Der ultimative Dunkelhainführer

ingerigar

Bogumil Bouvier

Der ultimative Dunkelhainführer

Teil 2 Der östliche Rand der Innenstadt


Ich bin Bogumil Bouvier, Reiseschriftsteller, Fan des Übernatürlichen und inzwischen

Stadtschreiber von Dunkelhain ­ was mir eine große Ehre ist.

Noch großartiger ist es, dass damit Wohnung und Lebensunterhalt gesichert sind. So kann

ich mich mit voller Kraft dem "Ultimativen Dunkelhain­Führer" widmen. Mit Freude

durchstöbere ich die Stadt, spreche mit vielen Leuten und versuche Geschichten und

Legenden nachzuspüren. Hier möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei Luzibald

Lewandowsky bedanken, seines Zeichens Archivar der Düsterbibliothek und wahrhaft

unerschöpflicher Quell an Wissen, was die Geschichte Dunkelhains angeht.

Mir zur Seite steht weiterhin meine geliebte Lebensgefährtin Lätitia Leibovitz, die für die

Bilder verantwortlich zeichnet.

Meinen Dank möchte ich auch wieder dem Hokuspokus­Verlag aussprechen, der mir bei

allen Problemen mit Rat und Tat weiterhilft.

Heute dürfen wir nun den zweiten Teil unseres Führers vorstellen, der den östlichen Rand

der Dunkelhainer Innenstadt zum Thema hat.

Bogumil Bouvier

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Inhalt

Stadtrundgang 2 (Karte) 4

­ "Galerie in den Dunkelhainhöfen" 5

­ "Zum blutigen Knochen" (Hundepark) 7

­ "Schreckensakademie" 7

­ Spielhalle 8

­ "Düster­Bibliothek" 8

­ Kaffeehaus "Schwarze Bohne" 11

­ "Imrahiel's Elixierladen" 12

­ "Dunkelhainer Teufelsbucht" 14

­ "Platz dunkler Entscheidung" 16

­ "Schmerz v. Dunkelberg Hospital" 16

­ "Herrschaftlicher Katzenpark" 17

­ "Dunkelhainer Schwefeltherme" 18

­ "Dunkle Schenke" 20

Die Buntlinge ­ Legende oder Wahrheit? 21

Wohnen im Nordosten der Innenstadt 22

So leben Prominente in Dunkelhain: die Brüder Karakov 37

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Stadtrundgang 2

Unser Stadtrundgang beginnt in der Stadtmitte und führt in den östlichen Teil

Nebelhausens.

1 "Galerie in den Dunkelhainhöfen"

2 "Zum blutigen Knochen"

3 "Schreckensakademie"

4 Spielhalle

5 "Düsterbibliothek"

6 Kaffeehaus "Schwarze Bohne"

7 "Imrahiel's Elixierladen"

8 "Dunkelhainer Teufelsbucht"

9 "Platz dunkler Entscheidung"

10 "Schmerz v. Dunkelberg"­Hospital

11 "Herrschaftlicher Katzenpark

12 "Dunkelhainer Schwefeltherme"

13 "Dunkle Schenke"

4


Wir beginnen unseren Stadtrundgang bei den Dunkelhainhöfen. Wer möchte, kann

zunächst die "Galerie in den Dunkelhainhöfen" besuchen. Die Kunstgalerie liegt direkt

beim "Kleinen Marktplatz", also noch mitten in der Innenstadt.

Die Sammlungen gehören jetzt der Jankovsky­Stiftung, die aus der Privatsammlung des

Kaufmanns Hieronymus Jankovsky hervorgegangen ist. Ursprünglich waren es mehrere

kleine Privathäuser mit Innenhöfen ­ daher auch der Name. Da der Platz für seine

Sammlungen bald nicht mehr reichte, kaufte Jankovsky die Nachbarhäuser mit der Zeit auf

und verband sie zu einem einzigen Gebäude rund um einen zentralen Innenhof.

Außer vielfältigen Ausstellungen von Malerei und Skulpturen gibt es hier ein Atelier, in dem

sich die Besucher selber künstlerisch betätigen können, einen Museumsshop und ein

Museumscafé, wo man sowohl innen als auch auf der Terrasse bei Kuchen und Eis und

kalten oder heißen Getränken entspannen kann.

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Die Galerie ist täglich von 8 ­ 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Im Atelier kann man

gegen geringe Gebühr Kurse für Bildhauerei und Malerei besuchen, die von erfahrenen

Lehrern geleitet werden. Bei Interesse können Sie sich an der Kasse anmelden.

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Wir setzen unseren Stadtrundgang fort am Hundepark "Zum blutigen Knochen" vorbei,

wo es auch eine kleine Zoohandlung gibt, und gelangen zur "Schreckensakademie".

Hinter dem eher ungewöhnlichen Namen verbergen sich die Dunkelhainer Gesamtschule

und die Sporthalle.

Früher war dieses alte Gebäude eine

Kombination aus Pferdestall und

Schmiede für Schwerter. Doch viele

Teile des großen Gebäudes wurden

zerstört. Die noch vorhandenen Räume

werden heute sowohl für schulische

Aspekte genutzt als auch als kleine

Sporthalle.

Man kann die "Schreckensakademie"

leider nur von außen besichtigen, da

sonst der Schulbetrieb gestört würde.

Nach Schulschluss spielen aber die

Kinder aus der Nachbarschaft oft und

gerne auf dem Spielplatz im Pausenhof.

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Hundepark

"Zum blutigen Knochen"

"Schreckensakademie"

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Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehen wir die Nebelhausener "Spielhalle", die

von 10 ­ 4 Uhr geöffnet hat. Ein Tipp für alle diejenigen, die sich nachts ein bisschen

amüsieren möchten. Tagsüber, wenn die Dunkelhainer arbeiten, ist hier eher wenig los.

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Unser Weg führt uns weiter

zur weithin berühmten

"Düster­Bibliothek", in

deren Innenhof sich auch

das "Antike Gewölbe"

befindet, wo man sowohl

Alchemie studieren als

auch über Übernatürliches

recherchieren kann.

Da natürlich mancherlei

Nachtgestalten die Dienste

der Bibliothek in Anspruch

nehmen, sind beide Teile

täglich rings um die Uhr

geöffnet. Dieser Service

hat die Bibliothek weit über

Dunkelhain hinaus bekannt

gemacht.

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"Düster­Bibliothek"

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Direkt neben der Bibliothek finden Sie das Kaffeehaus "Schwarze Bohne". Hier können

Sie nicht nur einen leckeren schwarzen Kaffee trinken ­ nein! Sie können sogar zusehen,

wie andere Sims sich auf der Bühne mehr oder weniger blamieren. Oder Sie können etwas

Kuchen in Ihre Taschen stecken und dabei vielleicht eine gute Show sehen.

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Das Kaffeehaus hat täglich von

6.00 ­ 0.00 Uhr geöffnet.

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Wenn Sie im Kaffeehaus "Schwarze Bohne" die Spezialität des Hauses probiert haben,

möchten Sie diese vielleicht auch einmal selber nachbacken. Wir freuen uns, dass wir

unseren Lesern exklusiv das Originalrezept liefern können und wünschen viel Spaß beim

Backen.

Kaffeekuchen "Schwarze Bohne"

4 Teelöffel sehr stark gebrühten Kaffee

250 g Butter

350 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

4 Eier

125 g gehackte Mandeln oder Nüsse

375 g Mehl

1 Teelöffel Backpulver

50 g Kakaopulver

Wie Rührteig verarbeiten,

bei 175° Grad 60­70 Minuten backen.

Wenn ausgekühlt, mit Puderzucker bestäuben.

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Nachdem wir uns an Leib

und Seele gestärkt haben,

führt uns unser Weg

sogleich zu "Imrahiel's

Elixierladen" ­ einem

absoluten Muss für jeden

Besucher Dunkelhains.

Schließlich ist dieser Laden

typisch für Dunkelhains so

besondere Atmosphäre.

Hier trifft man die coolsten

Typen, hier bekommt man

nahezu direkte Einblicke in

Dunkelhains Seele und hier

findet man auch die

lohnendsten Mitbringsel für

Freunde und Verwandte.

Wer dann auch noch mutig

das Kellergewölbe erkundet

hat, wird zukünftig von

seinen ganz speziellen

Eindrücken schwärmen ­

mehr wollen wir an dieser

Stelle aber nicht verraten.

Sehen Sie einfach selbst!

Fachkundiges Personal ist

rund um die Uhr für die

Kunden da!

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Imrahiel wurde auch Imrahiel der

Schöne genannt. Er hatte ein edles

Aussehen, war groß und hatte dunkle

Haare und meergraue Augen. Es ist

anzunehmen, dass sich in seinem

Aussehen sein elbisches Erbe zeigte.

Nach dem Ringkrieg wurde Imrahiel

unter König Erek Elessar oberster

Alchimist, der vor allem bei den

Expeditionen gegen Feinde im Osten

den König beriet und die Krieger

medizinisch betreute.

Im Alter ließ er sich in Dunkelhain am

Teufelsmoor nieder und versorgte die

Bevölkerung mit seinen alterprobten

Rezepturen und Heilmethoden.

Noch heute gedenken die Besitzer des

Elixierladens ihres großen Vorfahren.

"Imrahiel's Elixierladen"

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Wir schlendern nun die Teichufer­Chaussee in südöstlicher Richtung entlang, bis wir die

"Dunkelhainer Teufelsbucht" erreichen, den beliebten Badeplatz für Jung und Alt.

Unterwegs können wir uns an dem herrlichen Blick auf den Binnensee erfreuen.

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"Dunkelhainer

Teufelsbucht"

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Ziemlich genau gegenüber vom Zugang zum Teufelsstrand ­ verborgen von dichtem

Buschwerk ­ befindet sich ein Grundstück mit dem Namen "Platz dunkler

Entscheidung". In einem pittoresken Planwagen kann man sich sein Schicksal aus Karten

oder einer Kristallkugel lesen lassen. Mancher Tourist gönnt sich diesen gar nicht so billigen

Spaß, andere dagegen zieht es gleich weiter. Die Einheimischen schauen meist erst im

Dunkeln vorbei.

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Geht man ein Stück weiter in

nördlicher Richtung, kommt man

zum Hüttchenpfad. Dort liegt

das Dunkelhainer Krankenhaus,

das den etwas seltsamen Namen

"Schmerz von Dunkelberg

Hospital" trägt.

Die Familie von Dunkelberg war

schon immer bekannt für ihre

herausragenden medizinischen

Kenntnisse. Aber auch Reichtum

war ihnen gegönnt, und sie

waren schon seit Generationen

in Besitz des alten Schlosses.

Doch die Zeit schritt voran und

die Familie eröffnete im alten

Schloss das erste Krankenhaus

in Dunkelhain am Teufelsmoor.

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"Herrschaftlicher

Katzenpark"

Wie man auf den Bildern sehr

schön erkennen kann, bildet das

Hospital zusammen mit dem

"Herrschaftlichen Katzenpark"

ein Ensemble. Den verwilderten

ehemaligen Schlosspark nutzten

die heimischen Katzen bald als

Zufluchtsstätte. Eine Reihe von

abgestorbenen großen Bäumen

bietet ihnen in ihrem Innern auch

heute noch Schutz vor Unwettern

und Streunern eine gemütliche

Heimstatt.

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Wenn man vom Katzenpark aus die Westlake­Chaussee überquert, kommt man zum

Süßwasserplatz und damit auch zur "Dunkelhainer Schwefeltherme", wo Sie sich, wenn

Sie nicht extrem geruchsempfindlich sind, von den Strapazen des Rundgangs erholen

können.

Hier suchen die Einheimischen Heilung von allerlei Beschwerden oder genießen ganz

einfach das warme Wasser in angenehmer Umgebung. Touristen haben die Therme

natürlich auch längst entdeckt. Manche kommen nur der besonderen Heilquelle wegen von

weither angereist.

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Die Sage von der Schwefelquelle

Am Rande von Nebelhausen lebte vorzeiten ein Wirt, der niemandem gut war als nur seinen

Gästen. Er wusste sonst von jedermann etwas Böses zu erzählen und lebte auch mit seinen

Nachbarn in beständigem Unfrieden. Er hatte seine Freude daran, seinen Gästen des

Abends in der Gaststube recht viel Erlogenes aufzutischen, und es verging kein Tag, ohne

dass er irgend jemanden verunglimpfte. Wenn es den Gästen dann zu arg wurde und sie

sagten: "Das ist offenbar erlogen", dann wurde der Wirt zornig und rief: "Wenn das nicht

wahr ist, soll mich der Teufel holen", oder "dann soll mich der Boden verschlingen".

Nun lebte aber dazumal in den Sümpfen ein weiser Mann, der von jedermann sehr

geschätzt wurde. Aber der Wirt konnte ihn nicht wohl leiden, weil er einmal gewarnt hatte,

dass das lange Sitzen im Wirtshaus nichts tauge. Eines Abends ging in der Gaststube das

Gespräch von dem würdigen Manne, den jeder gerne hatte; nur der Wirt schaute finster

drein, und als ihn einer der Gäste anredete: "Was schaut Ihr so finster, Herr Wirt?" ­ da zog

der Wirt vom Leder und gab ein böses Stücklein von dem weisen Manne zum besten, das

rein erlogen war. Die Gäste aber riefen: "Das ist nicht wahr, dem guten Herrn geschieht

Unrecht!" Darauf sagte der Wirt: "Wenn es nicht wahr ist, soll mich sogleich der Boden

verschlingen." Aber kaum war es gesprochen, da tat sich der Boden auf und verschlang ihn!

An derselben Stelle, wo der Verleumder in die Erde gefahren war, kam ein Wasser zum

Vorschein, das lauter Schwefel führt und nach faulen Eiern schmeckt.

Noch heute ist dies die Quelle, die die Dunkelhainer Schwefelthermen speist.

Die Sage hat mir wie alle anderen, die ich in diesem Heft veröffentliche,

Luzibald Lewandowsky zugänglich gemacht.

der Archivar

Der so deutlich riechende Schwefelwasserstoff entsteht rein wissenschaftlich betrachtet tief

im Boden durch die Tätigkeit sulfatreduzierender Bakterien. An der Oberfläche sorgen

schwefeloxidierende Bakterien für die Bildung von Gips, deutlich an der Trübe des Wassers

erkennbar.

Schwefelwässer sind für Bäder und Waschungen bestens geeignet. Schwefelwasserstoff

fördert die Durchblutung der Haut und wirkt antiseptisch bei Hautausschlägen.

In geringen Mengen kann das Wasser auch getrunken werden.

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Alternativ oder danach können Sie sich natürlich auch in der gegenüber liegenden

"Dunklen Schenke" ausruhen und einen Drink zu sich nehmen.

Die Bar ist geöffnet von 11.00 ­3.00 Uhr. Happy Hour ist um 17.00 Uhr.

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Die Buntlinge ­ Legende oder Wahrheit?

Bei meinen Recherchen zur Geschichte Dunkelhains bin ich nicht nur auf die Sage von den

Nebelingen gestoßen, die wie ich im letzten Heft erzählte, den Nebel nach Nebelhausen

bringen sollen.

Nein ­ es gibt auch die Legende um die Buntlinge, kleine heitere Gnome, die für den einen

oder anderen Farbtupfer in Dunkelhain verantwortlich sein sollen. Man erzählt sich, dass sie

von den freundlichen Elben losgeschickt wurden, um gegen Düsternis und Nebelschwaden

anzutreten. Mit vielen Eimerchen Farbe ausgerüstet, um leerstehende alte Häuser

sozusagen über Nacht zu verwandeln, machten sie sich begeistert ans Werk.

Immer wieder frage ich mich, ob da nicht ein Körnchen Wahrheit dahinter steckt. Denn

wenn ich mich so im Osten Nebelhausens umschaue, entdecke ich gelegentlich ein

überraschend buntes Haus wie die Spielhalle oder die Comicbörse oder auch das eine oder

andere Privathaus.

Die nüchtern denkenden Leute in Dunkelhain führen den häufigeren Sonnenschein dagegen

auf den Klimawandel zurück und den neuen Farbstil darauf, dass immer mehr Fremde

zugezogen sind.

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Wohnen im Nordosten der Innenstadt

Neugierig, wer sich hier angesiedelt hat, ging ich von Tür zu Tür, erklärte, dass ich über die

Einwohner Nebelhausens schreiben möchte, und hoffte, dass Lätitia Leibovitz fotografieren

dürfte. Es ist uns sogar gelungen, an ein paar alte Fotografien heranzukommen.

Außer der "Comicbörse" gibt es

am Süßwasserplatz nur private

Wohnhäuser und ein mittelgroßes

Apartmenthaus.

Früher war dort lange die Schule

untergebracht, doch nachdem

dann vor einigen Jahren die

"Schreckensakadamie" eröffnete,

hatte das Gebäude als Schulhaus

ausgedient.

Inzwischen wurde das Gebäude

aber renoviert und zu einem

Apartmenthaus umgebaut. Nun

bietet es jungen Sims die

einmalig günstige Möglichkeit, ins

Berufsleben zu starten, ohne viel

Geld für ein eigenes Heim

ausgeben zu müssen.

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Am Süßwasserplatz gibt es noch ganz reizende alte Häuschen, die mit ihren vielen Erkern,

Balkonen, Türmchen und eigenwilligen Dachformen einen nahezu märchenhaften Eindruck

machen. Hier zwei Beispiele dafür:

Villa Trutzbacher (Süßwasserplatz 28)

Petrolhaus (Süßwasserplatz 36)

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Dazu gehört auch das "Hexenhäuschen" am Süßwasserplatz 40. Von Bäumen und Büschen

umgeben, nur über viele Treppchen zu erreichen, wirkt es besonders idyllisch.

Wer hier wohl wohnt?

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Wir versuchten also unser Glück bei der Familie Rosendorn­Guldenmund und fragten, ob wir

das Haus vielleicht auch von innen fotografieren dürften.

Lysander Rosendorn bat uns freundlich herein, wollte sich aber zuerst bei seiner Freundin

erkundigen, ob sie mit der Veröffentlichung einiger Bilder einverstanden sei.

Nebenbei erfuhren wir von ihm sogar einiges über die Familie: Lysander wohnt seit einiger

Zeit mit seiner Freundin Minerva Guldenmund und deren Tochter Juno zusammen in seinem

Elternhaus.

Etwas beunruhigt ihn aber doch: Sein Leben könnte so einfach und schön sein ... wäre

Minerva keine Hexe und würde der kleinen Juno die Zauberei nicht auch in den Genen

liegen!

Wir staunten über diese Offenherzigkeit, aber Minerva geht schließlich auch ganz locker

damit um, dass sie ein bisschen anders ist als andere. Warum sollte man seine Gaben

verstecken? Und man wohnt ja nicht umsonst in Dunkelhain ...

Sie zeigte uns gerne einige Räume, unter anderem sogar auch ihr "Arbeitszimmer" und zu

guter Letzt mit ganz besonderem Stolz das liebevoll ausgestattete Kinderzimmer der kleinen

Juno.

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So leben Prominente in Dunkelhain: die Brüder Karakov

Die Brüder Karakov ­ der eine Musiker, der andere Reiseschriftsteller ­ sind bekannte Leute

in Dunkelhain am Teufelsmoor. Wir haben sie besucht, um sie hier denen vorstellen zu

können, die von auswärts kommen und Dunkelhain richtig kennen lernen wollen.

Gregor Samuel war schon als

Kind so ganz anders als sein

Bruder. Er kann mit Musik

absolut nichts anfangen,

sondern ist sportlich und

interessiert sich ausschließlich

für Entdeckungsreisen. Über

diese schreibt er dann, wenn

er zurückgekehrt ist.

Der Badepavillon wurde auf

seine Initiative hin an die alte

Backsteinvilla angebaut, denn

wenn er mal zu Hause ist,

sorgt er sich um seine Fitness.

Da sein Bruder sich so gar

nicht ums Haus kümmern

mag, hat er auch für's

Hauspersonal gesorgt, das er

auf seinen Reisen irgendwo

und irgendwie aufgetrieben

hat.

Die beiden Brüder Karakov

sind recht verschieden in ihrer

Art. Gemeinsam aber ist ihnen

die große Freude an der

Selbstdarstellung, weshalb sie

natürlich begeistert auf mein

Angebot eingingen, ihnen in

diesem Führer einen Eintrag

zu widmen.

Victor Elias hat nach eigenen

Angaben sein ganzes Leben

der Musik gewidmet. Außer für

Musik interessiert er sich

höchstens noch für ein

gelegentliches Schachspiel.

Die Sorge um Haus und

Garten pflegt er gewöhnlich zu

vergessen ... wie so manches

andere auch ...

Aber wozu gibt es dienstbare

Geister?

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Die Karakovs wohnen in der "Alten Backsteinvilla", also einem Haus, das schon seit etwa

100 Jahren in Familienbesitz ist. Da ihnen der Garten nicht wichtig ist, haben sie den Platz

für einen modernen Anbau genutzt, der als Badepavillon dient. Über der eigentlichen

Schwimmhalle gibt es eine Galerie, wo man diversen Freizeitvergnügen ­ wie z. B.

Schachspielen oder Malen ­ nachgehen kann.

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Gerne gaben uns die Karakovs einen kleinen Einblick in die Räume der Villa:

Entrée

Musikzimmer

Wohnzimmer

Esszimmer

Privatraum

Privatraum

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Was in Dunkelhain am Teufelsmoor aber für heiß diskutierte Gerüchte sorgt, ist das

Karakovsche Dienstpersonal. In diesem Städtchen ist man ja allerlei Ungewöhnliches

gewohnt. Doch Sims mit blauer Hautfarbe hat man ja noch nie gesehen! Man munkelt, es

seien Dschinn aus dem tiefsten Arabien ­ na so etwas!

Uns kamen sie bei unserem Besuch im Hause Karakov sehr angenehm vor. Die Karakovs

erlaubten uns ein kurzes Gespräch mit den beiden. Und so erfuhren wir, dass Haman Afarit

sich als angehender Künstler sieht. Dass er sich um die anfallende Arbeit in Haus und

Garten kümmern soll, nimmt er gelassen hin, solange er nach Herzenslust malen und seine

freie Zeit mit Aisha Qandisha verbringen kann. Aisha ist gerne mit Haman Afarit hierher

gezogen. Sie liebt ihn und sie liebt es zu kochen. Mehr braucht sie nicht, um glücklich zu

sein. Die beiden zeigten uns dann auch noch ihr eigenes Reich in der Villa:

30


Das erwartet Sie im nächsten Heft

Nebelhausen

­ der westliche Rand der Innenstadt

Freuen Sie sich auf:

­ weitere interessante Gemeinschaftsgrundstücke

­ das Dunkelhainer Festgelände

­ noch mehr Sagen und Geschichten

­ ungewöhnliche Sims

­ und vieles mehr

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