Programmheft Trainerseminar (pdf) - DGSP

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Programmheft Trainerseminar (pdf) - DGSP

44. Deutscher Sportärztekongress

Frankfurt 6.-7. September 2013

Trainerseminar

07. September 2013

Programmheft

Organisation:

Weiterbildungsakademie

Sportmedizin

Ginnheimer Landstr. 39

60487 Frankfurt am Main


Frankfurt am Main, 23.07.2013

Liebe Trainer, Übungsleiter und Therapeuten,

durch die Gestaltung des Trainings in Leistungssport, Gesundheitsprävention und

Sporttherapie sind Sie die Basis für jede erfolgreiche Übungseinheit. Neue Erkenntnisse aus

der Sportmedizin und den Trainingswissenschaften besitzen deshalb insbesondere für Sie,

die Fachkräfte, die für eine Umsetzung in die Praxis sorgen, eine hohe Relevanz.

Vor diesem Hintergrund bietet die Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt

am Main im Rahmen des 44. Deutschen Sportärztekongresses in Frankfurt ein

Fortbildungsprogramm für Trainer und Übungsleiter aus den verschiedensten Bereichen an.

Hochkarätige Referenten vermitteln am 7. September 2013 zwischen 8.45 und 19.45 Uhr

aktuelle sportmedizinische Inhalte und Trends.

Je nach Hintergrund und Interesse bieten sich Ihnen Wahlmöglichkeiten zwischen mehreren

inhaltlichen Schwerpunkten. Das Themenspektrum der Workshops und Vorträge ist breit

gefächert: Es erstreckt sich von neuen Trainingsmethoden wie hochintensivem Tabata-

Training über fasziale Behandlungstechniken und kinesiologisches Taping bis hin zur

funktionellen Bewegungsanalyse des Breiten- und Leistungssportlers. Details entnehmen Sie

bitte dem Programm auf den folgenden Seiten.

Das Trainerseminar findet auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am

Main statt und umfasst 12-14 Übungseinheiten, die Kosten für die Tageskarte belaufen sich

auf 85 Euro. Zahlreiche Verbände aus den verschiedensten Bereichen erkennen die

Veranstaltung zur Lizenzverlängerung an. Weitere Informationen erhalten Sie auf der

Kongresshomepage http://www.dgsp.de/kongress unter dem Stichwort „Trainerseminar

sowie via Facebook unter www.facebook.com/trainerseminar2013.

Wir freuen uns, Sie in Frankfurt zu einem inspirierenden Tag begrüßen zu dürfen.

Dr. Kirsten Brettmann & Jan Wilke


Trainerseminar 2013 - Programm

8.45-9.15: Begrüßung und thematische Einführung (Dr. Kirsten Brettmann, Jan Wilke)

9.15-10.15: Vortrag: Regeneration – die unausgeschöpfte Leistungsreserve (Prof. Dr. Tim Meyer)

Workshops

10.30-12.00 12.15-13.45 14.30-16.00 16.15-17.45

Kinesiologisches Taping

Kinesiologisches Taping

Kinesiologisches Taping

Fitnesstraining in

Mannschaftssportarten

(Simon Mayer-Ullmann)

(Simon Mayer-Ullmann)

(Simon Mayer-Ullmann)

(Dr. Oliver Faude)

Rumpfstabilität – Fakten

und Mythen

Rumpfstabilität – Fakten

und Mythen

Functional Movement

Screen: Bewegungen

analysieren und verstehen

Functional Movement

Screen: Bewegungen

analysieren und verstehen

(Volker Sutor)

(Volker Sutor)

(Stefan Adler)

(Stefan Adler)

Krafttraining mit Kindern

und Jugendlichen

Life-Kinetik: Sport für

Körper und Gehirn

Life-Kinetik: Sport für

Körper und Gehirn

Life-Kinetik: Sport für

Körper und Gehirn

(Dr. Michael Behringer)

(Horst Lutz)

(Horst Lutz)

(Horst Lutz)

Tabata: Das 13-Minuten

Workout

Tabata: Das 13-Minuten

Workout

Personal Training mit

Kleingeräten: Training im

PT-Room - Theorie

Personal Training mit

Kleingeräten: Training

im PT-Room - Praxis

(Charlotte Eberl)

(Charlotte Eberl)

(Roland Kleinwächter)

(Roland Kleinwächter)

Sensomotorisches Training

mit Terrasensa

Faszienfitness: Training für

das Bindegewebe

Faszienfitness: Training für

das Bindegewebe

Faszienfitness: Training für

das Bindegewebe

(Roland Kleinwächter)

(Ralf Vogt)

(Ralf Vogt)

(Elke Sylvia Vogt)

Therapie von

Sehnenverletzungen

Therapie von

Sehnenverletzungen

Self-myofascial release:

Selbstmassage mit

der Schaumrolle

Self-myofascial release:

Selbstmassage mit

der Schaumrolle

(Axel Kautz)

(Axel Kautz)

(Florian Keller)

(Florian Keller)

Vorträge

18.00-18.45: Belastung und Beanspruchung: Trainingssteuerung im Ausdauersport (Prof. Dr. Kuno Hottenrott)

18.45-19.30: Fitnessmythen: Was stimmt und was nicht? (Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer)

19.30 Seminarabschluss und Verabschiedung (Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer)


Vorträge:

9.15-10.15 Uhr: Prof. Dr. Tim Meyer

Regeneration – die unausgeschöpfte Leistungsreserve

Prof. Dr. Tim Meyer ist seit 2001 Mannschaftsarzt des deutschen Fußball-Nationalteams. Er

betreute die DFB-Elf bei drei Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften. Zu

seinen Aufgaben gehören neben der medizinischen Versorgung aller internistischallgemeinmedizinischen

Probleme das Anti-Doping-Management und die

Leistungsdiagnostik. Der Mediziner und Sportwissenschaftler leitet das Institut für Sport- und

Präventivmedizin der Universität des Saarlandes und referiert beim Trainerseminar zum

Thema „Regeneration – die unausgeschöpfte Leistungsreserve“.

18.00-18.45 Uhr: Prof. Dr. Kuno Hottenrott

Belastung und Beanspruchung: Trainingssteuerung im Ausdauersport

Prof. Dr. Kuno Hottenrott leitet die Abteilung Trainingswissenschaft und Sportmedizin an der

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Der Autor mehrerer Bücher und Fachartikel zum

Thema Ausdauer ist selbst aktiver Sportler mit einer Marathon-Bestzeit von 2 Stunden und

36 Minuten. Hottenrott war mehrere Jahre der Nationaltrainer der deutschen Junioren-

Triathleten und referiert beim Trainerseminar zum Thema „Belastung und Beanspruchung:

Trainingssteuerung im Ausdauersport“.

18.45-19.30 Uhr: Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer

Fitnessmythen: Was stimmt und was nicht?

Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer ist seit 1995 Professor für Sportmedizin an der Goethe-

Universität Frankfurt am Main. Der Sportwissenschaftler und Facharzt für Allgemeinmedizin

und Sportmedizin-Chirotherapie hat sich als Ernährungsmediziner und im Bereich der

Akupunktur weiter qualifiziert. Mehrere Jahre betreute Banzer als Mannschaftsarzt das

Davis-Cup-Team der deutschen Tennisspieler. Er ist Gesundheitssportbeauftragter des

Landessportbundes Hessen und Mitglied im Beirat »Sportentwicklung« des Deutschen

Olympischen Sportbundes. Auf europäischer Ebene sitzt er im “Steering committee of the

European Network for the promotion of health-enhancing physical activity” (HEPA/WHO) und

ist Mitglied der “EU Platform on Diet, Physical Activity and Health”. Beim Trainerseminar

referiert er zum Thema “Fitnessmythen: Was stimmt und was nicht?”.


Workshops:

Kinesiologisches Taping (Simon Mayer-Ullmann)

Taping ist in aller Munde - doch was verbirgt sich hinter dem Begriff „Myofasziales Taping“?

Worin unterscheidet es sich vom klassischen Kinesio-Taping?

Der Workshop stellt die Arbeit an und mit der Faszie sowie deren Aufbau in den Vordergrund

und zeigt grundlegende Möglichkeiten des Tapens auf. In Theorie und Praxis können erste

Erfahrungen gesammelt werden. Ziel ist ein grundlegendes Verständnis der Faszie und

Interesse am Myofaszialen Tapen zu wecken.

Simon Mayer-Ullmann hat an der Universität Tübingen Sportwissenschaft mit Nebenfach

Sportmedizin studiert. Er ist ehemaliger Leistungssportler und Deutscher Hochschulmeister

im Rudern. Mayer-Ullmann ist seit mehreren Jahren in der Ausbildung tätig und führt in

Karlsruhe eine eigene Praxis.

Fitnesstraining in Mannschaftssportarten (Dr. Oliver Faude)

Die Fitness der Akteure wird im Sport immer mehr zu einem der entscheidenden Faktoren.

Dementsprechend besitzt das individuelle und auf die spezifischen Charakteristika der

jeweiligen Sportart abgestimmte Training eine große Bedeutung. Der Workshop vermittelt

anhand von Daten aus dem Fußball, wie Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft im

Mannschaftssport sinnvoll geschult werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt

hierbei auf der Planung im Saisonverlauf sowie der Messung und Beurteilung von

Trainingseffekten.

Dr. Oliver Faude ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter des

trainingswissenschaftlichen Arbeitsbereichs am Institut für Sport und Sportwissenschaften

der Universität Basel. In seinen zahlreichen Fachartikeln beschäftigt er sich insbesondere mit

den Grundsätzen des Kraft- und Ausdauertrainings sowie der Leistungsdiagnostik in

verschiedenen Sportarten.

Rumpfstabilität: Fakten und Mythen (Volker Sutor)

In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Trends geboren. So wird dem Core-

Stability-Training oftmals eine größere Effektivität beigemessen als dem klassischen

Rumpfstabilisationstraining. Ist dies wirklich so oder steckt hinter dem Trend eine clevere

Marketingstrategie? Welche Vorteile sind wissenschaftlich fundiert und wie kann ein

sinnvolles und defizitorientiertes Rumpftraining aussehen? Diese Fragen sollen im Workshop

erörtert und anhand der aktuellen Studienlage sowie unter Praxisbezug kontrovers diskutiert

werden.

Volker Sutor ist Physiotherapeut (MSc., BSc.) und Sportlehrer. Er gründete 2009 die

Weiterbildungsgruppe „Fortbildungen für Orthopädische Medizin und Manuelle Therapie“, die

sich insbesondere um evidenzbasierte Sport- und Physiotherapie kümmert. Der Autor

diverser Fachartikel und Bücher (u.a. „Praxis der medizinischen Trainingstherapie“) gilt als

anerkannter Experte im Bereich der orthopädischen Trainingstherapie.


Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen (Dr. Dr. Michael Behringer)

Die Verbesserung der Kraft als ein Teil der konditionellen Fähigkeiten ist im

Nachwuchsleistungssport ebenso wichtig wie im Hochleistungssport der Erwachsenen.

Lange Zeit galten die mit einem Krafttraining assoziierten hohen mechanischen Belastungen

als ungeeignet für den unausgereiften Organismus von Kindern und Jugendlichen. Man

befürchtete insbesondere Langzeitschäden des Skelettsystems mit Beeinträchtigung des

Wachstums. Der angebotene Workshop hat zum Ziel, neben einer kurzen Abhandlung zu

den tradierten Vorstellungen, Neuigkeiten auf diesem Gebiet der Forschung darzustellen und

dabei auch auf die potentiellen gesundheitlichen Vorteile eines Krafttrainings mit Kindern und

Jugendlichen einzugehen.

Dr. Dr. Michael Behringer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für

Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule Köln. Der Arzt

promovierte neben Medizin auch in Naturwissenschaften mit dem Thema „Biomedizinische

Grundlagen zum Krafttraining im Kindes- und Jungendalter“ und ist zudem für das Deutsche

Forschungszentrum für Leistungssport tätig.

Sensomotorisches Training mit Terrasensa (Roland Kleinwächter)

Das sensomotorische System bildet die Grundlage jeder menschlichen Bewegung. Je

besser die koordinativen Fähigkeiten ausgeprägt sind, desto ökonomischer, präziser und

sicherer erfolgt der Bewegungsablauf. Insofern ist das Training der Sensomotorik in jedem

Alter ein wichtiger Bestandteil zur Erhaltung der Fitness und Alltagskompetenz. Das Training

auf terrasensa® ist ein methodisch aufgebautes System, welches flexibel an die jeweilige

Kunden-Gruppe angepasst werden kann. terrasensa® bietet eine hohe Variabilität der

Oberfläche, die eine Gewöhnung an das Gerät von Anfang an verhindert. Es kommt so zu

immer neuen Reaktionen auf die ungekannte Oberfläche, die der Trainer nach Belieben

beeinflussen kann.

Roland Kleinwächter studierte Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Sportmedizin und

absolvierte eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Kleinwächter ist lizensierter Tennisund

Fitnesstrainer und arbeitet als Ausbilder für das ARTZT Institut.

Personal Training mit Kleingeräten (Roland Kleinwächter)

Ein Trainingsgerät ist nur effektiv, wenn die Arbeit mit ihm adäquat und individuell angeleitet

wird. Ein Trainingsgerät muss - genau wie der Trainingsplan - für die entsprechende Person

bewusst ausgewählt werden. Kleingeräte wirken oft wie Spielzeug und können so - auf

sympathische Art und Weise - einen schnellen Zugang zu den Klienten schaffen: Nur was

Spaß macht, wird auch dauerhaft fortgeführt. Mit dem PT (Personal Trainer /

PhysioTherapeut) Room Konzept lernen Sie in den beiden Workshops neben den

Kleingeräten selbst auch ein effektives Trainingskonzept kennen, welches bei verschiedenen

Kunden vom Schmerzpatienten bis zum Leistungssportler einsetzbar ist.

Roland Kleinwächter studierte Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Sportmedizin und

absolvierte eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Kleinwächter ist lizensierter Tennisund

Fitnesstrainer und arbeitet als Ausbilder für das ARTZT Institut.


TABATA: Das 13-Minuten-Workout (Charlotte Eberl)

Die Ausdauer stellt eine leistungsbestimmende Größe in zahlreichen Sportarten dar. Eine

immer beliebter werdende Methode ist das TABATA-Training. Funktionelle

Ganzkörperübungen wechseln bei diesem High-Intensity-Workout immer wieder mit sehr

kurzen Pausen ab, nach wenigen Minuten ist das Workout beendet. Was bewirkt TABATA-

Training und wie lässt es sich in den Trainingsalltag integrieren? Welche Übungen sind

geeignet und wie genau wird es durchgeführt? Diese Fragen werden im Verlaufe des

Workshops – auch anhand praktischer Beispiele – beantwortet.

Charlotte Eberl absolvierte neben dem Studium der Sportwissenschaften an der Universität

Göttingen Ausbildungen zur Sporttherapeutin (DVGS) und Ernährungsberaterin. Sie ist

Inhaberin der Trainer-B-Lizenz im Handball. Die Doktorandin der Sporthochschule Köln ist

neben ihrer Arbeit in einem ambulanten Rehazentrum für das Athletiktraining und die

Leistungsdiagnostik des Nachwuchses vom THW Kiel verantwortlich.

Therapie von Sehnenverletzungen (Axel Kautz)

Sehnenpathologien gehören zu den häufigsten Problematiken des Bewegungsapparates.

Besonders Sportler sind oft von Überlastungssymtomatiken oder degenerativ bedingten

Rupturen betroffen. Eine Schlüsselposition innerhalb der Rehabilitation nimmt die aktive

Therapie ein. Im Zentrum des Workshops steht neben der Vorstellung unterschiedlicher

Beschwerdebilder die trainingstherapeutische Behandlung, etwa mittels exzentrischem

Training.

Axel Kautz betreute als Physiotherapeut die Handballmannschaft von Borussia Dortmund

und die deutsche Leichtathletik-Nationalmannschaft bei Olympischen Spielen und

Weltmeisterschaften. Er ist stellvertretender physiotherapeutischer Leiter der RuhrSportReha

(Kooperationseinrichtung des Universitätsklinikums und des VfL Bochum) und behandelt dort

seit Jahren Leistungssportler aus verschiedenen Bereichen.

Life-Kinetik (Horst Lutz)

Wahrnehmung + Gehirnjogging + Bewegung = Life Kinetik! Das Trainingskonzept verbindet

verschiedene Wahrnehmungskanäle mit ungewöhnlichen Bewegungen und kognitiven

Aufgaben. Dabei sucht das Gehirn nach Strategien, um die Herausforderungen zu

bewältigen und stimuliert somit Lernprozesse. Die Folgen sind eine erhöhte

Handlungsschnelligkeit, ein verbessertes fluides Gedächtnis, ein deutlicher Anstieg der

Konzentrationsfähigkeit oder eine geringere Fehlerquote. Auch eine Zunahme des

Standgleichgewichts und der Auge-Hand- und Auge-Bein-Koordination sind möglich. Der

Workshop vermittelt einerseits die Grundidee von Life Kinetik, andererseits erhalten die

Teilnehmer die Möglichkeit, das Konzept mit zahlreichen praktischen Übungen selbst

auszuprobieren.

Horst Lutz arbeitete nach seinem Studium (Diplom-Sportlehrer) als Fußballtrainer in Island

und als Jugendleiter sowie -trainer beim TSV 1860 München. Seit Ende der 80er Jahre ist er

Lehrkraft im Leistungssport und freiberuflicher Dozent. Seit 2007 konzentriert er sich

ausschließlich auf die Verbreitung seines Life Kinetik-Konzepts. Dabei arbeitete er neben

vielen u.a. mit der Deutschen Alpinen Skinationalmannschaft, den Fußball-

Bundesligavereinen Borussia Dortmund, TSG 1899 Hoffenheim, SC Freiburg, 1. FC

Nürnberg, FSV Mainz 05 und weiteren Mannschaften (Eishockey, Volleyball, Turnen,

Skispringen, Biathlon) im In- und Ausland zusammen.


Faszienfitness (Ralf Vogt & Elke Sylvia Vogt)

Bislang fristete die Faszie in Anatomie, Biomechanik und Medizin eher ein Aschenputtel-

Dasein: Lange Jahre wurde sie lediglich als Formgeber und passive Hülle der Muskulatur

betrachtet. Neue Erkenntnisse aber zeigen, dass das Bindegewebe weit mehr Eigenschaften

besitzt und trainiert werden kann. Dieser Workshop zeigt basierend auf den Ergebnissen der

Faszienforschungsgruppe der Universität Ulm eine Form des Faszien-Fitness. Dabei werden

die Faszien unter Beachtung von vier Prinzipien gelöst, auf Länge gebracht, gekräftigt und

schließlich in der Funktionskette koordiniert. Die Kursteilnehmer lernen neben der

Denkweise und den Methoden des Fascial Fitness auch die eingesetzten Tools kennen.

Ralf Vogt (M.Sc., DO) ist Osteopath, Heilpraktiker und Physiotherapeut in eigener Praxis. Er

arbeitet als Dozent für Osteopathie an der Universität Dresden sowie für verschiedene

Osteopathie-Fachschulen. Vogt ist zertifizierter Fascial Fitness Trainer und Mitglied der

Faszienforschungsgruppe der Universität Ulm unter Leitung von Dr. Robert Schleip. Sein

Schwerpunkt sind fasziale Behandlungstechniken.

Elke Sylvia Vogt ist Physiotherapeutin und Gesundheits-Coach mit eigener Praxis und

langjährig als Dozentin für Ayurveda tätig. Sie ist zertifizierte Fascial Fitness Trainerin und

absolvierte u.a. Fortbildungen in Sportphysiotherapie, Medizinischer Trainingstherapie und

manueller Therapie. Zuvor arbeitete sie in verschiedenen Rehazentren und Praxen.

Functional Movement Screen (Stefan Adler)

Der Functional Movement Screen® wurde von dem renommierten amerikanischen

Physiotherapeuten Gray Cook sowie Dr. Lee Burton entwickelt. Er basiert auf sieben

grundlegenden Bewegungsaufgaben. Das geschulte Trainerauge deckt bei der Beobachtung

der Testausführung Asymmetrien und Dysbalancen auf, welche vom Sportler oft durch

Ausweichbewegungen kompensiert werden. Die Ergebnisse der Testreihe erlauben die

Entwicklung von individuell auf den Athleten abgestimmten Trainingsplänen, die seine

persönlichen Schwachstellen in den Bereichen der Mobilität und Stabilität minimieren. Dies

mündet in einer Harmonisierung des kompletten Bewegungssystems, was wiederum

allgemeine Leistungswerte verbessert und die Verletzungsanfälligkeit reduziert. Im

Workshop erhalten die Teilnehmer auch anhand von Praxisbeispielen einen Einblick in

Durchführung und mögliche Anwendungsfelder des Tests.

Stefan Adler ist Sportwissenschaftler und war mehrere Jahre Athletiktrainer des

Basketballbundesligisten BG Göttingen. Er arbeitete als sportlicher Leiter des Göttinger

Fitness- und Gesundheitszentrums und ist deutschlandweit als Referent zum Thema

Performance Training und Leistungssport unterwegs. In einem Bonner Studio für Personalund

Athletiktraining ist er für die Trainingssteuerung der Profisportler verantwortlich.

Self-myofascial release (Florian Keller)

Der Foam Roller hat in den letzten Jahren einen enormen Hype erlebt. „Self-myofascial

release“ heißt die Technik, bei der eine Schaumrolle zur intensiven Selbstmassage

verwendet wird. Ziel ist es hierbei, neben dem Muskel insbesondere die umhüllende Faszie

zu erreichen. Die anvisierten Effekte umfassen neben dem Aufbrechen von bindegewebigen

Verkleben das Lösen von Triggerpunkten und die Steigerung der Beweglichkeit. Im

Workshop erlangen sie anhand zahlreicher Praxisbeispiele das nötige Know-How, um mit

dem Foam Roller und anderen Hilfsmitteln Muskeln und Faszien zu lockern, zu stimulieren

sowie die Regeneration nach dem Training anzukurbeln.


Florian Keller ist Sportwissenschaftler und beschäftigte sich im Rahmen seiner

Abschlussarbeit mit dem Thema self-myofascial release. Er ist Inhaber der Fitness-A-Lizenz

und absolvierte ein Mentorship bei Athletes Performance in den USA.


Partnerlinks der Referenten

Simon Mayer-Ullmann: www.keynesio-praxis.de

Volker Sutor: www.fomt.info

Horst Lutz: www.lifekinetik.de

Stefan Adler: alloutgym.de/

Charlotte Eberl: www.born2move.de

Ralf & Elke Sylvia Vogt: www.vogt-info.com

Axel Kautz: www.ruhrsportreha.de

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