DRAhTLoS STATT PLANLoS - Berliner Sparkasse

berliner.sparkasse.de

DRAhTLoS STATT PLANLoS - Berliner Sparkasse

Heft 3 | Mai / Juni | 2013

BESTE KARTEN

SEPA sorgt für Kunden aus ganz Europa

DIE FRIST LÄUFT

Ihr Weg zum Innovationspreis

Talsohle durchschritten

Berlins Renaissance als Industriestadt

rentevent

Drahtlos

STATT planlos


Editorial

3|2013

Auch ohne Airport Überflieger

Hört man auf die Stimmen aus dem Rest der Republik, dann ist das Bild

klar: Berlin hat immer die rote Laterne. „Die kriegen es einfach nicht

hin. Egal, ob Flughafen, Stadtschloss oder A100, nichts wird fertig.“

Oder: „Die hängen doch nur am Tropf, da gibt es keine Industrie, nur

Tourismus.“ Mittlerweile ist dabei auch eine Menge Neid im Spiel. Denn

die Fakten zeigen ein anderes Bild – eins, bei dem Berlin mehr und mehr

zum Überfliegerstandort für mittelständische Unternehmen wird.

Hans Jürgen Kulartz

Mitglied des Vorstandes

der Landesbank Berlin (LBB)

Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Mittelstandsbefragung der

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young: Egal, ob Förderpolitik,

Bildung oder Infrastruktur, Berlin hat sich auf allen Gebieten

deutlich verbessert – und ist bei den Rahmenbedingungen Sieger

unter den Bundesländern: 91 % der befragten Unternehmen bewerten

sie mit gut oder sehr gut, auch die hiesige Förderpolitik wird von

80 % positiv eingeschätzt. Die Sonderkonjunktur mit 40.000 neuen

Arbeitsplätzen allein 2012 und seit Jahren überdurchschnittlichen

BIP-Wachstumsraten kann also weitergehen. Welche Areale von

Adlershof bis Berlin Eastside – und in nicht allzu ferner Zukunft

auch Tegel – Raum für diese Industrierenaissance bieten, erfahren

Sie auf den nächsten Seiten.

Und die nächsten Aufsteiger stehen schon in den Startlöchern. Wenn

Sie also zu den Start-ups und Spin-offs, Gründerinnen und Gründern,

etablierten Unternehmen oder vernetzten Forschungseinrichtungen

gehören, die die Hauptstadtregion mit ihren Entwicklungen noch weiter

nach oben bringen: Erfahren Sie in dieser Ausgabe Ihres Unternehmermagazins,

wie Sie sich für den Innovationspreis Berlin Brandenburg

2013 bewerben können, dessen Premium Partner wir sind.

Viel Vergnügen beim Lesen und erfolgreiche Geschäfte wünscht Ihnen

Ihr Hans Jürgen Kulartz

3/2013 Profits

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3|2013

BERLIN

Gute Idee: bewerben!

Das sollten Sie auf dem Zettel haben

SEPA-Kartenzahlung. Immer mehr

Europäer setzen auf Kartenzahlung:

So sind allein im Euro-Raum

mehr als 350 Millionen Bank karten

im Umlauf. Ihre Einsatzmöglichkeiten

wachsen weiter, dafür sorgt

die Umsetzung der SEPA-Richtlinien:

girocards (früher ec-Karten)

sollen einfacher akzeptiert werden,

Abhebungen sollen an jedem Geldautomaten

möglich sein. Und all

das mit Sicherheit.

Einheitliche Sicherheitstechnologien

bei SEPA-Kartenzahlungen

– wie der Chip auf der Karte

oder die PIN-Autorisierung beim

Bezahlen – sorgen bei gesamteuropäischen

Kartenzahlungen

für Händler und Kunden für

einen verbesserten Schutz vor

Kartenmissbrauch.

Vorteil Berliner Sparkasse

Bereits seit 2003 stattet die Berliner

Sparkasse ihre Sparkassen-

Cards mit dieser Sicherheitstechnologie

aus. Sparkassen-Kunden

sind also bestens vorbereitet: Es ist

kein Kartenumtausch nötig, um

noch mehr Akzeptanzstellen und

Geldautomaten in ganz Europa

nutzen zu können.

www.berliner-sparkasse.de/sepa-mittelstand

Wie Händler jetzt handeln müssen

1 Was ändert sich?

Die Technologie von Karten und Terminals wird so verbessert, dass

der EU-weiten Kartenakzeptanz keine Hürden entgegenstehen.

Darüber hinaus bieten einheitliche Sicherheitsstandards einen verbesserten

Schutz vor Missbrauch.

2 Was muss ich tun?

Damit Kunden aus ganz Europa bei Ihnen bezahlen können, benötigen Sie

ein SEPA-fähiges Debitkarten-Bezahlverfahren, z. B. girocard, früher electronic

cash. Eine weitere Alternative ist die Akzeptanz von Kreditkarten.

3 Was benötige ich?

Um SEPA-Debitkarten-Bezahlverfahren abwickeln zu können,

benötigen Sie ein EMV-fähiges POS-Terminal.

Stichtag 30. Juni. Die Innovationskraft

der Hauptstad tregion

weiter stärken: Das ist der

Kerngedanke hinter dem Preis. Als

Premiumpartner ist die Berliner

Sparkasse auch in diesem Jahr

dabei, wenn Start-ups und Spinoffs,

etablierte Unternehmen

und

Forschungseinrichtungen

mit dem

Innovationspreis

Berlin

Brandenburg

ausgezeichnet

werden.

Motto 2013

In diesem Jahr

steht der Innovationspreis

unter

dem Motto

„Cross Innovation“.

Corinna

Ehmke von der

Berliner Sparkasse

erläutert,

warum: „Die Vernetz ung nimmt

zu. Das ist wichtig, damit echte

Kompetenzcluster entstehen –

und aus den Inno vationen von

heute die neuen Arbeitsplätze

von morgen werden.“

Jetzt bewerben

Die Frist läuft und endet am

30. Juni 2013. Weitere Informationen

zu Ihrer Bewerbung

finden Sie unter:

www.innovationspreis.de

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Profits 3/2013


[ Kurzmeldungen ] berlin

3|2013

Die Talsohle ist durchschritten

Industriemetropole. Es war einmal

die größte Industriestadt zwischen

Atlantik und Ural, hier waren

Weltmarken wie Osram, Borsig,

Siemens, AEG oder Schering

zuhause. Es war einmal – klingt

nach Märchen. Krieg, Teilung und

der Strukturwandel nach der Wiedervereinigung

haben dem verarbeitenden

Gewerbe Berlins aber

alles andere als eine märchenhafte

Entwicklung gebracht. Ganz

anders die letzten Jahre: Das Wort

von der Renaissance der Industriemetropole

macht die Runde.

Masterplan Industriestadt

Im Nachwende-Berlin hat sich

die Erkenntnis, dass eine Dienstleistungsmetropole

nicht ohne

industrielle Basis existieren kann,

nur langsam durchgesetzt. Mittlerweile

haben alle Akteure die

Bedeutung des Themas erkannt,

der Masterplan „Industriestadt

Berlin 2010 – 2020“ des Senats

trägt dem Rechnung. Und die

Zahlen zeigen: mit Erfolg. Im

verarbeitenden Gewerbe Berlins

gibt es mittlerweile wieder

106.000 Arbeitsplätze, Tendenz

steigend. Gute Infrastruktur und

hohes Arbeitskräftepotenzial,

damit kann die Hauptstadt punkten.

Und, nicht zuletzt, mit großen

Ansiedlungsflächen.

Hier gilt: Platz da!

Die Entwicklung des Wissenschafts-

und Technologieparks

Adlershof beeindruckt: In 900

Einrichtungen mit rund 15.000

Beschäftigten wird ein Umsatz

von über 1,6 Mrd. Euro erzielt.

Hier kann die Hauptstadt ihre

Stärken ausspielen, die intensive

Vernetzung von Unternehmen,

Forschung sowie Gründerund

Technologiezentren lässt

Kompetenzzentren für wachstumsstarke

Branchen wie

Biotechnologie, Verkehrstechnik,

Informations- und Kommunikationstechnik

entstehen.

Adlershof wird damit zum Vorbild

für weitere Groß areale

wie „Berlin eastside“, dem mit

1.200 Hektar größten Industriegebiet

der Hauptstadt, oder für

die Konzeption der Nachnutzung

des Flughafens Tegel. Auch

hier sollen hunderte Hektar

Ansiedlungsflächen für produzierendes

Gewerbe entstehen.

Information wie am Fließband

Das Märchen von der Industriemetropole

wird langsam wieder

Wirklichkeit. Das belegen viele Fakten.

Mehr darüber, über Ziele und

Projekte finden Sie unter:

www.berlin.de/sen/wirtschaft/industrie

Drei Kategorien, ein Fazit: Die haben den Plan!

Businessplan-Wettbewerb. 21. März

2013, FritzClub im Postbahnhof:

Hans Jürgen Kulartz, Mitglied des

Vorstandes der Berliner Sparkasse,

und 400 Gäste feiern die Preisträger

der 2. Stufe des Business -

plan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg.

Das Voting der Zuschauer

per SMS entschied, wer sich

über Urkunde und ein Preisgeld

von 500 Euro freuen konnte.

Wir stellen die Sieger vor

Sieger in der Kategorie BPW Service

wurde „Original Unverpackt“,

der erste Supermarkt Deutschlands,

der auf Einwegverpackungen

verzichtet.

Über den ersten Platz in der Kategorie

BPW Technology konnte

sich „shoutr“ – eine drahtlose

Software-Lösung, die den Datenaustausch

mobiler Endgeräte vereinfach,

freuen.

Und Gewinner in der Kategorie

BPW Web wurde „trinckle 3D“ –

ein Start-up, das den einfachen

und komfortablen Zugang zu

3D-Druck ermöglicht.

www.b-p-w.de

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Kein größeres Fest kommt ohne gut geplante Veranstaltungstechnik aus

Die Dinge ins Rollen bringen

Ortstermin. Ob Unternehmensfeiern,

Live-Sportereignisse,

Kultur-Events oder eine Promi-

Party – eins gilt für alle Veranstaltungen:

Ohne gut geplante technische

Ausstattung geht nichts.

Zusammen gut drauf: Stefan Schultze und Markus Horstmann

Das haben Stefan Schultze und

Markus Horstmann, die beiden

Geschäftsführer von rent-

Event, früh erkannt. Stefan

Schultze, gelernter Krankenpfleger,

machte Anfang der 90er

Jahre eine echte Karriere-Kehrtwende

und ließ sich, seinen zu

der Zeit gewachsenen Interessen

und Neigungen folgend, als Fachkraft

für Veranstaltungstechnik

ausbilden. 1993 gründete er das

Unternehmen rentEvent – erster

und lange Zeit treuer Kunde war

die „Bar jeder Vernunft“. Wenn

es geschäftlich gut läuft, muss

man sich verstärken. So dauerte

es nicht lange, bis ein Experte für

den von Stefan Schultze weniger

geliebten Bereich „Kaufmännisches“

gefunden wurde:

bei Markus Horstmann sind

alle Ein- und Verkäufe in besten

Händen. Das Unternehmen kann

sich über kontinuierliches

Wachstum

freuen, 2002

wurde rent-Event

zur GmH. Mittlerweile

besteht das

Team aus acht

festen und acht

freien Mitarbeitern,

einer der größten

Kunden ist

seit Jahren die

Berliner Sparkasse.

Die Kernkompetenz

von rentEvent

ist die technische

Betreuung einer

Veranstaltung, also

alles rund um Licht,

Ton und Video. „Meistens erstellen

wir detaillierte Pläne und

Zeichnungen, manche Kunden

wollen zur besseren Veranschaulichung

auch eine 3D-Animation.“

so Markus Horstmann.

Und wenn die Veranstaltung

dann läuft,

muss natürlich alles

bestens dokumentiert

werden. So ist

auch eine Filmproduktion

mit Schnittplätzen

und einem

mobilen Fernsehstudio

fester Bestandteil

des rentEvent-

Leistungsangebots.

Seit einigen Jahren ist das

Unternehmen mit einer besonderen

Spezialität am Markt – einer

Technik für die drahtlose Übertragung

von Videobildern. Bei

der Durchführung der vielen Veranstaltungen

wurde rasch klar,

dass der Vorzug der kompletten

Bewegungsfreiheit mit einer

kabellosen Kamera auf Festen

und Groß-Veranstaltungen Gold

wert ist. Zunächst versuchten die

beiden umtriebigen Unternehmer

diese Technik zu mieten, um

schnell festzustellen, dass hier

offenbar eine riesige Lücke im

Markt klafft! Dadurch reifte

schnell die Entscheidung, in

diese Technologie zu investieren

und selber als Dienstleister

in Sachen drahtlose

Kameras aufzutreten. Auf die

erste Kamerafunkstrecke folgten

bald weitere und rent-

Event etablierte sich innerhalb

weniger Jahre zu einem der führenden

Anbieter auf diesem

Markt. Heute werden politische

und sportliche Großereignisse

weltweit mit Geräten aus

dem Vermietpark von rentEvent

8 Profits 3/2013


[ Unternehmen ] berlin

3|2013

ausgestattet. Bei der DTM (Deutsche

Tourenwagen-Meisterschaft)

sind drahtlos über Funk übertragene

Bilder mittlerweile

ebenso unverzichtbar wie bei

der Formel 1 oder bei vielen

Wintersport-Veranstaltungen.

Aber auch andere große Live-

Events wie königliche Hoch zeiten

oder Kronjubiläen profitieren

von dem wendigen Alleskönner.

Unter anderem vermietet das

Unternehmen die Geräte auch,

auf Wunsch sogar nur einzelne

Teile wie Sender oder Antennen.

„Mit der Entscheidung für

diese Technik haben wir eine

schöne, hochwertige Sparte in

unserer Branche besetzt.“ freut

sich Stefan Schultze. „Wir brauchen

sogar noch fachkundiges

und teamfähiges Personal um

weiter zu expandieren.“

Nicht jeder Kunde wird

allerdings in den Genuss der rent-

Event-Leistungen kommen. Das

Team gönnt sich Charakter und hat

seine ethischen Grundsätze sogar

in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

aufgenommen –

wenn beim Geschäftspartner

faschistische, rassistische oder

sexistische Haltungen erkennbar

sind, werden Aufträge nicht

angenommen.

Edith Döhring

www.rentevent.net

Auf den Punkt gebracht

Kundenberaterin christina fleischer

Stefan Schultze und Markus

Horstmann mit ihrer Kundenberaterin

Christina Fleischer

1 Welche Eigenschaften

schätzen Sie an anderen Menschen

am meisten? Offenheit,

Ehrlichkeit, Fairness und

Begeisterungsfähigkeit.

2 Was reizt Sie an Ihrem Beruf? Die

tägliche Zusammenarbeit mit den

unterschiedlichsten Menschen aus

den verschiedensten Branchen. Die

Abwechslung macht den Reiz aus!

3 Wie lautet Ihr Motto? Ein Tag,

an dem man nicht lacht, ist ein

völlig vergeudeter Tag.

4 Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Den „Einen“ gibt es nicht.

Ich lese gern zeitgeschichtliche

Romane, Biografien und auch

tagesaktuelle Themen.

5 Welche Fehler entschuldigen

Sie am ehesten? Die, aus denen

man für die Zukunft lernt.

6 Was war Ihr schönstes Erlebnis

als Kundenbetreuerin? In meiner

Zeit als Kundenbetreuerin gab es

viele schöne Erlebnisse. Es motiviert

mich immer wieder, die Kunden

bei der Umsetzung ihrer Ziele

zu begleiten und hierfür die Zufriedenheit

und Anerkennung der Kunden

mit der Betreuung zu erfahren.

7 Welche Persönlichkeit der Wirtschaft

beeindruckt Sie am meisten?

Spontan fallen mir da Steve

Jobs oder Bill Gates ein. Grundsätzlich

aber schätze ich jeden Unternehmer,

der wirtschaftliche Kompetenz

mit sozialer Verantwortung

verbindet.

8 Bitte beenden Sie den

folgenden Satz: Das Besondere

an rentEvent ist ...

... die Zielstrebigkeit und der Qualitätsanspruch.

Ich denke, es

sind genau diese Eigenschaften,

mit denen das Unternehmen auf

Erfolgskurs gebracht wurde.

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