrutschen,

genutzt werden konnten. (Sven: „Die Wasserrutschen

waren super, aber das Wasser

war so kalt – wie kalt duschen!“)

Der Park bot für alle Altersstufen spannende

Angebote, vom Streichelzoo über

Viel Spaß hatten die Förderschüler dank

der Spende des Freundeskreises.

Teppichrutschen und Maisschwimmbad

bis hin zur großen Gokart-Rennbahn.

Zur Stärkung gab es mit Hilfe von Frau

Roechner (Küchenfee) und Herrn Schluse

(Hausmeister) für alle Schüler Hotdogs

(Harun: „Das Rutschwasser war toll und

die leckeren Hotbots!“). Alle Schüler waren

begeistert vom 'Irrland'. Sie wollten

gar nicht gerne nach Hause fahren, da es

noch viel zu entdecken gab. Eine Wiederholung

ist bereits geplant!

Als alle pünktlich im Bus saßen und es

zurück zur Schule ging, begann der vorhergesagte

Regen. Zu diesem Zeitpunkt

war von vielen Plätzen jedoch nur noch

leises Schnarchen zu hören …

Rita Vößing

„Mein Körper gehört mir“

'Lilly und Leo', mit wirklichen Namen Stefan

und Astrid, Theaterpädagogen der Osnabrücker

Theater-Werkstatt, besuchten

die Förderschule an drei Vormittagen im

April und Mai 2013. Ihrem Präventionsprogramm

gegen sexuellen Missbrauch

war zunächst eine Informationsveranstaltung

für Eltern, Erzieher und Lehrer

vorausgegangen. 'Lilly und Leo' gaben

hier einen Einblick in die konkret behandelten

Themen. Vor den Schülern spielten

sie einzelne Situationen aus dem Alltag

nach, in denen es um verbale und körperliche

Übergriffe ging. Gemeinsam mit

den Schülern wurde überlegt, welche

der Situationen ein Ja- oder Nein-Gefühl

hinterlassen und wie man sich bei Nein-

Gefühlen wehren kann. Für die Lehrer

Die Schüler nahmen am Präventionsprogramm

gegen sexuellen Missbrauch teil.

war es sehr interessant zu beobachten,

wie intensiv und interessiert die Schüler

auf die dargestellten Szenen reagierten

und welche Fragen sie stellten. Sie konnten

spontan mitteilen, was sie selbst in

bestimmten Situationen fühlen, was sie

mögen oder gar nicht möchten. Drei Fragen

wurden wie ein roter Faden ständig

wiederholt: „Habe ich ein Ja- oder ein

Nein-Gefühl?“ – „Weiß jemand, wo ich

bin?“ – „Bekomme ich Hilfe, wenn ich

Hilfe brauche?“

Unterstützt wurden die Erkenntnisse musikalisch

mit dem 'Körpersong'. Es war

eine sehr lohnende Veranstaltung gegen

sexuelle Gewalt, die viele Ideen für eine

vertiefende Nachbereitung in den einzelnen

Klassen entstehen ließ. Möglich

geworden war das Präventionsprogramm

durch eine Spende der Architekt Gerhard

Tölle-Stiftung. Dazu an dieser Stelle noch

einmal herzlichen Dank!

Rita Vößing

| 23


Erlebnisse

Erlebnisse

Erlebnisse

... im Wohnbereich

Ereignisreiche Klassenfahrt

Vom 24. bis 26. April 2013 machte die

Mittelstufe 1 eine Klassenfahrt in die Jugendherberge

in Essen-Werden. Nachdem

die erste Herausforderung erfolgreich bewältigt

war – nämlich das Beziehen der

Betten – stärkten wir uns beim Mittagessen,

um dann den Rest des Tages auf

der Brehminsel zu verbringen. Abends genossen

wir beim Grillen den Ausblick auf

den Baldeneysee. Am nächsten Morgen

nahmen wir an einer Führung durch die

Straußenfarm in Essen-Schuir teil.

Die großen Eier in die Hand zu nehmen,

war für unsere Schüler keine Herausforderung

– jedoch ohne Zaun neben einem

ausgewachsenen Strauß zu stehen und

ihn sogar zu streicheln – das war etwas

anderes. Und als dann auch noch einer der

großen Vögel einer Schülerin den Haarreifen

vom Kopf pickte, war es mit Freiwilligen

für das Betreten des Geheges vorbei!

Den Nachmittag verbrachten wir mit einer

Schnitzeljagd an der Ruine der Isenburg

und beim langen Fußmarsch am Ufer des

Baldeneysees zurück zur Jugendherberge

wurden die letzten Kräfte mobilisiert.

Eins war allen Lehrern klar – die Nacht

wird ruhig! Auch am Abreisetag hatten

wir Glück mit dem Wetter und so nutzten

wir die Zeit, um auf dem Rückweg einen

kleinen Abstecher zum Wildgehege mit

Wildschweinen, Rehen und Mufflons in

den Bredeneyer Wald zu machen.

Michael Dönhoff

.

Neue Bereichsleiterin

Veränderungen sind ein beständiger Begleiter

unserer Arbeit. Neben konzeptionellen

Weiterentwicklungen spielen hier

auch personelle Veränderungen eine Rolle.

Frau Kacem, die jahrelang als Bereichsleitung

maßgeblich an vielen Entwicklungen

im Wohnbereich beteiligt war und diese

erfolgreich umgesetzt hat, ist zu Jahresbeginn

zur Heimstatt Engelbert gewechselt.

Dort hat sie als neue Geschäftsführerin

eine spannende und reizvolle Aufgabe

übernommen. Ihre langjährigen Erfahrungen

und ihre hohe Professionalität werden

ihr nun helfen, die Entwicklungsaufgaben

in der Heimstatt Engelbert mit Elan und

vollem Einsatz angehen zu können. Die

Franz Sales Wohnen GmbH möchte sich an

dieser Stelle noch mal für ihre geleistete

Arbeit bedanken und wünscht ihr im neuen

Aufgabenfeld alles Gute.

Für die Franz Sales Wohnen GmbH bedeutete

der Wechsel, dass die freie Position

der Bereichsleitung neu zu besetzen war.

Viele Bewerbungen sind gesichtet worden

und am Ende ist die Wahl auf Bernadette

Kallis gefallen. Frau Kallis ist bereits seit

vielen Jahren im Franz Sales Haus tätig.

Die Schüler der Mittelstufe gingen auf Klassenfahrt.

Sie hat den Fortbildungsbereich des Hauses

maßgeblich aufgebaut und ihn zu einem

Qualitätsmerkmal entwickelt. Durch

die passgenauen Angebote hat uns der

Fortbildungsbereich sehr bei der Personalentwicklung

unserer Mitarbeiter unterstützt

und uns geholfen, unsere hohe Qua-

24 |


Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...

lität in den Betreuungsleistungen weiter

auszubauen. Als Sozial- und Heilpädagogin

war Frau Kallis zuvor schon langjährig

in der Behindertenhilfe tätig. So hat sie

bereits bei einem anderen Träger einen

großen Wohnverbund geleitet und kennt

sich daher bestens in den verschiedenen

Themenfeldern der Behindertenhilfe aus.

Frau Kallis hat die Leitung des kompletten

Fachbereichs I übernommen, der aus

vier Wohnheimen mit ca. 156 Plätzen für

erwachsene Menschen mit einer geistigen

Behinderung besteht. Der Schwerpunkt

der Arbeit liegt in der Betreuung von Bewohnern

im Rentenalter und Menschen

mit einem hohen sozialen Integrationsbedarf.

Wir freuen uns, Frau Kallis als neue

Bereichsleitung im Franz Sales Haus begrüßen

zu dürfen und wünschen ihr für

ihre neue Funktion alles Gute und Gottes

Segen.

Frank Zachäus

Bernadette Kallis wechselte in den

Wohnbereich.

Die Einstellung von Frau Kallis ist ein weiterer

konsequenter Schritt der Franz Sales

Wohnen GmbH, ihren hohen Betreuungsstandard

weiterzuentwickeln.

60 Jahre Franz Sales Haus

1953: Wir erleben die deutsche Erstaufführung

des amerikanischen Filmklassikers

'Vom Winde verweht' aus dem Jahr

1939, der Mount Everest wird durch Edmund

Hillary und dem Sherpa Tenzing

Norgay erstmalig bestiegen, Sir Winston

Churchill erhält den Literaturnobelpreis

und Gary Cooper erhält den Oscar für seine

Rolle im Film '12 Uhr mittags' ('High

Noon').

Man möchte meinen, das ist eine Ewigkeit

her. In genau diesem Jahr zieht ein kleines

neunjähriges Mädchen in das Franz

Sales Haus ein: Karin Bley.

Inzwischen lebt sie seit 60 Jahren in der

Einrichtung. Ein außergewöhnlicher Anlass,

der besonders gefeiert werden musste.

Karin selbst sagte: „Meine Feier war

schön. Ich war sehr glücklich, dass ich

Karin Bley wohnt seit 60 Jahren im Franz

Sales Haus.

viele Geschenke bekommen habe und viele

Besucher da waren. Ich habe mich sehr

gefreut und bin glücklich und zufrieden.“

Schön, dass sich an diesem besonderen

Feier- oder Ehrentag so viele Menschen

eingefunden haben, um mit Karin dieses

'denkwürdige Ereignis' mitzufeiern. Bei

Kaffee und Kuchen und Karins Lieblingsessen

(Bandnudeln mit Champignon-Sahne-Soße)

hatten alle einen schönen Tag.

Jetzt warten wir alle gemeinsam ganz

gespannt darauf, dass wir das Jubiläum

'70 Jahre im Franz Sales Haus' in genauso

fröhlicher Runde miteinander feiern können.

Sarah Meyers

| 25


Termine

Termine

06.09.2013

Wohnverbundfest Karmelitenweg

07.09.2013

Wohnverbundfest Überruhr

25.09.2013

Führung 'Unternehmen entdecken',

Zentralgelände

26.09.2013

Führung 'Unternehmen entdecken',

Werkstätten

Bitte vormerken:

30.11. und 01.12.2013

Weihnachtsmarkt im Franz Sales Haus

07.12.2013

Tischtennis-Weihnachtsturnier

Weitere Informationen und Termine

finden Sie im Internet auf

www.franz-sales-haus.de

28.09.2013

Franz Sales Open Air auf dem Zentralgelände

des Franz Sales Hauses.

12:00 bis 19:00 Uhr

12.10.2013

NRW Challenge im Reitbetrieb,

Varenholzstraße 161, 44869 Bochum

Impressum

26 |

18.10.2013

Herbstfest für die Bewohner im Veranstaltungszentrum

(Hotel Franz),

16:00 bis 20:00 Uhr

21. bis 25.10.2013

Ferienprogramm, Integrativer Reitbetrieb

02. und 03.11.2013

Integrativer Fußballpokal

08.11.2013

St. Martin im Franz Sales Haus

08. bis 10.11.2013

Gospelworkshop mit Abschlusskonzert

in der Kirche (10.11.2013)

Herausgeber: Franz Sales Haus

Redaktionsausschuss:

Direktor Günter Oelscher (verantwortlich),

Valeska Ehlert, Brigitte Hüsselmann,

Manuela Jäger, Justus Könemann,

Barbara Kohlmann, Barbara Piechocki,

Frank Zachäus

Konzeption:

K.A. DESIGN, Essen

Layout und Realisation:

schröder.hebestreit, Witten

Fotos:

Eike Thomsen, Franz Sales Haus

Spendenkonto:

Bank im Bistum Essen

Kto. 677 200 91

BLZ 360 602 95

Stand: 31. Juli 2013


Im nächsten Heft

NRW Challenge | Barrierefreiheit im Hotel Franz

Franz Sales Haus

Steeler Straße 261

45138 Essen

Tel.: 0201 . 2769 - 0

Fax: 0201 . 2769 - 270

28 |

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine