Journal Ausgabe 02/2013 (PDF 5,98 MB) - BKK Gildemeister ...

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Journal Ausgabe 02/2013 (PDF 5,98 MB) - BKK Gildemeister ...

INTERN FAMILIE GESUND ERNÄHRUNG SPEZIAL FITNESS

DAS MAGAZIN IHRER BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER 02|13

So läuft es mit Baby Finanzielle und andere Hilfen, die Ihnen jetzt zustehen

Leben gerettet dank Organspende – zwei Betroffene erzählen Unser

Spezial: Teilen & Tauschen – endlich mal ein sinnvoller Trend Über

Tauschbörsen und Konsumstreik Wassermarsch Aquagymnastik für alle Quiz

IM SOMMERWUNDERLAND

Richtig gute

Tomatenrezepte


Gestalte deine Zukunft –

mit einer Ausbildung zum

Sozialversicherungsfachangestellten

(m/w)

Wir von der BKK GILDEMEISTER SEIDEN-

STICKER sind am Puls der Zeit, wenn es um

innovative Gesundheitsversorgung geht. Als

modernes und dynamisches Unternehmen

brauchen wir engagierte junge Leute, die

bereit sind, Verantwortung für die Zukunft zu

übernehmen. Wir bieten eine qualifizierte

Ausbildung an einem modernen Arbeitsplatz

mit guten Aufstiegschancen, an unseren

Standorten in Bielefeld und Friedrichshafen.

Wir sind

dabei!

Das solltest du mitbringen:

· einen Abschluss der Real- oder Höheren

handelsschule, Fachhochschulreife,

Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss

· Kontaktfreudigkeit

· Engagement

· bereitschaft zur Arbeit im Team

BIST DU DABEI?

DANN BEWIRB DICH BIS ZUM …

… 16.08.2013 IN BIELEFELD.

… 23.08.2013 IN FRIEDRICHSHAFEN.

WIR FREUEN UNS AUF DICH!

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

Frau Schletter | Aus-, Fort- und Weiterbildung

Winterstraße 49 | 33649 Bielefeld

Herr Eppler | Ausbildungsleitung

Leutholdstraße 30 | 88045 Friedrichshafen

ausbildung@bkkgs.de | www.bkkgs.de


Einfach. Gut.

Von Mensch zu Mensch.

Liebe Leserin, lieber Leser,

Frank Jessen, Vorstand

nie war es so einfach wie heute, Informationen zu bekommen – liegen sie

gefühlt doch nur einige Mausklicks im Internet jederzeit abrufbar bereit.

Das digitale Zeitalter hat Unglaubliches möglich gemacht und organisiert

unseren Alltag in vielen Bereichen umfassend. Aber es gibt Situationen,

in denen ein Gespräch von Mensch zu Mensch mehr bewegen kann. Dazu

gehört der Austausch zwischen Arzt und Patient, sei es zur verständlichen

Klärung des Befundes oder als Instrument der Diagnose. Das gerade neu

verabschiedete Patientenrechtegesetz nimmt die Mediziner in die Pflicht,

Ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, und stärkt Ihre Rechte als Patient.

Wir von der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER möchten Ihnen den

Rücken stärken, immerhin geben rund 70% der Erwachsenen an, dort

Probleme zu haben. Was Sie aktiv gegen Rückenbeschwerden unternehmen

können und welche unterschiedlichen Gründe es für Schmerzen gibt,

erfahren Sie ab Seite 8.

In dieser Ausgabe des GESUNDHEITSJOURNALS treten wir zudem in den

Dialog beim Thema Organspende. Neben Antworten auf Fragen, die viele

Menschen beschäftigen, finden Sie auf den Seiten 15 und 16 Interviews mit

Betroffenen, die mehr vermitteln als reine Information.

Es steht Ihnen ganz frei, wie Sie sich persönlich zu dem Thema Organspende

entscheiden. Bei Fragen sind wir von der BKK GILDEMEISTER

SEIDENSTICKER jederzeit für Sie da – im Gespräch von Mensch zu Mensch.

Genießen Sie den Sommer – ich wünsche Ihnen eine erholsame Zeit mit

hellen Tagen und lauen Nächten!

Ihr

editorial

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 3


Ich finde, Organspende sollte ein Muss

für jeden sein. Im Grunde ist es doch

unterlassene Hilfeleistung, wenn man

anderen damit helfen könnte und es

nicht tut. Nicky, 23 (r.)

Ich hab noch keinen Ausweis, will mir

aber auf jeden Fall einen besorgen.

Trotzdem finde ich, dass das immer

eine freie Entscheidung bleiben sollte.

Beatrice, 23 (l.)

Ich fände ein Gesetz sinnvoll,

nach dem jeder erst mal Organspender

ist und sich abmelden

kann, wenn er das nicht

möchte. Es ist doch albern, das

andersrum zu machen – die

Menschen sind grundsätzlich

faul und viele, die Organspende

eigentlich gut finden, haben

sich bloß noch nicht darum

gekümmert. Paul, 28

Ich habe einen Organspendeausweis und finde

es auch gut, dass die Leute durch das neue

Gesetz jetzt öfter auf diese Möglichkeit aufmerksam

gemacht werden. Viele fühlen sich ja

durch die ganzen Skandale abgeschreckt, aber

eigentlich sollte es gerade andersrum sein:

Denn je weniger Menschen Organe spenden,

desto mehr führt das natürlich zu solchen

Machenschaften. Inge, 69

Organspende – ja oder nein?

Was halten Sie davon?

Die meisten sind dafür. Einige unserer befragten

Passanten brauchen aber noch mehr Informationen ...

Fotos: Bernhard Haselbeck

Ich fühle mich von den Ärzten

und Krankenkassen ganz gut

informiert über das Thema

und bin absolut dafür, dass

jeder einen Ausweis haben

sollte. Verpflichtend würde

ich das nicht einführen,

aber durch das neue Gesetz

rückt es hoffentlich wieder

etwas mehr ins öffentliche

Bewusstsein. Ilinca, 35

Über das Thema diskutieren wir oft in der

Familie. Obwohl ich es prinzipiell gut finde, gibt

es noch zu viele ungeklärte Fragen. Was passiert

zum Beispiel, wenn ich einen Spenderausweis

und gleichzeitig eine Patientenverfügung

habe? Werde ich

dann eventuell

länger am Leben

gehalten, wenn

gerade kein passender

Empfänger

für meine Organe

da sein sollte?

Barbara, 55

Man befasst sich allgemein zu wenig mit dem Thema.

Ich bin da auch nicht wirklich informiert. Eine gute

Möglichkeit wäre, wenn man von den Ärzten öfter

darauf aufmerksam gemacht werden würde; denn da

besteht ein gewisses Vertrauensverhältnis und man

hätte einen direkten Ansprechpartner. Walter, 53

Ich hab keinen Ausweis,

weil ich einfach

nicht genügend darüber

Bescheid weiß.

Ich würde mir da viel

mehr Infomaterial

wünschen. Daniel, 27

4 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


inhalt

02|13

INTERN

Neuigkeiten von Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

Ihr Recht als Patient, Versorgungsmanagement bei

chronischen Rückenschmerzen, Brillenerstattung u.a. . . . . . . . . . . . . . . . 06

Unser Tomatenquiz für Hobbyköche

Jetzt tolle Markenmessersets gewinnen!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

FAMILIE

Gut infomiert zum Babystart

Alle Dinge, die Sie beanspruchen oder erledigen müssen . . . . . . . . . . . . . 10

Familienleistungen und -services

von Ihrer BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

GESUND

Organspende-Realitäten

Zwei Menschen, die im Unglück doch noch Glück fanden . . . . . . . . . . . . . 14

Fragen & Antworten

Die wichtigsten Fakten zum Thema Organspende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

ERNÄHRUNG

Lady in Red

Sommerrezepte mit ganz viel Tomate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

SPEZIAL

Tauschen & Teilen

Von Car- bis Foodsharing – endlich ein guter Trend . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Man tauscht sich reich

Tauschgeschichten, die uns hoffen lassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Am Anfang steht das Ich

Wann in uns die Teilbereitschaft erwacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Kolumne

Ich kauf nicht mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

FITNESS

Aquagymnastik

Mehr als nur der klassische Reha-Sport! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++

+++ Ab Sommer starten wir mit unserem neuen Internetauftritt +++ Im

nächsten Gesundheitsjournal laden wir Sie zu einer Online-Umfrage zu

unserem Journal ein +++ BEKANNTMACHUNG: Das Bundesversicherungsamt

hat am 06.05.2013 den 3. Satzungsnachtrag (Krankenversicherung) der

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER vom 15.4.2013 genehmigt. Die aktuelle

Satzung sowie die Bekanntmachung finden Sie auf unserer Homepage unter

www.bkkgs.de +++

06

10

14

18

23

32

Titelfoto: corbis images

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 5


INTERN

Neuigkeiten von Ihrer BKK

Mit dem neuen Patientenrechtegesetz soll der Dialog zwischen Medizinern und

Patienten gestärkt und Vertrauen stabilisiert werden. Noch mehr Neuigkeiten,

zum Beispiel zur Rückengesundheit, lesen Sie hier. Sie haben Fragen?

Wir sind für Sie da – rufen Sie uns kostenlos an unter 0800 0 255 255!

Ihre Rechte als Patient

Die Rechte von Patientinnen und Patienten waren bislang in verschiedenen

Gesetzen zum Teil lückenhaft geregelt. Insbesondere im Bereich des Behandlungs-

und Arzthaftungsrechts war Wesentliches nicht im Gesetz, sondern

durch Richterrecht geregelt. Dies hat es nach Auffassung der Bundesregierung

für die Beteiligten schwierig gemacht, ihre Rechte zu

kennen und entsprechend einzufordern. Am

26. Februar 2013 trat das Gesetz zur Verbesserung

der Rechte von Patientinnen und Patienten,

das Patientenrechtegesetz, in Kraft. Das Patientenrechtegesetz

ist kein eigenes Gesetzbuch, vielmehr

wurden das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sowie

das Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) um einige

Paragraphen ergänzt und verändert. Unter diesem Link erhalten

Sie weitere Informationen auf den Seiten des Bundesministeriums der

Justiz: www.bmj.de/DE/Buerger/gesellschaft/Patientenrechte/_node.html.

Kennen

Sie schon

Teil 4: Brillenerstattung über das Gesundheitskonto

Brillen und Kontaktlinsen sind schon seit vielen Jahren keine Leistung der gesetzlichen

Krankenversicherung mehr und dürfen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht von der BKK

GILDEMEISTER SEIDENSTICKER übernommen werden.

Das Gesundheitskonto bietet jedoch die Möglichkeit, sich bis zu 160 Euro pro Jahr für eine

Brille erstatten zu lassen. Unseren 6- bis 14-jährigen Jägern und Sammlern können 50 Euro pro

Jahr erstattet werden. Dies ist möglich, sofern Sie die erforderliche Anzahl an Punkten durch Ihr Bonusheft

nachweisen können. Daher lohnt sich der gewissenhafte Umgang mit Ihrer Gesundheit gleich doppelt.

Sie steigern Ihre Lebensqualität und sammeln Punkte, die Sie sich in Ihrem Bonusheft gutschreiben lassen

können. Gerne schicken wir Ihnen Ihr persönliches Bonusheft und nähere Informationen zu. Rufen Sie uns

an. Kostenloses Servicetelefon: 0800 0 255 255.

6 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Marie liegend (mit aufgemalter Lunge), Julian mit

Allergo-Modell und Greta mit Hautmodell lernen

viel über Allergien. Die Verantwortlichen (v.l.):

Katharina Hagemeister, evang. Krankenhaus Bielefeld,

Cornelia Moss (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER), Anja

Böllhoff (Vorsitzende Bielefelder Bürgerstiftung)

Projekt „Allergie und Schule“:

2013 werden 1500 Kinder geschult

Vor acht Jahren gestartet, hat es sich zu einem

regelrechten Vorzeigeprojekt entwickelt. Das

wissenschaftlich begleitete Projekt „Allergie und

Schule – was juckt mich das“ erreicht mittlerweile

jährlich 1.500 Bielefelder Grundschulkinder und

greift damit ein weitgehend unterschätztes Problem

auf: Viele Kinder leiden an Allergien, oft auch

unerkannt. Gerade im schulischen Alltag machen

sich deren Auswirkungen bemerkbar. Schlafstörungen,

Konzentrationsmangel, Ausgrenzungen

von Mitschülern sind nur ein paar dieser Folgen.

Die Bielefelder Bürgerstiftung, die Kinderklinik

des evangelischen Krankenhauses Bielefeld in

Bethel und die Stadt Bielefeld bieten dazu das

Projekt „Allergie und Schule – was juckt mich

das“ den Bielefelder Grundschulen an.

Neuer Projektpartner ist 2013 die

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER.

Asthma, Neurodermitis und andere allergische

Erkrankungen haben in den vergangenen Jahren

stark zugenommen. Man schätzt, dass aktuell

etwa 10 bis 15 % der Kinder in Deutschland in

irgendeiner Form betroffen sind. Wer eine Allergie

hat, muss in jungen Jahren lernen, damit zurechtzukommen.

Aus Sicht der Projektbeteiligten

ist die Grundschule ein Ort, an dem das nötige

Grundlagenwissen vermittelt wird. Katharina

Hagemeister von der Kinderklinik des evangelischen

Krankenhauses Bielefeld in Bethel und

ihre Kolleginnen erleben seit nun schon sieben

Jahren, welche positive Wirkung „Allergie und

Schule“ auf die Grundschüler hat.

In speziellen Unterrichtseinheiten werden die

Grundschüler informiert und für das Thema sensibilisiert.

Dies regt einerseits zu mehr Toleranz

im Umgang mit betroffenen Mitschülern an und

fördert andererseits das positive Miteinander im

Klassengefüge. Aktuell haben sich 64 Bielefelder

Schulklassen mit insgesamt 1.500 Schülerinnen

und Schüler um eine Teilnahme beworben.-------------

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 7


INTERN

Konkrete Unterstützung

bei Rückenschmerzen – mit

dem FÜR MICH-Versorgungsmanagementprogramm

8 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Das Versorgungsmanagement der

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

Eine Begleitung für Versicherte mit chronischen Rückenschmerzen

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens mit

Rückenschmerzen zu tun. In der Regel treten die Schmerzen

meist unvermittelt auf und verschwinden innerhalb

einiger Tage oder Wochen wieder.

Bei einigen Betroffenen halten die Schmerzen jedoch länger

an oder treten nach einer kurzen beschwerdefreien

Phase erneut auf. Solche Beschwerden werden dann als

chronisch bezeichnet. Chronische Rückenschmerzen zu

bewältigen kann im Beruf und Alltag zu einer großen

Herausforderung werden. Zumal sich die Frage, woher die

Schmerzen stammen, in manchen Fällen leider auch nicht

klären lässt. Dann wird von einem nicht spezifischen

Rückenschmerz gesprochen. Da die konkrete Ursache oft

unerkannt ist, kann es demzufolge auch schwierig sein,

eine geeignete Behandlung zu finden.

Wie können wir Sie unterstützen?

Das Versorgungsmanagement der BKK GILDEMEISTER

SEIDENSTICKER bietet Versicherten mit chronischen,

nicht spezifischen Rückenschmerzen Unterstützung in

Form einer individuellen telefonischen Beratung an.

Die Art der Information ersetzt dabei natürlich nicht die

Behandlung und Aufklärung durch Ärzte. Ergänzend

zum Arztbesuch werden je nach Wunsch spezielle Fragestellungen

erläutert, verständlich gemacht oder ergänzende

Informationen zur Verfügung gestellt. Dabei erhalten

Patienten auch einen Überblick über unsere Leistungsangebote

und bekommen bei Bedarf Hilfe bei der Suche

nach Fachärzten, Therapieplätzen, externen Beratungsstellen

oder Selbsthilfegruppen.

Die Vorteile im Überblick

• Fester Ansprechpartner

• Persönliche und bedarfsorientierte Leistungsangebote

der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

• Informationen über den gesetzlichen Leistungsumfang

• Hilfestellung bei der Vermittlung und Koordination

von Kontakten und Terminabsprachen im komplexen

Gesundheits- und Sozialwesen

• Verbesserung der Gesundheit und Vermeidung von

Fehlversorgung

Die Teilnahme am Versorgungsmanagementprogramm

FÜR MICH ist freiwillig und kostenlos. Dabei entscheidet

immer der Betroffene, ob und wie lange er die Unterstützung

durch den Versorgungsmanager benötigt.

Bei Interesse oder weiteren Fragen fordern Sie Ihre persönlichen

Unterlagen im Team Versorgungsmanagement

der BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER an. Sie erreichen

uns unter der Telefonnummer: 0521 5228-3747.------

Fotos: fotolia (2), Sabine Schulze, Westfalen-Blatt

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 9


FAMILIE

Gut informiert

zum Babystart

Sie erwarten ein Baby? Dann kommt einiges an Bürokratie auf Sie

zu, damit Sie und Ihr Baby auch alles erhalten, was Ihnen zusteht

------------ Text Claudia Götz

Kündigungsschutz

Frauen darf während der

Schwangerschaft und bis vier

Monate nach der Entbindung

nicht gekündigt werden. Ist

die Schwangerschaft oder

Entbindung dem Arbeitgeber

zum Zeitpunkt der Kündigung

noch nicht bekannt, so muss

sie innerhalb von zwei Wochen

nach Zugang der Kündigung

mitgeteilt werden, damit der

Kündigungsschutz greift.

Dieser gilt auch während der

Elternzeit. Wird während der

Elternzeit in Teilzeit gearbeitet,

so müsste die zuständige

Behörde der Kündigung einer

Arbeitnehmerin zustimmen.

Mutterschaftsgeld

Wer angestellt ist und schwanger wird, hat

während der Schutzfristen von sechs Wochen

vor und acht Wochen (bei Mehrlingsgeburten

zwölf Wochen) nach der Geburt Anspruch auf

Mutterschaftsgeld, das so viel ist wie der Durchschnittsnettoverdienst

der letzten drei Monate.

Die Krankenkasse trägt bis zu 13 Euro pro Tag,

der Arbeitgeber den Rest. Für die Zahlung des Mutterschaftsgeldes

ist die Bescheinigung eines Arztes oder einer Hebamme erforderlich,

in der der mutmaßliche Entbindungstermin angegeben werden muss.

Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen neben dem Arztbesuch zur

Feststellung der Schwangerschaft bis zu 13 Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen.

Diese schließen bis zu drei Ultraschalluntersuchungen

ein, bei Komplikationen mehr. Medikamente für Schwangerschaftsbeschwerden

sind frei von Zuzahlung. Eine erweiterte

Schwangerschaftsvorsorge bietet Ihre

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

mit Geburtsvorbereitungskurs für den

Ehemann, zusätzlichen (3-D-) Ultraschalluntersuchungen,

Nackentransparenzmessung

und Toxoplasmosetest. Die Geburt

wird über die Krankenversicherung der

Frau abgerechnet. Nicht vergessen: Versicherungsschutz

fürs Kind beantragen!

10 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Kinderbetreuung

Derzeit gibt es noch einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz

für Kinder ab drei Jahren. Ab August 2013 ändert sich das. Dann gilt der

Anspruch auf einen Betreuungsplatz bei einer Tagesmutter oder in einer

Kindertagesstätte vom vollendeten ersten bis zum vollendeten dritten

Lebensjahr. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie sich um einen Platz kümmern,

umso besser. Angebote und Konzepte der Einrichtungen an Ihrem Wohnort

erfahren Sie über das zuständige Jugendamt. Die Kosten für die Betreuung

können übrigens – nach Einkommen gestaffelt – bei der Steuererklärung

geltend gemacht werden.

Steuervergünstigung

Das Finanzamt prüft jedes Jahr

mit Ihrer Einkommensteuererklärung

automatisch, ob es für

Sie vorteilhafter ist, Kindergeld

zu erhalten oder den steuerlichen

Kinderfreibetrag geltend

zu machen. Letzteres kann

gerade für Besserverdienende

günstiger sein. Beides zusammen

geht nicht. Sie können

außerdem zwei Drittel ihrer

Kinderbetreuungskosten – pro

Kind bis zu 4.000 Euro jährlich –

als Sonderausgaben absetzen.

Neu seit 2012 ist, dass der

Anlass für die Kinderbetreuung

keine Rolle mehr spielt und alle

Betreuungsdienstleistungen

außer Unterricht umfasst.

Landeserziehungsgeld

Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und

Thüringen zahlen im zweiten oder dritten

Lebensjahr freiwillig ein sogenanntes Landeserziehungsgeld.

Modalitäten, Fristen und Termine

der Antragstellung sind in jedem Bundesland

unterschiedlich geregelt. Am besten, Sie erkundigen

sich frühzeitig bei den jeweiligen Elterngeldstellen

über die Voraussetzungen, wie

beispielsweise den Nachweis über die Durchführung

von Früherkennungsuntersuchungen.

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 11


FAMILIE

Alleinerziehende

Es sind unterschiedliche Hilfen für Single-Eltern möglich: von

Wohngeld oder Sozialhilfe für Geringverdiener – auch in Form

eines Unterhaltsvorschusses, wenn Sie wegen der Betreuung

Ihres Kindes nicht arbeiten können und keinen oder zu wenig Unterhalt

bekommen – über den steuerlichen Entlastungsbetrag von

1.308 Euro jährlich bis hin zur Unterstützung bei den Betreuungskosten.

Bei der Klärung der Details hilft Ihnen das jeweils für Sie

zuständige Jugendamt.

Illustration: Bernhard Biehler, Fotos: glow images, fotolia

Elternzeit

Angestellte können die Elternzeit allein, im Wechsel oder gemeinsam

nehmen. Sie muss spätestens sieben Wochen vor ihrem

Beginn beim Arbeitgeber angemeldet und verbindlich auf den

oder die Partner festgelegt werden. Eltern zeit ist auch bei Teilzeitoder

befristeten Verträgen sowie geringfügigen Beschäftigungen

möglich.

Kindergeld & Kinderzuschlag

Unabhängig vom Einkommen haben Eltern für alle Kinder ab

der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch

auf Kindergeld, das bei der Arbeitsagentur mit dem entsprechenden

Formular beantragt werden muss. Unter bestimmten

Bedingungen kann es bis zum 25. Lebensjahr gezahlt werden.

Es beträgt derzeit für das erste und zweite Kind jeweils

184 Euro monatlich, für das dritte Kind 190 und für das vierte

und jedes weitere Kind

215 Euro monatlich.

Geringverdienende können

außerdem einen Kinderzuschlag

beantragen. Die

Höhe richtet sich nach dem

Einkommen. Bis zu 140 Euro

monatlich sind zusätzlich

pro Kind möglich.

12 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


INTERN

Familienplus von Ihrer BKK

Kinderexperten

am Elterntelefon

Im Alltag mit Kindern stellen

sich oft viele Fragen: Als

exklusive Zusatzleistung

Ihrer BKK GILDEMEISTER

SEIDENSTICKER berät Sie ein

qualifiziertes Ärzteteam rund

um die Uhr zu allen Fragen zur

Gesundheit Ihrer Kinder. Ob

Impfschutz, Fragen zur Ernährung

oder Tipps im Umgang mit

dem Nachwuchs – rufen Sie an

unter 0521 5228-7799.

Übrigens: Mit unserem

FamilyCare-Newsletter

(www.bkkgs.de/gesundheit_

online) begleiten wir Sie und

Ihren Nachwuchs von der

20. Schwangerschaftswoche bis

zum 10. Geburtstag und geben

viele Antworten rund um die

Entwicklung Ihres Kindes

inklusive der Erinnerung an

alle Vorsorgeuntersuchungen.

Mehr Leistung für Vorsorge

Mit dem Programm BKK STARKE KIDS bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit

mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ein

Vorsorgeprogramm, welches dazu beiträgt, dass Krankheiten besonders

früh erkannt werden können. So übernehmen wir im Gegensatz zu vielen

anderen Krankenkassen die Kosten für die U10 und U11 bei den am Vorsorgeprogramm

teilnehmenden Vertragsärzten. In einigen Bundesländern

werden zudem zusätzliche Beratungsangebote (zum Beispiel zur Allergieprävention),

Untersuchungen (wie Baby- oder Sprachchecks) und optimierte

Behandlungsmethoden angeboten. Bitte beachten Sie: Die Einschreibung bei

einem teilnehmenden Kinderarzt ist erforderlich. Einzelne Programmbestandteile

können regional variieren. Genaue Infos zum Leistungsumfang erfahren

Sie bei Ihrem Kinderarzt. Nimmt Ihr Kinderarzt nicht am Programm

teil? Rufen Sie kostenlos an unter: 0800 0 255 255. Wir helfen Ihnen weiter!

Zusatzleistungen für junge Eltern

Schnupfen, Bauchweh oder Beinbruch – mit Kindern ist immer jede Menge los.

Um auf alles vorbereitet zu sein, sind wir Ihr Partner, wenn es um die Gesundheit

und Vorsorge Ihrer Familie geht. Denn schon die Jüngsten sind bei der BKK

GILDEMEISTER SEIDENSTICKER gut aufgehoben. MINIKIT ist unser Programm

speziell für Ihren Nachwuchs – von der Geburt bis

zum sechsten Geburtstag. Nach der Entbindung

erhalten Sie als Begrüßungsgeschenk unseren

MINIKIT-Schlafsack für einen behüteten und

sicheren Schlaf Ihres Babys. Das MINIKIT-Programm

hält für Sie außerdem Wissenswertes rund

um die Entwicklung Ihres Kindes sowie kreative

Bastelvorlagen und Spielideen bereit.

Fotos: fotolia (3)

Bonuspunkte sammeln!

Unsere 6- bis 14-Jährigen können mit unserem Bonusprogramm punkten – wenn sie zum Beispiel

regelmäßig an den Kinder- und Jugenduntersuchungen (U1 bis U9 und J1) teilnehmen, regelmäßig

zum Zahnarzt gehen, Mitglied in einem Sportverein sind und so weiter. Für eine Wunschprämie

(30 Euro in bar oder 50 Euro aufs Gesundheitskonto) braucht man lediglich 400 Bonuspunkte.

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 13


GESUND

„Marens Tod war nicht umsonst.“

Wilfried Reckhaus (63), ehemaliger

kaufmännischer Angestellter,

tröstet es, dass seine Tochter in

einigen Organempfängern fortlebt.

Immer mal wieder fragt er bei der

Deutschen Stiftung Organspende

nach, wie es ihnen aktuell geht.

14 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Für das Leben

eines anderen

Die Organspendebereitschaft der Deutschen ist stark gesunken.

Doch noch gibt es Menschen, die sich trotz ihres persönlichen

Schmerzes entschließen, zu helfen und Leben zu retten

------------ Text Constanze Löffler Fotos Sascha Kraus

Es war die schwerste Entscheidung seines Lebens:

Am 17. Februar 2012 erklärt Wilfried Reckhaus sich einverstanden,

die Organe seiner Tochter zu spenden. „Leber,

Herz, zwei Nieren, Lunge, Bauchspeicheldrüse und

Dünndarm meiner toten Tochter wurden sechs Menschen

verpflanzt. Darunter war ein neunjähriger Junge, der die

Lunge meiner Tochter bekam“, erzählt der 63-Jährige.

„Dem Kleinen geht es gut.“

Menschen wie Wilfried Reckhaus gibt es immer seltener,

seitdem im Frühjahr 2012 bekannt wurde, dass Patienten

in Göttingen, Regensburg, München und Leipzig unrechtmäßig

Spenderorgane erhalten hatten. „Die Transplantationszahlen

sind zurückgegangen“, bestätigt Wilfried

Gwinner, Leiter der Transplantationsambulanz der Klinik

für Nieren- und Hochdruckerkrankungen an der Medizinischen

Hochschule Hannover (MHH). Im Jahr 2012

sank die Zahl der Organspender bereits um 13 Prozent

auf 1.046 – und war damit so niedrig wie seit 2002 nicht

mehr. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach 2013

fortsetzen. Bis März wurden lediglich 230 Verstorbenen

Organe entnommen.

Zumindest über eine Spende nachdenken

Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung

im November 2012 war unter knapp 2.000

Personen jeder Dritte grundsätzlich bereit, ein Organ

zu spenden. Doch nur 13 Prozent besaßen tatsächlich

einen Organspendeausweis. Reckhaus will das ändern.

Er verteilt Organspendeausweise im Wartezimmer seines

Arztes, am Stammtisch und im Supermarkt – und

versucht, mit den Menschen zu reden. „Wenn ich von

20 nur einen überzeugen kann, über eine Organspende

nachzudenken, macht mich das zufrieden“, sagt der

ehemalige kaufmännische Angestellte. Auch deshalb

erzählt er den Menschen immer wieder die Geschichte

seiner Tochter Maren. Sie fährt an einem Februarmorgen

mit ihrem Auto auf der Landstraße frontal in einen

anderen Wagen. Die 22-Jährige zieht sich beim Aufprall

Brüche und schwere innere Verletzungen zu; sie wird

mit dem Hubschrauber ins Evangelische Krankenhaus

Bielefeld geflogen. „Als ich meine Tochter in der Klinik

besuchte, sah sie aus, als ob sie schliefe“, erinnert sich

Reckhaus. Doch bald geht es Maren schlechter. Zwei Tage

nach dem Unfall sagen die Ärzte den entscheidenden

Satz: „Ihre Tochter ist hirntot.“ Was das heißt, darüber

hatte sich der Rentner aus Rheda-Wiedenbrück nie

„Maren sah aus, als ob sie schliefe. Es war

die schwerste Entscheidung in meinem

Leben. Aber ich würde es immer wieder

tun – und dafür setze ich mich auch ein.“

Gedanken gemacht. „Ich dachte, man stirbt, wenn das

Herz aufhört zu schlagen“, so Reckhaus. Doch Marens

Herz schlägt weiter, pumpt Sauerstoff und Medikamente

durch den Körper, ihr Brustkorb hebt und senkt sich

durch die Beatmungsmaschine.

Entscheidend ist der Hirntod

Das Herz schlägt, allein das Gehirn zeigt keinerlei Regung

mehr. „Beim Hirntod sind sämtliche Funktionen des

Gehirns erloschen“, erklärt Gwinner. Aus medizinischer

Sicht sei es damit unwiederbringlich geschädigt. Nur die

Maschinen halten diese Menschen am Leben. „Früher

erlitten vor allem junge Leute nach einem Unfall einen

Hirntod, heute sind es auch Ältere nach einem Herzin- >

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 15


GESUND

„Ich hatte mir kaum Chancen

auf eine Niere ausgerechnet“,

erinnert sich die ehemalige

Textilveredlerin Diana Rindt (37).

Jetzt packt sie schon mal Kisten,

denn sie wird endlich umziehen

können. „Während der Dialyse

war ich dafür viel zu schwach.“

farkt oder massiver Hirnblutung.“ Nachweis dafür ist die

Nulllinie beim Ableiten der Hirnströme – für die Mediziner

ein sicherer Hinweis auf den Tod. „Nachdem die Ärzte

mir erklärt hatten, dass es für Maren keine Chance mehr

gibt, habe ich der Spende zugestimmt“, sagt Reckhaus.

„Nie wieder Dialyse! Ich kann es heute

noch kaum fassen, welch riesiges Glück

ich hatte, eine Niere erhalten zu haben!“

Diana Rindt gehört zu den 1.789 glücklichen Patienten,

die im Jahr 2012 eine Spenderniere erhalten haben. Ein

stark erhöhter Blutdruck, der jahrelang unbemerkt geblieben

war, hatte die Nieren der heute 37-Jährigen völlig

zerstört. Ein Jahr nach der Diagnose, im Sommer 2010,

muss Rindt das erste Mal zur Blutwäsche; an drei Tagen

pro Woche entfernt über fünf Stunden eine Maschine die

Giftstoffe. Die Ärzte raten ihr, sich auf die Transplantationsliste

setzen zu lassen. Doch

Rindt zögert: „Ich hatte kein sehr

großes Vertrauen, wirklich ein

Spenderorgan zu erhalten“, erinnert

sie sich. Oft hätten ja auch

Patienten trotz Transplantation

wieder zur Dialyse gemusst, weil

sie das Organ abgestoßen hatten.

Zudem habe sie sich einfach

persönlich auch kaum Chancen

auf eine Niere ausgerechnet. Zu

Recht. „Die durchschnittliche

Wartezeit für eine Niere liegt hierzulande bei acht Jahren“,

weiß Transplantationsexperte Gwinner.

Top: ein Fullhouse-Organ

Doch Diana Rindt passiert das, woran sie nicht geglaubt

hat: Bereits im Juni 2012 kommt der erlösende Anruf; die

Bielefelderin hängt gerade mal wieder an der Dialyse. Ihr

Nephrologe überbringt ihr die freudige Nachricht. „Sie

hatten ein sogenanntes Fullhouse-Organ für mich gefunden.

Das bedeutet, in allen wichtigen Werten stimmten der

Spender und ich 100%ig überein“, so Rindt. „Mehr Glück

kann man nicht haben.“ Die Transplantation verläuft ohne

Probleme, ihre neue Spenderniere arbeitet sofort. Rindt darf

zwei Tage früher das Krankenhaus verlassen. Ihre Blutwerte

bessern sich rasch, statt einst 18 schluckt sie heute

nur noch 12 Pillen. „Und es werden immer weniger.“ Früher

war Rindt schnell erschöpft, heute kann die junge Frau wieder

lange Spaziergänge im Teutoburger Wald machen.----------

16 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Fragen & Antworten zur

Organspende

Zehntausende Patienten stehen auf den Organspendewartelisten.

Ein paar der damit verbundenen offenen Fragen und Unsicherheiten

versuchen wir hier zu klären ...

Warum bekomme ich Briefe von meiner Krankenkasse

zum Thema Organspende?

Die Krankenkassen sind angesichts der Änderung des

Transplantationsgesetzes im November 2012 ausdrücklich

dazu verpflichtet, ihre Versicherten ab 16 Jahren

regelmäßig über die Thematik der Organspende zu informieren

und ihre Spendenbereitschaft abzufragen.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Versicherten lediglich

zu einer Entscheidung motiviert. Eine getroffene

Entscheidung wird weder durch die Krankenkassen

noch durch die Versicherungsunternehmen erfasst. Es

gibt kein Register, in dem die Entscheidungen dokumentiert

werden. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt,

wichtig ist es, diese in einem Organspendeausweis festzuhalten.

Man spricht hierbei von der sogenannten Entscheidungslösung,

denn diese stellt den Versicherten frei,

auf das Schreiben der Krankenkassen zu reagieren.

Was hat sich noch geändert?

Nicht betroffen von der Novellierung sind die Voraussetzungen

für eine Organspende. Zwei Ärzte müssen unabhängig

voneinander den Hirntod des Verstorbenen festgestellt

haben. Zudem muss die Zustimmung vom Patienten

vorliegen oder müssen die Angehörigen nach seinem

mutmaßlichen Willen einer Organentnahme zustimmen.

Welche Organe können gespendet werden?

Neben Organen wie Herz, Lunge, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse

und Haut kann auch Gewebe transplantiert

werden. Am häufigsten sind das Hornhäute der Augen,

Gehörknöchelchen, Herzklappen und Blutgefäße (Venen

und Arterien), Hirnhaut, Knochen, Knorpel, Sehnen und

Amnion, ein Teil der Fruchtblase, die den Embryo im Mutterleib

umhüllt.

Können bestimmte Organe oder Gewebe von einer

Spende ausgeschlossen werden?

Ja, das steht direkt auf dem Organspendeausweis. Hier

hat man fünf verschiedene Wahlmöglichkeiten. So kann

der Organ- und Gewebespende generell zugestimmt

werden, einzelne Organe oder Gewebe können von

einer Spende ausgeschlossen werden oder nur bestimmte

Organe und Gewebe zur Spende zur Verfügung gestellt

werden. Letztlich kann die Organ- und Gewebespende

auch generell abgelehnt werden oder die Entscheidung

wird auf eine Vertrauensperson übertragen.

Bis zu welchem Alter kann ich Organe spenden?

Es gibt keine Altersgrenze für Organspender. Was zählt,

ist der Zustand der Organe. Dieser hängt nur bedingt vom

Lebensalter ab. Erst zum Zeitpunkt der Entnahme entscheiden

medizinische Voruntersuchungen, ob ein Organ

transplantiert werden kann.

Was passiert, wenn man seine Entscheidung zur

Organ- und Gewebespende ändert?

Die geänderte Entscheidung kann und sollte (!) in einem

neuen Spenderausweis deutlich dokumentiert werden.

Der alte Ausweis kann dann vernichtet werden. ----------------

NOCH MEHR INFORMATIONEN

Gebündelte Informationen rund um die Organspende

sind auf den folgenden Webseiten zu finden:

www.dso.de, www.bzga.de oder

www.organspende-info.de.

Außerdem unter: www.bkkgs.de/organspende.

Wir sind auch gerne persönlich für Sie da unter

folgender Telefonnummer: 0800 0 255 255.

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 17


ERNÄHRUNG

Sommerküchen-Must

Lady in Red

Allein für dieses Mitbringsel hat es sich gelohnt, dass Christoph Kolumbus

die Neue Welt entdeckte. Denn die Früchte des Strauches, den er Ende

des 15. Jahrhunderts Europas Gärtnern als Zierpflanze ans Herz legte, waren

ungefähr so verführerisch wie der Apfel, mit dem Eva sich und ihren Adam aus

dem Paradies katapultierte. Vielleicht rühren daher die poetischen Namen,

die unsere europäischen Nachbarn dem geheimnisvollen Nachtschattengewächs

gaben: Einmal der leuchtend roten Versuchung erlegen, war aus der

Tomatl in Italien schnell der Pomodoro geworden, ein Goldapfel,

speicherte er doch offenbar Sonne pur und toppt mit säuerlicher Süße

bis heute jede kulinarische Raffi nesse. Und wenn der Österreicher vom

Paradeiser spricht, dann meint er nicht die in jahrelangen Schönheitsoperationen

oberfl ächenoptimierte, aber geschmacklose Formtomate, die

zum Glück vom Aussterben bedroht ist. Nein, es ist eine Liebeserklärung

an jene aromatische Urgewalt, die in dicken oder dünnen,

glatten oder gefurchten, langen oder runden und neben roten auch in

gelben, schwarzen oder gestreiften Prachtexemplaren stecken kann.

18 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


1 Klitzekleine Kullerkerle ...

... brauchen sich in Sachen Gesundheit und Aroma nicht hinter dicken

Dingern zu verstecken. Oft sind Kirsch- oder Datteltomaten süßer und

saftiger als ihre großen Verwandten wie Fleisch- oder Strauchtomaten.

Mit nur 17 Kalorien pro 100 g bunkern sie jede Menge Vitamine, Spurenelemente

und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor, Vitamin

A und C. Ihr Pflanzenfarbstoff Lycopin soll sogar Krebs vorbeugen.

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 19


ERNÄHRUNG

2 Kugelrund und kunterbunt

Im Fall der Tomate ist die Liebe nicht nur rot – sie kann gelb sein oder lila, orange, schwarz

oder grün. Was für optische wie geschmackliche Abwechslung sorgt. Grüne Tomaten

sind spezielle Sorten, die auch ausgereift nicht rot werden. Unreif geerntete Früchte

sind hingegen mit Vorsicht zu genießen, da sie das giftige Alkaloid Solanin enthalten. Das

steckt übrigens auch im „Bauchnabel“ roter Tomaten, der deshalb entfernt werden soll.

20 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


3 Sämig sanfte Sensation

Das soll ihnen erst mal einer nachmachen:

Flaschen- oder Fleischtomaten sind oft

nur wenig saftig, schmecken aber dennoch

wunderbar frisch nach Sommer. Und sind

mehliges Bindemittel für herrlich samtige

Suppen und anschmiegsame Dips.

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 21


ERNÄHRUNG

Fotos: Klaus Arras

1 | Tomaten-Ziegenkäse-Timbale

Zutaten für 4 Personen:

5 Blatt weiße Gelatine, 1 Knoblauchzehe,

150 Ziegenfrischkäse, 100 g Schmand,

1 Biolimette, Salz, Pfeffer, 4 Kirschtomaten,

1 kleine Zwiebel, 3 EL Olivenöl, 250 g

passierte Tomaten, 2 Zweige Majoran,

1 TL Zucker, 40 g Rauke, 1 EL Balsamessig

Gelatine einweichen. Knoblauch fein hacken,

mit Ziegenkäse, Schmand und Limettenabrieb

verrühren. Saft der Limette leicht erwärmen,

2 Blatt Gelatine darin aufl ösen, 2 EL Frischkäse

unterrühren. Masse in die restliche Creme

rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken, in

Förmchen füllen. Kirschtomaten vierteln, mittig

in die Creme drücken, kalt stellen. Zwiebel

hacken, in 1 EL Olivenöl glasig dünsten, Tomaten

zugeben. Gehackte Majoranblättchen

zugeben, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen,

5 Min. einköcheln lassen. Topf vom Herd

ziehen. Restliche Gelatine darin aufl ösen,

abkühlen lassen, in die Förmchen schichten.

Im Kühlschrank fest werden lassen. Rauke

putzen, zerrupfen. Öl mit Essig verrühren,

salzen und pfeffern, Rauke damit beträufeln.

Salat mit den Timbales servieren.

i 240 kcal; Fett: 18,5 g/Portion

4 Kerle mit Charakter

Getrocknete Tomaten sind das ultimative Sonnendepot:

saft-, aber ganz und gar nicht kraftlos und

mit ausgesprochen individuellem Charakter.

2 | Gebackener Ziegenkäse

auf Tomatencarpaccio

Zutaten für 4 Personen:

30 g Pinienkerne, 600 g schwarze und rote

Tomaten, 2 Lauchzwiebeln, Salz, Pfeffer,

4 Scheiben Ziegenkäserolle (à ca. 100 g),

2 Zweige Rosmarin, 2 TL dunkler Waldblütenhonig,

2 EL Balsamessig

Pinienkerne ohne Fett hellbraun rösten, abkühlen

lassen. Tomaten in feine Scheiben

schneiden. Dachziegelförmig auf einer Platte

anrichten. Lauchzwiebeln schräg in feine

Ringe schneiden, mit den Pinienkernen über

die Tomaten streuen, salzen und pfeffern.

Käse nebeneinander in eine Aufl aufform setzen,

mit Pfeffer und Rosmarinnadeln bestreuen,

mit Honig beträufeln. Im vorgeheizten

Backofen bei 200 °C 7 Minuten backen. Ziegenkäse

auf das Carpaccio setzen, mit Essig

beträufeln.

i 400 kcal; Fett: 30 g/Portion

3 | Gazpacho

Zutaten für 4 Personen:

1 EL Apfelessig, 1 Brötchen vom Vortag,

1 kg reife Flaschentomaten, 1 Gurke, 1 rote

Zwiebel, 1 gelbe Paprika, 1 Lauchzwiebel,

2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, Zucker,

3 Scheiben Toastbrot, 2 EL Olivenöl

Essig mit 50 ml Wasser mischen, Brötchen darin

einweichen. Tomaten überbrühen, häuten,

grob würfeln. Gurke und rote Zwiebel schälen,

Paprika entkernen. Je ein Viertel fein würfeln,

beiseitestellen. Rest grob zerschneiden.

Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden. Mit

dem Gemüse mischen, kühl stellen. Lauchzwiebelweiß

grob zerschneiden, mit übrigem

Gemüse, Tomaten und eingeweichtem Brötchen

fein pürieren. Knoblauch schälen, dazupressen.

Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Gazpacho gut durchkühlen lassen.

Toast entrinden, fein würfeln. Kurz vor

dem Servieren im heißen Öl knusprig braten.

Kalte Suppe in Schälchen füllen, mit Brot- und

Gemüsewürfeln anrichten.

i 200 kcal, Fett: Fett: 5 g/Portion

4 | Tomatenmuffins

Zutaten für 4 Portionen:

6 getrocknete Tomaten in Öl, 80 g Feta, 1 grüne

Paprika, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblauchzehe,

3 Zweige Oregano, 250 g Mehl, 1 TL

Backpulver, Salz, 1 Ei, 50 ml Olivenöl, 150 ml

Buttermilch, 200 ml passierte Tomaten

Tomaten abtropfen lassen, mit Feta fein würfeln,

beiseitestellen. Paprika entkernen, Fruchtfleisch

würfeln. Zwiebel und Knoblauch hacken.

Mehl, Backpulver und 1 TL Salz mischen, Gemüse

und Oreganoblättchen unterheben. Ei,

Olivenöl, Buttermilch und passierte Tomaten

verquirlen, kurz unter die Gemüsemischung heben.

Papierbackförmchen in die Mulden eines

Muffi nblechs setzen, zur Hälfte mit Teig füllen.

Feta und Tomatenwürfel in die Mitte der Muffins

geben, mit übrigem Teig bedecken. Muffins

im vorgeheizten Backofen bei 200 °C 40–50

Min. backen, bis sie leicht gebräunt sind. Aus

den Förmchen lösen. Heiß oder kalt servieren.

i 150 kcal; Fett 5,1 g/Stück

TOMATENWISSEN

Aufbewahrung

• Tomaten nie in der Nähe von

anderem Obst oder Gemüse lagern,

da sie – wie Äpfel übrigens auch –

Ethylen abgeben, was die Nachbarn

vorschnell reifen lässt.

• Noch unreife Tomaten mit dem

Stielansatz nach oben aufs Fensterbrett

legen, das lässt sie komplett

nachreifen. Ein Besuch im

Kühlschrank dagegen stoppt den

Reifungsprozess sofort.

Zubereitung

• Um Tomaten glatt schneiden zu

können, immer ein Messer mit

Wellenschliff verwenden.

• Um Tomaten zu häuten, schneidet

man die Frucht an der Oberseite

kreuzförmig ein, bevor man

sie ca. eine Minute in siedendes

Wasser taucht. Danach lässt sich

die Haut einfach abziehen.

Basislektüre

Alles über tolle

Tomaten, dazu

unsere und mehr

Rezepte: „Das Tomatenbuch“,

edel Verlag,

24,95 Euro

22 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13

einfach mittelschwer anspruchsvoll


SPEZIAL

THEMENSPEZIAL:

Es wird geteilt!

Lasst uns teilen! Endlich mal ein Trend, der wirklich Sinn macht und hoffentlich

mehr als nur eine schnelle Modeerscheinung ist Hans im Glückstausch Vom

Kugelschreiber zum Auto – so tauscht man sich reich Am Anfang steht das Ich

Wann und wie lernen wir teilen? Kolumne Fürs gute Gewissen: Shoppingstopp

Foto: getty images

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 23


SPEZIAL

Lasst uns teilen!

Revolution oder Modeerscheinung? Teilen und Tauschen ist

in jedem Fall ein Trend, hinter dem mehr steckt als nur Fun!

------------ Text Barbara Lang

Die Idee ist alles andere als neu. Menschen haben

schon immer geteilt und getauscht – seit jeher. Die gemeinschaftliche

Nutzung von Gütern ist älter als die

Erfindung des Geldes. Doch nun wird das Teilen und

Tauschen wie eine alte Tradition entstaubt und neu vitalisiert.

Denn diese uralte religiöse Tugend, diese praktische

Sozialkultur ist vielen von uns abhandengekommen

oder zumindest in Vergessenheit geraten. In den

Jahrzehnten des Wirtschaftswachstums, der Globalisierung,

der Virtualisierung waren Kaufen und Besitzen

vorzeigbare Werte: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot.“

Wer teilte oder tauschte, hatte es nötig, war ein armer

Schlucker oder von der Kirche oder Wohlfahrtsverbänden.

Darüber hinaus hielten sich, allenfalls Studenten

vorbehalten, noch ein paar Mitfahr- und Mitwohnzentralen,

die gute alte WG und das gelegentliche Trampen wie

nostalgische Relikte aus einer fernen Zeit. Doch sie waren

Übergangslösungen, Provisorien, manchmal regelrechte

Zwangsgemeinschaften auf einem Weg ins echte, eigene

Leben, mit der anvisierten klaren Abgrenzung zwischen

Mein und Dein.

Der neue Trend kultiviert das Unser

„Collaborative Consumption“ lautet das dazugehörige

Zauberwort in Neudeutsch. Schöner: gemeinschaftlicher

Konsum. Und der hat das Zeug zu einem ganz neuen

Lebensenwurf, ja, zu einer echten Revolution! Denn immer

mehr Menschen haben die Nase voll vom Mehr-Haben,

Mehr-Ansammeln, Mehr-Wegwerfen und abermals

Mehr-Kaufen. Sie wollen nachhaltig und verantwortungsvoller

mit den Ressourcen dieser Welt umgehen. Und: Sie

sehen es nicht mehr ein, viel Geld für Geräte auszugeben,

deren Lebensdauer vom Hersteller so gemacht ist, dass

sie früher kaputtgehen, deren Akkus nicht austauschbar

24 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


oder Ersatzteile nicht erhältlich sind. Wertarbeit? Fehlanzeige!

Reparatur? Lohnt nicht! Diese Schraube des exzessiven

Konsums dreht sich nun schon seit Jahrzehnten

nach oben. Aber es scheint, als wären wir am Endpunkt

angekommen: Mehr geht nicht mehr! Und der Überfluss

Leihbücherei und Mitfahrzentrale gibt’s

schon lange – doch das hier ist anders!

wird für viele zum Überdruss. Dass die „Sharing Economy“

unsere Wirtschaft ins Wanken bringen könnte,

befürchten Experten nicht. Die großen Konzerne sind

längst auf den nachhaltigen Zug aufgesprungen, nehmen

gebrauchte Ware zurück oder geben Neuware gegen Leihgebühr

ab (zum Beispiel beim Carsharing).

Schnell getauscht

Dank Internet und Smartphone sind moderne Tauschund

Leihaktionen schnell und grenzenlos möglich. Aus

dem Mitteilungsbedürfnis auf Facebook & Co. wurde

ein Miteinander-teilen-Bedürfnis auf food-sharing.de,

kleiderkreisel.de, leihdirwas.de oder der kostenlosen

iPhone-App „Why Own It“. Da wird bei swapstyle.com

schnell mal das World Wide Web zur World Wide Wardrobe

umgemünzt. Da kann man unter parkatmyhouse.

com eine begehrte Parklücke in London buchen oder über

airbnb.com eine private Übernachtungsmöglichkeit in

aller Welt. Wer lieber gemeinschaftlich gärtnert, wird auf

landshare.org fündig oder leiht bei meine-ernte.de eine

Ackerparzelle nebst fachlicher Gärtnerberatung. Und

ganz nebenbei kommt die anonyme Virtualwelt von >

Heute teilt man übrig gebliebenes Essen (zum

Beispiel vor der Urlaubsfahrt) oder verscherbelt

online seine nicht mehr passenden Klamotten.

Und auch große Stadtgärten werden

zusammen bepflanzt und gemeinsam geerntet.

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 25


SPEZIAL

Teilen&Tauschen: aus

der Not geboren und jetzt

zum Trend erkoren

Fotos: fotolia (6), iStockimages (2)

einst zurück ins reale Leben. Webkontakte remutieren

zu echten Menschen, die am anderen Ende der Stadt oder

der Welt etwas zu bieten haben. Nicht selten lernt man

sich beim Tauschen und Teilen persönlich kennen – ein

schöner und nicht zu unterschätzender Nebeneffekt.

Das Zeitkonto als Tauschwährung

Es ist eine soziale Bewegung, die gerade in Krisenzeiten

den Wert von Geld und Besitz zu Recht infrage stellt und

eine neue Kultur des Gebens, Nehmens und vor allem des

Vertrauens etabliert. Angestrebt ist das faire Miteinander!

Ich besitze etwas, was du brauchst? Ich kann etwas,

das dir weiterhilft? Was kannst du mir dafür bieten? Auf

diesem Markt zählen Talente und Kenntnisse mindestens

genauso viel wie Geld und Waren. Ein beruhigendes Gefühl

in einer Welt, in der Lebens- und Arbeitserfahrung

sonst kaum noch gefragt sind! Und ein weiteres wertvolles,

aber längst verschmähtes Gut erlebt beispielsweise

mit den neuen regionalen Tauschringen ein Revival:

die Zeit. Als geldlose Währung wird sie Teilnehmern –

unter ihnen auch Kleinunternehmer – gutgeschrieben.

Nach dem Motto „Toaster reparieren gegen Babysitting“

verrechnet man Dienstleistungen à la Nachbarschaftshilfe

nach Stunden. Senioren können auf diese Weise sogar ein

Zeitkonto als Altersvorsorge anlegen, auf das sie dann zurückgreifen,

wenn sie hilfsbedürftig werden. Mittlerweile

18- bis 24-jährige Konsumenten heißen

„Millennials“. Sie shoppen heute nachhaltig,

denn sie leiden unter den Folgen der

Zügellosigkeit voriger Generationen

wurde das „soziale Einkaufen“ in Supermärkten etabliert:

Dabei kaufen die Kunden für Arme mit ein und lassen dies

über Kirchenorganisationen an Bedürftige verteilen. Im

klammen Griechenland boomen solche Tauschnetzwerke

längst – wenn der Staat nicht mehr hilft und auffängt,

müssen das die Mitmenschen wieder tun ... Es gibt sicher

weitaus schlechtere Trends, die globale Gesellschaften

und Krisen hervorgebracht haben! ----------------------------------------

26 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Clever tauschen: vom Kuli

über Türgriffe zum Auto ...

Hans im Glückstausch

Kann Tauschen reich machen? Mindestens drei Jungs würden

die Frage mit Ja beantworten: Hans, Kyle und Max haben sich

reich getauscht – jeder auf seine Weise!

------------ Text Barbara Lang

Reichtum ist wie Glück relativ. Wir alle wissen – auch

wenn wir das gelegentlich vergessen –, dass Geld und

Besitz nicht glücklich machen. Zumindest nicht automatisch.

Im Märchen führt uns der glückliche Hans dies

drastisch vor Augen: Er scheint ein glücklicher Mann zu

sein, weil er einen großen Klumpen Gold besitzt. Doch

wird ihm der Reichtum mit der Zeit zur Last, das Tragen

beschwerlich, und Hans tauscht das Gold unterwegs gegen

ein flottes Pferd ein, das ihn geschwind davonträgt.

Als ihn das Pferd abwirft, verliert es in seinen Augen

seine Attraktivität und er tauscht es gegen eine gemächliche

Kuh. Und so hangelt sich Hans von einem Gut zum

anderen, bis er am Ende gar nichts mehr hat. Dennoch

erscheint jeder Handel ihm als eine Verbesserung.

Tauschen Sie sich reich

Diesen fast schon anarchischen Gedanken trieb 2005 der

26-jährige Kanadier Kyle McDonald auf die Spitze. Sein

Ziel: durch ehrliche, aber geschickte Tauschgeschäfte

von der Büroklammer zum Eigenheim zu kommen! Mit

Internetpräsenz und großer medialer Aufmerksamkeit

gelang das dreiste Unternehmen innnerhalb eines Jahres.

Lediglich 14 Tauschgeschäfte waren nötig: vom Stift zum

Türknauf, Campingkocher, Stromgenerator, Motorschlitten,

Lastwagen und so weiter. Sogar ein Plattenvertrag,

ein Tag mit Alice Cooper und eine Rolle in einem Film waren

Zwischenstationen auf dem Weg zum schnuckeligen,

eigenen Häuschen in einem kleinen kanadischen Dorf!

Der Tauschtraum vom Auto

Von Kyle inspiriert, versuchte auch ein junger deutscher

Student, sich seinen Traum zu ertauschen. Unter dem

Motto „Von der Karte zur Karre“ startete er 2007 sein

Projekt, an dessen Anfang eine Autogrammkarte und

am Ende ein eigenes Auto stehen sollte. Allen Unkenrufen

zum Trotz hatte Max Raschke nach nur 220 Tagen

sein Ziel erreicht: ein schwarz-silbernes Opel Ascona

Cabrio mit 86.000 gefahrenen Kilometern. Nicht gerade

ein Neuwagen, aber Max war eine Zeit lang der vielleicht

glücklichste Mensch unter der Sonne! ---------------------------------

Fotos: fotolia (4), iStockphoto (2)

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 27


SPEZIAL

Am Anfang

steht das Ich

Erst wenn das Ego ausführlich entdeckt und befriedigt

wurde, nehmen wir den anderen wahr und teilen ...

------------ Text Lara Buck

28 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Gefühl und Gehirn – das Dreamteam:

Erbanlagen, Erziehung, Empathie und

Hirnleistung – es müssen mehrere Faktoren stimmen,

damit aus einem kleinen, zunächst Ich-konzentrierten

Kind ein sozial und gerecht handelnder

Mensch wird. Vor allem muss das Kind Zeit, Raum

und Verständnis bekommen, um sich altersgemäß

entwickeln zu können. Positive Vorbilder und

Erfahrungen, die das Kind für Gemeinsamkeiten

begeistern, fördern das Sozialverhalten enorm!

Erst ich, dann du: Vor dem Teilen steht das

Haben. Heißt: Ehe ein Kleinkind die soziale Fähigkeit

des Teilens entwickeln kann, muss es erst einmal

das Besitzen kennenlernen. Dies beginnt ganz

allmählich mit der Beschäftigung. Egal ob teures

Spielzeug oder leere Cremedose – anfangs ist

alles wichtig und wertvoll. Das Kleinkind empfindet

„meins“ zunächst als „ich“: Die Schaufel ist wie die

gefühlte Verlängerung der Hand. Klar, dass man da

einen Teil seiner selbst nicht gerne abgibt!

Freude am Zusammengehören:

Experten wissen, dass der neue Teilen-und-

Tauschen-Trend ein starkes Bedürfnis in uns

befriedigt: nämlich Teil einer Gemeinschaft zu

sein. Denn beim Gefühl, ausgeschlossen zu sein,

regen sich in unserem Gehirn dieselben Areale wie

bei körperlichem Schmerz. Häufig trat der Konsum

als Ersatzbefriedigung an diese Stelle. Doch

Beziehungen und Gemeinsamkeiten machen uns

glücklicher und gesünder.

Mitgefühl vorausgesetzt: Ein Kleinkind

wird erst freiwillig teilen, wenn es Empathie empfinden

kann – also etwa ab drei, vier Jahren. Dann

beginnt das Kind erstmals, zu bemerken und mitzufühlen,

wenn jemand traurig ist oder sich freut.

Soziales Verständnis und Verhalten erweitern sich

schrittweise – vor allem wenn Kinder ihre Selbstwirksamkeit

spüren: „Gebe ich ein Gummibärchen

ab, freut sich Max!“

Tierischer Trend: Der Teilen-Trend macht

auch vor der Affenwelt nicht halt: Erst kürzlich

bewiesen Bonobo-Affen aus dem Kongo geradezu

altruistische Züge in einem Experiment: Obwohl

sie ihr Essen auch allein verspeisen konnten,

öffneten 9 von 14 beobachteten Tieren ihrem

fremden Affennachbarn die Tür, um das Futter zu

teilen. Der neue „Mitesser“ lud daraufhin oft den

dritten Affen zum gemeinsamen Mahl ein.

Fotos: getty images

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 29


SPEZIAL

30 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Ich kauf nicht mehr

Sharing ist das neue Shopping: Es ist genauso befriedigend, aber

um einiges besser fürs Gewissen und den Geldbeutel!

------------ Text Barbara Lang Illustration Christian Barthold

Es hat einige Zeit gedauert. Das gebe ich zu. Denn wie

fast alle Frauen liebe ich das Einkaufen: Schöne Dinge,

nutzlose Dinge, dekorative Dinge, sinnvolle Dinge – ich

gönne sie mir gerne und freue mich an ihnen. Oder soll

ich sagen: freute? Denn seit einiger Zeit kann ich Shoppingtouren

nicht mehr wirklich genießen. Das Vertrauen

ist futsch! Neuerdings prüfe ich nahezu jede Ware mit den

Sinnen eines Polizeispürhundes: Ich schnüffele an jedem

Kleidungsstück, ich suche mit Argusaugen unter jeder

Tomatenverpackung nach Schimmel, ich lese die kleinstgedruckten

Zutatenlisten und gehe in Hab-acht-Stellung,

wenn „China“ oder „Bangladesh“ auf einem Etikett steht.

Größere Anschaffungen tätige ich kaum mehr, ohne vorher

einen Warentest oder mehrere Kundenbewertungen gelesen

zu haben. Ich vergleiche Internetpreise mit denen von Einzelhändlern

und trage oder schicke alles Mögliche wieder zurück,

wenn es sich als Schrott entpuppt.

Shoppen war schon mal lustiger!

Aber man hat es mir vermiest. Ich fühle mich, als hätte

ich mich überfressen und mir mit billiger Schokolade den

Magen verdorben. Ich muss Ballast abwerfen! Nicht gerade

eine Nulldiät – das endet nur im altbekannten Jo-Jo-Effekt.

Aber ein gesundes Konsum-Slimming, bei dem ich Geld und

schlechtes Gewissen spare und trotzdem hie und da etwas

Schönes genießen darf. Ohnehin gibt es nur noch einen Ort,

an dem mein Gehirn ein günstiges Schnäppchen noch mit

der vollen Dopamindosis belohnt, weil es weiß, dass der

Billigpreis nicht auf Ausbeutung und miesem Material beruht:

der Flohmarkt. Nachhaltig und originell. Flohmarkt

und ich haben schon immer gut zusammengepasst. Deshalb

bin ich jetzt auch neugierig auf seine jüngeren Brüder und

Schwestern: Swap-Markets und Sharing-Projekte – ich hab

richtig Lust darauf, sie alle kennenzulernen! Als letztes

von vier Kindern wurde mir das Teilen und Tauschen in

die Wiege gelegt. Wir waren schon im Vorschulalter Meister

darin, unser Hab und Gut innerhalb der Kinderzimmer zu

verchecken: „Meinen Vierfarbkuli gegen dein FC-Bayern-

Halstuch.“ Auch später habe ich gute Erfahrungen gemacht

mit Leihbüchereien, Carsharing und gemeinsamen Ferienhäusern.

Warum also nicht auch Essen abgeben, Garten und

Werkzeug teilen? Die fette Haben-wollen-Orgie der letzten

Jahrzehnte ist vorbei! Zeit für etwas gesunde Bescheidenheit.

Spaß muss dabei ja nicht fehlen! Ich werde mit einer

Swap-Party in meinem Wohnzimmer beginnen: Mir fallen

spontan ein paar begehrenswerte Teile von Freundinnen

ein, die die nie tragen! Amüsanter, als in der Fußgängerzone

nach ungiftigen Kleidern zu schnüffeln ... ------------------------------

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 31


FITNESS

Wassermarsch

Kaum eine Sportart macht so fit und ist gleichzeitig

so schonend für den Körper wie Aquagymnastik!

Die vielen Vorteile und Einsatzgebiete lesen Sie hier

------------ Text Philipp Radtke

Auf zum

Ganz schön effektiv

Die meisten Übungen der Aquagymnastik fi nden im brusttiefen Wasser statt.

Sie können ohne Hilfsmittel ausgeführt und durch die Zuhilfenahme diverser Geräte

noch intensiviert werden. Vor allem mit dem Auftrieb und Wasserwiderstand von

Schaumstoffteilen wird gearbeitet. Moderne Wassergymnastik beinhaltet

Elemente aus dem Aerobic- und Pilatesbereich.

Abwechslungsreiches Training für alle

Spezielle Kurse bieten zum Beispiel Aqua-Zumba (ein Herz-Kreislauf-Training mit lateinamerikanischen

Tanzelementen) oder gar Aqua-Cycling an. Hierbei stehen Spinningräder einfach im Becken. Die

Zeiten, in denen Aquagymnastik nur für Senioren angeboten wurde, sind längst vorbei. Ein und

dieselbe Trainingsstunde kann von Teilnehmern verschiedenster Fitnesslevels

besucht werden.

Das perfekte Reha-Training

Gerade nach Verletzungen oder Operationen ist Aquagymnastik der ideale Einstieg ins

Training: Der Auftrieb im Wasser reduziert die Belastung der Gelenke, Sehnen und Muskeln, man

ist schlichtweg leichter. So wird der Bewegungsapparat schonend auf die Belastungen

vorbereitet, die ihn „an Land“ wieder erwarten, zudem ist die Gefahr

des Stürzens gebannt.

Spaß durch schnelle Fortschritte

Wer einmal einige Aquafi tness-Stunden im Fitnessstudio oder dem örtlichen Schwimmbad

besucht hat, kann die Übungen bald auch selbstständig durchführen und ist dann auf keine

speziellen Termine mehr angewiesen. Schon sehr bald wird sich dann eine

Verbesserung der Kondition, aber auch der Koordination und

des Gleichgewichts

Fotos: alamy

Einfach fit bleiben

In beinahe jedem öffentlichen Schwimmbad werden Kurse für Aquagymnastik angeboten.

Außer Badebekleidung braucht man keinerlei Sportausrüstung, alle notwendigen Utensilien werden

gestellt, es gibt also keine Ausreden! Der Trainer führt die leicht verständlichen Übungen

vor und das Training in der Gruppe macht Spaß und motiviert.

32 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


NUTZEN SIE UNSERE ANGEBOTE!

Haben Sie Lust auf Aqua-Fitness bekommen? Dann

gehen Sie jetzt auf Gesundheitskurs-Suche unter

www.bkkgs.de/gesundheitskurs-suche. Dort finden

Sie über 30.000 Angebote, auch zu den Themen

Ernährung, Stressreduktion und Suchtprophylaxe. Die

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER übernimmt die

Kosten für zwei verschiedene Kurse (bis zu 100 Euro

je Kurs und Handlungsfeld im Jahr).

GESUNDHEITSJOURNAL 02|13 33


Rätseln & gewinnen

Im Sommer essen wir sie besonders gern. Doch wie viel wissen Sie über Tomaten?

Mit Know-how und etwas Glück gewinnen Sie ein Victorinox-Tomatenmesser-Set!

Warum wird im Flugzeug so

1. gern Tomatensaft getrunken?

A) Aufgrund des Niederdrucks und der

trockenen Luft an Bord. Das lässt das

Aroma von Tomaten fruchtig-würzig für

uns schmecken

T) Aufgrund des oft leeren Magens, denn

der dickfl üssige Tomatensaft schmeckt

fast wie eine Mahlzeit

J) Psychologisch erinnert uns die Tomate

an den warmen Süden, speziell dann,

wenn wir im Flugzeug sitzen

2. Warum nennen die Italiener die Tomate Pomodoro?

I) Die vielen „o“ erinnern an die runde Form der Tomate

U) Weil die Tomaten 1498 bei ihrem Import einst kleiner und gelbschalig

waren und „Pomodoro“ übersetzt „Goldapfel“ heißt

Ü) Das lag daran, dass die Tomate der Kartoffel (Patate) sehr

ähnelte

Welche der folgenden

3. Namen beschreibt keine

Tomatensorte?

D) Bloody Butcher

O) Elberta Girl

R) Augusta

Die Tomate ist ein

4. Nachtschattengewächs,

genau wie

O) die Aubergine

H) der Rettich

P) der grüne Spargel

5. Was bedeutet Ausgeizen einer Tomatenpflanze?

Z) Man entfernt die Tomatensamen, damit man eine ungekörnte

Sauce kochen kann

R) Man entfernt junge Seitentriebe, damit die Pfl anze

nicht in die Breite wächst

E) Das professionelle Entfernen des Tomatenstrunks

6.

In welchem dieser

Rezepte finden sich

keine Tomaten?

L) Insalata Caprese

E) Schakschuka

A) Tom Collins

Fotos: fotolia

GEWINN! 8 Victorinox-Tomatenmesser-Sets

Auf das richtige Messer kommt es an! Bei

Tomaten muss es scharf und geriffelt sein. Diese

Victorinox-Messer benutzen Chefköche und

Anfänger gleichermaßen! Die Härte der Klinge

und der lasergetestete Schnittwinkel garantieren

eine hohe Schnitthaltigkeit. Jetzt können

Sie eines von acht Tomaten-messersets von

Victorinox gewinnen! Senden Sie uns obiges

Lösungswort unter dem Stichwort „Tomate“

an journal@bkkgs.de, per Fax an 0521 5228-

63788 oder per Postkarte an

BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER, Winterstraße

49, 33649 Bielefeld.

Einsendeschluss: 19.7.2013

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der BKK GILDEMEISTER

SEIDENSTICKER, des Verlags und des Gewinnsponsors sowie deren Angehörige

können nicht teilnehmen. Die Gewinne sind von Kooperationspartnern

gesponsert und somit nicht aus Mitgliederbeiträgen finanziert.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner der letzten Ausgabe!

Je ein Kakerlakak-Spiel bekamen: Inga H., Brakel; Georg P., Schloß

Holte-Stukenbrock; Sarah F., Stolpe; Brigitte P., Ennigerloh; Thomas

N., Enger. Über 3 E-Book-Reader freuen sich: Stephanie K., Leipzig;

Andrea L., Lengerich; Claudia Sch., Murrhardt

Lösungswort:

1 2 3 4 5 6

Das Lösungswort der letzten Ausgabe lautete: Osterfeuer

IMPRESSUM

Herausgeber BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER

Winterstraße 49 • 33649 Bielefeld • Tel.: 08000 255 255

E-Mail: journal@bkkgs.de • Internet: www.bkkgs.de

Objektleitung/Organisation Susanne te Kaat, Cornelia Moss

Auflage 106.500 Exemplare

Verlag PMI PUBLISHING

Hanns-Seidel-Platz 5 • 81737 München • www.pmi-publishing.de

Verlagsleitung Stefan Endrös, Gerd Giesler, Christian Schwalbach

Redaktionsleitung Kristina Salaba

Artdirektion Frank Krüger

G r a fi k Bernhard Biehler

Autoren Lara Buck, Claudia Götz, Constanze Löffler, Sarah

Kellner, Barbara Lang, Barbara Schulz, Phil Radtke

Schlusskorrektur Norbert Misch-Kunert, Nicole Grinzinger

Bildredaktion Carolin Ludwigs

Produktion Birgit Scholz

Reproduktion PMI Publishing Verlag GmbH & Co. KG, München

Druck KKF Verlag, Altötting

34 GESUNDHEITSJOURNAL 02|13


Für Freunde und die,

die es werden wollen.

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Gesundheit ist:

eine gute Nachricht!

Kein Zusatz-

beitrag bis 2014

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