46. Jahrgang / 12 2013 - der photograph

derphotograph.org

46. Jahrgang / 12 2013 - der photograph

46. Jahrgang / 12 2013

03Z034853

Österreichisches Monatsjournal für angewandte Fotografie und audiovisuelle Medien


Titelbild: Arizona

Mike Lindtner

Liebe Leserinnen und Leser,

Zufriedenheit und Freude,

Inspiration und Vision.

Und vor allem viel Gesundheit,

wünscht Ihnen

das Team von

der photograph

der fotohändler“

Sogar in der Abbildung von Landschaften

gibt es moderne Sichtweisen.

Das beweist unser Fotograf

des Monats Dezember. Der ehemalige

Werbefotograf mit der für

Österreicher seltenen Auszeichnung

als „Best Professional Car Photographer

of Europe“ entwickelte seine

eigene Bildsprache. Sie lässt Raum

zu, punktet durch intensives Farbenspiel

und – Gerüchen. Ok, das

müssen wir Mike Lindtner einfach

glauben, denn ohne die Bequemlichkeit

moderner Liftdienste werden

die wenigsten von uns das von ihm

festgehaltene, entlegene Naturschauspiel

real zu Gesicht bekommen.

Die USA ist seine bevorzugte

Destination. Die Dimensionen sind

groß genug, um alles zu finden,

worauf es dem Fotografen bei seiner

Arbeit ankommt: Menschenleere

und weitläufige, unberührte Natur,

die sich selbst organisiert. Weil

Wind, Wetter und Sonne ihre eigenen

Kulissen zeichnen, wird man

auf seinen Bildern niemals künstliche

Arrangements sehen. Was wir

sehen, ohne es zu sehen, ist auch

die Musik, mit der er seine Fotos in

Verbindung bringt. Denn Musik ist

dem Biker Mike Lindtner wichtig, sie

bringt den Körper zum Schwingen

und ermöglicht Empfindungen, die

im leistungsorientierten Leben allzu

gerne verschüttet werden, uns aber

in entscheidenden Momenten wie

eine Sehnsucht einholen.

12 2013

1


Inhalt

1 Editorial

2 Inhalt

3 Titelstory: Fotograf Mike Lindtner

Landschaft

dankE

Partner der

Fachzeitung

der photograph

Folgende Partner unterstützen uns, die laufenden

Veränderungen der Branche zu beobachten und

für Sie dokumentieren zu können. Sie leisten damit

auch einen wesentlichen Beitrag für die gesamte

österreichische Berufsfotografie.

08 Dialog

Alfred Fried Fotopreis

09 Aktuell

Photo+Adventure Rückblick

FEP-Wettbewerb

Profoto B1

10 Neuheiten

Nikon Df

Neues Telezoom von Tamron

Olympus STYLUS 1

Canon 4K-Monitor

11 Trend 360°-Panoramafotografie

Broncolor Move 1200 L

Chip PhotoBook

Update für Mitsubishi CP-D-Serie

12 Infocenter

Kurzmeldungen aus der

internationalen Szene

13 Delta News

Bowens Gemini 400RX

Lee Filter

14 Erics World

One Day in… Belchite

16 Gastbeitrag Günther Böck/

MSM

Über die Entstehung eines

Buches. Michael Rzepas Buch

und Ausstellung „Wien so still

und dennoch wach“

18 Tipps & Termine

19 Saga News

NEU Profoto B1

20 In eigener Sache

RSV, Niederösterreich

21 Salzburg

22 Festakt 150 Jahre Graphische Lehr und Versuchsanstalt

Vorarlberg: Jens Ellensohns Erfolg beim B&W Spideraward

Tirol: 25 Jahre Watzek Photografie

23 Wien: Buchautor Michael Rzepa

Steiermark: Trendstudie

Oberösterreich: Championship Junior Sales

24 Zu GUTER Letzt

Reprografie, Kleiner Anzeiger,

Impressum

Dieser Ausgabe liegt ein Flyer der Firma Digital Store zu Profotos B1 bei

Die Marke

der Profis

TM

Technicomp

2 12 2013


Titelstory

Der Duft

der Weite

ist auch

Musik

Mike Lindtners Fotografie der Sinne

Er gilt als Meister der Autofotografie,

2002 wurde er zum „Best

Professional Car Photographer

of Europe“ gewählt – mit Helmut

Newton als einer der Juroren.

Heute stehen wir vor einem ganz

anderen Mike Lindtner und entdecken,

dass die bizarren Formen

der Slot Canyons in Utah oder Arizona

nur ein Brückenschlag vom

Glanz edler Autos entfernt sind.

Im November 2013 präsentierte der

über lange Jahre in der österreichischen

Werbebranche erfolgreich

agierende Fotograf Mike Lindtner

sein neuestes Werk. „Roots“ zieht

Resümee der letzten Jahre. Jahre,

die weniger von produktionsbedingter

Hektik gekennzeichnet,

sondern Zeugnis meditativer Ruhe in

der großzügigen Weite US-amerikanischer

Landstriche sind.

Schon lange war er begeistert von

der intensiven Atmosphäre, die das

weite Land in all ihren Facetten ausstrahlte,

und so zog Mike Lindtner

auf seinem Bike immer wieder und

immer öfter quer durch das Land

der unendlichen Möglichkeiten, organisierte

Motorradtouren für Freaks

wie ihn. Während einer Erkundigungstour

wurde er in einer Galerie

in Las Vegas mit einer für ihn faszinierenden

Art der Landschaftsfotografie

konfrontiert. Weitab typischer

Postkartensujets, lösten sie einen

entscheidenden Impuls aus. Getrieben

von der Frage: „Wie hat er das

gemacht? Rein physikalisch kann

das nicht funktionieren...“ tauschte

Bike gegen Jeep, gerüstet mit Kamera,

Stativ und gutem Schuhwerk.

Was danach entstand, ist nicht nur

in seinem Buch zu finden, sondern

war bei einer Fotoschau im Amerikahaus

in Wien auch in Großformat zu

besichtigen. Atemberaubende Naturschauspiele

in Form, Farbe und

Beschaffenheit. Zu Land, zu Wasser

und in der Luft. Für unser Auge besonders

interessant die Aufnahmen

im Antelope Canyon, wie jenes unseres

Titelbildes. „Man durchwandert

den Canyon wie unter Drogen“,

sagt der Fotograf: „Zu jeder Uhrzeit

fallen die Schatten anders und wirft

das Licht eine neue Farbe“. Kein

Wunder, dass man hier nicht weiß,

wann (nicht) abdrücken.

„Meine Motive finde ich fern jeder

Zivilisation. Meine Aufnahmen haben

viel mit innerer Ruhe und der Bereitschaft

des Wartens zu tun“

Mike Lindtner geht strukturiert an die

Sache. Vor jeder Reise ist er bestens

über die Besonderheiten der Umgebung

informiert und hat sich ein Bild

über mögliche Gefahren und Verhaltensregeln

gemacht. Schließlich

ist er dabei auf sich alleine gestellt

und oft über Stunden von der einen

bis zur anderen Seite des Horizonts

ohne jeglichen Kontakt. Ungestört

und völlig stresslos kann er Eindrücke

wahrnehmen und aufsaugen.

„Ein Bild ist nicht nur ein Bild, für

mich ist es auch Geruch, Ton und

Schwingung. Es ist die Wiedergabe

eines Moments der Sinne.“

Aus nicht immer nachvollziehbaren

Gründen hält er mal hier, mal da an,

riecht die Umgebung und betätigt,

ohne nach dem Warum zu fragen,

ganz intuitiv den Auslöser. Oft ist er

weit vor Morgenaufgang am Zielort.

Dort beschreitet er das Gelände,

sucht sich die gewünschte Position

und stellt das Stativ auf, um kontinuierlich

die unterschiedlichen Stufen

des Sonnenaufgangs einzufangen.

Die Bilder entstehen aus dem

Bauch und wecken die Sehnsucht

nach Stille. Nicht nur bei ihm selbst,

sondern auch bei so manchem Betrachter,

dessen überraschte Reaktion

einen Mangel an Erholung in einer

viel zu lauten und fremdbestimmten

Gesellschaft erkennen lässt. Was

sie sehen, ist nicht Idylle, sondern

nackte, unverfälschte Natur. Oft sind

es Anwälte, Ärzte, Notare und Industrielle,

die sich in den Motiven verfangen

und vom Alltag befreit, hängen

bleiben. Nach Lindtners Meinung ist

es die Aufgabe guter Landschaftsfotografie,

das vorhandene Szenario

unverfälscht und ohne künstlichen

Eingriff wiederzugeben. Später, nach

seiner Rückkehr mit rund 5.000 Fotos

im Gepäck, geht es erst ans Aussortieren.

Auch hier herrscht Routine

und Bauchwissen vor, begleitet von

jeweils jener Musik, die zur Entstehung

der Fotostrecke maßgeblich

beteiligt war. Die „Best-of“ schließlich

erfahren nur sanfte Korrektur

in Belichtung und Dynamik, so wie

auch jeder Literat einen spontan

geschriebenen Text nochmals feinjustiert.

Für den Mai 2014 ist Mike Lindtners

nächste Reise geplant. Sie wird ihn

wieder in die USA führen, Schottland

ist eine weitere mögliche Destination.

Schon gibt es erste Anfragen

nach einer geführten Motorrad-Fototour.

„Alles ist möglich“, dazu der

auf sehr angenehme Art völlig relaxte

Lindtner, der es sehr gut lernte, die

Möglichkeiten, die sich zur Steigerung

der Lebensqualität anbieten,

aufzugreifen.

Ihn berührt nur

Unberührtes.

Seine Motive

findet Mike

Lindtner in Gegenden

fernab

der Zivilisation,

vorzugsweise

in den Steppen

Amerikas.

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www.

Oregon

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name

Utah

Utah

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www.mikelindtner.com

California

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mike Lindtner

Washington

Wyoming

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Dialog

(6) Veranstalter,

Laudatoren und

Preisträger beim

1. Alfred Fried-

Fotopreis in der

Akademie der

Wissenschaften

Peter Matthias

Gaedes‘ (3/mit

Gewinner Marcus

Reichmann)

fulminante Laudatio

geriet zu

einem Plädoyer,

„das Gelingen zu

thematisieren,

nicht nur das

Scheitern“.

Alfred Fried Fotopreis

Ehrengala und Preisverleihung am

5.11.2013 in der Österreichischen

Akademie der Wissenschaften

Der Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

verlieh am 5. November 2013 der Preisverleihungs-Gala

des Alfred Fried Fotopreises einen

würdigen Rahmen. Friedensnobelpreisträger Alfred

Fried steht Pate für den gleichnamigen Fotopreis, der

von der Photographischen Gesellschaft und Edition

Lammerhuber 2013 ins Leben gerufen wurde. Er ist

nicht dem Destruktiven, sondern der Hoffnung auf

Veränderung gewidmet und stand unter dem Motto

„Friede mit der Natur“.

Ausgezeichnet wurden:

- Pierre Adenis für die Arbeit Karakorum,

- Henning Bode (2) für Gottfried (5),

- Lioba Anna Keuck (1) für Couve e Couragem (4),

- Marcus Reichmann (3) für A Place to Be und

- Fabian Weiß für Wolfskinder.

Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielt Henning

Bode für sein Portrait des Bauern Gottfried, der

seiner Arbeit in absolutem Einklang mit der Natur, unter

bewusster Entbehrung, aber zufrieden nachgeht.

Die fünf Fried-Preis-Medaillen und ein Sonderpreis

wurden von den Jury-Mitgliedern Gerhard Hinterleitner,

Klaus Lorbeer, Erich Lessing, Peter-Matthias Gaede,

Werner Sobotka und Lois Lammerhuber überreicht.

Ehrengast der Veranstaltung war Erich Lessing

(1 mit Lioba Anna Keuck), der in den letzten 60 Jahren

mit den Mitteln der Fotografie ein prägendes gesellschaftspolitisches

Statement abgab.

Hinkünftig wird der Alfred Fried Fotopreis am 21. September

– von der UNO-Resolution 36/67 zum International

Day of Peace erklärt – verliehen. > edition.

lammerhuber.at/news/alfred-fried-fotopreis-2013

Liebe Leserinnen und Leser,

heute weicht mein „Quer gedacht“ einem

„An Sie gedacht...“ Denn wenn links von der

einzigartigen Initiative eines Fotopreises gesprochen

wird, der dem Thema Frieden und der Auseinandersetzung

mit einem respektvollen Leben

füreinander gewidmet ist, zu dessem Plädoyer

der Editor-in-chief von GEO Deutschland, Peter

Matthias Gaede, die Worte erhob: „Wir brauchen

die Fotografie zum Verlieben, damit wir nicht zu

dünnlippig, zu unermutigt, zu zynisch durchs Leben

wandeln. Wir brauchen sie, damit wir glauben,

dass diese Welt noch zu verändern ist.“,

dann möchte ich diesen Worten den Zauber

nicht nehmen.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Sie Ihr

Auge hie und da auch dorthin richten, wo die

Fotografie mit ihrer positiven Kraft helfen kann,

Dinge zum Positiven zu verändern.

Und Ihnen wünsche ich – ganz weihnachtlich

gestimmt – besinnliche Tage und einen kraftvollen

Start ins Jahr 2014,

Ihr

Andreas Barylli

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aktuell

federation

of european

photographers

Contest-Eröffnung

Termin!

FEP European Professional

Photographer of the Year 2013

Einreichschluss: 6. Jänner 2014

Bis 6. Jänner 2014 sollten Sie Ihre Einreichung zum FEP

European Professional Photographer of the Year 2013

erledigt haben. Sicher haben Sie in einer der Kategorien

Wedding, Portrait, Commercial, Reportage, Landscape,

oder Illustrative besondere Qualifikation. Für Studenten

bietet sich der Students & Young Photographers Award,

ebenfalls werden hier Gold, Silber und Bronze vergeben.

Was Sie wissen sollten:

Sie können sich in allen Kategorien bewerben, jede Einreichung

hat 3 Bilder zu umfassen und kostet 15,00 €. QEP

und Master-QEP-Fotografen erhalten die erste Einreichung

gratis. Studenten zahlen für ihre Teilnahme 5,00 €.

Procedere siehe:

http://competition.europeanphotographers.eu/

Danach erfolgt alles unter Verschluss. Unter der Führung

eines Juryvorsitzenden sind 7 Mitglieder mit der Beurteilung

der aus ganz Europa eingegangenen Bildserien

befasst. Die Resultate werden im Februar 2014 bekanntgegeben,

die Gewinnerbilder auf der Photokina in prominentem

Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert.

Photo+Adventure

2013

Ausstellerrekord am 16. und 17.11.2013

Die Themenkombination der Photo-Adventure aus

Fotografie, Reisen und Outdoor erwies sich 2013

einmal mehr als Erfolgskonzept. Die Messe mit ihrem

aktiven Rahmenprogramm hat ihre Internationalität

untermauert. Ihr Kernstück, der Fotobereich, wurde

durch den Themenschwerpunkt Filmen mit DSLR-

Kameras weiter gestärkt und bot einen bunten Mix

aus Standaktivitäten und Liveshootings. Hochwertig

besetzt war das gesamte Workshop- und Seminarprogramm.

Podiumsdiskussionen und Fotoausstellungen

machten den Besuch zu einem informativen

und geselligen Ereignis. Mit 268 Ausstellern und

Marken auf 13.000 m 2 Fläche und mit mehr als 100

Programmpunkten für 22.000 Besucher war die

Photo+Adventure 2013 die erfolgreichste seit ihrem

Bestehen.

2014 wird es erstmals

zwei Messeevents

unter der Marke

Photo+Adventure geben:

Vom 7. bis 9. November

im Design Center Linz

und im Juni erstmals in

Deutschland, im Landschaftspark

Duisburg-

Nord.

Sämtliche Informationen unter:

www.europeanphotographers.eu > competitions

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die FEP-Vertretung

für Österreich: Andreas Barylli/Ursula Kralupper

Tel.: 01/512 87 12 | Mail: vphl@fayer.at

Profoto B1

Profoto, bekannt durch robuste, schnelle Blitzgeneratoren

für Studio und on-location, stellt mit dem zum

Patent angemeldeten B1 einen kabellosen, Akku-betriebenen

Kompaktblitz mit TTL-Steuerung vor.

Der dazu benötigte Air Remote TTL ist ein kleines, separates

Zubehörteil, das auf den Zubehörschuh der Kamera

gesetzt wird und die kabellose Kommunikation zwischen

Kamera und Profoto Blitz ermöglicht. Mit seinen 500Ws

ist der B1 ungefähr zehnmal so stark wie ein normaler

Aufsteckblitz, und wird über einen auswechselbaren Akku

mit Energie versorgt. Die Auslösung erfolgt über das Profoto

Air-System per Funk (Reichweite bis 300m). Die

Lichtmenge kann manuell sehr genau in 1/10 und 1/1

Blendenstufen über einen Bereich von 9 Blendenstufen

eingestellt werden. Zudem verfügt der B1 über ein

sehr effizientes LED Einstell-Licht. Dank seiner innovativen

Quick-Burst-Technik sind mit dem B1 Bildserien

von bis zu 20 Aufnahmen in der Sekunde möglich.

Weitere Informationen, Lieferzeiten und Preise im

Digitalstore Vienna, 1070 Wien, Stiftgasse 21, Kontakt

Christian Scharpf, 01-523-53-33-DW48 oder unter

www.digitalstore.at.

Lesen Sie

welche Erfahrungen

große

Fotografen

im Umgang

mit Profoto

B1 sammeln

konnten unter

www.profoto.

com > blog

12 2013

9


Neuheiten

Nikon Df

Absolute Spitzenresultate

Die Nikon Df ähnelt zwar äußerlich Nikons

legendären analogen Kleinbild-

Spiegelreflexkameras, erfüllt jedoch

vollauf die Ansprüche der modernen

Digitalfotografie.

Mit der Df1 schließt sich auch Nikon

dem Retrotrend an. Doch innen ist

Technik pur für absoulte High-Tech

Fotografie geparkt. Neben dem

CMOS-Bildsensor im FX-Format (er

stammt von der Nikon D4 und verspricht

mit 16,2 Megapixeln „beispiellose

Rauschfreiheit“ auch bei

hohen ISO-Werten) und der Bildverarbeitungs-Engine

EXPEED 3 spielt

das hochempfindliche Autofokussystem

mit 39 Fokusmessfeldern und

neun Kreuzsensoren sowie einer

Bildrate von bis zu 5,5 Bildern/s eine

gewichtige Rolle. Die Auflösung des

36,0 x 23,9mm großen Bildsensor

liegt bei 16,2 Megapixel.

Dank des wegklappbaren Blendenkupplungshebels

lassen sich auch

klassische NIKKOR-Objektive ohne

AI einsetzen. Puristen zur Freude:

Über die gerändelten mechanischen

Wählräder können ISO-Empfindlichkeit,

Belichtungskorrektur, Belichtungssteuerung

und Aufnahmebetriebsart

unabhängig voneinander

eingestellt werden. Ausgeliefert wird

die Df mit einer Sonderausgabe des

NIKKOR-Objektivs AF-S 50 mm

1:1,8G, das wegen der leichten

Bauweise und hohen Lichtstärke

von 1:1,8 als eines der beliebtesten

Festbrennweitenobjektive des

Nikon-Sortiments gilt. +

Tamron

SP 150-600mm F5-6,3 Di VC USD

Als Nachfolgemodell des SP 200-500mm F5-

6,3 Di LD IF ist das neue Telezoom-Objektiv SP

150-600mm F5-6,3 Di VC USD mit einem großen

Brennweitenbereich und einer sehr langen

Endbrennweite ausgestattet. Es kann sowohl an

Kameras mit Kleinbildsensor als auch an APS-C-

Modellen eingesetzt werden und wird vor allem in

der Tierfotografie seinen Einsatz finden. +

Olympus STYLUS 1

Wenn ich einmal groß bin...

Die neue Stylus 1 will Olympus als kompakte Alternative

zur D-SLR verstanden wissen. Dazu bietet die Kamera

hochwertige Bildqualität und zahlreiche manuelle

Einstellmöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist

das 10,7-fach i.ZUIKO DIGITAL Objektiv (28-300 mm)

mit konstanter Lichtstärke von 1:2,8. Das wird

unterstützt durch den BSI-CMOS-

Sensor und den aus der OM-D

EM-5 bekannte Bildprozessor

TruePic VI. Der großformatige

und hochauflösende elektronische

Sucher sowie ein

Hybrid-Steuerring erlauben

ähnlich rasche Einstellungen wie

bei einer D-SLR. +

Canon DP-V3010: 30“ 4K-Monitor

Speziell für die professionelle Filmproduktion

Der 30-Zoll Monitor DP-V3010 ist Canons Eintritt in den

Displaymarkt für hochwertige 4K-Filmproduktionen.

Der von Canon entwickelte und gefertigte Bildprozessor

ermöglicht in Kombination mit einer RGB LED-

Hintergrundbeleuchtung und eines IPS LCD-Panel

eine besonders konstante Farbreproduktion, von der

Aufnahme am Set angefangen

bis zur Bearbeitung

während der Postproduktion.

Der Monitor

bietet mit 4.096 mal

2.560 Pixel mehr als

die vierfache Full-HD-

Auflösung. Erhältlich

wird er voraussichtlich

im ersten Quartal

2014 sein. +

Canon

Upgrade für EOS C 100 Filmkamera

Gleichzeitig startet Canon damit, seine professionelle

Filmkamera-Produktrange mit

der erstmals bei der EOS 70D eingeführten

Technologie Dual Pixel CMOS AF Funktionalität

(DAF) auszustatten. Das Upgrade

beschleunigt die kontinuierliche automatische

Fokussierung. > www.canon.at

10 12 2013


Neuheiten

Trend 360°-Panorama

Angebot an Fotografen

Kürzere Ladezeiten und höhere Flexibilität als Videos

sowie ihre besondere Auffälligkeit machen 360 Panoramabilder

im Internet zunehmend beliebter. Diesem Umstand

trägt der Betreiber von 360tourist.net Rechnung.

Das Service stützt sich auf 15 Jahre Erfahrung, heute

werden hier die schönsten Regionen der Welt als vollsphärische

Bilder präsentiert, um Gästen eine besonders

aufschlussreiche Idee ihrer nächsten Urlaubsdestination

zu geben. Und es sollen noch viel mehr werden.

Zu diesem Zweck sucht der Betreiber immer wieder

Fotografen mit Erfahrung in der Panoramafotografie >

www.360tourist.net

_______________________________________________

Slach Bildtechnik:

Broncolor Move 1200 L – lieferbereit

Enorm schnelle Abblitzzeiten, automatische

Stabilisierung der Farbtemperatur

und ein geringes Gewicht von nur

knapp 6 kg - der Broncolor Move 1200

L speziell für Outdooreinsatz ist ab sofort

lieferbar. > www.slach.at

Chip PhotoBook

Photobook mit PC-Anschluss

Ein Fotobuch mit integriertem Speicherchip ist der neueste

Schrei am stark florierenden Fotobuchsektor. Dabei

befindet sich im Hardcover des Buchrückens ein Speicherchip

(alternativ mit vier, acht oder 16 Gigabyte) mit

USB-Microanschluss zur Verbindungsherstellung

via Kabel an ein kompatibles

Abspielgerät (PC, TV...). Im Chip lassen

sich zusätzliche Fotos, Videos oder

Fotos in Angeboten wird das ChipPhotoBook

im A4 Hardcover Format. Der

Preis für ein Buch mit 4 GB Speicher

im A4 Format beginnt bei 28,00 € plus

Versandkosten.

> www.chipphotobook.de

_______________________________________________

Update empfohlen:

Mitsubishi CP-D-Serie

Mitsubishis Thermosublimationsdrucker-Serie hat sich

nicht nur für Shops mit SB-Charakter, sondern auch

im Eventbereich durchgesetzt. Ein aktuelles Update

verpasst ihnen nochmals mehr Dynamik. Neben einer

Serie mit 10x15

cm können nun

auch 2 Streifen mit

5x15 cm geordert

werden.

CP-D 70DW

für Passbilder,

Sofort-Fotobücher

und Mehrwertprodukte

nun

mit doppeltem

Streifenabzug

12 2013

11


Infocenter Kurzmeldungen

Manfrotto School of Excellence

vom Webinar zum Online-Magazin

Manfrotto baute sein Webinar-Angebot „Manfrotto

School of Xcellence“ zum Onlinemagazin aus.

Neues Layout – neue Inhalte, so z.B.: Die Rubrik

„Bild des Tages“ mit täglich neuen Aufnahmen von

den MSoX Fotografen inklusive Hintergrundinformationen

zu ihrer Entstehung. Unter „Fünf goldene

Regeln“ sind die persönlichen Top fünf Fotografie-

Tipps erfahrener MSoX Fotografen zu erfahren.

Die Rubrik Interview bringt neben Informationen

über den Fotografen auch deren Erfahrungen, persönliche

Motivation und Techniken. Neu hinzugekommen

ist weiters „News und Events“ mit einer

Auflistung internationaler Veranstaltungen aus der

Welt der Fotografie. Weiterhin im Programm und

ein belebter Einstiegsgrund sind die Webinare,

Workshops, Tutorials, Reportagen und natürlich

auch Produktberichte aus dem Hause Manfrotto. >

www.manfrottoschoolofxcellence.com

DxO Optics Pro v9.0.1

Korrigiert Objektivfehler

DxO Optics Pro ist bekannt zur Korrektur von Objektivfehlern,

wie Verzeichnung und Vignettierung. Die

neue Version 9 optimiert die Bildschärfe und reduziert

Bildrauschen, dies mittels neuer und stark verbesserter

PRIME-Technologie. PRIME weiss bei RAW-

Bildern zwischen Rauschen und feinen Details zu

unterscheiden. Weiters wurde die Bibliothek der Presets

komplett überarbeitet und bietet mit Porträt,

Landschaft, Schwarz-Weiß,

Single-Shot HDR interessante

und

beliebte Looks.

Je nach Version

ab € 149 > www.

dxo.com

Foto: Beboy Photographies

„Manhattan“

Original (o) und Lomo-

Red100 (u)

Pinterest baut aus:

225 Mio für Startup ohne Geschäftsmodell

Der Web-Dienst zum Teilen von Bildern erfreut

sich immer größerer Beliebtheit. Jüngst zählte er

mehr als 50 Mio Nutzer. Nun wurden für den weiteren

Ausbau des Dienstes 225 Millionen Dollar

bei Investoren gesammelt. Zwar hat das Startup

noch kein Geschäftsmodell, wurde aber

dennoch bereits mit 3,8 Mrd Dollar bewertet.

Urheberrechts-Sorgen begleiteten stets die

Entwicklung von Pinterest: Die Notizbücher

sind in der Regel öffentlich, nach Ansicht einiger

Experten könnte das Sammeln der Bilder daher

als Urheberrechts-Verletzung ausgelegt werden.

Adobe

Angebotsverlängerung

Bis zum 2. Dezember 2013 hat Adobe sein Photoshop

Photography Program für alle geöffnet: bis

dahin können nicht nur Besitzer einer CS3-Lizenz

oder höher, sondern alle Fotografen das Bundle,

bestehend aus Adobe Photoshop CC und Adobe

Photoshop Lightroom 5 für monatlich 9,99 Euro

(zzgl. MwSt) innerhalb eines Jahresvertrages über

den Adobe Store abonnieren. Inkludiert sind 20 GB

Speicherplatz und ein Zugang zu Behance Prosite,

der Kreativplattform für den Ideenaustausch und zur

Präsentation der eigenen Arbeiten. > http://creative.

adobe.com/plans/offer/photoshop+lightroom

Gold fürs BFF-Magazin

„Kreativste Bildsprache“

Das “Neue BFF-Magazin” wurde von der Deutschen

Druckindustrie mit dem Innovationspreis in

“Gold für die kreativste Bildsprache” ausgezeichnet.

Das zweimal im Jahr erscheinende

Magazin des BFF Bundesverband Freier

Fotografen und Filmgestalter stellte in seiner

ersten Ausgabe 1-2013 auf 150 Seiten

im XXL-Format (31 x 47 cm) die besten

Arbeiten der BFF-Fotografen vor. Nr.

1-2013 ist vergriffen, die zweite Ausgabe

hat 134 Seiten und ist zu beziehen über

> www.bff.de

Patentstreit von Durst gegen EFI

Ansprüche von Durst für nichtig erklärt

In weiten Teilen für nichtig erklärte das Bundespatentgericht

(München) ein Patent der Durst Phototechnik

Digital Technology GmbH mit Bezug auf den

Druck mit weißer Tinte. Vorausgegangen war eine

Patentverletzungsklage der Durst GmbH gegen EFI.

Unhaltbar, so argumentierte EFI in seiner Nichtigkeitsklage,

seien weite Teil des Patents, da die darin

beanspruchten „Neuerungen“ bereits Jahre zuvor

bekannt gewesen seien. Angeschlossen hat sich dieser

Sichtweise am 23. Oktober 2013 auch das Bundespatentgericht,

indem es wesentliche Aspekte des

Patents für nichtig erklärte.

12 12 2013


Technische Daten:

• Leitzahl 80

• Abbrennzeit 1/1000

• Ladezeit auf 100%: 1,2 sec.

• Leistungsregelung über 5

Blenden stufenlos

• 100% Spannungsstabilisiert

• Gewicht: 2,7 kg bei nur

• Maße: 15 x 32 x 15 cm

Alles ist zu besichtigen

und zu testen bei

Delta Marketing

Überfuhrgasse 37

8020 Graz

12 2013

13


eric‘s world

Erics World

One Day in… Belchite

Meeting the Past!

Die Suche nach Fotolocations

führte mich dieses

Jahr für einen Tag nach

Belchite. Bis zu jenem Tag

war mir weder Belchite,

noch der spanische Bürgerkrieg

sonderlich vertraut.

Nicht viel mehr zumindest

als einem durchschnittlichen

„Wem-die-Stundeschlägt“-Leser...

14 12 2013


One Day in...Belchite

Dass die Menschheit dazu tendiert, sich von Zeit zu

Zeit einer ausrottungsartigen Reduzierung zu unterziehen,

wird uns seit der Antike aufgezeigt. Alle Hochkulturen

haben ihren Niedergang erlebt. Ob dies ein

notwendiger reinigender Vorgang ist, steht mir fern zu

beurteilen.

Das Gebiet um Zaragossa war trauriger Schauplatz

von Stellungskriegen und abscheulichen Greueltaten.

Die Recherche führte mir einmal mehr erschreckend

vor Augen, wozu Menschen fähig sind. Einer dieser

traurigen Orte ist Belchite, etwa 100 km südlich von

Zaragossa. Was Belchite so besonders macht, ist ihr

Umgang mit der Zerstörung: unmittelbar neben den

Ruinen bauten die wenigen Überlebenden ihren Ort

gänzlich neu auf, das Mahnmal der Vergangenheit täglich

vor Augen...

Ein bedrückendes Gefühl lässt sich nicht verleugnen, wenn man hier, abseits von Paella und Kastagnetten, durch die einsamen Gassen geht.

Es scheint, als ob hier gestern noch gekämpft wurde...

„One Day in“...

by Eric Berger

Abensbergstr. 4

4061 Pasching

Tel: 07229 62 5 83

Mail: eric@fotocult.at

Web: www.fotocult.at

12 2013

15


gastbeitrag

Ein Buch wird geboren

Es wurde ein

Buch. Michael

Rzepa beim

Signieren

Wir feiern Geburtstag. Im November 1968, vor 45 Jahren

wurde das „weisse Album“ der Beatles veröffentlicht.

Und die Tatsache kann so unbedeutend nicht sein

– würdigt sogar der Sender Ö1 dieses Ereignis mit einer

Sendereihe über eine Woche. Das „weisse Album“ ist

das einzige Doppelalbum der Beatles und für viele Leute

eines ihrer besten Alben. Es finden sich auf ihm Klassiker

wie Back In The USSR oder das für Beatles-Verhältnisse

ungewöhnlich „harte“ Helter Skelter, die auch heute noch

bei Konzerten von Paul McCartney zu den Fixpunkten

der Setliste gehören. While My Guitar Gently Weeps,

Happyness Is a Warm Gun, Blackbird, Rocky Raccoon,

die Liste der Songs, die in die Musikgeschichte Einzug

gefunden haben, kann man noch lange fortsetzen. Fakt

ist, dieses Album sollte in keiner Sammlung fehlen.

Von einem, der auszog,...

Wir feiern Geburtstag. Den Ersten. Am 12. November

wurde im Kunsthaus Wien ein „weisses Buch“ präsentiert.

Sein Titel lautet „Wien so still und dennoch wach“

und ich wünsche dem Autor, dass sich in 45 Jahren

der Kultursender Ö1, falls es ihn dann noch gibt, was

ich ebenso wünsche, an diesen Umstand erinnert und

auch eine Sendereihe ausstrahlt. Nun ist der Umstand,

dass ein Buch erscheint ein alltäglicher, anlässlich der

Buchmesse, die dieser Tage in Wien stattfindet, nichts

Ungewöhnliches. „Wien so still und dennoch wach“, ein

weisses Buch mit einem kleinen Bild der U-Bahn-Station

Karlsplatz am Titel, Fotografien von 2010 bis 2013. Michael

Rzepa. Vorwort: Erich Lessing. Vorwort von wem?

Erich Lessing? Der Erich Lessing?

Ich durfte die Entstehungsgeschichte dieses

Buches miterleben und möchte Sie,

geschätzte Leser, in Ausschnitten daran

teilhaben lassen:

Das Buch zeigt Bilder von Wien, die zum

grössten Teil zwischen 4:00 und 7:00 Uhr in der

Früh fotografiert wurden. Bekannte und weniger

bekannte Plätze, Gebäude, Landschaften

und Innenräume. Allen Bildern gemeinsam ist

das Fehlen von Menschen. Zur Erklärung. Wir

alle kennen den Graben oder den Platz vor

dem Stephansdom. Und wir wissen, welche

Massen an Menschen dort tagtäglich durchgehen.

Und nun sehen wir die Bilder davon im

Buch ohne Menschen.

Wenn die Geschichte nicht wahr ist, so ist sie doch gut

erfunden. Auf meine Frage nach der Motivation, mit den

Fotos für das Buch zu beginnen kam die Antwort: „Weil

ich nicht schlafen konnte“.

Fast alle Bilder wurden

mit einer Sinar

arTec mit einem 33

Megapixel Sinar-

Back fotografiert.

Als Objektive kamen

die Brennweiten

28mm, 45mm,

60mm und 90mm

zum Einsatz, Hauptobjektiv

war das

45mm. Der Blickwinkel

ist der, wie

der Fotograf das Objekt sieht, wenn er direkt davor

steht, die Kamera fast auf Höhe des Kopfes, einzige Korrektur

ist ein Shiften des Objektives wegen „stürzender

Linien“. So weit so simpel. Aber jetzt spielen wir die Sache

einmal in der Praxis durch. Es ist 3:00 Uhr in der

Früh und der Wecker läutet. Begeistert stehen Sie auf,

weil Sie möchten ja ein Foto machen. Was sonst würden

Sie um diese Zeit machen wollen? Also packen Sie Ihre

Ausrüstung zusammen und machen sich auf zum Stephansdom.

Stativ aufgestellt, Kamera montiert, Objektiv

montiert, der Ausschnitt ist bestimmt, auf der Mattscheibe

sieht man nur Umrisse, dank der Tatsache, dass auf

... weil er nicht schlafen konnte.

dem Objektiv eine Tiefenschärfeskala aufgedruckt ist,

können Sie die für das Bild notwendige Blende bestimmen,

dafür brauchen Sie aber eine Taschenlampe, weil

um diese Zeit ist die Skala sonst nicht zu entziffern, sie

warten auf das herannahende Morgenlicht und belichten

20 Sekunden. Sie packen Ihre Ausrüstung zusammen

und freuen sich auf den nächsten Tag. Um die selbe Zeit

wird der Wecker läuten und wieder werden Sie unterwegs

sein. Und die ganze nächste Zeit. Es ist Sommer,

und das Wetter ist schön. Sie denken, wie wird das im

Winter sein, bei 5 Grad minus?

Die Bilder im Buch sind alle Ergebnisse eines Digitalbacks

mit 33 Megapixel. Diese Sensoren sind

CCD-Chips, die eine wesentlich höhere Grundschärfe

16 12 2013


gastbeitrag msm

als Cmos-Chips auszeichnet. Was sie nicht so gerne

mögen sind Langzeitbelichtungen – dabei können in der

Datei Fehler entstehen, die nur mit grossem Aufwand

korrigiert werden können. Je nach Ausgabegrösse sind

diese mehr oder weniger stark sichtbar. Zur Präsentation

des Buches wurden auch grosse Prints der Aufnahmen

gezeigt. Der Aufwand, diese Bildfehler zu korrigieren,

war also sehr arbeitsintensiv und nervenaufreibend.

Die Entscheidung, die Bilder in „SW“ zu zeigen, kam

relativ spät. Ein RGB Bild nach SW zu wandeln ist ein

mitunter komplizierter Prozess. Ähnlich wie bei der Fotografie

auf konventionellem SW-Film mit der Filtertechnik

und den verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten gibt

es auch im digitalen Workflow viele Wege, ein Bild von

RGB nach SW überzuführen. Je nachdem, welche Bildwirkung

am Schluss beabsichtigt ist, kann das Verfahren

auch aufwendig sein. Michael Rzepa hat über viele

Versuche das für ihn beste Verfahren ermittelt und am

Schluss auf alle Bilder gleich angewendet. Erst dann

wurden alle Bilder fertig bearbeitet.

Ein jeder Buchautor steht irgendwann vor der Entscheidung,

wie er sein Buch veröffentlicht. Begibt er sich in

die Hände eines Verlages oder macht er es selbst. Michael

Rzepa hat alles selbst gemacht. Das heisst, alle

Kosten der vollständigen Produktion werden von ihm

selbst getragen und finanziert. Er ist für alle Belange der

Produktion der Verantwortliche.

Für den Druck werden die Bilder auf den Produktionsprozess

hin optimiert. Dann fällt die Entscheidung,

eine „zweite Farbe“ zu drucken. Mit einer Pantonefarbe

wird das SW Bild veredelt. Ein Andruck auf der Produktionsmaschine

zeigt die Ergebnisse. Die zweite Farbe

beeinflusst aber die Kontraste und die Gradation. Mittels

einer Korrekturkurve müssen alle Dateien auf die veränderte

Produktion angepasst werden. Der Druck kann

beginnen. Alles läuft gut und die Druckbögen sind ohne

grössere Probleme fertiggestellt. Vier Tage nach dem

Druck, alle Bögen sind schon beim Buchbinder, wird auf

einem Druckbogen ein Fehler festgestellt. Rasch wird

klar, dass die ganze Auflage betroffen ist. Es muss der

Bogen nachgedruckt werden. Der Termindruck für den

Buchbinder nimmt zu, müssen doch zur Präsentation

Bücher verfügbar sein.

Eine Ausstellung im Kunsthaus erfordert Austellungsbilder.

Die Entscheidungen, wie diese Bilder gezeigt werden

sollen, Rahmen ja oder nein, Ton der Bilder, etc. etc.

.... und aus.

Kontrolle der

Bögen – ein

Fehler wird

entdeckt

Und mit einem Buch zurückkehrte.

Weiter, doch lohnender

Weg bis

zur Ausstellung

im Kunst Haus

Wien

Michael Rzepa hat lange über die Gestaltung des

Buches nachgedacht und ein in sich stimmiges Werk mit

beeindruckenden Bildern produziert. Sehr viel Zeit hat er

dafür verwendet, wie der Aufbau der einzelnen Elemente

vom Titel über den Satz, die Bildabfolge bis zum Text

aussehen soll. Als Autor des Vorwortes konnte er Erich

Lessing gewinnen. Lessing beginnt es mit dem Satz:

„So hat man Wien noch nie gesehen.“

Wäre ich jetzt der Herr Grissemann von Willkommen Österreich

im Fernsehen würde ich sagen: „Wir hatten heute

wieder einen hervorragenden Gast und kaufen Sie alle

Bücher von Michael Rzepa und schauen Sie sich alle seine

Bilder an, denn in 45 Jahren ...“ Günther Böck MSM

Anregungen und Kommentare bitte an:

MSM GmbH www.msm-computer.com

Fischbachstrasse 52 b | 5020 Salzburg

+43(0)662 62 10 65 | office@msm-computer.com

Siehe auch unser

Bericht auf

Seite 23

12 2013

17


tipps & Termine

Aus der Serie

I.AM. Andessner

in der Interpretation

der Marlene

Dietrich

Ausstellung & Produktpräsentation

IRENE ANDESSNER: „Ursula K.“

Die Salzburgerin Irene Andessner ist eine bedeutende

bildende Künstlerin – ihr Ruf reicht bis

weit über die Grenzen, sie ist in der internationalen

Kunstszene als Performance-Künstlerin bestens

anerkannt. Andessners Werk besteht aus

rund 160 gefilmten und fotografischen Selbstund

Rollenporträts sowie ca. 20 Gruppenbildern.

Mit der Ausstellung „Ursula K.“ und weitere

Arbeiten ruft Foto Fayer die „photoart2you“

in der Galerie des Shops am Opernring ins Leben.

In diesem Rahmen werden kontinuierlich

Arbeiten von Fotostudenten, herausragenden

Fotografen und Fotokünstlern präsentiert. Weil

sich die Medienvielfalt am signifikantesten auf

herausragender Fotografie darstellen lässt, dienen

sie auch als haptisches Beispiel und Hinweis auf der

Perfektion von Foto Fayer. Andessners Werkauswahl ist zu

den regulären Shopöffnungszeiten bis Ende Jänner 2014

frei zu besichtigen.

Wann: bis Ende Jänner 2014

Wo: photoart2you, Opernring 6, 1010 Wien

Info: www.photoart2you.at

Leica Oskar Barnack Preis

„100 Jahre Leica Fotografie“

Anlässlich des Jubiläums verdoppelt die Leica Camera

AG die Preisgelder. Der Gewinner des Leica Oskar

Barnack Preises 2014 in der Hauptkategorie erhält €

10.000 sowie eine Kameraausrüstung des Leica M-

Systems. Der Nachwuchspreis wird mit einem Geldpreis

von € 5.000 dotiert. Traditionell geht es beim

Wettbewerb um die individuelle fotografische Interpretation

des Menschen in seiner Umwelt. Teilnahmeberechtigt

sind BerufsfotografInnen mit Bildserien

aus dem Jahr 2013 und Langzeitprojekte, in denen

zumindest Einzelbilder aus 2013 stammen.

Teilnahme: 15. Dezember 2013 bis 31. Jänner 2014

Info: www.leica-oskar-barnack-preis.de

2014 World Press Photo Contest

Der kommende World Press Photo Contest ist mit einigen

Änderungen verbunden, vor allem die Frage, was bei der

Nachbearbeitung erlaubt ist, was nicht, wurde klar definiert.

Auch das Auswahlprocedere erfolgt restriktiver und transparenter.

Der World Press Photo Contest lenkt die Weltöffentlichkeit

auf gehobenen Fotojournalismus und qualifizierten

Bildbotschaften

Teilnahme: bis 15. Jänner 2014

Info: www.worldpressphoto.org >contest

LIK Akademie

Meisterklasse

Wann: Kursstarts ab 21. März 2014

Wo: Akademie für Foto und Design Wien

Info: www.studium-fotografie.at

__________________________________________

LIK Irland Fotoworkshop

„Das ZEN der Fotografie“

Wann: 12. – 19.4.2014

Wo: Valentia, Südwestirland

Kosten: € 790,00 (zzgl. Flug, Unterkunft)

Info: www.lik-fotoakademie.at > Aktuell

__________________________________________

Ausstellung

Kristian Schuller

Die ausgestellten Fotos

zeigen eine Welt der

schillernden Kontraste

außergewöhnliche Inszenierungen,

ungewöhnlich

opulent, voll Kraft und

Freude.

Wann: bis 1. März 2014

Wo: Atelier Jungwirth, Graz

Info: www.atelierjungwirth.com

__________________________________________

Ausstellung

Young Photographers

Wann: bis 17.01.2014

Wo: Fine Art Galerie

10er Haus, Traismauer

Info: www.fineartgalerie.at

__________________________________________

Workshop

Do-it-Yourself Storytelling

Wann: 1. und 2. Februar 2014

Wo: ANZENBERGERGALLERY

Absberggasse 27, 1100 Vienna

Kosten: € 295,00

Anmeldung: workshops@anzenberger.com

Unter dem Motto „Become an indipendent photographer“

gibt der Niederländer Rob Hornstra

(Gründer von FOTODOK—Space for Documentary

Photography und bekannt u.a. durch seine Arbeit

The Sochi Project > www.thesochiproject.org)

Hinweise zur Frage der Finanzierungsquellen und

zeigt Aspekte der zeitadäquaten, kostneparenden

Präsentation. Der 1,5 tägige Workshop wird in

englischer Sprache gehalten.

18 12 2013


Saga News

Profoto

Kabellose Freiheit mit TTL OFF-Camera Blitzen

Vor einigen Jahren stellte sich der schwedische

Lichthersteller Profoto selbst die

Aufgabe, den stärksten, benutzerfreundlichsten

und vielseitigsten Kompaktblitz

der Welt zu entwickeln. Heute stellen wir

den B1 vor, gemeinsam mit einer neuen

TTL Funkfernsteuerung für Canon E-TTL

Kameras. Das B1-Konzept sollte es Fotografen

so einfach wie möglich machen,

mit leistungsstarken Kompaktblitzen zu

arbeiten – kompromisslos in Qualität und

Vielseitigkeit.

Die wichtigste Neuheit beim B1 ist

die TTL-Funktionalität. Diese zum Patent

angemeldete Innovation macht aus

einem professionellen Kompaktblitz und

einer Kamera die perfekte Einheit.

Und so funktioniert es: Sie schieben

den Air Remote TTL auf den Zubehörschuh

der Kamera, gestalten Ihr Motiv,

fokussieren und lösen die Kamera aus.

Der Air Remote TTL steuert die Blitzlichtmenge

automatisch und liefert eine richtig

belichtete Aufnahme. Wollen Sie die

Belichtung selbst steuern, schalten Sie

einfach in den manuellen Modus um.

Die Air Remote TTL ist

ein kleines, separates

Zubehörteil, das auf

den Zubehörschuh

der Kamera gesetzt

wird. Es ermöglicht

eine kabellose Kommunikation

zwischen Kamera

und Profoto Blitz – einschließlich der

heute üblichen TTL Blitztechnologie.

Gesteuert werden die B1 Kompaktblitze

in drei Gruppen.

Ein weiteres, wichtiges Feature des B1:

er ist komplett kabellos. Über einen auswechselbaren

Akku wird er mit Energie

versorgt und über das Profoto Air-System

per Funk ausgelöst. So lässt sich der B1

ohne Rücksichtnahme auf die Kabellänge

überall aufstellen. Der Akku hält für ca.

220 Blitze bei voller Leistung; die Reichweite

des Air-Systems liegt bei 300m.

Der B1 hat für seine kompakten Maße

bemerkenswert viel Energie. Mit seinen

500Ws ist er ca. zehnmal so stark wie ein

normaler Aufsteckblitz. Das reicht sogar,

um Motive bei starkem Gegenlicht auszuleuchten.

Auch Gruppenaufnahmen

können gleichmäßig belichtet werden.

Die Lichtmenge kann manuell sehr genau

in 1/10 und 1/1 Blendenstufen über einen

Bereich von 9 Blendenstufen eingestellt

werden. Außerdem verfügt der B1 über

ein sehr effizientes LED Einstell-Licht.

Dank seiner innovativen Quick-Burst-

Technik ist seine Geschwindigkeit ebenfalls

beeindruckend. Damit werden bei

niedriger Leistungseinstellung Bildserien

von bis zu 20 Aufnahmen/sec. möglich.

Selbst bei voller Leistung braucht ein

B1 keine 2 Sekunden Ladezeit bis zum

nächsten Blitz. Selbstverständlich ist

der B1 voll kompatibel zu den meisten

der über 120 unterschiedlichen Profoto

Lichtformern. Nützliche Zubehörteile wie

ein passender Rucksack, ein Schnell-Lade-

sowie Auto-Ladegerät ergänzen das

Sortiment.

Zeitgleich stellt Profoto die Air Remote

TTL-C für Canon Kameras

vor. Eine Version für Nikon folgt

2014. Der Fotograf entscheidet,

welchen Typ Air Remote er benötigt.

Auf der Seite www.profoto.com/b1

ist eine Kompatibilitätsliste zu finden.

12 2013

19


In eigener Sache

Autor: Dr. Josef Schartmüller

Serie • Teil 10 – K

Kopien (am Beispiel „Bild vom Bild“)

Die §§ 41 ff UrhG regeln freie Werknutzungen,

namentlich solche, die

ohne Zustimmung des Lichtbildherstellers

gestattet sind.

Die freien Werknutzungen der „Vervielfältigung

zum eigenen Gebrauch und

zum eigenen Gebrauch durch andere“

sind darauf beschränkt, einzelne Vervielfältigungsstücke

auf Papier oder

einem ähnlichen (analogen) Trägermaterial

(wie etwa auf Folie oder Karton)

herstellen zu dürfen. Damit gibt es keine

„freie Werknutzung“ zur Speicherung

digitaler Daten.

Der Begriff „einzelne“ ist „schwer

auslegungsbedürftig“. Aus der Judikatur

ist keine zahlenmäßige Obergrenze

herauszulesen, wie so oft ist auf

den „Einzelfall abzustellen“.

Jedenfalls ist zu beachten, dass die

Vervielfältigungsstücke der Öffentlichkeit

nicht zugänglich gemacht

werden dürfen (§ 42 Abs 5 UrhG). Sobald

sohin der Vervielfältiger das Werkstück

einem nicht fest abgegrenzten

Personenkreis betrachtbar macht,

kann er sich nicht auf diese freie Werknutzung

berufen.

Die „Vervielfältigung auf Papier“ kommt

natürlich in erster Linie als Fotokopie

vor und öffnet in der Praxis dem Missbrauch

Tür und Tor.

Der RSV hat schon vor mehr als

einem Jahrzehnt Musterprozesse gegen

große Drogerieketten geführt, die

bahnbrechend für die Rechtsprechung

zur freien Werknutzung „Vervielfältigung

zum eigenen Gebrauch durch

andere“ waren.

Welchem Fotografen waren und sind

nicht die Billigstaktionen „Bild vom

Bild‘“ ein Dorn im Auge und Gefahr für

die wirtschaftliche Existenz desjenigen,

der auf „Nachbestellungen“ baut.

Auch heute noch ist es – etwa im

Bereich der „Schulfotografie“ – gang

und gäbe, dass mit dem vom Kind

nach Hause gebrachten Foto der Weg

schnurstracks zum Fototerminal führt,

dort bekommt man für nicht einmal

einen halben Euro eine Kopie, dann

erlahmt das Interesse an der Nachbestellung

beim Berufsfotografen…

Nun mag man meinen, es handle sich

dabei um eine „Vervielfältigung zum Gebrauch

durch andere“, womit die vom

RSV belangten Handelshäuser auch

gerne zu argumentieren versuchen!

Der Standesvertretung der Fotografen

ist es gelungen dem einen

gesetzlichen Riegel vorzuschieben.

Schon im Jahr 2002 hat der OGH

folgenden Leitsatz aufgestellt:

„Das Urheberrechtsgesetz lässt die

Vervielfältigung zum eigenen Gebrauch

eines anderen auch entgeltlich zu,

wenn die Vervielfältigung mit Hilfe reprografischer

oder ähnlicher Verfahren

vorgenommen wird. Das gilt jedoch

nicht für die Vervielfältigung gewerbsmäßig

hergestellter Lichtbilder nach

einer Vorlage, die in einem fotografischen

Verfahren hergestellt wurde.“

(OGH 15.10.2002, 4Ob 222/02 d)

Der Gesetzgeber hat dann noch

„nachgelegt“: „§ 42a, 2. Satz, Z 1 gilt

jedoch nicht für die Vervielfältigung von

gewerbsmäßig hergestellten Lichtbildern

nach einer Vorlage, die in einem

fotografischen Verfahren hergestellt

worden ist“.

(§ 74 Abs 7, letzter Satz, UrhG)

„Auf den Punkt gebracht“ heißt das,

dass Fotografien, die gewerbsmäßig

hergestellt wurden, nicht der freien

Werknutzung der „Vervielfältigung“

unterliegen. Hier bedarf es nach wie

vor der Zustimmung des Fotografen,

einerlei, ob nur „einzelne“ Kopien ge-

macht werden oder ob diese Vervielfältigungsstücke

„zum eigenen Gebrauch oder zum Gebrauch

durch andere“ hergestellt wurden.

Genau diese Bestimmung sollte verhindern,

dass Hochzeitsaufnahmen oder dergleichen

ohne Zustimmung des Berufsfotografen im

Copyshop oder am Fototerminal des Supermarktes

vervielfältigt werden, was viele Betreiber

immer noch nicht wahrhaben wollen.

Der Verbandsanwalt des RSV wünscht allen

Fotografen frohe Weihnachten!

Der Wachaukalender ist da!

Gregor Semrad aus Dürnstein

fotografiert seine Region wie

kein zweiter.

12 seiner herausragenden Ansichten

erschienen soeben im Wachaukalender

2014, zu bestellen unter:

20


Wappen von Salzburg

David Liuzzo 2006

In eigener Sache

Salzburgs neue Fotografenmeister

Im Rahmen der diesjährigen Meisterbriefverleihung der Wirtschaftskammer

Salzburg, bei der insgesamt 248 neue Meister

aus den verschiedensten Berufen von Wirtschaftskammerpräsident

Julius Schmalz und Spartenobmann Josef Mikl ihre

Urkunden erhielten, konnten auch 16 neue Fotografenmeister

den Abschluss ihrer Ausbildung feiern. Nach einer zehnjährigen

Pause hatte die Landesinnung Salzburg den zweiten Meisterkurs

am WIFI Salzburg abgehalten. 15 Fotografen stellten sich

der zweisemestrigen Ausbildung mit rund 260 Lehreinheiten,

die von zahlreichen bekannten heimischen Fotografen (Helge

Kirchberger, Paul Ott oder Reinhard Fasching) als Referenten

unterrichtet wurden.

Fünf der 16 erfolgreichen Fotografen-Jungmeister bei der Meisterbriefverleihung

der Wirtschaftskammer Salzburg mit Wirtschaftskammerpräsident Julius

Schmalz, Spartenobmann Josef Mikl und Landesinnungsmeister Gerhard Sulzer.

Die aufwendige Ausbildung, unter anderem auch mit zahlreichen

Exkursionen unter Lehrgangsleiter Bruno Schatzl, trug

letztendlich auch Früchte. Alle 15 Kandidaten, die zur Meisterprüfung

antraten, konnten diese positiv abschließen. Zwei davon

bestanden die Prüfung in allen drei Modulen mit Auszeichnung.

Landesinnungsmeister Gerhard Sulzer freute sich über

die ausgezeichneten praktischen Arbeiten der Meisterklasse bei

der Prüfung. Aus den mehr als 50 Bewerbern für den Kurs wurden

nach zwei Informationsabenden und einem ausführlichen

Aufnahmegespräch 15 Teilnehmer ausgewählt. „Damit war von

Anfang an garantiert, dass die Ausbildung auf einem sehr hohen

Niveau ablaufen konnte“, so Gerhard Sulzer.

Ende September startete die heurige Meisterklasse, bei der

ebenfalls aus den zahlreichen Bewerbern 15 Teilnehmer ausgewählt

wurden, die nach derselben, umfangreichen Ausbildung

im Juni 2014 zur Prüfung antreten werden.

Landesinnungsmeister Gerhard Sulzer freute sich mit dem Primar des Krankenhauses

Zell am See, Dr. Rene Roland Wenzel, über dessen Meisterbrief. Der

bekannte Mediziner machte sein Hobby zur Berufung und absolvierte mit Erfolg

die Ausbildung zum Fotografenmeister.

Fotos: © Franz Neumayr

Fotoprofis beim Kameraprofi

Die Leica Galerie war Ziel des Treffens der Salzburger Fotografen

im Rahmen ihrer regelmäßigen Stammtische. Mehr als

20 Innungsmitglieder konnten dabei einerseits einen Blick auf

die derzeit laufende Ausstellung des Wiener Fotografen Florian

Herzog unter dem Titel „Zwischen den Zeilen – kann ein

Gegenstand nicht einmal etwas anderes sein, als das was er

ist“ werfen, andererseits auch interessante Produktneuheiten

aus dem Hause Leica kennenlernen. Seit der Übernahme der

traditionsreichen Kameraschmiede durch die Salzburger Unternehmerfamilie

Kaufmann befindet sich der Verwaltungssitz in

der Mozartstadt.

Die 2008 eröffnete Galerie hat einen Schwerpunkt in der künstlerischen

und dokumentarischen Fotografie. Im Fokus der Ausstellungen

stehen junge wie renommierte Fotografen mit zeitgenössischen

bis historischen Arbeiten. Die Leiterin der Galerie,

Karin Rehn-Kaufmann, hat im Vorjahr in den selben Räumlichkeiten

eine eigene Leica Boutique eröffnet.

Landesinnungsmeister Gerhard Sulzer (1.v.r.) , Innungsgeschäftsführer Dr. Martin

Niklas (1.v.l.) und Lisa Kutzelnig (2.v.l.) von der Leica Galerie mit den interessierten

Salzburger Fotografen.

Fotos: © Franz Neumayr

21


In eigener Sache

Höhepunkt zu den 125 Jahr-Feiern der „Graphischen“

Festakt in Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Kein geringerer als Bundespräsident

Dr. Heinz Fischer schloss die Feiern

um das 125-jährige Bestehen der

Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt

ab. In seiner Rede betonte

Fischer, dass selbst die Republik Österreich

um 1/4 Jahrhundert jünger

sei. Besonders lobte Fischer die praxisnahe

Ausbildung und gute Zusammenarbeit

mit der Wirtschaft.

Anlässlich des Festakts am 14. November 2014 überreichte er KommRat Ing. Rainer Henn,

der das Profil der Schule über Jahre stark prägte, die höchste Auszeichnung der Republik

Österreich, das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Völlig unvorbereitet

und

tief bewegt

nahm dieser

die Ehrung im

voll besetzten

Festsaal entgegen


Freute sich über

die entspannte

Stimmung im

voll besetzten

Festsaal: Hofrat

Prof. Dipl.Ing.

Gustav W. Linnert,

Direktor der „Graphischen“.

(o.li.)

„Black & White Spider Awards“/L.A.

3. Platz für Jens Ellensohn, VA

Beim achten Durchgang des weltweit bedeutendsten

Wettbewerbs für Schwarz-Weiß-Fotografie, dem

„Black & White Spider Awards“ in Los Angeles langten

9.500 Einreichungen aus 75 Nationen ein. Jens Ellensohn,

Profifotograf für Industrie und Architektur mit Atelier in Koblach/Vorarlberg,

reichte dazu seine Arbeiten für seine Kunden

„X-Action Functionware“ und die Bregenzer Festspiele

ein. Vier seiner Werke erhielten in der wichtigen Kategorie

„Advertising“ eine Nominierung, das Motiv „PowerTrakking“

für X-Action Functionware wurde mit dem sensationellen

dritten Platz ausgezeichnet. Gratulation!

> ellensohn-fotografie.com > thespiderawards.com

Jubiläum mit Buchvorstellung:

25 Jahre Watzek Photografie

Schon zu seinen fotografischen Beginnzeiten

widmete sich Gerhard Watzek intensiv der Visualisierung

künstlerischer Objekte. Durch die folgende intensive Zusammenarbeit

mit dem Volkskundler, Buchautor und Filmemacher

Prof. Wolfgang Pfaundler war der Blick auf und das

Interesse für die Kunst schnell geschärft, sodass Watzek

heute viele Künstler unterschiedlichster Bereiche aus dem

In- und Ausland zu seinen Kunden und Freunden zählt. Besonders

herausfordernd in Technik und Flexibilität ist die

Arbeit in Museen oder sakralen Räumen mit Darstellungen

von reflektierenden Gegenständen.

Für die zweite Werkmonografie des ladinischen Bildhauers

Lois Anvidalfarei, erschienen beim italienischen Kunstverlag

SKIRA, wurden fast ausschließlich Bilder aus der Hand Gerhard

Watzeks eingesetzt. > www.watzek-photografie.com

22


In eigener Sache

Wien, so still und dennoch wach

Buch von Michael Rzepa

So hat man Wien in Thomas

Glavinics „Arbeit der Nacht“

vor Augen: alles ist hochvertraut

und beängstigend

fremd zugleich. Michael Rzepas

menschenleere Wienansichten

in kontrastreichem

Schwarz-Weiss sind eine

spannende Lektüre (Doch!

Auch Bilder kann man lesen)

für alle Freunde der Stadt.

Faszinierend z.B. die Donaustadtbrücke

oder Rzepas

Blick vom Kahlenberg in einen

Hauch von Nichts. Zu

bestellen unter:

Junior Sales

Championship

Jedes Jahr treten junge Verkaufstalente aus

ganz Österreich zum „Junior Sales Champion

Österreich“ an. Wie schon in den letzten

drei Jahren ging der Bundessieg auch heuer

an Oberösterreich. Tamara Ali (20) aus Oberösterreich

überzeugte die Fachjury durch

ein perfekt geführtes Verkaufsgespräch mit

einem – unvorhergesehenen – englischsprachigen

Testkunden und setzte sich gegen

17 Mitbewerber durch. Neben Fachwissen

und Argumentationstechnik waren auch

Gesprächseröffnung und Bedarfsermittlung,

sowie Zusatzverkauf,

allgemeiner

Eindruck und

die Einwandbehandlung

wesentliche

Kriterien bei

der Beurteilung.

Foto: © Neumayr

Trendstudie: Fotografen/Fotografinnen ins Jahr 2020

FAKTEN FÜR EINE ERFOLGREICHE ZUKUNFT Juli 2013

Die Landesinnung der Berufsfotografen hat eine Grundlagenstudie

zum Thema „Fotografen/Fotografinnen ins Jahr 2020 Fakten für

eine erfolgreiche Zukunft Juli 2013“ in Auftrag gegeben. Anlässlich

des WKO Unternehmertages am 05.11.2013 wurde die Trendstudie

der Firma BMM GmbH von Mag. Claudia Brandstätter präsentiert.

Zu den Kernaussagen zählen:

• Durch den erleichterten

Zugang gibt es viel zu viele

Fotografen, viel zu viele Bilder

aber viel zu wenige sehr

gute Bilder!

• Die Kunden (egal ob privat

oder B2B) haben durch die

Vielzahl der Bilder verlernt,

Qualität zu erkennen! Da

brauchen sie Hilfe vom Profil!

• Der persönliche Kontakt ist

entscheidend! Immer mehr

Qualitätsprofis verbringen

v.l.n.r.: Michael Klamminger, Mag. Claudia Brandstätter,

Landesinnungsmeister Heinz Mitteregger, Landesinnungsmeister-Stv.

Thomas Fischer Foto © Fischer

immer mehr Zeit mit den

Kunden, um das Qualitätsbild ins richtige Licht zu rücken und Qualität zu

transportieren!

23


zu guter letzt

Suche: gebrauchte Minilabs

und Studio geräte

Tel.: 0048 604 283 868

Fax: 0048 957 651 825

e-mail: lowim@wp.pl

Fachverband Reprografie Österreich

67. Generalversammlung

Vom 18. bis 20. Oktober 2013 trafen mehr als die Hälfte der Mitglieder und fast

alle Vertreter der Fördermitglieder zur 67. Generalversammlung des Verbandes

im Landhotel Eichingerbauer in St. Lorenz bei Mondsee ein.

Kleiner Anzeiger

*********************

Biete: Übernahme

Junges, modernes Fotostudio sucht

Nachfolger aus privaten Gründen:

85 m2 inkl. Nebenräume, großzügige,

offene Räumlichkeiten,

barrierefrei zugänglich. Deckenschienensystem,

Blitzanlage, Bankomatkasse,

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Fotodrucker, Schneidemaschine

u.v.m. Nähe Donauzentrum, gute

Verkehrsanbindung, großer Kundenstock

und sehr gute Auftragslage,

Übernahme von 1 Mitarbeiterin

möglich. Nachfolge ab Ende 2013.

Tel.: +43 (0)699/11 63 98 41

Nach dem geselligen Freitagabend mit Kegelmeisterschaft

wurde Samstag Vormittag zur Generalversammlung

gerufen. Bundesinnungsmeister-

Stellvertreter der Fotografen, Heinz Mitteregger

berichtete über die Tätigkeiten aus der Fotobranche.

Er wünscht sich künftig eine stärkere Zusammenarbeit

zwischen dem Verband und der Innung.

Vorsitzender Ernst Hönig

(li) und Wolfgang Kalchmair,

Direktor der Berufsschule

Linz 9 (re)

Mario Delvecchio,

copyprintsuisse

Nach der Kaffeepause

wurde das Thema „Lehrberuf

Reprograf“ behandelt.

Wolfgang Kalchmair,

Direktor der Berufsschule

Linz 9, präsentierte den

Ausbildungsweg und den

Lehrplan. Sein Wunsch:

Mehr Feedbacks von den Untenehmern, aber auch

mehr Informationen über Neuheiten der Branche

von der Lieferindustrie. Über die Situation in der

Schweiz mit derzeit ca. 120 Lehrlingen referierte

Mario Delveccio. Er ist der Verantwortliche für die

Ausbildung der Lehrlinge an den zwei Berufsschulen

in Zürich und Lausanne.

Am Nachmittag fand eine Exkursion

zur Papierfabrik in Laakirchen

statt. Unter fachkundiger Führung

wurden den Teilnehmern der Stand

der Technik in der Papiererzeugung

gezeigt. Die Geschichte der Papiermacherkunst

und des Druckes war

Thema im nahe gelegenen Papiermacher-

und Druckereimuseum.

Beim Festabend mit exzellentem

Menü und erlesenen Weinen gab es

viele zufriedene Mitglieder und gute

Stimmung. Der Abend bot ausreichend

Zeit, mit Kollegen und Fördermitgliedern

der Lieferindustrie

Erfahrungen und Meinungen auszutauschen.

(red. Ingrid Maier)

Impressum

Offizielles Organ der Bundesinnung der Berufsfotografen

Österreichs, des Bundesgremiums des

Fotohandels, des Rechtsschutzverbandes der Fotografen

Österreichs, der Gesellschaft der Freunde

der Photographie und ihrer Geschichte, des FEP

(Federation of European Photographers); Organ der

Photographischen Gesellschaft gegründet in Wien.

Eigentümer, Medieninhaber und Herausgeber:

Bundesinnung der Berufsfotografen, 1045 Wien,

Wiedner Hauptstraße 63, Tel. 05 90 900-DW 3270,

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz unter der

Web-Adresse: http://portal.wko.at/wk/offenlegung_dst.wk?dstid=180&back=0

Blattlinie:

Förderung der Ziele des Tätigkeitsbereiches

Mit dem Verlag und der Herstellung betraut:

Verlag für photographische Literatur, A-1010 Wien,

Opernring 6, Tel: (1) 512 87 12, F: (1) 513 78 33,

office@derphotograph.org

www.derphotograph.org,

Layout: vphl

Chefredakteur: KommR Andreas Barylli

Redakteure: Verena Podiwinsky, Ursula

Kralupper, Eric Berger. Mit Namen gekennzeichnete

Beiträge stellen jeweils die Meinung des

Verfassers dar und geben nicht in jedem Fall

den Standpunkt des Herausgebers wieder. Mit

+ gekennzeichnete Artikel sind von der Industrie

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Verlags- und Herstellungsort: Wien

Druck: Druckwerkstatt Handels GmbH

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Erscheinungsweise: 11 mal im Jahr

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Redaktionsschluss: Jeweils 10. des Vormonats

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