Ordnung zur Bachelor- und Diplomarbeit und deren Verteidigung

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Ordnung zur Bachelor- und Diplomarbeit und deren Verteidigung

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Güstrow, 19.02.2013

Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Fachbereich Polizei

Ordnung zur Bachelorarbeit und zur Diplomarbeit

und deren Verteidigung

Auf Grundlage der §§ 30 Abs. 4, 35 Abs. 2, 46 Abs. 4 und 48 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung

Polizeivollzugsdienst – APOPol M-V vom 19.06.2012 (GVOBl. M-V S. 252)

und des Beschlusses des Fachbereichsrates vom 19.02.2013 wird folgende Ordnung erlassen:

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Rechtsgrundlage, Regelungsinhalt

§ 2 Themenvergabe und Themenauswahl

§ 3 Fristen und Bearbeitungszeit

§ 4 Betreuung

§ 5 Beteiligung anderer Behörden

§ 6 Abgabe

§ 7 Datenschutz, Geheimhaltung

§ 8 Urheberrecht, Nutzungsrecht, Veröffentlichung

§ 9 Bewertung

§ 10 Plagiat

§ 11 Verteidigung der Bachelorarbeit

§ 12 Fortentwicklung der Ordnung

§ 13 Inkrafttreten und Geltungsbereich

Anlagenverzeichnis

1 Formular zur Anmeldung und Zulassung der Bachelorarbeit

2 Formblatt für Rechercheanfragen und Beteiligung anderer Behörden

3 Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Bachelorarbeit

4 Abstrakt

5 Einverständniserklärung zur Übertragung der Nutzungsrechte

6 Deckblatt

7 Formalien zur Anfertigung der Bachelorarbeit

8 Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit

9 Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit


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§ 1

Rechtsgrundlage, Regelungsinhalt

Gemäß §§ 30 Abs. 4, 35 Abs. 2, 46 Abs. 4 und 48 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung

Polizeivollzugsdienst – APOPol M-V vom 19.06.2012 (GVOBl. M-V S. 252) regelt diese

Ordnung nähere Bestimmungen zur Anfertigung, Betreuung, Bewertung sowie der Verteidigung

der Bachelorarbeit.

Die Vorlagen, die in den Anlagen beispielhaft mit „Bachelorarbeit“ betitelt und beschriftet

wurden, werden im Falle von Diplomarbeiten entsprechend namentlich umbenannt.

Alle Regelungen, die für die Bachelorarbeit gelten, gelten auch für die Diplomarbeit.

§ 2

Themenvergabe und Themenauswahl

(1) Alle Studierenden sind gehalten, ein Thema aus der Vorschlagsliste (siehe § 30 Abs. 2

i. V. m. § 48 APOPol M-V) auszuwählen oder einen eigenen Themenvorschlag bei einer

Betreuerin/einem Betreuer einzureichen. Sollten sich mehrere Studierende für ein Thema

interessieren, entscheidet die/der aufgeführte Betreuerin/Betreuer. Bei eigenen Themenvorschlägen

sollten die Studierenden im Vorfeld sicherstellen, dass das gewählte Thema

noch nicht bearbeitet wurde bzw. dass sich seit der Bearbeitung neue Erkenntnisse eingestellt

haben. Die Liste mit den bearbeiteten Themen liegt in der Bibliothek zur Einsicht

aus.

(2) Mit schriftlicher Zustimmung der Betreuerin/des Betreuers ist das Thema der Bachelorarbeit

anschließend unter Verwendung des Vordrucks zur Anmeldung und Zulassung der

Bachelorarbeit (Anlage 1) einschließlich einer Grobgliederung und eines Zeitplanes beim

Prüfungsamt zur Genehmigung einzureichen.

(3) Mit der Anmeldung des Themas beim Prüfungsamt bestätigen die Studierenden durch

Unterschrift gegenüber dem Prüfungsamt die verbindliche Zusage der Bearbeitung im

Falle der Zulassung. Ein Rücktritt vom eingereichten Thema ist mit diesem Zeitpunkt nur

in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die Entscheidung hierüber trifft das Prüfungsamt.

(4) Nach erfolgter Anmeldung bedürfen grundsätzliche Veränderungen am Thema oder

am Titel der Bachelorarbeit der Genehmigung des Prüfungsamtes. Das Prüfungsamt entscheidet

nach Eingang einer schriftlichen Begründung, die von der Betreuerin/dem Betreuer

gegengezeichnet sein muss. Eine Verlängerung der Bearbeitungszeit ist mit der

Änderung nicht verbunden.

(5) Ein Anspruch auf die Ausgabe bestimmter Themen oder auf die Betreuung durch eine

bestimmte Person besteht nicht.

(6) Die Bachelorarbeit kann in Ausnahmefällen auch durch mehrere Studierende erstellt

werden, soweit die als Prüfungsleistung zu bewertenden Beiträge der einzelnen Kandidaten

deutlich voneinander abgrenzbar und bewertbar sind. Die Entscheidung hierüber trifft

das Prüfungsamt.

(7) Wird gegenüber dem Prüfungsamt kein abgestimmter Vorschlag eingereicht, werden

den Studierenden ein Thema sowie die Betreuerin/der Betreuer der Arbeit durch das Prüfungsamt

bestellt.


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§ 3

Fristen und Bearbeitungszeit

(1) Der Bearbeitungsbeginn und der endgültige Abgabetermin werden mit der Zulassung

des Themas durch das Prüfungsamt festgelegt. Eine Fristverlängerung für die Abgabe der

Bachelorarbeit kann in Ausnahmefällen gemäß §§ 30 Abs. 3, 35 Abs. 2, 46 Abs. 3, 48

APOPol M-V unter den dort genannten Voraussetzungen durch das Prüfungsamt gewährt

werden.

(2) Sind Studierende durch Erkrankung während der Bearbeitungszeit verhindert, die Arbeit

vollständig und fristgerecht abzugeben, ist dem Prüfungsamt unverzüglich ein amtsoder

polizeiärztliches Zeugnis vorzulegen. Die Entscheidung über eine Fristverlängerung

oder die Vergabe eines neuen Themas werden nach den rechtlichen Vorschriften der

Ausbildungs- und Prüfungsordnung geregelt. Eine Fristverlängerung ist spätestens zwei

Wochen vor dem Abgabetermin schriftlich zu beantragen.

§ 4

Betreuung

(1) Die Betreuung der Bachelorarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung

von Studium und Wissenschaft. Weil Art und Umfang der Betreuung direkte Auswirkungen

auf die Studierenden und ihre Arbeiten, darüber hinaus indirekt jedoch auch auf

den allgemeinen Wissenszuwachs und die Güte der Implikationen für die polizeiliche Praxis

im bearbeiteten Themenbereich haben, ist sie mit Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

wahrzunehmen. Sie hat zu gewährleisten, dass die Studierenden zum einen auf

Anfrage die entsprechenden fachlichen Hilfestellungen zur Anfertigung erhalten, zum anderen

aber auch die Eigenständigkeit ihrer Leistungen gewahrt bleibt.

(2) Zur Gewährleistung einheitlicher Betreuung und Bewertung sind die Lehrkräfte zu kontinuierlicher

Fortbildung und interdisziplinärem Austausch verpflichtet.

(3) Betreuerinnen und Betreuer beraten, sie helfen bei der Einengung und Präzisierung

der Fragestellung, sie beurteilen, ob eine Gliederung tragfähig ist oder ob sich an dieser

schon das Scheitern der Bachelorarbeit abzeichnet. Sie geben klare Vorgaben über zu

erwartende inhaltliche und formale Anforderungen. Die kritische Prüfung der Zielformulierung,

der methodischen Herangehensweise und der Gliederung der Arbeit gehören

ebenso zur Betreuung wie die Durchsicht eines Auszuges der Entwurfsfassung. Hierbei

geht es nicht um eine Überarbeitung des Entwurfs durch die Dozentin/den Dozenten,

sondern darum, Hinweise für das weitere selbstständige Arbeiten des Studierenden zu

geben. Es sollten mindestens zwei Konsultationen durch die Dozentin/den Dozenten angeboten

werden, um dies umzusetzen.

(4) Weiterhin ist es Aufgabe der Betreuerinnen und Betreuer, die Studierenden bei empirischen

Erhebungen innerhalb und außerhalb des Fachbereiches inhaltlich zu begleiten.

Diese Erhebungen müssen vor Durchführungsbeginn mit den betreuenden Dozenten methodisch

und inhaltlich abgestimmt werden. Gleichfalls sollte mit Blick auf Inhalt und Aufwand

der genutzten Ressourcen bei der Auswertung des erhobenen Datenmaterials auf

Güte und Vollständigkeit geachtet werden. Hierfür sind weitere Konsultationen anzubieten.

(5) Zur Beantwortung weiterer Fragen bei der Gestaltung der Arbeit sind die Studien- und

Literaturhinweise im Modulhandbuch unter den Modulen “Wissenschaftliche Grundlagen…“

undBachelorarbeit“ zu nutzen.


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§ 5

Rechercheanfragen und Beteiligung anderer Behörden

(1) Bei der Beteiligung der Behörden der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern und

anderer Behörden und Einrichtungen ist ein strenger Maßstab hinsichtlich Aufwand und

Nutzen anzusetzen.

(2) Vor Recherche-Anfragen an Behörden und Dienststellen ist unter Verwendung des

Formblattes in Anlage 2 die betreuende Lehrkraft um Zustimmung zu ersuchen. Das

untersuchungsmethodische Design ist im Anhang zu erläutern und entsprechende Unterlagen

zur Recherche-Anfrage (z. B. Fragebogen, Ablauf von Interviews) beizufügen. Nach

Unterzeichnung durch die betreuende Lehrkraft sind Formblatt und Unterlagen dem Prüfungsamt

vorzulegen. Das Prüfungsamt gewährleistet eine unverzügliche Weiterleitung

des Ersuchens unter Beifügung eines entsprechenden offiziellen Anschreibens.

(3) In begründeten Einzelfällen können Studierende für die Beteiligung anderer Behörden

im Rahmen ihrer Studienarbeit freigestellt werden. Die Freistellung ist mit dem Erstkorrektor

abzustimmen und beim Prüfungsamt zur Genehmigung einzureichen.

(4) Dienstreisen im Rahmen der eigenen Studienarbeit müssen auf übliche formelle Weise

beantragt werden und sind dementsprechend versicherungstechnisch abgesichert. Die

Kosten der Dienstreise tragen die Studierenden.

§ 6

Abgabe der Bachelorarbeit

(1) Die mit der unterzeichneten Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Arbeit

(Anlage 3) und einem Abstrakt (Anlage 4) versehene Bachelorarbeit ist in dreifacher Ausfertigung

- ein gebundenes Exemplar (Paperback) und zwei ungebundene Exemplare (im

Schnellhefter) - sowie als eine komplette Datei in digitalisierter Form im PDF-Format und

DOC-Format spätestens am festgelegten Abgabetag bis 15:30 Uhr in der Geschäftsstelle

Prüfungsamt abzugeben. Die für die Arbeit als Vorlage dienenden Anlagen werden elektronisch

auf der Webseite der FHöVPR M-V zur Verfügung gestellt. Wird die Bachelorarbeit

nicht, oder nicht rechtzeitig abgegeben, bestimmen sich die Rechtsfolgen nach § 30

Abs. 6, 35 Abs. 2, 46 Abs. 4 und § 48 APOPol M-V.

(2) Die digitalisierte Form der Bachelorarbeit und deren Abstrakt ist auf einer CD- oder

DVD-ROM in einer CD-Box abzugeben. Die CD-Box ist mit Namen, Vornamen und dem

vollständigen Titel der Bachelorarbeit, die CD-ROM mit Namen und Vornamen und den

ersten fünf Wörtern des Titels der Bachelorarbeit zu beschriften.

(3) Der Arbeit ist ein loses Blatt mit einer freiwilligen Einverständniserklärung zur Übertragung

der Nutzungsrechte nach Anlage 5 und einem Deckblatt nach Anlage 6 beizufügen.

(4) Die einzuhaltenden Formalien zur Anfertigung der Bachelorarbeit ergeben sich aus Anlage

7. Die Orientierung auf inhaltliche und wissenschaftliche Ansprüche ergibt sich aus

Anlage 8 (formale und inhaltliche Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit) und Anlage

9 (Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit) dieser Ordnung.


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§ 7

Datenschutz, Geheimhaltung

(1) Werden in einer Arbeit vertrauliche Daten verwendet und sollen diese der Öffentlichkeit

nicht zugänglich gemacht werden, ist diese Arbeit gemäß der Verschlusssachenanweisung

des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu kennzeichnen und zu behandeln.

(2) Themen, die einen höheren Geheimhaltungsgrad als VS-NfD erfordern, sind als Studienarbeit

zur Bearbeitung nicht zugelassen.

§8

Urheberrecht, Nutzungsrecht, Veröffentlichung

(1) Das Urheberrecht für die Studienarbeit und für das gesammelte Datenmaterial liegt

grundsätzlich bei den Bearbeiterinnen und Bearbeitern. Die Nutzungsrechte der Arbeit

oder ihrer Bestandteile folgen aus der Urheberschaft und stehen gleichfalls grundsätzlich

der Bearbeiterin/dem Bearbeiter zu. Diese Rechte umfassen die Entscheidung, ob, wem,

wann und in welcher Form die Studienarbeit zugänglich gemacht wird. Nutzungsrechte

können freiwillig bis auf Widerruf übertragen werden.

(2) Der Fachbereichsrat entscheidet über die Vergabe der Themen und kann diese von

der Bereitschaft zur Veröffentlichung abhängig machen.

(3) Bei mit mindestens „gut“ (11 Punkte) bewerteten Arbeiten prüfen die Gutachterinnen/die

Gutachter die Möglichkeit zur Veröffentlichung der Arbeit (z.B. Ausleihe in der

Bibliothek, für Forschung und Lehre in der Fachhochschule, für die digitale Veröffentlichung

innerhalb oder außerhalb der Polizei). Die Lehrkräfte sind aufgefordert, Veröffentlichungen

anzuregen und diese ggf. zu unterstützen, um neue Erkenntnisse und empirische

Befunde der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der (polizei-) öffentlichen Diskussion

zur Verfügung zu stellen.

(4) Mit der freiwilligen schriftlichen Einverständniserklärung zur Übertragung der Nutzungsrechte

(Anlage 5) treten die Studierenden dem Fachbereich Polizei und damit der

Fachhochschule ein unentgeltliches Nutzungsrecht an der Studienarbeit oder ihrer Bestandteile

ab.

(5) Die Nutzungsrechte an dem in polizeilichen Behörden erhobenen Datenmaterial (Rohdaten

wie z.B. Fragebögen, Interviewtranskripte, Photos) stehen der Fachhochschule zu.

(6) Studienarbeiten dürfen grundsätzlich erst nach Abschluss des Prüfungsverfahrens (Bewertung

und Verteidigung) veröffentlicht werden. Sie sind dann dement-sprechend als

Bachelorarbeit (Diplomarbeit) am Fachbereich Polizei der Fachhochschule für öffentliche

Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ zu kennzeichnen;

Absatz 1 bleibt unberührt.

(7) Urheberrechte an künstlerischen, photographischen u.ä. Abbildungen, die ein gesondertes

Copyright besitzen, sind zu berücksichtigen. Genehmigungen des Rechtinhabers

zur Veröffentlichung sind für die eigene Arbeit einzufordern. Bei Sprachwerken und Abbildungen

ohne gesondertes Copyright ist das Urheberrecht durch genaue Quellenangaben

zu wahren.


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§ 9

Bewertung

(1) Die Studienarbeiten sind gemäß den Bestimmungen der §§ 30 Abs. 5, 35 Abs. 2, 36

Abs. 4, 48 APOPol M-V zu bewerten.

(2) Bewertungskomplexe sind die inhaltliche Bearbeitung des Themas einschließlich der

sprachlichen Gestaltung, die wissenschaftliche Arbeitsweise sowie die formalen Kriterien

zur Anfertigung der Studienarbeit (Anlage 7).

(3) Das Gutachten und die Bildung der Note sind auf Basis der in Anlage 8 vorgegebenen

Kriterien zur Begutachtung zu erstellen, sodass eine weitgehende Vergleichbarkeit verschiedener

Arbeiten erreicht wird. Mit den Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit

(Anlage 9) wird eine Orientierung an den Notenbereichen geboten, die die verschiedenen

Stufen zu erfüllender Anforderungen an das wissenschaftliche Arbeiten umfassen.

(4) Die Korrekturen oder Bemerkungen als Randnotiz in den Studienarbeiten müssen eindeutig

auf Erst- oder Zweitkorrektor zurückzuführen sein.

§ 10

Plagiat

(1) Die Bachelorarbeit muss eine selbstständige, wissenschaftliche Arbeit darstellen. Die

Regeln wissenschaftlicher Redlichkeit sind einzuhalten. Dabei ist dem Werk, den Ideen

und dem Gedankengut Anderer durch angemessene Form der Textgestaltung und/oder

durch Zitate Respekt zu verschaffen.

Dabei ist folgendes zu beachten:

a) Die benutzte Literatur und sonstige Hilfsquellen sind vollständig anzugeben. Wörtliche

oder nahezu wörtlich dem Schrifttum entnommene Stellen sind kenntlich zu

machen. Auch wenn keine (nahezu) wörtliche Übernahme eines Textes einer anderen

Quelle erfolgt, sondern der Text mehr oder weniger deutlich zusammengefasst

wird, ist dies zu kennzeichnen.

b) In Zusammenfassungen ist darauf zu achten, dass anderen Autoren oder Quellen

keine Auffassungen zugeschreiben werden, die diese nicht geäußert haben. Sofern

Aussagen Dritter über eine Quelle getätigt werden (sog. Sekundärzitat), ist dies zu

verdeutlichen.

c) Allgemeinwissen ist nicht durch Zitierungen nachzuweisen.

d) Eine – auch teilweise – Nutzung von Ghostwriting ist verboten.

(2) Als Folge eines Verstoßes gegen Absatz 1 können nach den Umständen des Einzelfalls

ausgesprochen werden (vergleiche § 18 Abs. 1 APOPol M-V:

- Die Bachelorarbeit wird mit „nicht ausreichend“ (0 Punkten) bewertet.

- Der Studierenden/dem Studierenden wird die Wiederholung der Prüfungsleistung

aufgegeben.

(3) Wird ein Verstoß im Sinne des Abs. 1 erst nachträglich bekannt, kann das Prüfungsamt

nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung ein Regelverstoß

festgestellt worden ist, entsprechend berichtigen und die betroffene Prüfungsleistung

ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären. Im Übrigen gilt Abs. 1 entsprechend.

Ist die Wiederholung nicht zulässig oder aus anderen Gründen vom Prüfling zu vertretenden

Gründen nicht möglich, hat das Prüfungsamt die Bachelorprüfung für nicht bestanden

zu erklären. Unrichtige Urkunden sind einzuziehen (vergleiche § 19 APOPol M-V).

(4) Disziplinarrechtliche und strafrechtliche Folgen bleiben unberührt.


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§ 11

Verteidigung der Bachelorarbeit

(1) Die Studienarbeiten sind gemäß den Bestimmungen der §§ 30 Abs. 7, 35 Abs. 2, 46

Abs. 4 und 48 APOPol M-V zu verteidigen.

§ 12

Fortentwicklung der Ordnung

Die fortlaufende Überprüfung und Fortentwicklung dieser Ordnung obliegt dem Fachbereich

Polizei.

§ 13

Inkrafttreten und Geltungsbereich

Diese Ordnung tritt durch Beschluss des Fachbereichsrates am 19.02.2013 in Kraft.


8

Anlage 1

Formular zur Anmeldung und Zulassung der Bachelorarbeit

Anmeldung des Bachelorarbeitsthemas

Hiermit melde ich das nachfolgende Thema der Bachelorarbeit an:

Student/ Studentin

Name ________________ Vorname _________________

Studiengruppe

_________________

Thema der Bachelorarbeit (Arbeitstitel)

Nr.: ________

________________________________________________________________________

________________________________________________________________________

Bestätigung der Studentin / des Studenten zur verbindlichen Übernahme der Arbeit gem.

§ 2 Abs. 3 der Ordnung zur Bachelorarbeit und deren Verteidigung:

______________________________________________________

(Datum und Unterschrift)

Bestätigte Übernahme der Betreuung unter Einsicht von Grobgliederung und Zeitplan,

die als Anlage beigefügt sind:

_______________________________________________________

Betreuerin / Betreuer (Name, Dienstgrad und Fachgruppe)

Die Arbeit ist als VS-NfD einzustufen: ja / nein

______________________________________________________

(Datum und Unterschrift der Betreuerin/des Betreuers)


Anlage 2 Formblatt für Rechercheanfragen und Beteiligung anderer Behörden und Einrichtungen

Formblatt zum Antrag auf Unterstützung bei der Erstellung von Bachelor- und Diplomarbeiten

der Studierenden der FHöVPR, FB Polizei

Name und Amtsbezeichnung der / des Studierenden

9

Thema der Bachelorarbeit

Bezeichnung der Behörde oder Einrichtung, die um Unterstützung gebeten wird

Kurze Begründung der Notwendigkeit des Antrages

Abgabetermin der Bachelorarbeit

Datum/ Unterschrift

Sichtvermerk des betreuenden Dozenten / der betreuenden Dozentin


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Anlage 3

Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Bachelorarbeit

Erklärung über die selbstständige Anfertigung der Bachelorarbeit

Amtsbez.

Name, Vorname:

Fachbereich:

Studiengruppe:

Betreuer/in:

Ich versichere, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne unerlaubte Hilfe

Dritter verfasst sowie keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet

habe.

Alle Angaben, die inhaltlich oder wörtlich aus fremden Werken stammen, wurden kenntlich

gemacht.

Diese Arbeit lag in gleicher oder ähnlicher Weise noch keiner Prüfungsbehörde, Fachhochschule

oder Hochschule vor und wurde ebenfalls bisher noch nicht veröffentlicht.

Ort, Datum

Unterschrift


11

Anlage 4 Abstrakt

Ein Abstrakt stellt eine Kurzzusammenfassung des Inhalts der Bachelorarbeit dar. Im Abstrakt

sind die Fragestellung, das methodische Vorgehen, der Aufbau und die wichtigsten

Ergebnisse der Bachelorarbeit zu umreißen, wodurch ein rascher Einblick in die Arbeit

ermöglicht wird.

Abstrakt zur Bachelorarbeit

Verfasser der Bachelorarbeit

(Name,

Vorname)

Titel der Bachelorarbeit

Erstgutachter der Bachelorarbeit

(Name,

Vorname)

Inhalt der Bachelorarbeit

Ausführungen zu

- Thema, Zielstellung der Arbeit, Fragestellungen

- Methodische Vorgehensweise / Aufbau der Arbeit

- Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse


12

Anlage 5

Einverständniserklärung zur Übertragung der Nutzungsrechte

Einverständniserklärung zur Übertragung der Nutzungsrechte

Amtsbez.

Name, Vorname:

Fachbereich:

Studiengruppe:

Betreuer/in:

Ich bin damit einverstanden, dass unter Wahrung meiner Urheberrechte

die von mir gefertigte Bachelorarbeit

das Datenmaterial

mit anderen Arbeiten des Fachbereichs Polizei auf einem elektronischen Speichermedium

zusammengefasst, in der Bibliothek und auf den Internetseiten der Fachhochschule zur

Verfügung gestellt, zu wissenschaftlichen Zwecken vervielfältigt und der Lehre zugeführt,

an Polizeibehörden, Polizeiausbildungsstellen des Landes Mecklenburg-Vorpommern,

anderer Bundesländer und des Bundes weitergegeben und im Landesweiten Polizeiinformationssystem

(LAPIS) veröffentlicht werden kann.


Ich bin damit nicht einverstanden.

Ort, Datum

Unterschrift


13

Anlage 6

Deckblatt

Name, Vorname

Studiengruppe

Güstrow, den

Betreuerin/Betreuer

- B a c h e l o r a r b e i t -

„Thema“

vorgelegt im

Fachbereich Polizei

an der

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege

des Landes Mecklenburg-Vorpommern


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Anlage 7 Formalien zur Anfertigung der Studienarbeit (1/3)

1. Allgemeine Form

Die Arbeit ist auf weißem DIN A4 Papier maschinengeschrieben zu fertigen. Jedes Blatt

ist einseitig mit max. 34 Zeilen (1,5-zeilig) zu beschriften, wobei der Schrifttyp Arial 12 zu

verwenden ist. Die Schriftgröße für Fußnoten hat Arial 9 zu betragen. Rechts ist ein Korrekturrand

von 5 cm, oben, unten und links ein Rand von 3,5 cm einzuhalten. Unter Berücksichtigung

dieser Vorgaben hat der Textteil der Arbeit mindestens 40 und maximal 60

Seiten zu betragen. Eine Überschreitung ist nur auf Antrag, der spätestens zwei Wochen

vor dem Abgabetermin zu stellen ist, mit Stellungnahme von Erst- und Zweitprüfer und

Bestätigung durch das Prüfungsamt zulässig.

2. Aufbau der Arbeit

Die Arbeit besteht aus:

dem Deckblatt

dem Inhaltsverzeichnis

dem Literaturverzeichnis

dem Abkürzungsverzeichnis

dem Abbildungsverzeichnis

dem Anlagenverzeichnis

dem Textteil

den Anlagen

der Erklärung über die selbständige Anfertigung der Arbeit

3. Deckblatt

Das Deckblatt ist, wie in der Anlage 6 angegeben, zu gestalten.

4. Inhaltsverzeichnis und Gliederung

Die Seiten des Inhaltsverzeichnisses, des Literaturverzeichnisses, des Abkürzungsverzeichnisses,

des Abbildungs- und Tabellenverzeichnisses sowie des Anlagenverzeichnisses sind

mit römischen Ziffern zu nummerieren. Für die Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses gelten

die in der wissenschaftlichen Literatur üblichen Standards. Die Arbeit ist entsprechend

der Systematik des Untersuchungsgegenstandes zu gliedern. Die Form der Gliederung ist

numerisch.

5. Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis kann vor oder nach dem Textteil eingefügt werden. Es beinhaltet

in alphabetischer Reihenfolge alle zitierten Quellen mit Ausnahme von Gerichtsurteilen

und Urteilsanmerkungen ohne eigene Überschrift. Es werden keine Quellen aufgeführt,

die nicht im Text zitiert wurden.


15

Anlage 7 Formalien zur Anfertigung der Studienarbeit (2/3)

6. Abkürzungsverzeichnis

Das Abkürzungsverzeichnis enthält die verwendeten Abkürzungen in alphabetischer Reihenfolge.

Es sind die fachspezifischen (z.B. KFS = Kooperatives Führungssystem, PDV =

Polizeidienstvorschrift) und die laut Duden gebräuchlichen Abkürzungen zulässig. Abkürzungen

der Umgangssprache (z.B.: d.h./u.a./) werden nicht aufgeführt.

7. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Werden in die Bachelorarbeit mehr als drei Abbildungen oder Tabellen eingefügt, so ist

ein Abbildungs- und Tabellenverzeichnis zu erstellen. Abbildungen und Tabellen sind mit

fortlaufender Nummer und mit Titel zu ihrem Inhalt zu beschriften (Tabellen oberhalb,

Abbildungen unterhalb). Bei Verwendung aus fremder Quelle ist dies in der Fußnote zu

belegen.

8. Anlagenverzeichnis

Das Anlagenverzeichnis enthält alle Dokumente, auf denen wesentliche Ausführungen in

der Arbeit basieren (u.a. Fragebögen, Interviewleitfäden, Interviewtranskriptionen, Fotovorlagen)

oder auf die im Rahmen der Arbeit verwiesen wird, wie z. B. Abbildungen, Tabellen/Statistiken,

Genehmigungen, sonstige Quellen. Im Anhang kann aus Gründen der

Darstellbarkeit sowohl von den Randvorgaben als auch von dem DIN A4-Format abgewichen

werden (z.B. durch Verwendung einer aufklappbaren A3-Seite). Die Anlagen sind zu

gliedern und zu nummerieren. Im Text ist auf die Anlagen zu verweisen, d.h. alle im Anlagenverzeichnis

enthaltenen Dokumente müssen in der Arbeit genannt worden sein.

9. Textteil

Der Textteil gliedert sich in einen Basisteil (Einleitung, Ziele), einen Kernteil (Theorie, Empirie,

Transfer zum polizeilichen Handeln) und einen Schlussteil (Ausblick, Fazit, Zusammenfassung,

Einschränkungen usw.). In der Sprache ist der wissenschaftliche Stil zu verwenden.

Die Seiten des Textteils sind arabisch zu nummerieren und die Seitenzahlen sind

oben rechts auszuweisen.

10. Zitierweise

Es sind die allgemein anerkannten Grundsätze des Zitierens zu beachten:

klare Trennung von eigenen und fremden Ausführungen zum Thema

richtiges Maß (nicht über- und unterzitiert)

Aktualität (neueste und treffende wissenschaftliche Literatur, Richtwert 30 Titel)

sinngemäß oder wörtlich (das heißt, wort- und zeichengetreu) zitieren

akademische Grade der Verfasser werden nicht genannt


16

Anlage 7 Formalien zur Anfertigung der Studienarbeit (3/3)

Einheitlichkeit in der Zitierweise wahren: entweder nach klassischer deutscher

Zitierweise mit Fußnoten (beim Erstzitat Vollbeleg, dann Verkürzungen Pflicht, Vgl.:

bei nichtwörtlichen Zitaten) oder nach Havard-Zitierweise ohne Fußnoten, Quellenverweis

im Text in Klammern (Meier 2007, S. 8)

zitiert wird aus der Primärliteratur, Zitieren aus der Sekundärliteratur nur im Ausnahmefall,

wobei beide Quellen vollständig zitiert und im Literaturverzeichnis aufgeführt

werden müssen. Zitate aus Sekundärquellen müssen deutlich gemacht

werden („zitiert nach“)

Verhältnis von Zitaten und eigenem Wortlaut angemessen gestalten (Zitate sollten

sinnvoll eingebettet sein und begrenzten Umfang haben)

kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten der Quellen, keine bloße Übernahme

nur wissenschaftlich fundierte Quellen verwenden

Internetquellen nur im Ausnahmefall verwenden (wenn nicht anders veröffentlicht

und wenn hoher wissenschaftlicher Wert; kein Wikipedia u. ä.)

Übereinstimmung der Quellen im Text mit den Quellen im Literaturverzeichnis

wahren


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Anlage 8 Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit (1/5)

1. Zweck des Gutachtens

Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit

Durch das Gutachten zur Bachelorarbeit wird begründet, in welcher Weise und Qualität

der Studierende das Modul „Bachelorarbeit“ realisiert hat. Neben der Ergebnisfeststellung

dient das Gutachten der Rückmeldung an den Verfasser der Arbeit über seine Arbeitsweise

und seine Leistungen. Außerdem ist es eine wichtige Grundlage für die Vorbereitung

der Verteidigung der Arbeit durch den Verfasser. Des Weiteren dient es ebenfalls

der Vorbereitung der dritten fachkundigen Person gemäß §§ 12 Abs. 7, 48 APOPol M-V

auf die Verteidigung der Bachelorarbeit. Das Gutachten muss detailliert und begründet

sein, so dass es u.a. auch einer gerichtlichen Prüfung standhalten kann, wenn Widerspruch

gegen die Bewertung eingelegt wird.

2. Begutachtung

Das Gutachten zur Bachelorarbeit ersetzt nicht die Korrekturzeichen im Text der Arbeit.

Beide Korrekturformen (Korrekturzeichen bzw. Anmerkungen in der Arbeit und schriftliches

Gutachten) sollen die Bewertung der Bachelorarbeit nachvollziehbar machen. Im

Gutachten werden zuerst der Verfasser, der Einstellungsjahrgang, die Studiengruppe und

das Thema aufgeführt. Zusätzlich muss der Gutachter (Erst- oder Zweitgutachter) namentlich

benannt werden.

Gutachten zur Bachelorarbeit von PKA … PZ § 12/09 II

Thema: …

Erstgutachter/-in: Name bzw. Zweitgutachter/-in: Name

Das Gutachten enthält verschiedene Bestandteile, die in die Bewertung einfließen.

1 Formale Einschätzung

Hier werden im Wesentlichen folgende Aspekte betrachtet:

Form

Beachtung der formalen Vorgaben der Bachelorrichtlinie (Schrift, Rand, Abstände

usw.)

Vollständigkeit der Anlagen und Verzeichnisse (z.B. Abbildungs- Abkürzungsverzeichnis)

Tabellen und Grafiken sollten beschriftet und nummeriert sein

Umfang

Einhaltung der vorgegebenen Seitenzahl (Abweichungen müssen genehmigt worden

sein und sind im Gutachten aufzuführen)


18

Anlage 8 Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit (2/5)

Gliederung und Aufbau

Beachtung der formalen Hinweise für die Gliederung (numerisch, sinnvolle Untergliederung,

nicht zu tief untergliedert, Übersichtlichkeit, richtige Textzuordnung bei

Untergliederung)

Gliederung sollte inhaltlich logisch sein (entsprechend der Systematik des Untersuchungsgegenstandes,

der Inhalt des Kapitels muss mit der Überschrift übereinstimmen)

Ausgewogenes Verhältnis der Abschnitte zueinander

Bsp.: Die Arbeit ist gut gegliedert und eine thematische Schwerpunktsetzung des Inhaltsverzeichnisses

ist erkennbar. Allerdings wurde unter Kapitel 3 nur ein Unterpunkt verwendet, was nicht

statthaft ist. Die Abschnitte stehen in einem angemessenen Verhältnis zueinander.

Bsp: Der Theorieteil ist im Verhältnis zu den anderen Abschnitten zu umfangreich.

Quellen- und Literaturarbeit

Einschätzung der Literaturauswahl:

• quantitativ: Richtwert ca. 30 Titel (in Abhängigkeit vom Thema)

• qualitativ: neueste und treffende Literatur, unterschiedliche Positionen zur

Thematik

klare Trennung von eigenen und fremden Ausführungen

Zitierweise: Einheitlichkeit muss gewahrt bleiben, unabhängig von der gewählten

Zitierweise (siehe Richtlinie): entweder nach klassischer deutscher Zitierweise mit

Fußnoten (beim Erstzitat Vollbeleg, dann sind Verkürzungen Pflicht) oder nach

Havard-Zitierweise ohne Fußnoten (Verweis im Text in Klammern …(Meier 2007, S.

8)

keine Benennung von Titeln, Positionen, Vornamen beim Zitattext usw., z.B. Meier

führt aus… nicht: der berühmte Psychologe Prof. Dr. Anton Meier führt aus…)

Ein Zitieren aus der Primärliteratur ist dem Zitieren der Sekundärliteratur vorzuziehen.

Das Zitieren aus Sekundärquellen muss mit „zitiert nach“ gekennzeichnet

werden und sollte so gut wie nicht bzw. nur im Ausnahmefall vorkommen.

Das Verhältnis von Zitaten und eigenem Wortlaut sollte angemessen sein (Zitate

sollten sinnvoll eingebettet sein und begrenzten Umfang haben).

Bei der Arbeit mit den Quellen sollte eine Auseinandersetzung mit den Inhalten ersichtlich

sein (keine bloße Übernahme eines Kapitels aus einer Literaturquelle).

Kritischer Blick auf die Herkunft der Quelle (Zeitungsartikel versus empirische Studien)

Insbesondere bei Internetquellen sollte darauf geachtet werden, dass diese valide

und seriös sind. Bücher sind in der Regel Internetquellen vorzuziehen.

Internetquellen sind flüchtig und veränderbar. Sie sollten nur im Ausnahmefall verwendet

werden, wenn es keine andere Veröffentlichung des jeweiligen Titels gibt.

Dabei ist besonderes Augenmerk auf den wissenschaftlichen Wert der Quelle zu

legen (Wikipedia z. B. erfüllt die Anforderungen nicht, da hier die Verlässlichkeit

der Herkunft der Quelle nicht gewährleistet ist).


19

Anlage 8 Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit (3/5)

Qualität des Vergleichs der Literaturquellen (begründete eigene Positionen sowie

kritische Betrachtung)

Übereinstimmung der Quellen im Text mit den Quellen im Literaturverzeichnis (Bücher,

die gelesen, aber nicht im Text verwendet werden, gehören nicht ins Literaturverzeichnis)

Bsp.: Die Quellen- und Literaturarbeit erfüllt überwiegend die Anforderungen an eine wissenschaftliche

Arbeit. Die verwendete Literatur ist umfangreich und aktuell. Allerdings fehlen zwei

Quellen im Verzeichnis.

Bsp.: Es wurde wesentliche Literatur verwendet. Dennoch sind 15 Titel etwas wenig für die Thematik.

Leider zitiert der Verfasser Piaget aus der Sekundärliteratur (Sticher). Dabei schleichen sich

formale Fehler ein (S. 3: Die Fußnote bezieht sich auf Piaget, er zitiert aber im Text die nichtwörtliche

Wiedergabe von Piaget durch Sticher). Hinzu kommt die Verfassung ganzer Kapitel aus jeweils

nur einer Literaturquelle.

Sprachliche Darstellung

Bewertung der sprachlichen Gestaltung (Satzbau, Ausdruck etc.): Alltagssprache

versus wissenschaftliche Sprache, unpersönlich (keine Selbstreflexionen), sachlich,

kein übertriebener oder falscher Fremdwortgebrauch, gute Lesbarkeit, Prägnanz

und Kürze

Überleitungen zwischen den Abschnitten

Bsp.: Die sprachliche Darstellung entspricht nur teilweise den Anforderungen an eine wissenschaftliche

Arbeit. Viele Rechtschreibfehler und Schachtelsätze mindern die Qualität der Arbeit.

Der Satzbau ist mangelhaft, manchmal fehlt das Verb. Zum Teil wird nur die Alltagssprache verwendet,

anstelle der wissenschaftlichen Sprache mit präzise definierten Begriffen. Einige Begriffe

wurden nicht definitionsgerecht verwendet (z.B. Verwendung des Begriffes schizophren für eine

gespaltene Persönlichkeit, S. 17).

2 Inhaltliche Einschätzung

Hier werden folgende Aspekte betrachtet:

Art und Qualität der Einleitung (höchstens 2 Seiten)




Stellenwert und Bedeutung des Themas

Einordnung in einen größeren Rahmen

Hinführung zum Thema


20

Anlage 8 Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit (4/5)

Klare und vollständige Realisierung der Zielstellung (konkret und überprüfbar)





Grundvoraussetzung für das Gelingen der Arbeit, um das Thema nicht zu verfehlen,

dies ist der Dreh- und Angelpunkt des Gesamtwerkes

realisierbar, themenadäquat

als vorweg gedachtes Ergebnis, als Fragestellung oder in Hypothesenform

ggf. Art der Methode vorstellen

Bsp.: Der Verfasser versucht in der Hinführung den Einfluss von Menschenmassen auf das Verhalten

des Einzelnen zu problematisieren. Das bleibt aber ebenso wie die Benennung und Beschreibung

der Ziele der Arbeit und die Erläuterungen der Methoden bruchstückhaft und recht

schwammig.

Bsp.: Der Verfasser gestaltet die Hinführung zur Thematik als Problemaufriss, indem er auf die gesamtgesellschaftliche

Bedeutung der Thematik sowie auf die unzureichenden Kenntnisse der Bevölkerung

und das hohe Dunkelfeld bei Straftaten im Zusammenhang mit Pädophilie hinweist und

daraus die Erfordernisse von Prävention begründet. Anschließend nennt der Verfasser nachvollziehbar

die Ziele der Arbeit und beschreibt deren Aufbau. Die kritische Betrachtung des methodischen

Vorgehens ist interessant und insgesamt gelungen.

Theoretische Betrachtung der Thematik





Begriffe, Grundpositionen, aktuelle Diskussion der Thematik, verschiedene Theorien

sind nachvollziehbar herausgearbeitet

Vermeidung von Abweichungen, unnötigen Ausführungen, Wiederholungen,

Selbstverständliches nur, wenn unbedingt notwendig

Widerspruchsfreiheit und Vollständigkeit der Argumentations- und Beweiskette

Berücksichtigung, ob durch den Studenten/die Studentin eine kritische Auseinandersetzung

mit dem Thema erfolgt, ohne bloßes Übernehmen der Gedanken anderer

(z.B. Gegenüberstellungen verschiedener Positionen, Analyse und Bewertung

theoretischer Modelle, Darstellung von Kausalzusammenhängen)

Qualität der Methodenbeschreibung und Methodenkritik





Bezug zur Zielsetzung und zum Aufbau der Arbeit

wissenschaftlich überprüfbare Methoden verwenden

genaue Methodenbeschreibung einschließlich der Auswertungsmethodik

Vor- und Nachteile der Methode, Grenzen der Methode darstellen (Methodenkritik)

Darstellung und Auswertung eigener oder fremder Untersuchungen und Entwicklungen

von Materialien



Verwendung eigener und anderer Untersuchungen (z.B. polizeiliche Statistiken, Befragungen,

Beobachtungen, Inhaltsanalysen, Fallanalysen)

Erstellung von Materialien für die polizeiliche Praxis (z.B. Fallbeispiele, Szenarien,

Übungssachverhalte, Checklisten, Leitfäden)


Anlage 8 Kriterien zur Begutachtung der Bachelorarbeit (5/5)

Ableitungen für die polizeiliche Praxis

Transferleistungen (Theorie, Empirie, Ableitung von Handlungsorientierungen für

die Polizei)

Zusammenfassung, Fazit oder Ausblick

Extrakt der Arbeit darstellen, Zusammenfassung der Ergebnisse, klarer Bezug zur

Zielstellung

Hinweise auf methodisch bedingte Einschränkungen bzw. Begrenztheiten der Arbeit,

Verdeutlichung offener Fragen

Hinweise zur Entwicklung und zur Stabilität der Forschungsergebnisse

eventuell einen Ausblick auf weitere Entwicklungen und Erfordernisse im Zusammenhang

mit der Thematik geben

keine Selbstreflexionen (z.B. Es wurden wissenschaftlich wertvolle Ergebnisse erzielt.)

Der Verfasser setzt sich im Rahmen des gewählten Themas mit dem Problemfeld der

Ingewahrsamnahme sogenannter hilfloser Personen in Mecklenburg-Vorpommern auseinander.

Sein besonderes Augenmerk war hierbei auf die Prüfung der Gewahrsamstauglichkeit und damit

verbundene Probleme im polizeilichen Alltag gerichtet. Das Ziel der Arbeit, die Handlungssicherheit

von PVB beim Gewahrsam hilfloser Personen zu erhöhen, soll durch eine Ist-Zustands-Analyse

am Beispiel der PI … und einer Liste von Verbesserungsvorschlägen für die dezentrale Fortbildung

realisiert werden.

Der vielversprechende Problemaufriss zum Gewahrsam hilfloser Personen im polizeilichen Alltag

in Kapitel 2 findet sich weder in Umfang noch in einer nachvollziehbaren Struktur in der Gesamtabhandlung

wieder. Der Arbeit fehlt es an inhaltlicher Komplexität und Kontinuität. Vermehrt geht

der „rote Faden“ verloren. Der Exkurs zum Grad der Befähigung und dem Ausbildungsstand der

Ärzte vor dem Hintergrund der gegenwärtigen medizinischen Ausbildungsrichtlinien bewegt sich

eindeutig außerhalb des Fokus’ dieser Arbeit (S.14f.).

In Kapitel 3 geht der Verfasser nach etwas knappen und einseitigen Begriffsklärungen von Gewahrsam

und Gewahrsamstauglichkeit (die Definition auf S.16 ist überaltet) umfangreich auf die

Rechtsgrundlagen und die entsprechende Prüfung der Gewahrsamsfähigkeit ein. Im Abschnitt zu

Alkohol und Drogen hätte möglicherweise zusätzlich zur Vorstellung der Wirkungsweisen die Darstellung

der Entzugssymptomatik weiteren Aufschluss zum Verhalten gegenüber PVB und möglichen

Problemen und Gefahrenquellen gerade auch für den Gewahrsam hilfloser Personen geben

können.

In Kapitel 4 wird das methodische Vorgehen gut erörtert und entspricht den Anforderungen. Positiv

hervorzuheben ist, dass vor der Fallanalyse (Ingewahrsamnahmen in der PI … im Verhältnis zu

den Gewahrsamkeitsprüfungen durch Ärzte) auch eine Stichprobenbeschreibung erfolgt.

Die Darstellung der Ergebnisse in Kapitel 5 erfolgt zwar sachlich und objektiv, jedoch sind sie unvollständig

(Frage 3 und 4 des Fragebogens A sind nicht ausgewertet worden). Auch sind die

graphischen Darstellungen nicht beschriftet und im Text nicht näher erläutert, so dass Ableitungen

aus den Ergebnissen schwer möglich sind.

Die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und die Diskussion des methodischen Vorgehens in

Kapitel 6 sind viel zu knapp bemessen und erfolgen teilweise pauschalisiert. Der Verfasser bietet

zwar eine Reihe an Verbesserungsvorschlägen, diese lassen sich jedoch nicht aus der Untersuchung

herleiten. Sie sind im Rahmen dieser Arbeit nicht schlüssig und unzulänglich fundiert. Die

Arbeit verliert hier ihren empirischen Wert.

Im Schlussteil der Arbeit (Kap. 7) versucht der Autor die wesentlichen Erkenntnisse zusammen zu

fassen. In Folge der lückenhaften Ausarbeitungen gelingt dies nur bedingt.


Anlage 9 Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit (1/3)

22

Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit

Hier wird ein Gesamturteil auf der Grundlage der inhaltlichen und formalen Kriterien gebildet

und in einer Note zusammengefasst.

Bsp.: Die Verfasserin hat Teilaussagen zum Thema theoretisch unstrukturiert und bruchstückhaft

dargestellt. Die Fallanalyse erfolgt sehr oberflächlich und ist insgesamt ungenügend. Die Schlussfolgerungen

der Arbeit entsprechen dem insgesamt mangelhaften Gesamteindruck. Hinzu kommen

eine Reihe formaler und sprachlicher Fehler.

Bsp.: Der Verfasser hat eine schwierige Thematik in besonderer Weise inhaltlich schlüssig, am

Wesentlichen orientiert und dennoch differenziert, problembewusst und kritisch bearbeitet. Die

Arbeit ist interessant und sehr gut lesbar.

Bsp.: Der Verfasser ist sehr gut in der Lage, eine schwierige Thematik inhaltlich nachvollziehbar

und gut strukturiert auf der Grundlage neuester Erkenntnisse zu bearbeiten und Schlüsse für die

polizeiliche Ermittlungsarbeit daraus abzuleiten. Die Ergebnisse der Arbeit sind für die Aus- und

Fortbildung im Bereich Kriminalistik sehr wertvoll.

Abschließend erfolgt eine Gesamtbewertung.

Ich bewerte die Arbeit mit … Punkt(en)

Nachname, Vorname

(Erstgutachter)

Datum

In die Bewertung fließen alle genannten formalen und inhaltlichen Kriterien ein. In Abhängigkeit

vom Grad der Erfüllung dieser Kriterien und Anforderungen wird eine Benotung

vorgenommen. Dabei hat die inhaltliche Einschätzung ein weitaus stärkeres Gewicht

als die formale Einschätzung. Verstöße und Mängel im Bereich der formalen Anforderungen

können zu Punktabzug führen. In Abhängigkeit von der Menge und Schwere der Fehler

können bis zu 3 Rangpunkte abgezogen werden.

Für die inhaltliche Einschätzung, dem Nachweis eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens,

dienen folgende Zuordnungen als Orientierung. Diese lassen sich in drei Anforderungsbereiche

einteilen.

Anforderungsbereich I: „Begreifen“ (Notenbereich 07, 06, 05, 04, 03, 02 Punkte)

Die Denkleistung ist vorwiegend gekennzeichnet durch bloße Wiedergabe von Wissen in

Form von Beschreibungen, Darstellungen und Benennungen. Menge und Güte der aufgeführten

Kriterien beeinflussen die Note.

selbstständige Darstellung des Themas und Erkennen eines sachlich relevanten

Problems

selbstständiges Formulieren der Problemfrage/n und Analyse des Problems/der

Probleme

selbstständige Literaturrecherche

Erstellen einer sachlich und logisch korrekten Gliederung

korrekte Verwendung der Quellen (inhaltlich und formal)

Erfassen der wesentlichen Inhalte der Primär- und Sekundärliteratur sowie anderer

Quellen

schriftliche Darstellung des Wesentlichen mithilfe eigener Worte


Anlage 9 Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit (2/3)

23

Anforderungsbereich II: „Erörtern“ (Notenbereich 10, 09, 08 Punkte)

Die Denkleistung ist vorwiegend gekennzeichnet durch die Anwendung von Wissen in

Form von Analysen, Untersuchungen, Vergleichen, Prüfungen, Einordnungen, Auseinandersetzungen,

Erläuterungen und Erklärungen. Menge und Güte der aufgeführten Kriterien

beeinflussen die Note.

Übertragung der Kenntnisse auf neue Zusammenhänge

selbständiges Auswählen, Anordnen, Verarbeiten und Darstellen bekannter Sachverhalte

für vergleichbare Situationen

Aufzeigen unterschiedlicher Positionen mit den entsprechenden Argumenten und

Belegen, Beispielen, …

differenziertes und multiperspektivisches, sachlich angemessenes Darstellen der

Positionen, wertneutral, wissenschaftlich unpersönlich

logische Richtigkeit

nachvollziehbare Urteilsbildung unter Abwägung der widerstreitenden Positionen

Begründung des eigenen Urteils unter Heranziehung eigener Argumente, Belege

und Beispiele sowie unter Einbeziehung der dargestellten Positionen

Anforderungsbereich III: „Beurteilen und Bewerten“ (Notenbereich 15, 14, 13, 12, 11

Punkte)

Die Denkleistung enthält über den Anforderungsbereich II hinaus auch Urteile und Beurteilungen,

kritische Stellungnahmen, Interpretationen sowie Begründungen oder bietet

neue Lösungsvorschläge wie Entwürfe von Modellen, Erschließungen neuer Wege und

Möglichkeiten.

eigenständige Zusammenfassung der gesamten Ergebnisse unter Berücksichtigung

der Zielstellung der Arbeit

Finden und Darstellen eines eigenen Beurteilungsansatzes bzw. eines eigenen Lösungsansatzes

für das Problem/die Probleme

Bilden und Formulieren eines differenzierten Urteils, das argumentativ untermauert

wird

kritische Prüfung des Ergebnisses in Bezug auf die Problemfrage/n, Aufwerfen offener

Fragen, Ausblick geben


Anlage 9 Kriterien zur Bewertung der Bachelorarbeit (3/3)

24

Punkte Note Wertigkeit

15 sehr gut (1) eine hervorragende Leistung

14 sehr gut (1-)

13 gut (2+) Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen

Anforderungen liegt

12 gut (2)

11 gut (2-)

10 befriedigend (3+) Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen

entspricht

9 befriedigend (3)

8 befriedigend (3-)

7 ausreichend (4+) Leistung, die trotz ihrer Mängel noch

den Anforderungen genügt

6 ausreichend (4)

5 ausreichend (4-)

4 Nicht ausreichend (5) Leistung, die wegen erheblicher Mängel

den Anforderungen nicht mehr genügt

3 Nicht ausreichend (5)

2 Nicht ausreichend (5)

1 Nicht ausreichend (5)

0 Nicht ausreichend (5)

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