htl up to date 60.pdf - HTL Braunau

htl.braunau.at

htl up to date 60.pdf - HTL Braunau

Studieren

Schulpartnerschaft

Professoren aus Nicaragua

in der HTL | 22

Umweltschutz

Bemalter Bus fährt

durch Braunau | 24

Lesung im LIZ

Ludwig Laher im

LIZ Braunau | 27

Filme

Videos über die HTL

Braunau | 34

htl up to date

Höhere Technische Bundeslehranstalt

und Bundesfachschule Braunau/Inn

Neues aus der HTL Braunau – Ausgabe 60 (Februar 2010)

www.htl-braunau.at


Inhalt | Editorial

Geschätzte Leserinnen und Leser!

Erster österreichischer Schulpreis, Auszeichnung

für Kompetenz im Klimaschutz, Fairness-

Award; dass eine Schule innerhalb kürzester

Zeit drei Auszeichnungen aus Ministerhand

erhält, kommt nicht alle Tage vor! Können wir

das nun in Ruhe genießen? Verdient hätten es

sicher viele von uns. Denn mit durchschnittlichem

Einsatz war das sicher nicht zu machen.

Aber unser Selbstverständnis, eine Schule zu

sein, die vorangeht und nicht nachläuft, wird

uns weiter anspornen und bei unserer täglichen

Arbeit lenken.

Aber es gibt auch eine Reihe von Stolpersteinen,

wo wir die Unterstützung und den Einfluss

aller Ausbildungspartner in Zukunft dringend

benötigen. Denn noch wird uns die Antwort

auf wichtige Fragen vorenthalten:

Warum wurde im gesamten Innviertel nur eine

einzige Neue Mittelschule genehmigt, im Bezirk

Gmunden alleine aber zehn?

Warum sollte der HTL-Ingenieur im europäischen

Qualifikationsrahmen nicht in den Bereich

6 eingestuft werden, wo er nach Meinung

der Industrieellenvereinigung und der meisten

Betriebe hingehört?

Warum werden in Unis und FHs erworbene

Kompetenzen gar nicht oder nur sehr zögerlich

angerechnet, während man gleichzeitig über

mangelnden Kapazitäten klagt? Warum wird

auf diese Art Lebenszeit unserer Jungend achtlos

vergeudet?

Wie sollen wir in Zukunft bei allen Unsicherheiten

im Schulsystem hoch qualifizierte und

motivierte Lehrkräfte finden?

Weder Tourismus, noch Bodenschätze oder

andere Ressourcen im Überfluss, sondern motivierte,

persönlich und fachlich kompetente

junge Menschen waren bis jetzt das Rückgrat

der österreichischen Wohlstandes. Setzen wir

alles daran, dass das auch in Zukunft so bleibt.

Seite

3

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8

14

18

22

28

31

Inhalt

Artikel

Studieren?

Interview mit DI Prexl

Interview mit DI Haller

Schülerteil

Energieproblematik

Schulpartnerschaft

Absolventenverein

HTL-Ball

Impressum

erscheint:

auflage:

autoren:

layout, satz:

titelbild:

fotos:

4 x pro Jahr

4300 Stück

hans blocher, anton planitzer, bernd thallner,

alexander prexl, bernadette himmelbauer, anna haller,

sandra gerner,raffael schöberl, thomas pfandl, johanna casata,

katharina pixner, peter pöchersdorfer, raffael fesel,

andreas wagner, heinrich schlichtner, claudia

raschhofer, christoph steindl, stefan gruber, georg kreilinger

hans blocher, anton planitzer, andreas wagner,

thomas wagner

michael puttinger

wenn nicht anders angegeben, dann privat

(thomas pfandl, michael puttinger, romana

fiala, lena kühleitner, michael weigl)

redaktion:

anton planitzer

betreuerin schülerteil: anita kutzenberger

herausgeber, medieninhaber, verleger:

htl uptodate eigenverlag & red.

hans blocher, htl braunau

osternberg 55, 5280 braunau

tel: 07722 83690 fax: -225

email: htl.braunau@eduhi.at

http://www.htl-braunau.at

2 | HTL up to date


Studieren

Studieren?

Die Entscheidung zwischen Studium oder sofortigem

Berufseinstieg ist für viele HTL-Schüler/innen schwierig.

Auch die Frage der Studienwahl ist alles andere als leicht.

Vielleicht helfen die folgenden Überlegungen.

Soll ich studieren?

Für etliche ist die Sache klar. Der

Wissensdurst ist groß und das Interesse an

genauerer Erklärung hilft bei der Entscheidung

für ein Studium. Viele Schüler/innen sind aber

längere Zeit unschlüssig. Soll man nicht doch

lieber finanziell selbständig werden und arbeiten

gehen? Man ist ja schließlich den Eltern lange

genug auf der Tasche gelegen und will nun mit

dem eigenen Geld das machen, was man selbst

will. Außerdem gibt’s Untersuchungen, dass die

Lebensverdienstsumme im Schnitt bei den HTL-

Absolventen/innen, die direkt in den Beruf eingestiegen

sind, die höchste aller Erwerbstätigen

ist. Andererseits sind die Karriereaussichten

von FH- oder Uni-Abgänger/innen deutlich

höher und die Erfahrungen, die ein Studium

in einer neuen Umgebung bietet, eine wirklich

große Bereicherung. Kann man überhaupt allgemeine

Aussagen bei dieser Frage treffen?

Zwei Grundvoraussetzungen

fürs Studieren

Eine Tatsache kristallisiert sich bei der

Befragung von Studenten/innen meist sehr

rasch heraus: Das in den allermeisten Fällen

sehr anstrengende Studium ist nur zu schaffen,

wenn man Interesse am Fachgebiet mitbringt.

Ein Studium des späteren Verdienstes

oder des akademischen Grades wegen ist kaum

machbar. Ohne Interesse am Fachgebiet ist die

HTL up to date | 3


Gefahr des Scheiterns groß. Und ein zweites

Kriterium betonen sehr viele Studenten/innen:

Es lohnt sich wirklich, wenn man viel Zeit in

die Studienwahl investiert. Mit einem kurzen

Besuch bei einer Studieninformationsmesse

oder einer flüchtigen Internetrecherche schafft

man keine gute Entscheidungsgrundlage.

Ausgiebige Informationsbeschaffung vom

Leitfaden für Studieneinsteiger/innen bis zum

detaillierten Studienplan ist eine Voraussetzung.

Gespräche mit Freunden, Studenten/innen

der zur Wahl stehenden Studienrichtung

und professionellen Berater/innen (z.B. bei

Studieninformationsmessen) sind ausgesprochen

wichtig. Gute Ratschläge liefern oft auch

Personen, die einen genauer kennen, von

Familienangehörigen über (ehemalige) Lehrer/

innen bis zu guten Bekannten reicht hier die

Liste. Oft hilft auch ein Besuch vor Ort. Ein

oder mehrere Schnuppertag(e) an möglichen

Studienorten helfen oft bei Entscheidungen.

Studienbedingungen – jede/r hat einen gut ausgestatteten

Arbeitsplatz – und auf die berechenbare

Studiendauer – Überschreitungen von mehreren

Semestern gibt es an FHs nicht. Als zusätzlicher

Pluspunkt wird die Praxisorientierung

der Ausbildung angegeben. Hier setzt die

Kritik mancher Uni-Befürworter ein: die FHs

seien zu verschult, es gäbe Anwesenheitspflicht

und kaum Wahlmöglichkeit bei den

Lehrveranstaltungen. Als Pluspunkte für die

Universitäten werden umfassende theoretische

Kenntnisse, anerkannte und gekannte

Abschlüsse und die Gestaltungsmöglichkeit im

Bereich des Studiums angeführt. Wesentlich

für eine Entscheidung Fachhochschule oder

Universität ist sicher auch die Persönlichkeit

der/des Bewerbers/in. Freiere Gestaltung des

Studiums und überlaufene Studienrichtungen

an der Uni verlangen sicher ein höheres

Maß an Organisiertheit als ein Studium an

Fachhochschulen.

Eine FH oder eine Uni?

Etwas über 220.000 Uni-Studenten/innen

hat es 2008 gegeben, fast 34.000 haben eine

Fachhochschule besucht. Seit der Einrichtung

von Fachhochschulen steigt die Zahl der

Studenten/innen und der Studiengänge im

FH-Bereich kontinuierlich an. Die Befürworter

der FHs verweisen auf die ausgezeichneten

4 | HTL up to date


Studieren

Flexibilität,

Selbstorganisation und

Leben in der Großstadt

Dipl.-Ing. Alexander Prexl, Absolvent der TU München, sieht darin

wesentliche Punkte des Studiums an einer großen Universität.

Warum bist du studieren gegangen?

Der Wunsch nach der Matura ein Studium aufzunehmen

war bei mir schon sehr lange da gewesen.

In erster Linie war es das fachliche Interesse,

das mich dazu bewegt hat, nach der Schule eine

akademische Ausbildung anzustreben.

Was hat dir beim Studium gefallen?

Besonders gefallen hat mir am Studium die

Möglichkeit, eigenverantwortlich zu lernen.

Insbesondere die Universität bietet die

Möglichkeit, seine Fächer und Vorlesungen in

weiten Bereichen selbst zusammenzustellen, so

dass man nach seinen eigenen Interessen und

Neigungen sein Studium organisieren kann.

Natürlich hab ich auch die zeitliche Flexibilität

eines Studiums in der Großstadt genossen, so

dass ich auch während der Vorlesungszeiten

arbeiten konnte und auch die Freizeit nicht zu

kurz kam.

Was kannst du von deinem Studium momentan

gebrauchen, was hat dir das Studium

gebracht?

In erster Linie ist es natürlich das fachliche

Wissen. Darüber hinaus ist es aber auch die

Fähigkeit, sich auf Basis seiner Grundlagen

schnell in neue Themen einzuarbeiten. Während

des Studiums lernt man, sich selbst mithilfe von

Büchern eigenständig neues Wissen anzueignen.

Dipl.-Ing. Alexander Prexl

2003 Matura HTL Braunau, Mechatronik

2003-2008 Studium des allgemeinen Maschinenbaus

mit den Fachrichtungen Produktionstechnik

und Fahrzeugtechnik an

der TU in München

seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am

Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen

der TU München

HTL up to date | 5


Studieren

Komplexe Probleme

lösen

MMag. Dipl.-Ing. Dr. Bernd Thallner erläutert, was

ihm bei seinen Studien wichtig war – fundiertes

Grundlagenwissen und die Fähigkeit Probleme

selbständig zu strukturieren und zu lösen.

Ing. MMag. Dipl.-Ing. Dr. Bernd Thallner

6/1996 Matura an der HTL

10/1996 bis 6/1997 Präsenzdienst Fernmelder in Hörsching

10/1997 bis 2/2001 Studium Informatik an der TU Wien

6/2001 bis 6/2005 Forschungsassistent

3/2001 bis 2/2003 Studium Wirtschaftsinformatik

10/2002 bis 5/2005 Doktoratsstudium an der TU Wien

10/2004 bis 5/2006 Studium Informatikmanagement

seit 8/2005 bei der Firma TGW in Wels beschäftigt,

seit 6/2008 Leiter der Entwicklungsabteilung.

Warum sind Sie studieren gegangen?

Die HTL hat meine Leidenschaft an

der Informatik richtig geweckt. In der

4. und 5. Klasse konnte ich nicht genug

von den technischen Fächern bekommen

und habe mich in der Freizeit

auch viel mit dem Thema beschäftigt.

Nachdem das Interesse geweckt und

die letzten Jahre der HTL wie im Flug

vergangen waren, war für mich klar,

dass ich meinen Ausbildungsweg am

besten mit dem Studium an der TU

Wien fortsetze.

Die Flexibilität, die Freiheit und

die Möglichkeit sich auf seine

Interessensgebiete zu fokussieren. Ich

habe gerade in den ersten Studienjahren

viele Fächer aus höheren Semestern

besucht sowie Vorlesungen, die fachlich

nichts mit meiner Studienrichtung zu

tun hatten (z.B. Wirtschaft). Erst später

beschloss ich, das zugehörige Studium

auch abzuschließen.

Was hat Ihnen beim Studium gefallen?

Was können Sie

von Ihrem Studium

momentan gebrauchen,

was hat

Ihnen das Studium

gebracht?

Hier gibt es aus meiner

Sicht einen fachlichen

und einen persönlichen

Aspekt:

In den ersten

Berufsjahren profitierte

ich insbesondere vom

fundierten fachlichen

Wissen, das ich mir an

der Technischen Universität angeeignet

habe. Ich war in sehr vielen Bereichen

am neuesten Stand der Technik, aber

bereits nach wenigen Berufsjahren holten

junge Arbeitskollegen, die frisch von

der HTL oder FH kamen, in einigen

Bereichen auf. Ich konnte neben Beruf

und Privatleben fachlich nicht in allen

Bereichen am neuesten Stand bleiben.

Da kamen mir die Grundlagen und das

gute solide Fundament sowohl von der

Ausbildung an der HTL als auch von

der Universität zugute. Dies unterstützt

mich bis heute bei meiner Tätigkeit

als Führungskraft, in Diskussionen

und Entscheidungen. Gerade in einem

Bereich wie der Informatik, in dem sich

alles wahnsinnig schnell verändert, ist

dies von hohem Wert.

Ein zweiter wesentlicher Aspekt, den ich

auf der Universität erlernt habe (und

das ist unabhängig von der konkreten

Fachrichtung), ist die Fähigkeit, auch

komplexe Probleme zu strukturieren

und eigenständig zu lösen, mir Themen

selbständig zu erarbeiten, nach den

Hintergründen und Zusammenhängen

zu suchen und – etwas allgemein – eine

unvoreingenommene offene Denkweise.

Das ist für mich persönlich das wertvollste

Gut, das mir die Universität

vermittelt hat, das ich in meinem derzeitigen

Beruf am meisten gebrauchen

kann und das völlig unabhängig ist von

zeitlichen Veränderungen in meiner

Fachdisziplin.

6 | HTL up to date


Studieren

Breites Fachwissen mit

Praxisbezug

Dipl.-Ing. (FH) Bernadette Himmelbauer berichtet

vom Studium an der FH Salzburg.

Warum bist du studieren gegangen?

Obwohl ich meine Entscheidung für ein Studium

erst verhältnismäßig spät traf, war mir eigentlich

von Anfang an klar, dass das in der HTL

Gelernte zwar gut, aber für mich persönlich

noch zu wenig war. Deshalb war meine größte

Motivation, Neues zu lernen.

Die Wahl fiel aus mehreren Gründen auf

ITS. Besonders ausschlaggebend war dabei

einerseits die breite Ausbildung im Bereich

Informationstechnik und eine Spezialisierung

im Bereich Signalverarbeitung. Andererseits

war mir der Praxisbezug eines Fachhochschul-

Studiums wichtig.

Was hat dir beim Studium gefallen?

An meinem Studium hat mir im Speziellen die

Balance zwischen der breiten IT-Basisausbildung

und den Fachkenntnissen in Embedded Design

und Signalverarbeitung gefallen. Gerade dies bot

mir verstärkt die Möglichkeit, genauer feststellen

zu können, worin mein besonderes Interesse

liegt. Dies halte ich auch im Allgemeinen für

einen großen Vorteil eines Studiums: mehr

Spielraum zu haben, um das eigene Interesse

entdecken zu können.

Natürlich sind auch einige Klischees des

Studentenlebens nette Faktoren, die für ein

Studium sprechen.

Was kannst du von deinem

Studium momentan gebrauchen?

Da ich momentan als

Forschungsassistentin am

Studiengang arbeite, hat

mich das Studium sehr passend

auf meine derzeitigen

Tätigkeitsbereiche vorbereitet.

Mir ist es möglich, mein im

Studium erworbenes Wissen

auch wirklich am Arbeitsplatz

umsetzen zu können.

Dipl.-Ing. (FH) Bernadette

Himmelbauer

Bachelor & Master

Vollzeit & Berufsbegleitend

Ein Studium, viele Möglichkeiten

Medieninformatik

Netzwerk- & Kommunikationstechnik

Industrielle Informationstechnik

NEU: Mechatronik*

*vorbehaltlich Genehmigung

durch den Fachhochschulrat

| Adaptive Software Systems

| Convergent Networking & Mobility

| Embedded Signal Processing

| E-Health

www.fh-salzburg.ac.at/its

2006 Matura an der HTL Braunau; Technische Informatik –

Mediendesign und Kommunikationstechnik

2006-2009 Diplomstudium Informationstechnik & System-

Management (ITS) an der FH Salzburg

Momentan tätig als Forschungsassistentin am Studiengang

Informationstechnik & System-Management im

Bereich Industrielle Systeme & Signalverarbeitung und

berufsbegleitendes Masterstudium

HTL up to date | 7


Studieren

Gratulation,

Frau Universitätsassistentin!

Erstmals hat mit Dipl.-Ing. Anna Haller eine Absolventin

der HTL das Elektrotechnikstudium abgeschlossen.

Anna Haller ist nun als Universitätsassistentin an der

TU Wien tätig und arbeitet an ihrer Dissertation.

2003 hat Anna Haller an der HTL Braunau

maturiert. Sie war im ersten Jahrgang des

schulautonomen Zweiges Mediendesign

(Höhere Abteilung Elektronik/Technische

Informatik). Im Anschluss an die Matura hat

Frau Haller an der TU Wien Elektrotechnik zu

studieren begonnen. Sie hat das Bachelor-

Studium und dann auch das Master-Studium

abgeschlossen und ist Ende 2009 mit

Auszeichnung zur Dipl.-Ing. spondiert worden.

Während ihres Studiums hat sie im Rahmen

eines Erasmus-Stipendiums ein halbes Jahr in

Glasgow (Schottland) studiert und Praktika in

Berlin und Manipal (Indien) absolviert. 2009

hat Anna Haller unter 40 Bewerberinnen das

erstmals vergebene „Verbund Frauen

Stipendium“ der TU Wien erhalten. Im folgenden

Interview nimmt sie zu einigen Fragen

rund um ihr Studium Stellung.

htl up to date: Wie war das eigentlich bei dir

mit deiner Studienentscheidung?

Haller: Für mich war es eigentlich immer klar,

dass ich studieren will. Ich bin ein wissbegieriger

Mensch und meine Umgebung hat die Zeit des

Studierens immer als sehr positiv und interessant

dargestellt. Ich hab mich im Abschlussjahr

intensiv mit der Studienwahl auseinandergesetzt

und mir in Wien die WU, die BOKU und

die TU näher angesehen. Zuletzt standen dann

Lebensmittel- und Biotechnologie an der BOKU

sowie Technische Informatik und Elektrotechnik

an der TU zur Auswahl. Entschieden habe ich

mich dann nach einer genaueren Durchsicht der

Studienpläne. Ich habe mir viel Zeit für diese

Entscheidung genommen, aber das war wirklich

wichtig und auch richtig so, denke ich.

htl up to date: Welche Erinnerungen verbindest

du mit dem Studium?

Haller: Ganz wichtig war mir die Arbeitsgruppe

während des Bachelor-Studiums. Rund 20

Studierende, darunter zwei Frauen, haben

gemeinsam Übungen, Vorlesungen und andere

Lehrveranstaltungen vorbereitet und wirklich

8 | HTL up to date


Studieren

effiziente Arbeit geleistet, gleichzeitig haben sich

aus dieser Lerngruppe sehr gute Freundschaften

entwickelt. Interessanterweise war das „Frauen-

Thema“ nie von Bedeutung, aber vielleicht hängt

das damit zusammen, dass ich von der HTL eine

männerdominierte Umgebung gewohnt war.

Ganz wichtig war mir während des Studiums

das selbstbestimmte Arbeiten. Trotz Arbeitsstress

und Prüfungsdruck konnte ich mir meine Zeit

immer selbst einteilen. Das hat für mich hohen

Wert und stellt ein Privileg der Studenten/innen

dar.

htl up to date: Wo profitierst du jetzt vom

Studium?

Haller: Mich hat wissenschaftliches Arbeiten

sehr rasch interessiert und das bekommt man

vor allem an der Uni vermittelt. Durch meine

Tätigkeit als Tutorin habe ich auch erste

Erfahrungen in der Betreuung von Studenten/

innen sammeln können und ich freue mich

schon auf das kommende Wintersemester, in

dem ich erstmals selbst eine Lehrveranstaltung

betreuen werde.

HTL-Zeit zurück und habe damals eine Reihe

von Freunden/innen gefunden, mit denen ich

nach wie vor in Kontakt bin. Mit wichtigen

Bildungsbereichen wie etwa Literatur, Geschichte

oder Sprachen, welche durch die fachspezifische

Ausbildung der HTL im Lehrplan unterrepräsentiert

sind, habe ich mich in meiner Freizeit

beschäftigt. Insgesamt kann ich persönlich die

HTL-Ausbildung sehr empfehlen.

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel

Erfolg beim weiteren Studium.

htl up to date: Eine letzte Frage: wie siehst du

aus dem Abstand deine Ausbildung an der

HTL in Braunau?

Haller: Neben den fachlichen Grundlagen, die

ich in der HTL Braunau erwerben konnte, habe

ich in der HTL sicher meine sozialen Fähigkeiten

ausgebaut. Ich war drei Jahre Klassensprecherin,

war zwei Mal beim Maturaball-Komitee und

habe auch in der Öffentlichkeitsarbeit der

HTL mitgearbeitet. Ich blicke gerne auf meine

HTL up to date | 9


Studieren

Fotos: Digitalstock.de, Fotolia

Scharf auf Karriere?

Wag den Sprung!

INFO-DAYS: 12.03.2010 / 03.12.2010

HAGENBERG • LINZ • STEYR • WELS

UMWELT TECHNIK KOMMUNIKATION INFORMATIK

MEDIEN GESUNDHEIT SOZIALES MANAGEMENT

Studium mit Zukunft in Oberösterreich

Studium mit Zukunft

Tag der Offenen Tür

28. April 2010, ab 9 Uhr

Naturwissenschaftliche Fakultät

Hellbrunnerstr. 34, Salzburg

Image: http://www.wordle.net

http://infstudium.sbg.ac.at

10 | HTL up to date


Studieren

Teilnehmer der Studieninformationsbörse

Universitäten

Fachhochschulen

• TU Wien

• WUWien

• BOKU Wien

• TU Graz

• TU München

• Johannes Keppler

Universität Linz

• Montan Universität

Leoben

• Universität Passau

• Universität Salzburg

• FH Oberösterreich

• FH Salzburg

• FH Joanneum

• FH Kufstein

• FH Kärnten

• FH Technikum Wien

• FH Oberösterreich –

Standort Wels

• FH Oberösterreich –

Standort Hagenberg

• Pädagogische Hochschule

der Diözese Linz

• Studienbeihilfen-Behörde

Nützliche Links rund ums Thema Studium

Aufnahmebedingungen für die österreichischen Hochschulen

http://www.bmwf.gv.at/wissenschaft/national/studieren_in_oesterreich/informationen/aufnahme_an_universitaeten/

Überblick über die österreichischen Universitäten

http://www.bmwf.gv.at/wissenschaft/national/studieren_in_oesterreich/universitaeten/oeffentliche_universitaeten/

Übersicht Fachhochschulen

http://www.fachhochschulen.ac.at/

Bewerbung an Fachhochschulen

http://www.fh-plattform.at/netautor/napro4/appl/na_professional/parse.php?id=2500%2C%2C2139%2C

Informationen rund ums Studieren

http://www.studieren.at/

Hilfe bei Entscheidungen und Problemen

www.studentenberatung.at

Checkliste für Erstsemestrige

http://www.oeh.uni-linz.ac.at/files/Checklise%20Erstsemestrige.pdf

Infos der Österreichischen Hochschülerschaft

http://www.oeh.ac.at/studieren/

Geldangelegenheiten

http://www.stipendium.at

Wohnen

www.oeh.ac.at/wohnen/studierendenheime/

http://www.bmwf.gv.at/wissenschaft/national/studienfoerderung/studentenheime/uebersicht/

HTL up to date | 11


Studieren

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12 | HTL up to date


Studieren

Die Bewertung der BHS-Ausbildung

beim Studium ist unfair …

Anton Planitzer ärgert sich über die mangelnde

Anrechnung von Kenntnissen an FHs und Unis.

Mehrmals jedes Jahr ärgere ich mich über so

manche Fachhochschule und Universität.

Ganz besonders aber ärgere ich mich über das

Bildungs- und das Wissenschaftsministerium.

Warum? Weil die HTL-Ausbildung (und

die der anderen Berufsbildenden Höheren

Schulen) nicht entsprechend honoriert wird.

Wenn HTLer fünf Jahre jede Woche 37

Stunden in die Schule gehen und nach der

Matura ein Studium beginnen, dann wird die

damit erbrachte Leistung bei vielen facheinschlägigen

Studiengängen nicht angerechnet.

Ich finde es z.B. wirklich ein ausgesprochen

unfaires und abgehobenes Vorgehen,

wenn einem Absolventen, einer Absolventin

der Abteilung Elektronik, die/der in fünf

Jahren mindestens 17 Jahreswochenstunden

Programmieren hatte, ab 2010 keine einzige

Stunde mehr für sein Informatikstudium an

der TU Wien angerechnet wird. Oder wenn es

eine Reihe von FHs gibt, die die Unterschiede

zwischen Absolventen facheinschlägiger HTL-

Richtungen und anderen Maturanten/innen

einfach übergehen. Ich halte es schlicht für

eine enorme Vergeudung von Ressourcen, dass

nicht alle BHS-Maturanten/innen in ihrem

facheinschlägigen Bereich mindestens ein,

wenn nicht zwei Semester eines Studiums erlassen

bekommen. Warum wird nicht die Leistung

in den fünften Klassen in ECTS-Punkte umgerechnet?

Wo sind die Verhandlung zwischen

Unterrichts- und Wissenschaftsministerium in

dieser Frage? Unsere Absolvent/innen erzählen

mir, dass sie an den technischen Studiengängen

der Fachhochschulen und der Universitäten

wirklich deutliche Wissenvorsprünge haben,

warum wird das nicht abgegolten?

Aber ich will nicht bei meinem Ärger bleiben.

Einige Fachhochschulen (so z.B. Salzburg, Wels,

auch die FH Technikum Wien) haben Modelle

entwickelt, wie sie die Vorkenntnisse der

Studenten/innen überprüfen und anrechnen.

Da kann es dann sein, dass man mit einigen

Zusatzprüfungen ins 3. Semester einsteigt und

ein ganzes Jahr sparen kann. Ich hoffe sehr, dass

solche Modelle eine Beispielwirkung haben und

dass sie vor allem auf dem „Studentenmarkt“

solchen FHs deutliche Vorteile bringen.

Und noch eins: Jeder BHS-Absolvent, jede BHS-

Absolventin soll, wenn er/sie ein facheinschlägiges

Studium ergreift, zur Studienabteilung

gehen und fragen, ob da Stunden angerechnet

werden und sich beschweren, wenn dies nicht

der Fall ist. Ein wenig hoffe ich auch auf die

Direktoren und Landesschulinspektoren – bitte

bringen Sie diese Frage immer wieder in die

Gespräche mit den Bildungsverantwortlichen

ein. Es gibt auch jenseits von Gesamtschule

und Lehre mit Matura Fragen, die es wert sind,

diskutiert zu werden. Und die faire Bewertung

der BHS-Ausbildung gehört dazu!

Anton Planitzer

HTL up to date | 13


Schüler/innen

Johanna Casata

Facebook: lebensnotwendige

Seuche

Jetzt registrieren! Es ist

kostenlos! Jeder kann

beitreten!

Diese Worte finden sich

auf der Facebook-Startseite.

Wie wahr, wie wahr,

alle Welt ist auf Facebook!

Ironischerweise bin ich,

während ich das hier

schreibe, selbst gerade

online. „Ironischerweise“

deshalb, weil dieser Artikel

ursprünglich als kritische

Betrachtung geplant

war, mich das ungeheure

Suchtpotential dieser

Kommunkationsplattform

nun aber leider zu einer

Lobeshymne veranlassen

wird – so irgendwie halt.

Nun gut, sehen wir den

Tatsachen ins Auge:

Facebook hat sich wie eine

Seuche in der Bevölkerung

ausgebreitet. Schlimmer

noch als Schweinegrippe.

Und es herrscht eindeutig

eine ambivalente

Meinung darüber vor. Ich

selbst bin auch zwiegespalten.

Auf der einen Seite

sehe ich eine gewisse

Wahrscheinlichkeit, dass

ich aufgrund von Facebook

meine Matura heuer

nicht schaffen werde;

andererseits aber genieße

ich den Komfort, den diese

Website bietet, wirklich

sehr, denn sie zeichnet

sich durch ein Merkmal

aus, das auch jede andere

Seuche kennzeichnet: Die

meisten hat‘s erwischt.

Das “Gesichtsbuch“,

wie es liebevoll unter

den deutschsprachigen

Nutzern genannt wird,

stellt, wenn man es aufs

Wesentliche reduziert,

eine Möglichkeit dar, mit

anderen Menschen in Ver-

Die Uni brennt!

Und die Schule?

Den Mensch im Mittelpunkt möchte Raffael

Schöberl. Darum kämpft er für mehr Mitsprache an den Schulen.

Die Situation an den österreichischen

Hochschulen finden viele Studierende

unerträglich, sie sind unzufrieden und als Folge

dessen haben sie in ganz Österreich Hörsäle über

Wochen hinweg besetzt. Die Beweggründe für

diese fast schon vergessene Form des Protests

mögen an den verschiedensten Universitäten

unterschiedlicher Natur sein, vorhanden waren

sie aber auf jeden Fall. So reicht das Geld an den

meisten Unis kaum, um den Regelbetrieb mit

angemessener Ausstattung der Lehrräume aufrecht

zu erhalten. Es herrscht ein akuter Mangel

an Lehrkräften, und etliche Vorlesungen sind

geradezu hoffnungslos überfüllt. Doch nicht

nur Unis, auch viele unserer Schulen drohen

aus finanziellen Gründen einen intellektuellen

Hungertod zu sterben.

Wir wollen kein Stück vom Kuchen – wir wollen

die Bäckerei!

Unter der Parole „Wir sind hier und wir sind

laut, weil man uns die Bildung klaut“, gingen im

April letzten Jahres zehntausende Schülerinnen

und Schüler auf die Barrikaden. Alles hatte

damit begonnen, dass sich Österreichs Schüler/

innenschaft mit ihren Lehrkräften solidarisierte,

als von Regierungsseite unbezahlte Mehrarbeit

eben dieser gefordert wurde. Ausgeweitet hatten

sich die Bildungsproteste dann aber schnell

und vor allem ging es darum, ein größeres

Mitspracherecht zu erwirken.

Mitentscheiden und mitgestalten? – Fehlanzeige!

Ein gerade aktuelles Thema wie die Einführung

der Zentralmatura zeigt, was ich meine. Gefragt

hat uns dazu nämlich niemand. Dass die gleiche

Behandlung aller Maturant/innen „garantiert“

wird, ist wohl der einzige Pluspunkt,

der der Zentralmatura anzurechnen ist. Auf

der Gegenseite wird mittels Normierung des

Unterrichts über all unsere Stärken, Schwächen

und Interessen drübergefahren. Jede nur

erdenkliche Form der Selbstbestimmung und

Kreativität wird erdrückt.

Wessen Schule? Unsere Schule!

Für das Leben lernt man, oder sollte es etwa

nicht so sein? Die durchschnittliche Schulwoche

bei uns an der HTL sieht in etwa wie folgt aus:

TKHF-Skriptum von Seite 124 bis Seite 178,

für den Test in IE die Seiten 70 bis 110 und in

Mathematik die Aufgaben seit 10. November

für die Schularbeit lernen. Die Fächer können

freilich je nach Fachrichtung beliebig ausgetauscht

werden, einen Unterschied wird’s

wohl kaum geben (ohne dabei alles über einen

Kamm scheren zu wollen). Etwas salopp ausgedrückt

passt für dieses Szenario der Begriff

„Bulimie-Bildung“ wie die Faust aufs Aug‘:

Man frisst den gesamten Lernstoff in möglichst

kurzer Zeit in sich rein, um ihn dann in den

Prüfungen wieder erbrechen zu können – und

nichts bleibt davon hängen.

14 | HTL up to date


Schüler/innen

Damit wird allerdings jegliches vorhandene

Interesse zerstört: Hier gibt es keine

Selbstständigkeit, keine Freiräume und keine

Mitbestimmung am Unterricht. Damit wir

aber als junge Menschen lernen können, so

sehe ich das zumindest, brauchen wir einen

Platz, wo auf unsere individuellen Fähigkeiten

und Bedürfnisse eingegangen wird, wo wir

auch selbstständig und kreativ sein können.

Schule wird von der übergroßen Mehrheit der

Schüler/innen nämlich nicht als Ort, an dem

man sich gerne aufhält, gesehen, sondern ganz

im Gegenteil: Schule wird mit Zwang, Druck,

Stress und in vieler Hinsicht wird sie auch mit

Angst verbunden.

Unsere Schulausbildung hat mit dem eigentlichen

Begriff „Bildung“ nur mehr wenig

gemeinsam, denn Bildung selbst versteht sich

als Emanzipation der Menschen (um Wikipedia

zu bemühen: Bildung bezeichnet das Lernen

Buchrezension: Der Brenner

und der liebe Gott

Mit seiner eigenwilligen Sprache und seinem

eigenwilligen Helden hat sich der

Autor Wolf Haas eine stetig wachsende Fan-

Gemeinde geschaffen. In „Der Brenner und

der liebe Gott“ lässt er seine Figur in eigener

Sache im Sumpf der Bau-, Abtreibungs- und

Abtreibungsgegnerbranche recherchieren.

Dabei stochert der dank seiner Tabletten teils

benebelte, teils aber auch zu detektivischer

Hochform auflaufende Brenner in einer wahren

Kloake aus bürgerlicher Doppelmoral,

politischer Heuchelei und krimineller Energie

herum.

Der Brenner hat endlich einen guten Job gefunden.

Er chauffiert die kleine Helena, das Kind

eines Baulöwen und einer Abtreibungsärztin.

Aber dann passiert doch wieder etwas; plötzlich

verschwindet die Helena. Und der Brenner

muss doch wieder Detektiv spielen. Alles beginnt

mit einer Tafel Schokolade – und endet auch

mit dieser.

Haas lässt den Brenner diesmal ein bisschen

sonderbar erscheinen, er recherchiert nicht

geradeaus, sondern verzettelt sich auf Um- und

Abwegen und stößt dabei immer wieder auf

den lieben Gott!

als Formung des Menschen im Hinblick auf

sein „Menschsein“). Schule dagegen steht

heute vielmehr für eine reine Ausbildung. Im

Allgemeinen ist eine gute Ausbildung auch

nicht unbedingt etwas Negatives, doch der

Knackpunkt liegt in unserer Gesellschaft:

Menschen werden als Kostenfaktor begriffen,

entscheidend ist nicht ihre freie Entwicklung,

sondern ihre Nützlichkeit und Verwertbarkeit

in der Wirtschaft. Besonders Flexibilität

und Gehorsamkeit gelten in der Arbeitswelt

als wichtig für den beruflichen Aufstieg,

Diskussions- und Kritikfähigkeit sind oftmals

nicht nur nicht erwünscht, sondern werden gar

als störend empfunden. Und gerade auf eine

solche Mentalität werden wir in der Schule hin

trainiert. Ist das der Weisheit wirklich letzter

Schluss?

Raffael Schöberl

Österreichs bekannter Privatdetektiv auf sonderbaren Abwegen

und doch in alter Hochform.

Dieses Buch ist ein mitreißender und interessanter

Kriminalroman, der es auf jeden Fall

wert ist gelesen zu werden. Es wird von Anfang

an Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss

nicht nachlässt. Ich empfehle dieses Buch allen,

die gerne lesen. Und besonders wenn man

gerne Romane von Wolf Haas liest, darf dieses

Buch nicht fehlen.

Thomas Pfandl

bindung zu treten. Nichts

anderes als ein Telefon

eigentlich, nur halt mit

Bildern – und „Gesichtern“.

Natürlich gibt es aber

noch einiges Drumherum,

und dieses Drumherum

ist meiner Meinung nach

das, was Kritik verdient. Ein

Beispiel:

Ich selber verbringe

aufgrund von akuter Langeweile

oft Stunden vor

dem Computer, in denen

ich sinnlos auf Facebook

herumsurfe. Eine sehr

beliebte Beschäftigung ist

es, Gruppen beizutreten,

von denen es mittlerweile

wahrscheinlich einige

Zehntausend gibt. Das ist

reines Zeittotschlagen.

Vor einiger Zeit bin ich

sogar auf eine Gruppe mit

folgendem Namen gestoßen:

“When I´m bored

I join tons of groups on

Facebook.“ Diejenigen, die

der englischen Sprache

mächtig sind, werden

die Ironie erkennen. Ich

erkannte sie jedenfalls und

bin der Gruppe beigetreten

...

Ich könnte an dieser Stelle

noch einige solche Sachen

aufzählen, aber das würde,

wie man so schön sagt,

den Rahmen sprengen

... und außerdem hält

es mich vom Surfen auf

den Facebook-Seiten der

Freunde meiner Freunde

ab.

Naja, lange Rede, kurzer

Sinn: Facebook hält uns

zwar vom Lernen ab (und

in einigen sehr extremen

Fällen wohl auch vom

Schlafen und Essen), ist

aber meiner Meinung

nach trotzdem eine tolle

Einrichtung.

Oder: Wer seine Prioritäten

nicht setzen kann, ist

zwangsläufig bei Facebook

registriert.

Johanna Casata

HTL up to date | 15


Schüler/innen

Unsere Autor/innen

„Welcher Lehrer der HTL

Braunau bist du?“ –

ein spezielles Facebook-Quiz

Raffael Schöberl

Sandra Gerner

Thomas Pfandl


Do you need friends? Create your own

account on Facebook.“ So gut wie jeder ist

dem seit kurzem entstandenen Facebook-Hype

verfallen. Unter unzähligen Tests, Spielen und

anderen Aktivitäten findet sich auch ein Quiz

über die HTL Braunau.

„Welcher Lehrer der HTL Braunau bist du?“

wurde bereits vor rund einem Jahr gemacht.

Inspiriert von anderen Schulen, die bereits

ein Quiz erstellt hatten, beschloss Fabian

Scheipel (16) aus der 2DHELI auch für die

HTL Braunau so ein Quiz zu gestalten. Es gab

viele Reaktionen auf das Quiz, die auch den

Unterricht teilweise beeinflussten. „Ich finde

das Quiz wirklich witzig. Unsere Lehrer/innen

sind sehr lustig dargestellt“, ist eine Meinung,

die wir mehrmals gehört haben.

Fabian hat das Quiz, wie er erzählt, eigentlich

aus Langeweile gemacht und war von der

positiven Reaktion überrascht. Sehr viele HTL-

Schüler/innen haben das Quiz ausprobiert und

sich dabei amüsiert. Auch die Rückmeldung

der Lehrer/innen war positiv – die meisten

haben Fabians Werk als spaßig empfunden.

Für alle Facebook-User, die das Quiz noch

spielen wollen, zum Schluss die Zugangsdaten:

http://apps.facebook.com/welcherlehreqfvylx/

Katharina Pixner,

Peter Pöchersdorfer

Security – starke Typen,

oder?

Wer kennt sie nicht? Die

großen, furchteinflößenden,

mit Knüppeln ausgerüsteten,

mit scheinbar von

Bosheit verzerrten Gesichtern,

mit Armen so dick wie mein

Oberschenkel und angezogen

so schwarz wie die Nacht? Nein,

ich rede nicht von Batman. Die

Rede ist von Securitys. Präsent

sind sie heutzutage überall.

Jeder, der ab und zu ausgeht,

kennt sie. Sie sind notwendig

geworden in der heutigen Zeit,

denn viele können sich nicht mehr aus eigener

Kraft in Zaum halten. Schlägereien am einen

Ende, kotzende Leute am anderen. Ich stehe

noch in der Mitte, da schiebt sich bereits ein

Security durch die Menge, ohne Rücksicht auf

Verluste. „Ausanond“, schreit er, packt den

einen, sein Kollege den anderen. Und weggezogen

werden sie, und schon sind sie draußen

und herinnen ist wieder Ruhe. Das alles passiert

öfters schon um neun Uhr abends. Wer

weiß, was ohne die Securitys geschehen wäre?

Sie sind immer zu zweit, meist ist eine Frau

dabei. Die Sachen, die sie bei sich tragen, sind

Metalldetektoren, Funkgeräte und Handzähler.

Bei der Bewerbung werden hohe Anforderungen

gestellt. Die Security-Unternehmen suchen

immer wieder Leute, die für Ordnung sorgen

wollen.

Was viele nicht wissen ist, dass es gewisse

Vorschriften für die Securitys gibt. Nachdem

ich mich üer diesen Job erkundigt habe, war ich

überrascht: Für hundert Gäste braucht man bei

Veranstaltungen einen Security. Nur die Hälfte

darf von eigenen Leuten gestellt werden. Diese

Auflagen sind sehr streng und sollen genau

eingehalten werden.

Fakt ist, dass die Securitys in der heutigen Zeit

immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ob das

gut oder schlecht ist und was es über unsere

Zeit und Kultur aussagt, das ist jedem selbst

überlassen zu entscheiden.

Rafael Fesel

16 | HTL up to date


Schüler/innen

Kleine Kunstwerke

Viele Schüler des Zweiges Mediendesign und

Kommunikationstechnik hatten sich einen künstlerischen Aspekt

in ihrer Ausbildung erhofft. Leider wurden diese Hoffnungen

bisher kaum erfüllt – Doch das soll sich nun ändern.

Unsere Autor/innen

Claudia Raschhofer

Stefan Gruber

Johanna Casata

Einer Umfrage zufolge wünschen sich viele

Schüler/innen der BHELI-Klassen mehr

Fotografie & Bildbearbeitung, Videodreh,

Videoschnitt und 3D-Animationen im

Unterricht. Etwa ein Fünftel der 141 befragten

Schüler/innen zeigte sogar Interesse an

Malunterricht. Deshalb wurde von Gerhard

Wolf ein „Probemalkurs“ für einige Schüler/

innen der Klasse 5BHELI ermöglicht, an dem

auch ich teilnahm.

Insgesamt verbrachten wir vier Nachmittage

mit der ehemaligen Mal- und Kunsttherapeutin

Helga Heinrich, die uns in die Grundlagen der

Malerei und der Bildkomposition einführte.

Wir malten einige Figuren freihand, bekamen

dabei aber zum Glück immer wieder gesagt,

dass es bei diesen Übungen weniger um die

Schönheit des Bildes als um das Bemühen des

jeweiligen Schülers ging. Da vier Nachmittage

zu jeweils zwei Einheiten nicht sehr viel sind,

konnten wir natürlich keine zeitaufwändigen

Kunstwerke kreieren. Als Abschlussprojekt

haben wir uns trotzdem an einem Porträt versucht,

das wir mit Kohle skizzierten. Immer

wieder mussten wir kleine Änderungen vornehmen,

Schattierungen verändern, bis wir

letztendlich ein halbwegs passables Bild bekamen.

Mit noch mehr Zeit hätten wir wohl

auch noch bessere Ergebnisse erzielen können,

denn Übung macht ja den Meister, wie man

so schön sagt, aber der Kurs galt ja in erster

Linie als Reinschnuppern in die Malerei. Diese

Art des „Designs“ ist vielleicht nicht jedermanns

Sache, ich empfand sie aber als gute

Abwechslung zu dem, was wir bisher gelernt

haben, und ich fand es interessant, einmal eine

ganz andere Art des Denkens auszuprobieren.

Hoffentlich kommen auch noch andere Schüler

und Schülerinnen in den Genuss dieses etwas

anderen Unterrichts an der HTL.

Sandra Gerner

Katharina Pixner

Peter Pöchersdorfer

Raffael Fesel

HTL up to date | 17


Meinung

Energieproblematik und

Klimawandel –

Was soll/kann jeder von uns tun?

Andreas Wagner (Zivildiener der Initiative Eine Welt)

möchte vorstellen, was die Schulpartnerschaft auf

dem Bereich der erneuerbaren Energien bewegt

und was jeder Einzelne von uns tun kann.

Stichwort Klimawandel – Motiv

vieler Energiediskussionen

Die Begriffe Klimawandel und

Treibhauseffekt sind uns bekannt – aber

was kann man dagegen tun oder besser sollte

man überhaupt etwas dagegen tun? Meiner

Meinung nach ja, obwohl ich kein Propagandist

von Klimawandelthesen bin. Mein Hauptmotiv

ist die prinzipielle Schonung von Ressourcen

– ich bin der Meinung, dass es nicht vernünftig

sein kann derartige Mengen an CO 2

in die

Atmosphäre zu entlassen – egal ob dies nun

direkt verantwortlich für den Klimawandel ist

oder nicht. In irgendeiner Form glaube ich

wird es zu Auswirkungen unserer Handlungen

kommen. Außerdem ist es für mich eine tolle

Vorstellung in einer Welt zu leben, die unabhängig

ist von Öl und Kohle und den gesamten

Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen

erzeugt.

Heißt Energiesparen oder Klimaschutz (im

Endeffekt zwei gleiche Begriffe) aber nun auch,

dass wir auf unseren Luxus verzichten müssen?

Verzicht – Darf ich nie wieder

fliegen?

Wer es ernst nimmt mit dem Thema ökologischer

Fußabdruck (Infobox), sollte tatsächlich

nicht mehr fliegen. Früher dachte ich, dass

jede einzelne Tonne CO 2

eines jeden von uns

einzusparen ist. Heute denke ich jedoch viel

mehr, dass es nicht nur um den ökologischen

Fußabdruck gehen sollte. Anstatt zu verzichten

(denn verzichten will man oft nicht), kann man

meiner Meinung nach langfristig wesentlich

mehr mit sogenanntem bewusstem Konsum

erreichen – also was man einem Unternehmen

mit seinen Kaufentscheidungen mitteilt.

Außerdem sollte man sich seiner Handlungen

ganz einfach besser bewusst sein (Inlandsflüge

sind beispielsweise energetisch einfach unvernünftig).

Falls es also in der Zukunft möglich

sein wird mit CO 2

-neutralem Algenkerosin

fliegen zu können, sollte man sich für diese

Fluglinie entscheiden (auch wenn sie teurer

ist!). Wer weiterhin fliegen möchte und es sich

leisten kann, sollte über Dinge wie www.atmosfair.de

nachdenken! Speziell für Firmen sollte

diese Internetseite von Interesse sein!

Ein besseres Beispiel zum Thema „Verzicht

fürs Klima“ ist meiner Meinung nach die

Weihnachtsbeleuchtung. Warum benötigt man

so etwas?

Profit und Engagement – die

unterschiedlichen Motive des

Klimaschutzes

Die Politik benötigt beim Umsetzen von

Energieprojekten viel zu viel Zeit – genau

aus diesem Grund sind Privatpersonen

und Firmen gefragt sich für sinnvolle

Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen. Für

Unternehmen, die nicht gerade als Ökofirma

auftreten, muss sich jede Investition „rech-

18 | HTL up to date


Meinung

nen“ – und wenn nicht direkt finanziell, muss

es wenigstens gut fürs Image sein. Aus diesem

Grund müssen wir als Bevölkerung Firmen, die

ökologische Investments machen, mit einem

guten Ruf belohnen! Aus diesem Grund muss

es auch weiterhin oberste Aufgabe sein erneuerbare

Energien zu erforschen. Denn sobald diese

Technologien am Markt konkurrenzfähig bzw.

stark gewünscht sind (wie es zum Teil schon

der Fall ist), werden sie in riesigen Mengen

Absatz finden. Da habe ich mehr Vertrauen in

die Profitgier verschiedener Großkonzerne als

in irgendeine Regierung.

Was tut die Schulpartnerschaft?

Die Schulpartnerschaft der HTL mit dem IPLS

Leon in Nicaragua beschäftigt sich schon seit

vielen Jahren mit dem Thema erneuerbare

Energien. Vor ein paar Jahren wurde eine

Windkraftanlage auf dem Gelände unserer

Partnerschule installiert und immer wieder

werden Photovoltaikmodule in Betrieb

genommen. Die Schule produziert etwa 200%

des Eigenverbrauchs an Strom. Seit kurzem

gibt es nun auch einen Universitätslehrgang

„Erneuerbare Energien“ in Leon. Ein aktuelles

Projekt der Schulpartnerschaft ist es,

Billigstbiogasanlagen für

Bauern zu entwickeln, damit

diese aus ihren organischen Weiterführende Links

Abfällen und aus Gülle Gas

zum Heizen erzeugen. Dies • www.atmosfair.de

würde die Nutzung von Holz

verringern und eine bessere

• www.oekostromAG.at

Lebenssituation ermöglichen. • www.sfv.de

Langfristiges Ziel wird es sein

eine Firma in Leon zu gründen,

• www.inoneworld.eu

die solche Anlagen bauen

und verkaufen soll.

• www.mein-fussabdruck.at

Was kann jeder Einzelne tun?

Es gibt einige Menschen, die der Meinung sind, dass Energie bzw. fossile Treibstoffe immer noch

zu billig sind. Viele dieser Menschen wären aber nicht bereit freiwillig einen höheren Preis für

Energie zu zahlen – sie fordern eine Erhöhung der Steuern.

Ich bin einer anderen Meinung – wenn man für eine Änderung der Situation auf dem Gebiet

Klimaschutz und Energieproblematik ist, dann muss man zuerst anfangen sich selbst zu ändern.

Zuerst muss man aber entscheiden, was für einen selbst möglich ist: wie viel Geld und Engagement

besitzt man. Viele der aufgeführten Punkte rechnen sich mit den Jahren, aber nicht immer gilt:

„öko“ = ökonomisch! Oft müssen solche Entscheidungen einfach aus Überzeugung getroffen

werden!

Wenig

Geld

Viel

Geld

Kaum Engagement

Kauf energiesparender Geräte: Kühlschrank,

Fernseher, verbrauchsarmes

Auto

Mit derartigen Entscheidungen zeigt

man nämlich der Industrie, was

man von ihr haben will, also welche

Produkte sie erzeugen soll und wie

sie das machen sollte – also bewusst

konsumieren.

Ökostrom beziehen, Spenden an Projekte,

Nutzung von Diensten wie z.B.:

Atmosfair, …

Viel Engagement

Zusätzlich: in Vereinen engagieren, mit

Leuten über die Themen Energie und Klima

sprechen, um die Aufmerksamkeit und

das Wissen der Gesellschaft zu erhöhen,

Kontakt mit der Kommunalpolitik aufnehmen

(Themen wie Energieautarkie oder

Fördermodelle für Erneuerbare Energien

ansprechen), weniger Fleisch essen, regionales/saisonales

Gemüse kaufen

Zusätzlich: Investition in Erneuerbare

Energien (Fonds, direkte Firmenbeteiligungen,

…), Bau einer Photovoltaik bzw.

Warmwasseraufbereitungsanlage, Generalsanierung

der eigenen vier Wände (Tausch

der Fenster, Anbringung weiterer Dämmstoffe,

Tausch des Heizungssystems …)

Ich habe mir sehr viel Zeit genommen diesen Bericht zu schreiben, da es mir ein persönliches

Anliegen ist, mit anderen Menschen über diese Themen zu diskutieren. Ich würde mich sehr

freuen, wenn ich auf diesen Bericht Rückmeldungen bekomme (sowohl positive als auch negative

sind erwünscht).

e-mail: wagner_andi2003@yahoo.de; Schulpartnerschaft: zentralamerika@yahoo.de

Andreas Wagner

HTL up to date | 19


Hauptsitz - Braunau

Werk II - Weng

HERTWICH ENGINEERING

Leading technology in the aluminium casthouse.

Hertwich Engineering ist ein weltweit

operierendes Unternehmen in den

Bereichen Planung, Konstruktion,

Herstellung, Montage und Inbetriebnahme

von Maschinen und Einrichtungen für die

Aluminiumindustrie, insbesondere

Gießereiausrüstung.

Die Produktpalette umfasst ein breites

Feld von technisch fortschrittlichen

Anlagen. Hiezu gehören unter anderem

Durchlaufhomogenisierungsanlagen,

Vertikal- und Horizontalstranggießanlagen,

Ultraschall-

Prüfanlagen, Elektromagnetische Pumpen

und Rührer, Schmelzanlagen für

Aluminium-Schrotte etc.

Im Bereich Durchlaufhomogenisierung

von Alu-Strangpressbarren ist HE seit

Jahren Weltmarktführer (Marktanteil

ca. 90 %).

HE ist in der Lage komplette Aluminium-

Gießereien aufzubauen und in Betrieb zu

nehmen.

Als einziger Komplett-Anbieter auf dem

Gebiet von Aluminium-Gießereiausrüstungen

verzichtet HE weitestgehend

auf Fremdverlagerungen.

Hertwich Engineering ist ein Unternehmen

aus dem Bereich Rohr-, Profil- und

Schmiedtechnik der SMS Gruppe.

HERTWICH ENGINEERING GMBH

Weinbergerstrasse 6

A-5280 Braunau, Austria

Phone:

Fax:

+43 (0) 7722 806-0

+43 (0) 7722 806-122

MEETING your EXPECTATIONS

Email: info@hertwich.com

Internet:www.hertwich.com


HTL und Wirtschaft

Umrichter SINAMICS G120

für ein Maturaprojekt

Herr Steinberger von der Siemens AG Linz

überreichte der Abteilung Elektrotechnik

und Mechatronik zwei Umrichter SINAMICS

G120 mit allem Zubehör und zwei modernste

Drehstrommotoren mit elektronischem

Typenschild für ein Maturaprojekt.

Der Frequenzumrichter SINAMICS G120

zeichnet sich insbesondere durch seinen

modularen Aufbau sowie durch seine zahlreichen

innovativen Funktionen, wie z. B.

für Sicherheit, Kommunikationsfähigkeit

und Energierückspeisung, aus. Mit seinen

unterschiedlichen Geräteausführungen im

Leistungsbereich von 0,37 bis 250 kW eignet

er sich für eine Vielzahl von Antriebslösungen.

Unsere Umrichter haben eine Leistung von je

0,37 kW, die Motoren je 60 W.

Die beiden Schüler Günter Mattauch und

Alois Ott vom Jahrgang 5AHMEA bauen mit

diesen Komponenten eine Haspelanlage für

ein Kunststoffband. Mit dieser Haspelanlage

kann das Kunststoffband mit einem vorgegebenen

Drehzahlprogramm hin- und hergehaspelt

werden. Die technisch anspruchsvollen

Anforderungen sind dabei, das Band mit hoher

Geschwindigkeit zu bewegen, den Haltepunkt

vor dem Reversieren durch Bremsen sanft

anzufahren und wieder in die Gegenrichtung

zu beschleunigen. Dabei darf es zu keinen

Schlingen und keinem Bandriss kommen.

Dies ist deswegen schwierig, da Drehzahl und

Drehmoment von der Wickeldicke abhängen.

Die Anlage ist auch die Basis für andere

Antriebsprojekte und Laborübungen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Siemens

AG, besonders bei Herrn Steinberger, für die

Förderung der Ausbildung an unserer Schule,

indem uns völlig neu entwickelte Produkte zur

Verfügung gestellt werden. Wir können den

Schülern dadurch ein ganz aktuelles Wissen

vermitteln.

Heinrich Schlichtner

HTL up to date | 21


Schulpartnerschaft

Besuch aus Nicaragua

Seit 11. Jänner sind drei nicaraguanische Lehrer/innen

in der HTL Braunau zu Gast. Trotz ungewohnter Kälte

freuen sie sich sehr über ihren Aufenthalt und nehmen

die neuen Eindrücke mit großem Interesse wahr.


Die Kälte, die gleich am Flughafen

in München über uns hereingebrochen

ist, war eine wirklich einschneidende

Erfahrung“, erzählt Armando

Alexander Coulson Herrera, der an

unserer Partnerschule, dem IPLS

León/Nicaragua, Elektronik und

Informatik unterrichtet. Er ist zusammen

mit Martha Margarita Bárcenas

Lanzas, sie unterrichtet Spanisch,

und Fausto Felipe Arauz Guido,

einem Elektrotechnik-Lehrer, für fünf

Wochen zu Gast in Österreich. Vor

allem zwei Themengebiete sind bei

ihrem Aufenthalt bestimmend: einerseits

der kulturelle, Austausch andererseits

die fachliche Fortbildung.

Die drei Gäste sind bei Schüler/innen

untergebracht, die im Sommer 2009

Nicaragua und da insbesondere León

besucht haben. Alle drei freuen sich

sehr über die freundliche Aufnahme,

die sie sowohl in den Familien als

auch in der HTL gefunden haben.

Interessant sind natürlich die großartigen

Ausbildungsmöglichkeiten.

Vor allem die sehr gut organisierte

(schulische) Umwelt beeindruckt.

„Die Werkstätten und Labors sind

hervorragend ausgestaltet und die

Gruppengröße ist so, dass der einzelne

Schüler/die einzelne Schülerin sehr

gut vom Unterricht profitieren kann“,

meint Fausto, angesprochen auf den

22 | HTL up to date


Schulpartnerschaft

Unterschied zwischen Nicaragua und

Österreich.

Neben dem Aufenthalt in Braunau

werden die beiden Lehrer auch zwei

Wochen in der HTL Hollabrunn bzw.

bei der Windkraftfirma Simonsfeld

verbringen. Sie bekommen intensive

Schulungen im Bereich der

Windenergie. Von der Anwesenheit

von Martha profitieren vor allem die

Schüler/innen, die den Freigegenstand

Spanisch besuchen. Martha trainiert

mit ihnen und hilft ihnen, die kommunikativen

Fähigkeiten deutlich zu

steigern.

Intensive freundschaftliche

Kontakte

Ganz im Zeichen von intensiven, freundschaftlichen Kontakten

stand die Schulpartnerschaft des IPLS León und der HTL Braunau

im Jahr 2009. Zu Jahresende präsentierten die Verantwortlichen

eine imposante Bilanz an Aktivitäten und Aktionen.

Besonders geprägt war das abgelaufene Jahr

im Bereich der Schulpartnerschaft von der

fünfwöchigen Reise nach Nicaragua, die 29

Schüler/innen und 2 Begleitpersonen im Juli

und August 2009 durchgeführt haben. Neben

der manchmal sehr anstrengenden Besichtigung

des Landes haben sich beim gemeinsamen

Leben und Arbeiten in der Partnerschule gute

Kontakte entwickelt und wichtige Einblicke

und Einsichten in die „Eine-Welt-Problematik“

ergeben.

Intensiviert haben sich die Kontakte auch

durch den Aufenthalt von drei nicaraguanischen

Lehrer/innen in Österreich im Jänner

und im Februar 2009. Dabei waren auch die

HTL Pinkafeld und die HTL Hollabrunn mit

eingebunden.

Fortgeführt und betreut wurden eine Reihe von

Aktivitäten in Nicaragua: Das große Windrad

am Schulgelände läuft ausgezeichnet und

ohne größere Probleme, auch das kleinere

Windrad hat ganz den Erwartungen entsprochen.

Ein Container mit Laborgeräten, PCs

und medizinischen Geräten wurde versandt

und die einzelnen Gegenstände sind bereits

in Verwendung. Während des Aufenthalts in

Nicaragua wurde das Notenmanagement der

HTL im IPLS installiert und in Betrieb genommen.

Eine Photovoltaik-Anlage wurde aufgebaut

und dient nun Ausbildungszwecken.

Alles in allem eine tolle Bilanz für unsere

Schulpartnerschaft.

HTL up to date | 23


Aktivitäten

Aufgepasst!

Ein von der HTL bemalter Bus trägt den Umweltschutzgedanken durch Braunau.


Mir hat das Projekt viel Spaß gemacht. Es war

mal eine gute Abwechslung zum Schulalltag

und ich fand‘s super, dass wirklich fast die

ganze Klasse zusammen gearbeitet hat.“

„Es konnte einfach jeder seine Ideen einbringen

und ich find‘s toll, dass ‚unser‘ Bus jetzt

immer durch Braunau fährt.“

„Am besten fand ich, dass wir unserer

Kreativität mal freien Lauf lassen konnten. Das

Projekt hat die Teamfähigkeit unserer Klasse

gestärkt und es war einfach mal was anderes.“

Wovon hier so begeistert gesprochen wird?

Ende November bekamen wir Schüler/innen

der 2BHELI die Möglichkeit, bei einem

Mobilitätsmanagement-Projekt mitzumachen.

Unter der Aufsicht von Herrn Silberhumer

sollten wir unsere Assoziationen zum Thema

Umweltschutz dafür verwenden, einen alten

Postbus künstlerisch aufzumöbeln.

Gemeinsam mit zwei Studentinnen der

Akademie für Umwelt und Natur, die das

Projekt betreuten, und mit künstlerischer

Unterstützung von Inge Stöckl ging es zuerst

an die Planung und dann ans Zeichnen eines

Entwurfes, bevor wir in zweitägiger Arbeit

in der Postbusgarage den Bus selbst gestalten

durften. Der Bus sollte unsere jetzt noch schöne

Welt jener verschmutzten Welt gegenüberstellen,

die uns in der Zukunft bevorstehen

könnte, wenn wir nicht auf die Umwelt aufpassen.

Das forderte nicht nur unseren Geist,

sondern auch unsere Kreativität, vor allem aber

machte es Spaß.

Es war toll zu beobachten, wie im Laufe der

Tage ein kleines Kunstwerk entstand.

Wir hatten alle zusammen eine tolle Zeit und

verständlicherweise wurde nicht nur der Bus

voll mit Farbe, auch so manche Schülerin

musste erfahren, dass Lack nun wirklich nicht

das beste Haarfärbemittel ist. Auch unsere

Gemeinschaft wurde in dieser Woche durch

die Zusammenarbeit gestärkt und das Ergebnis

kann sich ja wirklich sehen lassen – und lässt

sich auch täglich auf der Straße sehen.

Claudia Raschhofer

24 | HTL up to date


HTL und Wirtschaft

Ein interessantes

Firmen-Maturaprojekt

Unter Betreuung von Dr. Rodenheber beschäftigte sich Christoph Steindl im vergangenen

Jahr mit der Entwicklung eines mobilen Spülstands für die Firma Palfinger.

Die Palfinger AG ist Weltmarktführer für

hydraulische Hebe- und Ladesysteme.

Hydrauliksysteme, die derart hoher

Beanspruchung unterliegen, dürfen keinerlei

Verschmutzung durch Fremdkörper oder

Fertigungsrückstande aufweisen, da bereits

Partikel im µm-Bereich zu Problemen führen

könnten. Um dies zu vermeiden, muss

die Sauberkeit der Systemkomponenten zu

jedem Produktionszeitpunkt sichergestellt und

vor allem messbar sein. Bei meinem Projekt

ging es darum, die winzigen Partikel, die sich

nach erstmaliger Benetzung des Systems im

Hydrauliköl befinden, aufzufangen und zu zählen.

Realisiert wurde das Projekt – nach mehreren

Projektmeetings mit Qualitätsingenieuren

und unter Einbeziehung ihrer Anregungen

– durch die Verwendung eines extrem feinmaschigen

Filters, der Voraussetzung für die

Auszählung der gesammelten Partikel war.

Nach der Übergabe der Spüleinrichtung im

Palfinger Werk in Lengau wurden noch einige

Veränderungen durchgeführt, damit die Anlage

den geltenden Werks- und Qualitätsstandards

vollends entsprach. Derzeit wird die Anlage

in den österreichischen Palfinger Standorten

sowie in Deutschland und den Niederlanden

getestet.

Meine Projekterfahrungen waren sowohl in der

HTL Braunau als auch bei Palfinger ausgesprochen

gut. Dank der in der HTL verfügbaren

Maschinen konnte die Fertigung des Projektes

fast abgeschlossen werden. Auch der gesamte

Implementierungsprozess in das Palfinger

Qualitätssystem verlief wie geplant. Während

der Sommerferien arbeitete ich bei Palfinger in

der Qualitätssicherungsabteilung und konnte

mich intensiv mit der Fertigstellung der Anlage

beschäftigen. In dieser Zeit war ich dankbar auf

das in der HTL erlernte Wissen zurückgreifen

zu können. Rückblickend betrachtet bin ich

froh, den HTL-Ausbildungsweg gewählt zu

haben, denn gerade bei der Arbeit bei Palfinger

konnte ich die Früchte der umfangreichen technischen

Ausbildung und des allgemeinbildenden

Projektunterrichts ernten. Als Braunauer

HTL-Absolvent kann man guten Gewissens

den Schritt in die Wirtschaft wagen, das von

der HTL „mitgegebene Werkzeug“ setzt den

idealen Grundstein dafür.

Christoph Steindl, 5AHMEA 2009

HTL up to date | 25


Elternverein

Neuer Elternvereinsvorstand

Am 18. November 2009 fand die Generalversammlung des

Elternvereins statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung kam es

auch zur Neuwahl des Vorstandes. Bereits im Dezember wurden

einige wichtige Projekte vom neuen Vorstand gestartet.

Bei der Elternvereinssitzung am 18.

November 2009 wurden viele Funktionen

im Elternvereinsvorstand neu besetzt. Obfrau

des Elternvereins ist nun Anita Ertl. Ihr Sohn

besucht bei uns die zweite Klasse Mechatronik

(2AHMEA). Das Wesentliche ihrer

Aufgabe sieht sie in einem möglichst guten

Kontakt zu vielen Eltern, Lehrern und den

Abteilungsvorständen. Erst dadurch lassen sich

die Mitarbeit im Schulgemeinschaftsausschuss

(= SGA) und der Kontakt zur Schulleitung zum

Wohl aller Beteiligten gestalten.

Obfrau-Stellvertreter ist Hubert Huber. Sein

Sohn David besucht die erste Klasse Elektronik

(1BHELI). Herr Huber ist in der AMAG im

Bereich IT (Informationstechnologie) beschäftigt

und wird vorrangig seine Erfahrungen auf

diesem Gebiet in die Arbeit des Elternvereins

einbringen.

Kassiererin ist Maria Grasl. Ihr Sohn besucht

die erste Klasse Mechatronik (1AHMEA). Frau

Grasl wird sich vor allem um die Abwicklung

der Mitgliedsbeiträge kümmern, wobei sie ihre

Stellvertreterin Sabine Rögl tatkräftig unterstützt.

Guido Erlinger, ein Absolvent der HTL

Braunau, hat die Funktion des Schriftführers

übernommen. Als Technischer Redakteur

bei Bernecker&Rainer hat er sich Kenntnisse

erworben, die ihm bei seiner Aufgabe im

Elternverein zugute kommen. Sein Sohn

besucht die erste Klasse Elektronik (1CHELI).

Herr Erlinger wird bei seiner Tätigkeit von

seinem Stellvertreter Hubert Bachmeier unterstützt.

Elfriede Padutsch-Böhm, Markus Leitner,

Andrea Aichberger, Ulrike Reschenhofer und

Irene Obersberger unterstützen als Beiräte die

Arbeit des Elternvereinsvorstandes.

die Überarbeitung des Internetauftritts des

Elternvereins auf der HTL-Homepage und damit

die Verbesserung der Kontakt-Aufnahme mit

den Vorstandsmitgliedern. Besonders wichtig

bei einer großen Schule wie der HTL Braunau

sind Elternvertreter für die einzelnen Klassen.

Es haben sich bereits viele Personen bereit

erklärt, diese Funktion wahrzunehmen und

den Kontakt zum Elternvereinsvorstand zu halten

und koordinierend tätig zu sein. Der neue

Vorstand hofft auf rege Kontaktaufnahme und

ist für Anliegen und Ideen in Zusammenhang

mit der HTL offen. Die Mitgliedsbeiträge werden

ausschließlich für die Unterstützung von

Anliegen der HTL Braunau verwendet.

Zwei Jahre leitete Obmann Ing. Wolfgang

Bohusch den Vorstand und lenkte die Geschicke

des Elternvereins. Dir. Hans Blocher und der

neue Elternvereinsvorstand dankten dem

scheidenden Vorstand und seinem Obmann

sehr herzlich für ihren Einsatz.

Bei mehreren Vorstandssitzungen wurden

bereits Arbeitsschwerpunkte festgelegt.

Eine erste größere Aktivität war bereits

26 | HTL up to date


LIZ Lesung

Sensibler, genauer und poetischer

Chronist von Lebensgeschichten

Ludwig Laher, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer und

Filmemacher, liest am Donnerstag, 25. Februar um 19.30 im LIZ

aus seinem neuesten Werk „Einleben“. Am 26. Februar stellt er

in der Aula der HTL sein Werk „Und nehmen was kommt“ vor.

Seit zwei Jahren bemüht sich das LIZ-

Team darum, Literaturinteressierten die

Begegnung mit Autoren zu ermöglichen. Nach

Erich Hackl und Dimitré Dinev kommt mit

Ludwig Laher nun Ende Februar ein Autor zu

Besuch, der von der Kritik vor allem für seine

präzise und einfühlsame Beschreibung von

Lebensgeschichten gelobt wird. Laher, der aus

Linz stammt und nun in St. Pantaleon wohnt,

hat Germanistik, Anglistik und Klassische

Philologie studiert und bereits in jungen Jahren

zu schreiben begonnen. Seit 1998 arbeitet er

hauptberuflich als Schriftsteller, ist aber auch

als Filmemacher und Übersetzer tätig.

Mittlerweile hat er ein umfangreiches Werk

geschaffen, in dem er sich immer wieder mit

dem Schicksal von Einzelpersonen, aber auch

von ganzen Gruppen beschäftigt. So war und

ist ihm die Geschichte der Roma und Sinti

ein großes Anliegen, das er literarisch (mit

„Herzfleischentartung“ oder „Und nehmen was

kommt“) aber auch filmisch („Ketani“) thematisiert.

Im LIZ wird Laher am 25. Februar um 19.30

aus seinem jüngsten Werk „Einleben“ lesen,

wo er sich mit dem Leben einer Frau auseinandersetzt,

die eine an Down Syndrom leidende

Tochter bekommt. Nun ist sie gewzungen, mit

dieser Situation umzugehen. Laher beschreibt

das Leben mit dem „Nichtstandardkind“ genau

und mit viel Gespür, aber ohne zu beschönigen.

Im Anschluss an die Lesung wird der Autor für

ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Am Freitag, den 26. Februar, liest Laher vor

Schüler/innen der HLW und der HTL aus

seinem 2007 erschienen Band „Und nehmen

was kommt“. Laher zeichnet darin das Leben

einer jungen Roma-Frau in all seiner Härte

nach. Schlagworte dieses Lebens sind desolate

Verhältnisse in der Kindheit, Kinderheim, emotionaler

und sexueller Missbrauch, Prostitution,

Drogensucht, Ausbeutung durch Zuhälter,

gescheiterte Fluchtversuche, schließlich der

geglückte Ausstieg mit Hilfe eines Freiers. Trotz

dieses bedrückenden Lebensweges moralisiert

der Autor nicht, sondern besticht durch „mitreißende

Diskretion“, wie ein Rezensent die

Erzählhaltung beschrieben hat.

Wer sich näher mit dem Autor, aber auch mit

den beiden Werken beschäftigen will, findet

umfangreichen Stoff auf der Homepage des

Schriftstellers unter www.ludwig-laher.com,

einige Angaben zur Person von Ludwig Laher

und zu den beiden Werken sind auch auf

der LIZ-Homepage unter www.liz-braunau.

at/aktuelles/ludwig_laher_unterlagen.html zu

finden.

©Reinhard Winkler

HTL up to date | 27


Absolventenverein

Neues vom Absolventenverein

Obmann Dr. Kreilinger berichtet von der

Vollversammlung des Absolventenvereins. Der

Vorstand wurde entlastet und wiederbestellt.

htl up to date: Am 4. Dezember war die

Vollversammlung des Absolventenvereins.

Was waren denn die wichtigsten Ergebnisse

bei dieser Versammlung?

Kreilinger: Leider waren wir bei der

Vollversammlung nur eine ganz kleine Runde.

Nichtsdestoweniger wurden wichtige Themen

für den Absolventenverein angesprochen bzw.

beschlossen. Vor allem die Vernetzung der

Mitglieder des Absolventenvereins wurde behandelt.

Dazu soll eine eigene Homepage, die im

Rahmen einer HTL-Diplomarbeit bereits erstellt

worden ist, mit Leben gefüllt werden. Kollegin

Maria Feichtenschlager hat einen Fragebogen

entwickelt und diesen am HTL-Ball unter die

Leute gebracht. Angedacht ist auch, dass wir

aus jeder Klasse einen Art Klassenvertreter/in

suchen, die dann Meldungen an die anderen

weitergeben. Unser Ziel ist es, möglichst aktive

Mitglieder zu haben.

Ein weiteres Thema waren die Mitgliedsbeiträge.

Eine relativ große Anzahl von Absolventen/innen

ist bei den Mitgliedsbeiträgen säumig. Soweit

Mailadressen vorhanden waren, wurden diese

bereits zur Jahreswende von Anton Planitzer um

die ausstehenden Mitgliedsbeiträge ersucht. Alle

anderen bekommen mit der nächsten HTL up

to date ein Erinnerungsschreiben. Wenn mehr

als drei Jahre nicht bezahlt wurde, dann wird

die Mitgliedschaft ruhend gestellt. Das jeweilige

Mitglied bekommt dann keine HTL up to date

mehr und kann auch keine Maturaballkarten

mehr reservieren.

htl up to date: Wie waren die personellen

Ergebnisse dieser Versammlung?

Kreilinger: Der Vorstand wurde einstimmig

entlastet und mit einer Ausnahme wiederbestellt.

Dipl.-Ing. Franz Doblinger wird sich wie

bisher für die Absolventenbar engagieren und

gibt seine Position des Kassier-Stellvertreters

an Daniel Lang weiter. Ich wurde als Obmann

wiederbestellt, meine Stellvertreterin ist Maria

Feichtenschlager. Schriftführer

bleibt Dipl.-Ing. Leopold

Faschang, sein Stellvertreter ist

Dipl.-Ing. Gerhard Wolf. Die

Funktion des Kassiers hat Dipl.-

Ing. Christian Wagner inne, als

sein Stellvertreter fungiert jetzt

Daniel Lang. Dipl.-Ing. Rudolf

Gann bleibt Kassenprüfer und

wird von Michaela Berer als

Stellvertreterin unterstützt.

htl up to date: Was sind

die nächsten Vorhaben des

Absolventenvereins?

Kreilinger: Wir werden auch in

den kommenden Jahren versuchen, die HTL nach

besten Kräften zu unterstützen und die Kontakte

zwischen den Absolventen/innen zu intensivieren.

Die üblichen Arbeiten wie Projektförderung

in der HTL, Absolventenvereinsbar beim HTL-

Ball, Buffets bei den Matura- und Abschlussfeiern,

Reservierung der Ballkarten oder Information

über die HTL werden wir so wie bisher natürlich

weiter machen. Gerade die Adaptierung der

Homepage, die intensivere Vernetzung durch

Klassenvertreter/innen, aber auch verstärkte

Bemühungen um Mitgliedsbeiträge werden

wichtige Themen in den kommenden Jahren

sein.

Da ich mittlerweile hauptberuflich in der HTL

Braunau tätig bin, der Absolventenverein meiner

Meinung nach aber von einem externen

Mitglied aus der Wirtschaft geleitet werden soll,

werde ich mittelfristig meine Obmannfunktion

zur Verfügung stellen und als normales Mitglied

im Vorstand weiterarbeiten. Erste Gespräche mit

möglichen Kandidaten habe ich bereits geführt.

Ich bin zuversichtlich, dass ich bis zur nächsten

Vollversammlung eine/n gute/n Nachfolger/in

gefunden habe.

htl up to date: Herzlichen Dank fürs

Gespräch!

28 | HTL up to date


Absolventenverein

Hilfe und Unterstützung

für die HTL

Eine Reihe von wichtigen Aufgaben wurde in den

vergangenen Jahren vom Absolventenverein übernommen.

Im Folgenden einige Arbeitsschwerpunkte:

Information:

Der Absolventenverein finanziert mit 5000

Euro im Jahr die Schulzeitung „HTL up to date

und fördert so die Bindung vieler Absolventen/

innen an die HTL Braunau. Drei bis vier Mal

im Jahr wird ein eigener Absolventenvereins-

Newsletter an rund 1800 Mitglieder versandt.

Darin werden Termin und Absolventenvereins-

Interna bekannt gegeben.

Reservierung von HTL-Ball-

Karten

Jedes Jahr werden etwa 650 Karten für den

HTL-Ball reserviert. Den Absolventen/innen,

die ihren Mitgliedsbeitrag bezahlen, wird so

eine einfache Möglichkeit geboten, HTL-Ball-

Karten zu erwerben.

Unterstützung von HTL-

Projekten

Jedes Jahr wird eine Reihe von Projekten durch

den Absolventenverein unterstützt. So ist der

Absolventenverein in der Begabungsförderung

unterstützend tätig, für die Big Band wurden

einheitliche Hemden angeschafft, die

Studieninformation an HTL-Schüler/innen

wurde durch Übernahme von Reisekosten der

Referenten/innen unterstützt und Hilfe gab es

auch für Aktivitäten beim Thema „Frauen in

die Technik“. Ein Großteil der Unterstützung

geht aber in die Informationsarbeit der HTL

Stichwort „HTL up to date“.

Absolventenbar beim HTL-Ball

kleine Buffets für die Maturanten/innen und

Absolventen/innen der Fachschule organisiert.

Zeugnismappen für unsere

Absolventen/innen

Der Absolventenverein finanziert die

Zeugnismappen für unsere Absolventen/innen.

Damit wird eine hochwertige Aufbewahrung

der Dokumente und ein hoher Erinnerungswert

an die HTL erreicht.

Hilfe bei Klassentreffen

Etwa 15 Mal wurde im vergangenen Jahr bei

der Ausrichtung von Klassentreffen geholfen,

einerseits durch die Bereitstellung von

Adressen, andererseits durch die Organisation

von Schulführungen.

Dipl.-Ing. Franz Doblinger und sein Team sind

bewährte Anlaufstelle beim HTL-Ball.

Buffets für die Abschlussklassen

An fünf Terminen wurden im vergangenen

Jahr im Anschluss an die Zeugnisverteilung

HTL up to date | 29


Join the Automation Team

Mit mehr als 1.700 Mitarbeitern und einem weltweiten Vertriebsnetz in 60 Ländern zählen wir

zu den größten und erfolgreichsten Privatunternehmen der Branche. Unsere technologisch

erstklassigen Lösungen im Bereich Steuerung, Antriebstechnik und Visualisierung setzen neue

Maßstäbe in der industriellen Automatisierung.

AUTOMATION TRAINEE PROGRAM

Werden Sie Automation Trainee in unserem Engineering Camp und profitieren Sie von einer umfassenden

Ausbildung in den Bereichen:

■ Steuerungstechnik

■ Antriebstechnik

■ Visualisierung

■ Projektmanagement

■ Automation Studio

■ Soft skills

Dieses mehrmonatige Trainingsprogramm mit internationalen Teilnehmern richtet sich an Absolventen

technischer Fachrichtungen, die Automatisierungsprojekte in Österreich oder international

abwickeln wollen, Vertriebs- und Supportaufgaben interessant finden und gerne im Team arbeiten.

Ausbildungsstandort ist das Stammhaus in Eggelsberg, Oberösterreich.

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an:

Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik Ges.m.b.H.

z.Hd. Mag. Nicole Rainer, B&R Straße 1, 5142 Eggelsberg, Austria

Tel.: +43 (0)77 48 / 65 86-0, jobs@br-automation.com


Ball

Reflexionen

Unter dem Motto „Reflections“ stand der heurige

Maturaball. Er war der 35. Maturaball der HTL

Braunau – und sicher nicht der letze!

Am 22. Januar dieses noch jungen Jahres

2010 ging zum 35. Mal der HTL-Ball über

die Bühne. Wie schon die dreißig Male davor

fand er im Schulgebäude der HTL statt. Das

Gedränge um die Karten war wieder ziemlich

heftig und der Zugang zu diesem fast

schon exklusiven Event sehr begehrt. Ein paar

Impressionen zum Ball hat Stefan Gruber eingefangen.

Stefan Neubauer, stellvertretender Barchef der

„Rock Bar“: „Der Ansturm ist von zehn bis

zwölf Vollgas gewesen, ansonsten doch relativ

ruhig. Super habe ich die Security in der Rock

Bar gefunden, die Organisation der Licht- und

Soundtechnik-Firma Powerland ist auch nicht

schlecht gewesen. Am besten sind Vodka Bull

und Captain Cola weggegangen. Ich würde mir

die Arbeit auf jeden Fall wieder antun, es ist

zwar sehr stressig gewesen, aber der Aufwand

hat sich gelohnt und die Klassengemeinschaft

ist gestärkt worden.“

Tanja Ortner, Ballbesucherin: „Ich gehe schon

auf andere Bälle auch, aber nur, wenn ich weiß,

dass ich Karten bekomme und auch Zeit habe.

Beim HTL-Ball bin ich immer dabei. Dieser

Ball ist etwas Besonderes, weil er in der eigenen

Schule stattfindet und man eine viel größere

Auswahl an Bars mit verschiedenen Themen

hat, wie „Alm Bar“ oder „Unauffindbar“. Das

Einzige, was mir nicht gefällt, ist, dass die

Preise immer weiter steigen. Fünf Euro für ein

Jacky Bull ist eindeutig zu teuer. Aber ansonsten

ist dieser Ball top!“

Dipl.-Ing. Richard Hruby, Ballchef und

Verantwortlicher auf Lehrerseite: „Seit ich

den HTL-Ball mitorganisiere, hat es jedes Jahr

Änderungen und neue Herausforderungen

gegeben. Hat der Ball bis 2005 nur das

Erdgeschoß und den ersten Stock betroffen, so

nutzen wir inzwischen auch das zweite und vor

allem das dritte Stockwerk. Die Besucherzahl

hat sich in dieser Zeit von 2000 auf 2600 erhöht.

Ein Vergleich zu den vorherigen Bällen ist also

schwierig. Trotzdem ist dieser Ball für mich ein

besonderer gewesen, weil mein Sohn Tobias

einer der beiden Hauptverantwortlichen im

Ballkomitee war und es mir viel Freude gemacht

hat, mit ihm dieses Projekt durchzuführen. Bei

dieser großen Anzahl von Besuchern gibt es

leider auch immer Alkoholisierte. Ich glaube,

dass es heuer am Ballabend selbst weniger

auffällige Betrunkene gegeben hat als in den

vergangenen Jahren. Leider ist es am Ballende

zu einigen Ausschreitungen gekommen. Es gibt

aber noch immer einige Dinge, die man wieder

ändern und verbessern könnte. Da ich aber die

Verantwortung für den Ball abgeben werde, ist

das eine Aufgabe für meine Nachfolgerin bzw.

meinen Nachfolger, die oder den ich gerne

unterstützen werde.“

Stefan Gruber

HTL up to date | 31


Kurzmeldungen

Aktiv für die Schüler/innen

Bereits seit einigen Monaten tätig ist die

Schülervertretung für das Schuljahr 2009/2010.

Das gut eingespielte Team besteht teilweise aus

Schüler/innen, die wiedergewählt wurden.

Anfang Oktober 2009 gab es nach

einem Hearing vor allen Schüler/

innen die Wahl der Schülervertreter/

innen für das Schuljahr 2009/2010. An

der Spitze hat sich nichts verändert.

Wolfgang Reitinger aus der 5CHELI

wurde heuer wieder zum Schulsprecher

gewählt. Seine Stellvertreter sind

Christoph Schmidtseder (5AHMEA)

und Sarah Russinger (4CHELI).

Abteilungssprecherin für die

Elektronikabteilung ist Julia Gruber

(5BHELI), ihre Stellvertreterin

ist Dorothea Bohusch (4CHELI).

Für die Elektrotechnik- und die

Mechatronikabteilung wurde

Christoph Weixlberger (5AHETE)

zum Abteilungssprecher gewählt,

sein Stellvertreter ist Marcel Doppler

(3AHETE).

Vor allem die Verbesserung der

Kommunikation zwischen der

Schüler/innen aber auch zwischen

Lehrer/innen bzw. Schulleitung und

Schüler/innen ist dem eingeschworenen

Team ein großes Anliegen. Eine

Reihe von internen Sitzungen aber

auch von Informationssitzungen

für Klassensprecher/innen wurde

bereits abgehalten. Momentan ist

die Schülervertretung gerade am

Organisieren von verschiedenen sportlichen

Ereignissen.

Herzliche Gratulation

Eine Kollegin und ein Kollege haben im Jänner

2010 einen runden Geburtstag gefeiert. Ihnen

sei an dieser Stelle herzlich gratuliert!

Wir trauern um

Ing. Otto Breg

Otto Breg hat 28 Jahren lang, von 1975

bis 2003, in der HTL Braunau gearbeitet.

Er war ein allseits beliebter, tatkräftiger

und anerkannter Kollege. Otto

Breg ist am 3. Jänner nach schwerer

Krankheit verstorben. Wir trauern um

ihn und werden ihm ein würdiges

Andenken bewahren.

HTL up to date | 33


Filme

HTL Braunau filmisch aufbereitet

Gleich zwei aktuelle und gut gemachte Filmbeiträge gibt es momentan über

die HTL Braunau. Der ORF OÖ hat in einem Beitrag die HTL als Gewinnerin

des österreichischen Schulpreises dargestellt. Tanja Schmoller hat in

einem sehenswerten Beitrag die Mädchen-Technik-Tage porträtiert.

Aus einem halben Drehtag Filmmaterial

hat Mag. Eveline Doll vom Landesstudio

Oberösterreich anlässlich der Zuerkennung

des Österreichischen Schulpreises einen sehr

ansprechenden und differenzierten Beitrag

über die HTL gestaltet. Eine ganze Reihe von

Interviewpartner/innen wurden befragt. Dir.

Blocher hat die Schule insgesamt dargestellt,

AV Wagner die Begabungsförderung und das

Projekt Octopus erläutert, Kollegin Benischke

hat die Genderaktivitäten vorgestellt. Natürlich

wurden mehrere Schüler/innen befragt und Dr.

Kaufmann von der AMAG hat die Kontakte

zur Wirtschaft erläutert. Absolventen/innen,

Schüler/innen und deren Eltern, sowie das

Lehrer-Kollegium hat sich sehr über den Ende

Oktober gesendeten Beitrag gefreut. Manche

haben das Prädikat „Beste Schule Österreichs“

als zu hoch gegriffen angesehen, aber mit den

Inhalten waren alle einverstanden. .

Sehr gut gelungen ist auch der Filmbeitrag

über die Mädchen-Technik-Tage, den Tanja

Schmoller gestaltet hat. Tanja Schmoller hat

2006 die HTL (Elektronik/Mediendesign)

absolviert und ist dann auf die FH Salzburg

gewechselt (Studienzweig Digitales Fernsehen).

Auf Einladung der HTL hat sie am Samstag, 29.

November 2009 die Mädchen-Technik-Tage

zusammen mit einer Kamerafrau und einem

Tontechniker besucht und aus dem aufgenommen

Material einen ansprechenden Beitrag

geschnitten.

Tanja und ihr Team wurden von einer Gruppe

Schüler/innen der HTL unterstützt bzw. begleitet

und sie haben großes Interesse geweckt und

intensive Anerkennung von den Beteiligten

erhalten.

Der Beitrag von Tanja Schmoller sowie der

Beitrag von Mag. Eveline Doll sind auf dem

Youtube Channel „HTLBraunauamInn“ einsehbar.

34 | HTL up to date


Im Rahmen des Projektunterrichts

Allgemeinbildung wurde in der 4AHETE unter

der Leitung von Mag. Sabine Schwaiger die Idee

geboren, sich mit dem Roten Kreuz und seinen

Partnerorganisationen eingehender zu beschäftigen.

Herausgekommen ist ein Aktionstag am

23. November 2009, bei dem einerseits über

das Rote Kreuz und über AIDS informiert

Kurzmeldungen

Blutspenden im

Projektunterricht

wurde und andererseits Schüler/innen sich

zum Blutspenden melden konnten. Insgesamt

75 Schüler/innen spendeten dann jeweils 400

ml Blut. Eine tolle Aktion, die auf großes Lob

bei den Zuständigen des Roten Kreuzes und

auf intensives Interesse bei den Schüler/innen

gestoßen ist.

Hilfe für Haiti

Einen ganz aktuellen Bezug bekam der

Projektunterricht Allgemeinbildung für eine

Gruppe aus der 4AHETE unter Leitung von

Mag. Maria Wolfsgruber. Die Gruppe hat

sich mit dem Thema „Entwicklungshilfe“

befasst. Neben der Vorstellung verschiedener

Entwicklungshilfeorganisationen verkauften

sie Kuchen und Kaffee, um ein aktuelles

Projekt finanziell zu unterstützen. Die

Erdbebenkatastrophe in Haiti hat dann ihren

Plan verändert und so haben sie die rund 250

Euro, die sie eingenommen haben, über die

Caritas an die Erdbebenopfer in Haiti weitergeleitet.

Billets für Nicaragua

Eine weitere Hilfe für nicaraguanische Schüler/

innen stellte die (Weihnachts)billet-Aktion von

Mag. Fiala dar. Frau Fiala hat dabei wunderschöne

Billets gestaltet und drucken lassen.

Diese Billets wurden dann verkauft und

der Ertrag – rund 150 Euro – ebenfalls den

Freunden/innen in Nicaragua zur Verfügung

gestellt.

Schulgeld für nicaraguanische

Freunde/innen

Selbstgemachten Punsch und Kekse haben

fünf Schüler/innen der HTL Braunau in der

Woche vor den Weihnachtsferien jeweils in der

großen Pause an Schüler/innen und Lehrer/

innen verkauft. Sie haben mit dieser Aktion

470 Euro erwirtschaftet. Damit bezahlen sie

das Schulgeld für zwanzig Schüler/innen in

unserer Partnerschule in Nicaragua. Auslöser

der Aktion war der Besuch in Nicaragua im

vergangenen Sommer. Dort haben die Schüler/

innen einige Freunde/innen gefunden, denen

sie jetzt geholfen haben die Prüfungsgebühren

für die Abschlussprüfungen zu bezahlen.

HTL up to date | 35


Gender

Fairness Award 2009 für

Genderprojekt

Den dritten Platz in der Kategorie 15- bis 19-Jährige gab

es für das Projekt „Gender Mainstreaming und Technik

in die Pflichtschulen“ beim Fairness Award 2009.

Seit mehreren Jahren vergibt das

Unterrichtsministerium den „Fairness

Award“. Mit diesem Preis werden Leistungen

von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen

und Lehrern sowie Eltern ausgezeichnet und

unterstützt, die sich in Projekten für mehr

Fairness und Partnerschaft an der Schule bzw.

zwischen Schulen einsetzen. Im Rahmen der

Interpädagogica 2009 wurde am 12. November

der „Fairness Award 2009“ auf der Messe Wien

verliehen. SC Mag. Theodor Siegel, er ist für

das berufsbildende Schulwesen Österreichs

verantwortlich, zeichnete dabei die einzelnen

Preisträger aus.

Nicht nur in der HTL, sondern auch in der

Volksschule 1 Braunau und in der Hauptschule

Ranshofen, war die Freude groß, dass ein gemeinsames

Projekt dabei gewürdigt wurde. Das von

der Gender-Gruppe der HTL initierte Projekt

„Gender Mainstreaming –

Technik in die Pflichtschulen“

erhielt in der Kategorie der

15- bis 19-Jährigen den dritten

Platz und konnte sich über

500 Euro Preisgeld freuen. Die

Leiterin dieses Projektes, Mag.

Eva Doblinger, erklärt den

Inhalt des Projektes folgendermaßen:

„Seit dem Schuljahr

2007/2008 finden in der HTL

regelmäßig Gender- und

Techniktage für Pflichtschulen

statt. Dabei lernen Volks- und

Hauptschüler/innen verschiedene

Stationen der Technikausbildung kennen,

arbeiten gemeinsam mit „großen“ Schüler/

innen aus der HTL und dürfen selbst kleine

Versuche machen und Werkstücke herstellen.“

Neben den Gender- und Techniktagen

gab und gibt es im Rahmen dieses Projektes

auch Fortbildungsveranstaltungen für

Pflichtschullehrer/innen an der HTL Braunau.

Bei der Preisverleihung in Wien nahmen neben

Dir. Hans Blocher, Mag. Brigitte Benischke

– sie bemüht sich seit Jahrzehnten um eine

gendergerechte HTL – und Mag. Eva Doblinger

auch zwei Partnerinnen aus Pflichtschulen

teil. Frau Elfriede Zidi von der Volksschule 1

Braunau und Frau Petra Silberbauer von der HS

Ranshofen waren jeweils die Koordinatorinnen

dieses Projektes in ihren Schulen.

Herzliche Gratulation allen Beteiligten!

Diese Ausgabe der HTL up to date

wurde vom Absolventenverein der HTL

Braunau finanziert!

Postgebühr bar bezahlt

Osternbergerstr. 55

5280 Braunau

Verlagspostamt: Mattighofen

Verlagsnummer: 02Z032090

htl up to date Nr. 60

Februar 2010

36 | HTL up to date

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