Planung & Anwendung Systemdach - Eternit AG
Planung & Anwendung Systemdach - Eternit AG
Planung & Anwendung Systemdach - Eternit AG
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AUSGABE 2013<br />
PLANUNG UND ANWENDUNG<br />
ETERNIT SYSTEMDACH EQUITONE<br />
DACH & FASSADE
ETERNIT SYSTEMDACH EQUITONE<br />
Mit <strong>Eternit</strong> Materialien werden seit über 100<br />
Jahren Dächer und Fassaden realisiert.<br />
An diese Tradition anknüpfend steht das <strong>Eternit</strong><br />
<strong>Systemdach</strong> Equitone als Bindeglied von Dach<br />
und Fassade für eine einzigartige Ästhetik –<br />
geradlinig, modern und individuell.<br />
Durch wenige, präzise Linien erhält die Dachfläche<br />
mit einer Eindeckung aus <strong>Eternit</strong> Fassadentafeln<br />
Equitone Textura und Pictura eine<br />
klare Gliederung. So können architektonische<br />
Akzente mit der Einheit von Fassade und Dach<br />
oder durch die klare Abgrenzung der Bauteile<br />
gesetzt werden.<br />
Ob Wohnhaus, Bürogebäude, Kindergarten oder<br />
Schule, höchste bautechnische und gestalterische<br />
Ansprüche werden mit dem <strong>Eternit</strong><br />
<strong>Systemdach</strong> Equitone erfüllt, für Dächer die<br />
funktional überzeugen und optisch faszinieren.<br />
Verschiedene Deckungsbilder und Oberflächen<br />
sowie 30 Standardfarben eröffnen einen weitreichenden<br />
Gestaltungsspielraum. Für Ihre persönliche<br />
Farbgestaltung steht Ihnen eine große<br />
Palette von Farben, nach technischer Machbarkeit,<br />
zur Verfügung. So können individuelle,<br />
matte und blendfreie Dachflächen realisiert<br />
werden.<br />
Bereits ab einer Dachneigung von 7° schützt<br />
der funktionelle Dachaufbau vor Wind und<br />
Wetter und hilft Heizkosten zu sparen. Die<br />
sturmfeste Schraubverbindung gibt Sicherheit<br />
und trotzt Wetterkapriolen.<br />
Die Dacheindeckung aus großformatigen<br />
<strong>Eternit</strong> Fassadentafeln aus Faserzement ist<br />
nichtbrennbar (Baustoffklasse A2-s1,d0)<br />
und sicher gegen Flugfeuer und strahlende<br />
Wärme. Zudem zeigt sie eine geringe<br />
Geräuschbelastung durch Regen und Hagel<br />
oder durch Knackgeräusche bei wechselnden<br />
Temperaturbelastungen.<br />
Mit dem <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone werden<br />
Dächer zu nachhaltigen, dauerhaften<br />
und wertbeständigen Konstruktionen.<br />
Umweltproduktdeklarationen beschreiben<br />
und analysieren Bauprodukte über ihren<br />
gesamten Lebenszyklus und dienen als<br />
Grundlage zur Bewertung der Nachhaltigkeit<br />
von Gebäuden. Die Umweltproduktdeklarationen<br />
liegen für die eingesetzten<br />
Produkte vor.<br />
Neben dieser <strong>Planung</strong>sunterlage finden Sie<br />
weiterführende Informationen, Ausschreibungstexte<br />
und CAD-Details im Internet<br />
unter www.eternit.de als Download.<br />
Darüber hinaus bieten qualifizierte Dachund<br />
Fassadenexperten eine individuelle<br />
objektbezogene Beratung – am Telefon oder<br />
vor Ort. Insbesondere in Fragen der Detailplanung,<br />
Ausschreibung und Wirtschaftlichkeitsoptimierung<br />
unterstützen wir Sie in<br />
allen Phasen des Bauprozesses. Nutzen Sie<br />
unser Knowhow. Wir sind offen für Ihre<br />
Ideen.<br />
<strong>Eternit</strong> Fassadentafeln EQUITONE [textura]<br />
<strong>Eternit</strong> Fassadentafeln EQUITONE [pictura]<br />
Impressum:<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>AG</strong> · Vertrieb<br />
Redaktion: Tanya Henze<br />
Sitz der Gesellschaft:<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>AG</strong> · Im Breitspiel 20 · 69126 Heidelberg<br />
Handelsregister: Mannheim HRB 337456<br />
Technischer Stand 2013<br />
Alle Hinweise, technischen und zeichnerischen<br />
Angaben entsprechen dem derzeitigen technischen<br />
Stand sowie unseren darauf beruhenden<br />
Erfahrungen. Die beschriebenen <strong>Anwendung</strong>en<br />
sind Beispiele und berücksichtigen nicht die<br />
besonderen Gegebenheiten im Einzelfall. Die<br />
Angaben und die Eignung des Materials für die<br />
beabsichtigten Verwendungszwecke sind in<br />
jedem Fall bauseitig zu überprüfen. Eine Haftung<br />
der <strong>Eternit</strong> <strong>AG</strong> ist ausgeschlossen. Dies betrifft<br />
auch Druckfehler und nachträgliche Änderungen<br />
technischer Angaben.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
2<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
THEMENÜBERBLICK<br />
Produktvorstellung<br />
EQUITONE [textura]<br />
EQUITONE [pictura]<br />
8<br />
10<br />
Verlegehinweise<br />
Konstruktionsprinzip<br />
Deckungsbilder<br />
Mindestdachneigung und Maßnahmen zur Regensicherheit<br />
Lüftungsquerschnitte<br />
Unterkonstruktion<br />
Höhenüberdeckung und vertikale Fugenausbildung<br />
Befestigungselemente<br />
Befestigungsabstände<br />
Einbauteile<br />
12<br />
13<br />
14<br />
14<br />
15<br />
16<br />
17<br />
17<br />
19<br />
Standarddetails<br />
Traufe<br />
Ortgang<br />
Pultfirst<br />
First<br />
Kehle<br />
Grat<br />
Dachfenster<br />
20<br />
21<br />
22<br />
23<br />
23<br />
24<br />
25<br />
<strong>Planung</strong>sgrundlagen<br />
Technische Grundlagen<br />
Materialkombinationen unterschiedlicher Metalle<br />
Lastannahmen<br />
Werkstoff Faserzement<br />
Technische Daten Fassadentafeln<br />
26<br />
26<br />
26<br />
27<br />
27<br />
Bearbeitung<br />
Tafelzuschnitt<br />
Kantenbearbeitung<br />
Kantenimprägnierung<br />
Lagerung und Transport<br />
28<br />
29<br />
29<br />
29<br />
Anhang<br />
Sortiment<br />
Bezugsquellen<br />
Farbkarte<br />
30<br />
30<br />
31<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
3<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
REFERENZEN<br />
Kita St. Petri Domgemeinde, Bremen/Osterholz<br />
Architekten: Westphal Architekten BDA, Bremen<br />
Produkt: <strong>Eternit</strong> EQUITONE [pictura] an der Fassade, <strong>Eternit</strong> EQUITONE [textura] als <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong><br />
Foto: Klemens Ortmeyer<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
4<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
REFERENZEN<br />
Kita St. Petri Domgemeinde, Bremen/Osterholz<br />
Architekten: Westphal Architekten BDA, Bremen<br />
Produkt: <strong>Eternit</strong> Equitone [pictura]<br />
Foto: Klemens Ortmeyer<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
5<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
REFERENZEN<br />
Einfamilienhaus, Seefeld<br />
Planer: Uwe Stahls, Construction Consulting GmbH, Herrsching<br />
Produkt: <strong>Eternit</strong> Equitone [natura] an der Fassade, <strong>Eternit</strong> Equitone [textura] als <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong><br />
Foto: Conné van D’Grachten<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
6<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
REFERENZEN<br />
Kita St. Petri Domgemeinde, Bremen/Osterholz<br />
Architekten: Westphal Architekten BDA, Bremen<br />
Produkt: <strong>Eternit</strong> Equitone [pictura]<br />
Foto: Klemens Ortmeyer<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
7<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
PRODUKTVORSTELLUNG<br />
EQUITONE [textura]<br />
Werkstoff: hochwertige Faserzementtafel aus naturgrau oder anthrazit durchgefärbtem Faserzement<br />
(DIN EN 12467)<br />
<strong>Anwendung</strong>: <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone, vorgehängte hinterlüftete Fassaden für alle Gebäudearten<br />
und Höhen, dekorativer Innenausbau<br />
Beschichtung: kräftig deckend, Verwendung UV-beständiger, umweltverträglicher Farbpigmente,<br />
mehrfache Reinacrylatbeschichtung mit Fillite-Eintrag, TopCoat-Oberflächenversiegelung, heißverfilmt<br />
Oberfläche: körnig, matt glänzend, geringe Schmutzhaftung, UV-beständig<br />
Farben: 15 Farben und frei wählbare Sonderfarben nach technischer Machbarkeit<br />
Format: max. Nutzmaß 3.100 x 1.500 mm<br />
Dicken: 8 mm (12 mm für Fassadenanwendungen erhältlich)<br />
Klassifizierung des Brandverhaltens: A2-s1, d0 (DIN EN 13501-1), nichtbrennbar, sicher gegen<br />
Flugfeuer und strahlende Wärme<br />
Kräftige Farben mit körniger Oberfläche<br />
Die Farbbeschichtung der Textura <strong>Systemdach</strong>und<br />
Fassadentafel ermöglicht eine interessante<br />
Gestaltung mit kräftig deckenden Farben.<br />
Kleinste Fillite (Kügelchen) in der Oberfläche<br />
bewirken eine äußerst geringe Schmutzhaftung.<br />
Sie brechen die Oberflächenspannung des<br />
Regenwassers und lassen es abperlen.<br />
Großformat in 8 mm Dicke<br />
Dicke<br />
mm<br />
8<br />
8<br />
8<br />
Lieferformat<br />
Abmessungen in mm<br />
3.130 x 1.280<br />
2.530 x 1.280<br />
3.130 x 1.530<br />
Nutzmaß<br />
in mm<br />
3.100 x 1.250<br />
2.500 x 1.250<br />
3.100 x 1.500<br />
Anzahl pro<br />
Palette<br />
30<br />
30<br />
30<br />
Gewicht<br />
kg pro m 2<br />
15,4<br />
15,4<br />
15,4<br />
Gewicht pro<br />
Tafel kg<br />
62<br />
50<br />
74<br />
Gewicht pro<br />
Palette ca. kg<br />
1.870<br />
1.500<br />
2.220<br />
Nutzfläche<br />
pro Palette m 2<br />
116<br />
94<br />
139<br />
Auch bei Textura-Tafeln mit anthrazitfarbenen Grundtafeln (TA) können unter Umständen Kalkablagerungen an den Schnittkanten auftreten, die zu<br />
weißen Verfärbungen an den Schnittkanten führen können, aber keinen Einfluss auf das Erscheinungsbild der Tafelvorderseite haben. Um dem Auftreten<br />
der weißen Kanten entgegenzuwirken, kann auch hier die Luko-Kantenversiegelung verwendet werden.<br />
Farben<br />
rot TA 305<br />
gelb TG 602<br />
blau TG 404<br />
grau TG 206<br />
blau TA 405<br />
rot TA 304<br />
gelb TG 601<br />
blau TG 403<br />
grau TG 205<br />
grau TA 207<br />
orange TA 701<br />
beige TG 803<br />
grün TG 504<br />
weiß TG 102<br />
schwarz TA 001<br />
TA: Textura auf anthrazit durchgefärbter Grundtafel.<br />
TG: Textura auf naturgrau durchgefärbter Grundtafel.<br />
Individualfarben: Freie Farbwahl nach technischer Machbarkeit.<br />
Farbvorschlag Individualfarben<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
8<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
REFERENZ<br />
<strong>Eternit</strong> EQUITONE [textura]<br />
Heinrich-Hertz Oberschule, Berlin<br />
Architekten: Dörr Ludolf Wimmer Ges. v. Arch., Berlin<br />
Produkt: <strong>Eternit</strong> EQUITONE [textura]<br />
Foto: Werner Huthmacher<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
9<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
PRODUKTVORSTELLUNG<br />
EQUITONE [pictura]<br />
Werkstoff: hochwertige Fassadentafel aus Faserzement (DIN EN 12467)<br />
<strong>Anwendung</strong>: <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone, vorgehängte hinterlüftete Fassaden für alle Gebäudearten<br />
und Höhen, dekorativer Innenausbau<br />
Beschichtung: UV-gehärtete Oberfläche auf Reinacrylatbeschichtung, deckend farbig<br />
Oberfläche: glatt, matt, hohe Abriebfestigkeit, permanenter und dauerhafter Graffitischutz, UVbeständig<br />
Farben: 15 Farben und frei wählbare Sonderfarben nach technischer Machbarkeit<br />
Dicken: 8 mm (12 mm für Fassadenanwendungen erhältlich)<br />
Format: max. Nutzmaß 3.100 x 1.250 mm<br />
Klassifizierung des Brandverhaltens: A2-s1, d0 (DIN EN 13501-1), nichtbrennbar, sicher gegen<br />
Flugfeuer und strahlende Wärme<br />
Graffitischutz und glatte, deckende Farbbeschichtung<br />
Die UV-gehärtete Pictura-Oberflächenbeschichtung<br />
ist glatt und reinigungsfähig. Sie bietet<br />
einen hohen Schutz gegen gebräuchliche<br />
Farben und Sprühlacke. Die Pictura-Oberflächenbeschichtung<br />
erfüllt die Forderungen der<br />
Einstufungsprüfung und die des Prüfzyklus 2<br />
der Gütegemeinschaft Anti-Graffiti e.V. für oberflächenschützende<br />
Anti-Graffiti-Systeme (ILF-<br />
Prüfbericht 4-013/2006 des Instituts für Lacke<br />
und Farben e.V.). Graffiti können mit handelsüblichen<br />
Graffitientfernern beseitigt werden.<br />
Die Pictura-Oberfläche hat folgende Eigenschaften:<br />
■ Kratzfestigkeit nach Oesterle 2,5N<br />
■ Mohshärte 4<br />
■ Bleistifthärte 4H<br />
■ Eindruck-Härteprüfung 6N nach<br />
DIN 53153, EN ISO 2815<br />
Großformat in 8 mm Dicke<br />
Dicke<br />
mm<br />
8<br />
8<br />
Produktionsmaße mit<br />
Stanzkante in mm<br />
3.130 x 1.280<br />
2.530 x 1.280<br />
Nutzmaße<br />
in mm<br />
3.100 x 1.250<br />
2.500 x 1.250<br />
Anzahl pro<br />
Palette<br />
30<br />
30<br />
Gewicht<br />
kg pro m 2<br />
15,4<br />
15,4<br />
Gewicht pro<br />
Tafel kg<br />
62<br />
50<br />
Gewicht pro<br />
Palette ca. kg<br />
1.870<br />
1.500<br />
Nutzfläche<br />
pro Palette m 2<br />
116<br />
94<br />
Fassadentafeln Pictura mit Stanzkanten müssen vor der <strong>Anwendung</strong> allseitig ca. 15 mm besäumt werden. Nach dem Zuschnitt müssen die Kanten mit<br />
Luko-Kantenversiegelung imprägniert werden.<br />
Farben<br />
braun PU 941 grün PU 543 braun PU 943 beige PU 842 beige PU 841<br />
schwarz PU 041* grau PU 241 grau PU 242 grau PU 243 weiß PU 141<br />
blau PU 441 grün PU 541<br />
grün PU 542<br />
orange PU 741<br />
rot PU 341<br />
*Im Farbton PU 041 werden die Tafeln mit anthrazitfarbener Grundtafel geliefert.<br />
Alle anderen Farben werden mit naturgrauer Grundtafel geliefert.<br />
Individualfarben: Freie Farbwahl nach technischer Machbarkeit.<br />
Farbvorschlag Individualfarben<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
10<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
REFERENZ<br />
<strong>Eternit</strong> EQUITONE [pictura]<br />
Einfamilienhaus, München<br />
Architekten: Z59 Architekten, München<br />
Produkt: <strong>Eternit</strong> EQUITONE [pictura]<br />
Foto: Conné van D’Grachten<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
11<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Konstruktionsprinzip<br />
Beim <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone handelt es<br />
sich um eine geschuppte Eindeckung. Dabei<br />
werden die großformatigen, ebenen Faserzementtafeln<br />
mit einer Höhenüberdeckung von<br />
150 bis 200 mm verlegt. Um die Kapillarwirkung<br />
in der Höhenüberdeckung zu unterbrechen,<br />
wird an den Oberkanten der Tafeln ein<br />
Aufsteckprofil angeordnet. Ein Fugenblech am<br />
seitlichen, vertikalen Tafelrand gewährleistet<br />
die seitliche Fugenausbildung.<br />
Das <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> kann bereits ab einer<br />
Dachneigung von 7° ausgeführt werden.<br />
Konstruktionsskizze<br />
Die Verlegung der großformatigen <strong>Eternit</strong><br />
Faserzementtafeln Textura und Pictura erfolgt<br />
mit horizontaler Überdeckung von 150 bis 200<br />
mm. Die vertikalen Stoßfugen werden mit einem<br />
Fugenblech (B = 180 mm) unterlegt.<br />
Höhenüberdeckung mit Aufsteckprofil<br />
Seitliche Fugenausbildung mit Fugenblech<br />
Fugenausbildung mit Fugenblech vom First aus<br />
betrachtet<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
12<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Deckungsbilder<br />
Fugen durchlaufend<br />
Die Fugenbleche werden als einzelne<br />
Abschnitte unter der jeweiligen großformatigen<br />
Faserzementtafel verlegt. Der Versatz der unteren<br />
Kante des Fugenblechs zur unteren<br />
Tafelkante beträgt ca. 5 mm.<br />
Fugen 1/2 versetzt<br />
Jede vertikale Fuge erhält ihr eigenes Fugenblech.<br />
Das Aufsteckprofil an der Oberkante der<br />
großformatigen Faserzementtafel muss jeweils<br />
im Bereich der darüberliegenden Fuge mittig für<br />
das Fugenblech ausgespart werden.<br />
Fugen ungleichmäßig versetzt<br />
Die Aussparungen der Aufsteckprofile sind hier<br />
an die jeweiligen Fugenprofilausläufe anzupassen.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
13<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Mindestdachneigung und Maßnahmen zur Regensicherheit<br />
Die geringste Dachneigung, bei der das <strong>Eternit</strong><br />
<strong>Systemdach</strong> Equitone verlegt werden kann,<br />
beträgt 7°. Gestaffelt nach der Dachneigung<br />
sind Maßnahmen zur Regensicherheit, die die<br />
Konstruktion vor eindringendem Flugschnee<br />
und Treibregen schützt, und Mindesthöhenüberdeckung<br />
erforderlich. Regionale Gegebenheiten<br />
können weitere Maßnahmen zur Regensicherheit<br />
erforderlich machen.<br />
Dachneigung<br />
≥ 7°<br />
≥ 26°<br />
≥ 41°<br />
Anforderung an das Unterdach<br />
Wasserdichtes Unterdach<br />
Regensicheres Unterdach<br />
Naht- und perforationsgesicherte Unterdeckung<br />
Mindestmaß der Höhenüberdeckung<br />
≥ 20 cm<br />
≥ 15 cm<br />
≥ 15 cm<br />
Naht- und perforationsgesicherte Unterdeckung (Klasse 3 entsprechend Dachdecker-Fachregeln)<br />
Die Ausführung einer Unterdeckung erfolgt mit<br />
geeigneten Dachfolien. Die Konterlattung liegt<br />
dabei auf der Dachfolie. Als Nahtsicherung wird<br />
die regensichere oder wasserdichte Verklebung<br />
der Dachfolien im Bereich der Höhen- und<br />
Seitenüberlappungen bezeichnet. Idealerweise<br />
können hierfür die <strong>Eternit</strong> Dachfolien 110 fix<br />
oder 135 fix mit doppeltem Selbstklebestreifen<br />
verwendet werden. Unter Perforationssicherung<br />
versteht man die Abdichtung der Nageldurchdringungen<br />
zwischen Konterlattung und Dachfolie<br />
mit geeigneten Maßnahmen gegen Wassereintrieb,<br />
z. B. der <strong>Eternit</strong> Nageldichtung.<br />
Werden die Unterdeckbahnen unterseitig unbelüftet,<br />
d. h. direkt über der Wärmedämmung<br />
eingebaut, müssen sie mit ihrem Diffusionswiderstand<br />
auf die Anforderungen dieses<br />
Schichtenaufbaus abgestimmt sein. Die Rofatop<br />
Dachfolien sind für diese Ausführung ideal<br />
geeignet. Die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke<br />
(sd-Wert) beträgt nur ~ 0,02 m. Für einen<br />
feuchteschutztechnisch richtigen Aufbau ist bei<br />
der unbelüfteten Konstruktion eine innere<br />
Dampfbremse mit sd > 2 m erforderlich.<br />
Regensicheres Unterdach (Klasse 2 entsprechend Dachdecker-Fachregeln)<br />
Das regensichere Unterdach besteht aus geeigneten<br />
Bitumen- oder Kunststoffbahnen auf<br />
einer Unterlage aus Holz-, Holzwerkstoffplatten<br />
oder formstabiler Wärmedämmung (z. B. <strong>Eternit</strong><br />
Wärmedämmung Etertherm). Kennzeichnend ist<br />
die wasserdichte Ausführung der Fläche, einschließlich<br />
der Höhen- und Seitenüberlappungen<br />
und aller Anschlüsse, Einbauteile und<br />
Durchdringungen. Die Konterlattung wird mit<br />
einer zusätzlichen Nageldichtung auf der<br />
Dachfolie verlegt. Eventuell vorhandene Lüftungsöffnungen<br />
sind immer abzudecken. Die<br />
Unterdeckbahn <strong>Eternit</strong> Rofatop 210 fix kann auf<br />
einer ausreichend druckstabilen Unterlage als<br />
regensicheres Unterdach mit einer Höhenüberlappung<br />
von 15 cm und der <strong>Eternit</strong> Nageldichtung<br />
unter der Konterlattung eingesetzt werden.<br />
Wasserdichtes Unterdach (Klasse 1 entsprechend Dachdecker-Fachregeln)<br />
Das wasserdichte Unterdach besteht aus geeigneten<br />
Bitumen- oder Kunststoffbahnen auf<br />
einer Unterlage aus Holz- oder Holzwerkstoffplatten.<br />
Auch hier muss die Ausführung der<br />
Fläche einschließlich der Höhen- und Seitenüberlappungen<br />
und aller Anschlüsse, Einbauteile<br />
und Durchdringungen wasserdicht sein.<br />
Bei wasserdichten Unterdächern werden die<br />
Dachfolien über die Konterlattung geführt.<br />
Weiterhin dürfen wasserdichte Unterdächer<br />
keine Öffnungen aufweisen, da der Eintrieb von<br />
Flugschnee und Regen dabei nicht zu vermeiden<br />
ist. Unterdächer mit Lüftungsöffnungen<br />
können somit nur als regensichere Unterdächer<br />
eingestuft werden.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
14<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Lüftungsquerschnitte<br />
Dächer mit dem <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone<br />
können mit oder ohne Belüftung der Wärmedämmung<br />
geplant und ausgeführt werden.<br />
Die Lüftungsquerschnitte bei Dächern mit<br />
befüfteter Wärmedämmung sind in Anlehnung<br />
an DIN 4108-3 „Wärmeschutz in Hochbau” zu<br />
bemessen.<br />
Dachfläche<br />
Traufe und Pultfirst<br />
First und Grat<br />
Mindestlüftungsquerschnitt<br />
≥ 2 cm freie Höhe<br />
≥ 2 %0 der zugehörigen geneigten Fläche mind 200 cm 2 /m<br />
≥ 0,5 %0 der zugehörigen geneigten Fläche mind 50 cm 2 /m<br />
Beispiele für<br />
8 m Sparrenlänge 13 m Sparrenlänge<br />
200 cm 2 /m 200 cm 2 /m<br />
200 cm 2 /m 260 cm 2 /m<br />
50 cm 2 /m 130 cm 2 /m<br />
Die Höhe h des freien Lüftungsquerschnittes in<br />
der Dachfläche muss mindestens 2 cm betragen.<br />
Für den Belüftungsraum zwischen der Zusatzmaßnahme<br />
und der Dachdeckung gelten diese<br />
in der DIN 4108-3 geforderten Lüftungsquerschnitte<br />
zwar nicht, haben sich aber in der<br />
Praxis bewährt und sollen daher berücksichtigt<br />
werden.<br />
Vor allem bei den Lüftungsöffnungen an Traufe,<br />
Pult- und Satteldachfirst sind die sich durch<br />
den Einbau von Lüftungsgittern, -kämmen oder<br />
anderen Profilen ergebenden Querschnittseinengungen<br />
zu berücksichtigen. Die benötigten<br />
Entlüftungsöffnungen sind entsprechend zu<br />
vergrößern.<br />
2 ‰<br />
0,5 ‰<br />
<br />
h<br />
Lüftungsquerschnitte bei Satteldächern<br />
2 ‰<br />
Bei Lüfterelementen in der Dachläche ist bei<br />
Zusammentreffen mehrerer Faktoren, z. B. starker<br />
Wind mit feinem Regen, der Eintrieb von<br />
Flugschnee bzw. Treibregen nicht auszuschließen.<br />
Der Lüftungsquerschnitt des zweiseitigen First-<br />
/Grat-Linienentlüfters beträgt 156 cm 2 /m.<br />
2 ‰<br />
<br />
Lüftungsquerschnitte bei Pultdächern<br />
h<br />
2 ‰<br />
Unterkonstruktion – Allgemeines<br />
Die Unterkonstruktion beim <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong><br />
Equitone wird aus Holz hergestellt. Die Breite<br />
und Höhe der Traglatten sind abhängig vom<br />
Sparrenabstand, den statischen Erfordernissen<br />
und den Randabständen der verwendeten<br />
Befestigungsmittel. Zur Hinterlüftung und zum<br />
ungehinderten Ablauf eventuell eindringender<br />
Feuchtigkeit sind Konterlatten anzuordnen.<br />
Konterlatten<br />
Konterlatten müssen eine Nenndicke von mindestens<br />
40 mm aufweisen. In Abhängigkeit von<br />
der Dachneigung, der Sparrenlänge und der<br />
Gebäudelage kann eine größere Dicke der<br />
Konterlatte erforderlich sein.<br />
Der durch die Konterlatte sichergestellte Abstand<br />
zwischen der Zusatzmaßnahme und der<br />
Deckung dient:<br />
– dem sicheren und ungehinderten Ablauf<br />
eventuell durch die Deckung eingedrungener<br />
Feuchtigkeit<br />
– der Ableitung von abtropfendem Tauwasser<br />
von der Unterseite der Dachdeckung<br />
– der Unterlüftung der Deckung<br />
– der Verbesserung des sommerlichen<br />
Wärmeschutzes.<br />
Die Konterlatten müssen der DIN 4074-1 und<br />
den dortigen Sortierklassen, mind. S 10, entsprechen.<br />
Traglatten<br />
Der Mindestquerschnitt der Traglatten beträgt<br />
40/60 mm. Aus den Anforderungen der DIN<br />
1052 und den statischen Erfordernissen können<br />
sich größere Lattenquerschnitte ergeben.<br />
Die Traglatten müssen nach DIN 4074-1<br />
„Sortierung von Nadelholz nach der Tragfähigkeit“<br />
mindestens der Sortierklasse S10 entsprechen.<br />
Zwischenlatten müssen unterschiedlich aufgeschiftet<br />
werden, um die Höhendifferenz der<br />
geschuppten Eindeckung auszugleichen (siehe<br />
auch Skizze auf Seite 17).<br />
Die Verbindung von Dachlattung und Konterlattung<br />
erfolgt nach statischen Erfordernissen.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
15<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Höhenüberdeckung<br />
Die Höhenüberdeckung beim <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong><br />
Equitone beträgt je nach Dachneigung<br />
zwischen 150 und 200 mm.<br />
Dachneigung<br />
≥ 7°<br />
≥ 26°<br />
≥ 41°<br />
Mindestmaß der<br />
Höhenüberdeckung<br />
≥ 20 cm<br />
≥ 15 cm<br />
≥ 15 cm<br />
An der Oberkante der Tafel wird das Aufsteckprofil<br />
montiert. Dies vermindert den Kapillareffekt<br />
bei der Höhenüberdeckung. Des Weiteren<br />
wird eine ebene Auflage der Tafeln gewährleistet.<br />
Der Randabstand der Schraube beträgt je nach<br />
Höhenüberdeckung 160 – 210 mm.<br />
Vertikale Fugenausbildung<br />
Die vertikale Stoßfuge wird mit einem Fugenblech<br />
(B = 180 mm) unterlegt.<br />
Der seitliche Randabstand der Schrauben beim<br />
Plattenstoß beträgt zwischen 120 und 150 mm.<br />
Achtung: Es darf nicht durch das Fugenblech<br />
geschraubt werden.<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 Fugenblech<br />
03 Aufsteckprofil<br />
04 Schraube<br />
05 Traglattung<br />
06 Konterlattung<br />
07 Abdichtung als wasserdichtes Unterdach<br />
08 schalung<br />
Aufsteckprofil und Fugenblech<br />
Zur Fixierung des Fugenblechs an der Traglatte<br />
wird ein Winkel ins Fugenblech geschoben, der<br />
an der Traglattung eingehängt wird.<br />
Aufsteckprofil<br />
Fugenblech (zweiteilig)<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
16<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Befestigungselemente<br />
Die großformatigen <strong>Eternit</strong> Faserzementtafeln<br />
werden mit farbigen <strong>Systemdach</strong>-Schrauben<br />
5 x 70 mm aus Edelstahl mit farbiger Dichtscheibe<br />
und EPDM-Dichtung (schwarz) befestigt.<br />
Der zur Befestigung der <strong>Systemdach</strong>schrauben<br />
notwendige Innenvielkant-Aufsatz<br />
T 25 wird standardmäßig in jeder Verpackungseinheit<br />
mitgeliefert.<br />
Die großformatigen Faserzementtafeln sind<br />
bauseits mit einem Bohrlochdurchmesser von<br />
7,0 mm vorzubohren. Schraube für <strong>Systemdach</strong> Equitone mit Dichtscheibe<br />
und EPDM-Dichtung.<br />
Befestigungsabstände<br />
Der Randabstand bei der Höhenüberdeckung<br />
beträgt je nach Höhenüberdeckung 160 bis 210<br />
mm. Der seitliche Randabstand beim Plattenstoß<br />
beträgt zwischen 120 und 150 mm. Es darf<br />
1050–1100<br />
a<br />
nicht durch das Fugenblech geschraubt werden.<br />
Der maximale Befestigungsabstand beträgt 600<br />
mm. Der Befestigungsabstand ist abhängig von<br />
Dachneigung und örtlichen Gegebenheiten, wie<br />
a<br />
150–200<br />
01<br />
02<br />
03<br />
Schnee und Windbelastungen. Bitte beachten<br />
Sie die folgenden Tabellen.<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 Traglattung<br />
03 Ausgleichsholz<br />
1300–1350<br />
150–200<br />
01<br />
02<br />
03<br />
a<br />
a<br />
a<br />
Beispiele für den Abstand der Befestigungsmittel [mm]<br />
In der nachfolgenden Tabelle sind die Abstände<br />
der Befestigungsmittel für ein geschlossenes<br />
Gebäude angegeben. In der Berechnung wurde<br />
die Gebäudehöhe mit 100 m ü. NN angesetzt. Es<br />
wurde Schneelastzone 2 und Windzone 2<br />
Binnenland angenommen. Der Achsabstand der<br />
Konterlattung beträgt maximal 80 cm. Diese<br />
Beispielrechnungen stellen eine unverbindliche<br />
Hilfe mit vereinfachten Annahmen z. B. für<br />
Materialermittlungen dar. Projektspezifische<br />
Einzelnachweise können andere Ergebnisse<br />
ergeben.<br />
Gebäudehöhe<br />
≤ 10 m<br />
≤ 25 m<br />
≤ 10 m<br />
≤ 25 m<br />
≤ 10 m<br />
≤ 25 m<br />
Plattenbreite<br />
1.250 mm<br />
(2-Feld)<br />
1.500 mm<br />
(3-Feld)<br />
625 mm<br />
(1-Feld)<br />
Dachneigung<br />
≤ 25°<br />
> 25°<br />
≤ 25°<br />
> 25°<br />
≤ 25°<br />
> 25°<br />
≤ 25°<br />
> 25°<br />
≤ 25°<br />
> 25°<br />
≤ 25°<br />
> 25°<br />
Überdeckung<br />
200<br />
150<br />
200<br />
150<br />
200<br />
150<br />
200<br />
150<br />
200<br />
150<br />
200<br />
150<br />
Lattenabstand<br />
a<br />
525<br />
550<br />
525<br />
550<br />
433<br />
450<br />
433<br />
450<br />
425<br />
475<br />
425<br />
475<br />
H/I<br />
565<br />
565<br />
Satteldach*<br />
Pultdach*<br />
G F J H/I G<br />
452<br />
565 452<br />
320<br />
452 565<br />
**<br />
477<br />
477<br />
452<br />
477<br />
477<br />
409<br />
452<br />
452 452<br />
F<br />
320<br />
318<br />
***<br />
* Definition der Dachbereiche siehe nächste Seite.<br />
** Ausführung als 3-Feldträger möglich, Befestigungsmittelabstand 376 mm.<br />
*** Ausführung als 2-Feldträger möglich, Befestigungsmittelabstand 376 mm.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
17<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Allgemeines<br />
Auf der folgenden Tabelle finden Sie die für das<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone die Abstände der<br />
Befestigungsmittel in Abhängigkeit von Gebäudehöhe<br />
(Firsthöhe), Dachneigung, Dachform,<br />
Windzone und Geländeprofil.<br />
Die angegebenen Anzahl und Abstände gelten<br />
bei Pult- oder Satteldächern seitlich geschlossener<br />
Baukörper in der Windlastzone 2, Binnenland.<br />
Durch unterschiedliche Auswirkungen der<br />
Windbelastungen auf die Dachfläche (sog.<br />
Sogspitzen) ist diese in die verschiedenen<br />
Dachbereiche F – J eingeteilt. Die genauen<br />
Definitionen sind der DIN 1055-4 zu entnehmen.<br />
Zur Bestimmung der für das jeweilige Bauvorhaben<br />
benötigten Dachbereiche muss jede<br />
Gebäudeseite einzeln betrachtet werden. Aus<br />
diesen einzelnen Bereichsfällen ergibt sich die<br />
Gesamtansicht der überlagerten Dachbereiche.<br />
Ausschlaggebend für die Breite dieser Dachbereiche<br />
sind die Maße e1 und e2.<br />
e1 = kleinerer Wert von b1 oder 2 ·h<br />
e2 = kleinerer Wert von b2 oder 2 ·h<br />
Auch hier ist zu beachten, dass das Maß e1 und<br />
e2 für die jeweils betrachtete Bereichsseite neu<br />
zu bestimmen ist.<br />
Dachbereiche bei Satteldächern<br />
Die folgenden Abbildungen zeigen die Definitionen<br />
gemäß DIN 1055-4 zur Bestimmung der für<br />
die Befestigung der Faserzementtafeln erforderlichen<br />
Dachbereiche F – J für Satteldächer.<br />
DN<br />
h<br />
Schritt Satteldach<br />
e1/10<br />
e1/4<br />
Wind<br />
e1/4<br />
e2/10<br />
e2/10<br />
e1/4<br />
e1/10<br />
F<br />
G<br />
H<br />
J<br />
I<br />
F<br />
First oder Kehle<br />
e2/4<br />
Wind<br />
e2/4<br />
F<br />
G<br />
G<br />
F<br />
H<br />
H<br />
I<br />
First oder Kehle<br />
I<br />
b2<br />
e2/4<br />
e1/10 e1/10<br />
G<br />
G<br />
F<br />
F<br />
G<br />
H<br />
J<br />
J<br />
H<br />
G<br />
F<br />
First<br />
F<br />
G<br />
G<br />
e1/10<br />
e2/4<br />
b2<br />
b1<br />
e2/2<br />
e1/4<br />
e2/10<br />
b1<br />
Windrichtung Traufseite Windrichtung Giebelseite Überlagerte Dachbereiche bei freistehendem<br />
Gebäude<br />
Dachbereiche bei Pultdächern<br />
Die folgenden Abbildungen zeigen die Definitionen<br />
gemäß DIN 1055-4 zur Bestimmung der für<br />
die Befestigung der Faserzementtafeln erforderlichen<br />
Dachbereiche F – J für Satteldächer.<br />
DN<br />
h<br />
Schritt Pultdach<br />
e1/4<br />
Wind<br />
e1/4<br />
e2/10<br />
e2/10 e1/4<br />
e1/10<br />
F<br />
G<br />
F<br />
e2/4<br />
F<br />
e2/4<br />
F<br />
G<br />
F<br />
e1/10<br />
H<br />
Wind<br />
G<br />
H<br />
I<br />
b2<br />
G<br />
H<br />
G<br />
b2<br />
e2/4<br />
F<br />
e1/10<br />
F<br />
G<br />
F<br />
e2/4<br />
b1<br />
e2/2<br />
e1/4<br />
e2/10<br />
b1<br />
Windrichtung Traufseite Windrichtung Giebelseite Überlagerte Dachbereiche bei freistehendem<br />
Gebäude<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
18<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
VERLEGEHINWEISE<br />
Dacheinbauten<br />
Dachfenster, Kamine, Dunstrohre etc. sind aus<br />
ästhetischen Gründen so anzuordnen, dass die<br />
Unterkante des Durchbruchs möglichst nahe an<br />
der horizontalen Überdeckung liegt oder im<br />
Idealfall bündig mit der unteren Tafelkante liegt.<br />
Einbauteile für Dachdeckungen sind von verschiedenen<br />
Herstellern in verschiedenen Formen<br />
erhältlich. Die verwendeten Einbauteile<br />
müssen für die vorgesehene <strong>Anwendung</strong> geeignet<br />
sein und regensicher bzw. wasserdicht eingebaut<br />
werden. Werden die Einbauteile nicht an<br />
vorhandene Pfetten oder Sparren angeordnet,<br />
so sind zusätzliche Unterstützungen darunter<br />
notwendig. Ein Hohlliegen der Faserzementtafeln<br />
muss dabei verhindert werden.<br />
Zu beachten ist, dass Einbauteile bei Belastungen<br />
die Faserzementtafeln nicht beschädigen.<br />
Verursacht das Einbauteil bei einer Belastung<br />
Druck auf die darunter liegende Faserzementtafel,<br />
so ist eine lastverteilende Unterlage notwendig.<br />
Nachfolgend finden Sie eine Auflistung einiger<br />
Einbauteile mit Lieferanten dieser Zubehörteile.<br />
Beachten Sie bitte, dass die jeweiligen Einbauund/oder<br />
Verwendungsanleitungen des Herstellers<br />
unbedingt zu beachten sind.<br />
Diese Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf<br />
Vollständigkeit. Die gezeigten Abbildungen stellen<br />
lediglich Beispiele dar und ersetzen nicht<br />
die Einbauvorschriften des Herstellers. Jegliche<br />
Haftung der <strong>Eternit</strong> <strong>AG</strong> ist ausgeschlossen.<br />
Dachflächenfenster<br />
VELUX GmbH<br />
Gazellenkamp 168 · 22502 Hamburg<br />
Tel. (01 80) 3 33 33 99 · Fax (01 80) 3 33 33 98<br />
www. velux.de<br />
Roto Bauelemente GmbH<br />
Wilhelm-Frank-Straße 38 – 40 · 97980 Bad<br />
Mergentheim<br />
Tel. (0 18 05) 90 50 50 · Fax (0 18 05) 90 40 50<br />
www.roto-bauelemente.de<br />
Laufrost- und Schneefangsysteme<br />
Wilhelm Flender GmbH & Co. KG<br />
Postfach 31 63 · 57244 Netphen (Deuz)<br />
Tel. (0 27 37) 5 93 50 · Fax (0 27 37) 6 40<br />
www. flender-flux.de<br />
Gust. Overhoff GmbH & Co.<br />
Elberfelder Straße 76 · 40822 Mettmann<br />
Tel. (0 21 04) 91 91 0 · Fax (0 21 04) 1 25 97<br />
www.gust-overhoff.de<br />
Josef Heuel u. Söhne GmbH<br />
Am Lindhövel 3 · 59846 Sundern-Hachen<br />
Tel. (0 29 35) 96 66 0 · Fax (0 29 35) 96 66 60<br />
www.heuel.de<br />
Wurst Metalltechnik<br />
Tiefenhäusern 17 · 79862 Höchenschwand<br />
Tel. (0 77 55) 2 54 · Fax (0 77 55) 16 73<br />
www.wurstmetall.de<br />
Otto Lehmann GmbH<br />
Berliner Strasse 21 · 93073 Neutraubling<br />
Tel. (0 94 01) 7 86 0 · Fax (0 94 01) 7 86 47<br />
www.otto-lehmann-gmbh.de<br />
Blitzschutzsysteme<br />
OBO Bettermann GmbH & Co.<br />
Postfach 11 20 · 58694 Menden<br />
Tel. (0 23 73) 89 0 · Fax (0 23 73) 89 238<br />
www.obo-bettermann.com<br />
Dehn + Söhne<br />
Postfach 16 40 · 92306 Neumarkt<br />
Tel. (0 91 81) 9 06 0 · Fax (0 91 81) 9 06 100<br />
www.dehn.de<br />
Wilhelm Flender GmbH & Co. KG<br />
Postfach 31 63 · 57244 Netphen (Deuz)<br />
Tel. (0 27 37) 5 93 50 · Fax (0 27 37) 6 40<br />
www. flender-flux.de<br />
Laufrostsysteme, Schneefang und Dachhaken (Leiterhaken)<br />
Um alle Anforderungen, die beispielsweise aus<br />
Landesbauordnungen sowie den örtlichen<br />
Erfahrungen der Verarbeiter in schneereichen<br />
Gebieten stammen, abdecken zu können, ist es<br />
erforderlich, Dachbegehungs- oder Schneerückhaltesysteme<br />
in die Dachfläche einzubauen.<br />
Lieferanten von Stützen für Schneefang oder<br />
Laufroste und für Dachhaken können dem<br />
Herstellernachweis (Wilhelm Flender GmbH &<br />
Co. KG) entnommen werden.<br />
Laufroststütze und Laufrost Schneefangstütze für Rundholz Schneefangstütze für Schneefanggitter<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
19<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
STANDARDDETAILS<br />
Entlüfterstutzen, Solar- und Antennendurchgang<br />
Zur Dachdurchführung von Rohrentlüftungen,<br />
Solar- oder Antennenkabeln ist der Universal<br />
Dachdurchgang (Grundplatte aus Kunststoff<br />
60 x 60 cm) verfügbar.<br />
Im folgenden ist der Einbau des Entlüfterstutzen<br />
flach DN 100 beschrieben.<br />
Zusatzlatte 40 x 60 mm im Abstand von 28 cm<br />
(Ok Latte – Ok Latte) zur unteren Traglattung<br />
einbauen.<br />
Grundplatte des Dachdurchgangs auf die<br />
Zusatzlatte aufsetzen. Auf eine ausreichende<br />
Überdeckung der Grundplatte auf die Fassadentafel<br />
ist zu achten.<br />
Befestigung der Grundplatte mit 2 Senkkopfschrauben.<br />
Die mitgelieferte Schablone an der Unterseite<br />
der Fassadentafel anlegen und Ausschnitt<br />
anzeichnen.<br />
Mit der Stichsäge anschließend den Ausschnitt<br />
in der Fassadentafel vornehmen.<br />
In Abhängigkeit der eingesetzten Fassadentafellänge,<br />
ist die Grundplatte auf eine Breite<br />
von ca. 40 cm zu kürzen. Das Aufsteckprofil ist<br />
im Bereich der Grundplatte auszusparen.<br />
Die ausgeschnittene Fassadentafel so auflegen,<br />
dass der Dachdurchgang mittig im Ausschnitt<br />
liegt.<br />
Befestigung der ausgeschnittenen Fassadentafel<br />
erfolgt mit den <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong><br />
Equitone Schrauben.<br />
Eingebauter Dachdurchgang mit Entlüfterstutzen<br />
flach DN 100 und Regenkappe.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
20<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
STANDARDDETAILS<br />
Traufe mit vorgehängter Rinne<br />
Traufe mit innenliegender Rinne<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 Fugenblech<br />
03 <strong>Systemdach</strong>-Schraube 5 x 70<br />
04 Traglattung<br />
05 Konterlattung<br />
06 Nageldichtband<br />
07 Abdichtung als regensicheres Unterdach mit<br />
<strong>Eternit</strong> Rofatop 210 fix<br />
08 Schalung<br />
09 Ausgleichsholz<br />
10 Rinne mit Rinnenhalter<br />
11 Lüftungsprofil<br />
12 Traufblech<br />
13 Lüftungsprofil<br />
14 Fassadenschraube 5,5 x 35 mm<br />
15 <strong>Eternit</strong> Fassadentafel 8 mm<br />
16 senkrechte Traglattung<br />
17 Aufsteckprofil<br />
18 Traufbohle, mit eingelassenem Rinnenhalter<br />
19 Schalung<br />
20 Vordeckung<br />
21 Metallkastenrinne<br />
22 Tragholz mit Wärmedämmung<br />
23 Balkenschuh<br />
24.Druckfeste Dämmung<br />
25 Notüberlauf<br />
Der Überstand der Faserzementtafel Equitone in<br />
die Dachrinne soll waagerecht gemessen 1/3<br />
der Öffnungsbreite der Rinne betragen.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
21<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
STANDARDDETAILS<br />
Ortgang mit freiem Überstand<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 <strong>Systemdach</strong>-Schraube 5 x 70<br />
03 Aufsteckprofil<br />
04 Traglattung<br />
05 Konterlattung<br />
06 Schalung<br />
07 Nageldichtband<br />
08 Abdichtung als regensicheres Unterdach mit<br />
<strong>Eternit</strong> Rofatop 210 fix<br />
09 Fassadenschraube 5,5 x 35 mm<br />
10 senkrechte Traglattung<br />
11 Lüftungsprofil<br />
12 Ortgangrinne<br />
Auch am Ortgang mit freiem Überstand darf der<br />
maximale Schraubabstand von 150 mm zum<br />
Plattenrand nicht überschritten werden.<br />
Ortgang mit Rinne<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
22<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
STANDARDDETAILS<br />
Pultfirst<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 <strong>Systemdach</strong>-Schraube 5 x 70<br />
03 Fugenblech<br />
04 Ausgleichsholz<br />
05 Firstbohle<br />
06 <strong>Eternit</strong> Fassadentafel<br />
07 Lüftungsprofil<br />
08 Tropfblech<br />
09 Fassadenschraube 5,5 x 35 mm<br />
10 <strong>Eternit</strong> Fassadentafel, 8 mm<br />
11 senkrechte Traglattung<br />
12 Traglattung<br />
13 Konterlattung<br />
14 Nageldichtband<br />
15 Abdichtung als regensicheres Unterdach mit<br />
<strong>Eternit</strong> Rofatop 210 fix<br />
16 Schalung<br />
17 Ausgleichsholz<br />
18 Lüftungsprofil<br />
19 Firstlinienentlüfter<br />
First mit Linienentlüfter<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
23<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
STANDARDDETAILS<br />
Grat mit Metallkappe<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 <strong>Systemdach</strong>-Schraube 5 x 70<br />
03 Aufsteckprofil<br />
04 Konterlatte<br />
05 Traglatte<br />
06 Nageldichtband<br />
07 Abdichtung als regensicheres Unterdach mit<br />
<strong>Eternit</strong> Rofatop 210 fix<br />
08 Schalung<br />
09 Kehlschalung<br />
10 Vordeckung<br />
11 Metallkehle<br />
12 Kehlsparren<br />
13 First-/Gratlattenhalter<br />
14 Gratlatte<br />
15 <strong>Eternit</strong> First-/Gratlüftungsrolle<br />
16 Gratsparren<br />
Eine weitere Möglichkeit der Gratausbildung ist<br />
die Ausführung des Grates mit dem First-Grat-<br />
Linienentlüfter.<br />
Kehle mit Kehlblech<br />
Die Deckung der Kehle erfolgt als untergelegte<br />
Metallkehle in der Regel in vertiefter Ausführung.<br />
Die Tiefe der Kehlrinne muss mindestens<br />
20 mm betragen. Zur Auflagerung und<br />
Befestigung der schräg geschnittenen Faserzementtafeln<br />
muss im Kehlbereich ein ausreichendes<br />
Auflager vorhanden sein. Die Kehlbleche<br />
müssen vollflächig auf einer Deckunterlage<br />
aufliegen. Unter den Kehlblechen wird zum<br />
Schutz vor Korrosion die Einlage von z. B.<br />
Bitumenbahnen empfohlen. Die Überdeckung b<br />
über die Kehlbleche muss rechtwinklig zum<br />
Kehlverlauf gemessen bei<br />
Dachneigung ≥ 7° mindestens 200 mm<br />
Dachneigung ≥ 26° mindestens 150 mm<br />
betragen. Der Überstand der Tafeln in die<br />
Kehlrinne soll mindestens 50 mm betragen.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
24<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
STANDARDDETAILS<br />
Dachfenster Horizontalschnitt<br />
01 <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel Equitone, 8 mm<br />
02 Fugen- / Anschlussblech<br />
03 Aufsteckprofil<br />
04 <strong>Systemdach</strong>-Schraube 5 x 70<br />
05 Traglattung<br />
06 Abdichtung als naht- und perforationsgesicherte<br />
Unterdeckung mit Rofatop<br />
110 fix / 135 fix<br />
07 Naht- und Perforationssicherung<br />
02 Fugenblech<br />
03 Schraube<br />
04 Traglattung<br />
Dachfenster Vertikalschnitt<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
25<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
PLANUNGSGRUNDL<strong>AG</strong>EN<br />
Technische Grundlagen<br />
Für die <strong>Planung</strong> und Konstruktion eines geneigten<br />
Daches sind unter anderem folgende allgemeine<br />
technische Vorschriften zu beachten.<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
Die wichtigsten sind:<br />
Grundregel für Dachdeckungen, Abdichtungen<br />
und Außenwandbekleidungen des<br />
ZVDH*<br />
Fachregel für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk<br />
des ZVDH*<br />
Merkblatt für Wärmeschutz bei Dächern<br />
des ZVDH*<br />
Merkblatt für Unterdächer, Unterdeckungen<br />
und Unterspannungen des ZVDH*<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
Hinweise Holz und Holzwerkstoffe des<br />
ZVDH*<br />
Hinweise zur Lastenermittlung des ZVDH*<br />
DIN EN 1995-1-1/NA: 2010-12 Bemessung<br />
und Konstruktion von Holzbauteilen<br />
DIN EN 1991-1-4 /NA: 2010-12<br />
Einwirkungen auf Tragwerke<br />
DIN EN 13501-1:2010-01 Klassifizierung<br />
von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem<br />
Brandverhalten<br />
DIN 4108 Wärmeschutz im Hochbau<br />
DIN 4109 Schallschutz im Hochbau<br />
DIN 68800 Holzschutz<br />
VOB/C DIN 18338 Dachdeckungs- und<br />
Dachabdichtungsarbeiten<br />
* ZVDH = Zentralverband des Deutschen<br />
Dachdeckerhandwerks<br />
Bezugsquellen:<br />
Fachregeln: Rudolf Müller Verlag<br />
Stolberger Straße 76<br />
50933 Köln<br />
www.baufachmedien.de<br />
DIN-Normen: Beuth-Verlag<br />
Burggrafenstraße 6<br />
10787 Berlin<br />
www.beuth.de<br />
Materialkombinationen unterschiedlicher Metalle<br />
Verschiedene Kombinationen von Metallen, z. B.<br />
Kupfer und Zink, führen zur so genannten<br />
Kontaktkorrosion. Darunter versteht man die<br />
chemische oder elektrochemische Reaktion von<br />
Metallen. Dies kann sowohl bei direktem<br />
Kontakt als auch durch Flüssigkeiten, z. B.<br />
Wasser, erfolgen. Da die Lebensdauer metallischer<br />
Bauteile hiervon abhängt, ist eine gute<br />
Korrosionsschutzplanung erforderlich. Die<br />
nachstehende Tabelle gibt hierzu Empfehlungen.<br />
Aluminium<br />
Blei<br />
Kupfer, Kupferlegierungen<br />
Zink<br />
Nichtrostender Stahl<br />
Feuerverzinkter Stahl<br />
Al<br />
Pb<br />
Cu<br />
Zn<br />
NrS<br />
St<br />
Al<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
Pb<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
Cu<br />
■<br />
■<br />
■<br />
Zn<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
NrS<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
St<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■<br />
■ Verträgliche Materialkombinationen<br />
Lastannahmen<br />
Für das <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone gilt eine<br />
Lastannahme von 0,22 kN/m 2 . Dies ist eine<br />
Flächenlast ohne Unterkonstruktion aber mit<br />
Befestigungsmittel.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
26<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
PLANUNGSGRUNDL<strong>AG</strong>EN<br />
Werkstoff Faserzement<br />
Faserzement von <strong>Eternit</strong> ist ein umweltfreundlicher<br />
Werkstoff. 40 % des Werkstoffs besteht<br />
aus Portlandzement. Für die Armierung werden<br />
2 % organische Armierungsfasern (Polyvinylalkohol)<br />
eingesetzt, die aus Textilindustrie und<br />
Medizintechnik bekannt sind. Weitere 5 %<br />
Filterfasern auf Zellstoffbasis verbessern die<br />
Elastizität des Produkts und dienen dem<br />
Herstellprozess. 11 % Kalksteinmehl und als<br />
Recyclingprodukt erhärteter, gemahlener Faserzement<br />
werden dem Werkstoff zugeschlagen.<br />
Der Wasseranteil beträgt 12 %, 30 % sind im<br />
Werkstoff eingeschlossene Luftporen. Auch die<br />
Beschichtungsstoffe sind durch werkseitige,<br />
hochwertige Heißverfilmung als fester Stoff<br />
gebunden. Die Abwitterungsrate der Reinacrylat-Beschichtung<br />
ist selbst nach jahrelanger<br />
Nutzung so gering, dass sie kaum messbar<br />
ist. Mit ihrer gleich bleibenden Qualität haben<br />
Faserzementprodukte eine lange Lebensdauer.<br />
Bei sortenreiner Trennung können sie wiederverwertet<br />
oder ohne Vorbehandlung problemlos<br />
deponiert werden, da keine wassergefährdenden<br />
Inhaltsstoffe ausgewaschen werden. Auch<br />
die Untersuchungen zum Verhalten von Faserzement<br />
bei außergewöhnlichen Einwirkungen,<br />
wie etwa Feuer, erbrachten ein positives<br />
Ergebnis. Die Rauchentwicklung oder Rauchdichte<br />
der nichtbrennbaren Faserzementprodukte<br />
erwies sich als sehr gering. Die gasförmigen<br />
Emissionen sind frei von Schwefel- und<br />
Chlorverbindungen. Dieselben hohen Qualitätsansprüche<br />
gelten auch für den Herstellungsprozess.<br />
Überschüssiges Wasser wird auf dem<br />
Werksgelände geklärt und wieder in den<br />
Produktionsprozess zurückgeführt. Das Erscheinungsbild<br />
wird durch die natürlichen<br />
40% Bindemittel<br />
Norm-Zement nach DIN 1164<br />
5% Prozessfasern<br />
Filterfasern auf Zellstoffbasis<br />
11% Zusatzstoffe<br />
Füllstoffe und recycelter<br />
Faserzement zur Optimierung<br />
12% Wasser<br />
Unterstützt die Verbindung und Erhärtung<br />
2% Armierungsfasern<br />
Organische Fasern zur Aufnahme der<br />
Biegezugkräfte<br />
30% Luftporen<br />
Machen Faserzement zum feuchtregulierenden,<br />
diffusionsfähigen und wasserdichten Baustoff<br />
Rohstoffe geprägt. Unregelmäßigkeiten, unterschiedliche<br />
Färbungen und Spuren des<br />
Herstellungsprozesses sind charakteristisch<br />
nicht zu vermeiden.<br />
Die Technologie zur Herstellung von Faserzement<br />
kann inzwischen auf mehr als 30 Jahre<br />
Erfahrung zurückblicken. Seit 1980 sind viele<br />
Millionen Quadratmeter Faserzementprodukte<br />
für Dach und Fassade verlegt worden, die selbst<br />
extremen klimatischen Belastungen gerecht<br />
werden.<br />
Eigenschaften auf einen Blick<br />
regensicher<br />
bei Beachtung der vorliegenden <strong>Planung</strong>sunterlage und den<br />
Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerkes ist das<br />
Dach regensicher und bleibt dies für eine lange Zeit<br />
witterungsfeste und feuchtigkeitsabweisende Oberfläche<br />
dadurch frostsicher, lichtecht und mit langer Lebensdauer<br />
nichtbrennbar – Baustoffklasse A2-S1,d0 nach<br />
DIN EN 13501-1<br />
sicher gegen Flugfeuer und strahlende Wärme, kein explosives<br />
Brandverhalten<br />
korrosionssicher<br />
ohne chemische Beimengungen biologisch resistent gegen<br />
Schädlinge und Pilzbewuchs<br />
IBU ausgezeichnet<br />
vom Institut Bauen und Umwelt e.V. als umweltverträgliches<br />
Bauprodukt ausgezeichnet<br />
schalldämmend<br />
geringe Geräuschbelastung (Trommeleffekte) durch Regen<br />
und Hagel oder durch Knackgeräusche bei wechselnden<br />
Temperaturbelastungen<br />
geringes Gewicht<br />
mit nur 0,24 kN/m2 ist dieses geringe Gewicht ideal auch<br />
für die Sanierung<br />
geringe Temperaturdehnung<br />
dadurch kaum Materialbewegung und somit kein Knirschen<br />
und Knacken<br />
Technische Daten – <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone mit Faserzementtafeln Pictura und Textura<br />
Eigenlast<br />
Zulässige Biegespannung<br />
Rohdichte<br />
Biegefestigkeit<br />
(Bruchwerte)<br />
Druckfestigkeit<br />
(Bruchwerte)<br />
Elastizitätsmodul<br />
Temperaturdehnzahl<br />
Wärmeleitfähigkeit<br />
0,22 kN/m 2<br />
6,0 MN/m 2<br />
≥ 1,65 g/cm 3<br />
II 17 N/mm 2<br />
24 N/mm 2<br />
50 N/mm 2<br />
ca. 15.000 N/mm 2<br />
a t = 0,01 mm/mK<br />
1 = ca. 0,6 W/mK<br />
Wasseraufnahmefähigkeit<br />
Auslieferungsfeuchte<br />
Feuchtigkeitsdehnung<br />
Diffusionswiderstandszahl<br />
Frostbeständigkeit<br />
Temperatur-Dauerbeständigkeit<br />
Chemische Beständigkeit<br />
Alterungsbeständigkeit<br />
Baustoffklasse<br />
≤ 20%<br />
~ 6%<br />
1,0 mm/m (lufttrocken – feucht)<br />
µ = 350 bei 0 – 50% rel. Luftfeuchtigkeit<br />
µ = 140 bei 50 – 100% rel. Luftfeuchtigkeit<br />
ist nach DIN 52104 gegeben<br />
gegeben bis 80 °C<br />
ähnlich wie Beton C 35/45 (ehemals B 45)<br />
ähnlich wie Beton C 35/45 (ehemals B 45)<br />
(DIN 4102-1), A2-s1,d0 (EN 13501-1)<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
27<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
BEARBEITUNG<br />
Tafelzuschnitt<br />
Der bauseitige Zuschnitt erfolgt hauptsächlich<br />
mit einer Handkreissäge (Festo AXT 50 LA) inkl.<br />
Führungsschiene. Ausschnitte werden mittels<br />
Stichsäge hergestellt. Bei maschinellen Zuschnitten<br />
ist der Schneidstaub durch eine<br />
geeignete Absauganlage zu entfernen.<br />
Seitliche Anschlüsse<br />
Bei den Anschlusstafeln an Bauteile (Ort, Kehle,<br />
Einbauten, etc.) ist die obere Plattenecke anschlussseitig<br />
zu stutzen.<br />
versenkte Ortrinne<br />
Dachlattung min. 40 x 60 mm<br />
Aufsteckprofil<br />
Großformatige <strong>Eternit</strong> Faserzementtafel<br />
8 mm mit abgeschrägter<br />
Oberkante<br />
Sägeblätter Allgemeines<br />
t<br />
oben<br />
Sägetisch<br />
V f<br />
Vorschubgeschwindigkeit:<br />
von 20 m/min (diamantbestückt)<br />
von 3,0-3,5 m/min (hartmetallbestückt)<br />
Schnittgeschwindigkeit:<br />
60 m/s bei diamantbestückt,<br />
2-2,5 m/s bei hartmetallbestückt<br />
Zur Erzielung einer ausreichenden Standzeit<br />
des Sägeblattes und optimaler Schnittqualität<br />
ist eine Anpassung an verschiedene Bedingungen<br />
erforderlich.<br />
Für die Bearbeitung von Faserzement eignen<br />
sich am besten diamantbestückte oder hartmetallbestückte<br />
Sägeblätter der Zerspanungs- und<br />
<strong>Anwendung</strong>sgruppe K 10, DIN 4990.<br />
Siliciumcarbid-Schleifscheiben und Diamant-<br />
Trennscheiben sind für die Bearbeitung von<br />
Faserzementprodukten nicht zu verwenden.<br />
Das betrifft Trocken- sowie Nassschnitte.<br />
Begründung: Beide Scheibenarten erfordern<br />
hohe Schnittgeschwindigkeiten. Die dabei auftretenden<br />
hohen Schneiddrucke können zu<br />
überdurchschnittlichen Materialbelastungen im<br />
Schnittkantenbereich führen. Die außerordentliche<br />
Staub- und Lärmbelästigung verbietet<br />
ebenfalls den Einsatz dieser Scheibenarten.<br />
<strong>Eternit</strong> Kreissägeblatt Diamaster<br />
Für eine wirtschaftliche und professionelle<br />
Bearbeitung von Faserzementtafeln mit schnelllaufenden<br />
handelsüblichen Hand-, Kapp- oder<br />
Tischkreissägen sind die diamantbestückten<br />
<strong>Eternit</strong> Kreissägeblätter Diamaster geeignet.<br />
Beim Sägen kann sowohl im Gegenlauf als auch<br />
im Gleichlauf gearbeitet werden.<br />
Sägen müssen über eine Staubabsaugung verfügen.<br />
Die Handkreissägen sollten, um saubere<br />
Schnitte zu erzielen, immer über eine Führungsschiene<br />
geführt werden. Ein Sägen von<br />
der Plattenrückseite und ein Durchtauchen des<br />
Sägeblattes um ca. 5 mm ergeben auch bei<br />
beschichtetem Material einen optimalen und<br />
ausbruchfreien Schnitt, wenn alle anderen<br />
Parameter, wie Sägeblatt, Zahnform und<br />
Schnittgeschwindigkeit, eingehalten werden.<br />
Schnittgeschwindigkeit: Die Umdrehungen des<br />
Sägeblattes pro Minute sind gemäß der unten<br />
aufgeführten Tabelle einzustellen. Die Schnittgeschwindigkeiten<br />
bleiben somit immer gleich.<br />
Höhere Geschwindigkeiten führen zu kürzeren<br />
Standzeiten des Sägeblattes. Die schwingungsgedämpfte<br />
Ausführung durch die hohe Steifigkeit<br />
des Tragkörpers des <strong>Eternit</strong> Kreissägeblattes<br />
Diamaster trägt zu einem ruhigeren Laufverhalten<br />
und zu besseren Arbeitsbedingungen<br />
durch eine geringe Lärmbelästigung bei.<br />
Dem anfallenden Schneidstaub ist aus Gründen<br />
des Arbeitsschutzes und der Gesundheit<br />
besondere Beachtung zu schenken. Das<br />
Staubgewicht erfordert eine ausreichende<br />
Absaugleistung der Anlage.<br />
Technische Daten <strong>Eternit</strong> Kreissägeblätter Diamaster<br />
Kreissägeblatt<br />
Diamaster 160<br />
Durchmesser<br />
(mm)<br />
160<br />
Schnittbreite /<br />
Stammblattstärke<br />
(mm)<br />
3,2 / 2,4<br />
Bohrung<br />
(mm)<br />
20<br />
Nebenlochabmessungen<br />
–<br />
Zähne<br />
(Stück)<br />
4<br />
Empfohlene<br />
Geschwindigkeit<br />
(U/min)<br />
4.000<br />
Diamaster 190<br />
190<br />
3,2 / 2,4<br />
20<br />
–<br />
4<br />
3.200<br />
Diamaster 225<br />
225<br />
3,2 / 2,4<br />
30<br />
2 / 10 / 60<br />
6<br />
2.800<br />
Diamaster 300<br />
300<br />
3,2 / 2,4<br />
30<br />
2 / 10 / 60<br />
8<br />
2.000<br />
Baustellengeräte<br />
Trennsäge<br />
Festool-Trennsäge AXT 50 LA 750 Watt<br />
Leistungsaufnahme,<br />
210 U/min, HM-Blatt<br />
mit Führungsschiene,<br />
Gewicht ca. 6,4 kg<br />
www.festool.de<br />
Stichsäge<br />
Stichsäge mit elektrischer Regelung<br />
und Absaugeinrichtung,<br />
hartmetallbeschichtetes<br />
<strong>Eternit</strong> Sägeblatt<br />
T 141 HM,<br />
ohne Pendel schneiden<br />
Staubsauger<br />
Es sind geeignete Staubsauger<br />
zur Aufnahme des anfallenden<br />
Schneidstaubes zu<br />
verwenden, z. B.<br />
Spezialsauger SRH 45 E<br />
oder Wap turbo 1001 SA<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
28<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
BEARBEITUNG<br />
Kantenbearbeitung<br />
Stanzkante<br />
Schnittkante<br />
Nutzmaß<br />
Produktionsmaß<br />
Stanzkanten<br />
Die Lieferung der Tafeln erfolgt grundsätzlich<br />
wie abgebildet mit Stanzkanten. Tafeln mit<br />
Stanzkanten müssen vor der <strong>Anwendung</strong> allseitig<br />
ca. 15 mm besäumt werden.<br />
Bei dekorativen Faserzementtafeln sind die<br />
Kanten der Tafeln nach dem Zuschnitt zu brechen.<br />
Dadurch wird die Beschädigungsgefahr<br />
vermindert und eine optische Aufwertung<br />
erreicht. Zum Brechen der Kanten kann ein ca.<br />
400 x 100 mm großes Brett mit aufgeklebtem<br />
Schleifpapier der Körnung 100 verwendet werden.<br />
Kantenimprägnierung<br />
Bei zementgebundenen Fassadentafeln kann<br />
unter Umständen freier Kalk aus der Zementmatrix<br />
der Tafel an die Schnittkante wandern<br />
und so als Kalkablagerungen sichtbar werden.<br />
Da bei der sehr gleichmäßigen und ebenen<br />
Oberfläche der Pictura Tafeln eine solche<br />
Erscheinung deutlich auffallen und die Optik der<br />
Tafelsichtseite beeinträchtigen kann, muss die<br />
Schnittkante der Tafel mit Luko-Kantenversiegelung<br />
behandelt werden.<br />
Auch bei Textura-Tafeln mit anthrazitfarbenen<br />
Grundtafeln (TA) können unter Umständen Kalkablagerungen<br />
an den Schnittkanten auftreten,<br />
die zu weißen Verfärbungen an den Schnittkanten<br />
führen können aber keinen Einfluss auf<br />
das Erscheinungsbild der Tafelvorderseite<br />
haben. Um dem Auftreten der weißen Kanten<br />
entgegenzuwirken, kann auch hier die Luko-<br />
Kantenversiegelung verwendet werden.<br />
■ Luko-Kantenimprägnierung ist eine Dispersion und muss vor dem Gebrauch aufgerührt /<br />
geschüttelt werden. Die Haltbarkeit der Luko-Kantenimprägnierung beträgt 6 Monate nach<br />
Abfülldatum.<br />
■ Den Applikator mit speziellem Mikrofaserschwamm 5 x 8 cm in die Applikationsschale mit der<br />
Imprägnierung tunken.<br />
■ Die Luko 803-Kantenimprägnierung wird unverdünnt verarbeitet.<br />
■ Den Applikator an der Arbeitsfläche des Behälters abstreifen, um ein Abtropfen vom Schwamm<br />
zu vermeiden und ein Zurückfließen der überflüssigen Dispersion zu ermöglichen.<br />
■ Die Verarbeitungstemperatur liegt bei +5 °C bis +25 °C, Lagerung bei -10 °C bis +25 °C.<br />
■ Nur einzelne Tafeln versiegeln. Nicht im Stapel.<br />
■ Der Applikator muss mit einer geringen Neigung zur Rückseite der Tafel an der Kante entlang<br />
gezogen werden, um Rückstände der Imprägnierung auf der Sichtseite zu vermeiden.<br />
■ Auf die Fläche übertretende Imprägnierung muss gleich mit einem Tuch zum Tafelrand entfernt<br />
werden. Verschmutzungen der Oberfläche müssen sofort entfernt werden.<br />
■ Die überflüssige Luko 803-Kantenimprägnierung aus der Applikationsschale darf nicht in den<br />
Behälter zurückgegeben oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederverwendet werden. Sie ist<br />
nach ca. 200 Zuschnitten zu erneuern. Während der <strong>Anwendung</strong> sollte die Kantenimprägnierung<br />
ab und zu umgerührt werden.<br />
■ Die Luko 803-Kantenversiegelung muss vollständig die Kante abdecken. Eine ausreichende<br />
Imprägnierung ist an einer durchgehend glänzenden Kantenoberfläche erkennbar.<br />
■ Angedickte und ausgehärtete Reste können im Hausmüll entsorgt werden. Der Schwamm kann<br />
bei sofortiger Reinigung mehrfach verwendet werden.<br />
■ Die Imprägnierung der Hinterschnittbohrungen kann mit einem Pinsel vorgenommen werden.<br />
Überschüssige Imprägnierung aufnehmen und nicht im Bohrloch belassen.<br />
Lagerung und Transport<br />
Fassadentafeln aus Faserzement sind auf einer<br />
ebenen Unterlage trocken und vollflächig zu<br />
lagern. Die zwischengelegte Schaumstofffolie<br />
dient zum Schutz der hochwertigen Oberfläche<br />
und ist bei Umstapelungen stets wieder einzulegen.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
Gestapeltes Material bauseitig mit Bauplane<br />
gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung schützen.<br />
Die Bauplane muss bei gestapeltem Material<br />
aufgelegt bleiben. Stehende Feuchtigkeit<br />
zwischen gelagerten Tafeln kann zu Kalkausblühungen<br />
führen, die nicht mehr entfernt werden<br />
können und die Qualität der Sichtfläche dauerhaft<br />
schädigen.<br />
29<br />
Tafeln nicht vom Stapel abziehen sondern abheben.<br />
Auf der Baustelle Tafeln hochkant transportieren,<br />
nicht auf der Tafelecke absetzen.<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
ANHANG<br />
Zubehör <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE<br />
Bezeichnung<br />
Maße [mm]<br />
Material<br />
Verpackung<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone Schraube mit Bohrspitze mit<br />
EPDM-Dichtung und Dichtscheibe,<br />
Innenvielkant T 25<br />
5 x 70<br />
Edelstahl,<br />
beschichtet,<br />
EPDM-Dichtung<br />
schwarz<br />
100 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone Fugenblech mit eingelegtem<br />
Winkel (zweiteilig), dunkelgrau<br />
180 x 1.280<br />
Aluminium<br />
1 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone Fugenblech mit<br />
eingelegtem Winkel (zweiteilig), dunkelgrau<br />
180 x 2.530<br />
Aluminium<br />
1 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> Equitone Aufsteckprofil, schwarz<br />
42 x 9 x 15<br />
X 2.300<br />
Hart-PVC<br />
10 Stück<br />
Lüftungsband<br />
100 x 5.000<br />
Kunststoff<br />
1 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> First-Grat-Linien-Entlüfter für das <strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong><br />
Equitone, 2-seitig, Lüftungsquerschnitt 300 cm 2 /m, mit Regenund<br />
Schneeabweiser, dunkelgrau*<br />
2.000<br />
beschichtetes<br />
Aluminium<br />
1 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> First-Grat-Linien-Entlüfter, Verbindungselement Oberteil<br />
(1 Stück je Verbindungsstoß), dunkelgrau*<br />
–<br />
beschichtetes<br />
Aluminium<br />
1 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> First-Grat-Linien-Entlüfter, Verbindungselement Unterteil<br />
(2 Stück je Verbindungsstoß = 1 Verpackungseiheit),<br />
dunkelgrau*<br />
–<br />
beschichtetes<br />
Aluminium<br />
1 Stück<br />
<strong>Eternit</strong> First-Grat-Linien-Entlüfter, Firstabschluss, dunkelgrau*<br />
–<br />
beschichtetes<br />
Aluminium<br />
1 Stück<br />
Grundplatte für Entlüfterstutzen flach oder Antennendurchgang,<br />
schwarz<br />
600 x 600<br />
Kunststoff<br />
1 Stück<br />
Entlüfterstutzen flach DN 100, dunkelgrau<br />
–<br />
Kunststoff<br />
1 Stück<br />
Schlauchanschluss für Entlüfterstutzen DN 100 mit<br />
Reduzierstück für DN 50, 70, 100 und<br />
Edelstahlschelle<br />
–<br />
Kunststoff<br />
1 Stück<br />
Anschlussmanschette<br />
–<br />
EPDM<br />
1 Stück<br />
Rofatop Klebeband einseitig<br />
50 x 25.000<br />
–<br />
1 Stück<br />
* First-Grat-Linien-Entlüfter in anderen Farben erhalten Sie auf Anfrage.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
30<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
FARBKARTE<br />
<strong>Eternit</strong> EQUITONE [textura]<br />
rot TA 305<br />
gelb TG 602<br />
blau TG 404<br />
grau TG 206<br />
blau TA 405<br />
rot TA 304<br />
gelb TG 601<br />
blau TG 403<br />
grau TG 205<br />
grau TA 207<br />
orange TA 701<br />
beige TG 803<br />
grün TG 504<br />
weiß TG 102<br />
Textura Faserzementtafeln mit dem Farbcode “TA”, werden auf anthrazit durchgefärbten Grundtafeln beschichtet.<br />
Textura Faserzementtafeln mit dem Farbcode “TG“ werden auf naturgrau durchgefärbten Grundtafeln beschichtet.<br />
schwarz TA 001<br />
<strong>Eternit</strong> Equitone [pictura]<br />
braun PU 941<br />
grün PU 543<br />
braun PU 943<br />
beige PU 842<br />
beige PU 841<br />
schwarz PU 041*<br />
grau PU 241<br />
grau PU 242<br />
grau PU 243<br />
weiß PU 141<br />
rot PU 341<br />
grün PU 541<br />
Die gezeigten Farben können von den Originalfarben geringfügig abweichen.<br />
blau PU 441<br />
orange PU 741<br />
grün PU 542<br />
*Im Farbton PU 041 werden die Tafeln mit anthrazitfarbener Grundtafel geliefert. Alle anderen Farben werden mit naturgrauer Grundtafel geliefert.<br />
Individualfarben: Freie Farbwahl nach technischer Machbarkeit.<br />
Hinweis zur Farbwahl<br />
Das Dach ist als schiefe Ebene im Vergleich zur<br />
übrigen Gebäudehülle wesentlich stärker umwelt-<br />
und witterungsbedingten Einflüssen ausgesetzt.<br />
Verunreinigungen durch Feinstaub und<br />
biologische Organismen können das Erscheinungsbild<br />
verändern. Je heller und reiner eine<br />
Farbe ist, desto stärker wird diese Veränderung<br />
ersichtlich. Im Vergleich zur weniger betroffenen<br />
Fassadenfläche kann dies mit der Zeit zu<br />
unterschiedlichen Farbnuancierungen von Fassade<br />
und Dach führen. Um diesen Effekt zu vermeiden,<br />
sollte bei der Farbauswahl für ein<br />
Integraldach eher auf dunklere Töne zurückgegriffen<br />
werden, insbesondere, wenn mit starker<br />
Belastung durch die Umwelt zu rechnen ist.<br />
<strong>Planung</strong> & <strong>Anwendung</strong> 2013<br />
31<br />
<strong>Eternit</strong> <strong>Systemdach</strong> EQUITONE
DACH<br />
FASSADE<br />
Dachplatten<br />
Wellplatten<br />
Dachsteine<br />
Photovoltaik<br />
Dämmelemente<br />
Dachfolien<br />
Dachuntersichten<br />
Tel: 01805-659 659*<br />
Fax: 01805-658 658*<br />
E-Mail: dach@eternit.de<br />
Faserzementtafeln<br />
Fassadenpaneele<br />
Fassadenplatten<br />
Fassadenziegel<br />
Putzträgerplatten<br />
Balkonplatten<br />
Bauplatten<br />
Tel: 01805-651 651*<br />
Fax: 01805-632 630*<br />
E-Mail: fassade@eternit.de<br />
ET F 4001-7.000-01.2013 ABC. Technische Änderungen vorbehalten. Keine Haftung für Druckfehler und drucktechnisch bedingte Farbabweichungen. *0,14 e/Min. aus dem dt. Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.<br />
<strong>Eternit</strong> Aktiengesellschaft · Im Breitspiel 20 · 69126 Heidelberg · www.eternit.de