Zentralblatt der Bauverwaltung : Nachrichten d. Reichs- u ...

europeanalocal.de

Zentralblatt der Bauverwaltung : Nachrichten d. Reichs- u ...

Zentralblatt der Bauverwaltung.

193

Nr. 37.

Herausgegeben im Ministerium der öflFentlichen Arbeiten.

Berlin, 4. April 1908.

XXTIII. Jahrgang.

Ert*»iJ#t .Mittwoch u- Bonnabend. — Sohrlftlaitiiiig: W. Wilhelmatr. 89. — äetohttftsttile und Annahme dar AtuelaeH: W. Wilhelmatr. SO. — BsiNfliprait: Vierteljährlich 3 Mark

Einschließlich Abtragen, Post- oder Streif band zuBendujig 3,75 Mark; desgl. flir das Ausland 4,30 Mark,

INHALT; Amtjlofcat\ Runderlafl vom 26. Mäor 1908, toetr, die Verwendung von Kohlenschlaoke zur Herstellung ron Beton. — Pienst-Nftchricnten. — llchtamtllohM: Bienstwohnfebftudü

för beaaiBülie Fotötbearata. — Gleislage in Kurven. — Vermischtes: Preisbewerbmig um Vorbilder für einen Bebauungsplan im Gutsbezirk

Stolpe hei Berlin. — Wettbewerb um Entwürfe für eine Mädchenmittelsehule in Öielefeld, — "Wettbewerb um Entwürfe zu einer Synagoge und

einet ReligionsBchüle der jüdischen Gemeinde in Berlin. — Xylopaifu4boden. — Patente undGebrauofcomustei 1 . — Bucheraob.au.

Amtliche

Runderlaß, betreifend die Verwendung von Kohlenschlacke

zur Herstellung 1 von Beton.

Berlin, den 25, März 1908.

Auf den Bericht vom 3, April 1907 — Nr. 492III G. H. 07 —

Nach Anhörung des Deutschen Ausschusses für Eisenbeton empfehle

ich Ew. Hochwohl geboren die Verwendung vonKoblenschlacke

zur Herstellung von Beton, des sogenannten Schlackenbetons, bezüglich

der Ausführung von Eisenbetonbauten allgemein, also auch

für die sogenannte Zugzone in Decken und Balken, zu verbieten.

Die Verwendung der Schlacke zur Herstellung von sonstigem Beton,

sogenannten Stampfbeton, wird nur da zuzulassen sein, wo die

Gefahr, daß tragende Eisenteüe mit derartigem Beton in Berührung

kommen oder Menschen von herabfallendem Putzmörtel getroffen

werden können, ausgeschlossen ist.

An den Herrn Polizeipräsidenten hier.

Abschrift erhalten Ew. . . . zur Kenntnisnahme und weiteren

Mitteilung an die beteiligten Baubeamten und die iu Betracht

kommenden Polizeibehörden.

Der Minister der Öffentlichen Arbeiten.

In Vertretung

v. Coels.

An die Herren Regierungspräsidenten. — IU B. 8.60.

Preufltn.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht, die Erlaubnis

zur Anlegung "verliehener nichipreußischer Orden zu erteilen,

und zwar dem Wasserbauinspektor Baurat Garschina in Norden

für das Ritterkreuz II, Klasse des Königlich sächsischen Albrechts-

Ordens und dem etatmäßigen Professor an der Technischen Hochschule

in Berlin Geheimen Eegieruugsrat S)r.«=3ng, Dolezalek für

das Komturzeichen IL Klasse des Herzoglich anhaltischen Haus-Ordens

.Albrechts des Bären, ferner dem Direktor der Siemens u. Halske

Aktien-Gesellschaft Regierungsbaumeister a. D. ©r*3ng. Schwieger

in Berlin den Charakter als Geheimer Baurat und dem Direktor der

Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen Regierungsbaumeister

a. D. Wittig in Grunewald den Charakter als Baurat zu

verleihen.

Mit Allerhöchster Ermächtigung ist der Präsident der Königlichen

Eisenbabndtrektion in Königsberg i. Pr. Rimrott unter Aufhebung

seiner Versetzung nach Bromberg in gleicher Amtseigenschaft nach

Danzig versetzt.

Versetzt sind: der Geheime Baurat Borchart, bisher in Berlin,

als Oberbaurat (auftrw,) der Königlichen Eisenbahn direktion nach

Magdeburg; die Regierungs- und Bauräte Maximilian Werren, bisher

in Kattowitz, als Oberbaurat (auftrw.) der Königlichen Eisenbahnditektioa

nach Breslau, Ignaz Meyer, bisher ia KÖlo, als Oberbaurat

(auftrw.) der Königlichen Bisenbahndirektion nach Elberfeld, Maßmann,

bisher in Erfurt, als Oberbaurat (auftrw.) der Köoiglicben

Eisenbahndirektion nach Halle a. d. S., Stampfer, bisher m Efberfeld,

als Mitglied der Königlichen Eisen bahndirektion nach Köln, Emil

Ritter, bisher in Hannover, als Mitglied der Königlichen Eisenbahndirektion

nach Erfurt, Theodor Hartwig, bisher in Stettin, nach

Frankfurt a. M. zur Vertretung eines mascliiuentechnischen Mitgliedes

der Königlichen Eisenbahndirektion daBelbst, Haubitz, bisher in

Harburg, als Mitglied (auftrw.) der Königlichen Eisenbahndirektion

aach Kassel, Bergerhoff, bisher in Düsseldorf, als Mitglied (auftrw,)

des Königlichen Eisenbahn-Zentralamtes nach Berlin, Karl Müller,

bisher in Karthaus, als Mitglied (auttrw.) der Königlichen Eisenbahndirektion

nach Eaaen a. d.R, Böhme, bisher in Stettin, nach Königsberg

N.-M. als Vorstand der dorthin verlegten bisherigen Eisenbahnbetriebsinspektion

2 in Stettin, Ernst Schnitze, bisher in Magdeburg,

nach flelmstedt als Vorstand der daselbst neu errichteten Eisenbahn-

Mitteilungm

betiiebsinspektioD, Genz, bisher in Frankfurt a. d. 0., als Vorstand der

Eisenbahnbetriebsinspektion 3 nach Breslau, Schürmanu, bisher in

Glogau, als Vorstand der Eisenbahnbetriebsinspektion 5 nach Magdeburg,

Bibel, bisher in Erfurt, nach Stargard i.P. als Vorstand einer

bei der Eisenbahnhauptwerkstätte daselbst neu errichteten Werkstätteninspektion

und Bredemeyer, bisher in Posen, als Vorstand

der Eisenbahnwerkstätteninspektioa nach Erfurt; — die Eisenbahndirektoren

Martiny, bisher in Essena. d. R., als Mitglied der Königlichem

Eisenbahndirektiou nach Berlin und Essen, bisher in

Eisenach, als Mitglied (auftrw.) der Königlichen Eisenbahndirektion

nach Kattowitz;— die Eisenbahn-Bau- und Betriebsinspektoren Georg

Herzog, bisher iu Glogau, als Mitglied (auftrw.) der Königlichen

Eisenbahndirektion nach Posen, Robert Müller, bisher in Küstrin,

als Mitglied (auftrw.) der Königlichen Eisen,bahndirektion nach Bromberg,

Merling, bisher in Hamburg, als Mitglied (auftrw,) der Königlichen

Eisen bahndirektion nach Aitona,Riem an n, bisher inNordhausen,

als Mitglied (auftrw.) der Königlichen Eisenbahndirektion nach Hannover,

Gutjabr, bisher in Bochum, als Vorstand der Eisenbahnbetriebsiaapektioü

3 nach Osnabrück, Sittard, bisher in Hoyerswerda, als

Vorstand der Eisenbahnbetriebsinspektion 1 nach Glogau, Hülaüer,

bisher in Rastenburg, nach Königsberg i. Pr. als Vorstand der von

Rastenburg dorthin verlegten Eisenbahnbetriebsinspektion (Königsberg

i. Pr. 3), Marutzky, bisher in Bebra, als Vorstand der Eisenbahnbetriebsinspektion

nach Kiiatrin, Wilde, bisher in Wetzlar, nach

Löwenberg i, Schi, als Vorstand (auftrw.) der daselbst neu errichteten

Eisenbahnbetriebsinspektion, Karl Meyer, bisher in Köln, als Vorstand

(auftrw.) der Eisen baanbetriebsinspektion nach Bochum,

Senst, bisher iu Altona, als Vorstand (auftrw.) der Eisenbahnbetriebsinspebtion

2 nach Hamburg, Arnold Eggers, bisher in Finsterwalde,

nach Lyck als Vorstand (auftrw.) der daselbst neu errichteten Eisenbahnbetriebsinspektion

2, Klotz, bisher in Daun, als Vorstand

(auftrw.) der Eisen bahn betriebsinapektioa 1 nach Tilsit, Ernst Ritter,

bisher ia Kottbus, als Vorstand (auftrw.) der Eisenbahnbetriebsinspektion

nach Hoyerswerda, Loewel, bisher in Gersweiler, als

Vorstand (auftrw.) der Eisenbahnbetriebsinspektion nach Eisenach,

Holtermann, bisher in Freudenberg, nach Salzungen als Vorstand

(auftrw.) der daselbst neu errichteten Bisenbahnbetriebainspektion,

Wilke, bisher in Bochum, nach Langendreer unter Belassung in

seiner Stellung als Vorstand der dorthin verlegten Eisenbahnbauabteilung,

Emil Meier, bisher in Stargard LP., zur Königlichen

Eisenbahndirektion nach Hannover, Voigt, bisher in Frankfurt a. M.,

zur Eisenbahnbetriebsinspektion nach Wetzlar, Lodemaon,

bisher in BrombeTg, nach Obornik als Vorstand der daselbst

neu errichteten Eisenbahnbauabteilung, Karl Wendt, bisher in

Neuerburg, zur Königlichen Eiaeabahndirektion nach St. Jobann-

SaÄrbrücken, Senffleben, bisher in Magdeburg, nach Finsterwalde

als Vorstand der daselbst zu errichtenden Eisenbahnbauabteüung,

Friedrich Meyer, bisher in Prenzlau, zur ßisenb ahn betriebsinspektion 2

nach Königsberg i. Pr., Lichtenfels, bisher in Trier, als Vorstand

der Eisenbabobauabteilung nach Daun und Hampke, bisher in

Altona, nach Rendsburg als Vorstand der daselbst neu errichteten

Eisenbahnbauabteüung; der Großherzoglicb hessische Eisen bahn-Bauund

Betriebsinspektor Plagge, bisher in Koblenz, als Vorstand

(auftrw.) der Eiseababubetriebsinspektion 1 nach Nordhausen; —die

Eisen bahn bauin spektoren Tooren, bisher in Aachen, als Abnahmebeamter

nach Dortmund, Althüser, bisher in Frankfurt a, M., nach

Dortmund als Vorstand der daselbst neu errichteten Eisenbahnmaschiüeninspektion

2, Blindow, bisher in Ponarth, nach Salbke

als Vorstand einer bei der Eisenbabnhauptwerkstätte daselbst neu

errichteten Werkstätten Inspektion, Blubm, bisher in Opladen, als

Vorstand der Eisen bah nmaschineninspektion nach Düsseldorf, Ludwig

Hellmann, bisher in Witten, ah Vorstand einer Werkstätteniospektion

bei der EHaeubahnhauptwerksta'tte nach Kassel, Kleimenhagen,

bisher in Kassel, als Vorstand der Eisen bahnmaschineninspektion nach

Harburg, Maximilian Oiedrich, bisher in Altena* nach Duisburg als


194 Zentralblatt der Bauverwaltung. 4. April 1908.

Vorstand der daselbst neu errichteten Eisenbabnmascbineninspektion 3,

Höfi öphoff, bisher in Elremen, als Vorstand der Riseababnmascliineniospektion

nach Hamburg, Ihlow, bisheriu Osnabrück, als Vorstand

der Eisenbahnmaschineninspektion 2 nach Bremen, Friedrich Müller,

bisher in Paderborn, als Vorstand der EisenbabnmaschioenInspektion 2

nach Stettin, Oskar Mayer, bisher in Kassel, als Vorstand (auftrw.)

eiaer Werkstätteuinspektion bei der Eisen bah nhauptwerkstätte nach

Kartbaus, Veite, bisher in Duisburg, als Vorstand (auftrw.) der

Eisenbahnmaschinen Inspektion nach Altena, Meyeringh, bisher in

Berlin, als Vorstand (auftrw.) einer Werkstätteninspektion bei der

Eisen bahnhauptwerkslätte nach W'itten a. d. R., Aug.-Wilhelm Weber,

bisher in Erfurt, nach Limburg a. d. L. als Vorstand (auftrw.) einer

bei der Eisenbahuhauptwerkstätte daselbst neu errichteten Werkst

ättenißSpektiöD, Fdchsel, bisher in Erfurt, als Vorstand (auftrw,)

einer Werkstätten Inspektion bei der Eisen bali nhauptwerkstätte nach

Opladen, v, Czarnowski, bisher in Dortmund, nach Hoyerswerda

als Vorstand (auftrw.) der daselbst neu errichteten Eisen bahn werkstätteüinspektion,

Süersen, bisher iü Berlin, als Vorstand (auftrw.)

einer Werbstätteninspektion bei der Eisenbahnhauptwerkstätte nach

Posen, Schumann, bisher in Berlin, nach Posen als Vorstand (auftrw)

einer bei der Eisenbahnhauptwerkstätte daselbst neu errichteten.

Werkstätteninspektion, Pontani, bisher in Kassel, als Vorstand

(anftrw.) einer Werkstutteninfcpektion bei der Eisenbahnhauptwerkstätte

nach Fraukfuft a. M., Reutener, bisher in Königsberg i. Pr.,

nach Trier als Vorstand (auftrw.) der daselbst neu errichteten Eisenbahnmaschineninspebtion

2, Sydow, bisher in Kattowitz, ala Vorstand

(auftrw.) der EisenbahDroaschipeniospektion nach Liegoitz,

Quelle, bisher in Kattowitz, als Vorstand (auftrw.) einer Werkstätteninspektion

bei der Eispnbahnhauptwerkstätte nach Paderborn, Bonnemann,

bisher in Dortmund, als Vorstand (auftrw.) der Eisenbahnwerkstätteniuspektion

nach Osnabrück und Brandes, bisher in

Kassel, als Vorstand (auftrw.) der Eisenbabnwerkstatteninspektion 2

nach Dannstadt, der Großberzoglieh hessische Eisenbabnbauinspektor

Wilhelm Kayser, bisher in Darmstadt, nach Worms als Vorstand

der daselbst neu errichteten Eiaenbahnmascbineninspektion

Übertragen ist: dem Geheimen Baurat Bindemann in Hannover

die Wahrnehmung der Stellung eines Oberbaurats bei der Königlichen

Eise u bah ndirektion daselbst und den Eisen bahn bauin spektoren

Linack in Breslau die Wahrnehmung der Geschäfte des Vorstandes

einer bei der Eisen bah nhauptwerkstätte 2 daselbst neu errichteten

Werbßtätteninspektion und Cornelius in Königsberg i.Pr, die Wahrnehmung

der Geschäfte des Vorstandes einer bei der Eisen bahnhauptwerkstätte

daselbst neu errichteten Werkstätteninspektion.

Der Eisenbabnbau Inspektor Israel, bisher im Bezirk der Königlichen

Eiseubahudirektion Königsberg i. Pr., ist dem Königlichen Eisenbahn

-Zentralamt mit dem Wohnsitz in Königsberg i. Pr. überwiesen.

Veriieheu ist: dem Regierungs- und Baurat Paul Krüger, Vorstand

der EisenbaharaaHCbineniaspektion 2 in Stettin, die Stelle des

Vorstandes der Eisenbahrimaschineßinspektion 1 daselbst, dem Eisenbahn-Bau-

und Betriebsinsppktor Stepbani die Stelle des Vorstandes

der Eisenbahubetriebsißspfktion 2 in Hannover und dem Großherzoglich

hessischen Eiseubahnbauinspektor Priester, Vorstand der

Eisenbabowerkstätteninspektion 2 in Darmstadt, die Stelle des Vorstandes

der Eisenbahnmascbineninspektion daselbst,

Versetzt sind: der Regierungsbaumeister des Eisenbabnbaufacbes

Horstmann, bisher in Koesfeld,in den Bezirk der Königlichen Eisenbahudirektion

in Köln; die RegieruDgsbaumeister des Maschinenbaufaches

Eckhardt, bisher in Frankfurt a. M., zum Königlichen Eisenbahn-Zentralamt

in Berlin mit dem Wohnsitz in Kassel, Bange, bisher

in Gleiwitz, zum Königlichen Eisenbahn - Zentralamt in Berlin mit

dem Wohnsitz in Duisburg, Lychenheim, bisher in Halle a. d. S.,

zum Königlichen Eisenbahn-Zentralamt in Berlin mit dem Wohnsitz

in Königsberg i.Pr., Neubert, bisher in Witten, zum Königlichen

Eisenbahn-Zentralamt nach Berlin und Hei ff, bisher in Lauban,

zum Königlichen Eisen bahn -Zentralamt in Berlin mit dem Wohnsitz

iu Erfurt sowie der Großherzoglich hessische Regierungsbaumei&ter

des Maschinenbaufaches Emil Moellar, bisher iu Erfurt, in den Bezirk

der Königlichen Eisenbahndirektion in Kassel.

Im Geschäftsbereiche der landwirtschaftlichen Verwaltung sind

versetzt worden: die Regierungabaumeister Ibrügger, bisher ausbilflsweise

im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Fürsten

beschäftigt, nach Lübben, v. Reiche von Kottbus nach Dillenburg,

Tolkmitt von Briesen nach Berlin zur aushilfsweisen Beschäftigung

im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und

Bartholdi in Köslin nach Hannover (Meliorationsbauamt).

Dem Privatdozenten aa der Technischen Hochschule in Berlin

Justizrat Dr. Paul Alexander-Katz ist das Prädikat Professor beigelegt

worden.

Der Bibliothekar an der Königlichen Universitätsbibliothek in

Göttingeo Dr. Diestel ist in gleicher Eigenschaft an die Königliche

Technische Hochschule in Hannovar versetzt worden.

Zu Regierungsbau meistern sind ernannt: die Regierungsbauführer

Johannes Ziertmann aus Spandau (flocbbaufach); — Friedrich

Beyer aus Güstrow in Mecklenburg-Schwerin und Walter Schmidt

aus Eutin (Wasser- und Straßenbaufach); — Werner Moldenhauer

aus Wittstock, Kreis Ostpriegnitz, und Friedrich Budde aus Berlin

(ßisenbahnbaufach); — Franz Laaser aus Berlin, Otto Cordsmeier

aus Laucbröden im Großherzogtum Sachsen-Weimar und Benno

Dierfeld aus Schubin (Maschinenbaufach).

Dem Regierungsbaumeister des Wasser- und Straßenbaufaches

Klemens Feldhaus in Oppeln und dem Regierungsbaumeister des

Eiseübabnbaufacbes Ludwig Brugsch in Berlin ist die nachgesuchte

Entlassung aus dem Staatsdienste erteilt worden.

Der Landesbauinspektor Max Semler in Schneidemühl ist gestorben.

Die Landmesser-Prüfung m Preußen haben im Frühjahr 1907

bestanden:

A. Bei der Prüfungs-Koimnission in Berlin: Christian Diedrich

Andersen, Erich Karl Otto Arendt, Franz Baranowski, Gustav

Georg Beyer, Oskar Hermann Paul Böhm, Otto Ernst Brandt,

Friedrich Wilhelm Ewald Brock, Wilhelm Heinrich Joseph Brockhoff,

Hans Eduard Karl Bühl, Nikolai Hertnaan Clausen, Friedrich

Wilhelm Dittrich, Karl Felix Walter Ebel, Otto Robert Hermann

Eich borst, Eduard Friedrich Bruno Werner Elten, Franz Gustav

Enders, Max Otto Hugo Erdmann, Ernst Hermaon Fehr» Ernst

Albert Bruno Fromm, Friedrich Wilhelm Gustav Otto Gebhardt,

Heinrich Dietrich Geck, Bruno Erich Gehler, Adolf Bernhard

Hermann Graf, Ernst Emil Grunwald, Karl Wilhelm Held, Kurt

Julius Henzold, Fritz Otto Christel IHntze, Julius Bruno Kurt

Hoffmann, Alfred Julius Willibald Hübaer, Gustav Julius Ihlenburg,

Georg Jakob Jacoby, Paul Hugo Jokisch, Otto August

Karl Kamolz, Rudolf Bruno Kedor, Bruno Waldemar Kindler,

Siegfried Benno KUß, Theodor Richard Rudolf Gustav Paul Knoll,

Johannes Robert Karl Koch, Artur Joseph Reinhold Kohn, Konrad

Kösters, Otto Konrad Krause, Erich Ernst Kretschmann,

Jakob Heinrich Krey, Edmund Karl Reinhard Kühn, Bruno August

Robert Lehmann, Artur Heinrich Joachim Paul Meitzner, Hugo

Otto Menzel, Otto Eduard Karl Merkisch, Gerhard Otto Mertz,

August Otto Hans. Metzner, Alois Christian Meyer, Paul Johann

Ludwig Michaelis, Walter Otto Wilhelm Neumano, Max Heinrich

Ohmke, Ernst Konrad Puls, Robert Bertold Reichardt, Louis

Rosenthal, Max Johann August Saffran, Eugen Sigismuod Kurt

Sandow, Alfred Bruno Hermann Sawallich, Oskar Johannes

Schelz, Kurt Emil Theodor Leopold Schlue, Wilhelm Karl Hermann

Scblutter, Wilhelm Friedrich Paul Schmidt, Albert Willi Kurt

Schröder, Max Reinhold Hermann Schrot er, Ernst Robert Reinhold

Hans Schultze, Ernst Emil Karl Schulz, Fritz Otto Schulze,

Christian August Julius Seyd, Friedrich Karl Seyfert, Georg

Friedrieb £arl Siede, Georg Gottlieb Simon, Otto Skwarra,

Johann Wilhelm Stockhardt, Ernst Wilhelm Heinrich Stüwe,

Otto Wilhelm Richard Ferdinand Sust, Petei Heinrich MaxTechel,

Hans Willi Kurt Theiler, Hermann Ernst Trog und Richard Julius

Otto Wen dt.

B. Bei der Prüfungs-Kommission in Bonn: Franz Wilhelm

Ahlmer, Karl Andrti, Franz Joseph Averdick, Hermann Wilhelm

Bahn, Theodor Behrens, Johann Berlage* Johannes Leopold

August Karl Bernhardt, Klemens Brand, Johann Ludwig Hermann

Alfred Breustedt, Tyark Gerhard Nikolaus Brinkama, Heinrich

Wilhelm Hermann Bruas, Peter Grethea Bußmann, Peter Heinrich

Dammann, Heinrich Florenz Ivo Dane, Paul Willi Danz, August

Hubert Dartmann, Theodor Diekmann, Anton Friedrich Theodor

Dietrich, Ferdinand Hubert Anton Dohmen, Johann Bernard

Joseph Döker, Laurenz Hubert Esser, Karl Wilhelm Ette, Karl

Friedrich Wilhelm Ewh, Adolf August Malte Frese, Johann Joseph

Fuchs, Johann Wübehn Karl Gayk, Emil Eduard Bernhard Gerke,

Friedrich Wilhelm Karl Gohring, Heinrich August Haeriag,

Johann Stephan Hagedorn, Peter Franz Hahn, Otto Paul Hark,

Christian Siegfried Theodor H ein sen, Friedrich Jakob Heinz,

Adolf Heinrieb Henning, Johann Heinrich Heuser, Emil Max

Paul Hintze, Hermann Wilhelm Oswald Jansfen, Ernst Kalthoff,

Bruno Julius Karl Heinrich Kempf, Hans Max Ernst Klautke,

Hermann Heinrieb Koch, Heinrich Friedrich Köhler, Wilhelm

Friedrich König, Gustav Rudolf Otto Max Lange, Heinrich Jakob

Robert Langschied, Heinrich Joseph Lehmacher, Alfred Lehmann r ,

Franz Walter Robert Lindner, Martin Friedrich Löschj Gustav

Adolf Männche, Emil Heinrich Marx, Gustav Ludwig Valentin

Paul Meyseu, Ferdinand Ludwig Franz MüJinig, Gottfried Heinrich

Müghe, Wilhelm Müller, Friedrich Albert Neumann, Julius

Offermann, Hermann Heinrich Gottfried Gustav Oppermann,

Max Gustav Henry Peemöller, Johannes Karl Ferdinand Rattig»


Jfr.27. Zentralblatt der Bauverwaltung. 105

Walter Riedel, Karl August Wilhelm Rohmeyer, Wilhelm Rohrs,

Karl August Hermann Otto Röser, Kurt Ernst August Koss, Albert

Joseph Julius Rössing, Karl Adolf Christian Sauerbrey, Bernhard

Franz Scheper, Wilhelm Heinrich August Schmiedeskamp,

August Karl Schneider, Wilhelm Schneider, Maximilian Hermann

Scholz, Georg Wilhelm Kurt Schott.ler, Felix Hugo Schrameyer,

Joseph Anton Schulte, Willi Schulz, Adolf Karl Julius Schulze,

Wilhelm Schuster, Max Otto Seeber, Viktor Paul Karl Heinrich

Seibert, Rudolf Gottfried Seyffert, Johannes Sobbe, Bernhard

Sprenger, Theodor Steffen, Johann Sülzen, Wilhelm Joseph

Sülzen, Georg Heinrich Paul Tillich, Fritz Wilhelm Karl Waldschmidt,

Hubert Bernhard Weitkamp gen, Volmer, Eugen

Friedrich Wellershaus, Artur Westerhoff, Louis Wickensack,

Joseph Wigge und Nathan Napoleon Wolff.

Die landmesser-Prttfnnf in Preußen haben im Herbst 1907

bestanden:

A. Bei der Prüfung Kommission in Berlin: Kurt Bruno Berkau,

Hans Max Braun, Willi Albert Theodor ßuchert, Friedrich

Wilhelm Ernst Bünger, Hans Otto Artur Fritsche, Hans Emil

Otto Hildebrand, Oskar Wilhelm Eduard Kellert, Albert Fiiti

Johannes Knorre, Karl Alexander Luschek, Wilhelm Samuel

Georg Müller, Heinrich Gustat Hermann Peters, Karl Robert

Georg Sanpalla gen. Palm und Otto Eberhard Schulte.

B. Bei der Prüfungs-Kommission in Bonn: George Friedrich

Bohöej Friedrich Wilhelm Euscher, Ernst Moritz Förster, Rudolf

Grimm, Johann Anselm Kirchberg, Friedrich Körte, Willi Hugo

Kummer, Hugo Philipp Lassetzki, Ludwig Alfons Maria Schicke],

Johann Joseph Hubert Schreinemacher, Adolf Hermana Fürchtegott

Wilhelm Schroeder und Joseph Tillmann.

Deutsches Kelch.

Militärbauverwaltung. Preußen. Seine Majestät der König

haben Allergnädigst geruht, dem Intendantur- und Baurat Geheimen

Baurat Brook von der Intendantur des VIL Armeekorps die nachgesuchte

Versetzung in den Ruhestand zu bewilligen.

Zum 1. Juli 1908 werden versetzt: der Intendantur- und Baurat

von der Intendantur des XVL Armeekorps Lehnet w zur Intendantur

des VII. Armeekorps; der Baurat MUitärbaninspektor in Berlin VI

Mecke zur Intendantur des XVL Armeekorps unter Übertragung der

Geschäfte eines Intendantur- und Baurats; der Militärbauinspektor

Borowski von der Intendantur der mil. Institute, kommandiert

als technischer Hilfsarbeiter zur Bauabteiluüg des Kriegsministermms,

in, die Vprstandsstelle des Militärbauamts Berlin VI.

Der Marinebaurat Eckhardt ist mit dem 15. April 1908 nach

Helgoland und der Marine- Maschineobaumeister Ko ellig Ton Wilhelmshaven

nach Berlin versetzt.

Bayern.

Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern

Verweser, haben sich Allergnädigst bewogen gefunden, dem Oberbaurat

bei der K. Obersten Baubehörde Ludwig Stempel die Bewilligung

zur Annahme und zum Tragen für den K. preußischen

Roten Adler-Orden III. Klasse zu erteilen, den Vorstand der Neubauinspektioa

Mübldorf Direktionsrat Friedrich Englmann zum Regierungsrat

an seinem Dienstorte, sowie die Poatassessoren L)r. Hans

Schwaighofer und August Payr in München, Alfred Cohnreich

in Nürnberg, Wilhelm Frank in Regensburg und Friedrich Maier in

Speyer zu Oberpostassessoren bei der Oberpostdirektion daselbst zu

[Alle Rechte vorbehalten.]

Ia den letzten zehn Jahren sind im Großherzogtum Hessen zahlreiche

Dienstwobngebäude für Beamte der staatlichen Forstverwaltung

geschaffen worden. Dies erfolgte in kleinerem Maße durch

Ankauf uüd zweckentsprechenden Umbau vorhandener geeigneter

Hofraiten, in den meisten Fällen jedoch wurden Neubauten errichtet.

Durch einen Mimsterialerlaß ist festgesetzt (a. a. 1904 d. BL, S. 637),

daß die Wohngebäude für die Oberförstereien zu enthalten

haben: zwei Amtsräume, sechs Wohnräume, Mädchenkammern, Badezimmer,

Küche, Waschküche, die nötigen Aborte, Keller- und Bodenräume.

Die zugehörigen Wirtschaftsgebäude solleü enthaltet!: einen

Pferdestall für zwei. Pferde nebst dem erforderlichen Futterraum, eine

Remise, ein Burschenzimmer. Die zu erbauenden Porstwarthofraiten

haben nach dem Hrlaß zu umfassen: vier Wohnräume,

Küche, Waschküche, Abort, Räucherkammer, die erforderlichen Kellerund

Bodenräume; ferner, einen RindviehstaU für zwei Stück Vieh,

Nichtamtlicher Teil.

Schriftleiter: Otto Sarrazin und Friedrich Schnitze.

Dienstwohngebäude für hessische Forstbeamte,

befördern, ferner den Regierungsrat im Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten

Friedrich S ch wen ck zur Eisenbahndirektion München,

den Regierangsrat bei der Eisenbabndirektion München Heinrich

Liederer v. Liederscron in das Staatsministerium für VerkehreangelegenheiteD,den

Direktionsassessor Friedrich Münz in Bayreuth zur

Betriebsiüspektion München II als deren Vorstand und den Direktionsassessor

bei der Eisenbabndirektiou München Anton Vorn dran zur

Bahnstation München-Hauptbahnbof in ihrer bisherigen DieDBteseigenschaft

zu versetzen sowie den Regierungsbaumeister Ludwig

Bracher ia Augsburg zum Postassessor bei der Oberpostdirektion

Augsburg zu ernennen.

Sachsen*

Seine Majestät der Köm'g haben Allergnädigst geruht, den

Regierungsbaumeister präd. Bauiaspektor Sixtus zum etatmäßigen

BauinBpektor bei der Staatseisen bahn Verwaltung sowie den Privatdozenten

®r.»3 n 8- Adolf Nägel und den außerordentlichen Professor

Ernst Lewicki an der Technischen Hochschule in Dresden

zu ordentlichen Professoren in der Mechanischen Abteilung dieser

Hochschule zu ernennen, ersteren mit dem Lehrauftrag für Kolbenmaschiüen-,

Pumpen- und Gebläsebau sowie für Konstruktion von

Gasmaschinen, letzteren für Konstruieren der Dampfkessel, Wasserkraftmaschinen

und Dampfturbinen.

Württemberg.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht, dem kulturtechnischen

Kollegialrat der Zentralstelle für die Landwirtschaft,

Abteilung für Feld berein igung, und zumaligen Vorstaod der Kulturinspektion

für den Neckarkreis Baurat JErwin Canz den Titel und

Rang eines Oberbaurats zu verleihen, auf eine erledigte technische

Kollegialratsstelle bei der Ministerialabteilung für den Straßen- und

Wasserbau den Baurat Walter Euting bei der Miuisterialabteilung

für das Hochbauwesen seinem Ansuchen entsprechend zu versetzen,

eine bei der Ministerialabteüung für den Straßen- und Wasserbau

erledigte technische Kollegialratsstelle dem Bauinspektor titulierten

Baurat Max Gugenhan bei dem hydrographischen Bureau dieser

Ministerialabteilung zu übertragen, auf die mit den Dienstrechten

eines Baurats verbundene Stelle des Vorstands der Eiaenbahobauinspektion

Reutlingen den Eisenbahnbauiospektor tit. Baurat Dufk

in Ravensburg und auf die Stelle des Eisen bahnbauiospektors in

Aalen den Abteilungsingenieur tit. Eisenbalmbauinspektor Vetter

bei dem bahn bautechnischen Bureau der Generaldirektion der Sta&tseisenbalmen

zu befördern.

Baden.

Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben Gnädigst geruht,

den Oberingeuieur der Vereinigten Maschinenfabrik Augsburg und

Maachinenbaugesellscbaft Nürnberg A.-G. in Nürnberg Haus Bonte

zum ordentlichen Professor für Maschinenbau an der Technischen

Hochschule in Karlsruhe zu erneu den.

Hessen.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst

geruht, dem Oberbaurat Kilian die Erlaubnis zur Annahme und zum

Tragen des von Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und König

von Preußeu ihm verlieheoen Roten Adler-Ordens IV. Klasse zu

erteilen und den Regieruugsbau meist et Rudolf ReuUng aus Darmstadt

zum Bauassessor unter Verleihung des Titels und Rangeß eines

Bauingpektors zu ernennen.

EIsaB-Lothring > en •

Der Wasserbau Inspektor Baurat Blum in Straßburg ist gestorben.

einen Schweinestall, einen Hühnerstall, den nötigen Raum zur Aufbewahrung

von Futtervorräten sowie Tenne, Holz- und Gerät**raum.

Im Baubezirk Alsfdd, der sich über drei Kreise der Provinz

Oberhessen erstreckt, wurden vom Jahre 1898 ab bis jetzt drei Dieostwohngebäude

nebst Wirtschaftsgebäuden für Oberförster und

22 Forstwarthofraiten erbaut und hierfür ausschließlich der Bauplatzkosten

rund 418000 Mark aufgewendet Die Oberförsterwobuung

mit Wirtschaftsgebäude uod Nebenanlagen kostete durchschnittlich

36 600 Mark, die Forstwarthofraite 14000 Mark. Hierbei igt zu herürksichtif?en,

daß sämtliche Gfbaude bei entlegenen kleineren Ortschaften

im Gebirge (Vogelsberg und b«Ksi)-cbes BervlaDd! errichtet

-wurden, nur drei Orte haben Bahnverbindung. Die Baustoffe stellten

sich dadurch recht teuer.

Nachstehend sollen einige Beispiele der ausgeführten Bauten

folgen, und zwar zunächst von den OberförsterwohnungeD.


Straße in etwa 800 m Entfernung von dem kleinen Ort Kirtorf errichtet.

Die Anordnung der Räume entspricht den Bestimmungen dos

Ministerialerlasses. Im Keller des Wohnhauses befinden sich vier

Räume. Einer von diesen, mir vom Hofe aus durch eine Basaltlavatreppe

zugänglich, dient als Waschküche, ein Senkkasten im

Fußboden vermittelt den Anschluß an die Kanalisation, Die drei

anderen Kellerräume werden auf einer vom Windfang des Erdgeschosses

aus hinabführenden, ebenfalls aus Rasaltlava hergestellten

Treppe erreicht, von einem Absatz dieser Treppe aus ist der für die

Dienstleute bestimmte Abort zugänglich. Das Erdgeschoß (Abb. 5) enthält

die Schreibstube, die einen besonderen Zugang vom Windfang

aus bat, ferner das Dienstzimmer des Oberförsters, zugleich Herrenzimmer,

dann ein größeres Wohn- und

Eßzimmer mit erhöhtem Sitz am Fenster,

Küche nebst Speisekammer und eine

geräumige Diele, von der aus eine dreiarinige

Treppe aus Kiefernholz mit

eichenen Trittstufen zum. Obergeschoß

führt. In diesem (Abb. 4) befinden sich

drei Schlafzimmer, ein Badezimmer, eine

offene Veranda, und ein Abort. Zum

Dachgeschoß führt eine ge wende! te

Ilolztreppe empor, es enthält zwei

Zimmer, einen größeren Vorplatz und

mehrere Dachkammern. Der als Trockenboden

sehr geeignete Dachrauui über

dem Kehlgebälk wird auf einer in einer

Kammer des Dachgeschosses untergebrachten

einfachen Leitertreppe erreicht.

Die Kellermauero des Wohnhauses

und die Grundmauern sind

aus Ilasaltbruchsteinen hergestellt, die

Sockelansichtsflächcn iu hammerreebt

bearbeiteten unregelmäßigen Schichten

aufgeführt. Die Kellerräume haben einen

Fußbodenbelag von Beton mit Zeinentestrich

erhalten, die Kellerdecke wurde

aus Backstein kappen zwischen eisernen

Trägern gebildet. Die Mauern des Erdgeschosses

und die inneren Tragwfinde

des Obergeschosses bestehen aus hartgebrannten

Backsteinen, die Zwischenwände

aus Kiefernholzfach werk mit Tuffstein

ausmauerung. Die Außenseiten des Erdgeschosses und des

Haupttreppenhauses haben einen rauhen Naturputz erhalten, die

Fensterumrahmungen wurden aus rotem Sandstein ausgeführt. Die

Außenwände des Obergeschosses und die Giebel bestehen aus Kiefernholzfachwerk

mit einer 1 Stein starker Aus- bezw. Hinterm au erung,

das Fachwerk ist zum Teil sichtbar mit verputzten Feldern, zum

Teil verdeckt durch Ölfarben gestrichene Schindelung, Die Decken

über den Geschossen bestehen aus Tannenholzbalken, zwischen welchen

die Einschubdecken mit Strohlehmschlag eingelegt sind. Nur der

Verandafußboden ist in Beton zwischen Eisenträgern ausgeführt, er

hat einen Terrazzoestrich erhalten. Ober- und Dachgeschoß kragea

je etwas über die darunter liegenden Geschosse vor. Die Übergänge

sind durch Eichenholzgesimse vermittelt. Das Dach, ist mit

überfalzten Tannenriemen verschalt und mit Schiefer nach deutscher

Art gedeckt; sämtliche Traufseiten erhielten Zinkkandeln, deren Ab-


Mr. 27. Zentralblatt der Bauverwaltung. 197

fallrohre an die Kanalisation angeschlossen sind. Die Holzund

Metallteile der Außenseiten -wurden mit Ölfarbe gestrichen.

Das Gebäude hat einen Blitzableiter erhalten, als

besonderer Schmuck dient ein

großer, aus Eisen gegossener

Hirschtopf auf dem Südostgiebel.

Die Geschoßhöhen, im

Gnabgarten

Abb. 7.

Wirtschaftsgebäu de.

StP. V. Grebenau n Udenhausen

B Düngergrube.

Abb. 8. Lageplan,

Ab.!

Abb. 9. Erdgeschoß.

Abb. 10. Obergeschoß.

Abb. 7 bis 12. Oberförsterei ftrebenau.

lichten gemessen, sind: Keller 2,1m, Erdgeschoß

3,2 m, Obergeschoß 3,05 m, Dachgeschoß

2,85 m.

Der innere Ausbau ist einfach und gediegen

gehalten. Die Fenster sind aus

Eichenholz, Beschlag Espagnolettestangen

mit schwarz gebranntem schmiedeeisernen

Ruder. } die vor den meisten Fenstern augebrachten

Klappläden bestehen aus Kiefernholz.

Die Fußböden erhielten im Erd- und

Obergeschoß einen Pitchpine - Riemenbelag,

im Dachgeschoß einen Belag aus deutschen

Tannenriemen. Türen, Brüstungen, Sockel

sind durchweg in astreinem Kiefernholz ausgeführt,

das lasiert und lackiert wurde. Die

Türen haben schmiedeeiserne, schwarz gebräunte

Beschläge, Decken und Wände sind

überall glatt verputzt, die Decken abgeweißt,

die Wände in den Zimmern tapeziert, auf

Vorplätzen, Aborten usw. mit Iadurinfarbe

gestrichen. Das Badezimmer hat einen ölfarbenaastrich

erhalten. Die beiden Aborte

sind mit Wasserspülung versahen, die Abwässer

gelangen in die geräumige Abortgrube.

Zur Beheizung der Räume dienen

Dauerbrandöfen irischer Bauart und .Füllöfen

Ḋas Wirtschaftsgebäude hat einen

Sockel aus Basaltbruchsteinen, die Mauern

des Erdgeschosses bestehen aus Backsteinen,

die des Obergeschosses aus Kiefernholzfach -

werk mit Backateinausmauerung. Die Außenseiten

des Eidgeschosses sind verputzt, die

überkragenden, durch ein Bicbenholzgesims nach unten abgeschlossenen

Außenseiten des Obergeschosses geschindelt. Das Dach ist verschalt

und mit Schiefer gedeckt, auch hier wird das Regenwasser durch

Kandelu und Abfallrohre aus Zink dem Kanal zugeführt. Das Gebäude

enthält im Erdgeschoß (Abb. 3) einen 3,2 Hl im lichten hohen

Pferdestall mit gepflastertem Fußboden, die Decke besteht aus Backsteinkappen

zwischen Eisenträgern. Decke und Wände sind

glatt geputzt und abgeweißt. Die Fenster sind aus Eisen, an Einriehtungsgegeoständen

sind vorhanden: zwei gußeiserne Füttertische

mit Raufe und ein Lattierbaum. Die Jauche fließt in einen Senkkasten

und Ton da in den Kanal. Das Erdgeschoß enthält ferner

noch eine Remise und einen Kaum zur Aufbewahrung von Brennholz,

die Fußböden bestehen hier aus Beton mit Zementestrich, die

Decken sind Holzbalkendecken mit Einseh üb, Decken und Wände

Abb. 11. Hofseite.

Abb. 12. Straßenseite.

sind rauh verputzt. Das Obergeschoß des Gebäudes wird auf einer

Treppe aus Kiefernholz erstiegen, es enthält über dem Pferdestall

eine einfach ausgebaute Kutscherstube, ferner einen Futterboden mit

rauhem Tanuenrieraenbelag und auf dem Vorplatz eine größere

Haferkiste. Die zum Wirtschaftsgebäude gehörige Dungstätte befindet

sich in dessen nächster Nähe vor dem südlichen Giebel, sie ist mit

Bruchstein mauern eingefaßt und rauh gepflastert.

Die Anordnung der Gebäude auf dem Grundstück und die ganze

Platzgestaltung (Abb. G) wurde wesentlich bedingt durch das ziemlich

starke Gefälle des Geländes in nördlicher Richtung. .Der Hof wurde

eben gelegt } er liegt etwa 1,5 m höher als der nördlich anstoßende Ziergarten

und ist von diesem durch eine aus Basaltbruchsteinen aufgeführte

Stützmauer abgeschlossen. Diese Mauer führt vom Wohnbis

zum Wirtschaftsgebäude, sie hat beim Brunnen einen Durch-


198 Zentralblatt der Bauverwaltung. 4. April

gang mit gemauerter Treppe vom Hof nach dem Garten herab. Der

Nutzgarten liegt hinter dem Wirtschaftsgebäude, Hof, Zufahrt und

Gartenwege sind cbaussiert, der Zugang vom Hoftor zum Eingang

des Wohnhauses ist gepflastert. Das ganze Anwesen ist eingefriedigt.

AD der Straße entlaug zieht eine niedrige Sockelmauer

aus Basaltbruchsteinen mit Mauerpfeilern aus gleichem Stein, die

das "weißgestrichene Lattenspalier tragen. Auch ein Teil der südlichen

Grenze weist eine ähnliche Einfriedigung auf, an Stelle der

Mauerpfeiler tragen bier eingemauerte Eisenträger den Lattenzaun.

Die übrigen Teile der Grenze sind mit einem einfachen Zaun versehen

aus uaeotrindeten Eichenholzpfosten mit Leithölzern und

Spriegeln aus unentrindetem Fichtenholz.

Die Wasserversorgung -wird bewirkt durch einen 16 m tiefen,

gegrabenen Brunnen im Hofe. Der Brunnen ist mit 80 cm weiten

Zeraentrohren ausgestellt und mit einer für Handbetrieb eingerichteten

Druckpumpe versehen, die Pumpe drückt das Wasser in einen im

Dachstock des Wohnhauses aufgestellten Behälter aus verzinktem

Eisenblech j von diesem Behälter aus erfolgt die Verteilung des Wassers

im Hause in üblicher Weise. Sämtliche Tage- und Abwässer mit

Ausnahme der der Aborte werden durch eine Tonrohrleitung abgeführt,

der Kanal mündet im weiteren Verlauf in einen offenen Graben

aus, der zur Berieselung von Wiesen dient*

Die Baukosten des ganzen Anwesens betrugen ausschließlich des

Bauplatzes rund 38600 Mark. Hiervon entfallen auf das Wohnbaus

2_6100 Mark, auf das Wirtschaftsgebäude rund 6000 Mark, auf die

Nebenanlagen (Verebnung der Baustelle, Pflaster und Chaussieruog,

Gruben, Einfriedigung, Brunnen, Entwässerung) rund 6500 Mark. Das

Quadratmeter bebaute Fläche kostete beim Wohnhaus 174 Mark,

beim Wirtschaftsgebäude 81,5 Mark; das Kubikmeter umbauter Kaum

stellte sich beim Wohnhaus (vom Kellerfußboden bis Kehlgebälk

gerechnet) auf 14,40 Mark, beim Wirtschaftsgebäude (Stallfußboden bis

Kehlgebälk) auf 13 Mark. Ausgeführt wurde der Neubau von April 1904

bis Juli 1905. Die Aufstellung des Entwurfs erfolgte durch das bautechnische

Bureau des Finanzministeriums in Darmstadt.

2. Die tlrofih. Oberförster«! «rcbcnau. (Abb. 7 bis 12).

Für diesen Neubau stand ein prächtig, unmittelbar vor dem kleinen

Städtchen Grebenau gelegener, dem Staate gehöriger Platz (Abb. 8) zur

Verfügung. Die Anordnung der Räume (Abb. 9 u. 10) und die Art der

Ausführung des Wohnhauses entspricht so ziemlich dem vorbeschriebenen

Neubau; der Keller wird hier von der Diele und

der Abort des Erdgeschosses vom Windfang aus erreicht, das Kellermauerwerk

ist, wie in Grebenau üblich, aus Saudsteinbruchsteinen

ausgeführt. Auch das Wirtschaftsgebäude (Abb. 7) unterscheidet sich

"wenig von demjenigen der Kirtorfer Oberförsterhofraite, nur ist hier

der Sockel aus SandsteinbruchsteineD, die Verkleidung der Außenflächen

des Dachstocks aus rauhen karboline um gestrichenen Tannen-

Tiemen hergestellt. Der Hof liegt etwa 1 m höher als die Straße,

er ist von dem nördlich anstoßenden Ziergarten durch eine Mauer

aus Sandsteinbruchsteinen abgeschlossen. Der Nutzgarten befindet

sich hinter dem Wirtschaftsgebäude. Die Nebenanlagen entsprechen

im allgemeinen denjenigen der Oberförsterhofraite in Kirtoif, Sockel

und Mauerpfeiler der Einfriedigung an der Straße sind hier aus

Sandsteinbruchsteinen ausgeführt, das Spalier zwischen den Pfeilern

aus unentrindetem Fichtenholz.

Die Baukosten betrugen insgesamt rund 33 400 Mark; auf das

Wohnhaus entfallen 23400 Mark, auf das Wirtschaftsgebäude

4800 Mark, auf die Nebenaalagen 5200 Mark. Das Quadratmeter bebauter

Fläche kam beim Wohnhaus auf 160,5 Mark, beim Wirtschaftsgebäude

auf 66,4 Mark, das Kubikmeter umbauter Raum

kostete beim Wohnhaus 14,3 Mark, beim Wirtschaftsgebäude

11,2 Mark. Entworfen wurden die Gebäude ebenfalls durch das bautechnische

Bureau des Finanzministeriums; die Ausführung erfolgte in

der Zeit vom Mai 1904 bis zum August 1905. (Schluß folgt.)

Gleislage In Kurven.

In verschiedenen Zeitschriften ist wiederholt auf die Notwendigkeit

hingewiesen worden, die Gteislage in den Kurven einer fortgesetzten

eingebenden Beobachtung zu unterziehen. Es genügt nicht

mehr, durch den Augenschein sich von einer guten Gleislage zu überzeugen,

durch Befahren etwaige gefährliche Stellen zu ermitteln, oder

durch stichweises Nachmessen die Uagefährlichkeit der bestehenden

Zustände nachzuweisen. Bei der immer mehr sich steigernden Geschwindigkeit

der Züge, bei ihrer größeren Schwere ist es für den

aufsichtführ enden Beamten erforderlich, daß er sich ein klares Bild

über die Veränderungen macht, welche durch den Betrieb veranlaßt

werden. Namentlich wird es seine Pflicht seio, die Übergänge zwischen

den verschiedenen Neigungen, sowie die stark gekrümmten Kurven

eingehend zu beobachten.

Diese Untersuchungen sind in doppelter Beziehung vorzunehmen.

Einmal ist durch Nachmessen zu prüfen, wie weit die Gleise den

gestellten Anforderungen an ihre Betriebsicherheit genügen, dann

ist ferner zu ermitteln, wie lange sie in diesem Zustand bei bestimmter

Stopfarbeit und bestimmtem Bettungsstoff verbleiben. Messungen

und zahlenmäßige Aufechreibungeu geben zwar einen Anhalt zur

Beurteilung dieser Fragen, sind aber keine Darstellung der bestehenden

Zustände. Alle Zahlen haben das Nachteilige an sich, daß sie als

Einzelgrößen zum Bewußtsein gelangen, und daher lassen Zahlenreihen

nicht leicht einen gesetzmäßigen Zusammenhang erkennen. Es ist

daber vorteilhaft Aufzeichnungen anzuwenden, wenn man nicht klar

in die Augen fallende Gesetzmäßigkeiten nachweisen will. Geht man

von diesem Gedankengang aus, so wird man die wirklich an jeder

Stelle einer Kurve vorhandenen Krümmungen den an dieser Stelle

vorhandenen Überhöhungen und Spurerweiterungen gegenüberstellen

müssen, wenn man Beziehungen zwischeu ihnen ermitteln will. Nur

ein Vergleich dieser Größen wird den Sicherbeitsgrad erkennen

lassen, indem sich durch ihn ergibt, ob den in Wirklichkeit stärker

gekrümmten Kurven auch die größere Überhöhung und die größere

Spurerweiterung entspricht.

Aus dieser Betrachtungsweise heraus sind die gezeichneten Austragungen

entstanden. Als Maß für die Krümmung läßt sich in einfacher

Weise die Pfeilhöhe über gleichen Sehnen benutzen. Teilt man

eine Kurve fortlaufend tu Längen von 15 ta 7 mißt man die Pfeilhöhen

über diesen Sehnen und trägt man diese nach einander senkrecht

auf einer Geraden in einer Entfernung von 15 m nach einem gewählten

Maßstab auf, so werden die Endpunkte dieser Senkrechten in einer

zur Grundlinie gleichlaufenden Geraden liegen, wenn die Krümmung

gleichmäßig ist. . In Abb. 2 ist dies geschehen. Es sind die wirklichen

Pfeil höhen von Sehnen mit einer Länge von 15 m gemessen

und aufgetragen. Die an denselben Stellen gemessenen Spurerweiterungen

$ sind nach unten geft&chnet. Es ergaben sich die

schwarzen gebrochenen Linien nach der wirklichen Aufmessung,

während die schwarzen geraden Linien (mit 400 m R bezeichnet) die

Begrenzungen bei bestimmungsgemäßer Ausführung zeigen. In Abb. 1

sind dann die den Punkten 1' 2' 3' usw. entsprechenden Überhöhungen

in den Punkten 1, 2, 3, 4 usw. aufgetragen.

Bemerkenswert ist die Stelle 24. Dort ist eine Pfeilhöhe vorhanden;

die einem Balbinesser von 260 m eatspricht. Diese Krümmung

geht dann iu eine Kurve von etwa 550 m Halbmesser über. Veranlaßt

wird diese starke Krümmung dadurch, daß das gemessene

Gleis unterführt wird und die Krümmung durch die Widerlagsmauera

der Unterführung festgelegt ist. Aus dieser Betrachtung ergibt sich,

wie wichtig eine sorgfältige Abnahme bei Neubauten ist, da sich die

einmal vorhandenen Verbältnisse später schwer ändern lassen.

Eine weitere Beobachtung an den übrigen Punkten ist die geringe,

einem Halbmesser von 500 m entsprechende Überhöhung, sowie anderseits

die größere, einem kleineren Halbmesser entsprechende SpurerweiteruDg,

während die Krümmung bedeutenden Schwankungen

von 325 bis 500 m Halbmesser unterworfen ist Die Gefährlichkeit

dieser Erscheinungen zusammengenommen, bedarf wohl keiner näheren

Erläuterung. Die nicht notwendige Spurer Weiterung gestattet den

Fahrzeugen von der zwangsweiseu Bewegung abzuweichen, die geringe

Überhöhung bringt eine ungünstige Beanspruchung der Gleise hervor;

die Schwankungen der Krümmungshalbmesser erleichtern ein Aufsteigen

derder. Dies sind gefährliche Zustände, die der aufsichtführende

Beamte zu beseitigen suchen muß. Er wird bestrebt sein,

den durch die graden ausgezogenen Linien gekennzeichneten Zustand

herstellen zu lassen und dauernd zu erhalten. Mit welchen Mitteln

er am längsten und am billigsten dieses Ziel erreicht, das wird die

Frage sein, deren Beantwortung für. ihn von großer Wichtigkeit iBt.

Auch zur Lösung dieser Aufgabe können die zeichnerischen Auftragungen

von Nutzen sein. Nimmt man au, daß durch Stopfarbeit

die Gleise in die richtige, durch 400 m R gekennzeichnete Lage

gebracht sind, mißt man dann nach einem bestimmten Zeitraum,, "wie

zuerst angedeutet, die jetzt veränderten Pfeilhöhen, Überhöhungen

und SpurerWeiterungen,. trägt man sie an den betreffenden Stellen

auf, so werden die zwischen dieser und der gebrochenen Linie

vorhandenen Flächen einen Vergleichsmaßstab für die Umänderuagsarbeit

abgeben» wenn man diese Auftragungen in gleichen Zeiträumen,

also bei Belastung durch gleiche rollende Lasten vornimmt Die

Vergleichung der Flächen gibt demnach einen Anhalt für die möglichst

günstige Ausführung der Kurve.

Bei günstiger Gestaltung des Planums, zweckmäßiger Unterbettung,

für den Zugverkehr günstiger Überhöhung und der Beanspruchung

entsprechender Schwellenlage, sowie bei richtiger "Wahl

der Schwellen (hölzerne oder eiserne) wird die Veränderungsfläche

am kleinsten werden. Dies Ziel kann erreicht werden, indem man

den Einfluß jedes einzelnen der obengenannten Ursachen dadurch


Nr. 27. Zentralblatt der Bauverwaltung. 199

SOOmR _

SSSR

i'sb St *)k ne ? j, ra ig • h

«f«

1 2 ) V S S 7 J f ff ff *2 fJ ff ff # -w fl *f tO 2t 22 23 2t 2S £6 ZT It 20 M 3t JZ Ji J* JJ Jf JT Ji Jf W V « « W W W ff *t VS Sä Jf Jl S3 Sf

Abb. 1.

350m A

„250m R

_SöömR

¥SOm/f

550

£00

J-.

^ /K

Z7i

\

3S0mR

?OOmR

tSÖrnft

s 'ter

'5, wt, i J ?/h •er iä,

:B

Abb. 2.

Darstellungen der Überhöhungen, Stichhöhen und Spurerweiterungen.

ermittelt, daß man die übrigen unterändert läßt und die AbweichuDgen

beobachtet, die durch die Umgestaltung der einen hervorgerufen

werden. Auf diese Weise läßt sich die zweckmäßigste Bottung,

die günstigste Gestaltung des Pl&nums, die günstigste Überhöhung

finden. In dieser Beziehung eingehende Beobachtungen zu machen

und übersichtlich zusammenzustellen ist aber von großer Wichtigkeit,

da durch sie sich feststellen läßt, in welcher Weise der Betrieb

sicher und die Unterhaltung billig wird.

In letzterer Hinsicht wird nur eine örtliche Lösung möglich sein,

da die Kosten für die Zufuhr des Bettungsstoffes eine große Rolle

spielen. Wöfde die Zufuhr durch die Direktion geregelt, so könnten

die entstehenden Kosten leicht ermittelt werden. Dies hätte außerdem

den Vorteil, daß die Züge als Bedarfszüge im Fahrplan vorgesehen

werden könnteo, also von der Gewinnungsstelle sofort nach

einer anderen Inspektion geleitet werden könnten, wenn Hinderungen

bei der bisherigen Lieferstelle einträten. So würde die Ausnutzung

der Wagen eine bessere werden. Der Inspektionsbezirk ist zu klein,

um für plötzlich auftretende Störungen einen güostigen Ausgleich

zu ermöglichen. Wie dem auch sei, ob man sich diesen letzten

Betrachtungen anschließt oder nicht, jedenfalls werden die zeichnerischen

Auftragungen, welche sich in kurzer Zeit Tom Bahnmeister

in natürlicher Größe bewirken lassen, ein bequemes Hilfsmittel für

den In spektions vorstand zur Überwachung der Gleis Unterhaltung sein.

Krotoschiß.

Roth.

In dem Wettbewerb zur Erlangung Ton Yorbildern für einen

Bebauungsplan im Gutsbezirk Stolpe bei Berlin (Jahrg. 1907 d. Bl.,

S. 607) wurde zuerkannt: der erste Preis dem Entwurf „Freiluft" der

Professoren F. Genzmer u. J. Brix in Charlottenburg, der zweite

Preis dem Entwurf „März", Verfasser 0. Borkowsky u. 0. Meffert

in Barmen, der dritte Preis dem Entwurf „Dorf-Aue" der Professoren

F. Genzmer u. J. Brix in Charlottenburg, der vierte Preis dem

Entwurf „Vivat Neu-Stolpe" des Professors S)r.»3"9* Henrici in

Aachen, Zum Ankauf bestimmt sind die Entwürfe „Nur nicht

stolpern" von Ingenieur Rob. Busse u. Architekt Roensch,

Friedeoau - Charlotten bürg und „Charakter* von Architekt Hermann

Jansen in Berlin, „Natalie" YOU Regierungsbaumeister Denzel in

Berlin und „Sanitäres und dekoratives Grün" von Willi Günther ia

Leipzig-Plagwitz. Weitere Ankäufe sind vorbehalten. Die Ausstellung

der eingegangenen 98 Entwürfe flndet bis 15, April einschließlich

von 10 bis 4 Uhr Potsdamer Straße 4 in Berlin W. statt.

Zu «lein Wettbewerb um Entwürfe für eine Mädchenmlttelschule

in Bielefeld (S. 40 u. 47 d. J.) sind rechtzeitig 54 Entwürfe eingegangen.

Mit Rücksicht darauf, daß keiner der eingereichten Eotwürfe eine ein*

wandfreie Lösung der Aufgabe daTstelltj bat das Preisgericht einstimmig

beschlossen, an Stelle der ausgesetzten Preise je drei gleiche

Preise von 1000 Mark zuzuerkennen den Entwürfen: des Architekten

Dipt.-Iag. Oldemeier in Bielefeld, des Architekten Ernst Brandt

in Stuttgart, des Architekten Heinrich Eichel in Kassel. Ferner

wurden angekauft die Entwürfe des Staatlichen Baumeisters Fritsche

iu Bremen und des Architekten Dipl.-Ing. Landauer in Augsburg^

z. Z. in Frankfurt a. M. Die Entwürfe sind vtn Bielefelder Rathaus

bis einschließlich 12. April, Wochentags von 19


200 Zentralblatt der Bauverwaltung. 4. April 1908.

J-)

d- '

c

c

a-

—J

/

\ P

Wh

beim Hochziehen des

Eohres a den Betonpfahl

i festzuhalten

und gleichzeitig noch

zusammenzupressen,

•wird ein Gestänge A in

das Rohr « eingesetzt,

das mit seinem Fuß *

auf dem Beton ruht

und oben ein Querhaupt

k trägt> über

dessen Kolleü j die

Zugseile oder Ketten d

geführt sind, bevor sie

nach der Winde n gelangen.

Itn vorliegenden

Falle siad zwei

Zugseile d vorgesehen,

die sich über einer

Ausgleichrolle l vereinigen

oder an den

Enden eines doppelannigen

Hebels angreifen.

An der Rolle l

ist ferner ein Flaschenzug

m befestigt, dessen

laufendes Ende Ton

der Winde n eingeholt

wird (Abb. 2). Beiden

in Abb. 1 u. 2 dargestellten

Ausfuhrungsfonnen des Rammgeriistes ist das Querhaupt fc

ebenfalls in den T-Eisen g geführt, Abb. 3 zeigt eiue abweichende Anordnung,

bei der das Gestänge h in dem oberen Teil des Vortreibpfahles

durch einen umgelegten Bund o geführt wird. Das Gestänge kann aus

Rohr hergestellt und bei schwächeren Betonpfählen so stark gewählt

werden, daß es an der Innenseite des Vortreibpfables anliegt, um

eine Führung in ganzer Länge zu erhalten. Die Rollen j können

auch am Kopf des Rammbären p angebracht werden (Abb. 4), der

dann an die Stelle des Querhauptes k tritt und in geeigneter Art

mit dem Gestäoge A verbunden wird.

Verbindung für Zeinentrohre mit Fuß, bei welchen an beiden

Stirnseiten ringsherum laufende, beim Zusammenschieben der Bohre

einen geschlossenen Hohlraum bildende Rinnen vorgesehen sind.

D.R.-P. 188 179. Zementwarenfabrik Fritzlar Bechtel u. Biedendorf,

G. m. b. Tl. in Fritzlar. — Die Erfindung verfolgt den Zweck,

das nachträgliche Durchbiegen von Zementrohren der oben bezeichneten

Art bei ihrem Verlegen in feuchtem und schlammigem

Boden, sowie ein Uadichtwerden an den Stoßstellen dieser Rohre

besonders am

Rohrfuße wirksam

zu vermeiden.

Zur Erreichung

dieses

Zweckes istjedes

Rohr a in bekannter

Weise

an semer

fläche mit einer rings

umlaufenden Rille & zur

Aufnahme des Dichtungastoffes

versehen, wodurch

beim Zusammenlegen

zweier Rohre an deren

Stoßfläche ein Hohlraum

entsteht, der an der oberen

Rohrseite zum Einfüllen

des Dichtungsstoffes

mit einem kurzen Kanal c

Abb. 3. Abb, 4,

Abb. 3.

in Verbinduog steht. Bei Rohren von großem Durchmesser oder bei

Anwendung eines schnell erstarrenden Dichtuogsstoffea kann ein Kanäle

auch noch an den Seiten der Rohre angeordnet werden. Gemäß der

Erfindung hat nun die Rille & nicht überall gleichen Querschnitt,

sondern im Kohrfuß eine Verbreiterung erhalten (Abb, 3), um durch den

größeren Querschnitt des Verbindungskörpera nicht nur die Dichtig*

keit der Rohrleitung zu erhöhen, sondern auch ein möglichst großes

Widerstaiidsmoweitt gegen Durchbiegen der Rohre bei EjBsenkuugen

zu erzeugen. Zur Verstärkung dieser Wirkung dienen Unterlagen e

an den Stoßstellen der Rohre, die außerdem an diesen Stellen mit

Vorsprüngen d zu besserem Zusammenpassen versehen sind. Die mit

derartigen Zementrohren bezüglich ihrer Dichtigkeit und Festigkeit

angestellten Versuche sollen bei Verwendung von Asphaltkitt als in

die Rille 6 einzugießendes Dichtung«- und Bindemittel die günstigsten

Ergebnisse gehabt haben.

Verbrennung 8 »* 0 " für Kleinbetrieb mit Gaftfenerun?* D. R.-G.-M.

285090 vom U.Juli 1906, J. Keidel u. Ko.

in Potsdam. — Der Ofen soll dazu dienen,

in Krankenhäusern, klinische Abfallstoffe

mit Gas zu verbrenne», Die Abfallstoffe

werden durch die Tür 2 in den gußeisernen

Trichter 3 geworfen, und dann wird

das Gas an dem ringförmigen Brenner 4

durch die Tür 5 hindurch entzündet. Das

ßohr 1 leitet die Abgase in einen Schornstein.

Wie uns die Firma mitteilt, verbrannten

bei Versuchen in der Königlichen

Charite, Berlin 55 kg Abfallstoffe in

drei Stunden bei 3 cbm Gasverbrauch.

Dachlattenhalter für eiserne ßachspftireu, bestehend aus gebogenem

Flacbeisen mit Gewindeteil und Mutterschraube

und ausgebauenen Hakenzähnen.

D, R.-G--M. 291910 vom 24. September 1906,

Christoph Kohlstedt in Berlin, Wartenburgstraße

16 a. — um hölzerne Dachl&tten 3 in einfacher

uod sicherer Weise auf L-Eisensparren 4

zu befestigen, dient der Halter 1 mit Mutterschraube

5 und Ilakenzähnen 2.

Bficherschan.

Blssnla redlTira. Heitere Bilder aus den römisch-deutschen

Grenzenden. Von Paul Rowald. Dresden 1907. E. Piersons Verlag.

IV u. 76 S. in kl, 8*. Geh. Preis 1,50 Jt.

Im letzten Viertel des vierten Jahrhunderts nach Christi Geburt

begegnet uns das Bild eines alemannischen Mädchens mit dem Namen

ApolUmia Victorina Bissula. Vom Abendrot der sinkenden Sonne

des römischen Weltreiches bestrahlt, erscheint das von dem römischen

Rhetor und Dichter Ausonius in leichten Versen besungene, blonde

und blauäugige Germauenkiüd mehr eine Märcheagestalt als ein geschichtliches

Wesen und entbehrt nicht eines eigenen Reizes, Es

nimmt deshalb nicht wunder, daß die Dichtung sich ihrer bemächtigt

hat und die durch Ausonius, den späten Epigonen eines Horaz und

Virgil, mit dem Schimmer der Unsterblichkeit beschenkte Jungfrau

auch in neueren Dichtungen eine Stelle gefunden hat. George Taylor

(Hausrath) in seinem Roman Jetta teilt ihr eine allerdings wenig

liebenswürdige Rolle zu, und Felix Daim macht sie sogar zur Titelheldin.

seiner Erzählung aus den Zeiten der Völkerwanderung. Ein

weiterer Versuch, ihre nach dem ursprünglichen, römischen Bilde

etwas unklare Gestalt schärfer zu zeichnen, liegt in der kleinen

Sammlung von Liedern und Dichtungen vor, die der auch schon auf

anderem Gebiete schriftstellerisch nicht unbekannte Architekt Paul

Rowald unter dem Titel: „Bisaula rediviva" darbietet. — Als Grund

dafür, daß dem Büchlein an dieser Stelle im Kahmen' der Denkmalpflege

ein Plätzchen zur Besprechung gewährt wird, mag gelten, daß

man ja auch auf Entwürfen baulicher Art den belebenden figürlichen

Beigaben eine Stelle einräumt. — Gerne würde man, bei dem Bilde

bleibend, den architektonischen Hintergrund beleuchten, vor den der

Verfasser die liebliche Erscheinung der blonden Germanin gestellt hat.

Ea liegt ja ein eigener Reiz in dem Bilde; An der Seite des alternden,

reichen und gelehrten, rümischen Dichters Ausonius, der vom Kaiser

Valentinian I. zum Erzieher seines Sohnes, des späteren., eehr jugendlichen

Kaisers Gratian berufen und mit dem hohen Staatsamte eines

Praefectus Praetorio Ton Gallien betraut wurde, das jugendfrische

Kind der Alpen, durch die gewaltige Porta nigra im Zuge der zwei

siegreichen Kaiser einziehend in die glänzende, römische Kaißerresidenz

der Augusta Trevirorum. Ihre Kinderaugen anstaunend die

nie geschaüte Pracht der großartigen Römerbauten, des Kaiserpalastes,

der Basilika, des Forums, derder und endlich ihr Eintritt

als Herrin, in die zauberhafte Welt einer römischen Villa mit den

glänzenden Mannorhallen, Mosaikfußböden, gemalten Wänden, wundervollen

Parkanlagen und Gärten. Leider hat der Verfasser sich diesen,

einer fesselnden Dichtung würdigen Stoff versagt Und zeichnet den

architektonischen Hintergrund aur in flüchtigen, nebelhaften Umrissen,

den Hauptwert auf die lyrische Behandlung des Stoffes mit leicht

erotischen Anklangen legend. . Er verliert sich auch gern in ein

stellenweise etwas gekünsteltes Spiel schwieriger Versmaße, während"

das Geplauder Biasulas mit ihren Freundinneu aa das leichte Getändel

heutiger Backfische erinnert. Immerhin spricht aus den oft

nicht leicht zu lesenden Versen ein liebevolles Eindringen in den

reizvollen Gegenstand der Dichtung, und das Bemühen, eine uns

fremde Kulturwelt durch eine, vermittelnde Welt- und Lebenganschauung

verständlicher zu machen.

Trier, . T. Behr.

Verlag Ton Wilhelm firnkt 4 S ohn, Berlin. — Für dm nüohtuntUoh« TaÜTttantirartltoh; 0- 8arncin, Bnrlln. — Druck der Buohdruokerei Qsbrüdar Erupt, Berlin.

Nr. 27.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine