Politischer Bericht - Assembly of European Regions

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Politischer Bericht - Assembly of European Regions

Versammlung der Regionen Europas

Politischer Bericht

IDeal Index:

Indikator für den wahren Fortschritt

und die Lebensqualität in den

europäischen Regionen

Mai 2013

Beat Vonlanthen

Staatsrat, Volkswirtschaftsdirektor


Vorwort des Berichterstatters

Liebe VRE-Mitglieder, liebe europäische Freunde, liebe Leserinnen und

Leser,

Geld allein macht nicht glücklich (auch wenn es ein gutes Stück dazu

beiträgt) – und die Produktion alleine auch nicht! Folglich kann die

sozioökonomische Lage einer Region auch nicht allein gestützt auf das

BIP beurteilt werden.

Darum freue ich mich, Ihnen heute den vorliegenden Bericht zum IDeal Index vorzulegen. Dieser

neue Indikator berücksichtigt gesellschaftliche und umweltrelevante Faktoren und erlaubt es Ihnen

so, den Zufriedenheitsgrad der Bevölkerung Ihrer Region besser einzuschätzen.

Unter dem Eindruck der Finanzkrise von 2008 hat die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons

Freiburg (Schweiz) das Beratungsunternehmen Paola Ghillani & Friends AG beauftragt, eine neue

Orientierungshilfe für die Wirtschaftspolitik auszuarbeiten, die den Fortschritt in Bezug auf das

Wohlbefinden, die Lebensqualität und die nachhaltige Entwicklung besser widerspiegelt.

Heute stehen die nationalen Regierungen vor noch nie dagewesenen Herausforderungen,

während die regionalen Regierungen mit der Unzufriedenheit der Bevölkerung direkt konfrontiert

sind. Deshalb benötigen sie ein Instrument, das es ihnen erlaubt, die Situation ganzheitlich zu

erfassen und Massnahmen zu ergreifen, welche die im IDeal Index enthaltenen Aspekte

verbessern.

Die Versammlung der Regionen Europas (VRE) mit ihren mehr als 270 Mitgliedsregionen eignet

sich bestens, um den IDeal Index zu testen und den Regionen einen Vergleich untereinander zu

ermöglichen, damit sie Klassenbeste auf dem Gebiet werden. Dies wird die Attraktivität der VRE

und ihrer Dienstleistungen für die Regionen weiter steigern.

Für das Benchmarking, das auf die Genehmigung dieses Berichts folgen wird, ist Ihre Mitarbeit

von besonderer Bedeutung, damit alle erforderlichen Daten für die Berechnung des IDeal Index

zusammengetragen werden können.

Beat Vonlanthen

Staatsrat, Volkswirtschaftsdirektor


1. Einleitung

Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist heute die allgegenwärtige Grösse, an

der der Erfolg einer Nation oder Region gemessen wird. Noch immer ist er der

Hauptindikator, der herangezogen wird, um den generellen Fortschritt zu beurteilen.

Seit den Siebzigerjahren wurde die Dominanz der Kriterien, die einzig das

Wirtschaftswachstum berücksichtigen, um den gesellschaftlichen Fortschritt zu messen,

wiederholt kritisiert. Können angesichts der Umweltproblematik, der Ressourcenknappheit,

der Ungleichheiten und des Strebens nach einer humaneren Gesellschaft diese Kriterien

ohne jegliche Nuancierung weiter benutzt werden?

Seit einigen Jahren gibt es auf nationaler und internationaler Ebene immer mehr und immer

einflussreichere Strömungen, die am Bruttoinlandsprodukt als Massstab und

wirtschaftspolitische Entscheidungsgrundlage rütteln. Diese Initiativen öffnen neue

Perspektiven und stellen neue Fragen: Das Bruttoinlandsprodukt widerspiegelt die Situation

und den Fortschritt der Gesellschaft in Bezug auf das Wohlbefinden nur ungenügend. Womit

soll es also ersetzt werden?

2. Kontext

2.1. Der Kanton Freiburg (Schweiz) hat bereits im Jahr 2009 begonnen, nach einer

neuen wirtschaftspolitischen Entscheidungshilfe Ausschau zu halten, die den Fortschritt im

Bereich des Wohlbefindens, der Lebensqualität und der nachhaltigen Entwicklung besser

widerspiegelt. Der Kanton ist überzeugt, dass den europäischen Regionen aufgrund ihrer

Nähe zur Bevölkerung, die Erwartungen an sie stellt, eine wichtige Pionierrolle zufällt.

2.2. Der Kanton Freiburg will die Versammlung der Regionen Europas (VRE) an seinen

Erfahrungen und ersten explorativen Studien teilhaben lassen. Deshalb hat er im November

2012 die Mitgliedsregionen der VRE zur Teilnahme an einem Pilotprojekt zur Berechnung

des IDeal Index aufgerufen.

2.3. Zwölf Regionen der VRE sind diesem Aufruf gefolgt. Zwischen Dezember 2012 und

März 2013 wurden die relevanten Daten gesammelt und der IDeal Index für die

interessierten Regionen berechnet. An dieser Pilotphase haben die folgenden Regionen

teilgenommen:

• Belgien, Brüssel-Hauptstadt

• Türkei, Edirne

• Frankreich, Elsass

• Frankreich, Midi-Pyrénées

• Frankreich, Limousin

• Finnland, Südösterbotten

• Österreich, Wien

• Tschechische Republik, Hradec Kralove

• Schweden, Ostschweden (Östergötland)

• Schweden, Uppsala

• Schweden, Jönköping


• Schweiz, Freiburg

Die Resultate wurden im Rahmen eines Workshops präsentiert, der am 13. März 2013 in

Freiburg in der Schweiz stattgefunden hat.

3. IDeal Index: der ideale Indikator für die VRE

3.1. Es wurde nach einem Indikator gesucht, der die folgenden Kriterien erfüllt: Er

musste:

• synthetisch sein, damit er einfach kommuniziert und interpretiert werden kann;

• trotzdem genauere Angaben über verschiedene Faktoren enthalten, die eine

Orientierungshilfe für die regionale Entwicklungspolitik bieten;

• alle drei Aspekte der nachhaltigen Entwicklung abdecken (Umwelt, Gesellschaft,

Wirtschaft) und gleichzeitig das Wohlbefinden bzw. die Zufriedenheit der Bevölkerung

berücksichtigen;

• einen regionalen, nationalen und europäischen Vergleich ermöglichen;

• periodisch berechnet werden können, um den Fortschritt im Laufe der Zeit aufzuzeigen;

• sich an existierende Initiativen anlehnen, die in verschiedenen Ländern bereits

angewendet werden und unterschiedliche Realitäten widerspiegeln;

• sich auf Daten abstützen, die relativ einfach zu erheben sind, um die Kosten seiner

Einführung in Grenzen zu halten.

3.2. Der IDeal Index wurde zusammen mit dem Beratungsunternehmen Paola Ghillani &

Friends AG entwickelt und berücksichtigt die oben erwähnten Bedürfnisse. Er inspiriert sich

an anderen Indikatoren, die zurzeit als Alternativen oder Ergänzungen zum BIP gehandelt

werden.

Die gewählte Bezeichnung, IDeal Index, soll zeigen, dass dieser Indikator auf regionaler

Ebene ein ideales Instrument ist, um den wahren Fortschritt zu messen, aber auch um die


Politikerinnen und Politiker in ihrer Politik und die Bevölkerung in ihrem Verhalten zu

beeinflussen. Daher das Element «I deal»: «Ich handle, ich bin mitverantwortlich für die

nachhaltige Entwicklung meiner Region». Die Schreibweise von IDeal mit ID in

Grossbuchstaben am Anfang des Worts soll ausserdem darauf hinweisen, dass es um die

Identität einer Region geht: eine Art Identitätskarte, die der Region die Türen der

nachhaltigen Entwicklung öffnet (Verbesserung der Lebensqualität, des

Ressourcenmanagements, der Finanzen, der Wirtschaftsförderung usw.).

Der IDeal Index ist ein synthetischer Indikator, der sich aus zwölf Parametern

zusammensetzt, die sich in vier Kategorien einteilen lassen: Lebenserwartung bei Geburt,

subjektive Zufriedenheit mit der Lebensqualität, soziale und wirtschaftliche Parameter sowie

umweltrelevante Parameter.

Mit den Parametern wurde eine einfache Formel aufgestellt, um ein für Politik und

Bevölkerung/Wählerschaft verständliches Resultat zu erhalten:

IDeal Index =

Zufriedenheit*Lebenserwartung

– [Eingriffe auf die Umwelt]

+ [soziale und wirtschaftliche Werte]

Vgl. Anhang 1: Definition der Parameter


Die Parameter wurden gestützt auf eine Analyse von 26 «Beyond GDP»-Initiativen gewählt.

Sie entsprechen den Schlüsselfragen, mit denen sich diese Initiativen befassen.

Die Messung der Lebenserwartung und der Zufriedenheit gibt Auskunft über das körperliche

und geistige Wohlbefinden der Bevölkerung. Diese Parameter liefern auch wichtige Hinweise

über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region im Allgemeinen.

Die gewählten ökologischen Parameter enthalten Angaben über den Verbrauch von

wichtigen natürlichen Ressourcen: Boden, Artenvielfalt, Stoffe, Wasser und Energie.

Die sozioökonomischen Parameter konzentrieren sich auf die soziale und wirtschaftliche

Lage der Haushalte und Personen.

Die Formel ist ausserdem so entwickelt worden, dass sie den Vorschriften der

OECD1 entspricht: Sie basiert auf einem soliden theoretischen Fundament und die

Parameter wurden sorgfältig ausgewählt, normiert, gewichtet und aggregiert. Die Analyse

der Resultate der Pilotberechnung bestätigt die Aussagekraft des IDeal Index.

4. Pilotphase bis zur Versammlung der Regionen vom

16.-18.5.2013

4.1. Die Resultate der Berechnung des IDeal Index für die 12 Regionen, die an der

Pilotphase teilgenommen haben, werden in der folgenden Grafik wiedergegeben:

2008 2009

Diese Resultate wurden am 13. März 2013 in Freiburg präsentiert. Sie stützen sich auf eine erste

Datenerhebung und wurden im Laufe des Monats April mit den teilnehmenden Regionen

konsolidiert, um sie an der Versammlung der Regionen im Mai zu präsentieren.

Die Resultate lassen einige interessante Feststellungen zu:

• Der Fortschritt der Regionen in Bezug auf Wohlbefinden, Lebensqualität und nachhaltige

Entwicklung ist nicht vergleichbar mit dem rein wirtschaftlichen Fortschritt, der sich im BIP

widerspiegelt.


Beispiel: Die Region Wien hat das höchste BIP, beim IDeal Index liegt sie hingegen nur auf dem

6. Platz. Obwohl das verfügbare Einkommen der Haushalte und die Lebenszufriedenheit in

Wien recht hoch sind, schmälern die relativ hohe Quote von frühzeitigen Schulabgängerinnen

und abgängern sowie die grosse Menge der Siedlungsabfälle den Wert ihres IDeal-Index.

Im Gegensatz dazu erreicht die schwedische Region Jönköping den höchsten Wert beim IDeal

Index, obwohl sie beim BIP nur an 6. Stelle liegt. Jönköping erzielt insbesondere bei folgenden

Faktoren ein überdurchschnittliches Resultat:

• Lebenszufriedenheit

• Lebenserwartung

• Erwerbslosenquote

• Gini-Koeffizient

• frühzeitige Schulabgänger/innen

• Trinkwassernutzung

• Menge der Siedlungsabfälle pro Einwohner/in

IDeal Index 2009 PIB regio 2009

• Der IDeal Index zeigt einige Stärken und Schwächen der regionalen Entwicklungspolitik auf

und bietet so eine Orientierungshilfe.

Beispiel: Die Region Brüssel-Hauptstadt zeichnet sich durch ein relativ hohes BIP aus. Gemäss

dem IDeal Index kann die Region vor allem in den folgenden Bereichen noch Fortschritte

machen: Schaffung neuer Arbeitsplätze, die ausreichend entlöhnt werden und eine

befriedigende Tätigkeit beinhalten, Kompensation sozialer Ungleichheiten, die sich auf die

schulischen Leistungen und die Aufstiegschancen in der Gesellschaft auswirken, und Steigerung

des verfügbaren Einkommens der Haushalte.

Im Kanton Freiburg sollte zur Verbesserung des Werts vorrangig der Energieverbrauch verringert

und die Nutzung erneuerbarer Energien gefördert werden.

• Der Elan und das Engagement der Regionen, die an dieser ersten Pilotphase beteiligt sind, ist

greifbar. Die Bündelung der Kräfte bietet eine einmalige Gelegenheit, um einen umfassenden

und konkreten Indikator zu entwickeln (der über die zahlreichen bereits bestehenden

theoretischen Konzepte hinausgeht, die in der Praxis manchmal nur schwer umsetzbar sind).


4.2. Angesichts des grossen Engagements der teilnehmenden Regionen kann schon jetzt

Folgendes festgestellt werden:

• Es ist dringend notwendig, ein Instrument einzuführen, das den Fortschritt der Regionen in

Bezug auf Wohlbefinden, Lebensqualität und nachhaltige Entwicklung besser wiedergibt

und das der Wirtschaftspolitik als Orientierungshilfe dient.

• LDer Ansatz, der sich auf den synthetischen IDeal Index stützt, ist interessant und auf

regionaler Ebene umsetzbar und sollte daher weiterverfolgt und vertieft werden.

• Um über die Pilotphase hinaus zu gelangen, muss die Datenerhebung harmonisiert und

die Formel des Indikators konsolidiert werden - wenn möglich in Zusammenarbeit mit den

Regionen Europas.

5. Potenzial für die VRE und die Regionen Europas

5.1. Das IDeal-Index-Projekt ist für die VRE von hoher strategischer Bedeutung. Als

strategisches Instrument für die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik der Regionen Europas hat

der IDeal Index das Potenzial, die Tätigkeiten der VRE direkt zu unterstützen und zu stärken.

5.2. Das Projekt trägt folgendermassen zur Stärkung der Tätigkeiten der VRE bei:

• Es fördert die regionalen Entwicklungsstrategien, die das Wohlbefinden, die Lebensqualität

und die nachhaltige Entwicklung berücksichtigen (auch zur Einflussnahme auf die

Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene).

• Es spornt die Regionen an, ihre strategischen Instrumente für die Ausrichtung der

Wirtschaftspolitik zu optimieren und zu harmonisieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu

steigern.

• Es stärkt die Attraktivität der VRE und ihrer Dienstleistungen für die Regionen.

6. Empfehlungen

• Die ersten Anstrengungen, die während der Pilotphase unternommen wurden, sollten

kapitalisiert werden, um den IDeal Index innerhalb der VRE in grösserem Umfang

weiterzuentwickeln. Die nachfolgenden Etappen könnten für einen Entwicklungszeitraum von

drei Jahren vorgesehen werden.

• Zunächst müssen die Formel und die verwendeten Parameter in Zusammenarbeit mit einer

kleinen Gruppe von Experten (die aus den Regionen stammen) konsolidiert werden.

• In einem zweiten Schritt muss die Datenerhebung harmonisiert und zentralisiert werden.

Zudem muss festgelegt werden, wie sich die Regionen an diesem Prozess beteiligen.

• Und schliesslich muss definiert werden, wie die VRE die Resultate kommuniziert.

7. Entscheidungsdispositiv

Die Hauptversammlung der VRE wird ersucht: :

7.1. den Bericht zur Kenntnis zu nehmen;


7.2. den Grundsatz zu bestätigen, wonach der IDeal Index das Fundament für ein

Benchmarking-System für die Regionen der VRE darstellt;

7.3. das Generalsekretariat der VRE damit zu beauftragen, die nötigen

Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der IDeal Index über die «intelligente Plattform»

der VRE konkret umgesetzt werden kann.

Politische Leitung und Initiator dieses Berichts:

Kanton Freiburg, Beat Vonlanthen, Staatsrat, Volkswirtschaftsminister der VWD, Boulevard

de Pérolles 25, 1701 Freiburg

beat.vonlanthen@fr.ch, T +41 26 305 24 02

Autoren:

Paola Ghillani, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Paola Ghillani & Friends AG

Hornbachstrasse 50, CH – 8034 Zürich, Schweiz, +41 44 3898446

contact@paolaghillanifriends.com

Claudia Challandes, freie Mitarbeiterin bei Paola Ghillani & Friends

Chantal Guggenbühl, freie Mitarbeiterin bei Paola Ghillani & Friends

Zusätzlich Beteiligte

• Pierre Caille, Vorsteher des Amts für Statistik der Volkswirtschaftsdirektion (VWD) des

Kantons Freiburg

• Alain Schaller, Verantwortlicher für die Aussenbeziehungen, Staatskanzlei des Kantons

Freiburg

Anhänge

Anhang 1: Definition der Parameter

Anhang 2: Analyse der bei der Entwicklung des IDeal Index berücksichtigten Elemente

gemäss dem Handbook on Constructing Composite Indicators: Methodology and User

Guide (OECD 2008)


ANHÄNGE

Anhang 1: Definition der Parameter

Definition und Quelle der Parameter, aus denen die Formel für den IDeal Index

(Version 2013-04-03) besteht

Paramet

er

Bezeichnung Definition Regionale

EU-Quelle

Hilfspara-Bevölkerunmeter Ständige Wohnbevölkerung am 31.

Dez. respektive am 1. Januar des

folgenden Jahres

SATISF

ESP

REV

GINI

Lebenszufried

enheit

Lebenserwart

ung bei

Geburt

Verfügbares

Nettoeinkom

men

Gini-

Koeffizient

Wert auf einer Skala von 0 bis 10,

basierend auf einer Umfrage bei einer

repräsentativen

Bevölkerungsstichprobe

Jahre, Durchschnitt Männer und

Frauen, ohne Rücksicht auf die

unterschiedliche Anzahl Männer und

Frauen, da dies die Lebenserwartung

aus statistischen statt reellen Gründen

beeinflussen würde.

Das verfügbare bereinigte

Nettoeinkommen der Haushalte pro

Person, in KKS ausgedrückt, wird wie

das verfügbare bereinigte

Bruttoeinkommen der privaten

Haushalte und privaten

Organisationen ohne Erwerbszweck

(POoE) berechnet, dividiert durch die

Kaufkraftparitäten (KKP) des

effektiven individuellen Verbrauchs

der Der Haushalte Gini-Koeffizient und durch ist ein die Indikator gesamte

Wohnbevölkerung.

für die Ungleichverteilung des

Einkommens.

• Im Fall einer absolut gleichen

Verteilung ist der Gini-Koeffizient = 0

(alle haben dasselbe Einkommen).

• Im Fall einer absolut ungleichen

Verteilung ist der Gini-Koeffizient = 1

(eine einzige Person hat alle

Einkommen).

• Je tiefer der Gini-Koeffizient ist,

desto gleichmässiger sind die

Einkommen verteilt.

Quelle:

Eurostat/

Code:

demo_r_pjan

aggr3

Umfrage

nötig

NUTS2 :

Eurostat /

code :

demo_r_mlife

xp

NUTS2 :

Eurostat/

Code :

nama_r_ehh2i

nc NUTS3 :

Fragebogen

Fragebogen

Nationale

EU-Quelle

Eurostat /

Code:

demo_r_pja

naggr3

European

Social

Survey ESS

http://

nesstar.ess.n

sd.uib.no/

webview/

Eurostat /

Code :

demo_r_mlif

exp

Eurostat /

SILC

Quelle

Kantone /

CH

BFS

BFS. T

20.3.1.22 ,

auf Ebene

der

Grossregion

en

Umfrage

nötig

BFS

BFS / SILC

Zahlen auf

Landesebene

Eurostat/

SILC, Code :

ilc_di12

Eurostat /

SILC

Zahlen auf

Landesebene


ParametBezeichnung Definition Regionale Nationale Quelle

er

EU-Quelle EU-Quelle

Kantone /

CH

EMP ErwerbslosenqGemäss Internationaler

NUTS3

BFS

uote

Arbeitsorganisation (ILO): Personen

von 15 bis 74 Jahren,

• die in der Referenzwoche nicht

beschäftigt waren,

• die in den vergangenen vier

Eurostat /

Code :

lfst_r_lfu3rt

T3.3.2.13

Zahlen auf

Ebene

Grossregion

en

Wochen aktiv eine Arbeitsstelle

gesucht haben

EDUC Frühzeitige


Anteil

und

der

die

18-

zur

bis

Arbeit

24-Jährigen,

zur Verfügung

die die

Angaben auf Eurostat /

standen.

Schulabgänge Schule vorzeitig verlassen haben, über

regionaler Code

keinen nachobligatorischen Abschluss

Ebene edat_lfse_16

r/innen

verfügen und an keiner Aus- oder

NUTS1,

Weiterbildung teilnehmen.

Quelle :

Eurostat/

SPAR Regionale Verhältnis der regionalen

Fragebogen Eurostat / BFS

Code

Bruttosparquo Bruttospareinlagen zu den regionalen

Code : Zahlen auf

edat_lfse_16

te

Bruttoeinkommen

nama_inc_c Landesebene

SURF

Fragebogen

INF

AGRI

Für Wohnund

Wirtschaftsinfrastr

uktur

genutzte

Flächen, Anteil

Die Siedlungs- und Infrastrukturflächen

umfassen überbaute Flächen,

Strassen, Bergwerke, Steinbrüche und

alle sonstigen Infrastrukturen und

damit zusammenhängende Bereiche,

die den Menschen zum Ausüben von

in % der Bodennutzung

Aktivitäten dienen. Dazu zählen

ebenfalls gewisse offene (unbebaute)

Flächen, die in engem Zusammenhang

mit solchen Aktivitäten stehen, z. B.

Müllhalden, Brachland in überbauten

Industriezonen, verwahrloste Flächen

und öffentliche Park- und

Gartenanlagen. Unüberbaute

Flächen, die in Ortschaften und

Nutz-fläche, in

ha pro Jahr

ländlichen Siedlungen integriert sind,

gehören Zur Landwirtschaftsfläche auch dazu. gehören:

Ackerland, Obst- und Weideland und

sonstige Landwirtschaftsflächen.

Inbegriffen sind die Gebäude des

Landwirtschaftsbetriebs, zerstreute

Gebäude mit landwirtschaftlichem

Nutzen, Schuppen und andere

sekundäre Landwirtschaftsgebäude

sowie Brachland, z. B. Baumgruppen

oder Fluss- und Seeufer, Flurwege,

Gräben, Randstreifen von Äckern und

Strassen. In der Regel werden diese

Brachflächen in der Schweiz zu

anderen Bodennutzungskategorien als

der Landwirtschaftsfläche gezählt.

Eurostat

Jahrbuch der

Regionen

Nur Zahlen

für 2009

Code :

lan_lu_ovw

Fragebogen

Statistischer

Atlas der

europäische

n Regionen

BFS (nur

Zahlen für

das Jahr

2000)

Eurostat

Rückgang der

landwirtschaftlichen

Code :

aei_ps_alt

Jährliche

landwirtschaftliche

2000,2003,

Strukturerheb 2005,2007

Jahre :

ung

Statistischer

Atlas der

Schweiz,

Zahlen

1979/85,

1992/97 auf

Kantons- und

Gemeindeeb

ene

Zahlen

2004/05 nur

auf

Kantonseben

e

BFS Jährliche

landwirtscha

ft-liche

Strukturerhebung


ParametBezeichnung Definition Regionale

er

EU-Quelle

BIODIV LandwirtschaftÖkologische Ausgleichsflächen sollen

liche

in Ergänzung zu Naturschutzflächen

ökologische Tieren und Pflanzen kleinräumige

Ausgleichsfläc Nischen innerhalb der

hen (ha) Kulturlandschaft bieten. Dies soll

einerseits zur landschaftlichen Vielfalt

beitragen und andererseits die

natürliche Artenvielfalt fördern,

Artenverluste vermeiden und

bedrohten Arten eine

Wiederausbreitung ermöglichen. Der

ökologische Ausgleich trägt dazu bei,

ökologisch wertvolle Lebensräume zu

erhalten, die für die

landwirtschaftliche Produktion nicht

mehr rentabel sind. Der Anteil

ökologischer Ausgleichsflächen wird

sowohl im Biodiversitäts-Monitoring

BIODIV Landschaftsze Autobahnen, Fernstrassen, Bahnlinien

Schweiz (BDM) als auch im Set der

rschneid-ung und überbaute Gegenden

Strategischen Führungsindikatoren für


zerschneiden die Landschaft in

Maschengrösse

die Politik erfasst.

voneinander getrennte

in km 2

Flächenabschnitte. Diese

Zerschneidung beeinträchtigt die

Bewegungsfreiheit von Mensch und

Tier. Zur Berechnung der

Landschaftszerschneidungsrate

verwendet man den Parameter der

effektiven Maschengrösse. Dieser

drückt die Wahrscheinlichkeit aus,

dass zwei zufällig gewählte Punkte in

DECH Siedlungsabfä einer Die Siedlungsabfälle Region verbunden stammen und nicht

lle (kg/Einw.) durch hauptsächlich Barrieren aus wie den Verkehrswege

privaten

oder Haushalten, Siedlungsflächen aber ähnliche getrennt Abfälle, sind. die

aus dem Handel, der Verwaltung und

öffentlichen Institutionen stammen,

EAU

Nationale

EU-Quelle

- Eurostat,

IRENA 26 –

High nature

value

(farmland)

areas

Quelle

Kantone /

CH

Webseite

BAFU,

Indikatoren

zum

Umweltzusta

nd

(für die

Schweiz)

- EEA Europe: Webseite

Average size BAFU,

of nonfragmented

land parcels

Code: term

006

E28AC79A-

1A46-40CB-

811C-

ACAE59D0

DD7D

Fragebogen Eurostat

Code :

tsdpc240

Indikatoren

zum

Umweltzusta

nd

(für die

Schweiz)

Indikatoren

sind auch darin inbegriffen.

Abfall- Anteil der Abfälle in %, die verbrannt, - Abfallprodukti Webseite

Recyclingquot deponiert oder verwertet werden.

on / BFS, UW-

AbfallverwertuIndik. Nr. 7

e (%)

ng

Quelle:

Code : BAFU,

Siedlungsabf

tsdpc240

älle

Jährliche Gesamte Wasserentnahme in % der - Eurostat Eurostat

Süsswasserentnahme,

in

Code : Code :

vorhandenen Süsswasserressourcen,

aufgeteilt nach Entnahme aus

% der jährlich

tsdnr310 tsdnr310

unterirdischen Quellen und

erneuerbaren Oberflächengewässern.

Süsswasserresso

urcen

(für die

Schweiz)


ParametBezeichnung Definition Regionale

er

EU-Quelle

ENERG

Verbrauch von Lieferung von Wasser von

Wasser aus Wirtschaftseinheiten, die sich der

öffentlichen Sammlung, Aufbereitung und

Wasserversor Verteilung von Wasser widmen (auch

gungssystemen

(m 3 /

Entsalzung von Meerwasser, soweit

diese nicht für landwirtschaftliche

Einw.)

Zwecke oder zum Schutz der Umwelt

erfolgt).

Primärenergie: Energiequelle vor

Verwandlung in Sekundärenergie, z.

B. Wasserkraft, Kohle, Erdgas, Holz,

aber auch Siedlungs- oder

Industrieabfälle.

Eurostat

Code :

env_n2_wu

Konsolidieru

ng mit

Fragebogen

Nationale

EU-Quelle

Eurostat

Code :

ten00013

BruttoinlandsvDieser Wert, der Bruttoverbrauch Fragebogen Eurostat

er-brauch an genannt wird, besteht aus der im

Primär-

Code :

Land gewonnenen Primärenergie, dem

energie (GWh)

ten00086

Saldo des Energieimports und exports

und der Veränderung der

Energiereserven. Nicht inbegriffen ist

der «graue» Energieaustausch mit

dem Ausland, d. h. Energie, die für

die Erzeugung von Import- oder

Exportgütern verwendet wurde und in

diesen «enthalten» ist.

Quelle

Kantone /

CH

Auf 20 Mio.

m3 pro Jahr

geschätzt,

inkl.

Verbrauch

für

industrielle

Zwecke

Quelle: AfU

Amt für

Umwelt /

Kantonale

Freiburg Zahlen

werden aus

den Zahlen

für die

Schweiz

(BFS)

abgeleitet

Quelle:

BAFU, noch

nicht

bestimmt


ParametBezeichnung Definition Regionale

er

EU-Quelle

ENERG

Anteil der

erneuerbaren

Energien am

Bruttoendener

gie-verbrauch

(%)

Dieser Indikator wird anhand der

Energiestatistik berechnet, die gemäss

Energieverordnung erstellt wird. Er

kann als Schätzung des Indikators

gemäss Richtlinie 2009/28/EG

betrachtet werden, denn in Bezug auf

gewisse Technologien zur Gewinnung

erneuerbarer Energie ist das

Statistiksystem noch nicht angepasst,

um den Anforderungen der Richtlinie

zu genügen. Doch zurzeit ist der

Beitrag dieser neuen Technologien

noch marginal. Mehr zur

Methodologie zur Berechnung des

Anteils an erneuerbarer Energie und

zur jährlichen Eurostat-Energiestatistik

ist in der Richtlinie 2009/28/EG zur

Förderung der Nutzung von Energie

aus erneuerbaren Quellen, der

Verordnung (EG) Nr. 1099/2008

über die Energiestatistik und der

Plattform für Transparenz der GD

Energie zu entnehmen.

Nationale

EU-Quelle

Fragebogen Eurostat

Code :

tsdcc110

Quelle

Kantone /

CH

BFS

Zahlen auf

Landesebene

Erneuerbare Energie: Energien, die

kontinuierlich oder in Zyklen auf

natürliche Weise anfallen, entweder

für die Bereitstellung von nutzbarer

Energie oder direkt als Endenergie. Zu

den erneuerbaren Energien gehören

einerseits die klassischen

Energieträger Wasserkraft und Holz,

andererseits die neuen erneuerbaren

Energieträger Wind, Sonne,

Anhang 2: Analyse Biotreibstoffe, der Elemente Biogas des und « Handbook on Constructing Composite

Indicators: Methodology Umgebungswärme and User Guide (OECD 2008) », die bei der

Entwicklung des IDeal Index berücksichtigt worden sind

• Theoretical framework. A theoretical framework should be developed to provide the basis for

the selection and combination of single indicators into a meaningful composite indicator

under a fitness-for-purpose principle.

The development of IDeal Index is based on a solid theoretical framework involving a first

exhaustive study on existing initiatives (26 indicators, world-wide). The selection of the best

initiatives have been based on a list of criteria acknowledged by stakeholders. Further

development of the IDeal Index have been based on the best suited indicators, e.g. Happy

Planet Index. An international task force is currently being organized with the aim to follow

up the development from the pilot-version to the definitive version.


• Data selection. Indicators should be selected on the basis of their analytical soundness,

measurability, country coverage, relevance to the phenomenon being measured and

relationship to each other. The use of proxy variables should be considered when data are

scarce.

The indicators have been selected on the basis of analytical soundness, measurability,

country / regional coverage, relevance to the phenomenon being measured and relationship

to each other. Emphasis is put on “output” data, these are data which measure e.g. the

outcome of political actions for the citizens. The use of proxy variables is currently being

considered for scarce data sets like environmental data at the regional level.

• Imputation of missing data. Consideration should be given to different approaches for

imputing missing values. Extreme values should be examined as they can become unintended

benchmarks.

For some regions, especially at NUTS 3 - level, not all data are available. In this case,

missing values are estimated from national or available data at NUTS 2 – level. With the aim

of calculating a definitive value at the regional level, regions are urged to introduce surveys

or identify data sources delivering regional data.

• Multivariate analysis. An exploratory analysis should investigate the overall structure of the

indicators, assess the suitability of the data set and explain the methodological choices, e.g.

weighting, aggregation.

For the time being, the number of participating regions (12) is too small for conducting

multivariate analysis of the 12 parameters. Exploratory analysis are being conducted to

insure e.g. that no parameter is overweighting all others (calibration of standard deviation,

setting of the extreme values defined for the calculation of the use values).

• Normalisation. Indicators should be normalised to render them comparable. Attention needs

to be paid to extreme values as they may influence subsequent steps in the process of

building a composite indicator. Skewed data should also be identified and accounted for.

Indicators are normalized according to their use values.

• Weighting and aggregation. Indicators should be aggregated and weighted according to the

underlying theoretical framework. Correlation and compensability issues among indicators

need to considered and either be corrected for or treated as features of the phenomenon that

need to retained in the analysis.

For the pilot-calculation every single indicators have been estimated as having the same

importance according to the underlying theoretical framework. Consequently, they all have

been equally weighted.

• Robustness and sensitivity. Analysis should be undertaken to assess the robustness of the

composite indicator in terms of, e.g., the mechanism for including or excluding single

indicators, the normalisation scheme, the imputation of missing data, the choice of weights

and the aggregation method.

Robustness and sensitivity analysis need to be undertaken as soon as sample size (number of

participating regions) and data validation allows.

• Back to the real data. Composite indicators should be transparent and fit to be decomposed

into their underlying indicators or values.

The single elements of the composite indicator and definitions thereof are described. The

results of the calculation of the IDeal Index are decomposed according to the values of the

underlying indicators.


Für zusätzliche Information über den Ideal Bericht

Cristina BAIZAN EDGE

Politische Koordinatorin

c.baizan@aer.eu

Tel./Fax: +33 3 88 22 74 33

Für zusätzliche Information über die VRE Berichte

Estelle DELANGLE

Politische Koordinatorin

e.delangle@aer.eu

Tel./Fax: +33 3 68 46 00 82

Versammlung der Regionen Europas (VRE)

6 rue Oberlin, F-67000 STRASBOURG

www.aer.eu

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