Stadtmagazin "Wir sind Attendorn" - Ausgabe 1(Das komplette ...

attendorn.de

Stadtmagazin "Wir sind Attendorn" - Ausgabe 1(Das komplette ...

DAS MAGAZIN

FÜR DIE HANSESTADT.

1. Ausgabe

Juni 2013


2 WIR SIND ATTENDORN

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Attendorner und Gäste unserer Stadt,

Sie kennen den Duft, der einem beim

ersten Aufschlagen eines frisch gedruckten

Buches oder Magazins um

die Nase weht. Diese besondere Geruchsmischung

aus Papier und Druckfarbe,

die einen gefangen nimmt.

Nicht nur für Modezar Karl Lagerfeld

ist dieser Duft „der beste der Welt“.

Ich hoffe, Sie empfinden dies in diesem

Moment genauso, denn Sie halten die

erste Ausgabe des neuen Stadtmagazins

Wir sind Attendorn“ in Ihren

Händen.

Sicher erinnern auch Sie sich noch

gerne an unser Stadtfest im vergangenen

Jahr zurück. Das Motto „Wir sind

Attendorn“ wurde an zwei Tagen intensiv

in unserer Stadt gelebt. Diese

Aufbruchstimmung in unserer Stadt

und dieses „Wir-Gefühl“ möchten wir

mit und in diesem Stadtmagazin in

Worte und Bilder fassen.

Zu „Wir sind Attendorn“ gehört auch

die bekannte Plakataktion „Wir geben

unserer Stadt ein Gesicht“, an der sich

vor und nach dem Stadtfest viele Vereine,

Unternehmen und Gruppen beteiligt

haben. Das Titelbild der Erstausgabe

dieses Stadtmagazins greift diese

Idee auf. Über diese Bilder hinaus

möchten wir Ihnen in unserem Magazin

nach und nach die Menschen, Institutionen

und Vereine noch näher bringen,

die unserer Heimatstadt dieses

unverkennbare Gesicht geben.

Für die Realisierung des Projektes

danke ich allen Verantwortlichen der

RK online Verlag GmbH sowie meinen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im

Rathaus. Es steckt eine Menge Arbeit

in diesem Magazin! Und natürlich

danke ich ganz besonders allen Inserenten,

ohne deren Mitwirken dieses

Heft nicht hätte entstehen können.

Da es über unsere Stadt viel zu erzählen

gibt, ist es unsere Absicht, Ihnen

dieses Stadtmagazin mehrmals im

Jahr zu präsentieren. Dabei können

und sollen Sie sich aktiv in die Gestaltung

der Inhalte einbringen! Nehmen

Sie einfach Kontakt mit der Redaktion

auf, wenn Sie eine Idee haben. Schließlich

heißt es ja: „Wir sind Attendorn“!

Allen Leserinnen und Lesern wünsche

ich nun gute Unterhaltung.

Ihr

Wolfgang Hilleke

(Bürgermeister

der Hansestadt Attendorn)

I N H A L T

Einblicke in den Biggedamm 3

Interview mit Kämmerer Klaus Hesener 8

Ein Tag im Knast 11

Knieoperation live im Krankenhaus St. Barbara 16

Mehrgenerationenspielplatz für Attendorn 20

Die Rettungshundestaffel Südwestfalen 24

Hoch über der Bigge 28

Attendorn – Damals & Heute 32

„Eine unglaublich staubige Angelegenheit“ 33

Attendorn – Damals & Heute 37

Ideen von der Zukunft – science.fiction.future 38

Schützen in den Startlöchern… 40

Attendorner Gauklerfest 42

Attendorn – Zahlen, Daten, Fakten 46

„Attendorn – Wunderland“ 47


WIR SIND ATTENDORN

3

Einblicke in den Biggedamm

Wenn

172 Millionen

Kubikmeter

Wasser

drücken…

Hinter verschlossene Türen blicken – wer

macht das nicht gerne? Unser Magazin

durfte tief in die Erde, weit unter den

Wasserspiegel der Bigge und hatte

dadurch Einblick in die Technik des

Biggedamms, in die Funktionen der

wunderschönen und wichtigen Talsperre.

Diese Türen sind aus Sicherheitsgründen

seit einigen Jahren für Besucher

verschlossen und dadurch ist dieser

einzigartige Einblick sicherlich noch

interessanter geworden.

Von Anette Leusmann

Die Attendorner können mit

Stolz behaupten, dass sie in einer

Region wohnen, wo Jahr für

Jahr viele Menschen ihren Urlaub

verbringen. Attendorn ist

wegen einiger Touristenattraktionen

weit über die Grenzen

hinaus bekannt. Eine davon ist

die Biggetalsperre oder auch

Biggesee genannt. Die Biggetalsperre

liegt zwischen den Städten

Olpe und Attendorn. Sie ist

17 Kilometer lang, 2 Kilometer

breit und liegt auf einer Höhe

von etwa 300 Meter. Mit einem

Fassungsvermögen von etwa 172

Millionen Kubikmeter Wasser ist

sie volumenmäßig die größte

Talsperre Westfalens und sogar

die fünftgrößte Deutschlands.

Die Talsperre bietet optimale

Möglichkeiten zum Wassersport

und ist einem breiten Netz an

Wander- und Radwegen angegliedert,

wodurch sie einen

großen Anziehungspunkt für

Einheimische und Urlauber bildet.

Doch ihre eigentliche Funktion

liegt in der Trinkwasserversorgung

für das Ruhrgebiet. Die

Wasserversorgung des Ballungsraumes

Ruhrgebiet erfolgt

hauptsächlich durch die Entnahme

von Wasser aus der Ruhr.

Auf Grund der schwankenden

natürlichen Wasserführung des

Flusses und der Wasserverluste

durch das Überpumpen in benachbarte

Flussgebiete ist die

gleichbleibende Bedarfsdeckung

nur mit dem Betrieb von Talsperren

an den Nebenflüssen der

Ruhr möglich. Diese speichern in

abflussreichen Zeiten Wasser, das

in Zeiten geringerer natürlicher

Wasserführung als Zuschusswasser

abgegeben wird. Die Talsperren

dienen damit einerseits als

Hochwasserschutz und andererseits

der Wasserzufuhr der Ruhr

in Trockenzeiten. Für die Wasserversorgung

des Ruhrgebiets und

die Talsperren, inklusive Bau und

Pflege, ist der Ruhrverband

ebenso verantwortlich wie für

Bau, Betrieb und Unterhalt von

69 Kläranlagen zur Abwasserreinigung

im Verbandsgebiet. Der

Ruhrverband wurde vor genau

100 Jahren gegründet.

Der Biggedamm bei Attendorn: Der Bau begann

im Jahre 1956 und wurde 1965 beendet.

Heute hält das Bauwerk bis zu 172 Millionen

Kubikmeter Wasser zurück.


4 WIR SIND ATTENDORN

Einblicke in den Biggedamm

Zwei Talsperren

im Einklang

Die Biggetalsperre wurde in den Jahren

1956 bis 1965 gebaut. An jedem Zufluss

der Talsperre befindet sich ein Vorstaubecken.

Diese Vorsperren sind in Eichhagen,

im Dumicketal, im Bremgetal und

im Bieketal bei Kessenhammer. Die zufließenden

Gewässer tragen abhängig

von der Zuflussmenge, Sedimente aus

den Flussläufen in den Talsperren ein.

Diese natürlichen Stoffe werden in den

Vorstaubecken zurückgehalten und verhindern

die Verlandung der Talsperre.

Außerdem ist der Wasserspiegel in den

Vorstaubecken fast immer gleich. Somit

bieten diese Vorbecken einen optimalen

Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Durch den Bau der Biggetalsperre

wurde die Listertalsperre, welche bereits

im Jahr 1912 fertiggestellt wurde, ebenfalls

zum Vorstaubecken und nun betrieblich

in die Biggetalsperre einbezogen.

Durch die Biggetalsperre wird die

etwa 40 Meter hohe Listerstaumauer von

der Luftseite bis zu zwei Dritteln eingestaut.

Die Wasserspiegeldifferenz zwischen

Listertalsperre und Biggetalsperre

wird kraftwirtschaftlich genutzt. Durch

die Turbine des Turmkraftwerkes laufen

maximal 9000 Liter Wasser pro Sekunde.

Somit können im Jahr 550 Familien mit

umweltfreundlichem Strom versorgt werden.

Außerdem entnehmen die Kreiswerke

Olpe aus der Listertalsperre einen

großen Teil des für die Versorgung ihres

Gebietes benötigten Wassers. Die Listermauer

wurde von 2006 bis 2008 umfassend

saniert. Der Kronenbereich wurde

durch Betonteile erneuert und verstärkt,

dadurch konnte der Fahrbahnüberbau

gesichert werden. Ebenso wurde eine

Abwasserleitung über das Bauwerk geführt,

die den Listerrandkanal an den

Biggerandkanal anschließt und die gesammelten

Abwässer der Kläranlage Biggetal

bei Ahausen zuführt. Bei ergiebigen

Regenfällen bietet die Listermauer

immer wieder ein eindrucksvolles und in

der Umgebung einzigartiges Bild, wenn

das Wasser von der Listertalsperre als tosender

Wasserfall über den Mauerrücken

in die Biggetalsperre strömt. Das kommt

allerdings nicht sehr häufig vor.

Die Art des Überlaufs unterscheidet sich

gravierend von der Hochwasserentlastung

des Biggedamms in Waldenburg.

Der Biggedamm ist ein 650 Meter langes

und 50 Meter hohes Absperrbauwerk,

oberhalb der Stadt Attendorn bei Gut

Ewig. Es riegelt die zwei durch einen

Höhenrücken getrennten Täler der Ihne

und der Bigge ab. Der Dammkörper ist

eine Anschüttung von Steinen mit einem

Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern

mit einer zweilagigen Oberflächendichtung

aus Asphaltbeton. Besonders die

obere Asphaltschicht ist auf Grund von

Temperaturunterschieden, Sonne und

Frost einer großen Belastung und somit

dem natürlichen Verschleiß ausgesetzt.

Zwischen den beiden Asphaltdecken

wurde eine Drainageschicht aus bituminiertem

Schotter angeordnet. Diese

Schicht ist in Richtung der Falllinie durch

Asphaltbetonriegel in zehn Meter breite

Felder unterteilt, die über Entwässerungsrohre

mit dem tiefliegenden Kontrollstollen,

der seit einigen Jahren aus

Haftungsgründen nicht mehr für Besuchergruppen

zugänglich ist, verbunden

sind. Damit lassen sich eventuelle Schäden

der oberen Dichtungslage schnell

Die Wasserspiegeldifferenz zwischen Listertalsperre und

Biggetalsperre wird kraftwirtschaftlich genutzt. Die

Listermauer wurde von 2006 bis 2008 umfassend saniert.


Einblicke in den Biggedamm

WIR SIND ATTENDORN

5

durch Wasseraustritte im Kontrollgang

erkennen und lokalisieren. Der Damm

wird durch ein Kronensicherungsbauwerk

aus Stahlbeton sowie eine Bremszone

aus Bitumen im Kernbereich verstärkt,

wodurch eine Erosion auch bei

undichter Oberflächendichtung verhindert

würde. Die Dichtung des Absperrbaudamms

wird unterhalb des Kontrollgangs

durch Einpressung von Zement bis

in 60 Meter Tiefe als Dichtungsschleier

mit einer Fläche von 50.000 Quadratmetern

fortgesetzt. Drainagebohrungen

bieten eine Kontrollmöglichkeit für die

Wirksamkeit der Abdichtung des Untergrunds.

„Dämme sind von der Konstruktion

her unempfindlicher sowie einfacher

herzustellen und zu warten als eine

Mauer, aber man braucht auch sehr viel

mehr Material, was den Einsatz eines

großen Maschinenparks bedeutet“, erklärt

Stefan Klahn vom Ruhrverband.

Zum Schutz

vor Hochwasser

Da Dammbauwerke auf der Luftseite in

der Regel unbefestigt sind, dürfen sie

niemals überströmt werden. Deshalb hat

die Biggetalsperre in der Waldenburger

Bucht eine Hochwasserentlastung in

Form eines Hochwasserentlastungsturms.

Der Turm ist 50 Meter hoch und er hat in

etwa zwei Drittel Höhe ein Zylinderschütz,

wodurch der Stauspiegel schnell

abgesenkt werden kann. Das Wasser gelangt

von dort in einen 505 Meter langen

Hochwasserentlastungsstollen, welcher in

ein Tosbecken des im Tal, etwa 600 Meter

unterhalb des Biggedamms gelegenen

Biggekraftwerks führt, wo auch die

Grundablässe hingeleitet werden. Der

Stollen kann maximal 347 Kubikmeter

Wasser pro Sekunde ableiten. Um bei

Funktionsstörungen am Zylinderschütz

eine unkontrollierte Wasserabgabe aus

dem Becken zu verhindern, wurde im

Hochwasserentlastungsstollen ein zweiter

Verschluss eingebaut. Dieser Verschluss

ist unterirdisch für Mitarbeiter des

Ruhrverbandes zugänglich. In der Ver-

Links: Über den Hochwasserentlastungs turm

werden die Wassermengen abgeführt, die von

den Betriebsorganen nicht bewältigt werden.

Rechts: Um tief ins Innere der Hochwasserentlastungsanlage

zu gelangen, geht es steil bergab.

Nach jeweils 20 Stufen gibt es einen Querriegel

zur Sicherung, damit man bei einem Sturz nicht

ungebremst in die Tiefe fällt.

Ich bin Attendorn,

weil Stadt und

Umgebung wie

Schokolade sind - zum

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6 WIR SIND ATTENDORN

Einblicke in den Biggedamm

Links: Im Windenhaus befinden sich Seilwinden, mit deren Hilfe die Haupt- und Notverschlüsse bewegt werden. Rechts: Auf Infotafeln an der Bigge wird

der Aufbau des Biggedamms und der Hochwasserentlastung anhand von Zeichnungen erklärt.

gangenheit ist der Wasserstand der Biggetalsperre

letztmalig 1984 so hoch gewesen,

dass das Wasser über den Hochwasserentlastungsturm

abgelaufen ist.

Sofern möglich, wird jedoch ein kontrollierter

Abfluss durch frühzeitige Anpassung

der Wasserabgabe angestrebt. Die

reguläre Wasserabgabe aus dem Biggesee

richtet sich in der Regel nach den Pegelständen

der Ruhr, um den wasserwirtschaftlichen

Aufgaben gerecht zu

werden.

Ökologischer Strom für

6000 Haushalte

Zum Kraftwerk führt parallel zum Hochwasserentlastungsstollen

ein Grund ab -

lass- und Triebwasserstollen, der etwa

200 Meter vor dem Damm am rechten

Ufer den Dünnekenberg durchquert. Der

Stollen hat einen Durchmesser von 4 und

eine Länge von 437 Metern. Er kann eine

Wassermenge von max. 125 Kubikmetern

pro Sekunde abführen. Der Grundablass-

Einlauf kann am Windenhaus, welches

sich zwischen Biggedamm und Hochwasserentlastungsturm

Richtung Waldenburger

Bucht befindet, abgeriegelt werden.

„Dort werden die Einlauf- und Revisionsverschlüsse

des Stollens angetrieben, der

zum Kraftwerk und den Grundablässen

führt, angetrieben“, erläutert Klahn. Im

Windenhaus befinden sich Seilwinden,

mit deren Hilfe die Haupt- und Notverschlüsse

bewegt werden. Mit Hilfe eines

Krans gelangen die Revisionsverschlüsse

auf die Rampe vor dem Windenhaus und

werden dann ins Wasser gelassen, beziehungsweise

hinausgezogen, wenn Reparaturarbeiten

erforderlich sind. Die Winden

können ein Gewicht von bis zu 15

Tonnen tragen. Bei Betrieb der Kraftwerksleitung

sind Rechen vor die Einläufe

gesetzt, um zu verhindern, dass

Fremdkörper in den Stollen gelangen.

Besichtigungstermin des Biggedamms

Ich war gespannt, was mich erwartete

– ein mulmiges Gefühl inklusive. Ich

wusste, ich gehe unter die Erde und

über mir ist jede Menge Gestein – und

vor allem Wasser. Meine Besichtigungstour

mit Stefan Klahn vom Ruhrverband

begann am Pavillon unterhalb

des Leuchtturms. Von dort ging es zum

Windenhaus und zum Hochwasserentlastungsturm.

Dann kam die Frage:

„Wollen Sie in das Zugangsbauwerk?

Es sind 190 Stufen!“ Und ob ich wollte.

Also begaben wir uns zum Eingang am

einen Ende des Biggedamms. Zunächst

ging es zwei Etagen runter, dann öffnete

„mein Reiseleiter“ eine Tür und

ich hatte freien Blick auf die Stufen,

die endlos in die Tiefe führten. „Wollen

Sie wirklich darunter?“ Na klar, ich

bin doch hart im Nehmen! „Dann habe

ich eine andere Idee!“ Ich folgte ihm

zum Zugang des Segmentverschlusses

durch einen langen unterirdischen

Gang, bis zu einer schweren Metalltür.

Sie kann nur durch Drehen eines Metallrades

von Hand geöffnet werden.

Hier ging es noch viel steiler bergab!

Jeweils nach 20 Stufen kam ein Querriegel

zur Sicherung, damit man bei einem

Sturz nicht ungebremst in die

Tiefe fallen kann. Wie viele Stufen hinunter

führten, wusste ich nicht, aber es

erschien mir endlos. Ob das wohl eine

gute Entscheidung war? Aber jetzt

gab es für mich kein Zurück und tapfer

stieg ich hinab. Der Blick nach oben

war noch eindrucksvoller als der nach

unten. Ich stand nun auf der zweiten

Ebene im Hochwasserentlastungsstollen,

cirka 50 Meter unterhalb der Wasseroberfläche.

Ein merkwürdiges Gefühl.

Es ging noch einige Stufen weiter

runter – doch nicht für mich. Ich blieb

lieber sehr beeindruckt neben dem

Kontroll- und Lüftungsschacht stehen.

Auch der führte mir nochmal vor Augen,

wie tief ich unter der Erde war.

Der Aufstieg war entsprechend anstrengend

und ich war froh, als ich

wieder am Ausgangspunkt war.

An dieser Stelle noch mal einen besonderen

Dank an Stefan Klahn, der sich

die Zeit für diesen ausführlichen Rundgang

nahm. Anette Leusmann

Natürlich wird regelmäßig überprüft, ob

die Anlage am Windenhaus störungsfrei

funktioniert. „Regelmäßige Funktionsprüfungen

sind Vorschrift“, bekräftigt

Klahn.

Im Biggekraftwerk, das in der Regel als

Spitzenkraftwerk betrieben wird, nutzen

drei Francis-Turbinen mit je 12,5 Kubikmetern

pro Sekunde und eine kleine

Francis-Turbine mit 1,5 Kubikmetern pro

Sekunde Ausbauwassermenge die Energie

des gestauten Wassers. Die Nutzfallhöhe

beträgt maximal 53 Meter, die jährliche

Stromerzeugung etwa 22 Mio. kWh.

Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch

können durch das Wasser der Biggetalsperre

etwa 6000 Haushalte mit

ökologischem Strom versorgt werden.

Die Stromproduktion deckt vorwiegend

die Zeiten mit besonders hohem Bedarf

ab. Dann erfolgt eine erhöhte Wasserabgabe

in den Biggefluss auf dem Weg in

den sieben Kilometer entfernten Ahauser

Stausee. Der Biggefluss kann dadurch auf

diesem Abschnitt starke Wasserspiegeländerungen

aufweisen, welche besonders

gut vom Kraftwerk bis zur

Schafsbrücke unterhalb der Burg Schnellenberg

sichtbar sind.

Über die kleine Turbine wird die aus gewässerökologischen

Gründen vorgeschriebene

Mindestwassermenge abgegeben.

Die gleichmäßige Abgabe der

Zuschusswassermengen an die unterliegenden

Flüsse erfolgt dann über das

Kraftwerk am Ahauser Stausee.

Ein Blick ins Innere der Technik des Windenhauses,

mit der der Wasserablass geregelt werden

kann.


WIR SIND ATTENDORN

7




























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8 WIR SIND ATTENDORN

Interview

Das ist der

absolute

Wahnsinn!“

Nicht nur Attendorns Kämmerer Klaus

Hesener muss sich große Sorgen um die

Stadtfinanzen machen – Neue Umlage in

dramatischer Höhe bedroht Attendorn

Die rot-grüne Landesregierung plant die Einführung einer

neuen Solidaritätsumlage, der sog. Abundanzumlage, die ab

dem Jahr 2014 mindestens bis zum Jahr 2020 jährlich von den

finanzstarken Kommunen wie Attendorn entrichtet werden

soll. Empfänger dieser Umlage sind vor allem finanzschwache

Kommunen im Ruhrgebiet.

Stadtkämmerer Klaus Hesener bereitet die Einführung der

Abundanzumlage großen Kummer. Er befürchtet, dass die

Umlage die zurzeit noch gute Finanzlage der Hansestadt

schlagartig beendet.

Was bedeutet eigentlich das Wort

„Abundanz“?

Das Wort kommt aus dem Lateinischen

und bedeutet soviel wie Reichtum,

Überfluss. Im kommunalen Finanzausgleich

spricht man von sog. abundanten

Städten und Gemeinden, wenn sie

keine Schlüsselzuweisungen vom Land

bekommen. Das System funktioniert

vereinfacht erklärt wie folgt: Für jede

Kommune wird ein fiktiver Bedarf festgelegt,

der sich u.a. nach Anzahl der

Einwohner, Schüler, sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten, Soziallasten

und Flächengröße der Gemeinde

berechnet. Diesem Bedarf wird die

Steuerkraft der Kommune gegenübergestellt.

Man ermittelt, welches Gewerbesteuer-

und Grundsteueraufkommen

die Stadt oder Gemeinde hat. Hinzu

kommt noch der Einkommensteuerund

Umsatzsteueranteil. Übersteigt der

errechnete Bedarf die Steuerkraft, erhält

die Kommune vom Land als Ausgleich

Schlüsselzuweisungen. Ist aber

die Steuerkraft höher als der fiktive Bedarf,

ist eine Kommune abundant und

bekommt keine Zuweisungen. Attendorn

ist bereits seit über 20 Jahren

durchgängig abundant.

Und diesen „Steuerüberschuss“ soll Attendorn

jetzt abführen?

Ja, zumindest einen großen Teil davon,

genau das ist die Grundidee. Solidarität

zwischen den Kommunen ist richtig

und wichtig. Aber leider ignoriert das

Land vollkommen, dass Städte wie Attendorn

bereits durch bestehende Umlageverpflichtungen

schon heute hohe

Solidaritätsverpflichtungen zugunsten

finanzschwacher Kommunen leisten. So

hat Attendorn im Durchschnitt der letzten

zehn Jahre von einem Euro Gewerbesteuer

nach Abzug der Kreisumlage

und der Gewerbeumlage nur rund 12

Cent behalten dürfen. Auf diesen Rest

hat es das Land jetzt auch noch abgesehen.

Weiß man denn schon, in welcher Höhe

Attendorn zur Kasse gebeten wird?

Nein, noch nicht genau. Die konkreten

Berechnungsgrundlagen will die Landesregierung

in Kürze bekannt geben.

Aber es scheint ganz böse zu werden.

Nach einer Beispielberechnung, die ich

vor einigen Tagen aus dem Landtag erhalten

habe, müsste Attendorn allein

im Jahr 2014 einen Betrag von rund 6,4

Mio. € entrichten. Diese Zahl hat mich

vom Hocker gerissen. Aber es kommt

noch schlimmer. Die Musterberechnung

geht noch davon aus, dass alle abundanten

Kommunen zahlungspflichtig

sind. Nach aktuellen Informationen

plant die Landesregierung nur noch die

Städte und Gemeinden in die Umlage

einzubeziehen, die in den letzten fünf

Jahren mindestens dreimal keine

Schlüsselzuweisungen erhalten haben

und damit abundant waren. Damit reduziert

sich die Anzahl der zahlungspflichtigen

Kommunen in NRW auf

rund 40 bis 50 Städte und Gemeinden.

Somit dürfte sich die Umlageverpflichtung

der Hansestadt Attendorn tendenziell

noch weiter erhöhen. Da hilft es

auch nicht viel, dass das Land die abundanten

Kommunen in den Jahren 2014

bis mindestens 2020 nicht mehr mit 197

Mio. €, sondern „nur“ noch mit rund

182 Mio. € pro Jahr belasten will.

Das sind ja dramatische Belastungen, die

auf Attendorn zukommen können.

Ja, das ist der absolute Wahnsinn. Der

Innenminister hat zwar wiederholt versichert,

die Umlage würde die Zahler

nicht überfordern. Dies hat er sogar

Bürgermeister Wolfgang Hilleke im


Interview

WIR SIND ATTENDORN

9

Rahmen einer Veranstaltung in Arnsberg

fest versprochen. Aber die jetzt

bekannt gewordenen Zahlen sprechen

eine ganz andere Sprache. Die

Abundanzumlage wird riesige Löcher in

unsere Haushalte reißen. Wir werden

gar nicht nicht umhin kommen, Steuern

zu erhöhen und die freiwilligen Leistungen

zu kürzen. Ansonsten fahren

wir unsere Haushaltswirtschaft vor die

Wand und verlieren unsere finanzielle

Handlungsfähigkeit. Das ist richtig bitter,

zumal die Abundanzumlage zum

einen völlig ungerecht ist und zum anderen

auch letztlich wirkungslos bleiben

wird.

Können Sie das näher erläutern?

Schauen Sie, es geht dem Land doch

gar nicht mehr um sachgerechte, sondern

nur noch um eine politische Gestaltung.

Ich hatte Ihnen gerade erläutert,

wie sich im Finanzausgleich der

fiktive Bedarf einer Kommune berechnet.

Bei dieser Berechnung werden die

Ballungsgebiete deutlich bevorteilt. Der

Einwohner einer Großstadt zählt 1,5-

fach so viel wie ein Attendorner Einwohner.

Bei der Schüleranzahl werden

die gerade in den ländlichen Gebieten

sehr häufigen offenen Ganztagsschulen

völlig außen vorgelassen. Auch der Soziallastenansatz

wird einseitig zugunsten

der größeren Städte berechnet.

Noch viel ungerechter geht es bei der

Berechnung der Steuerkraft zu. Hier

hat das Land einheitliche fiktive Steuerhebesätze

festgelegt. Es wird also unterstellt,

dass Attendorn beispielsweise

die gleichen Steuersätze wie Köln,

Dortmund oder Düsseldorf erheben

kann. Das ist natürlich völlig unrealistisch.

Bleibt man wie Attendorn unter

diesen Sätzen, muss man trotzdem Umlagen

auf die vorgegebenen Sätze zahlen.

So zahlt die Hansestadt Attendorn

allein im Jahr 2013 Umlagen auf

Steuereinnahmen von rund 2 Mio. €,

die sie tatsächlich aber nicht erhalten

hat. Im Übrigen würde diese Regelung

auch für die Abundanzumlage gelten,

so dass wir um eine Anhebung der

Steuern gar nicht herumkommen.

Wenn wir das nicht tun würden, müssten

wir im Ergebnis mehr Umlagen

zahlen, als wir tatsächlich Steuern einnehmen.

Kommunen, deren Steuersätze

aber über der fiktiven Größe liegen,

dürfen den Differenzbetrag in

voller Höhe behalten. Sie sehen an diesen

Beispielen, dass hier klare Klientelpolitik

zugunsten der Ballungsgebiete

betrieben wird. Besonders interessant

ist dann der Tatbestand, dass die

Abundanzumlage hauptsächlich von

den ländlich strukturierten Kommunen

bezahlt werden soll und raten Sie mal,

wer vor allem Empfänger dieser Umlage

sein soll?

Großstädte im Bereich des Ruhr -

gebietes?

Richtig! Und jetzt kommt der weitere

Punkt hinzu, dass die Abundanzumlage

den Geberkommunen so richtig weh

tut und den Hilfeempfängern nicht

wirklich hilft.

Bitte erläutern Sie das!

Die Defizite der Empfängerkommunen

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10 WIR SIND ATTENDORN

Interview

sind gigantisch. Da sind unsere Hilfsleistungen

ein Tropfen auf den berühmten

heißen Stein. Durch den Stärkungspakt,

der durch Land und die

Kommunen gefüttert wird, können lediglich

rund 30 Prozent der Defizite der

„armen“ Kommunen gedeckt werden.

Das Land legt die noch halbwegs „Gesunden“

zu den „Todkranken“ ins Bett

mit dem Ergebnis, dass sich diese anstecken

und schlussendlich alle todkrank

werden. Das kann doch nicht

richtig sein. Hier benötigt man ausgewogene

und nachhaltige Lösungsansätze

und keinen kommunalen Sozialismus.

Könnte man sich nicht der Umlagepflicht

entziehen, indem man die eigenen Ausgaben

erhöht?

Dieses Argument habe ich schon oft

gehört. Aber das funktioniert nicht. Das

Land packt uns bei unseren Steuereinnahmen,

die vor allem unsere tüchtigen

Unternehmen erwirtschaften. Da hilft

es nicht, einfach die Ausgabeschleusen

zu öffnen. Schließlich können Sie das

Finanzamt auch nicht davon überzeugen,

dass Sie Ihre Einkommensteuer

nicht zahlen können, weil Sie Ihr Geld

schon für andere Sachen ausgegeben

haben. Wir machen in Attendorn seit

Jahren in einem Schulterschluss zwischen

Politik und Verwaltung eine solide

und nachhaltige Finanzpolitik und

stehen nicht umsonst auf wirtschaftlich

gesunden Füßen. Leider ist dies der

Landesregierung offensichtlich ein

Dorn im Auge. Sie will uns dieses Fundament,

das wir uns hart erarbeitet

haben, im Rahmen einer unfairen Neid -

debatte rücksichtslos wegreißen. Das

macht mich unglaublich traurig, aber

auch zornig. Attendorn ist nicht reich

und lebt auch nicht im Überfluss, wie

viele meinen.

Und jetzt?

Wir werden diese ungerechte Vorgehensweise

natürlich nicht akzeptieren.

Der Stadtrat hat bereits Ende letzten

Jahres grünes Licht gegeben, gegen

dieses Umlagemonster mit allen rechtlich

möglichen Mitteln vorzugehen. Ich

stehe bereits in Kontakt mit den Kämmererkollegen

anderer betroffenen

Kommunen, um eine Klage vorzubereiten.

Weiterhin erhoffe ich mir, dass insbesondere

unsere im Rat vertretenen

Fraktionen auf die Landespolitik hinwirken,

um das Schlimmste noch zu verhindern.

Die Lage ist sehr ernst.

Fakten zum Stärkungspakt

Finanzen

Das Land NRW will mit dem Stärkungspakt

finanzschwache Kommunen unterstützen.

Folgende Finanzierung ist

vorgesehen:

2011: 350 Mio. € (vollständige

Finanzierung durch das Land)

2012: 415 Mio. € (350 Mio. € kommen

vom Land, 65 Mio. €

werden der kommunalen

Finanzausgleichsmasse ent -

zogen)

2013: 465 Mio. € (350 Mio. € kommen

vom Land, 115 Mio. €

werden der kommunalen

Finanzausgleichsmasse ent -

zogen)

2014 bis 647 Mio. € (350 Mio. €

2020: kommen vom Land,

115 Mio. € werden der kommunalen

Finanzausgleichsmasse

entzogen, 182 Mio. €

müssen die sog. abundanten

Städte und Gemeinden bezahlen)

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Nichts währt ewig…

Vom Knastalltag hinter Klostermauern

Von Torsten-Eric Sendler

„Nihil aeternum est“, wussten bereits die

alten Lateiner. Ein tröstlicher Gedanke.

„Bitte Ihren Personalausweis und Ihr

Handy“, fordert mich höflich der Strafvollzugsbeamte

durch die Gegensprechanlage

in der dicken Scheibe aus Panzerglas

auf, aus der zeitgleich ein

Schiebefach wie am Nachtschalter einer

Tankstelle herausfährt. Ich lege das

Smartphone und das Ausweisdokument

hinein. Ab sofort werde ich für einige

Stunden abgeschnitten sein, von modernen

Kommunikationsmitteln, vom Internet,

von der Erreichbarkeit für Kollegen

und Freunde. Als Vertreter der Generation

2.0, die immer „on“ ist, fühle ich

mich für einen Bruchteil von Sekunden

ziemlich nackt. Aber, wie gesagt: Nichts

währt ewig, auch nicht der handylose

Zustand. Der Beamte drückt den Öffner

der Tür, als ich sie in die Hand nehme

und an mich heranziehen möchte, merke

ich, dass das nicht gelingt. Auch sie ist

mit schwerem, schusssicheren Glas gesichert,

lässt sich nur elektronisch öffnen.

Langsam ebnet sich der Weg in eine andere,

mir bis dato völlig fremde Welt.

„Hinter der Glastür links über den Hof,

bis zu dem anderen Gebäude. Herr Wisniewski

erwartet Sie bereits“, erklärt mir

der grün uniformierte Beamte noch kurz

den Weg. Auf halber Strecke kommt mir

Rainer Wisniewski bereits entgegen.

Schlank, sportlich, durchtrainiert gehört

er demnächst zu der Generation von Privatiers,

die noch etwas vom Leben haben

werden. Hier im Gut Ewig stellt er sich

der letzten großen Herausforderung seines

Berufslebens. „Wir haben es hier mit

einer nicht unbedeutenden Behörde zu

tun, mit einem Organ der Rechtspflege,

das für viele Bürger draußen etwas Geheimnisvolles

hat. Aber glauben Sie mir,

wir haben hier keine Geheimnisse!“, erklärt

mir der Leiter der Strafvollzugsanstalt

Attendorn, um nach einem kurzen

Moment nachzuschieben: „Außer vielleicht

im Bereich der Sicherheitstechnik

…“.

Die Strafvollzugsanstalt, so der Beamte

aus Passion weiter, sei ein bedeutender

Wirtschaftsfaktor für Attendorn. Die örtlichen

Dienstleister und Handwerker partizipierten

an den Aufträgen rund um

die Haftanstalt, viele Gefangene aus dem

offenen Vollzug arbeiteten in der heimischen

Industrie. Ein Hauch von leichtem

Unmut weht mir entgegen, als ich nach

der Zahl der Beschäftigten frage und dabei

auch unbedacht das Wort

„Schließer“ in den Mund nehme: „Das

hören die Kollegen gar nicht gerne,

denn es reduziert sie auf den eigentlichen

Vorgang des Wegschließens. Ein Justizvollzugsbeamter

ist in der heutigen

Zeit hoch qualifiziert und für die Häftlinge

Betreuer, Ansprechpartner, Sozialarbeiter

und Psychologe zugleich.“

Auf dem Weg zu Wisniewskis Büro gehen

wir an der Außenseite der fünfmeterfünfzig

hohen Mauer des geschlossenen

Vollzugs entlang. Überall Kameras,

Bewegungssensoren und auf der Mauerkrone

rasiermesserscharfer Nato-Stacheldraht

– für den Fall der Fälle.

Wisniewski entstammt einer uralten Beamtenfamilie,

schon sein Großvater

diente unter dem letzten deutschen Kaiser,

der Vater war bei der Polizei. Dort

begann auch die Laufbahn von Rainer

Wisniewski, der ursprünglich aus Hamm

kommt und dort auch heute noch mit

seiner Familie lebt. Sein Berufsleben ist

gekennzeichnet vom technischen Wan-

Foto oben: Das Leben hinter Gittern: Kameras

und Bewegungssensoren sorgen dafür, dass man

erst gar nicht auf die Idee kommt, zu fliehen.

Foto rechts: Idyllisch im Schatten des Biggesees

liegt die JVA Attendorn. Die Arbeiten zur Erweiterung

des geschlossenen Vollzugs begannen

2008. Drei Jahre später konnten dann alle Neubauten

in Betrieb genommen werden.


12 WIR SIND ATTENDORN

Nichts währt ewig...

Gut Ewig:

Vom Kloster zum Knast

13. Jahrhundert: erste urkundliche Erwähnung

der Ritter von Ewig als

Besitzer des damaligen Adelssitzes

1420: Stiftung des Rittersitzes Ewig, zusammen

mit 2 Höfen zu Listernohl,

durch den Attendorner

Bürger Heinrich Weke an die regulierten

Augustinerchorherren

zu Neuss

1412-1429: Errichtung von Klostergebäuden

1674: Übertragung der Schirmvogtei

auf die Familie von Fürstenberg,

der die Burgen Schnellenberg,

Waldenburg und Bilstein gehörten

1726: Neubau des heute sichtbaren

Klostergebäudes unter Einbeziehung

einer älteren Kirche, die

den Nordflügel zum Hof der Anlage

bildete

1803: Säkularisierung des Klostergutes

und Verpachtung als hessische

Domäne. Verkauf des Inventars

und Abbruch der Kirche

1816: Übergang auf den preußischen

Staat

1819: Verkauf an den Freiherren von

Gaugreben

1855: Veräußerung an Friedrich von

Schenk.1898 Rückkauf durch den

preußischen Fiskus, Nutzung als

Oberförsterei und spätere Verpachtung

als Domäne

1923 und 1931: Verheerende Brände

1944: Übergang des Eigentums an Hans

Ramacher

1956: Erwerb des Gutes durch den

Ruhrsperrenverein, der für den

Bau der Biggetalsperre das Gut

Ewig als Wohn- und Laborgebäude

nutzte und auf dem

Grundstück ein Barackenlager errichtete,

das vornehmlich zur Unterbringung

der Arbeitskräfte

diente

1967: Erwerb der Anlage durch das

Land NRW

1968: Nach kurzer Renovierungsmaßnahme

Eröffnung der ersten offenen

Vollzugsanstalt des Landes

Nordrhein-Westfalen

1976: Planungsauftrag für die Errichtung

fester Unterkünfte an das

Staatshochbauamt Siegen

1978-1988: Baumaßnahmen

25.11.1988: Offizielle Einweihung der

Gesamtanlage JVA Attendorn

1.6.2008: Erster Spatenstich durch Justizministerin

Roswitha Müller-

Piepenkötter für die Neubauten

(geschlossener Vollzug) der Justizvollzugsanstalt

Attendorn

15.1.2011: Inbetriebnahme der gesamten

Neubauten

del der vergangenen vier Jahrzehnte, genauso

wie von der Zeitgeschichte. Wisniewski

war an deutlichen Veränderungen

und der Liberalisierung des

Strafvollzuges seit Ende der 60er Jahre

beteiligt, hatte leitende Funktionen in

großen Strafanstalten wie Gelsenkirchen,

Essen oder Bochum inne. Nach der

Wende dann der Osteinsatz, wo er in

Potsdam Aufbauhilfe vor Ort für den

Strafvollzug in Brandenburg leistete.

Jetzt stellte er sich seiner letzten beruflichen

Aufgabe, der Verlegung des geschlossenen

Vollzugs vom unteren

Schloss in Siegen nach Attendorn, die mit

einem großen Neubauprojekt für 37 Millionen

Euro und zahlreichen organisatorischen

Herausforderungen verbunden

war. Fast genau vor zweieinhalb Jahren,

am 15. Januar 2011, wurde der neue, geschlossene

Bereich neben dem Kloster

Ewig eröffnet. Aber da hatte das Kloster

selbst bereits längst Justizgeschichte geschrieben:

Nachdem es den Arbeitern an

der Biggetalsperre mit zahlreichen Barackenbauten

vorübergehend als Heimstatt

gedient hatte, wurde dort am 2.

Mai 1968 die erste offene Vollzugsanstalt

für erwachsene Strafgefangene mit 500

Haftplätzen eröffnet. Das Klientel waren

seinerzeit sogenannte „Fahrlässigkeitstäter“

– sprich Verkehrssünder. Heute ste-

So nehmen die Häftlinge die Umgebung aus

ihrem Zellenfenster wahr.

Reinigungskräfte gibt es in der JVA Attendorn

keine, die Häftlinge werden selbst zum Putzdienst

eingeteilt.

hen insgesamt 390 Haftplätze zur Verfügung,

davon 120 im geschlossenen Vollzug.

Der Name Gut „Ewig“ muss jedoch

keinen Häftling schrecken: Im geschlossenen

Haus werden maximal Freiheitsstrafen

bis zu einer Dauer von zwei Jahren

vollstreckt. Allerdings kann es dennoch

sein, dass hier richtig schwere Jungs einsitzen,

die einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe

oder gar mit anschließender

Sicherungsverwahrung entgegenblicken:

Auch Untersuchungshäftlinge werden in

Attendorn betreut.

Wir kommen im Büro von Rainer Wisniewski

an, aus dessen Fenster man einen

herrlichen Panoramablick über die wunderschönen

Parkanlagen des offenen

Vollzugs rund um das alte Gutsgebäude

genießen kann. An der Wand das Hundertwasserhaus,

ein Kalender mit kunst-

Unten: Hat seinen Beruf aus Leidenschaft heraus

gewählt: Gefängnisdirektor Rainer Wisniewski.


Nichts währt ewig...

WIR SIND ATTENDORN

13

vollen Fotografien von den Nobelkarossen

eines Stuttgarter Automobilherstellers

und die Ernennungsurkunde von

Opa Eugen aus der Kaiserzeit. In den Vitrinen

haucht es mehrere Jahrzehnte

Strafvollzug – Wisniewski sammelt

dienstliche Kopfbedeckungen von Justizvollzugsangestellten

aus aller Herren

Länder.

Im Gespräch erfahre ich, dass es ein Strafvollzugsgesetz

gibt, dessen Intention

ähnlich wie bei der Straßenverkehrsordnung

in Paragraph 1 geregelt ist: „Dieses

Gesetz regelt den Vollzug der Freiheitsstrafe

in Justizvollzugsanstalten und der

freiheitsentziehenden Maßregeln der

Besserung und Sicherung.“ Die Strafvollzugsanstalten,

so Wisniewski, hätten einen

wichtigen gesetzlichen und gesellschaftlichen

Auftrag, der Bürger würde

viel für das von ihm investierte Geld

zurückerhalten. „Es wäre einfach fatal“,

so Wisniewski, „wenn wir unsere Leute

unvorbereitet und untherapiert wieder

auf die Gesellschaft loslassen würden.

Vielmehr müssen sie lernen, ein Leben in

sozialer Verantwortung zu führen. Nur

so kann verhindert werden, dass Häftlinge

nach Verbüßung der Strafe rückfällig

würden oder ein Leben lang auf

Transferzahlungen der Gesellschaft angewiesen

seien.“

Mehr als 160 Mitarbeiter sind im offenen

und geschlossenen Vollzug des Attendorner

Gefängnisses beschäftigt. Neben den

Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes

stehen auch Sozialarbeiter, Psychologen,

Krankenpfleger- und Krankenschwestern,

zwei Seelsorger sowie die

Mitarbeiter des Werkdienstes, die die Arbeit

in den eigenen Werkstätten und Eigenbetrieben

der Strafvollzugsanstalt koordinieren,

und engagierte Mitarbeiter

der Verwaltung auf der Gehaltsliste.

Die Strafvollzugsanstalt Attendorn ist

fast eine autarke kleine Stadt, die vieles

unter ihrem Dach vereinigt, was man

draußen auch findet. So gibt es Werkstätten,

Eigenbetriebe wie die Schreinerei,

die für ihre Arbeit weit über die

Grenzen Attendorns hinaus bekannt ist,

eine Arzt- und Zahnarztpraxis, Einkaufsmöglichkeiten

für Häftlinge, eine Bibliothek,

einen Sportplatz sowie ein kleines

Fitnesscenter. Besonders stolz ist Wisniewski

während des anschließenden Rundgangs

auf die Einrichtung seiner Haftanstalt:

„Fast alles, was wir hier sehen, ob

Tische, Stühle oder Schränke, wird in

nordrhein-westfälischen Haftanstalten

hergestellt.“

Arbeit ist ein wichtiges Element bei der

Wiedereingliederung von Straftätern in

unsere Gesellschaft. So haben Häftlinge

im offenen Vollzug die Möglichkeit, ganz

normal in den Unternehmen rund um Attendorn

ihrem Tagewerk nachzugehen.

Das Gehalt geht jedoch an die Justizbehörden,

die dieses dann nach Abzug

der Haftunterbringungskosten an den

Betroffenen auszahlen. „Hier“, so Wisniewski,

sind wir den Attendorner Unternehmen

zu großem Dank verpflichtet,

die unsere Leute immer wieder nehmen.“

Wer keinen Acht-Stunden-Tag

mehr gewohnt ist, wird in der hauseigenen

Arbeitstherapie oder im Eigenbetrieb

„Schreinerei“ wieder auf ein geregeltes

Leben außerhalb der

Gefängnismauern vorbereitet.

Auch im geschlossenen Vollzug gilt: Wer

arbeitet, der hat es besser. Etwa 12 Euro

verdient ein Häftling am Tag, der in der

gefängniseigenen Werkhalle Teile für Industrieunternehmen

zusammenschraubt

oder vormontiert. Doch die JVA könnte

wesentlich mehr Aufträge annehmen, als

es bisher der Fall ist. „China und Roboter

Im geschlossenen Vollzug werden von den

Häftlingen Montagearbeiten für die heimische

Industrie erledigt.

Auch die medizinische Versorgung der Häftlinge

wird innerhalb der Strafvollzugsanstalt von einem

Team aus Ärzten und Krankenpflegern sichergestellt.

Foto unten: Für Abwechslung in der Gefängnis-

Monotonie sorgt die Bibliothek, in der man auch

DVDs ausleihen kann.


14 WIR SIND ATTENDORN

Nichts währt ewig...

nehmen uns die Aufträge weg“, beklagt

Sarah Decker, Leiterin der Arbeitsabteilung.

Hinzu käme, dass in der heimischen

Industrie teilweise gar nicht bekannt sei,

dass man einzelne Schritte des Fertigungsprozesses

auch kostengünstig in

die Strafvollzugsanstalt auslagern kann.

Ein Teil des Lohnes wird an die Häftlinge

ausgezahlt, der Rest für den Neubeginn

nach der Haftentlassung staatlicherseits

auf die hohe Kante gelegt. Nur wer regelmäßig

arbeitet, kann sich beispielsweise

etwas Luxus wie Tabak oder Zigaretten

leisten.

Förmlich explodiert ist mittlerweile die

Zahl der Untersuchungshäftlinge. Brachten

sie es bisher gerade einmal auf einen

Gesamtanteil von zehn Prozent aller Insassen,

hat sich ihre Zahl mittlerweile

verdoppelt. Eine Ursache für dieses Phänomen

ist die osteuropäische Bandenkriminalität,

kaum ein Tag, an dem man

nicht im Polizeibericht liest, dass wieder

eine organisierte Gruppe von Metalldieben

aufgeflogen sei. Wisniewski: „Das

stellt uns zunehmend vor Probleme“.

Viele Straftäter sind zudem drogenabhängig.

Sie werden während ihrer Haftzeit

therapeutisch begleitet und wenn

medizinisch indiziert, auch mit Methadon

substituiert. Hinzu komme, dass der

Anteil an Psychosen und Schizophrenien,

ausgelöst durch Haschischmissbrauch in

sehr jungen Jahren und dem zunehmenden

Konsum an synthetischen Drogen,

zunähm, was die Haftanstalten vor weitere

Herausforderungen stelle.

Und immer mehr Häftlinge als früher befinden

sich im Greisenalter. Erst kürzlich

musste im offenen Vollzug eine zweite

Wohngruppe für Lebensältere eingerichtet

werden, die grundlegend andere Bedürfnisse

als jüngere Strafgefangene haben.

„Der älteste Häftling“, so Wisniewski,

„der in meiner Zeit hier entlassen

wurde, war bereits 82 Jahre alt.“

Mittlerweile sind wir wieder an der

Pforte des offenen Vollzugs angekommen.

Wisniewski öffnet mit einem kleinen,

elektronischen Chip ein stahlbewährtes

Fach, steckt seinen Schlüssel in

eine hierfür vorgesehene Halterung und

auch das Funkgerät, welches zugleich

Notrufmelder ist: „Oberstes Prinzip ist“,

so der Anstaltsleiter, „das kein Schlüssel

und kein Gerät den jeweiligen Sicherheitsbereich

verlassen darf.“ Und so ach-

Foto links oben: Antreten im Flur zum Essen fassen,

auf Wunsch gibt’s auch einen Nachschlag.

Rechts oben: Multifunktional: In den vergitterten

Fenstern deponieren die Häftlinge sowohl Lebensmittel

zur Kühlung, als auch Kleidung und

Schuhe, die ausdünsten sollen.

Wer hier einfährt, kommt so schnell nicht mehr auf freien Fuß:

die Sicherheitsschleuse des geschlossenen Vollzugs.


Nichts währt ewig...

WIR SIND ATTENDORN

15

ten die Beamten auch beim Fototermin

peinlich genau darauf, dass ja kein

Schlüsselbart, sei es auch noch so zufällig,

abgebildet wird. „Das würde Ärger mit

dem Justizministerium verursachen –

schließlich könnte jemand versuchen,

den Schlüssel zu kopieren.“

Als sich die schwere Panzerglastür öffnet,

fährt ein Polizei-Bulli vor. Auf dem Rücksitz

ein Häftling, der in U-Haft überstellt

zweimal vergittert, schwere, massive

Stahlstreben sollen vor Ausbruch schützen.

Ein feineres Gitter hingegen verhindert,

dass Gegenstände durch hin- und

herpendeln zwischen den einzelnen Fenstern

ausgetauscht werden können. Je

nach Außentemperaturen nutzen die

Häftlinge die Fensternischen als Kühlschrank

respektive zum Durchlüften von

Schuhen. Im geschlossenen Vollzug

schrumpft die Welt der Insassen auf 10,6

Quadratmeter, inklusive der Nasszelle,

zusammen.

In den Arrestzellen gibt es auch noch die aus vielen

Krimis bekannten Beobachtungsklappen in

den Türen.

wird. Das große Rolltor zur Sicherheitsschleuse

im geschlossenen Vollzug öffnet

sich. Über den Fenstern an der Außenfassade

prangen Nummern – „damit man

bei Vorfällen nicht erst groß zählen muss,

sondern sofort den Ort des Geschehens

lokalisieren kann.“ Sämtliche Fenster sind

Auf einem Gang treffen wir bei der Essensausgabe

den Häftling Kevin M., der

von Beruf Korrosions- und Oberflächenbeschichter

ist. Mehrere kleine Delikte in

der Jugend, dann hat er einmal richtig

zugeschlagen. Sechs Monate auf Bewährung.

Nach dem Verstoß gegen die

Auflagen musste er dann einrücken. Zurzeit

packt er seine sieben Sachen – der

Umzug in den offenen Vollzug gegen

Ende der Haftstrafe steht unmittelbar bevor.

Die Justizvollzugsanstalt Attendorn

lobt er fast über den grünen Klee: „Hier

ist alles neu, schön sauber. Und vor allem

mit den Beamten kann man top klarkommen.“

Es sei allerdings schon ein komisches

Gefühl, nunmehr in den offenen

Vollzug zu wechseln. Und auch der Aufenthalt

dort ist nicht für die Ewigkeit – in

einigen Wochen muss Kevin sich dann

wieder dem Leben draußen stellen.

Am Ende unserer Tour stehe ich wieder

vor der Klappe in der Panzerglasscheibe,

Überschaubare Welt: Kaum mehr als zehn Quadratmeter

ist eine Haftzelle groß.

erhalte meinen Personalausweis sowie

das Smartphone zurück. Der Besuch auf

Gut Ewig hat nicht einmal eine halbe

Ewigkeit gedauert, ich durfte in neun

Stunden einen Blick hinter die Kulissen

einer der interessantesten Attendorner

Einrichtungen werfen. Doch das hat auch

gereicht: Ich genieße sichtlich das Bling,

mit dem mein Mobiltelefon eine neue

Nachricht kundtut und den Blick über die

Landschaften des Sauerlandes – Freiheit

ist eben doch ein ganz besonderes Gut

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16 WIR SIND ATTENDORN

Krankenhaus St. Barbara

Wenn

man

„auf den

Felgen“

läuft

Eine Knieoperation im

Krankenhaus St. Barbara

in Attendorn

Von Anette Leusmann

Wenn man „auf beiden Knien auf

den Felgen“ läuft, ist das Einsetzen

einer Knieprothese oft die letzte

und vor allem einzige Chance, um

die Lebensqualität des Patienten

dauerhaft zu verbessern.

Wir haben einen Patienten begleitet,

dem eine solche Operation dabei

helfen sollte, wieder beweglich

zu werden und den Alltag zu meistern.

Das Krankenhaus St. Barbara Attendorn

GmbH ist als Krankenhaus

der Grund- und Regelversorgung

voll in das medizinische Leistungsangebot

der Region integriert. In

allen Fachabteilungen steht der Patient

unter dem Motto „In guten

Händen“ im Mittelpunkt.

Der rüstige Rentner erfreute sich

sein ganzes Leben bester Gesundheit

und war bis zu diesem Jahr

nur einmal im Krankenhaus. Doch

mehr und mehr machten ihm die

Knie zu schaffen. Er hatte schwere

Beeinträchtigungen beim Laufen.

Gemeinsame Spaziergänge mit seiner

Frau waren nahezu unmöglich

und bergab ging gar nicht mehr.

Für ihn stand fest: „Die Lebensqualität

ist wirklich beeinträchtigt,

wenn man es nicht irgendwann

machen lässt!“ So besuchte er im

Frühjahr mit seiner Frau einen Vortrag

von Dr. Manfred Kemmerling,

Chefarzt des Orthopädisch Traumatologisches

Zentrum (OTZ) des

Krankenhauses St. Barbara. Regelmäßig

finden in den Seminarräumen

des Krankenhauses Vorträge

der Chefärzte zu den unterschiedlichsten

Themen statt. Dr. Kemmerling

referierte an diesem Abend

über die Endoprothetik. Bei Endoprothesen

handelt es sich um Im-


Krankenhaus St. Barbara

WIR SIND ATTENDORN

17

Ich bin Attendorn,

weil meine Familie

sich hier wohlfühlt

und man hier immer

wieder etwas Neues

entdecken kann, wie

zum Beispiel jetzt im

Sommer der tolle

Brunnen auf dem

Marktplatz.

Paul Selter

plantate, die dauerhaft im Körper bleiben

und den geschädigten Körperteil

ganz oder teilweise ersetzen. Am Bekanntesten

ist das künstliche Hüftgelenk,

aber es werden auch viele Knie- und

Schultergelenke ersetzt, seltener ist der

Einbau von Prothesen am Sprung-, Ellenbogen-

oder Fingergelenk. Bei einer

Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) handelt

es sich um den Ersatz des Kniegelenkes

mit dem Ziel der Wiederherstellung

der natürlichen Beinachse, einer stabilen

Bandführung und schmerzfreien Gelenkbeweglichkeit

sowie der möglichst uneingeschränkten

Gehfähigkeit des Patienten

bei langer Nutzungsdauer der Prothese.

Die geeignete Prothese

„Die Ausführungen von Dr. Kemmerling

waren sehr vertrauenserweckend“, erinnert

sich der Betroffene. Gemeinsam mit

seiner Frau traf er die Entscheidung, nun

zu handeln und holte sich einen Termin

in der Sprechstunde von Dr. Kemmerling

im Krankenhaus. Dort wurde

er auch von dem Chefarzt

persönlich untersucht und

beraten. „Er sagte mir, ich

würde auf beiden Knien

auf den Felgen laufen“,

erzählt der Patient.

Da jedoch die Beschwerden rechts

deutlich schlimmer waren, sollte als erstes

im rechten Knie eine Prothese eingesetzt

werden. Es wurde ein OP-Termin

vereinbart und einen Tag vorher erfolgte

die stationäre Aufnahme, um die notwendigen

Voruntersuchungen und Vorgespräche

zu führen. Dazu gehören neben

der Blutentnahme und dem

Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten

auch die Erstellung eines EKG, sowie

das Anfertigen einer Röntgenaufnahme.

EKG und Röntgen wird beides in der dritten

Etage durchgeführt und somit hat

der Patient kurze Wege. Mit Hilfe des digitalen

Röntgenbildes kann dann von

den Ärzten der Orthopädie per EDV die

geeignete Prothese ermittelt werden.

Das Computerprogramm beinhaltet Schablonen

aller Prothesen. Diese können in

das Bild eingefügt werden und somit

kann man die geeignete Größe zur Wiederherstellung

der Geometrie des Gelenkes

finden. Dieses ist sehr wichtig für die

Vorbereitung der OP, welche am nächsten

Tag stattfindet. Auf Station bekam

der Patient Beruhigungsmedikamente,

bevor im Operationssaal die Narkose

eingeleitet

wurde. Es

dauert

etwa eine Stunde, unter höchster Konzentration

des Operationsteams, die

Knie-TEP durchzuführen. Nach der Eröffnung

des Kniegelenks wird der Knochen

präpariert, um die Prothese passgerecht

einzusetzen. Während der OP, und das

gilt für alle Eingriffe, wird das austretende

Blut gesammelt, gereinigt

und später bei Bedarf dem Patienten

wieder als Eigenblutkonserve

zugeführt.

Das ist sehr günstig“, erklärt

Dr. Kemmerling. „Früher

musste der Patient vor

größeren OPs Blut spenden,

was häufig dazu

führte, dass dann vor dem

Eingriff der HB-Wert

schlecht war.“ Nach dem

Eingriff werden die Frisch -

operierten in den Aufwachraum

gefahren und dort

durch Fachpersonal beaufsichtigt.

In der Regel kehren sie

nach einigen Stunden auf die

Station zurück, bei erkennbaren

Problemen bleiben sie eine Nacht

zur Überwachung auf der Intensivstation.


18 WIR SIND ATTENDORN

Krankenhaus St. Barbara

Wieder beweglich werden

Am ersten Tag nach der OP muss noch

weitestgehend das Bett gehütet werden,

die Patienten dürfen sich lediglich einmal

unter Aufsicht des Pflegepersonals

vor das Bett stellen. Ab dem nächsten

Tag beginnt die Mobilisierung des Knies

mit Hilfe der Therapeuten, der dem

Krankenhaus angeschlossenen Physiotherapie.

Jeder Patient bekommt einen individuellen

Therapieplan, der gemeinsam

mit dem Therapeuten erarbeitet wird.

Dazu gehört das Laufen lernen an

Krücken, ebenso wie das Beugen. Dazu

gibt es auf der Station Beugemaschinen.

Hier wird das operierte Bein eingespannt

und langsam bewegt. Man beginnt

mit einer geringen

Gradzahl,

Ziel ist eine Beugung

des Kniegelenkes von 90 Grad.

Diese ist Voraussetzung, damit die Patienten

in die anschließende Reha entlassen

werden können. Die enge Zusammenarbeit

zwischen den Ärzten, dem

Pflegepersonal und dem Physiotherapeuten

ist unbedingte Voraussetzung und

sie funktioniert im Krankenhaus St. Barbara

Krankenhaus reibungslos, was auch

von den Patienten anerkannt wird. „Das

Personal ist sehr hilfsbereit und freundlich“,

so das Fazit des älteren Herrn, der

kräftig mitarbeitet, um bald wieder mit

dem rechten Bein richtig laufen zu können.

Einige Monate später wird es unumgänglich

sein, auch an dem linken Bein

eine Knie-TEP durchzuführen. Doch nun

weiß er, wie es funktioniert und dass er

sich im Krankenhaus St. Barbara „in

guten Händen“ befindet.


Krankenhaus St. Barbara

WIR SIND ATTENDORN

19

Das Krankenhaus in Zahlen 2012

Abteilungen:

Anästhesie

Chirurgie

Frauenheilkunde

Geburtshilfe

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Innere Medizin

Geriatrie

Orthopädie

Stationär insgesamt

Tagesklinik für Geriatrie

Betten insgesamt

85 Betten

18 Betten

12 Betten

3 Betten

76 Betten

50 Betten

42 Betten

286 Betten

12 Betten

298 Betten

Behandelte Patienten 2012:

voll- und teilstationär: 9.715

ambulant 18.008

Beschäftigte am 31.12.2012:

ärztliches Personal: 60

darunter teilzeitbeschäftigt: 3

nicht-ärztlliches Personal: 329

darunter teilzeitbeschäftigt: 130

Auszubildende: 25

Fertigstellung und Inbetriebnahme

des Hauptgebäudes: 1979

Fertigstellung und Inbetriebnahme

eines Um- und Erweiterungsbaus: 2004

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20 WIR SIND ATTENDORN

Mehrgenerationenspielplatz

Für

Jung

und

Alt

Mehrgenerationenspielplatz entsteht mitten in Attendorn

Viel hat sich in Attendorn getan in den

vergangenen Monaten. Gerade in der

östlichen Innenstadt wurde nicht zuletzt

durch den Bau des Hanse-Hotels ein Anziehungspunkt

für die Hansestadt geschaffen.

Nun soll ein Mehrgenerationenspielplatz

an der Finnentroper

Straße im Bereich zwischen Hanse-Hotel

und Euronics XXL Corte entstehen. Im

Ausschuss für Planung und Umwelt wurden

jetzt die ersten Pläne für das rund

3000 Quadratmeter große Grundstück

vorgestellt.

Demnach wird die geplante Fläche in einen

begrünten Parkbereich und in eine

Mehrzweckfläche aufgeteilt. Der begrünte

Bereich soll mit einem Weg, kleinen

Hügeln, Gehölzen, Hecken, Bänken,

Rasenflächen sowie Spielgeräten für Kinder,

Klettermöglichkeiten sowie Fitnessgeräten

für Senioren ausgestattet werden.

Der maximal zwei Meter hohe Hügel

soll dabei gegenüber der Finnentroper

Straße einen Sichtschutz bieten und

damit die Akzeptanz der Fitnessgeräte

erhöhen.

Auf der mit Kantensteinen eingefassten

Mehrzweckfläche sollen auf einer

Teilfläche zwei Boule-Plätze eingerichtet

werden. Sie bietet innenstadtnah mit ihrer

wassergebunden Decke verschiedene

Möglichkeiten. Hier könnten im Sommer

durch die Anlage eines Beachvolleyball-

Feldes oder im Winter durch die Anlage

einer Eislauffläche abwechslungsreiches

Programm geboten werden. „Wenn mal

jemand ein Platzkonzert in Innenstadtnähe

geben möchte – hier hätte man

eine Fläche“, erklärt Martin Plückebaum

von der Stadtverwaltung. Auch für Frisbee

oder andere Freizeitbeschäftigungen

würde sich die gut 1000 Quadratmeter

große Fläche anbieten.

Bürgermeister Hilleke beschreibt die

Idee: „Mit dem kleinen Park, dem Mehrgenerationenspielplatz

und einer Multifunktionsfläche

schaffen wir in der östlichen

Innenstadt einen vielfältig

nutzbaren Ort der Begegnung für alle


Mehrgenerationenspielplatz

WIR SIND ATTENDORN

21

Attendorner und natürlich auch

für unsere Gäste. Durch die Spielgeräte

und die Ruhebänke lädt

der Platz zum Verweilen und zu

Gesprächen ein.“ Besonders freut

sich Hilleke auf die zwei Boule-

Plätze, die durch eine Laterne

auch für abendliche Spiele ausgeleuchtet

werden. „Ich hoffe auf

viele schöne Frühlings-, Sommerund

Herbstabende, damit diese

Plätze oft genutzt werden können.

Aus meinen Urlauben in

Frankreich weiß ich, dass dies nicht

nur für die Spieler, sondern auch

für die Zuschauer unglaubliche

entspannende Stunden mit

Plausch und viel Spaß sind. Und

anstelle des in Frankreich obligatorischen

Glases Rotwein und Baguette gehen bei

uns natürlich auch ein anderes Getränk

und ’ne Frikadelle“, so Hilleke mit einem

Schmunzeln.

Aber auch an die kalten Wintertage wird

bei der Gestaltung des Platzes im Rathaus

gedacht. „Wir planen, eine

Teilfläche so herzurichten, dass wir diese

bei Minustemperaturen wässern können,

damit sich dort eine Eisfläche bilden

kann, auf der dann Schlittschuhlaufen

möglich ist. Allerdings suchen wir noch

nach einer bautechnischen Umsetzungsmöglichkeit“,

so Carsten Graumann. Baudezernent

und Bürgermeister sind sich sicher,

dass dieser Platz, der neue

Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet, mithelfen

wird, die Aufenthaltsqualität in

der Hansestadt weiter zu steigern."

Der Stadtsportverband Attendorn und

die Seniorensport-Verantwortlichen haben

schon ihre Unterstützung zugesagt

und werden am Projekt mitarbeiten.

Noch in diesem Jahr sollen die Bodenarbeiten

erfolgen und im Herbst könnten

erste Pflanzen die Fläche verschönen. Im

kommenden Jahr steht dann die endgültige

Aufteilung des begrünten Parkbereichs

fest und die Spiel- und Fitnessgeräte,

ein Sandkasten oder Trampolin,

Bänke und andere Ausstattungen für einen

Spielplatz werden dann errichtet.

Die Ausstattung des Mehrgenerationenspielplatzes

wird großzügig von der

Volksbank Bigge-Lenne unterstützt.

Wir bekennen uns zu unserer regionalen

Verantwortung und lassen nicht

locker, bürgerschaftlich motivierte Projekte

wie die Investition in die Sportgeräte

für mehrere Generationen zu unterstützen“,

betont Michael Griese,

Vorstandsmitglied der Volksbank Bigge-

Lenne. „Es wird ein Kommunikationszentrum

für Jung und Alt entstehen. Wir

machen den Weg – gerne auch generationsübergreifend

– dafür frei. Durch regelmäßiges

Training an den Sportgeräten

können sich die Attendorner fit für

dieZukunft machen. Das unterstützen

wir, weil Dynamik und Beweglichkeit zur

Weiterentwicklung beitragen. Genau damit

identifiziert sich die Volksbank

Bigge-Lenne,“ so Michael Griese ab -

schließend.

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22 WIR SIND ATTENDORN

rüsche catering 2013

Kulinarik, Kunst und Können

für besondere Anlässe

Spitzenküche, professioneller Service und ein

feines Gespür für Raumgestaltung: Im Familienunternehmen

Rüsche Catering ergänzen

sich unterschiedliche Talente mit viel Lust an

Perfektion. Namhafte Unternehmen in Südwestfalen

und darüber hinaus stehen auf

der Referenzliste. Wer die Attendorner Profis

beauftragt, erhält immer eine besondere Veranstaltung,

bei der sich die Gäste wohlfühlen

und Geschmackvolles genießen.

Firmenjubiläum, Hochzeit, Familienfest oder Kulinarisches Kino auf der

Berlinale: Rüsche Catering macht aus jedem Thema eine stimmige

Gesamtinszenierung, die lange nachwirkt.

wischen tonnenschweren Stahlcoils

Z und Eisenträgern lassen die Gäste an

festlich gedeckten Tischen die Sektgläser

klingen. Mit dem Start des 4-Gänge-

Menüs naht der kulinarische Höhepunkt

des 100. Firmenjubiläums der Heinrich

Huhn GmbH & Co. KG in Drolshagen.

In der temporären Küche nebenan ist

Chefkoch Rolf Rüsche derweil vollkommen

entspannt. Hinter ihm steht eine exzellente

Mannschaft, der Ablauf ist perfekt

vorbereitet, und das Essen für 200 Gäste

verdient das Urteil „erstklassig“ – so wie

das gesamte zweitägige Veranstaltungsprogramm,

das Rüsche Catering gemeinsam

mit der Agentur „DWFB“ im vergangenen

Sommer realisiert hat. „Wir nehmen

dem Kunden die Planung, Koordination

und Durchführung ab, er hat in uns nur

einen Ansprechpartner“, erklärt Oliver

Rüsche, der als Juniorchef für die Organisation

komplexer Projekte zuständig ist.

Als Architekt bringt er ein ausgeprägtes

Verständnis für Raum, Licht und Insze-


WIR SIND ATTENDORN

23

rüsche catering 2013

Geschmack in den Genen: Oliver Rüsche, Rolf Rüsche und Nicole Darley sorgen

zusammen mit ihrer motivierten Mannschaft in der Küche und im Service für

exquisite Genussmomente.

nierung mit, das sich perfekt mit den

Kompetenzen seiner Schwester Nicole

Darley im Bereich Service ergänzt. Ihre

Talente haben die Geschwister von den Eltern

Rolf und Marlies Rüsche mitbekommen.

Sie leiteten ein mit Michelin-Stern

ausgezeichnetes Restaurant, bevor sie ihr

Catering-Unternehmen

gründeten. Dieses

besondere Familienteam

steht seitdem für

hohe Kochkunst und

perfektes Eventmanagement.

So findet

sich das Thema eines

Anlasses auf Wunsch

von der Menüfolge und Tischdekoration

über das Künstlerprogramm bis hin zur

Raumgestaltung wieder.

„Große Veranstaltungen erfordern professionelle

Disziplin“, weiß Nicole Darley.

„Schließlich gibt es keine Generalprobe

für ein 4-Gänge-Menü.“ Präzision und

Gelassenheit strahlen die Rüsches auch im

größten Trubel aus, etwa wenn Filetsteaks

für mehr als 950 Personen auf den Punkt

gegart und serviert werden müssen. So wie

beim Gala-Dinner anlässlich des 100. Geburtstags

der Albrecht Jung GmbH & Co.

„In Südwestfalen sprechen wir die

Sprache unserer Kunden.“ – Oliver Rüsche

KG in Schalksmühle, wobei sich wieder

einmal das herausragende Zusammenspiel

von Küche und Service bewiesen hat.

Bereits zweimal führte Rüsche Catering

auf der Berlinale gastronomisch Regie.

Die Attendorner leiteten gemeinsam mit

dem Team von „BioBuffet“ aus Berlin das

exklusiv zum Festival errichtete Restaurant

„Gropius Mirror“, wo die Mannschaft

Sterneköche bei der Zubereitung ihrer

Menüs unterstützte. Filmreif war auch die

Leitung der Polizeikantine bei Dreharbeiten

zum Kölner Tatort, die Rüsche Catering

Anfang des Jahres

übernommen hatte.

Trotz des überregionalen

Erfolgs ist Südwestfalen

der wichtigste

Wirkungskreis. Seit

Januar 2013 betreuen

Rüsche-Teams neben

drei Produktionsküchen in Schwerte,

Dortmund und Attendorn auch die Betriebskantine

von Muhr und Bender. Im

Herbst stehen weitere große Events bevor,

teils mit 2.000 Gästen. Herausforderungen,

die Rüsche Catering wieder mit unaufgeregter

Professionalität meistern wird.


24 WIR SIND ATTENDORN

Rettungshundestaffel

Der beste Freund

des Menschen...

...kann sogar Leben retten

Sie heißen Merlin und Butch, Balu und

Schröder, Lotte und Sam. Eigentlich ganz

normale Hunde. Wäre da nicht ihre Arbeit

für die BRH-Rettungshundestaffel

Südwestfalen. Man merkt sofort: Sie wollen

arbeiten, wollen ihr Nase benutzen,

Menschen suchen, freuen sich auf die Belohnung.

Wenn jede Minute über Leben und Tod

einer vermissten Person entscheidet,

kann es nichts und niemand mit einem

gut ausgebildeten Rettungshund aufnehmen.

Er ist schneller als jedes technische

Gerät. Er kann Menschen in dichtem Unterholz

genauso aufspüren wie Überlebende

unter zentnerschweren Trümmern

oder Lawinen. Er kriecht durch dichtes

Unterholz, durch winzige Spalten, über

Schutt, Scherben und wacklige Untergründe.

Ein einziger Rettungshund ersetzt

etwa 50 Polizisten einer Suchkette.

Gut ausgebildete Rettungshunde sind die

besten Ortungsgeräte der Welt.

Die Rettungshundestaffel Südwestfalen

e.V. (RHS) wurde am 2. Februar 2001 gegründet.

Die Staffel ist Mitglied im Bundesverband

Rettungshunde e.V. (BRH)

und seit dem 20. April 2010 in das Notfallsystem

/ Katastrophenschutz des Kreises

Olpe eingebunden. Die Einsätze der

RHS erfolgen ehrenamtlich und sind somit,

wie die Einsätze sämtlicher Rettungshundestaffeln

des BRH, kostenlos.

Der BRH ist die größte Rettungshunde

führende Organisation Deutschlands. Sie

verfügt bundesweit über rund 600 geprüfte,

einsatzfähige Rettungshundeteams.

Davon befinden sich 103 Teams in

NRW. Diese Rettungshundeteams stehen

jederzeit als Verstärkung der vor Ort befindlichen

Rettungshundestaffeln zur

Verfügung. Ausgebildet werden zurzeit

noch weitere 940 Rettungshunde.

Zweck der BRH-Rettungshundestaffel

Südwestfalen ist es überall dort zu helfen,

wo durch den Einsatz seiner Mittel

Leben und Gesundheit von Mitmenschen

erhalten, geschont oder geschützt werden

können. Der Zweck der RHS wird insbesondere

durch die Übernahme und

Vermittlung von Rettungshundeeinsätzen

bei Unglücksfällen und Katastrophen

verwirklicht.

Die RHS setzt zur Suche nach vermissten

oder verschütteten Personen geprüfte

Rettungshundeteams, Zugführer und

Helfer sowie für Transport und Einsatzführung

erforderliche Fahrzeuge und

Mittel ein.

Auch beim Training steht das Suchen von

Menschen im Mittelpunkt. Woche für

Woche verstecken sich in unterschiedlichem

Gelände Personen, die dann mit

viel Enthusiasmus aufgespürt werden.

Das Leckerchen ist Belohnung und Anerkennung

zugleich.


Rettungshundestaffel

WIR SIND ATTENDORN

25

Aufwendige Arbeit

Unterstützung ist immer willkommen

Die BRH-Rettungshundestaffel Südwestfalen

verfügt derzeit über vier Rettungshundeteams

Fläche und drei Rettungshundeteams

Trümmer. Außerdem

befinden sich noch weitere acht Flächenund

Trümmerhunde sowie drei Mantrailer

in Ausbildung.

„Die Rettungshundearbeit ist sehr zeit-,

aber auch kostenaufwendig. Es gehört

eine Menge Idealismus dazu, aber sie

macht auch viel Spaß“, sind sich die Mitglieder

der Staffel einig. Zurzeit trainieren

sie zweimal wöchentlich, sonntags

ganztägig und einmal in der Woche

abends etwa zwei bis drei Stunden. In

den Wintermonaten fällt das Abendtraining

aus. An dessen Stelle tritt ein Theorieunterricht.

„An der Rettungshundearbeit interessierte

Personen können uns gerne kontaktieren.

Benötigt werden aber nicht

nur Hundeführer und ihre Hunde, sondern

auch Helfer im Training und bei

Einsätzen“, erklären die Hundeführer.


26 WIR SIND ATTENDORN

Rettungshundestaffel

Die BRH-Rettungshundestaffel Südwestfalen bildet aus:

Die Flächenhunde haben die Aufgabe, vermisste Personen

in teils unwegsamem, unübersichtlichem Gelände aufzufinden.

Ein einzelner Rettungshund sucht im Einsatz, selbst bei

Dunkelheit, rund 50.000 bis 70.000 Quadratmeter in kurzer

Zeit ab. Bei der Prüfung zum Flächenhund stehen dem Rettungshundeteam

für 20.000 bis 25.000 Quadratmeter nur 25

Minuten zur Verfügung. In dieser Zeit muss der Hund bis zu

drei Versteckpersonen finden.

Häufig werden ältere verwirrte Menschen vermisst, die sich auf

Spaziergängen verirren oder Kinder, die nicht mehr nach

Hause finden. Aber auch Unfallopfer, die unter Schock weglaufen

oder aus dem Auto geschleudert

werden.

Nicht zuletzt sind es aber auch

suizidgefährdete Menschen, die

einen Abschiedsbrief geschrieben

haben und vermisst werden.

Oftmals ist, wie auch in diesem

Winter, aufgrund der Witterungsverhältnisse

Eile geboten.

Die Trümmersuchhunde kommen bei Katastrophen

wie Erdbeben, Explosionen, Gebäudeeinstürzen, Gruben -

unglücken und anderen Situationen zum Einsatz.

Diese Hunde sind in der Lage, sich sehr vorsichtig auf den

Trümmern zu bewegen und nach verschütteten, noch lebenden

Menschen zu suchen.

Die Hunde lassen sich bei ihrer Sucharbeit weder von den verschiedensten

Gerüchen, Rauch und Lärm, noch durch die teilweise

schweren Geräte der Rettungsmannschaften

ablenken.

Der Trümmerhund muss die

menschliche Witterung aus einer

Vielzahl anderer Gerüche

herausarbeiten und unter Umständen

Personen auffinden,

die unter dicken Trümmerlagen

verschüttet sind. Hat der Hund

eine menschliche Witterung

aufgenommen und ausgearbeitet,

zeigt er seinen Fund durch

Bellen an.

Der Mantrailer sucht, anders als der Trümmer- oder

Flächensuchhund, immer eine ganz bestimmte Person. Er erhält

seinen Suchauftrag anhand eines Gegenstandes, an dem

optimalerweise nur der Geruch der vermissten Person haftet.

Die Suche beginnt meist dort, wo die Person das letzte Mal gesehen

wurde oder sogar losgegangen ist. Der Hund sucht die

vermisste Person anhand der von ihr hinterlassenen Geruchsspur.

Dies ist möglich, weil jeder Mensch ständig winzige Hautpartikel

verliert. Die sind mit Bakterien der individuellen Hautflora

des jeweiligen Menschen behaftet. Damit hinterlässt jede

Person auch ihre eigene Geruchsspur. Der als Mantrailer ausgebildete

Hund verfolgt diese Spur, er kann sie von der Spur anderer

Menschen unterscheiden und ihr sogar in Wohngebieten

folgen. Dabei entscheiden viele Faktoren, wie das Alter der

Spur, die Witterung, die Untergründe, starker Wind, aber auch

Rasse und Ausbildungsstand, über den Erfolg des Mantrailers.

Am Ende der Ausbildung stehen die Prüfungen zum Rettungshund

in der Fläche, in den Trümmern oder als Mantrailer.

Aber damit ist die Ausbildung nicht beendet. Die Prüfungen

sind jährlich zu wiederholen. Denn nur geprüfte

Rettungshundeteams dürfen in den Einsatz. Hinzu kommt

eine jährliche Einsatzüberprüfung, und zwar nicht nur der

Teams, sondern auch der Suchgruppenhelfer. Einsatzleiter

und Ausbilder müssen jährlich an Weiterbildungsmaßnahmen

des BRH teilnehmen.


Rettungshundestaffel

WIR SIND ATTENDORN

27

Die BRH-Rettungshundestaffel

Südwestfalen arbeitet ehrenamtlich.

Ihre Einsätze sind absolut

kostenlos! „Ohne Ihre

Spenden und auch die Unterstützung

unserer Sponsoren

wäre unsere Arbeit in den vergangenen

Jahren und die Errichtung

des Trümmergeländes

nicht möglich gewesen“,

erklären die Mitglieder. War

es anfangs noch schwierig, ein

oder vielleicht sogar mehrere

Trainingsgelände zu finden,

so hat die BRH-Rettungshundestaffel

Südwestfalen mittlerweile

Unterstützer, die es

ihr ermöglichen, auf unterschiedlichstem

Terrain zu

üben. Ein Problem bleibt bestehen:

Im Raum Attendorn

wird derzeit dringend nach einem

Stellplatz für das Einsatzfahrzeug

gesucht.

iKontaktdaten:

BRH Rettungshunde staffel

Südwestfalen e.V.

Postfach 0145

57425 Attendorn

Ansprechpartner:

1. Vorsitzende

Christine Behninger

Tel. 0151/17812660

Ausbildungswartin Monika

Schulenburg

Tel. 0178/8821648

Einsatzleiter und Materialwart

Jürgen Junge

Tel. 0171 / 1431310

Alarmierung unter

Tel. 0700 / 27 44 86 33

Rettungseinsätze werden

durch die Feuerwehr oder

Polizei koordiniert.

Wenden Sie sich daher

auch an die bekannten Notrufnummern

110 und 112

Spendenkonto:

Volksbank Bigge – Lenne

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28 WIR SIND ATTENDORN

Hoch über der Bigge

Aussichtsplattform wird am 3. Juli eingeweiht

Ein Kunstobjekt aus Licht und Stahl.

Hoch über den Wäldern des Biggesees.

Ein Gefühl, als würde man schweben.

Ausblicke, die bislang noch unbekannt

waren. Und jetzt ist es so weit: Die Aussichtsplattform

in der Waldenburger

Bucht steht kurz vor ihrer Vollendung.

Nach nur wenigen Monaten Bauzeit

wurde jetzt die Stahlkonstruktion an Ort

und Stelle hoch über dem Biggesee angebracht.

Nur noch wenige Arbeiten

müssen erledigt werden, bevor die Aussichtsplattform

am 3. Juli offiziell eröffnet

werden kann.

Der Landschaftsraum Bigge- und Listersee

steht vor weitreichenden Veränderungen.

Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket

im Zuge der Regionale

2013 sollen die Seen und die umliegende

Landschaft in den kommenden Jahren

deutlich an Attraktivität gewinnen.

„Bigge- und Listersee besitzen ein großes

Potenzial, das wir jetzt mit Hilfe der Regionale

wecken können. Die vielen geplanten

Maßnahmen werden dazu beitragen,

den Tourismus nachhaltig zu

stärken. Sie werden aber auch für uns

Marion Schwarte von der Sparkassenstiftung,Planer Mathias Großöhme von der Stadtverwaltung

und Bürgermeister Wolfgang Hilleke (v.l.) vor der noch nicht ganz fertigen Aussichtsplattform hoch

über dem Biggesee. Die Stahlbauer im Hintergrund können schon jetzt den unvergleichlichen Blick

aus luftiger Höhe genießen.

Einheimische ein gutes Stück mehr Lebensqualität

schaffen, weil wir unsere

Landschaft auf neue Weise erleben“,

sagt Attendorns Bürgermeister Wolfgang

Hilleke. In der Umsetzung dieser

Idee ist die Aussichtsplattform als Landschaftskunstobjekt

an der SGV-Hütte ein

besonderer Baustein in dem Gesamtpaket.

Die zügige Realisierung war nur mit

Hilfe der Stiftung der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem

möglich,

die einen Großteil der Kosten der Aussichtsplattform

übernommen hat.

Wie ist die Idee zu diesem Objekt überhaupt

entstanden? Mathias Großöhme

von der Stadt Attendorn gerät ins

Schwärmen, wenn er über die Anfänge

und Ideen, die hinter dem Projekt stehen,

spricht. „Ich bin dann mal zur SGV-

Hütte gegangen und wollte mich inspirieren

lassen“, erklärt der Architekt. „Als

ich aus dem Wald heraus auf die Lichtung

kam, hatte ich den berühmten Aha-

Effekt und war von der Aussicht über

den Biggesee begeistert.“ Von nun an

war seine Kreativität gefragt. „Bei mir

steht immer der Mensch im Mittelpunkt“,

erklärt Großöhme. Und das hat

sich dann auch in seinen Plänen widergespiegelt.

Die Plattform stellt für Wanderer

und Besucher aus Richtung Waldenburg

oder Damm kommend ein

sichtbares und anzustrebendes Ziel mit

dem „Versprechen“ dar, von hier oben

aus die Landschaft und die Aussicht auf

besondere Weise zu erleben. Wer den

Anstieg genommen hat, kann auf der

Plattform einen atemberaubenden Ausblick

auf die Talsperre, die Gilberginsel,

die Burgruine Waldenburg und die umliegenden

Wälder genießen. Auf der

Plattform wird man über den Baumkronen

stehen und dadurch eine völlig andere

Wahrnehmung der Natur und Umgebung

erleben. Ähnlich der

Vogelperspektive vermittelt der Gang

über die Baumkronen ein Gefühl von

Freiheit und Weite.

Die Konstruktion besteht aus einem zehn

Meter langen Steg, der zu einer Platt-


Hoch über der Bigge

WIR SIND ATTENDORN

29

Im heimischen Metallbaubetrieb Olaf Geschwinde wurde ebenfalls an der Realisierung des Projektes

gebaut.

form mit acht Meter Durchmesser führt.

Durch diesen Aufbau werden die Besucher

hinaus in Richtung See geführt und

haben durch die runde Form des Stegs

die Möglichkeit, unterschiedlichste Sichtweisen

auf sich wirken zu lassen. Ob der

Blick auf den Biggedamm, in die Waldenburger

Bucht oder auf die Wipfel der

Bäume, hier erschließen sich völlig neue

Einblicke und Perspektiven.

Die weichen und runden Formen stehen

dabei im Kontext mit den Buchten des

Biggesees, dem runden Leuchtturm, mit

den Hügeln der Umgebung und bilden

einen Kontrast zum gradlinigen Biggedamm.

Der untere Ring ist aus Cortenstahl,

also einem Stahl,

dessen äußere

Schicht aus Rost besteht.

Dieser Ring

wird von innen durch

blaues LED-Licht beleuchtet.

In der Mitte der

runden Plattform soll eine

neun Meter lange Nadel

scheinbar schweben, die

mit weißem Licht angestrahlt

wird und so

einen Kontrast zum

blauen Ring bildet.

Ausreichend

Strom werden in

Zukunft zehn

Photovoltaik-Module

liefern, die allerdings

erst nach der Fertigstellung

angebracht werden können,

ebenso wie eine Infosäule, die den Besuchern

weitere Details über die Umgebung

verraten wird. Die Hauptkonstruktion

besteht aus verzinktem Stahl, der

anfangs noch eine recht glänzende Optik

haben wird, die jedoch im Laufe der ersten

Monate verwittert und matt wird, so

dass die strahlende Nadel in der Mitte in

den Vordergrund gelangt.

Viel ist in der Vergangenheit über die

Aussichtsplattform gesprochen worden.

Anfangs sollte sie in gedachter direkter

Linie von der Zuwegung entlang der

SGV-Hütte auf den See gebaut werden,

um so eine achsiale Verbindung zur Gilberginsel

zu schaffen. Diesen Plänen

hatte der Rat der Hansestadt im Dezember

2011 einstimmig zugestimmt.

Nachdem einige Monate später deutlich

geworden war, dass speziell in den Reihen

des SGV dies nicht gewünscht war,

wurde zwischen Bürgermeister Hilleke

und dem Vereinsvorstand ein dahin gehender

Kompromiss gefunden, das Objekt

um 6,50 Meter nach rechts zu verschieben.

Dieser Vorschlag, bei dem der

heutige Blick auf den See erhalten bleibt

und dennoch die Möglichkeit einer veränderten

Wahrnehmung der Aussicht geschaffen

wird, wurde in einer späteren

Mitgliederversammlung des SGV mehrheitlich

angenommen.

Allerdings kam es durch die andersartige

Topografie am neuen Standort und die

dort vorgefundene Bodenbeschaffenheit

zu erheblichen Problemen und Mehrkosten.

Die Stützen mussten unter anderem

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30 WIR SIND ATTENDORN

Hoch über der Bigge

Die Nadel wurde stundenlang poliert und

auf Hochglanz gebracht.

um rund zwei Meter verlängert werden

und das Gesamtgewicht erhöhte sich von

bislang sieben Tonnen auf elf Tonnen.

Um die benötigte Stabilität zu bekommen,

mussten nun Torsionsrohre angebracht

werden, deren Verarbeitung zusätzliche

Probleme mit sich brachte. Die

Stahlbauer der Firma Metallbau Schrilz

haben alleine 280 Meter Schweißnähte

erstellt. Und dafür sage und schreibe 182

Kilo Schweißdraht verwendet. Aber auch

der heimische Metallbaubetrieb Olaf Geschwinde

arbeitete am Bau der Aussichtsplattform.

So wurden hier beispielsweise

die Edelstahlgeländer angefertigt.

Eine weitere beeindruckende Zahl ergibt

sich auch aus der Berechnung der Statik,

die alleine 580 Seiten umfasst! Ein unglaublicher

Materialaufwand, den man

dem filigranen Landschaftskunstobjekt

aber nicht ansieht.

Bürgermeister Hilleke weiß um die verschiedentlich

noch bestehende Skepsis,

ist aber zuversichtlich, dass die Aussichtsplattform

nach ihrer Fertigstellung restlos

überzeugen wird. „Der Eiffelturm

wurde schon vor Baubeginn in einigen

gesellschaftlichen Kreisen lautstark als

unnötig, hässlich und zu teuer kritisiert.

Heute ist er nicht nur das meistbesuchte

Wahrzeichen der Welt, sondern zudem

auch Vorbild vieler Nachahmerbauten“,

so Hilleke.

Sollte sich die Aussichtsplattform im Zusammenspiel

mit den vielen weiteren

Maßnahmen zu dem erhofften touristischen

Magneten entwickeln, können im

Übrigen auch die heimischen Einzelhändler

und Gastronomen durch die zusätzliche

Kaufkraft profitieren. Es müssen ja

nicht 7 Millionen Menschen sein – so

viele besuchen nämlich jedes Jahr den

Eiffelturm.

„Gut.e

Aussicht“

Einweihung der Aussichtsplattform

am Biggesee

Unter dem Motto „Gut.e Aussicht: der

Bigge-Panorama-Steg“ fördert die Stiftung

der Sparkasse für Attendorn, Lennestadt

und Kirchhundem das außergewöhnliche

Landschaftskunstobjekt

oberhalb der Waldenburger Bucht am

Biggesee. Das filigran anmutende Gebilde

ragt mit einer Höhe von 90 Metern

über die Baumwipfel. Als begehbares

Kunstobjekt vermittelt es ein Erlebnis

von Freiheit in direktem Bezug zu dem

umgebenden Naturraum Biggesee.

Links: Allein 182 Kilo Schweißdraht wurden beim

Bau der Aussichtsplattform verwendet.

Unten: Die Stahlbauer der Firma Metallbau

Schrilz beim Zusammenbau der Konstruktion.


Hoch über der Bigge

WIR SIND ATTENDORN

31

dorn-Lennestadt-

Kirchhundem,

und sein Vorstandskollege

Bernd Schablowski

sowie die

1. Vorsitzende

der SGV-Ortsgruppe

Attendorn,

Claudia Schmitz.

Außerdem waren alle

Ratsfraktionen eingeladen, ein

Jurymitglied zu entsenden. Die meisten

Fraktionen waren der Einladung

gefolgt. Sie waren vertreten durch

Rita in der Weide (Bündnis 90/Grüne),

Inga Isphording (SPD), Marcel Surrey

(FDP) und Wolfgang Teipel (CDU). Die

Aufgabe der Jury war alles andere als

leicht. Sie ermittelte die fünf Favoriten

aus den zahlreichen Vorschlägen in einem

mehrstufigen Auswahlverfahren.

Die Namensvorschläge der Finalisten lauten:

Biggeblick, Biggeseedorn, WalburgA-Steg,

GilbergbliX und Zürnies

Aussicht. „Zürnie“ ist

der Name des Geistes

der Waldenburg. Alle

Attendorner Bürger

sind jetzt aufgerufen,

über den Sieger abzustimmen.

Mitmachen

lohnt sich: Unter allen,

die ihre Stimme

abgeben, werden

drei Gewinner ausge-

Ich bin Attendorn,

weil ich stolz darauf

bin, dort leben und

arbeiten zu können,

wo manch anderer

Urlaub machen

würde.

Tobias Keseberg

Am 3. Juli übergibt die

Sparkasse das Objekt um

18.30 Uhr in einem Festakt

mit geladenen Gästen an

der SGV-Hütte Attendorn

der Öffentlichkeit. Mit

von der Partie sind die Namensgeber

der fünf Vorschläge,

die von der Jury im

Namenswettbewerb als Favoriten

ausgewählt wurden. Der

Name, der sich durchgesetzt hat, und

die Gewinnerin oder der Gewinner werden

auf dem Festakt bekanntgegeben.

Attendorner Vereine sowie die Bürgerinnen

und Bürger hatten 180 unterschiedliche

Namensvorschläge eingereicht.

Am 10. Juni hatte die Jury die

Qual der Wahl. Bei ihrer Sitzung in den

Räumen der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem

hatte sie die Aufgabe,

fünf Favoriten unter den zahlreichen

Einsendungen auszuwählen.

Selbst der Bürgermeister von Olpe, Horst

Müller, hatte es sich nicht nehmen lassen,

einen Vorschlag einzureichen. Da die

Teilnahme allerdings allein den Attendorner

Bürgern vorbehalten war, kam er

mit seinem Vorschlag nicht zum Zug.

„Dabei hätte der Name „Olpeblick“ im

Wettbewerb sicher gute Chancen gehabt“,

schmunzelte sein Attendorner

Amtskollege Wolfgang Hilleke.

Neben Bürgermeister Hilleke waren in

der Jury Heinz-Jörg Reichmann, Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse Attenlost.

Ihr Preis ist eine Ballonfahrt, die bei

gutem Wetter schon während der Einweihung

der Aussichtsplattform am 3.

Juli stattfindet. Abgestimmt wird unter

www.wir-sind-attendorn.de. Die feierliche

Taufe und Namensgebung nach den

ausgeschriebenen Vereins- und Bürgerwettbewerben

wird musikalisch begleitet

von Trombe e Tromboni. Anschließend ist

die interessierte Öffentlichkeit ab etwa

20.30 Uhr eingeladen, das Landschaftskunstobjekt

zu besichtigen.

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32 WIR SIND ATTENDORN

Damals & Heute

Ich bin

Attendorn,

weil ich als fast

2 Meter-Mann

die not wen -

dige Übersicht

behalte.

Karl-Hermann

Ernst

Die Kölner Straße mit dem

Sauerländer Dom im Hintergrund.

Auch hier hat vor allem

die Verkehrsberuhigung für

viele Veränderungen gesorgt.

Aber auch das Aussehen der

1971 noch dunklen Kirche erscheint

heute ungewöhnlich.

Foto oben: Stadtarchiv

Damals & Heute


Sebastianskonfraternität

WIR SIND ATTENDORN

33

„Eine unglaublich

staubige

Angelegenheit“

Wichtige Dokumente in einer Baufuge entdeckt

Von Anette Leusmann

Das Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde

St. Johannes Baptist in Attendorn

am Kirchplatz blickt bereits auf eine

lange Vergangenheit zurück. 1978 fanden

umfangreiche Umbaumaßnahmen

im Pfarrhaus statt, dazu gehörten auch

Renovierungs- und Dämmarbeiten auf

dem Dachboden.

Zu dieser Zeit leistete der heutige Stadtarchivar

Otto Höffer in der Pfarrei seinen

Zivildienst ab. Er war dort nicht nur als

Organist tätig, sondern auch für die inhaltliche

Erschließung des Pfarrarchivs

verantwortlich. Somit war er auch neugierig,

ob sich auf dem Dachboden vielleicht

noch irgendwelche „Schätzchen“

verbargen. Dort war nichts zu finden,

aber Höffer machte eine andere Ent-

deckung. „Zwischen dem Haupthaus

und dem Anbau befand sich eine

etwa 30 cm breite Baufuge“, erinnert

sich der Stadtarchivar. Diese

Baufuge war gefüllt mit herabgestürzten

Teilen der aus Fachwerk

bestehenden Giebelwand. Also

machte sich Höffer an die Arbeit,

den Schutt zu entfernen, um

nachzusehen, ob in der Baufuge

etwas Interessantes verborgen

war. „Das war eine unglaublich

staubige Angelegenheit“,

lächelt Höffer. Nach drei Tagen hatte er

vier Wannen mit alten Dokumenten geborgen,

die aus der Zeit von 1473 bis

1740 stammten. Ein Teil der Funde war

recht gut erhalten, einiges jedoch teilweise

zerstört oder sogar ganz zerrissen.

Ein Dokument

aus dem Jahr 1624, das Otto

Höffer 1978 in einer Baufuge entdeckt hat.

GEDIA Automotive Gruppe


34 WIR SIND ATTENDORN

Ich bin Attendorn,

weil ich stolz darauf

bin den gleichen

Geburtstag zu haben

wie die Bigge -

talsperre! (04.11.1965)

Markus Heuel

Arbeiten im Hintergrund

Also begann der damalige Zivildienstleistende

Otto Höffer mit dem Säubern

und Sortieren der Archivalien. Einige

von ihnen mussten wie Mosaiksteinchen

zusammengefügt werden. Ein Großteil

der Dokumente waren Überlieferungen

der Vikarie Sancti Sebastiani und der Sebastianskonfraternität,

alle in recht

gutem Zustand. Darunter auch eine komplett

erhaltene, sechsseitige Abschrift der

Gründungsurkunde der Sebastiansvikarie

vom 5. November 1484. Diese Abschrift

war nicht mit einem Datum versehen,

doch anhand des Schriftbildes ordnete

sie der Stadtarchivar der Zeit von 1670

zu. Das Original der Gründungsurkunde

ist leider nicht mehr vorhanden.

Es ist nachgewiesen, dass die Schützen

Attendorns ihren Zusammenhalt sowohl

im weltlichen als auch im geistigen Bereich

suchten und förderten. Neben der

ursprünglich rein verteidigungspolitisch

orientierten Schützengesellschaft aus der

Zeit der Stadtgründung 1222 hatte sich

im Laufe

der Zeit parallel auch die

Bruderschaft entwickelt. Diese besaß umfangreiches

Vermögen, so dass man es

sich 1484 leisten konnte, eine Sebastiansvikarie

zu stiften. Diese Stiftung wurde

durch den Kölner Erzbischof Hermann IV.

Ebenfalls ein Dokument, das Otto Höffer

1978 gefunden hat. Hierbei handelt

es sich um ein Testament aus

dem Jahr 1693.

bestätigt. In der Urkunde wird

darüber berichtet, dass man

bereits einen Altar zu Ehren

der Heiligen Sebastian, Anna,

Antonius, Wolfgang und Elisabeth

errichtet und ihn mit

ausreichenden Einkünften

versehen habe. Auch ansonsten

waren ausreichend

Einkünfte vorhanden. Mit

der Bestätigung der Stiftung

stellte der Erzbischof

einige Bedingungen. Es

sollten aus der Schützenbruderschaft

„12 Vornehmere“,

die „Principales“,

gewählt

werden, die innerhalb

einer bestimmten Frist

einen Priester zur Leitung

der Vikarie und

der damit verbundenen

Angelegenheiten

bestimmen sollten.

Als 1799 die Vikarie aufgehoben und deren

Vermögen dem Gymnasium überwiesen

wurde, und damit die Confraternität

quasi als Aufsichtsrat der Vikarie überflüssig

wurde, gab man sich 1835 erstmals

eigene Satzungen, die fortan den

Die Konfraternität St. Sebastian

im Jahr 2008.


Sebastianskonfraternität

WIR SIND ATTENDORN

35

Schwerpunkt auf eine caritative Arbeit

verlegte. Mitglieder der Konfraternität

sind alles ehemalige Schützen oder Männer,

welche sich im Schützenwesen verdient

gemacht haben. Das Amt des 1.

Provisors begleitet heute Werner Bischoff,

Michael Frey ist sein Stellvertreter.

Harald Kröning und Johannes Viegener

ergänzen den Vorstand der Sebastianskonfraternität.

Weitere Mitglieder sind

Klaus Walter Hoberg, Karl Otto Frey,

Heinz Halberstadt, Franz-Josef Karthaus,

Johannes Höffer, Theo Koslowski, Karl-

Heinz Beul, Günter Funke, Rudolf Pompe,

Geistlicher Beirat Josef Vorderwülbeke,

Walter Viegener, Claus Ortmann, Markus

Harnischmacher, Rolf Fassbender, Toni

Vogt, Heiner Albus, Heinz Reuber, Franz-

Josef Decker und Dr. Robert Nöbel. „Die

Sebastianer, wie sie heute existieren,

sind zu 99 Prozent caritativ tätig“, bekräftigt

der 1. Provisor Bischoff. Es werden

jährlich einige soziale Projekte innerhalb

der Stadt unterstützt, die aber im

Hintergrund laufen und nicht an die Öffentlichkeit

geraten. Es gibt jedoch auch

wenige Ausnahmen, wie die Errichtung

der Sebastiansstube und des Sebastianspavillons

im Seniorenhaus St. Liborius

in Attendorn.

Neues Relief

an alter Stelle

Die Sebastiansvikarie hatte nach ihrer

Gründung 1484 eine Vielzahl großzügiger

Stifter. Das bedeutendste Vermächt-

Ich bin Attendorn,

weil ich mich aktiv am

Vereinsleben (MGV

Sauerlandia) beteilige

und damit am Erhalt

von Traditionen

(Iserköppe) mitwirken

kann.

Michael Schulte

nis erhielt sie durch Elisabeth von Fürstenberg.

Sie erwarb im Dezember 1645

das verfallene Haus der St. Sebastians-Vikarie

auf dem Schüldernhof. Kurz vor

ihrem Tod schenkte sie das wieder hergerichtete

Anwesen mit Garten und Oberhof

sowie 600 Reichstaler an die Vikarie

zurück. Dadurch konnte diese ihre Ausstattung

entscheidend verbessern.

Das Haus wurde wieder durch die Schützenvikare

bewohnt. Im Giebel des Hauses

befand sich bis 1945 ein Relief des heiligen

Sebastian. Dieses wurde durch den

früheren Organisten und Rendanten der

Pfarrei St. Johannes Baptist Toni Hormes,

nach der Zerstörung des Hauses aus

Kriegstrümmern geborgen. Nun ist es im

Südsauerlandmuseum zu sehen. Aufgrund

der Inschrift „J.B.M.1754“ vermutete

man lange Zeit irrtümlicherweise,

dass das Relief durch den Attendorner

Stuckateur Johann Bernhard Metz gestaltet

wurde. Es konnte aber schließlich Johann

Baptist Molitor, der 1748 in Attendorn

als Schützenvikar tätig war,

zugeordnet werden. Das Relief ist die

Umsetzung eines Kupferstichs nach ei-

Diese Kopie eines Reliefs des heiligen Sebastian

ist seit August 2012 am Haus im Schüldernhof 6

angebracht. An der selben Stelle stand bis 1945

das Haus der St. Sebastians-Vikarie.

Innovationen – Made in Attendorn

Unsere Geschichte beginnt 1916 in Attendorn – mit einer Feder. Heute sind wir weltweiter Partner der Automobilindustrie und innovativer Leichtbauspezialist

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36 WIR SIND ATTENDORN

Sebastianskonfraternität

Ich bin Attendorn, weil es der beste

Ort der Welt, um Kinder aufwachsen zu

sehen. Meiner Zwillingsschwester und

mir wurden schon von klein auf sämtliche

Traditionen nahe gelegt und ich

kann vollster Überzeugung sagen, wir

hatten die beste Kindheit der Welt. Ob

mit 4 Jahren auf dem Osterkopp verstecken

zu spielen zwischen den mühsam

von unseren Vätern angehäuften Bürden,

ob Schützenfest-Montag mit zur Vogelsrute

zu gehen und Fanta zu trinken,

im Sommer mit Freunden

an der Waldenburger

Bucht zu liegen

und die Bigge zu genießen

oder aber beim

Karneval in der Garde

aktiv zu tanzen...

Ich bin stolz darauf,

eine Attendornerin zu

sein :)

Franziska Hinz

nem Gemälde von Gerhard Seghers in ein

Relief. Das im Südsauerlandmuseum ausgestellte

Kunstwerk gehört zu den besten

historischen Sebastiansdarstellungen in

Südwestfalen.

Im August 2012 brachte die Sebastianskonfraternität

eine zehn Prozent kleinere

Kopie des Reliefs an der Fassade des Hauses

im Schüldernhof 6 an, das heute an

gleicher Stelle steht. Die Kunststoffreplik

wurde in mühevoller Kleinarbeit von Malermeister

und Sebastianer Claus Ortmann

in digitalem 3D-Druck erstellt. Gefasst

wurde sie in einer Eichenholzoptik; der

Rahmen besteht aus alten Eichen des Pastorats

St. Johannes Baptist von 1786. Mit

dem Anbringen des Reliefs möchte die

Konfraternität auf den Standort und die

Geschichte der ehemaligen Schützenvikarie

hinweisen.

Der Malermeister und Sebastianer Claus Ortmann

hat die Kopie des Reliefs angefertigt. Hier werden

die insgesamt 8 Elemente auf der Trägerplatte

miteinander verbunden.

Seminare für Attendorner Bauherren

Vom Traum zum Haus: Volksbank Bigge-Lenne und Architekten informieren private Bauherren

Stehen Rede und Antwort und geben Bauherren wertvolle Tipps: die

Finanzierungsspezialisten Christian Heuel und Jochen Küthe (v.l.) von

der Volksbank Bigge-Lenne.

Unter dem Motto „Vom Traum

zum Haus“ können sich angehende

Bauherren in Attendorn,

Bauwillige und am Thema „Sanierung“

Interessierte seit dem

18. Juni darüber informieren,

wie der Planungsprozess für einen

Hausbau oder für die Modernisierung

eines Gebäudes

abläuft. Die Volksbanker

führen dazu eine Reihe von

„Bauherrenseminaren“ im Juni

und Juli in Attendorn durch.

Wir freuen uns besonders darüber,

dass wir diese Veranstaltungsreihe

in der Hansestadt

durchführen können“, so der

Marketingleiter der Volksbank

Bigge-Lenne, Frank Segref.

„Ein Bauvorhaben ist für private

Bauherren ein Projekt

voller Chancen und Erwartungen, aber

nicht ohne Risiken“, erklärt Segref weiter.

Wir möchten zeigen, wie man mit

einer qualitätvollen Planung zu einer individuell

gestalteten Immobilie oder einer

guten Wohnung kommt, die nachhaltige

Funktionalität, einen sicheren

Kostenrahmen und mehr Lebensqualität

bietet!“ Die Bauherrenseminare werden

in Kooperation mit der Architektenkammer

Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Die ersten Seminare fanden am 18. und

25. Juni in der Volksbank, Niederste Str.

22-24 statt. Weitere Termine folgen noch

am 2. und 9. Juli jeweils um 19.30 Uhr.

Zahlreiche private Bauherren und Interessierte

nutzten seit dem Start der Bauherrenseminare

im vergangenen Herbst

die Möglichkeit, sich kostenlos von Fachleuten

über das Planen und Bauen informieren

zu lassen. „Die Resonanz unserer

ersten Seminarreihe in Winterberg und

Medebach war weitaus größer, als wir

ursprünglich angenommen hatten“, so

Finanzierungsspezialist Christian Heuel.

Es bestehe gerade bei privaten Bauherren

ein erheblicher Bedarf an Information

und an dem Fachwissen von Architekten,

Innenarchitekten und

Landschaftsarchitekten. „Die Ansprüche

an das Wohnen steigen, und mit ihnen

auch der Wunsch nach qualitativen und

individuellen Lösungen für Bauaufgaben.

Die passende Finanzierungsberatung

einschließlich der Beantragung von

Fördermitteln für unsere Kunden liegt

uns dabei besonders am Herzen“, bringt

es der Finanzierungsspezialist auf den

Punkt. Das gelte sowohl für Neubauten

als auch für Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten

an älteren Häusern.

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In Attendorn lädt die Architektenkammer

Nordrhein-Westfalen

in Kooperation mit der Volksbank

Bigge-Lenne zu fünf Bauherrenseminaren

ein. Architekten

bzw. Innen- und

Landschaftsarchitekten informieren

darüber, wie private Häuser

und Wohnungen gestaltet und

aufgewertet werden können. Jeder

Infoabend steht unter einem

Schwerpunktthema: „Wege zum

Bauen“, „Kostengünstiges

Bauen“, „Energieoptimiertes und

umweltschonendes Bauen“,

„Umbauten, Anbauten, Bauen

im Bestand“ sowie „Garten-

gestaltung“.

Die zweistündigen Seminar -

abende sind so aufgebaut, dass

den Teilnehmern ausreichend

Zeit für individuelle Fragen und zur Diskussion

verbleibt. Der Vortrag der Architektin

bzw. des Architekten wird ständig

ergänzt durch Dialoge mit den Bauherren,

deren individuelle Erfahrungen und

Probleme offen besprochen werden können.

Alle Teilnehmer erhalten zudem einen

umfangreichen Schulungsordner, um

sich auch zu Hause auf das „Unternehmen

Traumhaus“ weiter vorbereiten zu

können. Die Teilnahme ist für alle Interessierten

kostenlos möglich. Sie können

mehrere oder auch nur ausgewählte

Seminarabende nutzen.

i

Anmeldung

und Information:

Petra Cirolini, Tel.: 02722 698-120,

E-Mail:

petra.cirolini@voba-bigge-lenne.de


Damals & Heute

WIR SIND ATTENDORN

37

Ich bin

Attendorn,

weil Ostern

Fleischwurst

und Pils am

besten

schmecken!

Christian Gabler

Ein Blick aus der Kölner

Straße in Richtung

Marktplatz. 1971 war

hier noch die Hauptverkehrsader

durch die Hansestadt.

Heute ist dieser

Bereich das Zentrum

Attendorns und lädt mit

seinen vielen Gaststätten

und Cafés zum Verweilen

ein.

Foto oben: Stadtarchiv

Damals & Heute


38 WIR SIND ATTENDORN Zukunft und Science Fiction im Museum

Ideen von der Zukunft

science.fiction.future

Sie werden alle zu sehen sein: Mister

Spock, Captain Kirk, Dr. Leonard „Pille“

McCoy und natürlich Scotty. Auch Maschinen-Maria

aus dem Film „Metropolis“,

die Nautilus aus „20.000 Meilen unter

dem Meer“, ein Modell des Taxis aus

Das fünfte Element“, die Attacker aus

„Independence Day“ und ein Alien-Modell

aus dem gleichnamigen Film werden

vom 29. Juni bis 1. September im Südsauerlandmuseum

in Attendorn nicht nur

auf Trekkies warten, sondern

auf alle, die sich

für das Thema Zukunft

und Science

Fiction interessieren.

Bei diesen Ausstellungsstücken

handelt

es sich um Original-Modelle,

die

von der Deutschen

Kinemathek zur Verfügung

gestellt

werden.

Wir schlagen den Bogen von den frühen

Zukunftsvisionen à la Jules Verne bis hin

zu Visionen, wie sie in dem Film ,Avatar’

gezeigt werden“, erklärt Museumsleiterin

Monika Löcken. „Das Thema wird

spannend durch die futuristische Technik,

die Raum und Zeit überwinden kann und

durch die sozialen Visionen einer zukünftigen

Welt.“

„Raum-

patrouille

Orion“,

„Perry

Rhodan“,

„Metropolis“

oder „Star

Wars“ - die

Zukunft der

Menschheit

und der Erde

fasziniert. Mit

futuristischen

Gesellschaftsmodellen,

der

Erforschung

„unendlicher

Weiten“ oder Endzeit- und Katastrophenszenarien

spricht Science Fiction ein

breites Publikum an, greift Träume und

Ängste der Menschen auf. Die Ausstellung

soll die Verknüpfung von

Science Fiction und Zeitgeschichte

sowie den

Einfluss des

Genres auf

Bereiche des

Ich bin Attendorn,

weil Attendorn

einfach schön ist

(Maras Antwort, als

sie nach einem

Spanienurlaub

gefragt worden ist,

wo es ihr besser

gefalle).

Mara Schnüttgen

Alltagslebens wie Design, Mode oder

Spielzeug zeigen.

Neben den zeitgenössischen Innovationen

und Zukunftsvisionen gehört auch

die Darstellung der Zukunft in Film und

Literatur als Teil der globalen Populärkultur

zur Ausstellung in Attendorn. Ein

weiterer Bereich beschäftigt sich mit Robotertechnik

und modernen Antriebstechniken.

Disney zieht in den Krieg der

Sterne

Aber auch der Karneval wird vertreten sein. Der

Karneval? Die Wagenbaugruppe „Wir sind wir“

hatte in diesem Jahr das Thema „Disney zieht in

den Krieg der Sterne“ umgesetzt. Die Sparkasse

ALK hat sich nun darum gekümmert, dass die

Figuren des Motivwagens wieder „hergerichtet“

werden und so können Goofy als

Darth Vader, Pluto als R2-D2 und Shrek als

Meister Yoda die Ausstellung „Ideen von

der Zukunft“ um einen weiteren Aspekt

erweitern.


Sommerferienprogramm

WIR SIND ATTENDORN

39

Sommerferienprogramm zur Ausstellung:

24. und 25. Juli, 11 bis 16 Uhr

Kosten: 30,- € pro Person

Young Astronomy (für 12 bis 16-

Jährige)

Wie sammelt ein Teleskop Licht? Wie

sehen der Mond und die Planeten im

Teleskop aus? Wie groß ist unser Sonnensystem?

Wie weit ist der nächste Stern

entfernt? Wie orientiere ich mich am

Nachthimmel?

Bei dieser zweitägigen Aktion können

die Teilnehmer vieles messen, basteln

und ausprobieren. „Es gibt viel zu erforschen,

denn das Weltall fängt direkt

über unseren Köpfen an“, heißt es im

Programm. „Falls vorhanden, bitte ein

Fernglas und einen Taschenrechner mitbringen.

Hast du schon ein Teleskop,

kommst damit aber nicht klar? Dann

bring es mit! Wir bauen es auf und du

lernst, wie man es richtig benutzt.“

Es werden Dreiergruppen gebildet, die

nach und nach jede einzelne der etwa

zehn aufgebauten Stationen (unter anderem:

Sonne, Licht, Teleskop, Mond,

Finsternisse, Sonnensystem, Sternkarte,

Milchstraße) erkunden.

„Führer durch das Universum“ ist

jeweils Dr. Tom Fliege, Dortmund. Er entführt

regelmäßig im In- und Ausland das

interessierte Publikum ins Universum.

31. August und 1. Sept., 11 bis 16 Uhr

Kosten: 30,- € pro Person

Familien-Workshop: Astronomie

und Astrofotografie (ab 11 Jahren)

Die Astronomie, die wahrscheinlich älteste

Naturwissenschaft, führte lange Zeit

ein wortwörtliches Schattendasein. In

den Schulen wird sie nicht mehr gelehrt,

der eigentlich sternenübersäte Nachthimmel

ist in den hell erleuchteten Städten

kaum noch sichtbar. Wenn auch Sie

auf den Sternenhimmel und seine Geheimnisse

neugierig sind und wissen

möchten, was man mit erschwinglichen

Teleskopen sehen und fotografieren

kann, dann wird Sie dieser ausführliche

Workshop zur praktischen Astronomie

und Astrofotografie „erleuchten“.

Dauer: 10 Stunden inklusive Beobachtungen

durch ein Teleskop (je nach Wetter),

aufgeteilt auf zwei oder drei Termine.

An Ausstellungsstücken wird die Funktionsweise

von Teleskopen erklärt. Es gibt

genug Zeit, damit die Teilnehmer auch

selber am Teleskop „Hand anlegen“ können.

Teilnehmer: jeder von 12 bis 80 Jahren,

der neugierig auf Naturwissenschaften

ist. Keine Vorkenntnisse notwendig.

„Wenn Sie bereits ein Teleskop besitzen,

aber nicht damit klarkommen, bringen

Sie es doch einfach mit!“

30. Juni, 18 Uhr

Eintritt: 5 € pro Person, ermäßigt 3 €

Vortrag: Mein Himmel - eine astronomische

Reise von der Erde bis in die

Tiefen des Weltalls

„Wenn auch Sie auf den Sternenhimmel

und seine Geheimnisse neugierig sind,

dann wird Sie dieser Vortrag zur praktischen

Astronomie und Astrofotografie

,erleuchten‘. Vorgestellt wird ein reich

bebilderter ,Reisebericht‘ darüber, wie

man Sonne, Mond, Planeten, Sterne, Nebel

und Galaxien mit amateurastronomischen

Teleskopen am Himmel sehen und

fotografieren kann“, lädt das Museum

ein.

An Ausstellungsstücken wird die Funktionsweise

von Teleskopen erklärt. Modelle,

Bilder und Animationen machen

diese faszinierende Naturwissenschaft

für den interessierten Laien und den

fortgeschrittenen Amateurastronomen

verständlich.

Die kosmischen Kreisläufe, die unfassbar

riesigen Dimensionen und die Position

des Menschen als winziger Teil des Kosmos

werden erläutert.

Dauer: 90 Minuten

Teilnehmer: jeder ab 12 Jahren, der neugierig

auf Naturwissenschaften ist. Keine

Vorkenntnisse notwendig.

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aus dem Repetal

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40

Schützen in den

Startlöchern…

Jetzt kann man die Zeit schon in Tagen

und nicht mehr in Wochen oder gar Monaten

rechnen – bis zum Schützenfest in

Attendorn.

Los geht’s am Freitag, 5. Juli, mit dem

Platzkonzert am Pavillon des Seniorenzentrums

St. Liborius um 17 Uhr. Eine

Stunde später folgen die Schützen und

Musiker der Einladung von Bürgermeister

Hilleke, der sich schon zusammen

mit vielen Vertretern aus Rat und Verwaltung

auf das Platzkonzert am Rathaus

freut. Ab 19 Uhr beginnt dann die

Bierprobe auf dem Feuerteich.

Am Samstag, 6. Juli, heißt es dann um 15

Uhr Antreten in den Porten. Gegen 15.50

Uhr folgt der Sternmarsch zum „Alter

Markt“. Das Antreten hier startet um 17

Uhr mit dem Ausmarsch der Fahnen, der

Könige und des Hauptmanns. Märsche

zum Friedhof und zum Bieketurm

schließen sich an. Am Zeughaus der

Schützen folgt dann

ein Standkonzert, bevor

um 20 Uhr rund um

den Bieketurm wieder

Schützenfest gefeiert

wird. Einer der bewegendsten

Momente ist

dann ab 23.30 Uhr der

Große Zapfenstreich

auf dem „Alter Markt“,

bevor der Samstag

dann am Bieketurm

ausklingen kann.

Nun heißt es leider

„früh aufstehen“, denn

der Schützenfestsonntag,

7. Juli, beginnt

schon um 6 Uhr mit dem Weckruf. Um

9.15 Uhr folgt das Antreten auf dem „Alter

Markt“ und das Schützenhochamt

um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche. Rund um

den Bieketurm beginnt um 11 Uhr der

Frühschoppen. Gegen 12 Uhr startet der

Kinderumzug am Seniorenzentrum. Seit

einigen Jahren findet am Schützenfestsonntag

ein Schützenumtrunk im Schatten

des Sauerländer Doms statt. „Pattchens

am Markt“ und „Anheuser-Busch

InBev“ laden zu diesem Event zwischen

18 und 19 Uhr ein. Dann folgt der Festzug

mit vielen Schützen, Musikzügen

und -vereinen, den amtierenden Königen

und ihren Hofstaaten. Ab 20 Uhr

heißt es in der Stadthalle „Jetzt geht die

Party richtig los“ und das Motto wird

schon seit vielen Jahren wörtlich genommen!

Auch der Schützenfestmontag startet

früh: Antreten auf dem „Alter Markt“

um 7.30 Uhr, Marsch zur Vogelsrute,


Schützenfest

WIR SIND ATTENDORN

41

Ich bin Attendorn,

weil...ich mich mit

meiner Frau hier

wohlfühle und wir

unser Rentner dasein

hier ver bringen

dürfen!

Gerhard Schramek

Vogel- und Scheibenschießen, Festzug

zur Stadthalle – so die nüchterne Beschreibung

des Programms. Wahrscheinlich

wird die Realität sehr viel emotionaler,

denn es gilt, die neuen Attendorner

Majestäten zu ermitteln.

Und die Frage „Wer wird

Nachfolger von Vogelkönig

Thomas Wacker und Scheibenkönig

Sebastian Klimpel?“

beschäftigt die Schützen

schon seit Wochen.

Sollte diese Frage dann geklärt

sein, geht es um 11 Uhr

mit der Königsproklamation

und dem anschließenden Festbankett in

der Stadthalle weiter. Einer der absoluten

Höhepunkte des Festes sind dann das

Antreten auf dem „Alter Markt“ und der

anschließende Festzug durch die Straßen

der Stadt – dabei dürfen die

neuen Majestäten und ihre

Hofstaate natürlich nicht

fehlen. Mit dem Festabend

der neuen Könige mit allen

Bürgern um 20 Uhr in der

Stadthalle endet dann das

Schützenfest und es heißt

wieder für alle Schützen:

361 Tage warten….

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42 WIR SIND ATTENDORN

artistischer

komischer

musikalischer

25 Jahre Gauklerfest in Attendorn

Seit 25 Jahren stellen viele

Freiwillige und Sponsoren

ein großartiges Spektakel in

der Hansestadt auf die

Beine. Zum Jubiläum des

Gauklerfestes wird alles

noch artistischer, komischer

und musikalischer.

Am ersten Ferienwochenende,

20. und 21. Juli, treffen

20.000 Besucher auf 60

Shows – auf Varieté, auf

Clownerie, auf Akrobatik,

auf Pantomime und viel

Musik. Von fünf Kontinenten

kommen die über 100

Künstler und Artisten, um

am Samstag und Sonntag

lachfreudige Kinder und Erwachsene

in den Gassen der

Hansestadt und auf den zahlreichen Bühnen

zu belustigen.

Dass Humor eine absolut internationale

Angelegenheit ist, zeigen das poetische

Clowntheater des Argentiniers Tuto Tul

und die Akrobatikeinlagen der Gruppe

Das poetische Clowntheater

des Argentiniers Tuto Tul wird

das Attendorner Publikum

wieder begeistern.

Adesa aus Ghana am Samstagabend

beim Comedy -

festival. Musikalisch vom

Feinsten wird es, wenn die

Jazzkantine die Instrumentenkoffer

aufklappt. Nein,

da wird nicht gekocht, da

wird deutschsprachiger Hip

Hop mit Jazz und Soul verquirlt.

Samstagabend

groovt die neunköpfige

Band los, die schon durch

die halbe Welt getourt ist.

Weiter gefeiert und gelacht,

was das Zwerchfell

aushält, wird am Sonntag

ab 11 Uhr. Im Kinderviertel

gibt es besonders viele Aktionen

und Attraktionen,

an jeder Ecke darf man mitmachen,

spielen oder staunen. Mitsingen

kann man beim Kinderchor der Attandarra-Schule.

Beim CREATE MUSIC! (gefördert

durch das Land NRW) gibt es von

fünf Bands aus Südwestfalen ordentlich

was auf die Ohren.

Die beiden Italiener Stefano und Davide

bringen ganz Europa mit ihrer Show zum

Lachen und überzeugen ihr Publikum mit

ihrem Herz und ihrem Sinn für Humor.

Der amerikanische Comedian Joe Dieffenbacher

bietet mit kulinarischem Slapstick

und verrückter Akrobatik Nahrung

fürs Gehirn, Lachen für den Bauch und

einen Kitzel für die Seele. Die heiß -

blütige Ungarin Mariann Engels begeistert

ihr Publikum stets aufs Neue mit

einem feurigen Cocktail aus waghalsiger

Artistik, frisch-vitaler Fröhlichkeit und

einer berauschend gewagten Seilartistik-

Performance.

Man darf gespannt sein, wer am Ende

des Tages mit dem Jubiläums-KleinKunst-

Preis von der Bühne gehen wird.

Die Beat Brothers Stefano und Davide haben viel

Sinn für Humor. Die beiden Italiener bringen

ganz Europa zum Lachen.

ParkHouse

DJ-Sets beim

Attendorner Gauklerfest

Geschmeidig grooven zu elektronischen

Klängen – that‘s House-

Music at its best. Kirmes-Techno

adé, hier kommt das wahre Verwöhnprogramm

für alle steifen

Glieder. Auf dem Floor werden

die Ohren von einem raffinierten

Mix aus allen Spielarten anspruchsvoller

House-Music

geküsst. Am Sonntag, 21.

Juli, von 15 bis 19 Uhr

drehen die Plattenteller

Fabian Hütte, Nir Mizrahi,

ClausW., Matthias Horn.


Gauklerfest

„CREATE MUSIC!“

Kinder- und Gauklerfest Attendorn erhält Landesförderung

WIR SIND ATTENDORN

43

Chupacabras

Man nehme eine Prise Peru und Spanien,

einen Teelöffel Mexico und Chile, dazu

noch etwas Deutschland und vermenge

dies in Köln zu einer achtköpfigen musikalischen

Combo. Diese kreiert dann aus

Zutaten wie Jazz, Funk, Salsa, Samba und

Blues eine „ChupaStylee“-Musik, die

sämtliche Einflüsse und Vorlieben der

Mitglieder sowie deren kulturelle Hintergründe

beinhaltet. Nach unzähligen Konzerten

und einer immer größer werdenden

Anhängerschar steht eins fest: Die

Chupacabritos erzählen nicht nur urbane

Legenden, die der lateinamerikanischen

Folklore nahe kommen – nein, sie bewegen

das Publikum und den Rest der Welt

durch ihren unverwechselbaren Mix aus

aller Herren Länder. Und mit dem Schlagzeuger

Benedikt Hesse, gebürtig aus

Kirchhundem, kommt als Krönung noch

ein Hauch Heimat mit in den Teig. Bon

Appétit!

Popmusik, die es in sich hat – und das aus

Westfalen-Lippe?! Für wen das zu schön

klingt, um wahr zu sein, der kennt

„CREATE MUSIC!“ nicht: Unter dem engl.

Titel „Visions“ rief das neue Musikprojekt

„CREATE MUSIC!“ am 17. Mai alle

zusammen, die mehr Jugendkultur auf

den Bühnen der Region sehen wollen.

Dazu war es Staatssekretär Bernd Neuendorf

ein wichtiges Anliegen, seine Unterstützung

vor Ort persönlich deutlich zu

machen. „Junge Musiker und Bands

brauchen Beratung und Qualifizierung

zu vielen Themen“, sagte er zum Auftakt

der Visionskonferenz in Paderborn.

Außerdem überreichte Staatssekretär

Bernd Neuendorf den ersten Create Music!-Förderbrief

an Otto Haberkamp vom

Kinder- und Gauklerfest Attendorn. Projektleiter

Yao Houphouet: „CREATE MU-

SIC! ist ein Netzwerkprojekt für die Region

Westfalen-Lippe und soll junge

Bands und Musiker/innen aus dem Bereich

der populären Musik

fördern.“ Dank dieser Unterstützung

wird nun beim Jubiläums-Gauklerfest

am

Sonntag auf dem Feuerteich

wieder ein Nachwuchsfestival

stattfinden können. In Kooperation

mit Musikfestivals

und Kulturvereinen in der Region

hat ein neues Musikteam

fünf Bands aus Südwestfalen

ausgesucht: u.a.

auf Vorschlag des Pushfestivals

Hilchenbach die Band

„Want it“, aus Lüdenscheid

„On the red carpet“, The

Steve Burner Projekt aus dem

Kreis Olpe und als Lokalmatadoren

„Recount“ aus Attendorn.

Wie man es aus der jungen

Rockszene kennt, wird es

ordentlich was auf die Ohren

geben.

Bernd Neuendorf (r.) überreicht gemeinsam mit Projektleiter

Yao Houphouet den ersten CREATE MUSIC! Förderbrief an

Otto Haberkamp (l.).

OROPAX

Der doppelte Halbbruder

Was auf Bühnen erlebt werden kann, wird geboten.

Der gnadenlose Weg des Chaos-Theaters entführt in

den Markt der Möglichkeiten. Übersät von Phantasie,

gepflastert mit Lachtränen, bleiben sämtliche

Regeln des Alltags auf der Strecke.

Was nach Ordnung riecht, wird pulverisiert. Es lebe die ungehemmte

Lebensfreude. Zu verwandt für diese Welt, hat es

das Schicksal gut gemeint mit Volker und Thomas Martins. Sie

sind echte Brüder und somit falsche Freunde. Im täglichen Leben lieben

sie sich, auf der Bühne ist es wesentlich schlimmer. Im Erbgut der beiden

fanden deutsche Metzger ein übergewichtiges Scherz-Gen mit schwerem

Hang zum Vandalismus.


44 WIR SIND ATTENDORN Gauklerfest

Gegen

den kleinen

Durst

Kinderbecher beim

Gauklerfest

Am Sonntag werden an den vier Eingängen

sowie am Spielmarkenstand

in der Kinderspielstraße die Kinderbecher

verkauft. Mit diesen Bechern

bekommen die kleinen Besucher an

allen Gauklerfest-Getränkeständen

und in vielen Restaurants und Cafés

kostenlos Wasser und Apfelsaftschorle

– den ganzen Tag lang. Das

hilft den Kindern schnell bei kleinem

Durst, wenn das Getränk für die

„Großen“ zu viel auf einmal wäre.

Für die Eltern entfällt durch die Kinderbecher

das lästige Herumschleppen

von Durstlöschern.

Mit diesen Bechern gibt es für die kleinen

Gäste in vielen Restaurants und Cafés kostenlos

Wasser und Apfelschorle.

Foto: Gerrit Cramer

Kinderviertel

Mut und Bärenkräfte – Spielmobil und Geschichten

Im Kinderviertel können sich am Gauklerfest-Sonntag,

21. Juli, von 11 bis 18

Uhr die kleinen Ehrengäste den ganzen

Tag lang kostenlos an vielen Aktionsspielen

austoben.

Auf dem Kirchplatz steht das Spielmobil

mit der flinken Rollenrutsche, außerdem

findet man dort die verrückten Gefährten

und eine Wickelstation. Während in

der Kreativ-Ecke gebastelt wird, feiert

die wilde Farbschleuder ihr 25-jähriges

Jubiläum. Der Spielmarkenstand bietet

Laufkarten und Gauklerbecher für die

Kleinen an. Bei vielen Geschicklichkeitsspielen

wie dem Spiegel-Parcours, dem

„heißen Draht“ und „Charlie Brown“

können die Kinder auf ihren Laufkarten

Stempel sammeln und diese dann später

am Spielmarkenstand gegen ein kleines

Geschenk eintauschen. Zwischen Caritas-

Station und Kirche findet ein kleiner Kindertrödelmarkt

statt. Hier bieten Kinder

und Jugendliche Bücher und Spielzeug

an.

Großer Mut und Bärenkräfte sind bei Aktionsspielen

wie dem „Bungee Run“,

beim Sackschlagen, den „Sumoringern“

und der Kletteraktion in schwindelnder

Höhe gefragt. Abgerundet wird das tolle

Familien-Programm durch das rote Jongliermobil,

die Kinder-Bühne, eine Märchenerzählerin

und die Attandarra-Mitmachbühne.

Die Geschichtenerzählerin Petra Griese

erzählt bekannte und unbekannte Märchen

von Helden, Angebern, schlafenden

Prinzessinnen und schlauen Füchsen für

kleine und große Menschen. Mit ihrer

ausdrucksstarken Stimme, lebendiger Mimik

und Gestik nimmt sie die Zuhörer

mit auf eine unvergessliche Reise ins

Märchenland.

„Klasse! Wir singen“

Attandarra-Mitmachbühne

Erstmals nimmt die Attandarra-Grundschule

auf der gleichnamigen „Attandarra“-Bühne

am Gauklerfest teil.

Gemäß dem Motto „Attendorn singt“

werden die Besucher, insbesondere

natürlich die Kinder, viermal zum Mitmachen

und Mitsingen animiert: Der

Schulchor unter Leitung von Sven Mialkas

motiviert mit Musik und Bewegung

zum Mitmachen. Auch Erwachsene sind

herzlich dazu eingeladen. Außerdem

präsentieren die Schülerinnen und

Schüler Lieder aus dem diesjährigen Singevent

„Klasse! Wir singen“ und laden

auch hier zum Mitsingen ein. Die Attandarra-Mitmachbühne

steht vor dem Rathaus

und die Veranstaltungen starten

am Sonntag, 21. Juli, jeweils um 11.45,

14, 15 und 16 Uhr.

Die Schüler der Attandarra-Grundschule laden

zum Mitsingen ein.


WIR SIND ATTENDORN

45

www.aquatherm.de

WIR SIND

EIGENSTÄNDIG. ENTSCHLOSSEN. VERLÄSSLICH. FÜHREND.

aquatherm ist der weltweit führende Hersteller und Anbieter

von Rohrleitungssystemen aus Polypropylen (PP),

die zum Transport von verschiedensten Medien unter

Druck eingesetzt werden. Unsere Rohrleitungssysteme

werden weltweit in Trinkwasser-, Klima-, Sprinklersowie

Flächenheiz- und Kühlsystemen installiert.

Ihre Anwendung finden unsere Produkte „Made in Attendorn“

direkt vor Ort in den „St.-Ursula-Schulen“, dem

„Hanse Hotel“ oder den „Sauerland Pyramiden“; natürlich

auch deutschlandweit z. B. in der „Arena Auf Schalke“

oder dem Kölner Kranhaus „Pandion Vista“; genauso aber

in weiter Ferne, so etwa im „Agbar-Tower“ Barcelona oder

im „Deutsche Bank Place – 126 Phillips-Street“ Sydney.

Dabei achten wir besonders auf umweltfreundliche

Herstellung, 100 % deutsche Qualität und dauerhafte

Sicherheit unserer Produkte. Als innovativer und richtungsweisender

Mittelständler beschäftigen wir weltweit fast

500 entschlossene Mitarbeiter, davon alleine 350 in unserem

Hauptwerk in Attendorn. Insgesamt produzierten

wir 2012 über 45 Mio. Rohrmeter und 91 Mio. Formteile.

Durch intensive Zusammenarbeit mit unseren weltweiten

Vertriebspartnern sind wir derzeit in 75 Ländern erfolgreich.

Dabei ist und bleibt die Stadt Attendorn und das Sauerland

unsere geliebte wie geschätzte Heimat!

WIR SIND


46 WIR SIND ATTENDORN Zahlen, Daten, Fakten

Zahlen, Daten, Fakten

Stadtgebiet

Geographische Lage

der Stadtmitte:

7°54’ östliche Länge

51°07’ nördliche Breite

Stadtgrenze

Größte Nord/Süd-Ausdehnung:

10 Kilometer

Größte Ost/West-Ausdehnung:

11,5 Kilometer

Lage über NN

Niedrigster Punkt:

Bei Borghausen (244 Meter über NN)

Höchster Punkt:

Rüenhardt (Ebbe) (636 Meter über NN)

Flächen

Gesamtfläche:

9785 Hektar

Waldfläche:

5113 Hektar

Wasserfläche:

574 Hektar

Verkehrsfläche:

455 Hektar

Landwirtschaftl. Fläche: 2948 Hektar

Gebäude- und Freifläche: 597 Hektar

Betriebsflächen:

16 Hektar

Erholungsflächen:

32 Hektar

Andere Flächen u. Restflächen: 51 Hektar

Wohnbevölkerung

(Stand 31. Dezember 2012): 24.939

Einwohner männlich: 12.394

Einwohner weiblich: 12.545

● Fitneß

● Gerätetraining

● Kurse

● Bodybuilding

● ProVib

Vibrationstraining

Lifestyle Fitness Attendorn

Südwall 78 · 57439 Attendorn

Tel. 01 52 - 29 73 54 53

lifestyle-fitness-attendorn@web.de

Gern laden wir Sie zum kostenlosen Probetraining ein!

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag: 9.00 Uhr - 22.00 Uhr

Samstag: 9.00 Uhr - 16.00 Uhr

Sonn- und Feiertage:

9.00 Uhr - 13.00 Uhr


Nach dem großen Erfolg des Stadtfestes

Wir sind Attendorn“ im vergangenen

Jahr ist es nun wieder so weit. Die Planungen

für das diesjährige Stadtfest haben

begonnen. Das Stadtfest 2013 findet

am 7. und 8. September statt. Am Sonntag

ist wie gewohnt ab 13 Uhr verkaufsoffen.

Das Thema des diesjährigen Stadtfestes

lautet „Attendorn Wunderland“ und es

wird im wahrsten Sinne des Wortes

Stadtfest

„Attendorn

Wunderland“

„wunderbar“. Mit den verschiedensten

Aktionen wird die Innenstadt in eine mystische,

märchenhafte Stimmung versetzt.

Die Phantasie ist gefragt, ob Mystisches

oder Visionäres. Alles kommt

scheinbar aus einer anderen Welt: Märchenfiguren,

Feen, Elfen und skurrile Gestalten.

Für zwei Tage wird Attendorn

zum Wunderland …

… und wieder sind alle gefragt, dieses

Fest mitzugestalten!

Ich bin Attendorn,

weil ich als gebürtige

Ostfriesin vor 50

Jahren meinen Mann

auf dem Attendorner

Schützenfest

kennengelernt habe

und Attendorn meine

neue Heimat

geworden ist!

Ilse Ginau

WIR SIND ATTENDORN

47

Geplante Aktionsflächen:

Rund ums Rathaus

Kirmes: Fahrgeschäfte und „Kirmesverpflegung“

(Popcorn, gebrannte Mandeln,…)

Kölner Straße

Walk-Acts: Es wird mystisch und märchenhaft

– eine Soundwolke aus mystischer Musik

und Filmmusik durchdringt unsere Stadt.

Alter Markt

Gastromeile: Gastromeile der Attendorner

Wirte im Loungecharakter. „Chillout“ am

Abend mit Beleuchtung und entspannter

DJ-Musik.

Niederste Str.

Autoshow: Attendorner Auto -

häuser präsentieren die Neuheiten

aus ihren Häusern nach dem

Motto „Auto-Wunderland“.

Ennester Str.

Trödelmarkt: Hier wird getrödelt

und getauscht was das Zeug

hält.

Bühne

Kultur pur: Theatergruppen,

Tanzgarden, Chöre, Bands …








IMPRESSUM

Herausgeber:

Hansestadt Attendorn,

Kölner Straße 12, 57439 Attendorn

Verlag: RK Online Verlag GmbH,

Kölner Straße 18, 57368 Lennestadt

Geschäftsführung: Clemens Berghoff, Torsten-Eric Sendler

Projektmanagement, inh. Verantwortung:

Torsten-Eric Sendler

Redaktion: Andrea Vollmert, Anette Leusmann, Tom Kleine

Anzeigen: Uli Kaufmann

Layout/Satz: KurierVerlag Lennestadt GmbH, Willi Sommer

Druck: Dassel-Druck, Arnsberg-Neheim

Auflage: 5000 Exemplare


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