KVV-Magazin Nr. 71, April 2013 - KVV - Karlsruher Verkehrsverbund

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KVV-Magazin Nr. 71, April 2013 - KVV - Karlsruher Verkehrsverbund

April 2013 | NUMMER 71

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magazin

Karlsruher Verkehrsverbund

Kombilösung: Sperrung spart Zeit

Interview: KVV Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Frank Mentrup

Unterwegs: Mandelblüte in der Pfalz

KVV. Bewegt alle.


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KVV. Bewegt alle.


Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup im Gespräch 4/5

KVV Newsletter 6/7

Nachrichten-Ticker 8/9

KVV.App online 10

Elektronische Fahrgastinformation 11

Kombilösung 12/13

Sicherheitsfilm: Taub für die Gefahr 14/15

Reportage: VBK Service-Team 16/17

Freizeitbahnen 18

125 Jahre Turmbergbahn 19

Deutsche Weinstraße zur Mandelblüte 20/21

Freizeit-Ticker 22

Gewinnspiel 23

KVV Magazin 71 | 3

Liebe Leserin, lieber Leser!

Der Amtswechsel an der Spitze des Karlsruher Rathauses wirkt sich auch auf den

Karlsruher Verkehrsverbund aus: Denn der neue Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ist

gleichzeitig auch der neue Vorsitzende des KVV Aufsichtsrates. In einem Interview in diesem

Magazin betont er, dass der Öffentliche Personennahverkehr im KVV für ihn Priorität besitzt

und welche Rolle dabei Karlsruhe im Zentrum der Region einnimmt. In einer wichtigen

Frage hat Dr. Mentrup gleich ein wichtiges Zeichen gesetzt: Um den Bau der Kombilösung

zu beschleunigen, wird ab Ende April die östliche Kaiserstraße gesperrt, Stadtbahnen und

Straßenbahnen fahren dann in einer Bypass-Lösung über die Baumeisterstraße.

Beim KVV genießt der Fahrgast höchste Priorität: Der Kundenservice wurde und

wird weiter ausgebaut. So erschien vor kurzer Zeit der erste elektronische Newsletter.

Sofern Sie sich angemeldet haben, erfahren Sie das Neueste vom KVV nun zeitnah über eine

Nachricht, die wir Ihnen an Ihr Postfach senden. Ein weiteres Element, das zu einer verbesserten

und schnelleren Kundeninformation gehört, wird eine neue Anwendung („App“)

für Ihr Mobiltelefon sein: Mit ihr können Sie – wo auch immer Sie sich gerade aufhalten –

für jede beliebige Haltestelle die tatsächliche Abfahrtszeit der Bahnen abfragen. So können

Sie beispielsweise abends genau sehen, wann Sie zur Haltestelle gehen sollten, um die

gewünschte Verbindung zu erreichen.

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wird wieder die Lust auf Ausflüge und auf

lockende Ziele geweckt. Der KVV hält ein breites und aktualisiertes Spektrum an Ausflugsbroschüren

bereit: Nutzen Sie unser Angebot, Ihre Ziele mit den Bahnen und Bussen im KVV

preisgünstig zu erreichen. Alleine in diesem Heft finden sich gleich mehrere Tipps, sei es für

eine Fahrt nach Alpirsbach im Schwarzwald oder zur Mandelblüte in die Pfalz. Im September

kommt übrigens noch ein Highlight hinzu: Dann wird am letzten Wochenende der badenwürttembergischen

Sommerferien das 125-jährige Bestehen der Turmbergbahn gefeiert!

Genießen Sie mit uns den Frühling und den Sommer – mit uns, dem KVV, fahren Sie

entspannt durch den schönsten Teil des Jahres.

Ihr

Dr. Walter Casazza

Geschäftsführer

Die östliche Kaiserstraße zwischen Marktplatz

und Kronenplatz wird im Zuge der

Kombilösung voraussichtlich rund sieben

Monate für den Schienenverkehr voll

gesperrt. Shoppen und Essengehen ist

natürlich weiterhin möglich. Alle Geschäfte

und Restaurants sind zu Fuß und für den

Lieferverkehr erreichbar.

Impressum

Herausgeber:

Karlsruher Verkehrsverbund GmbH

Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe

info@kvv.karlsruhe.de

Service-Telefon:

0721 6107-5885

Verantwortlich:

Dr. Walter Casazza

Redaktion:

Sarah Breuer (sab)

Textbeiträge:

Ruf & Partner Karlsruhe (R & P)

Achim Winkel (awi)

Sarah Breuer (sab)

Gestaltung:

pandesign, Karlsruhe

Fotos:

ARTIS Uli Deck Karlsruhe

Sarah Breuer

Axel Brachat,

Südliche Weinstrasse e.V.

Druck:

E&B engelhardt und bauer, Karlsruhe

Stand: März 2013


4 | KVV Magazin 71

„Ich will den öffentlichen

Nahverkehr stabilisieren“

Dr. Frank Mentrup im Gespräch

Als Oberbürgermeister der Stadt

Karlsruhe ist Dr. Frank Mentrup

gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender

des KVV und der AVG.

Mit deutlichen 55 Prozent der abgegebenen

Stimmen entschied Dr. Frank

Mentrup die Karlsruher Oberbürgermeisterwahl

für sich.

Seit dem 1. März nimmt der ehemalige

Staatssekretär im Ministerium für Kultus,

Jugend und Sport den Chefsessel im dortigen

Rathaus ein und damit auch den Aufsichtsratsvorsitz

des Karlsruher Verkehrsverbundes.

Das KVV Magazin nutzte die

Gelegenheit, dem promovierten Mediziner

Fragen zur Zukunft des hiesigen ÖPNV zu

stellen.

Herr Mentrup, nicht nur in Baden gibt es das

geflügelte Wort „Neue Besen kehren gut“.

Bestehen schon Überlegungen zur Weiterentwicklung

des Karlsruher Modells?

Das „Karlsruher Modell“ ist über die Stadtgrenzen

hinaus bekannt und begeistert Nahverkehrsexperten

auf der ganzen Welt. Hier

wäre es sicherlich nicht sinnvoll, als „neuer

Besen“ etwas anders zu machen. Ich will den

Öffentlichen Nahverkehr stabilisieren und behutsam

weiterentwickeln, vor allem aber für

Image und Qualität etwas tun. Daran hat es

zuletzt doch etwas gehapert.

Ihr Wahlkampfslogan lautete „Zuhören. Verbinden.

Gestalten.“ Mindestens zwei Begriffe

treffen auch auf den KVV zu, nämlich

Verbinden und Gestalten. Die Bahn verbindet

die Menschen miteinander und gestaltet die

hiesige Region maßgeblich. In welchen Bereichen

beziehungsweise mit welchen Maßnahmen

könnten diese Aufgaben noch weiter

intensiviert werden?

Die Bahnen verbinden die Menschen aus

Stadt und Region und tragen so erheblich

zum Wohlgefühl, zur Identität und zur Wirtschaftskraft

in Karlsruhe bei. In diesem Verbund,

aber auch darüber hinaus gilt es, immer

weiter und unermüdlich die Angebote

bei den Tarifen, bei der Information und

beim Service zu verbessern und so attraktiv

zu bleiben. Wir sind Hochtechnologieregion,

insbesondere auch in der Entwicklung von

IT-Systemen zur Verkehrsplanung und -steuerung.

Warum sollten wir nicht noch stärker

dann auch unser Nahverkehrssystem zum

Vorreiter des Einsatzes neuester Technologien

zum Wohle der Kundin und des Kunden

machen?

Während Ihres Wahlkampfes waren Sie sehr

nah am Bürger. Unter anderem waren die

großen und auch kleinen Baustellen im Zusammenhang

mit der Kombilösung ein immer

wiederkehrendes Anliegen. Wo sehen

Sie als Aufsichtsratsvorsitzender des KVV

Ihren Wirkungsbereich?

Ich sehe mich hier vor allem als Oberbürgermeister

gefragt und habe versprochen,

die Koordination der Baustellentätigkeit in

Karlsruhe zu verbessern, transparenter zu

informieren und die Umleitungsqualität zu

verbessern. Darum will ich mich aus meinem

Dezernat heraus und persönlich kümmern.

Wobei nur ein Teil der Baustellen etwas mit

der Kombilösung zu tun hat. Und weil in einer

boomenden Stadt immer viele gleichzeitig

buddeln, wird dieses Thema schnell zu

einem Problem.


Interview

Sie waren vor Ihrer Wahl zum Oberbürgermeister

der Stadt Karlsruhe im Dienst des

Landes Baden-Württemberg und damit auf

der Seite des „Zuschussgebers“. Heute vertreten

Sie die Interessen der Kommune, die

auf Investitionsfördermittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

(GVFG)

angewiesen ist. Was ist bei diesem Rollentausch

die größte Herausforderung?

Als Politiker, in meinem Fall aber auch in

meinem „anderen“ Beruf als Arzt, war und

bin ich es gewöhnt, verschiedene Rollen und

damit verschiedene Perspektiven einzunehmen.

In diesem Fall muss und werde ich zukünftig

die Interessen der Stadtbevölkerung

von Karlsruhe gegenüber dem Zuschussgeber

vertreten. Da ich auf der dann anderen

Seite aus meiner Zeit als Staatssekretär viele

Personen kennen und schätzen gelernt habe,

allen voran die Staatssekretärskollegin Dr. Gisela

Splett, freue ich mich darauf.

Die Bahn ist in der Kaiserstraße komplett

unter der Erde, die Baustellen sind abgeschlossen.

Sie besuchen das „neue Karlsruhe“.

Was möchten Sie gerne vorfinden?

Eine tolle Atmosphäre des Einkaufens und

des Straßenlebens in der Kaiserstraße, eine

Kriegsstraße voller Begegnungen und grüner

Inseln und ein weiterhin hochleistungsfähiges

und beliebtes Nahverkehrsnetz ohne

nennenswerte Verspätungen. (R&P)


6 | KVV Magazin 71

Mit dem Newsletter können sich

interessierte Kunden sogar auf der heimischen

Couch bequem über den KVV informieren.


KVV Magazin 71 | 7

Direkt. Persönlich. Aktuell.

Bestens informiert mit dem KVV Newsletter

Wer will, ist künftig auf ganz neue Art bestens im Bilde, was sich beim Karlsruher

Verkehrsverbund tut. Egal, ob es sich um Ausflugstipps, besondere Tarifangebote

oder große anstehende Baumaßnahmen handelt, eine Anmeldung für den neuen

KVV Newsletter genügt und Neuigkeiten flattern künftig bequem per E-Mail ins virtuelle

Postfach.

Als logische Konsequenz bezeichnet Geschäftsführer Dr. Walter Casazza das neue Angebot.

„Der Newsletter erweitert unsere Kommunikationspalette. Neben unserer Pressearbeit,

der Kundenzeitschrift KVV Magazin, unseren Präsenzen bei Facebook und Twitter sowie letztendlich

der firmeneigenen Homepage bieten wir dem Kunden eine weitere Möglichkeit der

Informationsbeschaffung rund um den Karlsruher Verkehrsverbund.“ Denn publiziert werden

auch wichtige Nachrichten der Verbundpartner.

Der Vorteil des Newsletters ist, dass nur derjenige die elektronische Nachricht erhält, der

sie auch erhalten will. Somit ist ein beiderseitiges Interesse, das des Adressaten und das des

Empfängers, von vornherein gewährleistet. Ob daheim vor dem Computer oder unterwegs mit

dem Smartphone, die abonnierten Neuigkeiten sind überall abrufbar.

Wer den Newsletter abonnieren möchte, muss sich einmalig dafür anmelden. „Wir gehen

mit den Daten absolut vertrauenswürdig um. Als öffentlicher Dienstleister sind wir verpflichtet,

die Vorschriften des Datenschutzes sowie die entsprechenden Persönlichkeitsrechte zu

gewährleisten.“ Unter dem Link www.kvv.de/newsletter geht die Anmeldung unkompliziert

vonstatten.

Und: Sollte jemand die Dienste des Newsletters nicht mehr in Anspruch nehmen wollen,

kann er sich auch ganz einfach abmelden. Denn laut Deutschem Gesetz sind die Versender

dazu verpflichtet, einen Abmeldelink in den Newsletter einzubauen, sodass der Empfänger so

das Abo auch ganz einfach wieder deaktivieren kann.

Ausprobieren lohnt sich: Auf der Newsletter-Startseite können Interessierte sich die letzte

Ausgabe anschauen. Nach der Anmeldung wird der nächste erscheinende Newsletter dann

automatisch per E-Mail zugesandt. Viel Spaß beim Informieren!

(R&P)

www.kvv.de/newsletter


…ticker…ticker

Fahrrad rein: ab ins Grüne

Radexpress „Murgtäler“ verkehrt ab Mai

Der Frühling liegt in der Luft – die Fahrradsaison

kann beginnen. Ab dem 1. Mai

ist der Radexpress „Murgtäler“ wieder

auf der Strecke zwischen Ludwigshafen

und Freudenstadt unterwegs.

Damit verbindet der fahrradfreundliche,

geräumige Zug die Metropolregion Rhein-

Neckar mit dem wildromantischen Murgtal.

Vom 1. Mai bis zum 20. Oktober verkehrt

die Bahn des Drei-Löwen-Takts immer an

Sonntagen und zusätzlich an den Samstagen

11. Mai und 17. Juli. Startpunkt ist Ludwigshafen

(Abfahrt 8.06 Uhr). Von dort aus geht

es über Mannheim, Heidelberg, Bad Schönborn-Kronau,

Bruchsal (8.51 Uhr), Karlsruhe

Hbf (9.05 Uhr), Rastatt (9.24 Uhr), Kuppenheim

(9.30 Uhr), Gaggenau (9.37 Uhr),

Gernsbach (9.44 Uhr), Forbach (9.59 Uhr),

Raumünzach (10.04 Uhr), Schönmünzach

(10.10 Uhr) und Baiersbronn (10.23 Uhr) bis

ins 739 Meter hoch gelegene schöne Freudenstadt

(10.31 Uhr). Zurück geht es von

dort wieder um 17.22 Uhr.

Fahrräder können kostenlos mitgenommen

werden. Zwischen Karlsruhe und Forbach

werden alle Fahrkarten des KVV anerkannt.

Für die Fahrt bis Freudenstadt kann ein RegioX-

Tagesticket gelöst werden.

Tolle Fahrradtouren mit unterschiedlichen

Längen und Schwierigkeitsgraden starten

entlang des Murgtals. Da lockt zum Beispiel

der bekannte Radwanderweg Tour de Murg,

mit Start in Freudenstadt oder Baiersbronn

und Ende in Rastatt.

(sab)

www.3-loewen-takt.de

Vordereinstieg auf allen

Karlsruher Buslinien

Probephase erfolgreich verlaufen

Ab dem 2. April gilt auf allen VBK Buslinien

in Karlsruhe ganztägig der kontrollierte

Vordereinstieg.

Das bedeutet, dass Fahrgäste nur über die

vordere Tür in den Bus einsteigen dürfen und

gebeten werden, ihre Fahrkarte beim Fahrer

vorzuzeigen oder dort bei Bedarf ein Ticket

zu erwerben. Drei Monate lang haben die

VBK den kontrollierten Vordereinstieg auf

den Linien 70 bis 75 getestet. Die Probephase

gibt dem Projekt Recht: Die Fahrzeiten

konnten gehalten werden und es wurden

mehr Fahrkarten verkauft als bislang. Der

KVV will durch den Vordereinstieg seine Einnahmen

sichern und das Sicherheitsgefühl

der Fahrgäste verbessern.

Viele Kunden haben sich in den Testwochen

bereits daran gewöhnt, vorne einzusteigen.

Zur Information der Kunden wurden

die Busse beklebt: Rote Pfeile weisen den

Weg hin zur vorderen Tür. Zusätzlich wurde

in den Bussen und an den Haltestellen über

Plakate auf den Vordereinstieg aufmerksam

gemacht. Flyer, die in den Kundenzentren

ausliegen und von Fahrscheinprüfern und

Busfahrern verteilt wurden, informieren die

Kunden über die neuen Regelungen.

Ab dem 2. April wird wiederum Infopersonal

an den stark frequentierten Haltestellen über

den Vordereinstieg informieren, um den Kunden

die Übergangszeit zu erleichtern. (sab)


KVV Magazin 71 | 9

Unterwegs mit dem KVV

Ausflugsbroschüren für tolle Touren

Mit der Stadtbahn zu 21 Wanderungen von April b

Stadtbahn-Wander

Geführte Wandertouren für KVV Fahrgäste.

Ein Angebot des Schwarzwaldvereins, Bezirke Murgtal, Knie

und Albtal, sowie des Karlsruher Verkehrsverbundes.

Warum in die Ferne schweifen? Schließlich gibt es direkt vor der Haustüre so viel zu

entdecken.

Genau das möchte der KVV mit seinen sieben Ausflugsbroschüren zeigen. Interessante

Ausflugsziele im Verbundgebiet, die alle bequem mit Stadt-, Regionalbahn oder dem Bus erreichbar

sind, werden darin beschrieben. Neu in der Kollektion der kostenlosen Broschüren

ist der Kraichgau mit seinen sanften Hügeln, urigen Besenwirtschaften und geheimnisvollen

Hohlwegen. Die Infoschrift ergänzt die bereits bestehenden über Albtal, Enztal, Murgtal,

Pfalz, Rebland sowie Karlsruhe und der Schwarzwald, die teilweise bereits erhältlich oder im

Moment noch in Bearbeitung sind. Versehen mit detaillierten Anreisebeschreibungen, Einkehrtipps

und Kontaktdaten sind die Broschüren ideale Begleiter durch das ganze Jahr.

Die Broschüre Stadtbahn-Wandern listet 21 geführte Wandertouren von April bis Oktober

auf, die der KVV zusammen mit dem Schwarzwaldverein anbietet.

Erhältlich sind die handlichen Heftchen in den KVV Kundenzentren oder im Internet. (R&P)

www.kvv.de

Murgtal

Natur, Kultur und Gastronomie im Murgtal

49 Ausflugstipps mit der Murgtalbahn

KVV. Bewegt alle.

2. Auflage

Neu überarbeitet

Gültig ab 2013

Fahrkarten aus dem

Webshop KVV startet Online-Verkauf

Fahrkartenkaufen geht beim KVV jetzt

auch anders: Schnell und bequem am

heimischen PC statt am Schalter.

In Kürze startet der KVV mit dem Online-

Verkauf von Studikarten für Studierende des

KIT, von personalisierten Monatskarten und

9-Uhr-Karten. Um Sicherheitsfragen braucht

sich der Fahrgast dabei keine Gedanken zu

machen, denn durch die Personalisierung mit

dem Namen sind alle sicherheitsrelevanten

Voraussetzungen gewährleistet.

Im Webshop bestellt, sind die Online-Fahrkarten

als PDF-Dokument verfügbar und

können sofort ausgedruckt werden. Die Zahlung

erfolgt bequem per Giropay, Lastschrift

oder Kreditkarte.

Und wer will, kann die einmal georderte

Karte in seinem Account zu den Favoriten

hinzufügen.

(R&P)

www.kvv-shop.de


10 | KVV Magazin 71

KVV.App online

wichtige infos optimiert fürs smartphone

Mehr als ein Viertel aller Zugriffe auf die Website des KVV erfolgen über ein internetfähiges

Mobiltelefon. Diese Entwicklung aufnehmend bietet der KVV künftig

eine App an, die speziell auf Smartphones zugeschnitten ist.

Unter http://info.kvv.de findet der Kunde vor allem das, was für unterwegs wichtig ist. Eingestellt

und speziell für die mobile Nutzung optimiert sind zum Beispiel Verkehrsmeldungen

aus dem Verbundgebiet inklusive aller Detailinformationen sowie die von der regulären Website

bekannte elektronische Fahrplanauskunft.

Ein weiterer Service ist von der mobilen Internetseite aus erreichbar: der Abfahrtsmonitor

mit Echtzeitinformationen zu vielen Haltestellen im Verbundgebiet. „Damit ist der Zugriff

auf die aktuellen Abfahrtszeiten, wie sie unsere Kunden bereits von der dynamischen Fahrgastinformation

an entsprechend ausgestatteten Haltestellen her kennen, gewährleistet. Mit

der neuen Online-Auskunft werden die Echtzeitdaten für viele weitere Stationen verfügbar“,

erklärt Vertriebsleiter Benjamin Bock.

Die für Bildschirme von Mobilgeräten ausgelegte Benutzerführung ermöglicht die

schnelle Planung der Fahrt. Komfortabel ist für den Kunden, dass die letzten Fahrtanfragen

gespeichert werden. Darüber hinaus können die aktuellen Liniennetzpläne für alle Schienenund

Busverbindungen im Verbundgebiet abgerufen werden. „Um alle interessierten Smartphone-Nutzer

zu erreichen, ist die KVV.App so programmiert, dass sie auf den unterschiedlichsten

aktuellen Geräten genutzt werden kann“, so Bock.

(R&P)


KVV Magazin 71 | 11

Wissen, wann die Bahn

kommt Gipfelfest bei Installation der DFI

Über die Hälfte – nämlich 290 – elektronische

Fahrgastinformationsanzeiger an

Schienenhaltestellen des KVV, sind in

Funktion.

„Wir planen die Inbetriebnahme weiterer

270 Anzeiger bis zum Jahr 2015“, erklärt der

verantwortliche Projektleiter bei VBK und

AVG, Dr. Christian Homagk. „Damit gewährleisten

wir eine flächendeckende Versorgung

unserer Schienenhaltestellen.“

Richtig was vorgenommen hat sich der

Karlsruher Verkehrsverbund mit dieser Planung.

Denn, was sich für den Betrachter als

recht einfach darstellt, ist mit großem logistischem

und finanziellem Aufwand verbunden.

„Für die Installation eines Anzeigers müssen

wir rund 25.000 Euro in die Hand nehmen.“

Ein Großteil der Gelder liegt dabei unter

der Erde, denn als besonders aufwändig

bezeichnet Homagk die jeweilige Verkabelung.

„Diese ist der örtlichen Situation angepasst

und muss daher individuell betrachtet

werden. Zudem werden die Bauarbeiten

unter laufendem Betrieb ausgeführt, um

Unannehmlichkeiten für unsere Kunden zu

vermeiden.“

Ein Meilenstein ist die Versorgung des

Albtalbahnhofs. Seit Februar bedienen dort

vier Anzeigen die Fahrgäste mit Echtzeit-

Informationen. „Der Albtalbahnhof war in

allen Belangen ungewöhnlich: Besondere

Halterungen, besondere Verkabelungen und

schließlich besondere Anzeigen waren von

Nöten, um diesen stark frequentierten Verknüpfungspunkt

des innerstädtischen Straßenbahnnetzes

mit der in das Umland verkehrenden

Stadtbahn auszustatten.“

Dieses Jahr werden laut Homagk in der

Innenstadt die letzten Lücken gefüllt. Zudem

stehen auf der Liste die Strecken zur Siemensallee,

nach Knielingen, die Stadtbahnstrecke

über Rüppurr nach Ettlingen und von

Grötzingen bis Bretten sowie Söllingen. (R&P)

www.kvv.de


Die Kombilösung

Nach Süden fahren die Bahnen am

Kronenplatz von Ende April bis Mitte

November statt wie jetzt noch geradeaus

in die Kaiserstraße. Der östliche

Teil der Fußgängerzone wird gesperrt,

damit die Arbeiten an der Kombilösung

beschleunigt werden.

Sperrung KaiserstraSSe

damit spart die kombilösung zeit

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit eine

schwierige Entscheidung getroffen. Aber: Die Vorteile, die eine siebenmonatige

Sperrung der östlichen Kaiserstraße für den Bau der Kombilösung mit sich bringt,

überwiegen klar.

Die Bauzeit für die Kombilösung kann um bis zu 15 Monate verkürzt werden.

Die anstehenden Baumaßnahmen können in der Zeit zwischen Ende April bis Mitte November

konzentriert abgewickelt werden. In den Zeitraum fallen übrigens auch acht Wochen Schulferien.

Auch die Dauer der Beeinträchtigungen für Anlieger, Anwohner und den Einzelhandel

kann durch dieses Konzept deutlich verkürzt werden.

Die Stadtbahnen und Straßenbahnen werden statt über den gesperrten Abschnitt der

östlichen Kaiserstraße über den „Bypass“ Baumeisterstraße umgeleitet. Der Marktplatz, der

Kronenplatz und auch die Universität sind mit dem ÖPNV während der gesamten Zeit erreichbar.

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe haben ein detailliertes und flexibles Konzept erarbeitet,

das auch auf Veränderungen noch reagieren kann. Fahrgäste des KVV erwartet zwar eine auf

vielen Linien geänderte Streckenführung. Der gewohnte Takt der Bahnen wird aber bleiben –

nur eben unter dem Vorzeichen eines der Sperrung angepassten Fahrplans.


KVV Magazin 71 | 13

Am bau der Kombilösung

interessiert?

Die Karlsruher Schieneninfrastruktur-

Gesellschaft veranstaltet regelmäßig

Baustellenführungen.

Der nächste Termin ist am 10. April.

Infos gibt es im Internet unter

www.diekombiloesung.de oder

unter der Telefonnummer

0721-133-5577.

Wichtig ist auch: Die östliche Kaiserstraße

ist in diesem Zeitraum eine „echte“ Fußgängerzone.

OB Dr. Mentrup hat die Bürgerinnen

und Bürger unter diesem Aspekt auch

schon ermuntert, einmal auszuprobieren,

wie sich die Kaiserstraße nach Fertigstellung

der Fußgängerzone als reine Fußgängerzone

„anfühlt“.

Um den zusätzlichen Bahnverkehr aufnehmen

zu können, muss der Bypass Baumeisterstraße

entsprechend ausgestattet

werden: Autos und Bahnen erhalten eigene

Fahrwege. Dazu ist eine teilweise Umwandlung

der Schrägparker durch Längsparker

zwischen Marienstraße und Rüppurrer Straße

vorgesehen. Mit den zuständigen städtischen

Ämtern wurde vereinbart, dass Stadtbahnen

und Straßenbahnen an allen für den ÖPNV

relevanten Signalanlagen mit Vorrang behandelt

werden. Zur Umsetzung der Vorrangschaltung

und der Eilzugschaltung wird das

Tiefbauamt die Signalanlagen entsprechend

programmieren. Die Karl-Friedrich-Straße soll

in Richtung Süden vorläufig wieder geöffnet

werden.

Mit der Sperrung verbunden ist die umfassende

Information für Bürgerinnen und

Bürger, Fahrgäste, Autofahrer, Radfahrer,

Fußgänger. Spezielle Flyer geben Auskunft

über Umleitungen und geänderte Linienoder

Verkehrsführungen. In den Stadtbahnen

und Straßenbahnen sowie an den Haltestellen

hängen entsprechende Pläne, in den ersten

Tagen der Sperrung wird zusätzliches

Info-Personal eingesetzt.

Auf den Punkt gebracht: Die Kombilösung

hat den Seitenwechsel an den drei künftigen

unterirdischen Haltestellen Europaplatz,

Lammstraße und Kronenplatz in der Kaiserstraße

vollzogen: Gebaut wird – wie auf dem

Bild links vom Europaplatz zu sehen – auf der

jeweils anderen Seite.

(awi)


14 | KVV Magazin 71

Dreharbeiten in der Oststadt:

Kameramann Joachim Wossidlo hätte

es gerne authentisch, wenn Schauspieler

Sebastian Kreutz (Mitte) beinahe mit

Oliver Langewitz zusammenprallt.

Taub für die Gefahr

VBK wollen mit Sicherheitsfilm sensibilisieren

Zu einem tragischen Unfall kam es am

Morgen des 25. April letzten Jahres.

Gegen 7.25 Uhr erfasste an jenem Mittwoch

eine Stadtbahn der Linie S2 wenige

Meter nördlich der Haltestelle Mühlenweg

eine Radfahrerin.

Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Als

Unfallursache kam laut Polizei neben dem

Übersehen der Bahn auch ein Überhören

derselben dazu. Die 43-jährige Radfahrerin

hatte zur Unfallzeit einen MP3-Player in Betrieb.

Hellwach dagegen war der Schutzen-

gel eines 16-jährigen Jugendlichen einen Tag

später bei einem Zusammenprall mit einer

Straßenbahn in Durlach-Aue. Auch er hatte

beim Radfahren Kopfhörer auf und missachtete

die rote Ampel am Bahnübergang. Beim

Zusammenstoß mit der Bahn wurde er weggeschleudert,

konnte sich aber abrollen und

blieb glücklicherweise unverletzt.

Wer in der Stadt unterwegs ist, sieht sie

immer häufiger: junge Menschen, die sich

mit riesigen Kopfhörern völlig von den Geräuschen

ihres Umfelds abschirmen.


KVV Magazin 71 | 15

Um darauf aufmerksam zu machen, setzen

die Verkehrsbetriebe Karlsruhe auf Prävention.

Mit einem eindrücklichen Kurzfilm will

er junge Menschen dafür sensibilisieren, wie

gefährlich es ist, im Straßenverkehr nichts

mitzubekommen.

Sarah Breuer, Pressesprecherin der VBK, hat

die Idee zum Film zusammen mit Sven Maier

und Oliver Langewitz vom Filmboard Karlsruhe

sowie dem freien Journalisten Stefan

Jehle mit entwickelt und war bei den Dreharbeiten

dabei: „Der Film ist spannend, ganz

klar auf den Punkt gebracht und so gemacht,

dass man sich in die Rolle des Hauptakteurs

hineinversetzen kann. Der Zuschauer soll sich

wiederfinden. Nur dann erreichen wir ihn.“

In dem Kurzstreifen wird ein junger Radfahrer

auf seinem Weg durch die Stadt begleitet.

In rasantem Tempo unterwegs, überschätzt

er sich völlig, hat nur Ohren für die

Musik und scheint die Welt um sich herum

gänzlich vergessen zu haben. Durch schnelle

Schnitte, Perspektivwechsel und passende

Musik wird in dem Kurzstreifen ein Spannungsbogen

erzeugt, der eindrücklich endet

und „die Zuschauer hoffentlich wachrüttelt“,

wünscht sich Breuer.

Der Beitrag richtet sich vor allem an Jugendliche.

Deshalb soll er Schulen für den

Unterricht zur Verfügung gestellt werden

und dort gezeigt werden, wo sich die Zielgruppe

trifft.

(R&P)

sebastian kreutz spielt den „jungen wilden“

Sofort von der Idee des Films begeistert war Sebastian Kreutz. Vielen Karlsruher Theaterbesuchern

bekannt, spielt er die Rolle des „jungen Wilden“ in dem Präventionsfilm der Verkehrsbetriebe

Karlsruhe. Von 1997 bis 2011 war er festes Ensemblemitglied am Badischen

Staatstheater, ein Mann mit Hauptdarstellerqualitäten und echter Bühnenausstrahlung. Sebastian

Kreutz erhielt in dieser Zeit die Auszeichnung als Staatsschauspieler des Landes Baden-

Württemberg.

Heute ist er freischaffend tätig und Authentizität steht auf seinem Anforderungsprofil ganz

weit oben. So nimmt man dem Schauspieler, in dessen Leben Sport überaus wichtig ist, die

Rolle des rasanten Fahrradfahrers sofort ab. Neben seiner Arbeit als „lust- und kraftvoller Darsteller“

bietet er fundierten Schauspielunterricht.

Des Weiteren betätigt er sich als Krankenhausclown bei dem gemeinnützigen Verein

„ROTE NASEN Deutschland e.V.“ sowie beim Verein Eltern und Freunde für Inklusion e.V.

Karlsruhe. Dort leitet er das Theaterprojekt, an dem Jugendliche mit und ohne Handicap ab

13 Jahren mitmachen können.

„Mit Sebastian Kreutz haben wir einen charakterstarken Schauspieler für das Projekt

gewinnen können“, freut sich Breuer und verrät, dass der Akteur bei den Dreharbeiten in der

Karlsruher Ost- und Nordstadt ganz schön ins Schwitzen gekommen sei.

(R&P)


16 | KVV Magazin 71

Blitzblanke Schienen,

gereinigte Weichen

Sicherheit steht beim VBK Service-Team an

erster Stelle

Eingleisen. Schienen und Weichen reinigen. Herrje, da kommt die Straßenbahn. Ausgleisen.

Die Tram hat Vorfahrt, denn die Einhaltung des Fahrplans steht ganz oben

auf der Prioritätenliste, auch bei den Mitarbeitern der Bahnmeisterei, Bereich Wartung.

Wieder eingleisen. Jürgen Taller arbeitet seit fast 18 Jahren als Fahrer auf

einem Weichenreinigungsfahrzeug und Umsicht gehört bei ihm zum täglichen Brot.

Die Kamera am Boden des Fahrzeuges zeigt an, wann und ob die Lore richtig sitzt. Wasser

wird mit heftigem Druck in die Gleise gespritzt, ein Saugschuh nimmt das zähflüssige

Schmutzgemisch auf. Anschließend werden die Weichen über eine Pumpe mit Öl geschmiert.

Für Taller gibt es keine Verkehrszeichen. Diese gelten für den Individualverkehr und für die

Stadt- und Straßenbahnen. Er, mit seinem 290 PS starken Fahrzeug, befindet sich irgendwo

dazwischen. „Man muss schon genau beobachten, was sich um einen herum abspielt. Mal

geistig kurz ausklinken läuft da nicht.“

Reinigungsfahrzeuge der Verkehrsbetriebe Karlsruhe sind Einzelanfertigungen und speziell

auf den Gebrauch des Unternehmens ausgerichtet. „Die Technik hat sich in den vergangenen

Jahren sehr verbessert. Zusätzliche Rückfahrkameras gewährleisten mehr Sicherheit,

das Volumen der Ölvorratsbehälter ist größer und die Drehgeschwindigkeit der Turbine, die

für die Saugleistung zuständig ist, hat sich ebenso deutlich gesteigert wie der Wasserdruck

von früher 50 auf heute 250 bar“, erklärt Taller.


eportage

503 Weichen und 170 Kilometer Schiene

gilt es zu reinigen, damit Sicherheit und Fahrkomfort

auf der Strecke gewährleistet sind.

„Natürlich gibt es neuralgische Punkte“, so

der Werkmeister Bereich Wartung, Erich

Walther. „Gerade dort, wo sich Bäume befinden

und verstärkt Laub in die Schienen

fällt muss öfter gereinigt werden. Auch das

vermehrte Sandaufkommen aufgrund der

zahlreichen Baustellen im Stadtgebiet erhöht

unseren Takt“. Zirka 150 Weichen bewältigt

ein Weichenreinigungsfahrzeug täglich und

der Schienenreiniger schafft rund 30 Kilometer

Schiene.

Letzterer ist auch für die Entleerung der

unterirdischen Müllsammelbehälter zuständig,

eine entsprechende Saugvorrichtung ist

auf dem Fahrzeug angebracht. „Die private

Müllentsorgung über diese öffentlichen Abfallbehälter

nehmen leider enorm zu. Und

manchmal landet etwas darin, was der brave

Bürger dann noch braucht. So meldete sich

einmal eine Dame, deren Mann ausgerechnet

das Paar Schuhe doch noch tragen wollte,

derer sich seine bessere Hälfte derartig entledigte“,

weiß Walther schmunzelnd zu berichten.

Und natürlich bekam der Gatte die

Schuhe wieder, denn auch für derartige Ausnahmefälle

sind die VBK für die Kunden im

Einsatz.

(R&P)

www.kvv.de


18 | KVV Magazin 71

Freiluftsaison einläuten

mit den Freizeitbahnen des KVV ab ins Grüne

Hoch hinaus und quer durch die

Landschaft geht es mit der Sommerbergbahn,

der MerkurBergbahn

und der Wieslauterbahn.

Die Sonne blinzelt zart vom Himmel, die ersten Blumen strecken ihr Köpfchen aus

der Erde und es ist ganz klar: Der Frühling ist da. Diese Zeit eignet sich bestens, um

mit den Freizeitbahnen des KVV beliebte Naherholungsziele zu erreichen.

Beispielsweise verbindet die Sommerbergbahn, Baden-Württembergs höchste Standseilbahn,

das Zentrum der Kurstadt Bad Wildbad mit der einzigartigen Moor- und Waldlandschaft

zwischen dem Sommerberg und Kaltenbronn. Für Wanderer und Biker ein El Dorado, für Liebhaber

heimischer Küche ein Erlebnis. Die erste Berg-/Talfahrt startet montags bis mittwochs

um 8.45 Uhr, die letzte Talfahrt erfolgt um 20.45 Uhr. Donnerstags, freitags, samstags, sonnund

feiertags verkehrt die Sommerbergbahn von 8.45 Uhr bis 22.15 Uhr.

Die MerkurBergbahn in Baden-Baden feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Mit

einer Strecke von knapp 1,2 Kilometern ist sie eine der längsten Standseilbahnen Deutschlands.

Fast sicher trifft man in der Bahn auf einen Hobby-Flieger nebst Ausrüstung, denn der

Hausberg der Kurstadt hat sich zum festen Bestandteil der Gleitschirmflieger-Szene entwickelt.

Die MerkurBergbahn fährt täglich von 10 bis 22 Uhr.

Mit der Wieslauterbahn geht es mit Dampf auf eine erlebnisreiche Fahrt. Die 16 Kilometer

lange Strecke des Felsenland-Express, der im Jahr 1911 seine erste Fahrt aufnahm, führt von

Hinterweidenthal über Dahn, Reichenbach und Bärenbach nach Bundenthal. Die Saison läuft

von Mai bis Oktober, gefahren wird an Sonn- und Feiertagen. Zum Einsatz kommt dabei der

historische Esslinger Triebwagen. Und das zu den günstigen Tarifen des KVV. Mit der RegioX-

Karte (eine Person) beziehungsweise der RegioXplus-Karte (für bis zu fünf Personen) ist die

Hin- und Rückfahrt möglich.

(R&P)


KVV Magazin 71 | 19

Aussicht genießen und die Seele

baumeln lassen - damals (1938) wie

heute ein Genuss: Eine Fahrt mit der

Turmbergbahn in Durlach.

Kleine Bahn mit groSSer

Tradition Turmbergbahn feiert 125 Jahre

Dreieinhalb Minuten dauert die Fahrt

von der Talstation hinauf zum Aussichtsplateau

des Durlacher Turmbergs.

Dreieinhalb Minuten, die mit einer Geschwindigkeit

von 7,2 Stundenkilometern

zum echten Erlebnis werden können, denn

schließlich ist die Turmbergbahn die älteste

Standseilbahn Deutschlands. 315 Meter und

eine maximale Steigung von 36,2 Prozent

überwindet der mit bis zu 21 Personen besetzte

Wagen dabei.

Ein Dankeschön den

Pionieren

Und wieder einmal mehr ist es dem ehrenamtlichen

Engagement zu verdanken,

dass es die ursprünglich mit Wasserballast

betriebene Bergbahn überhaupt gibt. Denn

es waren ambitionierte Durlacher Bürger, die

vor allem älteren Menschen die Möglichkeit

eröffnen wollten, den seinerzeit schon als

Ausflugsziel erschlossenen Turmberg leichter

zu erklimmen. Am 1. Mai 1888 erstmals

im Einsatz, erlebte die Bahn zum Gipfel des

Durlacher Hausbergs eine wechselvolle Ge-

schichte, nicht zuletzt bedingt durch Kriegswirren

und entsprechenden Beschädigungen.

Seit 1966, auf Beschluss des Gemeinderates

hin, ist die Bahn elektrisch betrieben.

Man soll die Feste feiern,

wie sie fallen

Und schon immer wurden die Jubiläen rund

um die Turmbergbahn gefeiert. 1988, anlässlich

des 100-jährigen Jubiläums konnten

Rekordfahrgastzahlen verzeichnet werden.

„Auch für das aktuelle Jubiläumsjahr ist ein

Festwochenende geplant. Vom 6. bis 8. September

kommen Familien, Musikliebhaber

und Gourmets auf ihre Kosten.

Im Übrigen: Während in den Wintermonaten

die Bahn nur an den Wochenenden und

Feiertagen fährt, beginnt der tägliche Betrieb

in diesem Jahr am 1. April. Dann genießen

die Ausflügler wieder die herrliche Aussicht

über Durlach, Karlsruhe und Umgebung, suchen

bei klarem Wetter den Speyerer Dom

sowie die Kühltürme von Philippsburg und

bewundern die beeindruckende Silhouette

der Pfälzer Berge und der Vogesen. (R&P)


20 | KVV Magazin 64

ausflugs-tipp

Ein Traum in Rosa

Die Deutsche WeinstraSSe zur Mandelblüte

An der Deutschen Weinstraße beginnt

der Frühling früher als anderswo in

Deutschland, denn schon ab März erstrahlen

hier die üppigen Blüten der

Mandelbäume in zarten Rosatönen.

Bis zum 30. April wird dieses jährliche Naturschauspiel

mit den „Rosa Wochen“ und

zahlreichen Veranstaltungen rund um die

Mandel gefeiert. Die ganze Region stimmt

sich mit fröhlichen Festen, kulinarischen Gaumenfreuden

und tollen Arrangements auf

die Mandelblütensaison ein.

Zahlreiche Burgen, Schlösser, Kirchen und

Stadttore entlang der Deutschen Weinstraße

erstrahlen in einer Lichtsinfonie aus Rosa und

Pink. Und nicht umsonst sagt man den Pfälzern

Geselligkeit und Feierlaune nach.

Das erste deutsche Weinfest: Einer der

Höhepunkte zur Zeit der Mandelblüte und

gleichzeitig das erste Weinfest des Jahres

ist das traditionelle Mandelblütenfest in

Neustadt-Gimmeldingen, dessen Termin sich

nach dem Stand der Blüte richtet und somit

erst kurzfristig festgelegt wird. Genauso gefeiert

wird bei der Edenkobener Mandelmeile

entlang der von Mandelbäumen gesäumten

Villastraße zum Schloss Villa Ludwigshöhe

und beim großen Mandelblütenfest um die

Dionysius-Kapelle in Gleiszellen, die beide

am 6. und 7. April stattfinden.


KVV Magazin 71 | 21

Entlang des Mandelpfads: Besonders

reich und üppig blühen die Mandelbäume

an den Straßen und Wegen entlang des Pfälzer

Mandelpfads. Wie ein rosafarbenes Band

zieht sich dieser ganz besondere Wanderweg

durch das Land der Mandelblüte. Auf seinen

77 Kilometern geht es von Bad Dürkheim

durch die pfälzischen Weinlandschaften bis

nach Schweigen-Rechtenbach an der Grenze

zu Frankreich.

Ein Ausflug in die rosafarbene Pfalz lohnt

sich auf alle Fälle, denn hier ist wirklich für

jeden Geschmack etwas dabei. Und natürlich

darf bei alledem ein Pfälzer Schoppen nicht

fehlen, den man ganz ohne schlechtes Gewissen

genießen darf. Denn schließlich sorgt

der Karlsruher Verkehrsverbund für sorgenfreie

An- und Abfahrt.

www.mandelbluete-pfalz.de

So kommen Sie hin:

Der R51 bringt Sie mit Freunden und

Familie vom Karlsruher Hauptbahnhof

über Landau und Edenkoben bis nach

Neustadt an der Weinstraße.

Für die Fahrt bis Neustadt benötigen

Sie für sich alleine eine RegioX-Karte

(15,60 Euro) beziehungsweise mit bis

zu fünf Personen eine RegioXplus-

Tageskarte (25 Euro).


Freizeit-Ticker

22 | KVV Magazin 71

Kloster- und Bierstadt

Geführte KVV Fahrten nach Alpirsbach

183 Personen haben im letzten Jahr an

den elf angebotenen KVV-Fahrten nach

Alpirsbach teilgenommen.

Eine Bilanz, die für das Ziel an sich, und

ganz klar für das Arrangement spricht. Die

Kloster- und Bierstadt Alpirsbach lockt jährlich

eine Vielzahl von Besuchern - und die

meisten davon sind zum wiederholten Mal

zu Gast. Verantwortlich dafür sind die bekannten

Sehenswürdigkeiten und der beson-

dere Charme Alpirsbachs.

Deshalb bietet der KVV in Zusammenarbeit

mit der Stadt-Information Alpirsbach

auch in diesem Jahr wieder die beliebte Ausflugstour

in den Schwarzwald zum Preis von

18 Euro an. Reiseleitung sowie Klostereintritt

und Museumsführung sind inklusive. Infos zu

den Terminen und zum Programm gibt es in

den KVV Kundenzentren oder im Internet.

www.kvv.de

Schloss Favorite

Schulklassenprogramme nach dem Bildungsplan

Als „barockes Schatzkästchen“ wird das

älteste deutsche Porzellanschloss bei

Rastatt oft bezeichnet.

Seit dem 16. März zeigt das von Markgräfin

Sibylla Augusta erbaute Lustschloss nach der

Winterpause erneut seine Schätze: Böden

aus Stuckmarmor, Wände mit Fayencefliesen,

Behänge aus seltenen Stickereien an den

Wänden und erlesene Möbel.

Besonders attraktiv sind die von den Staat-

lichen Schlössern und Gärten angebotenen

Schulklassenprogramme, die sich explizit am

Lehrplan orientieren und jungen Menschen

Wissen am Originalschauplatz vermitteln.

Durch Rollenspiel und Interaktionen werden

personale und soziale Kompetenz der Schüler

gestärkt. Infos zum fächerübergreifenden

und handlungsorientierten Unterricht gibt es

im Internet.

www.schloesser-und-gaerten.de.

KVV vermietet E-Bikes

Fahrräder mit unterstützung erobern Karlsruhe

Ob eine frühlingshafte Tour durch die

Stadt oder durch das herrliche Umland:

Der KVV bietet im Infopavillon „K.“ am

Ettlinger Tor Fahrräder mit Akku zum

Verleih, die den Ausflug zu einem besonderen

Erlebnis machen.

Die E-Mobilität etabliert sich zunehmend.

Dem Trend der klimaschonenden Fortbewegung

folgend und damit absolut in die Firmenphilosophie

des KVV passend, bietet dieser

Pedelecs zu günstigen Mietkonditionen

an. KVV Abokunden erhalten nochmals 40

Prozent Rabatt. So lässt sich bereits für zehn

Euro einen ganzen Tag die moderne Technik

im wahrsten Sinne „erfahren“. Für ihren Ausflug

können sich Kunden für eine von vier

beschriebenen Routen in der Informationsbroschüre

zum KVV.bike entscheiden oder

ihre Ausfahrt ganz individuell planen. In der

Regel sind die Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit

von 25 km/h unterwegs, die

Reichweite variiert je nach Beanspruchung

zwischen 60 und 100 Kilometern. Ausprobieren

lohnt sich – gerade jetzt im Frühling.


KVV Magazin 71 | 23

Das Gewinnspiel

Welches beliebte touristische Ausflugsziel in Rheinland-Pfalz

ist auf dem obigen Bild im Sonnenuntergang zu sehen?

Zu gewinnen gibt es dieses Mal

2 x Ausflugspaket für zwei Personen zur

Burg Trifels in Annweiler inklusive Fahrkarte,

Eintritt, Schauspielführung „Die

Befreiung des Richard Löwenherz“ und

10-Euro-Gutschein für das Restaurant

Barbarossa.

Das Lösungswort senden Sie bitte bis zum 24. Mai 2013 an:

gewinnspiel@kvv.karlsruhe.de oder per Postkarte an KVV Gewinnspiel,

Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe

Die Auflösung der Preisfrage aus dem vergangenen KVV Magazin lautet:

„K.“

2 x E-Bike-Gutschein für zwei Personen

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Der Rechtsweg und automatisierte Gewinnspielteilnahmen sind ausgeschlossen.

10 x Buch Stadtbahn-Touren mit

20 Wanderungen


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