Woche DonnerStag 8. BiS MittWoch 14. auguSt 2013 WWW ...

service.escapenet.ch

Woche DonnerStag 8. BiS MittWoch 14. auguSt 2013 WWW ...

Woche

33

Donnerstag 8.

Bis Mittwoch

14. august 2013

www.zueritipp.ch

S. 24


Öffnungszeiten

Di – So 10.00 – 17.00 | Do 10.00 – 19.00

Feiertage geöffnet

Landesmuseum Zürich.

Museumstrasse 2 | 8001 Zürich

www.archaeologie.landesmuseum.ch

Landesmuseum Zürich.

Archäologie

Schätze aus

dem Schweizerischen

Nationalmuseum

21.06.2013−21.12.2014

Anzeige

Kino / Film

Seite 4

Filme nach Alphabet S. 7

Reprisen / Filmzyklen S. 11

Filme nach Kino S. 12

Musik / Konzerte

Seite 17

Musikagenda S. 18

Nachtleben / Clubs

Seite 20

Clubagenda S. 20

Bühne / Literatur

Seite 24

Aufführungen nach Alphabet S. 26

Aufführungen nach Datum S. 26

Literatur S. 26

Züritipp 33

Von Donnerstag 8. bis Mittwoch 14. August 2013

Essen / Trinken

Seite 31

Lebensmittelmärkte S. 33

Familie / Kinder

Seite 32

Agenda S. 32

Dies / Das

Seite 33

Agenda S. 33

Die Letzte

Seite 35

Ausblick, Getestet, Impressum S. 35

Editorial

Geschätzte Leserschaft,

er mag Rock, doch ein Rockmusikfestival würde

George Egloff niemals organisieren. Denn in

diesem Bereich sei der Schweizer Markt bereits

gesättigt, sagt er. Der Eventmanager realisierte

also, dass im Geschäft mit harten Gitarrenriffs

für weitere Player kein Platz mehr da ist. Der

Mann, der 17 Jahre lang der Chef von Ticketcorner

war, hatte aber eine bessere Idee, er setzte

auf alte Musik. Denn er sah, dass in Bregenz oder

Verona die Oper jedes Jahr die Massen anzieht.

Und er sah auch, dass es im Raum Zürich in diesem

Bereich noch eine Lücke gab.

Bereits im letzten Sommer besetzte er diese

mit einer gross angelegten Marketingoffensive.

Niemand sollte ihm zuvorkommen. Ein Jahr später

ist es nun so weit: Am Pfäffikersee, seiner

Heimat, bringt er «Aida» auf die grosse Bühne.

3,5 Millionen Franken kostet das Projekt, das

Verdis Klassiker im Zürcher Oberland ertönen

lässt. Unser Autor Daniel Böniger hat den Opernmacher

aus der Provinz wenige Tage vor der

Premiere vor Ort besucht und ihn bei einem

Schinkensandwich von der Tankstelle gefragt:

«Wie läufts, Herr Egloff?» Seine Antwort gibts

auf der Seite 24.

Zum 22. Mal zieht die Street-Parade rund

ums Seebecken. Mit unserem Fahrplan lässt sich

die grelle und laute Riesenparty stückweise und

in der richtigen Reihenfolge ertanzen. Dazu gibts

von uns aus über 50 Partys fünf Empfehlungen,

siehe Seite 23.

Die Kunstszene füllt die Leerstellen in dieser

Stadt – mit Zwischennutzungen. Wir haben die

Lokale kurz vor ihrem Ende nochmals besucht,

siehe Seite 27.

Ihre «Züritipp»-Redaktion

Inhalt 8.8.14.8.2013

Kunst / Museen

Seite 27

Museen S. 28

Galerien S. 29

Verlosungen

Tame Impala Konzert S. 17 

Lethargy Party S. 23

Aida Oper S. 24

zueritipp.ch

Stadtblog, stetig aktualisierte

Tagestipps und die kompletten Agenden

auf unserer Website.

Cover: Doris Fanconi

von buddha

bis 18.8.2013

Führungen: So 11h, Mi 18h, Do 12.15h

der sammler

eduard

von der heydt

bis picasso

letzte tage

museum rietberg

www.rietberg.ch

Di – So 10 –17h | Mi, Do 10–20h

Anzeige

gratis in die

sammlung


25

24

Aus Neu macht Alt:

Letzter Schliff für dieses Requisit.

Alles der Reihe nach auf der

Freiluft-Tribüne des Festivals La Perla.

Flüssiges Gold

für liegende Statuen.

aida

oberland-oper

Der ehemalige Ticketcorner-CEO George Egloff lässt zum ersten Mal

am Pfäffikersee die Oper «Aida» aufführen. Warum der Mann

hinter dem Millionenprojekt auch kurz vor der Premiere gelassen bleibt.

«Ich komme aus der Rockmusik, mag aber

verschiedene Musikstile»:

George Egloff, der Chef auf seiner Bühne.

Feine Tücher für

die Sängerschaft.

von Daniel böniger (Text) und doris fanconi (Bilder)

oper George Egloff trägt Poloshirt, karierte

Shorts, um den Hals den typischen Festivalpass.

Dabei wird er sich wohl kaum ausweisen müssen:

Jeder auf dem Gelände am Pfäffikersee kennt

ihn. In wenigen Tagen findet hier zum ersten

Mal das Freiluft-Opernspektakel La Perla statt;

gegeben wird Verdis «Aida». Noch wird rundherum

gehämmert, geschneidert, geprobt. Doch

Egloff ist die Ruhe selbst. Sein Büro hat er in

einem Einfamilienhaus gleich neben der Zuschauertribüne

eingerichtet. Auf der Terrasse legt

er sein Mobiltelefon auf den Tisch, zündet sich

eine Zigarette an. Hinter ihm zieht ein automatischer

Rasenmäher lautlos seine Runden.

Verlosung

Der Züritipp

verlost

5 × 2 Tickets

für die «Aida»-Vorstellung am Sonntag, 11. 8.

Schicken Sie ein SMS mit dem

Kennwort AIDA,

Name und Adresse bis

Freitag, 9. 8., 14 Uhr

an die Nummer 4488 (1 Franken pro SMS).

Gratis per Mobile: http://m.vpch.ch/ZUR72333

Herr Egloff, was werden Sie in den letzten fünf

Minuten vor der Premiere machen?

Wenn alles gut geht, werde ich die VIPs zu

ihren Sitzplätzen begleiten. Unter den Gästen

sind CEOs von börsenkotierten Unternehmen,

Nationalräte, lokale Politiker. Wir haben darauf

verzichtet, B- und C-Promis einzuladen. Das

bringt keine Wertschöpfung.

Sind Sie denn selbst Opernliebhaber? Oder verkauft

sich klassische Musik einfach gut?

Ich komme aus der Rockmusik, mag aber

verschiedene Musikstile. Je nach Situation kann

das Guns ’n’ Roses sein. Wenn ich Ski fahren

gehe, dann Ländler. Und es gibt Momente, in

denen ich gern Opern höre. Für jedes Segment

gibt es im Raum Zürich unzählige Events – ausser

im Opernbereich. Wir haben uns bewusst so positioniert.

statt Auszeit ein mega-event

Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete

George Egloff als Journalist beim Schweizer Musikmagazin

«Pop-Rocky». Danach war er für

beachtliche 17 Jahre CEO des Ticketcorners, der

ihm zeitweilig auch gehörte. Als er das Unternehmen

verkaufte, wurde ihm ein Konkurrenzverbot

auferlegt – diese Zeit hat er für das anstehende

Opernspektakel genutzt. Ein Mega-

Event, den Egloff stemmt: Das Budget des An -

lasses, der mit Bregenz und Verona in der gleichen

Liga spielen will, beträgt 3,5 Millionen Franken.

Über 500 Personen arbeiten mit, 3500 Zuschauer

werden pro Aufführung zugegen sein – wenn das

Wetter mitmacht. Jeweils um 16 Uhr wird der

50-Jährige entscheiden müssen, ob die Show

stattfindet. Gut, scheint Egloff zu denjenigen

Menschen zu gehören, die sich nicht aufregen,

wenn eine Situation eh nicht zu ändern ist.

Der Schweizer Musikerverband hat die

tiefen Gagen fürs Orchester öffentlich kritisiert.

Was sagen Sie dazu?

Im Pop- und Rockgeschäft wird manchmal

sogar bezahlt, um auf Tournee gehen zu können.

Ich habe für die Kritik absolut kein Verständnis

– wir hätten auch ein ausländisches Orchester für

den halben Preis engagieren können. Die Diskussion

macht mich extrem sauer. (Es ist das

einzige Mal, dass Egloff leicht ungehalten

wirkt.)

Sprechen wir übers Publikum. Wen wollen Sie

erreichen?

Mit unserer Werbung haben wir auf Menschen

zwischen 40 und 75 fokussiert, eher weiblich,

eher gut betucht. Doch soll das Festival nicht

elitär sein. Dank des Dorffestcharakters ist es

sicher auch etwas für Jüngere, die noch nie eine

Oper gesehen haben.

George Egloff setzt sich an seinen Schreibtisch,

setzt die Lesebrille auf. Mit dem Kugelschreiber

folgt er den Zeilen eines Artikels, den er gegen-

lesen soll. Er schüttelt ein-, zweimal den Kopf.

Wird mehrmals von seinen Mitarbeitern unterbrochen

– bei wichtigen Entscheiden will man

halt schon wissen, was der Chef meint. Nachdem

er der Journalistin telefonisch das Okay gegeben

hat, zerreisst er den ausgedruckten Text, wirft

ihn in den Abfallkübel. An einer Wand hängt

eine gerahmte Urkunde von Myclimate. Sie belegt,

dass das Festival La Perla 115 521 Tonnen

CO2 monetär kompensiert hat.

Für Geschirr werden die Besucher ein Depot

bezahlen müssen.

Ja, wir verkaufen auch keine Schokoriegel,

keine Chips – nichts, was unnötig verpackt ist.

Und das Depot ist jedem zumutbar. Wenn sich

jemand ärgert, dass er sein Cüpliglas zurückbringen

muss, halte ich das für vertretbar.

Und es klingt natürlich gut…

Die Ökologie ist mir ernsthaft ein Anliegen.

Darum bieten wir auch die Möglichkeit, gratis

mit dem ZVV anzureisen – ein Service, der uns

eine Stange Geld kostet.

Feierabendbier auf der Tribüne

Bei einem Rundgang durchs Gelände nimmt

sich der Festivalleiter da und dort Zeit für ein

paar nette Worte – sei es bei der Schneiderin, die

gerade das schwere Kostüm des Pharaos an eine

Puppe hängt. Sei es beim Securitas-Wächter, der

den Parkplatz beaufsichtigt. Als ein paar Verkehrstafeln

angeliefert werden, packt Egloff

selbst mit an. Mit den meisten ist er per Du,

wechselt von Französisch zu Italienisch, von

Deutsch zu Englisch. Er erzählt, wie er zusammen

mit der Crew nach getaner Arbeit um Mitternacht

manchmal noch ein Feierabendbier auf

den höchsten Tribünenplätzen trinke. Die Aussicht

dort ist formidabel. Plötzlich erklingt Egloffs

Handy-Klingelton: «TNT» von AC/DC.

Wie kommt man auf die Idee, am eigenen Wohnort

ein Festival zu organisieren?

Im Frühling 2011 habe ich mich mit dem

künstlerischen Leiter hier am Seeufer zum Mittagessen

getroffen. Wir wussten noch nicht, wo

wir inszenieren sollten – doch schlagartig ist uns

klar geworden, dass die Kulisse in Pfäffikon perfekt

ist.

Ist es denn ein Vor- oder ein Nachteil,

vor der eigenen Haustür zu arbeiten?

Es ist ein Vorteil, weil man weiss, wer wofür

zuständig ist. Pfäffikon ist ein Dorf, gut ein Viertel

aller Bewohner ist irgendwie ins Festival integriert

– als Zulieferer, Statisten oder als Zuschauer

bei der Generalprobe. Aber man

bekommt halt auch die Schwierigkeiten mit.

Letzte Woche hat die Gemeinde einige Bäume

gefällt, die ersetzt werden sollen. Nun macht das

Gerücht die Runde, die Bäume seien wegen uns

weg. Als Festivaldirektor schlägt man sich auch

mit solchen Dingen herum.

Handlung, Tickets, Anreise

Verdis Oper in vier Akten spielt zur Zeit der Pharaonen. Titelfigur

ist eine äthiopische Prinzessin, die als Geisel nach Ägypten verschleppt

wird. Dort verliebt sich der ägyptische Heerführer Radames

in sie, was jedoch der Loyalität zum Pharao entgegensteht

– denn eigentlich soll er dessen Tochter ehelichen. Bei den Aufführungen

wird auf akustische Verstärkung verzichtet, die maximale

Distanz zwischen Sitzplätzen und Bühne beträgt 39 Meter.

Für sämtliche Vorstellungen sind noch Tickets erhältlich. Die Anreise

mit dem ZVV ist inbegriffen, es stehen auch Parkplätze und

ein Shuttleservice zur Verfügung.

9. bis 18. 8. — 20 15

Pfffikersee

Seequai, pfäffikon www.festival-la-perla.ch

Eintritt 89 bis 249 Franken

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine