Umweltbericht Köln 2013 - AkzoNobel

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Umweltbericht Köln 2013 - AkzoNobel

Standort Köln


2

03 Leitlinien | Umweltpolitik

04 Das Werk in Köln

05 Die Organisation

06 HSE-Meilensteine

08 Unsere Ziele - Bilanz 2012 | Ausblick

09 Zahlen, Daten, Fakten

11 Kontakt & Information

11 Zertifi zierungen

12 Begriffserklärungen

Wir halten Sie auf dem

Laufenden beim Thema Umwelt ...

… dies haben wir Ihnen in unserem ersten

Umweltbericht von 1994 versprochen, und

das Versprechen lösen wir seitdem mit

dem regelmäßigen Erscheinen unseres

Umweltberichtes ein. Mit dem turnusmäßigen

Umweltbericht des Standortes Köln

mit den Daten des Jahres 2012 geben

wir erneut klar und umfassend Antwort

darauf, wie unser Werk die Umwelt beeinflusst.

Wir berichten über die Aktivitäten

der zwei am Standort ansässigen Firmen:

Akzo Nobel Functional Chemicals GmbH

und deren Tochterunternehmen Carbosulf

Chemische Werke GmbH.

bekommen wollen. Nicht zuletzt legen wir unsere

Umweltdaten und -bilanzen offen, aus

denen Sie direkt ablesen können, welche Rohstoffe,

Hilfsmittel, Energie und Produkte wie in

unser Werk hinein- und hinausgelangen.

Die Themen „Arbeitssicherheit“ und „Gesundheitsschutz“

sind eng mit den Themen Umweltschutz

und Qualität verbunden, so dass sie bei

uns in einem gemeinsamen Managementsystem

zusammengefasst werden. Daher fi nden

Sie in unserem Umweltbericht auch Aussagen

und Daten zu diesen Bereichen.

Wir stellen unsere Umweltpolitik und Ziele vor,

zeigen Ihnen unsere Erfolge im Umweltschutz,

nennen aber auch Probleme beim Namen und

zeigen auf, wie wir diese Probleme in den Griff


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Der Standort Köln unterliegt neben den gesetzlichen Vorschriften in

Deutschland auch den unternehmensinternen Standards, deren Einhaltung

von der Unternehmensführung regelmäßig und systematisch überwacht

wird. Den internen Rahmen für die Umweltpolitik in Geschäftsbereichen und

Standorten geben die AkzoNobel-Leitlinien für Sicherheit, Gesundheits- und

Umweltschutz vor:

Unternehmenspolitik

Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Schutz von Werten

Die Sorge um Sicherheit, Gesundheit und

Umwelt ist wesentlicher Bestandteil der

Geschäftspolitik von AkzoNobel.

AkzoNobel unterstützt aktiv die Leitlinien

der Geschäftscharta für nachhaltige

Entwicklung der internationalen Handelskammer,

des Programms zum verantwortlichen

Handeln der Chemischen Industrie

(Responsible Care ® ).

Über die Erfüllung behördlicher

Aufl agen hinaus

verfolgen wir gemeinsam mit

unseren Geschäftspartnern

diese Ziele:

Politik am

Standort Köln

Die AkzoNobel-Konzernleitlinien geben

den inhaltlichen Rahmen vor.

Management und Mitarbeiter am Standort

Köln haben sich innerhalb dieses Rahmens

zu folgenden Grundsätzen in ihrem

Handeln verpflichtet:

• Wir haben einen Jahresplan, in dem unsere

Ziele für Verbesserungen und die zu deren

Erreichen erforderlichen Maßnahmen formuliert

sind. Das Management übernimmt

die Verantwortung für die Entwicklung dieses

Planes, die Bereitstellung der erforderlichen

Mittel, die Veröffentlichung und seine

effektive Umsetzung.

• Wir setzen uns messbare und an den Erwartungen

der Kunden orientierte Ziele. Anhand

dieser Ziele messen wir regelmäßig unsere

Leistungsfähigkeit.

• Jeder Mitarbeiter in unserer Organisation

ist sich dessen bewusst, dass die ständige

Verbesserung unserer Leistungsfähigkeit absolut

notwendig ist. Die Verbesserungen beinhalten

alle Aspekte unseres Unternehmens

Sicherheit

AkzoNobel ist bestrebt, jeden Arbeitsunfall von

eigenen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen und Vertragspartnern

zu verhindern.

Gesundheit

AkzoNobel ist bestrebt, seine Aktivitäten in

solcher Weise auszuführen, dass Schaden an

unseren Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen und

anderen Geschäftsinteressenten verhindert

und deren Gesundheit gefördert wird.

Umwelt

AkzoNobel schützt die Umwelt durch die

Vermeidung oder Reduzierung von Einflüssen

seiner Aktivitäten und Produkte

auf die Umwelt mittels angemessener

wie Sicherheit, Qualität der Produkte und

Dienstleistungen, Werksschutz, Schutz der

Gesundheit unserer Mitarbeiter und anderer

Beteiligter, aktiven Umweltschutz, Beachtung

der sozialen Belange unserer Mitarbeiter und

der Gesellschaft sowie Responsible Care ® .

Zusammen mit einer optimalen Wirtschaftlichkeit

sind dies gleichrangige Ziele. In einer

offenen Atmosphäre kann jeder Mitarbeiter

seine Meinung frei äußern und mit zu Verbesserungen

beitragen.

• Zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit und

damit Erzielung wettbewerbsfähiger Renditen

sind wir ständig bestrebt, die Kosten für unsere

Aktivitäten ohne Qualitätseinbußen zu senken.

• Der offene Dialog mit Mitarbeitern, Kunden,

Öffentlichkeit und Behörden ist für uns eine

wichtige Aufgabe. Ein jährlicher Umweltbericht

informiert über die von uns zur Verbesserung

der Umweltsituation ergriffenen Maßnahmen

sowie über andere die Qualität, die Sicherheit

und den Gesundheitsschutz betreffende

Aktivitäten und über die aktuelle Umweltsituation

am Standort. Umweltrelevante Projekte

bzw. Ziele und deren Ergebnisse werden im

Umweltbericht dokumentiert.

• Die Mitarbeiter werden laufend geschult und

in den Verbesserungsprozess einbezogen.

Gestaltungs-, Herstellungs-, Gebrauchsund

Entsorgungspraktiken.

Produktverantwortung

AkzoNobel ist bestrebt, durch ein Managementsystem

die Produktverantwortung, die

Sorge um Sicherheit, Gesundheit und Umwelt

auf unsere Lieferanten und Kunden zu

erweitern.

Schutz von Werten

AkzoNobel unterstützt Managementpraktiken,

die dabei helfen, Menschen, Eigentum,

Produkte, Prozesse, Informationen und Informationssysteme

durch die Weiterentwicklung

von Sicherheitsmaßnahmen entlang der industriellen

Wertschöpfungskette zu schützen.

Unterstützt wird dies durch die AkzoNobel-

Konzernleitlinien „Sicherheit, Gesundheit und

Umwelt“.

• Gesetze, Vorschriften und Richtlinien werden

von uns befolgt. Die gesetzlichen Anforderungen

werden in diesem Zusammenhang als ein

Minimalkriterium gesehen.

• Die Verhütung von Störfällen und die Begrenzung

der Auswirkungen von möglicherweise

dennoch vorkommenden Störfällen

ist ein wichtiges Unternehmensziel.

Ein hohes Niveau in der Anlagensicherheit

dient der Arbeitssicherheit sowie dem

Umweltschutz und erhöht gleichzeitig die

Verfügbarkeit der Anlagen.

• Grundlage unserer Arbeit ist das in unserem

Managementhandbuch beschriebene

Managementsystem für Qualitätssicherung,

Sicherheit und für den Schutz von Gesundheit

und Umwelt. Die Basis dieses Managementsystems

sind integrierte Geschäftsprozesse,

die ständig weiterentwickelt werden.

Die Wirksamkeit des Managementsystems wird

von der Leitung regelmäßig neu bewertet.


Die Akzo Nobel Functional Chemicals

GmbH in Köln ist ein Unternehmen der

weltweit tätigen Akzo Nobel N.V. Hierzu

zählt auch das Tochterunternehmen

Carbosulf Chemische Werke GmbH.

Hauptabnehmer sind die

pharmazeutische und

chemische Industrie sowie

Hersteller von Chemiefasern

(z. B. Viskose) und

Pfl anzenschutzmitteln.

Obwohl am Standort zwei eigenständige

Unternehmen angesiedelt sind, kommt ein

einheitliches Managementsystem zur Steuerung

und Verbesserung von Qualität, Sicherheit,

Gesundheits- und Umweltschutz, das

alle ablaufenden Prozesse beschreibt, zum

Einsatz. Das Werk liegt im Industriegebiet

Niehl im Kölner Norden. Insgesamt arbeiten

etwa 80 Mitarbeiter auf dem 22 Hektar

großen Werksgelände.

Die Produktionsanlagen des Werkes fallen

unter die Störfallverordnung. Für den Betriebsbereich

wurde ein Sicherheitsbericht

und für das Werk ein Alarm- und Gefahrenabwehrplan

erstellt.

Für vorbeugenden Brandschutz, Brandbekämpfung

und Erste Hilfe sind im Werk Köln

die Betriebsfeuerwehr, der ärztliche Dienst

und die Betriebssanitäter zuständig.

Produktion und

Umwelt

Wie jeder Produktionsbetrieb beeinfl usst auch

unser Werk die Umwelt in vielfältiger Weise, vor

allem durch die „unerwünschten Nebenprodukte“

unserer Produktion, wie Lärm, Abfall,

Abwasser und Abluft. Es ist daher unsere Aufgabe,

mit viel Wissen - und zum Teil beträchtlichem

Aufwand - Verbesserungen zu erreichen.

Das gilt auch für die Weiterverarbeitung unserer

Produkte, die wir an unsere Kunden liefern.

Auch hier sind wir als Entwickler und Hersteller

in der Verantwortung. Wir wollen mit dazu

beitragen, dass die negative Beeinfl ussung unserer

Umwelt minimiert wird. Dazu gehört die

Entwicklung von Produkten, die eine längere

Lebenszeit haben, die weniger Rohstoffe benötigen

und deren Produktion weniger Energie

verbraucht und weniger Abfall verursacht.

Unsere Produkte

Unsere Produkte werden fast ausschließlich

an industrielle Abnehmer verkauft, die sie

weiterverarbeiten und zur Herstellung von

Konsum- und Industriegütern verwenden:

Schwefelkohlenstoff wird zur Herstellung von

Viskosefasern, Cellophan, Gummi und Pfl anzenschutzmitteln

gebraucht. Außerdem setzen

wir es bei der Produktion von Rhodaniden ein.

Natriumhydrogensulfid-Lösungen werden in

Kläranlagen zur Schwermetallfällung, zum Gerben

von Leder und in der chemischen und pharmazeutischen

Industrie als Rohstoff eingesetzt.

Rhodanide dienen als Hilfsstoffe für die Herstellung

von Fotochemikalien, als Lösemittel

bei der Produktion von Polyacrylfasern und

als Rohstoff für Pfl anzenschutzmittel. Darüber

hinaus werden Rhodanide in der pharmazeutischen,

kosmetischen und Lebensmittelindustrie

eingesetzt.

Alle unsere Anlagen sind in einer Kreislaufwirtschaft

untereinander verbunden, das heißt,

Haupt- und Nebenprodukte, die in einer Anlage

anfallen, werden von anderen Anlagen innerhalb

des Werkes wiederverwertet.

Unsere Kunden

und wir

Die traditionell enge Bindung zu unseren

Kunden hilft uns, über die Grenzen unserer eigenen

Produktion hinaus und in Zusammenarbeit

mit unseren Kunden nach umweltverträglicheren

Lösungen zu suchen. Ob es um die

Entwicklung abfallärmerer Verpackungen geht

oder um Produktformulierungen, die zu einer

umweltverträglicheren Produktion auch beim

Kunden führen – immer ist eine enge, vertrauensvolle

Zusammenarbeit erforderlich.


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Die Organisation

Der Standort produziert für die zwei rechtlich

unabhängigen Gesellschaften Akzo Nobel Functional

Chemicals GmbH und Carbosulf Chemische Werke

GmbH, aber unter dem Dach eines einheitlichen

Managementsystems.

Unser seit 1992 zertifi ziertes Qualitätsmanagementsystem

(ISO 9002, seit 2003 ISO 9001) ist im Jahr 1996 um ein

Umweltmanagementsystem erweitert worden, das nach

ISO 14001 zertifi ziert ist. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch

die Aufgaben Sicherheit und Schutz der Gesundheit ins

Managementhandbuch mit aufgenommen. Diese Integration

ist unserer Auffassung nach sinnvoll, da die Ähnlichkeiten und

Gemeinsamkeiten der Systeme groß sind und die Ziele, die

sie verfolgen, in unserer Unternehmenspolitik gleichrangig behandelt

werden.

Diese gleichrangige Verbesserung von Qualität, Sicherheit,

Gesundheits- und Umweltschutz zeigt sich unter anderem

darin, dass im Rahmen ihrer Aufgaben alle Mitarbeiter Verantwortung

bei der Verfolgung dieser Zielsetzung tragen. Dafür

muss jeder Mitarbeiter die Auswirkungen seiner Tätigkeit auf

Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz kennen.

Regelmäßige Schulungen und die Motivation der Mitarbeiter

sind dabei wesentliche Voraussetzungen, um neue Ideen,

Prozesse und Systeme im Betrieb erfolgreich einzuführen. Die

Einbeziehung der Mitarbeiter stärkt die Mitverantwortung und

führt zu eigenen Verbesserungsvorschlägen.

Organigramm Akzo Nobel Functional Chemicals GmbH, Werk Köln

Oberste Leitung

(Werksleitung)

Umwelt /

Sicherheit /

Betriebsfeuerwehr

Sekretariate

Produktion

CS 2 / Rhodanid / NaSH

Logistik / Einkauf

Controlling / Personal

Technik

Akzo Nobel

Qualitätswesen

Functional Chemicals


6

Verbesserungen im Betrieb, die

der Umwelt, der Sicherheit und der

Gesundheit der Mitarbeiter zugutekommen,

vollziehen sich wie in

allen anderen Bereichen häufig in

kleinen, fast unmerklichen Schritten.

Regelmäßig gibt es jedoch auch

größere Veränderungen im Betrieb,

bei Anlagen oder in der Organisation,

die zu sprunghaften Verbesserungen

im HSE-Bereich führen. Auf diese

Ereignisse sind wir natürlich

besonders stolz. Für uns sind dies

„Meilensteine“, die wir hier für die

letzten zehn Jahre aufgelistet haben.

HSE-Meilensteine

Jahr Maßnahme Ziele

2003 Neubau des Tanklagers für Rhodanid-Lösungen

2004 Online-Übertragung der SO 2 -Messwerte an die Behörde

2004 Errichtung und Inbetriebnahme eines Wäschers für den Einsatz

beim Reinigen der Reaktionsrohre und der Reaktoren

2004 Schaffung eines Auffangraumes für CS 2 -Behälter in der Rhodanid-

Anlage

2005 Beschaffung von Totmann-Meldern für Einzelarbeitsplätze

2006 Einbau eines Ölkondensators am Ausgang A302 zur Verringerung

der Emissionen im Abgas des Pendelgaswäschers

2006 Einbau von leckagefreien Pumpen in der NaSH-Anlage als Ersatz

für Gleitringdichtungspumpen

2007 Umschluss der stark verschmutzten Abwässer auf die

öffentliche Abwasseranlage zur Verringerung der CSB-Belastung

der Direkteinleitung

2007 Einbau einer Abwasserhebestation in die Abwasserleitung

zum Rhein zur Verbesserung des Hochwasserschutzes

2007 Installation von geschlossenen Probenahmesystemen in der

CS 2 -Anlage (Tagestanks) und der NaSH-Verladung

2008 Einbau von leckagefreien Pumpen in der Rhodanid-Anlage

als Ersatz für Gleitringdichtungspumpen

2008 Installation eines Online-Analysators zur Bestimmung von

TOC und TN b im Klärbecken-Ein- und Ausgang

2009 Umbau der Parson-Claus-Einheit nach SIL-Standard

(Erhöhte Sicherheitsnorm, gegenüber Stand vor 2009)

2009 Einbau einer doppelten Sicherheitsschaltung in die Flüssigkeitsabscheidung

der Rückgasleitung der NaSH-Anlage

2010 Umsetzen der SIL-Betrachtung für die NaSH- und Rhodanid–Anlage

sowie Teile der CS 2 -Anlage

2011 Inbetriebnahme eines Dampfmotors zur Stromerzeugung

aus Überschussdampf

Verbesserung des Gewässerschutzes

Verringerung von Emissionen

Verringerung von Emissionen

Verbesserung des Gewässerschutzes

Verbesserung der Arbeitssicherheit

Verringerung von Emissionen

Verringerung von Emissionen und

Verbesserung des Gewässerschutzes

Verbesserung des Gewässerschutzes

Verbesserung des Gewässerschutzes

Verbesserung der Arbeitssicherheit

Verringerung von Emissionen und

Verbesserung des Gewässerschutzes

Verbesserung des Gewässerschutzes

Erhöhung von Anlagensicherheit und

Umweltschutz

Verbesserung der Arbeitssicherheit und

Verringerung von Emissionen

Erhöhung von Anlagensicherheit und

Umweltschutz

Energieeinsparung


Unsere konkreten

Ziele – Bilanz 2012

und Ausblick

7


8

Unsere konkreten Ziele – Bilanz 2012 und Ausblick

Ziele können wir uns für ein neues

Jahr viele setzen, doch erst in der

Bilanz am Jahresende zeigt sich, wie

gut wir gearbeitet haben – wenn klar

ist, welche Ziele erreicht wurden.

Dazu ist es erforderlich, Projekte und

Ziele so zu beschreiben, dass ihre

Erfüllung messbar ist. Das Messen

des Erfolges bei der Umsetzung von

Zielen ist ein wichtiges Instrument

unseres Managementsystems. Daher

geben wir auch in unserem Umweltbericht

Auskunft über das, was wir

uns im laufenden Jahr vorgenommen

haben und über das, was wir im

letzten Jahr erreicht haben.

Das haben wir im Jahr 2012 erreicht:

Ziele

Ergebnis

Erhöhung von Anlagensicherheit und Umweltschutz

Erhöhung von Anlagensicherheit und Umweltschutz

Erhöhung der Energieeffizienz

Verbesserung der Arbeitssicherheit

Verbesserung der Arbeitssicherheit

Verbesserung der Arbeitssicherheit

Einbau zusätzlicher Messstellen zur sicheren

Verhinderung von Verstopfungen der

Rückgasleitung von der Rhodanid- zur CS 2 -Anlage

Ersatz von Schlauchleitungen durch fest

installierte Rohrleitungen

Einbau eines neuen Rückgaskompressors im

Bereich Rhodanid-Anlage

Modernisierung der Schwefelkohlenstoff-Entladung

Optimierung der Filtersysteme in NaSH- und

Rhodanid-Anlage

Einführung von LOTOTO (Verfahren für

das gefahrlose Arbeiten an Anlagenteilen)

Das wollen wir in diesem und in den nächsten Jahren erreichen:

Ziele Maßnahmen Termin

Verbesserung der Arbeitssicherheit Konsequente Umsetzung des 2013

Programms LSR (lebensrettende Regeln)

Verbesserung der Arbeitssicherheit Umrüstung auf einheitliche 2013

Schlauchkupplungssysteme

Verbesserung der Arbeitssicherheit Einführung von CSE&E 2013

(Verfahren für das gefahrlose Arbeiten

in „engen Räumen“)

Verbesserung der Arbeitssicherheit Installation von Absturzsicherungen 2013

an der NaSH-Verladestation

Erhöhung der Energieeffizienz Einführung eines Energie- 2014

Managementsystems nach ISO 50001


Zahlen, Daten, Fakten

In der folgenden Tabelle geben

wir Ihnen einen Überblick über die

Stoffbilanz unseres Werkes: Wie viel

Energie und Wasser haben wir verbraucht?

Wie wurden Rohstoffe und

Fertigwaren transportiert? Welche

Belastungen entstanden durch

Emissionen und Abfall? Damit Sie

die Zahlen besser einordnen und Entwicklungen

beurteilen können, haben

wir die Daten für die zurückliegenden

drei Jahre angegeben.

2010 2011 2012

Energie

Stromverbrauch (GWh) 9,2 7,1 7,4

Erdgasverbrauch (Mio. Nm 3 ) 16,4 15,7 15,2

davon

Dampferzeugung 0,7 0,7 0,6

Prozesswärmeerzeugung mit Rückgewinnung 15,6 14,7 14,2

Transport und Verkehr

Eingang von Roh- und Hilfsstoffen (t) 141.040 131.097 132.020

davon per Pipeline 36.172 33.850 34.325

per Schiene 104.073 93.315 93.734

per Straße 795 3.932 3.961

Versand von Fertigwaren (t) 123.776 119.420 119.910

davon per Schiene 60.975 59.187 58.756

per Straße 62.801 60.233 61.154

Wasserbilanz

Wassereingang (t) 422.112 400.453 405.724

davon Rohwasser 398.376 377.754 384.090

Trinkwasser 1.727 1.530 1.357

Wasser in Rohstoffen 15.103 14.620 14.002

Wasser durch Reaktion 6.906 6.549 6.275

Wasserverwendung (m 3 ) 422.112 400.453 405.724

davon Kühlwasser 137.099 130.594 123.591

Prozess- / Spülwasser 178.638 148.938 151.301

Wasserenthärtung 104.648 119.391 129.475

Sanitär 1.727 1.530 1.357

Wasserverbleib (m 3 ) 422.112 400.453 405.724

davon Direkteinleitung 254.695 265.676 269.008

Städtische Kläranlage 8.816 5.709 9.277

Wasser in Produkten 29.045 28.050 26.961

Verdunstung Kühltürme 78.197 78.717 70.375

Abdampf / Verluste 51.360 22.302 30.103

Luftemissionen (t)

Kohlendioxid 29.406 28.910 27.353

Schwefeldioxid 452 453 451

Stickoxide 9,9 8,5 8,0

Schwefelkohlenstoff 0,6 0,5 0,5

Ammoniak 0,4 0,5 0,5

Kohlenmonoxid 0,9 0,8 0,7

Schwefelwasserstoff 0,2 0,3 0,2

Amine 0,1 0,0 0,0

Abfall (t)

Gesamtabfall (t) 583 143 238

davon zur Wiederverwertung 541 126 209

zur Entsorgung 42 17 30

Wiederverwertungsgrad % 93 88 87


10

A

Transport und Verkehr Eingang (%) 2010

Transport und Verkehr Ausgang (%) 2010

C

B

A per Straße 0,6%

B per Pipeline 25,5%

C per Schiene 73,8%

C

A

A per Straße 50,7%

B per Pipeline 0,0%

C per Schiene 49,3%

A

B

Transport und Verkehr Eingang (%) 2011

Transport und Verkehr Ausgang (%) 2011

C

A per Straße 3,0%

B per Pipeline 25,8%

C

A

A per Straße 50,4%

B per Pipeline 0,0%

C per Schiene 71,2%

C per Schiene 49,6%

A

Transport und Verkehr Eingang (%) 2012

Transport und Verkehr Ausgang (%) 2012

C

B

A per Straße 3,0%

B per Pipeline 26,0%

C

A

A per Straße 51,0%

B per Pipeline 1,0%

C per Schiene 71,0%

B

C per Schiene 49,0%

Boden

Auf dem Werksgelände wurden schon seit Jahrzehnten chemische

Produkte hergestellt. Eine Untersuchung ergab eine

Altlast aus der industriellen Tätigkeit der früheren Jahre. Ein

Teil des Werksgeländes galt daher als Verdachtsfl äche. Untersuchungen

von Boden, Bodenluft und Grundwasser durch

ein anerkanntes Institut in 2011 ergaben jedoch weder

einen Sanierungsbedarf noch Hinweise auf eine negative

Beeinträchtigung für das Grundwasser.

Lärm

Die behördlichen Grenzwerte von 40 – 50 dB(A) (je nach

Messpunkt) wurden eingehalten. Es gab keine Beschwerden

über Ruhestörungen.

Nachbarschaftsbeschwerden

Wir registrieren sorgfältig alle eingehenden Beschwerden

und gehen ihnen nach, um festzustellen, ob sie auf durch uns

verursachte Beeinträchtigungen zurückgehen oder nicht.

2010 2011 2012

Beschwerden 1/1 3/1 1/0

(eingegangen / vom

Werk verursacht)


11

Leistungen, an denen wir uns auch in Zukunft messen lassen wollen:

Unfallbilanz 2010 2011 2012

Betriebsunfälle pro 1.000 Beschäftigte 0 0 0

Aus- und Weiterbildung 2010 2011 2012

Ausbildungszeiten (in % der Arbeitszeit) 2,4 1,9 1,7

davon Feuerwehr 0,9 0,9 0,9

Sicherheit / Umwelt 0,7 0,5 0,4

Fachliche Weiterbildung 0,8 0,5 0,5

Investitionen 2010 2011 2012

Gesamt (in 1.000 €) 1.766 829 1.161

davon Produktion 185 653 551

Sicherheit / Umwelt 495 69 441

Arbeitsbedingungen 1 31 152

Informationstechnik 44 0 12

Sonstiges 570 76 5

Kontakt und

Information

Zertifizierungen

Vielleicht haben Sie noch Fragen zu unserem

Umweltbericht. Oder Sie möchten weitergehende

Informationen über unser Werk in Köln

oder über den Gesamtkonzern AkzoNobel

erhalten. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Hierzu

können wir Ihnen Folgendes anbieten:

Zusätzliche Informationen zu dem vorliegenden

Umweltbericht erhalten Sie von unserem HSE-

Beauftragten (Tel. 0221-7496-211).

Weitergehende Informationen zu AkzoNobel

Chemicals und dem Gesamtkonzern in Deutschland

können Sie bei unserer Unternehmenskommunikation

anfordern (Tel. 02421-595-614

oder -615).


12

Altlasten

Behördlich erfasste Schadstoffanreicherungen

in Boden und Grundwasser, von denen

eine Umweltgefährdung ausgeht und die zu

einer eingeschränkten Nutzung von Standorten

führen können.

CSB

Chemischer Sauerstoffbedarf; Maßzahl für die

Belastung eines Abwassers mit Chemikalien,

deren chemischer Abbau dem Wasser Sauerstoff

entzieht.

Emissionen /

Immissionen

Emissionen sind Luftverunreinigungen, Geräusche,

Strahlen, Wärme, Erschütterungen, Licht oder

ähnliche Erscheinungen, die von einer Anlage an

die Umwelt abgegeben werden. Sie werden direkt

an der Emissionsquelle innerhalb der Anlage

gemessen. Immissionen sind die Einwirkungen

dieser Emissionen auf Mensch und Umwelt. Sie

werden dort gemessen, wo sie durch Verteilung,

Transport und Verdünnung auftreten (zum Beispiel

in der Luft oder in Pfl anzen).

Grenzwerte

Durch Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften

oder technische Richtlinien festgesetzte,

verbindliche Höchstwerte für die zulässige

Belastung der Umwelt mit einer Substanz,

Strahlung oder sonstigen Emissionen.

HSE

Abkürzung für den Bereich Sicherheit,

Gesundheits- und Umweltschutz. (von engl.

Health, Safety and Environment)

Kohlendioxid (CO 2 )

Farb- und geruchloses Gas, das bei vollständiger

Verbrennung entsteht.

Kohlenmonoxid

(CO)

Farb- und geruchloses Gas, das bei unvollständiger

Verbrennung entsteht. Hauptquellen sind

Autoabgase und Verbrennungsgase.

Schwefeldioxid

(SO 2 )

Farbloses, stechend riechendes Gas, das überwiegend

beim Verbrennen schwefelhaltiger

Brennstoffe (Kohle, Heizöl), teilweise auch

bei industriellen Prozessen und selbst beim

natürlichen Vulkanismus, entsteht. Schwefeldioxid

wird in der Atmosphäre teilweise zu

Schwefelsäure umgewandelt und ist neben

den Stickoxiden verantwortlich für den

„Sauren Regen“.

Schwefelkohlenstoff

(CS 2 )

Farblose, unangenehm riechende Flüssigkeit.

Schwefelkohlenstoff wird unter anderem

zur Herstellung von Chemiefasern, Folien und

Gummi verwendet.

Schwefelwasserstoff

(H 2 S)

Brennbares, farbloses, giftiges und nach faulen

Eiern riechendes Gas. Es entsteht unter

anderem auch bei Fäulnis-Prozessen. Es fällt

bei der Schwefelkohlenstoff-Produktion als

Nebenprodukt an, aus dem wieder Schwefel

gewonnen wird.

Stickoxide (NO x )

Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff.

Der Ausdruck Stickoxide wird als Oberbegriff

für Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid benutzt.

Stickoxide entstehen bei chemischen

Prozessen und bei Verbrennungsvorgängen

aus dem Stickstoff der Luft (zum Beispiel in

Automotoren).

Umweltmanagementsystem

Eine innerbetriebliche Systematik, mit der

festgelegt wird, wer welche Dinge wann und

warum durchführt, um Belange des Umweltschutzes

im Betrieb sicherzustellen (analog:

Qualitätsmanagementsystem).


Akzo Nobel Functional

Chemicals GmbH

Herausgeber

Akzo Nobel Functional

Chemicals GmbH

Niederlassung Köln

Geestemünder Straße 26

50735 Köln

Tel. (0221) 7496-0

Fax (0221) 7496-190

Redaktion

Akzo Nobel GmbH

Unternehmenskommunikation

Kreuzauer Str. 46

52355 Düren

info.deutsch@akzonobel.com

Gestaltung und Satz

www.club-of-communication.de

AkzoNobel im Internet

www.akzonobel.de

www.akzonobel.de

AkzoNobel ist ein weltweit führender Hersteller von

Farben und Lacken und ein bedeutender Produzent

von Spezialchemikalien. Wir beliefern Unternehmen

und Verbraucher in der ganzen Welt mit innovativen

Produkten und arbeiten leidenschaftlich an der

Entwicklung nachhaltiger Lösungen für unsere

Kunden. Unser Portfolio umfasst international

bekannte Marken wie Dulux, Sikkens, International

und Eka. Wir haben unseren Hauptsitz in Amsterdam,

Niederlande, und nehmen stets einen Spitzenplatz

im Bereich Nachhaltigkeit ein. Unsere 50.000

Mitarbeiter/innen in über 80 Ländern engagieren sich

für Spitzenleistungen und streben danach, getreu

unserem Motto „Tomorrow’s Answers Today“ die

Antworten von morgen schon heute zu geben.

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