Jahresbericht 2012 - im Kantonsspital Winterthur

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Jahresbericht 2012 - im Kantonsspital Winterthur

Gesundheitszentrum für die Region Winterthur

Jahresbericht

2

Kantonsspital Winterthur


KSW Kantonsspital Winterthur

Kennzahlen

Patientenstatistik 2012 2011

Stationäre Patientenaustritte* 24517 ** 24479

CMI (durchschnittlicher Schweregrad)*** 0,984 0,952

Pflegetage* 144339 147155

Aufenthaltsdauer* 5,9 6,0

Ambulante Patienten (inkl. externe Aufträge) 157268 146424

* Für das Jahr 2011 wurden die Austritte und Pflegetage nicht nach SwissDRG-konformem Vorgehen ermittelt.

Um eine Annäherung an die SwissDRG-Methodik zu erzielen, wurde die Summe der Pflegetage um die Anzahl der Austritte reduziert,

da unter SwissDRG der Austrittstag nicht als Pflegetag gewertet wird. Dies wirkt sich auf die Berechnung der Aufenthaltsdauer aus.

** Im Jahr 2012 wurden nach neuer Zählweise 24 517 Patienten stationär behandelt, dies entspricht 25 117 (Vorjahr 24 479) Patienten

nach früherer Berechnungsart.

*** Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien (Fallzusammenführungen und

Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind. Der CMI wurde per 31. Januar 2013 ermittelt und umfasst 99,9 % der zu berücksichtigenden Fälle.

Leichte Veränderungen an dem ausgewiesenen CMI können sich im Verlauf des Jahres 2013 ergeben.

Erfolgsrechnung 2012 (in Millionen Franken)

Aufwand

250

240

220

200

180

160

140

120

100

80

60

40

20

0

1 2 3 4 5 6

2012 2011

2012 2011

1 Personalaufwand 242,9 229,7

2 Medizinischer Bedarf 53,8 51,3

3 Unterhalt und

Reparaturen 7,6 7,8

4 Aufwand für Anlagennutzung

u. Zinsaufwand 37,6 37,4

5 Übriger Aufwand 22,5 21,9

6 Gewinn 22,2 3,9

Total 386,6 352,0

Ertrag inkl. Betriebsbeitrag Kanton und Gemeinden

150

140

130

120

110

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

1 2 3 4 5 6

2012 2011

1 Fallpauschalen,

2012 2011

Aufenthalts-/Tagestaxen 141,8 94,6

2 Arzthonorare 45,5 44,4

3 Medizinische

Nebenleistungen 83,0 90,8

4 Übriger Ertrag 13,8 19,8

5 Kantonsbeitrag 102,5 80,2

6 Gemeindebeitrag 0,0 22,3

Total 386,6 352,0


KSW Kantonsspital Winterthur

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Editorial 4

Organisation

Führungsverantwortliche per 31.12. 2012 8

Organigramm 9

Leitendes Personal per 31.12. 2012 10

Departemente

Departement Chirurgie 14

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie 26

Departement Kinder- und Jugendmedizin 36

Departement Medizin 42

Augenklinik 60

Klinik für Radio-Onkologie 62

Spitalapotheke 64

Institute

Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie 68

Institut für Labormedizin 70

Institut für Pathologie 72

Institut für Physiotherapie 74

Institut für Radiologie 76

Interdisziplinäre Fachbereiche

Interdisziplinäre Notfallorganisation (INO) 82

OP-Betrieb (OPS) 83

Zentrum für Intensivmedizin (ZIM) 84

Zentrum für Palliative Care 85

Interdisziplinäre Zentren

Tumorzentrum Winterthur 88

Gefässzentrum 89

Schmerzzentrum 90

Seelsorge 91

Rettungsdienst 92

Dienste

Finanzen 96

HRM und Pflege 97

Infrastruktur 102

Kommunikation 106

Unternehmensentwicklung 107

Patientenstatistik 110

Finanzbericht 116

Personalstatistik 144

Qualitätsmanagement 146

Forschungskommission 147

Chronik 151

Jahresbericht 2012 | 1


KSW Kantonsspital Winterthur

Editorial

Jahresbericht 2012 | 3


KSW Kantonsspital Winterthur

Editorial

Das Jahr 2012 war reich an Herausforderungen. Das KSW hat sich ihnen erfolgreich gestellt. Auf die neue

Spitalfinanzierung und die Fallpauschalen (DRG), denen die Medien viel Aufmerksamkeit schenkten, war

das KSW gut vorbereitet. Das Spital ist weiter gewachsen und hat erneut einen Gewinn erwirtschaftet.

Ulrich Baur

Präsident

des Spitalrats

Rolf Zehnder

Spitaldirektor

Strategieprozess – Ausrichtung und Werthaltungen für die Zukunft

Spitalrat und Spitalleitung haben die KSW-Strategie und das Leitbild überarbeitet und langfristige Werte

definiert, auf denen der Erfolg des KSW schon heute basiert und auf die es sich auch in Zukunft berufen

will. Sie geben die Orientierung, welche in Zeiten von Zäsuren nötig ist. Denn zu Einschnitten kann es

jederzeit kommen, die Werte aber bleiben bestehen.

Schlüsselpositionen neu besetzt

Zu den Zäsuren im Jahr 2012 gehört, dass nach vielen Jahren der Konstanz gleich drei Direktorenwechsel

anstanden. Am Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie übernahm PD Dr. med. Michael Ganter

die Funktion als Direktor und Chefarzt von Dr. med. Hans-Peter Keller. Einen personellen Wechsel

vollzog auch das Departement Kinder- und Jugendmedizin, indem PD Dr. med. Traudel Saurenmann den

bisherigen Direktor und Chefarzt Dr. med. Urs Hunziker ablöste, der im Teilpensum als Entwicklungspädiater

über die Pensionierung hinaus am KSW arbeiten wird. An der Klinik für Viszeral‐ und Thoraxchirurgie

übernahm PD Dr. med. Stefan Breitenstein die Nachfolge von Prof. Dr. med. Marco Decurtins,

der aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig zurücktreten musste, was wir sehr bedauern. Wir danken

PD Dr. med. Kurt Käch, dass er sich für die Führung des Departements Chirurgie zur Verfügung gestellt

hat. PD Dr. med. Breitenstein wird diese 2014 übernehmen.

Wir konnten diese Schlüsselstellen langfristig mit Personen besetzen, die sich durch hohe Fach- und

Führungskompetenz auszeichnen, aus der Region stammen und das KSW in ihrer Laufbahn bereits

kennengelernt haben. Das KSW übt eine Magnetwirkung aus, die auch in den alle drei Jahre durchgeführten

Mitarbeiterumfragen zum Ausdruck kommt. In der letzten Personalbefragung weist das KSW eine im

Vergleich zu anderen Spitälern überdurchschnittlich hohe Mitarbeiterzufriedenheit aus. Die Attraktivität

des KSW beruht unter anderem auf der guten internen Zusammenarbeit, die dazu führt, dass auch Kadermitarbeitende

bleiben oder gerne ans KSW zurückkommen.

Hohe Patientenzufriedenheit

Bei den Patienten erfreut sich das KSW eines guten Rufs und gilt als attraktives Spital. Dies schlug sich

2012 erneut in wachsenden Patientenzahlen nieder. Insgesamt wurden 24 517 Patientinnen und Patienten

stationär behandelt. Bei Anwendung der gleichen Berechnungsart wie 2011 entspricht dies einer Zunahme

um 638 Patientenaustritte oder 2,6 %. Die Anzahl der stationär behandelten Halbprivatversicherten stieg

um 10 %, jene der Privatversicherten um 1 %.

Wirtschaftlicher Erfolg

Die Jahresrechnung 2012 schliesst mit einem Gewinn von CHF 22,2 Mio. ab. Der grösste Teil dieses

Gewinns wurde mit der Behandlung von zusatzversicherten Patienten erwirtschaftet. Hier erhöhte das

KSW seinen Marktanteil in der Region. Auch das Wachstum im ambulanten und im stationären Bereich

trug zu dem positiven Ergebnis bei. Das KSW konnte die Produktivität auf einem hohen Niveau halten.

Die seriöse Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung und das DRG-Zeitalter zahlt sich aus.

Eigenkapital bietet Rückhalt und Sicherheit

Der Spitalrat beantragt dem Regierungsrat, den Gewinn dem Eigenkapital des KSW gutzuschreiben. Das

Eigenkapital gewinnt unter der neuen Spitalfinanzierung eine neue Bedeutung, denn die Spitäler müssen

in Zukunft alle Investitionen und deren Unterhalt selber finanzieren. Auch einen Verlust in einem wirtschaftlich

schlechten Jahr müsste das KSW aus eigenen Mitteln decken. Um darauf vorbereitet zu sein, hat

sich der Spitalrat des KSW eine Eigenkapitaldeckung in einer Grössenordnung zum Ziel gesetzt, wie sie

bei vergleichbaren gesunden Unternehmen üblich ist. Wenn der Gewinn aus dem Jahr 2012 eingerechnet

wird, liegt die Eigenkapitaldeckung des KSW aktuell erst bei 13 % (Bilanz inkl. Immobilien) und ist damit

noch immer sehr niedrig.

4 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Editorial

Ersatzneubau eröffnet Perspektiven

Das KSW wird auch den Ersatzneubau für das Hochhaus aus eigenen Mitteln finanzieren müssen. Nach

heutiger Datenlage ist der Spitalrat überzeugt, dass es dazu in der Lage ist. Der stetige Anstieg der

Patienten- und Mitarbeiterzahlen hat auch einen höheren Platzbedarf zur Folge, der nur mit Neubauten

gedeckt werden kann. Das Vorprojekt für den Ersatzneubau wurde im November 2012 verabschiedet.

Momentan läuft die Phase der Detailplanung. Ende 2013 soll das konkrete Bauprojekt zur Überprüfung

vorliegen und 2018 das Gebäude fertiggestellt sein. Für die darauffolgende Bauetappe (Etappe 2020)

wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Dieses Projekt wird in den kommenden Jahren ebenfalls vorangetrieben.

Die neue Spitalfinanzierung fördert Wettbewerb und Unternehmertum

Im Rahmen der neuen Spitalfinanzierung ist es Aufgabe und Pflicht des KSW, dafür zu sorgen, dass kein

Patient länger im Spital bleibt, als die akutsomatische Behandlung dies erfordert. Kommunale Aufgabe

und Pflicht der Langzeitversorgung ist es, Anschlusslösungen für jene Patienten zu finden, die nicht nach

Hause zurückkehren können. Am KSW nehmen wir diese Verantwortung wahr, indem wir die Nachsorge

organisieren, aber wir bieten sie nicht selber an. Mit dem Engagement in den städtischen Alterszentren

Adlergarten, Oberi und im Geeren (Seuzach) konnte das KSW dies aufzeigen, indem es rasch und

unbürokratisch in die Lücke sprang und mit bisherigen und neu angestellten Ärztinnen und Ärzten die

medizinische Versorgung sicherstellte.

Die neue kantonale Spitalliste mit leicht geänderten Leistungsaufträgen bietet Akutspitälern die Chance zu

Kooperationen. So haben das KSW und das GZO Spital Wetzikon ihre medizinische Zusammenarbeit dort

verstärkt, wo sie sich ergänzen. Eine gute Zusammenarbeit besteht bereits in den Bereichen Neonatologie,

Onkologie und Radio-Onkologie. Auch mit dem Spital Bülach will das KSW dort enger zusammenarbeiten,

wo die Versorgungszentren sich ergänzen. Im Kanton Schaffhausen wurde das KSW integral auf die

Spitalliste gesetzt, was für die Vernetzung mit den Schaffhauser Spitälern ganz neue Perspektiven eröffnet.

Investition in neue Zentren

Als gemeinsames Unternehmen realisieren die Spitäler Uster und Wetzikon sowie das private ambulante

Tumor- und Brustzentrum ZeTuP in Rapperswil im Herbst 2014 das neue Zentrum für Radiotherapie

Zürich-Ost-Linth in Rüti ZH (ZRR). Es wird von den Fachleuten der Klinik für Radio-Onkologie des

KSW betrieben. Das KSW ist mit 45 % als grösster Aktionär am Unternehmen beteiligt. Dieses zukunftsweisende

Projekt zeigt Perspektiven für ein unternehmerisches Engagement von Spitälern auf, mit dem

eine effiziente Nutzung der Ressourcen sowie die Versorgung der regionalen Bevölkerung mit Zentrumsmedizin

auf hohem Niveau gleichermassen sichergestellt werden können.

Mit diesem Gedanken knüpfen wir an die Vision des KSW an: «Wir sind ein Spital für die gesamte

Bevölkerung und behandeln unsere Patienten in der Grund- und der spezialisierten Versorgung gemäss

unseren Werten. Wir vergleichen uns punkto Wirtschaftlichkeit und Qualität mit den führenden Spitälern

der Schweiz.» Wir danken allen, die uns dabei unterstützen, diese Vision zu realisieren: den Patientinnen

und Patienten, den Mitarbeitenden, den zuweisenden und nachsorgenden Ärzten und Institutionen sowie

allen Partnern in Kooperationen und Netzwerken.

Jahresbericht 2012 | 5


KSW Kantonsspital Winterthur

Organisation

Jahresbericht 2012 | 7


KSW Kantonsspital Winterthur

Führungsverantwortliche

(per 31.12. 2012)

Als Zentralspital stellt das KSW die medizinische Grundversorgung von rund 200 000 Einwohnern

in der Region sicher. Es erbringt zudem spezialisierte Dienst leistungen in Schwerpunktmedizin für

regionale Spitäler.

Spitalrat

Ulrich Baur, Präsident, Vorsitzender

Hans-Ulrich Vollenweider, Vizepräsident

Dr. med. Christoph Bovet, Mitglied

Barbara Brühwiler, Mitglied

Nicolas Galladé, Mitglied

Dr. phil. Barbara Meili, Mitglied

Kurt Roth, Mitglied

Dr. oec. publ. Markus König, Vertreter der Gesundheitsdirektion mit beratender Stimme

Spitalleitung 1

Rolf Zehnder, Spitaldirektor, Vorsitzender

Prof. Dr. med. Peter E. Ballmer, Direktor Departement Medizin, Vorsitzender der Chefärztekonferenz

PD. Dr. med. Stefan Breitenstein, Direktor Departement Chirurgie

Dr. med. Renata Flury-Frei, Direktorin Institut für Pathologie

Dr. med. Thomas H. Hess, Direktor Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

PD Dr. med. Kurt P. Käch, Direktor Departement Chirurgie

Ruth Meier, Direktorin Finanzen

PD Dr. med. Traudel Saurenmann-Hirschberg, Direktorin Departement Kinder- und Jugendmedizin

Jari Sibrava, Direktor Infrastruktur

Dr. oec. Stefanos Vassiliadis, Leiter Unternehmensentwicklung

Markus Wittwer, Direktor HRM und Pflege

1

Entspricht dem Begriff «Spitaldirektion» gemäss § 11 des Gesetzes über das Kantonsspital Winterthur

8 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Organigramm

Spitaldirektor* R. Zehnder

Management Support*

Institut für Anästhesiologie

und Schmerztherapie

PD Dr. M. Ganter

Departement

Chirurgie*

PD Dr.

K.P. Käch (Vorsitz)

PD Dr.

S. Breitenstein

Departement

Medizin*

Prof. Dr.

P. Ballmer

Departement

Geburtshilfe und

Gynäkologie*

Dr.

Th. H. Hess

Departement

Kinder- und

Jugendmedizin*

PD Dr.

T. Saurenmann-

Hirschberg

Augenklinik

Prof. Dr.

J. Stürmer

Klinik für

Radio-Onk.

Dr. U.R.

Meier

Institut für Labormedizin

Institut für Pathologie*

Institut für Physiotherapie

Institut für Radiologie

Finanzen*

Dr. J. Gubler

Dr. R. Flury-Frei

D. Gisi

Prof. Dr. Ch. Binkert

R. Meier

Interdisziplinäre Fachbereiche:

Interdisziplinäre Notfallorganisation (INO), OP-Betrieb (OPS), Zentrum für Intensivmedizin (ZIM)

Interdisziplinäre Zentren**

HRM und Pflege*

M. Wittwer

Infrastruktur*

J. Sibrava

* Leiter/Leiterin ist Mitglied der Spitalleitung

** Tumorzentrum, Gefässzentrum, Schmerzzentrum usw.

Jahresbericht 2012 | 9


KSW Kantonsspital Winterthur

Leitendes Personal

(per 31.12. 2012)

Spitaldirektion

– Rolf Zehnder, Spitaldirektor

– Daniella Lunardello Gerber, Direktionsassistentin

– André Haas, Leiter Kommunikation

– Dr. med. Alfred Pfiffner, Datenschutzbeauftragter

– Dr. oec. Stefanos Vassiliadis, Leiter Unternehmensentwicklung

– Graziano Brandenberg, Leiter Führungs- und Personalberatung

Departement Chirurgie

Departementsleitung

– PD Dr. med. Kurt P. Käch, Direktor,

Chefarzt Klinik für Unfallchirurgie

– PD. Dr. med. Stefan Breitenstein, Direktor,

Chefarzt Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie

– Prof. Dr. med. Hubert John, Chefarzt Klinik für Urologie

– PD Dr. med. Joachim Oberle, Chefarzt Klinik für Neurochirurgie

– Dr. med. Markus Pisan, Chefarzt

Klinik für Orthopädische Chirurgie

– Dr. med. Pius Wigger, Chefarzt Klinik für Gefässchirurgie

– Dr. med. Abdul R. Jandali, Chefarzt

Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie

– Susanne Stierli, Leiterin Pflege

– Bea Galliker, Stv. Leiterin Pflege

– Christian Schüder, Leiter Betriebswirtschaft und Administration

Weitere Leitende Ärzte

– Dr. med. Matthias Bothmann, Leitender Arzt

Klinik für Neurochirurgie

– Dr. med. Hans Gelpke, Leitender Arzt

Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie

– Dr. med. Felix Grieder, Leitender Arzt

Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie

– Dr. med. Thomas Hotz, Leitender Arzt Klinik für Unfallchirurgie

– Dr. med. Fabian Kalberer, Leitender Arzt

Klinik für Orthopädische Chirurgie

– Dr. med. Erica Lamprecht, Leitende Ärztin

Klinik für Orthopädische Chirurgie

– Dr. med. Marc Maurer, Leitender Arzt

Klinik für Orthopädische Chirurgie

– Dr. med. Christian Padevit, Leitender Arzt Klinik für Urologie

– Dr. med. Mark Rudin, Leitender Arzt Klinik für Unfallchirurgie

– Dr. med. Philipp Stalder, Leitender Arzt

Klinik für Gefässchirurgie

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Departementsleitung

– Dr. med. Thomas H. Hess, Direktor, Chefarzt

Klinik für Gynäkologie

– Dr. med. Elke Prentl, Chefärztin Klinik für Geburtshilfe

– PD Dr. med. Verena Geissbühler,

Chefärztin Ambulatorium/Notfall DGG

– Regina Zimmermann, Leiterin Pflege

– Gienarda Kunz, Stv. Leiterin Pflege

– Nicole Sturzenegger, Leiterin Betriebswirtschaft

und Administration

Weiterer Leitender Arzt

– Prof. Dr. med. Uwe Güth, Leitender Arzt Klinik für Gynäkologie

Departement Kinder- und Jugendmedizin

Departementsleitung

– PD Dr. med. Traudel Saurenmann-Hirschberg, Direktorin,

Chefärztin Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

– Dr. med. Kurt Albermann, Stv. Direktor, Chefarzt

Sozialpädiatrisches Zentrum SPZ

– Dr. med. Lukas Hegi, Chefarzt Klinik für Neonatologie

– Marlis Portmann, Leiterin Pflege

– Helianthe Licchetta, Leiterin Betriebswirtschaft und

Administration

Weitere Leitende Ärzte

– Dr. med. Margrit Fasnacht, Leitende Ärztin Kinderkardiologie

– Dr. med. Karin Geiger-Timm, Leitende Ärztin Kinderchirurgie

– Dr. med. Klaas Heyland, Leitender Arzt Kindergastroenterologie

– Dr. med. Regula Schmid, Leitende Ärztin Kinderneurologie SPZ

– Dr. med. Michael von Rhein, Leitender Arzt Entwicklungspädiatrie

Departement Medizin

Departementsleitung

– Prof. Dr. med. Peter E. Ballmer, Direktor,

Chefarzt Klinik für Innere Medizin

– Dr. med. Reinhard Imoberdorf, Stv. Direktor,

Chefarzt Klinik für Innere Medizin

– Dr. med. Jacques Gubler, Chefarzt Medizinische Poliklinik

und Spitalhygiene/Infektiologie

– Dr. med. Roland Rüdt, Chefarzt Klinik für Rheumatologie

– Dr. med. Thomas Kistler, Chefarzt Nephrologie/Dialyse

– Madeleine Schürch, Leiterin Pflege

– Monica Da Rugna, Abteilungsleiterin Pflege

– Christoph Osterwalder, Leiter Betriebswirtschaft und

Administration

– Susanna Oechslin, Leiterin Departementsorganisation

Weitere Chefärzte

– Prof. Dr. med. Miklos Pless, Chefarzt Medizinische Onkologie

– Dr. med. Thomas Hess, Chefarzt Pneumologie

– Dr. med. Andreas Horst, Chefarzt Neurologie

– Dr. med. Regula Jenelten, Chefärztin Angiologie

– Dr. med. Res Jost, Chefarzt Gastroenterologie

– Prof. Dr. med. André Linka, Chefarzt Kardiologie

Weitere Leitende Ärzte

– Dr. med. Daniel Binder, Leitender Arzt Hämatologie

– Prof. Dr. med. Jürgen Frielingsdorf, Leitender Arzt Kardiologie

– Dr. med. Markus Hofer, Leitender Arzt Pneumologie

– Dr. med. Yves Jaccard, Leitender Arzt Angiologie

– PD Dr. med. Urs Karrer, Leitender Arzt Infektiologie

– Dr. med. Marianne Lerch, Leitende Ärztin Dermatologie

– Dr. med. Andreas Müller, Leitender Arzt Medizinische Onkologie

– Dr. med. Ueli Peter, Leitender Arzt Gastroenterologie

– Dr. med. Michaela Petre, Leitende Ärztin,

Alterszentren Adlergarten und Oberi

– Dr. med. Biljana Rodic, Leitende Ärztin Neurologie

Augenklinik

Klinikleitung

– Prof. Dr. med. Jörg Stürmer, Direktor, Chefarzt

– Dr. med. Mark Scherrer, Leitender Arzt

– Barbara Böttger, Leiterin Pflege/OPS

– Maya Ryser Lienert, Sekretärin Direktor/Chefarzt

10 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Leitendes Personal

Klinik für Radio-Onkologie

Klinikleitung

– Dr. med. Urs R. Meier, Direktor, Chefarzt

– Dr. med. Kirsten Steinauer, Leitende Ärztin

– Dr. Bruno Schnekenburger, Leitender Medizinphysiker

– Shirley Berweger, Leitende MTRA

– Marianne Scharfenberger, Gruppenleiterin Pflege

– Bernadette Manser, betriebswirtschaftliche Assistentin

– Frances Fromberg, Chefsekretärin,

Gruppenleiterin Administration

Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

Institutsleitung

– PD med. Michael Ganter, Direktor, Chefarzt

– Dr. med. Christine Zehntner, Chefärztin

– Thomas Rieder, Leiter Pflege Anästhesie

– Gabi Haldenmann, Weiterbildungsverantwortliche

– Regina Broger, Sekretärin Direktor/Chefarzt

– Roland Buschor, Leiter Betriebswirtschaft

Weitere Leitende Ärztin

– Dr. med. Renate Herren Gerber

Institut für Labormedizin

Institutsleitung

– Dr. med. Jacques Gubler, Direktor, Chefarzt

– Dr. med. Daniel Binder, Leitender Arzt Hämatologie/Bakteriologie

– Dr. chem. Konstantin Kiouplidis, Laborleiter Klinische Chemie

– Beatrice Holliger, Cheflaborantin Hämatologie

– Heidi Schmid, Cheflaborantin Klinische Chemie

Institut für Pathologie

Institutsleitung

– Dr. med. Renata Flury-Frei, Direktorin, Chefärztin

Weitere Leitende Ärzte

– Dr. med. Corina Dommann-Scherrer

– Dr. med. Dieter Erdin

– Dr. med. Denis Pfofe

– Dr. med. Ivo Tosoni

Institut für Physiotherapie

Institutsleitung

– David Gisi, Leiter

– Doris Rüedi, Leiterin Fachteam Kardial/Pulmonal/Neurologie

– Maja Patroncini, Leiterin Fachteam Muskuloskelettal

Institut für Radiologie

Institutsleitung

– Prof. Dr. med. Christoph A. Binkert, Direktor, Chefarzt

– Dr. med. Andreas Meili, Leitender Arzt Nuklearmedizin

– Dr. med. Eric G. Schoch, Leitender Arzt Notfallradiologie

– Heidi Abel, Chef-MTRA

– Birgit Hueber, Stv. Chef-MTRA

– Claudia Biellmann Liebi, Leiterin Betriebswirtschaft und

Administration

Weitere Leitende Ärzte

– PD Dr. med. Andreas Gutzeit, Leitender Arzt MRI

– Dr. med. Valentin Fretz, Leitender Arzt CT

– Dr. med. Andrea Sommer, Leitende Ärztin Kinderradiologie

– PD Dr. med. Sabine Sartoretti-Schefer, Leitende Ärztin

Neuroradiologie

– Dr. med. Gerd Stuckmann, Leitender Arzt Ultraschall

– Dr. med. Michael Tosch, Leitender Arzt Diagnostik

Interdisziplinäre Notfallorganisation (INO)

Leitung

– Dr. med. Reinhard Imoberdorf, Leiter,

Chefarzt Klinik für Innere Medizin

Mitglieder

– PD Dr. med. Kurt P. Käch, Chefarzt Klinik für Unfallchirurgie

– Alexandra Heilbronner, Leiterin Pflege

– Elisabeth Corrodi, Stv. Leiterin Pflege

– Roland Buschor, Leiter Betriebswirtschaft

OP-Betrieb (OPS)

Leitung

– Dr. med. Pius Wigger, Leiter, Chefarzt Klinik für Gefässchirurgie

Mitglieder

– Dr. med. Christine Zehntner, Chefärztin Institut für Anästhesiologie

und Schmerztherapie

– Thomas Rieder, Leiter Pflege Anästhesie

– Roland Buschor, Leiter Betriebswirtschaft

– Ralf Baltensperger, Leiter Pflege OPS

Zentrum für Intensivmedizin (ZIM)

Leitung

– Dr. med. Alois Haller, Chefarzt

Mitglieder

– Martina Jäggi, Oberärztin

– Lea Angatte-Tanner, Leiterin Pflege

– Roland Buschor, Leiter Betriebswirtschaft

Zentrum für Palliative Care

Leitung

– Dr. med. Michael Rogenmoser, Oberarzt

– Franziska Trüb, Leiterin Pflege

Tumorzentrum Winterthur

Leiter

– Prof. Dr. med. Miklos Pless, Chefarzt Medizinische Onkologie

Gefässzentrum

Leiterin

– Dr. med. Regula Jenelten, Chefärztin Angiologie

Schmerzzentrum

Leiterin

– Dr. med. Renate Herren Gerber, Leitende Ärztin

Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

Finanzen

Leitung

– Ruth Meier, Direktorin

– Florian Jud, Leiter Finanz- und Rechnungswesen

– Jürg Meier, Leiter Patientenadministration und Tarife

– Florian Jung, Leiter Finanzcontrolling

HRM und Pflege

Leitung

– Markus Wittwer, Direktor

– Bettina Kuster, Stv. Direktorin Pflege/Leiterin Projekte

– Albert Jucker, Stv. Direktor HRM/Leiter zentrale Rekrutierung

– Nicole Himmel, Leiterin Personaladministration

– Rita Schmid Göldi, Leiterin Personalentwicklung

– Angelika Locher, Leiterin Berufsbildung

– Denise Haller, Leiterin Pflege interdisziplinäre Fachbereiche

– Rita Müller, Leiterin Pflegeentwicklung

Jahresbericht 2012 | 11


KSW Kantonsspital Winterthur

Leitendes Personal

Infrastruktur

Leitung

– Jari Sibrava, Direktor

– Urs Bischofberger, Leiter IT-Planung/-Strategie

– Urs Holzer, Leiter Technik

– Ruedi Manser, Leiter Verpflegung

– Paul Ropelato, Leiter Bau

– Florian Weinig, Leiter Investition

– Roman Wunderli, Leiter Informatik

– Angelika Züst, Leiterin Hauswirtschaft

Rettungsdienst

Leitung

– Jann Rehli, Leiter

– Markus Busch, Ärztlicher Leiter,

Oberarzt Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

Seelsorge

Leitung

– Pfrn. Nicole De Lorenzi, reformiert

– Pfr. Guido Hangartner, katholisch

Belegärzte am KSW

Departement Chirurgie

– Dr. Dr. med. Marc Baltensperger, Winterthur,

Kiefer- und Gesichtschirurgie

– Dr. Dr. med. Thomas Bottler, Winterthur,

Kiefer- und Gesichtschirurgie

– Dr. med. Michael Büchi, Winterthur,

ORL, Hals- und Gesichtschirurgie

– Dr. Dr. med. Michael Kaufmann, Winterthur,

Kiefer- und Gesichtschirurgie

– Dr. Dr. med. Alfred Künzler, Winterthur,

Kiefer- und Gesichtschirurgie

– Dr. Dr. med. Richard R. Lebeda, Winterthur,

Kiefer- und Gesichtschirurgie

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

– Dr. med. Dorothea Egli, Winterthur,

Gynäkologie und Geburtshilfe

– Dr. med. Susanne Graf Lergster, Winterthur,

Gynäkologie und Geburtshilfe

– Dr. med. Antoinette Juchler, Winterthur,

Gynäkologie und Geburtshilfe

– Dr. med. René C. Müller, Winterthur,

Gynäkologie und Geburtshilfe

– Dr. med. Andrea Rehn, Winterthur,

Gynäkologie und Geburtshilfe

– Dr. med. Hans Jochen Weber, Winterthur,

Gynäkologie und Geburtshilfe

Departement Kinder- und Jugendmedizin

– Dr. med. Nicola Moser, Zürich,

Kinderchirurgie

– Dr. med. Helmut Oswald, Winterthur,

Kinder- und Jugendmedizin, Lungenkrankheiten

– Dr. med. Jean-Pierre Pochon, Wetzikon,

Kinderchirurgie

Departement Medizin

– Dr. med. Jürg Lattmann, Winterthur,

Herzkrankheiten und Innere Medizin

Augenklinik

– Dr. med. Nicola Lansel, Schlieren, Ophthalmologie

– Dr. med. Christoph Kniestedt, Thalwil,

Facharzt für Ophthalmologie

12 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departemente

Jahresbericht 2012 | 13


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

PD Dr. med.

Kurt P. Käch

Direktor, Chefarzt

PD Dr. med.

Stefan Breitenstein

Direktor, Chefarzt

Abschied von Professor Dr. med. Marco Decurtins

Professor Dr. med. Marco Decurtins trat Anfang Juli 2012 aus gesundheitlichen Gründen von seinen

Funktionen am KSW zurück. Marco Decurtins war im Jahre 1993 zum Chefarzt der Chirurgischen Klinik

gewählt worden und hatte nach der Neuorganisation das Departement Chirurgie als Direktor bis zu seinem

krankheitsbedingten vorzeitigen Austritt hervorragend geführt. Marco Decurtins war dank seiner Fachkompetenz,

seiner Führungsqualitäten und seines Charmes bei Patienten und Mitarbeitern beliebt. Er hat

trotz seiner Krankheit bis zuletzt gekämpft, um seine Aufgaben am KSW erfüllen zu können, wie das

seinem Selbstverständnis als Bündner Bergler entspricht. Marco Decurtins muss sich einer neuen Herausforderung

stellen. Ludwig Hohl hat diese Erfahrung formuliert: «Das Unglück allein ist noch nicht das

ganze Unglück; Frage ist noch, wie man es besteht. Erst wenn man es schlecht besteht, wird es ein ganzes

Unglück. Das Glück allein ist noch nicht das ganze Glück.» Mit dem Bestehen ist Marco Decurtins

gefordert, und mit dem Bestehen ist das Departement gefordert. Wir wünschen Marco Decurtins die Kraft,

weiter vorwärtszugehen, wie das seinem Temperament entspricht.

PD Dr. med. Stefan Breitenstein, neuer Direktor des Departements Chirurgie

und Chefarzt der Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie

PD Dr. med. Stefan Breitenstein wurde als Nachfolger von Professor Dr. med. Marco Decurtins als

Chefarzt Viszeral- und Thoraxchirurgie und gleichzeitig als Direktor des Departements Chirurgie berufen.

Nach ersten chirurgischen Erfahrungen in den Spitälern Uznach und Wetzikon arbeitete Stefan Breitenstein

von 1998 bis 2004 im Kantonsspital Winterthur als Assistenzarzt, Oberarzt und zuletzt als Teamleiter

Viszeral- und Thoraxchirurgie. 2004 wechselte er ans Universitätsspital Zürich, wo er als Oberarzt, ab

2009 als Leitender Arzt an der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie arbeitete. Die Habilitation

wurde ihm 2010 erteilt. Die klinische und akademische Haupttätigkeit von Stefan Breitenstein ist die

Leber- und Pankreaschirurgie. Seit 2006 war er Leiter des HPB-Teams (Chirurgie der Leber-, Pankreas-,

Gallengangserkrankungen).

Neue Struktur des Departements Chirurgie

Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Professor Dr. med. Marco Decurtins wurde die Struktur

des Departements Chirurgie geändert. Das Departement Chirurgie wurde in zwei Bereiche unterteilt, in

den Bereich Innere Organe, welcher von PD Dr. med. Stefan Breitenstein geleitet wird und die Kliniken

für Gefässchirurgie, Urologie und Viszeral- und Thoraxchirurgie umfasst. Der Bereich muskuloskelettale

Chirurgie umfasst die Kliniken für Orthopädie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Hand- und Plastische

Chirurgie und wird bis Ende Februar 2014 von PD Dr. med. Kurt P. Käch geführt. Der Nachfolger für den

Bereich muskuloskelettale Chirurgie wird im Sommer 2013 gewählt. Er wird die neue Klinik für Orthopädie

und Traumatologie führen.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten 9740 9858

CMI* 1,212 1,148

Pflegetage 54991 54577

Aufenthaltsdauer 5,6 5,5

Ambulante Patienten (ohne INO) 21003 19280

Total Patienten 30743 29 138

*Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien

(Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

14 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

Publikationen

Klinik für Gefässchirurgie

– Vikatmaa, P., Mitchel, D., Jensen, L. P., Beiles, B., Björck,

M., Halbakken, E., Lees, T., Menyhei, G., Palobmo, D.,

Troëng, T., Wigger, P., Venermo, M.: Variation in Clinical

Practice in Carotid Surgery in Nine Countries 2005-2010.

Lessons from VASCUNET an Recommendations for the

Future of National Clinical Audit. Eur J Vasc Surg

44(2012), 11–17.

– Lees, T., Troëng, T., Thomson, I. A., Menyhei, G., Simo, G.,

Beiles, B., Jensen, L. P., Palobmo, D., Venermo, M., Mitchell,

D., Halbakken, E., Wigger, P., Heller, G., Björck, M.:

International Variations in Infrainguinal Bypass Surgery – A

VASCUNET Report. Eur J Vasc Endovasc Surg. 2012 Aug;

44(2): 185–192.

– Gogos, G., Binkert, Ch. A., Wigger, P., Roos, J. E., Jost, R.:

Hämatochezie als schlechter Vorbote. Der aussergewöhnliche

Fall einer arterio-kolischen Fistel. Schweiz Med Forum

2012; 12(44): 856–859.

– Wigger, P.: Venenchirurgie Kapitel in Facharztprüfung

Chirurgie, Ein Manual zur Prüfungsvorbereitung. Buchkapitel.

In: Viehl, C. T., Oertli, D. (Hrsg.): EMH Scripts.

Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie

– Gutzeit, A., Binkert, C. A., Schmidt, S., Jandali, A. R.,

Mutsch ler, J., Hergan, K., Kos, S.: Growing fatty mass in the

back: diagnosis of a multiple symmetric lipomatosis

(Madelung's disease) in association with chronic alcoholism.

Skeletal Radiol (Germany), 2012 Apr, 41(4): 465–466,

489–490.

– Egloff, C., Sproedt, J., Jandali, A. R.: Results after

osteosynthesis of extraarticular proximal phalangeal

fractures, Handchir. Mikrochir Plast. Chir. (Germany), 2012

Jan, 44(1): 5–10.

Klinik für Neurochirurgie

– Sartoretti-Schefer, S., Oberle, J., Binkert, Ch., Pfofe, D., Gutzeit,

A.: Lumbar vertebral chordoma: diffusion-weighted

imaging findings are helpful to narrow the differential

diagnosis. A case report. Clinical imaging 01/2013, 37(1):

176–179.

– Koechlin, N. O., Bothmann, M., Kast, E., Haler, S., Sartoretti,

S., Binkert, C.: Unusual course of a planned lumbar

microdiscectomy. Praxis 06/2012, 101(13): 865–867.

Klinik für Unfallchirurgie

– Frei, H. C., Hotz, T., Cadosch, D., Rudin, M., Käch, K.: Head

perforation, or «cut through», caused by the helical blade of

the proximal femoral nail antirotation. Journal of Orthopaedic

Trauma, 2012 Aug; 26(8): e 102–107.

– Zhu, Y., Meili, S., Zhang, C., Luo, C., Zeng, B. F. : Is the lag

screw sliding effective in the intramedullary nailing in A1

and A2 AO-OTA intertrochanteric fractures? A prospective

study of Sliding and None-sliding lag screw in Gamma-III

nail. Scand J Trauma Resusc Emerg Med. 2012 Sep 1;

20:60. doi: 10.1186/1757-7241-20-60.

Klinik für Urologie

– John, H.: Die Entfernung der Prostata mit roboterassistierter

Technologie. Fachzeitschrift der Onkologiepflege Schweiz

1/2012, 20–22.

– Horstmann, M., Fischer, I., Vollmer, C., Horton, K., Kurz, M.,

Padevit, C., John, H.:Pre- and Postoperative Urodynamic

Findings in Patients After a Bulbourethral Composite

Suspension with Intraoperative Urodynamically Controlled

Sling Tension Adjustment for Postprostatectomy Incontinence.

Urology, 2012 Mar; 79(3): 702–707.

– Padevit, C., John, H.: Nierenteilresektion: minimal-invasiv

oder offen? Journal für Urologie und Urogynäkologie, 2012,

ISSN 1607-8071, S. 12–13.

– Kurz, M.: Tumornephrektomie auch bei Metastasen? Journal

für Urologie und Urogynäkologie, 2012, ISSN 1607-8071,

S. 14–16.

– Mattson, B., Vollmer, C., Schwab, C., Padevit, C., Horton, K.,

John, H., Horstmann, M.: Complications of a buried penis in

an extremely obese patient. Andrologia, 2012 May; 44

Suppl 1: 826–828.

– John, H., Padevit, C.: Nebennierentumoren. Journal für

Urologie und Urogynäkologie, 2012, ISSN 1607-8071,

S. 20–21.

– Kurz, M., Horstmann, M., John, H.: Robot-assisted

la pa ro scopic repair of high vesicovaginal fistulae with

peritoneal flap inlay. Eur Urol. 2012 Jan; 61(1): 229–230.

– Padevit, C.: Harnstau: Abklärung und Therapie. Journal für

Urologie und Urogynäkologie, 2012, ISSN 1607-8071,

S. 26–27.

– Kurz, M.: Stosswellentherapie: Goldstandard? Journal für

Urologie und Urogynäkologie, 2012, ISSN 1607-8071,

S. 28–30.

– Horstmann, M.: Operative Steinbehandlung: endoskopisch,

robotisch oder offen? Journal für Urologie und Urogynäkologie,

2012, ISSN 1607-8071, S. 31–34.

– Horstmann, M., Vollmer, C., Schwab, C., Kurz, M., Padevit,

C., Horton, K., John, H.: Single-centre evaluation of the

extraperitoneal and transperitoneal approach in roboticassisted

radical prostatectomy. Scand J Urol Nephrol. 2012

Apr; 46(2): 117–123.

– Padevit, C.: Harmlose Nierenzyste oder zystische Nierenerkrankung?

Der informierte Arzt, Vol. 2, September 2012,

S. 15–17.

– John, H., Wiklund, P., Jorn, H., Witt (Eds): Atlas of Robotic

Prostatectomy. Springer Verlag, Heidelberg 2012, 1–80

(Buch/Videoatlas).

– Horstmann, M., Horton, K., Padevit, C., Kurz, M., John, H.:

The urethral anastomosis in orthotopic neobladder following

robot-assisted radical cystectomy (RARC) at German-speaking

centres; Aktuelle Urol. 2012 Jul; 43(4): 250–254.

– Horstmann, M., Kugler, M., Anastasiadis, A. G., Walcher, U.,

Herrmann, T., Nagele, U.: Laparoscopic radical cystectomy:

initial experience using the single-incision triangulated

umbilical surgery (SITUS) technique; J Urol. 2012 Oct;

30(5): 619–624.

– Horstmann, M., Foerster, B., Brader, N., John, H., Maake, C.:

Establishment of a protocol for large-scale gene expression

analyses of laser capture microdissected bladder tissue;

World J Urol. 2012 Dec; 30(6): 853–859.

Jahresbericht 2012 | 15


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Gefässchirurgie

Die Klinik für Gefässchirurgie bildet zusammen mit der Angiologie und der Interventionellen Radiologie

das Gefässzentrum Winterthur. Das Team der Gefässchirurgie besteht neben dem Chefarzt aus dem

Leitenden Arzt Dr. med. Philipp Stalder, dem Oberarzt Dr. med. Thomas Lattmann, einem Rotationsassistenten

des Departements Chirurgie sowie der Sekretärin und MPA Nicole Rüeger. Neu dazugekommen

ist Alicia Naef, welche zu 50 % als Arztsekretärin arbeitet.

Dr. med. Pius Wigger

Chefarzt

Das Team bietet für die gesamte Gefässchirurgie (Ausnahme Herz- und thorakale Gefässe) einen 24-Std.-/

365-Tage-Dienst an und führt neben der gefässchirurgischen Spezialsprechstunde eine ambulante Wundsprechstunde

mit spezialisiertem Pflegepersonal.

Im Jahr 2012 wurde die Zusammenarbeit mit dem gefässchirurgischen Team des Kantonsspitals Schaffhausen

(Dr. med. Peter Soyka und Dr. med. Oliver Graubitz) weiter intensiviert. Neu wurde eine gefässchirurgische

Kooperation mit dem GZO Spital Wetzikon vereinbart, indem Dr. med. Philipp Stalder zu

30 % dort arbeitet und neben einer Sprechstunde auch periphere gefässchirurgische sowie Dialyseshunt-

Ein griffe durchführt.

Die Eingriffszahlen konnten deutlich gesteigert werden. Ebenso stieg die Zahl der stationär behandelten

Patienten um 12 %. Der grösste Teil der Varizenchirurgie wird ambulant durchgeführt. Die Anzahl

endovenös behandelter Venenstämme (VNUS ClosureFAST) konnte um fast 10 % auf 52 gesteigert

werden.

Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie

Die Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie hat sich wie in den letzten Jahren zunehmend in das Leistungsspektrum

des KSW integriert. Dies zeigt sich letztendlich in der Gesamtzunahme der Konsultationen

und einer deutlichen Zunahme der Komplexität der durchgeführten Eingriffe. Besonders hervorzuheben ist

hier die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Unfallchirurgie, mit dem Departement Gynäkologie und

Geburtshilfe im Rahmen der Brustchirurgie, der Dermatologie im Rahmen der Dermatochirurgie sowie

mit der Augenklinik im Rahmen der periorbitalen Chirurgie.

Dr. med.

Abdul R. Jandali

Chefarzt

Nach mehrjähriger Etablierung der Klinik als Weiterbildungsklinik für Handchirurgie konnte sie nun neu

auch eine Weiterbildungsberechtigung für den Fachbereich Plastische Chirurgie im Sinne einer B-Klinik

erlangen. Hier ist das Ziel, die Klinik als Weiterbildungsklinik auch mit anderen Kliniken in der Schweiz

zu vernetzen. Nachdem im Vorjahr ein ambulanter Operationsbereich etabliert werden konnte, wurde diese

ambulante Kapazität im Jahr 2012 um 50 % gesteigert und kann damit im ambulanten Bereich den Patienten

einen deutlich besseren Service bieten. Ziel ist es, auch hier das Spektrum der ambulanten Versorgung

der Patienten weiter auszubauen, um eine kosteneffiziente Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Um die Ausweitung des Spektrums überhaupt zu ermöglichen, wurde das Team in diesem Jahr um zwei

ärztliche Mitarbeiter ergänzt. Neu besteht das Team der Klinik aus einem Chefarzt, drei Oberärzten, einem

Weiterbildungsassistenten und einem Rotationsassistenten. Als Oberarzt konnte im Oktober Dr. med. Lars

Kern, Facharzt für Plastische Chirurgie, gewonnen werden, welcher auch grosse Erfahrung im Bereich

Handchirurgie mitbringt. Seit August 2012 arbeitet Dr. med. Alexander Lunger als Weiterbildungsassistent

für zwei Jahre an der Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie.

16 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Neurochirurgie

Das Leistungsangebot der Klinik für Neurochirurgie umfasst die gesamte kranielle Chirurgie (mit Ausnahme

der vaskulären Chirurgie, der Hypophysen-Chirurgie und bestimmter Tumoren) sowie die gesamte

Wirbelsäulenchirurgie inklusive Behandlung komplexer Wirbelsäulenverletzungen. Eingriffe an der

Frontobasis werden im Bedarfsfall interdisziplinär mit den Kollegen von der Plastischen Chirurgie, der

Kieferchirurgie oder der ORL-Chirurgie vorgenommen. Die Neurochirurgie beteiligt sich auch am Betrieb

des Schmerzzentrums.

PD Dr. med.

Joachim Oberle

Chefarzt

Bei bestimmten operativen Stabilisationen an der thorakolumbalen Wirbelsäule – zum Beispiel im

Rahmen der Frakturversorgung – finden auch an der Klinik für Neurochirurgie zunehmend perkutane

Verfahren Anwendung. Diese sollen das Weichteiltrauma und den Blutverlust verringern und somit eine

schnellere Erholung ermöglichen. Im Bereich der Schmerztherapie wurde im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit

mit der Kardiologie erstmals eine Rückenmarksstimulation zur Behandlung therapierefraktärer

Angina-pectoris-Beschwerden vorgenommen.

Auch 2012 setzte sich der Trend der letzten Jahre fort: Sowohl bei der Anzahl ambulanter Fälle (+ 1,3 %)

als auch bei den Eingriffszahlen (+ 3,3 %) wurde gegenüber dem Vorjahr eine leichte Steigerung verzeichnet.

Die Auslastung des Operationssaals liegt im Durchschnitt aber weiterhin über 100 %, was eine

Anpassung (Erhöhung) der zugeteilten Kapazität erforderlich machen wird.

Klinik für Orthopädische Chirurgie

Die Klinik für Orthopädische Chirurgie bietet praktisch das gesamte Spektrum der Behandlungen von

orthopädischen Erkrankungen an. Die vor wenigen Jahren eingeführte «gelenkspezifische» Struktur der

Klinikteams (Schulter, Becken/Hüfte, Knie, Fuss) erlaubt eine kontinuierliche Subspezialisierung, was die

Behandlungsqualität optimiert.

Dr. med.

Markus Pisan

Chefarzt

Im April 2012 wurde ein kinderorthopädisches Team geschaffen. Die Leitung übernahm Dr. med. Erica

Lamprecht, die ihre Praxis mit einem Teil ihrer Angestellten von der Technikumstrasse ans KSW verlegte.

Die riesige Anzahl zusätzlicher Patienten erforderte einige personelle und räumliche Anpassungen. Die

nächsten Schritte sind der personelle Ausbau dieses Teams und insbesondere die Regelung der Nachfolge

von Dr. med. Erica Lamprecht.

Seit August 2012 arbeitet Dr. med. Viviane Molnar als zusätzliche Oberärztin an der Klinik. Sie ist

Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates und besitzt den Fähigkeitsausweis

für Sportmedizin. Sie hat sich hervorragend ins Team eingearbeitet.

Von Januar bis März 2012 wurde die Sekretariatslandschaft baulich verändert. Die Umbauarbeiten waren

perfekt organisiert, beeinflussten den stets voll laufenden Klinikbetrieb nur marginal und konnten termingerecht

beendet werden. Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten. Für die verschiedenen Privatsprechstunden

steht nun ein modernes, zentrales Empfangsbüro zur Verfügung, welches von den jeweiligen

Teamsekretärinnen alternierend benützt werden kann.

Die Leistungszahlen (Konsultationen und Operationen) des Vorjahres wurden problemlos egalisiert,

aufgrund der limitierten räumlichen Ressourcen und der hochprozentigen Auslastung der Operationssaal-

Kapazitäten war aber nur eine geringfügige Steigerung möglich.

Jahresbericht 2012 | 17


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Unfallchirurgie

Die Klinik für Unfallchirurgie ist ein Traumazentrum Level 1 mit einem Auftrag zur Maximalversorgung

von schwerverletzten Patienten (Polytrauma). Hier wurden im Jahre 2012 230 Patienten im sogenannten

Schockraum von einem spezialisierten Team behandelt. Die Zahl der im Schockraum behandelten

Patienten hat gegenüber dem Vorjahr um 20 zugenommen.

PD Dr. med.

Kurt P. Käch

Chefarzt

Am 29. September 2012 wurde bei einer grossangelegten kombinierten Übung mit der Polizei und den

Rettungskräften das Katastrophenkonzept Level 2 erprobt. Bei diesem Konzept werden zur Bewältigung

des Patientenanfalls die normalen eingespielten Prozesse in den bekannten Lokalitäten genutzt unter

ausschliesslichem Einsatz von Profis mit eingespielten Teams. Bei dieser speziellen Übungsanlage wurden

die echten Patienten in den gleichen Lokalitäten wie die Übungspatienten behandelt.

In der Alterstraumatologie konnten die Versorgungstechniken weiter optimiert werden. Die minimalinvasive

Technik zur Versorgung von Schenkelhalsfrakturen hat sich bewährt, und eine Vergleichsstudie zeigte

bessere Ergebnisse als bei der Versorgung durch den transglutealen Zugang. Die häufige proximale

Humerusfraktur wird bei 2- und 3-Fragment-Frakturen neu mit einer minimalinvasiven Nageltechnik

(MultiLoc Nail der Firma Synthes) stabilisiert. Diese Methode ist eine gute Alternative zur Versorgung mit

winkelstabilen Platten.

Klinik für Urologie

Im vergangenen Jahr wurden die Leistungszahlen der Klinik für Urologie weiter gesteigert mit über 2000

Eingriffen und über 8000 Konsultationen der urologischen Fachärzte. Die Zahl grosser und komplexer

Eingriffe nahm ebenfalls zu.

Seit Januar 2012 ist die Klinik Urologische Weiterbildungsstätte Kategorie A der FMH. Dadurch wird es

möglich, «KSW-Urologen» mit gezielten Rotationen auszubilden. Im Herbst 2012 wurde die Klinik

zusätzlich vom European Board of Urology für eine Fünfjahresperiode akkreditiert.

Prof. Dr. med.

Hubert John

Chefarzt

Das Robotikprogramm erfreut sich überregional eines guten Rufs. Im Herbst 2012 hat das KSW einen

eigenen Roboter der neuesten Generation mit Trainingssimulator und Fluoreszenzoption angeschafft. Das

Spektrum beinhaltet neben der radikalen Prostatektomie zunehmend Nierenteilresektionen und vollständige

Harnblasenentfernungen wie auch seltenere Indikationen wie vesiko-vaginale Fistelkorrekturen oder

Sakrokolpopexien.

Personell wurde Dr. med. Markus Horstmann zum Leitenden Oberarzt an der Universitätsklinik Jena

gewählt. Dr. med. Mark Meier hat dessen Oberarztstelle übernommen.

Die halbtägige Fortbildungsveranstaltung «Rund um die Niere» für Zuweiser vom 1. März 2012 wurde

sehr gut besucht. Das Operationsseminar «Robotic Renal and Adrenal Surgery» verlief erfolgreich. Das

«Forum Urologie» als periodische Publikumsveranstaltung stiess auf reges Interesse. Dr. med. Michael

Kurz hat den Eugen-Rehfisch-Preis 2012 erhalten.

Das wissenschaftliche Engagement in Form von Publikationen und Kongressteilnahmen war hoch.

18 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie

Das Jahr 2012 stand insbesondere für die Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie im Zeichen des

Wechsels. Nach über 18 Jahren musste Prof. Dr. med. Marco Decurtins im Juli 2012 aus gesundheitlichen

Gründen von seinen Funktionen als Direktor und Chefarzt vorzeitig zurücktreten. Während fast vier

Monaten wurde die Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie interimistisch von Dr. med. Pius Wigger

geführt, bis PD Dr. med. Stefan Breitenstein Anfang November die Departementsdirektion sowie die

Klinikleitung übernahm.

PD Dr. med.

Stefan Breitenstein

Direktor, Chefarzt

Trotz dieses nicht voraussehbaren Einschnittes ist es gelungen, die Patientenzahlen im ambulanten und

im stationären Bereich gegenüber den Vorjahren weiter zu steigern. Das gesamte Team und insbesondere

die beiden Leitenden Ärzte, Dr. med. Hans Gelpke und Dr. med. Felix Grieder, haben dafür einen ausserordentlichen

und verdankenswerten Einsatz geleistet. Ebenfalls ein Dank gebührt den Zuweisern, welche

dem Team auch in diesem «Übergangsjahr» vertraut und der Klinik dadurch geholfen haben, sich weiterzuentwickeln.

Schweizweit wurde die Viszeralchirurgie 2012 gesundheitspolitisch aufgerüttelt durch die Diskussionen

und Bestimmungen zur hochspezialisierten Medizin, welche auf Bundesebene (interkantonale Gesundheitsdirektorenkonferenz)

stattfanden. Es wurde dabei beabsichtigt, die hochkomplexen viszeralchirurgischen

Eingriffe zu zentralisieren. Dank den guten Operationszahlen, der optimalen Infrastruktur sowie

einem grossen Einsatz im gesamten Evaluationsprozess ist es gelungen, diese Aufträge für die hochspezialisierte

Viszeralchirurgie, das heisst im Besonderen Leberchirurgie, Pankreaschirurgie, Ösophaguschirurgie

sowie Rektumchirurgie, für die kommenden Jahre zu sichern. Somit schauen wir zuversichtlich und

motiviert in die Zukunft. Die Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie wird versuchen, sich in den

kommenden Jahren als Zentrumsklinik innerhalb der Spitallandschaft optimal zu positionieren und dabei

als verlässlicher Partner für Zuweiser und Kooperationsspitäler aufzutreten.

Jahresbericht 2012 | 19


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

Zusammenfassung ausgewählter Eingriffe

2012 2011

Gefässchirurgie

Arterie

Gefässersatz oder Bypass

– Aorta/Becken 46 34

– davon endovaskuläre Aortenaneurysmen 15 12

– untere und obere Extremität 48 45

Thrombendarterektomie

– Carotis 28 29

– Carotisstent 15 10

– Iliako/femoral 56 32

Embolektomie/Thrombektomie

– jede Lokalisation 41 40

Dialysezugang/Port

– AV-Shunt (ohne Revision) 25 19

– Shuntrevision + Ligatur 10 14

– Port-à-Cath 98 111

Vene

Varizenoperation 332 283

Endovenöse Varizenoperation 52 47

Amputation (inkl. traumatisch)

Oberschenkel 5 3

Unterschenkel 6 4

Vorfuss/Zehe 124 105

Handchirurgie

Skelett und Gelenke

– Osteosynthese bei Fraktur 260 238

– Knochentransplantation 16 19

– Osteotomie 6 7

– Arthrodese 22 19

– Arthroplastik 30 29

– Kapsel-Band-Rekonstruktion 36 36

– Handgelenksarthroskopie 3 11

– Osteosynthesematerialentfernung 121 132

Nerven

– Nervennaht 64 51

– Nerventransplantation 4 1

– Karpaltunnelspaltung 194 215

– andere Nervendekompression/Neurolyse 23 22

Sehnen

– Naht 107 74

– Transfer/Transplantation 15 17

– Ringbandspaltung 87 87

– Tenolyse/Synovektomie (inkl. Gelenk) 105 111

Andere Eingriffe

– Lappenplastik/Hauttransplantat 52 97

– Gefässrekonstruktion 46 31

– Ganglion-/Tumorresektion 109 98

– Fasziektomie 57 35

– Diverses (Inzision, Débridement, Biopsie usw.) 69 76

– einfache Stumpfversorgung 28 41

– Luxation (offene Versorgung) 15 17

– Gelenksdenervation 19 7

– angeborene Missbildung 8 6

20 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

2012 2011

– freier Lappen und Replantation 12 5

– Narbenkorrektur 11 11

Plastische Chirurgie

Narbenkorrektur 37 19

Tumorentfernung 421 263

Spalthaut 61 62

Lappenplastik, exkl. Hand

– loko-regional 44 68

– frei 27 16

Diverses (Wundversorgung, Inzision, Biopsie) 141 122

Brustoperation 61 32

Fraktur im Gesichtsbereich 39 40

Ästhetischer Eingriff 82 69

Neurochirurgie

LWS-Eingriffe

– Spinalstenose, Recessusstenose 158 174

– Diskushernie 237 192

– PLIF, Dynesis, Kypho-/Vertebroplastie 111 156

– ALIF, Synex, Diskusprothese 18 15

BWS-Eingriffe

– ALIF, Synex, auch thorakale Dekompression 3 8

– auch Kompression, thorakale DH, Trauma, Vertebroplastie 27 12

HWS-Eingriffe

– ventrale Fusion HWS, alle Verfahren, Diskusprothese 64 53

– dorsale Kompression oder Fusion HWS, alle Verfahren 24 20

– Fusion kraniozervikal 3

Tumor spinal

– alle spinalen Tumore 4 27

Periphere Nerven

– alle Eingriffe an peripheren Nerven 3 4

Schmerzeingriffe

– Blockade, Thermo, Wurzelblockade, Pumpe, SCS 32 7

Sonstiges

– Sonstiges (z.B. Metallentfernung, Wundrevision usw.) 24 25

Kraniale Eingriffe

– Trepanation Schädel, z.B. chron. SDH, VD, Shunt, Drucksonde 72 61

– Kraniotomie Schädel bei Blutung, Tumor, SHT, Abszess 56 50

– plastische Rekonstruktion Schädel, Palacosplastik 7 6

Orthopädische Chirurgie

Schulter/Ellbogen 201 203

– Dekompression 47 42

– Stabilisation 19 22

– Prothese 24 19

– Rotatorenmanschette 90 95

– Diverse 18 25

– Kinderorthopädische Eingriffe 3

Hüfte/Becken/Femur 628 568

– Hüft-TP 396 385

– Hüft-TP-Revision 58 44

– Hüft-TP-Revision bei Fraktur 10 10

– Arthroskopie 103 77

– chirurgische Hüftluxation 5 4

Jahresbericht 2012 | 21


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

2012 2011

– Diverse inkl. ORIF 31 48

– kinderorthopädische Eingriffe 25

Knie/Unterschenkel 392 423

– Knie-TP 225 245

– Knie-Hemiprothese 39 27

– Knie-TP-Revision 22 25

– Arthroskopie 54 80

– Osteotomie 5 3

– Diverse 15 43

– kinderorthopädische Eingriffe 32

Fuss 352 377

– Vorfuss 214 241

– Mittelfuss 36 44

– Rückfuss/OSG 61 92

– kinderorthopädische Eingriffe 41

Traumatologie

Schultergürtel

– Klavikulaosteosynthese bei Fraktur/Non union 72 66

– Implantatentfernung 50 43

– Skapula 8 6

Oberarm

– Arthroplastik bei Fraktur 12 19

– Osteosynthese 141 135

– Implantatentfernung 53 48

– Ellbogenarthroskopie 0 0

Unterarm

– Osteosynthese 311 357

– Implantatentfernung 188 211

Oberschenkel

– Femurkopfprothese 84 82

– Osteosynthese 150 159

– Implantatentfernung 49 52

Kniegelenk

– Kniegelenksarthroskopie 310 279

– Eingriffe am Meniskus 286 261

– VKB-Rekonstruktion 27 25

– Rekonstruktion grosser Bänder (Patella/Quadriceps) 14 13

– Osteosynthese Patella 16 12

– Implantatentfernung Patella 0 2

Unterschenkel

– Osteosynthese 211 212

– Implantatentfernung 222 185

Fuss

– Osteosynthese 36 37

– Implantatentfernung 29 12

– Achillessehnennaht 43 48

Becken

– Osteosynthese 17 18

– Implantatentfernung 1 6

22 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

2012 2011

Urologie

Niere/Nebenniere 221 201

– Nephrektomie da Vinci + laparoskopisch 2 12

– Nephrektomie offen 20 22

– Nierenteilresektion da Vinci + laparoskopisch 14 7

– Nierenteilresektion offen 3 6

– Nierenbeckenplastik da Vinci + laparoskopisch 4

– Nierenbeckenplastik offen 0 1

– Adrenalektomie da Vinci + laparoskopisch 0 4

– Adrenalektomie offen 7 11

– perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) 15 18

– extrakorporale Stosswellenlithotrypsie 81 76

– perkutane Nephrostomie inkl. Wechsel, Zystenpunktion 71 36

– Nierenzystenmarsupialisation da Vinci + laparoskopisch 6 3

Harnleiter 449 375

– retroperitoneale Lymphadenektomie 1 3

– Ureterresektion da Vinci + laparoskopisch 1

– Ureterresektion offen 8 9

– Harnleiterneuimplantation 5 7

– extrakorporale Stosswellenlithotrypsie 21 28

– Ureterorenoskopie 84 54

– Ureterotomie da Vinci + laparoskopisch 2

– Ureterotomie offen 1

– andere Eingriffe (Pigtaileinlage, Ureterstent) 326 274

Harnblase 508 476

– Zystektomie total/partiell da Vinci + laparoskopisch 8 7

– Zystektomie total/partiell offen 9 12

– Divertikelresektion da Vinci + laparoskopisch 1

– Divertikelresektion offen 2

– Ileum Conduit 10 13

– Ureterokutaneostomie 0 1

– Ersatzblase 2 1

– transurethrale Blasentumorresektion (TUR-B) 169 180

– vesiko-vaginaler Fistelverschluss (da Vinci) 2 2

– urodynamische Abklärungen 130 128

– Andere (Zystostomie, Steine, Tamponade, Botox) 175 132

Prostata 652 753

– Prostatabiopsie 184 208

– TUR-P, TUI-P, TUR-BH inkl. Laser 260 265

– suprapubische Prostatektomie 12 11

– radikale Prostatektomie da Vinci 90 127

– Lymphadenektomie obturatorisch, iliakal 106 142

Harnröhre 45 58

– Urethrotomia interna 17 29

– Harnröhrenplastik 5 2

– Urethrektomie 3 1

– Urethrastentimplantation 1 5

– Meatusplastik 6 1

– Inkontinenzoperationen (TVT, Suspensionen, Sphinkter) 13 20

Penis 88 68

– Penisteilamputation 0 1

– plastische Operation bei Penisdeviation 2 2

– Zirkumzision Paraphimoseninzision 68 52

– Frenulumplastik 12 9

– Penisbiopsie 4 2

– Naht einer Penisverletzung 1

Jahresbericht 2012 | 23


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

2012 2011

– Shuntoperation am Penis bei Priapismus 2 1

Hoden und Nebenhoden 168 130

– Semikastration 13 21

– Orchidopexie, Freilegung, Prothese, Revision 31 7

– Hodenbiopsie 10 12

– Epididymektomie 36 34

– Hodenhüllenresektion 11 3

– Vasektomie 40 38

– mikroskopische Vaso-Vasostomie 3 1

– Varikozelenoperation 17 9

– subkapsuläre Orchiektomie 7 5

Viszeralchirurgie

Schilddrüse/Nebenschilddrüse

– Hemithyreoidektomie 37 48

– Thyreoidektomie 36 28

– Parathyreoidektomie 17 12

– Adrenalektomie 4 8

– zentrale Neck-Dissection 8 10

– Thymektomie 2 5

Ösophagus/Zwerchfell

– Ösophagusresektion 6 18

– Crurorraphie/Zwerchfell/Fundoplicatio 11 12

Magen/Duodenum

– Magenresektion 12 25

– Gastroenterostomie/Bypass 5 6

– Exzision/Naht bei Ulcera 15 5

Leber/Gallenwege/Pankreas/Milz

– Leberresektion 10 12

– Leberbiopsie/kleine Exzision 6 24

– Cholezystektomie (offen/laparoskopisch) 370 349

– biliodigestive Anastomose/Gallengang 4 4

– Pankreasnekrosektomie/-jejunostomie 5 4

– Pankreasresektion 18 22

– Splenektomie 7 2

Dünndarm/Dickdarm/Proktologie

– Dünndarmresektion 84 88

– FKJ-Sonde 18

– Ileostomie 32 55

– Appendektomie (offen/laparoskopisch) 403 399

– Kolonsegmentresektion/Hemikolektomie links 20 35

– Hemikolektomie rechts 38 41

– Rektosigmoidresektion (offen/laparoskopisch) 108 109

– tiefe Rektumresektion 34 44

– Rektumamputation 10 13

– Operation bei Rektumprolaps 3 8

– transanale Rektumwandresektion 5 2

– Kolostoma 23 25

– Hämorrhoidektomie 78 107

– Perianalabszessexzision/div. proktologische Eingriffe 122 168

– Analfisteloperation 25 46

Hernie/Bauchdecke

– Operation bei Inguinal- und Femoralhernie 582 581

– Operation bei Umbilikal- und epigastrischer Hernie 61 118

– Operation bei Narbenhernie 73 79

24 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Chirurgie

2012 2011

Thoraxchirurgie

Pleura

– Dekortikation 9 3

– Thoraxdrainage 55 60

Lunge

– atypische Resektion 25 28

– Segmentresektion/Lobektomie 36 29

– Bilobektomie/Pneumonektomie 4 2

Brustwand/Mediastinum

– Brustwandresektion/Sternotomie 4 3

Hals-, Nasen- und Ohrenchirurgie

Tonsillektomie 59 66

Adenotomie 47 37

Nasenseptum-, Nasenkorrektur 83 80

Paracentese 39 36

Operation an Speicheldrüse und Hals 14 7

Nasennebenhöhlenoperation 66 56

Tympanoplastik und Mastoidektomie 5 13

Kehlkopfoperation 11 15

Kieferchirurgie

Dentalimplantate 0 1

Ober-/Unterkieferrekonstruktion mit Knochenimplantation

und/oder mikrovask. Transplantaten 3 4

Frakturversorgung im Kiefer-/Gesichtsbereich 1

– Schädelbasisfraktur 0

– Mittelgesichtsfraktur 6 2

– Orbitafraktur 3

– Unterkieferfraktur/Kieferköpfchenfraktur 2 15

Osteosynthesematerialentfernung im Kiefer-/Gesichtsbereich 2 3

Osteomyelitis, Osteonekrose, Radioosteonekrose 3 1

Abszessbehandlung 3 7

Behandlung von Zysten im OK/UK 1

Kieferorthopädisch-chirurgischer Eingriff 95 57

Zahnextraktion 6 14

Kiefergelenksoperation 0

Wundversorgung in Gesicht/Mund/Kiefer 1 1

Tumorentfernung Ober-/Unterkiefer 5 4

Chirurgische Kieferhöhlenbehandlung

LKG-Operationen

Tracheotomie 4 3

Lappenrekonstruktion 0 1

Neck-Dissection 6 3

Ergotherapie

Chirurgie

Behandlung bei ambulanten Patienten 9203 9223

Behandlung bei stationären Patienten 1019 590

Andere Kliniken

Behandlung bei stationären Patienten 92 125

Jahresbericht 2012 | 25


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Kommentar zu den Zahlen

Das Departement Geburtshilfe und Gynäkologie (DGG) meisterte das erste Jahr mit SwissDRG erfolgreich.

Die im Voraus ausgearbeiteten und bereits eingeführten Behandlungspfade waren im Rahmen einer

Prozessoptimierung eine gute Vorbereitung.

Dr. med.

Thomas H. Hess

Direktor, Chefarzt

Wie erwartet nahmen die stationären Austritte gegenüber 2011 leicht ab (–11), während der ambulante

Bereich einen starken Zuwachs von 22 % oder 1688 Eintritten auf 9 514 Fälle verzeichnete. Die Geburtenzahl

nahm um 28 auf 1 632 ab. Die Zahl der Operationen ging gegenüber 2011 um 76 zurück (20 Notfalloperationen

und 56 Elektivoperationen), gesamthaft waren es 1 997.

Änderungen im Leistungsangebot

Per 1. Oktober 2012 wurde im Erdgeschoss des Hochhauses der Notfall DGG mit dem Ambulatorium

DGG zusammengeführt. Die Abläufe wurden neu organisiert und die räumliche Auslastung optimiert.

Die Räumlichkeiten erfuhren eine sanfte Auffrischung. Zudem wurden die Spezialsprechstunden wie z. B.

die urogynäkologische Sprechstunde integriert und patientinnenfreundlicher gestaltet. Der Erfolg zeigte

sich in den Zahlen: Es kam zu einer Zunahme der Konsultationen um mehr als 20 %.

Personelles

«Familie UND Beruf» ist das Qualitätssiegel bzw. Prädikat/Label, welches Organisationen auszeichnet,

die Massnahmen zur Optimierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Gleichstellung von

Frau und Mann erfolgreich umsetzen. Das DGG erreichte im Jahr 2012 durch Optimierungen im Be reich

ärztliches Personal eine ausreichende Gesamtbeurteilung, um 2013 dieses Prädikat zu erhalten.

Änderungen im Stellenplan

Per 1. Februar 2012 wurden 0,2 Stellen für Angelika Herzig Eder als Kommunikationscoach im DGG

geschaffen. Zur Unterstützung von PD Dr. med. Verena Geissbühler und Prof. Dr. med. Uwe Güth wurden

0,5 Sekretariatsstellen bewilligt. Zudem wurde eine befristete Hebammenstelle unbefristet verlängert.

Kennzahlen (inkl. Säuglinge) 2012 2011

Stationäre Patienten 4547 4558

CMI* 0,567 0,550

Pflegetage 18434 19347

Aufenthaltsdauer 4,1 4,2

Ambulante Patienten 9425 7697

Total Patienten 13972 12255

* Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien

(Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

26 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Publikationen

– Hess, Th.: Zusatznutzen der oralen Kontrazeption. Die Pille

als Lifestyle- und Wohlfühl-Medikament? Leading Opinions

Medizin für die Frau. 3/2012, S. 9-11.

– Hess, Th.: Uterusmyomembolisation. TeleBärn / www.

santemedia.ch/de/home.html. November 2012 / Januar 2013

– Hess, Th.: Myomembolisationsfilm; www.ksw.ch

– Geissbühler, V.: Zeitschrift Sprechstunde 4/2012: Interview

zum Thema «Sexualität während und nach der Schwangerschaft»

– Geissbühler, V.: info@gynäkologie, 6/2012 «Geschlechterspezifische

Beckenbodenerkrankungen»

– Betschart, C., von Mandach, U., Seifert, B., Scheiner, D.,

Perucchini, D., Fink, D., Geissbühler, V.: «Randomized

double-blind placebo-controlled trial with Bryophyllum

pinnatum versus placebo for the treatement of overactive

bladder in postmenopausal women». Phytomedicine, 2012, in

press.

– Eichholzer, M., Schmid, S. M., Bovey, F., Jordan, P.,

Rohrmann, S., Huang, D. J., Rochlitz, C., Güth, U.: Impact of

overweight and obesity on postmenopausal breast cancer:

analysis of 20-year data from Switzerland. Arch Gynecol

Obstet 2012; 285: 797–803.

– Güth, U., Hadwin, R. J., Schötzau, A., McCormack, M.:

Clinical outcomes and patterns of severe late toxicity in the

era of chemo-radiation for cervical cancer. Arch Gynecol

Obstet 2012; 285: 1703–1711.

– Myrick, M. E., Schmid, S. M., Kilic, N., Güth, U.: Eligibility,

compliance and persistence of extended adjuvant endocrine

therapy for breast cancer. Acta Oncologica 2012; 51:

247–253.

– Güth, U., Myrick, M. E., Kilic, N., Eppenberger-Castori, S.,

Schmid, S. M.: Compliance and persistence of endocrine adjuvant

breast cancer therapy. Breast Cancer Res Treat 2012;

131: 491–499.

– Güth, U., Myrick, M. E., Viehl, C. T., Weber, W. P., Lardi, A. M.,

Schmid, S. M.: Increasing rates of contralateral prophylactic

mastectomy - a trend made in USA? Eur J Surg Oncol 2012;

38: 296–301.

– Schmid, S. M., Eichholzer, M., Bovey, F., Myrick, M. E.,

Schötzau, A., Güth, U.: Impact of body mass index on

compliance and persistence to adjuvant breast cancer

therapy. Breast 2012; 21: 487–492.

– Oeggerli, M., Tian, Y., Ruiz, C., Wijker, B., Sauter, G.,

Obermann, E., Güth, U., Zlobec, I., Sausbier, M., Kunzelmann,

K., Bubendorf, L.: Role of KCNMA1 in breast cancer. PLOS

ONE 2012; 7: e41664.

– Güth, U.: Sentinellymphknotenbiopsie beim Mammakarzinom:

Vertrauen in die Methode und Vermeidung unnötigen

Aufwandes. Leading Opinions. Hämatologie & Onkologie

2012 (1): 64–66, JATROS. Medizin für die Frau 2012 (1):

26–28, Leading Opinions. Medizin für die Frau 2012 (1):

24–26.

– Güth, U., Myrick, M. E., Viehl, C. T., Schmid, S. M., Obermann,

E. C., Weber, W. P.: The post ACOSOG Z0011 era: does our

new understanding of breast cancer really change clinical

practice? Eur J Surg Oncol 2012; 38: 645–650.

– Güth, U.: Endometrioserezidivprophylaxe mit Dienogest

(Visanne ® ) bei positivem Kinderwunsch. Elsevier Case

Reports: Endometriose & Dienogest; München: Elsevier,

2012: 4–5.

– Moffat, R., de Geyter, C., Myrick, M. E., Schmid, S. M.,

Sattmann, C., Tschudin, S., Kilic, N., Güth, U.: Young women

with breast cancer: how many are actually candidates for

fertility preservation? Arch Gynecol Obstet 2012; 286:

1521–1527.

– Lardi, A. M., Myrick, M. E., Haug, M., Schaefer, D. J., Bitzer,

J., Simmen, U., Güth, U.: The option of delayed reconstructive

surgery following mastectomy for invasive breast cancer:

Why do so few patients embrace this offer? Eur J Surg

Oncol 2012; 39: 36–43.

– Güth, U.: ACOSOG Z0011-Studie im klinischen Alltag:

«practice changing trial» oder ein zu gewagter Ansatz mit

der Gefahr der Untertherapie? JATROS, Medizin für die

Frau 2012 (3): 58–60, Leading Opinions, Medizin für die

Frau 2012 (3): 22–24, Leading Opinions, Hämatologie &

Onkologie 2012 (4): 8–10.

– Güth, U.: Staging auf Fernmetastasen bei operablem

Mammakarzinom – Evidenz und Praxis. Leading Opinions,

Medizin für die Frau 2012 (6): 60–63.

– Günthert, A. R., Duclos, K., Jahns, B. G., Krause, E., Amann,

E., Limacher, A., Mueller, M. D., Jüni, P.: Clinical scoring

system for vulvar lichen sclerosus. The Journal of Sexual

Medicine 2012 Sep; 9(9): 2342–2350, Epub 2012 Jul 3.

– Kohl Schwartz, A. S., Leo, C., Rufibach, K., Varga, Z., Fink,

D., Gabriel, N.: Does increased tumor burden of sentinel

nodes in breast cancer affect detection procedure? SciVerse

ScienceDirect, EJSO xx (2012 1 – 7) (Accepted 17

December 2012).

Kongressbeiträge/Abstracts

– Vetter, M., Schmid, S., Kilic, N., Rochlitz, C., Güth, U.:

Compliance in adjuvant breast cancer therapy. ESMO

IMPACT Breast Cancer Conference, 3.–5. Mai 2012,

Brüssel. Ann Oncol 2012; 23 (Suppl 2): ii15–ii16.

– Güth, U., Schmid, S. M., Weber, W. P.: ACOSOG Z0011 im

klinischen Alltag: «practice changing trial» oder ein zu

gewagter Ansatz mit der Gefahr der Untertherapie? 32.

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, 5.–7.

Juli 2012, Stuttgart. Senologie 2012; 9 (Suppl): A15–16.

– Kalf, K., Sattmann, C., Moffat, R., Kilic, N., Tschudin, S.,

Güth, U.: Junge Mammakarzinompatientinnen und ihre

Kinder. Jahreskongress gynécologie Suisse, 28.–30. Juni

2012, Interlaken. Abstracts-Sonderdruck zum Jahreskongress

der gynécologie Suisse: 48 (P 106). 32. Jahrestagung

der Deutschen Gesellschaft für Senologie, 5.–7. Juli 2012,

Stuttgart. Senologie 2012; 9 (Suppl): A23.

– Moffat, R., Sattmann, C., de Geyter, C., Kalf, K., Kilic, N.,

Tschudin, S., Güth, U.: Junge Mammakarzinompatientinnen:

Wer sind potentielle Kandidatinnen für spätere reproduktionsmedizinische

Massnahmen? Jahreskongress gynécologie

Suisse, 28.–30. Juni 2012, Interlaken. Abstracts-Sonderdruck

zum Jahreskongress der gynécologie Suisse: 12 (FM

IV/42).

– Pfefferkorn, C., Myrick, M. E., Schmid, S. M., Güth, U.: Wenn

der Lymphknoten nicht gefunden wird: «Failed mapping» in

der Sentinel-Lymphknotenbiopsie beim Mammakarzinom.

Jahreskongress gynécologie Suisse, 28.–30. Juni 2012,

Interlaken. Abstracts-Sonderdruck zum Jahreskongress der

gynécologie Suisse: 26 (PII/20).

– Sattmann, C., Myrick, M. E., Schmid, S. M., Obermann, E. C.,

Güth, U.: Was ist blau, heiss und tastet sich wie ein

Lymphknoten?: «Surgical overreporting» im Rahmen der

Sentinel-Lymphknotenbiopsie beim Mammakarzinom.

Jahreskongress gynécologie Suisse, 28.–30. Juni 2012,

Interlaken. Abstracts-Sonderdruck zum Jahreskongress der

gynécologie Suisse: 28 (PII/24). 32. Jahrestagung der

Deutschen Gesellschaft für Senologie, 5.–7. Juli 2012,

Stuttgart. Senologie 2012; 9 (Suppl): A37.

– Siebert, M., Vetter, M., Güth, U.: Staging auf Fernmetastasen

bei operablem Mammakarzinom: Was ist sinnvoll?

Jahreskongress gynécologie Suisse, 28.–30. Juni 2012,

Interlaken. Abstracts-Sonderdruck zum Jahreskongress der

gynécologie Suisse: 11 (FM IV/40).

– Güth, U., Schmid, S. M., Weber, W. P.: ACOSOG Z0011: Sind

die Daten der amerikanischen Studie auf die operative Praxis

in der Schweiz anwendbar? Jahreskongress gynécologie

Suisse, 28.–30. Juni 2012, Interlaken. Abstracts-Sonderdruck

zum Jahreskongress der gynécologie Suisse: 13 (FM

IV/43).

Jahresbericht 2012 | 27


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Geburtshilfe

Das Angebot der Klinik für Geburtshilfe konnte wie folgt erweitert/optimiert werden:

– Kommunikationskurse mit Angelika Herzig Eder (Dozentin für Kommunikation und Deutsch, ZHAW,

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, School of Management and Law)

– Kurse für geburtshilfliche Notfallsituationen

– Simulationskurse

Dr. med. Elke Prentl

Chefärztin

– Yoga für Schwangere

Die Geburtenzahl nahm im Vergleich zum Jahr 2011 leicht ab (– 2 %). Die Zahl der stationären Austritte

der Geburtshilfe nahm bezüglich Patientinnen um 46 zu (+ 2 %) und bezüglich Neugeborenen um 44 ab

(– 3 %). Die ambulanten Eintritte der Gebärabteilung stiegen um 164 (+ 11 %) auf 1 603. Die Kontrollen

nahmen um 754 auf 3 158 zu. Die Stillberatung registrierte 79 ambulante Eintritte weniger als im Vorjahr.

Das ambulante Wochenbett verzeichnete im Jahr 2012 316 Fälle.

Klinik für Gynäkologie

Das DGG zeigte in der Gynäkologie eine stabile Hospitalisationsrate mit einem leichten Rückgang, der

ohne DRG-Ursache durch eine Verschiebung von stationären zu ambulanten Operationen erklärt wird.

Dr. med.

Thomas H. Hess

Direktor, Chefarzt

Komplikationen und Morbiditätsraten blieben vergleichbar bis besser als im Schweizer Durchschnitt

(gemäss Qualitätsindikatoren der ASF-Auswertung im Benachmarking).

Erfreulicherweise wurde die Rate der abdominalen Hysterektomien auf einen erneut tiefsten Wert von

18 % gesenkt, was aufgrund der vermehrt durchgeführten laparoskopischen Hysterektomien erklärt

werden kann und den Patientinnen zugutekommt. Onkologische Fälle verzeichneten ausser beim Vulvakarzinom

höhere Fallzahlen.

Im ambulanten Bereich konnte unter anderem dank der neuen Führungskräfte PD Dr. med. Verena

Geissbühler und Prof. Dr. med. Uwe Güth ein Anstieg um 1 369 Eintritte (+ 24 %/inkl. externe Aufträge)

verzeichnet werden. Inklusive Privatpraxen ergaben sich 7 082 Eintritte. Die Anzahl der im Ambulatorium/

Notfall DGG durchgeführten Konsultationen nahm dank den Optimierungen unter der Leitung von

PD Dr. Verena Geissbühler ebenfalls stark zu.

28 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Ambulatorium/Notfall DGG

Per 1. Oktober 2012 wurde im Erdgeschoss des Hochhauses der Notfall DGG (bis anhin im 10. Stock

angesiedelt) mit dem Ambulatorium DGG zusammengeführt.

Die räumliche Auslastung wurde optimiert, die Abläufe neu organisiert sowie schrittweise die elektronische

Patientinnenakte eingeführt.

PD Dr. med.

Verena Geissbühler

Chefärztin

Die Räumlichkeiten wurden aufgefrischt und das Mobiliar teilweise erneuert, so dass das Ambulatorium/

Notfall DGG eine attraktive Eingangspforte des Departements Geburtshilfe und Gynäkologie darstellt.

Die Spezialsprechstunden wie z. B. die Urogynäkologie und Dysplasie wurden neu integriert und patientinnenorientierter

ausgebaut. Alle Oberärzte spezialisieren sich neu in zwei bis drei Bereichen. Die Oberärztin

Dr. med. Claudia Schaeffer-Gilles ist mit den Sprechstunden für Kinder- und Jugendgynäkologie sowie

Dysplasie ausschliesslich für Ambulatorium/Notfall DGG angestellt.

Der Trend zu mehr ambulanten Fällen geht weiter: Zunahme um 24 % gegenüber Vorjahr (inkl. Notfall und

Privatpraxen).

Jahresbericht 2012 | 29


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

2012 2011

Geburtshilfe

Stationär 1911 1874

– zur Geburt 1632 1660

– nur in der Schwangerschaft 199 187

– nur im Wochenbett 80 27

Ambulante Geburten 22 28

Geburtshilfliche Diagnostik

Amniozentese 17 8

Chorionzottenbiopsie 33 15

Plazentabiopsie 0 0

Ultraschalldiagnostik 8202 5694

– Standard-Biometrie (Computerberichte) 7010 4995

– Doppler-Untersuchungen (Computerberichte) 1192 699

Blutgasanalyse sub partu (MBU) 11 25

CTG antepartal (ASF) 970 1186

CTG subpartal (ASF) 1285 1280

Behandlung in der Schwangerschaft (ASF-Statistik)

Tokolyse 117 89

Lungenreifung 105 95

Behandlung der hypertensiven Erkrankung in der SS 19 18

Geburt

Geburten 1632 1660

– Spontangeburt 976 1021

– Vakuum 163 150

– Forceps 1 1

– Bracht/Manualhilfe bei BEL 4 0

– Sectio 488 488

– Wassergeburt (Anteil der Spontangeburten) 95 134

– Zwillinge 36 39

– Drillinge 0 0

Geburtsverletzungen

Damm intakt nach Vaginalgeburt (ASF) 285 341

Episiotomie 168 150

Dammriss I und II 465 475

Dammriss III und IV 25 24

Cervixriss 8 10

Geburtsverlauf (ASF-Statistik)

Geburtseinleitung 240 221

Künstliche Blaseneröffnung 516 455

Wehenmittel 361 370

Schulterdystokie 5 7

Nabelschnurvorfall 0 2

Manuelle Plazentalösung 35 29

Atonische Blutung 56 52

30 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

2012 2011

Geburtshilfliche Anästhesie

Keine 239 310

Lokalanästhesie 513 499

Periduralanästhesie (Geburt) 363 348

Periduralanästhesie (Sectio) 93 90

Spinalanästhesie (Sectio) 387 407

Intubationsnarkose (Sectio) 32 21

Neugeborene

Knaben 824 875

Mädchen 839 821

Entbindung KSW 1626 1696

Geburtsgewicht < 500 g 14 9

500–999 g 2 6

1000–1499 g 1 16

1500–1999 g 24 32

2000–2499 g 81 79

2500–2999 g 275 245

3000–3999 g 1075 1174

4000–4499 g 141 126

> 4500 g 13 9

Verlegung auf die Kinderklinik/das DKJ mit Rückverlegung 35 44

Verlegung auf die Kinderklinik/das DKJ ohne Rückverlegung 170 145

Nabelarterien-pH

< 7,00 8 8

7,00–7,09 41 41

7,10–7,14 79 70

7,15–7,19 183 192

7,20–7,29 739 719

> 7,29 438 420

Perinatale Mortalität nach WHO: Geburtsgewicht > 500 g

und/oder positive Lebenszeichen:

Intrauteriner Fruchttod (vor Spitaleintritt) 12 10

Intrauteriner Fruchttod (nach Spitaleintritt) 0 3

Exitus sub partu 0 1

Exitus post partum (bis inkl. 7. Tag) 4 1

Totale perinatale Mortalität (WHO) 19 15

Wochenbett (ASF-Statistik)

Voll gestillt 1535 1543

Sterilisation post partum 29 28

Curettage 13 29

Sekundärnaht 0 0

Endometritis 1 4

Sepsis 0 0

Mastitis 4 5

Primäres Abstillen 37 35

Hysterektomie 0 1

Mütterlicher Todesfall 0 0

Ausschliesslich gestillt (gemäss Unicef-Statistik) 73 % 60 %

Ambulante Kontrollen in der Gebärabteilung 3 158 2 404

Jahresbericht 2012 | 31


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

2012 2011

Informationskurse

Information über Geburt und Wochenbett mit Führung durch

Gebärabteilung und Klinik (Anzahl Personen) 1061 1196

Geburtsvorbereitungskurse (Anzahl Schwangere) 239 224

Stillberatung

Ambulante Beratungen 722 921

Stationäre Beratungen 662 281

Telefonische Beratungen 379 492

32 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

2012 2011

Gynäkologie

Stationär 1151 1164

Tagespatientinnen (> 3 Std., < 24 Std. mit Bettenbenützung) 324 294

Total 1475 1458

Gynäkologische Erkrankungen (ASF-Statistik)

Blutungsstörungen 225 250

Cervix uteri 125 136

– benigne 20 21

– prämaligne 98 108

– maligne 7 7

Corpus uteri 776 778

– benigne 748 751

– prämaligne 4 5

– maligne 24 22

Adnexe 236 300

– benigne 215 285

– prämaligne (Borderline) 6 4

– maligne 15 11

Vulva/Vagina 86 93

– benigne 64 74

– prämaligne 21 17

– maligne 1 2

Lageveränderungen/Inkontinenz 287 185

– Descensus genitalis 180 112

– Totalprolaps 12 6

– Inkontinenz 95 67

Mamma 222 207

– entzündliche 19 12

– benigne 40 43

– prämaligne 22 28

– maligne 141 124

Übrige 296 264

– Endometriose 64 60

– Dyspareunie 15 10

– Dysmenorrhoe 23 24

– unklare Unterbauchschmerzen 24 25

– Adhäsionen 10 9

– Wunsch nach Sterilisation 27 8

– Sterilität 59 52

– EUG 34 33

– andere 40 43

Gynäkologische Diagnosen (Mehrfachnennung möglich) 2253 2213

Operationen (Mehrfachnennung möglich) 2995 2806

Jahresbericht 2012 | 33


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

2012 2011

Gynäkologische Operationen (ASF-Statistik)

Abdominal 247 260

– totale Hysterektomie 38 44

– erweiterte Hysterektomie 2 9

– Lymphonodektomie 17 14

– Adnexoperation 128 125

– Myomoperation 4 7

– Adhäsiolyse 11 14

– Anderes 47 47

Laparoskopisch 839 660

– diagnostisch 218 178

– zur Sterilisation 16 17

– therapeutisch 539 435

– Hysterektomie 66 30

Vaginal 1424 1434

– totale Hysterektomie 100 100

– vordere und/oder hintere Plastik 114 80

– Enterozelenplastik 4 6

– sacrospinale Fixation (Richter) 39 11

– Vulvektomie 2 2

– diagnostische Curettage 253 306

– Hysteroskopie (diagn. 208, therap. 57) 222 265

– Abortcurettage (IR 78, Abort 200) 277 278

– Konisation 78 90

– Probebiopsie (Portio 9, Vagina 11, Vulva 30) 82 50

– CO2-Laserevaporisation 25 21

– Marsupialisation 19 17

– Cerclage 3 0

– Endometriumablation 18 32

– Inkontinenzoperationen (inkl. TVT) 94 48

– Anderes 94 128

Mamma 439 452

– FNP-Zytologie 11 13

– Tru-cut-Biopsie 71 78

– chirurgische Exzision 35 48

– Inzision 12 2

– Axilladissektion 35 50

– totale Mastektomie 50 33

– Tumorektomie 98 90

– andere 14 19

– Sentinel-Node-Biopsie 73 75

– plastische Eingriffe 1 6

– Mammatome 39 38

Übrige Eingriffe 150 132

– Mifegyne/Cytotec (gemeldet) 117 103

– Myomembolisationen 33 29

34 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

2012 2011

Ambulatorium DGG (inkl. Notfall)

Ambulante Notfälle ohne sekundäre Hospitalisation 3352 3559

Ambulante Notfälle mit sekundärer Hospitalisation 339 323

Gynäk. Kontrollen/Familienplanung ohne Schwangerschaftskontrollen 2252 1273

Senologie 1272 1052

Schwangerschaftskontrollen 761 500

Jahreskontrollen 597 431

Ultraschall 439 303

Nichtärztliche Kontrollen 313 203

Onkologie 149 142

Urodynamik 218 146

Chromozystoskopie 79 115

Präoperative Untersuchungen 115 99

Kontrollen post partum 87 84

Dysplasie

Reproduktionsmedizin

84

227

64

164

Inseminationen 14 9

Hysterosalpingographie (HSG) 13 15

Total 10311 8484

Jahresbericht 2012 | 35


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Kinder- und Jugendmedizin

PD Dr. med.

Traudel Saurenmann-

Hirschberg

Direktorin, Chefärztin

Das medizinische Angebot des Departements Kinder- und Jugendmedizin (DKJ) mit seinen vier Fachbereichen

Kinder und Jugendmedizin, Neonatologie, Sozialpädiatrisches Zentrum und Spezialsprechstunden

sowie der Fachstelle für Kinderschutz und Opferhilfe OKey ist eine der vier tragenden Säulen im medizinischen

Angebot des KSW und ist als spezialisierte Versorgung im Kontext der Gesamtversorgung in der

Spitalregion zu verstehen.

Im Fokus der Ereignisse, die den Betrieb des DKJ im Jahr 2012 prägten, stand zum einen die Einführung

von SwissDRG im stationären Bereich und zum anderen der Wechsel der Departementsdirektion von

Dr. med. Urs Hunziker zu PD Dr. med. Traudel Saurenmann sowie der Wechsel des Chefarztes Neonatologie

von Dr. med. Urs Zimmermann zu Dr. med. Lukas Hegi per 1. Oktober 2012. In diesem Zusammenhang

wurde auch Dr. med. Kurt Albermann, Chefarzt Sozialpädiatrisches Zentrum SPZ, zum neuen

stellvertretenden Direktor des Departementes ernannt.

Das DKJ war auf die Einführung von SwissDRG gut vorbereitet. Die im Vorfeld geschaffene Fachstelle

DRG ist in den Klinikbetrieb integriert und sichert die Schnittstelle zu den zentralen Diensten. Die für die

Akutpädiatrie und die Neonatologie relevanten Komplexbehandlungen wurden benutzerfreundlich

aufgearbeitet, und die fallbegleitende Codierung wurde eingeführt.

Die Auslastung der stationären Abteilungen bewegt sich mit knapp 2530 Patienten auf einem bisher nicht

erreichten Niveau. Die mittlere Verweildauer blieb insgesamt stabil. Aufgrund der Systemumstellung ist

der Vergleich des CMI mit jenem der Vorjahre nur bedingt möglich. Die Komplexität der Krankheitsbilder

ist jedoch mindestens gleich hoch.

Im Bereich der ambulanten Notfallversorgung setzte sich der Trend der letzten Jahre fort, so dass im Jahr

2012 mit gut 7850 Patienten so viele Notfallbehandlungen durchgeführt wurden wie noch nie. Die Zahl

der Konsultationen sprengt den Rahmen des in den bestehenden Räumen Bewältigbaren immer öfter.

Es wurde deshalb eine Projektgruppe gebildet, die ein Konzept für eine Notfallstation für Kinder und

Jugendliche im Bereich der Interdisziplinären Notfallstation (INO) des KSW ausarbeitet.

In den Spezialsprechstunden wurden die zweite Etappe des Aufbaus der Kinderendokrinologie/-Diabetologie

sowie der Ausbau der Kinderinfektiologie realisiert. Dank dem Eintritt von PD Dr. med. Traudel

Saurenmann als Fachärztin für Kinderrheumatologie kann das DKJ dieses Fachgebiet mit eigener Expertise

abdecken und weiter ausbauen. Im Mai 2012 wurde die Leitender-Arzt-Stelle Kinderchirurgie mit

Dr. med. Karin Geiger wieder langfristig besetzt, und die kinderchirurgische Sprechstunde etabliert sich

zunehmend.

Aufgrund des nach wie vor steigenden Bedarfs an sozialpädiatrischen Abklärungen und Therapien wurde

für die Leitung der Entwicklungspädiatrie eine neue Leitender-Arzt-Stelle geschaffen, welche im April

2012 mit Dr. med. Michael von Rhein kompetent besetzt werden konnte.

Insgesamt steigerte der Bereich ambulante Sprechstunden des DKJ die Konsultationen um 26 % auf knapp

14 850.

Im Rahmen der Grobplanung des Ersatzneubaus konnte die Departementsleitung wichtige pädiatriespezifische

Aspekte und Bedürfnisse einbringen und vertreten.

Wichtige Themen in der Pflege waren die Einführung der elektronischen Verordnungen im Phoenix und

das künftige Arbeiten mit «Kinaesthetics Infant Handling».

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten (Austritte) 2527 2437

CMI* 0,767 0,720

Pflegetage 13179 12658

Aufenthaltsdauer 5,2 5,2

Ambulante Patienten 15409 14667

Total Patienten 17936 17 104

* Beim CMI des Departements Kinder- und Jugendmedizin sind die Patienten der Kinderpsychiatrie nicht berücksichtigt,

da die Abrechnung über Tagespauschalen erfolgt. Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar,

da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien (Fallzusammenführungen und Fall splitting) nicht berücksichtigt

sind.

36 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Kinder- und Jugendmedizin

Publikationen

– Albermann, K., Gäumann, C., Alessi, M., Müller, B.,

Gutmann, R., Gundelfinger, R.: Winterthurer Präventionsund

Versorgungsprojekt für Kinder psychisch und suchtkranker

Eltern (WIKIP) – Ein interdisziplinärer Approach der

medizinischen und psychosozialen Versorgungssysteme für

Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Teil I). Das Thema

zum Thema machen. Schweizerische Ärztezeitung (2012)

93; 42: 1521–5125.

– Ludewig, R., Wullschleger, R. (2012): Wachstum nach

Trauma? «Eine schwarze Perle in der bunten Perlenkette».

Integration von traumatischen Erfahrungen in die eigene

Lebensgeschichte. In: H. Molter et al.: Vom Gegenwind zum

Aufwind. Der Aufbruch des systemischen Gedankens

(S. 239–255). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

– von Rhein, M., Dimitropoulos, A., Valsangiacomo-Buechel,

E., Landolt, M., Latal, B.: Risk factors for neurodevelopmental

impairments in school-age children after cardiac

surgery with full-flow cardiopulmonary bypass. J Thorac

Cardiovasc Surg (2012) Sep; 144(3): 577–583.

– Knirsch, W., Liamlahi, R., Hug, M. I., Hoop, R., von Rhein,

M., Prêtre, R., Kretschmar, O., Latal, B.: Mortality and

neurodevelopmental outcome at 1 year of age comparing

hybrid and Norwood procedures. Eur J Cardiothorac Surg

(2012) Jul; 42(1): 33–39.

– Schmid, R. (2012): Neues aus der Kinderneurologie.

Kinderärzte.schweiz 04/12, S. 20–21.

Jahresbericht 2012 | 37


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

PD Dr. med.

Traudel Saurenmann-

Hirschberg

Chefärztin

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin besteht aus der stationären Abteilung für Kinder-/Jugendmedizin

und Psychosomatik (AKJP) und der Abteilung Notfall/Tagesklinik.

Das Kerngeschäft der AKJP ist die allgemeine Pädiatrie mit ihren Spezialbereichen Chirurgie, Kinderund

Jugendmedizin und Psychosomatik/Psychiatrie. Auf der dritten Etage des Hochhauses sind die

Schulkinder und Jugendlichen und auf der vierten die Säuglinge und Kleinkinder mit Intermediate Care

(IMC) untergebracht.

In der Notfallstation PAN werden Kinder bis zum 2. Lebensjahr pädiatrisch und chirurgisch sowie Kinder

und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr pädiatrisch betreut. Bei chirurgischen Notfällen werden Patienten

dieser Altersgruppe in der INO aufgenommen und postoperativ auf die AKJP des DKJ verlegt. 80 % der

pädiatrischen Notfälle werden ambulant und 20 % stationär behandelt.

Nach dem bereits 2011 getroffenen Entscheid, in der Interdisziplinären Notfallstation (INO) einen

separaten Bereich für Kinder und Jugendliche zu schaffen, setzte 2012 eine intensive Phase der strategischen

Planung dieses Geschäfts ein. Nach der Umsetzung wird die Versorgung aller Kinder im Alter

zwischen 0 und 16 in der Verantwortung des DKJ liegen, und die Kindernotfallstation wird einen

räumlichen Zugewinn verbuchen können.

Die Tagesklinik des DKJ mit sieben Betten nimmt Kinder und Jugendliche nach einer ambulanten

kinderchirurgischen Operation oder für pädiatrische, diagnostische oder therapeutische Eingriffe und

Therapien auf.

Klinik für Neonatologie

Dr. med.

Lukas Hegi

Chefarzt

Die Klinik für Neonatologie betreut die Früh- und Neugeborenen aus der Region Zürich Nord. Mit der

Geburtshilfe des Departements Geburtshilfe und Gynäkologie des KSW besteht eine enge perinatologische

Zusammenarbeit. Die Klinik betreibt vier Betten für neonatale Intensivmedizin, zwei Intermediate-

Care-Betten und sechs bis acht Betten für neonatale Basispflege. Das Schlaflabor für Säuglinge und

Kinder ist der Klinik für Neonatologie angegliedert.

Zwischen der Klinik für Neonatologie und den Kooperationsspitälern Bülach, GZO Wetzikon und der

Klinik Lindberg gibt es eine enge Zusammenarbeit. Die Neo-Equipe und der Neo-Notarztdienst versorgen

im Bedarfsfall die kranken Neugeborenen vor Ort, bevor sie in die Neonatologie des KSW verlegt werden.

Im GZO Spital Wetzikon werden auch die Neugeborenen im Wochenbett betreut und das Hüftultraschall-

Screening durchgeführt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geburtshilfe des KSW sowie für

die Kooperationsspitäler werden regelmässig Weiterbildungen und Schulungen in der Neugeborenen-Erstversorgung

durchgeführt.

Die Einführung des DRG-Abrechnungssystems per 1. Januar 2012 brachte bis anhin keine Änderungen

der Abläufe, dies muss aber weiter beobachtet werden. Im Rahmen des Wechsels der Chefarztfunktion von

Dr. med. Urs Zimmermann zu Dr. med. Lukas Hegi konnten im Herbst die Verantwortlichkeiten übergeben

werden.

Die in unmittelbarer Nähe der Abteilung liegende Zweizimmerwohnung der Stiftung Aladdin, welche im

Vorjahr eröffnet werden konnte, wird von Eltern von Neugeborenen und Säuglingen rege genutzt und

geschätzt.

38 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Sozialpädiatrisches Zentrum

Dr. med.

Kurt Albermann

Chefarzt

Das Sozialpädiatrische Zentrum SPZ umfasst die Abteilungen Entwicklungspädiatrie, Psychosomatik/

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderneurologie, Logopädie/Pädaudiologie. Zudem gibt es den Funktionsbereich

«Klinische Psychologie inkl. Neuropsychologie» sowie die Fachstelle Autismus. Es werden

Kinder und Jugendliche mit partiellen oder komplexen Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie

mit neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen abgeklärt und behandelt.

Im stationären Bereich wurden an knapp 1800 Pflegetagen durchschnittlich fünf psychosomatisch oder

psychiatrisch erkrankte Kinder und Jugendliche bei einer Aufenthaltsdauer von etwa 65 Tagen behandelt.

Durch die Aufnahme dieses Behandlungsangebotes in die Spitalliste Psychiatrie des Kantons Zürich

konnte ein wesentlicher Meilenstein für die mittel- und langfristige Finanzierung und die Sicherstellung

der Patientenversorgung in der Region Winterthur gesetzt werden.

Für das gesamte SPZ wurde eine Strategieplanung für die Jahre 2013 bis 2016 erstellt. Dr. med. Michael

von Rhein wurde als Leitendem Arzt die Leitung der Abteilung Entwicklungspädiatrie übertragen,

Dr. phil. Revital Ludewig ergänzt als Rechtspsychologin die Abklärungsstelle für zivilrechtliche Gutachten.

Im Auftrag des Departements Schule und Sport der Stadt Winterthur wurde dem SPZ auf das

Schuljahr 2012/2013 hin die Organisation des schulärztlichen Dienstes übertragen.

Am 15. November 2012 fand das 9. SPZ-Symposium zum Thema «Der kompetente Säugling» mit

ca. 250 teilnehmenden Fachpersonen aus der Schweiz und dem Ausland statt.

Das Winterthurer Präventions- und Versorgungsprojekt für Kinder psychisch erkrankter Eltern (WIKIP)

konnte in enger Kooperation mit der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürich Unterland und dem

Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich sowie vielen Fachpersonen und

Institutionen aus der Stadt und der Region Winterthur zu einer besseren Versorgung betroffener Kinder,

Jugendlicher und Familien beitragen.

Spezialsprechstunden/Fachstelle OKey

PD Dr. med.

Traudel Saurenmann-

Hirschberg

Chefärztin

Spezialsprechstunden

Die Spezialsprechstunden des DKJ befassen sich mit den Fachgebieten Kinderkardiologie, Kindergastroenterologie,

Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendgynäkologie, Kinderendokrinologie, Kinderinfektiologie

sowie Kinderrheumatologie. Dazu kommen die genetische und die Sprechstunde für allgemeine Pädiatrie.

In der Spezialsprechstunde für allgemeine Pädiatrie werden Kinder mit uroradiologischen oder allgemeinpädiatrischen

Fragestellungen abgeklärt. Die Anzahl der Konsultationen aller Sprechstunden zusammen

nahm im Vergleich zum Vorjahr erneut zu.

Auf konzeptioneller Ebene wurde der Aufbau einer kinderpneumologischen Sprechstunde geplant.

Fachstelle für Kinderschutz und Opferhilfeberatung (OKey)

Die Fachstelle OKey ist eine gemeinsam mit dem Jugendsekretariat Winterthur geführte Fachstelle für

Kinderschutz und Opferhilfeberatung. Das Besondere an dieser Einrichtung ist die Möglichkeit der akuten

stationären Krisenintervention für Kinder, die intrafamiliale Gewalt erleben und geschützt werden müssen.

Spezifische fachliche Angebote umfassen die Opferhilfeberatung, die finanzielle Soforthilfe für Opfer,

die gynäkologische Untersuchung, die kinderpsychiatrische Beurteilung und die Durchführung von

Helferkonferenzen in schwierigen Situationen.

Im Jahr 2012 wurde intensiv daran gearbeitet, der Fachstelle eine neue Rechtsform zu geben. Per 1. Januar

2013 wird die Fachstelle von der «Stiftung OKey für Kinder in Not» übernommen.

Jahresbericht 2012 | 39


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Kinder- und Jugendmedizin

2012 2011

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin KKJ

Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin/Psychosomatik AKJP

Eintritte total 2242 2268

– davon psychosomatisch/psychiatrisch 24 42

– davon neonatologisch 153 219

Pflegetage total* 9292 10953

– davon psychosomatisch/psychiatrisch 1793 1896

– davon neonatologisch* 1266 2823

Psychosomatische/psychiatrische Konsilien 130 149

Notfall

Total Notfälle 9633 9269

– davon stationär 2008 1906

– davon ambulant 7625 7363

Tagesklinik

Total teilstationäre Patienten 732 730

Klinik für Neonatologie

Neonatologische Eintritte 476 416

(inkl. Rückverlegungen DGG** u. Eintritte AKJP)

Neonatologische Pflegetage* 5573 4362

(inkl. Rückverlegungen DGG** u. Pflegetage AKJP)

Atemunterstützung

CPAP-Behandlungen 165 132

CPAP-Tage 681 476

Beatmungen 10 11

Beatmungstage 27 30

Neo-Transportequipe

Notfalltransporte 90 75

Verlegungstransporte 21 17

Sozialpädiatrisches Zentrum SPZ

SPZ

Ambulante Konsultationen SPZ 8455 8752

– davon ambulante Konsultationen Entwicklungspädiatrie 1412 1982

– davon ambulante Konsultationen Kinder- und Jugendpsychiatrie 4865 4532

– davon ambulante Konsultationen Kinderneurologie 2020 2088

– davon ambulante Konsultationen aus Gutachten 158 150

Anzahl EEG 322 298

Logopädie/Pädaudiologie

Ambulante logopädische Erstabklärungen 296 270

Ambulante logopädische Therapien 959 949

Ambulante logopädische Verlaufskontrollen 132 159

Ambulante logopädische Verlängerungskontrollen 73 65

Ambulante pädaudiologische Abklärungen 333 245

* Zählung der somatischen und neonatologischen Pflegetage 2011 analog 2012 (exkl. Austrittstag)

** Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

40 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Kinder- und Jugendmedizin

2012 2011

Spezialsprechstunden

Spezialsprechstunde allgemeine Pädiatrie (ohne Belegärzte)

Ambulante Konsultationen 683 599

Kinderchirurgie

Ambulante Konsultationen 656 562

Teilstationäre Eingriffe 152 180

Stationäre Eingriffe 33 55

Kinderkardiologie

Ambulante Konsultationen 918 833

Stationäre Konsilien 184 168

Anzahl Elektrokardiogramme (EKG) 860 852

Anzahl Belastungs-EKG 27 30

Anzahl Holter-EKG 123 115

Anzahl Echokardiographien transthorakal 728 746

Anzahl Echokardiographien fötal 32 15

Anzahl 24-Stunden-Blutdruckmessungen 20 3

Kindergastroenterologie

Ambulante Konsultationen 1714 1361

Stationäre Konsilien 145 190

Endoskopien 142 126

Kindergynäkologie/Adoleszentenmedizin

Ambulante Konsultationen 572 517

Stationäre Konsultationen 26 19

Kinderinfektiologie

Ambulante Konsultationen 262 144

Stationäre Konsultationen 231 0

Kinderendokrinologie

Ambulante Konsultationen 395 56

Stationäre Konsultationen 117 11

Kinderrheumatologie

Ambulante Konsultationen 69 76

Beleg- und Konsiliararzttätigkeit

Kinderorthopädie

Teilstationäre Eingriffe 45 39

Stationäre Eingriffe 49 46

Kinderpneumologie

Bronchoskopien 34 29

Kinder-ORL

Teilstationäre Eingriffe 50 43

Stationäre Eingriffe 26 19

Fachstelle für Opferhilfe

Stationäre Patienten 50 56

Ambulante Patienten * 473 528

* Sämtliche Fälle aller Standorte der Fachstelle OKey

Jahresbericht 2012 | 41


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

Kommentar zu den Zahlen

Die Anzahl der stationär versorgten Patientinnen und Patienten ist im Vergleich zum Vorjahr mit + 39

Patienten praktisch unverändert geblieben. Bei den zusatzversicherten Patienten konnte im Vergleich zum

Vorjahr eine Steigerung von 1 567 auf 1 650 Patienten (+ 5,3 %) erreicht werden. Bei den allgemeinversicherten

Patienten zeigte sich eine leichte Veränderung von –44 (–0,9 %) Austritten. Die Zahlen zur

akutgeriatrischen Assessmentstation werden im Statistikteil separat aufgeführt.

Prof. Dr. med.

Peter E. Ballmer

Direktor, Chefarzt

Die Anzahl Pflegetage reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 4,0 %, was 2 144 Tagen entspricht.

Bei praktisch unveränderten Patientenzahlen entspricht dieser Rückgang einer Verkürzung der

durchschnittlichen Aufenthaltsdauer um 0,4 Tage.

Im ambulanten Bereich wurde eine massive Zunahme an Aufträgen verzeichnet. Die steigende Nachfrage

konnte durch eine konsequente Anpassung der Behandlungsprozesse bewältigt werden.

Dank hochmotiviertem, flexiblem und sehr gut ausgebildetem Personal in allen Fachbereichen konnte das

Departement Medizin das Jahr 2012 sehr erfolgreich abschliessen. Nur durch die tatkräftige Unterstützung

aller Mitarbeitenden wurden diese Leistungen überhaupt möglich.

Änderungen im Leistungsangebot

Psychoonkologie im Bereich Medizinische Onkologie

Für die ambulante ganzheitliche Betreuung von onkologischen Patienten konnte für die nächsten zwei

Jahre eine projektbezogene Zusammenarbeit mit der Integrierten Psychiatrie Winterthur vereinbart

werden.

Infusionstherapien auf der Wochenstation

Seit Mitte 2012 werden die Infusionstherapien für alle Fachbereiche zentral auf der Wochenstation

durchgeführt. Dadurch konnte die Therapiequalität weiter erhöht werden, da qualifiziertes und speziell

ausgebildetes Personal an einem Ort für die Patienten zur Verfügung steht.

Projekt Praxisassistenz

Die WintiMed AG und das Departement Medizin fördern in diesem Projekt die Ausbildung der Assistenzärzte

mittels eines befristeten Einsatzes in einer Hausarztpraxis. Ziel ist es, den Praxisassistenten einen

fundierten Einblick in den Praxisalltag und die Praxisökonomie zu geben und gleichzeitig das Interesse

der Assistenzärzte an der Hausarztmedizin zu fördern.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten 6541 6502

CMI* 1,043 1,034

Pflegetage 51264 53408

Aufenthaltsdauer 7,8 8,2

Ambulante Patienten 20755 17908

Total Patienten 27296 24410

* Beim CMI des Departements Medizin sind die Patienten des Bereichs Palliative Care nicht berücksichtigt, da die

Abrechnung über Tagespauschalen erfolgt. Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI

2011 wichtige DRG-relevante Kriterien (Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

42 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

Publikationen

– Lerch, M.: Drug-induced angioedema. In: French, L. E. (ed):

Adverse Cutaneous Drug Eruptions. Chem Immunol Allergy.

Basel: Karger, 2012, vol 97, pp 98–105.

– Bruessow, C., Karrer, U., Gubler, J., Pless, M.: Homonymous

Hemianopsia in a Patient With Hodgkin’s Lymphoma in

Remission After BEACOPP Chemotherapy. J Clin Oncol

2012; 20; 30: e130-2.

– Pfenninger, L., Horst, A., Stuckmann, G., Flury, R., Stürmer,

J.: Comparison of histopathological findings with duplex

sonography of the temporal arteries in suspected giant cell

arteritis. Klin Monbl Augenheilkd 2012 Apr; 229(4) (http://

dx.doi.org/10.1055/s-0031-1299232).

– Czell, D., Abicht, A., Hench, J., Weber, M.: Exercise-induced

myalgia and rhabdomyolysis in a patient with the rare

m.3243A>T mtDNA mutation. BMJ Case Rep 2012 Dec 6

(http://dx.doi.org/10.1136/bcr-2012-006980).

– Czell, D., Weber, M.: Die «Head-Up-Kopfhalteorthese» – eine

gute Lösung für gehfähige Patienten mit «Dropped-Head-

Syndrom». Praxis 2012; 101(23): 1499–1502 (http://dx.

doi.org/10.1024/1661-8157/a001111).

– Czell, D., Bauer, M., Binek, J., Schoch, O. D., Weber, M.:

Outcome of Percutaneous Endoscopic Gastrostomy Tube

Insertion in Respiratory Impaired Amyotrophic Lateral

Sclerosis Patients Under Non-Invasive Ventilation. Respir

Care 2012 Oct 26 (Epub ahead of print), PMID: 23107129

(PubMed - as supplied by publisher).

– Czell, D., Baldinger, R., Jochum, W., Weber, M.: Sensible

Neuronopathie bei Sjögren-Syndrom. Eine diagnostische

Herausforderung. Nervenarzt 2012; 83: 226–235 (http://

dx.doi.org/10.1007/s00115-011-3375-7).

– Bauer, M., Czell, D., Hartmann, S., Goldman, B., Müller, D.,

Weber, M.: Limitations of sniff nasal pressure as an outcome

measurement in amyotrophic lateral sclerosis patients in a

clinical trial. Respiration 2012; 84(4): 306–311 (http://dx.

doi.org/10.1159/000339415).

– Czell, D., Efe, T., Preuss, M., Schofer, M. D., Becker, R.:

Influence of intraventricular application of baclofen on

arterial blood pressure and neurotransmitter concentrations

in the hypothalamic paraventricular nucleus of rats.

Neurochem Res 2012 Feb; 37(2): 381–386 (http://dx.doi.

org/10.1007/s11064-011-0621-0).

– Van Rheenen, W., Czell, D., van den Berg, L. H., et al.: H63D

polymorphism in HFE is not associated with amyotrophic

lateral sclerosis. Neurobiol Aging 2012 Oct 11 (http://dx.

doi.org/10.1016/j.neurobiolaging.2012.07.020).

– Knechtle, B., Mrazek, C., Wirth, A., Knechtle, P., Rust, C. A.,

Senn, O., Rosemann, T., Imoberdorf, R., Ballmer, P.:

Branched-chain amino acid supplementation during a

100-km ultra-marathon - a randomized controlled trial. J

Nutr Science Vitaminol 2012; 58: 34–44.

– Knechtle, B., Knechtle, P., Rüst, C. A., Gnädinger, M., Imoberdorf,

R., Kohler, G., Rosemann, T., Ballmer, P.: Regulation of

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Jahresbericht 2012 | 43


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Innere Medizin

Prof. Dr. med.

Peter E. Ballmer

Chefarzt

Dr. med.

Reinhard Imoberdorf

Chefarzt

Die Klinik für Innere Medizin (KIM), der stationäre Teil des Departements Medizin, betreibt 158 Akutbetten.

Ergänzt wird sie durch die Interdisziplinäre Notfallorganisation, das Zentrum für Intensivmedizin,

eine Wochenstation, das Zentrum für Palliative Care und durch die akutgeriatrische Assessmentstation.

Trotz der rasanten Fortschritte der einzelnen Disziplinen ist eine der herausragenden Eigenschaften der

KIM die ganzheitliche Betrachtung der Patienten. Entsprechend werden sie auf nicht spezialisierten,

allgemeininternistischen Abteilungen betreut. Fachkundige allgemeininternistische Ober- und Assistenzärzte

kümmern sich primär um die häufig älteren und schwerkranken Patienten. Die Integration der

Spezialdisziplinen in die KIM ist seit Jahren etabliert, und auf den institutionalisierten Fachvisiten können

die jungen Ärzte direkt vom Fachwissen der Chefärzte und ihrer Kader profitieren. Diesen integrativen

Ansatz erachtet die KIM als eine wichtige Voraussetzung für die optimale Betreuung der zunehmend

älteren und polymorbiden Patienten.

Das Team der Klinik freut sich über die Wahl einer Leitenden Ärztin für Dermatologie und Allergologie.

Während die Dermatologie schnell in den gesamten Klinikbetrieb integriert war, wird die allergologische

Sprechstunde im Jahr 2013 schrittweise erweitert. Mit der Dermatologie/Allergologie konnte eine wichtige

Lücke im Angebot geschlossen werden. Neu ergab sich eine Zusammenarbeit mit der Stadt Winterthur.

Das Departement Medizin stellt dem Bereich Alter und Pflege vier Fachärztinnen und -ärzte für Geriatrie

für die Alterszentren Adlergarten und Oberi zur Verfügung. Die ärztliche Versorgung des Alterszentrums

im Geeren wird ebenfalls von Ärzten des Departements Medizin sichergestellt. Diese Zusammenarbeit

konnte in kürzester Zeit realisiert werden und unterstreicht die Attraktivität und das grosse Potenzial einer

Organisation mit ganzheitlichem und integrativem Ansatz, wie ihn das Departement Medizin seit Jahren

pflegt.

Akutgeriatrische Assessmentstation

Christian Kandler

Ärztlicher Leiter

Das Kantonsspital Winterthur betreibt im Auftrag des Kantons Zürich seit dem 1. Januar 2011 eine

akutgeriatrische Assessment- und Behandlungsstation mit zwölf Betten. Ihr Ziel ist es, dass betagte

Menschen aus der Spitalregion, die wegen einer somatischen und/oder psychischen Störung – oft begleitet

von einer schwierigen Situation des sozialen Umfelds – nicht mehr in der gewohnten Umgebung leben

können, von einem interdisziplinären Team kompetent, differenziert und umfassend abgeklärt, behandelt

und rehabilitiert werden. Die Geriatrie (= Altersmedizin) ist eine Subdisziplin der allgemeinen inneren

Medizin und beschäftigt sich mit mehrfachkranken und hochbetagten Patienten (80+), die an einer

Kombination aus körperlichen, psychischen, sozialen und funktionellen Problemen leiden, welche die

Selbständigkeit einschränken und gefährden. Durch gezieltes individuelles Beurteilen (geriatrisches

Assessment) im multiprofessionellen Team (Pflege, Ärzte, Ergo- u. Physiotherapie, Neuropsychologie,

Sozialberatung) werden die notwendigen Massnahmen abgeleitet und die Therapien angepasst. Voraussetzungen

für eine Aufnahme sind, dass das Ziel der Rückkehr in die gewohnte Umgebung realistisch ist,

genug Kooperationsfähigkeit der Patienten und ihrer Angehörigen sowie ein genügendes und realistisches

Rehabilitationspotenzial. Aufgrund des überarbeiteten Weiterbildungskonzeptes (für Geriatrie B) konnte

mit einer ambulanten Akutgeriatrie-Sprechstunde (7 Patienten) begonnen werden. Bei der Anzahl Patienten

konnte eine Zunahme um 6 % (von 112 auf 119) und parallel dazu ein Rückgang der Pflegetage um

14 % bei deutlich verkürzter Aufenthaltsdauer verzeichnet werden.

44 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Alterszentren Adlergarten und Oberi

Seit Juni 2012 wird die medizinische Versorgung der fast 300 Bewohnerinnen und Bewohner der städtischen

Alterszentren Adlergarten und Oberi von der Ärzteschaft der Klinik für Innere Medizin des Kantonsspitals

Winterthur sichergestellt.

Dr. med.

Michaela Petre

Leitende Ärztin

Mit Dr. med. Karen Schwab und Dr. med. Sonja Maag Hofmann konnten – trotz ausgetrocknetem

Stellenmarkt – zwei geriatrisch ausgebildete Oberärztinnen angestellt werden, welche ihre Tätigkeit im

August resp. im November 2012 aufnahmen. Für die medizinische Leitung konnte eine weitere Geriaterin,

Dr. med. Michaela Petre, gewonnen werden, welche als Leitende Ärztin seit September 2012 in den

Alterszentren tätig ist. Per Februar 2013 wird Dr. med. Urs Gehrig das Team komplettieren. Dr. Gehrig

stellt sich dieser neuen Herausforderung, nachdem er viele Jahre lang eine eigene Hausarztpraxis führte.

Dank der zusätzlichen Unterstützung durch die Hausärzte Dr. med. Niklaus Brändli, Dr. med. Peter

Liggenstorfer, Dr. med. Dieter Schulthess und Dr. med. Walter Stierlin war die medizinische Betreuung

der polymorbiden Patienten jederzeit gewährleistet.

Das Angebot der Alterszentren umfasst unter anderem Wohngruppen für Menschen mit Demenz, eine

Wohngruppe für temporäre Aufenthalte und Wohngruppen für Langzeitbetreuung. Nicht nur betagte

Menschen werden betreut, sondern zunehmend auch jüngere Menschen, die aufgrund einer Erkrankung

vorübergehend oder dauernd auf intensive Unterstützung und Pflege angewiesen sind und daher nicht

mehr zu Hause leben können.

Alterszentrum im Geeren

Seit April 2012 besteht zwischen dem Alterszentrum im Geeren und dem Kantonsspital Winterthur eine

Kooperation, indem die ärztliche Betreuung der Pflegeheimbewohner von einem Arzt des Kantonsspitals

Winterthur übernommen wird.

Dr. med.

Michael Rogenmoser

Oberarzt

Als Heimarzt betreut Dr. med. Michael Rogenmoser 81 Bewohner in ihrem Zuhause. Im Vordergrund steht

dabei, den individuellen Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden und die Lebensqualität bestmöglich

zu erhalten. Praktisch sieht das so aus, dass der Heimarzt eineinhalb Tage pro Woche im Alterszentrum

im Geeren ist, um mit dem Pflegefachpersonal medizinische Probleme zu besprechen und die

Bewohner gemeinsam zu visitieren. In der restlichen Zeit wird auch der ärztliche Hintergrunddienst

vollumfänglich vom KSW gewährleistet.

Insgesamt hat sich diese Zusammenarbeit 2012 sehr gut entwickelt und bewährt.

Jahresbericht 2012 | 45


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Rheumatologie

Dr. med.

Roland Rüdt

Chefarzt

Erkrankungen des Bewegungsapparates stehen auf der Bettenstation der Klinik für Rheumatologie und

der Poliklinik im Zentrum. Entzündliche rheumatische Erkrankungen laufen oft an ganz verschiedenen

Organen ab, entsprechend breit erfolgen die Abklärungen. Einen wichtigen Teil der Behandlung bildet die

Physiotherapie. In der Osteoporosesprechstunde werden Knochenstoffwechselerkrankungen abgeklärt.

Erstmals wurden über 500 (510) Patienten zur Abklärung und zur Therapie hospitalisiert. Davon wurden

103 intern verlegt, meist auf die Neurochirurgie. Gegenüber dem Vorjahr mit 370 Austritten wurden 378

Austritte verzeichnet. Dies entspricht einer Steigerung um 8 Fälle (+ 2,2 %). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer

konnte durch eine Verbesserung der internen Prozesse von 15,5 Tagen auf 12,8 Tage gesenkt

werden.

An der Poliklinik erfolgten 8 707 (8 269) Konsultationen, und für die hospitalisierten Patienten wurden

303 (348) Konsilien durchgeführt. 428 Patienten wurden tagesstationär an der Wochenklinik der Klinik für

Innere Medizin und der Medizinischen Onkologie mit Infusionen behandelt; 2010 waren dies 344 Patienten.

317 (480) Injektionen und Infiltrationen wurden im Institut für Radiologie von den Ärzten unter

Röntgenbildverstärkung durchgeführt. Mehr Injektionen wurden unter Ultraschallkontrolle appliziert.

Angiologie

Pro Jahr werden in der Abteilung Angiologie etwa 4 500 Patienten mit Gefässerkrankungen untersucht,

etwa 30 % davon entfallen auf stationäre Konsilien. Der Konsiliardienst wird für sämtliche Kliniken des

KSW angeboten.

Es werden alle gängigen nichtinvasiven Abklärungen angeboten. Pro Jahr werden ungefähr 4 000 duplexsonographische

Untersuchungen vorgenommen.

Dr. med.

Regula Jenelten

Chefärztin

Zu den Gefässkrankheiten gehören die Erkrankungen der Arterien (Arteriosklerose, Aneurysmata,

Vaskulitis, Raynaud-Phänomen), der Venen (Thrombose, Varizen) und der Lymphgefässe (Lymphödem).

Die Behandlung von Patienten mit Gefässerkrankungen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen

von der Gefässchirurgie und der Interventionellen Radiologie.

Das Team umfasste 2012 drei Ärzte mit dem Facharzttitel Angiologie. Dr. med. Patrik Hodel ist seit

Februar 2012 als Oberarzt tätig. Die Ärzte werden unterstützt durch ein konstantes Team von sechs

medizinischen Praxisassistentinnen.

46 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Allergologie und Dermatologie

Die Dermatologie umfasst die Abklärung und Behandlung sämtlicher Erkrankungen von Haut, Nägeln

und Haaren bzw. einsehbaren Schleimhäuten. In der Allergologie werden Hauttests sowie Blutuntersuchungen

zwecks Diagnostik und Behandlung bzw. Prophylaxe allergischer Krankheiten (Heuschnupfen,

Nahrungsmittelallergie, Kontaktallergie etc.) durchgeführt.

Am KSW besteht seit Januar 2012 ein dermatoallergologischer Konsiliardienst für die Abklärung und

Therapie hospitalisierter Patienten mit akuten Hauterkrankungen/Allergien.

Dr. med.

Marianne Lerch

Leitende Ärztin

Ab April 2012 erfolgte ein schrittweiser Aufbau der ambulanten dermatologischen Sprechstunde. Per

August 2012 wurde mit der Aufnahme einer allergologischen Sprechstunde zur Abklärung von Heuschnupfen,

allergischem Asthma und Nahrungsmittelallergien eine Erweiterung des Betriebs realisiert.

Weil Allergologie und Dermatologie vom selben Fachbereich angeboten werden, ist eine bessere Beurteilung

und Behandlung der häufig kombiniert vorkommenden dermatologischen und allergologischen

Probleme möglich.

Gewisse Hauterkrankungen zeigen Überlappungen mit Krankheiten anderer Organsysteme. Am KSW

ist in solchen Situationen die Möglichkeit zu einer umfassenden fächerübergreifenden Abklärung und

Behandlung gegeben.

Das Personal der Allergologie/Dermatologie besteht aus einer Leitenden Ärztin (100 %-Pensum) sowie

zwei Pflegefachfrauen mit einer 40 %-Anstellung. Für 2013 ist aufgrund der steigenden Nachfrage eine

Erweiterung durch einen Oberarzt und zusätzliches Pflegefachpersonal geplant.

Gastroenterologie

Die Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie wurde per 1. Januar 2012 von der Gesundheitsdirektion

des Kantons Zürich als spezialisiertes Zentrum anerkannt und definitiv in die Spitalliste des Kantons

aufgenommen. Damit ist das KSW in der Lage, sämtliche spezialisierten Leistungen auf diesem Gebiet zu

erbringen, und hat auch die Basis für eine hochspezialisierte Chirurgie und andere Fachbereiche gelegt.

Schliesslich sind damit auch die Voraussetzungen geschaffen, dass das KSW in die eidgenössische Liste

der Zentren mit einem spitzenmedizinischen Angebot aufgenommen wird. Dies unterstreicht die zunehmende

Bedeutung einer engen interdisziplinären und interdepartementalen Zusammenarbeit.

Dr. med. Res Jost

Chefarzt

Die Abteilung verzeichnete 2012 als erfolgreiches Jahr. So lag die Zahl der Untersuchungen und Eingriffe

um 10 % höher als 2011. Besonders ins Gewicht fiel eine Steigerung der ambulanten Leistungen. Nach

wie vor bilden die diagnostische und die interventionelle Endoskopie den Schwerpunkt. Zulegen konnte

auch die Endosonographie. Dies widerspiegelt die überregionale Bedeutung der Abteilung.

Dr. med. Ueli Peter wurde auf den 1. Januar 2012 zum Leitenden Arzt befördert. Dr. med. Björn Becker,

Oberarzt an der Medizinischen Klinik, übernahm im Dezember 2012 die Facharzt-Assistentenstelle von

Dr. med. Georg Gogos.

Jahresbericht 2012 | 47


KSW Kantonsspital Winterthur

Kardiologie

Für den Fachbereich Kardiologie war das Jahr 2012 äusserst erfolgreich. Ein hochmotiviertes und

erfahrenes Team aus Herzspezialisten und Pflegepersonal bietet eine individuelle Betreuung mit sicherer

Diagnosestellung und der bestmöglichen Behandlung der meisten Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Anzahl der ambulanten Untersuchungen, Echokardiographien, Langzeit-EKGs und Koronarangiographien

sowie koronaren Interventionen hat gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich zugenommen.

Prof. Dr. med.

André Linka

Chefarzt

Seit Januar 2012 wird die ambulante Herzrehabilitation von der Kardiologie KSW in Zusammenarbeit mit

der Physiotherapie KSW durchgeführt. Dank der personellen Verstärkung durch Dr. med. Klaus Weber als

Oberarzt Kardiologie und Leiter der ambulanten Herzrehabilitation konnten die Patientenzahlen deutlich

gesteigert werden. Neben Patienten nach einem Herzinfarkt werden auch Patienten mit Herzschwäche in

das Rehabilitationsprogramm aufgenommen.

Neu werden am KSW in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich auch interne Kardioverter/

Defibrillatoren (ICD) und kardiale Resynchronisationssysteme (CRT) implantiert. Zusätzlich wurden 2012

auch Verbindungen der Vorhofscheidewand (offenes Foramen ovale, Vorhofseptumdefekt) mit einem

Schirmchen verschlossen.

Medizinische Onkologie und Hämatologie

Prof. Dr. med.

Miklos Pless

Chefarzt

Das Tätigkeitsgebiet der Medizinischen Onkologie umfasst die medikamentöse Behandlung sämtlicher

Tumortypen mit Ausnahme von akuten Leukämien mit geplanter Stammzelltransplantation. Diese

Therapien finden in allen Tumorstadien Anwendung: als kurative Chemotherapie, als kombinierte Chemotherapie

zusammen mit einer Bestrahlung, als adjuvante Chemotherapie nach einer Operation und

schliesslich auch in der palliativen Situation. Auch die psychoonkologische Unterstützung und die

palliative Betreuung der Patienten ohne Chemotherapie gehören zu den Aufgaben. In Ergänzung der

klassischen Chemotherapie wurden 2012 auch vermehrt Antikörperbehandlungen und gezielte Anti-

Tumor-Moleküle (meist Tabletten) eingesetzt. Ein Höhepunkt 2012 war die Neuschaffung einer Stelle für

Psychoonkologie. Dies ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem ipw: Es gelang, in der Person von

Ursula Schmid eine sehr erfahrene und hochqualifizierte Psychoonkologin anzustellen.

Trotz weiterhin reduziertem Personalbestand konnte die Patientenzahl gesteigert werden, ebenso die

Anzahl durchgeführter Therapien und auch die Anzahl neuer Patienten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit

hat deutlich zugenommen, was neue Herausforderungen an die Betreuung der Patienten stellt.

Weiterhin arbeitet die Medizinische Onkologie eng mit dem GZO Spital Wetzikon zusammen und betreibt

die dortige Onkologie mit einer 60 %-Kaderstelle und einer 40 %-Assistenzarztstelle.

48 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Medizinische Poliklinik/Infektiologie

Die Medizinische Poliklinik führt auf Zuweisung durch Hausärzte ambulante Abklärungen bei komplexen

Fragestellungen und kleine diagnostische Eingriffe durch und koordiniert ambulante Infusionstherapien.

In der infektiologischen Sprechstunde werden Patienten mit Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis) betreut.

Der Personalärztliche Dienst führt Eintrittsuntersuchungen und medizinische Präventionsmassnahmen

beim Personal und bei Studierenden der Gesundheitsberufe durch.

Dr. med.

Jacques Gubler

Chefarzt

2012 war an der Medizinischen Poliklinik in praktisch allen Bereichen eine deutliche Zunahme der

Leistungen zu verzeichnen. Gross war auch die Nachfrage nach internistischen Konsilien in der Psychiatrischen

Universitätsklinik in Rheinau.

Ab Mitte Jahr wurden Nachkontrollen für stationär behandelte Patienten angeboten, um bei schweren

Erkrankungen den Übergang von der stationären zur hausärztlichen Betreuung effizienter zu gestalten.

Die Infusionstherapien werden neu auf der Wochenstation durchgeführt. Für die Tätigkeiten im Rahmen

der poststationären Medizin wurde eine 50 %-Stelle für eine zusätzliche Assistenzärztin geschaffen.

Nephrologie/Dialyse

Dr. med.

Thomas Kistler

Chefarzt

Am KSW steht sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich ein breites Leistungsangebot zur

Verfügung. Sofern es nicht um eine Nierentransplantation geht, können Patienten mit akuten oder chronischen

Nierenerkrankungen aller Schweregrade umfassend abgeklärt (inklusive Nierenbiopsie), behandelt

und beraten werden. Die Angebote beinhalten unter anderem die rechtzeitige Beratung und die Vorbereitung

auf ein Nierenersatzverfahren, die Betreuung von Peritonealdialysepatienten, Nachsorgeuntersuchungen

nach einer Nierentransplantation, Abklärungen von potenziellen Lebend-Nierenspendern sowie die

Abklärung, Beratung und Nachbetreuung von Nierensteinpatienten. Auf der Hämodialysestation werden

chronisch dialysebedürftige Patienten ambulant behandelt. Es werden auch Dialyseplätze für Gäste aus

anderen Dialysestationen bereitgehalten. Des Weiteren führt die Nephrologie am Zentrum für Intensivmedizin

(ZIM) Nierenersatztherapien durch. Als Besonderheit wird die Plasmaaustauschtherapie mittels

Membranseparation angeboten.

Die Anzahl Zentrumsdialyse-Behandlungen verzeichnete einen leichten Anstieg – die ebenfalls gestiegene

Anzahl Patienten widerspiegelnd, welche im chronischen Hämodialyseprogramm betreut werden. Auch

im Heimdialysebereich (Peritonealdialyse) zeigte sich ein Anstieg. Der Rückgang bei den Plasmapheresebehandlungen

im Vergleich zum Vorjahr kann mit der hohen Anzahl Behandlungen 2011 wegen einer

aussergewöhnlichen Häufung eines seltenen Krankheitsbildes (TTP/HUS) erklärt werden. 2012 ist die

Anzahl Sprechstunden erneut gestiegen, was sich in einer umfangreicheren Sprechstundentätigkeit

niederschlug.

Die beiden seit vielen Jahren am KSW tätigen Oberärztinnen Dr. med. Luzia Nigg und Dr. med. Jane

Rippin werden per 1. Januar 2013 zu Leitenden Ärztinnen befördert.

Jahresbericht 2012 | 49


KSW Kantonsspital Winterthur

Neurologie

Dr. med.

Andreas Horst

Chefarzt

Das Neurologenteam berät die Interdisziplinäre Notfallstation und die Kliniken im Management von

hospitalisierten oder ambulant behandelten Patienten mit Problemen des gesamten neurologischen

Spektrums. So werden z.B. Patienten mit zerebrovaskulären Ereignissen vom Stroke-Team notfallmässig

bezüglich intravenöser Thrombolyse evaluiert und mit extra- und intrakraniellem Ultraschall bezüglich

allfällig nötiger Gefässinterventionen abgeklärt.

Interdiziplinär ist die Neurologie durch regelmässige Kontakte mit Neuroradiologie, Neurochirurgie,

Handchirurgie, Psychiatrie, Physiotherapie sowie dem Schmerzzentrum und dem Beckenbodenzentrum

vernetzt.

Die ambulante Tätigkeit umfasst Sprechstunden für TIA/Hirnschlag, Schwindel, Epilepsie, Kopfschmerz,

multiple Sklerose, Neuropsychologie (Demenz), neuromuskuläre Probleme (Karpaltunnelsyndrom,

Myopathien), Bewegungsstörungen (Parkinson, Botox ® -Therapie).

Die Ausbildungsaktivitäten umfassen neben der Betreuung von KSW-internen auch die Betreuung von

Studierenden der Universität Zürich im Fach Neurologie.

Die Statistik zeigt bei in etwa gleich gebliebenen Patientenzahlen eine leichte Zunahme der neuropsychologischen

und der EEG-Untersuchungen.

Das Jahr 2012 war von den Planungsarbeiten für die Stroke-Unit, welche am 1. April 2013 eröffnet wird,

geprägt: Dafür ist Dr. med. David Czell nach einer Weiterbildung in der ALS Clinic St. Gallen als Oberarzt

ans KSW zurückgekehrt, um die designierte Stroke-Unit-Leiterin Dr. med. Biljana Rodic und die

Projektleiterin Susanna Oechslin bei den Projektarbeiten zu unterstützen.

Pneumologie

Dr. med.

Thomas Hess

Chefarzt

Das Team der Pneumologie mit mittlerweile fünf ärztlichen Mitarbeitern betreut ambulant und stationär

Patienten mit allen Arten von Atemwegserkrankungen. Für die Abklärung stehen neben den geläufigen

lungenfunktionellen Untersuchungen Atemmuskelprüfung, Bronchoprovokationstest und Spiroergometrie

zur Verfügung. Neben zahlreichen Patienten mit Schlafapnoe werden auch solche, die eine Heimventilation

benötigen, langzeitig betreut. Im Endoskopie-Bereich ist die endobronchiale Ultraschalluntersuchung

eine Schwerpunkttätigkeit. Daneben werden auch alle Verfahren der interventionellen Bronchoskopie

gepflegt wie Thermoablation von Tumoren (Elektro-, Argon-Beamer-, Laser-Koagulation), Stentimplantation

oder bronchoskopische Lungenvolumenreduktion.

2012 hat sich die Zahl der Zuweisungen zur ambulanten Behandlung nach enormem Wachstum im Vorjahr

auf hohem Niveau stabilisiert. Bei seit Anfang Jahr voll in Betrieb stehendem zweitem Lungenfunktionslabor

wurden deutlich mehr lungenfunktionelle Untersuchungen durchgeführt. Das Labor für die erweiterte

resp. Polygraphie ist weiterhin werktags, teils auch am Wochenende jede Nacht besetzt. Nach einer

Stagnation im Vorjahr ist der Bereich Bronchoskopie und bronchoskopische Interventionen erneut

gewachsen. Im Verlauf des Jahres wurden weitere Patienten mit Endobronchialventilen versorgt, teils mit

durchschlagendem Erfolg. Das Programm zur pulmonalen Rehabilitation «Pneumofit» entwickelt sich

weiter sehr erfreulich, abgesehen von einer kurzen Flaute während der Sommerferien waren immer alle

Plätze belegt. Grossen Zuspruchs erfreut sich das Anschluss-Trainingsprogramm für Selbstzahler in der

sogenannten Lungengruppe. Am traditionellen Patientenausflug genossen aktive und ehemalige Pneumofit-Teilnehmerinnen

und -Teilnehmer eine Fahrt mit der Sauschwänzlebahn durch den Schwarzwald.

Die 2011 vorgenommene Reorganisation der Administration mit der Anstellung einer Disponentin war ein

grosser Fortschritt, der Berichtstau im Sekretariat konnte im Verlauf des Jahres abgebaut werden. Das Jahr

war aber auch geprägt von vielen langfristigen Personalausfällen aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen

sowie von Mutterschaftsurlaub, was eine sehr hohe Belastung für die verbliebenen Mitarbeitenden

zur Folge hatte. Beim ärztlichen Personal kam es im Verlauf des Jahres zu einer Erweiterung, indem eine

zweite Assistentenstelle geschaffen wurde.

50 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Ernährungsberatung

Maya Rühlin

Leiterin

Das Kernangebot der Ernährungsberatung am Kantonsspital Winterthur blieb wie bisher auf die stationäre

Arbeit ausgerichtet unter Einbezug von Leistungen für KSW-Ambulatorien. Die Hauptaufgaben und

-indikationen im Rahmen der stationären Ernährungstherapie betreffen bis zu 80 % Patienten mit Mangelbzw.

Unterernährung, insbesondere Patienten mit Krebserkrankungen oder mit Erkrankungen des Magen-

Darm-Trakts oder nach chirurgischen Eingriffen in denselben. Weitere Indikationen betreffen Patienten mit

Schluckstörung (z.B. nach einem Schlaganfall) sowie die Überwachung und Organisation der künstlichen

Ernährung im Spital und deren Organisation zu Hause. Die Ernährungstherapie und die Beratung von

Patienten mit Nierenerkrankungen, Nahrungsmittelallergien/-intoleranzen, Diabetes oder Essstörungen

sowie von Kindern mit Gedeihstörungen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören

ebenfalls zu den Aufgaben.

Die Schwerpunkte im Leistungsangebot blieben gleich wie im Vorjahr. Mit dem Aufbau eines Beratungsangebots

für Patienten der interdisziplinär geführten Sprechstunde Kinder-Diabetologie sowie einer

Sprechstunde für Patienten mit Nierensteinen konnte das Angebot für spezifische Fachbereiche erweitert

werden. Als wichtiges Jahresziel wurde im Departement Medizin die systematische Erfassung und

Dokumentation der Diagnose Mangel- bzw. Unterernährung sowie der entsprechenden Ernährungstherapie

und der abschliessenden Codierung implementiert. Weiterhin wurde bei laufenden und neuen interdisziplinären

Projekten mit Bezug zur klinischen Ernährung mitgearbeitet, und es konnten zahlreiche

Vorträge gehalten und Schulungen durchgeführt werden. Ausserdem wurde auf der Medizinischen

Onkologie mit der geplanten Folgestudie, welche die Wirkung einer Ernährungstherapie kombiniert mit

körperlicher Aktivität untersucht, begonnen. Das aktive Mitwirken bei wissenschaftlichen resp. fachspezifischen

Publikationen konnte weitergeführt werden.

Die Anzahl der Ernährungstherapien ist 2012 gegenüber 2011 deutlich gestiegen. Die prozentuale

Verteilung der Indikationen blieb in etwa gleich. Damit die Ernährungsberatung allen ihren Aufgaben

gerecht werden kann, wurde der Stellenetat von 6,0 auf 7,5 Stellen erhöht.

Jahresbericht 2012 | 51


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

Stationäre Diagnosestatistik (Stationäre Austritte)

Diagnose ICD-10-Code Total Frauen Männer

Infektiöse und parasitäre Krankheiten A00–B99 433 219 214

Neoplasien C00–D48 685 280 405

Krankheiten des hämatopoetischen und des D50–D89 79 49 30

Immunsystems

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten

E00–E90 167 96 71

Psychische Verhaltensstörungen F00–F99 273 135 138

Krankheiten des Nervensystems

G00–G99 637 289 348

(inkl. zerebrovaskuläre Erkrankungen) inkl. I60–I69

Krankheiten des Auges H00–H59 10 6 4

Krankheiten des Ohres H60–H95 54 28 26

Krankheiten des Kreislaufsystems​

I00–I99 exkl. 1366 579 787

(exkl. zere brovaskuläre Erkrankungen) I60–I69

Krankheiten des Atmungssystems J00–J99 613 293 320

Krankheiten des Verdauungssystems K00–K93 605 314 291

Krankheiten der Haut L00–L99 48 31 17

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems M00–M99 549 346 203

und des Bindegewebes

Krankheiten des Urogenitalsystems N00–N99 157 82 75

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett O00–O99 0 0 0

Perinatale und angeborene Fehlbildungen, P00–P96

0 0 0

Deformitäten und Chromosomenanaomalien und Q00–Q99

Symptome und abnorme klinische und Labor- R00–R99 431 229 202

Befunde, die andernorts nicht klassifiziert sind

Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte S00–T98 267 153 114

andere Folgen äusserer Ursachen

Faktoren, die den Gesundheitszustand Z00–Z99 74 43 31

beeinflussen und zur Inanspruchnahme des

Gesundheitswesens führen

Total* 6448 3172 3276

2012 2011

Klinik für Innere Medizin

Stationäre Patienten (Austritte) 5934 5927

Pflegetage 43304 44210

Aufenthaltsdauer 7,3 7,5

Ambulante Patienten 16737 14522

Total Patienten 27296

Akutgeriatrische Assessmentstation

Stationäre Patienten (Austritte) 119 112

CMI* 2,183 2,570

Pflegetage 3569 4172

Aufenthaltsdauer 30,0 37,3

Ambulante Patienten 7 0

Total Patienten 126 112

* Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien

(Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

52 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

2012 2011

Klinik für Rheumatologie

Stationäre Patienten (Austritte) 378 370

Pflegetage 4835 5753

Aufenthaltsdauer 12,8 15,5

Ambulante Patienten 4018 3385

Total Patienten 4396 3755

Konsultationen

Poliklinik 8707 8259

Konsilien 303 348

Tagesstationär 428 344

Pädiatrisch-rheumatologische Sprechstunde 36 76

Gutachten 1 6

Versicherungsberichte 246 250

Injektionen unter Röntgendurchleuchtung 317 480

Angiologie

Anzahl Patienten 2580 2487

Total Konsultationen 4516 4495

Doppler arteriell 3091 2875

Doppler venös 1039 977

Oszillographie 3095 2884

Farb-Doppler-Sonographie 4190 4034

PTA 34 37

Allergologie/Dermatologie

Konsilien stationär 254 –

Konsultationen ambulant 944 –

Lichtbehandlungen 113 –

Gastroenterologie

Gastroskopien 1885 1654

– Sklerosierung, Dilatation, Bougierung, Gummiligatur 232 253

– PEG-Einlage 68 51

– PEG-Entfernung 27 15

– FK-Entfernung 30 24

– andere Sonden 201 115

– Endoprothesen 12 20

– Fototherapie 4 0

– Kapselendoskopien 19 18

Koloskopien 1297 1433

– Sklerosierung, Dilatation, Bougierung, Gummiligatur 349 212

– Polypektomie 419 416

– Endoprothesen 8 8

– Endosponge 12 36

– Fototherapie 15 3

Proktoskopien 712 395

ERCP 301 289

– Papillotomie 211 213

– Steinextraktion 229 357

– Endoprothese (EP) 79 69

– Ballondilatation 31 45

Jahresbericht 2012 | 53


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

2012 2011

Ultraschall des Abdomens 1905 2005

– Punktion, Biopsie 244 245

Endosonographie 167 147

– Magen/Duodenum 103 59

– Kolon 55 45

– FNP 36 36

Konsultationen (Spezialsprechstunde) 1673 1794

– Blutentnahme, Injektion, Sonstiges 588 488

Kardiologie

Ruhe-EKG 6442 6558

Belastungs-EKG 613 578

davon

– Laufband-Belastungs-EKG 7 5

– MIBI-Belastungen 237 252

Holter-EKG 507 476

Event-Recorder (R-Test) 10 6

24-Stunden-Blutdruck 56 54

Ambulante Untersuchungen total 1747 1595

davon

– Schrittmacherkontrollen 575 563

– ICD-Kontrollen 106 88

– CRT-Kontrollen 56 48

– Ambulante Sprechstunde 986 878

Konsilien total 379 371

davon

– Klinik für Innere Medizin 285 247

– Übrige 87 111

Ambulante Herzrehabilitation 167

Definitive Schrittmacher-Implantationen 74 85

Schrittmacher-Batteriewechsel 31 27

– CRT-P/CRT-D-Einlagen 7

– ICD-Einlagen 9

Schrittmacher-Revisionen 1 1

Implantation Ereignisrecorder 12 4

Echokardiographien total 2734 2514

davon

– transthorakal 2621 2400

– transösophageal 113 114

– mit Stress (medikamentös, physikalisch) 5 4

Koronarangiographien 769 674

Rechts-Herz-Katheter 66 65

Koronare Interventionen total 397 348

davon

– PTCA mit Stent 306 301

– ohne Stent 91 46

– Verschluss offenes Foramen ovale 10

54 | Jahresbericht 2012

Elektrokardioversion 91 78


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

2012 2011

Medizinische Onkologie und Hämatologie

Konsultationen

Neue onkologische Patienten 481 445

Ärztliche Konsultationen 9614 9372

Chemotherapien/Port-à-Cath spülen 5293 5121

Transfusionen/Aderlass 951 883

Hauptdiagnosen

Neoplasien (C00–D48) 2209 2155

Krankheiten des Blutes und der blutbildenden

41 168

Organe sowie bestimmte Störungen mit Beteiligung

des Immunsystems (D50–D89)

Total Krankheitsstatistik 2250 2323

Medizinische Poliklinik

Patientenzahlen

Spitalpersonal 1159 1032

Auswärtige Patienten 676 604

Notfallpatienten 171 238

Total Patienten 2006 1874

Zahl der Konsultationen

Spitalpersonal 1175 1043

Auswärtige Patienten 2690 2771

Total Konsultationen 3865 3814

Gruppenmedizinische Massnahmen Spitalpersonal

Impfungen, Titerbestimmungen 2697 2516

Umgebungsuntersuchungen (Tbc, MRSA) 16 11

Total gruppenmedizinische Massnahmen 2713 2527

Anonyme HIV-Tests 516 522

Pflegerisch aufwendige Therapien

(Infusionstherapien, Aderlässe, Transfusionen) 461 696

Internistischer Konsiliardienst Psychiatriezentrum Rheinau

Klinik für Forensische Psychiatrie und

Klinik für Psychiatrische Rehabilitation, Rheinau 23 35

Nephrologie

Hämodialysestation

Durchgeführte Hämodialysen 11335 10978

davon

– Zentrumsdialysen 10665 10067

– Notfall- und Akuthämodialysen 93 123

– Hämofiltration 172 204

– Plasmapheresen 75 187

– Auffangdialysen (inkl. Gastdialysen) 330 397

Patienten in einem chronischen Dialyseprogramm 84 74

davon

– Hämodialysen 77 69

– CAPD-Patienten 7 5

Jahresbericht 2012 | 55


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

2012 2011

Neurologie

Anzahl Patienten 1 635 1 613

Total Konsultationen 2 624 2 548

davon

– mit EMG/EP 572 597

– mit EEG 371 320

– mit neuroangiologischem Ultraschall 343 348

– mit Verhaltensneurologie 42 30

Pneumologie

Bronchoskopien 708 538

davon

– Biopsien 148 80

– BAL 166 135

– FNP 315 254

– TBB 87 72

– Endosonographie 355 252

– periphere Sonde 145 98

– EBUS 210 154

– Stent 18 13

– Laser/Elektrokoag./Argon 35 6

– Brachytherapie 2 2

– Dilatation/Bronchusblocker 10 5

Laryngoskopien, fiberoptische 34 45

Thorakoskopien 7 8

Thorax-Ultraschall 553 488

– mit Punktion 306 213

– mit Drainage 49 52

– Pleurablindbiopsie 3 2

– transthorakale FNP/Stanzbiopsie 15

PleurX-Katheter-Einlage 21 13

SCOOP-Katheter-Einlage 2 3

Trachealkanülenanpassung/-wechsel 10 3

Konsilien 116 106

Pneumologie-Visiten 318 326

Pneumologische Sprechstunde

– ambulante Konsultationen 4135 4851

Lungenfunktionslabor

– Spirometrien 999 1 108

– Ganzkörperplethysmographien 2079 1 832

– CO-Diffusionsmessungen 1 157 1 030

– Bronchoprovokationen 58 60

– Pimax/Sniff 40 43

– NO-Messung 321 373

– CO-Messung exh. 199 46

– Instruktion Inhalationstherapie 140 135

– Spiroergometrie 72 88

– 6-Minuten-Gehtest 220 187

Langzeit-Oxymetrien 143 126

Polygraphien 206 218

CPAP-/BiPAP-Kontrollen 401 307

Aktimetrie 10 6

Pulmonale Rehabilitation Patienten 70 55

Raucherberatungen 225

56 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

2012 2011

Diabetesberatung

Beratungen KSW 846 253

Beratungen ZDG 331 115

Ernährungsberatungen ZDG 328 131

Ernährungsberatung

Ernährungstherapien 1 429 1 201

davon

– Stoffwechselkrankheiten 40 18

– Adipositas 0 0

– Herz-Kreislauf-Erkrankungen 7 5

– Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt 392 295

– Nierenerkrankungen 105 91

– Fehl- sowie Mangelernährungszustände 804 733

– Nahrungsmittelintoleranz und -allergie 54 40

– Essstörungen 23 15

– Diverse 3 4

– Gesunde Ernährung 1 0

Ernährungsberatungen 314 360

davon

– Stoffwechselkrankheiten 82 106

– Adipositas 10 19

– Herz-Kreislauf-Erkrankungen 40 31

– Erkrankungen im Gastrointestinal-Trakt 23 29

– Nierenerkrankungen 75 71

– Fehl- sowie Mangelernährungszustände 70 81

– Nahrungsmittelintoleranz und -allergie 8 14

– Essstörungen 2 3

– Diverse 2 2

– gesunde Ernährung 2 4

Total Ernährungstherapien 1 429 1 201

Total Ernährungsberatungen 314 360

davon ambulant 211 243

Total Fälle 1 743 1 561

Anzahl Konsultationen

Ernährungstherapie 5524 5 477

Ø Anzahl Konsultationen pro Ernährungstherapie 3,9 4,6

Ernährungsberatung 1245 1 096

Ø Anzahl Konsultationen pro Ernährungsberatung 4,0 3,0

Total Konsultationen 6 769 6 573

Zusätzlich erfolgten 591 (2011: 536) Abklärungen auf Anfragen

zu Ernährungstherapien/-beratungen

Jahresbericht 2012 | 57


KSW Kantonsspital Winterthur

Departement Medizin

2012 2011

Sozialberatung

Problemsituationen

Krankheit/Behinderung 1 703 1 638

Familiensituation 120 89

Fehlendes oder mangelhaftes soziales Netz 57 42

Wirtschaftliche Situation 72 70

Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulsituation 31 18

Wohnsituation 428 401

Suchtproblem 50 40

Spezielles Flüchtlings- oder Ausländerinnen- und Ausländer-Problem 33 19

Interventionsschwerpunkt

Informationsabgabe 555 464

Abklärung 1 056 919

Organisation 1 117 1 127

Beratung 1 352 1 145

Dienstleistungsbereiche

Ambulante Hilfen (Mahlzeitendienst, Telenotruf usw.) 365 267

Hilfsmittel 160 161

Transporte 512 468

Unterkunft, Wohnmöglichkeit 107 103

Heime, Fremdplatzierungen 870 738

Erholungskuren 115 141

Rehabilitationen/stat. Weiterbehandlungen 442 492

Psychosoziale Begleitung/Betreuung 281 172

Versicherungsfragen 502 626

Rechtliches (Beistand-/Vormundschaften usw.) 100 75

Finanzielle Hilfen 324 279

Beruflicher, schulischer oder Bildungsbereich 16 7

Zusammenarbeit mit externen Stellen 632 425

Angehörigengespräche 866 822

Kinderbetreuung 16 20

Total Aufträge/Fälle 1 703 1 638

58 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Augenklinik

Ziele und Zielerreichung 2012

Von den fünf wichtigsten Zielen 2012 konnten folgende erreicht werden: Budget 2012 (wurde sogar

deutlich im Plus abgeschlossen) sowie vollständige Übernahme der Aufarbeitung der Augeninstrumente

durch die Zentralsterilisation. Pendent sind nach wie vor die (papierlose) elektronische Krankengeschichte

im Phoenix, das Blaubuch und die Etablierung der Glaskörper- und Netzhautchirurgie am KSW.

Prof. Dr. med.

Jörg Stürmer

Direktor, Chefarzt

Kommentare zu den Zahlen

Die Zahl der stationär betreuten Patienten ist praktisch konstant, während die Zahl der ambulant oder

teilstationär behandelten Patienten immer weiter zunimmt. Die Operationszahlen haben ausschliesslich

wegen der intravitrealen Injektionen noch einmal zugenommen.

Grosse Anschaffungen

Im Jahr 2012 wurden eine neue digitale Funduskamera und ein Hard- und Software-Update für das OCT

angeschafft.

Personelles

Die schon das letzte Jahr angestrebte Verpflichtung eines Netzhautchirurgen konnte noch nicht realisiert

werden. Die Oberärzte Dr. med. Lukas Pfenninger, Dr. med. Bettina Windisch und Dr. med. Karin

Gassmann haben das KSW verlassen, um eine Praxistätigkeit aufzunehmen. An ihrer Stelle arbeiten neu

Dr. med. Ivo Guber und Dr. med. Philemon Bauer als Oberärzte im Team der Augenklinik.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten 861 853

CMI* 0,512 0,514

Pflegetage 1310 1322

Aufenthaltsdauer 1,5 1,5

Ambulante Patienten 8499 7917

Total Patienten 9 360 8770

* Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien

(Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

Publikationen

– Ciechanowski, P. P., Töteberg-Harms, M., Stürmer, J., Kunz,

M., Landau, K., Sturm, V.: Bilateral optic neuropathy after

short-term treatment with intravenous amiodarone. Klin.

Mbl. Augenheilkunde 2012; 229 (4): 431–432.

– Hasler, S., Stürmer, J.: Erste Erfahrungen mit dem

Heidelberg-Edge Perimeter® bei Patienten mit okulärer

Hypertension und präperimetrischem Glaukom. Klin. Mbl.

Augenheilkunde 2012; 229 (4): 319–322.

– Pfenninger, L., Horst, A., Stuckmann, G., Flury, R., Stürmer,

J.: Comparison of Histopathologic Findings with Duplex

Sonography of the Temporal Arteries in Suspected Giant

Cell Arteritis. Klin. Mbl. Augenheilkunde 2012; 229 (4):

369–373.

– Stürmer, J., Scherrer, M., Lansel, N.: Mechanische Pupillenerweiterung

zur Kataraktoperation: erste Erfahrungen mit

dem 6.25 mm Malyugin-Ring. Klin. Mbl. Augenheilkunde

2012; 229 (4): 365–368.

60 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Augenklinik

2012 2011

Stationäre Patienten 861 853

Durchschnittlicher Aufenthalt in Tagen 1,5 1,5

Stationär operierte Patienten 855 847

Ambulant operierte Patienten 1302 1 155

Stationär und ambulant operierte Patienten 2157 2 002

Stationäre Abklärungen und Behandlungen 24 24

Konsilien und Konsultationen 15735 15 495

Konsultationen Sehschule (inkl. Octopus) 1905 1 750

Fotolabor Patienten 1111 1 128

Operationen

Operationen insgesamt 2349 2 140

Kataraktoperation mit IOL 760 754

Kataraktoperation ohne IOL/Revisionen 4 6

IOL-2°-Implantation, -Austausch oder -Entfernung 15 32

Hornhauttransplantationen 0 0

Bulbusverletzungen 7 6

Andere Operationen an den vorderen Bulbusabschnitten 14 24

Kombinierte Katarakt-/Glaukomoperationen 112 133

Glaukomoperationen (Trabekulektomie) inkl. Revisionen 69 108

Zyklophotokoagulation 95 65

Andere Glaukomoperationen 3 6

Netzhautoperationen 1 5

Pars-plana-Vitrektomie/-Kapsulektomie 0 0

Intravitreale Injektionen (Anti-VEGF) 1030 837

Schieloperationen 7 3

Enukleationen/Eviszerationen 2 6

Blepharoplastiken 30 6

Ektropium/Entropium 26 26

Lidtumoren 65 36

Lidverletzungen 7 8

Operationen an der Bindehaut/Pterygium 17 13

TW-Intubation/-Sondierung/-Plastik 18 10

Temporalisbiopsie 6 10

Narkoseuntersuchung 9 8

Verschiedene Eingriffe 52 38

Laserbehandlungen

Laserbehandlungen insgesamt 844 830

Argon-Laser der Netzhaut 177 174

Argon-Laser-Trabekuloplastik 6 4

Argon-Laser-Fadendurchtrennung (nach Glaukom-OP) 306 309

YAG-Laser-Iridotomie 17 7

YAG-Laser Nachstar 306 331

Andere Laserbehandlungen 27 5

Jahresbericht 2012 | 61


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Radio-Onkologie

Dr. med.

Urs R. Meier

Direktor, Chefarzt

Rückblick auf das Jahr 2012

Im Jahr 2012 durften wir auf 100 Jahre Strahlentherapie am KSW zurückblicken und entsprechend feiern.

Am Tag der offenen Tür am 6. Oktober 2012 konnten über 500 Besucher die Klinik besichtigen. Ein

Rückblick in die Geschichte führte zu verschiedenen Präsentationen der modernen Radio-Onkologie, bei

der die Technik zwar eine grosse Rolle spielt, der Patient und das behandelnde Team aber das Wichtigste

sind. In einer eindrücklichen 3-D-Animation konnte man eine Bestrahlung miterleben und unter dem

Mikroskop Tumorzellen vor und nach der Bestrahlung sehen. Die verschiedenen Berufsbilder wurden

vorgestellt. Am Ende des Rundgangs konnte jeder eine Festschrift mit nach Hause nehmen. Am Vorabend

waren rund 70 offizielle Gäste, darunter Vertreter von Behörden, Partnerspitälern und Zuweisern der

Einladung zum offiziellen Festakt gefolgt.

Kommentar zu den Zahlen

Nachdem im Jahr 2011 bei den Therapien eine überdurchschnittliche Zunahme zu verzeichnen gewesen

war, kam es 2012 zu einem Rückgang. Solche Schwankungen konnte man auch in der Vergangenheit

beobachten. Zugenommen hat die Zahl der intensitätsmodulierten Bestrahlungen, und immer öfter werden

stereotaktische Bestrahlungen ausserhalb des Schädels vorgenommen.

Anschaffungen

Bereits 2010 wurde ein Beschleuniger der modernsten Generation (TrueBeam von der Firma Varian)

angeschafft. 2012 konnte die Klinik für Radio-Onkologie auch die zweite Anlage ersetzen und verfügt nun

über zwei baugleiche, hochmoderne Therapieanlagen.

Personelles

Im Laufe des Jahres 2012 konnten alle Stellen besetzt werden. Nach wie vor herrscht auf dem Arbeitsmarkt

ein grosser Mangel an MTRA und Medizinphysikern. Um ihm entgegenzuwirken, bildet die Klinik

selbst Medizinphysiker aus und eine Mitarbeiterin erlangte letztes Jahr die Fachanerkennung.

Varia

Anlässlich des Jubiläums führte die Klinik für Radio-Onkologie den Jahreskongress der Scientific Asso -

ciation of Swiss Radiation Oncology (SASRO) im Kirchgemeindehaus Liebestrasse durch. Mit über

600 Teilnehmern und Parallel-Meetings für Pflegende, MTRA und Psychoonkologen sowie einer grossen

Industrieausstellung war der Anlass äusserst erfolgreich.

Neue Strahlenschutzvorschriften im Bereich des dosisintensiven Röntgens in der Diagnostik (Art. 74)

waren neben der Inbetriebnahme des neuen Beschleunigers eine weitere Herausforderung für die Medizinphysikgruppe.

Diese Leistung wird der Radiologie, Kardiologie, Urologie und der Nuklearmedizin im

Hause sowie drei externen Zentren angeboten.

In den kommenden Jahren wird die Bestrahlungskapazität von zwei Beschleunigern nicht mehr ausreichen.

Statt Patienten aus dem Zürcher Oberland ans KSW reisen zu lassen, eröffnet die Klinik für Radio-

Onkologie im Herbst 2014 in Rüti ein Satellitenzentrum. Zusammen mit den Partnern Spital Uster, GZO

Wetzikon und ZeTuP Rapperswil wurde das ZRR (Zentrum für Radiotherapie Zürich-Ost-Linth AG)

gegründet.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten (Austritte) 115 102

CMI* 1,997 2,307

Pflegetage 1450 1540

Aufenthaltsdauer 12,6 15,1

Ambulante Patienten 2051 2032

Total Patienten 2 166 2 134

* Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien

(Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

Publikation

– Stephanie, L., Reggiori, G., Puxeu, V. , Calle, C., Hrbacek, J.,

Klöck, St., Scorsetti, M., Cozzi, L., Mancosu, P. (2012):

Pretreatment quality assurance of flattening filter free

beams on 224 patients for intensity modulated plans: A

multicentric study. Med. Phys. 39, S. 1351.

62 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Klinik für Radio-Onkologie

2012 2011

Patientenzahlen

Neue Patienten (*70) 847 942

Bekannte Patienten (*15) 242 217

*Patienten ohne Bestrahlung

Total

85

1089 1159

Bestrahlte Affektionen

Bösartige 959 1116

Gutartige 45 43

Total 1004 1159

Simulationen/Planung

Anzahl Simulationen 1001 1101

Bestrahlungspläne insgesamt 1457 1596

Computerpläne 953 1026

IMRT-Pläne/VMAT-Pläne 264 165

Bestrahlungsbehandlung

Behandlungen/Sitzungen konventionelle Radiotherapie 477 528

Behandlungen/Sitzungen am Linearbeschleuniger 18470 22131

Brachytherapien/Sitzungen 100 125

Konsultationen

Ärzte 3028 3063

Psychoonkologie 564 587

Lokalisation der malignen Tumore

Unbekannter Primärtumor 3 10

Mamma 294 389

Prostata 154 183

Lunge 174 151

Colon/Rektum/Sigma 59 71

Anus 9 6

Lymphome 33 30

Uterus 42 43

Hirn 12 20

Seminome 5 2

Blase/Niere 26 26

ORL 44 39

Schilddrüse 0 5

Sarkom 6 10

Multiples Myelom/Plasmozytom 22 19

Ösophagus 21 28

Haut 30 39

Diverse 25 45

Total der bösartigen Tumore 959 1116

Jahresbericht 2012 | 63


KSW Kantonsspital Winterthur

Spitalapotheke

Dr. Ursula Schmid

Leiterin

Kommentar zu den Zahlen

Der Arzneimittelumsatz ist auch in diesem Jahr wieder um rund 10 % gestiegen (siehe Abbildung). Dieser

Anstieg muss in Relation gesetzt werden zur ebenfalls gestiegenen Anzahl Patienten, welche am KSW

behandelt wurden.

Der Anstieg beim Arzneimittelumsatz korreliert mit dem Zuwachs an Fällen (+ 10 %), welche am KSW

ambulant betreut wurden. Neue Therapieoptionen mit Arzneistoffen, welche immunmodulierende Eigenschaften

besitzen und hauptsächlich in der Behandlung von rheumatologischen und hämatologischen

Erkrankungen oder zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden, haben ebenfalls zur

Umsatzsteigerung beigetragen. Oft ist durch den Einsatz dieser neuen Therapien eine ambulante Betreuung

der Patienten möglich.

Im Jahr 2012 war die Spitalapotheke in die Weiterentwicklung der elektronischen Arzneimittelverordnung

involviert und führte am KSW eine Projektstudie zur Planung der Arzneimittelversorgung für das KSW in

den nächsten Jahren und zur Optimierung der Arzneimittellogistik durch. Diese Projektstudie hat mit dem

Fokus auf Arzneimittelsicherheit die möglichen Versorgungssysteme (Unitdose-Versorgung, elektronisch

unterstütztes Richten, geschlossene Medikationsdispensarien) verglichen und Kosten, Abdeckungsgrad

und Auswirkungen auf die organisatorischen Abläufe untersucht. Aufgrund dieser Ergebnisse wird eine

weitere Pilotstudie durchgeführt werden.

22

Medikamentenumsätze 2002–2012

in Mio. Fr.

20

18

16

14

12

10

8

6

4

2

0

02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12

Abbildung: Medikamentenumsatz des KSW über die Jahre 2002–2012.

64 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Institute

Jahresbericht 2012 | 67


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

Kommentar zu den Zahlen

Die anästhesiologischen Leistungen verzeichneten im Berichtsjahr eine Zunahme um 4 %. Die Steigerung

ist vor allem auf die Sparte «Extraleistungen ausserhalb OP-Bereich» zurückzuführen.

PD Dr. med.

Michael Ganter

Direktor, Chefarzt

Die Zahl der ambulanten Konsultationen in der Anästhesie-Sprechstunde ist 2012 erneut gestiegen. Der

Ausbau der Sprechstunde hat zum Ziel, medizinische Probleme frühzeitig zu erkennen und Patienten

interdisziplinär abzuklären. Im Bedarfsfall können Therapien eingeleitet und die Patienten optimal auf die

Operation vorbereitet werden. Zudem werden die Patienten rechtzeitig über das anästhesiologische

Verfahren informiert und aufgeklärt.

Die Zunahme der Anzahl Wachsaal-Patienten um 11 % ist auf die Erweiterung der Betriebszeiten zurückzuführen.

Personelles

Mitte Juni 2012 übernahm PD Dr. med. Michael Ganter die Institutsleitung von Dr. med. Hanspeter

Keller. Die personellen Strukturen des Instituts wurden überprüft, und per 1. Januar 2013 werden Dr. med.

Daniel Borer und Dr. med. Reto Thomasin zu Leitenden Ärzten befördert.

Gerhard Amann, Pflegefachmann mbA, wurde für seine Masterarbeit von der Berner Fachhochschule mit

dem Medical Cluster Award ausgezeichnet.

Angebot

Der Ultraschall spielt in der Anästhesiologie zunehmend eine tragende Rolle. Durch die Beschaffung

weiterer Ultraschallgeräte wurde die Verfügbarkeit dieser Technik erhöht und durch Schulungen die

Fertigkeit der Ärzte verbessert. Mittels Ultraschall können die anatomischen Strukturen (z. B. Gefässe und

Nerven) besser identifiziert und Punktionen erleichtert werden. Dadurch wird zum einen die Trefferquote

erhöht, zum anderen kann durch die Reduktion von Fehlpunktionen und Fehlinjektionen die Sicherheit für

die Patienten verbessert werden.

Im Auftrag der Spitalleitung führt das Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie seit dem 1. Januar

2012 interne REA-/BLS-Weiterbildungen durch. In diesen Kursen werden jährlich rund 1000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen nach den neuesten Reanimationsrichtlinien geschult.

Im Laufe des Jahres 2012 stellte der Rettungsdienst vom Kompakt- auf das Rendezvous-System um. Der

Notarzt rückt in der Regel immer noch gleichzeitig mit der Ambulanz aus, aber nicht mehr im gleichen

Fahrzeug, sondern in einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Das erhöht seine Flexibilität. Er kann – sofern

er am Einsatzort nicht mehr benötigt wird – zu einem anderen Einsatz disponiert werden oder auch zusammen

mit seinem Fahrer (dipl. Rettungssanitäter) als First Responder eingesetzt werden. Ausserdem kann

der NEF-Fahrer bei einem Massenanfall von Verletzten die primäre Einsatzleitung übernehmen, während

der Notarzt zusammen mit der Besatzung des ersten eintreffenden Rettungswagens als Behandlungsteam

fungiert.

Publikationen

– Amann, G., Zehntner, C., Marti, F., Colucci, G. (2012):

Effect of acceleration forces during transport through a

pneumatic tube system on ROTEM ® analysis. Clin Chem Lab

Med 50: 1335–1342.

– Beck-Schimmer, B., Breitenstein, S., Bonvini, J. M., Lesurtel,

M., Ganter, M., Weber, A., Puhan, M. A., Clavien, P. A.

(2012): Protection of pharmacological postconditioning in

liver surgery: results of a prospective randomized controlled

trial. Ann Surg 256: 837–845.

– Ganter, M. T., Hofer, C. K. (2012): Prinzipien des perioperativen

Gerinnungsmanagements. Der MKG-Chirurg 5: 77–87;

Unfallchirurg 115: 353–362.

– Schäuble, J. C., Heidegger, T. (2012): Strategies and

Algorithms for the Management of the difficult airway: an

update. Trends in Anaesthesia and Critical Care 2: 208–217.

– Baulig, W., Spahn, D. R., Ganter, M. T. (2012): Coagulation,

monitoring at the bedside. In: Vincent, J. L. & Hall, J. (eds):

Encyclopedia of Intensive Care Medicine (pp 569–576).

Berlin/Heidelberg/New York: Springer-Verlag; ISBN

978-3-642-00417-9.

– Ganter, M. T., Hofer, C.K. (2012): Grundlagen des

Gerinnungsmanagements. In: Eckart, J., Forst, H.,

Briegel, J. (eds): Kompendium und Repetitorium zur

interdisziplinären Fort- und Weiterbildung (pp 1–19).

Landsberg: ecomed MEDIZIN-Verlag; 48. Erg.-Lfg. 4/12;

ISBN 978-3-609-20210-5.

68 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

2012 2011

Total Anästhesiestunden 31931 31066

Total Anästhesien 15364 15253

– davon notfallmässige Eingriffe 4613 4425

Intubationen 6322 5926

– davon fiberoptisch 399 376

– davon RSI-Intubationen 1918 1623

Masken 271 303

Larynxmasken 4023 4044

Spinalanästhesien 2344 2474

Epiduralanästhesien 1161 1209

– davon caudal 135 169

– davon lumbal 582 606

– davon thorakal 445 434

– davon geburtshilfliche EDA 519 520

Periphere Nervenblockaden 1606 1536

Stand-by/Narkoseüberwachung 449 484

Fachgebiete

Chirurgie 8154 7966

Orthopädie 1536 1470

Zahn- und Kieferchirurgie 90 67

Urologie 1241 1201

Gynäkologie 1456 1563

Geburtshilfe 1027 1011

ORL 238 215

Ophthalmologie 1028 1083

Übrige Fachgebiete 578 651

Patienten

unter 1 Jahr 82 89

1– 5 Jahre 434 457

über 70 Jahre 3902 3909

ASA I + II 12347 11919

ASA III und höher 3017 3334

Extraleistungen ausserhalb OP-Bereich

Spezialaufträge für Blutentnahmen 753 556

Periphere Venenkanülierungen 1431 1148

Zentrale Venenkathetereinlagen 62 73

Konsilien auf allen Abteilungen 50 63

Visite Schmerzpatienten über 5389 über 4952

Konsultationen in der ambulanten Anästhesiesprechstunde 6220 6010

Reanimationen im Hause 27 16

Andere 7 38

Ärztliche Begleitung von Sekundärtransporten 24 18

Aufwachraum

Patientenzahl 6054 5453

Jahresbericht 2012 | 69


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Labormedizin

Dr. med.

Jacques Gubler

Direktor, Chefarzt

Das Institut für Labormedizin mit den drei Fachbereichen Klinische Chemie, Hämatologie und Mikrobiologie

stellt rund um die Uhr die Untersuchung von Patientenproben sowie die Testung von Blutprodukten

sicher. Das Bedürfnis, Patienten innert möglichst kurzer Zeit und rund um die Uhr abzuklären und zu

be handeln, führt zu einem weiter steigenden Bedarf an Präsenz von qualifiziertem Personal im 24-Stunden-

Betrieb und zum Druck, alle Leistungen zu jeder Zeit anzubieten. Weiterhin setzt sich das Institut das

Ziel, die Übermittlung von Laborresultaten mit fachkompetenter Interpretationshilfe und allenfalls

the ra peutischen Ratschlägen durch die Laborleiter zu verbinden, um so zu einer qualitativ hochstehenden

Patientenbetreuung beizutragen.

Die Anzahl durchgeführter Analysen hat um 5 % zugenommen. Wieder wurde ein Drittel aller Analysen

notfallmässig durchgeführt.

Es wurden keine wesentlichen Änderungen im Leistungsangebot vorgenommen.

70 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Labormedizin

2012 2011

Statistik der Klinischen Chemie

Analysen nach Probenmaterial

– Blut 533907 513180

– Urin 11023 10129

– Liquor 844 874

– Punktate 1313 1161

– Dialysat 384 207

– Schweiss 257 264

– Stuhl/Sekret 605 411

– Abstrich/Urin für PCR 2837 1810

Total Analysen 551170 528036

– davon Notfälle 162060 158633

Statistik der Hämatologie/Bakteriologie

Hämatologie

Analysen nach Probenmaterial

– Blut 195197 168310

– Knochenmark 148 134

– Urin 9022 25077

– Stuhl/Magensaft/Duodenalsaft 167 213

– Punktate/Liquor/Dialysat/Diverses 2943 2607

Total Analysen 207477 196341

– davon Notfälle 77461 63925

Transfundierte Blutprodukte

– Erythrozyten-Konzentrate 4109 4464

– frisch gefrorenes Plasma FGP 240 1700

– Thrombozyten-Konzentrate gepoolt 21 14

– Thrombozyten-Konzentrate aus Apherese 141 151

Total Blutprodukte 4511 6329

Bakteriologie

Analysen nach Probenmaterial

– Blutkulturen 5313 5186

– Urinkulturen 8727 7581

– Varia 9340 7833

– Stuhl 1734 1682

Total Analysen 25114 22282

Jahresbericht 2012 | 71


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Pathologie

Das Institut für Pathologie ist ein diagnostischer Dienstleistungsbetrieb für histologische und zytologische

Untersuchungen sowie für die Durchführung von klinischen Autopsien.

Das untersuchte Probenmaterial stammt aus dem KSW, den Spitälern Bülach, Wetzikon und Schaffhausen

und von zahlreichen Ärzten mit eigener Praxis. Ein zahlenmässiger Schwerpunkt des Instituts ist die

Diagnostik gastroenterologischer Biopsien.

Dr. med.

Renata Flury-Frei

Direktorin, Chefärztin

Wie in den vorangegangenen Jahren stieg die Zahl der Einsendungen und der untersuchten Proben in der

Histologie auch 2012 leicht an. Der Trend zum stetigen Anwachsen der Anzahl Objektträger, Leerschnitte

und immunhistochemischer Färbungen zeigte sich auch im Berichtsjahr. Insbesondere die weiter steigende

Zahl der Einsendungen im Bereich der Mammapathologie und der gastroenterologischen Biopsien im

Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen fällt hier ins Gewicht.

Im Bereich der klinischen Zytologie zeigte sich eine Erhöhung sowohl der Proben- als auch der Objektträgerzahlen.

Hervorzuheben sind dabei insbesondere die sehr aufwendigen pneumologischen und gastroenterologischen

Fälle.

Im Gegensatz zu den Vorjahren war die Fallzahl in der Autopsie im Jahr 2012 leicht rückläufig. Die

Autopsiezahl reduzierte sich von 133 auf 121. Dies hauptsächlich weil die KSW-internen Autopsieaufträge

zurückgingen. Die Zahl externer Autopsieaufträge ist hingegen leicht gestiegen, da die Autopsie als

Qualitätsmerkmal zunehmend aufgewertet wird. Die Befunde der Autopsien werden in regelmässigen

klinisch-pathologischen Konferenzen auch in den auswärtigen Spitälern besprochen.

Die im Vorjahr erfolgte Einführung eines vierten Arbeitsplatzes für das Zuschneiden der eingesandten

Präparate hat zu einem effizienteren Ablauf der Probenverarbeitung geführt. Als neue molekulargenetische

Untersuchungsmethode wurde im Jahr 2012 die Untersuchung des HER2-Gens bei Mammakarzinomen

mittels In-situ-Hybridisierung eingeführt. Diese musste zuvor auswärtigen Instituten in Auftrag gegeben

werden. Die Durchführung im eigenen Haus hat sich sehr bewährt, da die Ergebnisse nun mehrere Tage

früher vorliegen als bei einer externen Untersuchung.

Publikationen

– Kalak, N., Steffen, T., Collen, T., Öhlschlegen, C., Bode, B.,

Tosoni, I., Lange, J., Zünd, M.: Extraartikuläres Synovialsarkom.

Schweizer Zeitschrift für Onkologie 2/2012.

– Collaud, S., Pfofe, D., Decurtins, M., Gelpke, H..: Mesh-bone

cement sandwich for sternal and sternoclavicular joint

reconstruction.

Eur J Cardiothorac Surg 2012 Sep 20.

– Pfenninger, L., Horst, A., Stuckmann, G., Flury, R., Stürmer,

J.: Comparison of Histopathological Findings with Duplex

Sonography of the Temporal Arteries in Suspected Giant

Cell Arteritis.

Klin Monatsbl Augenheilkd 2012; 229: 1–5.

72 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Pathologie

2012

Biopsien, Operationspräparate und Klinische Zytologie

Histologie (Biopsien und Operationspräparate) 27181

Klinische Zytologie (FNP, exfoliative Zytologien,

3234

Punktionsambulatorium)

Total Einsendungen 30415

Gynäkologische Zytologie

Total Einsendungen 10722

CIN I/LSIL 395

CIN II 53

CIN III 24

Karzinome 6

ASCUS 445

AGC 25

VIN I–III/VAIN I–III 14

ASC-H 49

HPV-Typisierung 185

Nicht repräsentativ 6

Todesfälle KSW/Autopsien

Todesfälle am KSW mit Autopsie 62

Todesfälle am KSW ohne Autopsie 513

Total Todesfälle am KSW 575

Total Autopsien 121

Jahresbericht 2012 | 73


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Physiotherapie

David Gisi

Leiter

Kommentar zu den Zahlen

Die Einführung der Fallpauschalen (DRG) führte im stationären Bereich nicht zu einem Rückgang der

Nachfrage nach Physiotherapieleistungen. Dank der gezielten Schärfung des stationären Angebots konnte

2012 sogar eine leichte Steigerung um 4,7 % erzielt werden. Diese Zahlen verdeutlichen das Bestreben des

Instituts für Physiotherapie, sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich eine effiziente und

bedarfsgerechte Therapie anzubieten.

Nachdem bereits im Jahr 2011 die Anzahl ambulanter Physiotherapien deutlich gesteigert werden konnte

(+ 48,7 %), konnte 2012 erneut eine Steigerung um 29 % erzielt werden. Eine entscheidende Rolle spielte

dabei die ambulante Herzrehabilitation.

Veränderungen im Stellenplan

Im Zusammenhang mit der Übernahme der physiotherapeutischen Versorgung der akutgeriatrischen

Assessmentstation und wegen der höheren Nachfrage im ambulanten Bereich konnten 2012 drei neue

Vollstellen geschaffen werden. Seit der Umstrukturierung der Physiotherapie im Jahr 2010 ist der Stellenplan

somit um knapp 20 % gewachsen.

Neue Angebote

Seit 2005 wird am KSW die ambulante Herzrehabilitation angeboten. Für die Koordination und die

ärztliche Versorgung war anfänglich die Firma Ambulante Herzrehabilitation Zürich verantwortlich. 2012

wurde die ambulante Herzrehabilitation am KSW unter eine eigene Leitung gestellt und das bestehende

Team der Herztherapeuten um Dr. med. Klaus Weber von der Kardiologie ergänzt. Gleichzeitig konnte mit

einzelnen Kostenträgern eine Vereinbarung über eine Pauschalentschädigung abschlossen werden. Unter

der neuen Organisationsstruktur stieg die Anzahl der Patienten auf 212.

Für die ambulant betreuten Patienten mit muskuloskelettalen Problemen wurde ein neues Angebot

geschaffen, welches einen nahtlosen Übergang von der Einzeltherapie zur medizinischen Trainingstherapie

gewährleistet. In der MSK-Reha kann die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut gezielt auf die

aktuelle Belastungssituation des Patienten eingehen. Eine Therapieeinheit dauert bis zu einer Stunde,

dadurch können manual- und trainingstherapeutische Massnahmen optimal kombiniert werden.

Weiterbildungsangebote

Das Institut für Physiotherapie führte 2012 erstmals einen Weiterbildungskurs für diplomierte Physiotherapeuten

im Fachbereich Lymphologie durch. 13 Personen meldeten sich für die Kurse an, welche von Yvette

Stoel, klinische Spezialistin Lymphologie, geleitet wurden.

74 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Physiotherapie

Institut für Physiotherapie

ambulant stationär total

2012 2012 2012

Allgemeine Physiotherapie 18847 15580 34427

Aufwendige Bewegungstherapie 4109 19948 24057

Manuelle Lymphdrainage 893 577 1470

Elektro- und Thermotherapie 35 4098 4133

Gruppentherapie (Physiotherapie) 2971 1698 4669

Medizinische Trainingstherapie (MTT) 3692 1771 5463

Herzrehabilitation 4650 0 4650

Pulmonale Rehabilitation 2240 0 2240

Kurse für Selbstzahler 5452 0 5452

Jahresbericht 2012 | 75


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Radiologie

Prof. Dr. med.

Christoph A. Binkert

Direktor, Chefarzt

Das Institut für Radiologie konnte im Jahr 2012 eine Steigerung der Untersuchungszahlen von insgesamt

2,3 % verbuchen. Dies führte im Resultat zu einer Zunahme der Tarmed-Leistungen und -Eingriffe um

3,2 %. Die grösste Zunahme an Tarmed-Leistungen wurde in der Ultraschalldiagnostik (+ 4,6 %) und bei

der Mammographie (+ 4,3 %) beobachtet.

Im Rahmen der zunehmenden interdisziplinären Zusammenarbeit wurden im Laufe des Jahres 2012 die

bestehenden Tumorboardbesprechungen ausgebaut und neue Boards eingeführt wie z. B. das urologische

und das Brust-Tumorboard. Das onkologische Tumorboard wurde aufgeteilt in ein gastroenterologisches

und ein thorakales Tumorboard.

In der Sparte Magnetresonanztomographie wurden die Interventionen weiter ausgebaut und neben der

MR-gesteuerten HIFU-Therapie auch die MR-gesteuerte Brustbiopsie eingeführt.

Dr. med. Andrea Sommer nahm am 1. November 2012 ihre Tätigkeit als Leitende Ärztin pädiatrische

Radiologie auf.

Dr. med. Valentin Fretz wurde vom Oberarzt zum Leitenden Arzt Computertomographie befördert.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten 67 57

CMI* 0,909 0,898

Pflegetage 142 131

Aufenthaltsdauer 2,1 2,3

Ambulante Patienten 13873 12933

Total Patienten 13940 12990

* Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien

(Fallzusammenführungen und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

Publikationen

– Schubert, T., Jacob, A. L., Pansini, M., Liu, D., Gutzeit, A.,

Kos, S.: CT-Guided Interventions Using a Free-Hand, Optical

Tracking System: Initial Clinical Experience. Cardiovasc

Intervent Radiol 2012 Dec 12. Epub ahead of print.

– Sartoretti-Schefer, S., Oberle, J., Binkert, C., Pfofe, D.,

Gutzeit, A.: Lumbar vertebral chordoma: diffusion-weighted

imaging findings are helpful to narrow the differential

diagnosis. A case report: Clin Imaging 2013 Jan; 37(1):

176–179.

– Gutzeit, A., Meier, D., Froehlich, J. M., Hergan, K., Kos, S.,

von Weymarn, C., Lutz, K., Ettlin, D., Binkert, C. A.,

Mutsch ler, J., Sartoretti-Schefer, S., Brügger, M.: Differential

NMR spectroscopy reactions of anterior/posterior and

right/left insular subdivisions due to acute dental pain. Eur

Radiol 2012 Sep 12. Epub ahead of print.

– Sutter, R., Kalberer, F., Binkert, C. A., Graf, N., Pfirrmann,

C. W., Gutzeit, A.: Abductor tendon tears are associated with

hypertrophy of the tensor fasciae latae muscle: Skeletal

Radiol 2012 Sep 1. Epub ahead of print.

– Gutzeit, A., van Schie, B., Schoch, E., Hergan, K., Graf, N.,

Binkert, C. A.: Feasibility and safety of vascular closure

devices in an antegrade approach to either the common

femoral artery or the superficial femoral artery. Cardiovasc

Intervent Radiol 2012 Oct; 35(5): 1036–1040.

– Mutschler, J., Graf, N., Spanaus, K. S., Rössler, W., Hergan,

K., Binkert, C. A., Gutzeit, A.: Circulating ghrelin levels are

not associated with craving and withdrawal symptoms in

acute nicotine withdrawal. Psychiatr Danub 2012 Jun;

24(2): 229–230.

– Reischauer, C., Gutzeit, A., Vorburger, R. S., Froehlich, J. M.,

Binkert, C. A., Boesiger, P.: Optimizing the functional

diffusion map using Monte Carlo simulations. J Magn Reson

Imaging 2012 Oct; 36(4): 1002–1009.

– Gutzeit, A., Binkert, C. A., Koh, D. M., Hergan, K., von

Weymarn, C., Graf, N., Patak, M. A., Roos, J. E., Horstmann,

M., Kos, S., Hungerbühler, S., Froehlich, J. M.: Evaluation of

the anti-peristaltic effect of glucagon and hyoscine on the

small bowel: comparison of intravenous and intramuscular drug

administration. Eur Radiol 2012 Jun; 22(6): 1186–1194

(doi:10.1007/s00330-011-2366-1).

– Gutzeit, A., Binkert, C. A., Schmidt, S., Jandali, A. R., Mutschler,

J., Hergan, K., Kos, S.: Growing fatty mass in the back:

diagnosis of a multiple symmetric lipomatosis (Madelung’s

disease) in association with chronic alcoholism: Skeletal Radiol

2012 Apr; 41(4): 465–466, 489–490.

– Vorburger, R. S., Reischauer, C., Boesiger, P.: BootGraph:

Probabilistic fiber tractography using bootstrap algorithms and

graph theory. Neuroimage 2012 Oct 27; 66C: 426–435.

– Vorburger, R. S., Reischauer, C., Dikaiou, K., Boesiger, P.: In vivo

precision of bootstrap algorithms applied to diffusion tensor

imaging data. J Magn Reson Imaging 2012 Oct; 36(4):

979–986.

– Reischauer, C., Gutzeit, A., Vorburger, R. S., Froehlich, J. M.,

Binkert, C. A., Boesiger, P.: Optimizing the functional diffusion

map using Monte Carlo simulations. J Magn reson Imaging

2012 Oct; 36(4): 1002–1009.

– Reischauer, C., Vorburger, R. S., Wilm, B. J., Jaermann, T.,

Boesiger, P.: Optimizing signal-to-noise ratio of high-resolution

parallel single-shot diffusion-weighted echo-planar imaging at

ultrahigh field strengths: Magn Reson Med 2012 Mar; 67(3):

679–690.

– Gutzeit, A., Froehlich, J. M., Hergan, K., Graf, N., Binkert, C. A.,

Meier, D., Brügger, M., Reischauer, C., Sutter, R., Herdener, M.,

Schubert, T., Kos, S., Grosshans, M., Straka, M., Mutschler, J.:

Insula-specific 1H MR spectroscopy reactions in heavy smokers

under acute nicotine withdrawal and after oral nicotine

substitution: European Adduction Research 2012 Dec 15;

19(4): 184–193. Epub ahead of print.

– Merckel, L. G., Bartels, L. W., Köhler, M. O., van den Bongard,

H. J., Deckers, R., Mali, W. P., Binkert, C. A., Moonen, C. T.,

Gilhuijs, K. G., van den Bosch, M. A.: MR-guided high-intensity

focused ultrasound ablation of breast cancer with a dedicated

breast platform: Cardiovasc Intervent Radiol 2012 Dec 12.

Epub ahead of print.

76 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Radiologie

2012 2011

Radiodiagnostik

Standard-Röntgenuntersuchungen 40469 39552

– davon pädiatrische Radiologie 4489 4031

Mammographien 1911 1831

– zusätzlich US-Mammographie 1224 1021

KM-Untersuchungen Urogenitaltrakt 65 58

KM-Untersuchungen Gastrointestinaltrakt 213 227

Myelographien 9 15

Arthrographien 1 16

Durchleuchtungsgesteuerte Schmerztherapien 237 269

Vertebroplastien, Kyphoplastien 186 175

Phlebographien 170 149

Arteriographien 609 573

Shunt-Dilatation inkl. Stents 46 63

PTA bei Verschlüssen/Stenosen 487 448

Thrombolysen, perkut. Embolektomien, Atherektomien 77 80

Vaskuläre Stenteinlagen, arteriell, venös, Stentgraft 271 206

Cavafilter, Einlage, Entfernung 20 13

Embolisationen 104 107

– davon Myomembolisationen 34 29

Nichtvaskuläre Stenteinlagen 26 26

Perkutane Gallengangsinterventionen 27 75

Nephrostomien 4 12

Ultraschall (inkl. Doppler-Untersuchungen) 20636 19710

– Patienten 10564 10135

– davon Doppler 3275 3126

– davon Punktionen, Biopsien 340 342

– davon US-gesteuerte Interventionen 70 73

– davon pädiatrische Ultraschalle 5772 5440

Computertomographie-Untersuchungen 19588 18784

– Patienten 10318 10434

– davon CT-Interventionen/Schmerztherapien 423 515

– davon pädiatrische CT-Untersuchungen 215 141

MRI-Untersuchungen (inkl. Interventionen) 7217 7079

– Patienten 6217 6282

– davon Interventionen/Schmerztherapien/HIFU 23 10

– davon pädiatrische MRI-Untersuchungen 304 235

Total Tarmed-Leistungen und -Eingriffe 92470 89468

Jahresbericht 2012 | 77


KSW Kantonsspital Winterthur

Institut für Radiologie

2012 2011

Nuklearmedizin

Lungenszintigraphie 92 127

Herz: Ventrikel-, Myokardszintigraphie 475 508

– EKG-Belastungen 237 249

Skelettszintigraphie: 1-, 2-, 3-Phasen-Untersuchungen 2025 2248

Urogenitalsystem: Nieren-, Miktionszintigraphie 137 108

Infekt- und Tumordiagnostik 46 52

Sentinel 238 258

Gastrointestinalszintigraphie 12 33

Hirn/ZNS 11 1

Endokrine Untersuchungen 373 310

– davon Schilddrüsenszintigraphie 284 234

(J-123/Tc99m/MIBI-Tc99m)

– davon J-131-Ganzkörperszintigraphie 41 28

– davon Nebenschilddrüsenszintigraphie 36 39

– davon Nebennierenszintigraphie 12 9

Dexa (Knochendichtemessung) 1812 1676

PET-CT 676 532

SPECT-CT 214 169

SPECT 750 808

Pädiatrische nuklearmedizinische Untersuchungen 72 55

Total Untersuchungen 6933 6885

Therapien

– Y-90/J-131/Sm-153/Rh-186/Zevalin 83 81

– Konsultationen/Konsilien/Gutachten/Zeugnisse /tel. Beratungen 354 300

Total Therapien und Konsultationen/

Konsilien/Gutachten/Zeugnisse/tel. Beratungen 437 381

2012 2011

Fotoabteilung

Administrativer Aufwand ¼ Std. bis mehr als ½ Std. 1248 1103

Spezialaufträge gem. zeitl. Aufwand pro ¼ Std. 615 391

Porträt 551 478

Patientenfoto mittel/schwer 730 582

Anlässe klein < ½ Std. bis > 2 Std. 33 29

Bildbearbeiten pro ¼ Std. 1721 1300

Gesamttotal 4898 3883

78 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Interdisziplinäre

Fachbereiche

Jahresbericht 2012 | 81


KSW Kantonsspital Winterthur

Interdisziplinäre Notfallorganisation (INO)

Auf der Notfallstation der INO werden die Patienten ihrem medizinischen Problem entsprechend von

einem erfahrenen Team behandelt und wenn nötig einem der Spezialisten, welche rund um die Uhr zur

Verfügung stehen, vorgestellt. Die Behandlungsabläufe in der Notfallstation sind so organisiert, dass auch

Patienten mit leichteren Erkrankungen und Verletzungen rasch optimal behandelt werden.

Dr. med.

Reinhard Imoberdorf

Chefarzt, Leiter

Im Jahr 2012 wurden von der INO insgesamt 31 044 Patienten behandelt. Mit einer Zunahme von 13,1 %

bei den ambulant behandelten Patienten und einer Fallsteigerung von 3,7 % bei den stationären Notfall-

Eintritten kann für das Jahr 2012 ein ausserordentliches Wachstum ausgewiesen werden. Die Aufteilung

der stationär behandelten Patienten auf die Departemente sieht wie folgt aus: Chirurgie 5 000, Medizin

4 878, diverse 20.

Diese Zunahme der Patientenzahlen stellte die INO vor grosse Herausforderungen. Dank einer vorausschauenden

Planung und klaren Vereinbarungen mit der Spitalleitung konnte der Stellenplan kurzfristig an

diese ausserordentliche Situation angepasst werden. Die INO-Leitung dankt allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern für ihren herausragenden Einsatz.

Die langjährige Pflegedienstleiterin der INO, Alexandra Heilbronner, verlässt das KSW. Sie übernimmt per

1. Februar 2013 die Leitung des Pflegebereichs im Stadtspital Waid und wird damit auch Mitglied der

Spitalleitung. Die INO dankt Alexandra Heilbronner ganz herzlich für ihre hervorragende Arbeit, gratuliert

ihr zu dieser Wahl und wünscht ihr viel Freude und Erfolg bei der neuen verantwortungsvollen

Aufgabe. Als Nachfolger konnte Daniel Mitteldorf verpflichtet werden, der schon früher auf der Interdisziplinären

Notfallstation des KSW gearbeitet hat. Die INO heisst ihn herzlich willkommen und freut

sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Notfall-Eintritte 9898 9543

Ambulante Patienten 21146 18701

82 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

OP-Betrieb (OPS)

Kommentar zu den Zahlen

Die Anzahl der Eingriffe konnte im Jahr 2012 um 2,6 % gesteigert werden. Das Wachstum verteilte sich

dabei zu etwa gleichen Teilen auf geplante und ungeplante Eingriffe. Die durchschnittliche Dauer der

Eingriffe blieb konstant. Die Auslastung der geplanten Kapazitäten lag annäherungsweise auf dem

Vorjahresniveau und betrug auch in diesem Jahr mehr als 100 %.

Dr. med. Pius Wigger

Chefarzt, Leiter

Änderungen im Leistungsangebot

Auch in diesem Jahr konnte die zur Verfügung stehende OP-Kapazität weiter erhöht werden:

Ab 1. April 2012

– Neurochirurgie + 2 Stunden (Montag, Donnerstag)

– Traumatologie + ½ Saal alle 2 Wochen

– Jokerkapazität + ½ Saal alle 2 Wochen (Donnerstag)

– Jokerkapazität + 2 Stunden (Dienstag, Mittwoch, Freitag)

– Hand/Plastisch + ½ MuFu-Raum (Mittwoch)

Ab 1. September 2012

– Kinderchirurgie – 2 Stunden (Freitag)

– Traumatologie + 2 Stunden (Freitag)

– Jokerkapazität – 2 Stunden (Freitag)

– Viszeral/Thorax – ½ Saal (Donnerstag)

– Jokerkapazität + ½ Saal (Donnerstag)

Kennzahlen 2012 2011

Total Anzahl Operationen 15905 15503

– davon geplante Operationen 12116 11793

– davon ungeplante Operationen 3789 3710

Total OP-Stunden 15814 15463

– davon OP-Stunden geplante Operationen 12333 12245

– davon OP-Stunden ungeplante Operationen 3481 3218

Jahresbericht 2012 | 83


KSW Kantonsspital Winterthur

Zentrum für Intensivmedizin (ZIM)

Kommentar zu den Zahlen

Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) erhebt jährlich eine Statistik der angeschlossenen

Intensivstationen. Die Zahlen zeigen eine Zunahme von 22 Eintritten (+ 2,1 %). Die durchschnittliche

Aufenthaltsdauer verkürzte sich von 3,7 Tagen auf 3,5 Tage. Die geleisteten Schichten verringerten sich

um 487 (– 3,9 %). Wie die Patientenkategorien zeigen, nahmen auch die Beatmungsschichten ab.

Dr. med. Alois Haller

Chefarzt, Leiter

Personelles

Im Berichtsjahr wurde eine Zufriedenheitsumfrage bei den Mitarbeitenden durchgeführt. Die Resultate

zeigten ein sehr gutes Bild. Im Vergleich zur letzten Durchführung im Jahr 2009 konnte die Zufriedenheit

in sämtlichen Bereichen erhöht werden. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf ein stabiles Team und eine gute

interdisziplinäre Zusammenarbeit zurückzuführen.

Projekte

Im Rahmen eines Projektes konnten Erfahrungen mit dem neuen Berufsbild «Fachangestellte Gesundheit»

in einer Intensivstation gesammelt werden. Der positive Verlauf des Pilotbetriebs führte zur Integration

einer Fachangestellten Gesundheit in das Pflegeteam.

Kennzahlen 2012 2011

Anzahl Eintritte 1060 1038

Aufenthaltsdauer (d) 3,5 ± 6,4 3,7 ± 7,8

Total Schichten 11914 12401

Beatmungsschichten 6361 7192

davon SGI-Kategorie 1a 25,9 % 31,1 %

davon SGI-Kategorie 1b 39,2 % 38,6 %

davon SGI-Kategorie 2 31,3 % 27,0 %

davon SGI-Kategorie 3 3,5 % 3,2 %

Dialysen 352 403

84 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Zentrum für Palliative Care

Dr. med.

Michael Rogenmoser

Oberarzt, Leiter

Der Auftrag des Zentrums für Palliative Care ist primär die interdisziplinäre palliative Betreuung von

Patienten mit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankungen und ihren Angehörigen.

Im Vordergrund stehen die Kontrolle von Symptomen, die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung,

die Begleitung von Patienten, Angehörigen und Familien und der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks für

die Zeit nach dem Spitalaustritt.

Ebenfalls zum Auftrag gehören die Begleitung von Patienten beim Sterbeprozess und die Betreuung in der

finalen Phase.

Diese Aufgaben werden von einem interdisziplinären Kernteam wahrgenommen, bestehend aus Pflegefachpersonen,

Seelsorgern, Sozialberaterinnen und Ärzten. Zur Optimierung der Patientenbetreuung wird

zudem eng mit der Physiotherapie, der Ernährungsberatung und dem Schmerzzentrum zusammengearbeitet.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Zusammenarbeit mit den intern und extern zuweisenden

Ärzten, insbesondere den Hausärzten, sowie mit den verschiedenen Spitexdiensten und den spezialisierten

Palliative-Care-Diensten im externen Bereich.

Kennzahlen 2012 2011

Stationäre Patienten 229 205

Pflegetage 3125 3445

Aufenthaltsdauer 13,6 16,8

Ambulante Patienten 0 1

Total Patienten 229 206

Jahresbericht 2012 | 85


KSW Kantonsspital Winterthur

Interdisziplinäre

Zentren

Jahresbericht 2012 | 87


KSW Kantonsspital Winterthur

Tumorzentrum Winterthur

Prof. Dr. med.

Miklos Pless

Chefarzt, Leiter

Im Tumorzentrum sind alle Fachgebiete zusammengefasst, die mit der Behandlung von Tumorerkrankungen

zu tun haben. Die Aufgabe besteht darin, für jeden einzelnen Krebspatienten die bestmögliche

Therapie zu gewährleisten. An den gemeinsamen Tumorfallbesprechungen werden alle Patienten vorgestellt

und interdisziplinär diskutiert. Die Aufteilung des Tumorboards in eine Besprechung für Tumoren

der Lunge und eine für Tumoren im Bauchraum hat sich bewährt. Ausserdem hat das Tumorboard für

gynäkologische Tumoren eine erhebliche Ausweitung erfahren, weil sämtliche Patientinnen mit Brustkrebs

jetzt schon vor der Operation vorgestellt werden. Das Tumorzentrum beteiligt sich weiterhin an der

Tumorfallbesprechung am GZO Spital Wetzikon in Zusammenarbeit mit den dortigen Spezialisten.

Insgesamt betrug die Zahl der Tumorfallbesprechungen 1 093 (Vorjahr 763, Zunahme um 43 %), dabei

wurden am gynäkologischen Tumorboard 488 Patienten vorgestellt (Vorjahr 227) und am urologischen

Tumorboard 69 (Vorjahr 84). Am gastrointestinalen und am thoraxchirurgischen Tumorboard wurden 536

Patienten (Vorjahr 452) besprochen. Die klinische Forschung in der Onkologie war auch 2012 aktiv: Es

wurden 18 Patienten im Rahmen von SAKK-Protokollen behandelt, 19 Patienten im Zusammenhang mit

Studien anderer Organisationen. Besonders erfreulich ist, dass Prof. Dr. med. Peter E. Ballmer in Zusammenarbeit

mit der Medizinischen Onkologie einen Onkosuisse-Grant zur Durchführung einer Ernährungsstudie

zugesprochen erhielt.

Im Jahr 2012 wurde für Patienten die Veranstaltung «Gratwanderung» angeboten und wurden die Tumortage

durchgeführt, welche wieder ein grosser Erfolg waren. Ausserdem gab es eine Laienfortbildung zu Prostatakrebs.

Hausarztfortbildungen betrafen Leberzell-, Prostata- und Lungenkrebs. Das Tumorzentrum bot zudem

den Kurs «How to write a scientific paper» an, der von Interessierten aus der ganzen Schweiz besucht wurde.

Erneut besuchte eine chinesische Onkologie-Delegation das Tumorzentrum und führte zusammen mit den

KSW-Spezialisten ein Tumorboard durch. Ausserdem war das Tumorzentrum Winterthur auch 2012 eines der

beiden Zentren, die Anlässe im Zusammenhang mit dem internationalen Lungenkrebsmonat durchführten.

Ein Höhepunkt für das Tumorzentrum war die Eröffnung des Turmhauses. Das Turmhaus ist ein Angebot

der Krebsliga Zürich für Patienten und Angehörige. Das Turmhaus bietet psychosoziale Beratung,

Kurse oder auch nur Kaffee und die Möglichkeit zu einem Gespräch. Diese Institution ist für die

Deutschschweiz eine absolute Pionierleistung, und das Tumorzentrum dankt der Krebsliga Zürich, dass

sie Winterthur die Möglichkeit gegeben hat, dieses Projekt zu verwirklichen, und auch Dr. med. Thomas

Kroner, dem ehemaligen Leiter des Tumorzentrums, der das Turmhaus-Projekt initiierte und stark

mitprägte.

88 | Jahresbericht 2012

Publikationen

Peer reviewed papers:

– Gautschi, O., Dingemans, A.M., Crowe, S., Peters, S., Roder,

H., Grigorieva, J., Roder, J., Zappa, F., Pless, M., Brutsche,

M., Baty, F., Bubendorf, L., Hsu Schmitz, S.F., Na, K.J.,

Carbone, D., Stahel, R., Smit, E.: VeriStrat(®) has a

prognostic value for patients with advanced non-small-cell

lung cancer treated with erlotinib and bevacizumab in the

first line: Pooled analysis of SAKK19/05 and NTR528.

Lung Cancer, 2012 Oct 31.

– Zappa, F., Droege, C., Betticher, D., von Moos, R., Bubendorf,

L., Ochsenbein, A., Gautschi, O., Oppliger Leibundgut, E.,

Froesch, P., Stahel, R., Hess, T., Rauch, D., Schmid, P.,

Mayer, M., Crowe, S., Brauchli, P., Ribi, K., Pless, M.:

Bevacizumab and erlotinib (BE) first-line therapy in

advanced non-squamous non-small-cell lung cancer

(NSCLC) (stage IIIB/IV) followed by platinum-based

chemotherapy (CT) at disease progression: A multicenter

phase II trial (SAKK 19/05). Lung Cancer, 2012 Dec;

78(3): 239–244.

– Cathomas, R., Rothermundt, C., Klingbiel, D., Bubendorf, L.,

Jaggi, R., Betticher, D.C., Brauchli, P., Cotting, D., Droege,

C., Winterhalder, R., Siciliano, D., Berthold, D.R., Pless, M.,

Schiess, R., von Moos, R., Gillessen, S.; for the Swiss Group

for Clinical Cancer Research (SAKK): Efficacy of Cetuximab

in Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer

Might Depend on EGFR and PTEN Expression: Results

from a Phase II Trial (SAKK 08/07). Clin Cancer Res, 2012

Nov 1; 18(21): 6049–6057.

– Früh, M., Cathomas, R., Siano, M., Tscherry, G., Zippelius, A.,

Mamot, C., Erdmann, A., Krasniqi, F., Rauch, D., Simcock,

M., Küttel, E., Fustier, P., Pless, M.; Swiss Group for Clinical

Cancer Research: Carboplatin and Paclitaxel Plus ASA404

as First-Line Chemotherapy for Extensive-Stage Small-Cell

Lung Cancer: A Multicenter Single Arm Phase II Trial

(SAKK 15/08). Clin Lung Cancer, 2012 May 23.

– Bruessow, C., Karrer, U., Gubler, J., Pless, M.: Homonymous

hemianopsia in a patient with Hodgkin‘s lymphoma in

remission after BEACOPP chemotherapy. J Clin Oncol, 2012

Apr 20; 30(12): e130–132.

– Pesce, G.A., Klingbiel, D., Ribi, K., Zouhair, A., von Moos, R.,

Schlaeppi, M., Caspar, C.B., Fischer, N., Anchisi, S., Peters,

S., Cathomas, R., Bernhard, J., Kotrubczik, N.M., D‘Addario,

G., Pilop, C., Weber, D.C., Bodis, S., Pless, M., Mayer, M.,

Stupp, R.: Outcome, quality of life and cognitive function of

patients with brain metastases from non-small cell lung

cancer treated with whole brain radiotherapy combined with

gefitinib or temozolomide. A randomised phase II trial of the

Swiss Group for Clinical Cancer Research (SAKK 70/03).

Eur J Cancer, 2012 Feb;,48(3):,377–384.

– Ruhstaller, T., Ribi, K., Sun, H., Schmitz, S.-F., Borner, M.,

Winkler, A., Mueller, A., von Rohr, L., Winterhalder, R.C.,

Rochlitz, C., von Moos, R., Anchisi, S., Caspar, C.B., Zaman,

K., Bodmer, A., Beyeler, M., Berardi, S., Thurlimann, B.J.K.,

Templeton, A.: Prevention of palmoplantar erythrodysesthesia

(PPE) with an antiperspirant in breast cancer patients

treated with pegylated liposomal doxorubicin (PLD), a

placebo-controlled, double blinded, phase lll trial (SAKK

92/08). J Clin Oncol 30, 2012 (suppl; abstr 9059).


KSW Kantonsspital Winterthur

Gefässzentrum

Im Gefässzentrum Winterthur werden Patienten mit Gefässkrankheiten durch die kooperierenden Fachbereiche

Angiologie, Gefässchirurgie und Interventionelle Radiologie mit koordiniertem Einsatz der

Ressourcen interdisziplinär abgeklärt und behandelt.

Es zeigte sich auch im Jahr 2012 eine erfreuliche Entwicklung in allen drei Disziplinen.

Dr. med.

Regula Jenelten

Chefärztin, Leiterin

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird gefördert. Täglich werden Problempatienten im Team besprochen.

Patienten mit Varizen werden häufig in einer gemeinsamen Sprechstunde (Angiologie/Gefässchirurgie)

beurteilt. Die Kollegen von der Interventionellen Radiologie sind an einem halben Tag pro Woche in

der angiologischen Sprechstunde tätig. Die endovaskuläre Behandlung von Aortenaneurysmen sowie die

minimalinvasive Varizentherapie werden von den Kollegen von der Gefässchirurgie und der Interventionellen

Radiologie gemeinsam durchgeführt. Jeweils am Dienstag findet eine interdisziplinäre Gefässkonferenz

statt.

Das Leistungsangebot des Gefässzentrums sowie die entsprechenden Zahlen finden sich im Jahresbericht

unter den Rubriken Angiologie, Gefässchirurgie und Interventionelle Radiologie.

Jahresbericht 2012 | 89


KSW Kantonsspital Winterthur

Schmerzzentrum

Dr. med. Renate

Herren Gerber

Leitende Ärztin, Leiterin

Per 1. Januar 2012 konnte die vakante 60 %-Stelle am Schmerzzentrum mit Meike Vorbrüggen, Fachärztin

FMH für Anästhesiologie, besetzt werden. Sie begann die berufsbegleitende Weiterbildung zur Schmerztherapeutin

und wird über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren die Fähigkeitsausweise in psychosomatischer

und psychosozialer Medizin (SAPPM) und interventioneller Schmerztherapie (SSIPM) erwerben.

Zudem besuchte sie bereits die diagnostischen Module der Ausbildung in manueller Medizin (SAMM).

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde weiterentwickelt. Durch den Beizug der Physiotherapeutin

Angie Röder, welche sich auf die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen spezialisiert hat,

konnte die interdisziplinäre Schmerzsprechstunde mit neuer Fachkompetenz erweitert werden.

In Zusammenarbeit mit der «Spezialsprechstunde Schmerzstörungen» der Integrierten Psychiatrie

Winterthur (ipw) konnte ein Kooperationsvertrag ausgearbeitet werden, welcher die Anstellung eines

Psychologen am Schmerzzentrum ermöglicht. Diese Stelle wird per 1. Januar 2013 von Mira Budimic, lic.

phil., Psychologin FSP, besetzt. Die bilaterale Zusammenarbeit entwickelte sich weiterhin erfreulich.

Die interdisziplinäre Betreuung von Palliativ-Patienten mit schwierigen Schmerzproblemen am Zentrum

für Palliative Care wurde intensiviert. Dies führte zu einer Zunahme der Anzahl stationärer Fälle am

Schmerzzentrum.

Nebst diversen internen und externen Vorträgen zum Thema Schmerz veranstaltete das Schmerzzentrum

ein gut besuchtes Symposium zum Thema «Aktuelles zum unspezifischen Rückenschmerz».

Kennzahlen 2012 2011

Ambulante Sprechstunde

Erstkonsultationen 159 148

Konsilien 1 1

Weitere Konsultationen 1194 1115

Ambulante Eingriffe 136 95

Total Termine zu ambulanten Fällen 1490 1359

Total ambulante und externe Fälle 331 307

Stationär

Total stationäre Fälle 92 76

90 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Seelsorge

Pfarrerin

Nicole de Lorenzi

Leiterin

ref. Spital seelsorge

Kommentar zu den Zahlen

Die Spitalseelsorge (inkl. der Betreuung der Freiwilligen Sitzwache mit 30 Stellenprozenten) wird von der

römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich finanziert. Das

KSW stellt verdankenswerterweise die Infrastruktur zur Verfügung. Im Jahr 2012 wurden insgesamt über

100 Gottesdienste im KSW und in der Klinik Schlosstal in Wülflingen gefeiert, 50 Andachten «Intervall

zur Tagesmitte» sowie 2 Patientenweihnachtsfeiern gestaltet (eine in der Klinik Lindberg und eine hier im

Haus). Dazu wurden nebst den regulären Diensten von katholischer Seite insgesamt 70 und von reformierter

Seite 47 Piketteinsätze geleistet. Von katholischen Seelsorgern wurden 102 Krankensalbungen

ge spendet.

Die Gruppe der Freiwilligen Sitzwache leistete 482 Einsätze: Dies stellt seit der Gründung der Sitzwachengruppe

am KSW einen Rekord dar!

Gemeinsam waren die beiden Pfarrämter im Unterricht für Pflegeberufe (ZHAW, FaGe, interne Weiterbildungen

am KSW) und in der Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten engagiert. Sie wirkten

bei der «Gratwanderung – Leben mit Krebs» mit, organisierten die Reihe «Der Seele Raum geben» und

gestalteten die einmal jährlich stattfindende ökumenische Feier für verstorbene Kinder auf dem Friedhof

Rosenberg, dazu schrieben sie regelmässig für die Mitarbeiterzeitung «bazillus». Beide Konfessionen

waren im Ethikforum vertreten.

Pfarrer

Guido Hangartner

Leiter

kath. Spitalseelsorge

Personelles/Änderung im Stellenplan

Der Stellenplan des reformierten Pfarramtes umfasst 240 Stellenprozente am KSW, dazu kommen 30

Stellenprozente für das Sekretariat und 20 Stellenprozente an der Klinik Lindberg. Das reformierte

Pfarramt engagierte sich auch im Jahr 2012 beim Notfallseelsorgepikett. Adrian Berger kündigte nach 15

Dienstjahren als Seelsorger am KSW auf den 31. Dezember 2012. Nicole de Lorenzi übernahm im Mai

die Leitung der Freiwilligen Sitzwache, und nach einer Teamretraite gab es eine neue Aufteilung der

Zuständigkeiten der Seelsorgenden auf den Abteilungen. Nicole de Lorenzi nahm mit dem ZAG Kontakt

auf, und ab 2013 werden die Seelsorgenden wieder als Dozenten tätig sein, dies im ökumenischen

Teamteaching.

Der Stellenplan des katholischen Pfarramtes umfasst 230 Stellenprozente am KSW plus 30 Stellenprozente

für das Sekretariat und 10 Stellenprozente an der Klinik Lindberg. Auf Ende 2011 konnte der Pikettdienst

an den Spitälern durch entsprechende Vereinbarungen als Priesterpikettdienst kantonalisiert werden.

Die von den Priestern am KSW zu betreuende Region umfasst Winterthur und das Zürcher Unterland.

Martin Paulus zog mit der Assessmentstation mit 10 Stellenprozenten von der ipw mit um und wurde im

Berichtsjahr zudem zum Diakon geweiht. Alberto Dietrich begleitet weiterhin die überkonfessionelle

Selbsthilfegruppe für Trauernde am Selbsthilfezentrum Winterthur, dies nun schon seit fünf Jahren. Die

Werbeflyer hierfür werden neuerdings vom KSW finanziert, da es sich bei diesem Projekt um ein Nachsorgeangebot

für Angehörige handelt.

Besonderes

Die Spitalseelsorge engagierte sich im vergangenen Jahr ökumenisch besonders bei der Palliative Care

und machte in verschiedenen Arbeitsgruppen (auch für hausinterne Weiterbildungen in Palliative Care)

mit. Neu wurde zusammen mit den Pflegenden auf der Palliativstation ein Abschiedsritual für Mitarbeitende

der Station entwickelt, das monatlich stattfindet. Alberto Dietrich, Vorstandsmitglied des Vereins

Palliative Care Winterthur–Andelfingen, lancierte zusammen mit der ZHAW die Idee einer Bedarfsanalyse

für Hospizbetten in Winterthur und Umgebung. Im Herbst nahmen die beiden Leitenden an der Kaderweiterbildung

des KSW teil. Ferner wurde eine interne Weiterbildung am ZIM und für die Freiwilligen

von IDEM durchgeführt. Das Büro ist einmal mehr umgezogen und ist jetzt im Erdgeschoss des Turmhauses

(Haldengutareal) an der Haldenstrasse 69 zu finden. Um den Kontakt zum Rettungsdienst zu

intensivieren, durften alle interessierten Spitalseelsorgenden je einen Tag als Praktikanten mit dem

Notfallwagen mitfahren. Ueli Bosshard, Dienststellenleiter der reformierten Spital- und Klinikseelsorge

im Kanton Zürich, erhielt den Auftrag, den Kontakt zur Spitalleitung und zur Baukommission zu pflegen,

wenn es um den Umbau der Spitalkirche geht. Neu findet das wöchentliche «Intervall zur Tagesmitte»

(Mittagsgebet) versuchsweise am Donnerstag statt am Freitag statt.

Jahresbericht 2012 | 91


KSW Kantonsspital Winterthur

Rettungsdienst

Kommentar zu den Zahlen

Eine leichte Zunahme der Einsätze (+ 6,3 %) im Vergleich zum Vorjahr liegt im Bereich der statistischen

Schwankungsbreite. Das Verhältnis bei der Art der Einsätze sowie die Verteilung der Aufgebotsstufen

zeigten keine wesentlichen Veränderungen.

Jann Rehli

Leiter

Qualität

Um die Protokollierung detaillierter und trotzdem praktikabel zu gestalten, wurde im Januar 2012 die

elektronische Dokumentation eingeführt. Sämtliche Handlungen werden bereits während des Einsatzes

mittels Tablet-PC erfasst. Einmal erfasste Daten können dann immer wieder genutzt werden. So werden

zum Beispiel beim Anmelden des Patienten Angaben wie Name, Geburtsdatum usw. direkt aus der

Ambulanz an die Notfallstation geschickt.

Personelles

2012 haben zwei Studierende das Diplom als Rettungssanitäterin bzw. Rettungssanitäter HF erhalten.

Eine Herausforderung stellt die Besetzung der Stellen dar. Der Bedarf an diplomiertem Personal ist

gesamtschweizerisch höher als die Zahl der aktuell zur Verfügung stehenden Berufsleute. Deshalb ist und

bleibt die Berufsbildung ein wichtiger Bestandteil des Rettungsdienstes Winterthur.

Organisatorisches

Die Einführung des Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) hat sich bewährt. Seit März 2012 rückt der Notarzt/

die Notärztin in einem separaten Fahrzeug aus. Das NEF wird von Kaderangehörigen oder Berufsbildnern

gelenkt, welche im Bedarfsfall die Einsatzleitung übernehmen.

Im Herbst wurde erstmals eine grosse Einsatzübung durchgeführt. Dabei wurde die Zusammenarbeit der

verschiedenen Blaulichtorganisationen auf die Probe gestellt. Die Figuranten wurden vor Ort triagiert,

notbehandelt und anschliessend ins KSW transportiert. Die Übung hat gezeigt: Ein grösseres Ereignis

könnte durch den Rettungsdienst Winterthur in Zusammenarbeit mit allen Partnern bewältigt werden, auch

wenn der eine oder andere Aspekt noch optimiert werden kann.

Neubau Dienstgebäude Rettungsdienst

Am 14. April (Tag des Sanitätsnotrufes) wurden die neuen Räumlichkeiten des Rettungsdienstes Winterthur

der Bevölkerung vorgestellt. Die Inbetriebnahme erfolgte im Mai. Das Dienstgebäude erfüllt seinen

Zweck und erlaubt gute Abläufe im Dienstalltag.

92 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Rettungsdienst

2012 2011

Rettungsdienst

Anzahl Einsätze 7417 6977

Durchschnittliche Anzahl Einsätze/Tag 20,3 19,1

Total gefahrene Kilometer 179571 165707

Durchschnittliche Anzahl Kilometer/Tag 492 454

Durchschnittliche Anzahl Kilometer/Einsatz 24,2 23,8

Anzahl Notarzteinsätze 1460 1440

Art der Einsätze

Krankheit 4128 3876

Unfälle 1727 1476

Sekundärfahrten 1333 1356

Frühgeburten (Isolette) 117 84

Übrige 112 185

Jahresbericht 2012 | 93


KSW Kantonsspital Winterthur

Dienste

Jahresbericht 2012 | 95


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzen

Ruth Meier

Direktorin

Immaterielle «Wertetreiber» sind für den Erfolg entscheidend.

Wenn Management die Transformation von Wissen ist, dann werden wir darauf

angewiesen sein, die Produktivität von Wissen zu messen.

Sich auf Veränderungen vorzubereiten und mit Veränderungen umgehen zu können sind wichtige Faktoren

für eine erfolgreiche Zukunft. Das Jahr 2012 war für den Dienst Finanzen stark geprägt von Tätigkeiten

in zahlreichen Projekten. Eines der wichtigsten Vorhaben war die termingerechte Einführung des Fallpauschalensystems

SwissDRG für die Verrechnung von stationären Behandlungen ab 1. Januar 2012. Dank

dem sehr grossen Engagement von vielen Personen konnten bereits am 1. März 2012 die ersten fehlerfreien

Fakturen an die Versicherer verschickt werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erarbeitung der

Strategie des Dienstes Finanzen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das KSW ist auch, die Transformation

von Wissen zu sichern.

Die finanzwirksamen Prozesse am KSW wurden dokumentiert und einer systematischen und laufenden

Überwachung und Beurteilung unterzogen. Somit verfügt das KSW über ein IKS, welches dem stetigen

Wandel gerecht wird und die Prozesse auch immer wieder bezüglich Effizienz und Effektivität hinterfragt.

Dabei ist es wichtig, den Kosten-Nutzen-Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Dienst Finanzen hat nebst dem Tagesgeschäft bei folgenden Projekten mitgearbeitet:

Finanz- und Rechnungswesen

Die Einführung eines neuen Informatiksystems in der Materialbewirtschaftung hatte im Berichtsjahr

grossen Einfluss auf die Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen. Die Fakturierung nach SwissDRG hat

nebst der Anpassung der Ertragsverbuchung auch ein aufwendiges Reporting von Rechnungsdaten an die

Gesundheitsdirektion mit sich gebracht.

Finanzcontrolling

Die Umstellung der Spitalfinanzierung auf Fallkostenpauschalen nach SwissDRG hat zu höheren spezifischen

Anforderungen an das Berichtswesen geführt, deren konzeptionelle Erarbeitung und Umsetzung im

Berichtsjahr einen thematischen Schwerpunkt bildete. Zusätzliche Ressourcen wurden in diesem Zusammenhang

in den Aufbau und die Entwicklung einer neuen, multidimensionalen Datenbank investiert,

welche die Basis der zukünftigen Planungs- und Berichtsstruktur darstellt.

Patientenadministration/Tarife

Im Projekt «SwissDRG» wurden die Weichen optimal gestellt, so dass mit einer fehlerfreien Fakturierung

wie vorgesehen termingerecht begonnen werden konnte. Mitte Jahr zog die Abteilung auf das Areal der

Haldengut-Brauerei um, was dank der umfangreichen Vorbereitung reibungslos verlief.

Medizincontrolling und Codierung

Die wichtigsten Schwerpunkte waren die Beibehaltung einer hochstehenden Codierqualität und damit die

Gewährleistung einer fehlerfreien Fakturierung nach SwissDRG, die Entwicklung einer engen Zusammenarbeit

mit den Kliniken, die Pilotierung von fallbegleitender Codierung, die Einführung des neuen

SwissDRG-Reports sowie die Mitarbeit beim Prisma-Projekt und beim Aufbau der Prozesse für ein

erfolgreiches Rückweisungsmanagement.

Einkauf Verbrauchsmaterial

In verschiedenen Projekten und durch Verhandlungen konnten die Materialkosten nachhaltig reduziert

werden. Ausserdem wurden umfangreiche Konzepte erarbeitet, um den Einkauf neu zu strukturieren und

für die Herausforderungen der kommenden Jahre optimal zu positionieren.

Bibliotheken

In der Patientenbibliothek wurden im Berichtsjahr 16 888 Medien (Vorjahr 19 973) ausgeliehen. Zur

Unterstützung des kleinen Teams der Bibliothek waren während rund 730 Stunden freiwillige Mitarbeiterinnen

tätig.

Organisation

In der ersten Jahreshälfte wurden beim Projekt SwissDRG noch kleine Anpassungen vorgenommen.

Die neue Bildungsverordnung für Kaufmännische Lernende ab Generation 2012 wurde termingerecht und

erfolgreich umgesetzt. Alle Berufsbildner/-innen wurden intensiv geschult.

96 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

HRM und Pflege

Die Erarbeitung der Personalstrategie konnte im Jahr 2012 abgeschlossen werden. Damit hat das KSW

eine fundierte Grundlage, um in den nächsten Jahren die Themen Personalgewinnung, -entwicklung und

-bindung systematisch und zielorientiert weiterzubearbeiten. Die positiven Resultate der Mitarbeiterbefragung

zeigen auf, dass das KSW eine gute Ausgangslage hat. Bei den meisten wesentlichen Kriterien ist

die Zufriedenheit der KSW-Mitarbeitenden höher als in vergleichbaren Spitälern.

Markus Wittwer

Direktor

Personalentwicklung

Die Personalstrategie wurde im Rahmen von sieben Workshops, an denen insgesamt fast 180 Personen

teilnahmen, mit dem Kader diskutiert. Die Kaderworkshops widmeten sich dem Thema «Personalführung

in Expertenorganisationen, welchen Auftrag haben Vorgesetzte am KSW?» und stiessen auf ein sehr

positives Echo. Die Möglichkeit, sich zu Führungsthemen auszutauschen und sich weiterzubilden, wird

geschätzt. Die Kadertage werden 2013 wieder angeboten.

Personaldienst

Die neue Struktur im Personaldienst konnte dank einem Ausbau der Personalressourcen erfolgreich

umgesetzt werden. Die Departemente/Institute/Dienste (DID) haben nun eine direkte Ansprechpartnerin

im Personaldienst, die ihre Anliegen umfassend bearbeitet. Die HR-Bereichsleiterinnen werden jeweils

von einer fest zugeteilten Personalassistentin unterstützt. Durch die Verbesserung der Personalsituation

konnten die Durchlaufzeiten erheblich verkürzt, die Pendenzen abgebaut und das Leistungsangebot für die

DID ausgebaut werden.

Berufsbildung

Die Gesundheitsdirektion macht ab 2013 im Rahmen einer Ausbildungsverpflichtung detaillierte Vorgaben

zur Anzahl Ausbildungswochen, die vom KSW anzubieten sind. Diese Vorgaben werden am KSW zurzeit

um fast 100 % übertroffen. Die gute Qualität der Berufsbildung am KSW zeigt sich auch in der hohen

Nachfrage nach Praktikumsplätzen sowie in positiven Resultaten bei den Befragungen von Lernenden/

Studierenden.

Das Kompetenzzentrum für Berufsbildung nimmt nun konkrete Formen an. So wurden unter anderem die

Rekrutierungsprozesse und die Anstellungsbedingungen vereinheitlicht. Für Themen wie «Umgang mit

Lernschwierigkeiten», «Berufsbildungsmarketing» oder «Weiterbildungen für Berufsbildende» wurden

KSW-übergreifende Konzepte erarbeitet.

Pflege

Der Pflegedienst des KSW beteiligt sich an der vom Nationalfonds unterstützten Studie «Monitoring des

Einflusses der DRG auf Pflegekontextfaktoren in Schweizer Akutspitälern». Dabei soll der Einfluss der

DRG-Einführung auf die Pflegequalität und die Mitarbeiterzufriedenheit untersucht werden. Die ersten

Resultate konnten im Herbst ausgewertet werden und geben dem Pflegedienst des KSW eine gute Grundlage,

um die Entwicklung der Pflegequalität sowie der Zufriedenheit der pflegenden Mitarbeiter/-innen

weiterzuverfolgen. Die Resultate wurden an einem Kongress mit Beteiligung der Pflegewissenschaftlerinnen

des KSW vorgestellt.

Bei den Pflegeberufen und einzelnen anderen Gesundheitsberufen wurde eine SAMS-Studie durchgeführt.

Mit der Studie soll der Leistungsbeitrag der Lernenden/Studierenden aufgezeigt werden. Ihm wird der

Betreuungsaufwand gegenübergestellt. Es zeigt sich, dass die Lernenden/Studierenden eine erhebliche

Arbeitsleistung erbringen. Um dies sicherzustellen, braucht es aber auch einen hohen Betreuungsaufwand.

Die täglich benötigten durchschnittlich 1,5 Std. bedeuten, dass sich am KSW insgesamt ca. 35 Personen

ausschliesslich mit der Berufsbildung beschäftigen.

Systematisch wurden 2012 auch diverse Qualitätsthemen angegangen. So konnte unter anderem durch die

Überprüfung und Anpassung der Laborprozesse die Fehlerquote signifikant reduziert werden. Zur Unterstützung

der Pflegenden in Situationen mit knappen Ressourcen wurde das Konzept «Prioritätensetzung»

erarbeitet.

Bei der elektronischen Erfassung der Pflegeleistungen konnte ein weiterer Schritt zur Automatisierung

gemacht werden. Die Abgabe von Medikamenten wird nun direkt aus dem elektronischen Kardex in das

LEP übernommen. Weiter können neu DRG-relevante Diagnosen (z. B. Dekubitus) oder Pflegemassnahmen

(z. B. Isolation) von der Pflegedokumentation automatisch ins Dossier der Medizinischen Codierung

übertragen werden.

Jahresbericht 2012 | 97


KSW Kantonsspital Winterthur

HRM und Pflege

Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten ein Dienstjubiläum feiern

und den Dank der Spitaldirektion entgegennehmen:

25 Dienstjahre

Dommann-Scherrer, Corina, Leitende Ärztin, Institut für Pathologie

Kuhn Ersayan, Annelies, Fachfrau Gesundheit, Departement Chirurgie

Städeli, Silvia, Pflegefachfrau, Departement Medizin

Ruf, Show Fen, Hebamme, Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Rutschi, Rita, Mitarbeiterin Telefonzentrale, Infrastruktur

Joksimovic, Slobodan, Lagerungspfleger, OP-Betrieb

Hess, Thomas, Chefarzt Pneumologie, Departement Medizin

Chiasserini-Zambrino, Maria, Mitarbeiterin Ambulante Abrechnung/Inkasso, Finanzen

Reiser, Matthias, Fachmann Intensivpflege, Zentrum für Intensivmedizin

Pavesi-Kübler, Regula, Pflegefachfrau, Interdisziplinäre Notfallorganisation

Egli, Lotti, Biomedizinische Analytikerin, Institut für Pathologie

Lienhard, Rosa, Abteilungslogistikerin, Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Römer Reifler, Marlis, Mitarbeiterin Telefonzentrale, Infrastruktur

Hirter, Ursula, Pflegefachberaterin, Departement Medizin

Kaiserauer, Heike, Sekretärin Direktor/Chefarzt, Departement Kinder- und Jugendmedizin

Jahn-Baumgartner, Christine, Gruppenleiterin Pflege, Interdisziplinäre Notfallorganisation

Würgler-Merz, Heidi, Arztsekretärin, Departement Medizin

Ljubomirovic, Milojko, Mitarbeiter Warenannahme, Infrastruktur

Simovic, Nebojsa, Stv. Leiter Pflege, Departement Medizin

Stadler-Bodmer, Regula, Stv. Abteilungsleiterin Pflege, Departement Chirurgie

Bigler-Meier, Marianne, Arztsekretärin, Departement Chirurgie

30 Dienstjahre

Gsell-Schäfli, Ida, Gruppenleiterin Ambulatorium, Departement Chirurgie

Fent, Yvonne, Pflegefachfrau Stoma- und Wundberatung, Departement Chirurgie

Bacayo, Jocelyn, Pflegefachfrau, Departement Medizin

Di Paola, Giuseppina, Mitarbeiterin Reinigung, Infrastruktur

Moscato, Domenica, Mitarbeiterin Reinigung, Infrastruktur

Züst, Roman, Mitarbeiter HLK, Infrastruktur

Blösch Jucker, Ursula, Pflegehelferin, Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

Cabiallavetta, Beat Othmar, Fachmann Intensivpflege, Zentrum für Intensivmedizin

Decurtins, Marco, Direktor/Chefarzt, Departement Chirurgie

Kessler Winkler, Christine, Pflegefachfrau, Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Huber Nüssli, Nelli, Abteilungsleiterin Pflege, Departement Medizin

Guardia, Mercedes, Mitarbeiterin Lingerie, Infrastruktur

Jucker, Albert, Leiter Casemanagement/Rekrutierung, HRM und Pflege

Meier, Ruth, Direktorin, Finanzen

Capaul-Sommer, Romy, Gruppenleiterin Pflege, Interdisziplinäre Notfallorganisation

98 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

HRM und Pflege

35 Dienstjahre

Müller-Joan, Elisabeth, Biomedizinische Analytikerin, Institut für Labormedizin

Wiesemes-Hurter, Marianne, MPA Medizinische Onkologie, Departement Medizin

Müller, Beatrice, Pflegefachfrau, Departement Chirurgie

Scherrer-Aeby, Annamaria, Gruppenleiterin Pflege, Zentrum für Intensivmedizin

Kalberer-Bruggmann, Heidi, Pflegefachfrau Pflegepool, HRM und Pflege

Megherbi-Hinder, Elisabeth, Pflegefachfrau, Interdisziplinäre Notfallorganisation

40 Dienstjahre

Meister, Irene, Pflegefachfrau, Departement Chirurgie

Röthlisberger, Regula, Pflegefachfrau/Hauptnachtwache, Departement Chirurgie

Mucic Babic, Mara, Pflegehelferin, Departement Medizin

Schmid, Heidi, Leiterin Biomedizinische Analytik Klinische Chemie,

Institut für Labormedizin

Ruhestand 2012

Kramer, Ruth, Pflegehelferin, Departement Chirurgie

Egli, Beatrice , Arztsekretärin, Departement Medizin

Janezic, Mira , Biomedizinische Analytikerin, Institut für Labormedizin

Baur, Inger, Mitarbeiterin Klinische Chemie, Institut für Labormedizin

Feierabend Cottiati, Christa, Abteilungslogistikerin,

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Panic, Stana, Pflegehelferin, Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

Egli-Furrer, Irène, Abteilungslogistikerin, Departement Medizin

Wüthrich, Susanne, Sekretärin Leitender Arzt Orthopädie, Departement Chirurgie

Orolic, Zoran, Mitarbeiter Reinigung, Infrastruktur

Keller, Hans-Peter, Direktor/Chefarzt, Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie

Jahresbericht 2012 | 99


KSW Kantonsspital Winterthur

HRM und Pflege

Berufsbildung

In Ausbildung standen

Fachfrau/-mann Betreuung Kinder (La Luna), EFZ 10

Fachfrau/-mann Betriebsunterhalt, EFZ 2

Elektrofachmann/-frau, EFZ 1

Fachfrau/-mann Gesundheit, EFZ 111

Fachfrau/-mann Hauswirtschaft, EFZ 4

Kauffrau/-mann, EFZ 13

Koch/Köchin, EFZ 8

Büroassistent/-in, EBA 1

Restaurationsangestellte, EBA 2

BMA, Biomedizinische Analytikerin HF 13

Pflegefachfrau/-mann HF 118

OT, Fachfrau/-mann Operationstechnik HF 8

MTRA, Fachfrau/-mann für medizinisch-technische Radiologie HF 9

Rettungssanitäter/-in HF 9

Experte/Expertin Intensivpflege NDS HF 5

Experte/Expertin Anästhesiepflege NDS HF 9

Experte/Expertin Notfallpflege NDS HF 8

Diätkoch/-köchin 4

Ihr Praktikum absolvierten

Studierende Ernährungsberatung FH 3

Studierende Pflege FH 17

Studierende Ergotherapie FH 2

Studierende Hebamme FH 32

Studierende Physiotherapie FH 25

FMS, Fachmittelschul-Praktikantinnen 2

100 | Jahresbericht 2012

Ihre Ausbildung schlossen ab

Fachfrau/-mann Betreuung Kinder (La Luna), EFZ 2

Fachfrau/-mann Gesundheit, EFZ 21

Fachfrau/-mann Hauswirtschaft, EFZ 1

Kauffrau/-mann, EFZ 3

Koch/Köchin, EFZ 2

BMA, Biomedizinische Analytikerin HF 4

Pflegefachfrau/-mann HF 21

OT, Fachfrau/-mann Operationstechnik HF 2

MTRA, Fachfrau/-mann für medizinisch-technische Radiologie HF 2

Rettungssanitäter/-in HF 2

Studierende Pflegefachfrau/-mann FH 6

Studierende Ernährungsberatung FH 1

Studierende Hebamme FH 3

Studierende Physiotherapie FH 2

Experte/Expertin Intensivpflege NDS HF 3

Experte/Expertin Anästhesiepflege NDS HF 3

Experte/Expertin Notfallpflege NDS HF 3

Diätkoch/-köchin 2

Aktivitäten im Bereich Berufswahlinformationen

Anzahl TN

Schnupperwochen FaGe (4 Tage) 80

Infoveranstaltungen für Interessentinnen und Eltern (2x/Jahr) 100

Teilnahme am Infotag sowie an Berufs- und Bildungsmessen (3–5 Tage) im Kanton Zürich

Selektionspraktika (4 Tage) für Pflegefachfrauen/-männer 55

Infoveranstaltungen für Interessentinnen BMA HF und Pflege HF (2x/Jahr) 40

Diverse Berufspraktika (2–4Tage) 40


KSW Kantonsspital Winterthur

Infrastruktur

Jari Sibrava

Direktor

Bau

Zentral und für die nahe Zukunft das wichtigste Grossvorhaben ist der Ersatzneubau Hochhaus. Unter dem

Projektnamen «Dydimos» (Zwillinge) soll in analoger, aber gespiegelter Anordnung wie Bettenhaus 1 und

Behandlungstrakt ein Ensemble von zwei neuen Baukörpern entstehen. Als wesentlichster Meilenstein

konnte im Spätsommer nach intensiven Gesprächen mit den künftigen Nutzern der planerische Zwischenstand

«Vorprojekt mit Kostenschätzung» erreicht werden. Die nächste grosse Etappe wird im Jahr 2013

das «Projekt mit Kostenvoranschlag» sein. Weiterhin werden auf dem Weg dahin die künftigen Nutzer mit

den Planern um verträgliche Lösungen ringen. Folgende Erkenntnisse aus dem Vorprojekt werden in die

weitere Planung übernommen:

– Suche nach einem alternativen Standort für die Radio-Onkologie, die wegen ihrer erratischen Struktur

am jetzigen Ort viele Umgehungslösungen nötig macht.

– Versuch, die klassische Struktur der oft statischen Zuteilung von Büros/Untersuchungszimmern durch

eine Nutzungs- und zeitlich optimierte Zuteilung abzulösen.

– Überarbeitung des Parkierungskonzepts dahingehend, dass Patienten/Besuchern sowie Mitarbeitern auch

während der Bauphase zumutbare Parkierungsmöglichkeiten angeboten werden können.

– Weitere Optimierungen im OP-Geschoss punkto Zahl der Operationssäle, aber auch bezüglich der

optimalen Wege (für Patienten und OP-Betrieb).

Parallel zum Projekt Ersatzneubau wird in einer Pilotstudie versucht, bereits in naher Zukunft am Beispiel

der chirurgischen Spezialsprechstunden eine optimale Nutzung und Belegung zu erzielen, um dem akuten

Raumproblem bei weiterem Wachstum zu begegnen.

Weitere Bauvorhaben im Berichtsjahr waren:

– Inbetriebnahme des neuen Dienstgebäudes Rettungsdienst auf dem Areal der Heineken.

– Umbau und Bezug des Turmhauses, ebenfalls auf dem Heineken-Areal, für: Aufgaben der Patientenabrechnung,

die Dienstleistungen der Krebsliga und auch als neue Heimat der beiden Seelsorgen.

Informatik

Ein zentrales Vorhaben der IT zusammen mit der Unternehmensentwicklung war die Neudefinition von

Informatik-Strategie und ‐Struktur. Diese sind an die optimierten Spitalprozesse anzupassen. Im Berichtsjahr

konnte die Informatik-Strategie verabschiedet werden. Weitere Schwerpunkte waren:

– Phoenix (KIS): Übergang im Betreuungskonzept von der bisherigen Projektorganisation zu einer

Betriebsorganisation, die die laufenden Begehren klinikweit abstimmt und priorisiert.

Das Phoenix-Team wird – der Dringlichkeit gehorchend – personell verstärkt.

– Start der Umsetzung hin zu einem umfassenden elektronischen Archiv für die verschiedensten Daten

des KSW.

– Vorbereitungsarbeiten für den im Jahr 2013 geplanten «Rollout» (inklusive Schulungen) des neuen

Betriebssystems Windows 7 und des Büro-Software-Pakets Office 10.

Technik

Verschiedene lokale Baustellen halfen, Betriebsoptimierungen im Kleinen zu erzielen. Weiter galt es, die

existierende Infrastruktur am Leben zu erhalten; sie, wo angezeigt, zu ergänzen oder gar abzulösen.

Beschaffungen/Investitionen

Als gelungen kann der Versuch bezeichnet werden, bei Beschaffungen über die Spitalgrenzen hinaus (und

sogar über die Kulturen verschiedener Häuser hinweg) zu kooperieren: Für die Beschaffung von Betten für

die nächsten fünf bis sechs Jahre schlossen sich drei Spitäler aus dem Kanton Zürich zusammen. Durch

die gemeinsame Ausschreibung konnte eine optimale Lösung gefunden werden.

Organisatorisch wird der «Einkauf Investitionen» für die nächsten zwei Jahre in den Einkauf des Dienstes

Finanzen überführt, um dann 2015, um die Versorgungs- und Zustell-Aufgaben erweitert, wieder in den

Dienst Infrastruktur (gesamte Logistik) integriert zu werden.

Verpflegung

Erfreulich, aber auch an der Grenze der Kapazität: Entsprechend der Steigerung von KSW-weitem

Umsatz, Aufwand und Personalbestand stiegen auch Umsatz und Aufwand in der Verpflegung. Und dies

bei praktisch gleicher Personaldecke.

102 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Infrastruktur

Energieversorgung

2012 2011

Fernwärme MWh 10470 9640

Elektrowärme MWh 0 0

Heizöl MWh 96 13,5

– in Mengeneinheit t 10,43 1,47

Heizgas MWh 3769 4023

Elektro-Energie MWh 11431 11275

Einspeisung Fotovoltaikanl. MWh –28,0 –30,0

Wasser m 3 146800 137200

Sauerstoff medizinal m 3n 1) 117740 113900

Erdgas m 3b 2) 2175 2080

Entsorgung

Hauskehricht t 549 571

Spitalabfälle t 22,3 21,5

Sonderabfälle t 6,3 11

Karton t 81 76,9

Papier t 23 44

Alteisen t 19,1 16,4

Weissblech t 2,3 2,4

Glas t 10,7 10,5

Holz/Sägemehl t 21,9 18,1

Grüngut t 27,3 41,2

Elektro- und EDV-Schrott t 7 9

Batterien t 0,7 1,2

1)

m 3n = Normkubikmeter

2)

m 3b = Betriebskubikmeter

Neben den oben aufgeführten Materialien werden ebenfalls getrennt gesammelt und

von zertifizierten Entsorgern zu Endverwertern in der näheren Umgebung transportiert

(z.B. städtische Kehrichtverbrennungsanlage, Maag Recycling, Winterthur, Biorender AG,

Münchwilen): Medikamente, Gifte, Säuren und Laugen, Lösungsmittel, Quecksilber (inkl.

zerbrochene Thermometer), Küchenabfälle, Bauschutt und PET.

Jahresbericht 2012 | 103


KSW Kantonsspital Winterthur

Infrastruktur

Verpflegung

2012 2011

Personalrestaurant CHF CHF

Getränke 365005 361096

Patisserie 56503 60588

Kalte Küche 437879 409661

Warme Küche 1253494 1243561

Nachtessen 140518 142284

Diverses 11256 10993

Verkäufe an Dritte 25378 23473

Kioskartikel 31182 30833

Automatenartikel 39007 41527

Umsatz 2 360223 2 324018

Verpflegung auf Kostenstelle 222501 198026

Verkäufe an Dritte (bei Anlässen) 184425 191582

Einnahmen aus Mahlzeitenlieferungen an Dritte 243120 259584

Total 3010269 2973210

Verteilung der Mahlzeiten 2012 Frühstück Mittagessen Nachtessen Total Mahlzeiten

Kliniken 109160 120277 110961 340398

Diät 27105 29740 29705 86550

Personalrestaurant 437 159068 17072 176577

Lieferungen an Dritte 20510 20510

Total Mahlzeiten 136702 329595 157738 624035

2012 2011

Cafeteria CHF CHF

Umsatz 1942465 1894526

Total Einnahmen Verpflegung 4952 735 4867 737

Hauswirtschaft

2012 2012 2011 2011

Wäsche kg Stk. kg Stk.

Mietwäsche (Bettwäsche, Frottee etc.) in kg 509963 525633

Mietwäsche (Isolationsmantel, Patientenmantel, Berufskleider) 136678 135697

Eigene Wäsche in kg 24297 19480

Eigene Wäsche in Stück (Berufskleider) 381887 388588

Spezialwäsche (Bébékleider, Vorhänge etc.) im Hause in kg 32035 37825

Total 566295 518565 582938 524 285

Personalzimmer/Wohnungen (Stand per 31.12.2012) Anzahl vermietet

Personalzimmer 148 117

Eigene Wohnungen 16 15

104 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Infrastruktur

2012 2011

Informatik

Mengengerüst per 31.12.2012 (wichtigste Objekte)

Netzwerkanschlüsse (Doppel-Dosen à 4 Ports) 2173 2098

WLAN-Accesspoints 681 665

Im Betrieb produktive Arbeitsstationen (PC oder Terminal) 1695 1667

Im Betrieb produktive Terminals oder ThinClients 50 0

Im Betrieb produktive virtualisierte Clients 292 164

Mobile Geräte inhouse (Notebooks) 195 188

Abgegebene SecureID-Karten für Verschlüsselungsdienste 675 585

Anzahl produktive Server (physisch und virtuell) 342 254

E-Mail-Postfächer 2503 2061

Anzahl PDA 210 219

Anzahl Outlook-Synchronisationen auf Mobiltelefone (private) 130 40

SAN-Speicherplatz in Terabyte (physisch installiert) 260 219

Drucker gesamt 1559 1381

Support- und Wartungsarbeiten

Eingegangene Hotline-Meldungen Tel. 4444 17943 10366

Eingegangene Pagermeldungen (24-Std.-Pikettdienst) 175 194

Bearbeitete Anträge an den Informatikdienst 1594 1592

Durchgeführte Reparaturen 220 425

Kennzahlen Klinikadministration

Total Patienten im HIS 468123 441264

Patienten im Berichtsjahr neu aufgenommen 26962 26071

Eröffnete Fälle (stationäre, ambulante und teilstationäre) 158564 145512

Eröffnete Fälle (externe Aufträge, Patient nicht im KSW) 37211 37421

Erfasste Diagnosen HD, ED, ND (stationäre Patienten) 145738 145181

Statistik Phoenix (PATIS)

Registrierte Benutzer 2623 2 439

Gleichzeitig eingeloggte Benutzer tagsüber (max.) 590 460

Anzahl aufgenommene Fälle 136085 127253

Anzahl Dossiers auf dem System 256104 237627

Anzahl Formulare auf dem System 8544016 6884259

Leihgaben

Verleih von Internet-Notebooks an Patienten in Halbtagen 30 118

Anzahl Internetanschlüsse für Patienten (Kabelverbindungen) 210 443

Anzahl SMS-Registrierungen für Gäste-WLAN 29667

Jahresbericht 2012 | 105


KSW Kantonsspital Winterthur

Kommunikation

Die Kommunikation hat im Jahr 2012 die Schwerpunkte in der Zuweiserkommunikation und im visuellen

Markenauftritt gesetzt. Der Kommunikationsbedarf nimmt laufend zu – sowohl die Produktion von

Kommunikationsmitteln wie auch die Informationsnutzung durch die Zielgruppen.

André Haas

Leiter Kommunikation

Konsolidierung der Zuweiserkommunikation

Dieses Jahr konnten weitere Massnahmen aus dem «Konzept zum Aufbau eines zentralen Zuweisermanagements»

umgesetzt werden, das im Jahr 2010 von der Spitalleitung verabschiedet worden war.

Bereits 2011 hatte das KSW als eines der ersten Spitäler eine Stelle für Zuweiserkommunikation

eingerichtet. Die Stelle wurde mit Dr. med. Giuseppe Mancuso besetzt, der neben der 50 %-Anstellung

am KSW zu 40 % als Hausarzt in der Praxis arbeitet und so beide Seiten kennt. Diese Stelle koordiniert

seither, unterstützt vom Kommunikationsteam, den regelmässigen Versand von Fortbildungseinladungen,

Ärztelisten (zweimal jährlich) sowie Newsletters an die Haus- und Spezialärzte. Der Newsletter wurde

neu lanciert und erscheint im Zweimonatsrhythmus.

Der Leiter Zuweiserkommunikation nahm an Qualitätszirkeln und Ärztetreffen teil und stellte auf Institutionsebene

systematisch Kontakte zwischen den Ärztenetzwerken und dem KSW her. Damit legte er die

Basis für den Aufbau einer systematischen Zusammenarbeit, eröffnete neue Kommunikationskanäle

zwischen den Ärztenetzwerken und den Kaderärzten am KSW sowie der Spitaldirektion. Das Bewusstsein

für die gegenseitigen Bedürfnisse und Anliegen der Ärzte inner- und ausserhalb des KSW wurde geweckt.

Selbstverständlich findet der Austausch zwischen den Ärzten inner- und ausserhalb des KSW weiterhin

statt.

Als Instrument für die Pflege des Kontakts zu den Ärzten wurde ein Customer-Relationship-Management-

System (CRM) für das KSW konzipiert. Es basiert auf den Kontaktangaben im HIS. Die Daten werden

2013 bereinigt.

Qualität der Kommunikation

Wenn das CRM die Qualität der Kontaktangaben im Zuweisermanagement sichert, unterstützen die

Umsetzung und die konsequente Weiterentwicklung des Corporate Design die Wiedererkennung des KSW

im Markt und stärken Reputation und Vertrauen ins Unternehmen. Die Beratung der internen Stellen

sowie die visuelle Umsetzung durch eigene Kommunikationsmitarbeiterinnen für Desktop-Pu blishing und

Grafik-Design stellen die Kontinuität in der Gestaltung und der Produktion der Kommunikationsmittel

sicher. Dass dies nicht der Repetition der immergleichen Vorlagen gleichkommt, sondern die Kreation

eigenständiger Auftritte in einem klar vorgegebenen Rahmen erlaubt, zeigen die Auftritte von «Strahlen

fürs Leben» (100 Jahre Strahlentherapie) oder der Spitalpartnerschaft KSW-Laos. Hier spielt die interne

«Kommunikationsagentur» ihre Stärken gegenüber externen Agenturen aus, da sie die Bedürfnisse und

Gegebenheiten des KSW und der internen «Kunden» genau kennt und auf einem hohen Niveau erfüllen

kann. Das Insourcing der Grafik-Stellen vor zwei Jahren hat zu einem Zuwachs an Kompetenz in der

Kommunikation geführt, die Effizienz erhöht und dem KSW unmittelbar Vorteile gebracht.

Steigende Kommunikationsaktivitäten des KSW

Die Drucksachenproduktion hat sich zwischen 2008 und 2012 verdoppelt, auch die Zahl der Events nahm

zu. Die Öffentlichkeit nimmt das KSW stärker wahr. Das zeigen die 160 Medienberichte über das KSW.

Die Medienarbeit zog an, weil das KSW mehr an die Öffentlichkeit geht und das Gesundheitswesen

ohnehin hoch im Kurs steht. Dies zeigen auch die 1,2 Mio. Besucherinnen und Besucher auf der KSW-

Homepage. Allein 160 000 Besucher haben die mobile KSW-Website via Smartphone aufgerufen.

Dieser Trend wird weiter zunehmen. Das Team der Kommunikationsabteilung wird weiter gefordert sein

und freut sich auf die kommenden Herausforderungen.

106 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Unternehmensentwicklung

Mit der Grösse und den starken Veränderungen im Umfeld steigen auch die Anforderungen an das KSW.

Die Unternehmensentwicklung hat auch in diesem Jahr diverse Aufgaben übernommen, um die systematische

Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Kompetenz des Spitals voranzutreiben. Dies umfasste

Tätigkeiten wie Strategie- und Organisationsentwicklung, die Weiterentwicklung des Managementsystems,

des Prozess- und des Qualitätsmanagements, Gestaltung in Themen wie Projektmanagement, Reglemente,

Weisungen, Nachsorge sowie Projektmitarbeiten und -leitungen.

Dr. oec.

Stefanos Vassiliadis

Leiter Unternehmensentwicklung

Strategieentwicklung

Im Jahr 2012 wurde, basierend auf Umfeldanalysen, von Januar bis März durch Spitalleitungs- und

Spitalratsworkshops der Strategie-Review durchgeführt. Im April wurde die neue Spitalstrategie an alle

Mitarbeitenden kommuniziert. Seitdem leistet die Unternehmensentwicklung bei der Entwicklung von auf

der KSW-Strategie beruhenden Departements-, Instituts- und Fachbereichsstrategien Unterstützung. Nach

diesem Schritt findet die Strategieumsetzung durch die Formulierung von Massnahmen statt. Durch die

Strategieentwicklung ist ein Eckpfeiler des Managementsystems gesetzt, um das gesamte System effektiver

und fokussierter zu gestalten.

Steuerung

Direkt mit der Strategie verbunden und ein weiterer Eckpfeiler des Managementsystems ist das Führungsinstrument

Unternehmenssteuerung. Hier werden im Projekt Methoden und Instrumente zu einer ganzheitlichen

Steuerung erarbeitet, um die Strategie quantifizieren und leben zu können. Ziel ist der Betrieb eines

transparenten und übersichtlichen Führungs- und Steuerungssystems im Hinblick auf die Unternehmens-,

Departements-, Instituts-, Bereichs- und Klinikziele, um Entscheidungen zu ermöglichen, überprüfen und

anpassen zu können.

Prozessmanagement

Die Entwicklung des Prozessmanagements am KSW wurde auch 2012 durch gezielte Schulungsangebote,

Unterstützung bei der Erarbeitung von Prozesslandkarten und -dokumentationen sowie die Implementierung

von Behandlungspfadelementen weiter vorangetrieben. Zudem wurden mit einem Pilotprojekt zur Einführung

von Kaizen-Boards die Bemühungen zur stetigen Prozessoptimierung konsequent weiterverfolgt.

Nachsorgemanagement

Ausserdem wurde das departementsübergreifende Nachsorgemanagement als zentrale Koordinationsstelle für

interne und externe Anliegen etabliert. Da wir am KSW eine integrierte Versorgung anstreben, sind wir bemüht,

bei Bedarf die optimale und zeitnahe Weiterversorgung der Patienten durch einen lückenlosen Übergang

zu sichern. Deswegen werden die Schnittstellen zu den nachsorgenden Institutionen gepflegt und optimiert.

Projekte/Projektmanagement

An diesem Thema wird mit dem Ziel gearbeitet, eine koordinierte Erfassung und Steuerung der Projektressourcen

im Haus zu gewährleisten. Im Rahmen der Überarbeitung des Projektmanagements wurden die Vor lagen

neu definiert, und durch ein neues Tool wurden eine Übersicht über laufende Projekte sowie eine einheitliche

Ablage geschaffen. Als nächster Schritt sind Strukturveränderungen und Methodenschulungen geplant.

In diesem Jahr wurde das Projekt «Einführung SwissDRG» abgeschlossen und das System der Fallpauschalen

erfolgreich eingeführt. Die weiteren Arbeiten zum Thema SwissDRG wurden den Organisationseinheiten

des KSW übertragen. Eines der wichtigsten Projekte ist weiterhin IS 2015. Durch die interdisziplinäre

Zusammenarbeit von Experten werden die Grundlagen für den zukünftig optimalen Umgang mit Informationen

gelegt. Dies betrifft die Entwicklung und Darstellung von Prozessen, die Gestaltung der IT-Strategie und

der optimalen IT-Struktur, die Erfassung und Weiterentwicklung der Applikationslandschaft sowie die

Ablei tung von Massnahmen zur Verbesserung der Informationsflüsse entlang unserer Prozesse. Ein weiteres

laufendes Projekt ist Labor 2015, welches die Gestaltung der Zukunft des Labors beinhaltet. Weitere

Projekte und Vorhaben, bei denen die Unternehmensentwicklung involviert war, waren u. a. «Wundkonzept

KSW», «Ersatzneubau Bettenhochhaus», «Einführung Patientenagenda», «Zentrale Medikamentenversorgung»,

«Businessplan Neubau», «PersOpt» sowie die Erarbeitung diverser Reglemente.

Qualitätsmanagement

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Unternehmensentwicklung ist das Qualitätsmanagement, welches in

einem separaten Bericht dargestellt wird.

Jahresbericht 2012 | 107


KSW Kantonsspital Winterthur

Patientenstatistik

Jahresbericht 2012 | 109


KSW Kantonsspital Winterthur

Patientenstatistik

Patientenstatistik nach Kliniken

Departement

Assessmentstation

Departement

Departement

Departement

Augenklinik

Medizin

Chirurgie

Geburtshilfe und

Kinder- und

Gynäkologie

Jugendmedizin

Stationäre Patientenaustritte* 6541 119 9740 4547 2527 861

davon grundversicherte Patienten 4891 86 7378 4186 2377 555

davon halbprivat versicherte Patienten 1182 26 1556 304 97 220

davon privat versicherte Patienten 468 7 806 57 53 86

CMI** 1,043*** 2,183 1,212 0,567 0,767*** 0,512

Pflegetage* 51264 3569 54991 18434 13179 1310

davon grundversicherte Patienten 38509 2671 40522 16743 12681 857

davon halbprivat versicherte Patienten 9367 717 9783 1446 353 320

davon privat versicherte Patienten 3388 181 4686 245 145 133

– an / + von fremden Kliniken (alle Klassen)**** 3047 –844 –752 1502 –51 –1310

Patientenbestand 01.01.2012 128 5 101 39 40 1

Eintritte 6562 122 9747 4538 2530 861

Total 6690 127 9848 4577 2570 862

Austritte 6130 118 9632 4535 2525 861

gestorben 411 1 108 12 2 0

Patientenbestand 31.12.2012 149 8 108 30 43 1

Aufenthaltsdauer* 7,8 30,0 5,6 4,1 5,2 1,5

davon grundversicherte Patienten 7,9 31,1 5,5 4,0 5,3 1,5

davon halbprivat versicherte Patienten 7,9 27,6 6,3 4,8 3,6 1,5

davon privat versicherte Patienten 7,2 25,9 5,8 4,3 2,7 1,5

Ambulante Patienten 21404 7 22222 9514 16057 8563

davon ambulante Patienteneintritte 20755 7 21003 9425 15409 8499

davon externe Aufträge 649 0 1219 89 648 64

* Im Jahresbericht 2011 wurden bei den stationären Patienten die Eintritte ausgewiesen. Da unter SwissDRG ab 2012 Austritte

dargestellt werden, erfolgt der Vergleich auch mit Austritten des Jahres 2011.

Austritte und Pflegetage 2012 sind nach SwissDRG konformem Vorgehen ermittelt.

Für das Jahr 2011 sind die Austritte und Pflegetage nicht nach SwissDRG-konformem Vorgehen ermittelt. Um eine Annäherung

an die SwissDRG-Methodik zu erzielen, wurde die Summe der Pflegetage um die Anzahl der Austritte reduziert, da unter SwissDRG

der Austrittstag nicht als Pflegetag gewertet wird. Dies wirkt sich auf die Berechnung der Aufenthaltsdauer aus.

** Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien (Fallzusammenführungen

und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind.

Der CMI wurde per 31. Januar 2013 ermittelt und umfasst 99,9 % der zu berücksichtigenden Fälle. Leichte Veränderungen

an dem ausgewiesenen CMI können sich im Verlauf des Jahres 2013 ergeben.

*** Beim CMI des Departements Medizin sind die Patienten des Bereichs Palliative Care nicht berücksichtigt, da die Abrechnung

über Tagespauschalen erfolgt.

Beim CMI des Departements Kinder- und Jugendmedizin sind die Patienten der Kinderpsychiatrie nicht berücksichtigt,

da die Abrechnung über Tagespauschalen erfolgt.

**** Die stationären Patienten der Augenklinik werden im Departement Geburtshilfe und Gynäkologie gepflegt.

Die stationären Patienten des Instituts für Radiologie werden im Departement Chirurgie gepflegt.

Die stationären Patienten der Klinik für Radio-Onkologie werden im Departement Medizin gepflegt.

110 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Patientenstatistik

Institut für

Klinik für

Institut für

Institut für

Interdisziplinäre

Institut für

Institut für

Total KSW

Total KSW

Radiologie

Radio-

Anästhesiologie und

Pathologie

Notfallorganisation

Labormedizin

Physiotherapie

Jahr 2012

Jahr 2011

Onkologie

Schmerztherapie

67 115 0 0 0 0 0 24517 100 % 24479 100 %

58 82 0 0 0 0 0 19613 80,0 % 19772 80,8 %

7 26 0 0 0 0 0 3418 13,9 % 3198 13,1 %

2 7 0 0 0 0 0 1486 6,1 % 1509 6,2 %

0,909 1,997 – – – – – 0,984 0,952

142 1450 0 0 0 0 0 144339 100 % 147155 100 %

124 1154 0 0 0 0 0 113261 78,5 % 115447 78,5 %

14 223 0 0 0 0 0 22223 15,4 % 21600 14,7 %

4 73 0 0 0 0 0 8855 6,1 % 10108 6,9 %

–142 –1450 0 0 0 0 0

0 1 0 0 0 0 0 315 268

67 120 0 0 0 0 0 24547 24 526

67 121 0 0 0 0 0 24862 24 794

67 107 0 0 0 0 0 23975 23 964

0 8 0 0 0 0 0 542 515

0 6 0 0 0 0 0 345 315

2,1 12,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 5,9 6,0

2,1 14,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 5,8 5,8

2,0 8,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 6,5 6,8

2,0 10,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 6,0 6,7

13 876 2107 5037 29 434 21 591 3481 3975 157268 146424

13 873 2051 5014 21 21 146 1 3975 121179 110037

3 56 23 29 413 445 3480 0 36089 36387

Jahresbericht 2012 | 111


KSW Kantonsspital Winterthur

SwissDRG

Fallzahlen in den MDC (Major Diagnostic Categories)

MDC Anzahl 2012

08 Krankheiten und Störungen an Muskel-Skelett-System und Bindegewebe 4526

06 Krankheiten und Störungen der Verdauungsorgane 2791

05 Krankheiten und Störungen des Kreislaufsystems 1962

14 Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett 2044

15 Neugeborene 1879

04 Krankheiten und Störungen der Atmungsorgane 1744

01 Krankheiten und Störungen des Nervensystems 1619

11 Krankheiten und Störungen der Harnorgane 1116

09 Krankheiten und Störungen an Haut, Unterhaut und Mamma 1034

02 Krankheiten und Störungen des Auges 888

13 Krankheiten und Störungen der weiblichen Geschlechtsorgane 729

07 Krankheiten und Störungen an hepatobiliärem System und Pankreas 621

21B Verletzungen, Vergiftungen und toxische Wirkungen von Drogen und Medikamenten 373

03 Krankheiten und Störungen des Ohres, der Nase, des Mundes und des Halses 573

12 Krankheiten und Störungen der männlichen Geschlechtsorgane 476

18B Infektiöse und parasitäre Krankheiten 404

10 Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechsel-Krankheiten 357

17 Hämatologische und solide Neubildungen 168

Prä-MDC Prä-MDC 205

19 Psychische Krankheiten und Störungen 111

20 Alkohol- und Drogengebrauch und alkohol- und drogeninduzierte psychische Störungen 111

16 Krankheiten des Blutes, der blutbildenden Organe und des Immunsystems 130

23 Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen, und andere Inanspruchnahme

des Gesundheitswesens 168

21A Polytrauma 47

22 Verbrennungen 18

18A HIV 5

112 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Jahresbericht 2012 | 115


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Ruth Meier

Direktorin

Finanzen

Wirtschaftlich erfolgreiches Jahr dank mehr zusatzversicherten Patienten

Mit der Einführung von SwissDRG und neuer Spitalfinanzierung wurde auch die Form der Entschädigung

für Investitionen neu geregelt. Im Jahre 2012 hat das KSW zur Entschädigung (Baserate) der Betriebskosten

erstmals auch einen Investitionszuschlag von 10 % erhalten. Aus diesem Zuschlag sind die aktuellen

und die künftigen Investitionen zu tätigen. Auf den ersten Blick zeigt sich deshalb ein positives finanzielles

Ergebnis. Die neue Spitalfinanzierung verlangt von den Spitälern, ohne zusätzliche staatliche Subventionen

auszukommen. Das KSW will diesen Auftrag erfüllen und weiterhin gute Qualität wirtschaftlich

effizient erbringen.

Das bedeutet, dass ein Reservenaufbau dringend notwendig ist, um künftige Investitionen finanzieren zu

können. Die Stärkung der Eigenkapitalbasis ist ein Gebot der Stunde.

Die heutige Eigenkapitaldecke ist eindeutig zu gering, um die in den kommenden Jahren möglichen

Ergebnisschwankungen und Risiken zu tragen.

Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von CHF 22,2 Mio. (Vorjahr CHF 3,9 Mio.). Aufgrund der ab

1. Januar 2012 gültigen neuen Spitalfinanzierung kann der Gewinn nicht mit jenem des Vorjahrs verglichen

werden. Es ist zu beachten, dass der weitaus grösste Teil des Gewinns von den zusatzversicherten

Patienten stammt. Im Vergleich zu umliegenden Spitälern konnte das Kantonsspital Winterthur

gegenüber dem Vorjahr überproportional mehr zusatzversicherte Patienten gewinnen, was wesentlich zu

diesem positiven Ergebnis beitrug. Nicht zuletzt ermöglichte der gute Ruf des KSW und seiner (teils

neuen) Fachkräfte auch ein Fall-Wachstum im ambulanten und im stationären Bereich gegenüber dem

Vorjahr, welches sich auf das positive Ergebnis auswirkte.

Die bereits hohe Produktivität konnte gehalten werden, obwohl massgebliche Ressourcen für die Umsetzung

der neuen Spitalfinanzierung und für zahlreiche interne Projekte eingesetzt werden mussten.

Spezifische Massnahmen trugen ebenfalls zur Ergebnisverbesserung bei. Der Betriebsertrag stieg gegenüber

dem Vorjahr um 9,8 %. Der Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 4,7 %.

Leistungen

Stationär

Der Systemwechsel auf SwissDRG brachte zusätzlich zur Veränderung der Fakturierung von an stationär

behandelten Patienten erbrachten Leistungen auch eine neue Zählweise im Statistikbereich. Das DRG-

System gibt vor, dass Patienten, die innerhalb von 18 Tagen nach der Entlassung wieder ins Spital eintreten,

nur einmal gezählt werden, sofern sie in einem vergleichbaren medizinischen Bereich wie beim ersten

Spitalaufenthalt behandelt werden. Diese Vorgaben führen dazu, dass die Anzahl Fälle 2012 nicht mehr

direkt mit den Fallzahlen der Vorjahre vergleichbar ist.

Im Jahr 2012 behandelte das KSW nach neuer Zählweise 24 517 Patienten stationär, dies entspricht 25 117

(Vorjahr 24 479) Patienten nach früherer Berechnungsart.

Die Zahl der behandelten Patienten nahm daher gegenüber dem Vorjahr nach früherer Berechnungsart

effektiv um 638 Patienten (2,6 %) zu. Der Anteil der Zusatzversicherten konnte von 19 % auf 20 %

gesteigert werden. Der CMI (durchschnittlicher Schweregrad der stationär behandelten Fälle) erhöhte sich

leicht auf 0,984 (Vorjahr 0,952 ohne Fallzusammenlegungen). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro

Fall betrug 5,9 Tage (Vorjahr 6,0 unter Berücksichtigung der neuen Zählweise).

Ambulant

Insgesamt wurden 121 179 Patienten ambulant behandelt, was einer Zunahme von 10,1 % entspricht. Die

für ambulante Behandlungen und externe Aufträge erbrachten Tarmed-Taxpunkte stiegen um 4,9 % von

67,9 Mio. auf 71,2 Mio.

Personal

Der durchschnittliche Stellenbestand stieg gegenüber 2011 um rund 74 Stellen auf 1 888 Stellen (+ 4,1 %)

an. Ohne Nebenbetriebe stieg der Stellenbestand um 3,9 %.

116 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Betriebsertrag

Der Betriebsertrag nahm gegenüber dem Vorjahr um 9,8 % auf CHF 386,6 Mio. zu. Die beachtliche

Zunahme von stationär behandelten zusatzversicherten und ambulant behandelten Patienten führte zu

deut lichen Ertragssteigerungen.

Betriebsaufwand

Der Betriebsaufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % auf insgesamt CHF 364,1 Mio. zu. Davon

entfallen CHF 13,2 Mio. auf Mehrkosten beim Personalaufwand (+ 5,8 %). Zurückzuführen ist dies im

Wesentlichen auf die höhere Nachfrage nach Leistungen im stationären und im ambulanten Bereich, auf

Teuerungszulagen und Beförderungen, Neubildung von notwendigen Rückstellungen für Nachzahlungen

an Oberärzte, Mehr-/Überzeiten und Ferienguthaben sowie auf die Zunahme des Honoraraufwandes

entsprechend der Zunahme von zusatzversicherten und ambulant behandelten Patienten. Spezifische Spar ­

anstrengungen sorgten für Entlastungen beim Betriebsaufwand.

Der Erhöhung des Sachaufwands für den medizinischen Bedarf um CHF 2,5 Mio. (+ 4,8 %) stehen die

oben erwähnten beachtlichen Leistungszunahmen im stationären und im ambulanten Bereich gegenüber.

Investitionen

Die Investitionsausgaben für Sachanlagen und immaterielle Anlagen beliefen sich im Jahr 2012 auf

CHF 19,5 Mio. (Vorjahr 19,7 Mio.). In medizintechnische Geräte wurden CHF 11,0 Mio.

(Vorjahr 8,4 Mio.) investiert (u. a. in einen Linearbeschleuniger), in die Informatik (u. a. in das WLAN)

CHF 5,1 Mio. (Vorjahr CHF 8,4 Mio.), in Hochbauten CHF 2,4 Mio. (Vorjahr CHF 0,7 Mio.) und in

übrige Geräte, Fahrzeuge, Maschinen und Mobilien CHF 1,1 Mio. (Vorjahr CHF 2,2 Mio.).

Jahresgewinn

Der Jahresgewinn von CHF 22,2 Mio. wird, vorbehältlich der Genehmigung durch den Kantonsrat, den

Reserven zugewiesen. Zusammen mit dem Dotationskapital erhöht sich das Eigenkapital per 31. Dezember

2012 auf CHF 49,0 Mio.

Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das sehr gute Ergebnis ist nur dank grossem Einsatz aller am KSW tätigen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter möglich geworden. Dafür danke ich allen Mitarbeitenden an dieser Stelle ganz herzlich.

Angewandte Grundsätze der Rechnungslegung

Die Rechnungslegung erfolgt in Übereinstimmung mit den Anforderungen von H+ «Die Spitäler der

Schweiz», dem Verband der Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen, und den Vorschriften des Kantons

Zürich. Die Jahresrechnung basiert auf dem geprüften Abschluss per 31. Dezember 2012 und vermittelt

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

(true and fair view).

Jahresbericht 2012 | 117


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Kennzahlen (in MCHF) nach H+ 2012 2011 Veränderung Veränderung

absolut in %

Erfolgsrechnung

Betriebsertrag 386,6 352,0 34,6 9,8

Betriebsaufwand (ohne Mieten, Investitionen 325,1 310,2 14,9 4,8

< 10 TCHF, Abschreibungen und Zinsen)

Betriebsergebnis (ohne Mieten, Investitionen 61,4 41,8 19,6 47,0

< 10 TCHF, Abschreibungen und Zinsen)

Mieten/Leasing 23,7 23,6 0,1 0,4

Investitionen < 10 TCHF, nicht aktivierbare Projekte 1,5 1,5 0,0 0,0

EBITDA 36,3 16,7 19,6 116,9

(Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Zinsen)

Abschreibungen 12,4 11,2 1,3 11,3

EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen) 23,9 5,6 18,3 329,3

Zinsaufwand 1,3 1,2 0,1 8,2

Betriebsergebnis 22,5 4,3 18,2 421,2

Ausserordentlicher Erfolg und Separatrechnungen 0,3 0,4 –0,1 17,4

Unternehmenserfolg 22,2 3,9 18,3 466,8

Leistungen

Stationäre Austritte* 24517 ** 24479 38 0,2 %

CMI (durchschnittlicher Schweregrad)*** 0,984 0,952 0,0320 3,4 %

Pflegetage* 144339 147155 –2816 –1,9%

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen* 5,9 6,0 –0,1 –1,7%

Taxpunkte total (in Millionen) 71,2 67,9 3,3 4,9 %

* Für das Jahr 2011 wurden die Austritte und Pflegetage nicht nach SwissDRG-konformem Vorgehen ermittelt.

Um eine Annäherung an die SwissDRG-Methodik zu erzielen, wurde die Summe der Pflegetage um die Anzahl der Austritte reduziert,

da unter SwissDRG der Austrittstag nicht als Pflegetag gewertet wird. Dies wirkt sich auf die Berechnung der Aufenthaltsdauer aus.

** Im Jahr 2012 wurden nach neuer Zählweise 24 517 Patienten stationär behandelt, dies entspricht 25 117 (Vorjahr 24 479) Patienten

nach früherer Berechnungsart.

*** Der CMI 2012 ist mit dem CMI 2011 nicht vergleichbar, da beim CMI 2011 wichtige DRG-relevante Kriterien (Fallzusammenführungen

und Fallsplitting) nicht berücksichtigt sind. Der CMI wurde per 31. Januar 2013 ermittelt und umfasst 99,9 % der zu berücksichtigenden

Fälle. Leichte Veränderungen an dem ausgewiesenen CMI können sich im Verlauf des Jahres 2013 ergeben.

118 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Erfolgsrechnung 2012 (in Millionen Franken)

Aufwand

Total Aufwand 386,6

Ertrag inklusive Kantonsbeitrag

Total Ertrag 386,6

350

350

300

300

Fallpauschalen, Aufenthalts-/

Tagestaxen 141,8 (37 %)

250

Personalaufwand 242,9 (63 %)

250

Arzthonorare 45,5 (12 %)

200

200

150

150

Medizinische Nebenleistungen

83,0 (21 %)

100

Medizinischer Bedarf 53,8 (14 %)

100

Übriger Ertrag 13,8 (4 %)

Unterhalt und Reparaturen 7,6 (2 %)

50

Aufwand für Anlagennutzung und

Zinsaufwand 37,6 (9 %)

Übriger Aufwand 22,5 (6 %)

50

OKP-Anteil der Gesundheitsdirektion

Kanton 102,5 (26 %)

0

Gewinn 22,2 (6 %)

0

Ertragsherkunft 2012

Kantonsbeitrag

Grundversicherte stationäre Patienten

102,5 (26 %)

99,2 (26 %)

Übriger Ertrag

13,8 (4 %)

Halbprivat versicherte stationäre Patienten

41,9 (11%)

Ambulante Patienten

Privat versicherte stationäre Patienten

103,7 (27 %)

25,4 (6 %)

Jahresbericht 2012 | 119


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Erfolgsrechnung nach H+ Konten

Kantonsspital Winterthur (selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt)

in TCHF 2012 2011 Diff. zu VJ

in %

Aufwand

Personalaufwand

Lohnaufwand Ärzte 49728 44667 11,3

Lohnaufwand Pflege 61049 59229 3,1

Lohnaufwand Pflegetechnik und MTTB 47245 44992 5,0

Lohnaufwand Verwaltung/Ökonomie/Technik 31993 30799 3,9

Sozialversicherungsaufwand 31148 29395 6,0

Arzthonoraraufwand 20155 18691 7,8 3

Personalnebenkosten 1586 1901 –16,6

4

Total Personalaufwand 242904 229675 5,8

Sachaufwand

Medizinischer Bedarf 53805 51344 4,8 5

Lebensmittelaufwand 3677 3794 –3,1

Haushaltaufwand 3421 3972 –13,9

Unterhalt und Reparaturen 7637 7760 –1,6

Aufwand für Anlagennutzung 37587 37414 0,5 6

Aufwand für Energie und Wasser 2749 2678 2,6

Zinsaufwand 1339 69 1829,6 7

Verwaltungs- und Informatikaufwand 7299 7349 –0,7

Übriger patientenbezogener Aufwand 701 688 1,9

Übriger nicht patientenbezogener Aufwand 2946 2943 0,1

Total Sachaufwand 121161 118011 2,7

Total Betriebsaufwand 364065 347685 4,7

Betriebsertrag

Fallpauschalen, Aufenthalts-/Tagestaxen, Debitorenverluste 244213 94569 158,2 8

Arzthonorare 45537 44426 2,5 9

Medizinische Nebenleistungen 82985 90765 –8,6

Übrige Erträge aus Leistungen für Patienten 856 782 9,5

Miet- und Finanzertrag 2743 2561 7,1

Erträge aus Leistungen an Personal und Dritte 10254 9248 10,9

Sockelbeiträge der Gemeinden –167 7067 –102,4

Staatsbeitrag der Bildungsdirektion 83 101 –17,9

Staatsbeitrag der Gesundheitsdirektion – 102485 –100,0

Beitrag Ostschweizer Spitalvereinbarung 74 – –

Total Betriebsertrag 386577 352004 9,8

10

Ausserordentlicher Aufwand – – –

10

Ausserordentlicher Ertrag – – –

Total ausserordentlicher Erfolg – – –

25

Total Separatrechnungen –335 –406 –17,4

Erfolg 22 177 3 913 466,8

Anmerkungen ab Seite 124

120 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Bilanz

Kantonsspital Winterthur (selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt)

in TCHF 31.12.2012 % 31.12.2011 %

Aktiven

Umlaufvermögen

Flüssige Mittel 3821 2,5 3557 3,1 11

Forderungen 44983 29,8 23481 20,3 12

Aktive Rechnungsabgrenzung 41891 27,8 35210 30,5 13

Vorräte 2471 1,6 2056 1,8 14

Finanzanlagen – – – – 15

Total Umlaufvermögen 93166 61,7 64304 55,7

Finanzbeteiligungen

Beteiligungen 1700 1,1 1700 1,5 16

Total Finanzbeteiligungen 1700 1,1 1700 1,5

Anlagevermögen

Sachanlagen 48551 32,2 42644 36,9 17

Immaterielle Anlagen 7520 5,0 6857 5,9 18

Total Anlagevermögen 56072 37,1 49501 42,9

Total Aktiven 150 938 100,0 115 506 100,0

Passiven

Fremdkapital

Laufende Verbindlichkeiten 21283 14,1 21193 18,3 19

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 93 0,1 90 0,1 20

Passive Rechnungsabgrenzung 3661 2,4 2429 2,1 21

Kurzfristige Rückstellungen 12596 8,3 7214 6,2 22

Langfristige Finanzverbindlichkeiten 56319 37,3 49694 43,0 20

Langfristige Rückstellungen 5875 3,9 5937 5,1 22

Fonds im Fremdkapital 2065 1,4 2080 1,8 23

Total Fremdkapital 101892 67,5 88637 76,7

Eigenkapital

Fonds im Eigenkapital 281 0,2 557 0,5 24

Unverteilte Gewinne gem. § 50 Abs. 3 FCV 22888 15,2 18699 16,2

Dotationskapital vom Kanton 3700 2,5 3700 3,2

Jahresergebnis 22177 14,7 3913 3,4

Total Eigenkapital 49045 32,5 26869 23,3

Total Passiven 150 938 100,0 115 506 100,0

Anmerkungen ab Seite 124

Jahresbericht 2012 | 121


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Geldflussrechnung

Kantonsspital Winterthur (selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt)

in TCHF 2012 2011

Jahresergebnis 22177 3913

Veränderung Forderungen –23598 74

Veränderung Delkredere 2096 –408

Veränderung aktive Rechnungsabgrenzung –6681 –3969

Veränderung Vorräte –415 –21

Abschreibungen und Auflösung passivierter Investitionsbeiträge 12450 11183

Veränderung laufende Verbindlichkeiten 90 –36859

Veränderung passive Rechnungsabgrenzung 1232 –674

Veränderung Rückstellungen 5320 1535

Veränderung Fonds Fremdkapital –15 174

Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit 12655 –25052

Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Anlagen –19479 –19701

Einnahmen Investitionsbeiträge 3082 1106

Kauf Beteiligungen – –

Verkauf Finanzanlagen – –

Geldfluss aus Investitionstätigkeit –16396 –18595

Geldfluss vor Finanzierungstätigkeit –3741 –43647

Veränderung langfristige Verbindlichkeiten ggü. konsolidierten Einheiten 4094 43453

Veränderung Dotationskapital vom Kanton – –

Veränderung Leasingverbindlichkeiten –90 –86

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 4005 43367

Veränderung flüssige Mittel 264 –280

Stand flüssige Mittel per 01.01. 3557 3837

Veränderung flüssige Mittel 264 –280

Stand flüssige Mittel per 31.12. 3821 3557

122 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Eigenkapitalnachweis

Kantonsspital Winterthur (selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt)

in TCHF

Dotationskapital

einbehaltene

Gewinne gemäss

§ 50 Abs. 3 FCV

Jahresergebnis

Total

Eigenkapital

1. Januar 2011 3700 10029 9227 22956

Ergebnisverwendung – 9227 –9227 –

Veränderung Dotationskapital – – – –

Andere Transaktionen – – – –

Total direkt im Eigenkapital verbuchte Veränderungen – 9227 –9227 –

Jahresergebnis 2011 – – 3913 3913

Total Veränderungen im Eigenkapital – 9227 –5315 3913

31. Dezember 2011 3700 19256 3913 26869

Ergebnisverwendung – 3913 –3913 –

Veränderung Dotationskapital – – – –

Andere Transaktionen – – – –

Total direkt im Eigenkapital verbuchte Veränderungen – 3913 –3913 –

Jahresergebnis 2012 – – 22177 22177

Total Veränderungen im Eigenkapital – 3913 18264 22177

31. Dezember 2012 3700 23169 22177 49045

Das Dotationskapital wird zu 100 % vom Kanton Zürich gehalten.

Der im letzten Jahr ausgewiesene Fonds im Eigenkapital ist neu in der Spalte «einbehaltene Gewinne» enthalten.

Jahresbericht 2012 | 123


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Anhang

1 Bilanzierungsrichtlinien

1.1 Rechtsform

Das Kantonsspital Winterthur ist seit dem 1. Januar 2007 eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Zürich mit Sitz

in Winterthur und untersteht dem Gesetz für das Kantonsspital Winterthur (KSWG).

1.2 Grundsätze der Rechnungslegung

Die Rechnungslegung erfolgt in Übereinstimmung mit den Anforderungen von H+ «Die Spitäler der Schweiz», dem Verband der

Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen, und den Vorschriften des Kantons Zürich (Handbuch für Rechnungslegung des Kantons

Zürich und Gesetz über Controlling und Rechnungslegung CRG). Die Jahresrechnung basiert auf dem geprüften Abschluss per

31. Dezember 2012 und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

(true and fair view).

1.3 Angewandte Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der planmässigen Wertberichtigungen bzw.

der ausserplanmässigen Wertbeeinträchtigungen (Impairment). Sollte dies nicht der Fall sein, wird speziell darauf hingewiesen.

1.4 Wichtigste Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In der aktuellen Berichtsperiode wurden keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

1.5 Wesentliche rechnungsrelevante Annahmen und Schätzungen

Die im Vorjahr aufgrund von Annahmen geschätzte Rückstellung (TCHF 1 000) für personalrechtliche Streitigkeiten bleibt unverändert

bestehen. Zusätzlich wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung von TCHF 885 für Ertragsrisiken im Zusammenhang mit nicht

definitiven Abgeltungen auf der Basis des Erwartungswertes gebildet.

1.6 Hinweis zu den im Finanzbericht ausgewiesenen Daten und Tabellen

Die im Zahlenteil aufgeführten Beträge sind gerundet. Totale können deshalb von der Summe der einzelnen Werte abweichen.

2 Finanzrisikofaktoren

2.1 Zinsrisiko/Finanzrisiko

Für das Kantonsspital Winterthur besteht kein grundlegendes Zinsrisiko. Die Veränderung des Zinssatzes hat nur einen geringen

Einfluss auf die Verzinsung des Kontokorrents und des Dotationskapitals an den Kanton Zürich.

2.2 Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht hauptsächlich aus den Forderungen, welche im Berichtsjahr TCHF 44 983 (VJ TCHF 23 481) betragen.

Um das Kreditrisiko möglichst gering zu halten, werden die Forderungen vom Inkasso aktiv bewirtschaftet. Weitere Informationen

zu den Forderungen können den Anmerkungen entnommen werden.

2.3 Marktrisiko

Einmal im Jahr wird eine Erhebung durchgeführt. Diese ergab, dass im Berichtsjahr keine veränderten Marktrisiken vorhanden sind.

2.4 Internes Kontrollsystem

Zum Schutz des Vermögens des Kantonsspitals Winterthur wurde ein internes Kontrollsystem ausgearbeitet, welches die bisher als

relevant erkannten Risiken berücksichtigt und mögliche Folgen daraus ersichtlich macht.

124 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

3 Arzthonoraraufwand

in CHF 2012 2011

Arzthonorare Ambulante 6209821 5356437

Arzthonorare Stationäre, Grundversicherte 777526 695601

Arzthonorare Stationäre, Halbprivate 7675248 6731013

Arzthonorare Stationäre, Private 5492453 5907685

Total Arzthonoraraufwand 20155048 18690737

Das Kantonsspital Winterthur ist dem Gesetz über die ärztlichen Zusatzhonorare vom 12. Juni 2006 unterstellt, welches per 1. Januar

2008 in Kraft trat.

Danach setzt sich der Honoraraufwand wie folgt zusammen:

– 50 % von den stationären Arzthonorarerträgen bei zusatzversicherten Patienten bei Spitalärzten (separate Regelung bei Belegärzten).

– 100 % bei den ambulanten Erträgen (ärztlicher Anteil) bei zusatzversicherten Patienten sowie bei persönlich zugewiesenen grundversicherten

Patienten an einen honorarberechtigten Arzt.

Der Arzthonoraraufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TCHF 1 464 erhöht (VJ TCHF 1 371), was einer Zunahme von 7,8 %​

(VJ + 7,9 %) entspricht.

4 Personalaufwand

Informationen betreffend Anzahl Stellen, Stellenprozente etc. können im Jahresbericht unter dem Kapitel Personalstatistik nachgelesen

werden.

5 Medizinischer Bedarf

in CHF 2012 2011

Arzneimittel 22120149 20381624

Chemikalien 4102761 3885487

Implantate 10625894 10496626

Einwegmaterialien 11655947 10271723

Mehrweginstrumente 1620493 2710709

OPS-Textilien 1498282 1630389

Diverse Fremdleistungen 1249214 970573

Diverser medizinischer Bedarf 932236 996991

Total medizinischer Bedarf 53804978 51344122

Die Steigerung des medizinischen Bedarfs erklärt sich durch höhere Fallzahlen im stationären und im ambulanten Bereich.

Der Einkauf der Arzneimittel erfolgt fast ausschliesslich über die Kantonsapotheke Zürich.

Jahresbericht 2012 | 125


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

6 Aufwand für Anlagennutzung

in CHF 2012 2011

Mieten, Leasing 23686652 23600597

Diverse Anschaffungen < 10 000 1275000 1167178

Nicht aktivierbare Kosten Projekte 175917 294792

Abschreibungen Sachanlagen 9914998 9264388

Abschreibungen immaterielle Anlagen 2534520 1918684

Zinsen – 1168075

Total Aufwand für Anlagennutzung 37587087 37413713

Für die Benützung der kantonalen Immobilien wurden Mieten in der Höhe von TCHF 22 853 (VJ TCHF 22 996) bezahlt.

Der Leasingaufwand betrifft das Parkhaus an der Lindstrasse/Rundstrasse, welches der Firma Siska Heuberger Holding AG gehört.

Es erfüllt die Kriterien des Finanzleasings und wird somit im Anlagevermögen des Spitals aufgeführt und abgeschrieben.

Die Schuld gegenüber der Firma Siska Heuberger Holding AG wird in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Im Jahr 2012 sind

Kosten von TCHF 168 (VJ TCHF 171) angefallen. Weitere Informationen betreffend Fristen sind aus den Angaben zu den

Finanzverbindlichkeiten ersichtlich.

Die nicht aktivierbaren Projektkosten betreffen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Softwareprojekten.

Anstelle des Anlagevermögens wird ab 2012 das Kontokorrent gegenüber dem Kanton Zürich verzinst. Der Zinssatz bleibt unverändert bei

3,0 %. Die Verbuchung erfolgt nun nicht mehr als Aufwand für Anlagennutzung, sondern als Zinsaufwand.

7 Zinsaufwand

Ab dem Berichtsjahr wird gegenüber dem Kanton Zürich anstelle des Anlagevermögens neu das Kontokorrent zu 3 % verzinst.

Die Verbuchung erfolgt nun als Zinsaufwand und nicht mehr als Aufwand für Anlagennutzung.

8 Fallpauschalen, Aufenthalts-/Tagestaxen, Debitorenverluste

in CHF 2012 2011

Fallpauschalen SwissDRG Grundversicherte 175530964 –

Fallpauschalen SwissDRG Halbprivate 36649221 –

Fallpauschalen SwissDRG Private 14892544 –

Aufenthalts-/Tagespauschale Grundversicherte 3446764 65180254

Aufenthalts-/Tagespauschale Halbprivate 8704181 28878115

Aufenthalts-/Tagespauschale Private 6584467 17063360

Pauschale Ambulante 37266 248208

Sockelbeiträge 357940 –15871123

Debitorenverluste –143421 –1305570

Veränderung Delkredere –1847402 375905

Total Fallpauschalen, Aufenthalts-/Tagestaxen, Debitorenverluste 244212524 94569150

Durch die neue Spitalfinanzierung werden die aus der Grundversicherung gedeckten Leistungen im stationären Bereich hauptsächlich

in Form von Fallpauschalen verrechnet. Der Anteil des Kantons Zürich wie auch aller anderen Kantone ist deshalb neu im Ertrag aus

Fallpauschalen enthalten und wird nicht mehr als Staatsbeitrag ausgewiesen. Zudem entfällt die Ertragsminderung aus Sockelbeiträgen

für Fälle mit Austrittsdatum ab 2012.

Die Debitorenverluste verstehen sich inkl. der Einbringung abgeschriebener Forderungen von TCHF 461 (VJ TCHF 181).

Weitere Informationen betreffend Veränderung Delkredere können den Anmerkungen zu den Forderungen entnommen werden.

126 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

9 Arzthonorarerträge

in CHF 2012 2011

Arzthonorare Ambulante 21212700 19905391

Arzthonorare Stationäre, Grundversicherte 21848 13 879

Arzthonorare Stationäre, Halbprivate 14153385 13354893

Arzthonorare Stationäre, Private 10149517 11152035

Total Arzthonorarerträge 45537449 44426198

Die Arzthonorarerträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um TCHF 1 111 erhöht (VJ TCHF 3 690), was einer Zunahme von 2,5 %

(VJ + 9,1 %) entspricht.

10 Ausserordentlicher Erfolg

in CHF 2012 2011

a.o. zeitliche Abgrenzung Honorare – –

a.o. Ertragsabgrenzungen – –

a.o. Erträge – –

Total ausserordentliche Erfolge – –

Im Berichtsjahr waren wiederum keine ausserordentlichen Erfolge zu verzeichnen.

11 Flüssige Mittel

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Kasse 284108 266437

Post 3319929 2337432

Bank 216048 952669

Debit- und Kreditkarten-Erlös 624 634

Total flüssige Mittel 3820709 3557172

Das Spital verfügt über keine Fremdwährungskonti.

Die Veränderung der flüssigen Mittel ist in der Geldflussrechnung nachgewiesen.

Jahresbericht 2012 | 127


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

12 Forderungen

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37886538 26159373

Forderungen, Verrechnungssteueranspruch 24829 3538

Wertberichtigung Forderungen Lieferungen und Leistungen –5430235 –3334000

IC-Forderungen interne Leistungsbezüger (Debitoren) 12353226 521191

Übrige Forderungen 148814 131287

Total Forderungen 44983171 23481389

Deklaration grosser Ausstände

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Krankenversicherer 27739238 18065863

Privatversicherer 1606937 850139

Unfallversicherer 3286965 1584951

Gemeinden – 3438003

Übrige (Behörden, Selbstzahler etc.) 5253398 2220418

Total CHF 37886538 26159373

Delkredere-Bewertung

in CHF 2012 2011

Forderungen gegenüber Garanten und Patienten 5130402 2984010

gemäss folgenden Bewertungsansätzen:

40–60 Tage: 10 %

61–90 Tage: 25 %

91–119 Tage: 50 %

≥ 120 Tage: 100 %

Bewertung einzelner Positionen 299833 349990

Total CHF 5430235 3334000

Das Delkredere bezieht sich auf sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per Bilanzstichtag 31. Dezember 2012.

Wie im Vorjahr wurde das Delkredere pauschal – abgestuft nach Alter der Forderungen – berechnet.

128 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

13 Aktive Rechnungsabgrenzung

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Übriger Betriebsaufwand 2190320 1790215

Ertragsabgrenzungen Ambulante 17500924 18231581

Ertragsabgrenzungen Stationäre, Grundversicherte 13530806 8263415

Ertragsabgrenzungen Stationäre, Halbprivate 5390476 4116723

Ertragsabgrenzungen Stationäre, Private 3278231 2792091

Diverse Ertragsabgrenzungen – 15525

Total aktive Rechnungsabgrenzung 41890757 35209549

Die Erhöhung der Ertragsabgrenzung ist hauptsächlich auf eine leichte Erhöhung der Anzahl und des Durchschnittsertrags der noch nicht

fakturierten stationären Fälle per Ende Jahr zurückzuführen.

14 Vorräte

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Zentralmagazin 857103 871006

Verpflegung 272897 262373

Haus- und Reinigungsdienst 99010 98058

Wäscherei 423122 268032

Treib- und Brennstoff 38154 48066

OPS 680574 508837

Vorräte bei KDMZ 100485 –

Total Vorräte 2471344 2056372

Angewandte Bewertungsmethoden:

Zentralmagazin

Die Vorratsveränderungen im Zentralmagazin werden im EDV-System laufend gebucht. Im Dezember wurde zusätzlich eine manuelle

Inventur durchgeführt, um allfällige Differenzen zu bereinigen. Der Lagerbestand per 31. Dezember 2012 wurde zu Durchschnitts-

Einstandspreisen bewertet und verbucht.

Andere Vorräte

Gemäss Vorgabe des Handbuchs für Rechnungslegung des Kantons Zürich wird einmal im Jahr eine Inventur durchgeführt.

Diese findet im Kantonsspital Winterthur jeweils im Dezember statt. Die Bewertung erfolgt anschliessend zum aktuellen Einstandspreis

der letzten Lieferungen.

Jahresbericht 2012 | 129


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

15 Finanzanlagen

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Verzinsliche Anlagen, Inland – –

Total Finanzanlagen – –

16 Beteiligung

in CHF Kapitalanteil 31.12.2012 31.12.2011

ZWZ AG, 8005 Zürich 20% 1700000 1700000

Total Beteiligungen 1700000 1700000

Das Aktienkapital der ZWZ AG beträgt TCHF 2 000 und ist aufgeteilt in 2 000 000 Aktien mit einem Nominalwert von je CHF 1, von

denen das Kantonsspital Winterthur 400 000 Stück (20 %) besitzt.

Es wurde keine Neubewertung vorgenommen, da im Berichtsjahr keine wesentlichen Anzeichen dafür vorhanden waren.

Das Kantonsspital Winterthur wird sich Anfang 2013 an der neu gegründeten Zentrum für Radiotherapie Zürich-Ost-Linth AG in Rüti

beteiligen. Vom Aktienkapital von TCHF 1 000 wird ein Anteil von 45 % zum Nennwert übernommen.

130 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

17 Sachanlagen

Im Besitz des Kantonsspitals Winterthur

in CHF Immobilien Med.

Geräte

Maschinen,

Geräte,

Fahrzeuge

Informatik

Übrige

Mobilien

Anlagen

in Bau

Total

Jahr 2011

Anschaffungswerte

1. Januar 2011 4610 563 82690980 5609594 8764534 6568144 2318504 110562319

Zugänge – 5830556 1715078 1833756 333437 4010842 13723670

Abgänge – –14730025 –87886 –731208 – – –15549118

Umbuchung Anlagen in Bau – 1966726 153644 198134 – –2318504 –

31. Dezember 2011 4610 563 75758237 7390431 10065216 6901582 4010842 108736871

Kumulierte Abschreibungen

1. Januar 2011 –479 499 –58727771 –3186082 –5534918 –4167686 – –72095956

Abschreibungen des Jahres –147 538 –6401092 –724428 –1623593 –649000 – –9545652

Abgänge – 14730025 87886 731208 – – 15549118

31. Dezember 2011 –627 037 –50398839 –3822625 –6427303 –4816687 – –66092491

Buchwerte per 31. Dezember 2011 3 983 526 25 359 398 3 567 807 3 637 912 2 084 895 4 010 842 42 644 381

Jahr 2012

Anschaffungswerte

1. Januar 2012 4610 563 75758237 7390431 10065216 6901582 4010842 108736871

Zugänge 2358 274 10653777 602271 1738132 488122 420463 16261039

Abgänge – –1468076 –302245 –881098 – – –2651419

Umbuchung Anlagen in Bau 719 814 2531799 189414 542329 – –3983356 –

31. Dezember 2012 7688 652 87475738 7879872 11464578 7389704 447949 122346492

Kumulierte Abschreibungen

1. Januar 2012 –627 037 –50398839 –3822625 –6427303 –4816687 – –66092491

Abschreibungen des Jahres –231 878 –6653132 –778833 –2053009 –637084 – –10353937

Abgänge – 1468076 302245 881098 – – 2651419

31. Dezember 2012 –858 915 –55583896 –4299213 –7599214 –5453771 – –73795009

Buchwerte per 31. Dezember 2012 6 829 737 31 891 842 3 580 659 3 865 364 1 935 933 447 949 48 551 483

In Übereinstimmung mit den Anforderungen von H+ und den Vorschriften des Kantons Zürich beträgt die Mindestgrenze für die Bilanzierung

TCHF 10.

Im Bau befindliche Anlagen werden separat ausgewiesen, jedoch ohne Unterteilung in Kategorien.

Das Leasing des Parkhauses der Firma Siska Heuberger Holding AG erfüllt die Bedingungen des Finanzleasings und wird daher im

Anlagespiegel aufgeführt.

Als Immobilie wird nebst dem geleasten Parkhaus im Berichtsjahr erstmals das neu erstellte Rettungsdienst-Gebäude ausgewiesen.

Die Finanzierung erfolgt über Investitionsbeiträge des Vereins IG Rettungsdienst Region Winterthur. Die übrigen vom Spital genutzten

Gebäude sind Eigentum des Kantons Zürich und werden nicht in der Bilanz des Spitals geführt.

Die Anlagen werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Geräte

12 Jahre

Mobiliar und Einrichtungen

10 Jahre

Medizinische Geräte und Instrumente

8 Jahre

Fahrzeuge

7 Jahre

Büromaschinen und Kommunikationssysteme

5 Jahre

Informatikanlagen (Hardware)

3 Jahre

Jahresbericht 2012 | 131


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

18 Immaterielle Anlagen

in CHF Software Immat.

Anlagen in

Realisierung,

Anzahlungen

Total

Jahr 2011

Anschaffungswerte

1. Januar 2011 11383721 733420 12117141

Zugänge 3815424 2161469 5976893

Abgänge –2303995 – –2303995

Umbuchung Anlagen in Bau 362904 –362904 –

31. Dezember 2011 13258054 2531984 15790039

Kumulierte Abschreibungen

1. Januar 2011 –9272639 – –9272639

Abschreibungen des Jahres –1964614 – –1964614

Abgänge 2303995 – 2303995

31. Dezember 2011 –8933258 – –8933258

Buchwerte per 31. Dezember 2011 4 324 796 2 531 984 6 856 780

Jahr 2012

Anschaffungswerte

1. Januar 2012 13258054 2531984 15790039

Zugänge 1178046 2039587 3217633

Abgänge –69940 – –69940

Umbuchung Anlagen in Bau 1179541 –1179541 –

31. Dezember 2012 15545701 3392030 18937731

Kumulierte Abschreibungen

1. Januar 2012 –8933258 – –8933258

Abschreibungen des Jahres –2554081 – –2554081

Abgänge 69940 – 69940

31. Dezember 2012 –11417400 – –11417400

Buchwerte per 31. Dezember 2012 4 128 302 3 392 030 7 520 332

Die Software wird linear über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

132 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

19 Laufende Verbindlichkeiten

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Inland 11582570 12521029

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Ausland 27524 –

Verbindlichkeiten gegenüber der Pensionskasse 1850054 1734503

Honorarpools und Ärztekontokorrente 4866509 4208657

Rettungsdienst gegenüber Gemeinden 2418349 4426693

Abrechnung MWST-Pauschalsteuer 90750 93587

Anzahlungen von Dritten – –

Kontokorrent mit konsolidierten Einheiten – –1705889

IC-Kreditoren interne Leistungserbringer 366533 –103273

Depotgelder und Kautionen 3200 3000

Übrige laufende Verpflichtungen 77722 14555

Total Verbindlichkeiten 21283211 21192862

20 Finanzverbindlichkeiten

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Kurzfristiger Anteil Leasingverpflichtungen 93453 89807

Total kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 93453 89807

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Langfr. Verbindlichkeiten ggü. konsolidierten Einheiten 47547759 43453361

Langfristige Leasingverbindlichkeiten 4083098 4176551

Passivierte Investitionsbeiträge Rettungsdienst 4334082 1645992

Passivierte Investitionsbeiträge KSW 353986 418282

Total langfristige Finanzverbindlichkeiten 56318925 49694186

Bei den passivierten Investitionsbeiträgen Rettungsdienst handelt es sich um vom Verein IG Rettungsdienst Region Winterthur geleistete

Investitionsbeiträge, welche für verschiedene Sachanlagen verwendet werden.

Die Investitionsbeiträge werden über die gleiche Nutzungsdauer wie die finanzierten Anlageobjekte abgeschrieben. In den oben ausgewiesenen

passivierten Investitionsbeiträgen sind die Wertberichtigungen bereits in Abzug gebracht, d. h., es sind nur die Buchwerte ersichtlich.

Jahresbericht 2012 | 133


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Fälligkeitsstruktur der Leasingverpflichtungen

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Fälligkeit < 1 Jahr 93453 89 807

Fälligkeit 2–5 Jahre 413333 397 204

Fälligkeit > 5 Jahre 3669765 3 779 347

Total Finanzverbindlichkeiten 4176551 4 266 358

Kurzfristig 93453 89 807

Langfristig 4083098 4 176 551

Total Finanzverbindlichkeiten 4176551 4 266 358

Die Leasingverpflichtung gegenüber der Firma Siska Heuberger Holding AG besteht noch bis Ende 2038.

21 Passive Rechnungsabgrenzung

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Honorare Ambulante 839179 804 823

Honorare Stationäre, Grundversicherte – –

Honorare Stationäre, Halbprivate 1293901 649 638

Honorare Stationäre, Private 870239 605 426

Übriger Betriebsaufwand 228322 280 448

IC übriger betrieblicher Aufwand/Ertrag – –

Investitionsrechnung 429416 88 831

Total passive Rechnungsabgrenzung 3661057 2 429 165

Die Erhöhung der passiven Rechnungsabgrenzung ist hauptsächlich auf ausstehende Honorarvergütungen infolge von noch nicht fakturierten

Fällen zurückzuführen.

134 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

22 Rückstellungen

Kurzfristige Rückstellungen

in CHF

Mehrleistungen

Personal

Ansprüche

des

Personals

Vorsorgeverpflichtungen

Nicht

versicherte

Schäden

1. Januar 2011 4612 409 490014 197688 287000 – 5587111

Beanspruchung – –108091 – –240232 – –348323

Auflösung – –226645 –241428 – – –468073

Neubildung/Umgliederung 560 038 1404721 246118 232 232 – 2443109

31. Dezember 2011 5172 447 1559999 202378 279000 – 7213824

Beanspruchung – –487030 –269745 –278564 – –1035339

Auflösung – –18498 – – – –18498

Neubildung/Umgliederung 1822 036 3056052 238197 259564 1060133 6435983

31. Dezember 2012 6994 483 4110523 170830 260000 1060133 12595970

Langfristige Rückstellungen

in CHF

Übrige

Rückstellungen

Vorsorgeverpflichtungen

Nicht

versicherte

Schäden

1. Januar 2011 227974 5800600 6028574

Beanspruchung – – –

Auflösung – – –

Neubildung/Umgliederung –54944 –36600 –91544

31. Dezember 2011 173030 5764000 5937030

Beanspruchung – – –

Auflösung – – –

Neubildung/Umgliederung –21050 –41000 –62050

31. Dezember 2012 151980 5723000 5874980

Total

Total

Mehrleistungen Personal

Ansprüche des Personals

Vorsorgeverpflichtungen

Nicht versicherte Schäden

Übrige Rückstellungen

Personalvorsorge (BVK)

Diese Rückstellungen bestehen für noch nicht bezogene Ferienguthaben und Überstunden.

Die Ansprüche des Personals betreffen hauptsächlich personalrechtliche Streitigkeiten, deren Ausgang

unklar ist.

Dies ist der Anteil des Kantonsspitals Winterthur, der den frühpensionierten Mitarbeitern zusteht.

Hier werden Haftpflichtfälle abgebildet, in denen das Kantonsspital Winterthur verpflichtet ist, Patienten

eine Entschädigung zu zahlen.

Es wurden die notwendigen mit der Betriebstätigkeit des Kantonsspitals Winterthur zusammenhängenden

Rückstellungen gebildet. Darin sind insgesamt TCHF 885 für Ertragsrisiken im Zusammenhang mit nicht

definitiven Abgeltungen enthalten. Das Kantonsspital Winterthur hat für die Beurteilung der Tarif- bzw.

Ertragsrisiken eine Schätzung vorgenommen und die Rückstellungen auf der Basis des Erwartungswertes

festgelegt. Da die Höhe der definitiven Abgeltung voraussichtlich gerichtlich festgelegt wird, besteht die

Möglichkeit, dass die effektive Ertragsreduktion höher oder geringer ist als der vom Kantonsspital Winterthur

für die Berechnung der Rückstellungen in der Jahresrechnung per 31. Dezember 2012 verwendete

Ertragswert.

Der Regierungsrat hat beschlossen, dass die mit der Sanierung der BVK verbundenen notwendigen Rückstellungen

für die selbständigen Anstalten zentral in der Bilanz des Kantons Zürich eingestellt werden.

Dies bedeutet für das KSW, dass für die erwarteten Sanierungsbeiträge des Arbeitgebers eine Rückstellung

in Höhe von CHF 18,9 Mio. zentral eingestellt ist.

Jahresbericht 2012 | 135


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

23 Fonds im Fremdkapital

in CHF

Personal- Studien- Fonds z.Vf. Diverse Total

fonds fonds Kliniken Fonds

1. Januar 2011 834343 704385 120431 246595 1905753

Fonds-Entnahmen –76114 –66539 –54083 –28195 –224931

Fonds-Einlagen 69311 14456 – 315430 399197

Umbuchungen 49842 19477 –66349 –2971 –

31. Dezember 2011 877382 671778 – 530859 2080019

Fonds-Entnahmen –96256 –28704 – –47332 –172293

Fonds-Einlagen 71795 51480 – 33814 157089

Umbuchungen 61822 – – –61822 –

31. Dezember 2012 914742 694554 – 455519 2064815

Bei den Fonds im Fremdkapital handelt es sich um Mittel, die dem Spital von Dritten mit einer Zweckbestimmung überlassen wurden.

Diese Gelder dürfen nur für den Bestimmungszweck verwendet werden.

Zusätzlich verfügt das KSW noch über zwei weitere Fonds, welche durch das Amt für Tresorerie des Kantons Zürich verwaltet und

bilanziert werden. Dabei handelt es sich um den «Fonds für Kranke des Kantonsspitals Winterthur» sowie um den «Fonds für das

Pflegepersonal des Kantonsspitals Winterthur».

24 Fonds im Eigenkapital

Der Fonds im Eigenkapital wurde im Berichtsjahr aufgebraucht. Die entsprechende Position im Eigenkapital wird jedoch erst mit der

Verbuchung der Gewinnverwendung im Jahr 2013 aufgelöst.

25 Separatrechnung

in CHF 2012 2011

Rettungsdienst

Erträge 6329222 5 692 001

Personalaufwand –4502388 –4 088 363

Sachaufwand –958652 –962 095

Erfolgsverbuchung ins Fremdkapital –868182 –641 543

Erfolg Rettungsdienst – –

La Luna

Erträge 871321 895 078

Personalaufwand –782232 –871 039

Sachaufwand –143560 –153 829

Erfolg La Luna –54471 –129 790

Fonds

Erträge 1185778 1 262 462

Personalaufwand –1145771 –897 483

Sachaufwand –336082 –467 127

Ausgabenüberschuss Fonds im Fremdkapital 172293 224 931

Einnahmenüberschuss Fonds im Fremdkapital –157089 –399 197

Erfolg Fonds im Eigenkapital –280871 –276 414

Total Separatrechnung –335 342 –406 204

136 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Rettungsdienst

Der Rettungsdienst hat mit einem Ertragsüberschuss von TCHF 868 (VJ TCHF 642) abgeschlossen. Dieser Erfolg gehört dem Verein IG

Rettungsdienst Region Winterthur und wird daher als Fremdkapital verbucht.

La Luna

Die Kinderbetreuungsstätte La Luna erzielte erneut einen Ausgabenüberschuss. Dieser beträgt im Berichtsjahr TCHF 54 (VJ TCHF 130).

Der Erfolg aus der Separatrechnung La Luna fliesst jeweils in das Gesamtergebnis des Kantonsspitals Winterthur ein.

Fonds

Es gibt Fonds im Fremd- und im Eigenkapital. Das Ergebnis der Fonds im Fremdkapital wird Ende Jahr den Fonds belastet oder

gutgeschrieben, so dass nur noch der Fonds im Eigenkapital in das Gesamtergebnis des Kantonsspitals Winterthur einfliesst.

26 Eventualforderungen

Zum Abschlusszeitpunkt bestehen keine Eventualforderungen.

27 Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Erwerb der Beteiligung an der Zentrum für Radiotherapie Zürich-Ost-Linth AG bestehen

Eventualverbindlichkeiten von TCHF 900.

Weitere Eventualverbindlichkeiten in der Höhe von maximal TCHF 200 bestehen im Zusammenhang mit einem Darlehensvertrag.

28 Finanzielle Zusicherungen

vom Spitalrat bewilligte Kredite

Projekt

Berücks.

Kreditbetrag

getätigte Ausgaben

2010 2011 2012 Total

und früher

noch zulässige

Ausgaben

PATIS

(Patienteninformationssystem) 1951 400 1074006 72066 19271 1165343 –

Ersatz 1. Linearbeschleuniger 5389307 4911965 241652 – 5153617 235690

Ersatz 2. Linearbeschleuniger 4106486 – 1238885 3015654 4254538 –148052

Multislice-CT 1450000 – 483762 966667 1450429 –

WLAN 1500000 668190 368705 12717 1049612 –

PET-CT ohne Bau 2910000 1118534 1454709 – 2573243 –

Enterprise Agreement Microsoft 2423520 – 2427043 – 2427043 –

Da Vinci 2 500000 – – 2058286 2058286 441714

Spect-CT 1 200000 – – 414000 414000 786000

Vom Kantonsrat bewilligte Kredite

In der Berichtsperiode sind keine vom Kantonsrat bewilligten Kredite zu verzeichnen.

29 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum Abschlusszeitpunkt sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die eine Anpassung des Vermögenswerts oder eine Offenlegung

erforderlich machen würden. Die Wesentlichkeitsgrenze liegt bei CHF 10 Mio. pro Ereignis.

Jahresbericht 2012 | 137


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

30 KSW-Immobilien

(Eigentum des Kantons)

Bilanz

in TCHF 31.12.2012 % 31.12.2011 %

Aktiven

Total Umlaufvermögen 0 0,0 0 0,0

Anlagevermögen

Total Sachanlagen 232520 100,0 241 022 100,0

Total Verwaltungsvermögen 232520 100,0 241 022 100,0

Total Aktiven 232 520 100,0 241 022 100,0

Passiven

Fremdkapital

Langfristige Finanzverbindlichkeiten 548 0,2 396 0,2

Total Fremdkapital 548 0,2 396 0,2

Total Eigenkapital 231 972 99,8 240 626 99,8

Total Passiven 232 520 100,0 241 022 100,0

138 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Finanzbericht

Sachanlagen

in CHF

Grundstücke,

Immobilien

Anlagen

in Bau

Total

Jahr 2011

Anschaffungswerte

1. Januar 2011 420761350 5211305 425972655

Zugänge 2282899 3499765 5782664

Abgänge – – –

Umbuchung Anlagen in Bau 2552676 –2552676 –

31. Dezember 2011 425596925 6158394 431755319

Kumulierte Abschreibungen

1. Januar 2011 –175285295 – –175285295

Abschreibungen des Jahres –15448051 – –15448051

Abgänge – – –

31. Dezember 2011 –190733346 – –190733346

Buchwerte per 31. Dezember 2011 234 863 579 6 158 394 241 021 973

Jahr 2012

Anschaffungswerte

1. Januar 2012 425596925 6158394 431755319

Zugänge 3243174 3850284 7093459

Abgänge – – –

Umbuchung Anlagen in Bau 5147205 –5147205 –

31. Dezember 2012 433987305 4861473 438848778

Kumulierte Abschreibungen

1. Januar 2012 –190733346 – –190733346

Abschreibungen des Jahres –15595465 – –15595465

Abgänge – – –

31. Dezember 2012 –206328811 – –206328811

Buchwerte per 31. Dezember 2012 227658494 4861473 232519966

Die Grundstücke sowie die Spitalgebäude, in die das Kantonsspital Winterthur eingemietet ist, sind Eigentum des Kantons Zürich.

Nicht zu den Spitalgebäuden gehören das Parkhaus sowie das neue Rettungsdienst-Gebäude. Sie sind durch Leasing bzw. Investitionsbeiträge

der Gemeinden finanziert und in der Bilanz des KSW enthalten.

Die Anlagen werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Land

keine Abschreibung

Spitalgebäude und andere Gebäude 33 1 ∕3 Jahre

Installationen

20 Jahre

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in CHF 31.12.2012 31.12.2011

Passivierte Investitionsbeiträge 547914 396 174

Total langfristige Finanzverbindlichkeiten 547914 396 174

Bei den passivierten Investitionsbeiträgen handelt es sich um einen vom Bund geleisteten Investitionsbeitrag, welcher für diverse

Sachanlagen gesprochen wurde. Die Abschreibungsminderungen laufen noch bis ins Jahr 2022.

Für die Finanzierung von Mieterausbauten sind im Berichtsjahr neue Investitionsbeiträge in der Höhe von TCHF 200 eingegangen.

Jahresbericht 2012 | 139


KSW Kantonsspital Winterthur

Revisionsbericht

140 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Revisionsbericht

Jahresbericht 2012 | 141


KSW Kantonsspital Winterthur

Personalstatistik

Jahresbericht 2012 | 143


KSW Kantonsspital Winterthur

Personalstatistik

Personal

Beschäftigte am 31. Dezember 2012

(Aufgeführt sind alle Personen, welche am 31.12. im Dienstverhältnis

stehen. Teilzeitbeschäftigte zählen als ganze Personen.)

Berufsgruppen Beschäftigte davon davon Personal

(inkl. Pers. Pers. in Pers. (ohne Pers.

in Ausbildung Ausbildung in in Ausbildung

und Neben- (inkl. Neben- und Nebenbetrieben)

Praktikum) 1) betrieben 2) betrieben)

Ärzte u. a. Akademiker 417 49 3 365

Direktoren/Chefärzte 32 32

Leitende Ärzte 41 1 40

Oberärzte/Spitalärzte 125 2 123

Assistenzärzte/OA-Stv. 160 160

Unterassistenten 49 49

Andere Akademiker 10 10

Pflegepersonal 1115 224 891

Pflegetechnik 382 14 43 325

Med. Fachbereiche 213 19 194

Arztsekretariate 129 1 128

Laboratorien 72 10 62

Verwaltung 189 9 180

Ökonomie 223 13 15 195

Technik 54 3 3 48

Total Personal KSW 2 794 342 64 2 388

Länder bzw. Nationalitäten

Personal

ohne Pers. in

Ausbildung in %

Schweiz 1870 76,3

Deutschland 330 13,5

Italien 38 1,5

Österreich 24 1,0

Türkei 19 0,8

Portugal 15 0,6

Serbien 12 0,5

Kroatien 12 0,5

Kosovo 11 0,4

Indien 10 0,4

Mazedonien 10 0,4

Niederlande 10 0,4

Andere Nationen 91 3,7

Total Personal KSW 2 452 100

1)

Personal in Ausbildung ist nicht nach Ausbildungsstand o. ä. gewichtet.

2)

Aufgeführt sind: Nebenbetriebe (Rettungsdienst, Personalhäuser, Cafeteria, Alterszentren)

Berufsgruppen nach Geschlecht

Berufsgruppen nach Geschlecht

(ohne Personal in Ausbildung)

Männlich Weiblich

(ohne Personal in Ausbildung)

Männlich Weiblich

Verwaltung

70 110

Verwaltung

Ärzte und andere Akademiker

183

70 110

185

Ärzte

Pflegepersonal

und andere Akademiker

183

51

185

825

Pflegepersonal

51 825

Pflegetechnik

87 281

Pflegetechnik

Med. Fachbereiche (MTTB)

87

35 159

281

Med.

Arztsekretariate

Fachbereiche (MTTB)

35 159

126

Arztsekretariate

Ökonomie

61

1 126

149

Ökonomie

61

Technik

46 149

Technik

46 5

Laboratorien

60

Laboratorien

2 60

400 200 200 400 600 800 1000

400 200 0 200 400 600 800 1000

Alters- und Geschlechtspyramide

Alters- und Geschlechtspyramide

(ohne Personal in Ausbildung)

Männlich Weiblich

(ohne Personal in Ausbildung)

Männlich Weiblich

Unter 20 Jahre

20

Unter

bis

20

unter

Jahre

25 Jahre

0 8

156

25

20

bis

bis

unter

unter

30

25

Jahre

Jahre

6

51

156

290

30

25

bis

bis

unter

unter

40

30

Jahre

Jahre

51 290

182 555

40

30

bis

bis

unter

unter

50

40

Jahre

Jahre

182 555

167 482

50

40

bis

bis

unter

unter

60

50

Jahre

Jahre

167 482

105 353

60

50

Jahre

bis unter

und

60

älter

Jahre

105

26 71

353

60 Jahre und älter

26 71

300 200 100 100 200 300 400 500 600

300 200 100 0 100 200 300 400 500 600

144 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Personalstatistik

Durchschnittlich belegte Stellen (ohne Schüler, Praktikanten, Lehrlinge)

Organisationseinheit Ärzte Pflege- med.-techn. Ver- Infrastruktur Nebenund

andere personal Fach- waltung Ökonomie Technik betriebe 2012 2011 2010

Akademiker

personal

Departement Medizin 93,92 182,47 103,67 3,03 0,88 383,97 374,66 365,24

Departement Chirurgie 75,91 184,43 45,27 3,62 309,23 296,62 280,94

Dept. Geburtshilfe und Gynäkologie 23,60 54,06 31,15 0,98 109,79 105,66 103,38

Dept. Kinder- und Jugendmedizin 35,27 64,31 30,38 1,61 131,56 124,98 116,55

Interdisziplinäre Fachbereiche 111,95 141,51 1,75 255,21 241,93 234,51

Institut für Radiologie 25,42 46,77 0,80 72,99 73,25 68,17

Klinik für Radio-Onkologie 14,14 29,27 0,99 44,39 38,77 36,83

Institut für Anästhesiologie

und Schmerztherapie 34,58 3,81 38,38 37,58 34,09

Augenklinik 5,72 10,36 16,08 15,58 15,68

Institut für Labormedizin 2,00 34,13 0,50 36,63 38,22 38,69

Institut für Pathologie 10,60 19,63 30,23 27,77 26,76

Institut für Physiotherapie 1) 28,50 28,50 24,98 0,00

Spitaldirektion 14,86 14,86 12,34 11,03

Finanzen 49,16 5,11 54,28 46,82 42,17

HRM und Pflege 35,50 4,79 19,08 59,36 57,61 56,29

Infrastruktur 45,01 158,96 45,76 15,85 265,57 263,53 256,80

Rettungsdienst 36,84 36,84 34,13 30,50

Total 2012 321,15 632,72 529,22 141,38 164,08 45,76 53,57 1887,86

Total 2011 305,55 622,97 499,81 128,43 161,75 45,54 50,38 1 814,43

Total 2010 274,79 587,73 479,42 112,61 164,90 36,53 61,35 1 717,63

1)

bis 01.01.2011 im Departement Medizin

Personalbestand 2012 (Mitarbeiter 1 834, ohne Nebenbetriebe)

HRM und Pflege

59,36; 3%

Finanzen

54,28; 3%

Infrastruktur

249,72; 14%

Institute (inkl. Augenklinik/Radio-Onkologie)

256,00; 15%

Interdisziplinäre Fachbereiche

255,21; 14%

Spitaldirektion

14,86; 1%

Departement Medizin

383,09; 21%

Departement Chirurgie

309,23; 17%

Departement Geburtshilfe und Gynäkologie

109,79; 6%

Departement Kinder- und Jugendmedizin

131,56; 7%

Personalbestand nach Berufsgruppen

Personalbestand nach Berufsgruppen 2009–2012

700

600

500

400

300

200

100

0

2009

2010

2011

2012

2009

2010

2011

2012

2009

2010

2011

2012

2009

2010

2011

2012

Ärzte und andere Akademiker Pflegepersonal Med.-techn. Fachpersonal Verwaltung und Infrastruktur

Jahresbericht 2012 | 145


KSW Kantonsspital Winterthur

Qualitätsmanagement

Markus Wepf

Stv. Leiter Unternehmensentwicklung

Meldeportal KSW, Critical Incident Reporting System (CIRS)

Die Patientensicherheit hat am KSW einen hohen Stellenwert. Durch ständige Aufmerksamkeit und

eine offene Fehler- respektive Sicherheitskultur kann die Zahl von Zwischenfällen gering gehalten werden.

Am KSW wird dazu seit einigen Jahren ein Critical Incident Reporting System betrieben.

Über ein kurzes Meldeformular im Intranet können alle Mitarbeitenden anonym kritische Ereignisse

melden. Gleichzeitig können Vorschläge gemacht werden, wie ein solches Ereignis hätte verhindert

werden können.

Im Jahr 2012 wurden im Portal ca. 500 Meldungen erfasst. Aufgrund der Meldungen wurden zahlreiche

Massnahmen beschrieben, bearbeitet und umgesetzt.

Regelmässig wurde aus den laufenden Meldungen ein «Fall des Monats» ausgewählt und auf der Startseite

des Meldeportals veröffentlicht. Über das Portal wurden auch Meldungen zu Pharmako-, Materio- und

Hämovigilanz erfasst und an Swissmedic weitergeleitet.

Einführung des Patientenarmbands im KSW

Nach dem positiven Ergebnis eines Pilotversuchs wurde die Verwendung des Patientenarmbands im KSW

ab September 2012 flächendeckend realisiert.

Dadurch wird die eindeutige Identifizierung von Patienten erleichtert und die Verwechslungsgefahr

minimiert. Das Armband ist auch eine wichtige Hilfe bei nicht ansprechbaren, fremdsprachigen oder

kognitiv eingeschränkten Patienten.

Bei folgenden Patientengruppen wird das Patientenarmband eingesetzt:

– alle Notfallpatienten

– stationär behandelte Patienten

– ambulant behandelte Patienten nach Eingriffen oder therapeutischen Massnahmen (OP, Endoskopie,

Kardiologie, Röntgen usw.)

Messung der Ergebnisse von medizinischen Behandlungen und der Zufriedenheit

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden am KSW wieder zahlreiche Ergebnismessungen durchgeführt.

Die meisten Messungen wurden in Zusammenarbeit mit hcri (www.hcri.ch) und dem ANQ

(Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken, www.anq.ch) durchgeführt.

An Benchmarking-Veranstaltungen vergleicht sich das KSW mit anderen Spitälern. Die Ergebnisse

werden spitalintern diskutiert, und wo nötig werden Massnahmen zur Verbesserung der Qualität ergriffen.

Folgende Messungen wurden im Jahr 2012 durchgeführt:

– Appendizitis

– Proximale Femurfraktur

– Akutes Coronares Syndrom (ACS)

– Prävalenzmessung Sturz und Dekubitus

– Infektionsmessung

– Rehospitalisationsmessung

– Reoperationsmessung

– Patientenbefragung

– Mitarbeiterzufriedenheit

Zudem beteiligt sich das KSW am SIRIS-Implantateregister.

Im Jahr 2012 wurde der Erhebungsbogen für die kontinuierliche Austrittsbefragung der stationär

behandelten Patienten grundlegend überarbeitet und die Auswertung neu konzipiert.

Qualitätsbericht KSW

Für das Jahr 2011 hat das KSW einen Qualitätsbericht nach der Vorlage von H+ erstellt. Der Qualitätsbericht

ist auf der Website von H+ (www.spitalinformation.ch) und des KSW veröffentlicht. Der Qualitätsbericht

für das Jahr 2012 wird im Juni 2013 veröffentlicht.

146 | Jahresbericht 2012


KSW Kantonsspital Winterthur

Forschungskommission

Die Spitalleitung weiss, dass klinische Forschung für eine hohe Behandlungsqualität und die Anerkennung

als regionales Behandlungszentrum unerlässlich ist. Die Forschungsprojekte am KSW werden aufgrund

von fachlichem Interesse und der persönlichen Initiative der einzelnen Projektleiter durchgeführt.

Prof. Dr. med.

Miklos Pless

Präsident

Chefarzt Med. Onkologie

Leiter Tumorzentrum

Damit die klinische Forschung gemäss den «Good Clinical Practice»-Richtlinien (GCP) und den geltenden

gesetzlichen Vorgaben durchgeführt wird, hat die Spitalleitung eine Forschungskommission einberufen

und die Zentrale Studienkoordination eingeführt.

Die Forschungskommission soll die Überwachung der klinischen Studien am KSW gewährleisten und die

Direktion in forschungsstrategischen Fragen beraten.

Die Zentrale Studienkoordination soll Studienleitende bei der Durchführung der klinischen Studien

unterstützen.

Anfang 2012 hat die Zentrale Studienkoordination mit zwei Mitarbeiterinnen (20 % Leitung, 40 % Sekretariat)

die Aufbauarbeit begonnen, und die Forschungskommission hat sich am 9. Januar 2012 das erste

Mal getroffen.

Aus dem ersten Jahr sind folgende Hauptpunkte zu erwähnen:

– Zwischen dem Kantonsspital Winterthur und dem Zentrum für Klinische Forschung ZKF bzw. dem

Clinical Trials Center CTC am Universitätsspital Zürich wurde eine Rahmenvereinbarung über die

Zusammenarbeit in der klinischen Forschung abgeschlossen.

– Im Rahmen der Strategie «Hochspezialisierte Medizin im Kanton Zürich» hat das CTC dem KSW

Leitlinien zur Durchführung klinischer Studien zur Verfügung gestellt, welche an die lokalen Gegebenheiten

adaptiert werden.

– Ein Verzeichnis der KSW-Studien wurde erstellt.

– Beim BAG wurde ein Gesuch zur Erneuerung der generellen Bewilligung zur Offenbarung des Berufsgeheimnisses

in der medizinischen Forschung eingereicht. Die Bewilligung wurde Anfang Dezember

2012 erteilt.

Forschungskommission

– Prof. Dr. med. Miklos Pless, Präsident, Chefarzt Med. Onkologie, Leiter Tumorzentrum

– Prof. Dr. med. Christoph Binkert, Vizepräsident, Direktor Institut für Radiologie

– Prof. Dr. med. Hubert John, Chefarzt Klinik für Urologie

– Prof. Dr. med. André Linka, Chefarzt Kardiologie

– Rita Müller, Leiterin Pflegeentwicklung

– Prof. Dr. med. Jörg Stürmer, Verantwortlicher für den Kontakt zur Fakultät, Direktor Augenklinik

Zentrale Studienkoordination

– Dr. phil. Marlene Wegmann Oswald, Leiterin

Jahresbericht 2012 | 147


KSW Kantonsspital Winterthur

Chronik

Jahresbericht 2012 | 149


KSW Kantonsspital Winterthur

Chronik

1. Januar Einführung SwissDRG: Das KSW stellt seine Rechnungen ab jetzt unter Anwendung des neuen

gesamtschweizerischen Tarifsystems.

1. März Im Spitalrat kommt es zu einem Wechsel: Dr. Markus König übernimmt das Mandat des von der

Gesundheitsdirektion (GD) delegierten Mitglieds mit beratender Stimme. Er löst Dr. Hanspeter

Conrad ab, der die GD seit 2007 im Spitalrat vertreten hat.

1. April Nach der Pensionierung zweier Hausärzte, die in Teilzeit auch als Heimärzte tätig waren, findet

das Alterszentrum im Geeren, Seuzach, keine Nachfolger für die Heimarztfunktion. Auf Anfrage

stellt das KSW im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit dem Alterszentrum einen Arzt als

Heimarzt.

18. April Überprüfung der Positionierung des KSW: Der Regierungsrat beauftragt die Gesundheitsdirektion,

gemeinsam mit dem KSW Varianten zu erarbeiten. Ziel sind der langfristige Erhalt der Leistungsfähigkeit

des KSW in der Spitalversorgung des Kantons und die Trennung vom Kanton.

11. Mai Der Rettungsdienst Winterthur bezieht ein neues Gebäude an der Brauerstrasse 20, einen Steinwurf

vom bisherigen Standort entfernt.

15. Juni PD Dr. med. Michael Ganter tritt die Nachfolge von Dr. med. Hans-Peter Keller an und übernimmt

als Direktor und Chefarzt die Leitung des Instituts für Anästhesiologie und Schmerztherapie.

30. Juni Die Krebsliga Zürich eröffnet zusammen mit dem KSW in unmittelbarer Spitalnähe das Turmhaus,

ein Begegnungs- und Informationszentrum für Krebsbetroffene.

August

Nach der Kündigung von Heimärzten in den Alterszentren Adlergarten und Oberi stellt das KSW

ab August 2012 gemeinsam mit einigen Hausärzten die medizinische Versorgung der beiden

Zentren sicher. Für diese Tätigkeit werden vom KSW drei Ärztinnen mit Schwerpunkt Geriatrie

angestellt, ein vierter Arzt wird voraussichtlich 2013 zum Team stossen.

24. September Als gemeinsames Unternehmen realisieren die Spitäler Uster, Wetzikon, KSW sowie das private

Tumor- und Brustzentrum ZeTuP in Rapperswil das neue Zentrum für Radiotherapie Zürich-Ost-

Linth (ZRR). Das ZRR wird vom KSW betrieben.

29. September Einsatzübung des Rettungsdienstes Winterthur mit Partnerorganisationen und Kata-Übung des

Kantonsspitals Winterthur. Das KSW übt den Ernstfall und beweist, dass es für ein Grossereignis

gewappnet ist.

1. Oktober PD Dr. med. Traudel Saurenmann-Hirschberg übernimmt als Direktorin und Chefärztin die

Leitung des Departements Kinder- und Jugendmedizin am KSW. Sie tritt die Nachfolge von

Dr. med. Urs Hunziker an, der dem KSW erhalten bleibt und ab Januar 2013 in einem Teilpensum

als Entwicklungspädiater tätig sein wird.

Dr. med. Lukas Hegi übernimmt die Nachfolge von Dr. med. Urs Zimmermann als Chefarzt

Neonatologie am Departement Kinder- und Jugendmedizin.

5./6. Oktober Die Klinik für Radio-Onkologie feiert 100 Jahre Strahlentherapie. Unter anderem gibt die Klinik

eine Festschrift heraus und lädt die Bevölkerung unter dem Motto «Strahlen fürs Leben» zu

einem Tag der offenen Tür ein.

10. November PD Dr. med. Stefan Breitenstein übernimmt als Chefarzt die Leitung der Klinik für Viszeral- und

Thoraxchirurgie und wird Direktor am Departement Chirurgie. Das Departement Chirurgie

wurde seit April 1993 erfolgreich von Prof. Dr. med. Marco Decurtins geführt, bis er im Sommer

2012 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

12. Dezember Die Universität Basel ernennt PD Dr. med. Uwe Güth zum Titularprofessor für Gynäkologie.

Jahresbericht 2012 | 151


Impressum

Herausgeber: Kantonsspital Winterthur, 8401 Winterthur

Projektleitung: Sarah Ott-Oettli, Kommunikation, Kantonsspital Winterthur

Produktion und Druck: Sonderegger Druck AG, Weinfelden

Auflage: 2 000 Exemplare

© Kantonsspital Winterthur, 8401 Winterthur


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Brauerstrasse 15

Postfach 834

CH-8401 Winterthur

Telefon 052 266 21 21

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