JAHRESBERICHT 2012 - Hochschule Coburg

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JAHRESBERICHT 2012 - Hochschule Coburg

Kooperationen & Kompetenzen

Kontakte in die Versicherungswirtschaft genutzt

In seine Lehrveranstaltungen baute Prof. Dr. Mirko Kraft Gastvorträge ein, die den Studierenden wertvolle Einblicke in die

Praxis der Versicherungsbranche ermöglichten

Sarah Rössler, Christin Hartung, Timo Keuenhof, Jessica Müller

(HUK-Coburg): „Die Auswirkungen von Solvency II auf die DV und

Arbeitsorganisation des Rechnungswesens der HUK-Coburg

Als Teil der Veranstaltung „Grundlagen der Risikopolitik und des Controllings“

von Prof. Dr. Mirko Kraft im Bachelorstudiengang „Versicherungswirtschaft“

im Sommersemester 2013 trugen Mitarbeiter aus

der Abteilung Rechnungswesen der HUK-Coburg im April und Mai

2012 über die neuen Berichtspflichten von Versicherungsunternehmen

und Versicherungsgruppen gegenüber der Aufsicht und der Öffentlichkeit

vor. Diese Risikoberichterstattung ergibt sich voraussichtlich

ab 2014 aus der sog. Säule III des neuen europäischen

Aufsichtssystems für Versicherer (Solvency II). Neben einem Überblick

über die rechtlichen Vorgaben wurden insbesondere auch die Herausforderungen

bei der IT-Umsetzung thematisiert.

Die Coburger Studierenden des 4. Semesters im Bachelor-Studiengang

„Versicherungswirtschaft“ lauschten interessiert den Ausführungen

zu den neuen Solvency II-Berichtspflichten.

Sarah Rössler, Leiterin der Abteilung Rechnungswesen der HUK-COBURG, warb bei

den Studierenden aus dem vierten Semester gemeinsam mit ihren Kollegen für die

spannenden Aufgaben im Rechnungswesen. Fotos: Heinkel

Lukas Dragowski (Generalvertretung Dragowski, Süddeutsche

Krankenversicherung(SDK)): „Versicherungsvertrieb – Aktuelle

Aspekte aus der Praxis“

Auf Einladung von Prof. Dr. Mirko Kraft referierte der Bachelor-Absolvent

in Versicherungswirtschaft Lukas Dragowski im Mai 2012 über die

hoch aktuelle Thematik Versicherungsvertrieb mit einem Schwerpunkt

auf aktuellen Aspekten aus der Praxis. Der Gastvortrag war Teil der

Veranstaltung „Allgemeine Versicherungsbetriebslehre II“. Die Praxisaspekte

rundeten die theoretischen Ausführungen zu Vertriebswegen

und den Formen der Versicherungsvermittler ab. Ergänzt wurden

die Darstellungen aus der Vertriebspraxis durch eine Besprechung der

Dokumentation „Versicherungsvertreter“, die einen erheblichen Kontrast

vor dem Hintergrund des Vertriebskodex der deutschen Versicherungswirtschaft

darstellte.

Kraft, M. [2012], Auswirkungen von Solvency II und der neuen EU-Finanzaufsichtsarchitektur

auf die Kapitalallokationsstrukturen von Versicherungsgruppen, in: ZVersWiss,

101. Jg., H. 5, 2012, S. 657 – 674.

In dem Artikel werden potenzielle Auswirkungen der geplanten Solvency II-Regeln für

die Gruppensolvenzberechnungen untersucht. Speziell wird auf die Verteilung von

Kapital, sog. Eigenmitteln, innerhalb von Versicherungskonzernen/-gruppen eingegangen.

Dazu werden ausgewählte Einflussfaktoren identifiziert und ihre Anreizwirkungen

dargestellt, insbesondere die Methodenwahl bei den Berechnungen (Konsolidierungs-

vs. Abzugs- und Aggregationsmethode), die Modellwahl (internes Modell

vs. Standardansatz), die sog. Nicht-Transferierbarkeitsbeschränkungen bei den Eigenmitteln

und die Behandlung von Beteiligungen auf Einzelunternehmensebene. Es

wird gezeigt, dass die Effekte auf die Versicherungsgruppen einerseits wesentlich von

der konkreten Ausgestaltung der Vorschriften abhängen werden. Andererseits ist

auch eine hohe Abhängigkeit von dem Zusammenspiel der nationalen Aufsichtsbehörden

und der EU-Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA zu erwarten (u. a. bei der

internen Modell-Genehmigung und Kapitalzuschlägen).

Jahresbericht 2012 21

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