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PDF der Aktuellen Ausgabe - G'sund.net

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Erscheinungsort Graz. Verlagspostamt 8010 Graz / P.B.B. 02Z033793M-Postentgelt bar bezahlt Nr. 80 Dezember 2013

Das Mitarbeitermagazin der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

Frohe

Weihnachten

und ein g‘sundes

2014!

In dieser

Ausgabe:

Seite 6-7

MEDVISION 2030

Neue Strategie für KAGes

Seite 9

Großes Programm für Ärzte

KAGes attraktiver Arbeitgeber

Seite 14

„Early Warning Score“

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AKTUELLES

3 IMPRESSUM.

5 KAGes-VORSTAND. Weg der Weiterentwicklung

6 MEDVISION 2030. Führungskräftetagung

8 KAGes-AUFSICHTSRAT. Interview

PERSONAL

9 LEBENSPHASENORIENTIERUNG. Großes Programm für Ärzte

11 SCHLICHTUNGSSTELLE. Jubiläum

12 BGF. Jahresschwerpunkt 2013

GESUNDHEIT

14 EARLY WARNING SCORE. LKH Deutschlandsberg

19 BRANDVERLETZTENEINHEIT. 25 Jahre

20 IHRER GESUNDHEIT ZULIEBE. Nachhaltige Ernährung

QUALITÄT

22 WEG DES KHK-PATIENTEN. LKH Graz West

26 SYSTEMATISCHES RISIKOMANAGEMENT. Ergebnisse

29 ERFOLGREICHE VALIDIERUNG. LKH Hartberg

30 SALUS 2013. LKH Leoben und LKH-Univ. Klinikum Graz

INFRASTRUKTUR

31 GEGENSEITIGE HILFE. Univ. Klinik für Chirurgie

32 SPATENSTICH. LKH Stolzalpe

33 LICHT & FARBE. Konferenz

34 UNTERNEHMENSPRÄSENTATION. Standard-Vorlage

35 EDV-NETZWERK. Aufrüstung am LKH-Univ. Klinikum Graz

36 HÄUFIGE IT-FRAGEN. Rede & Antwort

PANORAMA

37 IHREM WOHLBEFINDEN ZULIEBE. Achtsamkeitstraining

37 SPORTFEST. LSF Graz

38 SPORTWELTSPIELE. Erfolgreiches LKH Graz West

39 GROSSE SCHÜTZEN KLEINE. 30 Jahre

42 KunstKulturTipp. Ausstellungen

Titelseite: Frohe Weihnachten und ein g‘sundes 2014

© fotolia

6

22

39

FÜHRUNGSKRÄFTETAGUNG 2013.

QUALITÄTSSICHERUNG

IM LKH GRAZ WEST.

29

VALIDIERUNG IM LKH HARTBERG.

34

POWER POINT

PRÄSENTATIONSVORLAGEN.

JUBILÄUM.

© GROSSE SCHÜTZEN KLEINE © KAGes © LKH Hartberg

© LKH Graz West

© www.fotospass.at

IMPRESSUM

Medieninhaber / Herausgeber /

Verleger / Copyright:

Steiermärkische

Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.

A-8010 Graz, Stiftingtalstraße 4-6

FN: 49003p, Landesgericht für ZRS Graz

UID: ATU28619206 DVR: 0468566

Telefon: +43 (0) 316 / 340-0

Fax: +43 (0) 316 / 340 -5207

E-Mail: internet@kages.at

http://www.kages.at

Geschäftsführung und

redaktionelle Leitung:

Reinhard Marczik

Chef vom Dienst:

Mag. Katharina Kainz

Redaktionsteam:

Hedi Grager

Anna-Maria Jöbstl

Michaela Konrad

Wolfgang Meditz

Mag. Helmut Meinhart

Peter Neumeister

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Ing. Klaus-Dieter Schaupp

Redaktionssekretariat,

Marketing und Werbung:

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TRICOM OG,

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Leykam Druck GmbH & Co KG

Eggenberger Straße 7, A-8020 Graz

Auflage:

24.000 Exemplare, gedruckt auf

umweltfreundlichem Papier.

Erscheint 4 mal im Jahr.

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Sämtliche Texte, Grafiken und Bilder

sind urheberrechtlich geschützt.

Alle Rechte vorbehalten.

Grundlegende Richtung:

G’sund dient der umfassenden Information der Mitarbeiter

der KAGes über das gesamte Unternehmen. Durch

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Recht auf Information gemäß § 7a EKUG bzw. § 15f

MSchG entsprochen.

Trotz sorgfältiger Bearbeitung in Wort und Bild kann für

die Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden. Mit

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unbedingt die Meinung des Herausgebers und der Redaktion

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ROM und ins Internet zu übertragen und zu verbreiten.

Die G’sund-Redaktion ist grundsätzlich um einen geschlechtergerechten

Sprachgebrauch bemüht. Im

Interesse einer guten Lesbarkeit verzichten wir aber

weitestgehend auf Schreibweisen wie z. B. MitarbeiterInnen

oder Patienten/Innen und auf gehäufte Doppelnennungen.

Wir bitten daher um Verständnis, wenn dies zu geschlechtsabstrahierenden

und neutralen Formulierungen,

manchmal auch zu verallgemeinernden weiblichen

oder männlichen Personenbezeichnungen führt.

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

3


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AUS DEM VORSTAND DER KAG es

© Stieber

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Der KAGes-Vorstand (v.l.n.r.):

Vorstands vorsitzender Univ. Prof. Dr. Karlheinz Tscheliessnigg,

Vorstand für Finanzen und Technik Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA.

„Gemeinsam auf neuen Wegen“ – und das

mit Vollgas. Das müssen wir geben, um all

den Herausforderungen, die Sie - von demographischer

Entwicklung bis zu enger

werdenden Finanzrahmen – alle kennen,

nicht nur zu begegnen, sondern ihnen nach

Möglichkeit offensiv entgegen zu treten.

Und man kann es nicht oft genug betonen:

Dass wir das in diesen bewegten Zeiten so

gut schaffen, ist nur möglich, weil wir alle an

einem Strang ziehen und jede und jeder an

seinem Platz seinen Beitrag leistet.

So ist es unser aller gemeinsamen Anstrengungen

zu verdanken, dass wir in den

letzten Jahren so effizient gewirtschaftet

haben, dass wir für das Jahr 2014 die Anspannung

im Personalbereich, wie es unser

erklärtes Ziel war, spürbar lockern können:

In Summe können im Lauf des nächsten

Jahres allein aus diesem Titel bis zu 70

Dienstposten im Bereich der Pflege und des

Medizinisch-Technischen Dienstes, speziell

in den Bereichen OP und Intensiv, besetzt

werden.In einem anderen Bereich sind wir

zwar noch nicht so weit, gemeinsam die

Früchte ernten zu können, aber überzeugt,

dass dies in Bälde der Fall sein wird. Unter

dem Kurztitel: „Lebensphasenorientierung

Ärzte“ startete in diesem Herbst ein breit

aufgesetztes KAGes-Projekt in guter Zusammenarbeit

mit der Ärztekammer, in dessen

Rahmen konkrete Wege zur Verbesserung

der Ausbildungsqualität im Turnus zum Arzt

für Allgemeinmedizin wie zum Facharzt,

zur Entlastung der ärztlichen Tätigkeit von

Organisations- und Verwaltungsaufgaben

und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

erarbeitet werden. Weitere Themenbereiche

sind die Arbeitsbelastung während der

Journaldienste sowie die Gehaltssituation

und Entwicklungsmöglichkeiten für Ärzte in

unserem Unternehmen. Auf Basis der Ergebnisse

dieses KAGes – Projekts werden dann

Verhandlungen mit der steirischen Ärztekammer

geführt mit dem gemeinsamen Ziel,

die Arbeitsbedingungen für Ärzte – natürlich

unter Maßgabe des finanziell Machbaren –

spürbar zu attraktivieren.

Während wir die Ergebnisse dieses Projektes

bereits im Lauf des nächsten Jahres

erarbeitet haben wollen, weist ein weiteres

Großprojekt, das im heurigen Sommer

auf den Weg gebracht wurde, weiter in die

Zukunft: Unter dem Titel „Medvision 2030“

arbeiten wir daran, den bekannten Rahmenbedingungen

des Regionalen Strukturplans

Gesundheit und natürlich den Budgetvorgaben

des Landes unsere fachliche Expertise

zur Seite zu stellen. So haben die ärztlichen

Führungskräfte der KAGes über den Sommer

ihre Expertise in den Dienst dieses großen

Ziels gestellt, im Herbst wurden all diese

Beiträge aggregiert, im Rahmen der Führungskräftetagung

am 5. und 6. November

erstmals präsentiert und weiter bearbeitet.

Damit ist die Arbeit natürlich noch nicht

abgeschlossen: Das klare Ziel ist auch hier,

konkrete Wege für unser Unternehmen in

den Bereichen Personal, Bau und Innovation

ebenso zu erarbeiten wie zu den Themen

Technik und Infrastrukturentwicklung.

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen und Ihren

Angehörigen frohe Weihnachten und

ein g´sundes, erfolgreiches und glückliches

Neues Jahr.

Univ. Prof. Dr. KH. Tscheliessnigg

(Vorstandsvorsitzender)

Dipl. KHBW Ernst Fartek, MBA

(Vorstand für Finanzen und Technik)

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

5


AKTUELLES

Die Zukunft im Blick

KAGes Führungskräftetagung im Schloss Seggau

Gemeinsam auf neuen Wegen.

Wie bei einem Schiff auf stürmischer See erfordern

die bewegten Zeiten auch bei einem

riesigen Unternehmen wie der KAGes die

permanente Überprüfung des eingeschlagenen

Kurses und gegebenenfalls dessen

Anpassung. Neben einem enger werdenden

Finanzrahmen und den neuen Vorgaben durch

die Gesundheitsreform 2013 sowie Bundesund

Landeszielsteuerungsverträge ist es vor

allem auch der Wille des Unternehmens, die

eigene Zukunft zu gestalten. Dieser Wille hat

die Führungskräftetagung 2013 am 5. und 6.

November in Seggau bei Leibnitz bestimmt.

Mit der Entwicklung der MEDVISION 2030,

die bereits wesentlichen Input für die strategische

Ausrichtung des Unternehmens bis

2020 liefert, will die KAGes als größter Gesundheitsleistungsanbieter

des Landes die

Zukunft des Gesundheitswesens in der Steiermark

aktiv mitgestalten. Als Vorbereitung

auf die Führungskräftetagung wurden durch

die engagierte Mitarbeit unserer ärztlichen

Führungskräfte sowie unserer Experten aus

Pflege, Verwaltung und Management wertvolle

Ressourcen gesammelt: Wissen, Können,

Erfahrungen, Ideen, Visionen!

Nach einem „Livebericht“ aus der Gesundheitspolitik

von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder

sowie dem aktuellen Statusbericht

zur Gesundheitsreform und Landeszielsteuerung

vom Geschäftsführer des

Gesundheitsfonds Steiermark Harald

Gaugg erfolgte eine intensive Auseinandersetzung

mit den zukünftigen

Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren

im Gesundheitswesen auf Krankenhausorganisationen.

Eine erste

Zusammenfassung der zahlreichen

Themensammlungen zur MEDVI-

SION 2030 wurde präsentiert, diskutiert

und der weitere Prozess für

die Entwicklung der MEDVISION

vorgestellt. Unter dem Aspekt

der künftigen medizinisch bzw.

pflegerischen Entwicklung der

MEDVISION 2030 wurden die

Strategischen Stoßrichtungen

und Ziele 2020 in den vier Perspektiven

Gesundheitsleistungen, Mitarbeiter,

Organisation und Finanzen geschärft, angepasst

und mit den Teilnehmern der Führungskräftetagung

breit abgestimmt.

In einem nächsten Schritt wird sich der Aufsichtsrat,

dessen einzelne Vertreter sich in

die Entwicklung des Strategieprozesses in

der Führungskräftetagung ebenfalls prominent

einbrachten, mit dem

www.fotospass.at

6 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


AKTUELLES

© www.fotospass.at

Ergebnis der Führungskräftetagung-Strategie

in einer Klausur mit dem Vorstand befassen.

Nach Beschlussfassung durch Aufsichtsrat

und Generalversammlung wird das

Ergebnis dieses spannenden Entwicklungsprozesses

– von den aktuellen Strategischen

Stoßrichtungen und Zielen 2016 über die geschärften

Strategischen Stoßrichtungen und

Ziele 2020 bis zur MEDVISION 2030 – für alle

Bereiche verbindlich.

Einordnung

der Vision 2030.

Strategische

Stoßrichtungen und

Ziele 2020

Gesundheitsleistungen

Unsere Leistung für unsere Patienten wird

neben der klassischen ambulanten und stationären

Versorgung immer stärker an unserem

Beitrag im Netzwerk der Gesundheitsdienste

gemessen.

Mitarbeiter

Jede Leistung, die wir erbringen und jede

Entwicklung, die wir schaffen, basiert auf

den hervorragenden Fähigkeiten und der hohen

Bereitschaft unserer Mitarbeiter.

Organisation

Die Gestaltung unseres Managementsystems

im Gesamtunternehmen KAGes sowie

unsere Konsequenz dieses umzusetzen, beeinflusst

maßgeblich die Effizienz und Effektivität

jeder Leistung, die wir erbringen.

© KAGes

Finanzen

Die Herausforderung ist, den Bedarf an Gesundheitsleistungen

mit den gegebenen finanziellen

Mitteln optimal zu decken.

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

7


AKTUELLES

Qualität und Effizienz als Erfolgsfaktoren

Die Vorsitzenden des KAGes-Aufsichtsrates zur Zukunft des Unternehmens

Der Aufsichtsrat, das unbekannte

Wesen, worin bestehen die Aufgaben

des Aufsichtsrates?

Poppe: Wir haben kraft der gesetzlichen

und satzungsmäßigen Regelungen

eine Überwachungsfunktion, wesentlich

erscheint mir dabei jedenfalls, dass wir

neben der Überwachung der Geschäftsführung

auch im strategischen Management

als „Sparringpartner“ der Geschäftsführung

auf Augenhöhe agieren.

Für ein Unternehmen dieser Größenordnung

ist der richtige Mix bei der Zusammensetzung

des Aufsichtsrates besonders

wichtig; unsere Tätigkeit steht im Fokus

guter Unternehmensführung, deshalb ist

es für mich besonders wichtig, dass auch

Aufsichtsräte dem Grundsatz des lebenslangen

Lernens folgen.

Riegler: Und die Reformpartnerschaft

auf Ebene des Eigentümers erleichtert natürlich

auch im Aufsichtsrat eine 100-prozentig

professionelle Zusammenarbeit frei

von politischen Stellvertreterkriegen. Die

Zusammenarbeit im Aufsichtsrat in den

letzten Jahren habe ich als sehr professionell

und sachlich wahrgenommen.

Poppe: Überhaupt weist die KAGes

eine wirksame Aufbauorganisation auf,

von flachen Hierarchien der Führungsebenen

über die effiziente Regionalstruktur

bis zur klaren Aufgabenverteilung der LKH

und Verbünde. Diese Organisation hat es

ja möglich gemacht, die KAGes erfolgreich

zu führen.

Riegler: Und diese effiziente Struktur

ermöglicht auch die notwendige laufende

Weiterentwicklung des Unternehmens, um

der demografischen Entwicklung, dem medizinischen

Fortschritt und all diesen Entwicklungen

Rechnung tragen zu können.

Die KAGes ist also gut gerüstet für die

Zukunft, aber wo geht die Reise hin?

Riegler: Um das System leistbar zu

halten, bleibt Effizienz jedenfalls ganz wesentlich.

Die Herausforderung ist, dabei

auch die hohe Qualität zu halten, um auch

Dr. Günter Riegler.

das Vertrauen der Menschen auf hohem

Niveau zu erhalten. Eines ist auch klar:

Veränderungen wird es weiterhin geben

– das Gesundheitswesen, die Demografie,

die regionalen Bedürfnisse entwickeln

sich weiter, daher muss sich auch die KA-

Ges laufend anpassen.

Poppe: Der wesentlichste Faktor dabei

sind unsere Mitarbeiter. Wir unterstützen

daher jede Maßnahme, welche den

Mitarbeitern hilft, die Work-Life-Balance

zeitgemäß zu definieren, und ihnen

eine moderne, lebensphasenorientierte

Karriereplanung in der KAGes ermöglicht.

Riegler: Derzeit leben wir in finanztechnischer

Hinsicht in einer für das Gesundheitssystem

gesegneten Welt – die

Aufsichtsratvorsitzender Dr. Günter Riegler

Geb. am 3.2.1966, verheiratet, eine Tochter

Kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM

Hobbys: Berge, Laufen, Schifahren

Mag. Gerhard Poppe.

Beiträge der Versicherten sind so hoch

wie nie, die Zahl der Leistungsempfänger

ist noch stabil, die Zinsen sind tief, die

Energiepreise und die Inflation im Allgemeinen

ebenso, das begünstigt natürlich

die finanzielle Stabilität ebenso wie die

Ermöglichung gerechter Arbeitsumstände

für die Mitarbeiter.

Poppe: Insgesamt wissen wir, dass

die Bedeutung des Gesundheitssektors

und damit der KAGes zukünftig weiter

steigen wird. Und auch da sind Dr. Riegler

und ich uns einig: Die Mitarbeiter sind

der Garant für eine zeitgemäße medizinisch-pflegerische

Versorgung, und ihnen

gebührt auch ein entsprechend großer Teil

des Dankes für den erfolgreichen Weg der

letzten Jahre.

Aufsichtsratvorsitzender-Stellvertreter: Mag. Gerhard Poppe

Geb. am 17.4.1962 in Voitsberg, verheiratet, 2 Kinder

Finanzexperte und Geschäftsführer einer renommierten Grazer Unternehmensberatung,

lebt in der Weststeiermark

© FH JOANNEUM-Morgenstern

© Poppe

8 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


1/2 - 1 Seite

PERSONAL

KAGes als attraktiver Arbeitgeber für Ärzte

Ehrgeiziger Zeitplan für großes Programm

© fotolia

„Lebensphasenorientierung Ärzte“.

Mit dem klaren Ziel, auch in Zukunft ein attraktiver

Arbeitgeber für Ärzte zu sein und

– wo möglich – diese Attraktivität weiter

zu steigern, startete im heurigen Herbst das

großangelegte KAGes-Programm für Ärzte

„Lebensphasenorientierung Ärzte – bestmögliche

Arbeitsbedingungen für Ärzte“.

„Das Besondere daran ist auch, dass KAGes,

MUG, Ärztekammer und betroffene Mitarbeiter

gemeinsam an diesem Programm und

den einzelnen Teilprojekten mitarbeiten“,

freut sich die Leiterin des KAGes-Personalmanagements,

Dr. Christina Grünauer-Leisenberger.

Die Teilprojekteams haben es sich zum Ziel

gesetzt, bereits Mitte des nächsten Jahres

neue Blickwinkel und Wege gefunden zu haben.

Danach gilt es, diese sinnvoll miteinander

zu verknüpfen, die aus den Vorschlägen

resultierenden Folgen für Personal- und Finanzplanung

abzuleiten und schlussendlich

umzusetzen.

Konkret beschäftigt sich je ein Arbeitspaket

mit der Verbesserung der Ausbildungsqualität

im Turnus zum Arzt für Allgemeinmedizin

und zum Facharzt. Weitere Arbeitspakete haben

die „Entlastung der ärztlichen Tätigkeit

im Spital von Organisations- und Verwaltungsaufgaben“,

„die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie“ sowie „Entwicklungsmöglichkeiten

im ärztlichen Beruf“ zum Thema,

wobei sich das letztgenannte Team auch mit

dem Themenkreis „Führung/wertschätzender

Umgang/gutes Betriebsklima“ auseinandersetzen

wird.

Zwei weitere fachliche Projektteams werden

die Problematik der „Arbeitsbelastung während

der Journaldienste“ und der „Gehaltssituation

im ärztlichen Bereich“ bearbeiten.

Abgerundet wird das Gesamtprojekt durch

ein Arbeitspaket für die Detaillösungsfindung

und eines für die begleitende Kommunikation.

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

9


PERSONAL

Personalverrechnung

Die Synergie nutzen

© KAGes

Personalverrechung

Verrechung

Einbehalte

Systemdienst

Der Vorstand der KAGes und das Amt der Steiermärkischen

Landesregierung haben vereinbart,

Teile der Personalverrechnung für die rund

17.000 KAGes-Beschäftigten von der Abteilung

A5-Personal, Referat Personalverrechnung des

Amtes der Steiermärkischen Landesregierung,

sukzessive an KAGes-Services zu übergeben.

Aufgrund natürlicher Abgänge von Mitarbeitern

der Abteilung A5 werden die Stellen nachfolgend

mit Mitarbeitern der KAGes besetzt.

Die Abteilung A5-Personal, Referat Personalverrechnung,

ist in drei Bereiche unterteilt – in

die Gruppe der Verrechnung, der Einbehalte

und den Systemdienst. In der Übersicht sind

beispielhaft Tätigkeiten der unterschiedlichen

Gruppen dargestellt.

Die Aufgaben der Verrechnung für die KAGes

werden von der Abteilung 5, Referat Personalverrechnung,

herausgelöst und der KAGes

übergeben. Die Aufgaben der beiden Gruppen

Einbehalte und Systemdienst werden nicht

ausgegliedert. Daraus ergibt sich der Vorteil,

dass – unter Bedacht der Wirtschaftlichkeit

– das über Jahre aufgebaute Expertenwissen

weiterhin genutzt werden kann und Änderungen

oder Adaptierungen zentral von einer

Stelle für die gesamte Personalverrechnung

der Abteilung 5 durchgeführt werden.

Durch die Integration der Tätigkeiten der Abteilung

A5 in die KAGes ergeben sich Synergien,

dabei wird der Bereich Verrechnung evaluiert,

Veränderungsdienst personenbezogener Daten

hinsichtlich Lohnsteuer und SV-Pflicht

Bearbeitung und Verwaltung von Bezugsübergenüssen

laufende Überprüfung der Abrechungsergebnisse

Erstellung und Überweisung der

monatlichen Einbehalteabrechungen

Übermittlung der

monatlichen Abrechungsergebnisse

Bearbeitung von personenbezogenen Daten,

Pfandrechten, freiwillige Einbehalte, etc.

Systemwartung aller Bereiche der PV, sowie Adaptierung

neuer gesetzlicher Erfordernisse

Durchführung des laufenden Produktionsbetriebes

(Abrechn., Verbuchung, Versicherungsmeld. GNW, ZVA)

Bezugserhöhungen und Erstellung von Jahreslohnzettel

sowie Adaptierung

optimiert und Entwicklungspotenziale werden

genutzt.

Was ist Personalverrechnung?

Die Personalverrechnung ist wegen der stetigen

Neuerungen im Bereich des Lohnsteuer-,

Sozialversicherungs- und Arbeitsrechts ein

äußerst vielfältiges, interessantes und dynamisches

Aufgabengebiet. Unter Personalverrechnung

versteht man die Ermittlung des auszuzahlenden

Nettobetrages pro Dienstnehmer.

Im Allgemeinen erfolgt die Abrechnung

nach folgendem Schema:

Bruttoentgelt

+ Zulagen

(z.B. Erschwernis-/Gefahrenzulage, …)

+ Nebengebühren (z.B. Überstunden,

Abgeltung v. Sonn-/Feiertagsstunden…)

Gesamtbruttobezug

- Gesetzliche Abzüge

(z.B. SV, Lohnsteuer, Kammerumlage …)

- Freiwillige Abzüge (z.B. Gewerkschaftsbeitrag,

Betriebsratsumlage ..)

- Sonstige Abzüge (z.B. Akontozahlungen,

Pfändungen, …)

Nettoentgelt

Für die Ermittlung des Nettoentgelts sind die

drei oben genannten Rechtsbereiche betreffend

Lohnsteuer- und Sozialversicherungsabgaben

sowie lohngestaltende Vorschriften, wie

z.B. Gesetze, maßgeblich. Durch die ständigen

Neuerungen ist eine übergreifende Vernetzung

zwischen der KAGes sowie diversen Behörden

und Ämter unerlässlich.

Was ändert sich in der Organisation der

Personalverrechnung in unserem Unternehmen?

Die Personalverrechnung der KAGes wird

zurzeit noch vom Amt der Steiermärkischen

Landesregierung, Abteilung A5 – Personal, Referat

Personalverrechnung, durchgeführt. Der

Wechsel begann mit der ersten Nachbesetzung

im Mai 2013 und wird bis 2017 abgeschlossen

sein. Dienstrechtlich ist der neue Tätigkeitsbereich

in der OE Administrative Systeme / Team

ADM-A1 Personalsysteme von KAGes-Services

angesiedelt, örtlich im Amt der Steiermärkischen

Landesregierung. Aufgrund der Synergieeffekte

können zukünftig Dienstposten

kompensiert werden, was wiederum positive

Auswirkungen auf die laufenden Kosten hat.

Im Rahmen der Organisationsänderungen wird

besonderes Augenmerk auf den Erhalt und

Ausbau der derzeitigen Personalverrechnungsservicequalität

für die Mitarbeiter gelegt.

Welche Synergieeffekte

können genutzt werden?

Kosten: Durch diese Neuorganisation der

Personalverrechnung wird mit einem Einsparungspotenzial

von insgesamt 1,2 Mio. Euro

gerechnet (bis 2017).

Nutzen: Ein weiterer positiver Synergieeffekt

entsteht durch die Nutzung der gemeinsamen

Technik – somit werden allfällige Investitionen

kostensparend eingesetzt.

Ing. Franz Kokoth, MSc,

KAGes-Services/ADM

franz.kokoth@kages.at

Gisela Hochsam,

KAGes-Services/ADM

gisela.hochsam@kages.at

10 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


PERSONAL

© Harry Schiffer

25 Jahre Schlichtungsstelle

Bindeglied zwischen Medizin und Patienten

v.l.n.r.:

Vorstand Dipl.-KHBW Ernst Fartek, MBA, Präsident Dr. Herwig Lindner, (Vorsitzender der

Schlichtungsstelle) Sen.-Präs. Dr. Erwin Schwentner, HR Dr. Dietmar Müller, Landesrätin Mag.

Kristina Edlinger-Ploder, HR Dr. Peter Schweppe, Patientenombudsfrau DGKS Mag. Renate

Skledar, Univ.-Prof. Dr. Eduard Peter Leinzinger,Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Dr. Karlheinz

Tscheliessnigg.

Vor 25 Jahren wurde die gemeinsame

Schlichtungsstelle der KAGes und der Ärztekammer

Steiermark gegründet. Sie ist die

erste Einrichtung dieser Art in Österreich.

Die Schlichtungsstelle behandelt Schadenersatzansprüche

von Menschen, die nach

einer Spitalsbehandlung wegen vermuteter

Behandlungsfehler gestellt werden. Die außergerichtliche

Tätigkeit der Schlichtungsstelle

ist für die Betroffenen kostenlos. Den

Vorsitz der Kommissionen führen Richter

des Oberlandesgerichtes Graz, die damit

die Unabhängigkeit der Schlichtungsstelle

garantieren. Sie werden von ärztlichen

Sachverständigen unterstützt. Seit ihrer

Gründung behandelte die Schlichtungsstelle

2.730 Fälle, in 684 Fällen gab es eine

finanzielle Entschädigung.

Bei der Jubiläumsfeier lobte Gesundheitslandesrätin

Kristina Edlinger-Ploder die

Einrichtung ebenso wie die KAGes-Vorstände

Karlheinz Tscheliessnigg und Ernst

Fartek als wichtiges Bindeglied zwischen

Medizin und Patienten. Der Kommunikation

zwischen Arzt und Patient kommt hier eine

Schlüsselfunktion zu. „Die Lehre, die wir

zweifelsohne aus dieser 25-jährigen Tätigkeit

ziehen können, ist die Tatsache, dass

allein eine gute Kommunikation zwischen

Arzt und Patienten schon das Potential hat,

Schlichtungsfälle von Beginn an zu vermeiden“,

ist Vorstandsvorsitzender Karlheinz

Tscheliessnigg überzeugt. „Die Schlichtungsstelle

kann ein Stück Gerechtigkeit

schaffen, ohne den Druck eines Gerichtsverfahrens

und ohne Prozessrisiko“, ergänzte

Ärztekammerpräsident Herwig Lindner. In

den letzten Jahren hat sich die gemeinsame

Schlichtungsstelle auch zu einem bedeutenden

Instrument zur Risikoanalyse und

Fehlervermeidung weiterentwickelt. Die

penible Aufarbeitung der Fälle liefert dem

Risikomanagement der KAGes wichtige Erkenntnisse

zur Steigerung der Patientensicherheit

in den KAGes-Spitälern.

Damit ist die Schlichtungsstelle nicht zuletzt

auch maßgeblich daran beteiligt, dass das

Risikomanagement der KAGes laut der „Europäischen

Plattform zur Patientensicherheit“

im europäischen Spitzenfeld liegt und

als Benchmark empfohlen wird.

Sorgfaltspflichten bei

Operation

§

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Dass Ärzte im Zusammenhang mit Operationen

weitreichende Sorgfalts- Aufklärungs- und Dokumentationspflichten

treffen, und sie für Fehlverhalten

haften, ist weithin bekannt. Ärzte

schulden also weit mehr als die Behandlung

an sich. Kürzlich hat der Oberste Gerichtshof

auch klargestellt, dass Ärzte Patienten nach

der Durchführung der Operation, zumindest bis

die Patienten in den Aufwachraum überstellt

werden, sorgfältig beaufsichtigen müssen.

Im entschiedenen Fall verließ zunächst der

Operateur den Operationssaal und überließ die

(nur noch relativ oberflächlich narkotisierte)

Patientin der Obhut des Anästhesisten und des

Operationsgehilfen. Der Anästhesist, als nunmehr

einziger Arzt, verließ den Operationssaal

ebenfalls für zwei bis drei Minuten, um ein

mobiles Pulsoximeter zu holen. Die Patientin,

sie befand sich einstweilen noch am Operationstisch,

wurde daher mit nur einem Operationsgehilfen

allein gelassen. In der Folge

stürzte die Patientin, die sich in Halbnarkose

aufsetzen wollte, vom Tisch und verletzte sich.

Der Oberste Gerichtshof bejahte die Haftung

des Anästhesisten, auch wenn die Verletzung

nicht Folge einer medizinischen Komplikation

war. Ob der Anästhesist auch gehaftet hätte,

wenn im Operationssaal mehr als ein Operationsgehilfe

anwesend gewesen wäre, ließ der

Oberste Gerichtshof jedoch offen.

Für Ärzte wird damit die Latte neulich höher

gelegt, Patienten können sich aber freuen. Der

Oberste Gerichtshof bekräftigt damit nämlich

seine ständige Rechtsprechung betreffend der

umfangreichen Überwachungs- und Sorgfaltspflichten

von Ärzten im Rahmen einer Operation.

Univ.-Lekt. Dr. Stefan Lausegger, LLM

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Dezember 2013

Menschen helfen Menschen


PERSONAL

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) 2013

„Evaluierung psychischer Belastungen“ als Jahresschwerpunkt

© KAGes

Am 20. Juni 2013 wurde im Rahmen des

BGF-Jahresschwerpunktes der Workshop

zum Thema „Evaluierung psychischer Belastungen“

veranstaltet. Dieser Bereich wurde

von den BGF-Kontaktpersonen auch deshalb

zum Schwerpunktthema 2013 gewählt, da es

dazu eine österreichweite Vorgabe des Arbeitsinspektorates

gibt. Federführend wird

dieses Thema vom Arbeitsmedizinischen

Dienst (AMD) in der KAGes bearbeitet. Die

betriebliche Gesundheitsförderung ist dabei

unterstützend beteiligt.

Im Workshop wurde über den gesetzlichen

Auftrag sowie über den Impuls- und Chef-Test

informiert. Außerdem wurden Erfahrungen

beziehungsweise Best-Practice-Beispiele

aus dem Bereich Textilservice und aus dem

Univ.-Klinikum Graz vorgestellt. Gemeinsam

mit den Teilnehmern wurden anschließend

offene Fragen besprochen und Erfahrungen

ausgetauscht.

In fast allen Häusern ist die erste Evaluation

(Impuls- und/oder Chef-Test) bereits abgeschlossen

und Präsentationen sowie die

Erstellung von Arbeitsgruppen in den LKH

sind geplant. Auch 2014 werden Fachexperten

wieder an einem BGF-Jahresschwerpunktthema

arbeiten. Die Abstimmung zum

Themenschwerpunkt erfolgt derzeit mit den

BGF-Kontaktpersonen.

Mag. Sigrid Fanninger,

KAGes-Services/PE-Services

sigrid.fanninger@kages.at

BGF im LKH Rottenmann-Bad Aussee

Virtuelle Europawanderung

© LKH-Rottenmann - Bad Aussee

6.871,5 km „erwandert“.

Im Rahmen des Projektes „Initiative Gesunder

Rücken“ wurde im LKH Rottenmann-Bad Aussee

eine virtuelle Europawanderung angeboten.

Gestartet wurde die Wanderung am 1. Juli

2013 in Bad Aussee und beendet am 31. August

2013 in Rottenmann. Insgesamt bedeutet das

eine Gesamtstrecke von 6.871,5 Kilometer

auf der virtuellen Route von Bad Aussee über

Luzern, Paris, Lissabon, Granada, Barcelona,

Monaco und Rom bis nach Rottenmann. Dieser

Herausforderung haben sich 478 Mitarbeiter

gestellt, aus denen 29 Teams gebildet wurden.

Insgesamt haben über 70 Prozent aller

Mitarbeiter des LKH Rottenmann-Bad Aussee

an dieser einzigartigen Wanderung teilgenommen.

Die Teams sind bei dieser Wanderung

im Wettkampf gegeneinander angetreten. In

jedem Team gab es einen Teamleiter,

der für die Motivation im Team

zuständig war. Alle Mitarbeiter wurden

mit Schrittzählern ausgestattet. Die tatsächlich

zurückgelegten Schritte wurden in einem

eigenen Programm eingetragen, so konnte die

virtuelle Wanderung von jedem Mitarbeiter am

PC mitverfolgt werden. Für eine professionelle

Abwicklung sorgte das Team von Walk 4 fun,

das die Umsetzung und Abwicklung des Projektes

unterstützte.

Als besondere Motivation sollten die vordefinierten

Zwischenziele dienen, die den Mitarbeitern

per Mail bekanntgegeben wurden,

sobald sie erreicht wurden. Am PC konnten

zu den erreichten Zwischenzielen allerhand

lustige und informative Details abgerufen

werden. Das Projekt hat das allgemeine Bewegungsverhalten

der Mitarbeiter deutlich

verbessert. Besonders erfreulich war, dass

auch gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter

am Projekt teilnahmen und weite

Strecken schafften, obwohl sie

unter erschwerten Bedingungen

in den „Wettstreit“

gingen. Jede/r einzelne

empfand Freude, wenn

nach dem Eintragen von

10.000 Schritten für den

Tag ein Smiley am Bildschirm

erschien. Denn

mit 10.000 Schritten am

Tag hat man nachweislich etwas

für seine Gesundheit getan

(WHO Empfehlung).

Der Abschluss der Wanderung wurde bei einem

Sumpfwiesenfest entsprechend gefeiert.

Umrahmt wurde das Fest von einem Fußballspiel

des LKH Rottenmann-Bad Aussee gegen

das LKH Wolfsberg. Schlussendlich möchten

wir noch anmerken, dass diese Aktivität bereits

Folgeerscheinungen gezeigt hat. Viele

Mitarbeiter haben sich selbst und oft auch ihre

Angehörigen zu virtuellen Einzelwanderungen

beim Team walk4fun (z.B. rund um den Dachstein)

angemeldet.

Projektteam,

LKH Rottenmann-Bad Aussee

12 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


PERSONAL

In aller Kürze

Neue Führungskräfte

Preise und Auszeichnungen

Prim. Dr. Günther Winkler übernahm

mit 1. September 2013 die interimistische

Leitung der Ärztlichen Direktion am

LKH Hartberg.

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Friedrich, Vorstand

der Grazer HNO-Klinik, wurde zum „Honorary Member

of the Indian Society of Teachers of Otolaryngology,

Head and Neck Surgery“ ernannt.

© Friedrich

© Maierhofer

Mag. Andrea Maierhofer, BSc,

MSc übernahm mit 2. September 2013

von Franziska Köck, BSc, MSc die Leitung

für die Universitätslehrgänge Sonderausbildung

in der Intensivpflege,

Kinderintensivpflege, Anästhesiepflege

und Pflege bei Nierenersatztherapie.

© Privat

© Winkler

Schreiben Sie uns!

i

Ihr G´sund

Die Donau-Universität Krems zeichnete suppl. Prim. Priv.-Doz. Dr.

Christian Tschauner, Leiter der Orthopädischen Abteilung

des LKH Stolzalpe, im September 2013 für sein Engagement in

Lehre und Forschung am Department für Gesundheitswissenschaften

mit einer Ehrenprofessur aus.

Nicht zuletzt dank Ihres Interesses, Ihrer Unterstützung und

Aktivitäten hat G’sund sich von seinem Inhalt her in den

letzten Jahren beachtlich erweitert. Das freut uns natürlich

und wir möchten uns dafür auch bedanken. Wir ersuchen

Sie, uns auch weiterhin mit Vorschlägen, Ideen und auch

Leserbriefen zu „versorgen“.

Ihre G’sund-Redaktion

© LKH Bruck

Auf einem Briefkuvert bitte

folgenden Text:

An die

Gsund-Redaktion

Stiftingtalstraße 4–6

A-8036 Graz

Postfach 6

Bereits zum zwölften Mal wurde von der Wirtschaftskammer Steiermark

der Gesundheitswettbewerb für steirische Unternehmen „Fit

im Job – der Steirische Gesundheitspreis 2013“ ausgeschrieben.

Die Bewertung erfolgte durch eine unabhängige Expertenjury. Das

LKH Bruck durfte sich über die Nominierung in der Kategorie 4

– Betriebe über 250 Mitarbeiter – freuen. Neben den zahlreichen

gesundheitsfördernden Aktivitäten wurde das systematische und

nachhaltige Bemühen um gesundheitsfördernde Strukturen, vernetzt

mit dem Qualitätsmanagement, von der Jury hervorgehoben.

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

13


GESUNDHEIT

„Early Warning Score“

Früherkennung von kritischen Ereignissen

alle Fotos © LKH Deutschlandsberg

Die erfolgreiche „Arbeitsgruppe“: v. l. n. r: DI J. Vedernjak QB/RB, OA Dr. M. Hubmann,

Prim. Dr. G. Geyer, DGKS E. Deutschmann, OA Dr. G. Eichmüller, DGKS B. Kürbisch

(Nicht auf dem Foto: DGKS S. Amon, Dr. S. Michelitsch, DGKS M. Trummler).

Europaweit kommt es bei acht bis 15 Prozent der

stationären Patienten - unabhängig von Krankenhausgröße

und Fachrichtung - zu unerwünschten

Ereignissen, die zum Tod oder schweren bleibenden

Schäden führen. Zu diesen Zwischenfällen

zählen akuter Herz-Kreislaufstillstand, Myokardinfarkt,

Lungenembolie, Schlaganfall sowie ungeplante

Aufnahmen auf der Intensivstation wegen

schwerer Sepsis oder Organversagens. Diese

Ereignisse treten nur selten wirklich akut ein. Sie

kündigen sich meist durch die Verschlechterung

der Funktion von Vitalsystemen (Herz-Kreislauf,

Lunge, Temperatur, ZNS) an. Diese Symptome

werden aber auf den Bettenstationen häufig nicht

rechtzeitig wahrgenommen. Daher wird oft zu

spät oder inadäquat reagiert. Die Früherkennung

dieser Symptome ist also die essentielle Voraussetzung,

um notwendige medizinische Maßnahmen

zeitgerecht und wirksam einzuleiten.

The right person

in the right setting – first time

Der Early Warning Score (EWS) ist ein effizientes,

im klinischen Alltag auf Bettenstationen erprobtes,

praktikables Instrument zur Früherkennung

von sich kritisch verschlechternden Patienten. Er

hat sich international bereits bewährt und wurde

in verschiedenen Varianten in den USA, Kanada,

Großbritannien, Australien und Neuseeland eingeführt.

Im deutschsprachigen Raum findet der

EWS bislang nur vereinzelt Anwendung. Als einer

der Vorreiter in unseren Breiten hat die Anstaltsleitung

des LKH Deutschlandsberg das Projekt

„Early Warning Score“ ins Leben gerufen. Eine

Arbeitsgruppe, bestehend aus Ärzteschaft und

Pflege, ist beauftragt worden, bewährte klinische

Frühwarnsysteme zu sichten und das bestgeeignete

an die Bedürfnisse des Hauses anzupassen.

Das Ziel dabei ist es, alle Patienten, deren Zustand

sich nach der Spitalsaufnahme kritisch zu

verschlechtern droht, frühzeitig mittels EWS zu

erfassen, um so rechtzeitig und richtig darauf zu

reagieren. Ausgenommen sind Palliativpatienten

in fortgeschrittenem Stadium und Patienten mit

entsprechender Patientenverfügung.

Funktionsweise des EWS

Ein Early Warning System besteht aus zwei großen

Teilen: Der afferente Teil beinhaltet das in

definierten Abständen durchgeführte Monitoring

der Vitalparameter. Der efferente Teil regelt in

Abhängigkeit von den erhobenen Messwerten

zeitliche (maximal erlaubte Reaktionszeit) und

personelle (Welcher Arzt ist zu verständigen?

Wie ist die Zusammensetzung des Teams, das die

weitere Versorgung übernimmt?) Maßnahmen.

Das Frühwarnsystem des LKH Deutschlandsberg

funktioniert als sogenanntes „Aggregate Weighted

Scoring System“, d.h. es werden Punkte im

Ausmaß der Abweichung der Messparameter

vom physiologischen Normbereich vergeben.

Die Monitoring-Parameter sind:

• Atemfrequenz

• Sauerstoffsättigung (SpO2)

• Zusätzlich benötigter Sauerstoff

• Temperatur

• Systolischer Blutdruck

• Herzfrequenz

• Vigilanz

Die einzelnen Punkte werden zu einem Gesamtpunktewert

(= Early Warning Score) summiert

und bilden den Trigger für weitere diagnostische

und therapeutische Entscheidungen. Das Hauptwerkzeug

für die Identifikation von Patienten,

die sich kritisch zu verschlechtern drohen, ist das

Überwachungsblatt. Da die bestehenden Vorlagen

nicht optimal waren, entwarf ein Team ein

Dokumentationsblatt mit neuem optischen und

grafischen Layout: Abweichungen von der Norm

sind darin auf einen Blick erkennbar. Eine Reihe

von optional zu erhebenden Zusatzparametern

sollen dem ärztlichen Personal diagnostische und

therapeutische Entscheidungen erleichtern. Die

Einführung des EWS im LKH Deutschlandsberg

ist ein entscheidender Schritt weg von einer rein

intuitiven, oftmals nur von klinischer Erfahrung

und Tradition geprägten Beurteilung hin zu rechtzeitigem

Handeln basierend auf standardisiertem

Monitoring und abgestuften Maßnahmen des

verantwortlichen Personals: the right person, in

the right setting - first time.

OA Dr. Günter Eichmüller,

LKH Deutschlandsberg

guenter.eichmueller@

lkh-deutschlandsberg.at

14 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


GESUNDHEIT

Replantieren und rekonstruieren

Seit 35 Jahren erfolgreich am LKH-Univ. Klinikum Graz

© forolia

Versorgung von komplexen Handverletzungen seit 35 Jahren.

Seit 35 Jahren werden am LKH-Univ. Klinikum

Graz komplexe Handverletzungen durch ein

Replantationsteam der Klinischen Abteilung für

Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

rund um die Uhr versorgt. Der sogenannte

Replantationsdienst

stellt sicher,

dass jeder der zirka

350 Patienten, die

jährlich mit diesen

Verletzungen an

die Klinik kommen,

optimal behandelt

werden. Trotzdem

ist eine Replantation

nicht immer

möglich. Doch dank der 35-jährigen Erfahrung

im Klinikum stehen den Patienten dann andere

Techniken zur Verfügung. So kann zum Beispiel

ein Daumen, der nicht replantiert werden kann,

an der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische

und Rekonstruktive Chirurgie erfolgreich

rekonstruiert und die wichtige Greiffunktion der

Hand erhalten werden. Für eine optimale Versorgung

und Behandlung sorgt auch die Zusammenarbeit

mit den externen Krankenhäusern und Rettungskräften.

Das stellt sicher, dass die Verletzten

rechtzeitig ans Klinikum kommen. Ein weiteres

wichtiges Glied in der Behandlungskette ist eine

gute Kooperation mit den Unfallchirurgen und die

Zusammenarbeit mit der Pflege und der Physiosowie

Ergotherapie im Haus. Als Faustregel gilt:

Je weiter oben die Abtrennung einer Extremität

erfolgte, desto kritischer ist der Faktor Zeit für eine

Replantation.„Als Zentrum für akute und rekonstruktive

Handchirurgie sind wir in der Lage, einen

Finger auch noch Jahre nach der Amputation zu

rekonstruieren“ erklärt Univ.-Prof. Dr. Lars-Peter

Kamolz, Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische,

Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie.

„Natürlich muss

jeder Fall individuell

hinsichtlich der Rekonstruktionsmöglichkeit

beurteilt werden. Generell

kann man aber

sagen, dass uns heute

neue Techniken und

Methoden zur Rekonstruktion

zur Verfügung

© LKH-Univ. Klinikum Graz

stehen.“ Fehlendes

Gewebe, wie z. B. Nerven und Knochenteile, können

meistens im Rahmen der ersten Operation

Direkt am Unfallort gibt es einige wichtige Tipps,

die eine erfolgreiche Replantation begünstigen:

ersetzt werden. So kommen heute bereits in der

Akutphase routinemäßig kombinierte Lappen,

die aus unterschiedlichen Gewebskomponenten

bestehen (z. B. aus Knochen, Muskel, Sehne, Nerv

und Haut), zum Einsatz. Dadurch ist es möglich,

zerstörtes Gewebe zu ersetzen und damit die

Funktion noch besser wiederherzustellen.

!

Stabsstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

gerda.reithofer@klinikum-graz.at

1. Finden Sie möglichst alle Teile.

2. Manipulieren Sie nicht am Amputat (weder waschen noch auf sonstige Art säubern

oder desinfizieren).

3. Die Aufbewahrung soll nach der Zweibeutelmethode erfolgen:

Das Amputat trocken in eine möglichst steriles Tuch einwickeln und das Amputatpäckchen

in einen ersten wasserdichten Plastikbeutel geben.

Danach den Plastikbeutel in einen zweiten wasserdichten Beutel geben, der mit kaltem

Wasser mit Eiswürfeln (im Verhältnis 1:1) gefüllt ist. Öffnungen der beiden Beutel oben

verknoten.

4. Achtung: Das Amputat darf niemals direkt mit Eis in Kontakt kommen, da es sonst zu

Gefrierbrand kommt und eine Replantation dann nicht mehr möglich ist.

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

15


PERSONAL

GESUNDHEIT

Plastische Chirurgie für Kinder & Jugendliche

Notwendig oder nicht?

© W. Stieber/LKH-Univ. Klinikum Graz

Univ.-Prof. Dr. Stephan Spendel (Klin.

Abteilung f. Plastische, Ästhetische

und Rekonstruktive Chirurgie) und

PD OA Dr. Emir Haxhija (Univ.-Klinik

f. Kinder- und Jugendchirurgie).

Weltweit werden etwa zwei bis drei Prozent

der Kinder mit einer sichtbaren organischen

Störung (Fehlbildung) geboren. Fehlbildungen

bei Neugeborenen können vielfältige

Ursachen haben: Umwelteinflüsse, erbliche

Faktoren, Erkrankungen der Schwangeren,

Drogenmissbrauch während der

Schwangerschaft usw. Viele Anomalien sind

zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht erkennbar.

Man nimmt an, dass bis zu zehn Prozent der

Neugeborenen eine angeborene Anomalie haben.

Die Ausprägung der Fehlbildung ist unterschiedlich.

Sie kann von kleinsten, im Wesentlichen

nicht störenden Veränderungen bis zu

schwerwiegenden

Entstellungen

mit entsprechenden

funktionellen

Einschränkungen und psychischen Belastungen

reichen. Die Plastische, Rekonstruktive

und Ästhetische Chirurgie kann in diesen

Fällen die Funktion und das Erscheinungsbild

optimieren. Das Ziel ist es, eingeschränkte

Körperfunktionen oder verloren gegangene

Körperformen wiederherzustellen oder zu

verbessern. Fehlbildungen treten am ganzen

Körper auf. Die Plastische Chirurgie umfasst

ein breites Spektrum an chirurgischen Verfahren.

Gerade bei komplexen Fehlbildungen

ist es wichtig, interdisziplinäre Behandlungskonzepte

zu erstellen und gemeinsam auszuführen.

Da angeborene Fehlbildungen am

ganzen Körper auftreten können, sind – je

nach Schweregrad der Fehlbildung – nicht nur

alle chirurgisch tätigen Fächer, sondern auch

nicht-chirurgische Fachdisziplinen bis hin zur

klinischen Psychologie involviert. Die meisten

Fehlbildungen können durch chirurgische Eingriffe

korrigiert werden.

Bei allen Eingriffen sind rekonstruktive und

ästhetische Aspekte untrennbar miteinander

verbunden.

Riesenmuttermal

Segelohren

vorher

nachher

Zahlen, Fakten, Daten:

Am LKH-Univ. Klinikum Graz arbeiten Spezialisten aus chirurgischen

und nicht-chirurgischen Fachdisziplinen – wie z.B. der Klin. Abteilung

für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, der

Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie, der Univ.-Klinik für Dermatologie,

der Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik, der Univ.-Klinik

f. Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Univ.-Klinik für Neurochirurgie

– interdisziplinär bei der Behandlung von kindlichen

Fehlbildungen zusammen. Zwei bis drei Prozent der Neugeborenen

haben eine sichtbare Fehlbildung bei der Geburt. Bis zu zehn Prozent

der Neugeborenen haben eine angeborene Anomalie.

Angeborener gutartiger

Lymphgefäßtumor

vorher

vorher

nachher

• Kraniosynostose (vorzeitiger Verschluss der Schädelnähte):

1- 2 Patienten pro Jahr

• Brustfehlbildungen: 10 Patienten pro Jahr

• Handfehlbildungen: 30 Patienten pro Jahr

• Trichterbrust: 20 Patienten pro Jahr

• Offener Rücken: im Schnitt 1 Patient pro Jahr

• Angeborene Muttermale: 25 Patienten pro Jahr

• Riesenmuttermal: 1 Patient pro Jahr

• Hämangiom (Blutschwamm): 150 Patienten pro Jahr

• Gefäßfehlbildungen: 25 Patienten pro Jahr

nachher

16 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


GESUNDHEIT

Einige Fehlbildungen im Überblick

Zu den häufigsten Fehlbildungen zählen die

verschiedenen Spaltformen wie die Gaumenspalte

mit Lippenspalte, die sich im

Mund-, Kiefer- und Rachenbereich bilden

können. Die Spalte kann zahlreiche Auswirkungen

auf wichtige Körperfunktionen haben.

(Atmung, Sprechen, etc.)

Eine weitere angeborene Fehlbildung ist die Kraniosynostose

der vorzeitige Verschluss der Schädelnähte.

Bei diesem Phänomen verschließen sich

eine oder mehrere Schädelnähte des Kindes zu

früh. Dem Gehirn fehlt der Platz zum Wachsen, der

Schädel deformiert sich, auch der Gesichtsknochen

kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Angeborene Hand- oder Fingerfehlbildungen sind

hingegen selten, jedoch sehr unterschiedlich in der

Ausprägung. Sie sind vor der Geburt meist nicht

diagnostizierbar und für die Eltern daher oft überraschend.

Verschiedenste operative Maßnahmen

stehen zur Verfügung: von der Entfernung eines

Wissenschaftliche Studie bestätigt:

LOS-Förderung lohnt sich * .

Sarah war eigentlich nie schlecht in der

Schule. Nur beim Schreiben machte sie viele

Fehler.

Probleme erkennen

Im letzten Jahr dann ver schlechterte sich ihre

Rechtschreibung zu se hends – und ihre Eltern

waren ratlos. Auch die Nachhilfe bei einer

Studentin brach te nichts: Sarah wirkte immer

unkonzen trier ter und verlor mehr und mehr

die Lust am Lernen, weil sich ihre Anstrengungen

einfach nicht auszahlten.

Gut beraten im LOS

Dann stießen ihre Eltern auf das LOS und

erfuhren, dass es vielen Schulkindern so

geht wie ihrer Tochter. Inzwischen arbeitet

Sarah im LOS seit rund sechs Monaten daran, ihre speziellen Probleme

beim Lesen und Schreiben zu überwinden.

Erfolg in der Schule

Sarahs Schreibsicherheit und ihr Wortschatz haben sich bereits spürbar

verbessert. Auch ist sie wieder konzentrierter und mit viel Motivation bei der

Sache. Schließlich will sie mal Lehrerin werden – und dafür, das weiß Sarah

genau, braucht sie gute Noten.

Der Weg zum LOS

Über den individuellen Förderunterricht für

Ihr Kind informiert Sie Mag. Romana Denner,

LOS Graz, Merangasse 75,

Telefon 0316 346300.

überschüssigen Haut-Anhängsel an der Hand

bis hin zur vollständigen Wiederherstellung eines

fehlenden Daumens.

Gefäßanomalien sind häufig und werden meist

als „Blutschwämme“ bezeichnet. Der Blutschwamm

(Hämangiom) ist der häufigste angeborene

gutartige Tumor im Säuglingsalter.

Darüber hinaus gibt es aber auch eine Vielzahl

von anderen Gefäßfehlbildungen, die zu massiven

Entstellungen (z.B. übergroße Zunge) und

funktionellen Beeinträchtigungen führen können.

Gefäßfehlbildungen kommen hingegen seltener

als Blutschwämme vor. Von 100 Kindern

bis zum 18. Lebensjahr leiden ein bis zwei Kinder

an dieser Anomalie.

Bei angeborenen Brustfehlbildungen ist die

Anlage der Brust gestört, sodass es zu verschiedensten

Brustveränderungen kommen kann:

überzählige Brustwarzen, unterschiedlich große

Brüste, zusätzliche Brüste, fehlende Brüste, Rüsselbrüste

oder fehlende Brustwarzen.

bezahlte Anzeige

Rechtschreibung mangelhaft –

das muss nicht sein!




* Infos unter www.LOS.at











Auch Fehlbildungen des Brustkorbes selbst

sind möglich, wie etwa die Trichterbrust,

von der pro 1000 Menschen ein bis zwei

Personen betroffen sind. Aber auch die

Kielbrust oder noch seltenere Mischformen

sind verbreitet. Die anzuwendenden

Korrekturmöglichkeiten sind einerseits von

der Art der Deformierung abhängig, andererseits

auch vom Alter der Patienten.

Unter Spina bifida (Spaltwirbel), im Volksmund

offener Rücken genannt, versteht man

eine Fehlbildung des Neuralrohrs während

einer frühen Phase der Embryonalentwicklung.

Bei der offenen Form müssen die betroffenen

Teile des Rückenmarks innerhalb

der ersten 24 Stunden nach der Geburt

neurochirurgisch versorgt werden, die Haut

über den offenliegenden Stellen wird durch

spezielle plastisch-chirurgische Techniken

verschlossen.

Stabstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

gerda.reithofer@klinikum-graz.at

bezahlte Anzeige

Damit die Wolken nicht

mehr „krau“ sind

Lese-/rechtschreibschwache Kinder

werden oft frühzeitig abgestempelt

Es war ein Start mit Hindernissen: Als Peter* in der ersten Volksschulklasse

nicht gleich alles konnte, meinte die Lehrerin von Peter

zu den Eltern: „Ihr Kind wird nicht einmal die Hauptschule schaffen!“

Das bereitete den Eltern viele Sorgen, denn für sie war Peter ein

ganz normaler Bursche, weder unintelligent noch psychisch belastet.

Doch dann stießen die Eltern auf das Lehrinstitut für Orthografie

und Sprachkompetenz, das LOS Graz und entschlossen sich, Peter

mit einem wissenschaftlich standardisierten Test von Dr. Peter May

testen zu lassen. Der Test zeigte, dass Peter an einer gravierenden

LRS litt und plötzlich war auch für die Eltern klar, warum Peter viele

Wörter ganz komisch schrieb. Anstatt „Regenwurm“ kamen da nur

Skelettwörter wie „Regwu“ heraus. Kinder mit einer Lese-/Rechtschreibschwäche

werden oft frühzeitig abgestempelt, erhalten sie

jedoch eine Förderung, können auch sie jede Schule absolvieren.

Peter wird nun seit zwei Jahren im LOS Graz mit einem individuellen

Förderprogramm betreut. Seine Lese-/Rechtschreibschwäche hat

Peter im Griff und er schreibt wunderbare Texte.

Infos zum Förderprogramm der

LOS-Institute unter 0316 346 300.

*Namen wurden geändert

sa_4c_ag_98x128_3_Grazer.indd 1 08.09.2010 12:23:28

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

17


PERSONAL

GESUNDHEIT

Psychoedukation in der Schmerzbehandlung

Multimodaler Ansatz an der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie

Gerade bei chronischen Schmerzen ist ihr

Weiterbestehen oft nicht mehr mit rein

körperlichen Ursachen erklärbar. Hier hilft

das biopsychosoziale Schmerzmodell: Zusätzlich

zu rein körperlichen Ursachen müssen

psychische, soziale, oft auch ethnische

oder ökonomische Faktoren als Chronifizierungsfaktoren

identifiziert und behandelt

werden. Das erfordert einen multimodalen

Ansatz, also ein konzertiertes, gemeinsames

Diagnostizieren und Therapieren von ärztlichen

und nichtärztlichen Berufsgruppen

wie Psychologen, Psychotherapeuten und

Physiotherapeuten. Im Rahmen dieser interdisziplinären

Schmerzbehandlung werden

Patienten klinisch-psychologisch abgeklärt

und erhalten zusätzliche psychologische

Behandlungen. Die Schmerzbehandlung

wird dabei für alle Patienten individuell angepasst.

Seitens der psychologischen Disziplinen

werden hier Entspannungstechniken

wie Autogenes Training, Biofeedback, progressive

Muskelrelaxation nach Jakobson

etc. und die Psychoedukation angeboten.

Das sind Techniken, mit denen sich die betroffenen

Patienten einfach und effizient

selbst helfen können: „Hilfe zur Selbsthilfe“

heißt hier die Devise!

Psychoedukation

An der Kinderchirurgie in Graz werden mit Hilfe

der klinischen Psychologie Maßnahmen getroffen,

um die Patienten bei der Schmerzbewältigung

zu unterstützen. Das geschieht immer in

Absprache mit den anderen involvierten Fachund

Berufsgruppen, um eine bestmögliche

Schmerzbehandlung zu garantieren. Die Psychoedukation

ist eine dynamische Methode,

die an die Bedürfnisse der Patienten angepasst

wird und bei der verstärkt auf die biopsychosoziale

Wechselwirkung eingegangen wird. Die

emotionale Entlastung durch Angstabbau und

die Vermittlung von mehr Sicherheit ist ein Effekt,

der mit Hilfe der Psychoedukation erzielt

werden soll. Im Mittelpunkt der Psychoedukation

stehen auch Methoden, um Patienten aus

der sozialen Isolation zu bewegen, Motivatoren

zur Förderung sozialer Aktivitäten herauszufiltern

sowie Stressbewältigungsstrategien

zu vermitteln, mit dem Ziel, alltägliche Belastungssituationen

besser zu meistern.

Die Psychoedukation hat sich als eine anerkannte

und bewährte Methode etabliert, um

bei Schmerzpatienten den Genesungsprozess

zu unterstützen, die Eigeninitiative und

Kompetenz der Betroffenen zu fördern, für

mehr schmerzbezogene Aufklärung zu sorgen,

angstabbauende Sicherheit zu vermitteln sowie

die Patienten für weitere Behandlungsschritte

zu mobilisieren.

Mag. Dr. Istvan Szilagyi ,

Klinischer und Gesundheitspsychologe,

Univ.-Klinik für Kinder- und

Jugendchirurgie,

LKH-Univ. Klinikum Graz

istvan.szilagyi@klinikum-graz.at

© Szilagyi

Informationsweiterleitung/Aufklärung

• Wechselwirkung zwischen biologischem, psychologischem und sozialem Konstrukt

• Informationen über weitere Behandlungsmethoden

Ziele der

Psychoedukation:

Erarbeitung von Strategien, um das Leiden bestmöglich zu verarbeiten

• Stressmanagement

• Copingstrategien

• Gesundheitsbewusstsein

Anpassung/Veränderung der Körperwahrnehmung

• Eigene Grenzen erkennen und wahrnehmen

Erarbeitung der eigenen Ressourcen und Bewältigungskonzepte

• Emotionale Balance aufrechterhalten

• Techniken, um die emotionale Stabilität wiederzuerlangen

• Abbau von Angst und Furcht

Stärkung der eigenen Ressourcen und Bewältigungskonzepte

• Abbau von gelernter Hilflosigkeit

Förderung von Aktivität

• Wege aus der sozialen Isolation erarbeiten

• Unterstützung bei der Wiedereingliederung ins Familienleben

18 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


GESUNDHEIT

25 Jahre Brandverletzteneinheit

Erste Hilfe für brandverletzte Kinder

Vor etwas mehr als 25 Jahren endete in Graz

für sieben von zehn Kindern ein Unfall mit mehr

als 30% verbrannter oder verbrühter Haut tödlich.

„Die Gründung einer eigenen Station für

brandverletzte Kinder entstand aus reiner Notwendigkeit“,

erklärt Univ.-Prof. Dr. Marija Trop,

Gründerin und ehemalige Leiterin der Brandverletzteneinheit.

Vor 1987 gab es am LKH-

Univ. Klinikum Graz keinen speziellen Operationsraum

für Brandverletzte und so mussten die

Kinder von der Kinderklinik bei jedem Wetter in

den OP der Plastischen Chirurgie transportiert

werden. Kinder kühlen rascher aus als Erwachsene

und daher entstanden nach der Operation

oft massive Komplikationen. Ausschlaggebend

war schließlich der Fall eines Kindes

mit schweren Verbrennungen im Jahr 1987.

In Österreich konnte das Kind an keiner Klinik

erfolgreich behandelt werden und hatte keine

Überlebenschance. Der Transport nach Ljubljana

rettete das Kind. Das war der Auslöser in

Graz: Mit engagierten Mitkämpfern wurde ein

Krankenzimmer für die operative Behandlung

adaptiert und so mussten die Kinder nicht mehr

mit der Rettung transportiert werden. Die Ärzte

kamen zu den Kindern. Zugleich hat sich ein

interdisziplinärer Arbeitskreis, bestehend aus

plastischen Chirurgen, Anästhesisten, Kinderärzten

und Pflegepersonen, gebildet. Durch die

Unterstützung der Klinikumleitung, der KAGes

und durch Spenden konnten entsprechende Patientenzimmer,

Behandlungsräume und ein OP

auf der Kinderklinik errichtet werden – zuerst

provisorisch im siebten Stock und seit 1998 als

moderne Station im vierten Stock der Kinderklinik.

25 Jahre Brandverletzteneinheit

Seit der Gründung der Brandverletzteneinheit

sind „nur“ vier Kinder verstorben, allen anderen

konnte das interdisziplinäre Team helfen.

Die Therapiemöglichkeiten haben sich in den

letzten 25 Jahren stark verändert und die Heilungschancen

der Patienten dadurch enorm

verbessert. Was früher einen stationären Aufenthalt

erforderte, kann heute oft in der Ambulanz

versorgt werden.

Alle Kinder mit Verbrennungen werden an der

Kinderklinik behandelt. Dafür stehen zusätzlich

eine Akut- und eine Nachsorgeambulanz zur

Verfügung. Bei leichten Verbrennungen erfolgt

eine Erstversorgung in der Akutambulanz und

der niedergelassene

Kinderarzt macht die

Weiterbehandlung

in seiner Ordination.

Schwere Verbrennungen

werden im OP der

Brandverletzteneinheit

versorgt und stationär

behandelt.

Seit der Gründung

der Station

wurden

knapp 2.000

Kinder stationär

behandelt.

© M. Schreiner

Dazu kommen

jährlich ca. 200 Kinder

mit oberflächlichen Verbrennungen zweiten

Grades, die ambulant behandelt werden können.

Kinder mit schweren Verbrennungen oder

Verbrühungen, welche Narben hinterlassen,

müssen immer wieder und über viele Jahre

hinweg, behandelt werden. Tiefe Verbrennungen

hinterlassen Narben, die sich später

zusammenziehen und zum Beispiel die Beweglichkeit

der Finger beeinträchtigen und operiert

werden müssen. Auch aus ästhetischen

Gründen sind spätere Korrekturen möglich und

notwendig.

Hilfe bietet der Verein Feuerball

Den betroffenen Kindern und Eltern hilft seit

1995 der Verein Feuerball, der Unterstützung,

Erfahrungsaustausch und Kontakt mit anderen

Betroffenen ermöglicht. Ein ganz spezielles Anliegen

des Vereins ist die Prävention. Es werden

in Kindergärten und Volksschulen Vorträge

zum Thema „Vermeidung von und richtige Reaktion

bei Verbrennungen und Verbrühungen“

gehalten. Auch hier war Univ.-Prof. Trop die Initiatorin

des Vereines. „Wir haben in den letzten

25 Jahren viel in der Patientenversorgung

und Prävention erreicht und verbessert. Für die

Zukunft wünsche ich mir noch mehr Forschung

zum Thema in Graz“, erzählt Trop.

Was tun bei Verbrennungen

und Verbrühungen?

• Kühlen Sie die verletzten Stellen unmittelbar

nach dem Unfall mit Wasser – das

Wasser darf nicht kälter als 15°C sein! Die

Jubiläum der Brandverletzteneinheit am LKH-

Univ. Klinikum Graz.

Dauer der Kühlung hängt von der Größe der

Wundfläche ab: Je größer die Wunde, desto

kürzer kühlen. Bei kleinflächigen Verbrühungen

kann man bis zur Schmerzfreiheit,

zirka zehn Minuten, kühlen.

• Eingebrannte Kleidung nicht gewaltsam

entfernen!

• Löschen Sie das Feuer durch Wälzen am

Boden, mit Wasser oder ersticken Sie die

Flammen mit Decken.

• Bei Stromverletzungen immer erst den

Stromkreis abschalten.

• Denken Sie daran, dass das Kind unter

Schock steht, und lassen Sie es nicht alleine,

bis der Notarzt kommt.

Stabstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

gerda.reithofer@klinikum-graz.at

Brandverletzteneinheit in Zahlen:

1987 Gründung einer eigenen Einheit mit

speziell für Brandverletzte adaptiertem OP

im 7. Stock der Univ.-Klinik für Kinder- und

Jugendheilkunde. Seit 1998 befindet sich die

moderne Einheit im 4. Stock.

In 25 Jahren wurden knapp 2.000 Kinder stationär

behandelt. Dazu kommen jährlich ca.

200 Kinder, die ambulant versorgt werden.

Zwei Drittel der Patienten sind zwischen ein

und fünf Jahre alt.

Die gefährlichsten Orte für Kinder sind die Küche

und das Wohn- und Esszimmer.

www.feuerball.at

© LKH-Univ. Klinikum Graz

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

19


GESUNDHEIT

Ihrer Gesundheit

zuliebe

Nachhaltige Ernährung

Viele sprechen davon, aber nicht jeder

weiß was damit gemeint ist.

Die Arbeitsgruppe „Nachhaltige Ernährung“

an der Technischen Universität

München definiert damit die Umsetzung

des gesellschaftlichen Leitbildes einer

„nachhaltigen Entwicklung“ im Ernährungsbereich.

Gemeint ist, dass es sich bei

der „nachhaltigen Ernährung“ um einen

vorbeugenden Gesundheitsschutz unter

Berücksichtigung von fairen Wirtschaftsbeziehungen,

sozialer Gerechtigkeit, gesunder

Umwelt und Vermeidung von Lebensmittelabfällen

handelt.

Im Sinne der sieben Grundsätze einer

„Nachhaltigen Ernährung“ empfehlen

wir:

• Wählen Sie Produkte aus der Region und

nach Saison.

• Verwenden Sie vorwiegend natürliche

frische Lebensmittel und weniger hochverarbeitete

Lebensmittel wie Fastfood

und Naschereien.

• Planen Sie öfters Bioprodukte ein.

• Essen Sie häufig pflanzliche Lebensmittel

wie Gemüse, Obst, Getreide,

Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte.

• Kaufen Sie qualitativ hochwertiges

Fleisch und nehmen Sie kleinere Mengen

davon (ca. 2-3x/Woche).

• Achten Sie auf eine umweltfreundliche

Verpackung.

• Kaufen Sie häufiger fair gehandelte Produkte.

Zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen

können Sie einen Speiseplan für eine Woche

erstellen, einen Einkaufszettel schreiben

und kleinere Mengen kochen. Wenn

Sie auf die richtige Lagerung achten, kann

die Haltbarkeit verlängert werden. Speisereste

können zu kreativen Eintöpfen oder

Aufläufen verwertet werden.

Ihr Ernährungsmedizinischer Dienst,

LKH-Univ. Klinikum Graz

Optimierung der Sturzprophylaxe

Durch Fallbesprechungen lernen

Stürze im Krankenhaus zu vermeiden ist nach

wie vor ein aktuelles Thema der Pflege im LKH

Leoben. Aus diesem Grund wurde im Jänner

2013 die überarbeitete evidence-based Leitlinie

„Sturzprophylaxe für ältere und alte Menschen in

Krankenhäusern und Langzeitpflegeeinrichtungen“

der Evidence Based Nursing-Gruppe (EBN)

des LKH-Univ. Klinikum Graz auf den Internen

Stationen implementiert. Um die Mitarbeiter für

das Thema zu sensibilisieren, wurden wöchentliche

Schwerpunktevaluierungen der Pflegedokumentation

anhand von Fallbesprechungen

durchgeführt. Für die Planung, Gestaltung und

Hauptmoderation waren die Stationsleitungen

verantwortlich. Zusätzlich waren DGKS Nicole

Lang und OSr. Daniela Jamnig, MSc,MBA immer

wieder vor Ort beratend anwesend.

Mit diesen Besprechungen sollte in erster Linie

eine kritische Reflexion der geplanten, dokumentierten

und durchgeführten Pflegehandlungen

in Bezug auf die Sturzgefahr des betroffenen

Patienten erreicht werden. Die Evaluierungen

dienen aber auch der Verbesserung der Pflegeund

Dokumentationsqualität und führen zu einer

gemeinsamen Pflegesprache.

Um die Veränderung nach Einführung der Leitlinie

und der Fallbesprechungen messbar zu

machen, wurden bereits im Vorfeld zahlreiche

Pflegedokumente mit Fokus auf die Sturzdokumentation

ausgewertet. Nach einer Durchführungsdauer

von sechs Monaten wurde diese

Evaluierung wiederholt. Es konnte ein positives

Ergebnis in Bezug auf das Pflegefachwissen, die

Ein Grund zum Feiern

Palliativstation Knittelfeld feiert ersten Geburtstag

„Begleittücher“ zum Jubiläum.

Mit einem offiziellen und einem spirituellen

Teil feierte man ein Jahr Palliativstation im

Spitalsverbund LKH Judenburg-Knittelfeld.

Das Handeln der Station steht ganz unter

dem Motto „Time Talk Touch“. Als Geburtstagsgeschenk

gestalteten die Schüler der

Etablierung pflegerischer Fallbesprechungen.

Pflegesprache und das Dokumentationsverhalten

festgestellt werden. Außerdem fiel auf, dass

die Mitarbeiter insbesondere für die Erkennung

von Sturzrisikofaktoren sensibilisiert worden

waren. Die Sturzstatistik brachte jedoch keine

signifikante Veränderung.

Aufgrund des Evaluierungsergebnisses und der

positiven Rückmeldungen der Mitarbeiter der

Internen Abteilungen wurden themenbezogene

Fallbesprechungen auch auf die Chirurgische

und die Urologische Abteilung ausgedehnt. Das

aktuelle Thema der Fallbesprechungen dreht

sich „Rund um die Haut“, wie Dekubitusprophylaxe,

Hautdefekte usw. Erklärtes Ziel der

Pflegeentwicklung ist es, diese pflegerischen

Fallbesprechungen langfristig im LKH Leoben zu

etablieren.

OSr. Daniela Jamnig, MSc, MBA,

LKH Leoben

daniela.jamnig@lkh-leoben.at

FSLE Großlobming und des BRG Judenburg

in einer Projektarbeit Begleittücher mit unterschiedlichen

Motiven.

Die Schüler setzten sich dabei intensiv mit

dem Thema Abschiednehmen und Tod auseinander.

© LKH Judenburg-Knittelfeld © LKH Leoben

20 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


GESUNDHEIT

Enzenbacher Tuberkulose-Speziallabor

Vorbild für chinesische Gesundheitspolitik

STEUERTIPPS

MMag. Gerhard Hubner

Mag. Martin Allitsch

STEUERTIPPS

ZUM JAHRESENDE

© KAGes /Pachernegg

Chinesische Delegation besuchte das LKH Enzenbach.

Bei Tuberkuloseerkrankungen gilt China als

Hochinzidenzland. Deshalb unternimmt die chinesische

Gesundheitspolitik große Anstrengungen,

die hohe Anzahl der Tuberkulose-Infektionskrankheiten

zu senken. Dabei soll das Knowhow

der Lungenexperten in Enzenbach genutzt

werden, die von einer chinesischen Delegation

besucht wurden. Besonders beeindruckt war

die Delegation von der hohen Diagnosequalität

sowie dem umfangreichen Infektionsschutz des

Personals.

Das Tuberkulose-Speziallabor bietet dank der

Werkbank unter Lamina Airflow mit Spezialfiltern

und zusätzlicher externer Abluftführung

die europaweit höchstmögliche Sicherheit in

der Verarbeitung der TBC-Proben. Seit 2005

zählt der Nachweis der Tuberkulose-Infektion

durch Bestimmung von TBC-spezifischem

Gamma-Interferon zur Routine in Enzenbach.

Diese Untersuchungsmethode ist aufgrund der

hohen Sensitivität und Spezifität heute aus der

TBC-Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Die

Ergebnisse werden in einer speziellen Datenbank

gespeichert, mit sämtlichen TBC-spezifischen

Daten der Patienten verknüpft und wissenschaftlich

ausgewertet. Die hohe Qualität

der individuellen Befund- erstellung führte in

den letzten Jahren zu einer deutlichen Steigerung

der Zuweisungen inner- und außerhalb der

Steiermark.

Die Isolierstation in Enzenbach ist die derzeit

modernste Tuberkuloseabteilung Europas und

ein technisches Meisterwerk. Alle Zimmer

sind mit elektronisch kontrollierten, individuell

aktivierbaren Schleusen mit variablem Unterdruck

ausgestattet. Das dient dazu, dass die

gefährlichen Tuberkulosekeime nicht in den

Stationsgang und in andere Krankenzimmer und

Versorgungsräume verschleppt werden können.

In den Schleusen befinden sich für jedes Zimmer

behindertengerechte Nasseinheiten. Die

Steuerung der Schleusen erfolgt mittels Touchscreen

vom Schwesternstützpunkt aus und lässt

sowohl eine personalgesteuerte als auch eine

patientenfreie Bedienung zu.

Die Unterdruckversorgung der Räume sowie die

Tür- und Fensterfunktionen werden elektronisch

überwacht. Im Fall eines Anstiegs des Unterdruckes

erfolgt die Alarmierung über den Überwachungsmonitor

im Schwesternstützpunkt,

der in die Leitzentrale eingebunden ist. Dabei

ist anhand farblicher Darstellung der Grund für

den Unterdruckabfall sofort erkennbar, wodurch

eine rasche Behebung ermöglicht wird. Zudem

werden sämtliche Ereignisse (Druckabfälle und

Temperaturänderungen, Tür- und Fensteröffnungen,

Änderungen der Schleusentaster-Funktionen

usw.) zeitlich unlimitiert auf einem Server

abgespeichert und können jederzeit abgerufen

werden. Aufgrund der vollständig abgedichteten

Fenster, die zur Aufrechterhaltung des

Unterdrucks dienen, und der süd- bzw. nordseitigen

Lage der Krankenzimmer sind sämtliche

Räume klimatisiert, die permanent erfasste

Temperatur wird wie alle anderen technischen

Daten am Überwachungsdisplay im Schwesternstützpunkt

angezeigt.

Zum Jahresende möchten wir Sie unterstützen,

bereits bezahlte Steuern vom Finanzamt zurückzuholen.

Für Ihre Arbeitnehmerveranlagung haben

Sie 5 Jahre Zeit. Am 31.12.2013 endet daher

die Frist für die Abgabe der Arbeitnehmerveranlagung

2008! Wenn Sie für die letzten Jahre

Arbeitnehmerveranlagungen abgeben möchten,

beachten Sie, dass in den letzten Jahren Änderungen

erfolgten (siehe Hinweise).

WERBUNGSKOSTEN

Ausgaben für Aus- und Fortbildung, doppelte

Haushaltsführung, Familienheimfahrten, Fachliteratur,

Mitgliedsbeiträge, Reisekosten etc.

können nur im Jahr der Bezahlung geltend gemacht

werden. Bei auswärtiger Fortbildung oder

Tätigkeit können eventuell auch Tagesdiäten und

Nächtigungsgelder abgesetzt werden.

ABSETZBETRÄGE

Steht Ihnen für Ihre Kinder Familienbeihilfe zu,

können Sie ab 2010 im Formular L1k den Kinderfreibetrag

von € 220 (oder € 132 pro Elternteil)

geltend machen. Im gleichen Formular sind der

Unterhaltsabsetzbetrag sowie Ausgaben für

Kinder wie z.B. Kosten für Kinderbetreuung bis

zum 10. Lebensjahr (siehe hierzu Ausgabe vom

Juni 2013), auswärtige Berufsausbildung und

Arztbesuche anzugeben.

SONDERAUSGABEN

Kranken-, Unfall-, Lebensversicherungen, Wohnraum

schaffung- und -Sanierung sind mit einem

Höchstbetrag von € 2.920 beschränkt und wirken

sich bis zu maximal einem Viertel aus. Ab einem

Einkommen von € 60.000 steht ihr Abzug nicht

mehr zu. Weiters absetzbar sind Kirchenbeiträge

(bis 2011 max. € 200, ab 2012 max. € 400), Steuerberatungskosten

(unbegrenzt), Spenden (max.

10% des Jahreseinkommens) an mildtätige Organisationen

und seit 2012 an Umwelt-/Tierschutzorganisationen

sowie Freiwillige Feuer wehren.

AUSSERGEWÖHNLICHE BELASTUNGEN

Ausgaben z.B. bei Krankheit (abzüglich Versicherungsvergütungen)

können bei Übersteigen

des einkommensabhängigen Selbstbehaltes

abgesetzt werden. Uneingeschränkt absetzbar

sind Kosten bei Behinderung und Katastrophenschäden.

WICHTIG: Bei Nebeneinkünften, die nicht aus

einem Dienstverhältnis stammen und € 730 übersteigen,

ist die Abgabe einer Einkommensteuererklärung

verpflichtend!

Hubner & Allitsch SteuerberatungsgmbH & Co KG

A-8010 Graz, Leonhardstr. 104

Tel. 0316/338 338, www.hubner-allitsch.at

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

21


QUALITÄT

Der Weg des KHK-Patienten

Qualitätssicherung im LKH Graz West

Das Projektteam:

1. Reihe von l.n.r.:

PT Melanie Reiter ,

Projektleitung Stat.L. DGKS

Ulrike Reich,

DPL Dr. Wolfgang Weihs

2. Reihe von l.n.r.:

DGKS Brigitte Neumann,

OA Dr. Georg Saurer,

DGKS Birgit Großauer

© LKH Graz West

3.Reihe von l.n.r.:

DGKS Marianne Radkohl,

Pflg.Dir. Paul Furlan,

Stat.L. DGKP Herbert Sänger.

(ohne OA Dr. N. Kaufmann und

Diätologin A. Brunner).

Um die Abläufe und Prozesse in Krankenhäusern

ständig zu verbessern, wurde an

der Kardiologie im LKH Graz West auch eine

Prozessoptimierung des Managements von

Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK)

in Angriff genommen und nach einem Jahr erfolgreich

abgeschlossen.

Die stabile Angina pectoris ist die häufigste

Form der KHK. Sie betrifft 250.000 Personen in

Österreich mit zunehmender Inzidenz im Alter.

Die KHK und der Herzinfarkt sind international

führend in der Todesstatistik und nach wie vor

eine große medizinische Herausforderung.

Neben diagnostischen, therapeutischen und

präventiven Maßnahmen sind auch relevante

Informationen für die Patienten und ein

Lernprozess im Erkennen von Symptomen

wesentliche Elemente im KHK-Management.

Durch einen optimierten Versorgungsprozess

zusätzlich zur bewährten

„Rund-um-die-Uhr-Herzkatheterrufbereitschaft“

in der Steiermark können die Folgen

der koronaren Herzerkrankung effektiv bekämpft

werden. Mit den Innovationen der modernen

Medizin kann zwar vielen Patienten

rasch und effektiv geholfen werden, aber die

Aufklärung über die Erkrankung, eine Information

über die Wichtigkeit der Sekundärprävention

und die Akzeptanz einer chronischen

Herzerkrankung mit entsprechender Eigenverantwortung

bleiben auf der Strecke. Über die

Frage, warum Patienten trotz gewissenhafter

Aufklärung über ihre Erkrankung nicht im erforderlichen

Ausmaß Bescheid wissen, lässt

sich nur mutmaßen. Stressfaktoren in der

Akutphase könnten einen Teil dazu beitragen.

Projektidee

Das Streben nach patientenorientierter Verbesserung

im kardiologischen Team und

insbesondere der Pflegeschwerpunkt der

„Gesundheitsförderung“ haben das interdisziplinäre

Projekt ins Leben gerufen. Dabei

stehen die Information über das Wesen der

Erkrankung, die Vermittlung einer Krankheitseinsicht

und die Motivation zur Lebensstiländerung

im Vordergrund.

Das Projektteam der Kardiologie im LKH Graz

West entwickelte das QM-Projekt zur Bewusstseinsbildung

dieser fatalen Erkrankung

unter dem Motto „Der Weg des KHK-Patienten“.

Projektumsetzung

• Das Projektteam besteht aus einer Stationsleitung

in Ausbildung (Projektleitung),

einer Stationsleitung, drei DGKS, zwei

Oberärzten der Kardiologie sowie einer

Physiotherapeutin und Diätassistentin.

© LKH Graz West

22 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


QUALITÄT

• Der Wissensstand der betroffenen Patienten

wurde anhand eines eigens entworfenen

Fragebogens erhoben und in Folge

evaluiert.

• Das Gesundheitsmanagement-Projekt für

die KHK-Patienten wurde, aufbauend auf

den Ergebnissen der Patientenbefragung

und obiger Zielsetzungen, über mehrere

Stufen zum Abschluss gebracht.

• Es wurden Plakate für die „Herz-Station“

mit allen notwendigen Informationen für

betroffene Patienten entwickelt.

• Am Gang der kardiologischen Station

wurde eine Informationsmeile gestaltet.

• Eine Patienteninformationsbroschüre mit

den Inhalten der Prävalenz, Früherkennung,

Diagnose und Therapie sowie Verlauf

der koronaren Herzkrankheit wurde

erarbeitet.

• Sowohl bei den Poster-Inhalten als auch

bei den Ausführungen der Patientenbroschüren

wurde der hohe Stellenwert der

Prävention besonders hervorgehoben.

Ausblick

Obwohl alle unsere Patienten eine intensive

Aufklärung durch den Kardiologen erhalten,

zeigen Patienten und auch Angehörige an der

Informationsmeile am Stationsgang großes

Interesse. Mittels Plakaten wird der gesamte

Prozess, den ein Patient mit Koronarerkrankung

in unterschiedlicher Weise erlebt, veranschaulicht.

Vor allem die plastische Darstellung

der Intervention beim Herzkatheter

beeindruckt Patienten und Angehörige. Daraus

resultierende Fragen können beantwortet

und damit Unklarheiten, welche selbstverständlich

auch mit Ängsten behaftet sind,

beseitigt werden.

So gehört es teilweise bereits zum Alltag, dass

Patienten ihren Angehörigen an den Plakaten

Dinge zeigen und somit eine weiterführende

Gesundheitsprävention betreiben. Zusätzlich

wurde ein Prospekt mit kurzen, prägnanten

Informationen gestaltet, welcher dem Patienten

auch zu Hause noch Sicherheit geben

soll. Der Prospekt wird dem Betroffenen zum

Zeitpunkt der Entlassung ausgehändigt.

Alles in allem ist es gelungen, den Patienten

zusätzlich zur bestehenden Aufklärungsmethodik

eine jederzeit zugängliche, einfach zu

verstehende Informationsquelle bereitzustellen.

Freie Zeit kann der Patient nun nützen,

um sich mit seiner Erkrankung und Therapie

auseinanderzusetzen. Zur Seite steht ihm ein

kardiologisches Team, dem die Gesundheit

und die Erhaltung der Lebensqualität am

Herzen liegen.

DGKS Ulrike Reich,

Stationsleitung SKL D1,

LKH Graz West

ulrike.reich@lkh-grazwest.at

Groß - Gut - Günstig

www.3goldenekugeln.at

facebook.com/3GoldeneKugeln

Auch zum Mitnehmen!

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

23


QUALITÄT

MED CAMPUS Modul 1

… eine Vision wird Wirklichkeit

bezahlte Anzeige

einer Gesamtnutzfläche von 42.000 m² nicht

nur Arbeitsplätze für die 840 Mitarbeiter-

Innen und Lehrflächen für die Studierenden,

sondern auch die entsprechende Infrastruktur

mit Mensa, Veranstaltungsräumen und Freiflächen.

Als Grundstücksfläche stehen insgesamt

ca. 4,3 Hektar für die Errichtung in zwei Modulen

zur Verfügung.

„Die vor zehn Jahren anlässlich der Gründung

der Medizinischen Universität Graz entwickelte

Vision wird Wirklichkeit: Mit dem MED

CAMPUS entsteht eine einzigartige Infrastruktur

für Lehrende, Forschende und Studierende,

eingebettet in eine Medical Science City Graz“,

freut sich Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg

über den Baubeginn des MED CAMPUS.

„Der MED CAMPUS ist ein starkes Statement

der aufstrebenden Universität. Die biowissenschaftlichen

Institute werden mit der Klinik zu

einer identitätstragenden Vision des gemeinsamen

Arbeitens und voneinander Lernens“,

ist Dr. Cattina Maria Leitner, Vorsitzende des

Universitätsrates, überzeugt. Auch Rektor

Univ.-Prof. Dr. Smolle sieht die große Bedeutung

des MED CAMPUS: „Der MED CAMPUS

ist eine zukunftsweisende architektonische

Basis für unseren gesellschaftlichen Auftrag.

Dieser Auftrag besteht darin, kommende Generationen

von Ärzten heranzubilden und durch

medizinische Forschung innovative Bausteine

für die Gesundheit von morgen zu schaffen.

Nach intensiven Planungsarbeiten konnte am

16. September 2013 der Spatenstich für das

Modul 1 des MED CAMPUS gefeiert werden.

Moderiert wurde die Spatenstichfeier von

Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, der auch

auf die emotionale Bedeutung des Festaktes

hinwies. „Der MED CAMPUS wird umgesetzt

und verstärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit

und Sichtbarkeit der Med Uni Graz.“

Auf dem Campusareal östlich des Stiftingbaches

werden mit dem Modul 1 sechs Baukörper

für die einzelnen Institute mit Büros und Labors

errichtet. Diese Baukörper bilden gemeinsam

mit dem zukünftigen Modul 2 im Erdgeschoß

und ersten Stock eine verbundene Campusebene

mit Hörsälen und Seminarräumen für rund

1.200 Studierende der Human- und Zahnmedizin

sowie der Gesundheits- und Pflegewissenschaft.

Eine Aula, die Platz für 350 Personen

bietet, multifunktional bespielt werden kann

und den Naturraum Stiftingbach miteinbezieht,

soll nicht nur für Veranstaltungen und Kongresse

der Med Uni Graz zur Verfügung stehen,

sondern auch für Veranstaltungen des Bezirks

Ries offen sein.

Über der Ebene der Lehre befindet sich die

eigentliche Campus-Ebene. Die schmalen

Baukörper sind den Büros vorbehalten, in den

breiteren Baukörpern sind die Labore situiert.

In den Obergeschoßen sind die Baukörper über

Brücken miteinander verbunden, sodass die

Kommunikation der MitarbeiterInnen der Med

Uni Graz und somit die Vernetzung im Lehr- und

Forschungsbereich über Institutsgrenzen hinweg

optimal gefördert wird.

Zahlreiche umweltrelevante und energetische

Überlegungen (z.B. Geothermieanlage, Wärmerückgewinnung

der Abluft, Tageslichtsteuerung

etc.) machen das markante Gebäude auch

aus nachhaltiger Sicht zu einem bemerkenswerten

Projekt.

Die Ausführungsplanung ist bereits voll im Laufen,

im Juli 2013 wurde mit dem Aushub der

Baugrube begonnen. Die Baufertigstellung für

den MED CAMPUS Modul 1 mit ca. 21.000 m²

Nutzfläche ist für das Jahr 2016 geplant.

Im Endausbau bietet der MED CAMPUS auf

Bereits parallel zur Errichtung des Modul 1 des

MED CAMPUS, soll mit der Planung des Moduls

2 begonnen werden. Verbunden mittels einer

Brücke über die Stiftingtalstraße, sollen die

weiteren 21.000 m² Nutzfläche des Moduls 2

neben Lehre und Forschung insbesondere Platz

für die Administration der Med Uni Graz bieten.

Die Finanzierung für dieses Bauvorhaben

ist noch nicht gesichert, die Gespräche laufen

aber bereits.

• Dimension

MED CAMPUS, Modul 1 und 2

Konzeption für 840 MitarbeiterInnen der

MUG, Lehrflächen für 1200 Studierende

(Human-, Zahnmedizin und Pflegewissenschaften),

Infrastruktur für 4300 Studierende

(Mensa, Veranstaltungsraum,

Freiflächen)

• Größe

Nutzfläche

MED CAMPUS Modul 1: rd. 21.000

m², (Gesamt-NF 42.000 m²), zu bebauende

Grundstücksfläche 43.000 m², Gesamt BGF:

82.000 m² (Modul 1 und Modul 2)

• Kosten

Errichtungskosten MED CAMPUS Modul 1 €

180 Mio. (Gesamterrichtungskosten MED

CAMPUS € 320 Mio)

• Zeitschiene

März 2012: Baubeginn Infrastrukturelle

Baumaßnahmen Modul 1 (Brückentragwerk

TW4)

Juli

2013: Baufortsetzung Rohbau MED

CAMPUS Modul 1

Ab 2016: Baufertigstellung MED CAMPUS

Modul 1

• Bauherr

Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

• Mieter/Besteller

Medizinische Universität Graz

• Generalplaner

Riegler-Riewe Architekten ZT GmbH

24 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


QUALITÄT

ZWT

Technologietransfer auf höchstem Niveau

bezahlte Anzeige

Als erster Schritt zum neuen MED CAMPUS

Graz errichten das Wirtschaftsressort des

Landes Steiermark und die Medizinische

Universität Graz gemeinsam das ZWT (Zentrum

für Wissens- und Technologietransfer

in der Medizin), in dem auf 10.800 m² Labor-

und Büroflächen für Forschungseinrichtungen,

Spin Offs und

Firmenansiedelungen

im Life Science Bereich

entstehen. Das ZWT ist

somit das erste österreichische

Technologieund

Forschungszentrum,

das baulich und organisatorisch

vollständig in

einen Universitätscampus

integriert ist.

Errichter und Betreiber

des ZWT ist eine eigens

gegründete Gesellschaft

(ZWT-GmbH), die sich im

Besitz der Innofinanz,

einem Tochterunternehmen

der Steirischen

Wirtschaftsförderung

SFG, und der Medizinischen Universität Graz

befindet. Die Errichtung des ZWT wird aus

Förderungsmitteln der EU (EFRE) und des

Landes Steiermark kofinanziert. Insgesamt

werden rund 23 Millionen Euro in den Bau

und damit in die Zukunft der medizinischen

Forschung investiert. Im März 2012 war

Baubeginn, Ende 2013 wird der ZWT fertig

gestellt sein. Ab Mai 2014 wird mit dem Vollbetrieb

gestartet.

Langfristige Mieter des ZWT sind zum einen

die kommerziellen Anteile zweier Institute

der Med Uni Graz, nämlich der Hygiene und

der Humangenetik und zum anderen die

Biobank Graz, die im ZWT nun einen neuen

Standort bekommt. Ein weiterer prominenter

Mieter ist JOANNEUM RESEARCH HEALTH

– Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften.

Als private Mieter werden

sich MEON Medical

Solutions GmbH &

CoKG und das Entwicklungsbüro

Graz der

BBRAUN Melsungen AG

einmieten. Außerdem ist

die Einmietung des Europäischen

Forschungsinfrastruktur

Konsortiums

für Biobanken und Biomolekulare

Ressourcen

(BBMRI-ERIC) im ZWT

geplant.

Darüber hinaus wird auf

rund 350 m² Raum für universitäre

Spin Offs und

Kleinstfirmen geschaffen.

Dieser Life Science

Inkubator (LSI) stellt

innovativen Gründern aus dem Life Science

Bereich Labor- und Büroräumlichkeiten, Infrastruktur

sowie Know-how zur Verfügung.

Wichtigstes Ziel des LSI ist es, innovative Forschungsergebnisse

aus Pharma, Biotechnologie

und Medizintechnik bis zur Marktreife professionell

weiterzuentwickeln sowie Gründer

bei ihrem Unternehmensstart zu unterstützen.

In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen

Stakeholdern wird hier ein Konzept realisiert,

das eine tragfähige Brücke zwischen Wissenschaft

und Markt bildet.

• Dimension

Teil des Architekturwettbewerbs MED

CAMPUS, Errichtung als erster Bauabschnitt

(bis Ende 2013)

• Größe

BGF 10.800 m²

• Kosten

Errichtungskosten rd. € 23 Mio.

• Zeitschiene

Baubeginn: 21.03.2012

Baufertigstellung: Ende 2013

Mietbeginn: ab Mai 2014

• Bauherr/Eigentümerin

ZWT-GmbH, eine Tochtergesellschaft

von SFG und Med Uni Graz

• Bauabwickler

Bundesimmobilienges. m. b. H.

• Generalplaner

Riegler-Riewe Architekten ZT GmbH

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

25


PERSONAL

QUALITÄT

Evaluierung des systematischen Risikomanag

Ergebnisse der ersten steiermarkweiten Befragung

Das Projekt der Implementierung des systematischen

Klinischen Risikomanagementsystems

in den Landeskrankenanstalten der KAGes

außerhalb von Graz wurde im Jahr 2012 abgeschlossen.

2014 wird auch im LKH-Univ. Klinikum

Graz die Implementierung des Risikomanagementsystems

plangemäß umgesetzt sein.

Eine Evaluierung der Zielerfüllung des Projekts

in den LKH hatte das Ziel, Verbesserungspotentiale

für die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems

in der KAGes aufzuzeigen.

Die Evaluierung des systematischen Klinischen

Risikomanagements der KAGes war die Master

Thesis von Ursula Sprincnik zur Erlangung

des akademischen Grades Master of Science

- MSc Risikomanagement. Die Zielerreichung,

die Umsetzung der „High5s“ (von der WHO

definierte Patientensicherheitsziele) sowie die

Eignung der Rahmenbedingungen für Risikoeigner

und Risikomanager zur konsequenten

Umsetzung des Risikomanagementsystems

wurden überprüft. Außerdem wurden sowohl

Verbesserungspotentiale als auch Anregungen

und Vorschläge zur Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems

eingeholt. Die Evaluierung

wurde mit Hilfe eines Fragebogens und

mit einer Datenanalyse aus der Risikomanagementsoftware

der KAGes (R2C_risk to chance)

durchgeführt.

407 Führungskräften und Risikomanagern der

KAGes wurde ein Fragebogen zugeschickt. Von

diesen 407 Fragebögen wurden 176 vollständig

beantwortet. Die hohe Teilnahme der Risikoeigner

und -manager (51 Risikoeigner, 125 Risikomanager

bzw. -beauftragte) an der Befragung

zeigt, dass Risikomanagement ein wichtiges

Anliegen im Krankenhausalltag ist.

Wurden die einst gesteckten

Ziele erreicht?

Die in der Richtlinie 1012.2473 zur Implementierung

des systematischen Klinischen Risikomanagements

festgeschriebenen Ziele können

auf Grundlage der Befragungsergebnisse als

„erreicht“ angesehen werden. Die Anzahl an

konkreten Beispielen, welche von den Befragten

zu den einzelnen Zielen anzugeben waren,

variierte allerdings stark.

Die Ergebnisse lassen erkennen, dass Risikomanagement

gut im Alltag verankert ist und

ein „aus Fehlern Lernen“ stattfindet. Überprüfungen

des Risikomanagementsystems

im Rahmen von externen Audits werden als

wirksame Methode zur Weiterentwicklung

gesehen. In Bezug auf den zeitlichen Aufwand

kann festgehalten werden, dass der Großteil

der Befragten sich zwischen einigen Stunden

oder zumindest einen bis drei Tagen Aktivitäten

im Risikomanagement widmet. Sie würden sich

allerdings mehr Zeit für Risikomanagement-Tätigkeiten

wünschen. Risikoeigner bewerten

ihre Rahmenbedingungen positiv und sehen Risikomanagement

als wirksames Instrument zur

Erhöhung der Patientensicherheit. Sie nehmen

Risikomanagement auch als einen wesentlichen

Bestandteil ihrer Führungsaufgabe wahr.

So erarbeiten 72,5 Prozent jährlich eine Risikomanagement-Strategie.

Laut den Befragten tragen die Vernetzung und

der Informationsaustausch innerhalb des LKH

sowie ein offener und ehrlicher Umgang mit

kritischen Ereignissen zur Verbesserung des

Risikomanagementsystems bei. Diese offene

Fehlerkultur unterstreichen die Befragten auch

damit, dass sich 96 Prozent dafür aussprechen,

die Risiken innerhalb der KAGes veröffentlichen

zu wollen, um ein „Voneinander Lernen“ zu ermöglichen.

Bewältigung der „High5s“

Die Bewältigung der „High5s“, der von der

WHO definierten Internationalen Patientensicherheitsziele,

wird in hohem Maß angegangen,

obwohl es seitens der Unternehmensführung

keine verpflichtenden Vorgaben dazu gibt.

Das lässt auf ein hohes Risikobewusstsein der

Befragten schließen.

Eine exakte Zuordnung der in der Risikomanagementsoftware

erfassten Risiken zu den High5s

der WHO ist aufgrund der Vielschichtigkeit der

Risiken und der unterschiedlichen Zuordnung

der Gefahrenliste V 2.0 teilweise schwer möglich.

Unter anderem hat auch dieser Umstand

zu einer neuen Version der Gefahrenliste, basierend

u.a. auf den Patientensicherheitszielen

Arzt

Pflege

MTD

Verwaltung

Technik 9

0 50 100

Risikomanager/Berufsgruppen.

17

25

58

84

© KAGes

2013 der Joint Commission International (JCI),

den Standards der JCI (aktuelle Version von

2011), High5s der WHO, Hauptkriterien der

Kooperation für Transparenz und Qualität (KTQ)

u.a. geführt. Die Erhöhung der Dokumentationsund

Datenqualität sowie die Verfügbarkeit

expliziter Zeitressourcen für RM-Arbeit sind

anerkannte Verbesserungspotentiale, die auch

für die Zukunft noch Herausforderungen für alle

Mitwirkenden im RM bereithalten.

Ist die Anzahl von Risikomanagern ausschlaggebend

für den Erfolg des Risikomanagements

in einem LKH?

Diese Frage kann durch die Aussagen der

Befragten mit „ja“ beantwortet werden. Untermauert

werden diese subjektiven Wahrnehmungen

durch folgende Erkenntnisse und

Feststellungen aus der Praxis:

• Es hat sich ein enormer Pool an Risiken

aus allen Fachbereichen und damit ein

gewaltiger Wissenspool über Art und Umfang

von Risiken in der KAGes entwickelt.

• Durch die hohe Anzahl an Risikomanagern

sind viele Best-Practice-Beispiele zur Risikobewältigung

entstanden.

• Im Zuge der Ausbildung fand eine noch nie

zuvor dagewesene Kommunikation über

Risiken statt. Risikomanager aus allen

Fachbereichen und Berufsgruppen lernten

den Blickwinkel des anderen kennen und

verstehen.

Um einen hohen Durchdringungsgrad zu erreichen,

wurden Personen der verschiedenen Berufsgruppen

ausgebildet.

Ausblick

Diese Masterarbeit dokumentiert, dass die

Risikoeigner und Risikomanager/-beauftragte

engagiert und kompetent im Risikomanagement

der KAGes tätig sind. Das Risikomanagement

in den Krankenanstalten der

KAGes ist gut verankert und ein aus „Fehlern

lernen“ findet statt. Schwerpunkte der Weiterentwicklung

des Risikomanagement im

Jahr 2014 werden die Weiterentwicklung einer

offenen Fehlerkultur und die Information

und Kommunikation über unternehmensweite

Risiken sein.

26 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


QUALITÄT

QUALITÄT

ementsystems

200

150

Schutz von PatientInnen, Angehörigen und MitarbeiterInnen vor Schädigung

Schutz von MitarbeiterInnen vor zivil-/strafrechtlicher Verfolgung

Systematische Verbesserung der Risikolage, Risikosteuerung und

Risikokontrolle im Sinne eines Frühwarnsystems

Höhere Planungssicherheit unter Einbeziehung der Risiken

Förderung des Vertrauens zwischen der Führung der Organisation und den

interessierten Partnern (zuweisende ÄrztInnen, PatientInnen,…) durch Verbesserung

der Risikotransparenz und der Risikokommunikation

100

50

0

ja Nein Ist mir nicht

bekannt

Umsetzung der KAGes-spezifischen Risikoziele.

150

100

trifft auf

meinen Bereich

nicht zu

Management von injizierbaren Medikamenten (Infusionen, Transfusionen)

Sicherstellung des richtigen Medikamentenmanagements (z.B. Richtigkeit

der Medikation bei Versorgungsübergängen, Medikamentenverwechslungen

etc.)

Kommunikation bei Übergabe im Behandlungsprozess (Diagnose, Befunde, Versorgung,

Behandlung, Dienstübergaben etc.)

Verbesserte Händehygiene zur Vermeidung krankenhausbedingter Infektionen

Vermeidung von Eingriffsverwechslungen (OP-Checkliste, OP-Statut)

© KAGes

HR Dr. Peter Schweppe,

KAGes-Management/

Recht und Risikomanagement

peter.schweppe@kages.at

© Schweppe

50

0

Ja Nein Ist mir nicht

bekannt

Bewältigung der „High5s“.

trifft auf

meinen Bereich

nicht zu

© KAGes

Ursula Sprincnik, MBA, MSc,

KAGes-Management/

Recht und Risikomanagement,

ursula.sprincnik@kages.at

© Sprincnik

Zum fünften Mal die Höchstnote erreicht

Ringversuch des Enzenbacher Tuberkuloselabors

© LKH Hörgas

v.l.n.r.: BMA Karin Heigl, Lab.Geh.Ingrid Schäfer,

BMA Andrea Lagger.

2011 wurde in Enzenbach die modernste Tuberkulosestation

Europas eröffnet. Seit damals

nimmt der Anteil der multiresistenten

Tuberkulosefälle permanent zu. Dabei haben

sich die elektronisch kontrollierte, individuell

für jedes Krankenzimmer steuerbare Unterdruckbeschleusung

sowie das digitale Sicherheitssystem

sehr bewährt.

Aber das Enzenbacher Tuberkuloselabor steht

auch für Qualität auf höchstem Niveau. Sowohl

für sämtliche steirische als auch viele

kärntner und burgenländische LKH sowie

niedergelassene Lungenfachärzte werden

die Serumuntersuchungen zum Nachweis der

Tuberkuloseinfektion in Enzenbach durchgeführt.

Um die Qualitätssicherung zu garantieren,

nimmt das Labor jährlich an internationalen

Ringversuchen zur mikrobiologischen

Tuberkulosediagnostik teil. Dabei konnte bei

den letzten fünf Ringversuchen immer die diagnostische

Höchstnote von 100 Prozent erreicht

werden. Diese in den Fachlabors selten

erreichte Leistung bestätigt die hohe Expertise

des Labors in der TBC-Diagnostik.

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

27


QUALITÄT

Risikomanagement am LKH Stolzalpe

Gelebte Praxis - ein Statusbericht

© LKH Stolzalpe

Im Jahr 2006 wurde unter Begleitung der OE

Recht und Risikomanagement vom KAGes-Management

das „Systematische Klinische Risikomanagement“

als Pilot in einigen LKH der

KAGes implementiert. Auch das LKH Stolzalpe

hat am Pilotprojekt teilgenommen, das mit einem

internen und externen Audit im Jahr 2008

abgeschlossen wurde.

In allen Bereichen wurden Risikomanager ausgebildet

und zu wesentlichen Themen, die Patientensicherheit

betreffend, Risikoanalysen erstellt.

Ein anonymes Meldeportal für „Kritische

Ereignisse“ wurde bereits im Jahr 2008 installiert

und die darin gemeldeten Vorfälle strukturiert

durch ein Reviewteam aufgearbeitet. Als

Bestätigung für die jahrelange Arbeit und das

konsequente Bemühen um die Patienten- und

Mitarbeitersicherheit erhielt das LKH Stolzalpe

auch als eines der ersten Krankenhäuser die

IPS-Auszeichnung (Initiative Patientensicherheit)

der Gesundheitsplattform Steiermark. 2013

können die Mitarbeiter des LKH Stolzalpe nun

fundiert behaupten, dass die umgesetzten Maßnahmen

als Routine im Alltag integriert sind.

Das zeigt sich auch daran, dass die Mitarbeiter

nicht sofort konkrete Maßnahmen zur Verbesserung

der Patientensicherheit nennen können,

wenn sie danach gefragt werden. Vieles ist zum

Selbstläufer geworden, wird als selbstverständlich

erlebt und in der täglichen Praxis angewendet.

Dies gelingt vor allem deshalb so gut, weil

die Mitarbeiter in die Maßnahmenfindung aktiv

eingebunden werden.

Selbst Risikomanager und Risikoeigner, welche

beinahe tgl. mit Risiko- und Qualitätsmanagement

konfrontiert sind, konnten so manche

Erfolgreiches

Risikomanagement.

Frage, wie es im eigenen Haus gehandhabt

wird, nicht spontan oder nur teilweise spontan

beantworten, dies zeigte auch eine kürzlich von

U. Sprincnik (OE RR) durchgeführte Befragung

zum Thema Risikomanagement. Bei dieser

Selbstverständlichkeit der Verbesserungen im

Alltag verbinden die Betroffenen manche Maßnahmen

zur Patientensicherheit und Arbeitserleichterung

nach kurzer Zeit nicht mehr mit dem

Risikomanagement, einer Risikoanalyse oder

dem Qualitätsmanagement. Sie erleben das

strukturierte Vorgehen nach dem PDCA-Zyklus

einfach als Praxisroutine.

Diese so positiven Alltagserlebnisse sollen aber

auch immer wieder kritisch hinterfragt werden.

„Läuft es wirklich so gut, wie es scheint?“ Dazu

ist es notwendig, Messungen durchzuführen und

Fakten zu erheben. Leicht zu messen sind z.B.

OP-Checklisten, verbesserte Fieberkurven und

Medikamentenverabreichungen. Dabei wird in

Stichproben der Erfüllungsgrad im Hinblick auf

die Umsetzungsvorschrift gemessen. Auch die

Kommunikation der Ergebnisse zu den entsprechenden

Bereichen ist einfach und erfolgt durch

das Aufzeigen der Stärken und Mängel. Verbesserungen

können rasch eingeleitet werden.

Als ganz schwierig erweist sich jedoch die Reflexion

der Fragen, inwieweit die Mitarbeiter die

tägliche Arbeit mit dem Risiko- bzw. Qualitätsmanagement

verbinden können und wie hoch

der Durchdringungsgrad in der gesamten Mitarbeiterebene

ist. Das kann nicht mit einfachen

Stichproben erhoben werden und nur selten bis

gar nicht mit Zahlen, Daten und Fakten belegt

werden. In den meisten Fällen bleibt es bei der

Annahme, die Mitarbeiter in großer Zahl erreicht

zu haben. Denn obwohl Routine durch Standardisierungen

den Mitarbeitern Sicherheit bietet,

birgt sie auch die Gefahr in sich, etwas außerhalb

des Standardprogramms zu übersehen.

Daraus ergibt sich für alle Akteure im Risiko- wie

auch Qualitätsmanagement die große Herausforderung,

gezielte Informations- und Aufklärungsarbeit

zu leisten. Der Inhalt und die bereits

umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen

vom Patienten- und Mitarbeiterfeedback über

CIRS-Meldungen, Beschwerdemanagement

bis hin zum Schadensmanagement müssen im

Kontext gesehen werden. Außerdem muss eine

Vernetzung mit den Themen Hygiene, Katastrophenschutz,

Patientennotfallübungen, Brandschutz

hergestellt und in diversen Besprechungen

so kommuniziert werden, dass die Zusammenhänge

verstehbar sind. Hier sieht man auf

der Stolzalpe zukünftig eine dynamische Weiterentwicklung.

So bedarf es ständig eines kritischen

Blickes auf das „Selbstverständliche“ um

Stillstand zu verhindern. Denn nur das Befolgen

von klar geregelten Vorgaben ist nicht immer ein

Beweis für konsequente Weiterentwicklung.

Irmgard Gams,

Risikobeauftragte,

LKH Stolzalpe

irmgard.gams@lkh-stolzalpe.at

Ursula Sprincnik, MBA, MSc,

Risikomanagerin,

KAGes-Management /

Recht und Risikomanagement

ursula.sprincnik@kages.at

© Gams

© Sprincnik

28 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


QUALITÄT

Ein langer Weg ist beendet

Validierung der gesamten Medizinprodukteaufbereitung im LKH Hartberg

Das erfolgreiche Team.

Grund zur Freude

IPS-Auszeichnung für das LKH Voitsberg

Validierte Aufbereitungsprozesse sind nicht nur

eine gesetzliche Forderung. Sie sorgen auch für

mehr Sicherheit bei der Aufbereitung von Medizinprodukten

und dienen insbesondere dem

Schutz der Patienten. Darüber hinaus sind validierte

Prozesse eine notwendige Voraussetzung

für die sachgerechte parametrische Freigabe

und unterstützen damit die ordnungsgemäße

und effiziente Ablauforganisation in der Aufbereitungseinheit

für Medizinprodukte (AEMP) und

bei der Endoskopaufbereitung.

Im LKH Hartberg sind nun alle Reinigungs-, Desinfektions-,

Verpackungs- und Sterilisationsprozesse

entsprechend dem MPG (Medizinproduktegesetz)

validiert. Die Validierung eines Prozesses

umfasst das Erfassen, Analysieren und

Interpretieren jener Daten, die zeigen, dass alle

prozessrelevanten Parameter reproduzierbar

erfüllt werden und den Spezifikationen entsprechen,

die einen sicheren Aufbereitungsprozess

gewährleisten.

Bereits im Jahr 2000 wurde der erste Schritt getan

und die Sterilisation validiert. Für die Validierung

der Endoskopaufbereitung musste gewartet

werden, bis die alten Endoskopwaschmaschinen

im Jahr 2012 durch neue Geräte, die nun

auch mit einer Einzelkanalprüfung ausgestattet

sind, ersetzt wurden. Die Endoskopaufbereitung

des LKH Hartberg entspricht mit seiner räumlichen

Trennung der Bereiche Unrein und Rein sowie

den hierfür erforderlichen Durchladegeräte

den höchsten derzeitigen Qualitätsansprüchen

und nimmt eine bundeslandweite Vorreiterrolle

ein. So konnte 2012 auch die Endoskopaufbereitung

validiert werden. 2010 wurden in der AEMP

die alten Reinigungs- beziehungsweise Desinfektionsgeräte

durch neue Geräte ersetzt. Für

die Validierung dieser Geräte wurde 2012 das

© LKH Hartberg

EDV-Programm „ASANUS BARCON Software

System“ zur Erfassung aller Vorgänge in der

AEMP angeschafft. Auch die Endoskopie wurde

an dieses Dokumentationssystem angeschlossen.

Es ermöglicht eine graphische Darstellung

aller Aufbereitungsprozesse bei der Endoskopaufbereitung.

Im Sommer 2013 konnte nun

auch die Validierung der Reinigungs- bzw. Desinfektionsprozesse

in der AEMP erfolgreich

abgeschlossen werden. Daraufhin wurden im

September 2013 die Sterilisatoren durch neue

Geräte ersetzt und erfolgreich einer Validierungsprüfung

unterzogen. Der letzte Schritt war

die Validierung der Heißsiegelgeräte, welche im

Oktober erfolgreich abgeschlossen wurde. Im

LKH Hartberg werden jährlich zirka 5.100 Chargen

mit den Reinigungsmaschinen und zirka

4.260 Chargen – 17.032 STE in der AEMP bewältigt.

Die Endoskopie bereitet zirka 3.250 Mal Endoskope

nach höchstem hygienischem Standard

auf. Die gesamte Umsetzung der Validierung

nach dem Medizinproduktegesetz wurde unter

der Projektleitung von OP-DGKS Hoppel, mit

Unterstützung der LT-OP DGKS Kogler, LT Amb.-

DGKS Grabner und DGKS Haid, HFK Schwarz,

OA Dr. Vander, Dipl. Ing. Ternobetz, Ing. Fuchs,

EDV Techniker Wenk und aller Mitarbeiter im

OP, Ambulanz, Reinigungsdienst sowie Technik

erfolgreich abgeschlossen.

© LKH Voitsberg

Verleihung der IPS-Auszeichnung.

Im Rahmen des Projektes „Initiative Patientensicherheit“

(IPS) wurde Anfang des

Jahres - nach mehreren Mitarbeiterinformationen

über Sinnhaftigkeit, Art der Anwendung

und Garantie absoluter Anonymität

und Vertraulichkeit des Systems - das

Fehlermeldesystem „CIRS“ im LKH Voitsberg

implementiert. Das Tool wurde von den

Mitarbeitern begeistert aufgenommen und

rege benutzt.

Das „CIRS“ durchläuft folgende Stationen:

Eingang der Meldung, Anonymisierung,

Bearbeitung durch das VORS-Team

(Voitsberger Reporting System) und

schlussendlich Weitergabe an die

Anstaltsleitung zur Festlegung des

weiteren Prozedere. Der Statusbericht

über jede eingegangene Meldung ist für

alle Mitarbeiter farbcodiert im Intranet

zugänglich. Ausgehend von einigen CIRS-

Meldungen wurden bereits mehrere

wirkungsvolle Maßnahmen gesetzt. Durch

Kollegen vom Krankenhaus der Elisabethinen

und Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

erfolgte außerdem eine Fremdbewertung,

die äußerst positiv ausfiel. Das ebnete

endgültig den Weg für die Auszeichnung

durch die Gesundheitsplattform, und so

erlangte nun auch das LKH Voitsberg im

September 2013 die IPS-Auszeichnung.

OA Dr. Gaby Treichler, MBA, Msc,

LKH Voitsberg,

gabriele.treichler@lkh-voitsberg.at

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

29


QUALITÄT

© Gesundheitsfonds Steiermark

Salus 2013

LKH Leoben und LKH-Univ. Klinikum Graz unter den Finalisten

LKH-Univ. Klinikum Graz.

Der Kontakt mit Informationen zu Krankheit

und Gesundheit gehören zum täglichen Leben.

Einerseits wird es aufgrund des Internets

für Patienten immer leichter, Informationen

aufzufinden. Gleichzeitig bringt das jedoch

die Gefahr mit sich, auf falsche oder verzerrte

Informationen zu stoßen. Erhebungen für Österreich

zeigen, dass knapp ein Viertel der

Bevölkerung Schwierigkeiten hat, seinen Arzt

zu verstehen. Deshalb war das Thema „Patienteninformation

und -beteiligung“ auch der

Schwerpunkt des diesjährigen Vernetzungstreffens

PlattformQ Salus, das am 20. September

2013 bereits zum vierten Mal über die

Bühne ging. Die Relevanz der Thematik spiegelt

sich auch darin wider, dass die Erhöhung

der qualitätsgesicherten Patienteninforma-

LKH Leoben.

tion als eines von sechs Zielen Einzug in die

bereits 2009 beschlossene steirische Qualitätsstrategie

gehalten hat. „Das gemeinsame

Lernen aus Fehlern ist ein wichtiges Instrument

zur Verbesserung der Patientensicherheit.

Auch durch konsequentes Einfordern von

Informationen zum Behandlungsgeschehen

durch die Patienten kann ein Prozess zur verbesserten

Sicherheit begünstigt werden.“,

erklärt Gesundheitslandesrätin Mag. Kristina

Edlinger-Ploder.

SALUS –

Steirischer Qualitätspreis Gesundheit

Saubere Hände - Preisregen in Silber

LKH Voitsberg & LKH Judenburg-Knittelfeld wurden ausgezeichnet

© Gesundheitsfonds Steiermark

Der Höhepunkt war auch dieses Jahr wieder

die Verleihung des „SALUS – Steirischer Qualitätspreis

Gesundheit“. Der Preis wurde als

Signal für das Bemühen um mehr Qualität im Gesundheitswesen

und als Zeichen der Wertschätzung

für engagierte Projekte vergeben.

Die Finalisten von insgesamt 13 eingereichten

Projekten waren:

• LKH Leoben, Bestehende Medikationsfehler

bei der stationären Aufnahme

erkennen und Vermeiden von Medikationsfehlern

bei der Umstellung auf die

Medikation nach Hausliste (Kurztitel:

Medication Error)

• LKH-Univ. Klinikum Graz, Qualitätsgesichertes

Point-of-Care Testing (qPOCT)

• Krankenhaus der Elisabethinen GmbH

Graz, Videoassistierte Simulation von

Notfallsituationen im Operationssaal

Im Vorfeld stellten sich diese drei der Qualitätssicherungskommission

Steiermark,

die in einem Hearing den Sieger ermittelte.

Über den Sieger-Preis, gestaltet von

Künstlern der „Kreativgruppe RandKunst

Lieboch“, konnte sich das LKH Leoben

freuen.

© LKH Voitsberg

Silber für das LKH Voitsberg und...

Krankenhausinfektionen führen neben längeren

Krankenhausaufenthalten und explodierenden

Behandlungskosten zu höheren

Mortalitätsraten und zusätzlichem Leid für

die Patienten und deren Angehörige. Eine im

Krankenhaus erworbene Infektion (Nosokomiale

Infektion), die hätte vermieden werden

können, ist eine zu viel. Genau deshalb hat

die „Aktion Saubere Hände“, die vom Institut

für Hygiene und Umweltmedizin der Charité

Berlin veranstaltet wird, eine so große Bedeutung.

Im Rahmen dieser Aktion wird ein

Zertifikat verliehen,

mit dem

die Qualität der

Umsetzung und

das Niveau der

erreichten Leistungen

abgebildet

...LKH Judenburg-Knittelfeld.

werden. Um unterschiedliche Niveaus darstellen

zu können, ist das Zertifikat in drei

Stufen gestaffelt – Bronze, Silber und Gold.

Einrichtungen, die ein Zertifikat in Silber

oder Gold anstreben, müssen strenge Vorgaben

erfüllen und eine Datenanalyse mit

entsprechenden Verbesserungen nachweisen.

Die Zertifizierung in Silber der „Aktion

Saubere Hände“ erreichten bis dato österreichweit

10 Gesundheitseinrichtungen.

Sowohl das LKH

Voitsberg als auch das LKH

© LKH Judenburg-Knittelfeld

Judenburg-Knittelfeld konnten

sich nun über die Verleihung

des Zertifikates in Silber

freuen.

Im LKH Judenburg- Knittelfeld

wurden unter der Leitung der

Hygienefachkräfte Rosa Maria

Schwab und Werner Poms,

mit Hilfe eines Aktionsteams und der Unterstützung

der Anstaltsleitung viele Schwerpunkte

gesetzt und durchgeführt. Auch das

LKH Voitsberg beteiligt sich an der „Aktion

Saubere Hände“ bereits seit Juni 2011. Das

Zertifikat ist nun zwei Jahre gültig.

30 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


INFRASTRUKTUR

„All We Need Is Help – All We Do Is Help“

Für die gegenseitige Hilfe

© Stieber / LKH-Univ. Klinikum Graz

v.l.n.r.: Betr.Dir. Mag. G. Falzberger, Vorstandsvorsitzender Univ. Prof. Dr. KH. Tscheliessnigg,

Univ. Prof. Mag. R. Kriesche, Pflegedir. DKKS C. Tax, MSc, Ärztl.Dir. Univ. Prof. Dr. G. Brunner.

QR-Code auf den Transparenten führt direkt zu

den Nachrichten – und zur zentralen Aussage

von Phase drei: „All We Need Is Help – All We

Do Is Help“. „Das gegenseitige Helfen ist ein

endloser Prozess. So sehr sich die Gestaltung

unserer Hilfsmittel im Verlauf des Projekts

auch ändert, der Leitgedanke von HELP bleibt

immer bestehen. Es geht um viel mehr als nur

um die Bauarbeiten. Die Gesellschaft hat dem

Klinikum geholfen. Jetzt möchte das Klinikum

auf dem Kommunikationsweg etwas zurückgeben“,

erklärt Prof. Kriesche.

Das rot-weiße HELP kehrt an das LKH-Univ. Klinikum

Graz zurück – in Form von Transparenten,

die die Baustelle des neuen Chirurgiekomplexes

einrahmen. Die dritte Phase von HELP beginnt,

und das unter dem Motto „All We Need Is Help –

All We Do Is Help”, also der gegenseitigen Hilfe.

Die Hilfe für das Klinikum durch die Finanzierung

von Bauten und die Hilfe durch das Klinikum für

die Patienten.

Ursprünglich war HELP ein Hilferuf des LKH-Univ.

Klinikum Graz. Im Jahr 2006 – dem Geburtsjahr

der Aktion – wurde das Arbeiten im veralteten

und sanierungsbedürftigen Chirurgiegebäude

zunehmend unmöglich. Vorstandsvorsitzender

Univ. Prof. Dr. Tscheliessnigg, damaliger Chef

der Univ. Klinik für Chirurgie, und Künstler Prof.

Richard Kriesche kämpften für eine Verbesserung

der Zustände und eine finanzielle Absicherung

der notwendigen Bauarbeiten. „HELP war

die Initialzündung für die Landespolitik, uns zu

helfen. Gemeinsam mit dem damaligen Finanzminister

Pröll konnten die Landespolitik rund

um Landeshauptmannstv. Hermann Schützenhöfer

und wir das Budget für den Bau schließlich

sicherstellen“, berichtet Univ.-Prof. Dr.

Tscheliessnigg. Eine Initiative mit Erfolg. Der

Spatenstich für die neue Chirurgie ist bereits

Geschichte, mit den zugesagten finanziellen

Mitteln – auch aus der öffentlichen Hand – ist

die Fertigstellung des Gesamtprojekts bis 2022

möglich. Als Anerkennung an alle, die sich für

das Klinikum eingesetzt haben, entstand die

zweite Phase von HELP: HELP-Danke.

Die HELP-Aktion ist geprägt vom Stichwort Information.

Baufortschritte, Erfolge, Neuigkeiten

im Allgemeinen – alles wird kommuniziert.

Jeder kann selbst zu einem Teil der Bauarbeiten

am neuen Chirurgiekomplex werden. Ein

Brandschutztag am LKH Graz West

Brandschutzbewusstsein fördern

Stabstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

sabrina.luttenberger@klinikum-graz.at

Der Chirurgiekomplex –

Generalsanierung inkl. Zubau

Die Arbeiten finden in vier wesentlichen Bauetappen

statt. Zuerst entstehen der Zubau Süd

inklusive Teilbereiche des OP-Zentrums und die

Adaption sowie der Zubau zum C-Trakt. Dann

folgen Sanierungen des B-Traktes, Adaption

des Altbautraktes inkl. Rückführung auf die historische

Bausubstanz.

Fläche nach Bauarbeiten: 32.700m2

Baubeginn: Dezember 2012

Fertigstellung Gesamtprojekt: August 2022

Kosten: 248,75 Millionen Euro

Der 19. September 2013 stand im LKH Graz

West ganz im Zeichen des Brandschutzes. Mit

diesem Tag wollte man das Brandschutzbewusstsein

der Mitarbeiter fördern und sie für

das Thema sensibilisieren. Dabei wurden von

der Betriebsfeuerwehr LKH Graz West – UKH

Graz in verschiedenen Stationen sowohl der

bauliche als auch der technische Brandschutz

präsentiert und anhand von Schalt- und Schautafeln

die Zusammenhänge und die Wichtigkeit

erklärt. Neben dem Verhalten im Brandfall

und dem Gebrauch der Brandfluchthauben

war der abwehrende Brandschutz ein weiterer

Schwerpunkt. Die Mitarbeiter hatten die Möglichkeit,

sich als Feuerwehrleute zu versuchen.

Neben der praktischen Anwendung der Handfeuerlöscher

an einem Löschtrainer durften sie

mit Schaumrohren, Wasserstrahlrohren und

CAFS-Löschgeräten hantieren. Das Programm

des Brandschutztages wurde durch mehrmalige

Vorführungen von Gasexplosionen und

Fettbränden abgerundet.

HBI Ing. Wolfgang Szapas, MSc,

LKH Graz West

wolfgang.szapas@lkh-grazwest.at

Praktische Übungen.

© LKH Graz-West

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

31


INFRASTRUKTUR

Spatenstich beim LKH Stolzalpe

Zu- und Umbau OP Haus 1

© Rendering Titus Pernthaler Architekten

Spatenstich auf der Stolzalpe.

© KAGes

Am 9. Oktober 2013 wurde auf der Stolzalpe

der Spatenstich für den Zu- und Umbau der OP-

Gruppe im Haus 1 gefeiert. Der bestehende

OP-Bereich im Erdgeschoß wird generalsaniert

und erweitert. Während der Projektentwicklung

hat sich herausgestellt, dass ein Zubau talseitig,

im Anschluss an die bestehende OP-Saal-Gruppe,

die beste Lösung ist. Das Raumprogramm besteht

aus einem Zubau für vier OP, einer Instrumentensterilisation,

einem Sterilgutlager, Nebenräumen

und einem Sozialraum auf Parterreebene. Alle

OP werden grundsätzlich gleich ausgestattet. Ein

OP wird jedoch größer dimensioniert, um unter

anderem audiovisuelle Übertragungen von Operationen

durchführen zu können beziehungsweise

eine langfristige Nutzbarkeit sicherzustellen.

Eine dem technischen und funktionellen Standard

entsprechende Instrumentensterilisation

mit einem Sterilgutlager wird ebenfalls errichtet.

Die Möglichkeit für Fremdsterilisation, mit Anlieferung

von außen, soll es zudem auch geben.

Die Schnittstellen zu den bestehenden Funktionseinheiten

wie Ambulanz, Intensiv- und Aufwachbereich,

radiologische Diagnostik und MR

wurden ebenfalls planerisch berücksichtigt. Im

Untergeschoß des Zubaus wird die Haustechnik

erweitert, die an die bereits bestehenden Technikräume

anschließt. Die Adaptierung im Bestand

beinhaltet die Vergrößerung der Personalumkleiden,

des Umbettbereichs und der Lagerflächen.

Großes Ziel ist es, die OP-Prozesse weiter zu

optimieren. Deshalb wird eine zentrale OP-Leitstelle

samt Back-Office-Bereich errichtet. Für

einen besseren Betriebsablauf wird das Büro

der OP-Pflegeleitung jetzt im OP-Bereich angesiedelt.

Ein bestehender OP-Saal wird als

multifunktioneller Raum für Gipsarbeiten am

Patienten in Verwendung bleiben. Eine Einleitkoje

neben der Leitstelle wird ebenso errichtet.

Der erdgeschoßige Baukörper des Zubaus

ragt über das Untergeschoß und setzt sich durch

seine eigenständige, flachliegende Form deutlich

vom Bestandsgebäude ab. Die Errichtung erfolgt

in vier Phasen bei laufendem Spitalsbetrieb. Nach

Abschluss der Arbeiten Ende 2015 wird eine wesentliche

Funktionsverbesserung und damit einhergehend

eine langfristige Qualitätsoptimierung

für Mitarbeiter und Patienten sichergestellt.

Projektleitung/Planung:

Projektleitung/Ausführung:

Haustechnik:

Elektrotechnik:

Medizintechnik:

Sicherheitstechnik:

DI Claudia Klar

Ing. Gerhard Deutschmann

DI Johannes Nussbaumer

Ing. Christian Kogler

DI Christoph Thumser

DI Helmut Schröcker

Vorzeige-Wunddokumentation

Internationales Interesse am Wundbuch der KAGes

Das KAGes-Wundbuch ist eine Erfolgsgeschichte.

Seit der Erscheinung im Jahr 2008

wurde das Dokumentationsprogramm nicht nur

in den KAGes-Krankenanstalten eingeführt,

sondern auch an den Salzburger Krankenhausverbund

Schwarzach-St. Veit verkauft. Darüber

hinaus gibt es auch Krankenanstalten-Betreiber

aus Deutschland und den Niederlanden,

die sich sowohl für das Wundbuch als auch

für die KAGes-Pflegedokumentationssoftware

interessieren. Innerhalb der KAGes wurde die

Wunddokumentation Ende September auch im

LKH Stolzalpe installiert, bis Mitte 2014 soll das

Programm dann in allen Häusern verfügbar sein.

Das Wundbuch wurde von Projektleiterin Birgit

Fürst, MBA, gemeinsam mit den Primarii Dr. Gerald

Geyer (LKH Deutschlandsberg) und Dr. Anton

Hartweger (LKH Rottenmann-Bad Aussee)

als ärztliche Beiräte, mit DGKP Susanne Oder

und Mag. Jürgen Engelbrecht als Pflegebeiräte

sowie mit Priv. Doz. OA Dr. Barbara Binder von

der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie

entwickelt. Beim Wundbuch wird für

jeden Wund-Patienten – zum Beispiel bettlägerige

Personen oder Patienten mit dem diabetischen

Fußsyndrom – ein Dokument angelegt.

Dieses steht dann allen behandelnden Ärzten

sowie den zuständigen Pflegern zur Verfügung,

die auf das Programm zugreifen können. Anhand

von Textinformationen und jeweils aktuellen Bildern

der Wunde(n) lässt sich eine genaue Chronik

des Krankheitsverlaufs abbilden. Geführt

wird das Wundbuch dabei sowohl von Ärzten

als auch vom Pflegepersonal. Aktuell gibt es für

rund 9.000 Patienten einen solchen Wund-Akt.

Neu hinzugekommen ist die Einzelbefund-Funktion,

mit der sich schnell und unkompliziert ein

offizieller Befund erstellen lässt, der dem Patienten

mitgegeben bzw. über openMEDOCS an

den Hausarzt weitergeleitet werden kann. Den

Mitarbeitern wird so unnötiger Dokumentationsaufwand

erspart.

32 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


INFRASTRUKTUR

© Muhr

Lichtspiele und Farbpracht am Klinikum

Konferenz „Licht und Farbe für Gesundheit“

Farben und Licht tragen auch zur Heilung bei.

Blaue Wellen schlängeln sich die Wand entlang,

grün-gelb-rote Kreise tänzeln auf der Decke.

Und mittendrin im farbenfrohen Schauspiel: Die

Teilnehmer der Konferenz „Licht und Farbe für

Gesundheit“. Am 21. und 22. November ging die

Veranstaltung am LKH-Univ. Klinikum Graz über

die Bühne. Und das nicht ohne Grund. Schließlich

ist das Klinikum Vorreiter in Sachen Lichtund

Farbgestaltung für das Wohlbefinden von

Mitarbeitern und Patienten. Die Univ. Klinik für

Neurologie und die Univ. Klinik für Frauenheilkunde

gehören zu den Paradebeispielen, die zeigen,

wie Beleuchtung und Wandbemalung eine

behagliche Atmosphäre schaffen, die auch zur

Heilung beiträgt.

Die Eröffnungs- und Schlussworte von KA-

Ges-Vorstand Univ.-Prof. Dr. Karl-Heinz Tscheliessnigg

und der Anstaltsleitung, Betriebsdirektor

Mag. Gebhard Falzberger und Pflegedirektorin

DKKS Christa Tax, MSc unterstrichen

ebenfalls den Stellenwert, den Farbe und Licht

im Krankenhaus einnehmen sollen.

16 Experten, darunter der Konferenz-Mitinitiator

Karl A. Fischer vom Österreichischen Institut für

Licht und Farbe, haben sich in ihren Vorträgen

mit dem richtigen Einsatz von Farben und Licht

auseinandergesetzt. Die zahlreichen Besucher

lernten anhand von Praxisbeispielen die Auswirkungen

kennen. Dr. Martha Schmid, Fachärztin

für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie in

Wien, referierte über Licht als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit

in der Schmerztherapie.

Univ. Prof. Dr. Christoph Faschinger von der Univ.

Augenklinik am LKH-Univ. Klinikum Graz, der die

Konferenz mit seinem Beitrag eröffnete, kehrte

gar an den Ursprung zurück: „Welche Farbenpracht!

Wie kommt´s dazu? Naturwissenschaftliche

Erklärungen eines Augenarztes“. Auch die

Workshops sowie die Fachausstellung waren

gut besucht. Hier konnten sich die Teilnehmer

ganz individuell informieren und persönlich mit

den Experten fachsimpeln.

Die Konferenz zeigte deutlich, dass der Einfluss

von Farbe und Licht auf jeden Menschen viel

größer ist, als einem selbst bewusst ist. Das

LKH-Univ. Klinikum Graz wird die gewonnen Erkenntnisse

bei Renovierungen und Neubauten

weiter umsetzen – zum Wohl der Mitarbeiter

und Patienten.

Stabstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

sabrina.luttenberger@klinikum-graz.at

Elektronisches Schließsystem im LKH-Univ. Klinikum Graz

Wissenswertes für alle KAGes-Mitarbeiter

© Fotolia

Für die Umsetzung

des elektronischen

Schließsystems

„ESyS“ wurde 2012,

nach einer EU-weiten

Ausschreibung,

eine Rahmenvereinbarung

mit Siemens

abgeschlossen. Diese Rahmenvereinbarung

umfasst ein mögliches abrufbares Investitionsvolumen

von 1,5 Millionen Euro innerhalb von

drei bis maximal fünf Jahren. Elektronische

Schließsysteme sind heute Stand der Technik

und werden aufgrund der vielen Vorteile immer

häufiger an Stelle von mechanischen Schließanlagen

eingesetzt. Sie verwehren Fremden und

Unbefugten den Zutritt zu Gebäuden, Funktionsbereichen

und Räumen, die dadurch nur von berechtigten

Mitarbeitern geöffnet werden können.

Die Funktionen der normalerweise verwendeten

Schlüssel übernimmt eine neue verbesserte

„Mitarbeiter-Karte“, wobei alle bestehenden Anwendungen

auf der Karte erhalten bleiben. Türen

erhalten an Stelle eines Beschlages mit Zylinder

einen elektronischen Offline-Beschlag mit einem

Kartenleser.

Selbstöffnende Türen, zum Beispiel die automatischen

Dreh- und Schiebetüren bei den Gebäudehauptzugängen,

werden mit Online-Wandlesern

(Farbe weiss) ausgestattet. Online-Wandleser

können auch gleichzeitig die Funktion des Update-Lesers

(Farbe silber) übernehmen. Mit ihrer

Karte können die Mitarbeiter alle Türen öffnen,

für die sie die entsprechenden Berechtigungen

haben. Diese müssen aber alle 24 Stunden bei

einem Update-Leser aktualisiert werden. Im Fall

des Kartenverlustes oder wenn die Berechtigungen

geändert werden müssen, kann so vom zentralen

EDV-System sofort darauf reagiert werden.

Durch die Schnittstelle zum SAP-System kann außerdem

der Letztstand der spezifischen Daten

von Mitarbeitern immer übertragen werden.

Die wichtigsten Vorteile

einer solchen Anlage sind:

• Niedrigere Lebenszykluskosten bei

gleichbleibend hohem Sicherheitsstatus

• EDV-automatisierte Vergabe von vordefinierten

Basis-Zutrittsberechtigungen

• Mittels Wandleser werden ohne viel

Aufwand Anpassungen von Zutrittsberechtigungen

auf die Karte übertragen.

• Bei Verlust wird die Karte im System sofort

gelöscht.

Für die Mitarbeiter ist es ein großer Pluspunkt,

dass sie mit nur einer Karte alle Türen öffnen

können, für die sie die entsprechenden Zugangsberechtigungen

haben.

Bearbeitung:

DI Herbert Schmalz

DI Engelbert Stadlober

gemeinsam mit LKH-Univ. Klinikum Graz,

Techn. u.org..Sicherheit Ing. Eduard Mötschger

Rainer König

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

33


PERSONAL

INFRASTRUKTUR

Einheitliches Erscheinungsbild

Standard-Vorlage für Powerpoint-Präsentationen

Ein einheitliches Erscheinungsbild eines

Unternehmens nach außen hin ist ein nicht

zu unterschätzendes Qualitätsmerkmal. Als

Beitrag dazu hat die OE Unternehmenskommunikation

eine Vorlage für Powerpoint-Präsentationen

erstellt. Neben einem einheitlichen

Gestaltungsrahmen mit ausreichend

Raum für die eigenen Inhalte bietet die Vorlage

auch vorgefertigte Folien zur Präsentation

des Unternehmens.

Die darin enthaltenen Informationen werden

zentral gepflegt und entsprechen den

jeweils aktuell verfügbaren, offiziellen Unternehmensdaten.

Die Vorlage befindet sich auf der UK-Intranet-Seite

unter „Service -> U“ bzw. den

KAGes-weiten Angeboten. Die Präsentation

kann und soll um die eigenen Inhalte erweitert

und die vorgefertigten Folien können beliebig

platziert werden.

Mag. (FH) Christian Resch,

KAGes-Management/

Unternehmenskommunikation

christian.Resch2@kages.at

bezahlte Anzeige

Aktuelles zum Ärzte-Strafrecht

Die richtige Absicherung

Dass die Zahl der strafrechtlichen Verfolgungsfälle

gegen Mediziner stark im

Steigen begriffen ist, kann mit Bedauern

jedermann feststellen, der eine Zeitung

aufschlägt.

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über

Strafanzeigen gegen Ärzte und Zahnärzte

(und medizinisches Personal) berichtet

wird. Die Mediensprache ist dabei zunehmend

skandalisierend und beeinflusst damit

stark weitere Verfolgungen und Haftungsfälle.

Die richtige Absicherung im

ärztlichen Strafrecht ist daher ein reines Expertenthema.

Nur Spezialkanzleien kennen

die anspruchsvolle strafrechtliche Sondersituation

der Mediziner und begleiten praktisch

die Ärzte in der extrem nervenaufreibenden

Zeit einer Strafverfolgung. Und vor

allem sorgt der Spezialmakler gemeinsam

mit dem Arzt für die geeignete Versicherungsvorsorge

– denn Standardlösungen

des sogenannten „Strafrechtsschutz“ sind

auf Bürotätige zugeschnitten, und nicht auf

den Arzt in seiner Arbeit am menschlichen

Körper und Geist! Entsprechend lückenhaft

sind solche Versicherungsdeckungen, auch

wenn die Überschriften einen umfangreichen

Schutz zu versprechen scheinen.

Die ARGE MED arbeitet seit Jahren an erweiterten

Deckungsangeboten für Mediziner

durch die Strafrechtsschutz-Versicherer.

In spezialisierten neuen Deckungskonzepten

konnten inzwischen folgende neue

Bausteine inkludiert werden: die Deckung

bei drohenden Ermittlungshandlungen, die

mediale Unterstützung bei Strafverfolgung

und die ausgeweitete Strafrechts-Deckung

auch im Privatbereich.

Nähere Informationen erhalten Sie

unter office@bogen.co.at

oder 0316 / 82 68 60.

34 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


INFRASTRUKTUR

Aufrüstung des EDV-Netzwerkes

Umfangreiche Modernisierung am LKH-Univ. Klinikum Graz

Das EDV-Netzwerk ist das Rückgrat jeder

IT in einem Unternehmen. So verbindet das

EDV-Netzwerk am LKH-Univ. Klinikum Graz

rund 10.000 PCs, Laptops und Netzwerkdrucker

mit den Rechenzentren der KAGes

und gewährleistet so das Funktionieren

der EDV-Applikationen, wie openMEDOCS,

Labor, etc. Aber nicht nur PCs und Laptops

sind an das EDV-Netzwerk angeschlossen,

sondern auch eine Vielzahl von medizintechnischen

Geräten, Steuerungsgeräten

für Haustechnikanlagen sowie Telefonapparate,

die ohne das EDV-Netzwerk

nicht mehr funktionieren würden. Dieses

EDV-Netzwerk verbindet alle Gebäude und

Stockwerke des LKH-Univ. Klinikum Graz

mit den beiden Rechenzentren.

Der Grund für die Aufrüstung des EDV-Datennetzwerkes

war, dass die zur Verfügung

gestandenen Bandbreiten für die IT-Anforderungen

der Mitarbeiter des LKH-Univ.

Klinikum Graz nicht mehr ausreichend waren.

Außerdem machte das hohe Alter der

Netzwerkgeräte, die bereits im Jahr 2002

beschafft wurden, eine Ablöse notwendig.

In umfangreichen Planungs- und Evaluierungsarbeiten

wurde festgelegt, dass das

Netzwerk von einer Bandbreite von 1 Gbps

– Gbps steht für Gigabyte pro Sekunde und

ermöglicht die Übertragung von einer Milliarde

Zeichen pro Sekunde – auf die zehnfache

Kapazität, also 10 Gbps, aufgerüstet

wurde.

Die Herausforderung war, dass die Umrüstung

des EDV-Datennetzwerkes während

des Betriebes durchgeführt werden musste.

Dabei waren neben den Mitarbeitern des

LKH-Univ. Klinikum Graz auch alle Mitarbeiter

der übrigen Standorte der KAGes betroffen,

da ein wesentlicher Teil der Umbaumaßnahmen

die zentralen Rechenzentren

betrafen. Diese Umstellungsarbeiten wurden

fast ausschließlich durch KAGes-eigenes

Personal durchgeführt, wobei es pro

Klinik – je nach Umfang der Umrüstarbeiten

– zu einer maximalen Ausfallszeit von zirka

ein bis zwei Stunden gekommen ist. Dabei

wurde auf kritische Einrichtungen, wie OPund

Intensivbereiche, besonders Rücksicht

genommen. In diesen Bereichen gelang es

dem Personal der OE IKT-Betrieb die Ausfallszeiten

auf ca. 15 Minuten zu begrenzen.

Parallel zu den Umstellungsarbeiten auf

den Kliniken mussten in den Rechenzentren

die rund 1.000 Server (Server steht für Rechner,

wo viele Anwender auf Programme zugreifen

können) umgerüstet werden. Diese

Aufgaben wurden über Monate hinweg, für

die Benutzer unbemerkt, im Hintergrund

vorgenommen. Schließlich mussten dann

auch alle medizintechnischen Untersuchungsgeräte

in das neue Netzwerk integriert

werden. Diese Arbeiten wurden am 21.

Juni 2013, beginnend ab 22:00 Uhr durchgeführt

und es gelang – durch umfangreiche

Vorbereitungsarbeiten – die Umstellung

weitestgehend problemlos mit geringsten

Unterbrechungen durchzuführen. Die oben

beschriebenen Arbeiten wurden in einem

Zeitraum von rund 6 Monaten hauptsächlich

von eigenen Kollegen in der OE IKT-Betrieb

durchgeführt. Dieses Personal war in diesen

sechs Monaten enormen Belastungen

ausgesetzt, da diese Umstellungsarbeiten

neben der normalen Routinetätigkeit nur in

den Abend- und Nachtstunden durchgeführt

werden konnten. Die KAGes verfügt mit dieser

Umstellung über eines der modernsten

EDV-Netzwerke in Österreich.

Karl Kocever,

KAGes-Services/IKT Betrieb

karl.kocever@kages.at

Dipl. Ing. Walter Simschitz,

KAGes-Services/IKT Betrieb

walter.simschitz@kages.at

Dezember 2013 Menschen helfen Menschen

35

© iStock


INFRASTRUKTUR

Häufige IT-Fragen

Die KAGes IT Profis

stehen Rede und Antwort

Microsoft-Office-Ausbildung

Wie kann ich mich in Microsoft Office

weiterbilden?

Im ASK-Katalog finden Sie Schulungsangebote

der OE IKT-Betrieb zu fast allen Themen von

Microsoft Office. Diese Schulungen werden

quartalsweise durchgeführt bzw. sind Spezialschulungen

ab sechs Teilnehmern möglich.

Vom Einsteiger bis zum Experten finden Sie im

ASK-Katalog hierzu Angebote.

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Ob Kreuzfahrten, Badereisen, Familienurlaube oder einen Wellnessaufenthalt

- wir halten genau die richtigen Angebote für Sie bereit.

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openMEDOCS-Dokument

bearbeiten oder ändern

Ich möchte eine Änderung in einem Dokument

vornehmen, aber alle Eingabefelder

sind grau hinterlegt. Wie kann die

Bearbeitung trotzdem erfolgen?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

• Sie haben das Dokument im Anzeigemodus

geöffnet. Betätigen Sie die

Schaltfläche „AnzeigenÄndern“ links

oben. Damit wechseln Sie vom Anzeigemodus

in den Änderungsmodus und können

das Dokument bearbeiten – das Dokument

ist aber noch nicht freigegeben.

• Das Dokument ist bereits freigegeben.

Hier sind keine Änderungen erlaubt.

Sollten dennoch Änderungen notwendig

sein, muss eine neue Dokumenten-Version

angelegt werden.

Wie aktiviere ich meinen Abwesenheitsassistenten

in Outlook 2010?

In Outlook 2010 ist der Abwesenheitsassistent

in der Registerkarte „Datei“ enthalten. Unter

Information/Kontoinformationen im Abschnitt

„Automatische Antworten“ kann der Abwesenheitszeitraum

festgelegt werden.

Zusätzlich kann die Abwesenheitsnotiz individuell

(inner- u. außerbetrieblich) eingetragen

werden. Auch Tage vor der geplanten Abwesenheit

kann dieser Assistent mit dem entsprechenden

Zeitraum und der automatischen

Antwort aktiviert werden.

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8570 VOITSBERG, Hauptplatz 50 Tel. 03142 26126 20, voitsberg-hauptplatz@gruberreisen.at

8570 VOITSBERG, Graz. Vorst. 19, Blue Sky Tel. 03142 26126 10, voitsberg-bluesky@gruberreisen.at

8600 BRUCK/MUR, Mittergasse 11-15 Tel. 03862 55600, bruck@gruberreisen.at

8720 KNITTELFELD, Hauptplatz 13 Tel. 03512 86439, knittelfeld@gruberreisen.at

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36 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


PANORAMA

PERSONAL

Fußballturnier für den guten Zweck

Sportfest der LSF Graz

Ihrem Wohlbefinden

zuliebe

Achtsamkeitstraining

BRV K.-H. Köllinger und Betr. Dir. Stv. A. Neuhold bei der Spendenübergabe an N. Fuchs.

Das traditionelle Fußballturnier ist ein Fixpunkt im

Veranstaltungskalender der Landesnervenklinik

Sigmund Freud Graz. An dem vom Betriebsratsvorsitzenden

der Angestellten K.-H. Köllinger

organisierten Turnier nahmen neun Mannschaften,

darunter drei Gastmannschaften – LKH-Univ.

Klinikum Graz/Kieferchirurgie, KAGes-Management

und -Services und LKH Stolzalpe – mit großem

Erfolg teil. Die Mannschaft von KAGes-Management

und- Services konnte dieses Turnier mit

einem klaren 7:1 Erfolg über die Mannschaft Magazin/LSF

Graz für sich entscheiden und stellte

mit Hermann Zrim auch den besten Torschützen

des Turniers. Ebenfalls bereits ein Fixpunkt ist das

Aufeinandertreffen zweier Damenmannschaften.

Routine setzte sich durch und so behielt die

Mannschaft der Abteilung für Neurologie über

die Damen der Krankenpflegeschule die Oberhand.

Neben dem sportlichen Aspekt wird bei

dieser Veranstaltung das Hauptaugenmerk auf

das Miteinander gelegt und so die Idee geboren,

den Großteil des Erlöses Nina Fuchs und ihren 5

jährigen Drillingen Valentina, Elena und Nicolas

zu Verfügung zu stellen. Nach dem tragischen

Verlust ihres Ehegatten, unseres lieben Kollegen,

Mag. Michael Fuchs, der immer eng mit dem Fußball

verbunden war, war es uns ein großes Anliegen,

N. Fuchs beim Meistern ihres Alltags durch

diese finanzielle Zuwendung ein wenig unter

die Arme zu greifen. Die Übergabe des Schecks

wurde von BRV Karl-Heinz Köllinger und dem Obmann

der Betriebssportgemeinschaft, Betr. Dir.

Stv. Alfred Neuhold vorgenommen. N. Fuchs hat

diese Spende mit großer Freude als Unterstützung

für ihre Kinder entgegen genommen und

war gerührt, dass jetzt noch immer an ihre Familie

gedacht wird und die Kollegen ihren verstorbenen

Ehegatten in guter Erinnerung behalten haben.

BRV Karl-Heinz Köllinger,

LSF Graz

karlheinz.koellinger@lsf-graz.at

Einmal quer durchs Beet

Neuer Kräutergarten im LKH Rottenmann

Köstlicher Kräutergarten.

© LKH Rottenmann

Elisa Lammer, OP-Assistentin im LKH Rottenmann,

befasst sich seit Jahren mit Kräutern

und macht gerade die Ausbildung zur diplomierten

Kräuterpädagogin. Aufgrund vieler

Anfragen kam ihr die Idee, die etwas vernachlässigten

Pflanzenbeete der Südseite des

LKH-Geländes in einen Kräutergarten zu verwandeln.

Gesagt, getan: Seit Juni schmückt

ein Kräutergarten das LKH-Gelände in Rottenmann.

Die vielen positiven Rückmeldungen

unterstreichen den Nutzen des Beetes sowohl

für Mitarbeiter als auch Patienten des LKH

Rottenmann.

© LSF Graz

Unsere Aufmerksamkeit ist meist nach außen

gerichtet – auf berufliche Gegebenheiten,

moderne Technik, Medien, die Bedürfnisse

anderer. Wer seinem eigenen Bedürfnis nach

Rückzug von Zeit zu Zeit folgt, indem er „achtsam“

den Körper, die Atmung und Gefühle

wahrnimmt, tritt auf besondere Weise mit

sich selbst in Kontakt.

Im Buddhismus bedeutet achtsam sein, Ruhe

und Stabilität durch bewusstes Atmen in den

Augenblick hineinzubringen. In Phasen des

zur „Ruhe-Kommens“ schaffen wir einen

Ausgleich in unseren inneren Funktionsweisen,

indem wir das Autonome Nervensystem

harmonisieren. Professor Jon Kabat-Zinn

hat 1979 ein Training entwickelt, das sich

auf Genesungsprozesse bei stressbedingten

Erkrankungen konzentriert. Die Methode

der Stressbewältigung durch Achtsamkeit

wurde seitdem vielfach untersucht, positive

Veränderungen auf alle Körpersysteme sind

erwiesen.

Übung

Als Einstieg in Übungen zum Achtsamkeitstraining

empfiehlt sich die Rückenlage

auf einer härteren Unterlage.

Legen Sie sich bequem auf den Boden. Öffnen

Sie die Beinposition so, dass die Knöchel

ca. 50 cm auseinander sind und die Füße

nach außen kippen. Die Arme liegen seitlich

am Körper, die Hände sind entspannt und zeigen

nach oben. Beruhigen Sie Ihre Atmung

und versuchen Sie, die eingeatmete Luft tief

in den Bauch hinein zu zentrieren, aber ohne

sich dabei anzustrengen. Beginnen Sie danach

Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Körper zu

richten und wie Sie den Kontakt zum Boden

verspüren. Verlagern Sie anschließend Ihre

Aufmerksamkeit auf den Ausatemvorgang

und erleben Sie das Gefühl, mit jeder Ausatmung

Spannung abzubauen. Genießen Sie

diesen Zustand von Ruhe und Entspannung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel

Spaß beim Üben und frei nach Erich Kästner

„Es gibt nicht Gutes, ausser man tut es“.

Klaus Landauf,

LSF Graz

klaus.landauf@lsf-graz.at

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

37


PANORAMA

Sportweltspiele der Medizin und Gesundheitsberufe

Team vom LKH Graz West holt Gold für Österreich

Zagreb war der Austragungsort der

24. Sportweltspiele der Medizin und

Gesundheit. Die Sportweltspiele der

Medizin und Gesundheit sind eine

einmalige Gelegenheit, Kollegen aus

der ganzen Welt kennenzulernen und

sich in sportlich fairen Wettkämpfen

mit ihnen zu messen. Gleichzeitig

bietet sich die Möglichkeit, an

einem Kongress für Sportmedizin

teilzunehmen. 23 Sportarten stehen

zur Auswahl, wobei der olympische

Gedanke im Vordergrund steht.

Das Team LKH Graz West, bestehend

aus RT Susanne Mayerhofer

(Schwimmen), Dr. Norbert Kaufmann

(Tennis, Triathlon) und Mag.

Heidrun Schwarzl (Laufen, Triathlon,

Schwimmen), war auch dieses Jahr

sehr erfolgreich. Mit acht Weltmeistertiteln

und zwei Bronzemedaillen

hat die Ausbeute des kleinen Teams

alle Erwartungen übertroffen. Der

Medaillenregen wurde noch erhöht

mit einer Goldmedaille im Radrennen

durch Dr. Petra Maechler vom

Rehab-Zentrum St. Radegund, die

erstmals das Grazer Team verstärkte.

Mag. Thomas Verdino von der Apotheke

Casa Medica Graz erreichte im

Tennisbewerb das Viertelfinale. Das

Team freut sich bereits jetzt auf die

nächsten Sportweltspiele, bei denen

die Österreicher Heimvorteil genießen.

2014 finden die Sportweltspiele

nämlich in Wels statt.

Visite am Freitag, dem 13.

Tag der offenen Tür am LKH Stolzalpe

Weitere Informationen:

www.medigames.com

www.sportweltspiele.de

Das erfolgreiche Team.

Mag. Heidrun Schwarzl,

LKH Graz West

heidrun.schwarzl@lkh-grazwest.at

© Stieber/ LKH-Univ. Klinikum Graz

© LKH Stolzalpe

Großer Ansturm im LKH Stolzalpe.

Es war vor allem die Neugier, die am

13. September rund 1.000 Besucher

ins LKH Stolzalpe lockte. Am Tag

der offenen Tür konnten die Besucher

einen Blick hinter die Kulissen

werfen. Es gab Führungen durch

das Haus sowie die Möglichkeit zu

Gesundheitschecks und Live-Demonstrationen.

Großes Interesse

hatten die Besucher an den OP-Sälen,

OP-Filmen und nachgestellten

Operationen. Die Abteilung für Anästhesiologie

und Intensivmedizin

bot außerdem Einblicke in die Welt

der Narkose. Interessierte konnten

auch selbst Hand anlegen.

In der Orthopädischen

Ambulanz wurde

gegipst und Verbände

angelegt. Auch in der

Röntgenabteilung, im

MRT und im Labor gab

es einiges zu sehen

und auszuprobieren.

Einblicke in die pädiatrische

Versorgung und

in die Welt der Kinderheilkunde

bot man mit

Ultraschalluntersuchungen

und Besuchen

auf der Station. Den jungen Gästen

erklärte man leicht verständlich

verschiedene Geräte und Untersuchungsverfahren,

wie das Röntgen

oder die Magnetresonanztomograhie.

Zahlreiche Aussteller und Partner

des LKH Stolzalpe, wie Rehab,

Rotes Kreuz, Polizei, ARGE Gesundheits-

und Betreuungsdienste und

der Ernährungsmedizinische Dienst

des LKH Stolzalpe, präsentierten

ihr Angebot. Neben dem Routinebetrieb

versorgte die Küche des LKH

mit einer Labestation die rund 1.000

Festgäste.

38 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


PANORAMA

30 Jahre GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

Kindersicherheitsexperten feierten

Zum Jubiläum gab es ein Fest für Kinder...

...eine Benefizgala und...

alle Fotos © GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

„Wir haben als kleiner Verein

mit einer großen Vision – nämlich

eine sichere Welt für unsere

Kinder zu schaffen – begonnen.

Und wir können heute

stolz sagen, dass wir etwas bewirken

konnten“, sagt Dr. Michael

Höllwarth, Präsident von

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

und langjähriger Vorstand der

Univ. Klinik für Kinder- und

Jugendchirurgie. So sind die

Kinderunfälle in Österreich

um 40 Prozent zurückgegangen

und die tödlichen Kinderunfälle

sogar um 86 Prozent! Das

zeigt beeindruckend: Kindersicherheit

wirkt! Schirmherrin

Waltraud Klasnic ergänzt:

„GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

ist heute eine national und

international anerkannte und

als Vorbild wirkende Organisation

für die Sicherheit unserer

Kinder geworden.“ Und das

wurde auch groß gefeiert – mit

Kindern, Künstlern und zahlreichen

internationalen Experten!

Fest für Kinder

An vier Tagen verwandelten sich

in der Jubiläumswoche vom 19.

bis 25. Oktober 2013 die Bärenburg

und das Kinderzentrum zu

einem Spieleparadies für Kinder.

Zu den Themen Tiere, Sport,

Verkehr und Geschichten reichten

die Angebote von Tierworkshops,

über Klettern, Fahrradund

Radhelmcheck, Kasperl- und

Kindertheater, Gurtschlitten,

Inline-Skaten, Slacklinen bis

zum Koordinations- und Bewegungsparcours,

Kinderschminken

und Gipsbemalen.

Benefizgala

Mit Applaus bedankte sich das

Publikum im Stefaniensaal bei

Catch-Pop String-Strong, dem

Graz Gospel Chor, Aniada a Noar,

Wolfram Berger sowie Timna

Brauer, Elias Meiri und Gernot

Rath, die den Abend zu einem

mitreißenden Geburtstagfest

von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

machten.

Der Urlaubsplaner 2014 ist da!

Im Rahmen der Benefizgala erhielt

LKH-Betriebsdirektor Mag.

Gebhard Falzberger den GROSSE

SCHÜTZEN KLEINE Ehrenpreis

für die jahrelange Unterstützung

der Bärenburg, des ersten

Österreichischen Kindersicherheitshauses.

„Ein kleiner Verein

mit Visionen braucht immer

Partner, die einem unter die

Arme greifen. Und das Klinikum

ist über die letzten 30 Jahre

ein überaus verlässlicher Partner.

Dafür sagen wir danke“, so

Höllwarth. „Der Erfolg unserer

Bärenburg zeigt, wie aus einer

kleinen Idee etwas ganz Großes

werden kann“, erwiderte Falzberger.

Die weiteren Ehrenpreise

erhielten Bezirkshauptmann HR

Dr. Helmut-Theobald Müller für

das Projekt Kindersicherer Bezirk

Deutschlandsberg und der

ehemalige Generaldirektor der

Raiffeisen-Landesbank Steiermark,

Mag. Markus Mair, für

die substantielle Förderung der

Bärenburg.

Internationale Tagung

...eine Tagung.

Eröffnet wurde die GROSSE

SCHÜTZEN KLEINE Jubiläumstagung

„Unfallverhütung bei

Kindern – Nationale und internationale

Strategien“ von Landeshauptmann

Franz Voves und Landesrätin

Kristina Edlinger-Ploder

am 24. Oktober 2013. Der Wissensaustausch

zwischen Kinderunfallexperten

aus Österreich,

Europa, USA, Afrika, Asien und

Australien förderte den Transfer

von „Best-Practice-Modellen“

sowie die internationale Vernetzung

und Zusammenarbeit.

www.grosse-schuetzen-kleine.at

i

Ihr G´sund

Informationen und Bezugsmöglichkeiten bei

KAGes-Management / Unternehmenskommunikation

unter Tel. 0316/340-5277 oder

E-Mail: unternehmenskommunikation@kages.at.

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

39


PANORAMA

„Alles rund um die Niere“

Vorsorge und Behandlung

© Stieber/ LKH-Univ. Klinikum Graz

Pflegedirektorin DKKS Christa Tax, MSc (links außen) und Ärztlicher Direktor a.o. Univ.-Prof. Dr. Gernot Brunner (rechts außen) mit den Experten „Rund um

die Niere“ des LKH-Univ. Klinikum Graz: (v.l.n.r.) Diätologin Maria Leopold, DGKS Karin Pfeffer, DGKS Roswitha Wünscher, DGKS Andrea Schafzahl,

Univ.-Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, DGKS Katrin Popodi und Ass.-Prof. Dr. Sabine Zitta.

Was nicht weh tut, wird nicht untersucht.

Gerade bei unseren Nieren,

wo Erkrankungen längere Zeit

schmerzfrei bleiben können, ist

die Prävention besonders wichtig.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe

„Pflege & Medizin“ am 9.

Oktober haben sieben Experten der

Klinischen Abteilung für Nephrologie

über das Organ und seine

Besonderheiten aufgeklärt. In der

Nephrologie am LKH-Univ. Klinikum

Graz, der größten Nierenambulanz

Österreichs, werden unter anderem

chronische Nierenerkrankungen

behandelt. Diese sind oft eine Folge

der sogenannten „Wohlstandsgesellschaft“.

Falsche und einseitige

Ernährung und wenig Sport können

zu Erkrankungen der Niere führen,

die dem Filtern und Entgiften des

Körpers daraufhin nur mehr schlecht

nachkommen kann. Eine Dialyse,

auch Blutwäsche genannt, wird

notwendig. Wie sehr eine Nierenerkrankung

das Leben der Patienten

beeinflusst und verändert, zeigen

die Fakten zu Dialyse und Transplantation.

Dialyse-Patienten müssen

drei Termine zu je vier Stunden

pro Woche einhalten. Wer sich für

die Bauchfelldialyse entscheidet,

unterzieht sich zuerst einem kleinen

operativen Eingriff, kann die

Blutwäsche dann dafür zuhause

selbst durchführen. Bei besonders

schwerwiegenden Nierenerkrankungen

ist eine Transplantation des

Organs notwendig. Durchschnittlich

warten Patienten 43,3 Monate

auf ein neues Organ. Im Jahr 2013

wurden am LKH-Univ. Klinikum

Graz bisher 53 Transplantation der

Niere durchgeführt, 11 davon als

Lebendspende.110 Patienten befinden

sich derzeit noch auf der Warteliste.

Damit es gar nicht erst so weit

kommt, reicht es oft, ein paar Änderungen

im Alltag umzusetzen. Um

einer Nierenerkrankung vorzubeugen,

sollte pro Tag eine halbe Stunde

Sport betrieben werden. Blutzucker

und Blutdruck müssen kontrolliert

werden. Eine gesunde Ernährung

sowie eine gesunde Flüssigkeitszufuhr

sind ebenfalls wichtig. Rauchen

ist ein Tabu, die regelmäßige

Einnahme von Schmerzpräparaten

sollte auch vermieden werden.

Besteht ein erhöhtes Risiko, an der

Niere zu erkranken, muss die Nierenfunktion

durch einen Blut- und

Harntest bei einem Hausarzt regelmäßig

überprüft werden. Die Veranstaltungsreihe

„Pflege & Medizin“

wird auch 2014 mit zwei Vortragsabenden

fortgeführt.

Stabsstelle PR,

LKH-Univ. Klinikum Graz

sabrina.luttenberger@

klinikum-graz.at

40 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


PANORAMA

Lesenswert

Unsere Literaturtipps

Handbuch

Reisepharmazie 2013

Medizinisch-pharmazeutische

Beratung

Deutscher

Apothekerverlag, 2013

Euro 39,80

Dieses Handbuch deckt das Thema „Reisepharmazie“

ab und stärkt die Kompetenz in

der täglichen Beratungsarbeit mit Touristen,

Geschäftsleuten und Migranten. Der Länderteil

gibt eine Übersicht über die medizinische

Lage in über 240 Reiseländern. Ein weiterer

Teil widmet sich dem Thema Impfungen und

ein anderer beschreibt Krankheitsbilder.

Alpenländische

Winterzeit

66 Näh- und

Bastelideen

Martha Höfler

Leopold Stocker Verlag,

2013

Euro 19,90

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf Nähen,

Sticken und Basteln mit Papier und Holz. Dabei

muss man kein besonderer Bastelkünstler sein,

um mit den exakten und leicht verständlichen

Anleitungen zum gewünschten Ergebnis zu

kommen. Unter den 66 Vorschlägen befinden

sich viele Deko-Tipps, aber auch etliche Geschenkideen

rund um die alpenländische Winterzeit.

Demenz

Wissen – verstehen –

begleiten

Dr. med. Hartmut Niefer,

Jochen Gust

Hirzel Verlag, 2013

Euro 24,80

Die Diagnose von Demenz ist für Betroffene

und Angehörige ein Schock. Dieser Ratgeber

erklärt, welche Formen dieser Erkrankung

es gibt, wie sie diagnostiziert wird und welche

Therapien möglich sind. Das wichtigste

Thema ist jedoch der Alltag mit der Krankheit.

Die Autoren beschreiben, wie man den Umgang

leichter und entspannter gestalten kann

und worauf im Alltag zu achten ist.

Ein Irrer schreitet

die Parade ab

Die Kunst des

Scheiterns

Manfred Scheucher

Iberer Verlag, 2013

Euro 24,90

Scheitern muss als fixer Bestandteil des Lebens

angenommen werden und ist oft die Basis

für die größten Erfolge. Eine zentrale Geschichte

dieser Lektüre veranschaulicht, dass

sogar dann, wenn alle alles richtig machen,

am Ende doch alle verlieren können. Dieses

Buch ist eine wahre Mut-Injektion für klare

Standpunkte.

Backen zur

Weihnachtszeit

Die 400 besten Rezepte

Ingrid Pernkopf, Renate

Wagner-Wittula

Pichler Verlag, 2013

Euro 29,99

Mit dem betörenden Duft von frisch gebackenen

Keksen zieht im Haus festliche Stimmung

ein und die Vorfreude auf Weihnachten breitet

sich aus. Die beiden Autorinnen haben mit

ihrem großen Standardwerk der Weihnachtsbäckerei

eine beeindruckende Sammlung aus

den besten Rezepten zusammengestellt. Diese

reicht von beliebten und bewährten Klassikern

bis hin zu neu inspirierten, pfiffigen Kreationen.

Raus aus der

Stress-Falle

Die besten Strategien

gegen Burnout & Co

Dr. Wolfgang

Lalouschek

Kneipp Verlag, 2013

Euro 14,95

Der Autor beschreibt nicht nur die Ursachen

und Auswirkungen von übermäßigem Stress,

er stellt vor allem viele Fragen, die helfen können,

mit Stress besser umgehen zu können

und einer Burnout-Gefährdung entgegenzuwirken.

Er macht deutlich, dass es für unsere

Lebensqualität entscheidend ist, immer wieder

darüber nachzudenken, wo unsere Position

im Leben gerade ist und wo wir hinwollen.

Mordskarriere

Krimi-Kurzgeschichten

Karsten Eichner

Frankfurter Allgemeine

Buch, 2013

Euro 17,90

Die Kurzkrimis in „Mordskarriere“ blicken

hinter die spiegelnden Fassaden der

Macht(spielchen) und nehmen alle Facetten

der Wirtschaftskriminalität aufs Korn – vom

dreisten Betrug über Erpressung bis hin zum

kaltblütigen Mord unter Managerkollegen.

Hintergründig, satirisch, aber stets gut und

immer mit einem leichten Augenzwinkern.

Deko-Ideen und

kleine Geschenke

Rund ums Jahr

Martha Höfler

Leopold Stocker Verlag,

2013

Euro 19,90

Ob Fasching, Valentinstag, Ostern, Erntedank,

Advent oder natürlich auch Weihnachten –

dieses Buch bietet Deko- und Geschenksideen

für jede Jahreszeit. Verwendet werden die

unterschiedlichsten Materialien in den gängigen

Trendfarben, wobei Naturmaterialien im

Vordergrund stehen. Die Autorin gibt einfache

Anleitungen, die sowohl für Einsteiger als

auch Fortgeschrittene geeignet sind.

Mein Körper in

Balance

Babak Bahadori, Iris

Pestemer-Lach

Verlagshaus der Ärzte,

2013

Euro 14,90

Übergewicht ist kein reines Ernährungsproblem

und daher mit Diäten allein auch nicht

in den Griff zu bekommen. Ein ganzheitlicher

Ansatz mit den Elementen Biorhythmus, Bewegung,

Stoffwechsel, Ernährung, Wasser,

Alltagsoptimierung und Entspannung sowie

Selbstfindung reduziert erfolgreich und nachhaltig

das Körpergewicht und fördert gleichzeitig

Genuss und Lebensqualität.

Dezember 2013

Menschen helfen Menschen

41


PANORAMA

© LKH Voitsberg © LKH Graz West

KUNST &

KULTURRAUM

„abstrakt und natur“

Bruno Weissenbacher im LKH Graz West

C. Leopold-Fuchs, B. Weissenbacher und Betr. Dir. Stv. Ing. K. Schaupp, MBA.

Betr. Dir. F. Salinger mit dem Künstler.

Ausstellung im LKH Voitsberg

Heinz Krammer präsentierte seine Werke

Bereits in der Kindheit entdeckte der Krankenpfleger

Heinz Krammer seine Passion

für die Kunst. In den Werken des Autodidakten

spiegeln sich seine Emotionen und

Gedanken wider. Er arbeitet bevorzugt mit

Acryl, aber auch mit Kohle, Aquarell, Öl

Bruno Weissbacher absolvierte eine dreijährige

Ausbildung in der Zeichenfachschule

an der HTBLA in Krems. Der Tiroler

arbeitet als Bauingenieur und sieht seine

kreative Tätigkeit als Ausgleich zum Beruf.

Mehrere Ausstellungen in den vergangenen

Jahren gaben Impulse für neue Arbeiten

und Standpunkte. Seine Bilder sind Momentaufnahmen

in abstrakter Form. In der

Ausstellung „abstrakt und natur“ konnte

man vom 28. Juli bis 4. Oktober seine Werke

im LKH Graz West bestaunen.

und anderen Materialien. Zu seinem Repertoire

zählen Skulpturen aus Holz und Stein,

Wandmalereien im Innen- und Außenbereich,

Kapellen sowie Portraits. Vom 6. September

bis zum 11. Oktober stellte er einen

Teil seiner Werke im LKH Voitsberg aus.

„Google oder die ständige Suche nach irgendetwas“

Franz Strauss im LKH Graz West

Franz Strauss ist Maler und Objektkünstler

und lebt in Rauden, Bezirk Leibnitz. Sein

künstlerisches Gesamtwerk umfasst Objekte

aus Holz und Kunststoff ebenso wie

expressive und abstrakte Acrylbilder und

Druckgrafik. Strauss ist Mitglied des Steiermärkischen

Kunstvereines Werkbund, der

EuroArt Brüssel und der Berufsvereinigung

Bildender Künstler Steiermark. Sein künstlerischer

Beitrag gleicht einem Forschen,

er betritt Neuland und entdeckt neue Formen.

Strauss stellte seine Werke bisher in

Einzel- und in Gemeinschaftsausstellungen

(unter anderem in Graz, Bruck/Mur, Barbizon,

Paris, Florenz, Quadaques, Ljubljana)

der Öffentlichkeit vor.

Betr. Dir. S. Fortmüller mit Franz Strauss und

Thomas Steinbichler.

© LKH Graz West

42 Menschen helfen Menschen

Dezember 2013


Rätselspaß mit Gewinnchance

Schicken Sie das Lösungswort des Kreuzwort rätsels bzw. die drei Ziffern (von oben nach unten) der farbig hinterlegten Felder des Sudoku mit Ihrem

Namen und Ihrer Privat-Adresse an:

Redaktion G’sund / KAGes

Postfach 6, 8036 Graz Mail: gsund@kages.at Fax: 0316/340-5296

Aus allen bis zum 7.1.2014 eingelangten Einsendungen mit der richtigen

Lösung werden unter Ausschluss des Rechtswe ges Buchpreise verlost.

Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

Das G’sund-Team wünscht viel Erfolg!

wirtschaftlicher

Zusammenbruch

Verbandsmaterial

Kreuzworträtsel

Gewebe mit

Schattierung

(frz.)

Sauerkirschenart

Kosmos,

Universum

Vater und

Mutter

6

Weinstock

Urlaubsfahrt

Himmelskörper

steife

Gesichtsform

aus Holz oder

Pappe

Reifeprüfung

ungeziem.

Benehmen

Fragewort

Zoologe

(Alfred)

Fluss in

Rom

PC-Anschluss

(Abk.)

Kämpfer zur

Ritterzeit

Mitmachen und

gewinnen!

Auf welchen Seiten dieser G’sund-

Ausgabe befinden sich diese beiden

Bildausschnitte?

Autokennzeichen

von

Bittburg-

Prüm

Bodenvertiefung

5

brit. Rundfunkanstalt

Teil des

Hauses

4

Privatkrieg

der Ritter im

Mittelalter

erwerben,

erstehen

abermals,

wieder

auftretend

Abkürzung

für: Sender

Freies Berlin

ehemaliges

Maß d.

Luftdrucks

(Abk.)

portugiesische

Anrede

für eine

Frau

Seebad

an der

Türkischen

Riviera

Gesuch

Füchsin in der

Jägersprache

1

anderer

Name des

Schwertwals

niedriger

Hocker als

Beinstütze

beim Sitzen

deutscher

Schauspieler

(Mario)

3

Wertzeichnen

Musikevent

(Abk.)

alte

deutsche

Münze

Musical v.

Andrew Lloyd

Webber

Autoz. für

Andorra

Additionswort

Stadt am

Südural

Telefonzubehör

(Abk.)

Festsaal in

einer

Schule

2

großes

Mönchskloster

Brauereibehälter

konzentriertes

Fruchtfleisch

1

2

1 Seite _____

Lösungswort

2 Seite _____

1 2 3 4 5

SUDOKU

Das Diagramm dieser japanischen

Rätselart ist mit den Zahlen 1–9 aufzufüllen.

Jede Zahl darf in jeder Zeile und

jeder Spalte und in jedem 3x3-Feld nur

einmal vorkommen.

Schwierig keitsgrad: leicht

Auflösungen vom September 2013:

Kreuzworträtsel: TRAUBE

Sudoku: 794

Gefunden: Seite 21, Seite 28

6

5 6 8 7

1

4 8

3

5 6 2

5 7 8

6 1 9 5

5 4 3

2 3 7

1

4 5

3

1 3 4

2

Gefunden?

Schicken Sie Ihre Antwort unter Angabe Ihres

Namens und Ihrer Privat-Adresse an:

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