ENERGIE 03/2013(PDF, 4.6 MB) - Stadtwerk Winterthur

stadtwerk.winterthur.ch

ENERGIE 03/2013(PDF, 4.6 MB) - Stadtwerk Winterthur

spez.15600

Das Magazin von Stadtwerk Winterthur

3/2013

Stadtwerk Winterthur unterstützt Lieferservice

Mit dem Elektro-Dreirad

zu den Kunden

Gesundes Gemüse ökologisch auszuliefern,

ist die Idee des Gemüseabos

des Vereins Läbesruum. || Seite 8

Strom aus der Luft

Mit Energiedrachen lassen

sich Höhenwinde zur Stromproduktion

nutzen. || Seite 13

Neuer Handablad

Für Sperrmüll gibt es einen

neuen Handablad in der

Kehrichtverwertung. || Seite 15


3

Inhalt

Markus Sägesser

Direktor Stadtwerk Winterthur

4 Spots

Von Polaroids und Nebelschwaden

8 Ökologischer Hauslieferdienst

Ausliefern mit elektrischen Lasteseln

Der Verein Läbesruum setzt auf einen ökologischen

Lieferservice mit Elektro-Dreirädern.

10 Drachen bauen, Drachen steigen lassen

Der Herr der Drachen

Wir bieten Komfort

Am Morgen aufstehen, einen kühlen Schluck Wasser

trinken, warm duschen, die Kaffeemaschine einschalten, die

frisch gewaschenen Kleider anziehen und so weiter bis

zum Abend, wenn es bei Ihnen zu Hause heisst «Lichter

löschen»: Sie merken es nicht, aber wir begleiten Sie.

24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr

ist Stadtwerk Winterthur für Sie da.

Unser Credo lautet denn auch: Wir bieten unserer Kundschaft

Komfort. Das heisst für uns: Wir wollen mehr tun als

nur das Notwendige. Wir wollen Dienstleistungen erbringen,

die unserer Kundschaft Bequemlichkeit bieten.

Wir freuen uns, Ihnen unsere neueste Dienstleistung vorzustellen:

den kürzlich eröffneten Handablad in der Kehrichtverwertungsanlage.

Was das ist und welchen Nutzen er

Ihnen bringt, lesen Sie auf Seite 15.

10

15 Handablad der KVA wiedereröffnet

Sperrmüll bequem entsorgen

16 Beanspruchtes Übertragungsnetz

(K)ein Netz der Zukunft

18 Mehrfarbige LED-Lampen mit Fernsteuerung

Wenn die Leselampe dreimal rot blinkt

19 Vor 20 Jahren in «energie»

Wärmepumpen: Strom spart Heizöl

20 Infografik

Kochmethoden im Labor getestet

22 Biolumineszenz

Glühwürmchen und Leuchtquallen

26 Stromversorgung auf Wanderschaft

Smartphone aufladen ohne Steckdose

28 Leserangebot «Grohe»

40 Prozent Rabatt auf Duschbrausen

30 Preisrätsel

Hochwertige Ledercouch zu gewinnen

31 Galerie Energie

Zuckerhäuschen mal anders

22

8

Titelbild: Martin Guggisberg; Foto Seite 3: Fotolia / Cathy Keifer

Stadtwerk Winterthur

Untere Vogelsangstrasse 11

Postfach

8402 Winterthur

Telefonzentrale: 052 267 61 61

Störungsdienst (ausserhalb der Bürozeiten):

0800 84 00 84


4

Leuchtende Polaroids im Grossformat

Wandschmuck für die Sofortbildkammer

Eine Polaroidkamera haben Sie wahrscheinlich

nicht mehr zu Hause. Und wenn doch,

haben Sie Mühe, noch an unbelichtete Filme

zu kommen. Aber vielleicht erfreuen Sie sich

an den bereits geschossenen Bildern. Der

Charme des Unperfekten und das Quantum

Nostalgie, die die «Polas» ausmachen, lassen

einen die Schuhschachtel mit den

Schnappschüssen immer wieder hervornehmen.

Jetzt können Sie Ihr Lieblingsmotiv jeden

Tag – und jede Nacht – sehen. Am Tag

als Bild an der Wand, in der Nacht als Lichtquelle.

polaboy ® aus Deutschland vergrössert

jedes Foto und versieht es mit einem Rahmen,

der die Polaroidoptik imitiert. LED-Lampen

beleuchten das Bild von hinten. So wird

ein flüchtiger Moment zum permanenten

Wandschmuck.

Die übergrossen, leuchtenden Polaroidfotos für die

Wand gibt es ab 745 Franken in zwei Formaten und

drei Grössen.

polaboy.de

500

Fotos: Stefan Kubli, FogQuest / Melissa Rosato, zVg

Impressum:

91. Jahrgang | Heft 3, September 2013 | Erscheint

vierteljährlich | ISSN-1421-6698 | Verlag und

Redaktion: Infel AG, Postfach 3080, 8021 Zürich

Telefon: 044 299 41 41, Telefax: 044 299 41 40

E-Mail: redaktion@strom-zeitschrift.ch

Chefredaktion: Matthias Bill, Simon Fallegger (Stv.)

Art Direction: Franziska Neugebauer, Peter Kruppa

Layout: Melanie Cadisch, Marina Maspoli

Bildredaktion: Diana Ulrich (Ltg.), Matthias Jurt |

Druck und Distribution: Vogt-Schild Druck AG,

Derendingen | Anzeigenmarketing: Publicitas

Publimag AG, Telefon: 044 250 38 03 |

Gesamtauflage: 676 122 Ex. (WEMF / SW-beglaubigt)

Rund 500 Gigawattstunden Strom verbrauchen die in der

Schweiz installierten Modems, Router und Set-Top-Boxen pro Jahr.

Knapp ein Drittel davon – Strom für 140000 Haushalte * – könnte

eingespart werden, wenn die Benutzerinnen und Benutzer die Einstellungen

ihrer Geräte verbessern und den effizientesten Modus

wählen würden. Die Anbieter Sunrise, Swisscom und UPC Cablecom

haben auf ihren Websites die nötigen Informationen zusammengestellt,

damit Sie bei Ihrem Gerät die richtigen Einstellungen

vornehmen können.

Informationen zum Geräteverbrauch und die Links zu den eigens erstellten

Webpages von Sunrise, Swisscom und UPC Cablecom finden Sie hier:

energieschweiz.ch/wohnen > Elektronische Geräte > TV-Box und Modem

* Typischer Stromverbrauch von zwei Personen im Mehrfamilienhaus

ohne Elektroboiler: 3500 kWh pro Jahr


5

Beteiligung an Kleinkraftwerk Birseck AG

Investition in Kleinwasserkraft

Kleinwasserkraftwerk Dornachbrugg.

Stadtwerk Winterthur plant, mit 12 Millionen Franken einen Sechstel

der Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) zu erwerben. Dadurch

diversifiziert und erweitert der Winterthurer Energieversorger seine

Quellen für erneuerbaren Strom. Die KKB besitzt über Tochtergesellschaften

Anteile an Kleinwasserkraftwerken und Fotovoltaikanlagen

in der Schweiz und in Frankreich. Zurzeit verfügt sie über

insgesamt 40,5 Megawatt Kraftwerksleistung, vorwiegend Kleinwasserkraftwerke.

Nach der Beteiligung an der Swisspower Renewables AG ist dies

die zweite namhafte Beteiligung, die Stadtwerk Winterthur aus

dem Rahmenkredit von 90 Mio. Franken für erneuerbaren Strom

finanziert, den das Winterthurer Stimmvolk 2012 bewilligt hat.

Mehr Informationen:

kkb-ag.ch

Die Frage an Alexander Jacobi

«Sonne liefert

so viel Strom

wie ein AKW.»

Stimmt das?

Der obige Titel in einer Boulevardzeitung

erweckt einen falschen

eindruck. Zwar kann es sein, dass

alle Fotovoltaikanlagen der Schweiz

zusammen an einem sonnigen Tag

zur Mittagszeit dieselbe Leistung erreichen

wie eines der drei kleinen

Atomkraftwerke der Schweiz (rund

370 Megawatt). Doch ein AKW erbringt

seine volle Leistung während

etwa 7000 bis 8000 Stunden pro Jahr,

während es bei den Fotovoltaikanlagen

nur etwa 1000 Stunden pro Jahr

sind, sieben- bis achtmal weniger.

Anders gesagt: «Sonne liefert so viel

Strom wie ein AKW» stimmt für eine

Stunde, aber nicht für ein Jahr.

Trinkwasser aus Nebelschwaden

Wenn der Nebel ins Netz geht

Jetzt kommt sie wieder, die Zeit, wo der Nebel am

Morgen schwer in der Luft liegt und auf die Seele

drückt. Was bei uns Fluch ist, kann in abgelegenen

Gebieten der Welt Segen sein. Mit meterhohen, feinmaschigen

Kunststoffnetzen fängt die Non-Profit-Organisation

FogQuest den Morgennebel Tropfen für

Tropfen ein. Bevor er verdunstet, leiten ihn Auffangrohre

in einen Wassertank. Ein einziges Netz mit 40 Quadratmeter

Fläche «liefert» über ein ganzes Jahr gerechnet

200 Liter Trinkwasser pro Tag. Die Kunststoffnetze

kommen in Gebieten ohne herkömmliche Wasserversorgung

und mit wenig Niederschlägen zum Einsatz.

FogQuest unterhält unter anderem erfolgreich Projekte

in Chile, Äthiopien, Eritrea und Nepal.

Wollen Sie auch etwas wissen zu einem

Energiethema? Senden Sie Ihre Frage an:

jacobi@strom-zeitschrift.ch

FogQuest beschäftigt ausschliesslich ehrenamtliche Mitarbeiter.

Mindestens 90 Prozent aller Spenden fliessen direkt in die Projekte.

fogquest.org


Z

6

« UNTER JEDEm

ABLAUFGITTER

VERBIRGT

SICH EIN

FLUSS »

Wasserabläufe, nicht Abwasserkanäle

Der Fluss unter

dem Trottoir

Fluss, rivière, corso d’acqua. Die drei

Wörter, in drei Sprachen, und der daneben

abgebildete Fisch machen unmissverständlich

auf ein Gewässer aufmerksam.

Zu sehen ist allerdings weit und breit

kein Fluss. Es ist auch keiner da. Trotzdem

plätschert es vielleicht. Denn das alles

steht nicht auf einer Infotafel, nicht auf

einem Wegweiser, sondern auf einem

Ablaufgitter. Der Fluss und damit der Lebensraum

des Fisches beginnen zwar

erst ein paar Kilometer weiter weg, das

Wasser, das sich unter diesem Ablaufgitter

sammelt, fliesst aber meistens ungefiltert

dorthin. Bei den Abläufen am Strassenrand

liegt darum häufig die Quelle von

Gewässerverschmutzungen, die das Leben

der Fische bedrohen. Eigentlich für

das Regenwasser gedacht, werden die

Abläufe für Schmutzwasser oder gar für

Abfall missbraucht. Das von vonRoll entwickelte

Ablaufgitter, genannt «FishRoll»,

ist Teil einer gross angelegten Sensibilisierungskampagne

der Schweizerischen

Vereinigung der Fischereiaufseher (SVFA).

ggO

Mehr Informationen:

aquava.ch

Elektrobus ohne Oberleitung statt Trolleybus

Oben ohne

Fotos: SVFA, 2013 ABB, zVg

Dank rasch nachladbarer Batterien konnten in

den letzten Monaten in verschiedenen Städten

Elektrobusse ihren Betrieb aufnehmen, die ohne

Oberleitung auskommen. So verkehren in Genf

Elektrobusse mit Lithium-Titanoxid-Batterien,

die alle drei oder vier Haltestellen während rund

fünfzehn Sekunden mit der hohen Leistung von

400 Kilowatt nachgeladen werden. In Wien fahren

Elektrobusse mit Lithium-Ferrit-Batterien nach

demselben Prinzip, nutzen zum Nachladen aber das

bestehende Gleichstromnetz der Strassen- und U-

Bahnen. Auf ein anderes Prinzip setzen die deutschen

Städte Mannheim und Berlin: Hier soll der Strom induktiv,

das heisst wie bei einem Transformator, auf

die Batterien übertragen werden, sodass kein Stecker

nötig ist. Da diese neuartigen Elektrobusse im

Gegensatz zu Trolleybussen

nicht auf eine Oberleitung angewiesen sind, können

sie Verkehrsbehinderungen besser umfahren.

Zudem muss keine aufwendige Infrastruktur unterhalten

werden, die erst noch die Ästhetik der Stadt

beeinträchtigt.

Mehr Informationen zum Genfer Projekt finden Sie hier:

tosa2013.com


7

Unterstützt vom Klimafonds Stadtwerk Winterthur

Biogasanlage im

kommerziellen Betrieb

Ende April 2013 nahm in Gutenswil (bei Volketswil)

eine Biogasanlage des Typs EcoGas der SwissEco-

Systems GmbH ihren Betrieb auf und produziert seither

sowohl Ökostrom als auch Ökowärme. Der Vorteil

dieser Kleinanlage liegt darin, dass energiearme Substrate

wie zum Beispiel Gülle oder Mist vergärt werden

können, und das am Ort, wo sie anfallen. Dadurch

entfallen lange Transportwege.

Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur hat die Entwicklung

des Anlagentyps finanziell unterstützt. Michael

Springenfeld, Geschäftsführer des Klimafonds,

freut sich über die Umsetzung in die Praxis: «Dank

einer solchen Anlage können sich landwirtschaftliche

Betriebe nun eine zusätzliche Einkommensquelle

erschliessen!»

Mehr Informationen:

swissecosystems.ch

Ein heller Kopf ...

Donald R. Sadoway

Das Magazin «Time» hat Donald Sadoway letztes Jahr zu einem

der 200 einflussreichsten Menschen der Welt gekürt. Das hat

der Professor für Werkstoffchemie am Massachusetts Institute

of Technology (MIT) seiner Batterieforschung zu verdanken. Mit

seiner Liquid-Metal-Batterie möchte er neue, kostengünstige

Wege zur Speicherung von Energie aufzeigen. Zusammen mit

zwei Kollegen hat er 2010 die Firma Ambri gegründet, die bis

2014 einen marktfähigen Prototyp bauen will.

Mehr Informationen:

ambri.com

... und seine Idee

Strom vom Schulhausdach

Solarstromanlage

läuft

Am 21. Juni 2013, dem Tag der Sommersonnenwende,

weihte Stadtrat

Dr. Matthias Gfeller eine von Stadtwerk

Winterthur auf den Dächern des

Schulhauses Oberseen errichtete Fotovoltaikanlage

feierlich ein. Interessierte

konnten vor Ort einen Augenschein

nehmen. Pro Jahr wird die Solarstromanlage

rund 126 000 Kilowattstunden

-Strom.Gold produzieren, womit rund

35 Durchschnittshaushalte (ohne Elektroboiler)

versorgt werden können.

Die Liquid-Metal-Batterie

Die Liquid-Metal-Batterie funktioniert wie alle Batterien mit

Elektroden und Elektrolyt. Da aber alle Bestandteile flüssig

sind und sich aufgrund der Dichteunterschiede selbst trennen,

braucht es keine komplizierten festen Bauteile. Die Batterie

kann jede Form und jede Grösse annehmen und besteht aus

sehr billigen Materialien wie flüssigem Magnesium und geschmolzenem

Salz.

Mehr Informationen:

jzz.ch/oberseen


8

Ökologischer Hauslieferdienst in Winterthur und Seuzach

Ausliefern mit elektrischen Lasteseln

Der Verein Läbesruum setzt auf einen ökologischen

Lieferservice mit Elektro-Dreirädern, der von Stadtwerk

Winterthur unterstützt wird.

Gesundes Gemüse ökologisch ausliefern – das ist die

Grundidee beim Gemüseabo des Vereins Läbesruum.

Diese gemeinnützige Institution möchte erwerbslosen

Menschen Arbeit geben, um sie sozial und beruflich zu

integrieren. Seit Frühjahr 2013 bietet sie saisonale Gemüse

und Kräuter in einem Abonnement an. Die auf

dem Werkhof in Oberohringen gezogenen über vierzig

verschiedenen Gemüsearten und rund ein Dutzend

Kräuter werden nach biologischen Grundsätzen, wenn

auch ohne Bio-Label, angebaut. Ausgeliefert werden die

Produkte per Elektrovelo, genauer: mit einem Transport-Dreirad

mit elektrischem Hilfsantrieb.

Wenn Läbesruum-Teilnehmer Reto Schoop mit seinem

«Lastesel» losfährt, transportiert er bis zu zwanzig

Reto Schoop

übergibt Florence

Hunziker das

Kistchen ihres

Gemüseabos.

Was ist wohl

dieses Mal drin?,

fragt sich ihr

Sohn Louis.

Fotos: Martin Guggisberg


9

Das Gemüse, das

der Verein Läbesruum

in Oberohringen

anpflanzt,

wird per Elektro-

Dreirad ausgeliefert.

Auch ein

Hofladen (unten)

gehört zum Betrieb.

Gemüsekistchen in drei verschiedenen Grössen. Seine

Tour führt ihn durch ganz Winterthur und anschliessend

zurück nach Oberohringen. Die Auslieferungen

erfolgen jeweils am Dienstag- und am Freitagnachmittag.

«Das Lastenrad fällt auf», meint er, «die Leute

rea gieren mit Neugier.»

Zuladung bis 300 Kilogramm

Die zum Transport verwendeten Elektro-Dreiräder

haben eine nutzbare Ladefläche von der Grösse einer

Europalette (120 × 80 cm). Sie ermöglichen eine Ladung

von bis zu 300 Kilogramm. Ein Radnabenmotor im

Vorderrad sorgt mit einer Leistung von bis zu 250 Watt

für Tretunterstützung. So lassen sich auch die Steigungen

im leicht hügeligen Liefergebiet (Winterthur und

Seuzach) problemlos bewältigen.

Unterstützung durch Stadtwerk Winterthur

Für den Lieferservice des Vereins Läbesruum stehen

zwei Elektro-Dreiräder zur Verfügung. Damit diese

nicht nur an zwei Nachmittagen pro Woche genutzt

werden, plant Läbesruum, ab Dezember 2013 auch ein

Recyclingabo anzubieten: Die Kundschaft kann wiederverwertbaren

Abfall wie Alu, PET, Glas, Blech, Tetrapackungen,

Kaffeekapseln und Batterien in einem

einzigen, von Läbesruum zur Verfügung gestellten

Sack sammeln. Teilnehmerinnen und Teilnehmer von

Läbesruum holen die Säcke dann ab, sortieren den

Inhalt und führen die Wertstoffe dem Recycling zu.

Weil die Elektro-Dreiräder nicht ganz kostendeckend

betrieben werden können, unterstützt

Stadtwerk Winterthur diesen Service mit einem finanziellen

Beitrag. Dies ist nicht nur ein soziales

Engagement, sondern fördert auch eine ökologisch

sinnvolle Transportweise, denn der Verein Läbesruum

setzt beim Strombezug auf Nachhaltigkeit: Er

bezieht zu 99 Prozent -Strom.Bronze, ein Produkt,

das vollständig aus erneuerbaren Energien stammt.

Ein Prozent ist -Strom.Gold, das heisst reiner Solarstrom.

-Strom.Gold lässt sich in beliebiger Menge zu

jedem anderen Stromprodukt von Stadtwerk Winterthur

ergänzen. Alexander Jacobi

«Am Gemüseabo

schätze ich vor

allem die Heimlieferung!»

Florence Hunziker aus Winterthur

möchte keine Einkaufstaschen

vom Markt nach Hause

schleppen. Das Gemüseabo

des Vereins Läbesruum ist deshalb

eine Erleichterung.

Verein Läbesruum

Raum für sinnstiftende Arbeit

Der Verein Läbesruum hat zum Ziel, erwerbslose

Menschen sozial und beruflich zu integrieren, indem

er ihnen Arbeit gibt. Neben landwirtschaftlichen

Produkten, Cheminéeholz und Holzkohle bietet der

Verein auch diverse Dienstleistungen an, so Umzüge

und Entsorgungen, Gartenbau und -unterhalt,

Reinigung und Hauswartungen, Bauarbeiten und

Malen. Die Tag löhnerinnen und Taglöhner werden

von ausgebildeten Fachpersonen angeleitet.

Mehr Informationen (auch zum Gemüseabo):

laebesruum.ch


10

Drachen bauen, Drachen steigen lassen

An der langen Leine

René Maier schwebt mit dem Kopf in den

Wolken, bleibt aber mit beiden Beinen am Boden:

Er lässt fürs Leben gern Drachen steigen,

die er selbst konstruiert hat.

Leinen los! Für René Maier keine gute Devise. Es wäre schade um seine fliegenden Kunstwerke.

Fotos: Anne Gabriel-Jürgens, Altaeros Energies Inc., kitegen.com, Wolfgang Karrer

Den Drachen in der einen, die Leine in der anderen

Hand, rennt das kleine Mädchen los. Und tatsächlich,

nach wenigen Metern bereits kann es den Drachen loslassen.

Er hebt ab. René Maier beobachtet die Szenerie

und schmunzelt. Der Informatikprojektleiter ist selbst

seit Jahren begeistert vom Drachensteigenlassen. Gerannt

ist er dabei aber noch nie. Seine Flug geräte fliegen

auch so. Den Spieltrieb und den Be wegungs drang

der Kinder kann er aber gut nachvollziehen: «Sobald

sie einen Drachen in den Händen halten, müssen sie

losrennen. Ich glaube, das liegt ihnen in den Genen.»

Er selbst kam allerdings relativ spät zu seinem ersten

Drachen. Er kaufte ihn vor 14 Jahren beim Familienurlaub

an der Nordsee. Das «Flugerlebnis» am

Strand war nachhaltig: «Das von Menschenhand geschaffene

Objekt, das den Kräften des Windes trotzt,

sie sich sogar zunutze macht, bedeutet für mich bis

heute Freiheit pur.» Deltasegeln, Kitesurfen oder Gleitschirmfliegen

haben ihn nie interessiert: «Ich glaube,

es entspricht meinem Naturell, dass ich beim Drachensteigenlassen

mit beiden Beinen am Boden bleibe.» Da

erstaunt es auch nicht, dass es erst einer Enttäuschung

bedurfte, damit aus der Episode am Nordseestrand ein

richtiges Hobby wurde. Nach der Rückkehr in die

Schweiz wollte der Drache nämlich nicht mehr fliegen:

«Das weckte meinen Ehrgeiz. Ab sofort wollte ich

der Sache mit dem Fliegen auf den Grund gehen», erinnert

sich René Maier.

Für jeden Wind den richtigen Drachen

Bald erkannte er, dass es für jeden Wind auch den richtigen

Drachen gibt. Der klassische Flachdrache mit

dem charakteristischen Schwanz, wie ihn jedes Kind

zeichnet, ist nur eine von vielen möglichen Formen.

Heutige Deltadrachen sind dank elastischen Stäben

gewölbt und brauchen keinen Schwanz mehr. Kastendrachen

sehen aus wie fliegende Würfel, und stablose

Drachen können vom Globi bis zum Marienkäfer fast

jede Form annehmen. Haben die Drachen mehr als eine

Leine, können sie vom Piloten gelenkt werden. Üblich

sind zwei Leinen, seltener vier Leinen. Und es gibt

sogar Drachen, die ohne Wind fliegen können. Wenige


Für die meisten gehören sie zur Kindheit

wie die Globi-Bücher. René Maier entdeckte

die Drachen erst als Erwachsener.

11


12

Stillstehen

fürs Foto:

Normalerweise

rennen Kinder

mit den

Drachen an

der Leine los.

«Das liegt

ihnen in den

Genen», glaubt

René Maier.


13

Gramm schwer, gleiten und kreisen sie zum Beispiel

auch in einer Turnhalle.

Die Turnhalle ist jedoch nicht der bevorzugte «Luftraum»

von René Maier. Er bevorzugt die frische Luft.

Allerdings nicht im engeren Sinne, denn der Wind ist

ihm dabei eigentlich egal: «Meine ‹Flugplätze› suche

ich mir nur nach der Landschaft und der Stimmung

aus. Die böigen Schweizer Winde bereiten einen sowieso

auf alles vor. Wer hierzulande ‹fliegen› kann,

kann es überall.» Im Rahmen internationaler Festivals

hat er schon auf der halben Welt Drachen steigen lassen.

Alleine in diesem Jahr war er schon in Frankreich,

Italien, Malaysia und Thailand. Seinen grössten Erfolg

feierte er 2006 in China mit dem inoffiziellen Weltmeistertitel.

Der Preis galt dem schönsten Drachen des

Festivals. Womit klar wird, dass es René Maier nicht

beim Drachenkaufen belassen hat. Die ganz grosse

Leidenschaft des gelernten Maschinenmechanikers ist

das Drachenbauen. Zurzeit hat er beim «Ausfliegen»

die Wahl zwischen etwa 30 verschiedenen Drachen.

Alle selbst gebaut, alle Handarbeit.

25 Stunden pro Woche im Bastelraum

Wenn René Maier heute noch Drachen kauft, dann nur,

um sie auseinanderzubauen und etwas über das Konstruktionsprinzip

zu lernen. Angefangen hat er mit

Anleitungen aus einschlägigen Fachzeitschriften und

dem Nachbau von historischen Modellen. Mittlerweile

entwirft er ganz eigene Formen. So hat er jüngst einen

Marke Eigenbau: René Maier baut alle seine Drachen selbst.

Mit Drachen Strom produzieren

Fliegende Kraftwerke

Der im Himmel produzierte Strom fliesst übers

Halteseil zum Boden.

René Maier schätzt es, wenn die Drachen

nicht in den Wolken verschwinden

und er ihren Flug vom Boden aus

bewundern kann. Wenn er wollte und

die Leine genug lang wäre, könnten

aber auch seine selbstgebauten Drachen

mehrere hundert Meter hoch fliegen.

Diesen Umstand wollen jetzt verschiedene

Unternehmen weltweit zur

Stromgewinnung nutzen, denn in Höhen

zwischen 300 und 1000 Metern

herrschen deutlich stärkere Winde als

in Bodennähe. Während herkömmliche

Windanlagen auf der Erde häufig von

Flauten betroffen sind, könnten auf

Drachen basierende Systeme von konstanten

Windverhältnissen profitieren.

Zwei grundsätzliche Prinzipien scheinen

sich zu etablieren. Die Pilotan lagen

von SkyWindPower, Altaeros oder neuerdings

auch Google produzieren – ähnlich

wie die herkömmlichen Wind anlagen

am Boden – den Strom über

Propeller. Die drachenähnlichen Konstruktionen

dienen lediglich dem Aufstieg

und dem Verbleib auf der gewünschten

Höhe. Der produzierte Strom

fliesst über das Halteseil zur Erde.

Halteseil als Zugseil

EnerKite, Twind oder KiteGen tüfteln an

Fluggeräten, die mit den Drachen von

René Maier optisch mehr Ähnlichkeit

haben. Auch sie werden durch den

Wind in die Höhe gehoben. Das Halteseil

fungiert dabei gleichzeitig als Zugseil.

Indem es immer länger wird, treibt

es einen Generator in der Seiltrommel

an. Der Vorteil: Der Strom muss nicht

erst auf die Erde transportiert werden.

Nicht nur die hohe Auslastungsquote

– bei bis zu 90 Prozent darf fast von

Bandenergie gesprochen werden – haben

die verschiedenen Systeme gemeinsam.

Dank geringem Materialverbrauch

und wenig Platzbedarf sind sie

punkto Umweltverträglichkeit allesamt

den herkömmlichen Windanlagen überlegen.

Ihre Praxistauglichkeit wird sich

aber dennoch erst beweisen müssen.

Weitere Informationen:

skywindpower.com, altaerosenergies.com,

makanipower.com/google, enerkite.com,

twind.eu, kitegen.com

Der Drachen

treibt den

Generator am

Boden an.


14

Das Drachenfest in Schöfflisdorf lockt Drachenfans aus ganz Europa ins Wehntal.

Drachen in Herzform zum Fliegen gebracht – nach über

zwei Jahren Entwicklungszeit. Zwar hielt sich schon

der erste Prototyp in der Luft, aber schon die nächsten,

vermeintlich verbesserten Versionen wollten nicht

mehr abheben. Erst das zwölfte komplett fertiggestellte

Modell verfügte über die gewünschten Flugeigenschaften.

Da kann es schon mal passieren, dass er bis zu

25 Stunden pro Woche im Bastelraum verbringt. «Aber

um dieses Tüfteln geht es mir, die Grenzen zu verschieben,

etwas Neues zum Fliegen zu bringen», erklärt er

seine Motivation. Alles, was er dafür braucht, sind ein

Skizzenblock, Polyesterstoff, Kohlefaserrohre, eine Nähmaschine

– und den Austausch mit Gleichgesinnten.

Letzteren fand er zunächst im Internet und seit

sechs Jahren in einem Verein. Obwohl er selbst nicht in

der Gegend wohnt, präsidiert er den Drachenclub

Wehntal mit 30 Mitgliedern. Es gibt noch ein halbes

Dutzend weitere Drachenvereine in der Schweiz, aber

die Szene ist überschaubar. Zu deren jährlichen Fixpunkten

gehört auch das Drachenfest in Schöfflisdorf,

das der Verein von René Maier organisiert. Für ihn immer

auch eine gute Gelegenheit zur Öffentlichkeitsarbeit.

Dazu gehört auch der Dialog mit den Bauern: «Die

Luft gehört allen, mit dem Boden ist es etwas komplizierter.

Aufgrund des Goodwills der Landwirte sind

wir auf gemähten Wiesen meistens willkommen. Im

Gegenzug erwarten sie zu Recht, dass wir die bestellten

Felder meiden.» Für richtige «Drachenpiloten»

sind Rücksichtnahme und Vorsicht sowieso selbstverständlich.

Stromleitungen, Bahntrassees, Strassen,

Velo- und Spazierwege sind tabu. «Und dem Flugver­

kehr sollten wir natürlich auch nicht in die Quere kommen.»

Aber so hoch fliege er mit seinen Drachen sowieso

nicht, stellt René Maier lachend klar: «Ich will ja

meine Kreationen auf Sehdistanz haben, damit ich sie

geniessen kann.» Matthias Bill

Drachenflugshow in der Nacht

Feuerspeiende Drachen

Die Tage wurden René

Maier fürs Drachensteigenlassen

wohl zu

kurz. Zumindest hat

er vor vier Jahren mit zwei

Kollegen das Team

«Kites on Fire» gegründet.

Zusammen verbinden sie Drachen, Musik und Licht

zu einem einzigartigen Ganzen. Die «Drachen der Finsternis»

sind etwas grösser und leichter als ihre Pendants

für den Tag, damit sie auch in der windarmen Nacht geflogen

werden können. Für die Beleuchtung sorgen

bengalische Feuer und Fackeln oder Scheinwerfer am

Boden. Zudem tragen einige Drachen kleine Feuerwerkselemente

auf sich. Mit dem Aufkommen von LEDs,

die wenige Gramm schwer sind, haben sich für

«Kites on Fire» jetzt zudem neue Möglichkeiten ergeben.

Weitere Informationen:

kites-on-fire.de


15

Handablad der Kehrichtverwertungsanlage wiedereröffnet

Sperrmüll bequem entsorgen

Statt in die Deponie Riet bringen Privatpersonen künftig grössere

Abfallmengen zum Handablad in die Kehrichtverwertungsanlage

in der Grüze.

Falls Sie nächstens Ihren Keller oder Estrich entrümpeln,

fällt dabei vielleicht Sperrmüll an. Handelt es sich

dabei um grössere Mengen oder Volumina, so können

Sie diese neu in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA)

in der Grüze statt in der Deponie Riet abgeben. Der

dortige Handablad, der während des mehrjährigen

Umbaus der KVA eingerichtet worden war, wurde

geschlossen.

Sicher und kundenfreundlich

Wie funktioniert der neue Handablad in der KVA? Sie

lassen Ihr Fahrzeug, inklusive Abfall, bei der Einfahrt

in die KVA wiegen und fahren dann zum Handablad.

Dort deponieren Sie Ihren Sperrmüll, ohne ihn noch

herumtragen zu müssen. Beim Hinausfahren wird Ihr

Fahrzeug erneut gewogen. Die Gewichtsdifferenz entspricht

dem abgeladenen Müll und bestimmt den Preis

für die Entsorgung.

Ein Mitarbeiter der KVA trennt beim abgeladenen

Müll mit einem Elektrosortierbagger Brennbares von

nicht Brennbarem. Dabei sorgt er auch gleich dafür,

dass hochentzündliche Materialien oder Behälter, die

unter Druck stehen, aussortiert werden. Um einen

sicheren Betrieb der KVA zu gewährleisten, müssen

diese nämlich separat behandelt werden.

Brennbare Abfälle gelangen über ein Förderband in

den Kehrichtbunker, wobei sperrige Stücke zuerst mit

einem Schredder zerkleinert werden müssen. Alteisen,

das der Bagger mithilfe eines Elektromagneten

aussortiert, wird der Wiederverwertung zugeführt.

Tarife wie bisher

«Mit der Eröffnung des neuen Handablads in der KVA

ist die Abfallentsorgung für Private sicherer, effizienter

und kundenfreundlicher geworden, vor allem für jene,

die über kein Fahrzeug mit Kippvorrichtung verfügen.

Und dies zu den gleichen Tarifen wie bisher», freut sich

Stadtrat Dr. Matthias Gfeller. Alexander Jacobi

Mit dem neuen Handablad

in der Kehrichtverwertungsanlage

Winterthur ist

die Entsorgung von

Sperrmüll für Privatpersonen

einfacher und

sicherer geworden.

Öffnungszeiten und Preise

Fotos: Peter Schönenberger

Der neue Handablad in der KVA

Preise (wie bisher) 0 – 370 kg: CHF 60.– (pauschal)

ab 370 kg: CHF 162.– pro Tonne

Öffnungszeiten Montag – Freitag, 07.00 –16.30 Uhr

samstag, 08.00 –11.00 Uhr

Ort

scheideggstrasse 50, Winterthur


16

Beanspruchtes Übertragungsnetz

(K)ein Netz der Zukunft

Das Stromnetz, wie es frühere Generationen erdacht

haben, genügt den künftigen Anforderungen nicht

mehr – weltweit nicht. Allerdings sind die Herausforderungen

in Nordamerika, Asien und Europa unterschiedlich.

Um es vorwegzunehmen: Das Schweizer

Stromnetz ist in ausgezeichnetem

Zustand, ein kontinuierlich gepflegtes

und modernisiertes System. Mehr noch,

das dichteste Stromnetz der Welt hat

eine sehr hohe Verfügbarkeit von über

99 Prozent. Allerdings: Wie alle Stromnetze

weltweit ist es für eine «Einweg»-

Versorgung gebaut worden – hier ein

zentrales Grosskraftwerk, dort die nahen

Verbraucher.

Das Netz der Zukunft indes hat eine

andere Aufgabe zu erfüllen: Strom wird

künftig vermehrt aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen.

Dies geschieht häufig dezentral (zum Beispiel

mittels Fotovoltaik und in vielen, kleinen Anlagen)

oder fern der Verbraucher (Windkraftwerke in Nordeuropa,

zukünftig immer mehr grosse Solarparks in

Südeuropa). Da diese Energiequellen wetterabhängig

sind, ist nicht durchwegs planbar, wann mit ihnen

Strom produziert werden kann.

Das bestehende Netz und die künftigen Anforderungen

passen also nicht zusammen. Wie gehen die

Netzbetreiber in verschiedenen Teilen der Welt mit

dieser Aufgabe um – und vor welchen Herausforderungen

stehen sie zusätzlich?

Nordamerika

Situation

Infrastruktur anfällig, da

tendenziell veraltet

Integration neuer erneuerbarer

Energiequellen

Strom wird künftig weniger aus

Kohle, mehr aus Gas produziert

Konsequenz

Infrastruktur: Effizienz erhöhen und

optimal managen

Netz an neue Anforderungen anpassen

Fotos: 123rf.com / Steven Love, Christian Aeberhard, Keystone / AP / Greg Baker, zVg

Nordamerika: Effizienter Umgang mit

unzureichender Infrastruktur

Die Ausgangssituation in Nordamerika ist nicht ideal.

«Man investiert seit den 1970er-Jahren zu wenig Geld

in die Infrastruktur, etliche Netze sind am Ende ihrer

Lebensdauer angelangt», sagt Elektroingenieur Jochen

Kreusel, beim Konzern ABB Leiter der Sektorinitiative

«Smart Grid». Den amerikanischen Netzbetreibern

bleibt daher kurzfristig nichts anderes übrig, als mit

der bestehenden Infrastruktur so gut wie möglich umzugehen.

Dies gelingt auch: Dank moderner Informationstechnologie

können Störungen schnell behoben

und der Verbrauch zu Spitzenzeiten durch Verlagerung

gesenkt werden. Besonders Letzteres entlastet

das Netz. Allerdings steht auch in Nordamerika der

erwähnte Totalumbau des Netzes an. Immer weniger

Strom wird mithilfe von Kohle und dafür häufiger mit

Gas und erneuerbaren Quellen produziert. Eine heikle

Situation, findet Jochen Kreusel. «Ein geschwächtes

System zu erneuern, schwächt das System wegen der

Baustellen noch zusätzlich.» Doch der Elektroingenieur

ist zuversichtlich, dass die Erneuerung gelingt,

denn die Technologie ist vorhanden.

Auch in Asien stehen die Netzbetreiber vor der Herausforderung,

die erneuerbaren Energiequellen in das

bestehende Netz zu integrieren. China beispielsweise

ist bereits heute der grösste Investor in Windkraftwerke.

Anders als Nordamerika stehen die asiatischen

Schwellenländer wegen ihres Wirtschaftswachstums

allerdings primär vor der Herausforderung, den erhöhten

Stromverbrauch überhaupt decken zu können.

Ein neues System muss her

Doch wie gelingt die Integration der erneuerbaren Energiequellen

ins bestehende Stromnetz – die Herausforderung

Nummer eins in Europa? Angesetzt werden muss

an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Um die Energie zu

den Verbrauchern zu bringen, muss eine zusätzliche

Übertragungsebene für weite Strecken gebaut werden –

voraussichtlich in einer dafür optimierten Technik,

der sogenannten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung

(HGÜ). Viele technische Hürden sind in den letzten


17

Europa

Situation

Infrastruktur in gutem Zustand

Integration neuer erneuerbarer

Energiequellen (dezentral)

Integration verbraucherferner

Grosskraftwerke (Wind, Sonne,

Wasser)

Konsequenz

Netz an neue Anforderungen

anpassen

2 Fragen an

Jochen Kreusel

«Viel Arbeit

steht an»

Was braucht es, damit der Umbau des

Stromnetzes in Europa klappt?

Es braucht natürlich Geld, aber das

ist nicht die primäre Herausforderung.

Anspruchsvoller wird es sein, eine gemeinsame

Stossrichtung zu entwickeln.

Es braucht also einen übergeordneten

politischen Rahmen, der alle Akteure an

einen Tisch bringt. Der Umbau erfordert

viel Zusammenarbeit.

Asien (SCHWELLENLÄNDER)

Situation

Verbrauch wächst stärker als die Versorgungskapazität

Verteilnetz: Erschliessung von «Megacities» notwendig

Integration neuer erneuerbarer Energiequellen

Konsequenz

Infrastruktur: Investition in systematische Netzüberwachung

Netz an neue Anforderungen anpassen

Weshalb bezeichnen Sie die Herausforderung

als derart monumental?

Als man sich auf die Reise gemacht

hat mit den neuen Energien, haben wir

alle gedacht, dass man diese Energiequellen

einfach dem bewährten System

hinzufügen könne. Doch das geht nicht.

Wir brauchen ein anderes Elektrizitätsversorgungssystem,

und dieses hat man

schlichtweg noch nie gebaut. Wahrscheinlich

werden viele Komponenten noch

dieselben sein. Doch die Art, wie wir das

Netz betreiben werden, wird sich grundlegend

ändern.

Zur Person:

Jochen Kreusel ist Leiter der Sektorinitiative

«Smart Grid» beim Konzern ABB.

Jahren beseitigt worden. Auf der international-politischen

Ebene indes sind noch etliche Fragen offen. Wo

führen die HGÜ durch? Wer investiert?

Viel Arbeit wartet auch am anderen Ende der

Stromübertragung – dort, wo der Strom in niedriger

Spannung in die Haushalte verteilt bzw. durch die Solarpanels

ins Netz gespeist wird. Hier müssen neue

Konzepte her, wie das Netz stabil gehalten werden

kann. Jochen Kreusel rechnet mit Spannungsschwankungen,

die mit dem jetzigen System nicht mehr reguliert

werden können: «Uns fehlen einerseits technische

Lösungen, andererseits aber einfach auch

Informationen, weil wir gewisse Messgrössen in der

Vergangenheit nicht erfasst haben.»

Viel Zeit, das System an die neuen Gegebenheiten

anzupassen, bleibt nicht – ein klein bisschen indes

schon, denn die «Energiewende» kommt nicht auf einen

Schlag. Allerdings ist klar: Die Integration der erneuerbaren

Energiequellen ist – auch wenn für uns

Nutzer gar nicht sichtbar – eine monumentale Herausforderung.

Weltweit. Michael Frischkopf

Gut zu wissen

Stabiles Netz als Ziel

Strom kann nur schlecht gespeichert werden.

Der Strom, den wir verbrauchen, muss

daher zeitgleich in einem Kraftwerk produziert

werden. Gelingt dies nicht, kommt

es im Netz zu einem Ungleichgewicht – und

im schlimmsten Fall zu einem Blackout.

Entsprechend wichtig ist es, dass die Elektrizitätsversorgungssysteme,

also Kraftwerke

und Netze, optimal gemanagt werden.

Die Netzmanager sind beispielsweise bestrebt,

die Bandbreite der Menge an Strom,

der verbraucht wird, so klein wie möglich

zu halten – also Verbrauchsspitzen zu vermeiden.

So wird das Netz stabiler, und

die Versorgungssicherheit bleibt hoch.


18

Mehrfarbige LED-Lampen mit Fernsteuerung

Wenn die Leselampe dreimal rot blinkt

Die Glühbirne hat ausgedient, und die Energiesparlampen

bekommen Konkurrenz. LED-Lampen der neusten Generation

sind fernsteuerbar, mehrfarbig und ziemlich clever.

Fotos: LIFX, Philips, shutterstock, Matthias Jurt

«LIFX» (l.)

und «hue»

von Philips

klinken sich

ins WLAN

ein.

Stehen Sie auf, um zwischen den Fernsehsendern hin

und her zu schalten? Wohl kaum, immerhin wurde für

das Zappen schon in den 1950er-Jahren die Fernbedienung

erfunden. Umso erstaunlicher ist es, dass wir uns

immer noch erheben müssen, um das Licht ein- und

auszuschalten oder zu dimmen. Jetzt aber machen «intelligente»

LED-Lampen den Lichtschalter überflüssig.

Ins drahtlose Heimnetzwerk eingebunden, lassen sie

sich per Smartphone oder Tablet bequem vom Sofa aus

steuern – oder auch aus dem Strandurlaub.

Letzteres ergibt ganz neue Möglichkeiten

für den Einbruchschutz.

Die starre Zeitschaltuhr ist out, flexible

App-basierte Timer, die jede Lampe

26. Oktober 2013: energyday

Es werde LED!

Möchten Sie mehr über LEDs erfahren? Dann

besuchen Sie am Samstag, 26. Oktober 2013 den

Winterthurer energyday! Im Grüzepark (Micasa)

informieren Sie Fachleute von 9 bis 17 Uhr über

die Themen LED und effiziente Elektrogeräte.

Auf Kinder warten spannende Energie-Experimente

und auf alle Besucherinnen und Besucher ein

Glücksrad mit tollen Preisen.

Weitere Informationen:

stadtwerk.winterthur.ch/agenda, energyday.ch

Smarte

LEDs lassen

sich per

Smartphone

«umfärben».

einzeln fernzusteuern vermögen, sind in. Sie helfen

zum Beispiel beim Aufwachen oder beim Einschlafen.

Die dimmbaren Lampen können einen Sonnenaufgang

simulieren oder kommen als schwächer werdendes

Nachtlicht im Kinderzimmer zum Einsatz. Apropos

Kinder: Lassen Sie die Leselampe dreimal rot

blinken, wenn es Zeit zum Zähneputzen ist. Vielleicht

macht das mehr Eindruck als die Ansage der Eltern.

Die Lampe geht online

Sie haben richtig gelesen. Die neuen Lampen sind

nicht nur fernsteuerbar, sondern auch farbig. Fast jede

Farbe des Regenbogens nehmen sie auf Ihren Befehl

hin an. Mehrere Lampen im Zusammenspiel können so

jede Atmosphäre generieren, die Sie sich wünschen,

oder die Musik, die Sie gerade hören, in ein passendes

Farbenspiel übersetzen.

Zurzeit gibt es mit «hue» – von Philips entwickelt,

von Apple vertrieben – und «LIFX» zwei vergleichbare

Produkte auf dem Markt. Beide passen in die alten Fassungen

und sparen, wie es sich für LED-Lampen gehört,

80 bis 90 Prozent Strom gegenüber herkömmlichen

Glühbirnen. Die dazugehörigen Apps («hue» gibt

es für iOS, Android und Windows, «LIFX» für iOS und

Android) ermöglichen auch die clevere Verbindung zu

zahlreichen Onlinediensten. Auf einmal leuchtet die

Schreibtischlampe blau, wenn Sie eine E-Mail erhalten,

oder die Küchenlampe

schaltet auf Grün, wenn

das Wetter besser wird.

Die Möglichkeiten sind

schier grenzenlos.

Philips liefert schon

standardmässig ein paar

witzige und nützliche

Anwendungen mit. Mit

Ihrem Lieblingsferienfoto

als «Farbpalette» taucht

«hue» Ihr Wohnzimmer in ein Meer aus farbigen Erinnerungen.

Oder: Spezielle Lichtrezepte schaffen die

richtige Atmosphäre zum Entspannen, Lesen, Konzentrieren

oder Energietanken. Und das alles per

Knopfdruck. Zum Teil ist nicht einmal mehr dieser

nötig. Dank GPS in Ihrem Smartphone löscht «hue»

automatisch die Lichter, wenn Sie Ihr Haus verlassen,

oder sorgt ohne Griff zum Smartphone dafür, dass Sie

nie mehr eine dunkle Wohnung betreten müssen.

Matthias Bill

Erfahren Sie mehr über die smarten Lampen:

meethue.com, lifx.co


1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010

19

Vor 20 Jahren in «energie»

Energie 3 /1993

Wärmepumpen:

Strom spart Heizöl

Die Zeitschrift «energie» berichtet schon seit Jahrzehnten aus der Welt der Elektrizität

und der Energie. Ein Blick ins Archiv zeigt, dass gewisse Themen auch heute noch

aktuell sind, während andere nur noch zum Schmunzeln anregen. So war «energie»

dabei, als vor 20 Jahren die Erfolgsgeschichte der Wärmepumpen begann.

Wärmepumpen nutzen die Umgebungswärme aus

Erde, Luft oder Wasser für den Betrieb von Heizungen.

Sie gewinnen drei- bis viermal so viel Energie, wie für

ihren Betrieb aufgewendet werden muss. 100 000 Wärmepumpen

können so über 250 Mio. Liter Heizöl und

damit über 800 Mio. Kilogramm CO 2 einsparen. Das

entspricht dem jährlichen CO 2-Ausstoss von 670 000

Kleinwagen * . Als im September 1993 die 283. Ausgabe

der Zeitschrift «energie» erschien, waren in der Schweiz

erst knapp 40 000 Wärmepumpen installiert. Wie die

damalige Redaktion berichtete, sollte aber im Rahmen

des Aktionsprogramms «Energie 2000» bis zur Jahrtausendwende

diese magische Zahl von 100 000 erreicht

werden. Heute können wir Bilanz ziehen: Es dauerte

etwas länger als geplant. Erst 2006, mit mehreren Jahren

Verspätung, wurde die Zielvorgabe erreicht. Für die

zweiten 100 000 Wärmepumpen dauerte es dafür nur

noch halb so lange. Zurzeit sind nämlich schon doppelt

so viele Geräte in Betrieb wie 1993 anvisiert. Alleine im

letzten Jahr wurden fast 20 000 neue installiert – achtmal

mehr als 1993 und dreimal mehr als 2000. Das

heisst, fast 40 Prozent aller neu eingebauten Heizsysteme

sind heute Wärmepumpen. Nur Gaskessel erreichen

ähnliche hohe Zahlen (siehe Diagramm).

Matthias Bill

* Neuwertiger Kleinwagen: 120 g CO 2 / km, 10 000 km /Jahr

Holzkessel

4,4 %

Ölkessel

21,5 %

Wärmepumpen

37,4 %

Anteil in

der Schweiz

verkaufter

Heizsysteme

2012

Illustration: Jals Smolinski

Quelle: Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS)

Gaskessel

36,7 %

So stellte sich

Karikaturist

Jals 1993 in

«energie» eine

Wärmepumpe

vor.

1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010


20

Kochmethoden im Labor getestet

Beim Kochen lässt sich mit einfachen Verhaltensanpassungen

oder effizientem Kochgeschirr weit mehr Strom sparen als

mit effizienten Herdtechnologien oder Spezialgeräten. Alexander Jacobi

1. Ein Deckel auf dem Topf spart sehr viel Energie

Pfanne mit Deckel

Pfanne ohne Deckel

30 min

260 Wh

6 dl

30 min

426 Wh

6 dl

Eine der wichtigsten Massnahmen zum

Energiesparen beim Kochen heisst:

Deckel drauf! Ohne Deckel steigt der

Strombedarf um rund 65 Prozent.

Infografik: Daniel Karrer. Quelle: Annette Michel, Toni Venzin, Eric Bush, Jürg Nipkow: «Energieeffizienz

von Kochmethoden». Swiss Alpine Laboratories for Testing of Energy Efficiency, April 2012.

2. Je kleiner die Wassermenge, desto niedriger der Stromverbrauch

Isolierpfanne

32 min 95 Wh 0,5 dl 35 min 105 Wh 0,5 dl

Die Unterschiede zwischen den Herdtechnologien Induktion und Glaskeramik

fallen beim Stromverbrauch deutlich weniger ins Gewicht als die

Wassermenge und die Wahl des Kochgeschirrs. Am besten schneidet die

Isolierpfanne ab, die mit sehr wenig Wasser (etwa 0,5 dl) auskommt.

Dampfkochtopf

12 min 154 Wh 2,75 dl 15 min 180 Wh 2,75 dl

Induktion

Glaskeramik


3. Die Isolierpfanne braucht nur ein Zehntel der Energie, die der Backofen benötigt

21

Isolierpfanne Dampfgarer Backofen-Steamer Backofen

32 min 95 Wh 0,5 dl

39 min 401 Wh 8,85 dl

50 min 745 Wh 6,5 dl

35 min 967 Wh

Der Backofen ist für «Gschwellti»

nicht zu empfehlen: Ofenkartoffeln

brauchen die zehnfache Strommenge

im Vergleich zu Kartoffeln

in der Isolierpfanne. Auch der

Dampfgarer ist sehr stromintensiv.

Die Gründe sind die grosse

Wassermenge und die Masse

des Backofens oder steamers, die

erhitzt werden muss.

Infografik

Nr. 03 | 2013

Effizient kochen

Pfanne mit Deckel

Online sehen und verstehen

Alle Infografiken finden Sie auch

im Internet:

strom-online.ch

28 min 222 Wh 6 dl 30 min 260 Wh 6 dl


Fotos: hgm-press / Yume Cyan, Keystone / Gregory G Dimijian, David Shale / naturelpl.com, Phil Hart

22


23

Biolumineszenz

Qualle als

Lichtquelle

Licht erzeugen ohne Batterie

und Steckdose – die Tierwelt zeigt,

wie es geht. Wir pirschen uns an,

tauchen ab und gehen dem Phänomen

auf den Grund.

90 Prozent der Tiefseebewohner haben selbstleuchtende

Eigenschaften wie diese Qualle.

Glühwürmchen sorgen mit ihren Lichtsignalen für ein

hierzulande selten gewordenes Naturschauspiel.

Wenn Sie in den vergangenen Sommernächten, speziell

im Juni, die fast rund um die Uhr beleuchtete städtische

Agglomeration auch mal verlassen haben,

wurden Sie vielleicht Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels:

grün-gelb leuchtende Punkte im Dunkel

der Nacht, die sich sanft im Rhythmus des Windes

bewegen, Glühwürmchen. Genauer gesagt waren es

wahrscheinlich Glühwürmchen-Weibchen, die es sich

– selbst unfähig zu fliegen – auf Grashalmen oder einem

Strauch bequem gemacht haben. Mit ihrem Lichtsignal

locken sie die herumsurrenden Männchen an.

In der Tierwelt kann Licht nicht nur Liebespartner,

sondern auch Beute anlocken. So zum Beispiel beim Anglerfisch.

Mit seinem leuchtenden «Köder» ist er in seinem

Lebensraum kein Exot. 90 Prozent der Tiefseebewohner


24

Berührungsempfindlich:

Diese Algen beginnen bei

Wellengang zu leuchten.

können selbst leuchten. Biolumineszenz – wie der Fachbegriff

dafür lautet – dient dabei nicht immer dem Anlocken

von Beute, sondern auch zur Orientierung oder zur

Abschreckung.

Nicht der Anglerfisch leuchtet, sondern die Bakterien,

die mit ihm in Symbiose leben.

Feuchte Leuchte

Aber nicht nur in der Tiefe der Ozeane brennt Licht,

auch an der Meeresoberfläche kann es schon mal in

den schillerndsten Farben flackern. Treten bestimmte

einzellige Algen bei ausreichendem Nährstoffangebot

in grosser Konzentration auf, beginnen diese bei Berührung

oder Bewegung, beispielsweise bei Wellengang,

blau-grün zu leuchten. Die leuchtenden Algen

werden auch Glühwürmchen des Meeres genannt.

Und in der Tat ist es die gleiche chemische Reaktion,

die sie zum Leuchten bringt. Der Stoff Luciferin reagiert

dabei über ein Enzym mit Sauerstoff und gibt die

zusätzlich gewonnene Energie fast zu 100 Prozent als

Licht ab. Der Anglerfisch ist übrigens selbst keine

«Leuchte». Er ist auf Bakterien angewiesen, mit denen

er in Symbiose lebt. Nicht er selbst, sondern die Bakterien

bringen seinen «Köder» zum Erstrahlen.

Dass Biolumineszenz zuweilen auch fragwürdige

Ausprägungen hat, zeigt ein aktuelles Experiment

uruguayischer Genforscher. Sie haben Schafe zum

Leuchten gebracht – mithilfe der DNA von Leuchtquallen.

Matthias Bill


Meine Zukunft.

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13

Revolutionäre Inverter-Technologie mit Platzvorteil | Bühne

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STIEBEL ELTRON für eine nachhaltige Revolution in der

Wärmepumpentechnik. Der speziell für die Heiztechnik entwickelte

Verdichter «Inverter 3.0» passt die Leistung automatisch

dem individuellen Wärmebedarf an und macht so

auch die Monoblock-Ausführung WPL 15/25 A(S) zu einer

der effizientesten Luft | Wasser-Wärmepumpen auf dem

Markt. Diese platzsparende Komplettlösung zur flexiblen

Aussenaufstellung erfordert kein Verlegen von Kältemittelleitungen

und ermöglicht somit eine einfache und schnelle

Installation.

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26

Stromversorgung auf Wanderschaft

Viele Wege

führen zu Strom

Auf dem steilen Weg zum Gipfel oder an den idyllischen Bergsee geht

einem schon mal der «Pfus» aus. Und auch die in der freien Natur vermeintlich

unverzichtbaren Elektrogeräte wie Smartphone, GPS, Fotokamera

oder MP3-Player «laufen» nicht ewig. Fernab von jeder Steckdose

können Sie diese unter anderem mittels Sonne, Schweiss und Schwerkraft

wieder aufladen. Matthias Bill

Reserve

Ob der «Power Tube

Shake 2600» schon

ganz aufgeladen ist,

sehen Sie, wenn das

Licht angeht. Einmal

kurz schütteln und

eine farbige LED zeigt den Ladezustand. Der handliche

und mit mehreren Design-Awards ausgezeichnete Akku

im farbigen Alugehäuse lädt zuverlässig Smartphones

und sogar kleinere Tablets auf.

Power Tube Shake 2600 | 148 Gramm, ca. 57 Franken

store.mipow.com

Fotos: Avenue Images / Westend61,

2013 BioLIte, Suntrica, MYFC, zVg

Schweiss

Mit einer Minute Kurbeln erzeugt

man genug Strom für ein 30-sekündiges

Notfalltelefonat. Bis die «Boost­

Turbine 2000» vollständig geladen ist,

kommt man ordentlich ins Schwitzen.

Dann reicht der «Saft» aber für einen ganzen

Smartphone-Akku.

BoostTurbine 2000 | 198 Gramm, ca. 69 Franken

soulra.de


27

Schwerkraft

Neun Kilogramm Sand oder Steine,

aufgehängt in einem Beutel, reichen, um

«GravityLight» eine halbe Stunde lang

leuchten zu lassen, ein Radio zu betreiben

oder um Batterien aufzuladen. Die LED-

Leuchte, die das Prinzip von Grossvaters

Standuhr neu interpretiert, soll dereinst nur

wenige Franken kosten und in Entwicklungsländern

die gesundheitsschädlichen und

teuren Kerosenlampen ersetzen.

GravityLight befindet sich in der Prototyp ­

phase und ist noch nicht erhältlich.

deciwatt.org

Gas

«nectar» liefert bis zu vier

Wochen Strom. Die portable

Brennstoffzelle lädt nicht

nur Smartphones, sondern

zum Beispiel auch Tablets

problemlos mehrfach auf.

Die Energie steckt in Form

von Butangas in einem sicheren

und rezyklierbaren Nachfüllmagazin.

nectar | 235 Gramm, ca. 300 Franken

nectarpower.com

Hitze

Dieser Campingkocher braucht kein Gas. Er funktioniert

mit kleinen Ästen oder Tannzapfen, die sich fast

auf jeder Wanderung finden lassen. Der Clou:

Während des Suppeerhitzens lädt der «BioLite

CampStove» gleichzeitig das

Smartphone oder versorgt

eine kleine Lampe.

BioLite CampStove |

935 Gramm, 123 Franken

biolitestove.com

Wasser

Das ist fast schon magisch: Ein wenig Wasser einfüllen, Taste

drücken, und schon fliesst Strom. «PowerTrekk» ist eine tragbare

Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff Strom macht. Neben

Wasser ist dazu eine Natrium-Silizium-Verbindung nötig. Die

kommt in Form von nachfüllbaren und

rezyklierbaren «Power Pukks»

ins Gerät. Eine Füllung reicht

für zwei Smartphones.

PowerTrekk | 240 Gramm,

ab 260 Franken

myfc.myshopify.com

Preisrätsel auf Seite 30

Gewinnen Sie einen

SolarStrap Universal!

Sonne

Regen kann dem «SolarStrap Universal» nichts

anhaben. Der bunte Energiespender für Gürtel,

Rucksack riemen oder Tragegurten ist wetterfest. Am

besten funktioniert er aber natürlich bei Sonnenschein:

Vier Stunden davon ergeben zum Beispiel 80 Minuten

Gesprächszeit für das iPhone.

SolarStrap Universal |

65 Gramm, 89 Franken

suntrica.com, rrrevolve.ch


28

Energie sparen beim Duschen

Jeder Duschstrahl zählt

Wasser sparen heisst auch Energie sparen.

Und wer duscht, statt zu baden, ist diesbezüglich

schon auf dem richtigen Weg.

Mit wassersparenden Armaturen lässt

sich noch mehr herausholen.

«Cosmopolitan» (l.) oder «Contemporary» (o.),

«Power & Soul TM » gibt es in zwei Designs.

Fotos: Shutterstock, zVg

Wer den Hahn nur so lange wie nötig aufdreht,

spart Wasser, Trinkwasser notabene.

Aber nicht nur. Wer Wasser spart, spart eben

auch Energie. Energie, die bei der Aufbereitung,

dem Transport und – im Fall von Warmwasser

– zur Erwärmung gebraucht wird. In

modernen Häusern mit guter Wärmedämmung

ist es mittlerweile bereits so, dass der

Energiebedarf für das Warmwasser den

Energiebedarf für das Heizen übersteigt.

162 Liter Wasser braucht jeder Schweizer

täglich. Alleine 32 Liter entfallen auf

das Baden und Duschen. Duschen ist im

Vergleich zum Baden sparsamer. Allerdings

wird heutzutage fast nur noch geduscht.

Dieses Potenzial ist also ausgeschöpft.

Mit neuartigen Armaturen, die

den Durchfluss reduzieren und konstant

halten, lässt sich aber auch beim Duschen

noch einiges herausholen. Die Duschbrausen

«Power& Soul TM »

von Grohe zum Beispiel

sparen mit «EcoJoy TM »

gegenüber herkömmlichen

Modellen 50 Prozent

Wasser und damit

auch 50 Prozent Energie.

Matthias Bill


29

Energie tanken beim Duschen

«energie»-Leserangebot:

«Power & Soul TM » von Grohe

Als «energie»-Leser profitieren Sie von 40 Prozent

Rabatt auf die Handbrausen «Power & Soul TM ».

Die mehrfach mit Designpreisen ausgezeichneten

Handbrausen bieten vier innovative

strahlarten: stimulierend oder beruhigend,

entspannend oder revitalisierend. Per Klick

wechseln Sie zwischen Jet, Rain, Rain O 2 und

Bokoma Spray TM .

Wählen Sie zwischen den Designs «Contemporary»

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Vier Strahlarten auf Knopfdruck

Jet Zur Stimulation der Haut oder zum

Reinigen der Dusche

Rain Strahlen so weich wie ein

Sommerregen

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volles Strahlbild

Bokoma Spray TM Kopf- oder Schultermassage

dank pulsierendem Strahl

Talon einsenden an:

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30

Preisrätsel

Mitmachen und …

Gewebe für

Arbeitsanzüge

elektron.

Datenverarbeitung

(Abk.)

bevor

Philosoph †

(Immanuel)

Epos von

Homer über

den Trojanischen

Krieg

mexikan.

Stamm d.

Indianer

englisch:

Marmelade

US-Stadt

Mischvolk

in Eurasien

Junges

eines bestimmten

Waldtieres

Kosmos,

Universum

Seefisch

Sportverband

(Abk.)

Vorbild,

Hochziel

für

immer

Unterhaltungssendung

(engl.)

nordwestruss.

Fluss

7. griech.

Buchstabe

Drama von

Max Frisch

Strom in

Afrika

Schweizer

Bildhauer †

Transportgerät

im

Supermarkt

Techniker

(Abk.)

Artikel

Streitkräfte

der

Schweiz

Mann

(englisch)

Redner in

der Kirche

9 Rahm

Gefrorenes

8

Rockmusiker

† (Steve)

tion (Kzw.)

Rehabilita-

grösseres

Gewässer

Präposition

Zufluss

des Rheins

im Kanton

St. Gallen

kleine

viersaitige

Gitarre

Bedrängnis

1 6

2

Hafenstadt

in

Israel

Herzstromkurven

(Abk.)

Jassspielart

4

direkt

gesendet

Fahrzeugluftreifen

Hülsenfrucht

innewohnende

Kraft

Initialen

Einsteins

nicht

gross

10

Geröllhalde

engl. Dramenkönig

Europ.

Artikelnummerierung

(Abk.)

Europäische

Union (Abk.)

biblische

Urmutter

Autoz. für

Südafrika

griech. Vorsilbe

f.: erd...

flüchtiges

Erlebnis

Taldurchbruch

Alpenpflanze

für einen

Branntwein

3 7

Fluss in der

Schweiz

und in

Frankreich

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

11

5

unbebauter

Acker

Warenerwerb

Ufer (frz.)

Stadt des

Automobilsalons

Nordeuropäer

Machen Sie mit!

Sie haben drei Möglichkeiten:

1. Rufen Sie an unter Telefon

0901 908 118 (1 Franken pro

Anruf) und sagen Sie nach

dem Signalton das Lösungswort,

Name und Adresse.

2. Senden Sie uns eine Postkarte

mit dem Lösungswort an

Infel AG, «energie-Preisrätsel»,

Postfach, 8099 Zürich.

3. Geben Sie das Lösungswort

online ein.

energie-preisraetsel.ch

Teilnahmeschluss:

27. September 2013

Gewonnen!

Das Lösungswort des letzten

Preisrätsels lautete:

«Wasserkraft»

Wir gratulieren den Gewinnern:

1. Preis Den Rattan-Strandkorb

von Beliani hat gewonnen:

Michaela Siegrist, Aarau

2. Preis Zwei Saisonkarten für

das Gebiet Brunni hat gewonnen:

Beatrice Gräflin, Binningen

3. Preis Die Duschbrause von

Grohe hat gewonnen:

Patricia Egli, Wolhusen

… gewinnen!

1. Preis

Edel, klassisch und trotzdem modern, die Chesterfield-

Ledercouch von Beliani passt in jede Wohnumgebung.

Alle Sitzflächen sind aus echtem Rindsleder. Wir verlosen

die topverarbeitete 3er-Couch je nach Vorliebe in Braun,

Schwarz oder Beige. Der Gewinn hat einen Wert von

1100 Franken. beliani.ch

2. Preis

Dieser

Profi-

Haartrockner

ist

mit nur

420 Gramm

ein wahres

Leichtgewicht.

Dennoch

besticht der Solis

Swiss Perfection

Superlight durch einen

deutlich höheren Luftausstoss

und Luftdruck

als vergleichbare Profi­

Haartrockner.

Wert: 99 Franken

Wir gratulieren!

3. Preis

Das bunte Solarladegerät

SolarStrap Universal

lädt Ihr Smartphone

unterwegs mit der Kraft

der Sonne auf. Dank

seinem Klettverschluss

hält der wetterfeste

Energiespender an

Gürtel, Rucksackriemen

oder Tragegurten.

Wert: 89 Franken

Fotos: zVg


31

Galerie Energie

Fotografiert von William Lamson

Dieses kleine Treibhaus, genannt «Solarium», in

Mountainville in der Nähe von New York beherbergt nur

drei kleine Bäume mit verschiedenen Zitrusfrüchten.

Das Spannende ist aber auch nicht der Inhalt, sondern

die Hülle. Die Fassade besteht aus 162 bunten Fenstern.

Die herbstlichen Farben hat der Künstler William Lamson

in der Pfanne erzeugt. Die innere Schicht der Fenster

besteht nämlich aus karamellisiertem Zucker. Je nach

Temperatur ergab sich eine andere Farbe.


Exklusive Schmuckwelten

Werte, die erhalten bleiben

Weltweite Limitierung:

nur 5ʻ000 Exemplare

Puls der Zeit

Damen-Armbanduhr

Exklusive Premiere bei Bradford Exchange!

Die weltweit limitierte Damen-Armbanduhr

von Hans Erni

Als einer der ersten zeitgenössischen Künstler hatte Hans

Erni schon früh erkannt, dass Kunst auch in den Alltag gehört

und nicht nur im Museum gezeigt werden soll. So wird

Kunst zu lebendiger Kultur, in der sich die schöpferische Vision

von Hans Erni eindrücklich manifestiert.

Mit dem Erwerb dieser weltweit limitierten Damen-Armbanduhr

sichern Sie sich ein Stück Schweizer Kunst, an dem Sie

sich noch jahrelang erfreuen werden. Reservieren Sie jetzt

eines der wenigen Exemplare dieser Sonder-Ausgabe, die

Hans Erni exklusiv für Bradford Exchange geschaffen hat.

Durchmesser der Uhr: 32 mm

Gravierte Unterschrift von

Hans Erni auf der Rückseite

Ihre Uhr wird in einer

eleganten Präsentationsbox

und einem Zertifikat geliefert

Produktpreis: Fr. 348.--

oder 4 Raten à Fr. 87.--

(+ Fr. 16.90 Versand und Service)

EXKLUSIV-BESTELLSCHEIN

Reservierungsschluss 9. September 2013

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“Hans Erni - Puls der Zeit”

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Gültig bis:

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52101


• Hochwertiges Schweizer Quarz-Uhrwerk

• Sonder-Ausgabe von Hans Erni

• Mit handnummeriertem Echtheitszertifikat

• Aus bestem Edelstahl

• Kostbar vergoldet

• Nur bei Bradford erhältlich

• 120-Tage-Rücknahme-Garantie

E-mail

Unterschrift

Telefon

Nennen Sie bei Online-Bestellung

bitte die Referenz-Nr.: 52101

Telefon: 041 768 58 58

www.bradford.ch

Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd.

Jöchlerweg 2, 6340 Baar

Tel. 041 768 58 58 / Fax 041 768 59 90

e-mail: kundendienst@bradford.ch • Internet: www.bradford.ch

The Bradford Exchange, Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar

e-mail: kundendienst@bradford.ch

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