"Toleranz statt Wahrheit?" - Leseprobe

presseekbo

Leseprobe

Zur Einführung

von Andreas Goetze

„Will man die Religion verstehen, muss man sie durch die Augen deren sehen, die nach ihr

leben“ (Chris T. R. Hewer, Islamwissenschaftler)

„Keiner von uns sage, er habe die Wahrheit schon gefunden. Lasst sie uns vielmehr so

suchen, als ob sie uns beiden unbekannt sei“ (Augustinus, Kirchenvater)

I.

Macht der Glaube an den einen Gott intolerant?

Auf der einen Seite: Der Monotheismus (der Glaube an den einen einzigen Gott) steht unter

Gewaltverdacht. Und die Geschichte zeigt, dass im Absolutheitsanspruch religiöser wie

politischer Ideen die Saat für Unheil, Leid und Tod begründet sein kann. Mit der

Unterscheidung zwischen wahr und falsch in der Religion sei die Unterscheidung zwischen

Gläubigen und Ungläubigen strukturell unausweichlich gegeben, ist die Grundthese des

Ägyptologen Jan Assmann 1 . Und er stellt damit die Vereinbarkeit eines „Glaubens an den

einen Gott“ mit den modernen demokratischen und pluralen Gesellschaften in Frage. Der

Glaube an den einen Gott kann aus einem Gefühl der Überlegenheit zu Ausgrenzung, Gewalt

und Unterdrückung führen.

Auf der anderen Seite: Da ist der eine Gott, der das Universum schuf und den Menschen

(Genesis 2,7). Dabei erzählt der ältere der beiden biblischen Schöpfungsberichte zunächst nur,

dass ein Mensch geschaffen wurde – ein starkes Symbol für die Gleichheit und Einheit aller

Menschen, wie die jüdische Auslegung festhält: „Warum schuf Gott nur einen Menschen?

Damit sich niemand auf seine Abstammung berufe und zu seinen Mitmenschen spreche: Ich

bin etwas Besseres als der andere“ 2 .

Dieser Monotheismus ist verbunden mit der Aufforderung zur rechten Lebensführung, die

Alltag und Kulthandlungen zugleich umfasst. Die Rechts- und Lebensordnungen beinhalten

grundlegende Aussagen zur sozialen Fürsorge, zum Schutz des Fremden, zum Verzicht auf

ungerechtfertigte Vergeltung. Das findet sich in Thora, Neuem Testament und Koran

gleichermaßen. Diese Ordnungen sind nicht freiwillige Leistungen weniger für viele, sondern

gelten als Gebote Gottes unumstößlich. Auf diese Weise garantiert der Glaube an den einen

Gott Rechtssicherheit und entfaltet Protestpotential gegenüber jeglicher menschlicher

Willkür-Herrschaft. Der Glaube an den einen Gott kann mit seiner universalistischen Sicht die

Tür für Toleranz, zum gelingenden Zusammenleben, zum Frieden öffnen.

Die monotheistischen Religionen sind in ihrer Vielfalt durch die Geschichte hindurch von

beiden Sichtweisen geprägt worden. Und sie sind herausgefordert, ihr Selbstverständnis

zwischen diesen beiden Polen zu klären und sich selbstkritisch zu befragen, in welche

Richtung ihr zukünftiger Weg spirituell und theologisch gehen soll. Wie lassen sich

gewaltträchtige und Frieden fördernde Potentiale in den jeweiligen heiligen Texten

unterscheiden und bewerten? Welche Traditionen gewinnen die Oberhand und werden

1 Jan Assmann, Moses in Ägypten. Entzifferung einer Gedächtnisspur, München 1998, weiter entwickelt in

ders., Die mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus, München 2003.

2 Mischna b.San. IV,5.

1


prägend für Theologie, Recht, Lebensgestaltung und innerhalb der Volksfrömmigkeit? Die

Religionsgemeinschaften müssen sich um ihres Glaubens willen viel intensiver mit ihren

Heiligen Schriften und Traditionen befassen und Kriterien für die Auslegung und Bedeutung

einzelner Quellen erarbeiten.

Die sich dabei stellenden Fragen nach dem Verhältnis von Wahrheitsanspruch und Toleranz

und damit nach der grundsätzlichen Dialog- und Pluralismusfähigkeit der Angehörigen der

verschiedenen Religionsgemeinschaften. Wenn die eigene religiöse Tradition dazu anleitet,

auch die eigenen Quellen, Grundlagen und Traditionen und damit den eigenen Glauben und

das eigene Verhalten selbstkritisch zu überprüfen, stellt die eigene Tradition selbst eine

gewaltmindernde Qualität bereit. Sie kann befähigen, sich gegenüber anderen, die anders

glauben, nicht abwertend und verurteilend zu äußern.

Wenn es nicht nur um die wortwörtliche Umsetzung von unveränderlich feststehenden

Glaubensnormen und Verhaltensregeln aus früheren Zeiten geht, kann sich Dialog- und

Pluralismusfähigkeit entwickeln. Und diese Fähigkeit ist in einem demokratischen Rechtsstaat

dringend notwendig – und damit auch der Dialog mit Menschen anderer Religionen und

Weltanschauungen. Wiederholende Begegnungen und das Wissen um die Grundlagen des

anderen können helfen, einander mehr zu respektieren und schließlich zu akzeptieren mit all

der wahrgenommenen Unterschiedlichkeit.

II.

Ist damit Toleranz mehr gefragt als Wahrheit? Insbesondere in einer Stadt wie Berlin, der

Stadt in Europa mit den meisten Religionsgemeinschaften? Wie lässt sich in einer so

multireligiösen und zugleich postmodernen Gesellschaft, in der jede und jeder sich seinen/

ihren eigenen Glauben zurechtlegen kann, miteinander von der Wahrheit reden, wenn die

einzige Wahrheit darin zu bestehen scheint, dass es keine Wahrheit gibt – zumindest keine,

die vom Menschen auszusagen ist? „Niemand hat die Wahrheit für sich gepachtet“ ist ein

bekanntes Sprichwort. Soll also die Frage nach der Wahrheit nicht sogar grundsätzlich

aufgeben werden, weil sie zu Intoleranz führt? Hat sich die Wahrheitsfrage damit erledigt? Es

stellt sich die Frage, ob und wenn ja, wie der Wahrheitsanspruch der Religionen mit Toleranz

zu verbinden ist.

Berlin ist auch die Stadt mit einer großen islamischen Vielfalt. Über 80 Moscheegemeinden

sind in der Hauptstadt zu finden. Zudem sind viele Muslime gar nicht in den Verbänden

organisiert. Dem christlich-islamischen Dialog kommt dementsprechend eine besondere

Bedeutung zu. Bischof Dr. Markus Dröge erläutert vor diesem Berliner

Erfahrungshintergrund Visionen, Voraussetzungen und Chancen des christlich-islamischen

Dialogs. Und Roland Herpich, der Direktor des Berliner Missionswerkes, geht dem

spannungsvollen Verhältnis von Mission, Toleranz und Dialog nach und untersucht die

Veränderungen, die sich im Laufe des letzten Jahrhunderts im Rahmen der

Missionsgeschichte ergeben haben.

In einem Grundsatzartikel entfalte ich einen evangelisch zu verantwortenden Toleranzbegriff,

der die Wahrheitsfrage nicht ausklammert und dabei Toleranz nicht nur pragmatisch versteht,

sondern von innen, aus dem eigenen spirituellen und theologischen Selbstverständnis heraus

begründet. Entscheidende Grundlage für eine „spirituelle Toleranz“ sei dabei die Haltung der

Lebensrecht gewährenden Liebe Gottes, wie sie sich aus der Botschaft des Kreuzes Christi

erschließt.

2


Die jüdische Perspektive, die Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka darlegt, nimmt ihren

Ausgangspunkt bei den geschichtlichen Erfahrungen der Intoleranz und Verfolgung, denen

Juden durch die Jahrhunderte ausgeliefert waren. Die geistesgeschichtlichen Impulse

jüdischer Denker zur Religionsfreiheit und zur europäischen Aufklärung knüpfen dabei an die

noachidischen Regeln an und an ein jüdisches Selbstverständnis, das dogmatische

Festlegungen vermeidet.

III.

Intoleranz entsteht durch Unkenntnis. Insbesondere das westeuropäische Islambild ist medial

verzerrt. Die Vielfalt islamischen Glaubens, die unterschiedliche Praxis und die

dahinterstehenden Glaubensüberzeugungen sind uns immer noch weitgehend unbekannt. Will

man aber eine Religion verstehen, muss man lernen, sie durch die Augen derer zu sehen, die

nach ihr leben. Bei all den Diskussionen um und über den Islam, das Judentum und das

Christentum geht es viel zu wenig um das Spirituelle, um die geistlichen Grundlagen und um

das Verhältnis zu Gott. Darauf macht der britische Islamwissenschaftler Dr. Chris Hewer in

seinem Beitrag aufmerksam. Jenseits aller politischen und ideologischen Ziele, für die der

Islam in den Dienst genommen wird, sucht Hewer die spirituellen Grundlagen und das innere

religiöse Selbstverständnis der Muslime aufzuzeigen.

Seine Darstellung ist herausfordernd gegenüber der klassischen juristischen Sicht aus der

Frühzeit des Islam, die in der etablierten islamischen Theologie fest verankert ist. Nach dieser

hat die Anfangszeit im 7. Jahrhundert, so wie ihn die islamische Traditionsgeschichte erzählt,

vorbildhaften Charakter und gilt in ihren Grundzügen bis heute als erstrebenswertes Ideal.

Danach war der Prophet Muhammad zugleich Verkünder göttlicher Offenbarungen,

Gesetzgeber, Heerführer und politischer Herrscher, so dass sich eine enge Verbindung von

Religion und politischem Engagement nahelegt.

Der radikale Islamismus des 20. Jahrhunderts, der sich nicht nur den Terrorakten des 11.

September gespiegelt hat, hat in den letzten Jahrzehnten die These von der Identität von

Religion und Staat so verinnerlicht, dass sie heute als Allgemeingut des Islams angesehen

wird. Hewer erinnert zu Recht daran, die spirituelle Dimension nicht zu vernachlässigen, weil

in ihr das in der Religion verankerte Potential zu Veränderungen und Reformen liegt. Dabei

werden die beiden Pole, die politische und die spirituelle Dimension der Religion, im Islam

auf besondere Weise verbunden und stets aufeinander bezogen bleiben.

Die ungeheure Vielfalt und Verschiedenartigkeit der islamischen Strömungen und der

gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der muslimischen Welt führen jedes

ungeschichtliche und dogmatische Vorverständnis des Islams ad absurdum. Der Islam ist

weder eine grundsätzlich problematische Religion noch idealisiert eine friedliche, tolerante

Religion – das gilt im Übrigen für alle Religionsgemeinschaften.

Diesen beiden Sichtweisen ist gemeinsam, dass sie davon ausgehen, dass eine Religion eine

feststehende Größe ist, die keinen evolutionären Veränderungen und Entwicklungen

unterworfen sei. Völlig ausgeblendet bleibt, dass sich jede Religion in den verschiedenen

Regionen der Welt ganz unterschiedlich entwickelt hat, je nach sozio-ökonomischem und

politischem Kontext. Für den Islam heißt das: Der Islam existiert nicht in einem abstrakten

Sinn bzw. in einem ahistorischen Vakuum, sondern seine Quellen (Koran, Sunna,

Prophetenbiographien) wurden und werden ständig neu interpretiert.

3


Von außen ist es nicht gerechtfertigt, eine misslingende Praxis mit dem eigenen idealen

Selbstverständnis zu vergleichen 3 . Ebenso wird es im interreligiösen Dialog auf Dauer nicht

genügen, alle Anfragen und Einwände zurückzuweisen und aufgetretenen Probleme innerhalb

der eigenen Religion auf menschliche Schwäche und menschliches Versagen zu schieben,

ohne die religionsimmanenten Voraussetzungen zu benennen. Der Islamwissenschaftler

Lukas Wick bemerkt dazu im Blick auf die etablierte islamische Theologie 4 : „Das

Bewusstsein, theologische Prämissen könnten zumindest mitverantwortlich für solche

Einwände sein, ist dabei stark unterentwickelt. Das Ausblenden des theologischen

Konfliktpotentials führt jedoch zu einer unvollständigen Analyse“.

Entscheidend ist daher für alle Religionsgemeinschaften, ein offeneres Verständnis zu ihren

eigenen heiligen Schriften und Traditionen zu entwickeln, eine kritische theologische

Vernunft. Dazu gehört vor allem die Fähigkeit zur theologischen Selbstkritik, die sich nicht

darin erschöpfen kann, die Bedenken gegenüber dem säkularen Verfassungsmodell mit rein

sozialen und politischen Missständen oder falschen Interpretationen der islamischen Quellen

zu erklären, worauf der Rechts- und Islamwissenschaftler Mathias Rohe in seinem Beitrag

aufmerksam macht. Toleranz verstanden als bloße Duldung Andersgläubiger kann nicht mit

einer Religionsfreiheit gleichgesetzt werden, die religiöse Diskriminierung verbietet.

In den Beiträgen der Islamwissenschaftler Kadir Sanci und Prof. Dr. Mouchanad Khorchide,

wird die aktuelle Diskussion innerhalb der islamischen Theologie über die Deutung der

Quellen spürbar. Es zeigt sich ein innerislamischer Diskussionsprozess zwischen einer

weniger stark oder einer stärker ausgeprägten selbstkritischen Haltung und zwischen einem

mehr duldenden, Schutz gewährenden Toleranzverständnis und einer theologischen

Entwicklung, die ermöglicht, echte Religionsfreiheit zu gewähren. Sanci bringt die klassische

islamische Sicht zum Toleranzverständnis ein. Khorchide legt als Inhaber des Lehrstuhls für

islamische Religionspädagogik an der Universität Münster besonders Wert auf die

Erarbeitung von Grundvoraussetzungen eines islamischen Selbstverständnisses, dass junge

Muslime in Deutschland anzusprechen vermag. Für ihn besteht ein gewaltiger Unterschied

darin, ob man seine Beziehung zu Gott über Gesetze juristisch definieren will oder vielmehr

spirituell über eine wechselseitige Liebe zu Gott.

IV.

Berlin ist eine Einwandererstadt – und sie war es schon immer. Darauf weist Dr. Bernd Krebs

hin, der als Pfarrer in Rixdorf-Neukölln die reformierte Gemeinde betreut. Fanden im 18.

Jahrhundert die Böhmen Zuflucht und Arbeit in Rixdorf, so leben heute vor allem Muslime

aus der Türkei und aus dem arabischen Raum in Neukölln. In christlich-islamischen

Dialoginitiativen und in der Stadtteilarbeit von Kirche, Diakonie und Quartiersmanagement

des Bezirkes geht es um das gelebte tägliche Miteinander, as nicht immer einfach ist. Dass

dabei auch die muslimischen Gemeinschaften ebenso wie die Evangelische Kirche in Berlin

Veränderungsprozesse durchgemacht haben, beschreibt Dagmar Apel, die seit vielen Jahren

im interreligiösen Dialog in Berlin engagiert ist und den Islam-Arbeitskreis der Landeskirche

in Berlin mit begründet hat.

Die preußischen Tugenden Verlässlichkeit und Toleranz haben sich im Miteinander auch bei

schwierigen Begegnungen bewährt. Auch dafür steht Berlin: Das Menschenrecht der

3 So der unterschwellig anklingende Grundton in der Handreichung des Rates der EKD, Klarheit und gute

Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland (EKD-Texte 86), Hannover 2006.

4 Lukas Wick, Die politische Moderne als Herausforderung für die islamische Theologie, in: Materialdienst der

EZW 3/2011, S. 84.

4


Glaubens- und Gewissensfreiheit fällt nicht vom Himmel, es muss im Dialog erworben

werden, gerade auch in Konfliktsituationen. Toleranz leben, Vielfalt fördern: im christlichen

Kontext steht dafür der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg. Pröpstin Friedericke von

Kirchbach beschreibt das behutsame und nicht immer einfache Miteinander der

Konfessionsfamilien in den sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen.

Toleranz und Offenheit fordert auch der Dialog mit den Menschen, die gar nicht mehr an Gott

glauben, ja, mehr noch: die die Frage nach Gott nach zwei Diktaturen überhaupt vergessen

haben. Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche Anhalts, wirbt dafür, in

der besonderen Situation Mitteldeutschlands nicht nur zu warten, bis man gefragt wird,

sondern sich aktiv als Christin und Christ in die Gesellschaft einzubringen und Zeugnis von

dem Glauben zu geben, der einen selbst trägt. Denn zum einen erschöpfe sich Toleranz nicht

in einem bloßen Nebeneinanderher, zum anderen bedeute Mission schlicht, „den Glauben

anzubieten“ und erkennbar werden zu lassen.

V.

„Als evangelische Christinnen und Christen nehmen wir den Pluralismus in unserer

Gesellschaft als Chance und Herausforderung an. Dabei wollen wir unseren Glauben offen

bekennen, leben und für ihn werben. Glaubensgewissheit und Toleranz gehören für uns

zusammen“ 5 . Mit diesem Zitat aus der Kundgebung der 10. Synode der Evangelischen Kirche

in Deutschland (EKD) aus dem Jahre 2005 eröffnete Bischof Dr. Dröge die Frühjahrssynode

2013 der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) 6 .

Glaubensgewissheit und Toleranz gehören zusammen: für den interreligiösen Dialog und den

Dialog mit den Weltanschauungen zugleich eine Herausforderung wie eine wesentliche

Grundlage. Die Begegnungen mit Menschen anderer Konfessionen, anderer Religionen oder

anderer Herkunft, wie sie das Berliner Missionswerk aufgrund seiner Partnerkontakte und

seiner Arbeitsfelder in den Bereichen Ökumene, Mission und Zeugnis, Dialog und Integration

ermöglicht, möchten auch weiterhin diesen Dialog fördern und unterstützen.

5 . Diese erste These sowie alle weiteren Thesen siehe unter

www.ekd.de/synode2005/beschluesse_kundgebung.html

6 EKBO (Hg.), Toleranz nach evangelischem Verständnis. Synodale Texte, Vorträge, Geistliche Worte.

Frühjahrssynode 2013, Berlin 2013, S. 35.

5

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine