Studienführer - Fachhochschule Nordwestschweiz

fhnw.ch

Studienführer - Fachhochschule Nordwestschweiz

Bachelor - Studienführer

Angewandte Psychologie


Hochschule für Angewandte Psychologie 3

Profil des Studiums Angewandte Psychologie 6

Internationale Anerkennung des Studiums 11

Berufliche Qualifikation durch das Bachelor-Studium 14

Aufbau des Bachelor-Studiums 19

Vom Bachelor zur Psychologin und zum Psychologen 26

Zulassungsbedingungen und -verfahren 30

Termine 32

Allgemeine Informationen 34

Adresse und Ortsplan 36

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW 38

Adressen / Kontaktpersonen 40

Anhang – Anmeldeformular


Hochschule für Angewandte Psychologie

Immer aktuell:

www.fhnw.ch/aps/bachelor

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Vielfältig, praxisnah und marktorientiert. Diese drei Stichworte zeichnen

die Ausbildungsmöglichkeiten an der FHNW aus. In Bachelor- und

Master-Studiengängen sowie in zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten

wird Wissen vermittelt, das Absolventinnen und Absolventen

der FHNW zu gesuchten Fachkräften macht. An der Fachhochschule

Nordwestschweiz FHNW sind momentan rund 9500 Studierende (Ausbildung

und Weiterbildung) in neun verschiedenen Fachrichtungen

eingeschrieben.

Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW

Die Hochschule für Angewandte Psychologie der Fachhochschule

Nordwestschweiz bietet 300 Studierenden eine moderne und anspruchsvolle

Ausbildung in Angewandter Psychologie. An das

Bachelor-Studium, das im Minimum drei Jahre dauert, kann ein

Master-Studium angeschlossen werden. Die Hochschule führt anwendungsorientierte

Forschung durch. Sie übernimmt Beratungsmandate

und bietet Weiterbildungen zu Themen aus der Arbeits-,

Organisations- und Personalpsychologie an.

Psychology at Work

Vor rund 150 Jahren hat sich an den Universitäten die Psychologie als

wissenschaftliche Disziplin herausgebildet. Seither hat sie viele praxisrelevante

Erkenntnisse und Arbeitsmethoden hervorgebracht und

einen neuen Blick auf alte und neue Fragen eröffnet. Die wissenschaftliche

Psychologie für den realen Alltag der Menschen nutzbar

zu machen und einen Beitrag zur Lösung aktueller Probleme der Gesellschaft

und Wirtschaft zu leisten, ist das Anliegen der Hochschule

für Angewandte Psychologie FHNW.

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Nutzen für Gesellschaft und Wirtschaft

Die schnelle gesellschaftliche und technologische Entwicklung der

Gegenwart verändert die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen

grundlegend. Die wechselseitige Abhängigkeit von Menschen und Organisationen

nimmt zu. Neue Wertvorstellungen und Technologien

eröffnen neue Möglichkeiten der Lebensgestaltung, Kommunikation

und Kooperation. Technische Innovationen und neue Organisationsformen

verändern Arbeitsplätze und Aufgaben der Menschen. Fragen

nach der Sicherheit von Abläufen und Geräten oder nach der Gewährleistung

der Gesundheit der Menschen gewinnen an Bedeutung.

Die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW beschäftigt sich

mit diesen vielfältigen Veränderungen und ihren Auswirkungen auf

den Menschen. Weil diese Themen für die Gesellschaft von zentraler

Bedeutung sind, arbeiten viele Unternehmen und Organisationen mit

der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW zusammen.

Eng vernetzt

Unternehmen und Organisationen erteilen der Hochschule für Angewandte

Psychologie FHNW Aufträge. Sie leisten einen wichtigen

fachlichen und finanziellen Beitrag zur anwendungsorientierten

Forschung der Hochschule. Diese enge Zusammenarbeit zwischen

der Hochschule und ihren Praxipartnern mit der Welt ausserhalb der

Hochschule garantiert den Praxisbezug der Ausbildung.

Interdisziplinär und vernetzt

Die Forschungsprojekte der Hochschule für Angewandte Psychologie

FHNW sind primär anwendungsorientiert und suchen den interdisziplinären

Anschluss.

Sowohl in der Schweiz als auch in internationalem Rahmen ist die

Hochschule mit Universitäten, Technischen Hochschulen und Fachhochschulen

eng vernetzt und beteiligt sich an der Weiterentwicklung

des aktuellen Erkenntnisstandes der Angewandten Psychologie.

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Profil des Studiums Angewandte

Psychologie

Das Studium in Angewanter Psychologie zeichnet sich durch eine moderne

Didaktik aus, die den Wissenserwerb und den Erwerb der methodischen

Fähigkeiten sichert und Ihnen genügend Gelegenheit gibt,

die professionelle Nutzung der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten

im konkreten Berufsalltag einzuüben. Gleichzeitig bietet der Studiengang

vielfältige Chancen, die für das psychologische Berufsfeld

wichtigen sozialen Kompetenzen und Selbstkompetenzen weiter zu

entwickeln.

Basis des Bachelor-Studiums bildet die Einführung in grundlegende

Konzepte und Methoden der wissenschaftlichen Psychologie. Aufbauend

auf dem Grundlagenstudium der Psychologie erhalten Sie

Einblick in die Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie.

Diese beschäftigt sich aus psychologischer Perspektive mit den komplexen

Wechselwirkungen zwischen dem Erleben und Handeln des

Menschen und seiner sozialen, organisatorischen und technischen

Umwelt. Auf der dritten Ebene werden spezielle Fragestellungen der

Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie behandelt, im Besonderen

Fragen der Sicherheit, Gesundheit und Zusammenarbeit.

Auf allen drei Ebenen werden sowohl Wissen, das hilft, die komplexe

Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt zu verstehen, wie auch

methodische Kompetenzen und Arbeitsmethoden vermittelt, mit denen

sich diese Zusammenhänge erfassen und gestalten lassen.

Konzepte, Theorien,

Erkenntnisse

Vertiefungen Sicherheit, Gesundheit und Kooperation

Methodische

Kompetenzen

Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

Grundlagen der wissenschaftlichen

Psychologie

Grundlagen der wissenschaftlichen Psychologie

Im Bachelor-Studium Angewandte Psychologie erwerben Sie das

grundlegende Fachwissen, das die wissenschaftliche Psychologie

über die psychischen Funktionen des Menschen (Wahrnehmung,

Denken, Emotionen, Lernen) und über zwischenmenschliche Beziehungen

akkumuliert hat. Dieses Wissen eröffnet Ihnen die Fähigkeit,

die Lebenswelt von Menschen und ihr Verhalten in psychologischen

Begriffen zu verstehen und zu beschreiben. Sie erwerben das Methodenwissen

und die methodischen Kompetenzen, die in der psychologischen

Forschung und psychologischen Praxis gleichermassen

wichtig sind (Befragungstechniken, Interviewtechniken, diagnostische

Verfahren).

Fokus auf Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

Die Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie beschäftigt

sich mit den Wechselbeziehungen zwischen menschlichem Erleben

und Handeln einerseits und Arbeits- und Organisationsbedingungen

andererseits. Ziel arbeits-, organisations- und personalpsychologischer

Praxis ist es, die Passung zwischen dem Individuum und dem

Arbeitsplatz, Organisationsumfeld sowie den technologischen Rahmenbedingungen

zu verbessern. Dies geschieht:

––

durch die Orientierung der Aufgabendefinition und Arbeitsplatzgestaltung

an menschlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen,

beispielsweise durch persönlichkeitsförderliche Arbeitsgestaltung

und Massnahmen zum präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz

––

durch die Anpassung der Organisation sowie des Technikeinsatzes

an den Menschen, beispielsweise durch die Gestaltung

von Organisationsstrukturen, -abläufen und -kulturen sowie

durch Massnahmen im Bereich Führung, Kooperation und

Kommunikation

––

durch personenbezogene Massnahmen, die sich an den Bedürfnissen

von Arbeit und Organisation orientieren, beispielsweise

durch Aus- und Weiterbildung, Training und andere Massnahmen

der Personalentwicklung und -auswahl.

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7


Im Bachelor-Studium lernen Sie die grundlegenden Theorien und

Wissensbestände der Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

kennen. Sie machen sich mit den psychologischen Arbeitsmethoden

und Instrumenten vertraut, mit denen die Passung zwischen

dem Menschen, seiner Aufgabe, dem organisatorischen Umfeld und

den technologischen Rahmenbedingungen analysiert, herbeigeführt

oder verbessert wird.

Die Erfahrung zeigt, dass Personen ihr Verhalten häufig erst dann verändern

können, wenn sich gleichzeitig die Bedingungen, in denen sie

leben oder arbeiten, verändern. Viele Untersuchungen weisen nach,

dass das Wohlbefinden der Menschen, ihre Motivationen und ihr Leistungsvermögen

eng mit dem Umfeld zusammenhängen. Deshalb hat

in der Angewandten Psychologie die aktive Gestaltung des organisatorischen

und technologischen Umfelds eine zentrale Bedeutung. Die

Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW vertritt diesen bedingungsbezogenen

Denkansatz. Mit diesem Ansatz erhält die Prävention,

mit der negative Folgen durch eine rechtzeitige menschengerechte

Gestaltung der Umwelten vermieden werden sollen, ein grosses Gewicht.

Fachliche Vertiefungen

Im Rahmen des Bachelorstudiums in Angewandter Psychologie vertiefen

Sie die drei folgenden Themenfelder der Arbeits- und Organisationspsychologie:

––

Gesundheit und Gesundheitsförderung in Arbeit und Freizeit

(Gestaltung persönlichkeitsförderlicher Arbeitsbedingungen,

Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung in Betrieben, Absenzenmanagement,

öffentliche Gesundheitsförderung)

––

Sicherheit und Zuverlässigkeit von Prozessen und Technologien

(Sicherheitsmanagement, Unfallverhütung, Sicherheitskultur,

Fehleranalysen, Gestaltung von Mensch-Maschine-Systemen,

Technikgestaltung, Produktgestaltung, Usability, Ergonomie etc.)

––

Kooperation und Einsatz neuer Medien in Arbeit und Bildung

(Analyse und Gestaltung unternehmensinterner und übergreifender

Kommunikations- und Kooperationsprozesse, Teamberatung,

Konfliktbewältigung, Innovations- und Wissensmanagement etc.)

Moderne Didaktik

Während des Studiums arbeiten Sie in sehr unterschiedlichen Lernarrangements,

zum Teil in Kursen von 30 bis 90 Personen, häufiger

in Seminaren, in Projektgruppen oder im Selbststudium. Das Studium

setzt ein besonderes Mass an Engagement, Eigenverantwortung

und Ausdauer voraus. Neben der aktiven Mitarbeit in Vorlesungen,

Seminaren und Projekten ist eine grosse Bereitschaft zum persönlichen

Selbststudium gefordert.

Die Didaktik ist auf projekt- und lösungsorientiertes, erfahrungsgeleitetes

Lernen ausgerichtet. Im Rahmen von zeitlich und inhaltlich

abgegrenzten Projekten entwickeln Sie, von Dozierenden begleitet,

Lösungen für reale Fragestellungen und sammeln dabei Erfahrungen

mit psychologischen Herangehensweisen, Arbeitsmethoden und dem

psychologischen Berufsfeld.

Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen «Anwenden von Wissen

auf die Praxis» und «Wissenserwerb durch Praxis» durch das Bachelor-Studium.

Eckpunkte des Transferlernens sind das experimentalpsychologische

Praktikum und die Projekte, die in einem berufsnahen

Umfeld stattfinden und gleichzeitig auf einem wissenschaftlichen

Fundament aufsetzen.

Im Laufe des Bachelor-Studiums bearbeiten Sie in Begleitung von Dozierenden

drei reale Fragestellungen im Auftrag einer Firma oder Organisation.

Mit diesen drei Projekten erhalten Sie eine ausge zeichnete

Gelegenheit, Ihre im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen

praxisnah zu integrieren und problemzentriert zu ergänzen.

Sie lernen, professionell, zielgerichtet und effizient zu handeln. Am

Ende des Studiums beherrschen Sie dank dieser Projekte die Methoden

und Instrumente des Projektmanagements auf sehr hohem Niveau.

Schliesslich bieten die Projekte Ihnen die Möglichkeit, sich mit

Firmen und Organisationen, den potenziellen Arbeitgebern, zu vernetzen,

mit Fachpersonen aus anderen Disziplinen zusammenzuarbeiten

und die Psychologie als Profession und ihre Bedeutung in der

Gesellschaft zu erfahren.

Letztendlich wird Ihr Studienerfolg garantiert durch fachlich kompetente

Professorinnen und Professoren, die ein echtes Interesse am

Erfolg der Studierenden haben und in kontinuierlichem Kontakt mit

der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft stehen, und durch die

Studierenden selber, die ein hohes Interesse an den Inhalten mitbringen

und hoch motiviert arbeiten.

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Weiterentwicklung der Sozial- und Selbstkompetenzen

In der Angewandten Psychologie sind einige soziale Kompetenzen besonders

wichtig, die es im Bachelor-Studium zu entwickeln gilt. Dazu

gehören im Besonderen:

––

die Fähigkeit, im Team zu arbeiten und konstruktiv mit Fachleuten

anderer Berufsgruppen zusammenzuarbeiten

––

professionell Gespräche zu führen und adressatengerecht zu

kommunizieren

––

die eigene Zuständigkeit zu definieren und gegebenenfalls andere

Fachleute beizuziehen

––

auf widersprüchliche Erwartungen der Kooperationspartner

und -partnerinnen differenziert zu reagieren und die eigenen

Ziele, wie auch diejenigen des Systems oder der Organisation im

Auge zu behalten

––

die Angewandte Psychologie professionell zu vertreten und

anderen gegenüber entsprechend aufzutreten.

Ebenso wichtig ist im Bachelor-Studium die Weiterentwicklung effizienter

Methoden des Selbstmanagements. Gezielt werden die Selbstständigkeit,

die Belastbarkeit, der Umgang mit eigenen Grenzen und

die Lernfähigkeit gefördert. Es wird viel Wert darauf gelegt, berufliches

Handeln aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse, der eigenen

Erfahrung und im Lichte rechtlicher und ethischer Überlegungen

kritisch zu reflektieren und zu evaluieren.

Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen

Als Absolvent, bzw. Absolventin der Angewandten Psychologie arbeiten

Sie in der Regel mit Fachleuten anderer Disziplinen zusammen

(z.B. Ökonomen, Ingenieure). Im Bachelor-Studium werden Sie auf

diese interdisziplinäre Zusammenarbeit vorbereitet. Sie lernen psychologische

Konzepte, Projektpläne und Projektergebnisse gegenüber

Fachleuten anderer Disziplinen zu vertreten und mit ihnen weiterzuentwickeln

(besonders in den drei Projekten).

Internationale Anerkennung

des Studiums

Der Studiengang orientiert sich an den Leitlinien, die die europäischen

Staaten in der Bologna-Deklaration vereinbart haben. Die Studierenden

können ihr Studium auf ihre persönlichen fachlichen

Interessen und Fähigkeiten sowie ihre Lebensumstände (Familie, Finanzierung

des Studiums) ausrichten.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz wendet das ECTS-Punktesystem

an (European Credit Transfer and Accumulation System). Für jedes

erfolgreich abgeschlossene Modul erhalten Sie je nach Zeitaufwand,

der mit dem Modul verbunden ist, eine bestimmte Punktzahl

(für 30 Arbeitsstunden einen Punkt). Das Arbeitspensum der Studierenden

pro Studienjahr entspricht bei Vollzeit 60 Kreditpunkten.

Damit lassen sich die Semester und Prüfungen, die an einer ausländischen

Hochschule absolviert werden, ohne Probleme anerkennen.

Die Hochschule empfiehlt Ihnen ein Semester im Ausland zu absolvieren

und unterstützt Sie dabei aktiv.

Der Studiengang ist durch die zuständigen Eidgenössischen Behörden

genehmigt.

Am Ende Ihres Studiums erhalten Sie ein Diplom, das hohe nationale

und internationale Standards erfüllt.

Zudem absolvieren Sie zehn Prozent Ihres Studiums in einer nichtpsychologischen

Fachrichtung. Mit diesem Teil des Studiums eignen

Sie sich ein anwendungsbezogenes Grundverständnis einer weiteren

Disziplin sowie wichtige Kompetenzen an. Dies bildet eine wichtige

Voraussetzung für die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

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Forschungsprojekt Digitale Medien für Schulklassen im Museum, Verkehrshaus der Schweiz, Luzern


Berufliche Qualifikation

durch das Bachelor-Studium

Der Bachelor-Studiengang Angewandte Psychologie vermittelt Ihnen

die berufliche Qualifikation für ein anspruchsvolles und expandierendes

Berufsfeld. Sie werden dazu befähigt, sowohl in klassischen Themenfeldern

der Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

(Arbeitsgestaltung, Personalauswahl, Personal- und Organisationsentwicklung,

betriebliche Gesundheitsförderung etc.) tätig zu werden,

als auch in jüngeren Themenfeldern, welche aufgrund gesellschaftlicher

und technologischer Entwicklungen mit hoher Geschwindigkeit

für Wirtschaft und Gesellschaft an Bedeutung gewinnen

(Sicherheit und Zuverlässigkeit komplexer sozio-technischer Systeme,

Gestaltung hoch komplexer Kooperationen, präventive Ansätze der

Gesundheitsförderung, Einsatz neuer Medien etc.). Das Bachelor-Studium

vermittelt Ihnen das grundlegende psychologische Fachwissen,

ein ausgezeichnetes methodisches Rüstzeug, einige zentrale Gestaltungs-

und Evaluationsmethoden der Angewandten Psychologie sowie

Sozial- und Selbstkompetenzen. Dadurch qualifizieren Sie sich für

eine berufliche Tätigkeit unter fachlicher Leitung oder in einem Team.

Erst die zweite Stufe des Studiums, die mit dem Master of Science in

Angewandter Psychologie endet, befähigt zu einer selbstständigen, eigenverantwortlichen

psychologischen Berufstätigkeit und zum Leiten

komplexer Projekte oder anderen Führungsaufgaben.

Berufs- und Tätigkeitsfeld der Absolventinnen und Absolventen

Das Bachelor-Studium eröffnet Ihnen ein breites Berufs- und Tätigkeitsfeld.

Zu den möglichen beruflichen Tätigkeiten gehören:

––

Personalauswahl, Personalassessment

––

Personalentwicklung, Vorgesetztenschulung, Mitarbeitendenschulung

––

Teamentwicklung, Teamberatung, Coaching, Supervision

(Konflikte, Kooperation)

––

Organisationsentwicklung und -beratung

––

Innovations- und Wissensmanagement

––

Analyse, Bewertung und Gestaltung unternehmensinterner und

übergreifender Kommunikations- und Kooperationsprozesse

––

Technikgestaltung, Gestaltung von Mensch-Maschine-Systemen,

Usability, Ergonomie

––

Produktgestaltung

––

Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung in Betrieben, Absenzenmanagement

––

Sicherheitsmanagement (Unfallverhütung, Sicherheitskultur,

Fehleranalysen etc.)

––

Öffentliche Gesundheitsförderung

Psychologinnen und Psychologen mit einem Bachelor in Angewandter

Psychologie mit einem Fokus auf Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

werden vor allem von folgenden Unternehmen gesucht:

––

Unternehmen mit grösseren Personalabteilungen, wo Personalauswahl,

Personalschulung, Gesundheitsförderung und Absenzenmanagement

wichtig sind

––

Unternehmen mit Abteilungen für Organisations-, Teamund

/ oder Personalentwicklung

––

international tätige Firmen, die einen erhöhten Bedarf an

Coaching und Beratung von interkulturell zusammengesetzten

Teams haben

––

Unternehmen, die in Teamberatung, Coaching und Unternehmensberatung

tätig sind

––

Unternehmen und Organisationen mit sensiblem Gefährdungspotential

(z.B. Luftfahrt, Kernanlagen, Chemie, Medizin)

––

Beratungsfirmen für Sicherheitsfragen und Unfallverhütung

––

Öffentliche Institutionen der Gesundheitsförderung

––

Organisationen im Sozialversicherungsbereich wie Krankenkassen

oder SUVA (Arbeits- und Gesundheitsschutz)

––

Unternehmen der Softwarebranche oder im Bereich Neue Medien

(partizipative Softwareentwicklung, Schulungskonzepte, Anforderungsanalysen

etc.)

––

Eidgenössische und kantonale Behörden; Behörden in Grossstädten

(Ämter für Gesundheit, Verkehr, Aufsichtsbehörden etc.)

––

Freiberufliche Tätigkeit in Teamberatung, Coaching,

Organisations- und Unternehmensberatung, Unfallverhütung,

Technikgestaltung

––

Fachhochschulen

14

15


Berufschancen

Seit einigen Jahren vollzieht sich in Europa und etwas verzögert in

der Schweiz ein Wandel der psychologischen Berufe. Während früher

Psychologinnen und Psychologen hauptsächlich in der Psychotherapie

beschäftigt waren, wenden sie sich immer mehr arbeits-, organisations-

und personalpsychologischen Tätigkeiten zu. Die Nachfrage

nach psychologisch ausgebildeten Fachleuten für Personalauswahl,

Personalentwicklung, Teamberatung, Organisationsentwicklung und

Unternehmensberatung ist deutlich angestiegen. Psychologinnen

und Psychologen sind immer häufiger im privaten Dienstleistungsbereich

(beispielsweise Banken) oder in Unternehmen tätig, die auf

Personalrekrutierung, Unternehmensberatung oder Organisationsentwicklung

spezialisiert sind.

Gleichzeitig nimmt die Beschäftigung von Psychologinnen und Psychologen

in techniknahen Tätigkeiten zu, beispielsweise in der Technikgestaltung,

um Gebrauchstauglichkeit und (kognitive) Ergonomie

der Produkte sicherzustellen, oder im Sicherheitsbereich von Organisationen

zur Unfallverhütung, zur Förderung der Sicherheitskultur

und Unterstützung von organisationalen Lernprozessen.

Eine Untersuchung der FH Schweiz hat ergeben, dass 70% der Fachhochschulabsolventinnen

und -absolventen in Angewandter Psychologie

sofort nach der Diplomierung eine Stelle gefunden haben; etwa

20% suchten länger als drei Monate («Inline», Zeitschrift der FH

Schweiz, Mai 2007). Mittelfristig wird für Arbeits-, Organisationsund

Personalpsychologinnen und -psychologen – aufgrund der sich

schnell verändernden Unternehmensstrukturen und der weiteren Expansion

vor allem des betrieblichen Weiterbildungssektors – mit einer

positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet. Auch die

Erfahrungen der Hochschule für Angewandte Psychologie der FHNW

bestätigen, dass die Nachfrage der Wirtschaft nach Dienstleistungen

der Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie sehr gross ist.

Dank der breiten Grundlagen- und Methodenkenntnisse, dank der

Praxisnähe der Ausbildung (Transferlernen, Projektmanagement)

und dank der Fähigkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit

sind die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Angewandte

Psychologie der FHNW in einem breiten Tätigkeitsfeld einsetzbar

und auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig.

Weiter suchen Firmen und Organisationen zunehmend ausgebildete

Psychologinnen und Psychologen, die virtuelle Arbeitsprozesse (z.B.

virtuelle Teams), den Einsatz neuer Medien (z.B. Telekonferenzen) oder

interkulturelle Kommunikation und Kooperation unterstützen und

gestalten können.

In Deutschland und der Schweiz zeigen statistische Erhebungen, dass

die Zahl der erwerbstätigen Psychologinnen und Psychologen in den

letzten Jahren angestiegen ist. Jene mit einem Ausbildungsschwerpunkt

in Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie sind im

Vergleich zu anderen Feldern der Psychologie auf dem Arbeitsmarkt

besonders erfolgreich (Arbeitsmarktinformation Psychologie der

Bundesagentur für Arbeit der Bundesrepublik Deutschland (2006),

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für akademische Berufs- und

Studienberatung (2005)).

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Aufbau des Bachelor-Studiums

Die kleinste Einheit des Studiums bildet das Modul, eine Lerneinheit

mit einem bestimmten Lernziel und einer bewertbaren Leistung der

Studierenden. Module mit einem inhaltlichen Zusammenhang bilden

eine Modulgruppe. Das Bachelor-Studium der Angewandten Psychologie

an der FHNW umfasst acht Modulgruppen.

Vollzeit oder Teilzeit

Das Studium ist erfolgreich abgeschlossen, wenn insgesamt 180

ECTS-Punkte erreicht sind und die Abschlussarbeit (Bachelor-Thesis)

akzeptiert ist. Wer in Vollzeit studiert, kann das Studium in drei Jahren

abschliessen (pro Semester durchschnittlich 30 ECTS-Punkte). Im

Teilzeitmodus werden pro Semester weniger als 30 Kreditpunkte erreicht.

Dann verlängert sich das Studium entsprechend (auf höchstens

6 Jahre). Im Vollzeitstudium beträgt die Jahresarbeitszeit im

Durchschnitt 1800 Stunden. Bei einem Teilzeitstudium in 4 Jahren reduziert

sie sich auf 1200 Stunden.

Für Vollzeit- und Teilzeitstudierende finden die Lehrveranstaltungen

tagsüber von Montag bis Freitag (ausnahmsweise auch samstags)

statt. Sie besuchen die gleichen Module. Der Stundenplan wird so gestaltet,

dass die Teilzeitstudierenden das Studium in 4 Jahren abschliessen

können, wenn sie pro Woche jeweils drei Tage für das

Kontaktstudium freihalten. Für Teilzeitstudierende finden die Lehrveranstaltungen

in den ersten zwei Semestern Montag, Dienstag und

Mittwoch und ab dem dritten Semester Mittwoch, Donnerstag und

Freitag statt.

Die folgende Darstellung führt die acht Modulgruppen mit den dazu

gehörigen Modulen und ECTS-Punkten auf.

Die aktuellen Modulbeschreibungen mit Ausführungen zum Niveau,

den Lernkompetenzen und Modulinhalten sind aufgeführt unter:

www.fhnw.ch/aps/bscmodule

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Inhaltlicher Aufbau des Studiums

Modulgruppen und Module mit ECTS-Punkten

ECTS

Modulgruppen und Module mit ECTS-Punkten

ECTS

Modulgruppe 1:

Wissenschaftlich psychologische Grundlagen 29

Einführung in die Psychologie 1

Allgemeine Psychologie 1 5

Allgemeine Psychologie 2 5

Differentielle- und Persönlichkeitspsychologie 3

Psychopathologie 3

Sozialpsychologie 6

Entwicklungspsychologie 3

Biopsychologie 3

Modulgruppe 2:

Wissenschaftlich fundiertes Arbeiten 10

Erkenntnistheorie 1

Wissenschaftliches Arbeiten und Präsentieren: Proseminar 3

Experimentalpsychologisches Praktikum 6

Modulgruppe 3:

Methoden der anwendungs-orientierten Forschung und diagnostische Verfahren 30

Pflicht 30

Einführung in die Methoden der quantitativen Sozialforschung 3

Statistik 6

Elektronische Datenerhebung und -auswertung 3

Fragebogenentwicklung 3

Einführung in die Methoden der qualitativen Sozialforschung 3

Qualitative Datenerhebung 3

Qualitative Datenanalyse 1 3

Testaufbau und -analyse 3

Eignungsdiagnostik 3

Wahlmodul

Instrumente der Personalpsychologie 3

Qualitative Datenanalyse 2 3

Modulgruppe 4:

Anwendungsfächer: Basismodule 12

Pflicht 12

Einführung in Organisations-, Arbeits- und Personalpsychologie 6

Arbeitsanalyse und -gestaltung 6

Organisations- und Teamentwicklung 3

Wahlmodul

Usability 3

Modulgruppe 5:

Anwendungsfächer: Aufbaumodule 18

Probleme der Sicherheit und Zuverlässigkeit 3

Arbeit und Gesundheit 3

Medienpsychologie 3

Mensch-Technik-Sicherheit 3

Psychologie der betrieblichen Gesundheitsförderung 3

Kooperation und neue Medien 3

Modulgruppe 6:

Berufsfeldbezogene Handlungskompetenzen 15

Pflicht 6

Projektmanagement 3

Berufsfelderkundung 3

Wahlpflicht 9

Verhandeln 3

Evaluationsmethoden 3

Kommunikation und Konflikt 3

Grundlagen der Beratung 3

Moderation von Workshops und Gruppen 3

Modulgruppe 7:

Module aus anderen Studienrichtungen 24

Pflicht 6

Ethik psychologischen Arbeitens 3

Grundlagen des Rechts 3

Wahlpflicht 18

Konvergenzmodul BWL, Majors und Minors der HSW 18

andere Module wie Englisch, Ringveranstaltung, Insight China u.ä.

Modulgruppe 8:

Projekte und Praktikum 39

Semesterarbeit 1 4

Projektarbeit 8

Semesterarbeit 2 3

Projektpraktikum 12

Bachelor Thesis 12

Total 180

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21


Modulgruppe 1 bis 3:

Grundlagen, wissenschaftliches Arbeiten und Methoden

Die Modulgruppen 1 bis 3 handeln von den Grundlagen der wissenschaftlichen

Psychologie. In diesen Modulen werden Ihnen grundlegende

Konzepte, Theorien und Ergebnisse der wissenschaftlichen

Psychologie, Regeln der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung

und Methoden der psychologischen Datengewinnung und Datenauswertung

vermittelt. Sie lernen die verschiedenen theoretischen Ansätze

und Denktraditionen der Psychologie und die Forschung in den

klassischen Themenfeldern der Psychologie kennen. Sie setzen sich

mit den psychischen Funktionen wie Wahrnehmung, Denken, Emotionen

und Lernen, mit stabilen Differenzen zwischen Menschen, mit

der biographischen Entwicklung von Menschen, mit dem Zusammenhang

zwischen biologischer Ausstattung und Verhalten und mit zwischenmenschlichen

Beziehungen auseinander. Sie beschäftigen sich

mit den klassischen Methoden der Psychologie, mit Fragebogenuntersuchungen,

Interviewtechniken, Beobachtungsmethoden, Auswertungsmethoden,

edv-gestützten Verfahren sowie mit diagnostischen

Verfahren. Diese Methodenmodule befähigen Sie, psychologische

Fachliteratur zu lesen, selber in der Forschung mitzuarbeiten oder

selbstständig kleinere Projekte durchzuführen. Sie tragen aber auch

wesentlich zur Qualifizierung für eine professionelle psychologische

Praxis bei.

Modulgruppe 4 bis 6:

Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

mit Vertiefungen

Während die Modulgruppe 4 in die Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie

einführt, sind in Modulgruppe 5 die Vertiefungen

innerhalb der Arbeits- und Organisationspsychologie (Gesundheit,

Sicherheit und Kooperation) Thema.

In diesen Modulen werden Ihnen neben den theoretischen Perspektiven

und Begriffen auch Vorgehensweisen und Arbeitsmethoden der

Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie vermittelt (z.B. Aufgabenanalyse,

Organisationsanalyse, Belastungsanalyse). In den Modulen

der Modulgruppe 6 stehen zusätzlich Handlungskompetenzen

im Vordergrund, denen im Berufsfeld der Arbeits-, Organisations- und

Personalpsychologie ganz grundlegende Bedeutung zukommt. Dazu

gehören Präsentationstechniken, Evaluationsmethoden, Konfliktbewältigungsverfahren

oder Workshopverfahren.

Den Kern der Methodenausbildung bildet das Projektmanagement.

Hier werden die Eingrenzung der vom Auftraggeber formulierten

Problemstellung auf eine lösbare und strategisch sinnvolle Fragestellung,

die Planung des Projektverlaufs und das Zeitmanagement

ebenso geübt wie das Dokumentieren von Projektschritten und Resultaten,

das Reporting und Präsentieren.

Das Modul Berufsfelderkundung gibt den Studierenden Gelegenheit,

ihr zukünftiges Berufsfeld, den entsprechenden Arbeitsmarkt und

die Organisationen der psychologischen Berufe breit zu erkunden.

Modulgruppe 7:

Module anderer Studienrichtungen

Zehn Prozent des Studiums absolvieren Sie ausserhalb der Angewandten

Psychologie (Modulgruppe 7). Das gesamte Angebot der

FHNW steht dafür offen. Doch empfiehlt die Hochschule, diese Module

in der Hochschule für Wirtschaft zu belegen. Das empfiehlt sich insbesondere

für jene Studierenden, die nach dem Studium in einem

betriebsökonomisch geprägten Umfeld arbeiten werden. Das betriebsökonomische

Grundwissen wird Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt

verbessern und die Kooperation mit den Fachleuten aus der Betriebsökonomie

wesentlich erleichtern.

Modulgruppe 8:

Projekte und Praktikum

In Modulgruppe 8 bieten drei Projekte Gelegenheit zum Transferlernen.

Im ersten Projekt, das bei Vollzeit im dritten Semester durchgeführt

wird, lernen Sie, konkrete Problemsituationen mit den zuvor

erworbenen psychologischen Begriffen zu verstehen und mit den neu

gelernten Methoden der Sozialforschung und den Analysemethoden

der Angewandten Psychologie zu beschreiben.

Im Projektpraktikum stehen Ihnen weitere psychologische Kenntnisse

und Methoden zur Verfügung, die sie für die Lösung des ihnen

gestellten praktischen Problems einsetzen können. Im letzten Jahr

fertigen Sie die Abschlussarbeit an, bei der es eine reale Problemstellung

mit den Mitteln der im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten

zu lösen gilt (Bachelor-Thesis).

Sie können beim Transferlernen ihre Sozial- und Selbstkompetenzen

besonders wirksam weiter entwickeln.

22

23


Struktur des Studienjahres

Übersicht

Semester

Kalenderwoche

Kontaktstudium

Prüfungsvorbereitung

Prüfungen

Herbstsemester

38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 01 02 03 04 05 06 07

Frühlingssemester

08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37

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Vom Bachelor zur Psychologin und

zum Psychologen

Psychologin / Psychologe werden mit dem Master of Science in

Angewandter Psychologie

Als Absolventin oder Absolvent des Bachelor-Studiengangs können

Sie gleich nach dem Bachelor-Abschluss oder nach einigen Jahren der

psychologischen Berufstätigkeit ein Master-Studium beginnen. Die

FHNW bietet Ihnen einen wissenschaftlich fundierten und praxisorientierten

Master-Studiengang in Angewandter Psychologie mit

Fokus auf Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie an.

Er bietet Spezialisierungen in folgenden Vertiefungsrichtungen:

––

Arbeits- und Organisationspsychologie

––

Betriebliches Gesundheitsmanagement

––

Personalpsychologie

––

Human Factors

––

Medienpsychologie

––

Neue Medien

Das Master-Studium ist die richtige Wahl, wenn Sie

––

Das Ziel haben, für komplexe psychologische Problemstellungen

in anspruchsvollen Leitungs- und Führungspositionen Verantwortung

zu übernehmen,

––

Herausforderungen in interdisziplinären Projektverbünden und

in Kooperation mit Hochschulen angehen und lösen wollen,

––

den Sprung in die Selbständigkeit anstreben, um Ihre Vision einer

eigenständigen Existenz zu verwirklichen,

––

Ihr im Bachelor-Studium erworbenes Wissen sowie Ihre fachlichen

und methodischen Kompetenzen vertiefen wollen,

––

sich gemäss dem Psychologieberufe-Gesetz als «Psychologin /

Psychologe» bezeichnen und in Fachverbänden als Vollmitglied

tätig sein wollen.

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Forschungsprojekt Digitale Medien für Schulklassen im Museum, Verkehrshaus der Schweiz, Luzern

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Abschluss des Masterstudiums

Das Masterstudium wird abgeschlossen mit dem Titel «Master of Science

in Angewandter Psychologie mit Vertiefung in Arbeits-, Organisations-

und Personalpsychologie». Der Studiengang ist vom Eidge -

nössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD seit dem 30.1.2012

akkreditiert und erfüllt die Qualitätsstandards gemäss EVD. Der Master

umfasst 120 ECTS. Er entspricht dem universitären Master-

Abschluss in Psychologie und ist diesem gleichgestellt. Der

Master-Abschluss berechtigt zum Führen des Berufstitels «Psychologin

/Psychologe» gemäss dem neuen Psychologieberufe-Gesetz. Der

Abschluss ist von den Schweizerischen Berufsverbänden (SGAOP, FSP,

SBAP) anerkannt und eröffnet den Zugang zu zahlreichen psychologischen

Fachausbildungen / Fachtiteln. Er eröffnet auch die Chance

auf eine akademische Karriere (z.B. Promotion an einer Universität

und leitende Tätigkeiten in Forschung und Lehre). Unser Master erfüllt

ebenfalls die Standards der «European Federation of Psychologists’

Associations (EFPA)», die europaweit für Ausbildungen gelten,

die für eine professionelle psychologische Berufstätigkeit qualifizieren.

Mit 300 ECTS aus Bachelor und Master in Psychologie ist unser

Master damit international anschlussfähig (z.B. für ein Europäisches

Zertifikat in Psychologie nach EuroPsy).

Weitere Informationen

Das Master-Studium startet jährlich im September (Kalenderwoche

38). Pro Jahr werden 30 Studienplätze vergeben. Der Master umfasst

120 ECTS und kann in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden. Das

Kontaktstudium findet jeweils am Montag, Dienstag und Donnerstag

statt.

Weitere Informationen zum Master finden Sie auf unserer Website:

www.fhnw.ch/aps/master

3-stufiges Hochschulstudium nach Bologna

Die Bologna Deklaration gliedert das Hochschulstudium in drei Stufen.

Die erste Stufe schliesst mit dem Bachelorgrad ab, die zweite mit

dem Master und die dritte mit der Promotion. Beim Studiengang in

Angewandter Psychologie ist der erste Schritt der Bachelor of Science

in Angewandter Psychologie. Dieser Titel ist für den ersten Hochschulabschluss

weltweit gebräuchlich. Ein Bachelorabschluss kann

für die berufliche Qualifikation von psychologischer Seite her durchaus

genügen. Die / der Betreffende darf sich zwar nicht «Psychologe»

nennen, aber etwa «psychologische Unternehmensberaterin». Wenn

Sie aber «Psychologin / Psychologe» nach Psychologieberufe-Gesetz

(PsyG) werden möchten und sich für ein stark wachsendes, zunehmend

professionalisiertes und innovatives Berufsfeld qualifizieren

möchten, dann wird ein Master-Studium in Psychologie vorausgesetzt.

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29


Zulassungsbedingungen und -verfahren

Zugelassen werden Bewerber und Bewerberinnen, die eine der folgenden

Qualifikationen mitbringen:

––

anerkannte Berufsmaturität (alle Richtungen)

––

anerkannte gymnasiale Matura

––

anerkannte Fachmaturität (alle Berufsfelder)

––

Lehrdiplom das zum Hochschulstudium berechtigt

––

Diplom einer anerkannten Höheren Fachschule für eine Übergangsfrist

bis zum 31. August 2014 eine anerkannte mind.

3-jährige Diplom- oder Fachmittelschule

Zusätzlich müssen Kandidatinnen und Kanditaten folgend Kriterien

erfüllen:

––

Nachweis einer mindestens einjährigen Arbeitserfahrung bei

mindestens 80%. Sie kann innerhalb oder ausserhalb des Tätigkeitsfeldes

der Angewandten Psychologie geleistet werden.

Arbeitserfahrung während der Lehre, Erziehungszeiten und

Militärdienst werden angerechnet.

––

Vollendetes 20. Lebensjahr bei Studienbeginn.

Bei Vorliegen eines ausländischen Abschlusses im nichtdeutschsprachigen

Raum muss ein Zertifikat des Goethe-Instituts vorgelegt werden.

z.B. Goethe-Zertifikat C1, Zentrale Mittelstufenprüfung.

Zulassungsbedingungen für Interessenten mit deutscher

Hochschul- oder Fachhochschulreife

Für Bewerber / innen mit deutscher Hochschul- oder Fachhochschulreife

wird ein Notendurchschnitt von 1.5 oder besser vorausgesetzt.

Der Abschluss muss zum Zeitpunkt der Anmeldung bereits vorliegen.

Zusätzliche Paxiserfordernis: 1 Jahr Berufserfahrung.

Wer die formalen Zulassungsbedingungen erfüllt, wird zu einem Bewerbungsgespräch

eingeladen. Dieses dient der Abklärung der persönlichen

Eignung für das Studium und die Praxis der Angewandten

Psychologie.

Die Zulassung zum Studium hängt vom persönlichen Bewerbungsgespräch

und von den Qualifikationen ab, die in den schriftlichen Anmeldeunterlagen

aufgeführt und belegt sind. Wer keinen Studienplatz

zugesprochen erhält, kann sich frühestens nach 2 Jahren wieder bewerben.

Informationsveranstaltungen

Informieren Sie sich an einer der monatlich stattfindenden Informationsveranstaltungen

über Inhalt und Ablauf des Studiums. Die Teilnahme

an einer solchen Veranstaltung wird für die Anmeldung

vorausgesetzt.

Anmeldeunterlagen werden an diesen Informationsveranstaltungen

abgegeben oder können im Ausbildungssekretariat bezogen werden:

sarah.prieth@fhnw.ch, T +41 62 957 23 82

Online-Anmeldung unter:

www.fhnw.ch/aps

Zulassungsbedingungen für ausgeschlossene Studierende

der Universitäten

Studierende, welche an Universitäten vom Psychologiestudium ausgeschlossen

wurden, können sich bei der Hochschule für Angewandte

Psychologie nicht für das Studium bewerben.

30

31


Termine

Informationsveranstaltungen

Die Termine der Informationsveranstaltungen finden Sie im Internet:

www.fhnw.ch/aps

Voranmeldung für die Informationsveranstaltung ist erwünscht:

online: www.fhnw.ch/aps

oder sarah.prieth@fhnw.ch, T +41 62 957 23 82

Bewerbungsgespräche

In jedem Studienjahr finden jeweils im November, Februar und April

Bewerbungsgespräche statt.

––

Eignungsgespräche Kalenderwoche 45 + 46

––

Eignungsgespräche Kalenderwoche 8 + 9

––

Eignungsgespräche Kalenderwoche 16 + 17

Pro Gesprächstermin können maximal 64 Anmeldungen berücksichtigt

werden. Diese werden fortlaufend nach Poststempel bearbeitet.

Melden sich mehr als 64 Personen für einen Gesprächstermin an,

werden die Überzähligen für die nächste Runde eingeladen.

Anmeldeunterlagen können erst nach dem obligatorischen Besuch

der Informationsveranstaltung eingereicht werden.

32


Allgemeine Informationen

Stipendien und Studiendarlehen

Wir empfehlen Ihnen, vor Studienbeginn ein Budget für die ganze

Studienzeit zu erstellen. Können die Gesamtkosten nicht gedeckt

werden, besteht die Möglichkeit, ein Stipendium oder ein Studiendarlehen

zu beantragen. Stipendien sind Studienbeiträge, die nicht zurückbezahlt

werden müssen, während Studiendarlehen mit günstigen

Konditionen nach dem Studienabschluss zurückbezahlt werden müssen.

Studierende wenden sich direkt an die Stipendienstelle ihres

Kantons oder an private Stiftungen.

Militärdienst oder Zivildienst während des Studiums

Wir empfehlen Ihnen unbedingt, die Rekrutenschule vor Beginn des

Studiums vollständig zu absolvieren. Während des Studiums ist dies

nur noch mit zum Teil gravierenden Absenzen oder mit einer Verlängerung

der Studiendauer um ein Jahr möglich. Dies gilt auch für einen

allfälligen Unterbruch der Rekrutenschule und Teilabsolvierung

während des Studiums.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage:

www.vtg.admin.ch/internet/vtg/de/home/militaerdienst.html

Leitung der Hochschule für Angewandte Psychologie

Direktor

Prof. Dr. Heinz Schüpbach

Leitung Zentrum für Ausbildung (ZfA)

Studiengangleitung Bachelor

Prof. Dr. Gerhard Guttropf

Studiengebühren und Auslagen

Semestergebühr 1

CHF 700.– pro Semester

Einschreibegebühr CHF 200.–

Diplomgebühr CHF 300.–

Beitrag zu Kopien und Verbrauchsmaterial CHF 100.– pro Semester

Die Semestergebühr gilt für alle Studierenden, welche ihren Wohnsitz

im Sinne der Interkantonalen Fachhochschulvereinbarung in der

Schweiz oder in EU-Staaten haben. Für andere Studierende auf Anfrage

2 .

1 Das Schulgeld berechtigt zum Besuch des gesamten Lehrangebots der FHNW gemäss den

jeweils geltenden Studienführern, unabhängig davon, in welcher Fachrichtung der oder die

Studierende aktuell eingeschrieben ist.

2 Das Schulgeld richtet sich nach den Ansätzen der Interkantonalen Fachhochschulvereinbarung,

die regelmässig angepasst werden. Erkundigen Sie sich bitte beim Ausbildungssekretariat

über die aktuellen Beiträge.

Für nicht an der FHNW immatrikulierte Personen, welche in einzelnen

Modulen von Bachelor-Studiengängen als Hörerinnen oder Hörer

aufgenommen werden, wird eine Gebühr erhoben. Erkundigen Sie

sich bitte im Ausbildungssekretariat.

34

35


Adresse und Ortsplan

Olten

A1/A2 von Zürich, Luzern

Aare

Sälistrasse

Aarburgerstrasse

Alte Brücke

Altstadt

Baslerstrasse von Basel

Amthausquai

Froburgstr. A2/A1 von Basel, Bern

P

3

4

Bahnhofsbrücke

Theodor-Schweizer-Weg*

Reiserstrasse

P

Louis-Giroud-Strasse*

2

1

Hotel

Arte

Riggenbachstrasse

Bifangstrasse

Von Roll-Strasse

Aarauerstrasse

5

Unterführungsstrasse

Rosengasse

Tannwaldstrasse

Bahnhofquai Gösgerstrasse

Bahnhof Olten (SO)

A

Neuhardstrasse

Krummackerweg

von Aarau

Florastrasse

Martin-Disteli-Strasse

1 Riggenbachstrasse 16 2 Halle 20 3 Sälipark, Louis-Giroud-Strasse 26

4 Von Roll-Strasse 10 5 Tannwaldstrasse 2

P Parkplätze Zufahrt via Sälistrasse

A Ausgang nach Gleis 12 Fachhochschule / Bifang / Berufsschulen

* Nur Fussweg

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Riggenbachstrasse 16

4600 Olten

www.fhnw.ch

36


Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung hat hohe

Priorität. Die FHNW entwickelt Forschungsprojekte mit Partnern aus

Wirtschaft, Industrie, Kultur und Verwaltung sowie mit Institutionen

im In- und Ausland.

Die grossen Stärken der FHNW sind Innovation, interdisziplinäre Zusammenarbeit,

internationalen Partnerschaften und eine kollegiale

Atmosphäre, von der Studierende, Dozierende und Mitarbeitende

gleichermassen profitieren.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW hat sich als eine der innovationsstärksten

Fachhochschulen der Schweiz etabliert. Sie ist national

und international ausgerichtet und gleichzeitig in der Region

gut verankert. Angesiedelt in Aarau, Basel, Brugg-Windisch, Liestal,

Muttenz, Olten und Zofingen, besteht die FHNW aus folgenden Bereichen:

––

Angewandte Psychologie

––

Architektur, Bau und Geomatik

––

Gestaltung und Kunst

––

Lehrer- und Lehrerinnenbildung

––

Life Sciences

––

Musik

––

Soziale Arbeit

––

Technik

––

Wirtschaft

Alle neun Hochschulen bieten Ausbildung, Weiterbildung, anwendungsorientierte

Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen

für Dritte an (gemäss Leistungsauftrag mit den Trägerkantonen).

Die Studiengänge sind praxisorientiert und auf die Anforderungen

des Marktes ausgerichtet. Je nach Studiengang können sie in Vollzeit,

Teilzeit, berufsbegleitend, praxisbegleitend oder in Kombination absolviert

werden. In allen Bereichen sind sowohl Bachelor- als auch

Master-Programme im Angebot.

Die Weiterbildungen sind vielfältig: Master of Advanced Studies MAS,

Weiterbildungs-Diplomlehrgänge (Diploma of Advanced Studies DAS),

Zertifikatskurse (Certificate of Advanced Studies CAS), Fachseminare

und Tagungen. Mit diesen Programmen hat sich die FHNW ein exzellentes

Renommee geschaffen.

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Adressen / Kontaktpersonen

Postadresse:

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Hochschule für Angewandte Psychologie

Riggenbachstrasse 16

4600 Olten

Campus-Neubau

Ausbildungssekretariat

Sarah Prieth

Von Roll-Strasse 10

4600 Olten

T +41 62 957 23 82

F +41 62 957 25 98

sarah.prieth@fhnw.ch

www.fhnw.ch/aps/bachelor

Konzept und Gestaltung: Büro für Kommunikationsdesign FHNW

Fotografien: Christian Aeberhard, Basel, Thomas Entzeroth, Zürich

Mai 2013

Auflage: 3‘000 Exemplare

© Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Angewandte Psychologie

Änderungen vorbehalten


Folgende Hochschulen der Fachhochschule

Nordwestschweiz FHNW bieten Bachelor-Studiengänge an:

– Hochschule für Angewandte Psychologie

– Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik

– Hochschule für Gestaltung und Kunst

– Hochschule für Life Sciences

– Musikhochschulen

– Pädagogische Hochschule

– Hochschule für Soziale Arbeit

– Hochschule für Technik

– Hochschule für Wirtschaft

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Hochschule für Angewandte Psychologie

Riggenbachstrasse 16

4600 Olten

T +41 (0)848 821 011

F +41 62 957 25 95

info.aps@fhnw.ch

www.fhnw.ch/aps/bachelor

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