Bekanntmachung Übersichtskarte usw. - Essen-Oldb

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Bekanntmachung Übersichtskarte usw. - Essen-Oldb

Gemeinde Essen/Oldb. 49632 Essen/Oldb., den 17.09.2013

Der Bürgermeister

B e k a n n t m a c h u n g

Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 32a „Wohngebiet Helms Esch“ und 15. Änderung des

Flächennutzungsplanes der Gemeinde Essen/Oldb.

a) Bekanntgabe des Aufstellungsbeschlusses gem. § 2 (1) BauGB

b) Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 (1) BauGB

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Essen/Oldb. hat in seiner Sitzung am 16.09.2013 die

Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 32a „Wohngebiet Helms Esch“ und die 15. Änderung des

Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren gem. § 8 (3) BauGB beschlossen.

Die genaue Abgrenzung der Plangebiete ist in den nachstehenden Kartenausschnitten besonders

dargestellt.

1. Kartenausschnitt: Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 32a „Wohngebiet Helms Esch“


2. Kartenausschnitt: Geltungsbereich der 15. Änderung des Flächennutzungsplanes

Der Aufstellungsbeschluss zu den v.g. Plänen wird hiermit gemäß § 2 (1) BauGB bekannt gegeben.

Gleichzeitig wird bekannt gegeben, dass die Öffentlichkeit in der Zeit vom 27.09. bis 28.10.2013

– beide Tage einschließlich – während der Dienststunden im Rathaus der Gemeinde Essen/Oldb.,

Peterstraße 7, Zimmer 11, 49632 Essen/Oldb. die Planungen einsehen kann. Der Öffentlichkeit wird

hiermit Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gem. § 3 (1) BauGB innerhalb der o.a. Frist

gegeben.

(Kettmann)


935/6

Helms Esch

Nadorster Weg

1302/100

1470/6

1012/99

96/3

96/2

94/2

94/1

1439/99

90/10

90/11

Helms Esch

86/15


86/16

86/18

86/17

90/8

90/7

90/15

90/14

90/12

90/13

90/17

86/14

90/6

90/16

90/18


Legende:

86/1

0 10 20 40 60 80 m


WA Allgemeines Wohngebiet


90/19





GEMEINDE

(OLDENBURG)

Bebauungsplan Nr. 32a

" Wohngebiet Helms Esch "

- Entwurf - Stand:

16.09.2013

E s c h e n p l a t z 2

2 6 1 2 9 Oldenburg

Tel.: (0441) 59 36 55

Fax.: (0441) 59 13 83

e-mail:

gieselmann@bfs-oldenburg.de


GEMEINDE

(OLDENBURG)

15. Änderung des Flächennutzungsplanes

Präambel

Auf Grund des § 1 Abs. 3 des Baugesetzbuches (BauGB) i. V. m. § 58 des

Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG), hat der Rat

der Gemeinde Essen (Oldb.) diese 15. Änderung des Flächennutzungsplanes

beschlossen.

Essen (Oldb.), den ...........................

- Entwurf -

.....................................................

Bürgermeister

PLANZEICHENERKLÄRUNG GEMÄSS PLANZEICHENVERORDNUNG

Stand: 16.09.2013

W

Wohnbaufläche

Grenze des räumlichen Geltungsbereichs

FNP14.DWG


1

2

14

7

3

3

3

5

4

2

6

1

35

4

8

12

1

3

15

43

44

13

2

41

40

7

4

38

36

6

9

1

14

11

2

3

4

5

15

13

17

7

7

28

26

10

9

8

5

8

3

4

24

6

Lessingstraße

8

2

6

4

2

31

3

29A

1

15

2

4

Bahnhofstraße

2

HsNr.19

1

HsNr.40

1

2

Windmühlenweg

1

6

Felder Bach

4

5

1

2

7

Windmühlenweg

110 KV

1A

1

Kartengrundlage:

Landesamt für Geoinformation

und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN)

Regionaldirektion Cloppenburg

Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten der Niedersächsischen

Vermessungs- und Katasterverwaltung

Maßstab 1 : 5.000 Stand: 2012

Am Schützenplatz

110 KV

Lager-

platz

Nadamer Bach

Felder Bach

110 KV

110 KV

Felder Straße

FMT

110 KV

Helms Esch

Nadamer Bach

13

16

HsNr.25 HsNr.23

W

HsNr.46

Helms Esch

HsNr.6

HsNr.8 HsNr.10

HsNr.44

HsNr.46

HsNr.1

HsNr.2

HsNr.3

HsNr.5

HsNr.6

HsNr.8

HsNr.10

Cloppenburger Straße - B 68

Im langen Lande

Goethestraße

HsNr.4

Nadorster Weg

HsNr.19

HsNr.19

HsNr.17A

HsNr.17A

HsNr.17

Schillerstraße

HsNr.15

HsNr.15

HsNr.24

HsNr.24

HsNr.26

HsNr.26

11

HsNr.13

Nadamer Bach

Vor Ellerkamp

Goethestraße

9A

2A 2

Industriestraße

Nadorster Weg

10

11

13

12

15

14

17

16

16A

19

19A

19B

25

Löninger Straße - K 358

20

18

Gartenstraße

29

27A

27

21

Cloppenburger Straße - B 68

22

22

20

Grün -

18

Hempenweg

12

16

31A

10

12

4B

4A

Löninger Straße - K 358

42

34

ner Straße

24

8A


Verfahrensvermerke

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am ........................... die Aufstellung der 15. Änderung des

Flächennutzungsplanes beschlossen. Der Aufstellungsbeschluss ist gemäß § 2 Abs. 1 BauGB am

........................... ortsüblich bekannt gemacht worden.

Essen (Oldb.), den...........................

..................................................................

Bürgermeister

Der Entwurf der Flächennutzungsplanänderung wurde ausgearbeitet durch das :


Eschenplatz 2, 26129 Oldenburg, Tel.: 0441 - 59 36 55

Oldenburg, den 16.09.2013

..................................................................

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am ........................... dem Entwurf der 15. Änderung des

Flächennutzungsplanes und der Begründung einschließlich Umweltbericht zugestimmt und die öffentliche

Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen.

Ort und Dauer der öffentlichen Auslegung wurden am ........................... ortsüblich bekannt gemacht.

Der Entwurf der Flächennutzungsplanänderung und der Begründung einschließlich Umweltbericht haben

vom ........................... bis ........................... gemäß § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich ausgelegen.

Essen (Oldb.), den ...........................

..................................................................

Bürgermeister

Der Gemeinderat hat nach Prüfung der Stellungnahmen durch den Verwaltungsausschuss am

........................... gemäß § 3 Abs. 2 BauGB die 14. Änderung des Flächennutzungsplanes nebst

Begründung einschließlich Umweltbericht in seiner Sitzung am ........................... beschlossen.

Essen (Oldb.), den ...........................

.................................................................

Bürgermeister

Die 15. Änderung des Flächennutzungsplanes ist mit Verfügung Az. :

vom heutigen Tage unter Auflagen / mit Maßgaben gemäß § 6 BauGB genehmigt.

Die kenntlich gemachten Teile sind gemäß § 6 Abs. 3 BauGB von der Genehmigung ausgenommen.

Cloppenburg, den ...........................

Genehmigungsbehörde:

..................................................................

Der Gemeinderat ist den in der Genehmigungsverfügung vom ...................................

(Az. :

) aufgeführten Auflagen / Maßgaben in seiner Sitzung am

.................................. beigetreten. Die 15. Änderung des Flächennutzungsplanes hat zuvor wegen der

Auflagen / Maßgaben vom ................................... bis ................................... öffentlich ausgelegen.

Ort und Dauer der öffentlichen Auslegung wurden am .................................. ortsüblich bekannt gemacht.

Essen (Oldb.), den ...........................

..................................................................

Bürgermeister

Die Genehmigung der 15. Änderung des Flächennutzungsplanes ist gemäß § 6 Abs. 5 BauGB am

........................... in der Münsterländischen Tageszeitung bekannt gemacht worden.

Die 15. Änderung des Flächennutzungsplanes ist damit am ........................... wirksam geworden.

Essen (Oldb.), den ...........................

..................................................................

Bürgermeister

Innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten der 15. Änderung des Flächennutzungsplanes sind

Verletzungen von Vorschriften gemäß § 215 BauGB in Verbindung mit § 214 Abs. 1 - 3 BauGB

gegenüber der Gemeinde nicht geltend gemacht worden.

Essen (Oldb.), den ...........................

..................................................................

Bürgermeister


Gemeinde Essen (Oldb.)

Landkreis Cloppenburg

15. Änderung des Flächennutzungsplanes

Bebauungsplan Nr. 32 a „Wohngebiet Helms Esch“

Frühzeitige Beteiligung gemäß § 3 Abs.1 und § 4 Abs.1 BauGB

- Entwurf - Stand: 16.09.2013

Grundzüge der Planung

1. Geltungsbereich

Das Gebiet der 15. Flächennutzungsplanänderung bzw. des Bebauungsplanes Nr. 32 a umfasst

das Flurstück Nr. 1012/99 der Flur 19, Gemarkung Essen, am nördlichen Ortsrand von

Essen. Es wird im Westen durch den „Nadorster Weg“ und im Süden durch die Straße

„Helms Esch“ begrenzt. Im Nordosten grenzt das Gebiet an ein Gewerbegleis der Emsländischen

Eisenbahn an.

2. Planungsanlass und Ziele

Der Gemeinde Essen stehen im Hauptort Essen derzeit kaum noch Wohnbaugrundstücke

zur Verfügung, die sie Bauwilligen anbieten kann. Das jüngste, im Rahmen des Bebauungsplanes

Nr. 32 seit 2009 entwickelte, Wohngebiet „Helms Esch“ mit ca. 80-85 Baugrundstücken

ist fast vollständig umgesetzt. Aufgrund der starken Nachfrage wird derzeit

der letzte Bauabschnitt realisiert und die dort entwickelten Baugrundstücke sind bereits fast

vollständig vergeben.

Vor dem Hintergrund einer weiter anhaltenden Nachfrage nach Einfamilienhausgrundstücken

beabsichtigt die Gemeinde daher das Wohngebiet “Helms Esch“ nach Norden zu erweitern

und damit die Wohnbauentwicklung für die kommenden Jahre sicherzustellen.

Die zur Verfügung stehende Fläche mit einer Größe von ca. 1,7 ha grenzt im Süden unmittelbar

an den Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 32 an und stellt somit eine sinnvolle

Erweiterung dieses Wohngebietes dar. Die Fläche ist vollständig unbebaut und wird

derzeit landwirtschaftlich genutzt. Es ist vorgesehen, die Festsetzungen zu Art und Maß der

baulichen Nutzung an die im angrenzenden Gebiet (Bebauungsplan Nr. 32) getroffenen

Festsetzungen anzulehnen. Damit wird sichergestellt, dass sich die geplante Bebauung an

die vorhandene Struktur anpasst.

Die Fläche ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt.

Für die geplante Nutzung wird daher parallel zur Aufstellung des Bebauungsplanes

auch der Flächennutzungsplan geändert (15. Flächennutzungsplanänderung).

Büro für Stadtplanung (Grundzüge15FNP_BP32a.doc) 16.09.2013


Gemeinde Essen (Oldb.)

Frühzeitige Beteiligung BBP Nr. 32a und 15. Änd. FNP Seite 2 von 5

3. Bestehende Nutzungen / Planungsvorgaben / Flächennutzungsplan

Nutzungen im Plangebiet

Das Plangebiet wird fast gänzlich ackerbaulich genutzt. Im südwestlichen Bereich befinden

sich in Abgrenzung zum „Nadorster Weg“ mehrere Einzelbäume.

Benachbarte Nutzungen

Das Plangebiet grenzt im Westen an den „Nadorster Weg“ und im Süden an die Straße

„Helms Esch“ an. Unmittelbar nordöstlich verläuft ein Gewerbegleis. Daran schließen sich,

wie auch westlich des Nadorster Weges, ackerbaulich genutzte Flächen an.

Östlich und südwestlich des Plangebietes befinden sich im Außenbereich gelegene Wohnhäuser.

In ca. 80 m Entfernung verläuft östlich die Cloppenburger Straße (B 68). Die B 68

wird derzeit in ihrem Trassenverlauf nach Osten verlagert (B 68 - NEU).

In ca. 200 m Entfernung südwestlich und ca. 300 m nördlich des Plangebietes befinden sich

landwirtschaftliche Hofstellen. Weitere Hofstellen nordöstlich des Plangebietes halten bereits

Abstände von ca. 700 m und mehr ein.

Südlich schließt sich das Wohngebiet „Helms Esch“ an, welches in den vergangenen Jahren

abschnittweise entwickelt wurde. Ein großer Teil der Baugrundstücke ist bereits mit Einzel-

und Doppelhäusern bebaut. Der letzte Bauabschnitt befindet sich derzeit in der Umsetzung.

Darstellungen im Flächennutzungsplan

Der bisher wirksame Flächennutzungsplan (FNP) stellt das Plangebiet als Fläche für die

Landwirtschaft dar.

4. Erschließung und Versorgung

Verkehrliche Erschließung

Die verkehrliche Erschließung des Gebietes erfolgt von Süden über die Straße „Helms

Esch“. Von dort soll eine Stichstraße oder Ringstraße in das Gebiet geführt werden. Die

Straße „Helms Esch“ hat über den Nadorster Weg nach Süden in ca. 550 m Entfernung Anschluss

an die Löninger Straße (K 358). Der Anschluss an den örtlichen und überörtlichen

Verkehr ist somit gewährleistet. Über den Nadorster Weg soll dagegen keine direkte Erschließung

erfolgen, um keine Zufahrten im Nahbereich des unmittelbar nordwestlich gelegenen

Bahnübergangs zu erhalten und um die Gehölzstrukturen am Südwestrand des

Plangebietes weitestgehend zu erhalten.

Oberflächenwasser

Im Rahmen des Bebauungsplanes Nr. 32 wurde für das südlich angrenzende Baugebiet ein

Oberflächenentwässerungskonzept erarbeitet. Die Untersuchung der Bodenverhältnisse ergab

Geschiebelehm/Geschiebesand von unterschiedlicher Mächtigkeit im Untergrund, wobei

im westlichen und nordwestlichen Teil, d.h. in Richtung des vorliegenden Plangebietes,

schwach schluffige bis schluffige Sande dominierten. Aus diesem Grund und unter Berücksichtigung

der zudem nach Westen abfallenden Geländehöhen und der Wasserfließrichtung

Büro für Stadtplanung (Grundzüge15FNP_BP32a.doc) 16.09.2013


Gemeinde Essen (Oldb.)

Frühzeitige Beteiligung BBP Nr. 32a und 15. Änd. FNP Seite 3 von 5

zum Nadamer Bach wurde am westlichen Rand des damaligen Plangebietes eine zentrale

Regenrückhalteeinrichtung mit Anschluss an den weiter westlich verlaufenden Nadamer

Bach vorgesehen. Diese Planung wurde bereits umgesetzt.

Im vorliegenden Plangebiet ist von ähnlichen Bodenverhältnissen auszugehen. Es ist daher

vorgesehen, das durch die Bodenversiegelung anfallende Dach- und Oberflächenwasser,

sofern es nicht als Brauchwasser genutzt wird, ebenfalls diesem Regenrückhaltebecken zuzuleiten.

Die Zuleitung soll über entsprechende Regenwasserkanäle bzw. Sickermulden sichergestellt

werden. Die dafür im Bebauungsplan Nr. 32 vorgesehene Fläche ist ausreichend

dimensioniert, auch das anfallende Oberflächenwasser aus dem vorliegenden Plangebiet

aufzunehmen.

Schmutzwasser

Für das geplante Plangebiet ist eine zentrale Abwasserbeseitigung über den vorhandenen

Schmutzwasserkanal (Freigefällekanal DN 200 im Nadorster Weg bzw. im „Helms Esch“)

vorgesehen.

4. Umweltsituation und Auswirkungen der Planung

Immissionssituation

a) Landwirtschaftliche Immissionen

Im Rahmen der Aufstellung des angrenzenden Bebauungsplanes Nr. 32 wurde zur Bewertung

der Geruchsbelastung durch die benachbarten Tierhaltungsanlagen durch die Meodor

Immissionsschutz GmbH ein Geruchsgutachten erstellt, welches im Rahmen der 1. Änderung

des Bebauungsplanes aktualisiert wurde (Berichts-Nr.ME200805-1224/4 vom

11.09.2010). Das vorliegende Plangebiet grenzt unmittelbar nördlich an den Bebauungsplan

Nr. 32 an. Die Meodor Immissionsschutz GmbH hat daher eine ergänzende Begutachtung

der zu erwartenden Geruchssituation im vorliegenden Plangebiet erstellt (s. Anlage,

Berichts-Nr.MB200805-1224/5 vom 14.05.2013).

Bei den Berechnungen der Meodor Immissionsschutz GmbH wurden nach Vorgabe des

Landkreises Cloppenburg alle Betriebe berücksichtigt, die sich in einem Umkreis von bis zu

600 m um den damaligen Geltungsbereich befanden. Darüber hinaus wurden Betriebe berücksichtigt,

bei denen aufgrund des Umfangs der Tierhaltung trotz größerer Entfernung anzunehmen

war, dass Geruchsemissionen auf das Plangebiet einwirken (d.h., der zu erwartende

Immissionsbeitrag von der zu beurteilenden Anlage überschreitet die Irrelevanzgrenze

von 2 % (IW 0,02)). Aus diesem Grund wurden weitere Betriebe in einem Abstand von

bis zu 2, 5 km auf ihre Relevanz für das Gebiet des Bebauungsplanes Nr. 32 überprüft.

Der GIRL-Richtwert für allgemeine Wohngebiete beträgt eine Geruchseinheit (GE) pro cbm

Luft (erkennbarer Geruch) an bis zu 10 % der Jahresstunden (Immissionswert IW = 0,10).

Nach Aussagen des Gutachters haben sich gegenüber dem früheren Gutachten Änderungen

u.a. hinsichtlich der spezifischen Emissionsdaten aus Tierhaltungsanlagen ergeben.

Dadurch werden im vorliegenden Plangebiet Immissionswerte zwischen 0,06 – 0,07 erreicht.

Der für ein Wohngebiet maßgebliche Immissionswert der Geruchsimmissionsrichtlinie

(GIRL) von 0,10 wird somit im gesamten Gebiet eingehalten.

Büro für Stadtplanung (Grundzüge15FNP_BP32a.doc) 16.09.2013


Gemeinde Essen (Oldb.)

Frühzeitige Beteiligung BBP Nr. 32a und 15. Änd. FNP Seite 4 von 5

b) Verkehrslärm

Im näheren Umfeld des Plangebietes sind mehrere Verkehrswege vorhanden oder werden

Verkehrswege geplant bzw. derzeit umgesetzt, welche die zukünftige Verkehrslärmsituation

im Gebiet bestimmen.

Bundesstraße 68

Mit der Cloppenburger Straße (B 68) verläuft die nächstgelegene Hauptverkehrsstraße in

einer Entfernung von ca. 80 m östlich des Plangebietes. Die B 68 soll nach Osten verlagert

werden. Das hierfür erforderliche Planfeststellungsverfahren wurde durchgeführt und der

Bau der neuen Trasse wird derzeit umgesetzt. Die B 68 - NEU verläuft dadurch zukünftig in

einem Abstand von ca. 170-180 m zum Plangebiet.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur B 68 - NEU wurde eine schalltechnische

Untersuchung in Bezug auf möglicherweise erforderliche Immissionsschutzmaßnahmen an

entlang der geplanten Trasse gelegenen Wohngebäuden durchgeführt. Dabei fand u.a. das

östlich des vorliegenden Plangebietes gelegene Wohnhaus Cloppenburger Straße 5 Berücksichtigung.

Nach den Berechnungen des Ingenieurbüro für Immissionsschutz, Elze,

werden im Bereich dieses Wohnhauses durch die B 68-NEU auf der der Lärmquelle zugewandten

Seite Immissionswerte von 56 dB (A) tags und 48 dB (A) nachts erreicht.

Damit werden die maßgeblichen Orientierungswerte der DIN 18005 „ Schallschutz im Städtebau“

für ein allgemeines Wohngebiet von 55/45 dB (A) tags/nachts tagsüber um max.

1 dB (A) und nachts um max. 3 dB (A) überschritten.

Das vorliegende Plangebiet hält zur Fahrbahn der B 68-NEU demgegenüber einen um

ca. 70 m vergrößerten Abstand ein. Für das Gebiet liegen derzeit noch keine Berechnungen

über die zu erwartenden Verkehrsimmissionen durch die B 68- NEU vor. Sie werden ermittelt

und das Ergebnis im weiteren Verfahren berücksichtigt.

Die Cloppenburger Straße wird mit Fertigstellung der B 68 – Neu in ihrer Verkehrsbedeutung

reduziert und soll zu einer Landesstraße zurückgestuft werden. Die Verkehrslärmbelastung

durch diese Straße ist daher ebenfalls zu berücksichtigen.

Nordwesttangente

In einer Entfernung von ca. 220 m nördlich des Plangebietes ist zukünftig ein Knotenpunkt

der B 68 - NEU mit der ebenfalls geplanten Nordwesttangente von Essen vorgesehen.

Das Planfeststellungsverfahren zur Nordwesttangente ist im Wesentlichen abgeschlossen.

In diesem Rahmen wurden ebenfalls Verkehrslärmberechnung zu den erwartenden Verkehrslärmbelastungen

durchgeführt. Nach diesen Berechnungen (Anlage 9B der Umweltverträglichkeitsstudie

zum Planfeststellungsverfahren) werden im östlichen Abschnitt der

Tangente in einem Abstand von ca. 80 m zur Fahrbahnmitte der Trasse die für ein allgemeines

Wohngebiet maßgeblichen Orientierungswerte von 55/40 dB (A) eingehalten.

Bahnlinie der Emsländischen Eisenbahn

Unmittelbar nordöstlich verläuft ein Gewerbegleis der Emsländischen Eisenbahn. Für die zu

erwartende Lärmbelastung durch die Bahn liegen derzeit noch keine Berechnungen vor. Sie

werden ebenfalls im weiteren Verfahren ermittelt und fließen in die weiteren Planungen ein.

Büro für Stadtplanung (Grundzüge15FNP_BP32a.doc) 16.09.2013


Gemeinde Essen (Oldb.)

Frühzeitige Beteiligung BBP Nr. 32a und 15. Änd. FNP Seite 5 von 5

c) Sonstige Immissionen

Im Umfeld des Plangebietes sind keine sonstigen, nicht angesprochenen emittierenden gewerblichen

Betriebe oder sonstigen Anlagen (z.B. Sportanlagen) vorhanden, deren Auswirkungen

oder deren Belange zu beachten sind. Es sind im Plangebiet daher keine Beeinträchtigungen

im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 7 c BauGB, die von potenziell störenden Anlagen

ausgehen könnten, zu erwarten.

Durch die geplante Nutzungsart und des Umfangs der geplanten Bebauung sind erhebliche

bzw. unzumutbare Immissionsauswirkungen aus dem Plangebiet auf die benachbarten Nutzungen

nicht zu erwarten.

Natur und Landschaft

Die für eine ergänzende Wohnbebauung vorgesehene Fläche wird fast vollständig ackerbaulich

genutzt.

Im Rahmen der Umweltprüfung wird eine detaillierte Biotoptypenkartierung erstellt und eine

Eingriffsbilanz nach der "Arbeitshilfe zur Ermittlung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

in der Bauleitplanung des Niedersächsischen Städtetages" (2008) durchgeführt.

Die im Gebiet am Südwestrand vorhandenen Gehölze werden, soweit sinnvoll, zur Erhaltung

festgesetzt und durch weitere Pflanzgebote ergänzt. Nach Osten ist durch angrenzend

vorhandene Gehölzstrukturen bereits eine weitgehende Einbindung der geplanten Bebauung

gegeben.

Die im Übrigen zu erwartenden Eingriffe in Natur und Landschaft sollen auf externen Kompensationsflächen

ausgeglichen werden.

Die artenschutzrechtlichen Belange werden durch Rückschluss auf die Tierarten anhand

der vorgefundenen Vegetations- bzw. Biotopstrukturen berücksichtigt.

5. Weiteres Verfahren

Die betroffenen Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange werden von der vorliegenden

Bauleitplanung unterrichtet und gem. § 4 Abs.1 BauGB zur Äußerung auch im Hinblick

auf den erforderlichen Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung aufgefordert.

In diesem Rahmen erfolgt auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs.1

BauGB über die Ziele und Zwecke der Planung.

Anschließend erfolgt mit dem Planentwurf einschließlich der Begründung mit Umweltbericht

die öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB und die Beteiligung der Behörden und

sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (2) BauGB.

Folgende Untersuchungen und Fachbeiträge liegen bereits vor bzw. sind vorgesehen:




Bewertung der landwirtschaftlichen Geruchsimmissionen für das Plangebiet

(s. Anlage)

Biotoptypenkartierung

Naturschutzrechtliche Eingriffsbilanz

Büro für Stadtplanung (Grundzüge15FNP_BP32a.doc) 16.09.2013

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