HKB-Zeitung - Hochschule der Künste Bern - Berner Fachhochschule

hkb.bfh.ch

HKB-Zeitung - Hochschule der Künste Bern - Berner Fachhochschule

HKB-Zeitung

5 × jährlich

Aktuelles aus der

Hochschule der Künste Bern

November ————————→ Dezember 2013

Ausgabe Nr. 3 /13:

—→ Barbara Mauck

zum Thema «Anfang - Début - Start-up»

—→ Auf dem Ball der Debütanten

von Christian Saehrendt

—→ Interview mit Simon Baumann und Andreas Pfiffner

—→ Vom Geist der Musik

von Daniel Allenbach

—→ Mit der Nase in die Kunst

von Claus Noppeney und Nada Endrissat

—→ Comment ça Venedig?

Texte von Studierenden aus dem Bereich CAP

«Ramon:

Ich hätt

gärn

en Kebab. »

Schuler, Barbara. 2 Hüzün, Basel.

Büro für Problem, 2013


Start – upps!

5 Fragen an

Thomas Rähm

Foto: zvg

Barbara Mauck,

Fachbereichsleiterin

Gestaltung und Kunst

——— Jedes Jahr schreibe ich über Anfänge, seltener über

Debüts, fast nie über Start-ups. Ich habe auch schon über Anfangsprobleme,

über das Prokrastinieren, d.h. die Vermorgung,

geschrieben. Aller Anfang ist schliesslich schwer. Auch für

mich. Und nun schon wiederHKB-Zeitung Nr. 3: Themenschwerpunkt

«Anfang – Début – Start-up»!

Warum nicht einmal: Wehret den Anfängen! Ende der Ansage.

Das wär’s.

Ich stelle mir die Redaktion vor. Das geht bestimmt nicht. Denn Hochschulen

sind mit dem Anfangen beschäftigt. Hier wird nicht prokrastiniert, hier

werden Voraussetzungen gemacht. Gut. Besser. Am besten. Debuts und startups

kommen danach. Sie sind nicht unser Kerngeschäft, aber auch sie sollen

den AbsolventInnen nach dem Diplom gut, besser und am besten gelingen.

Auf einer Tagung zum Ranking wurden Kunsthochschulen kürzlich mit

Eisbergen verglichen. Hören wir uns selbst schon an wie Esso-Werbung in

den 80ern? Ölbohren auf kleinen, künstlichen Inseln, vom Packeis bedroht:

http://www.youtube.com/watch?v=CMut6aY7BCI ?

Was, denke ich, wenn Studierende Palindrome sind? Palindrome lauten

von vorne und hinten gleich. André Thomkins’ strategy get arts auf der documenta

5 (1972), aber auch Christian Jankowski zeigt Hang zum Palindrom,

wenn im Video «Diplomarbeit» die An- und Abreise zum Studienort ineinanderfliessen.

Von vorne und hinten gleich. Nichts passiert.

Der Zufall will’s, zum Glück sind Kunsthochschulen nicht nur Lehr-, sie

sind auch Lerninstitution. «Man müsste noch einmal anfangen können», resümiert

Max Frisch 1965 in einem Interview. Er hatte in der Schillerpreis-Rede

eine Dramaturgie des Zufalls gegenüber einer der Fügung entworfen. Der

Satz ist kein Palindrom. Er ist ein Plädoyer fürs Proben – für ein gemeinsames

Experiment, das im Zusammentreffen von Produktion und Rezeption initiale

Strukturen schafft.

Das Spike Magazine hat das Ach und Krach der Kollaborationen in seinem

Anfang eingraviert: «Wir sehen Kunst nicht als neutralen oder akademischen

Gegenstand und erwarten von unseren Autoren Empathie. Wir wollen nicht

alles auf gleiche Art, sondern scheinbar Gleiches unterschiedlich behandeln,

und suchen neue Sensibilitäten. Dinge werden beschrieben, analysiert, in eine

Reihenfolge gebracht, manchmal auch ungeordnet in Verbindungen gesetzt,

dürfen abdriften, werden verworfen und manchmal zurückgeholt. Nah an der

künstlerischen Produktion selbst.»

Damit lässt sich – ganz Esso-istisch – was anfangen: Packen wir’s an!

——— Leo Hofmann, der an der HKB Musik

und Medienkunst studiert und dieses Jahr den

Master in Contemporary Arts Practice abgeschlossen

hat, gewinnt einen mit 8000 Euro

dotierten Produktionspreis, der im Rahmen der

Giga-Hertz-Preise für elektronische Musik des

Südwestrundfunks SWR und des Zentrums für

Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe

verliehen wird.

——— Thomas Strässle – er ist an der HKB als

Co-Leiter des Y Instituts tätig – wurde als Nachfolger

Peter von Matts zum Präsidenten der Max

Frisch-Stiftung an der ETH Zürich sowie zum

Juryvorsitzenden des Max Frisch-Preises gewählt.

——— Der Nachwuchsförderpreis «Coup de

coeur» geht an die Jazzsängerin Claire Huguenin.

Claire Huguenin studiert an der HKB im MA

Composition and Theory Jazz.

——— An der 7th International Triennial of

Stage Poster Sofia 2013 Bulgaria, wurde das Plakat

Rigoletto des HKB-Dozenten Stephan Bundi

für das Theater Orchester Biel Solothurn TOBS

mit dem Grand Prix «Golden Poster» ausgezeichnet.

——— Zahlreiche HKB-Absolventen und HKB-

Mitarbeitende wurden vom Fachausschuss der

Berner Design Stiftung mit einem Werkbeitrag

Ausgezeichnet!

ausgezeichnet. Es sind dies Reto Moser, Noah

Bonsma und Dimitri Reist (B & R Grafikdesign),

Patrick Savolainen und Noël Leu (Edition Grilli)

und Ivan Weiss (Johnson / Kingston). Der Förderbeitrag

für Vermarktung geht an Noël Leu

und Thierry Blancpain von Grilli Type. Die Arbeiten

werden im April 2014 in der Ausstellung

Bestform zu sehen sein.

——— Die Geigerin und ehemalige, langjährige

HKB-Dozentin Christine Ragaz ist mit dem

Musikpreis 2013 des Kantons Bern ausgezeichnet

worden. Die Auszeichnung wird ihr verliehen,

weil sie das Musikleben von Stadt und

Kanton Bern über Jahrzehnte wesentlich mitgestaltet

habe, so die Jury.

——— Die Studentin im MA Contemporary

Arts Practice, Henriette Vásárhelyi, steht mit ihrem

Roman «immeer» (Dörlemann Verlag) auf

der Shortlist des Schweizer Buchpreises!

——— Gilles Grimaître, pianiste de la classe

de Pierre Sublet, a remporté le premier prix (et

une somme de CHF 10 000.–) du Concours Nicati

pour l’interprétation de musique contemporaine.

——— Die beiden CAP-AbsolventInnen Angela

Hausheer (Performance) und Livio Baumgartner

(Bildende Kunst) haben je ein Atelierstipendium

des Kantons Zürich erhalten. Livio Baumgartner

wird sich 2015 drei Monate in Paris, Angela Hausheer

in Berlin aufhalten.

——— Der HKB-Absolvent Nino Baumgartner

erhält den mit CHF 10 000.– dotierten Performancepreis

Schweiz 2013. Zudem wurde Nino

Baumgartner der Publikumspreis 2013 zugesprochen.

——— Gaia Grandin, ancienne étudiante à

l’Institut littéraire suisse, a obtenu le « prix de

Poésie de la Vocation » 2013 de la Fondation

Marcel Bleustein-Blanchet pour son recueil de

poésie « Faoug » qui va être publié en 2014 chez

Cheyne Editeur.

——— Die Bernische Musikkommission hat

den Jazz-Pianisten und HKB-Dozenten Colin

Vallon mit einem Anerkennungspreis in der

Höhe von CHF 10 000.– für «innovatives musikalisches

Wirken» ausgezeichnet.

——— Antoine Jaccoud, enseignant à l’Institut

littéraire suisse, a reçu le Prix culturel vaudois

Littérature 2013.

——— Der HKB-Absolvent Marcel Oetiker,

der 2012 mit dem ersten Schyzerörgeli-Master

die HKB abgeschlossen hat, wurde vom Kanton

Schwyz mit dem kantonalen Förderpreis in der

Höhe von CHF 5000.– ausgezeichnet.

Was ist Ihre stärkste Erinnerung an

die HKB?

Während meiner fünf Jahre an der

HKB erlebte ich viel! Ein Vorteil am Studium

ist, dass man sich eigenständig in

Themengebiete vertiefen kann. So beschäftigte

ich mich beispielsweise intensiv

mit der möglichen Restaurierung von

Rohrgeflechtsitzen, die vielfach Verwendung

bei den bekannten Bugholzstühlen

fanden. Am Anfang schwierig war für mich der hohe Level in den

Chemievorlesungen. Schlussendlich bleibt nach dieser Zeit aber

fast nur Positives in Erinnerung. Selbst auf die anstrengende Zeit

während der Masterarbeit schaue ich im Nachhinein gelassen

zurück.

Foto: zvg

Bezeichnen Sie sich als Künstler?

Als Restaurator bin ich kein Künstler. Bei der Arbeit mit

Kulturgut sollte möglichst auf persönliche Interpretation von

einst Dagewesenem verzichtet werden. Künstlerisch im Sinne von

kreativ und ideenreich ist meine Herangehensweise an eine Restaurierung

hingegen schon.

Was ist die wichtigste Inspirationsquelle für Ihre Arbeit?

Was Ihre Motivation?

Für die Objekte der Stadtberner Kunstsammlung, für die ich

jetzt arbeite, möchte ich eine möglichst angenehme Lagersituation

bewirken. Um optimale Umgebungsbedingungen für ein

Sammlungsgut zu schaffen, sind mehrere kleine Bausteine nötig

und hängen vielfach voneinander ab. Zu diesen Bausteinen gehören

beispielsweise klimatische Konditionen wie Raumfeuchte

oder Temperatur. Bei einer Sammlung mit Objekten, die aus unterschiedlichen

Materialien geschaffen wurden, ist die Einstellung

der perfekten Umgebungslandschaft nicht immer einfach.

Ein hygroskopischer Werkstoff wie Holz beispielsweise dehnt

sich bei zu grosser Umgebungsfeuchte aus und zieht sich bei Trockenheit

zusammen. Meine Aufgabe als Konservator/Restaurator

ist es, die beiden Gegenspieler «Lagersituation» und «Kunstobjekt»

optimal aneinander anzugleichen.

Was könnten Sie im Moment dringend gebrauchen?

An meinem Lieblingshemd fehlt ein Knopf. Leider habe ich

bis jetzt keinen passenden Ersatz dafür gefunden. Ich wünsche

mir demnach Knopf und farblich passenden Faden für mein

Hemd.

Was können Sie bei Ihrer Arbeit lernen?

Dass das Studium nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Tönt

zwar altklug, ist aber so. Theoretisch angeeignetes Wissen will

in der Praxis erstmal bestätigt und angewandt werden. Jetzt lerne

ich aber, nach fünfjährigem Studieren, die Arbeitswelt erneut zu

entdecken.

Der Möbelschreiner Thomas Rähm hat den Bachelor und den Master in Conservation-Restauration

mit Vertiefungsrichtung Architektur, Ausstattung und Möbel

an der HKB in diesem Jahr abgeschlossen. Seine Masterarbeit schrieb er über

«Ornamentierte Holzoberflächen in der industriellen Sitzmöbelproduktion um

1900». Seit dem 1. Oktober 2013 ist er Co-Leiter der Kunstsammlung der Stadt

Bern (Abteilung Kulturelles der Stadt Bern).

Impressum

HKB-Zeitung. Aktuelles aus der

Hochschule der Künste Bern, Nr. 3/13

Herausgeberin: Berner Fachhochschule,

Hochschule der Künste Bern HKB

Redaktion:

Christian Pauli (Redaktions leitung),

Gabriela Bader, Peter Kraut, Regina Dürig,

Barbara Mauck, Andi Schoon

Korrektorat: Verena Rothen, Bern-Ittigen

Gestaltungskonzep t und Lay out:

Atelier HKB

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG

Auflage: 8000 Exemplare

Schrift Imp ressum: Unit Rounded

Schrift Zeitung: Modest Regular, Modest Italic

Erscheinungsweise: 5 jährlich

Berner Fachhochschule

Hochschule der Künste Bern

Fellerstrasse 11

CH-3027 Bern

www.hkb.bfh.ch

www.facebook.com/hkb.bern

www.twitter.com/bfh_hkb2013ff

Kontakt: publikationen@hkb.bfh.ch

Die HKB-Zeitung kann kostenlos

abonniert werden.

© Hochschule der Künste Bern HKB

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser

Zeitung darf ohne schriftliche Genehmigung

der HKB reproduziert werden.

——— Alle kreativen Individualistinnen, bei denen Arbeit und

Freizeit, Person und Produkt eins sind, müssen irgendwann einmal

den geschützten Raum des Ateliers, des Studios, des Probenraums

verlassen. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, auf

der Bühne das Debüt zu geben. Heute, in einer Zeit der kulturellen

Überproduktion, in der sehr viele Kreative ihre Bilder, Objekte,

Musik, Performances und Texte anbieten, und in der die

Medienlandschaft in gleicher Weise mitgewachsen ist, kommt

es entscheidend darauf an, welche Art von Öffentlichkeit, welche

Art von Medien der Debütantin, dem Debütanten Aufmerksamkeit

schenken.

Laut dem Architekturprofessor Georg Franck, der bereits

vor mehr als 10 Jahren das vieldiskutierte Buch Die Ökonomie

der Aufmerksamkeit schrieb, wird Aufmerksamkeit eigentlich gar

nicht verschenkt, sondern getauscht: «Und es wird öffentlich

registriert, wer mit wem tauscht und wer wie wichtig für jemanden

ist. Es geht hier um ein Investment in die Reputation. Reputation

hat, wer in einem Fachgebiet ein zuverlässig hohes

Einkommen an Aufmerksamkeit erzielt. Die Aufmerksamkeit ist

die Währung des Ruhms.» Besonders schwierig ist das Tauschgeschäft

natürlich für Anfängerinnen und Anfänger, die zunächst

wenig Gegenwert für das erwünschte Quantum Aufmerksamkeit

bieten können.

Investikum in Selbstdesign

Kulturschaffende müssen die Medien nutzen, genauso wie es Politiker

oder Sportlerinnen tun. Sie werden dabei selbst zu betrachteten

Objekten, müssen also neben ihrer künstlerischen Produktion

viel Aufwand und Energie in die Selbstdarstellung, ins

Selbstdesign investieren. Glaubwürdig sind sie – und dabei geht

es Stars aller Art durchaus genauso – allerdings nur, wenn die

Fassade nicht zu glatt, zu perfekt ist, sondern Risse zeigt, hinter

denen die «wahre» Persönlichkeit mit ihren Schwächen und Lastern

zum Vorschein kommt. Newcomerinnen und Newcomer

haben oftmals nur dann eine Chance, wenn sie als erfrischend

unverstellt, originell und authentisch wahrgenommen werden.

Und dieses Authentizitätsgebot gilt auch noch für den erfolgreichen

Künstler, dessen Starstatus nur dann dauerhaft stabilisiert

werden kann, wenn die Starinszenierung periodisch durchbrochen

wird. Ein Selbstdesign ohne Kratzer und Pannen gilt hingegen

als verdächtig und unglaubhaft. Künstlerinnen und andere

selbständige Kulturschaffende lassen sich mit Recht als Pioniere

eines sozialen Phänomens betrachten, das als «Casting-Gesellschaft»

bezeichnet wird.

Auf dem Ball der

Debütanten

Wie gelingt der Einstieg ins Kulturleben? Am besten mit etwas

Neuem, nie Dagewesenem. Der Innovationszwang in der

westlichen Kulturgeschichte ist der gleiche Mechanismus wie in

anderen gesellschaftlichen Bereichen und Branchen, wo

man mit den Methoden der Werbung um die Aufmerksamkeit

potentieller Konsumentinnen und Konsumenten buhlt.

Von Christian Saehrendt*

Eine Galerieausstellung, ein Konzert, eine Rolle in einem

Stück, eine Ausstellungskritik in der Zeitung, die Anwesenheit

eines Theater- oder Vernissagenpublikums zeigen zwar an, dass

eine Künstlerin die öffentliche Bühne erklommen hat, doch ein

durchschlagender Erfolg kommt erst zustande, wenn wichtige

Multiplikatoren und Leitmedien davon Notiz genommen haben

und somit ein noch grösseres (oder relevanteres Fach-)Publikum

erreicht wird. Erschwerend wirkt sich aus, dass die Medienlandschaft

in letzter Zeit sehr unübersichtlich geworden ist und sich

in permanenter Bewegung befindet, renommierte Zeitungen,

Zeitschriften oder bestimmte Fernsehsendungen haben als Leitmedien

an Boden verloren. Die Präsenz in bestimmten Blogs

kann unter Umständen wesentlich wichtiger und hilfreicher sein

als ein Artikel im Qualitätsfeuilleton. Öffentlichkeit ist nicht

gleich Öffentlichkeit: Es gibt ein Fachpublikum der Kenner bzw.

solventen Käuferinnen, und ein Publikum, das erst über die Massenmedien

erreicht wird. Manche Künstlerinnen und Künstler

streben nur ein höchst elitäres, zahlenmässig kleines Publikum

an (und machen dies zu ihrem Markenzeichen), andere zielen auf

grössere Teile der Öffentlichkeit.

Auf der Suche nach Blutauffrischung

Ein ungeschriebenes Gesetz besteht darin, die Gier nach Aufmerksamkeit

nicht allzu deutlich werden zu lassen – das gilt im

Kunstbetrieb als unfein. Viel besser ist es, wenn ein Newcomer

sich zunächst in einer Subkultur tummelt, und sich sein Ruhm

sukzessive durch quasi organisch-natürliches Wachstum mehrt.

Dieser Mechanismus lässt sich beispielhaft beim Phänomen der

Street Art und der Performance Art beschreiben – vergleichbar

mit der Metamorphose des Hiphop zum Mainstream. Im Genre

der Street Art ist es einzelnen unbekannten Künstlerinnen durchaus

möglich, durch spektakuläre Aktionen an ungewöhnlichen

Orten – oftmals die Grenze zur Illegalität streifend – auf sich

aufmerksam zu machen. Über Youtube und andere Internetplattformen,

durch fleissige Verlinkung und virales Marketing kann

zunächst eine Subkultur oder Zuschauerschaft von Insiderinnen

und Insidern erreicht werden, später dann ein grosses Publikum,

wenn Massenmedien darauf aufmerksam werden. Dabei ist es

unabdingbar, dass es sich um authentische Aussenseiterinnen,

keineswegs um gemachte, auf Erfolg getrimmte Jungkünstler

handelt. Die Mixtur von Authentizität, Jugendlichkeit, Street

Smartness und jungen Medien garantiert schliesslich die Aufmerksamkeit

und das Wohlwollen der Kulturindustrie, die stets

auf der Suche nach einer Blutauffrischung ist. Und das ist, so

traurig und so wahr, die grosse Chance für alle Newcomerinnen

und Newcomer: Als frische Blutkonserve zu dienen für eine ewig

müde, ewig erregte vampireske Kulturindustrie. Die grosse Preisfrage:

Wer lässt sich nicht beissen und tanzt Dracula auf der Nase

herum?

* Christian Saehrendt ist Kunsthistoriker und Publizist, unter anderem

für die NZZ. Geboren in Kassel, lebt Saehrendt heute in Thun.

Aller Anfang ist schwer …

… heisst es bei Ovid. Einige gute Tipps und Anlaufstellen,

die den Start ins Berufsleben als Kulturschaffende

er leichtern, hat die Redaktion zusammengetragen:

Plattform für Start-ups aller Arten mit Infos zu

Marketing, Finanzierung und Events:

—→ www.startwerk.ch

Beiträge, Konferenztermine, Links sowie Stellenanzeigen

der Schweizer Kulturbranche:

—→ www.kulturmanagement-schweiz.net

Zahlreiche Publikationen zum (Selbst-)Management

für Künstlerinnen und Kulturschaffende:

—→ www.transcript-verlag.de

Alles zur Sozialversicherung:

—→ www.cast-stiftung.ch

Weil es ohne (finanzielle) Unterstützung nicht gelingt:

—→ www.kulturfoerderung.ch


A g e n d a

November ——————————→ Dezember 2013

zum Herausnehmen

Foto: zvg

Foto: zvg

Fr, 22. November 2013

«Befrag’ die Meere

aller Zonen» –

Richard Wagners

Flucht in den

Fliegenden Holländer

—→ ab 18.00 Uhr, Hafenkneipe, Klanginstalationen,

Performences und Forschungsworkshop

—→ 20.30 Uhr, Konzert

Der letzte grosse Anlass im HKB-Jubiläumsjahr

HKB 2013 ff steht gleichsam typisch für das Profil

der Hochschule: interdisziplinär und forschend.

Studierende, Dozierende, Mitarbeitende

und Gastkünstler tauchen singend, spielend,

installierend, vermittelnd und forschend in die

Meerestiefen der frühen Wagner-Oper hinab:

Die verschiedenen Räume des Zentrums Paul

Klee werden dabei zum Schau- und Lauschplatz

rund um den Ewigen Segler in Wagners Seefahrerdrama

von 1841, das gemeinhin als Durchbruch

zu seinem persönlichen Kompositionsstil

betrachtet wird.

Der Anlass bietet unter anderem: ein Opernkonzert

mit historischen Instrumenten und

jungen Wagnerstimmen unter der Leitung des

international bekannten Spezialisten für das

Repertoire des 19. Jahrhunderts, François-Xavier

Roth, und dem HKB-Orchester; einen Forschungsworkshop

mit Einblicken in Wagners

Probenstil vor rund 170 Jahren; eine Lautsprecherinstallation

junger Medienkünstlerinnen

der HKB in der Museumsstrasse; ein szenisches

Nachdenken über das Genie Wagner (Kopfschütteln

inklusive) durch Theater-Studierende;

Begegnungen mit allerlei intuitiv begabten Sentas,

geschäftstüchtigen Dalands, verbannten

Holländern und fleissig trällernden Spinnerinnen

sowie – nicht zuletzt – die Ouvertüre zum

«Fliegenden Holländer», wie sie eine schlechte

Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom

Blatt spielt (und sie von Paul Hindemith auf

selbiges gesetzt wurde).

Das Jubiläumsereignis, das mit grosszügiger

Unterstützung des Zentrums Paul Klee realisiert

werden kann, ist ein Wandel- und Wanderkonzert

mit verschiedenen Tauch- und Hörstationen

sowie kulinarischen Verweisen in die Seefahrerwelt.

Es bietet abwechslungsreiche Anregung

(bzw. umgekehrt) und einen musikalisch-romantischen,

durchaus sehnsüchtigen, aber pathosfreien

Abschluss zum HKB- und Wagner-

Jahr 2013.

Der Eintritt zum Programm im Vorfeld des Konzertes

(Installationen, Performances, Forschungsworkshop)

ist frei.

Konzertprogramm: Ausschnitte aus Freischütz

(Weber), Le Prophète (Meyerbeer), Rienzi und

Fliegender Holländer (Wagner) mit HKB Orchester,

Damenchor und SolistInnen des Opernstudios

der HKB

Tickets für das Konzert:

CHF 25.– / 15.– AHV / IV

Türöffnung und Abendkasse 18:00 Uhr

Vorverkauf: www.kulturticket.ch,

Tel: 0900 585 887 (CHF 1.20 / Min)

www.zpk.org

—→ Zentrum Paul Klee,

Monument im Fruchtland 3, 3006 Bern

Mit der

Nase in

die Kunst

Die Kunst setzt an, ein unbekanntes

Terrain zu betreten. Das

Feld riecht und markiert einen

künstlerischen Anfang: Kunst,

die den Riechsinn bedient. Ein

Rundgang in New York durch

die Welt der Düfte, zwischen

Studio, Galerie und Labor, Kunst

und Forschung.

Von Claus Noppeney und Nada Endrissat*

——— Eigentlich sollte sich alles nur um neue

Parfums drehen, also um angenehme und wohlriechende

Verbrauchsgüter, die den individuellen

Alltagsauftritt zu akzentuieren vermögen.

Mit diesem Ziel waren wir im Januar 2013 nochmals

ins Studio der beiden Parfumeure Christophe

Laudamiel und Christoph Hornetz nach

New York gereist, um mit ihnen zum Abschluss

des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten

Forschungsprojekts Wissensduft die

Entwicklung von zwei Düften der Marke Humiecki

& Graef in ausführlichen Interviews im

Rückblick zu reflektieren.

Aufsehen an der Wall Street

Unverhofft ging es dann nicht nur um das boomende

Marktsegment der Artistic Perfumery und

die dort erprobten Briefings, sondern um die Anfänge

eines neuen Feldes in der zeitgenössischen

Kunst: Olfaktorische Kunst oder umgangssprachlich:

Kunst, die mit dem Riechsinn in Verbindung

steht. Die Kunstgalerie Dillon hatte die Eröffnung

der zweiten Einzelausstellung der Parfumeure

angekündigt. Insbesondere Christophe Laudamiel

hatte sich zuvor in der Kunstwelt bereits

mit der Aufführung einer Duftoper im Guggenheim

Museum einen Namen gemacht. In der

Nachbarschaft in Chelsea hatte ihn die Galeristin

Valerie Dillon kennengelernt. In der Auseinandersetzung

mit Laudamiel und seinen

Duftskulpturen war für Dillon schnell klar, dass

hier nicht ein Laborant am Werk war, sondern

der Geruchssinn in künstlerischer Form verhandelt

wird. Nach ersten Kooperationen kam

es dann 2012 zur wohl weltweit ersten dem Geruchssinn

gewidmeten Ausstellung in einer

kommerziellen Galerie. Sie sorgte sogar im Wall

Street Journal für Aufsehen – vermutlich auch

deshalb, weil der Kunstmarkt bis heute nur

schwer mit der Flüchtigkeit des Duftes umgehen

kann. Einige Monate später folgte dann die

Präsenz auf der Art Basel Miami Beach.

Nun, im Januar 2013 konnten wir zwischen

Studio, Labor und Galerie das Making of der

multidisziplinär angelegten Ausstellung Iconosm

von Laudamiel und Hornetz beobachten. Tatsächlich

brachten die gezeigten Arbeiten das

Bildliche mit dem Olfaktorischen zusammen.

Mehrere Arbeiten spielten zudem mit Ikonen

der nordamerikanischen Kultur wie Marilyn

Monroe oder dem legendären Chelsea Hotel.

Weitere Arbeiten setzten sich thematisch mit

der verfilmten Südstaatengeschichte Gone with

the wind oder einer Anekdote zu Ernest Hemingway

auseinander. Dem Literaturnobelpreisträger

war es in einer Wette gelungen, eine

Geschichte in lediglich sechs Wörtern zu erzählen:

«For Sale: Baby shoes, never used». Heute

sorgen SMS und Twitter für die neue Aktualität

der Anekdote.

Die Duftskulptur Hemingway in 6-Major

spielte hierauf an: Sie rief olfaktorisch vielfältige

Assoziationen zwischen Meer, Alkohol, Holz

und Uringerüchen hervor. Technisch wurde die

Arbeit als Rauminstallation in einem in der Galerie

aufgestellten Zelt präsentiert. So konnte

die Präsentation technisch präzise kontrolliert

werden – angesichts der Flüchtigkeit des Geruchs

ein Grundproblem olfaktorischer Kunst.

Immer wieder kamen die zahlreichen Besucherinnen

und Besucher der Vernissage mit neuen

überraschenden Eindrücken aus dem Zelt. Sie

konnten dem Geruch facettenreiche Bedeutungen

abgewinnen, die über die einfache Sinnlichkeit

von «angenehm» oder «unangenehm» hinausgingen.

Doch chemisch waren lediglich

sechs unterschiedliche Geruchsstoffe genutzt

worden: Pine Oil Pyrogenated, 5.6; Iso E Super,

5.0; Damascenone, 0.4; Ethyl Levulinate, 5.0;

Heptalactone Gamma 5.0; Undecadienol Dimethyl

Acetate, 2.5. Die genaue Aufstellung der

Formel in sechs Zeilen machte den visuellen

Teil von Hemingway in 6-Major aus. Mit der

Veröffentlichung der Formel brach Laudamiel

gleichzeitig auch mit den historisch gewachsenen

Konventionen in der Duftwelt, die ja vom

Nimbus des Geheimnisvollen lebten.

Ein neues Kunstfeld

Auch wenn Iconosm nun schon die zweite dem

Geruchssinn gewidmete Galerieausstellung war,

haben wir uns als Forschende gefragt, ob dies

wirklich mehr als ein vielleicht besonders spannender

Einzelfall war? Waren wir mit unserer

Forschung zur Parfumentwicklung tatsächlich

in die Anfänge eines neuen Feldes in der Kunst

geraten? Diese Fragen können sicher erst mit

zeitlichem Abstand abschliessend beantwortet

werden. Doch vieles deutet darauf hin, dass das

dynamische Feld der Olfaktorik aktuell die etablierten

Grenzziehungen zwischen Kunst, Handwerk

und Wissenschaft herausfordert.

Das kanadische Kuratorenduo Jim Drobnick

und Jennifer Fisher beispielsweise sieht die

olfaktorische Kunst im grösseren Kontext der

post-medialen Kunst und hebt die Verbindungen

zu Grundfragen wie Raum und Körper in

der zeitgenössischen Kulturproduktion hervor.

Schliesslich gehört die körperliche Beteiligung

der Rezipierenden unweigerlich zur Auseinandersetzung

mit der olfaktorischen Kunst. Denn

beim Riechen verleibt sich eine Rezipientin –

wie Hegel schon kritisch beobachtete – die

Kunstobjekte buchstäblich ein. Die niederländische

Kuratorin Caro Verbeek wiederum weist

auf die Futuristen und andere Vorläufer in der

Kunstgeschichte, die den gerne als niederen

Sinn vernachlässigten Geruchssinn bereits ins

Spiel der Kunst gebracht haben. Schliesslich hat

der Parfumkritiker Chandler Burr in einer viel

beachteten Ausstellung zur Kunst des Dufts im

New Yorker Museum für Kunst und Design die

Geschichte des Parfums auf die Epochen der

Kunstgeschichte bezogen. Insofern ist es das

Feld der Kunst – Kuratorinnen und Kuratoren,

Museen, Galerien etc. – selbst, das anfängt, sich

für die Nase in der Kunst zu interessieren.

* Claus Noppeney ist Dozent am Y Institut und im

Bereich Forschung der HKB sowie im Fachbereich

Wirtschaft der Berner Fachhochschule BFH.

Nada Endrissat ist Dozentin am Fachbereich Wirtschaft

der BFH.

Alumni-Verein

der HKB

www.ex-hkb.ch

Foto: zvg

Mo, 16. Dezember 2013

Farbfächer –

Vertige des couleurs

—→ 18.00 Uhr

Das Vertigo-Ensemble der HKB fächert am

16.Dezember Spektren auf: das Licht im Berner

Winter wird musikalisch erzeugt. Die Vertigo-

Konzerte gehören mittlerweile zu den Highlights

an der HKB. Dieses Mal liegt der Fokus

auf dem Komponisten Tristan Murail, dem

wichtigsten Vertreter der sogenannten Spektralisten.

Passend zum Ensemblenamen entsteht

dabei tatsächlich ein akustischer Vertige: Rauschund

Farbzustände, die das Hören verändern.

Erneut begrüssen wir dabei Gäste der Hochschule

Dresden, wo das Konzert im Januar 2014

wiederholt wird.

—→ Konservatorium Bern, Grosser Saal,

Kramgasse 36, 3011 Bern

Do, 21. November 2013

HKB-Alumni

treffen sich!

—→ 18:30 Uhr

Bisher gibt es (noch) keinen Verein, der allen

ehemaligen Studierenden der HKB als Netzwerk

dient.

Um sich mal wieder begegnen und austauschen

zu können, treffen sich alle neugierigen

Ehemaligen zum Feierabend-Glas.

Anmeldung bitte bis 18. November 2013 an:

hkb-alumni@hkb.bfh.ch

www.ex-hkb.ch

—→ Lehrerzimmer im Progr,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Mi, 20. /27. November, 2013

Mi, 4. /11. Dezember 2013

Forschungs-Mittwoch

Mit einer Reihe, die im durchschnittlich jeden

zweiten Mittwoch stattfindet, bereichert die

HKB-Forschung den Veranstaltungskalender der

HKB und der Stadt. Der Forschungs-Mittwoch

gibt Einblick in die aktuelle Forschungstätigkeit.

Wie breit das Spektrum der Forschung in den

Künsten an der HKB ist, zeigt sich bereits an den

Veranstaltungsorten: Neben den HKB- Standorten

sind es z. B. das Naturhistorische Museum,

das Alpine Museum, die Buchhandlung Haupt

oder die Schweizerische Nationalbibliothek.

HKB-Forschung goes public, könnte man Neudeutsch

sagen. Die HKB-Forschung zeigt sich,

stellt ihre Thesen und Resultate zur Diskussion,

sie lässt sich in die Karten schauen und ist interessiert

am Austausch mit einem Publikum, das

nicht vom Fach sein muss, aber idealerweise

eine gehörige Portion Offenheit und Neugierde

mitbringt. Folgende Anlässe sind in diesem Jahr

noch geplant:

Mi, 20. November 2013

Gefährdungen, Bemühungen. Dialoge zur Inszenierung

von Tieren in Museen und Zoos. Mit Tahani Nadim

(Museum für Naturkunde Berlin), Luzia Hürzeler, Julia

Siegmundt, Priska Gisler (Forschungsteam HKB).

—→ 16.00 Uhr, Naturhistorischen Museum Bern,

Vortragssaal, Bernastrasse 15, 3005 Bern

Mi, 27. November 2013

Die allmähliche Verfertigung von Krieg und Frieden beim

Malen. Rubens’ Bilddiplomatie.

Briefe und Gemälde belegen, wie Rubens seine Malerei als

Diplomat einsetzte, um die Mächte Europas in einer umfassenden

strategischen Kommunikation von der Notwendigkeit

zu überzeugen, in Kriege einzugreifen oder

Frieden zu schliessen. Gast: Prof. Dr. Ulrich Heinen,

Universität Wuppertal.

—→ 16.00 Uhr, HKB, Fellerstrasse 11, 3027 Bern

Mi, 4. Dezember 2013

Der Bergsturz. Im Buch. Und im Museum. Welche Rolle

spielt die Kunst in kulturwissenschaftlichen Ausstellungen?

Buchpräsentation und Gespräch mit Susanna Kumschick

(Gewerbemuseum Winterthur), Roland Wetzel (Tinguely

Museum Basel), Beat Hächler (Alpines Museum Bern),

Florian Dombois, Priska Gisler, Markus Schwander,

Schirin Kretschmann (Forschungsteam HKB). Mit Apéro.

—→ 18.00 – 19.30 Uhr, Alpines Museum Bern,

Helvetiaplatz 4, 3005 Bern

Mi, 11. Dezember 2013

Zwei Buchpräsentationen aus der Schriftenreihe Konservierung

und Restaurierung:

Katalog der Schadensbilder – Spuren und Phänomene

an Kunst und Kulturgut – Papier

und

Der Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum.

Ein Leitfaden

In Anwesenheit der Autorinnen und Autoren:

Beate Dobrusskin und Kirsten Glaus (Schadensbilder)

sowie Andreas Buder und Kristina Herbst (Kunst im

öffentlichen Raum).

—→ 19.00 Uhr, Buchhandlung Haupt, Atelier 14B,

Falkenplatz 14b, 3012 Bern

www.hkb.bfh.ch/de/forschung/

Fotos: zvg


November —————————————————————→ Dezember 2013

HKB Gesamt

Do, 21. Nov 2013

HKB-Alumni: Feierabend-Glas

und Austausch

—→ 18.30 Uhr, Lehrerzimmer im Progr,

Waisenhausplatz 30, 3011, Bern

um Anmeldung wird gebeten an:

hkb-alumni@hkb-bfh.ch,

www.ex-hkb.ch

AUSSTELLUNGEN

Mo, 14. Okt – So, 3. Nov 2013

Covermania

Ausstellung von LP-Covers aus der umfangreichen

Coversammlung des Berner Sammlers Robert

Hasenböhler. Organisiert vom Fachbereich

Gestaltung und Kunst.

—→ Fr, 1. Nov 2013, 18.00 Uhr, DJ versus VJ mit

François Chalet, Live Musik – Visualisierung,

—→ LOEB, Spitalgasse 47, 3001 Bern,

LOEB-Schaufenster

Sa, 9.– So, 10. Nov 2013

Viktors Ventil – Die Erste

Studierende der Visuellen Kommunikation

stellen aus

—→ Vernissage: Sa, 9. Nov. 2013, 16.00 Uhr

Öffnungszeiten: Sa, 9. Nov, 16.00–22.00 Uhr,

So, 10. Nov, 10.00–18.00 Uhr;

—→ Cabane B, Mühledorfstrasse 18, 3027 Bern

Fr, 22. Nov 13 – Fr, 10. Jan 14

Kleine Welten

Eine Ausstellung von dreidimensionalen Arbeiten

der Bethlehemer Künstlerin Doris Kübler. In Zusammenarbeit

mit dem Quartierzentrum Tscharnergut

und aus Anlass der Bethlehemer Kulturtage

2013 vom 22.-24. November 2013.

—→ Vernissage: Fr, 22. November 2013, 16.30 Uhr

HKB, Fellerstrasse 11, 3027 Bern

KONZERTE

Mo, 4. Nov 2013

Öffentliche Klassenstunde

Gitarre

Studierende der Klasse von Elena Càsoli

—→ 20.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Jazz am Montag –

New Standards Ensemble/

Jan Diggelmann Quartett

New Standards – Rea Dubach (voc), Victoria

Mozalevskaya (ts), Michael Haudenschild (p),

Valentin von Fischer (b), Daniel Weber (dr)

Leitung: Colin Vallon

Jan Diggelmann Quartett – Jan Diggelmann (as),

Fabian Baur (p), Valentin von Fischer (b),

Philippe Adam (dr)

Anschliessend Jam Session

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Di, 5. Nov 2013

Präsentationskonzert

Corina Belcea, Violine

—→ 20.00 Uhr, Konservatorium Bern,

Grosser Saal, Kramgasse 36, 3011 Bern

Singers’ Night – Marena Whitcher

Studierende des Studienbereichs Jazz mit Hauptfach

Gesang präsentieren ihre eigenen Projekte

—→ 20.30 Uhr, musigbistrot,

Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern

Mi, 6. Nov 2013,

Klassenaudition Orgel

Studierende der Klasse von Daniel Glaus

—→ 18.00 Uhr, Berner Münster,

Münsterplatz 1, 3011 Bern

Do, 7. Nov 2013

Klassenaudition Oboe

Studierende der Klasse von Matthias Arter

—→ 20.00 Uhr, HKB, Kammermusiksaal,

Papiermühlestrasse 13a, 3014 Bern

Klassenaudition Violine

Studierende der Klasse von Monika Urbaniak

—→ 20.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Open Chamber Music

Dozierende konzertieren mit Studierenden

—→ 20.00 Uhr, Konservatorium Bern,

Grosser Saal, Kramgasse 36, 3011 Bern

!

Fr, 8. Nov 2013,

Klassenaudition Gesang

Studierende der Klasse von Brigitte Wohlfarth

—→ 20.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Mo, 11. Nov 2013

Klassenaudition Klavier

Studierende der Klasse von Patricia Pagny

—→ 20.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Jazz am Montag –

Con’Fusion Trio/ Emilia Taubic

Con’fusion Trio – Marina Sobyanina (voc, p),

Maximilian Grossenbacher (b), Lukas Rutzen (dr)

Emilia Taubic und Band

Anschliessend Jam Session

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Di, 12. Nov 2013

Klassenaudition Violine

Studierende der Klasse von Barbara Doll

—→ 20.00 Uhr HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Singers’ Night – MAS Popmusik

Studierende des Studiengangs MAS Popmusik

präsentieren ihre eigenen Projekte

—→ 20.30 Uhr, musigbistrot,

Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern

Mi, 13. Nov 2013

Klassenaudition Violine

Studierende der Klasse von Bartlomiej Niziol

—→ 18.00 Uhr, HKB, Kammermusiksaal,

Papiermühlestrasse 13a, 3014 Bern

Do, 14. Nov 2013

Klassenaudition Querflöte

Studierende der Klasse von Verena Bosshart

—→ 18.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Präsentationskonzert

Ian Bousfield, Posaune

—→ 20.00 Uhr, Konservatorium Bern,

Grosser Saal, Kramgasse 36, 3011 Bern

Mo, 18. Nov 2013

Klassenaudition Violine

Studierende der Klasse von Bartlomiej Niziol

—→ 20.00 Uhr, HKB, Kammermusiksaal,

Papiermühlestrasse 13a, 3014 Bern

Jazz am Montag –

New Standards / European Jazz

Composers Ensembles

New Standards Ensemble – Marena

Whitcher (voc), David Leuthold (tb), Fabian

Baur (p), Benjamin Muralt (b), Lukas Rutzen (dr)

Leitung: Colin Vallon

European Jazz Composers – Claus Löhr (tp),

Linus Amstad (as), Sam Spörri (tb),

Slawek Plizga (g), Fabian Baur (p),

Max Grossenbacher (b), Ricardo Castillo (dr)

Leitung: Bert Joris

Anschliessend Jam Session

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Di, 19. Nov 2013

Singers’ Night –

Marina Sobyanina

Studierende des Studienbereichs Jazz mit Hauptfach

Gesang präsentieren ihre eigenen Projekte

—→ 20.30 Uhr, musigbistrot,

Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern

Mo, 25. Nov 2013

Jazz am Montag –

Basic Ensemble/ The Music

of Squarepusher

Basic Ensemble – Corinne Huber (voc), Florian

Weiss (tb), Sebastian Bättig (g), Matthieu

Scheuber (p), Afi Kuzeawu (b), Josua Beureux (dr)

Leitung: Immanuel Brockhaus

The Music of Squarepusher – Emilia Taubic (voc),

Katrin Züllig (voc), Rafael Mariaca (g), Franz

Flückiger (p), Jan Sutter (b), Bastian Weber (dr)

Leitung: Immanuel Brockhaus

Anschliessend Jam Session

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Di, 26. Nov 2013

Klassenaudition Gesang

Studierende der Klasse von Christian Hilz

—→ 18.00 Uhr und 20.00 Uhr,

HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Singers’ Night –

Nina Blank & Zooey Agro

Studierende des Studienbereichs Jazz mit Hauptfach

Gesang präsentieren ihre eigenen Projekte

—→ 20.30 Uhr, musigbistrot,

Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern

Mi, 27. Nov 2013

Klassenaudition Schlagzeug

Studierende der Klasse von Christian Hartmann

—→ 18.00 Uhr und 20.00 Uhr,

HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Do, 28. Nov 2013

Klassenaudition Blockflöte

Studierende der Klasse von Michael Form

—→ 18.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Klassenaudition Klavier

Studierende der Klasse von Tomasz Herbut

—→ 20.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Mo, 2. Dez 2013

Jazz am Montag –

Metrics Reloaded / The Music of

John Zorn «News for Lulu»

Metrics Reloaded – Claire Huguenin (voc),

Victoria Mozalevskaya (ts), Franz Beidler (g),

Max Grossenbacher (b), Michael Kraft (b),

Matthias Schüpbach (dr)

Leitung: Klaus König

The Music of John Zorn «News For Lulu» –

Nolan Quinn (tp), Victoria Mozalevskaya (ts),

Slawek Plizga (g)

Leitung: Klaus König

—→ 20.30 Uhr, Grosser Konzertsaal HKB,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Di, 3. Dez 2013

Singers’ Night –

Johanna van der Wingen

Studierende des Studienbereichs Jazz mit Hauptfach

Gesang präsentieren ihre eigenen Projekte

—→ 20.30 Uhr, musigbistrot,

Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern

Di /Do, 3. /5. Dez 2013

Auditionen Interpretation

Zeitgenössische Musik und

Historische Aufführungspraxis

Studierende des Studienbereichs Klassik spielen

Werke aus vier Jahrhunderten

—→ 18.00 und 20.00 Uhr, HKB,

Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Mo, 9. Dez 2013

DKSJ Exchange Nights –

TreMandy/ Joscha Schraff Quartett

Tremandy – Manuel Pramotton (ts),

Simon Quinn (b), Giacomo Reggiani (dr)

Joscha Schraff Quartett – Joscha Schraff (p),

Niculin Janett (as), Moritz Meyer (b),

Paul Amereller (dr)

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Di, 10. Dez 2013

DKSJ Exchange Nights –

Andy’s BA6 / Krüttli-Traxel-Perret

Andy’s BA6 – Andrea Nydegger (voc), Marc

Roos (tb), Valentin Hebel (g), Simon Raab (p),

Theo Evers (b), Konstantin König (dr)

Krüttli-Traxel-Perret – Marie Krüttli (p),

Lukas Traxel (b), Martin Perret (dr)

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Mi / Fr, 11. /13. Dez 2013

Excellence-Kammermusik-Konzert

Es spielen von einer Jury ausgewählte hoch klassige

Kammermusikgruppen

—→ 18.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Je, 12. déc 2013

Stage de Théâtre Musical

avec Jos Houben

Fin de stage. Travail en cours autour de Pas de cinq

de M. Kagel, de Zeichensprache de D. Schnebel et

de pièces de S. Beckett.

Etudiant-e-s du Master Théâtre Musical et du

Master Scénic Arts Practice

—→ 18.00 heures, Maison du Peuple Bienne,

rue d’Aarberg 112, 2500 Bienne

Mo, 16. Dez 2013

!

VERTIGO Ensemble HKB und

das Gastensemble der Hochschule

für Musik Carl Maria von

Weber aus Dresden

Das VERTIGO Ensemble HKB spielt unter der

Leitung von Patrick Jüdt Werke von Murail

und Gervasoni.

Leitung des Gastensembles: Alwyn Westbrooke

—→ 18.00 Uhr, Konservatorium Bern,

Grosser Saal, Kramgasse 36, 3011 Bern

Jazz am Montag –

Odd Meter Ensemble/

The Music of John Scofield

Odd Meter Pro Ensemble – Marina

Sobyanina (voc), Julia Rüffert (tb),

Tomas Hohler (g), Franz Flückiger (p),

Michael Kraft (b), Daniel Weber (dr)

Leitung: Dejan Terzic

The Music of John Scofield – Jan Diggelmann (as),

Christophe Dayer (g), Theo Känzig (g),

Fabian Baur (p), Lisa Hoppe (b), Fred Bürki (dr)

Leitung: Tomas Sauter

Anschliessend Jam Session

—→ 20.30 Uhr, PROGR, Sonarraum U64,

Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Di, 17. Dez 2013

Singers’ Night – Corinne Huber

Studierende des Studienbereichs Jazz mit Hauptfach

Gesang präsentieren ihre eigenen Projekte

—→ 20.30 Uhr, musigbistrot,

Mühlemattstrasse 48, 3007 Bern

BÜHNE

Sa, 16. Nov 2013

Stabat Mater

Giovanni Battista Pergolesi

Oriane Pons (Sopran)

Dominika Gajdzis (Mezzosopran)

Ina Hofmann (Akkordeon)

Szenische Aufführung / Regie: Mathias Behrends

—→ 20.00 Uhr, HKB, Zikadenweg 35,

3006 Bern, Studiobühne

Fr, 22. Nov 2013

!

«Befrag’ die Meere aller Zonen»

Richard Wagners Flucht in den

Fliegenden Holländer

Im Richard-Wagner-Jahr 2013 begibt sich das

HKB-Orchester zusammen mit Studierenden und

AbsolventInnen des Schweizer Opernstudios auf

die Spurensuche des «Fliegenden Holländers».

Umrahmt wird die Aufführung von Installationen

und Performances aus den Studi enbereich Musik

und Medienkunst, Theater und Vermittlung.

—→ ab 18.00 Uhr: Klanginstallationen,

Performances und Forschungsworkshop,

Hafen kneipe geöffnet. Eintritt frei

—→ 20.30 Uhr, Konzert (www.kulturticket.ch)

—→ Zentrum Paul Klee,

Monument im Fruchtland 3, 3006 Bern

Do, 28. Nov 2013

Vortragsabend Klavier

Es spielen Studierende des Studienbereichs Musik

und Bewegung (Rhythmik) aus den Klassen von

Manuel Bärtsch, Ricardo Bovino und Iris Haefely

—→ 19.00 Uhr, HKB Burg Biel, Saal 0–01,

Jakob-Rosius-Strasse 16, 2502 Biel / Bienne

Mi, 4. Dez 2013

Vortragsabend Klavier

Es spielen Studierende des Studienbereichs Musik

und Bewegung (Rhythmik) aus den Klassen von

Manuel Bärtsch, Ricardo Bovino und Iris Haefely

—→ 19.00 Uhr, HKB Burg Biel, Saal 0–01,

Jakob-Rosius-Strasse 16, 2502 Biel / Bienne

Do, 12. Dez 2013

Vortragsabend Klavier

Es spielen Studierende des Studienbereichs Musik

und Bewegung (Rhythmik) aus den Klassen von

Manuel Bärtsch, Ricardo Bovino und Iris Haefely

—→ 19.00 Uhr, HKB Burg Biel, Saal 0–01,

Jakob-Rosius-Strasse 16, 2502 Biel / Bienne

Mo, 16. Dez 2013

koop

Kooperation mit Konzert Theater Bern

—→ 19:30 Uhr, KTB, Vidmarhallen,

Könizstrasse 161, 3097 Liebefeld

LESUNGEN/

REFERATE /

Symposien

Do, 14. Nov 2013

Symposium

Wissenschaft und Kunst: Causes of cooperation

ProDoc-Programm Proximate and Ultimate Causes

of Cooperation, Universität Zürich, Anthropologisches

Institut Zürcher Hochschule der Künste

ZHdK, Master Transdisziplinarität

Arbeit mit Tieren: Michael Griesser, Zoologe,

Professor am Anthropologischen Institut der Universität

Zürich und Leiter des ProDoc Programms

Ultimate and Proximate Causes of Cooperation, und

Luzia Hürzeler, Künstlerin, Doktorandin an der

Graduate School of the Arts der Universität Bern

und der Hochschule der Künste Bern

—→ 18.00 Uhr, ZHdK, Hafnerstrasse 41,

8005 Zürich, Raum Dg101

Mi, 20. Nov 2013

!

Forschungs-Mittwoch

Gefährdungen, Bemühungen. Dialoge zur

Inszenierung von Tieren in Museen und Zoos.

Mit Tahani Nadim, Luzia Hürzeler, Julia Siegmundt,

Priska Gisler

—→ 16.00 Uhr, Naturhistorischen Museum Bern,

Vortragssaal, Bernastrasse 15, 3005 Bern

Mi, 27. Nov 2013

!

Forschungs-Mittwoch

Die allmähliche Verfertigung von Krieg und Frieden

beim Malen. Rubens’ Bilddiplomatie.

Prof. Dr. Ulrich Heinen, Universität Wuppertal

—→ 16.00 Uhr, HKB, Fellerstrasse 11, 3027 Bern

Mi, 4. Dez 2013

!

Forschungs-Mittwoch

Buchpräsentation: Der Bergsturz. Im Buch. Und

im Museum. Welche Rolle spielt die Kunst in

kulturwissenschaftlichen Ausstellungen?

Ein Gespräch mit Susanna Kumschick (Gewerbemuseum

Winterthur), Roland Wetzel (Tinguely

Museum Basel), Beat Hächler (Alpines Museum

Bern), Florian Dombois, Priska Gisler, Markus

Schwander, Schirin Kretschmann (Forschungsteam

HKB) anlässlich der Vernissage von Präparat

Bergsturz, Band 2. Organisiert vom FSP Intermedialität.

Mit Apéro.

—→ 18.00–19.30 Uhr, Alpines Museum Bern,

Helvetiaplatz 4, 3005 Bern

Do, 5. Dez. 2013

Typoclub Afterwork Lecture 8.6

Andreu Balius (ES)

—→ 18 Uhr, HKB, Grosse Aula,

Fellerstrasse 11, 3027 Bern

Mi , 11. Dez 2013

Forschungs-Mittwoch

Buchpräsentation: Katalog der Schadensbilder

Spuren und Phänomene an Kunst und

Kulturgut – Papier und:

Der Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum.

Ein Leitfaden

aus der Reihe: Schriftenreihe Konservierung

und Restaurierung

—→ 19.00 Uhr, Buchhandlung Haupt,

Atelier 14B, Falkenplatz 14b, 3012 Bern

!

VERSCHIEDENES

Do, 7. Nov – Fr, 8. Nov 2013

Workshop

STS turns aesthetic: Architecture, design and the

fine arts as epistemic cultures in the making.

Workshop open to the public with Gillian Rose,

Sophie Houdart, Fernando Dominguez Rubio and

others. Organised by Priska Gisler (FSP Intermedialität,

HKB) and Monika Kurath (wohnforum,

ETHZ)

—→ 09.15–18.00 Uhr, ETH Zentrum, ETZ E 81,

Rämistrasse 101, 8092 Zürich,

Mo, 18.– Fr, 22. Nov 2013

Schnupperwoche im Studienbereich

Musik und Bewegung

(Rhythmik)

Schnupperstudium 1 für Studieninteressierte;

Infostand, Präsentation des Studienbereichs durch

Dozierende und Studierende

—→ 09.00–18.30 Uhr, HKB Burg Biel,

alle Räumlichkeiten, Jakob-Rosius-Strasse 16,

2502 Biel / Bienne

Mo, 18. Nov 2013

Master-Thesis-Präsentation

Im Rahmen des Master of Advanced Studies Musik-Management

präsentiert Fredi Bucher sein

Handbuch für den spezifischen Musikschulunterricht

mit sehbeeinträchtigten, sehbehinderten und blinden

Musikschülern

—→ 16.00 Uhr, HKB, Raum 002,

Papiermühlestrasse 13a, 3014 Bern

Di, 19.– Do, 21. Nov 2013

Meisterkurs Klavier mit

Andreas Staier

—→ HKB, Kammermusiksaal,

Papiermühlestrasse 13a, 3014 Bern

Fr, 22. Nov 13

Führung durch den Fachbereich

Konservierung und Restaurierung

der HKB

Im Rahmen der Bethlehemer Kulturtage 2013 vom

22.–24. November 2013.

—→ 14.00 Uhr, HKB, Fellerstrasse 11, 3027 Bern

Sa, 23. Nov 2013

Fachkolloquium zur Erhaltung

komplexer digitaler Kulturgüter

Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren die Absolventinnen

und Absolventen des CAS Identification

of Complex Digital Objects & Understanding

of Cultural Values ihre Zwischenergebnisse nach

dem ersten Studienjahr. Sie stellen ihre Fallstudien

sowie deren Kontext und die erarbeiteten Ergebnisse

vor.

—→ 09.15–15.00 Uhr, HKB, Grosse Aula,

Fellerstrasse 11, 3027 Bern

Sa, 7.– So, 8. Dez 2013

Meisterkurs Kammermusik mit

Gabor Takácz-Nagy

—→ 10.00–17.00 Uhr, HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

Fr, 13.– So, 15. Dez 2013

Workshop Historische Klarinetten

mit Clarimonia Bamberg

—→ 10.00–17.00 Uhr, HKB, Veress Saal,

Papiermühlestrasse 13h, 3014 Bern

Sa, 14.– So, 15. Dez 2013

Workshop Feldenkrais für

Harmonieinstrumente mit

Cinzia Faccin, Milano

—→ HKB, Grosser Konzertsaal,

Papiermühlestrasse 13d, 3014 Bern

! Mehr Informationen zu den so gekennzeichneten

Veranstaltungen auf der gegenüberliegenden

Seite.

«Aufs Ganze

gehen!»

Wie gelingt ein Start ins Berufsleben?

Gibt es Tipps, die diejenigen,

denen es gelungen ist,

weitergeben können? Wir haben

die beiden Filmemacher Simon

Baumann und Andreas Pfiffner

dazu befragt. Sie haben an der

HKB Musik und Medienkunst

studiert. Mit ihrer Firma ton und

bild GmbH und dem Film Image

Problem haben sie von sich reden

gemacht.

Inverview: Gabriela Bader

Simon und Andreas, woran arbeitet ihr gerade?

Andreas Pfiffner: Ich bin an der Fertigstellung

eines Films, mit dem ich die Arbeit des

Regisseurs und Choreografen Cisco Aznar dokumentiere.

Er inszeniert den Ballett-Klassiker

«Le Sacre du printemps» von Stravinsky, in

dem ein junges Mädchen dem Frühlingsgott

geopfert wird. Aznar, der in der Szene als Enfant

terrible gilt, bereitet sich vor, in dem er im Hinterland

Brasiliens während Tagen an afroamerikanischen

Riten und Zeremonien teilnimmt,

bei denen Tiere geopfert werden. Diese Vorbereitungsarbeit

dokumentiere ich. Ende Jahr sollte

der Film – es ist ein Film fürs Fernsehen -

fertig sein.

Simon Baumann: Ich beschäftige mich im

Moment mit der Promotion meines Films «Zum

Beispiel Suberg». Darin setzte ich mich mit dem

Dorf auseinander, in dem ich seit meiner Geburt

lebe. Ich habe für dieses Filmprojekt den ersten

Preis am CH-Dokfilm-Wettbewerb des Migros-Kulturprozent

gewonnen. Das Migros-Kulturprozent

und SRF haben den Film finanziert,

Vom Geist der

Musik

Während erfahrene Musikerinnen oder

Schau spieler vor Beginn ihres Auftritts oft

mit Lampenfieber kämpfen, kennt ein Autor

oder eine Forscherin die Angst vor dem weissen

Blatt Papier. «Aller Anfang ist schwer»,

sagt das Sprichwort – doch Kai Köpp, Inhaber

einer Förderungsprofessur des Schweizerischen

Nationalfonds an der HKB widerspricht:

«Ich mag diese Denkfreiheit, die

Verheissungen eines neuen Forschungsfeldes,

die sich öffnende Perspektive, diesen

Zustand, in dem alles noch möglich ist.»

Von Daniel Allenbach*

——— Seit 2007 ist Kai Köpp am Forschungsschwerpunkt

Interpretation tätig. Wonach sucht er in seiner Forschung? «Es

geht uns um den Geist der Musik – um das Verhältnis von Notiertem

und nicht Notiertem oder sogar nicht Notierbarem.»

Ausgehend von Partituren, historischen Instrumenten und

Spielanweisungen sollen alte Klänge und Ausdrucksmittel im

Heute lebendig werden. Eine Herausforderung sei für ihn die

Offenheit der HKB-Forschung, sowie die «institutionalisierte

produziert wurde der Film von Dieter Fahrer

(Thorberg), respektive seiner Firma. Im November

kommt der Film in die Kinos.

Ihr habt an der HKB Musik und Medienkunst studiert.

War euch von Anfang an klar, dass ihr Richtung

Film gehen wollt?

SB: Nein, ganz und gar nicht! Wir haben

uns in Biel am Rhythmikseminar kennengelernt.

In dieser Ausbildung war der Blick weit, es ging

um Musik, um Bewegung, Theater spielte hinein,

das Pädagogische. Das entsprach mir. Später,

im Studiengang Musik und Medienkunst,

wusste ich im Unterschied zu einigen unserer

Mitstudierenden nach wie vor nicht genau, wohin

die Reise gehen sollte. Ich war zu Beginn

ziemlich orientierungslos – und dadurch offen

für vieles. Es herrschte Aufbruchstimmung, die

Möglichkeiten der Digitalisierung führten zu

einer Demokratisierung des Mediums Film. Es

reizte uns, dessen Möglichkeiten auszuloten.

AP: Auch mir war nicht von Anfang an

klar, was genau ich wollte. Im Rahmen des Studiums

– einer unserer Dozenten war der Filmemacher

Jürg Neuenschwander – mussten wir

während eines Festivals filmen. Wir wussten

kaum etwas von Kameras, vom Filmen überhaupt,

so gesehen war das ein steiler Einstieg.

Ich habe es ziemlich anstrengend in Erinnerung.

Mit dem so Gelernten konnte ich schliesslich

mein Studium finanzieren: Ich filmte zum

Beispiel Vortragsübungen am Konsi.

Kommunikation zwischen den verschiedenen Disziplinen», die

sich auch innerhalb der Berner Fachhochschule vernetzen. «Es

ist nicht immer ganz einfach, aus ganz unterschiedlichen Denkmustern

und Herangehensweisen eine Schnittmenge zu destillieren.»

Doch nicht nur die befruchtende Verständigung mit anderen

Fachrichtungen, auch der Bezug zur Praxis sei unabdingbar: «Die

Musikforschung muss in engem Austausch mit der Musikpraxis

stehen, am besten in Personalunion, indem also die Musiker

selbst forschen und die Forscher selbst Musik machen, wie es in

den Anfängen der Musikwissenschaft im 19. Jahrhundert selbstverständlich

war.» So ist denn auch Kai Köpp neben seiner Arbeit

an den Quellen weiterhin als Bratschist aktiv und versucht umzusetzen,

was er neu für sich entdeckt hat. Im Gegenzug lässt er

sich von den Fragen, die sich während des Spiels ergeben, zu

neuen Recherchen inspirieren.

Ein Signal schafft Aufmerksamkeit

Doch welche Rolle spielt denn nun der Anfang in der Musik? Kai

Köpp als Interpret und als Musikforscher betont die Ähnlichkeit

des Beginns in beiden Disziplinen: «Der Anfang ist zentral in der

Musik. Er muss die Aufmerksamkeit des Publikums wecken, den

Zuhörer in den Bann ziehen. Der erste Eindruck ist entscheidend.»

Aufmerksamkeit holten sich viele Komponisten zunächst mit

einer Ouvertüre oder einer Intrada, doch die Anfänge entwickelten

sich im Verlauf der Musikgeschichte: «Während zunächst

funktionale, laute Anfänge – etwa Signale oder Fanfaren – dominieren,

gibt es in der Romantik den Topos des Antianfangs, der

Musik als etwas Präexistentes, eine Daseinsform ohne Anfang

schildert.» Ein Beispiel dafür ist etwa der Beginn von Gustav

Mahlers erster Symphonie, in der zunächst nur ein einziger leiser

Ton erklingt. Das erste Intervall, eine Quinte, wird nach einer

gefühlten Ewigkeit zum Ereignis – und langsam schält sich aus

dieser zeitlosen Eröffnung ein Motiv und schliesslich die ganze

Symphonie heraus. Allerdings: «Manche Komponisten brechen

auch ganz bewusst die Erwartungshaltung des Publikums, die

jeder Anfang hervorruft. Erik Satie etwa lässt uns ins Leere laufen,

indem er eine Entwicklung verweigert.»

Foto: zvg

Und dann habt ihr, noch während des Studiums,

eure Firma gegründet?

AP: Die richtige Firmengründung als

GmbH erfolgte erst später, 2008. Aber wir haben

erste Projekte in Angriff genommen und

gemerkt, dass es funktionieren kann. Für unser

erstes Filmprojekt «Meeting on the Second

Floor» (2005) über den Musiker Giancarlo Nicolai

haben wir vom Schweizer Fernsehen Geld

bekommen.

Also verlief der Übergang von Studium zum eigenen

Unternehmen naht- und reibungslos?

SB: Die Zeit direkt nach dem Studium war

keine leichte Zeit, erst zwei, drei Jahre nachher

wurde es finanziell einigermassen einträglich.

Der Einsatz hat sich gelohnt, das können wir

heute sagen, aber es brauchte Geduld. Jetzt können

wir von unserer künstlerischen Arbeit leben.

AP: Wir haben am Anfang ziemlich viele

Schulden gemacht, weil wir unser eigenes Material

gekauft haben. So waren wir unabhängig,

mussten keine Mieten bezahlen.

Was habt ihr an der HKB gelernt, das euch nützlich

war im Hinblick auf die Selbständigkeit, das

Berufsleben?

AP: All die Inputs zur Kunst im Allgemeinen,

die waren zahlreich und gut. Und dann die

vielen Kontakte natürlich. Die Vorbereitung auf

das Nachher mussten wir selber leisten. So gesehen

war ich froh, dass wir bereits Projekte

hatten und nicht in ein Loch fielen nach Ende

des Studiums.

SB: Die Auseinandersetzung mit der Kunst,

unabhängig davon, in welcher Sparte sie stattfindet,

fliesst in die eigene Arbeit ein.

Welchen Tipp würdet ihr Studierenden geben,

denen der Schritt ins Berufsleben bevorsteht?

AP: Aufs Ganze gehen. Schon während des

Studiums aktiv sein, Ausschau halten. Und Geduld

haben.

SB: Die Narrenfreiheit nutzen, die Freiräume,

die das Studium bietet. Die Räume bespielen,

die nicht klar fixiert sind.

Mehr Informationen zu Simon Baumann und

Andreas Pfiffner unter www.tonundbild.ch

Wagners Anfänge

Im Moment steht für Kai Köpp die Beschäftigung mit dem diesjährigen

Jubilar Richard Wagner im Vordergrund. Ein Forschungsprojekt

über den Fliegenden Holländer steht kurz vor seinem

Abschluss. Und auch hier wimmelt es nur so von Anfängen: die

erste von Wagner als vollgültig akzeptierte Oper, die erste Oper,

die er selbst an einem grossen Opernhaus – in Dresden – leitete.

Letzteres muss eine zwiespältige Erfahrung gewesen sein: «Wagner

hatte überhaupt keine Kompetenzen, noch nicht einmal den

Titel als Kapellmeister. Und so war das Ganze ein einziger Kampf

mit dem Konzertmeister, der dem Orchester seinen Stempel aufdrückte,

und den Sängern, die ebenfalls machten, was sie wollten.»

Nicht einmal den Beginn seiner Musik wollte man gelten

lassen. Der französische Komponist und Musikschriftsteller Hector

Berlioz bemängelte die Ouvertüre, die mit einem düsteren

Tremolo ansetzt und eine Geisteratmosphäre schafft. Allzu simpel

schien dem Franzosen dieses Merkmal deutscher Schauer-Romantik,

das Wagner in den Werken Carl Maria von Webers bewunderte.

Nun, Wagner zeigte sich einsichtig und liess das Eingangs-Tremolo

mit roter Farbe durchstreichen. Den Forscher

interessieren diese Ursprünge dennoch – und für die geplante

auszugsweise Aufführung 1 orientiert er sich an der Dresdner Originalversion:

«Der Anfang ist natürlich etwas altmodisch, aber

hinsichtlich der Atmosphäre trotzdem sehr effektvoll. Ausserdem

sind die Noten das eine, doch wichtiger ist die Werkidee, die mitwächst

und sich der jeweiligen Zeit anpasst. Deshalb kann auch

jeder Interpret, jede Inszenierung wieder ganz neu anfangen.»

1. Zentrum Paul Klee, Fr, 22. November 2013: «Befrag’ die Meere aller Zonen»

– Richard Wagners Flucht in den Fliegenden Holländer.

Ein transdisziplinärer Jubiläumsanlass zu 10 Jahren Hochschule der Künste

Bern und zum Wagner-Jahr 2013 (siehe auch Agenda, nächste Seite)

* Daniel Allenbach ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der

Forschung an der Hochschule der Künste Bern tätig.


——— Quai de Brig. Notre groupe s’agglutine aux portes du train. Dans

le wagon, ça remue, chacun se cherche un siège. Un corps lesté, ça prend du

temps. Derrière, le contrôleur italien nous presse, l’air déçu. Notre indiscipline

l’accable. Est-ce qu’on causera du retard à son train ? Il voudrait tant

en finir avec la réputation. Enfin les wagons s’ébranlent, à peu près à l’heure.

On tient dedans tant bien que mal, agglutinés plus qu’avant. Nos bagages

vacillent, les mains cherchent des poignées et tombent sur ce qu’ils trouvent :

un accoudoir, un autre bras. Une voix lance la phrase usuelle : « Tout le monde

est là ? » Le voyage peut démarrer. On est une file éclaboussée en partance

pour le Sud. Peut-être nous fallait-il ce chaos inusable des départs pour

commencer.

Quai de Venise. Sind wir wirklich alle da? Il faut monter. Nos bagages

faits à la va-vite ont une curieuse allure. Quelque chose semble déborder de

chaque sac à dos, de chaque valise. Sur les tablettes on déballe les provisions,

le pain, les fromages, les fruits, les biscuits. Le visible et l’invisible s’accumulent

par-delà ces autels de fortune et circulent sans qu’on n’en distingue

plus l’origine ni la frontière. Quelque chose a eu lieu. Mais quoi exactement ?

Le wagon entier s’égosille et somnole tour à tour. Sous les paupières, déjà,

se tricotent les souvenirs. Venise, celle qui nous a tous égarés, miroite encore

quelque part, fugitive et impensable. Où se termine-t-il, au fond, le commencement

du voyage ?

Anne-Sophie Subilia

——— Peut-être avions-nous pris le traghetto. Je ne me souviens plus.

Una goccia più una goccia, fanno una goccia più grande, non due. Il y avait

eu le village de pêcheurs sur l’une des îles voisines, était-ce le même jour ?,

juste après ou juste avant. Il faisait terriblement froid. Il y avait cette femme

qui répétait sans cesse la même chose en italien, qui parlait du temps,

comme il faisait froid malgré le soleil. Et puis autre chose, peut-être à propos

de son mari. Ensuite, ou le jour d’après, nous étions allés nous réfugier

dans un café, le seul de l’île, rempli des vieux du coin. J’avais trouvé une

église à moitié en ruine, un peu plus loin. Un lieu effrayant, émouvant. Je

ne sais plus à quoi il ressemblait. Vide. La promenade avait duré plusieurs

heures. Certains en groupe, d’autres seuls. Une zone industrielle de Venise,

avec des bateaux et des ouvriers. Quelque chose qui me rappelait une balade

faite au bord de la rivière menant de Sendai à la mer, quelques années plus

tôt, avant le tsunami. Beaucoup de silence. Un abri aux fenêtres clôturées,

portes cadenassées. Un air de bunker, une impression de danger, de guerre.

Fausse tension. Je suis toujours dans un film. Je me récite des phrases de

Nostalghia en italien. Una goccia più una goccia, fanno una goccia più

grande, non due. Un terrain de jeu pour adultes. Des heures et des heures

sans un palais, sans un balcon, sans un pont. Sans un seul promeneur. Des

plantes gigantesques, inhabituelles. Une fille qui se prend pour un oiseau.

Cléa Chopard

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BESTE

STUDIEN

Comment ça

Venedig?

Venedig, Biennale, Studienreise: wie entsteht auf diesem

Hintergrund ein literarischer Text? Vier französischsprachige

Studierende aus dem Schwerpunkt Literarisches

Schreiben des Masters Contemporary Arts Practice haben

geschrieben. Das Ergebnis? Venedig, Biennale, Studienreise,

viermal anders, nämlich – viermal Literatur.

PLÄTZE

KONZERT UND THEATER GÜNSTIGER ALS KINO!

——— Il faut qu’il aille chez le coiffeur. V. et E. ont dit qu’ils allaient visiter

le pavillon irlandais, parce que L. a dit qu’il y avait vu das stärkste Werk

der Biennale. Il aimerait bien y aller aussi mais il faut qu’il se fasse couper

les cheveux. Il marche vers l’est, au-delà de la boutique de plumes à encre.

Il tourne à gauche, à droite, monte quelques marches, passe au-dessus d’un

canal, redescend quelques marches, tourne à gauche. Il fait ce genre de choses

pendant dix ou vingt minutes. Arrivé à une petite place, il s’assied, il n’y a

jamais de banc dans cette ville mais au centre de chaque place un puits verrouillé

d’une plaque de fer, dos auquel on peut s’asseoir. Ses jambes tirent,

c’est le dernier jour, il a une légère indigestion contemporaine. Par hasard il

remarque, en face de lui, l’enseigne d’un coiffeur. Il se lève et entre « chez

Claudio », qui est au téléphone. Au mur blanc est vissée une étagère isolée,

pleine de guides de voyage bleus : Mexique, Australie, Prague. Un bref instant,

il se demande s’il est en train de regarder une œuvre politique. Il est le seul

client. « Venise, c’est pas comme en Sicile ! », dit Claudio en raccrochant.

Il déambule dans la seule salle du premier étage. Il regarde très attentivement

chaque petite sculpture d’argile gris, il s’arrête lentement devant

chaque petite cage en verre et lit avec une délectation à chaque minute davantage

prédéterminée la petite plaque où est inscrite la légende bilingue

de l’œuvre. Les gens gloussent. Il croise S. et V. : « C’est génial, hein ? Tu les

connaissais pas ? Ils ont aussi fait ceci et cela … » Tout le monde les connaît,

sauf lui. Il se sent comme le mec qui n’a encore jamais lu la meilleure BD du

monde et qui vient d’atterrir en page de garde. Plus tard il dira qu’il a adoré

les artistes suisses, là, comment, Lindt et Sprüngli ? et ça fera rire une personne

sur deux. Pour le moment il veut que ça ne finisse jamais, malgré les

jambes qui tirent. Devant les patates, grosses, moyennes et petites, A. le

rejoint. « C’est incommensurable … »

——— L’univers (que d’autres appellent la Bibliothèque) se compose d’un

nombre indéfini, et peut-être infini, de galeries et de passerelles, de cul-desac

et de petites places, de ruelles étroites et de ponts, dont le dernier, Le

quatrième Pont (ouverture prévue dans le 2008), possède l’histoire bizarre

de ces ouvrages qui existent sur papier mais pas en vrai, qui existent en tant

qu’idée, plan, description dans un guide, en tant que controverse et compromis,

qui existent depuis les années 1990 puis cessent d’exister au moment

de leur matérialisation. En 2013 l’ouverture du Pont est toujours prévue

« dans » le 2008 et on m’affirme encore qu’il n’y a que trois ponts sur le

Canal Grande : l’Accademia, le Rialto, et celui qui permet de rejoindre la gare

Santa Lucia.

Anonyme

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Schaufenster

La mère : Un, deux, trois, quatre,

cinq, six !

Rychner, Antoinette. 2 De mémoire d’estomac : ou L’invention du violon.

Carnières-Morlanwelz. Lansman, 2011

Lorsqu’il arrive au sommet, le randonneur

a un petit choc.

Rychner, Antoinette. 2 Petite collection d’instants-fossiles. Charmey. Les Editions de l’Hèbe, 2010

Was, Wasser, fragt die Tante am Stammtisch

in der Helvezia und schaut den

Alexi an, spinnst du jetzt denn ganz.

Camenisch, Arno. 2 Ustrinkata. Holderbank SO. Engeler, 2012

Der Senn hängt an seinem Gleitschirm in

den Rottannen unterhalb der Hütte der

Alp am Fusse des Sez Ner.

Camenisch, Arno. 2 Sez Ner. Basel. Engeler, 2009

Hinter dem Bahnhof stehen die Autos

der Soldaten.

Camenisch, Arno. 2 Hinter dem Bahnhof. Holderbank SO. Engeler, 2010

Warum bist du aus der Bar abgehauen,

fragt der Franz.

Camenisch, Arno. 2 Fred und Franz. Holderbank SO. Engeler, 2013

Ich will, dass du weißt, was ich

vergessen muss.

Dürig, Regina. 2 Katertag: Oder: Was sagt der Knopf bei Nacht? Hamburg. Chicken House/Carlsen, 2011

Gleich wirst du dich in meiner hellblauen

Unterhose mit dem altmodischen Eingriff

aufs Bett setzen und rauchen.

Fröhling, Simon. 2 Lange Nächte Tag. Zürich. Bilgerverlag, 2010

On croit tout savoir des montagnes, parce

qu’on ne voit que ce qu’on est venu trouver:

chalets, neige, mélèzes.

Gsell, José. 1 Montagne. Suivi de Ville. Bienne. Éditions du Noyau, 2013

Das monochrome Blau steckt

hinter Plexiglas.

Gugger, Bettina. 2 Musen und Museen. Basel. Büro für Problem, 2013

Am Abend versuche ich, zu Hause

zu bleiben.

Nawrat, Matthias. 2 Wir zwei allein. Zürich. Nagel & Kimche, 2012

Alice regarde par la fenêtre, le soir tresse

une nuit de décembre.

Jobin, Elisabeth. 2 Anatomie de l’hiver. Vevey. Editions de l’Aire, 2011

Si je m’insère dans le tube, si je me laisse

tomber dans le trou alors que je ne connais

pas sa profondeur, parce que le trou est

noir comme les ténèbres ou comme du

cirage, et rien ne m’assure qu’il ait une fin,

encore moins qu’il soit la voie vers une

destination.

Maret, Julien. 2 Rengaine. Paris. José Corti, 2011

Wir spielen Land.

Mezger, Daniel. 2 Land Spielen. Zürich. Salis, 2012

Tu disais – Je suis vivant.

Poget, Pierrine 1 . C’était le mois de taille. Poèmes. Genève. Éditions des sables, 2013

Und nach mucksmäusleinstillem

Anschleichen …

Fehr, Michael. 2/4 Kurz vor der Erlösung. Luzern. Edition spoken script, 2013

dans lgran atelier génoi / sur lgran

foteuil jmassoi / et jaten la / cla poési

me vienn.

Sbrissa, Isabelle. 4 Poèmes poèmes 1. Genève. Editions Disdill, 2013

Nur Jans Schopf und seinen Nacken sehe

ich, als ich die Strasse hinter dem Parkplatz

überquere und den Strandaufgang

über die Dünen hinauflaufe, als ich an

meine linke Ferse greife und einen Schuh

abstreife und im Hüpfen den anderen.

Vasarhelyi, Henriette. 3 immeer. Zürich. Dörlemann, 2013

wie ein fresko, das vom rand her eitert,

sagst du.

Westermann, Levin. 2 Unbekannt verzogen. Wiesbaden. Luxbooks, 2012

Letizia! Le cri résonne comme tous les

matins, strident, profond, grave.

Brügger, Arthur. 2 Ciao Letizia. Genève. Editions Encre Fraîche, 2012

Ich schlafe auf dem Balkon.

Marino, Patric. 2 Nonno spricht. Bern. Lokwort, 2012

Meinerseits war ich oft allein mit

den Büchern.

Elmiger, Dorothee. 2 Einladung an die Waghalsigen. Köln. Dumont, 2010

1 StudentIn im Bachelor in Literarischem Schreiben

2 AbsolventIn des Bachelors in Literarischem Schreiben

3 StudentIn im Master of Contemporary Arts Practice,

Vertiefung literarisches Schreiben

4 AbsolventIn des Masters of Contemporary Arts Practice,

Vertiefung literarisches Schreiben

Aller Anfang ist … entscheidend und vieldeutig!

Sie finden auf der Titel- und auf der Rückseite dieser Ausgabe der HKB-Zeitung Anfangssätze aus den in Buchform publizierten Werken der AbsolventInnen und Studierenden des Schweizerischen Literaturinstituts

(ein Fachbereich der HKB) und des Masterstudiengangs Contemporary Arts Practice / Vertiefung literarisches Schreiben. Die Bücher sind im Handel erhältlich. Wir wünschen gute Lektüre! Die Redaktion

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