Offenlegungsbericht 2012 - IBB - Internationales Bankhaus ...

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Offenlegungsbericht 2012 - IBB - Internationales Bankhaus ...

Offenlegungsbericht 2012

IBB – Ihre persönliche Privatbank


Inhalt

Konsolidierungskreis und Struktur der Gruppe .................................................................................................................... 4

Beschreibung Risikomanagement ........................................................................................................................................... 4

Eigenmittel .................................................................................................................................................................................... 6

Adressenausfallrisiko .................................................................................................................................................................. 8

Marktrisiko .................................................................................................................................................................................. 13

Operationelles Risiko ................................................................................................................................................................ 13

Beteiligungen im Anlagebuch ................................................................................................................................................ 14

Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch ..................................................................................................................................... 15

Verbriefungen ............................................................................................................................................................................. 16

Kreditrisikominderungstechniken .......................................................................................................................................... 16

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Konsolidierungskreis und Struktur der Gruppe

Die Internationales Bankhaus Bodensee AG (IBB AG) ist ein in Deutschland zugelassenes Kreditinstitut mit

Hauptsitz in Friedrichshafen und unterliegt der Solvabilitätsverordnung (SolvV). Die Würth Finanz-

Beteiligungs-GmbH ist eine Finanz-Holding-Gesellschaft gemäß § 1 Abs. 3a KWG. Gemeinsam mit der

IBB AG stellt sie somit eine Finanzholdinggruppe gemäß § 10a Abs. 3 KWG dar. Weitere

konsolidierungspflichtige Unternehmen bestehen nicht. Die Würth Finanz-Beteiligungs-GmbH hat für die

IBB AG den alleinigen Geschäftszweck einer Muttergesellschaft gemäß § 1 Abs. 7a KWG. Vor diesem

Hintergrund wurden im Rahmen der jährlichen Risikoinventur keine wesentlichen Risiken bei der Würth

Finanz-Beteiligungs-GmbH identifiziert. Die Offenlegung von Risiken erfolgt auf Einzelinstitutsebene, da

keine aufsichtsrechtliche und handelsrechtliche Konsolidierung erfolgt. Eine mit der Finanzholding-Gruppe

zusammengefasste Meldung erfolgt lediglich für die Eigenmittel.

Der Umfang des Risikomanagements und die Art der verwendeten Risikomanagement-Methoden der IBB AG

werden daher auf Einzelinstitutsebene beschränkt. Sofern sich zukünftig Gegenteiliges ergeben sollte,

werden der Umfang des Risikomanagements sowie die verwendeten Risikomanagement-Methoden auf

Gruppenebene erweitert. Dies wird mindestens jährlich und anlassbezogen im Rahmen einer Risikoinventur

geprüft.

Die Beteiligung der Würth Finanz-Beteiligungs-GmbH an der IBB AG betrug zum 31.12.2012 90,00 %.

Die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG ist zu diesem Stichtag mit 10,00 % an der IBB AG

beteiligt.

Beschreibung Risikomanagement

Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems orientiert sich an der festgelegten Geschäfts- und

Risikostrategie. Für die Ausarbeitung dieser Strategien ist der Gesamtvorstand verantwortlich. In der

Geschäfts- und Risikostrategie werden Unternehmensziele und Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen

Unternehmenserfolgs sowie das Grundverständnis der Bank zu wesentlichen geschäftspolitischen Fragen

dargestellt. Die Risikostrategie ist Bestandteil der Geschäftsstrategie und legt in Übereinstimmung mit den

gesetzlichen und bankaufsichtsrechtlich zu beachtenden Anforderungen den grundsätzlichen Umgang mit

Risiken der Bank fest.

Der Risikomanagementprozess umfasst die Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Kommunikation

sowie die Steuerung der Risiken. Ausgehend von der strategischen Geschäftsausrichtung legt der Vorstand

die risikopolitischen Grundsätze fest, die zusammen mit der Risikolimitierungsstruktur in der Geschäfts- und

Risikostrategie verankert sind.

Die Risikosteuerung umfasst die Summe aller Maßnahmen zur limitadäquaten Begrenzung, Verringerung,

Vermeidung oder Übertragung von Risiken. Voraussetzung hierfür ist die laufende Überwachung der Risiken

und die unmittelbare Kommunikation der aktuellen Risikosituation, insbesondere durch die Risikoinhaber.

Ziel ist, das Risikoniveau gemäß Vorgabe der Risikostrategie zu halten bzw. zu senken.

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Aufgabe der Risikosteuerung ist nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern die zielkonforme und

systematische Risikohandhabung. Dabei gelten folgende Grundsätze:

~ Verzicht auf Geschäfte, deren Risiken vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit und der

Risikostrategie nicht vertretbar sind

~ Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschancen und Risiken in

angemessenem Verhältnis stehen

~ Hereinnahme von Sicherheiten zur Absicherung von Kreditrisiken

~ Risikobegrenzung durch Übertragung auf andere Marktteilnehmer (bspw. Versicherungsverträge)

~ Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen

~ Schadensbegrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle

~ Verwendung rechtlich geprüfter Verträge

Grundlage eines wirksamen Risikomanagements ist eine vollständige Information der betroffenen

Funktionseinheiten über alle wesentlichen Risiken. Gemäß den MaRisk erstellt die Bank einen

vierteljährlichen Bericht, um einen Überblick über die wesentlichen Risiken auf Gesamtbankebene zu

erhalten. Darin enthalten sind beispielsweise Strukturmerkmale zum Neu- und Bestandsgeschäft des

Kreditportfolios sowie der monatliche Bericht über die Risikotragfähigkeit der Bank. Darüber hinaus wird der

Vorstand wöchentlich über Marktrisikopositionen bei Wertpapieren und monatlich über die Liquiditätslage

der Bank informiert.

Das Risikotragfähigkeitskonzept wurde im Jahr 2012 mit Hilfe einer externen Beratungsgesellschaft

überarbeitet und an die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen angepasst. Auf Basis dieses neuen

Konzeptes ist die Bank in der Lage, ihre Risiken auch zukünftig adäquat zu bewerten, zu limitieren und zu

steuern. In der Konzeption der Risikotragfähigkeit müssen die wesentlichen Risiken des Instituts durch das

Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sein. Zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit wird ein monatlicher

Bericht erstellt, der das Risikodeckungspotenzial sowie die wesentlichen Risiken enthält. Die IBB AG

verwendet hierbei einen G+V-orientierten Ansatz unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (goingconcern).

Bei sämtlichen VaR-Berechnungen wird ein Konfidenzniveau von 99% unterstellt. Risiken, für die

die IBB AG keine VaR-Berechnung verwendet, werden in der Risikotragfähigkeitsberechnung mit einem

Risikobetrag i.S. von MaRisk AT 4.1 Tz. 5 berücksichtigt. Der Risikohorizont beträgt hierbei ein Jahr.

Zur Risikosteuerung wird das Risikodeckungspotenzial im Rahmen einer Limitsteuerung auf einzelne

Risikoarten allokiert und ggf. weiter in Unterlimite aufgeteilt. Diese Risikolimite stellen die Risikoneigung

der Geschäftsleitung dar und dienen der Ableitung von Steuerungsmaßnahmen. Den einzelnen Risikolimiten

werden im Bericht die quantifizierten Risikopotenziale gegenüber gestellt. Sie enthalten sowohl erwartete,

als auch unerwartete Verluste. Die Berechnung des Risikodeckungspotenzials baut aus diesem Grund auf

dem geplanten Betriebsergebnis vor Risiko auf. Die Risikotragfähigkeit ist gegeben, wenn die Summe der

Risikopotenziale das Risikodeckungspotenzial des jeweiligen Stichtags nicht übersteigt. Dies war bei der IBB

AG zum 31.12.2012 unter Berücksichtigung der erfolgten und eingeleiteten Kapitalmaßnahmen

gewährleistet. Bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, welche über das übliche geschäftliche Maß

hinausgehen, waren nicht erkennbar.

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Eigenmittel

Das Grundkapital (Bestandteil des eingezahlten Kapitals) der IBB AG beträgt 12.650.000 EUR. Die Anzahl der

ausgegebenen Aktien beläuft sich auf 230.000 Stück. Hieraus ergibt sich ein Nennwert in Höhe von 55 EUR /

Aktie.

Das andere Kapital erfüllt die in § 10 Abs. 2a Satz 1 Nr. 8 KWG genannten Voraussetzungen.

Das sonstige Kapital erfüllt die in § 10 Abs. 4 KWG genannten Voraussetzungen.

Die Restlaufzeit beträgt 7 Jahre. Kapital mit Tilgungsanreizen besteht in Höhe von 10.000.000 EUR.

Die vor dem 31.12.2010 hereingenommenen Vermögenseinlagen stiller Gesellschafter werden im Rahmen

der Übergangsregel § 64m Abs. 1 KWG weiterhin dem Kernkapital zugerechnet.

Das von der IBB AG begebene Kapital nach § 10 Abs. 5 KWG (Genussrechtskapital) und die längerfristigen

nachrangigen Verbindlichkeiten nach § 10 Abs. 5a KWG erfüllen die dort genannten Bedingungen. Die

Restlaufzeiten liegen zwischen 1 und 8 Jahren.

Die Angemessenheit des internen Kapitals beurteilt die IBB AG, indem die als wesentlich eingestuften

Risiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung den Risikolimitierungen gegenübergestellt werden.

Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagements enthalten.

Unsere Eigenmittelbestandteile nach § 10 KWG setzten sich zum 31.12.2012 wie folgt zusammen:

in TEUR

Eigenmittelbestandteile

Kernkapital 104.112

Eingezahltes Kapital 57.650

Sonstige anrechenbare Rücklagen

29.084

Sonderposten für allgemeine Bankrisiken 7.530

Andere und landesspezifische Kernkapitalbestandteile

10.000

./. Sonstige Abzugspositionen nach § 10 Abs. 2a Satz 2 KWG

-152

+ Ergänzungskapital 33.269

davon Ergänzungskapital 1. Klasse

15.000

Kapital gemäß § 10 Abs. 5 KWG (Genussrechtskapital)

15.000

davon Ergänzungskapital 2. Klasse

18.269

Längerfristige nachrangige Verbindlichkeiten gemäß § 10 Abs. 5a KWG

18.269

= Haftendes Eigenkapital nach § 10 Abs. 1d Satz 3 KWG

./. Abzugspositionen nach § 10 Abs. 6a KWG (Verbriefungspositionen)

137.381

-1.571

= Modifiziertes verfügbares Eigenkapital 135.810

+ Drittrangmittel (§ 10 Abs. 2c KWG) 0

Anrechenbare Eigenmittel 135.810

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Folgende Kapitalanforderungen, die sich für die einzelnen Risikopositionen (Kreditrisiken, Marktrisiken,

Operationelle Risiken) ergeben, wurden erfüllt:

in TEUR

Risikopositionen

Kreditrisiko

Beteiligungen

durch Immobilien besicherte Positionen

Institute

Investmentanteile

Mengengeschäft

sonstige öffentliche Stellen

sonstige Positionen

überfällige Positionen

Unternehmen

von Kreditinstituten emittierte und gedeckte Schuldverschreibungen

Zentralregierungen

Eigenmittelanforderung

Marktrisiken 0

Marktrisiken nach dem Standardverfahren

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken (Basisindikatoransatz)

80.719

17

3.939

928

3

13.870

596

265

3.155

57.692

240

14

0

4.383

4.383

Eigenkapitalanforderung insgesamt 85.102

Die Gesamtkennziffer betrug 12,76 %, die Kernkapitalquote (Tier-1-Captial Ratio) 9,79 %

(unter Berücksichtigung der Abzugsposition nach § 10 Abs. 6a KWG 9,71 %).

Die IBB AG bildet mit der Würth-Finanz-Beteiligungs-GmbH, Künzelsau, eine Finanzholding-Gruppe.

Die Ermittlung der zusammengefassten Eigenmittel ergab zum 31. Dezember 2012 eine Gesamtkennziffer

von 12,99 %.

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Adressenausfallrisiko

Die Identifizierung von Adressenausfallrisiken aus dem operativen Geschäftsfeld erfolgt anhand in Verzug

geratener bzw. notleidender Kredite. Ein Kredit gilt dann als in Verzug geraten bzw. notleidend,

wenn Zins- und / oder Tilgungszahlungen nicht vertragsgemäß geleistet werden. In Verzug geratene bzw.

notleidende Kredite werden den jeweiligen Kompetenzträgern im Rahmen von Überschreitungsmeldungen

bzw. Risikomeldungen kommuniziert. Sie unterliegen besonderer Beobachtung und Betreuung. Die Erstellung

einer Risikomeldung ist stets Voraussetzung für die Bildung einer Einzelwertberichtigung.

Grundsätzlich erfolgt eine laufende Überwachung aller Kreditengagements hinsichtlich

~ wirtschaftlicher Verhältnisse und Sicherheiten,

~ Einhaltung von Limiten und vertraglichen Verpflichtungen,

~ Einhaltung externer und interner Auflagen im Rahmen des Kreditgenehmigungs- und

Überwachungsprozesses.

Adressenausfallrisiken sind bei Eintritt eines oder mehrerer der im Folgenden aufgeführten Ereignisse zu

prüfen und zu quantifizieren:

~ Leistungsstörungen von drei Monaten,

~ Rückgang des Sicherheitenwerts um 20 %, sofern der Kredit nicht ebenfalls entsprechend zurückgeführt

wurde,

~ durch Wertverlust von Sicherheiten entstandene, nicht genehmigte Blankoanteile, die die Gefahr eines

Kapitalverlusts beinhalten,

~ erhebliche Verschlechterungen der wirtschaftlichen Verhältnisse, sofern der Kredit auf die Bonität

abgestellt wurde,

~ Kreditkündigung,

~ Beantragung bzw. Eröffnung des Insolvenzverfahrens, Einleitung von Zwangsmaßnahmen oder Antrag

auf Zwangsversteigerung einer Immobilie des Kreditnehmers.

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Der Gesamtbetrag der Forderungen (Bruttokreditvolumen nach Maßgabe des § 19 Abs. 1 KWG) wird nach

verschiedenen Forderungsarten aufgegliedert. Dabei handelt es sich um das Bruttokreditvolumen inklusive

Abgrenzungen, vor der Bildung von Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen.

in TEUR

Forderungsarten

Bilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte

Kredite

Wertpapiere

Kreditzusagen

Derivative

Instrumente

(Marktw.)

Andere nichtderivative,

außerbilanzielle

Aktiva

Gesamtbetrag ohne

Kreditrisikominderungstechniken

1.124.506 80.203 142.704 19.773 26.686

Verteilung nach

bedeutenden Regionen

darunter:

- Baden-Württemberg 422.467 17.185 29.409 13.223 13.605

- Bayern 169.774 15.034 7.722 3.109 1.109

- Rest Inland 255.866 37.983 22.166 3.189 2.447

- Neue Bundesländer 238.009 4.996 83.283 240 8.808

- Ausland 38.389 5.005 124 13 717

Gesamt 1.124.506 80.203 142.704 19.773 26.686

Verteilung nach Branchen/

Schuldnergruppen

darunter:

- Privatkunden 245.996 0 3.089 751 1.530

- Dienstleistungen 166.315 101 14.909 2.060 985

- Finanzen 85.764 54.191 1.839 3.147 1.776

- Öffentliche Haushalte 2.120 24.967 0 0 0

- Handel 59.732 0 3.015 253 2.784

- Gewerbe / Landwirtschaft 136.006 945 4.589 2.108 5.804

- Bau- / Wohnwirtschaft 365.510 0 106.066 10.903 12.453

- Sonstige 63.063 0 9.197 551 1.354

Gesamt 1.124.506 80.203 142.704 19.773 26.686

Verteilung nach

Restlaufzeiten

darunter:

- < 1 Jahr 533.566 32.181 36.291 1.500 26.686

- 1 - 5 Jahre 303.765 38.024 106.128 5.699 0

- > 5 Jahre 287.175 9.998 284 12.574 0

Gesamt 1.124.506 80.203 142.704 19.773 26.686

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Angewendete Verfahren bei der Bildung der Risikovorsorge

Die Risikovorsorge wird gemäß handelsrechtlichen Vorgaben nach dem strengen Niederstwertprinzip

angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für zweifelhafte Forderungen werden

Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für das latente Ausfallrisiko werden

Pauschalwertberichtigungen gebildet. Außerdem besteht eine Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gemäß

§ 340g HGB. Unterjährig ist sichergestellt, dass Einzelwertberichtigungen erfasst werden. Die Auflösung der

Einzelrisikovorsorge wird erst dann vorgenommen, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des

Kreditnehmers mit erkennbar nachhaltiger Wirkung verbessert haben.

Basierend auf der Definition in Verzug geratener bzw. notleidender Kreditengagements wird im Folgenden

auf Kreditengagements eingegangen, für die eine Risikomeldung erstellt wurde.

Darstellung in Verzug geratener bzw. notleidender Kreditengagements nach Hauptbranchen:

in TEUR

Hauptbranchen

Gesamtinanspruchnahme

mit

Wertberichtigung

Bestand

EWB

Bestand

PWB

Nettozuführung/

Auflösung

von EWB/

Rückstellungen

Bestand

Rückstellungen

Direktabschreibungen

abge-

Eingänge auf

schriebene

Forderungen

Privatkunden 7.416 5.158 0 560 0

Firmenkunden 28.392 16.888 0 -1.711 0

darunter:

- Dienstleistungen 2.760 2.513 0 -920 0

- Finanzen 1.549 100 0 100 0

- Öffentliche Haushalte 0 0 0 0 0

- Handel 3.317 2.507 0 699 0

- Gewerbe / Landwirtschaft 10.751 5.366 0 284 0

- Bau- / Wohnwirtschaft 9.509 6.038 0 -1.955 0

- Sonstige 506 363 0 81 0

Gesamt 35.808 22.046 3.510 0 -1.151 0 68

Darstellung in Verzug geratener bzw. notleidender Kreditengagements nach Regionen:

in TEUR

Bedeutende Regionen

Gesamtinanspruchnahme

mit

Wertberichtigung

Bestand

EWB

Bestand

PWB

Nettozuführung/

Auflösung

von EWB/

Rückstellungen

Bestand

Rückstellungen

Direktabschreibung

Eingänge auf

abgeschriebene

Forderungen

Baden-Württemberg 15.073 13.474 0 2.439 0

Bayern 6.837 3.038 0 -2.949 0

Rest Inland 9.998 4.234 0 -31 0

Neue Bundesländer 3.722 1.122 0 -595 0

Ausland 178 178 0 -15 0

Gesamt 35.808 22.046 3.510 0 -1.151 0 68

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Entwicklung der Risikovorsorge:

in TEUR

Anfangsbestand

der Periode*

Fortschreibung

in der Periode*

Auflösung Verbrauch Umgliederung wechselkursbedingte

und

sonstige

Veränderung**

Endbestand

der Periode

EWB 22.553 9.161 1.577 8.591 500 0 22.046

Rückstellungen 643 295 343 500 0 0 95

PWB 3.260 250 0 0 0 0 3.510

Summe 26.456 9.706 1.920 9.091 500 0 25.651

* 01.01.2012 bis 31.12.2012

** Beträge bereits in Position "Fortschreibung in der Periode" enthalten

Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) Forderungsklassen

Die IBB AG ermittelt das Adressenausfallrisiko gemäß SolvV nach dem Kreditrisiko-Standardansatz und hat

gegenüber der Bankenaufsicht für die bonitätsbeurteilungsbezogenen Forderungskategorien keine externe

Rating-Agenturen nominiert.

Die Gesamtbeträge der ausstehenden Positionswerte vor und nach Anwendung von

Kreditrisikominderungstechniken für jede Risikoklasse stellen sich wie folgt dar:

in TEUR

Risikogewicht in %

Gesamtsumme der ausstehenden Forderungsbeträge

(Kreditrisiko-Standardansatz)

vor Kreditrisikominderung nach Kreditrisikominderung

0 94.650 131.469

10 30.039 30.039

20 138.804 146.864

35 97.492 97.492

50 30.693 30.693

70 0 9.632

75 322.893 314.174

100 874.115 828.625

150 23.814 23.511

Sonstiges 0 0

Abzug von den

Eigenmitteln

1.571 1.571

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Derivative Adressenausfallrisikopositionen

Kundengeschäft:

Die IBB AG setzt im Kundengeschäft derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und

Zinsrisiken ein. Vorrangig sind dies Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen, Zins- und Währungsswaps

sowie Caps. Strukturierte Derivate werden ausschließlich selektiv und auf Kundenwunsch abgeschlossen.

Marktpreisrisiken werden durch den sofortigen Abschluss kongruenter Gegengeschäfte mit Partnerbanken

vermieden.

Das in derivativen Geschäften enthaltene Adressenausfallrisiko auf Kundenseite als auch auf Seite der

Partnerbanken wird in einem standardisierten Kreditgenehmigungsverfahren berücksichtigt. Beim Einsatz

derivativer Instrumente gelten dieselben Risikoklassifizierungs-, -limitierungs- und -überwachungsverfahren

und Regelungen zur Bildung von Risikovorsorge wie im klassischen Kreditgeschäft.

Eigenbestand:

Die IBB AG führt zum 31.12.2012 einen Cap in Höhe von 10 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 2014 sowie

einen Devisenswap (zur Absicherung von Fremdwährungskrediten) in Höhe von 30 Mio. CHF mit einer

Laufzeit bis März 2013 im Bestand.

Darstellung der Ausfallpositionen:

a) Die derivativen Adressenausfallrisikopositionen sind mit folgenden Wiederbeschaffungswerten

(Marktwerten) verbunden:

in TEUR

Positive Wiederbeschaffungswerte (Marktwerte)

vor Aufrechnung von Sicherheiten

Zinsbezogene Kontrakte

Währungsbezogene Kontrakte

Zins- & Währungsbezogene

Aktien-/Indexbezogene Kontrakte

Summe

16.886

397

2.299

191

19.773

b) Derivative Adressenausfallrisikopositionen werden mit ihren Kreditäquivalenzbeträgen auf die

entsprechenden Kontrahentenlimite angerechnet.

Im Zusammenhang mit derivativen Adressenausfallrisikopositionen wurden unter Rückgriff auf folgende

Methoden für die betreffenden Kontrakte folgende anzurechnende Kontrahentenausfallrisikopositionen

ermittelt:

in TEUR

Angewendete Methode

Marktbewertungsmethode

Laufzeitmethode

Summe

anzurechnendes

Kontrahentenrisiko

26.873

725

27.597

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Marktrisiko

Für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen gemäß SolV für Marktrisiken verwenden wir die

aufsichtsrechtlich vorgegebenen Standardmethoden.

Für die Risikoarten Zins, Aktien, Währung und Sonstige stellen sich die Eigenmittelanforderungen wie folgt

dar:

in TEUR

Risikoarten

Eigenmittelanforderung

Zins 0

Aktien

0

Währung

0

Sonstige

0

Operationelles Risiko

Die Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko werden nach dem Basisindikatorenansatz gemäß

§ 271 SolvV ermittelt.

in TEUR

Risikoarten

Eigenmittelanforderung

Operationelles Risiko 4.383

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Beteiligungen im Anlagebuch

Beteiligungen im Anlagebuch sind bei der IBB AG in den Bilanzpositionen „Aktien und andere

festverzinsliche Wertpapiere“ und „Beteiligungen oder Anteile an verbundene Unternehmen“ ausgewiesen.

Die IBB AG hält überwiegend Beteiligungen in Form von geschlossenen Fonds aus Rettungserwerben. Die

Höhe der Wertpapiere und Beteiligungen ist im Verhältnis zur Bilanzsumme unwesentlich.

Die Bewertung des Beteiligungsportfolios erfolgt nach handelsrechtlichen Vorgaben. Einen Überblick gibt

folgende Tabelle:

in TEUR

Beteiligungen

Buchwert nach

HGB

beizulegender

Zeitwert

(Fair Value)

realisierter

Gewinn/Verlust aus

Verkauf/Abwicklung

Aktien

(nicht börsengehandelt)

Beteiligungen

(nicht börsengehandelt)

101 101 0

116 116 0

Gesamt 217 217 0

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Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch

Das Zinsänderungsrisiko wird bei der IBB AG mit Hilfe einer Zinselastizitätsbilanz gemessen. Dabei werden

folgende wesentliche Annahmen zu Grunde gelegt:




Die Zinselastizitäten für die Aktiv- und Passivpositionen werden gemäß der institutsinternen

Ermittlungen, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit basieren, berücksichtigt.

Neugeschäftskonditionen werden auf Basis der am Markt erzielbaren Margen unterstellt.

In Übereinstimmung mit unserer Geschäftsstrategie und der sich hieraus abgeleiteten

Geschäftsplanung werden die Bestände im Rahmen der Risikobetrachtung fortgeschrieben.

Das Zinsänderungsrisiko wird monatlich für einen rollierenden 1-Jahres-Zeitraum gemessen. Hierbei wird

eine periodische Bewertung des Risikos vorgenommen. Innerhalb der Geschäftsstrategie wurden interne

Maßnahmen zur Risikomessung, -überwachung und -steuerung festgelegt. Die identifizierten Risiken

werden den für sie vorgesehenen Risikolimitierungen im Rahmen der monatlichen

Risikotragfähigkeitsberechnung gegenübergestellt. Zur Ermittlung der Auswirkungen potenzieller

Zinsänderungen verwendet die IBB AG folgende Zinsszenarien:

in TEUR

Annahme

Zinsszenarien

3 Monate 10 Jahre Rückgang der

Erträge

Zinsänderungsrisiko

Erhöhung der

Erträge

steigend

fallend

+ 100 BP + 100 BP -55

+ 148 BP + 111 BP 398

-100 BP -100 BP -3.646

- 465 BP - 277 BP -4.207

+ 39 BP - 102 BP -3.650

+ 100 BP - 100 BP -2.910

+ 200 BP - 200 BP -3.277

drehend - 125 BP + 1 BP -1.309

- 100 BP + 100 BP -1.375

- 200 BP + 200 BP -484

Die Strategie der Bank zur Beherrschung von Zinsänderungsrisiken ist auch weiterhin, eine konservative und

fristenkongruente Refinanzierung vorzunehmen. Die Steuerung erfolgt anhand einer monatlichen

Zinsbindungs- und Zinsablaufbilanz auf Jahresbasis. Der Umfang der abzuschließenden Geschäfte richtet

sich nach den gesetzlichen Richtlinien sowie den vom Vorstand genehmigten Geschäftsplanungen und

Limiten.

Für die Ermittlung des von der Bankenaufsicht vorgegebenen Zinsschocks in Form einer parallelen

Verschiebung der Zinsstrukturkurve in Höhe von + /- 200 Basispunkten verwendet die IBB AG das

Ausweichverfahren gemäß Kapitel 4.4 des Bafin-Rundschreibens 11/2011. Die aufsichtsrechtliche

Risikokennziffer betrug bei Verwendung des vorgegebenen Zinsschocks von +200 BP 0,97 % (zulässige

Obergrenze: 20 %).

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Verbriefungen

Die Bank hat keine Verbriefungstransaktionen, die unter den Anwendungsbereich der

Verbriefungsregelungen gemäß §§ 225 bis 268 SolvV fallen, getätigt.

Kreditrisikominderungstechniken

Die Risiken, die eine Bank im täglichen Geschäftsbetrieb eingeht, können durch

Kreditrisikominderungstechniken reduziert werden. Diese beinhalten sämtliche Maßnahmen zur Reduzierung

der Eintrittswahrscheinlichkeit oder der Höhe von Schadensereignissen im Kreditgeschäft, z. B. in Form von

zusätzlichen Sicherheiten oder Aufrechnungsverfahren (Netting).

Von bilanzwirksamen und außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen wird lediglich in begrenztem

Umfang Gebrauch gemacht.

Zur Steuerung des Immobilienkreditportfolios wurden - dem Risiko und der Struktur, der Größe und dem

Risikogehalt des Immobiliengeschäfts entsprechend - angemessene Prozesse installiert. Der Kreditprozess

beinhaltet eine regelmäßige und vollständige Kreditrisikobeurteilung sämtlicher besicherten Positionen

einschließlich der Überprüfung der rechtlichen Wirksamkeit sowie der juristischen Durchsetzbarkeit

hereingenommener Sicherheiten. Zur Bewertung von Sicherheiten werden interne Beleihungsrichtlinien

angewandt. Hinsichtlich der Bewertung von Objektsicherheiten wird die

Beleihungswertermittlungsverordnung herangezogen. Die Rechtswirksamkeit der zu Grunde liegenden

Verträge wurde geprüft. Verantwortlich für das Sicherheitenmanagement ist der Bereich „Marktfolge Kredit“.

Gemäß SolvV werden folgende Sicherheiteninstrumente in Anrechnung gebracht:

~ Finanzielle Sicherheiten

- Bareinlagen bei der IBB AG

- Schuldverschreibungen von Kreditinstituten und Unternehmen, die ein externes Rating im

Investment Grade (mindestens BBB- nach S&P bzw. Fitch oder Baa3 nach Moody‘s) aufweisen.

- Aktien mit Hauptindex einer Wertpapier- oder Terminbörse, sofern sich das Depot bei der IBB AG

befindet

- Investmentanteile im Sinne des § 155 Abs. 1 Nr. 16 SolvV, sofern sich das Depot bei der IBB AG

befindet

~ Gewährleistungen

- Bürgschaften und Garantien

- Bareinlagen bei anderen Kreditinstituten

- Abgetretene oder verpfändete Lebensversicherungen.

Bei den Gewährleistungsgebern für die risikomindernd angerechneten Gewährleistungen handelt es sich

hauptsächlich um öffentliche Stellen und inländische Kreditinstitute.

Im operativen Geschäft erfolgen die Risikobegrenzung und die Begrenzung der Kreditvolumina in Anlehnung

an die Bestimmungen des KWG zu Groß- und Millionenkrediten. Die Bank nutzt als wesentliches Instrument

zur Absicherung von privaten Immobilienfinanzierungen Grundpfandrechte. Die Grundpfandrechte werden

im KSA privilegiert und als eigenständige Forderungsklasse geführt, somit nicht als

Kreditrisikominderungstechnik nach SolvV behandelt. Aufgrund des diversifizierten Kreditportfolios bestehen

keine Konzentrationsrisiken im Bereich der Sicherungsinstrumente.

16


Für die einzelnen Forderungsklassen ergeben sich folgende Gesamtbeträge an gesicherten Positionswerten:

in TEUR

Summe der Positionswerte,

die besichert sind durch berücksichtigungsfähige…

Forderungsklassen

Zentralregierungen 0 0

Regionalregierungen und örtliche

Gebietskörperschaften

0 0

Sonstige öffentliche Stellen 0 122

Multilaterale Entwicklungsbanken 0 0

Internationale Organisationen 0 0

Institute 0 0

von Kreditinstituten emittierte gedeckte

Schuldverschreibungen

Gewährleistungen

finanzielle Sicherheiten

0 0

Unternehmen 36.210 7.858

Mengengeschäft 6.000 2.719

Beteiligungen 0 0

sonstige Positionen 0 0

überfällige Positionen 1.593 9

Gesamt 43.803 10.708

17


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