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NSG „Der Loben“ – Eine strukturreiche Moorlandschaft für Fledermäuse

Aktuelles zum Moorschutz: Umsetzung in der Niederlausitzer Heidelandschaft und faunistische

Aspekte – Fachtagung vom 06.06. – 08.06.2013 in Bad Liebenwerda OT Maasdorf


Gliederung

1. Jahreszyklus der Fledermäuse in Mitteleuropa

2. Quartiere gebäudesiedelnder Fledermausarten

3. Quartiere waldbewohnender Fledermausarten

4. Jagdhabitate von Fledermäusen

5. Nahrungsspecktrum ausgewählter Fledermausarten

6. Aktivitätsdichten in unterschiedlichen Lebensraumtypen

7. Strukturvielfalt aus der Fledermausperspektive

8. Fangergebnisse bei der Arbeitstagung des LFA Brandenburg-

Berlin (2009)

9. Aktuelle Ergebnisse eines Netzfanges der IFLEE

10. Ausblick


1. Jahreszyklus der Fledermäuse in Mitteleuropa

Zeichnung: R. Boll


2. Quartiere gebäudesiedelnder Fledermausarten

Zeichnung: R. Boll

Dachfenster

Fledermausdachziegel

Lüftungsschlitz

Dachkasten

Verblendung

Verkleidung

Dachkasten

Verblendung

Holzverkleidung

Dachkasten

Fensterladen

Dachkasten

Holzstapel

Kellerfenster


3. Quartiere waldbewohnender Fledermausarten

Spechthöhle

Fäulnishöhle

abstehende Borke

Stammriss

Zeichnung: R. Boll


4. Jagdhabitate von Fledermäusen

Zeichnung: R. Boll


5. Nahrungsspektrum ausgewählter Fledermausarten

Mopsfledermaus: überwiegend kleine Schmetterlinge, kleine Mundspalte

Körpergewicht : 6 – 14 g, Flügelspannweite : 262 – 292 mm, frisst in einer

Nacht bis zu 28 % ihres eignen Körpergewichts an Insekten

Zeichnung: R. Boll

Zeichnung: R. Boll

Großes Mausohr: Nahrungsspezialist Laufkäfer

Körpergewicht : 28 – 40 g, Flügelspannweite : 350 – 430 mm

Zeichnung: R. Boll

Braunes Langohr: opportunistische Ernährungsweise , Gleaning

Körpergewicht : 5-11 g, Flügelspannweite : 240 – 285 mm,

Kopf-Rumpf: 42 – 53 mm, Ohr: 31 -41 mm


6. Mittlere Aktivitätsdichten von Fledermaus-Rufgruppen pro Stunde in

verschiedenen Lebensraumtypen im Gebiet Dinkelberg / Hochrhein

Anzahl registrierte Rufsequenzen/ Stunde

Quelle: Dr. Robert Brinkmann

Freiburg im Breisgau 2009


7. Strukturvielfalt aus der Fledermausperspektive


Pfeifengras-Gesellschaften mit strukturreichem Waldrand


Offene Wasserfläche mit strukturreichen Übergangszonen


Feuchtwiese mit strukturreichem Waldrand und Baumgruppe


Potentielles Sommerquartier für Fledermäuse

Spechthöhle in einer Aspe in der Übergangszone vom geschlossenen Wald zur offenen Moorfläche


8. Fangergebnisse bei der Arbeitstagung des LFA Brandenburg-Berlin (2009)

{

Karte erstellt mit GARNIM


Fledermausnachweise an den einzelnen Netzfangstandorten im Rahmen der

Arbeitstagung des LFA Brandenburg-Berlin (2009)

7

6

Mopsfledermaus

5

Wasserfledermaus

Fransenfledermaus

4

3

2

Große Bartfledermaus

Graues Langohr

Kleine Bartfledermaus

Breitflügelfledermaus

Rauhhautfledermaus

1

0

NFS 1 NFS 2 NFS 3 NFS 4 NFS 5 NFS 6 NFS 7 NFS 8 NFS 9

Ergebnis: insgesamt 51 Fledermäuse in 8 Arten, erfasst darunter laktierende Weibchen von 5 Fledermausarten (Große und

Kleine Bartfledermaus, Graues Langohr, Mopsfledermaus und Breitflügelfledermaus)

Für das Cheiner Torfmoor in Sachsen-Anhalt gilt die Große Bartfledermaus als Fledermausleitart (333 Individuen im Jahr 1998

im Kastenrevier markiert).


Puppenhaarnetz zum Fang von Fledermäusen


Eptesicus serotinus (Breitflügelfledermaus)


Myotis daubentonii (Wasserfledermaus)


Barbastella barbastellus (Mopsfledermaus)


Pipistrellus nathusii (Rauhhautfledermaus)


9. Aktuelle Ergebnisse eines Netzfanges der IFLEE


Nutzung von Teillebensräumen anhand einer markierten Mopsfledermaus

Karte erstellt mit GARNIM

Ringnummer der Mopsfledermaus: FMZ Dresden O 49447 , Entfernung zwischen den Fangstandorten: 2, 4 km (Luftlinie)


10. Ausblick

1. Erfassung der Fledermausquartiere und Jagdhabitate mittels

Telemetrie

2. Erhalt und Förderung von Biotopbäumen (z. B. Höhlenbäume,

Totholz mit Schwerpunkt auf SEi, TEi und GKi)

3. Entwicklung und Belassen von Altholzinseln in den angrenzenden

Waldgesellschaften (z. B. grobborkige Baumarten GKi, SEi, TEi)

4. kleinflächiger Vor- und Unterbau mit standortgerechten

einheimischen Laubbaumarten („Initialzündung/Lückedynamik“)

5. punktuell Einbringung blütenreicher standortgerechter

einheimischer Straucharten an Hauptwaldwegen

6. Förderung der Naturverjüngung standortgerechter

einheimischer Strauch- und Baumarten

7. Erhalt offener Wasserflächen und lockerer strukturreicher

Übergangszonen zu geschlossenen Waldgesellschaften

8. weitere Untersuchungen zum Einfluss der spätblühenden

Traubenkirsche auf die einheimische Flora und Fauna


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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