DN 150 - 600 mit Getriebe und Handrad - Hagenbucher

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DN 150 - 600 mit Getriebe und Handrad - Hagenbucher

Betriebsanleitung

BA50D112

ROCO Premium Absperrklappe

DN 150600

mit SKG-Schubkurbelgetriebe, handbetätigt

1 Produkt- und Funktionsbeschreibung

2 Konstruktionsmerkmale ROCO Premium

3 Losflanschvariante

4 Einbau in die Rohrleitung

5 Erste Inbetriebnahme

6 Betrieb und Verwendung

7 Instandhaltung

8 SKG-Schubkurbelgetriebe

Diese Betriebsanleitung ist immer im Zusammenhang mit BA01D001 anzuwenden!

1 Produkt- und Funktionsbeschreibung

1.1 Produktbeschreibung

ROCO Premium Absperrklappe nach DIN EN 593

mit Flanschen, doppelexzentrischer Wellenlagerung, weich dichtend, dicht schließend, aus

Gußeisen mit Kugelgraphit.

Betätigung über SKG-Schubkurbelgetriebe mittels Handrad, Spindelverlängerung,

Erdeinbaugarnitur, Kettenrad, Elektro-Drehantrieb.

Nennweiten: DN150, 200, 250, 300, 350, 400, 450, 500, 600

Druckstufen: PN10,16

Erz.Nr. 5064 .... PN10

5065 .... PN16

5061 .... PN16/GN10

1.2 Funktionsbeschreibung (siehe Bild 1)

Im Gehäuse (1) wird eine drehbar gelagerte Klappenscheibe (2) über eine nach außen

geführte Antriebswelle (3) mittels eines seitlich angebauten Schwenkgetriebes bewegt. Die

Rohrleitung ist abgesperrt, wenn sich die Klappenscheibe senkrecht zur Strömungsrichtung

befindet. Durch ein an der Klappenscheibe angebrachtes Dichtelement (7)

(Profildichtring) wird ein dichter Abschluß zum im Gehäuse befindlichen Sitz erreicht. Der

Weg zwischen der „AUF“- und der „ZU“ Stellung (90 Schwenkbewegung) wird über

Anschlagmuttern auf der Antriebsspindel des angebauten Schwenkgetriebes begrenzt. Im

Normalfall ist die Armatur im Uhrzeigersinn schließend (rechtsdrehend).

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2 Konstruktionsmerkmale

Variante Losflanschsystem

Ausführung: Gehäusesitz

nichtrostender Stahl (V-Sitz)

Bild 1: Schnittbild ROCO Premium

Teil Benennung Ersatzteil Teil Benennung Ersatzteil

1 Gehäuse 12 Scheibe

2 Klappenscheibe 13 6kt-Schraube

3 Antriebswelle 14 O-Ring x

4 Buchse 15 O-Ring x

5 Lagerzapfen 16 Käfig x

6 O-Ring 17 Sicherungsring x

7 Profildichtring x 18 Paßfeder

8 Gewindestift 19 Losflansch (Losflanschvariante)

9 Senkkopfschraube 20 Haltering geteilt (Losflanschvariante)

10 Lagerdeckel 21 Dichtring (Losflanschvariante) x

11 O-Ring x 22 Sicherungsring (Losflanschvariante)

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Hauptabdichtung: Stahlarmierter allseitig gummierter Profildichtring (7), optimaler

Korrosionsschutz, leicht austausch- und nachstellbar.

Gehäusesitz: emaillierter Sitz (Erz.Nr. 50..72..) oder eingerollter massiver Sitzring aus

nichtrostendem Stahl (Erz.Nr. 50..95..).

Buchsenabdichtung (6) auf beschichteter Oberfläche. Guss kpl. ohne Medienkontakt.

Verbindung Welle/Klappenscheibe: Polygonverbindung in geschlossenem

Klappenauge .

Antriebswelle (3) und Lagerzapfen (5) sind nicht medienberührt gelagert.

Wellenabdichtung: Antriebsseite mittels allseitig in nichtrostendem Material

gekammerten O-Ringen (14/15). Lagerseite im Lagerdeckel (10) gekammerter O-Ring

(11).

Die Wellen (3) und die Wellenabdichtung (14/15/16) sind bei demontiertem Getriebe

gegen ausblasen gesichert.

Wellenlagerung: Wartungsfreie Bronzebuchsen (4).

Getriebeanschluß: nach ISO 5211, Rundzapfen mit Paßfeder.

3 ROCO Premium Losflanschklappe

Die ROCO Premium mit Losflanschsystem verfügt über einen längsseitig beweglichen

Flansch der zugfest mit dem Armaturengehäuse verbunden ist. Der Haltering nimmt die

integrierte Flanschdichtung mit auf. Losflanschseitig entfällt somit die zusätzliche

Flanschdichtung.

Die variable Baulänge in [mm] beträgt: Standardbaulänge -1mm + 5mm

Beim Austausch einer defekten Flanschklappe gegen eine ERHARD Losflanschklappe,

ergeben sich durch den Wegfall einer Flanschdichtung auf der Losflanschseite eine

Unterschreitung der Baulänge von 3-4mm. Somit ist ein leichter Austausch gewährleistet.

Vorteil

Aufspreizen der Baulücke zwischen den Rohrleitungsflanschen ist nicht erforderlich

Verwendung bzw. Verstellung des Pass- und Ausbaustücks kann entfallen

Gegenüberliegender Festflansch erlaubt fixe Montage ohne getriebeseitiges Abkippen

Fluchtungsfehler des Rohrleitungssystems werden ausgeglichen

Verdrehen des Losflansches um ohne Einschränkung möglich

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Baulängenvergleich in [mm]

Standard EN 588

Losflanschklappe

Min/Max

DN150 210 + -2 209/215

DN200 230 + -2 229/235

DN250 250 + -2 249/255

DN300 270 + -3 269/275

DN350 290 + -3 289/395

DN400 310 + -3 309/315

DN450 330 + -3 X

DN500 350 + -3 349/355

DN600 390 + -4 X

Tabelle 1: Baulängenvergleich Standard- und Losflanschklappe

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4 Einbau in die Rohrleitung

Von der Armatur sind alle Verpackungsmaterialien zu entfernen. Vor dem Einbau ist die

Rohrleitung auf Verunreinigungen und Fremdkörper zu untersuchen und ggf. zu reinigen.

Achtung !

Es ist darauf zu achten, dass die Armatur rundum für die Bedienung und Wartung

zugänglich ist. Bei Einbau im Freien ist die Armatur bauseits gegen direkte

Witterungseinwirkungen zu schützen.

Während der Montage der Armatur sollte der Abstand zwischen den

Rohrleitungsflanschen mindestens 20 mm größer sein als die Baulänge der Armatur,

damit die Arbeitsleisten nicht beschädigt werden und die Dichtungen eingelegt werden

können. Als Flanschdichtungen werden stahlarmierte Gummidichtungen empfohlen, bei

Bördelflansch zwingend erforderlich (Medien- und Temperatur-Verträglichkeit ist zu

beachten).

Die Rohrleitungs-Gegenflansche müssen planparallel und konzentrisch sein.

Die Verbindungsschrauben sind gleichmäßig (verzugfrei) und über Kreuz anzuziehen.

Die Rohrleitung darf dabei keinesfalls an die Armatur herangezogen werden.

ROCO-Absperrklappen können in allen Lagen eingebaut werden.

Die Klappenscheibe ragt in Offenstellung über die Klappenbaulänge hinaus.

Entsprechenden Abstand zu Einbauten, z.B. Rückschlagklappe, beachten.

Bei Verwendung einer Losflanschklappe ist darauf zu achten, dass zuerst der

Festflansch montiert wird. Damit ist Armatur fixiert und kann sich nicht im Losflansch

verdrehen. Anschließend wird der Losflansch an den Rohrleitungs-Gegenflansch

herangezogen und wie oben beschrieben, über Kreuz angezogen.

Das Aufspreizen der Rohrleitungsflansche beim Klappenaustausch entfällt.

Bei Neuinstallation wird empfohlen die Losflanschklappe so einzubauen, dass die

Standardbaulänge (siehe Tabelle 1) eingehalten wird.

5 Erste Inbetriebnahme

Nach dem Einbau in die Rohrleitung ist die Armatur auf Leichtgängigkeit zu prüfen,

indem man mit dem Betätigungselement den gesamten Betätigungsweg (Auf - Zu)

durchfährt.

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6 Betrieb und Verwendung

6.1 Zulässige Betriebsweise

Die Klappenscheibe kann sowohl von der direkten Seite (A bevorzugte

Durchflußrichtung) als auch von der indirekten Seite (B) angeströmt werden.

Die Armatur wird über das Handrad, Kettenrad oder mit Bedienungsschlüssel DIN

3223 betätigt. Dabei sind keine überhöhten Kräfte aufzuwenden.

Maximal zulässige Durchflußgeschwindigkeiten:

PN10: 4 m/s

PN16: 5 m/s

6.2 Unzulässige Betriebsweise

Einbau nach Krümmern oder ähnlich störenden Einbauteilen ist zu vermeiden.

Dauerbetrieb in Drosselstellung führt zu erhöhtem Verschleiß. Bei Einsatz der Klappe

als Drosselorgan muss die Eignung der Armatur für die Betriebsverhältnisse überprüft

werden.

Betriebsmitteltemperatur-Grenzwerte nicht überschreiten.

Betriebsüberdruck-Grenzwerte nicht überschreiten.

Geschlossene Armatur darf nur bis Nenndruck belastet werden.

Bei EPDM- Profildichtring und O- Ringen: Keine Berührung der Gummiteile mit

mineralischen Ölen oder Fetten (EPDM quillt).

7 Instandhaltung

7.1 Wartung und Inspektion

ROCO Premium Absperrklappen haben wartungsfreie Lagerbuchsen.

Getriebespindel und Getriebelager sind mit Langzeitschmierung versehen.

Eine Überwachung der Funktionsfähigkeit und Dichtheit sollte entsprechend

DVGW-Merkblatt W392 turnusmäßig im Abstand


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7.2 Instandsetzung

7.2.1 Nachstellen des Profildichtrings, Bild 2.

ROCO Premium Absperrklappen sind mit einem nachstellbaren

Dichtsystem ausgestattet. Der Profildichtring (7) kann in Schließstellung

der Klappenscheibe nachgestellt werden. Dazu sind die Gewindestifte (8)

zu lösen und die Senkschrauben (9) gleichmäßig übers Kreuz

nachzuspannen. Da der Profildichtring beim Anziehen sehr schnell

reagiert, wird empfohlen in kleinen Schritten vorzugehen (halbe

Schraubenumdrehung). Abschließend sind die Gewindestifte (8)

rechtsdrehend festzuziehen und dadurch der Profildichtring zu verkontern.

Bild 2: Dichtpartie ROCO Premium Absperrklappe

7.2.2 Auswechseln des Profildichtringes, Bild 2.

Klappenscheibe ca. 20° bis 30 aus dem Sitz von „ZU“-Stellung aus

fahren.

Senkschrauben (9) lösen und herausschrauben.

Profildichtring (7) heraushebeln.

Die Profilnut in der Klappenscheibe reinigen und ggf. beschädigten

Korrosionsschutz ausbessern.

Neuen Profildichtring mit einer Drehbewegung in die Klappenscheibe

einbringen. Hierbei ist zu achten, daß der Profildichtring vollständig in

der Klappenscheibe zum liegen kommt und nicht am Gehäusesitz

verkanntet bzw. eingeklemmt wird. Bei korrekter Montage läßt sich der

Profildichtring in der Klappenscheibe leicht bewegen.

Hinweis: Der Profildichtring läßt sich leichter einführen, wenn er vor

der Montage mit Wasser angefeuchtet wird bzw. leicht eingefettet wird

(Trinkwasser zulässiges Fett verwenden).

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Profildichtringe aus EPDM dürfen nicht mit mineralischem Fett in

Berührung kommen!

Senkschrauben (9) einschrauben und mit Anzugsmomenten nach

Tabelle 1 über Kreuz anziehen.

Abschließend die Gewindestifte (8) einschrauben und festziehen.

Hinweis: Es wird empfohlen bei der Montage der Senkschrauben und

Gewindestifte handelsübliche Schraubensicherungs- bzw. Dichtstoffe

zu verwenden. Dadurch wird ein verbesserter Korrosionsschutz und

eine erhöhte Sicherheit gegen Lösen erreicht.

Nachfolgende Anzugsmomente sind nur ungefähre Werte und können

in der Praxis deutlich abweichen. Daher ist eine abschließende

Dichtheitsprüfung unerlässlich.

Anzugsmoment des Profildichtrings

[Nm]

10 bar 16 bar

DN150 5 6

DN200 5 6

DN250 10 12

DN300 12 13

DN350 13 14

DN400 13 14

DN450 14 17

DN500 14 17

DN600 17 23

Tabelle 2: Anzugsmomente für Profildichtringe

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7.2.3 Auswechseln der Wellenabdichtung, Bild 3.

Benötige Ersatzteile: Wellendichtsatz bestehend aus:

Käfig (16); 1 Stück

äußeren O-Ringen (15); 2 Stück

inneren O-Ringen (14); 2 Stück

O-Ring für Lagerdeckel (11); 1 Stück

Lagerseite

Antriebsseite

Bild 3: Wellendichtpartie ROCO Premium Absperrklappe

Antriebsseite:

Getriebe/Schwenkantrieb von der Klappe abbauen (siehe. Kap. 11).

Paßfeder (21) entfernen.

Sicherungsring (17) entfernen.

Antriebswelle mittels Gleithammer um ca. 20mm herausschlagen. Der

Käfig wird dadurch etwas herausgedrückt.

Bild 4: Armaturenanschluss mit Gleithammer

Zwei mittelgroße Schlitzschraubendreher gegenüberliegend am Käfig

(16) ansetzen und Käfig heraushebeln (die äußere O-Ringe werden

zerstört).

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Ist kein Gleithammer zu Hand, kann der Käfig auch durch gezieltes

Herausbohren entfernt werden.

Einbauraum reinigen.

O-Ringe (14) und (15) in den neuen Käfig einlegen und leicht einfetten.

Käfig kpl. mit O-Ringen in das Gehäuse einschieben.

Neuen Sicherungsring einsetzen und auf sicheren Sitz prüfen.

Getriebe/Schwenkantrieb anbauen (siehe Kap. 11).

Lagerseite

Lagerdeckel (10) durch Lösen der Sechskantschrauben (13)

demontieren.

Alten O-Ring (11) aus der Nut im Lagerdeckel entfernen.

O-Ringnut reinigen.

Neuen O-Ring (11) einlegen und Lagerdeckel (10) wieder montieren.

8 SKG-Schubkurbelgetriebe

8.1 Konstruktionsmerkmale

Bauart (Bild 5): Aufsteckbares 90-Schwenkgetriebe nach dem

Schubkurbelprinzip. Die Drehbewegung der Spindel (2) wird über die

Spindelmutter (5) und Getriebelasche (8) (Kniehebel) in eine

Schwenkbewegung der Getriebekurbel umgewandelt. Die Getriebekurbel ist

über die Abtriebswelle drehfest mit der Armaturenwelle verbunden. Das

Schubkurbelgetriebe ist selbsthemmend.

Gußgekapseltes Getriebegehäuse allseitig geschlossen (Schutzart IP68).

Schnittstellen:

Abtrieb: nach ISO 5211, Rundzapfen mit Paßfeder.

Antrieb: Flanschlager mit Rundzapfen zur Aufnahme von Handrad,

Kettenrad, Spindelverlängerung oder Erdeinbaugarnitur oder Flansch

nach ISO 5210, Form B1 (Steckbuchse) zum Anschluß eines

Drehantriebes.

Endanschläge: Stabile Anschlagmutter(6) auf der Spindel.(2). „ZU“-

Stellung einstellbar. Überhöhte Last wird in der Spindel aufgenommen und

wirkt nicht auf die Gehäuseteile des Getriebes. Maximales

Eingangsmoment : 450 Nm (in den Endlagen).

Stellungsanzeige: Der mit der Armaturenwelle direkt verbundene Zeiger ist

über ein Schauglas im Getriebegehäuse sichtbar. Das Schauglas ist aus

schlagzähem Polycarbonat (PC) und somit für Anlagen-, Schacht-, und

Erdeinbau gleichermaßen geeignet.

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Bild 5: Schnittbild SKG-Schubkurbelgetriebe

Teil Benennung Ersatzteil Teil Benennung Ersatzteil

1 Getriebegehäuse 16 Zeiger

2 Spindel 17 Verschlußdeckel

3 Lagerring 18 Flachdichtung

4 Axiallager 19 Zylinderschraube

5 Spindelmutter 20 Schauglas

6 Anschlagmutter 21 Flanschlager 1)

7 Arretierstift 22 Halslager 2)

8 Lasche 23 Buchse

9 Getriebekurbel 24 O- Ring

10 Buchse 25 6kt-Schraube

11 Nietstift 26 Scheibe

12 Abtriebswelle 27 Paßfeder

13 Gewindestift 28 Mitnehmerbuchse 2)

14 Buchse 29 Paßkerbstift 2)

15 Buchse 30 Paßfeder 2)

1) Teile nur bei Ausführung für Handrad, Erdeinbau, Spindelverlängerung vorhanden

2) Teile nur bei Ausführung für/mit Elektrodrehantrieb vorhanden

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8.2 Betrieb und Verwendung

SKG-Schubkurbelgetriebe werden zur Betätigung von Armaturen mit einem

Betätigungsweg (Schwenkbewegung) bis zu 90 eingesetzt.

Manuelle Betätigung über Handrad, Kettenrad, Erdeinbaugarnitur,

Betätigungsschlüssel.

Motorische Betätigung über Elektro-Dreh- und Regelantriebe.

SKG-Getriebe sind geeignet für Anlagen-, Schacht-, Erd- sowie

Unterwassereinbau bis zu einer maximalen Überflutungshöhe von max. 6 m

Wassersäule.

8.3 Anbau

Achtung:

Vor Anbau des SKG-Getriebes an die Armatur ist sicherzustellen, daß sich

beide Teile in derselben Endlage AUF oder ZU befinden.

Abtriebswelle (12) auf die Armaturenwelle bis zum Flansch (siehe

Bild 6) aufstecken und mit Gewindestift (13) sichern.

Zeiger (16) in die Zentrierung der Armaturenwelle einschrauben und

parallel zur Klappenscheibe ausrichten.

Die Verzahnung der Abtriebswelle(12) fetten.

Das Getriebe aufstecken und die Befestigungsschrauben mit

Drehmoment nach Tabelle 2 über Kreuz anziehen.

Bild 6: Montage der Abtriebswelle

Flanschtyp Schraubengröße Nm Schrauben 8.8 Nm Schrauben A2-70

F07 M8 25 18

F10 M10 50 36

F12 M12 85 60

F14 M16 210 150

F16 M20 410 290

F25 M16 210 150

Tabelle 3: Anzugsmomente für Befestigungsschrauben der Getriebe

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8.4 Einstellung des Endanschlages („ZU“-Stellung) (Bild 5)

Verschlußdeckel (17) und Flachdichtung (18) durch Lösen der

Zylinderschrauben (19) entfernen.

Arretierung (7) der Anschlagmutter (6) mittels Schlitzschraubendreher

heraushebeln. Dazu drückt man den Schraubendreher in die dafür

vorgesehene Nut zwischen Anschlagmutter und Ringfeder.

Die Anschlagmutter lässt sich durch Drehen am Schraubendreher

positionieren.

Ist die Position der Anschlagmutter erreicht wird der Schraubendreher

abgezogen. Die Anschlagmutter wird dann noch etwas weitergedreht, bis

der Arretierstift spürbar einrastet.

Schwenkwinkel durch Öffnen und Schließen der Armatur kontrollieren.

Verschlußdeckel (17) wieder anbringen

8.5 Wartung

Spindel (2) und Axiallager (4) sind mit Langzeitschmierung versehen. Eine

Überwachung der Funktionsfähigkeit sollte entsprechend DVGW-Merkblatt

W392 turnusmäßig im Abstand

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