Nachhaltigkeitsbericht 2010 Bayerische Staatsforsten

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Nachhaltigkeitsbericht 2010 Bayerische Staatsforsten

4 BERICHT DER UNTERNEHMENSLEITUNG BERICHT DER UNTERNEHMENSLEITUNG

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Bewegtes Jahr mit erfolgreichem Ausgang

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Geschäftsjahr, über das es zu berichten gilt, beginnt am 1. Juli 2009 und endet mit dem

30. Juni 2010. Wir beginnen also in der Zeit einer schweren Finanzkrise und erinnern uns

an einen DAX-Kurs, der um fast 2.500 Punkte schlechter lag als der heutige – 18 Monate später.

Die Weltwirtschaftskrise in ihrer damaligen Vehemenz machte auch vor der Forstwirtschaft

nicht halt. Mit dem dramatischen Konjunktureinbruch ging auch eine spürbar reduzierte Nachfrage

nach Holz einher. Die Folge waren sinkende Preise. Um in einem solchen Umfeld unsere

hohen Standards zu halten, die ökologischen im Waldbau und die sozialen Leistungen intern,

schien ein umfassendes Sparprogramm unerlässlich. Nicht zuletzt, um so auch die Leistungsfähigkeit

der Staatsforsten im Ganzen zu sichern. Die fallenden Preise mit höherem Einschlag

zu kompensieren – war dabei nie eine Alternative. Da stand nicht nur das Nachhaltigkeitsgebot

vor, sondern auch das bewährte Motto: Kein gutes Holz in einen schlechten Markt.

Um die Jahreswende 2009/2010 des laufenden Geschäftsjahrs zeichnete sich auch eine

gesamtwirtschaftliche Wende ab. Mit einiger Genugtuung stellen wir im Rückblick fest, dass

in der Krise die oft gescholtenen langfristigen Holzverträge durch ihre guten Holzpreise zur

allgemeinen Stabilität einen wichtigen Beitrag leisteten. Die unerwartet positive Entwicklung

am Holzmarkt in der zweiten Jahreshälfte war eine weitere Chance, die wir nutzten, um die

Krise erfolgreich zu meistern. Für das neue Geschäftsjahr können wir mit weiter steigenden Holzpreisen

rechnen und in deren Folge wiederum mit einem guten Ergebnis in 2010/2011.

Keine Krise erfuhr der fortschreitende Umbau unserer Wälder. Im Gegenteil, die unbehelligte

Entwicklung, die der Waldbau in den Staatsforsten genommen hat, kann alle Beobachter

optimistisch stimmen. Mit den Fortschritten, die gemacht wurden, liegen wir über Plan. Nicht

zuletzt auch deshalb, weil unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich in ihrer Leistungsbereitschaft

und Waldleidenschaft „über Plan“ engagiert haben! Dafür danken wir sehr. Wie

es aussieht, wird der bayerische Staatswald in spätestens 25 Jahren den sich parallel verändernden

klimatischen Bedingungen gewachsen sein. Die Bayerischen Staatsforsten sind auf

dem richtigen Weg und werden ihn zielstrebig weitergehen. Nachhaltig bewirtschaftete, stabile

und gesunde Wälder sind nicht nur die Wälder der Zukunft, sie sind auch die einzige Möglichkeit,

ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Ansprüche im Gleichgewicht zu

halten. Ganz im Sinne unseres Nachhaltigkeitskonzeptes.

Vor lauter Krisen und deren Überwindung soll aber nicht vergessen werden, dass auch ein

„Jahr der Biodiversität“ hinter uns liegt. Uns hat es in unserer Arbeit bestätigt und motiviert.

Eine bildhafte Bilanz dazu findet sich auch in diesem Bericht. Danke für Ihr Interesse.

Regensburg, im Dezember 2010

Dr. Rudolf Freidhager Reinhardt Neft

Karl Tschacha (49) war für Finanzen,

Rechnungswesen, Controlling, Einkauf und

Recht zuständig. Weiterhin verantwortete

er den Bereich Informations- und Kommunikationstechnik

sowie die Immobilien.

Dr. Rudolf Freidhager (52) ist Vorsitzender

des Vorstands und verantwortet die Bereiche

Holz, Technik, Logistik, Weitere Geschäftsfelder,

Vorstandsbüro und Unternehmenskommunika

tion. Er ist verantwortlich für die Interne

Revision, die Unternehmensentwicklung,

das Zentrum für Energieholz, die Forsttechnik

und führt 17 Forstbetriebe.

Reinhardt Neft (50) verantwortet die

Bereiche Waldbau, Naturschutz, Jagd und

Fischerei sowie Personal, Organisation, Aus-

und Fortbildung. Zudem führt er 24 Forstbetriebe.

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