Turnverein Cloppenburg eV - TV Cloppenburg

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Turnverein Cloppenburg eV - TV Cloppenburg

Historisch

Feldhandball, eine ausgestorbene Sportart, wurde auch im TVC betrieben

Das Feld war groß, das Tor riesig

Seit über 90 Jahren wird im TV

Cloppenburg Handball gespielt,

doch viele Jahre nicht in der Halle,

sondern draußen. „Feldhandball“

war angesagt.

Es wurde im

Freien gespielt,

zumeist auf

Fußballplätzen,

denn die Größe

des Spielfeldes

und auch des

Tores waren

identisch. Und

es gab andere

Regeln als

beim Hallenhandball.

Die erste Handballabteilung

des TVC wurde

1928 gegründet.

Abteilungsleiter

war Fritz

Weier. Die erste

TVC-Feldhandb

a l l - M a n n -

schaft, in der

bekannte Cloppenburger

Jugendliche

standen

(die Brüder

Hermann, Gerd

u. Fritz Rohde,

Fritz Schnötke,

Hans Tholen,

Arnold Stör,

Emil Druhmann,

Hans

Knobbe, August

Bruns oder Theo Hartogh),

war sehr erfolgreich, doch der

Krieg riss diese Mannschaft

ausein ander. Nach dem Krieg kam

sie nie mehr so richtig in

Schwung, sodass 1949 für die damaligen

TVC-Handballer schon das

Ende nahte.

Der TVC stellte aber nochmals eine

Mannschaft zusammen. Fritz Müller,

Günther Rauch, Hans Driesen,

Karl-Rudi Kluge, Anton Blömer,

Gerd und Fritz Rohde, August

Bruns oder Theo Hartogh (Quelle:

So groß wie ein Fußballfeld: Die amtlichen Maße eines Feldhandball-Spielfeldes.

TVC-Handball

im Internet:

www.tv-cloppenburg.de

TVC-Archiv) nahmen wieder am

Spielbetrieb teil. Den letzten großen

Feldhandballspieler hatte der

TVC mit Gottfried Schleuder, der

1955 nach Cloppenburg (an die

evangelische Volksschule) versetzt

wurde, Mitglied im TVC wurde und

die Handballabteilung neu belebte.

Zunächst versuchte er es mit

Feldhandball. Der

Start war aber

sehr schwierig,

denn dafür besaß

man nicht einmal

einen Handball.

So begann

Schleuder auf

einem Kleinfeld,

das er auf dem

Schulhof seiner

Schule herrichtete.

Über den Kleinfeldhandball

kam

man langsam

zum Hallenhandball.

Feldhandball

verlor immer

mehr an Bedeutung,

obwohl sich

einige Funktionäre

im damaligen

Bezirk Huntegau

mächtig stark

machten, um den

Feldhandball konkurrenzfähig

zu

halten.

Noch 1970, als

die TVC-Hallen-

Handballer erstmals

in die Oberliga

aufstiegen,

stellte der Handballverband

dem

TVC die Auflage,

sich im Sommer an der Feldhandball-Runde

zu beteiligen.

Die TVCer weigerten sich damals

erfolgreich. Die Zeit des Feldhandballs

war endgültig vorbei, als der

Deutsche Meister Grün-Weiß Dankersen

und der ebenso namhafte

VfL Gummersbach ihre Mannschaften

aus finanziellen Gründen vom

Spielbetrieb zurückzogen.

Die Regeln:

Großfeldhandball wurde auf

einem Sportplatz gespielt,

der einem Fußballplatz entspricht

(Länge 90 bis100

Meter; Breite 55 bis 65

Meter). Zu einer Mannschaften

gehören elf Feldspieler

(ein Auswechselspieler)

und zwei Torleute, die

jederzeit fliegend eingewechselt

werden konnten.

Eine Mannschaft auf dem

Feld bestand aus zehn Feldspielern

sowie einem Torwart.

Das Tor hatte, wie beim

Fußball, die Maße 7,32 mal

2,44 Meter. Der Torraum

war ein Halbkreis im Abstand

von 13 Metern von

der Mitte der Torlinie. Dieser

durfte nur vom eigenen

Torwart betreten werden.

Die Freiwurflinie befand sich

sechs Meter parallel zum

Wurfkreis in 19 Metern Abstand

zum Tor. Ein Strafwurf

wurde aus 14 Metern

Entfernung geworfen.

Die Zeitstrafen betrugen 5

oder 10 Minuten.

Der wohl wichtigste Unterschied

zum Hallenhandball

betraf die Prellregelung

beim Ballführen. Im Gegensatz

zum Hallenhandball

durfte der Ball zwischen

dem Prellen gefangen werden

und anschließend wieder

weitergeprellt werden.

Entgegen des Hallenspiels

gab es auch einen Eckball,

wenn der Ball vom Torwart

über die eigene Torauslinie

befördert wurde.

Der Deutsche Handball

Bund (DHB) teilte das Jahr

in eine Feld- und eine Hallensaison

ein. Die Feldsaison

dauerte von Mai bis

September; anschließend

begann im Oktober die Hallensaison,

die bis in den

April andauerte.

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